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Bishop-Six

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Hat eigentlich einer den Brady gesehen?  
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stimmt, manuell aus der registry entfernen oder systemwiederherstellung (sowas bräucht man auch in berlin...)

wenns nicht hilft bleibt eigentlich nur die formatierung der festplatte mit neuem betriebssysteme draufspielen.
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Darmstaedter_Adler schrieb:
Bishop-Six schrieb:

Altintop entäuscht mich von seiner Einstellung. Es sollte eine Ehre sein für die SGE zu spielen und kein Notnagel...




Hätten wir nur Spieler, für die es eine Ehre ist für die Eintracht zu spielen, dann würden wir wahrscheinlich absteigen...


Mag sein, du weiß wie ich es meine. Altintop macht das schon arg unpersönlich und distanziert, ohne jegliche Bindung.
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ich bin für den schranz76. dann kommt endlich mal politische weisheit zu uns ungebildeten!
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Bigbamboo schrieb:
Bishop-Six schrieb:
Wo issen eigentlich der Brady?


Das ist wieder typisch: Wir kämpfen für ihn und er ruht sich auf der faulen Haut aus!



Ja gell!?

die ganze zeit postet er ums leben und jetzt gehts mal um ihn und er is net da.

 
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peter schrieb:
Schranz76 schrieb:
Rheinadler schrieb:
http://www.morgenweb.de/region/rhein_neckar_ticker/Mannheimer_Morgen/9591_Mannheim:_Milliardär_Hopp_für_höheren_Spitzensteuersatz.html

So sollte der Ansatz sein!


Ein weiterer Beleg dafür, daß der Hopp nicht ganz knusper ist.

P.S. Zu unserem ach so unsozialen Staat: 1980 war die Quote des Sozialhaushalts 18%, mittlerweile um die 50%, wenn das mal nicht Kürzungen sind bzw. Belastungen der Schwachen.......  



woher das wohl kommen mag?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,700687,00.html


Kleine Ergänzung:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,700732,00.html

Auszug aus der Definition für soziale Marktwirtschaft:

"Eine daraufhin ausgerichtete Politik müsse die Zusammengehörigkeit der konstituierenden Prinzipien einer solchen Wettbewerbsordnung beachten, ebenso die Interdependenz der Wirtschaftsordnung mit den anderen Lebensbereichen."

So war das damals.



Heute sieht die Politik dann eher so aus:

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Wo issen eigentlich der Brady?



,-)
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indiesalat schrieb:
Naja, die zahlen aber doch in England einfach anders, und Blackburn und vor allem Newcastle sind schon ne Hausnummer...


Wer weiß? Die haben sich alle übernommen finanziell und ich glaube netto bleibt bei denen mittlerweile weniger übrig als in der BL.

Würde ihn auch sehr gerne hier sehen.  

Altintop entäuscht mich von seiner Einstellung. Es sollte eine Ehre sein für die SGE zu spielen und kein Notnagel...
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Ewigtreuer schrieb:
Bishop-Six schrieb:
Schranz76 schrieb:


Ein weiterer Beleg dafür, daß der Hopp nicht ganz knusper ist.

P.S. Zu unserem ach so unsozialen Staat: 1980 war die Quote des Sozialhaushalts 18%, mittlerweile um die 50%, wenn das mal nicht Kürzungen sind bzw. Belastungen der Schwachen.......  



Treibst du hier immer noch dein Unwesen?

Deine "Statistik" ist süß.

Haushalt 320 Mrd, 144 Mrd (45 %) für Arbeit und Soziales, davon ca. 27 Mrd  für Sozialhilfeempfänger.

8,5 % des Haushaltes gehen für die Sozialschmarotzer drauf. Aufgerundet.



Haushalt 320 Mrd

Bankenrettungspaket 500 Mrd (156 % des gesamten Haushaltes incl. Neuverschuldung)




Mennooooooo - Jetzt haste ihm seine schöne, populistische Statistik kaputt gemacht... Schäm Dich    


Ja sorry, ich kann's net lassen.  
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Schranz76 schrieb:


Ein weiterer Beleg dafür, daß der Hopp nicht ganz knusper ist.

P.S. Zu unserem ach so unsozialen Staat: 1980 war die Quote des Sozialhaushalts 18%, mittlerweile um die 50%, wenn das mal nicht Kürzungen sind bzw. Belastungen der Schwachen.......  



Treibst du hier immer noch dein Unwesen?

Deine "Statistik" ist süß.

Haushalt 320 Mrd, 144 Mrd (45 %) für Arbeit und Soziales, davon ca. 27 Mrd  für Sozialhilfeempfänger.

8,5 % des Haushaltes gehen für die Sozialschmarotzer drauf. Aufgerundet.



Haushalt 320 Mrd

Bankenrettungspaket 500 Mrd (156 % des gesamten Haushaltes incl. Neuverschuldung)


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Jep, der Kommentar ist gut. Hoffentlich breitet sich das noch ein wenig aus.

In dem Zusammenhang habe ich jetzt übrigens die wirklichen Pläne der Regierung enttarnt:

*Achtung Ironie*

Das Elterngeld bei H4-Empfängern kürzen ist doppelt/dreifach lukrativ.

Die Blöden, die es sich nicht leisten können und sowieso ungebildet sind, können keinen Nachwuchs mehr in die Welt setzen, die Eliten aber schon.
Da bleibt die Vetternwirtschaft schön unter sich.

So stirbt der Pöbel aus, eine Art natürliche Auslese kapitalistischer Art. Da hätte Darwin mit Marx gemeinsame Sache machen müssen, bis die mal auf solche Erkenntnisse gekommen wären. Hah!

Zudem wird Geld gespart und der andere Pöbel befriedigt. Chapeau Regierung, ein Meisterstück!

Ach ja, zum Glück haben wir keine Probleme mit demographischem Wandel oder dergleichen. Die Deutschen sind eh zuviel, entweder brauchen wir neuen Platz oder wir müssen halt weniger werden.

Da könnte man auch wieder über das sozialverträgliche vorzeitige Ableben von Rentnern nachdenken: Nach der Stimmabgabe ab in den Wald, Aufstellung in einer Reihe...Zweck erfüllt und tschüß. Das nenn ich mal Einsparungen!

Noch ein bißchen Zeitspiel an der Eckfahne, ein Schwälbchen, um das Unentschieden über die Runden zu bringen und schwupps, schon hat die zukünftige rot-grüne Regierung den miesen Peter in Form von Schuld in den Schuhen und man kann als Schuldzuweisungen-um-sich-schmeißende Opposition gleich seine erneute Wiederwahl 2017 (?) anpeilen.

Genial.
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Jetzt mal ohne Wertung, wer von denen schuldiger ist. Aber daran sieht man, dass die Finanz/- und Wirtschaftswelt einfach nur pervertiert ist.

Interessant finde ich den Artikel, weil er mal Hintergründe beschreibt, die man nicht so oft mitbekommt.

http://www.zeit.de/wirtschaft/geldanlage/2010-06/frankreich-kerviel?page=1
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Nochmal ein neuer Artikel über das "Sparpaket"

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,699375,00.html
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Dortelweil-Adler schrieb:
Nicht dass ich damit sagen will dass wir hier alle Tagträumer sind, aber in welchem Land (außer Nordkorea) ist es denn besser als hier? Wo können wir uns denn was abgucken? Oder machen es alle Länder falsch? Und wenn ja, warum ist das so? Weiß denn zufällig jemand wie das in so ganz neuen Ländern funktioniert, beispielsweise Slowenien, die ja von Null angefangen haben, unter anderem mit einem angeblich ganz einfachen Steuersystem das in Deutschland entwickelt wurde? Oder war das Kroatien?

DA


Klar meckert man in D auf hohem Niveau, zumindest von der Sozialversorgung. Aber der Rest liegt doch äußerst im Argen. der zunehmende psychische Stress bedingt durch Existenzängste ist z.B. nicht ohne. Die Stimmung ist doch längst vergiftet.

In einmem Punkt, wo es besser gemacht wird, kann ich wieder diesen Link anführen.  ,-)

http://www.youtube.com/watch?v=sOgQbx9Ry9s
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arti schrieb:
GxOffmodd schrieb:
Hier sind sich die Menschen zu schade auf die Straße zu gehen und Radau zu machen. Die Menschen sind sich einfach zu schade auch mal 1-2 Monate richtig alles lahmzulegen und mal zu zeigen wer hier eigentlich die Eier hat. !


und wie sieht dein königsweg aus?

ich fass es nicht. du kannst auch nur soviele eier haben, wie die hühner hergeben. irgendwann ist mal feierabend. jeden abend nen risen omelett haben wollen, aber nur zwei federviecher im stall... die rechnung musst du mir aufmachen.

alle schreien hier von "auf die strasse", "alles scheisse..." aber keiner sagt wie es denn anders gehen soll. manche benehmen sich wie die pubertierenden teenies, die den vater anmachen, dass es kein i-phone, plasma und golf zum geburtstag gibt.


@arti, du hast ja Recht, Problem erkannt, aber eine Lösung? Doch, ich habe dir sogar persönlich Vorschläge auf Seite 11 gemacht.

@Afrigaaner

Du musst das schreiben? Na gut, nehm ich als Kompliment  

Deine Rechnung ist interessant und ich glaube so verworren ist es tatsächlich auch in echt. Was man daran und an Zicos21 Beitrag gut sieht ist, dass es so gut wie unmöglich ist aus der Schulden"falle" rauszukommen. Alleine 36 Mrd € Schuldzinsen. Da sind 11 Mrd "Einsparungen" wirklich nicht viel.

@miraculix250

Ja danke, da schreibt wohl auch jemand gerne und viel  ,-)

Beim Problem sind wir uns ja einig, aber die Lösung?

Revolution ist immer schwierig und gefährlich. Zuviele Eigeninteressen Mächtiger und Halbmächtiger würden zwangsläufig mitschwingen, zudem geht eine Revolution nie gewaltlos ab und Leben gefährden ist sicher nicht wünschenswert.

Die frz. R. (als Beispiel) ist ja im Massaker geendet und das Bürgertum war da nicht unbedingt gesitteter. Letztendlich waren es die Erkenntnisse dieser Revolution, die so wertvoll waren.

Wenn, dann würde ich mir eine "Revolution von oben" wünschen, aber nicht wie die letzte, bei der gewisse Eliten nur noch dominater wurden. Eher eine R mit Vernunft und Tugendhaftigkeit, das wärs. Naja, man darf ja mal träumen dürfen...

Ich weiß nicht mehr, wer es sagte, aber der Satz stimmt mich nachdenklich:

"Gib einem Menschen Macht (Geld), dann erkennst du seinen wahren Charakter."
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@Spartacus

Zu den von Dir vorgestellten Ansätzen könnte man ein ganzes Seminar bestreiten, insofern ist es schwierig, darauf fundiert einzugehen.

Ja das stimmt leider, ich wollte es so kompakt wie möglich machen. Doch das Thema ist für mich nunmal mehr als "können-hartzIv-empfänger-auch-kalt-duschen?" ,-)

Aus verschiedenen Gründen befürworte ich ein bedingungsloses Grundeinkommen, halte es aber für politisch nicht durchsetzbar. Es ist ja nicht einmal durchsetzbar, daß, für alle die arbeiten, ein existenzsichernder Lohn gezahlt wird.

Von der Durchsetzung kann natürlich keine Rede sein im Moment. Die Theorien sind ja noch nicht mal über den Ideenstatus hinaus.

Die Produktivitätssteigerung durch technischen Fortschritt und damit einhergehender Rationalisierung ist in unserem Wirtschaftssystem wie ein Naturgesetz. Früher hieß es, daß dadurch für alle die Arbeit leichter und weniger wird. Heute werden die stigmatisiert, die vom Produktionsprozeß aussortiert werden.

Stimmt. Die Frage muss lauten, was muss gemacht werden, um diesen Prozeß zu verhindern oder wenigstens abzudämpfen?


Die angebotsorientierte Wirtschaftspolitik, die von Leuten wie Friedmann (und arti) befürwortet wird, löst die Probleme nicht, sondern sie verschärft sie. Die immer lauthals verkündete freie Marktwirtschaft existiert höchstens auf dem Wochenmarkt, ansonsten ist sie eine reine Fiktion. De facto haben wir in wichtigen Feldern ein Oligopolstruktur (Energie). Und es wird auf freien Märkten immer eine massive Tendenz zur Oligopolbildung geben. Mir graut es schon vor dem von der Regierung propagierten Elektroauto. Bei bestehenden Strukturen auf dem Strommarkt würde dadurch mit Sicherheit der Strom auch für Haushalte sündhaft teuer.

Die Oligopole machen mir auch Kopfschmerzen. Outsourcing und Zeitarbeit sind damit genauso verstrickt, wie die Zusammenfassung zu Konzernen und deren Ausschlachtung für Dividenden. Die Energiekonzerne sind das beste Beispiel.

Unsere Politiker sind doch längst auch nur Manager, die die Dinge irgendwie tagesaktuell handlen. Wer von denen hat denn die Zeit (oder nimmt sie sich) um mal ernsthaft nachzudenken, sich weiterzubilden etc. ? Da werden keine Ideen entwickelt (höchstens von denen im Ruhestand) und wenn, wären sie gegen vorherrschende Ideologien und Interessen nicht durchsetzbar.

Insofern bedaure ich inzwischen, daß der verfluchte Finanzmarkt mit Unsummen gestützt wurde, weil wir dafür nach und nach das letzte Hemd ausgezogen bekommen, ohne daß sich irgendwas grundlegendes verändert.
Ein Ende mit Schrecken wäre vermutlich die bessere Alternative gewesen, da sich dann - vielleicht - die Möglichkeit eines partiellen Neubeginns ergeben hätte. Nun kriegen wir Schrecken ohne Ende. Und schuld sind dann die Hartz IV-Empfänger, die Griechen oder das Globalisierungsgespenst oder wer auch immer noch aus der Kiste geholt wird.

Ein Ende mit Schrecken. Manchmal wünsche ich mir das sogar. Wenn ein PC vollgemüllt ist mit Programmen, von denen man gar nicht weiß, warum sie überhaupt da sind, muss man ihn formatieren. Das neue Betriebssystem kann ja ruhig das Bewährte bleiben, aber eben von Anfang an gut verwaltet, sodass es nicht mehr aufgebläht und zugemüllt wird.

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Basaltkopp schrieb:
Auf jeden Fall müsste man schon in der Schule ansetzen. Andererseits kann und darf man aber die Schulen nicht dafür verantwortlich machen, dass die Eltern in Sachen Erziehung oftmals gar nichts mehr auf die Kette bekommen...

Und zu Deinen Pizzafreunden. In diesem Fall würde eine Erhöhung der Hartz4-Sätze nur bedeuten, dass der Pizzablitz dann bis zum 13. oder 14. des Monats was zu tun hätte. Die Kinder hätten nichts davon, selbst wenn der Satz für die Kind erhöht würde. Aber das ist freilich auch kein Argument gegen eine Erhöhung.


Das sehe ich auch so. Fortbildungen für ein maßvolles Haushalten wären sinnvoll. Man muss auch lernen mit Geld umgehen zu können, v.a. wenn es knapp ist.
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Neue Runde, neues Glück.  

Habe die Diskussion jetzt größtenteils gelesen und bin auf jeden Fall positiv überrascht, dass wir mittlerweile recht sachlich über solch schwierige Themen diskutieren können.  

Neues aus der Anstalt:

Danke für den Link, die Sendung ist einfach genial, schade, dass sie (für meinen Geschmack) von zu wenig Leuten gesehen wird.

arti hat mehrmals nach Alternativen gefragt und ich denke wir sind uns einig, dass in D ein strukturelles Problem besteht (Vermögensverteilung, Subventionierungen, eine Politik unfrei von Lobbyismus...)

Der allgemein vorherrschende Keynesianismus ist für manche Wirtschaftstheoretiker der Knackpunkt, denn:

"Daneben bezeichnet Keynesianismus auch verschiedene wirtschaftspolitische Modelle, die darauf ausgerichtet sind, die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen zu steuern und bei Bedarf die Wirtschaft durch vermehrte Staatsausgaben zu beleben."

Um Montesquieu zu zitieren:

"...dass in den Ländern, wo man nur vom Handelsgeist beseelt ist, auch mit allen menschlichen Handlungen und allen sittlichen Tugenden Handel getrieben wird: selbst die kleinsten Dinge, welche die Menschlichkeit gebietet, werden dort nur durch Geld getan oder gewährt."

Hier wird das Problem konkretisiert:

Milton Friedman:

http://de.wikipedia.orgwiki/Milton_Friedman#Kapitalismus_und_Freiheit_.281962.29

"Friedman, der sich als klassischen Liberalen betrachtete, hob besonders die Vorteile eines freien Marktes und die Nachteile staatlicher Eingriffe hervor."

„Ein Staat, der Recht und Ordnung aufrecht erhielte, Eigentumsrechte definierte, als Medium diente, durch welches wir Eigentumsrechte und andere Regeln des ökonomischen Spiels ändern könnten, Streitigkeiten über die Interpretation der Regeln entschiede, die Erfüllung von Verträgen durchsetzte, den Wettbewerb förderte, eine Währungsverfassung bereitstellte, Aktivitäten entfaltete, um technischen Monopolen entgegen zu wirken und solche Nachbarschaftseffekte zu bewältigen, die weithin als hinreichend erachtet werden, um staatliche Intervention zu rechtfertigen, und der private Wohltätigkeit ergänzte wie die Familie bei dem Bemühen, den Unmündigen, ob geistig Behinderten oder Kind zu schützen - solch ein Staat hätte eindeutig wichtige Funktionen zu erfüllen .“
   – Milton Friedman

(Die letzte Unterstreichung ist für mich der entscheidende Punkt)

"Mit der Behauptung, die Armen zu unterstützen, ziehe der Sozialstaat mit seiner mächtigen Wohlfahrts-Bürokratie dem Mann im Büro und an der Werkbank das Geld aus der Tasche. Teile man aber den Betrag, der bis kurz vor 1980 in den USA zur Bekämpfung der Armut ausgegeben wurde, durch die Zahl der Menschen, die nach amtlicher Statistik bedürftig sind, dann müsste das Einkommen dieser Bedürftigen eineinhalb- bis zweimal so groß sein wie das durchschnittliche Einkommen der Bevölkerung. In Wirklichkeit bliebe für die Bedürftigen wenig übrig. Denn das Geld werde vor allem für die Bürokratie und Personalkosten verwendet."

Habe schon länger die Theorien von Bürgergeld und Bedingungsloses Grundeinkommen im Hinterkopf.

Da gibt es wirklich interessante Ansätze.

http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/ss97/GRUNDEIN/teil2/1_3.htm

In diesem Artikel geht es um das Speenhamland 1795 bis 1834 - Recht auf Einkommen im England der Industrialisierung.

Es wurde festgestellt, dass:

"Weder das geschichtliche Experiment von Speenhamland, noch die zeitlich und bevölkerungsmäßig beschränkten US-amerikanischen Versuche mit einer Einkommensgarantie lassen Schlüsse darauf zu, welche Folgen die Einführung eines die Grundbedürfnisse abdeckenden Rechts auf Einkommen für alle, unabhängig von einer Arbeitsleistung, nach sich ziehen würde. Die amerikanische Diskussion und die breite Unterstützung, die die Idee dort von Seiten der Ökonomen verschiedenster Lager gefunden hat läßt darauf schließen, daß sie vom ökonomischen Standpunkt ernst zu nehmende Vorteile bietet: Verwaltungsvereinfachung und dadurch bedingte Einsparungen, Effizienz durch Einbeziehung aller in Frage kommenden Gruppen und Personen, Schaffung zusätzlicher Nachfrage und Nutzung von Überkapazitäten der Wirtschaft durch Anhebung der niedrigsten Einkommen, Subventionierung von Tätigkeiten (im informellen oder im formellen Sektor), die notwendig oder sinnvoll, jedoch marktwirtschaftlich nicht finanzierbar sind. Insgesamt würde damit nicht nur mehr soziale Gerechtigkeit hergestellt, sondern gleichzeitig Freiräume eröffnet für eine sinnvolle Weiterentwicklung der Wirtschaft und der Gesamtgesellschaft."


Das bedingungslose Grundeinkommen, ermöglicht eine neue Wertverteilung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Bedingungsloses_Grundeinkommen

"Das Konzept des BGE sieht eine Zuwendung für jedermann vor, die als Grundlage zur Sicherung der Existenz und der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben dienen soll. Es würde weder eine sozialadministrative Bedürftigkeitsprüfung erfolgen, noch eine Bereitschaft zur Arbeit gefordert. Auf der anderen Seite entfallen alle allgemeinen steuer- und abgabenfinanzierten Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld, Sozialhilfe oder Kindergeld. Inwieweit besondere soziale Bedürftigkeit gesondert berücksichtigt wird, ist den den verschiedenen Modellen unterschiedlich vorgesehen."

Die Theorie steckt noch in den Kinderschuhen, aber ich glaube, es ist zumindest mal ein konstruktiver Ansatz, der die wirklichen Missstände benennt.

Weiter im Text:

"Die gesellschaftliche Entwicklung hat dazu geführt, dass nur ein Teil der Tätigkeiten in der modernen, marktorientierten Gesellschaft als Arbeit entlohnt wird. Tätigkeiten im sozialen Bereich wie beispielsweise in der Kindererziehung, in der Betreuung nicht selbständiger Menschen (Alte, Behinderte) oder in der Jugendarbeit werden hingegen zumeist nicht finanziell vergütet, es sei denn diese Tätigkeiten sind institutionalisiert. Das BGE sorgt hier für einen Ausgleich.

Hinzu kommt der Wegfall der Stigmatisierung Arbeitsloser, die bei einer im System liegenden Arbeitslosigkeit für eine große Zahl von Menschen unvermeidlich ist. Eine Gesellschaft, die das systematisch in Kauf nimmt, verstößt gegen die Menschenwürde und gegen das Grundrecht auf Arbeit. Das BGE führt zu einer Verbesserung der sozialen Sicherheit, ermöglicht Teilhabe, vermeidet Ausgrenzung und gestattet alternative Lebenspläne wie zum Beispiel Bildungsphasen, die die Erwerbsarbeit unterbrechen."

Anmerkung zur letzten Unterstreichung:

Das ist einer meiner wichtigen Standpunkte, die Gesellschaft ist auf ständige Weiterentwicklung und Fortschritt ausgelegt, aber es wird versäumt, den Nährboden dafür zu bereiten.

Denn was ist eine Gesellschaft wert ohne Bildung?

Wie viele Menschen würden sich geistig und/oder bildungstechnisch gern weiterentwickeln (Fortbildungen, Lehrgänge, andere miteinander verknüpfbare Bereiche), werden aber aufgrund der durch durch die Marktwirtschaft herrschenden Existenzängste davon abgehalten?

("Ich brauch Geld, ich muss meinen Lebensunterhalt verdienen")

Und warum haben wir alle die Existenzängste, was ist deren Ursache?

Friedman:

"Es existiere demzufolge in Wirklichkeit kein Trade-off zwischen Inflationsbekämpfung und Beschäftigungspolitik, wie die Wirtschaftstheorie früher behauptet hatte. Eine Geldpolitik mit dem Ziel der Vollbeschäftigung sei damit zum Scheitern verurteilt und führe schlimmstenfalls zur Steigerung der Inflation."

Also kann man festhalten, dass aufgrund der wirtschaftlichen Struktur und der Beschneidung politischer Regierungsfähigkeiten durch wirtschaftliche Zwänge die Lösung der heutigen Probleme bezüglich Arbeitsplatzschaffung und dadurch auch der sozialen Leistungen und das Abdriften in eine 2-Klassengesellschaft nicht umgesetzt werden kann.

In der Schweiz überlegt man Folgendes:

Initiative Grundeinkommen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Initiative_Grundeinkommen

"Rationalisierung der Arbeit
Gemäss der Initiative hinkt die soziale und kulturelle Entwicklung der technischen Entwicklung hinterher. Eine unzureichende soziale Bewertung erfahren zum Beispiel die Pflege und Fürsorge für andere Menschen, die Kindererziehung oder der Einsatz für die Umwelt aus eigener Initiative. Die schrittweise Entflechtung der Arbeit vom Einkommenszweck könne diese Unterbewertung gemäss der Initiative wesentlich aufheben.

Sozialer Ausgleich
Aus Sicht der Initiative stammt die Festsetzung der Steuer anhand der Leistungsfähigkeit und den daraus resultierenden Einkommen aus der Zeit, als Selbstversorgung vorherrschte. In der heutigen Zeit der globalen Fremdversorgung, wo Selbstversorgung kaum mehr möglich ist und jeder fast ausschliesslich von den Leistungen anderer lebt, sei es sinnvoll, die Steuer nicht mehr in der Herstellung, sondern an der Stelle des Kaufs und Verbrauchs von Gütern und Dienstleistungen in Form einer Konsumsteuer zu erheben."

Zum Schluss möchte ich noch auf das Werk von Jeremy Rifkin hinweisen, ein führender US-amerikanischer Soziologe, Ökonom und Publizist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Jeremy_Rifkin

Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft

"The End of Work zeigt, dass es durch den Produktivitätszuwachs in den letzten zwei Jahrzehnten zu einem dramatischen Verschwinden von Fabrikarbeitsplätzen gekommen ist. Dies gilt trotz des Wirtschaftswachstums im selben Zeitraum. Anhand weltweiter Wirtschaftsdaten wird gezeigt, dass sich diese Entwicklung in Zukunft in dramatischer Form fortsetzen wird. Rifkin erwartet, dass bis 2010 nur noch 12% der Weltbevölkerung in der Produktion arbeitet. Bis 2020 sollen es nur noch 2% der Weltbevölkerung sein. Laut Rifkin ist hiermit von 2010 bis 2020 zu erwarten, dass es in der Produktion ein Rückgang der Werktätigen auf ca. 1/6 des heutigen Wertes geben wird. Für andere Wirtschaftsbereiche ist wegen der zunehmenden Automatisierung ein ähnlicher Rückgang abzusehen. Dies zeigt Rifkin anhand weltweiter Wirtschaftsdaten für die nicht produktiven Wirtschaftssektoren."

Ich hoffe es ist nicht zu unübersichtlich geraten und ich würde gern eure Meinung zu oben genannten Theorien erfahren. Ich bin der Ansicht, dass es so nicht weitergehen kann und dass große, strukturelle Veränderungen vorgenommen werden müssen.

Sowohl die Befürworter einer harten Sparpolitik, als auch die Verteidiger sozial schwächer Gestellten sollten hier einen gemeinsamen Ansatz finden können.

Als Metapher könnte man sagen, dass unsere Wirtschaft der alte VW-Käfer ist, der nur durch Reperaturen, die seinen Marktwert um ein Vielfaches übersteigen, fahrbereit gehalten wird. Und es fehlt der Mut oder der Wille, sich ein neues Auto zu besorgen. Mit neuer Technik, ganz zeitgemäß.


„Das Ziel einer Gesellschaft, in der ein(e) jede(r) weniger arbeitet, damit alle Arbeit finden und besser leben können, wird somit heute zu einem der wichtigsten Faktoren des Zusammenhalts der Gewerkschaft und der Erneuerung sozialer Freiheitsbewegungen.“

-André Gorz-
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Chritoph Preuß, sympathisch wie immer.

Schmerz und Leid so nah zusammen:

"Diese Woche begann mit der Bestätigung, dass man es geschafft hat und endlich zurück in der Bundesliga ist. Und endete mit dem Verkünden des endgültigen Karriereendes."  

Jetzt soll er mal fleißig studieren, so dass man in bald wieder bei der Eintracht sieht!
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SPOX

http://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/1005/Artikel/christoph-preuss-interview-eintracht-frankfurt-karriereende-tor-des-monats-fc-bayern-fallrueckzieher.html

Christoph Preuß im Interview

Bei SPOX spricht er über die psychischen Auswirkungen, sein Traumtor gegen die Bayern und die Zeit danach.