
Enkhaamer
11521
Und jetzt geht's los in der kanarischen Kälte (ca. 19 Grad). Kapitaen Meier führt folgende Starting-Eleven gegen die arabischen Jünglinge aufs Feld:
Kanarienvogel Kessler, Djakpa, Butscher, Bellaid, Seb Jung, Rode, Lehmann, Koehler, Matmour, Friend.
Auf geht's, Adler - zeigts den Falkenfreunden
Kanarienvogel Kessler, Djakpa, Butscher, Bellaid, Seb Jung, Rode, Lehmann, Koehler, Matmour, Friend.
Auf geht's, Adler - zeigts den Falkenfreunden
Gude aus Doha,
der klotzige Hotelkoloss, der wo die Herberge von der SGE ihre Entourage ist, bietet Free-Internet. Also schauen wir mal, ob der Akku hält und wir zumindest ab und an ein Lebenszeichen aus der abgekühlten Vorwüste geben können.
Es ist 17.34 Ortszeit und der saftig grüne Rasen des Aspire-Nebenplatzes wird nicht ganz so funzelig bestrahlt wie der Platz weiland in Belek. Zuschauer finden sich an der Stätte des Grauens ein - der Treppe, an der sich unser Kapitän verletzte. Nun sitzt er mit gegipstem Fuss im Hotte-Gedächtnisstuhl und schaut den Kollegen beim Warmmachen zu. Support gibt's von Mo, Bamba und Oka.
der klotzige Hotelkoloss, der wo die Herberge von der SGE ihre Entourage ist, bietet Free-Internet. Also schauen wir mal, ob der Akku hält und wir zumindest ab und an ein Lebenszeichen aus der abgekühlten Vorwüste geben können.
Es ist 17.34 Ortszeit und der saftig grüne Rasen des Aspire-Nebenplatzes wird nicht ganz so funzelig bestrahlt wie der Platz weiland in Belek. Zuschauer finden sich an der Stätte des Grauens ein - der Treppe, an der sich unser Kapitän verletzte. Nun sitzt er mit gegipstem Fuss im Hotte-Gedächtnisstuhl und schaut den Kollegen beim Warmmachen zu. Support gibt's von Mo, Bamba und Oka.
Gude aus Doha,
nun ist er also gelandet, der erste nachgereiste Neuzugang im wüsten SGE-Trainingslager. Flug LH 620 hat am gestrigen Abend allerdings (noch) nicht Lord Helmchen in die katarische Nacht entlassen, der doch schließlich mit seinen Törchen in den nächsten Wöchelchen fürs richtige Euphoriechen sorgen soll. Sondern nur den Exil-Bischemer, der auch nach wiederholter Durchsuchung des Airbus weder einen bei Quälix in Ungnade gefallenen Stürmer noch irgendwelche Souvenir-Medizinbälle entdecken konnte. So hat Paddy-Boy immerhin das Vergnügen eines exakt beim Überflug von Bagdad einsetzenden Feueralarm verpasst, der auf eine sodann nicht mehr heimliche Restraum-Zigarette eines Entzugsopfers zurückzuführen war und vom Bordpersonal professionell mit Gin Tonic gelöscht würde.
Würde man zum Jahreswechsel einer guten Veh begegnet sein und hätte diese einen Reisewunsch für Januar gewährt, stünde Katar vielleicht nicht zwingend auf der Top-Ten der beliebtesten Winterreiseziele. Allerdings, wenn überregionale Größen wie der Blatter-Sepp ihre Liebe zur Golfmetropole entdecken und sogar die Taliban in Aussicht stellen, hier demnächst ein Verbindungsbüro zu eröffnen, dann kann die Wahl der Stätte des letzten SGE-Zweitligatrainingslagers aller Zeiten so falsch nicht sein. Zumal der Golfstaat basierend auf dem beruhigenden Wissen um exquisite Bodenschätze unnerum aus der Portkasse beste Rahmenbedingungen zu finanzieren vermag. Da können von Junioren besetzte Trainingsplätze, epochale Rotphasen auf den Hauptverkehrsverbindungen und die offenkundige Einstufung des Camps unserer Adler als Risiko-Trainingslager mit ganz striktem Alkoholverbot eruptive Euphorie-Exzess nicht ersticken. Und auch, dass das berufliche iPhone vom Exil-Bischemer kein katarisches Netz findet, kann man positiv sehen: Was hätte sich etwa der noch amtierende Ex-Bundespräsident in spe beim Besuch des Emirs Ärger erspart, wäre sein Mobiltelefon ebenfalls nicht funktionstüchtig gewesen.
Funktions- und fitnesstüchtig zeigen sich an diesem Mittwochmorgen insgesamt 20 Adlerträger, die gegen 10 Uhr ein eher wohlig dosiertes Training im Khalifa Stadium zu absolvieren haben. Ein wenig Stangentanz, das haut keine zartbesaitete Fußballerseele um. Es folgen die mittlerweile üblichen zwei Neunerbus-Kreise. Sebi Jung und Korkmaz müssen ewig lang in der Mitte bei wie immer gnadenloser Wüstenhitze herumwuseln, bis sie endlich mal das Bällsche ergattern. Moppes, Katze und Horny sind da cleverer, haben ihr Mobiltor so positioniert, dass sie auf einem schmalen Schattenstreifen, den ein riesiger Dachstahlbogen auf den Rasen wirft, trainieren können. Nicht ins Stadion geschafft haben es heute morgen übrigens Oka, Mo und Bamba, plus leider natürlich Schwegler.
Nach einer halben Stunde startet eine neue Variation des Torschusstrainings. Auf der linken Feldhälfte verteilt Co-Trainer Geyer neun der Jungs. Der Ball soll aus dem Mittelfeld Richtung Sechzehner gespielt, dort abgelegt und schlussendlich trefferversenkt werden. Auf der rechten Seite bei Veh schauts so aus: Kessler schlägt Richtung Mittellinie ab, und neun Feldspieler versuchen einen Angriff über die Außen mit Pass in den Sechzehner erfolgreich abzuschließen. Beim Team Geyer trifft Korkmaz nix, Soriano verzieht links, Kittel rechts. Schildenfeld schafft es immerhin mal, das Tor korrekt anzuvisieren und ordentlich draufzuhalten. Veh redet in der anderen Hälfte minutenlang auf seine Jungs an, mit offenbar mäßigem Erfolg. Flanken von Köhler, Djakpa und Seb Jung segeln als Tiefflieger praktisch unverwertbar in den Strafraum, wobei sich vor allem Alex Meier im Zentrum fast verzweifelt bemüht, jeden Gurkenball noch irgendwie ins Tor zu stochern.
Um 10.45 Uhr werden die Leibchen gezückt und verteilt.
Team Rot, gecoacht von Geyer: Horn, Anthony Jung, Schildenfeld, Bell, Petz (mit seinem ersten Pflichtspiel als RV), Kittel, Caio, Korkmaz, Hoffer, Soriano
Team Gelb, gecoacht von Veh: Kessler, Bellaid, Butscher, Djakpa, Sebastian Jung, Rode, Lehmann, Matmour, Köhler, Meier, Friend
Große Tore, großes Feld, aber kein großer Spielfluss. Geübt werden sollen offenbar Bewegungsmuster im Angriff. Veh unterbricht immer wieder kurz und gibt Anweisungen. Nach fünf Minuten eine erste kleine Kopfballchance durch Robert Freund, aber kein Problem für Horn. Dann spitzelt Meier den Ball unserem Nachwuchstorhüter durch die Beine, aber beim Zurückhechten kann der Jungspund die Murmel gerade noch von der Linie kratzen. Plötzlich trotten Lehmann, Köhler und Kittel hinaus und wagen sich an etwas, was die hohe Kunst des Fußballspielens ist: Ecken schießen. Mit rechts tritt Lehmann sieben am Stück, von denen zwei Friends Kopf am 11er finden. Der Rest ist unbrauchbar. Dann Köhler mit links. Von sieben finden zwei den Kopf von Meier am kurzen Pfosten für einen Verlängerungsversuch. Der Rest ist unbrauchbar. Dann darf Kittel mit rechts fünfmal ran. Drei kommen scharf in den Strafraum. Der Rest ist unbrauchbar. Keine der 19 Ecken führte zu einer gefährlichen Torchance, das jeweils verteidigende Team hatte kaum Probleme, die Situation zu entschärfen.
Zum Abschluss um kurz nach elf, der Schutzfaktor der Sonnencreme der Spieler geht wohl schon bedrohlich zur Neige, folgt noch ein kleiner Torschuss-Contest. Vor dem Sechzehner herum werden im Halbkreis Bälle postiert. Wer trifft, darf sich auf dem Rasen entspannen. Soriano, Rode und Lehmann dürfen als erste den alkoholfreien Eimer Sangria bestellen. Die Loser sind Korkmaz, Caio und Meier, die auch ihre dritten Versuche versemmeln, weshalb Veh dann den Laden für heute vormittag dichtmacht.
Viele Grüße,
Exil-Bischemer und Enkhaamer
nun ist er also gelandet, der erste nachgereiste Neuzugang im wüsten SGE-Trainingslager. Flug LH 620 hat am gestrigen Abend allerdings (noch) nicht Lord Helmchen in die katarische Nacht entlassen, der doch schließlich mit seinen Törchen in den nächsten Wöchelchen fürs richtige Euphoriechen sorgen soll. Sondern nur den Exil-Bischemer, der auch nach wiederholter Durchsuchung des Airbus weder einen bei Quälix in Ungnade gefallenen Stürmer noch irgendwelche Souvenir-Medizinbälle entdecken konnte. So hat Paddy-Boy immerhin das Vergnügen eines exakt beim Überflug von Bagdad einsetzenden Feueralarm verpasst, der auf eine sodann nicht mehr heimliche Restraum-Zigarette eines Entzugsopfers zurückzuführen war und vom Bordpersonal professionell mit Gin Tonic gelöscht würde.
Würde man zum Jahreswechsel einer guten Veh begegnet sein und hätte diese einen Reisewunsch für Januar gewährt, stünde Katar vielleicht nicht zwingend auf der Top-Ten der beliebtesten Winterreiseziele. Allerdings, wenn überregionale Größen wie der Blatter-Sepp ihre Liebe zur Golfmetropole entdecken und sogar die Taliban in Aussicht stellen, hier demnächst ein Verbindungsbüro zu eröffnen, dann kann die Wahl der Stätte des letzten SGE-Zweitligatrainingslagers aller Zeiten so falsch nicht sein. Zumal der Golfstaat basierend auf dem beruhigenden Wissen um exquisite Bodenschätze unnerum aus der Portkasse beste Rahmenbedingungen zu finanzieren vermag. Da können von Junioren besetzte Trainingsplätze, epochale Rotphasen auf den Hauptverkehrsverbindungen und die offenkundige Einstufung des Camps unserer Adler als Risiko-Trainingslager mit ganz striktem Alkoholverbot eruptive Euphorie-Exzess nicht ersticken. Und auch, dass das berufliche iPhone vom Exil-Bischemer kein katarisches Netz findet, kann man positiv sehen: Was hätte sich etwa der noch amtierende Ex-Bundespräsident in spe beim Besuch des Emirs Ärger erspart, wäre sein Mobiltelefon ebenfalls nicht funktionstüchtig gewesen.
Funktions- und fitnesstüchtig zeigen sich an diesem Mittwochmorgen insgesamt 20 Adlerträger, die gegen 10 Uhr ein eher wohlig dosiertes Training im Khalifa Stadium zu absolvieren haben. Ein wenig Stangentanz, das haut keine zartbesaitete Fußballerseele um. Es folgen die mittlerweile üblichen zwei Neunerbus-Kreise. Sebi Jung und Korkmaz müssen ewig lang in der Mitte bei wie immer gnadenloser Wüstenhitze herumwuseln, bis sie endlich mal das Bällsche ergattern. Moppes, Katze und Horny sind da cleverer, haben ihr Mobiltor so positioniert, dass sie auf einem schmalen Schattenstreifen, den ein riesiger Dachstahlbogen auf den Rasen wirft, trainieren können. Nicht ins Stadion geschafft haben es heute morgen übrigens Oka, Mo und Bamba, plus leider natürlich Schwegler.
Nach einer halben Stunde startet eine neue Variation des Torschusstrainings. Auf der linken Feldhälfte verteilt Co-Trainer Geyer neun der Jungs. Der Ball soll aus dem Mittelfeld Richtung Sechzehner gespielt, dort abgelegt und schlussendlich trefferversenkt werden. Auf der rechten Seite bei Veh schauts so aus: Kessler schlägt Richtung Mittellinie ab, und neun Feldspieler versuchen einen Angriff über die Außen mit Pass in den Sechzehner erfolgreich abzuschließen. Beim Team Geyer trifft Korkmaz nix, Soriano verzieht links, Kittel rechts. Schildenfeld schafft es immerhin mal, das Tor korrekt anzuvisieren und ordentlich draufzuhalten. Veh redet in der anderen Hälfte minutenlang auf seine Jungs an, mit offenbar mäßigem Erfolg. Flanken von Köhler, Djakpa und Seb Jung segeln als Tiefflieger praktisch unverwertbar in den Strafraum, wobei sich vor allem Alex Meier im Zentrum fast verzweifelt bemüht, jeden Gurkenball noch irgendwie ins Tor zu stochern.
Um 10.45 Uhr werden die Leibchen gezückt und verteilt.
Team Rot, gecoacht von Geyer: Horn, Anthony Jung, Schildenfeld, Bell, Petz (mit seinem ersten Pflichtspiel als RV), Kittel, Caio, Korkmaz, Hoffer, Soriano
Team Gelb, gecoacht von Veh: Kessler, Bellaid, Butscher, Djakpa, Sebastian Jung, Rode, Lehmann, Matmour, Köhler, Meier, Friend
Große Tore, großes Feld, aber kein großer Spielfluss. Geübt werden sollen offenbar Bewegungsmuster im Angriff. Veh unterbricht immer wieder kurz und gibt Anweisungen. Nach fünf Minuten eine erste kleine Kopfballchance durch Robert Freund, aber kein Problem für Horn. Dann spitzelt Meier den Ball unserem Nachwuchstorhüter durch die Beine, aber beim Zurückhechten kann der Jungspund die Murmel gerade noch von der Linie kratzen. Plötzlich trotten Lehmann, Köhler und Kittel hinaus und wagen sich an etwas, was die hohe Kunst des Fußballspielens ist: Ecken schießen. Mit rechts tritt Lehmann sieben am Stück, von denen zwei Friends Kopf am 11er finden. Der Rest ist unbrauchbar. Dann Köhler mit links. Von sieben finden zwei den Kopf von Meier am kurzen Pfosten für einen Verlängerungsversuch. Der Rest ist unbrauchbar. Dann darf Kittel mit rechts fünfmal ran. Drei kommen scharf in den Strafraum. Der Rest ist unbrauchbar. Keine der 19 Ecken führte zu einer gefährlichen Torchance, das jeweils verteidigende Team hatte kaum Probleme, die Situation zu entschärfen.
Zum Abschluss um kurz nach elf, der Schutzfaktor der Sonnencreme der Spieler geht wohl schon bedrohlich zur Neige, folgt noch ein kleiner Torschuss-Contest. Vor dem Sechzehner herum werden im Halbkreis Bälle postiert. Wer trifft, darf sich auf dem Rasen entspannen. Soriano, Rode und Lehmann dürfen als erste den alkoholfreien Eimer Sangria bestellen. Die Loser sind Korkmaz, Caio und Meier, die auch ihre dritten Versuche versemmeln, weshalb Veh dann den Laden für heute vormittag dichtmacht.
Viele Grüße,
Exil-Bischemer und Enkhaamer
Eintracht23 schrieb:
Was machen denn Jung und Soriano für einen Eindruck auf euch?
http://www.eintracht.de/meine_eintracht/forum/1/11187819,12743980/goto/
Gude aus Doha,
das sah morgens bei Pirmin noch gut bis unauffällig aus nach seinen Fußproblemen vom Vortag. Er machte sogar noch das letzte Törchen des kleinen Trainingsturniers. Bitter und eigentlich unfassbar, dass der Zeh dann doch richtig kaputt war. Als mich nach dem Schreiben des Vormittagsberichts diese traurige Nachricht erreichte, hatte ich leichte Zweifel, ob ich durch Sonnenbrand und Sonnenstich am Morgen vielleicht einen in real gar nicht anwesenden munteren Schwegler 90 Minuten halluziniert hätte, aber er war es wirklich. Gedrückte Stimmung also um 16 Uhr im Khalifa Stadium, der Kapitän muss in Katar von Bord. Die anderen No-shows: Bamba, Mo, Oka. Als Dauer-No-shows wäre für die drei das Kürzel BaMOka eine Überlegung wert.
Für die anderen heißt es aber dann doch Training as usual. Los gehts mit Zweiergrüppchen, die sich gegenseitig laufenderweise den Ball auf den Kopf werfen und zurücknicken. Die beiden Goalies Kessler und Horn machen erst mal piano und traben den Sechzehner auf und ab, dann werden Abwürfe und Abschläge geübt. Für die Feldspieler folgt autistisches Eigendribbeln im Mittelkreis, dann gibts wieder die zwei Neuner-Chickenkreise von gestern mit jeweils zwei Tanzbären im Zentrum.
Leichtes Aufstöhnen im Publikum, als gegen 16.30 Uhr eine Übung ansteht, die mit Torabschlüssen endet. Die Trainingstrefferquote der SGE liegt bei sowas traditionell im einstelligen Prozentbereich und wäre eigentlich ein guter Grund, vom Zuschauerplatz aufzustehen, um sich besser am Aramark-Stand labberige Würstchen und lauwarmes Bier für zu viel Geld zu kaufen. Nur leider ist der Stand nicht geöffnet, so dass mit vor dem Gesicht gehaltenen Händen ein ängstlicher Blick aufs Feld gewagt wird. Bell, Butscher, Schildenfeld und Bellaid verteilen von Mittelkreis aus die Bälle nach und nach auf die Außen. Dort stehen rechts Rode, Lehmann, Matmour und Seb Jung, links sind es A. Jung, Kittel, Djakpa und Köhler. Jeweils zwei von ihnen schnicken sich den Ball kurz zu, und einer von ihnen flankt nach innen in den Sechzehner. Dort haben sich nach einem kurzen Sprint von mittig 20 Meter vor dem Tor zwei Stürmer aus dem Pool Korkmaz, Caio, Meier, Hoffer, Soriano und Friend positioniert. Zugleich läuft bei Flanken von rechts ein Spieler von Team Links mit rein und vice versa.
Die Trefferquote ist zwar nur etwas besser als prozentual einstellig, aber die Tore wunderschön. Caio und Meier mit tollen Kopfballtreffern, letztgenanntes Geburtstagkind dazu mit einem tollen Volleyabschluss. Zwischendurch Bangen um Friend, der hinterm Tor am linken Knie behandelt wird, dann aber wieder dem Anschein nach voll weitermachen kann. Wenn das mal kein Kreuzbandriss war, um nach dem Geschehen um Schwegler ein bisschen Sarkasmus reinzubringen...
Um 16.50 Uhr folgt ein Match auf halben Platz.
Team Rot: Horn, AJ, Schildenfeld, Bellaid, Matmour, Rode, Kittel, Korkmaz, Caio, Soriano.
Team Gelb: Kessler, Djakpa, Butscher, Bell, SJ, Lehmann, Meier, Köhler, Hoffer, Friend.
Rot legt vor durch Matmour aus kurzer Distanz. Köhler gleicht per abgefälschtem Freistoß zum 1:1 aus. Veh unterbricht zweimal unzufrieden und brummelt seine Mannen an. Team Gelb geht dank Meiers wohlüberlegten Innenristschuss ins lange Eck mit 2:1 in Führung. Das ist auch der Endstand, denn nach fünf Minuten ertönt schon der Schlusspfiff.
Dann folgt Kolos Piep-Show. Ein unangenehm lauter Sound wie aus einem Brandmelder gibt den Jungs einen Impuls, an dem sie auf einer Laufstecke eine von fünf Zwischenstationen im richtigen Moment erreicht haben müssen. Erst ist der Intervall langsam, wird aber schneller. Timing und Ausdauer zählen hier. Mit der Ausdauer hat keiner Probleme, aber mit dem Timing hapert es. Djakpa und Matmour befinden sich beim Piep eigentlich immer zwischen zwei Stationen, dafür sind Köhler und Seb Jung Schweizer Uhrwerke (Pirmin wäre es bestimmt auch gewesen, schnief). Korkmaz wird zwischendurch rausgenommen und läuft mit einem Physio noch zwei Runden, die Tormänner packen ihre Sachen, wobei Veh mit Kessler noch ein längeres Gespräch sucht. Um 17.30 Uhr ist Schluss, ausgelaufen wird barfuß oder auf Socken, je nach Schweißfuß-Gusto.
Viele Grüße vom
Enkhaamer
das sah morgens bei Pirmin noch gut bis unauffällig aus nach seinen Fußproblemen vom Vortag. Er machte sogar noch das letzte Törchen des kleinen Trainingsturniers. Bitter und eigentlich unfassbar, dass der Zeh dann doch richtig kaputt war. Als mich nach dem Schreiben des Vormittagsberichts diese traurige Nachricht erreichte, hatte ich leichte Zweifel, ob ich durch Sonnenbrand und Sonnenstich am Morgen vielleicht einen in real gar nicht anwesenden munteren Schwegler 90 Minuten halluziniert hätte, aber er war es wirklich. Gedrückte Stimmung also um 16 Uhr im Khalifa Stadium, der Kapitän muss in Katar von Bord. Die anderen No-shows: Bamba, Mo, Oka. Als Dauer-No-shows wäre für die drei das Kürzel BaMOka eine Überlegung wert.
Für die anderen heißt es aber dann doch Training as usual. Los gehts mit Zweiergrüppchen, die sich gegenseitig laufenderweise den Ball auf den Kopf werfen und zurücknicken. Die beiden Goalies Kessler und Horn machen erst mal piano und traben den Sechzehner auf und ab, dann werden Abwürfe und Abschläge geübt. Für die Feldspieler folgt autistisches Eigendribbeln im Mittelkreis, dann gibts wieder die zwei Neuner-Chickenkreise von gestern mit jeweils zwei Tanzbären im Zentrum.
Leichtes Aufstöhnen im Publikum, als gegen 16.30 Uhr eine Übung ansteht, die mit Torabschlüssen endet. Die Trainingstrefferquote der SGE liegt bei sowas traditionell im einstelligen Prozentbereich und wäre eigentlich ein guter Grund, vom Zuschauerplatz aufzustehen, um sich besser am Aramark-Stand labberige Würstchen und lauwarmes Bier für zu viel Geld zu kaufen. Nur leider ist der Stand nicht geöffnet, so dass mit vor dem Gesicht gehaltenen Händen ein ängstlicher Blick aufs Feld gewagt wird. Bell, Butscher, Schildenfeld und Bellaid verteilen von Mittelkreis aus die Bälle nach und nach auf die Außen. Dort stehen rechts Rode, Lehmann, Matmour und Seb Jung, links sind es A. Jung, Kittel, Djakpa und Köhler. Jeweils zwei von ihnen schnicken sich den Ball kurz zu, und einer von ihnen flankt nach innen in den Sechzehner. Dort haben sich nach einem kurzen Sprint von mittig 20 Meter vor dem Tor zwei Stürmer aus dem Pool Korkmaz, Caio, Meier, Hoffer, Soriano und Friend positioniert. Zugleich läuft bei Flanken von rechts ein Spieler von Team Links mit rein und vice versa.
Die Trefferquote ist zwar nur etwas besser als prozentual einstellig, aber die Tore wunderschön. Caio und Meier mit tollen Kopfballtreffern, letztgenanntes Geburtstagkind dazu mit einem tollen Volleyabschluss. Zwischendurch Bangen um Friend, der hinterm Tor am linken Knie behandelt wird, dann aber wieder dem Anschein nach voll weitermachen kann. Wenn das mal kein Kreuzbandriss war, um nach dem Geschehen um Schwegler ein bisschen Sarkasmus reinzubringen...
Um 16.50 Uhr folgt ein Match auf halben Platz.
Team Rot: Horn, AJ, Schildenfeld, Bellaid, Matmour, Rode, Kittel, Korkmaz, Caio, Soriano.
Team Gelb: Kessler, Djakpa, Butscher, Bell, SJ, Lehmann, Meier, Köhler, Hoffer, Friend.
Rot legt vor durch Matmour aus kurzer Distanz. Köhler gleicht per abgefälschtem Freistoß zum 1:1 aus. Veh unterbricht zweimal unzufrieden und brummelt seine Mannen an. Team Gelb geht dank Meiers wohlüberlegten Innenristschuss ins lange Eck mit 2:1 in Führung. Das ist auch der Endstand, denn nach fünf Minuten ertönt schon der Schlusspfiff.
Dann folgt Kolos Piep-Show. Ein unangenehm lauter Sound wie aus einem Brandmelder gibt den Jungs einen Impuls, an dem sie auf einer Laufstecke eine von fünf Zwischenstationen im richtigen Moment erreicht haben müssen. Erst ist der Intervall langsam, wird aber schneller. Timing und Ausdauer zählen hier. Mit der Ausdauer hat keiner Probleme, aber mit dem Timing hapert es. Djakpa und Matmour befinden sich beim Piep eigentlich immer zwischen zwei Stationen, dafür sind Köhler und Seb Jung Schweizer Uhrwerke (Pirmin wäre es bestimmt auch gewesen, schnief). Korkmaz wird zwischendurch rausgenommen und läuft mit einem Physio noch zwei Runden, die Tormänner packen ihre Sachen, wobei Veh mit Kessler noch ein längeres Gespräch sucht. Um 17.30 Uhr ist Schluss, ausgelaufen wird barfuß oder auf Socken, je nach Schweißfuß-Gusto.
Viele Grüße vom
Enkhaamer
frankyboy87 schrieb:Hyundaii30 schrieb:
Danke für den netten Bericht
Wie machen sich die drei jungen Horn , A.Jung und Soriano??
Ja, das würde mich auch interessieren wie sich die Nachwuchsspieler so präsentieren. Das Wichtigste ist aber, was das Kittelsche so macht. Auf ihn setze ich große Hoffnungen, der soll mal ordentlich Druck auf den Köhler ausüben...
Tja, nach zweieinhalb gesehenen Trainingseinheiten ist es schwer, das schon beurteilen zu können. Komplettaussetzer hatte bislang keiner.
Geht man von den Anweisungen aus, die die älteren Kollegen den jüngeren geben, muss Soriano noch am meisten lernen, er wird schon recht häufig angesprochen.
AJ hat ne gute Technik und hat links hinten bei den paar kleinen Spielchen, die bislang gemacht wurden, seinen Platz.
Horn hatte bislang keinen Patzer in den Spielchen und das Training mit Moppes schaut nach business as usual aus.
Kittel wirkt noch - wohl bedingt durch die Verletzung - etwas gehemmt, da war er in den vergangenen Trainingslagern schon wilder und unbekümmerter drauf.
reggaetyp schrieb:
Nachfrage: Was macht mein Anthony Jung?
Ich habe ja keine Ahnung vom Fußball, aber technisch hat er es wohl ziemlich drauf, oder?! Er ist in den bisherigen Einheiten zumindest nicht negativ auf- oder abgefallen. Phänomenale Aktionen habe ich allerdings auch noch nicht berichten können.
Gude aus Katar,
ein Blick in den Spiegel lässt einen eitlen FAZke wie mich nach zwei Tagen Sonnenschein in Doha erblassen. Sonnenbrand! DaZke für nichts. Zehn englische Touris auf Malle zuzüglich Wayne Rooney sind nix dagegen. Aber Wayne, gelle?! Na gut, dann heute mal mit noch aufgelegter Gurkenmaske ab ins Taxi und los zum Training. An Gate 13 des Khalifa Stadium heißt es "Sesam öffne Dich". Das einzige Tor am gesamten Bau, an dem dieser Spruch funktioniert. Mit einem Lächeln gewährt der freundliche Ordner Einlass.
Schlingel Veh hat das Team schon kurz vor dem offiziell anberaumten Start um 10 Uhr auf dem Platz versammelt und hält eine nicht zu verstehende Geheimansprache unter Fastausschluss der Öffentlichkeit. Vielleicht wird aber auch nur ausdiskutiert, wie das Geburtstagkind Alex Meier (Glückwunsch zum 29., Langer!) heute Abend gebührend gefeiert wird. Blinde Kuh spielen oder Topfschlagen standen gerüchteweise zur Auswahl. Von Beginn an dabei und dann das ganze Vormittagstraining ohne Probleme mitmachend: Primus Pirmin. Stadionverbot haben dagegen die Kollegen Bamba, Mo, Oka und Korkmaz.
Bei schon morgens knallig hochstehender Sonne gehts dann los mit lockerem Aufwärmen durch Rundendrehen und sich dabei e bissi regge und stregge. Ganz neue Übung: Nach vorne fallende Liegestütze, dann aufspringen und losrennen. Zwei spielende Grüppchen bilden sich, gepflegt wird das gepflegte One-touch-Kurzpassspiel. Moppes Petz lässt Kessler und Horn in den rechten und linken Winkel eines Tores springen, dann katzenmäßig auf den Boden abtauchen.
Gegen 10.45 Uhr werden auf halbem Feld von zwei Teams Angriffs- und Verteidigungsstrategien durchgespielt. Neben den Gegnern stehen noch einige Stangen über das Feld verstreut im Weg herum, was die Kombis wohl schwerer machen soll. Poser-Alarm derweil am Spielfeldrand: Unser Chefarzt erregt Aufsehen mit monströsen Power-Situps.
Um 11 Uhr folgt ein Kleinturnier auf zwei große Tore, der Länge nach auf einem Drittelfeld, pro Spiel ca. fünf Minuten.
Team Rot: Bellaid, Bell, Djakpa, Kittel, Köhler, Friend.
Team Gelb: Meier, Lehmann, Hoffer, Rode, Schwegler, Matmour.
Team Blau: Schildenfeld, Butscher, Soriano, Anthony Jung, Sebastian Jung, Caio.
Rot 2:1 Gelb (0:1 Meier, 1:1 Friend, 2:1 Friend)
Rot 2:2 Blau (0:1 Butscher, 1:1 Friend, 2:1 Friend, 2:2 Soriano)
Gelb 1:0 Blau (1:0 Schwegler)
Ganz klar: The Trend is Rob Friend. Ob sich seine Motivation gesteigert hat, nachdem "der Aufsichtsrat der Eintracht Frankfurt Fußball AG den Vorstand und den Sportdirektor ermuntert" hat, mit seinem möglichen Konkurrenten, Heilsbringer Helmes, "die Gespräche fortzuführen", wie es im besten SGE-Sprech heißt?! Seine Törchen waren heute morgen wohl schon eine klitzekleine Kampfansage.
Dann ist das Training aber leider auch schon wieder fast vorbei, Kondi-Kolo raunzt die Spieler beim Auslaufen an, dass zum Auslaufen auch das Laufen gehört. Hmrpf, mal wird 60 Minuten trainiert, dann mal 80 Minuten. Das ist ja noch kürzer als beim Barte des Funkels, eieiei. Nunja, zumindest Butscher ist hier halt auch schon anderweitig und in kürzester Zeit dick im Geschäft:
Zum Vergrößern draufklicken
Sein Restaurant befindet sich nur einen Steinwurf sogenannter Fußballfans entfernt vom Teamhotel, in einer riesigen Shopping Mall namens Villaggio. Neben einer Eislauffläche, auf der Katarer auch gerne mal Eishockey spielen, gibts ein Indoor-Klein-Venedig inklusive Gondeln und Rialtobrücken. Die fast alltäglichen Überschwemmungen des Markusplatzes werden durch übereifrige Putzkolonnen simuliert, die den Schuppen blitzblank halten. Und links und rechts locken ein Haufen Nippesläden von Gucci, Vuitton, Lauren, Cartier und Dior um Kunden, die deren überteuerten Tinnef kaufen sollen. Sowas ist aufdringlicher als jeder türkische Basar in Belek.
Heute Abend landet übrigens Exil-Bischemer in Doha, ich werde mich nochmals als einzige Sturmspitze vom Nachmittagstraining melden, das für 16 Uhr angesetzt ist.
Gruß,
Enkhaamer
Das Khalifa Stadium. Auf den Rängen siehts aus, als ob der Zugspitzgletscher vor der Eisschmelze geschützt werden müsste. Hier sollen wohl die Plastikstühle vor Sonne und Sand gesichert werden.
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Schon wieder ein ekelhafter Aufkleber, diesmal im Stadion:
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ein Blick in den Spiegel lässt einen eitlen FAZke wie mich nach zwei Tagen Sonnenschein in Doha erblassen. Sonnenbrand! DaZke für nichts. Zehn englische Touris auf Malle zuzüglich Wayne Rooney sind nix dagegen. Aber Wayne, gelle?! Na gut, dann heute mal mit noch aufgelegter Gurkenmaske ab ins Taxi und los zum Training. An Gate 13 des Khalifa Stadium heißt es "Sesam öffne Dich". Das einzige Tor am gesamten Bau, an dem dieser Spruch funktioniert. Mit einem Lächeln gewährt der freundliche Ordner Einlass.
Schlingel Veh hat das Team schon kurz vor dem offiziell anberaumten Start um 10 Uhr auf dem Platz versammelt und hält eine nicht zu verstehende Geheimansprache unter Fastausschluss der Öffentlichkeit. Vielleicht wird aber auch nur ausdiskutiert, wie das Geburtstagkind Alex Meier (Glückwunsch zum 29., Langer!) heute Abend gebührend gefeiert wird. Blinde Kuh spielen oder Topfschlagen standen gerüchteweise zur Auswahl. Von Beginn an dabei und dann das ganze Vormittagstraining ohne Probleme mitmachend: Primus Pirmin. Stadionverbot haben dagegen die Kollegen Bamba, Mo, Oka und Korkmaz.
Bei schon morgens knallig hochstehender Sonne gehts dann los mit lockerem Aufwärmen durch Rundendrehen und sich dabei e bissi regge und stregge. Ganz neue Übung: Nach vorne fallende Liegestütze, dann aufspringen und losrennen. Zwei spielende Grüppchen bilden sich, gepflegt wird das gepflegte One-touch-Kurzpassspiel. Moppes Petz lässt Kessler und Horn in den rechten und linken Winkel eines Tores springen, dann katzenmäßig auf den Boden abtauchen.
Gegen 10.45 Uhr werden auf halbem Feld von zwei Teams Angriffs- und Verteidigungsstrategien durchgespielt. Neben den Gegnern stehen noch einige Stangen über das Feld verstreut im Weg herum, was die Kombis wohl schwerer machen soll. Poser-Alarm derweil am Spielfeldrand: Unser Chefarzt erregt Aufsehen mit monströsen Power-Situps.
Um 11 Uhr folgt ein Kleinturnier auf zwei große Tore, der Länge nach auf einem Drittelfeld, pro Spiel ca. fünf Minuten.
Team Rot: Bellaid, Bell, Djakpa, Kittel, Köhler, Friend.
Team Gelb: Meier, Lehmann, Hoffer, Rode, Schwegler, Matmour.
Team Blau: Schildenfeld, Butscher, Soriano, Anthony Jung, Sebastian Jung, Caio.
Rot 2:1 Gelb (0:1 Meier, 1:1 Friend, 2:1 Friend)
Rot 2:2 Blau (0:1 Butscher, 1:1 Friend, 2:1 Friend, 2:2 Soriano)
Gelb 1:0 Blau (1:0 Schwegler)
Ganz klar: The Trend is Rob Friend. Ob sich seine Motivation gesteigert hat, nachdem "der Aufsichtsrat der Eintracht Frankfurt Fußball AG den Vorstand und den Sportdirektor ermuntert" hat, mit seinem möglichen Konkurrenten, Heilsbringer Helmes, "die Gespräche fortzuführen", wie es im besten SGE-Sprech heißt?! Seine Törchen waren heute morgen wohl schon eine klitzekleine Kampfansage.
Dann ist das Training aber leider auch schon wieder fast vorbei, Kondi-Kolo raunzt die Spieler beim Auslaufen an, dass zum Auslaufen auch das Laufen gehört. Hmrpf, mal wird 60 Minuten trainiert, dann mal 80 Minuten. Das ist ja noch kürzer als beim Barte des Funkels, eieiei. Nunja, zumindest Butscher ist hier halt auch schon anderweitig und in kürzester Zeit dick im Geschäft:
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Sein Restaurant befindet sich nur einen Steinwurf sogenannter Fußballfans entfernt vom Teamhotel, in einer riesigen Shopping Mall namens Villaggio. Neben einer Eislauffläche, auf der Katarer auch gerne mal Eishockey spielen, gibts ein Indoor-Klein-Venedig inklusive Gondeln und Rialtobrücken. Die fast alltäglichen Überschwemmungen des Markusplatzes werden durch übereifrige Putzkolonnen simuliert, die den Schuppen blitzblank halten. Und links und rechts locken ein Haufen Nippesläden von Gucci, Vuitton, Lauren, Cartier und Dior um Kunden, die deren überteuerten Tinnef kaufen sollen. Sowas ist aufdringlicher als jeder türkische Basar in Belek.
Heute Abend landet übrigens Exil-Bischemer in Doha, ich werde mich nochmals als einzige Sturmspitze vom Nachmittagstraining melden, das für 16 Uhr angesetzt ist.
Gruß,
Enkhaamer
Das Khalifa Stadium. Auf den Rängen siehts aus, als ob der Zugspitzgletscher vor der Eisschmelze geschützt werden müsste. Hier sollen wohl die Plastikstühle vor Sonne und Sand gesichert werden.
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Schon wieder ein ekelhafter Aufkleber, diesmal im Stadion:
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Endlich! Ein grüner Rasen! Und Umkleidekabinen! Drumherum riesige Tribünen, auf die 50000 Zuschauer passen. Willkommen SGE im Khalifa Stadium, so schnell kann es platztechnisch gehen: Vom Siebtligisten ins Nationalstadion Katars, das nur 10 Minuten schnellen Schrittes vom Mannschaftshotel liegt. Ein Traum wie aus Tausendundeiner Nacht.
Seit diesem Montagnachmittag sieht das Trainingslager also endlich nach Trainingslager aus. Die Pfeife von Lager-Kolo hallt im äußerst spärlich besetzten Rund lange nach, als er gegen 16 Uhr die Jungs tanzen lässt. Seitlich wird über vier liegende Stangen getrippelt, gedreht und dann 20 Meter gesprintet. 20 Minuten später bilden sich zwei Magdalena Neunerkreise. Friend und Matmour werden in der Mitte ihres Kreises sauber frisch gemacht, das Gejohle der Mannschaft unter Führung von Generalfeldkasper Djakpa ist groß. Moppes prüft unterdessen abwechselnd Kessler und Horn aus 16 Metern auf großem Tor.
Die Feldspieler dreiteilen sich um 16.35 Uhr. Das Team Gelb bilden Rode, Korkmaz, Matmour, Bell, Friend und Schildenfeld. Die Blauen sind Meier, Caio, Bellaid, Soriano, Anthony Jung und Kittel. Und Rot: Butscher, Köhler, Sebastian Jung, Lehmann, Djakpa, Schwegler. Auf zwei Drittel einer Hälfte spielen zwei Farben immer gegen die übrige Farbe, direkt wäre nett. Damit sind jetzt auch die No-shows klar: Mo, Bamba, Oka und der zahnlose Hoffer.
Es folgt um 16.55 Uhr ein Trainingsspielchen auf einer Hälfte mit 100 Prozent Toren.
Team Gelb: Kessler, Schildenfeld, Bellaid, Bell, Butscher, Rode, Korkmaz, Matmour, Meier, Friend.
Team Rot: Horn, Djakpa, AJ, SJ, Kittel, Schwegler, Lehmann, Köhler, Caio, Soriano.
Schaut ein wenig nach eher defensivem gegen eher offensivem Team aus. Soriano wird schon früh von Mitspielern ermahnt, nicht so zögerlich beim Pressing zu sein. Köhler von links einmal extra scharf mit alles, Caio verzieht aber knapp in der Mitte. Dann schwaches Abwehrverhalten von Bell, der hölzern von Djakpa vernascht wird. Irgendwann muss Schwegler verlorengegangen sein. Zumindest war er plötzlich sitzend hinter dem Tor von Team Rot zu entdecken, ohne linken Schuh und ohne linke Socke. Daumen drücken, dass unser Schweizer weiterhin im Scheichtum umherscheuchen kann.
Eine Viertelstunde sind seit Anpfiff des Trainingsspielchens vergangen, als wieder die Kombi Köhler-Caio fast eine Kopie der ersten Chance hinlegt, aber wieder nix. Dann eine Glanzparade von Horn versus Friend. Bellaid kloppt für das etwas bessere Team Gelb noch einen Ball an den Pfosten. Um 17.20 Uhr ist Spielende, was Friend aber nicht daran hindert, in Alex-Meier-Manier noch ein bisschen mit dem Ball herumzudaddeln und Abschlüsse zu üben. Veh geht derweil Arm in Arm mit SJ und Djakpa vom Platz - wie es sich gehört mit dem Rechtsverteidiger im rechten Arm, mit dem linken im linken*. Es folgen zwei ausgelaufene Runden, dann senkt sich der Vorhang für heute über das Trainingslager. Morgen früh gehts weiter, immer weiter, bis dann aus dem Khalifa Stadium.
Gruß vom Enkhaamer,
der während des Schreibens dieser Zeilen eine Dose Bier der Marke "3 Horses" getrunken hat. Gebraut in Deutschland, von einer holländischen Firma vertrieben, gekauft in Katar. Die Wege alkoholfreien Gerstensafts sind unergründlich...
*an dieser Stelle habe ich lange gegrübelt, wie die beiden links geschrieben werden.
Seit diesem Montagnachmittag sieht das Trainingslager also endlich nach Trainingslager aus. Die Pfeife von Lager-Kolo hallt im äußerst spärlich besetzten Rund lange nach, als er gegen 16 Uhr die Jungs tanzen lässt. Seitlich wird über vier liegende Stangen getrippelt, gedreht und dann 20 Meter gesprintet. 20 Minuten später bilden sich zwei Magdalena Neunerkreise. Friend und Matmour werden in der Mitte ihres Kreises sauber frisch gemacht, das Gejohle der Mannschaft unter Führung von Generalfeldkasper Djakpa ist groß. Moppes prüft unterdessen abwechselnd Kessler und Horn aus 16 Metern auf großem Tor.
Die Feldspieler dreiteilen sich um 16.35 Uhr. Das Team Gelb bilden Rode, Korkmaz, Matmour, Bell, Friend und Schildenfeld. Die Blauen sind Meier, Caio, Bellaid, Soriano, Anthony Jung und Kittel. Und Rot: Butscher, Köhler, Sebastian Jung, Lehmann, Djakpa, Schwegler. Auf zwei Drittel einer Hälfte spielen zwei Farben immer gegen die übrige Farbe, direkt wäre nett. Damit sind jetzt auch die No-shows klar: Mo, Bamba, Oka und der zahnlose Hoffer.
Es folgt um 16.55 Uhr ein Trainingsspielchen auf einer Hälfte mit 100 Prozent Toren.
Team Gelb: Kessler, Schildenfeld, Bellaid, Bell, Butscher, Rode, Korkmaz, Matmour, Meier, Friend.
Team Rot: Horn, Djakpa, AJ, SJ, Kittel, Schwegler, Lehmann, Köhler, Caio, Soriano.
Schaut ein wenig nach eher defensivem gegen eher offensivem Team aus. Soriano wird schon früh von Mitspielern ermahnt, nicht so zögerlich beim Pressing zu sein. Köhler von links einmal extra scharf mit alles, Caio verzieht aber knapp in der Mitte. Dann schwaches Abwehrverhalten von Bell, der hölzern von Djakpa vernascht wird. Irgendwann muss Schwegler verlorengegangen sein. Zumindest war er plötzlich sitzend hinter dem Tor von Team Rot zu entdecken, ohne linken Schuh und ohne linke Socke. Daumen drücken, dass unser Schweizer weiterhin im Scheichtum umherscheuchen kann.
Eine Viertelstunde sind seit Anpfiff des Trainingsspielchens vergangen, als wieder die Kombi Köhler-Caio fast eine Kopie der ersten Chance hinlegt, aber wieder nix. Dann eine Glanzparade von Horn versus Friend. Bellaid kloppt für das etwas bessere Team Gelb noch einen Ball an den Pfosten. Um 17.20 Uhr ist Spielende, was Friend aber nicht daran hindert, in Alex-Meier-Manier noch ein bisschen mit dem Ball herumzudaddeln und Abschlüsse zu üben. Veh geht derweil Arm in Arm mit SJ und Djakpa vom Platz - wie es sich gehört mit dem Rechtsverteidiger im rechten Arm, mit dem linken im linken*. Es folgen zwei ausgelaufene Runden, dann senkt sich der Vorhang für heute über das Trainingslager. Morgen früh gehts weiter, immer weiter, bis dann aus dem Khalifa Stadium.
Gruß vom Enkhaamer,
der während des Schreibens dieser Zeilen eine Dose Bier der Marke "3 Horses" getrunken hat. Gebraut in Deutschland, von einer holländischen Firma vertrieben, gekauft in Katar. Die Wege alkoholfreien Gerstensafts sind unergründlich...
*an dieser Stelle habe ich lange gegrübelt, wie die beiden links geschrieben werden.
Gude aus Doha!
Dieser Morgen fängt gut an: strahlender Sonnenschein, eine angenehm kühlende Brise umweht die Hochhausschluchten. Der nette Taxifahrer fährt umwegefrei vom Hotel in Downtown Boomtown Doha Richtung Südwesten, Richtung Aspire Academy. Als Dankeschön für taxametergerecht günstige 20 Riyals wird er gleich für den nächsten Morgen selbe Zeit, selber Ort gebucht.
Kurz vor zehn am Mannschaftshotel, für das Team fängt der Morgen auch gut an. Es steht schon in Trainingsklamotten startbereit in der Lobby. Was für ein Fortschritt im Vergleich zu gestern! Ganz ausgestanden ist die Übungsgeländeproblematik aber noch nicht. Zwar geht es für den Trupp auf das Gelände der Aspire Academy. Dort steht allerdings nur, aber auch immerhin ein halbrunder Vorplatz zur Verfügung. Wer hat die hessische Nahost-Krise nun eigentlich zu vertreten? Sicher, es gehört zu den Traditionen des kleinen Wüstenstaates, dass der Falken-Jagd gefrönt wird. Dies wurde Ex-Emir Ahmed im Jahr 1972 sogar zum Verhängnis, als er während der Geflügelertüchtigung in Persien kurzerhand gestürzt wurde. Aber für eine Falke-Jagd scheint nach Lage der Dinge überhaupt kein Anlass. Und auch bei unserem sportlichen Führungsduo mag man nicht glauben, dass diese bei ihrem fünftägigen Herrenausflug im Oktober anderen Dingen Aufmerksamkeit geschenkt haben könnten als dem besten Gras. Schieben wir es also auf den Scheich, der ganz im Sinne des Blatter-Sepps der Fußball-Jugend eine Chance gibt.
Moppel Petz beginnt im Falkenland sogleich mit Katze Kessler und Horny Horn torwartspezifisches Training inkl. Bällsche. Der Rest macht sich auf zur Frühsportrunde rund ums riesige Gelände, das kein Ende zu finden scheint. Der Rest bedeutet: Köhler, Schildenfeld, Anthony Jung, Sebastian Jung, Meier, Korkmaz, Bellaid, Matmour, Rode, Caio, Butscher, Lehmann, Bell, Kittel, Soriano, Djakpa und Schwegler. Der Rest vom Rest, also Hoffer, Friend, Oka, Bamba und Mo sind No-Shows oder besser gesagt Foyer-Shows.
Nach der Aufgalopp-Runde nimmt Konditionsbolzer Christian Kolodziej die Jungs unter seine Fittiche, dafür reicht der eng begrenzte Platz. Beim eher lockeren Hin- und
Herlaufen schwächelt Caio, der mit einem knackigen "Laufen, Caio, laufen!!!" von Kondi-Kolo zum muntereren Mitmachen aufgefordert wird. Vielleicht hat ja ein Scheich in Hörweite des Trainings "Kaufen, den Caio, kaufen!!!" verstanden, und Caio ist bald Katari. Um seinen Marktwert zu steigern, steigert unser Brasilianer sein Arbeitspensum bei der nächsten magathesken Übung enorm: Die Adlerträger robben sich immer näher an den offiziellen Trainingsplatz heran und sind nun nämlich schon an einer Betontribüne angelangt, die sie treppenweise emportrippeln, dann emporhüpfen müssen. Caio minus 3 Kilo in 10 Minuten, auf alle Fälle!
Das Moppelsche (also Petz, nicht Caio smile: wirft Kessler und Horn derweil weiter fleißig das Bällchen mal zur linken, dann zur rechten Seite zu. Auf Torwarthandschuhe haben beide Goalies übrigens fünfzigerjahremäßig verzichtet.
Gegen 11 Uhr isses leider schon vorbei, das Vormittagstraining, und das Team trottet die paar Meter fuffzich zurück ins Hotel. Heute nachmittag solls wieder ins
Trainingsexil gehen, mal sehen, wohin es die Eintracht verschlägt. Ein adäquater Platz sollte doch in der Boomtown aufzutreiben sein.
Viele Grüße,
Enkhaamer
Dieser Morgen fängt gut an: strahlender Sonnenschein, eine angenehm kühlende Brise umweht die Hochhausschluchten. Der nette Taxifahrer fährt umwegefrei vom Hotel in Downtown Boomtown Doha Richtung Südwesten, Richtung Aspire Academy. Als Dankeschön für taxametergerecht günstige 20 Riyals wird er gleich für den nächsten Morgen selbe Zeit, selber Ort gebucht.
Kurz vor zehn am Mannschaftshotel, für das Team fängt der Morgen auch gut an. Es steht schon in Trainingsklamotten startbereit in der Lobby. Was für ein Fortschritt im Vergleich zu gestern! Ganz ausgestanden ist die Übungsgeländeproblematik aber noch nicht. Zwar geht es für den Trupp auf das Gelände der Aspire Academy. Dort steht allerdings nur, aber auch immerhin ein halbrunder Vorplatz zur Verfügung. Wer hat die hessische Nahost-Krise nun eigentlich zu vertreten? Sicher, es gehört zu den Traditionen des kleinen Wüstenstaates, dass der Falken-Jagd gefrönt wird. Dies wurde Ex-Emir Ahmed im Jahr 1972 sogar zum Verhängnis, als er während der Geflügelertüchtigung in Persien kurzerhand gestürzt wurde. Aber für eine Falke-Jagd scheint nach Lage der Dinge überhaupt kein Anlass. Und auch bei unserem sportlichen Führungsduo mag man nicht glauben, dass diese bei ihrem fünftägigen Herrenausflug im Oktober anderen Dingen Aufmerksamkeit geschenkt haben könnten als dem besten Gras. Schieben wir es also auf den Scheich, der ganz im Sinne des Blatter-Sepps der Fußball-Jugend eine Chance gibt.
Moppel Petz beginnt im Falkenland sogleich mit Katze Kessler und Horny Horn torwartspezifisches Training inkl. Bällsche. Der Rest macht sich auf zur Frühsportrunde rund ums riesige Gelände, das kein Ende zu finden scheint. Der Rest bedeutet: Köhler, Schildenfeld, Anthony Jung, Sebastian Jung, Meier, Korkmaz, Bellaid, Matmour, Rode, Caio, Butscher, Lehmann, Bell, Kittel, Soriano, Djakpa und Schwegler. Der Rest vom Rest, also Hoffer, Friend, Oka, Bamba und Mo sind No-Shows oder besser gesagt Foyer-Shows.
Nach der Aufgalopp-Runde nimmt Konditionsbolzer Christian Kolodziej die Jungs unter seine Fittiche, dafür reicht der eng begrenzte Platz. Beim eher lockeren Hin- und
Herlaufen schwächelt Caio, der mit einem knackigen "Laufen, Caio, laufen!!!" von Kondi-Kolo zum muntereren Mitmachen aufgefordert wird. Vielleicht hat ja ein Scheich in Hörweite des Trainings "Kaufen, den Caio, kaufen!!!" verstanden, und Caio ist bald Katari. Um seinen Marktwert zu steigern, steigert unser Brasilianer sein Arbeitspensum bei der nächsten magathesken Übung enorm: Die Adlerträger robben sich immer näher an den offiziellen Trainingsplatz heran und sind nun nämlich schon an einer Betontribüne angelangt, die sie treppenweise emportrippeln, dann emporhüpfen müssen. Caio minus 3 Kilo in 10 Minuten, auf alle Fälle!
Das Moppelsche (also Petz, nicht Caio smile: wirft Kessler und Horn derweil weiter fleißig das Bällchen mal zur linken, dann zur rechten Seite zu. Auf Torwarthandschuhe haben beide Goalies übrigens fünfzigerjahremäßig verzichtet.
Gegen 11 Uhr isses leider schon vorbei, das Vormittagstraining, und das Team trottet die paar Meter fuffzich zurück ins Hotel. Heute nachmittag solls wieder ins
Trainingsexil gehen, mal sehen, wohin es die Eintracht verschlägt. Ein adäquater Platz sollte doch in der Boomtown aufzutreiben sein.
Viele Grüße,
Enkhaamer
Gude!
Doha schau’ her, so sollen sich also die Zeiten ändern. Vom schweißtreibenden Malocher-Camp an der portugiesischen Algarve über die stimmungsvollen All-Inclusive-Sausen im türkischen Belek bedurfte es schon des Ganges in die Zweitklassigkeit, um im Winter vermeintlich mit den ganz großen Hunden pinkeln zu können.
Die SGE ist angekommen in Katar, dem aufstrebenden Emirat im Nordosten der arabischen Halbinsel. Angekommen auch in den Hotelkreisen erlauchter Spitzenteams, die wie vor wenigen Tagen noch Osram mit seinen Bayern und Huub mit seinen Stevens-Statisten die Werbetrommel für die Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2022 rühren. Doch haben Spieler wie Breno etwa verbrannte Erde hinterlassen? Oder Schalker Fans trotz Alkoholverbots alkoholisiert wie immer in jeden verfügbaren Hauseingang gekotzt und so ein denkbar schlechtes Bild der deutschen Fußballkultur abgegeben?
Jedenfalls gibt es sieben topgepflegte Trainingsplätze nur eine Brücke vom Mannschaftshotel entfernt, in der eine Milliarde Dollar billigen Aspire Academy for Sports Excellence, dem teuersten Leistungszentrum der Welt. Doch für die SGE heißt es: „Betreten verboten!“ Ein U17-Turnier blockiert die saftigen Grüns.
Zu allem Überfluss blockiert der katarische Zoll auch noch die Einreise der Ausrüstung. Warum kann nicht stattdessen die Ausreise der Einrüstung des eigentlich noch recht jungen Hotels verweigert werden? So muss nun an diesem Sonntagmorgen gegen halb zwölf Uhr Ortszeit die Crew um Lionti den ganzen Orga-Krempel hastig von einem Lkw hieven.
Statt wie geplant schon um zehn Uhr in der Aspirin-Academy das erste Training abzuhalten, chartert die SGE gegen halb eins einen dreikleinbussigen Konvoi, der sie Richtung Stau und Stadt auf ein anderes sogenanntes Trainingsgelände bringt. Ohne Mietwagen, ohne schnell verfügbares Abzocker-Taxi, ohne Charterservice bleibt die Berichterstattung gleich am ersten Tag daher auf der Strecke. Orga-Probleme also an allen Ecken und Enden... Etwas Näheres über die erste Einheit ist aber der Journaille zu entnehmen.
Das nachmittägliche Training fällt dann gleich ganz flach, denn trainieren im Trainingslager ist ja irgendwie auch doof und spät ist es ja nun auch noch, eieiei. Obwohl, laut SGE-Homepage wird richtig rangeklotzt: „Die Mannschaft wird eine physische Einheit einlegen, sprich Laufprogramm absolvieren.“ Es bleibt zu hoffen, dass solch physische Einheiten nicht zu psychischen Zwistigkeiten, sprich Lagerkoller führen.
Richtig spannend wird es, wo morgen das Training stattfindet: Endlich in der Aspirin-Academy? Wieder auf dem Kartoffelacker per Shuttleservice? Ein Blick in Google Earth offenbart allerdings noch ein paar wunderschöne staubige Plätze in der Wüste. Garantiert ohne U17-Turnier.
Viele Grüße,
Enkhaamer (der ab Mittwoch von Exil-Bischemer unterstützt wird)
Doha schau’ her, so sollen sich also die Zeiten ändern. Vom schweißtreibenden Malocher-Camp an der portugiesischen Algarve über die stimmungsvollen All-Inclusive-Sausen im türkischen Belek bedurfte es schon des Ganges in die Zweitklassigkeit, um im Winter vermeintlich mit den ganz großen Hunden pinkeln zu können.
Die SGE ist angekommen in Katar, dem aufstrebenden Emirat im Nordosten der arabischen Halbinsel. Angekommen auch in den Hotelkreisen erlauchter Spitzenteams, die wie vor wenigen Tagen noch Osram mit seinen Bayern und Huub mit seinen Stevens-Statisten die Werbetrommel für die Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2022 rühren. Doch haben Spieler wie Breno etwa verbrannte Erde hinterlassen? Oder Schalker Fans trotz Alkoholverbots alkoholisiert wie immer in jeden verfügbaren Hauseingang gekotzt und so ein denkbar schlechtes Bild der deutschen Fußballkultur abgegeben?
Jedenfalls gibt es sieben topgepflegte Trainingsplätze nur eine Brücke vom Mannschaftshotel entfernt, in der eine Milliarde Dollar billigen Aspire Academy for Sports Excellence, dem teuersten Leistungszentrum der Welt. Doch für die SGE heißt es: „Betreten verboten!“ Ein U17-Turnier blockiert die saftigen Grüns.
Zu allem Überfluss blockiert der katarische Zoll auch noch die Einreise der Ausrüstung. Warum kann nicht stattdessen die Ausreise der Einrüstung des eigentlich noch recht jungen Hotels verweigert werden? So muss nun an diesem Sonntagmorgen gegen halb zwölf Uhr Ortszeit die Crew um Lionti den ganzen Orga-Krempel hastig von einem Lkw hieven.
Statt wie geplant schon um zehn Uhr in der Aspirin-Academy das erste Training abzuhalten, chartert die SGE gegen halb eins einen dreikleinbussigen Konvoi, der sie Richtung Stau und Stadt auf ein anderes sogenanntes Trainingsgelände bringt. Ohne Mietwagen, ohne schnell verfügbares Abzocker-Taxi, ohne Charterservice bleibt die Berichterstattung gleich am ersten Tag daher auf der Strecke. Orga-Probleme also an allen Ecken und Enden... Etwas Näheres über die erste Einheit ist aber der Journaille zu entnehmen.
Das nachmittägliche Training fällt dann gleich ganz flach, denn trainieren im Trainingslager ist ja irgendwie auch doof und spät ist es ja nun auch noch, eieiei. Obwohl, laut SGE-Homepage wird richtig rangeklotzt: „Die Mannschaft wird eine physische Einheit einlegen, sprich Laufprogramm absolvieren.“ Es bleibt zu hoffen, dass solch physische Einheiten nicht zu psychischen Zwistigkeiten, sprich Lagerkoller führen.
Richtig spannend wird es, wo morgen das Training stattfindet: Endlich in der Aspirin-Academy? Wieder auf dem Kartoffelacker per Shuttleservice? Ein Blick in Google Earth offenbart allerdings noch ein paar wunderschöne staubige Plätze in der Wüste. Garantiert ohne U17-Turnier.
Viele Grüße,
Enkhaamer (der ab Mittwoch von Exil-Bischemer unterstützt wird)
(8.) Freistoß Koehler nach Foul an Dribbel-Matmour (gegen 4). Kopfball Meier. Doch der Goalie jetzt leider sischa.