>

maobit

14577

#
Erstens dürfte er das wirklich sein, ja. Inzwischen prangt ja überall Werbung von dem Zeugs und die Reporter überbieten sich in mehr oder minder glaubhaften Lobhudeleien

Aber der DFB hat sich noch nie dafür interessiert, welche Schikanen (oder mehr) von offizieller Seite verübt werden. Der Hausmeister in Hoffenheim war denen egal, Nacktzelte in München oder erzwungene Strips in Mainz sind vollkommen OK und prügelnde Ordner gehören in Dortmund auch seit Jahr und Tag zum Geschehen. Warum sollten sie ausgerechnet in Leipzig etwas dagegen haben?
Politische Äußerungen (sogar Selbstverständlichkeiten und Konsens in der offenen Gesellschaft) werden sanktioniert, weil potente Geldgeber sich davon abschrecken lassen könnten. Hauptsache im Stadion gibts nix, woran sie Anstoß nehmen könnten. Und auch wenn manche Vereine Hools dafür bezahlen, den Gegnerfans mal gepflegt auf die Mappe zu hauen, dann tröstet der DFB sich eben damit, dass die Kameras ja nur das Spielgeschehen einfangen und nicht den Einlass. Und außerdem triffts ja nur den Pöbel, der danach ja trotzdem brav singt. So bleiben die Schnittchenfresser unbehelligt und kommen dennoch in den Genuss einer atmosphärischen Unterhaltung. Um nichts anderes gehts schließlich.
#
Du zeichnest das hässliche Bild sehr gut nach. Und das sowie Posts wie der von Taunusabbel dürfen auch einfach nicht aufhören. Abstumpfen und Hinnehmen sind keine Optionen. Immer weiter ansprechen, kritisieren, aufzeigen müssen wir das. Hier, im Bekanntenkreis, in Leserbriefen, wie auch immer. Nie war sich Deutschlands Fußballfanwelt so einig in der Ablehnung eines feindlichen Übernahmeaspiranten. Das macht ein ganz klein Wenig Hoffnung.
#
Das ist jetzt aber doch sehr ähnlich wie mein Post #39, oder nicht?
#
Oh, ja, vollkommen richtig. Entschuldige bitte. Ich habe es heute erst mitbekommen und nicht zurück geblättert. Aber doppelt hält besser. Und mir ist es auch nicht egal.
#
Bembelbar? Kreuzberg? Franziskaner? ! ! !
#
Ruhe in Frieden, Kazim Akboga.

Nachruf auf Kazim Akboga: Er war niemals egal
#
Fussball.news

Kinsombi als Pechvogel: Union Berlin bleibt auf Aufstiegskurs

Vor 13.531 Zuschauern im Wildpark war der Karlsruher David Kinsombi der Pechvogel. Zunächst verschuldete der Abwehrspieler einen Foulelfmeter, den Simon Hedlund (6.) zur Führung der Gäste nutzte. In der 37. Minute unterlief Kinsombi dann ein Eigentor.
#
Die Grenzen und Geschmäcker sind bei Satire mannigfaltig. Wenn man nicht missverstanden werden will, sind Smileys hilfreich. Bei Missverständnissen den Leser verantwortlich zu machen, finde ich eher unpassend.
#
Ja, aber warum soll der Staat für billige Wohnungen sorgen? Damit Firmen weiter nur 8,50 zahlen können und mehr einstecken können?

Wo soll der Staat diese billigen Wohnungen bauen? Wo gibt es genug Flächen ohne Ghettobildung?

Was ist am Umland so schlimm? Ich würde auch lieber ein Haus in der Innenstadt besitzen. Aber es geht leider nicht! Finanziell, zu wenig Angebot - Soll der Staat jetzt für mich ein Reihenhaus bauen, damit ich da wohnen kann?

Also aus meiner Sicht - vielleicht echt zu wirtschaftlich gedacht - ist es sehr schwer vom Staat zu regulieren. Die Politiker haben zu wenig Ahnung und werden oft nur schlecht beraten. Zu oft profitieren sie bei Verkäufen von Flächen und Immobilien. Daher wird die Situation auch in Zukunft eher schlimmer, als besser.

#
WA hat es bereits prägnant erklärt, andere ebenso: Es genügte die Situation, die bis zur Wiedervereinigung herrschte, wieder herzustellen. Städtische & landeseigene Wohnungsbaugesellschaften, die mit einer breiten Wohn-Grundversorgung die Vergleichsmieten im Sinne der Mieter in einem halbwegs vernünftigen Rahmen halten. Die gibt es und sie müssen wieder gestärkt werden.

Und dann muss das Verschleudern von öffentlichen Liegenschaften (Bahn-Immobilien zähle ich dazu) an private Investoren wie im Europaviertel oder am Berliner Hauptbahnhof aufhören. Glücklicherweise wurde wenigstens das irrwitzige Wowereit-Konzept fürs Tempelhofer Feld von den Wählern gestoppt.
#
So ist das - leider. In Bayern hat Finanzminister Markus Söder 33.000 Wohnungen an eine Immobiliengesellschaft verkauft - um die Löcher zu stopfen, die die BLB mit der Hypo-Alpe-Adria gerissen hat. Ein schlechter Deal.

"Der Immobiliendeal um die GBW sorgt nach wie vor immer wieder für Diskussionen. Nicht zuletzt deshalb, weil seit dem Verkauf vor drei Jahren die Mietpreise zum Teil deutlich gestiegen sind. Dies wiederum führt dazu, dass viele Kommunen hohe Beträge aufwenden müssen, um der GBW Wohnungen abzukaufen, um so bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Allein die Stadt München hat dafür laut BR bislang einen dreistelligen Millionenbetrag bezahlt." (Abendzeitung München)

Da Frankfurt ja auch eine Stadt ist, die noch wächst, vermute ich ähnliche Probleme. RT hat das ja auch schon angedeutet.
#
WuerzburgerAdler schrieb:

Da Frankfurt ja auch eine Stadt ist, die noch wächst, vermute ich ähnliche Probleme. RT hat das ja auch schon angedeutet.


Ja. Ich finde es angsteinflößend, was man zu dem Thema ständig aus Frankfurt hört. Auch Gutverdiener, die ihr Leben lang in Sachsenhausen lebten und sich nun die vormals elterliche Wohnung nicht mehr leisten können bzw. auch wollen, weil sonst nix mehr geht. Wie soll eine Krankenschwester dann agieren? Zum stundenlangen Pendeln gezwungen zu sein ist beim Zustand des ÖPNV wahrlich kein schönes Schicksal.
#
Hallo gaga,

natürlich muss der Staat dafür sorgen - wer denn sonst? Dafür ist er doch da, dafür haben die alten Griechen so etwas eingerichtet. Wofür denn sonst?

Was du da propagierst, ist ein Postulat des Geldes und der ungezügelten Macht der Märkte. Überleg doch mal, wohin deine Überlegungen führen: diejenigen, die sich den teuren Wohnraum nicht leisten können, werden erst in die Umlandgemeinden, dann aufs flache Land verdrängt. " Dann ist es eben Maintal oder Friedberg? Man kann ja sogar nach Nieder-Eschbach noch für kleines Geld ziehen?" Klar. Sobald die Mieten die Schwelle erreicht haben, an der der Arbeiter sie nicht mehr bezahlen kann, muss er halt weiterziehen.

Wohin so etwas führt, davon kann man sich eine leise Ahnung in den suburbs und Satellitenstädten von Paris holen. Zum Beispiel.

Wer sonst als der Staat soll dafür sorgen, dass wir eine Gesellschaft sind, nicht zwei - diejenigen, die sich etwas leisten können und dann halt noch die anderen. Und das macht er unter anderem, indem er bezahlbaren Wohnraum schafft. Und somit Zukunftsszenarien verhindert, die eine Ghettoisierung - in sowohl Reichen- als auch Armenghettos - verhindert, sondern stattdessen die Voraussetzungen für eine Gesellschaft schafft, in der alle zusammen leben können.

Hat in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts ja eigentlich nicht so schlecht funktioniert.
#
WuerzburgerAdler schrieb:

Hat in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts ja eigentlich nicht so schlecht funktioniert.


Vollkommen richtig.

Aber unser Staat, vor allem jedoch Städte und Gemeinden haben sich jahrzehntelang aus dem Wohnungsbau rausgewunden und Bestand verscherbelt. Der Markt sollte es dann richten.

Der Markt kann es nur nicht befriedigend richten, wenn er unreguliert sich selbst überlassen wird, da durch die Globalisierung und internationale Investoren ohne jedes lokale Verantwortungsgefühl zahllose Wohnungen stark verteuert oder dem Markt gänzlich entzogen werden.

Und Wohnen ist grundlegende Daseinsvorsorge, in meinen Augen ganz klar in den klassischen Anforderungen an ein Staatswesen enthalten. Durch die Zuwanderung (Deutschland hat z.Zt. mehr Einwohner denn je) werden die Probleme noch zunehmen und wenn Geringverdiener und Zuwanderer um bezahlbare Wohnungen konkurrieren müssen wird es auch politisch gefährlich.

Dass nicht einmal die SPD dieses Thema seit Jahren massiv besetzt, zeigt die Entfernung der politischen Blase vom Normalbürger.
#
@ reggaetyp: hast Du dafür übrigens mal ne Quelle? Also für die Sache mit dem Fanprojekt
#
Ich hab bislang nur das gefunden:

Faszination-fankurve.de

Ordner soll HSV-Fan bewusstlos geprügelt haben

Das HSV-Fanprojekt erhebt nach dem Gastspiel des Hamburger SV bei Rasenballsport Leipzig schwere Vorwürfe gegen die dort eingesetzten Ordner, die einen HSV-Fan bewusstlos geprügelt haben sollen. Die Ordner sollen sich vermummt und gezielt auf Fans des Hamburger SV eingeschlagen haben.
#
Die Aufregung wegen der Ratten in Dortmund hat die Ereignisse in Erfurt irgendwie komplett verdrängt. Ich finde sie trotzdem bemerkenswert, auch ohne flankierende Marketingkampagne.

Bericht vom 09.02.2017:

mdr.de
Nach Krawallen im Stadion: DFB prüft Ermittlungen gegen Rot-Weiß Erfurt
Nach den Ausschreitungen im jüngsten Heimspiel droht Fußball-Drittligist Rot-Weiß Erfurt ein sportgerichtliches Nachspiel.
#
maobit schrieb:

Es ist doch ein Unterschied, ob ich jemandem abraten würde zu bestimmten Spielen mit Kindern im Sonderzug anzureisen oder ihm eine Mitschuld gebe.

Ich würde als Leipziganhänger mein Verhalten dieser nun bekannten Situation sofort anpassen statt auf Maßnahmen anderer Parteien zu warten.


Aber wenn jemand anrät eine Armlänge Abstand zu halten, gibt es den Shitstorm.
#
Das ist so platt. Einen Schal zu verstecken, mit Fanbus direkt ans Stadion anzureisen oder sich von einschlägigen Gruppen fern zu halten ist unangenehm, aber machbar und realistisch - nur kein Allheilmittel.

In einer unüberschaubaren Menschenmenge Abstand zu halten ist nicht praktikabel.

So, bin raus. Man möge bitte ohne mich weiter wüten.
#
Ich hab jetzt zu dem Thema auch alles geschrieben. Ich wollte die gesamte miese Geschichte aus der Sicht eines vollkommen durchschnittlichen Fans verstehen, der auch schon diverse Male gejagt und verprügelt worden ist - allerdings ohne Medienecho.

Besonders interessiert mich der Aspekt, was von beiden Seiten im Mai in Frankfurt zu erwarten sein wird. Wenn mich jemand zum Hooligan-Versteher machen will, meinetwegen.
#
maobit schrieb:

Ach, wäre es schön, wenn alles klar Schwarz oder Weiß wäre, ist es aber nur selten. Beleidigungen sind strafbar, kurze Röcke nicht. So weit sollten wir uns einig sein. Hier kamen Beleidigungen von beiden Seiten vor. Die Gewalttaten sind aber selbstverständlich viel, viel schwerwiegender und werden wohl auch so verfolgt. Trotzdem interessiert mich das Auftreten beider Seiten mit allen Aspekten.


Hier ging es aber vorher nicht darum, dass die die beleidigt haben, was abbekommen haben, sondern auch Frauen und Kindern, denen dann vorgeworfen wurde, dass die sich ja in der Nähe von pöbelnden aufgehalten haben. Und dann geht es halt schon in Richtung kurzer Rock.
#
Es ist doch ein Unterschied, ob ich jemandem abraten würde zu bestimmten Spielen mit Kindern im Sonderzug anzureisen oder ihm eine Mitschuld gebe.

Ich würde als Leipziganhänger mein Verhalten dieser nun bekannten Situation sofort anpassen statt auf Maßnahmen anderer Parteien zu warten.
#
maobit schrieb:

Ach, wäre es schön, wenn alles klar Schwarz oder Weiß wäre, ist es aber nur selten. Beleidigungen sind strafbar, kurze Röcke nicht. So weit sollten wir uns einig sein. Hier kamen Beleidigungen von beiden Seiten vor. Die Gewalttaten sind aber selbstverständlich viel, viel schwerwiegender und werden wohl auch so verfolgt. Trotzdem interessiert mich das Auftreten beider Seiten mit allen Aspekten.


Das die Beleidigungen von beiden Seiten kamen, weißt du woher? Das jede Person, die körperlich angegangen wurde auch beleidigt hat? Das jede Person, die körperlich angegangen wurde auch -unprovoziert- als erstes beleidigt hat(ist in deinem Szenario der "relativen Straftaten" ja sehr wichtig)? Das jede (initiative) Provokation auch stets eine strafrechtlich relevante Beleidigung war? All das weißt du?
Ich tippe eher auf "Nein". Daher: Was du da äußerst ist Unsinn und sehr dünnes Eis.

Ich teile deine Abneigung gegen das Marketingkonstrukt Bullenpisse Leipzig, aber dein Hass verdeckt hier wohl etwas den gesunden Menschenver- und anstand.
#
Dass mit den Beleidigungen weiß ich von einem langjährigen Freund, der bei jedem BVB-Heimspiel und auch sehr oft auswärts dabei ist. Der berichtete mir übrigens sehr differenziert und verurteilt die Gewalt.

Daraufhin habe ich auch in anderen Teilen des Web Berichte gefunden, die die Rolle einiger Gästeanhänger kritisch sehen. Aber das meiste was Du mir vorwirfst, habe ich nie behauptet, denn ich vertraue in dieser Sache weitgehend unserem Rechtssystem. Stattdessen habe ich Beispiele beschrieben wie man sich schützen könnte bzw. wie ich mich auswärts verhalte.

Letztendlich geht es auch mir darum, dass so etwas nicht mehr passiert. Darin sind wir uns wohl einig. Dazu müssen 3 Seiten ihr Verhalten überdenken: Gastgeber, Behörden, Gästeanhänger - in dieser Reihenfolge.
#
maobit schrieb:

Beleidigungen sind strafbar, kurze Röcke nicht.

Wenn Du sie tragen würdest, sollten sie aber strafbar sein.
#
#
maobit schrieb:


Ansonsten unterscheide ich tatsächlich zwischen Angriffen nach Provokationen und welchen komplett ohne Anlass. Ja, das relativiert, das heißt es setzt Dinge zueinander in Beziehung, um ein Gesamtbild zu erhalten. Es ist für mich kein Argument, wenn man sagt "Gewalt gegen Menschen. Punkt. Alles Weitere interessiert nicht."


Genau! So wie sich Frauen mit zu kurzen Röcken ja auch nicht wundern müssen, wenn...
Merkste selber, oder? Die Opfer zu Tätern zu machen ist ganz ganz blöde Idee und sehr dünnes Eis.
#
Ach, wäre es schön, wenn alles klar Schwarz oder Weiß wäre, ist es aber nur selten. Beleidigungen sind strafbar, kurze Röcke nicht. So weit sollten wir uns einig sein. Hier kamen Beleidigungen von beiden Seiten vor. Die Gewalttaten sind aber selbstverständlich viel, viel schwerwiegender und werden wohl auch so verfolgt. Trotzdem interessiert mich das Auftreten beider Seiten mit allen Aspekten.
#
maobit schrieb:


SGE_Werner schrieb:" Solange Schmidt hier ist kann man sich genau so gut Ingolstadt gegen Darmstadt angucken und fiebert mehr mit. "


Man ersetze "Schmidt" durch "AV" und man hat exakt meine Gemütslage vor einem Jahr...

Wobei ich mir gerade nicht sicher bin, welchen der beiden Du mit diesem Vergleich beleidigist.
#
Da Herr Schmidt noch nie Deutscher Meister gewesen ist, müsste er sich geehrt fühlen.
#
Sind ja nur noch drei Tage, auch wenn wir noch Pokal davor haben.

Alles aus dem Werkself-Forum, das gemessen an der Fanbasis von Bayer Leverkusen doch ein sehr aktives Forum ist und in Krisensituationen wie aktuell bei denen auch etwa so viele Beiträge generiert wie unseres hier an Normaltagen.

Zunächst einmal gibt es einen lustigen Boykott-Aufruf:

http://www.werkself.de/board3-bayer-04-leverkusen/board5-fanszene-leverkusen-stimmung-und-support/41197-aufruf-boykott-des-heimspiels-gegen-eintracht-frankfurt/?s=082c14bb404699aa8193d1d05f84c7cd8356cebb

Ansonsten aus dem Spiel-Thread:

"Schau ich mir nur mit neuem Trainer an"

"Unentschieden, und unser Trainer bekommt wieder Rueckendeckung und eine lebenslange Arbeitsgarantie von unserer Silberlocke."

" Entweder wir gewinnen irgendwie und Roger bekommt von Völler wieder seine Klasse bescheinigt oder wie verlieren und Roger bekommt von Völler wieder seine Extraklasse bescheinigt."

" Solange Schmidt hier ist kann man sich genau so gut Ingolstadt gegen Darmstadt angucken und fiebert mehr mit. "

"Frankfurt wird sich zurückziehen und uns machen lassen. Nach unnötigen Ballverlusten unsererseits gefährlich kontern.Wir werden Geduld benötigen. Aber die 3 Punkte sind möglich. Wenn die Jungs mit Selbstvertrauen an die Sache gehen. "

" Niko Kovac wird seine Mannschaft richtig heiss machen und vor allem sehr gut einstellen! Da hat unser Möchtegern-Trainer nichts dagegen zu setzen..."

"Nach den letzten beiden Leistungen tun wir gut daran erstmal 40 Punkte zu holen und dann sieht man weiter. Wird nach den Leistungen schwer genug." (geht nicht wirklich ums Spiel)

"Aktuell sind es schlechte Zeiten.Es wird auch mal wieder besser. Wir haben lange daran gearbeitet Aussenseiter zu sein . Vielleicht liegt uns das .Wir gewinnen 2:1"

"Frankfurt ist 3. in der Tabelle?! Wir gewinnen also 2:0" (Anm: Ich tippe mal, er spielt darauf an, dass Leverkusen gegen die Topteams meistens dann doch Leistung bringt)

"Frankfurt ist in starker Verfassung, stabil, 3. und klarer Favorit. Wir sind klarer Außenseiter und sehe nicht, wie und wieso man was holen sollte. Zumal wir zuhause noch schlechter spielen." (Dass ich das noch mal erlebe)

"Frankfurt steht soweit oben, weil sie defensiv sehr gut stehen,....unter diesen Umständen tippe ich 0:0 oder 1:1"

"Wenn gegen Frankfurt nicht gewonnen wird muss Schmidt sofort weg, unabhängig von den aktuellen Formkurven beider Mannschaften sowie nicht gerade optimalen Alternativen auf dem Markt. Die Eintracht hat englische Woche und spielt am Mittwoch Abend um 20:45 Uhr in Hannover DFB Pokal während wir (wieder mal) eine ganze Woche Zeit zur Vorbereitung haben. Ich habe mir deren Kader von gestern mal angeschaut, der ist sicher nicht großartig auf Doppel-Belastung ausgelegt und unserem Team das am Samstag zur Verfügung steht qualitativ deutlich unterlegen, auf der Bank saßen fast ausschließlich No-Names und junge, unerfahrene Spieler. Ich befürchte fast das wir gewinnen was unseren Trainer dann mindestens für 3 weitere Spiele im Amt hält, andererseits tut aktuell jeder Punkt gut um nicht weiter unten reinzurutschen."

Das so als Überblick aus diesem Thread:

http://www.werkself.de/board3-bayer-04-leverkusen/board4-bayer-04-leverkusen-stammtisch/41192-20-spieltag-bayer-04-leverkusen-eintracht-frankfurt-samstag-11-02-2017-15-30-bayarena/index3.html

Bisschen wie Bayer(n)-Fans die Guten dort, lese ja hin und wieder mal im Werkself-Forum. Sehr hohe Erwartungen. Aber nach der Spiegel-Prognose, dass Leverkusen erster Bayern-Verfolger und wir nur 17. werden, kann man vllt. das auch denken.
Generell nicht sehr optimistisch, es klingt dort vieles nach Punkteteilung.
Und ich bin trotz aller Veh- und Schaaf-Kritik froh, dass wir nicht Roger S. geholt haben.
#
SGE_Werner schrieb:

" Solange Schmidt hier ist kann man sich genau so gut Ingolstadt gegen Darmstadt angucken und fiebert mehr mit. "


Man ersetze "Schmidt" durch "AV" und man hat exakt meine Gemütslage vor einem Jahr...
#
Du meinst also, wenn man als Unbeteiligter auswärts in Dortmund nicht zu Schaden kommen will, sollte man sich von den eigenen Fans fernhalten, denn von dort könnten ja ggf. verbale Provokationen erfolgen, die dann zwangsläufig physische Gegengewalt zur Folge hätten?

Ganz unabhängig von der allgemeinen Fragwürdigkeit einer solchen These: stell dir mal dich auf dem Weg zum Dortmunder Gästeeingang vor. Bisschen unrealistisch ist diese These dann schon, oder?
#
Ja, es gibt ganz klar Gruppierungen bei uns von denen ich mich jederzeit fern halte, ob im Stadtwald, in Alt-Sachsenhausen oder auswärts. Und, wenn neben mir vor dem fremden Stadion die Gastgeber mit Pöbeleien bedacht werden, werde ich mich in aller Regel etwas entfernen.

Ich war nur 2 Mal in Dortmund. Das erste Mal vor etwa 8 Jahren mit eigenem Fanbus - naheliegenderweise keine Probleme. Und noch mal mit einer kleinen Gruppe mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch keine Probleme. Ich erinnere mich nicht mal an die Enge auf der Strobelallee. Aber das ist auch über 4 Jahre her und wir verhielten uns ruhig.

Nun habe ich mal versucht die angesprochenen Videos zu sehen. Das am häufigsten genannte und bei fb zu findende Video zeigt die Angriffe von Kleingruppen gegen die Gästefans mit vielen Normalos aus beiden Lagern und Gaffern dazwischen (durch die Videosuche bin ich natürlich auch zum Gaffer geworden). Es sah aus als wären da einige Schals usw. abgezogen worden. Dann löst sich ein einzelner Mann, wahrscheinlich als Reaktion auf einen Schal-Raub, aus einer Gruppe und geht offensiv auf jemanden zu. Dann wird er brutal umgeboxt und schwebte in der Folge wohl, laut anderer Berichte, in akuter Lebensgefahr. Das ist wirklich krass, aber in keiner Bundesligastadt würde ich Schal-Räubern nachstellen. Das ist es nicht wert.

Bei anderen Videos sieht man einen massiven Beschuss mit Pyro aus verschiedenen Perspektiven. Da wird scheinbar relativ wahllos in die Menge geballert. Es ist teilweise zu erkennen, dass auch Frauen, Kinder und Ältere verteilt sind, aber weitere Details zu den Menschen sind für mich kaum erkennbar. Die Angaben der Polizei, die ich nicht oft 1 zu 1 glaube, sind in dieser Sache eindeutig und ich denke realistisch. Man sieht auch, dass eine Menge Polizisten aktiv vorgehen. Scheinbar gab es aber viele Kleingruppen von Angreifern, was die Kontrolle der Polizei minimierte. Zu lesen ist auch, dass von Dortmunder Seite teilweise antisemitische Parolen dabei waren. Das ist ja leider kein neues Problem dort.

Natürlich muss der Rechtsstaat diese Straftaten verfolgen und bestrafen, gerne auch hart. Und jeder Auswärtsfan sollte seine Bemühungen um Eigensicherung überdenken. Es gibt andere Möglichkeiten anzureisen, man kann an bestimmte Orte auch mal in zivil fahren und man sollte sich überlegen, wann und wo man sich besser zurückhält. Es ist selbstverständlich schade, dass das so ist, aber neu ist das Gewaltproblem ja insgesamt nicht. Neu ist nur dass es einen "Verein" besonders heftig und landesweit trifft. Daraus könnte man auch Schlüsse ziehen, die Behörden, Vereine, aber eben auch der betroffene "Verein" und seine Anhänger. Der Staat wird diese Probleme, die letztlich gesamtgesellschaftliche Probleme widerspiegeln, auch nicht flächendeckend lösen. Deshalb sind die eigenen Maßnahmen auch die wichtigsten.