
rotundschwarz
31597
@Matzel: Du hebst (zu Recht) Fenin, Fink, Steinhöfer hervor. Unbedingt in diese Reihe gehört auch Patrick Ochs. Der hat zwar immer geackert und über dem Mannschaftsdurchschnitt gespielt. Aber jetzt ist er dabei, ein richtiger Leitwolf zu werden. Reißt mit seiner Kraft alle mit. Feuert an, lobt, hilft überall aus, setzt selbst Akzente nach vorn, ist der erste der gratuliert, jubelt, sich mit Fink, Ümit freut, Russ abklatscht.
Was mir Mut macht, ist dass wir nicht nur durch Kampf überzeugt haben, sondern es auch spielerisch wieder besser, zum Teil ja richtig gut aussieht. Egal, wer in den kommenden Wochen aufläuft - und die Auswahl ist ja leider nicht so groß - , wächst im Moment über sich hinaus. So genial, dass die, die immer in der zweiten Reihe standen, jetzt ihre Chance bekommen (müssen) und noch genialer, dass sie sie auch nutzen!! Die Kraft wird reichen, muss reichen bis zur Winterpause. Und wir werden ihnen dabei helfen
Was mir Mut macht, ist dass wir nicht nur durch Kampf überzeugt haben, sondern es auch spielerisch wieder besser, zum Teil ja richtig gut aussieht. Egal, wer in den kommenden Wochen aufläuft - und die Auswahl ist ja leider nicht so groß - , wächst im Moment über sich hinaus. So genial, dass die, die immer in der zweiten Reihe standen, jetzt ihre Chance bekommen (müssen) und noch genialer, dass sie sie auch nutzen!! Die Kraft wird reichen, muss reichen bis zur Winterpause. Und wir werden ihnen dabei helfen
@Adler78
Mir ging es in meinem Beitrag nicht um die fußballerischen Qualitäten der Hoffenheimer, sondern um die Berichterstattung und die journalistische Aufbereitung des Themas im ZDF Sportstudio. Wie du richtig gesagt hast: Um Fußball ging es in dem Bericht ja in der Tat nicht. Wenn dann aber schon die Person Dietmar Hopp im Mittelpunkt steht und in einem Jubelbericht als "Mäzen einer ganzen Region" gefeiert wird, dann muss der anwesende Journalist zumindest mal nachfragen, was eine solche Konstellation für die Region Rhein-Neckar bedeutet. Er/sie muss ja gar nicht mal besonders kritisch sein – aber zumindest f r a g e n muss er/sie doch. Im Bericht wurde deutlich, dass Dietmar Hopp Altenheime, Krankenhäuser, diverse Sportvereine, Infrastrukturprojekte finanziert, auch im Bildungsbereich aktiv ist. Das Stadion heißt Dietmar-Hopp-Arena. Die Dietmar-Hopp-Stiftung hilft denen, die sie für hilfebedürftig erachtet. Wenn ich die Anfahrtsskizze zur Uni Mannheim richtig interpretiere, heißt eine Straße auf dem Unigelände Dietmar-Hopp-Allee. Im Dietmar-Hopp-Stadion dürfen keine heimvereinsschädigenden Transparente mitgeführt werden. Das heißt im Klartext: Hier entstehen feudalistische Strukturen. Ein Einzelner erwirbt – aus welchen Gründen auch immer - Macht und Einfluss und bestimmt die Entwicklungsrichtung der Region, entscheidet im Zweifelsfall was gut oder was nicht so gut, was förderungswürdig oder eben nicht ist. „Wir“, sagte Herr Hopp im Sportstudio „Wir stehen für 4,8 Millionen Menschen.“
Ein kluger Mensch hat mal über das Prinzip das Feudalismus gesagt: „Wenn ich jemanden schütze, dann gehört er mir.“ Will da jetzt inhaltlich gar nicht weiter drauf eingehen. Möglicherweise kann man ja sogar zu dem Schluss kommen, dass die positiven Aspekte von Hopps Engagement überwiegen – schließlich hilft er ja dabei, offensichtlich vorhandene Defizite zu füllen. In jedem Fall sollte jedoch ein Bericht, wie der im Sportstudio (so der journalistische Auftrag und im Unterschied zur PR-Arbeit) zu einer freien Meinungsbildung tragen und ein Thema unter unterschiedlichen Gesichtspunkten beleuchten. Das, was da am Samstag zu sehen war, war ein peinliches Desaster!
Mir ging es in meinem Beitrag nicht um die fußballerischen Qualitäten der Hoffenheimer, sondern um die Berichterstattung und die journalistische Aufbereitung des Themas im ZDF Sportstudio. Wie du richtig gesagt hast: Um Fußball ging es in dem Bericht ja in der Tat nicht. Wenn dann aber schon die Person Dietmar Hopp im Mittelpunkt steht und in einem Jubelbericht als "Mäzen einer ganzen Region" gefeiert wird, dann muss der anwesende Journalist zumindest mal nachfragen, was eine solche Konstellation für die Region Rhein-Neckar bedeutet. Er/sie muss ja gar nicht mal besonders kritisch sein – aber zumindest f r a g e n muss er/sie doch. Im Bericht wurde deutlich, dass Dietmar Hopp Altenheime, Krankenhäuser, diverse Sportvereine, Infrastrukturprojekte finanziert, auch im Bildungsbereich aktiv ist. Das Stadion heißt Dietmar-Hopp-Arena. Die Dietmar-Hopp-Stiftung hilft denen, die sie für hilfebedürftig erachtet. Wenn ich die Anfahrtsskizze zur Uni Mannheim richtig interpretiere, heißt eine Straße auf dem Unigelände Dietmar-Hopp-Allee. Im Dietmar-Hopp-Stadion dürfen keine heimvereinsschädigenden Transparente mitgeführt werden. Das heißt im Klartext: Hier entstehen feudalistische Strukturen. Ein Einzelner erwirbt – aus welchen Gründen auch immer - Macht und Einfluss und bestimmt die Entwicklungsrichtung der Region, entscheidet im Zweifelsfall was gut oder was nicht so gut, was förderungswürdig oder eben nicht ist. „Wir“, sagte Herr Hopp im Sportstudio „Wir stehen für 4,8 Millionen Menschen.“
Ein kluger Mensch hat mal über das Prinzip das Feudalismus gesagt: „Wenn ich jemanden schütze, dann gehört er mir.“ Will da jetzt inhaltlich gar nicht weiter drauf eingehen. Möglicherweise kann man ja sogar zu dem Schluss kommen, dass die positiven Aspekte von Hopps Engagement überwiegen – schließlich hilft er ja dabei, offensichtlich vorhandene Defizite zu füllen. In jedem Fall sollte jedoch ein Bericht, wie der im Sportstudio (so der journalistische Auftrag und im Unterschied zur PR-Arbeit) zu einer freien Meinungsbildung tragen und ein Thema unter unterschiedlichen Gesichtspunkten beleuchten. Das, was da am Samstag zu sehen war, war ein peinliches Desaster!
Warum flens-tu denn?
(Mir habbe doch gewonnen )
(Mir habbe doch gewonnen )
Da steppt der Bär.
(Warum fällt mir ausgerechnet dieser Satz dazu ein? Weiß nicht... )
(Warum fällt mir ausgerechnet dieser Satz dazu ein? Weiß nicht... )
Sonne im Herzen
Hasch mich, ich bin der Frühling
Großer Onkel
Was immer im Trainingslager vor dem KSC-Spiel gesagt und getan worden ist - die Mannschaft wirkt seit dem als sei eine Last von ihr abgefallen, als sei sie wieder selbst. Das ist ja nicht n u r Kampf und Leidensnchaft, was da im Moment abgeht - grad in der Situation, wo uns das Wasser schon bis zum Hals stand und die Hälfte der Mansnchaft fehlt, haben wir auch wieder angefangen Fußball zu s p i e l e n. Endlich sieht man wieder die spielerischen Ansätze aus der Hinrunde in der letzten Saison. Man wusste ja - sie könnens net verlernt haben. Aber ausgerechnet jetzt, wo der Druck so groß war - *staun*, Waaaaaahnsinn.
Der Ama-Kraftakt, dieser unbedingte Wille zum 2:1 gegen den KSC (dankedankedanke Ama!), war sicher so was wie der zündende Funke. Aber da sind so viele Bausteinchen. Irgendwie scheint jeder einzelne sich wieder auf das zu besinnen, was er kann u n d darauf, wie er mit dem, was er kann, der Mannschaft nützen kann. Ochs hat ja auch schon vor dem KSC-Spiel überzeugt - aber jetzt interpretiert er seine Führungsrolle viel aktiver, setzt seine Energie ein, um die anderen mitzureißen. Oder Maddin, der sich nicht mehr alleine fest- und verrennt, öfter direkt spielt, auch mal draufhält. Oder Fink, der sich wieder traut, abzuziehen.
Einfach nur schön und hüpffreuausrastvorglück ist es, wie glücklich die Jungs selbst sind, über das, was sie da im Moment machen. Diese überschwängliche Freude, jeder mit jedem. Das kleine Trüppchen der Reservisten, die auch immer mittendrin sind, in der Freutraube. FF, der mehr aus sich rausgeht, bei den Spielern steht.
Ja, also, doch: Ich glaub auch, die spielen jetzt mit Absicht besser
Der Ama-Kraftakt, dieser unbedingte Wille zum 2:1 gegen den KSC (dankedankedanke Ama!), war sicher so was wie der zündende Funke. Aber da sind so viele Bausteinchen. Irgendwie scheint jeder einzelne sich wieder auf das zu besinnen, was er kann u n d darauf, wie er mit dem, was er kann, der Mannschaft nützen kann. Ochs hat ja auch schon vor dem KSC-Spiel überzeugt - aber jetzt interpretiert er seine Führungsrolle viel aktiver, setzt seine Energie ein, um die anderen mitzureißen. Oder Maddin, der sich nicht mehr alleine fest- und verrennt, öfter direkt spielt, auch mal draufhält. Oder Fink, der sich wieder traut, abzuziehen.
Einfach nur schön und hüpffreuausrastvorglück ist es, wie glücklich die Jungs selbst sind, über das, was sie da im Moment machen. Diese überschwängliche Freude, jeder mit jedem. Das kleine Trüppchen der Reservisten, die auch immer mittendrin sind, in der Freutraube. FF, der mehr aus sich rausgeht, bei den Spielern steht.
Ja, also, doch: Ich glaub auch, die spielen jetzt mit Absicht besser
Siiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieg in Gladbach - Lieblingsszenen ohne Ende, die liebste vielleicht die:
Maddin, der beim 2:1 mit dem Rücken zu Fink steht, nach oben kuckt, sieht wie der Ball über seinem Kopf angesegelt kommt und die Arme hochreißt, während der Ball sich über Gospodarek ins Netz senkt.
Oder doch Fink selbst - wie er nach seinem Tor an die Außenlinie stürmt.
Oder FF, der direkt nach dem Abpfiff aufs Feld rennt, jeden einzelnen umarmt.
Oder die Hüpftraube vor dem Block.
Oder...
Maddin, der beim 2:1 mit dem Rücken zu Fink steht, nach oben kuckt, sieht wie der Ball über seinem Kopf angesegelt kommt und die Arme hochreißt, während der Ball sich über Gospodarek ins Netz senkt.
Oder doch Fink selbst - wie er nach seinem Tor an die Außenlinie stürmt.
Oder FF, der direkt nach dem Abpfiff aufs Feld rennt, jeden einzelnen umarmt.
Oder die Hüpftraube vor dem Block.
Oder...
adlerkadabra schrieb:
[
Es versuchen sich am Niederrhein also die Gastgeber ...
So ein niedliches Tierchen will der böse, böse Adler weghacken??
Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa
Wg. Woodoo-Puppe: Vielleicht wär das ja d e r Strickvorschlag für die Wintersaison 2008/2009 - statt Mütze. Für jeden Gegner, der jetzt noch ansteht eine. Und die Adler-Nadel immer mitten rein ins Vereinslogo
Wie schon an vielen anderen Stellen hier im Forum diskutiert: Je erfolgreicher das Modell Hoppenheim ist, desto unheimlicher ist es, zumindest geht das mir so. Die Planbarkeit des Erfolgs, die zunehmend positive Ressonanz, das volle Stadion, diese unfasslich durchprofessionalisierte "Spielfreude". Auch, dass ich mich dabei ertappe und sage: Wow, was spielen die für einen genialen Fußball. Das gefällt mir nicht. Hier passiert etwas irreversibles, was den Fußball dauerhaft verändern wird. Und zwar nachhaltiger und in weitaus mehr Bereichen als wir uns das im Moment noch vorstellen.
Trotzdem: Ich gehöre nicht zu denen, die in Hopp den Gottseibeiuns und die Inkarnation des Bösen sehen und ihn am liebsten teeren und federn würden. Aber das, was das ZDF-Sportstudio, vertreten durch Frau Müller-Hohenstein, da gestern abgeliefert hat, das hat mir schwer zu denken gegeben.
Angekündigt wurde ein Bericht, der Hintergründe des Hoffenheimer Erfolgs schildert, die man bisher noch nicht kannte. Aha, denkt der Zuschauer, jetzt sehen wir was über die Trainingsarbeit, über das Team hinter der Mannschaft, über Wolfgang Peters, über das Scoutsystem, über Rangnick, Trainingsbedingungen, über das Konzept zur Zusammenstellung der Mannschaft - fußballbezogene Dinge halt. Wäre eine prima Gelegenheit gewesen, mal einen Versuch zu machen, die Diskussion von "liegt ja alles nur am Geld" auf fußballerische Aspekte zu verlagern. Aber nichts von alledem.
Stattdessen im Film zu sehen: Eine - man kann es nicht anders nennen -Hommage an Dietmar Hopp, die fast schon peinlich ist. Hofbericherstattung ist da fast schon ein zu harmloses Wort. Hopp, der Selfmademan, der Fußballer, der die Arme hoch krempelt, sich nach oben schafft, sich seiner Region erbarmt und sein Geld dazu nutzt, Gutes zu tun. Hey... haaaallo Frau Müller- Hohenstein? Da wird, noch dazu mit leicht lustigem Unterton, gerade darüber berichtet, wie ein einzelner Mensch sich, aus welchen Gründen auch immer, ein eigenes Imperium errichtet. Macht, Einfluss in fast sämtlichen gesellschaftlich relevanten Bereichen erwirbt und ausübt. Müsste man da nicht vielleicht mal kritisch...? Woran liegt das? Wie muss man dieses Phänomen einornden? Wird hier ein gesamt-gesellschaftliches, politisches Versagen kompensiert? Warum? Wem nützt das, was bedeutet das? Naja. Is ja nicht so wichtig...
Aber vielleicht wird das nachfolgende Interview dann wenigstens dazu genutzt, um über Fußball zu sprechen. Um mal nachzuhaken, wie es gelungen ist aus dieser doch recht unkonventionell und wild zusammengestellten Mannschaft, ein (zumindest derzeit) unfasslich perfektes fußallerisches Gebilde herzustellen? Pustekuchen. Dietmar Hopp darf leutselige Statements abgeben, die durch keinerlei Nachfragen gestört werden. Eine Mischung aus Erfolg und Volksnähe. Der Dialekt signalisiert: Das ist einer von uns. Der kann doch gar nix böses im Sinn haben. Mit jedem Statement wird der Beifall der Zuschauer lauter. Vor was haben wir uns eigentlich gefürchtet? Der ist doch voll in Ordnung, der Hopp.
Es spricht für die Qualitäten Hopps, dass er - und nicht die Moderatorin - dann doch noch einen Akzent im Interview setzt und den nächsten Meilenstein des Modells Hoffenheim absteckt. Stopp, es sind ja gar nicht die Hoffenheimer, sondern "die 1899er", von denen hier die Rede ist. (Kann mich nicht erinnern, dass die Neupositionierung eines Produkts so vollkommen geglückt ist, wie beim Sprung von "Hoffenheim" zu "1899" - man hat das Gefühl, dass die Fußballberichterstatter in einen Willfährigkeits-Wettbewerb getreten sind, wer den Begriff "die 1899er" am häufigsten und am nonchalantesten in seinem Bericht unterbringen kann.) Jetzt also die nächste Stufe, der Schuh des Dorfvereins ist offensichtlich zu klein geworden, marketingmäßig ausgeschöpft (oops, hätte ja fast sein können, dass sich da eine Tradition bildet). Mit einem Nebensatz schafft es Hopp, das angestrebte neue Image der "1899er", die Neupositionierung des Vereins unterzubringen. Er weist darauf hin, dass jetzt endlich mal Schluss sein sollte mit dieser verniedlichenden (peinlichen?) Berichterstattung - von wegen: Das idyllische, verschlafene Dörfchen, das einen Ausflug in die große Fußballwelt unternimmt. "Wir sind kein Dorfverein, wir sind der Verein der Region Rhein-Neckar."
Dies ist mein Land, Fremder! Wenn schon keine neuen Erkenntnisse über die Hintergründe der fußballerischen Qualitäten in Hoffenheim, zumindest diesen Effekt hatte dieses Sportstudio: Ich verstehe jetzt besser, w a r u m Hopp dermaßen erfolgreich war und ist.
Trotzdem: Ich gehöre nicht zu denen, die in Hopp den Gottseibeiuns und die Inkarnation des Bösen sehen und ihn am liebsten teeren und federn würden. Aber das, was das ZDF-Sportstudio, vertreten durch Frau Müller-Hohenstein, da gestern abgeliefert hat, das hat mir schwer zu denken gegeben.
Angekündigt wurde ein Bericht, der Hintergründe des Hoffenheimer Erfolgs schildert, die man bisher noch nicht kannte. Aha, denkt der Zuschauer, jetzt sehen wir was über die Trainingsarbeit, über das Team hinter der Mannschaft, über Wolfgang Peters, über das Scoutsystem, über Rangnick, Trainingsbedingungen, über das Konzept zur Zusammenstellung der Mannschaft - fußballbezogene Dinge halt. Wäre eine prima Gelegenheit gewesen, mal einen Versuch zu machen, die Diskussion von "liegt ja alles nur am Geld" auf fußballerische Aspekte zu verlagern. Aber nichts von alledem.
Stattdessen im Film zu sehen: Eine - man kann es nicht anders nennen -Hommage an Dietmar Hopp, die fast schon peinlich ist. Hofbericherstattung ist da fast schon ein zu harmloses Wort. Hopp, der Selfmademan, der Fußballer, der die Arme hoch krempelt, sich nach oben schafft, sich seiner Region erbarmt und sein Geld dazu nutzt, Gutes zu tun. Hey... haaaallo Frau Müller- Hohenstein? Da wird, noch dazu mit leicht lustigem Unterton, gerade darüber berichtet, wie ein einzelner Mensch sich, aus welchen Gründen auch immer, ein eigenes Imperium errichtet. Macht, Einfluss in fast sämtlichen gesellschaftlich relevanten Bereichen erwirbt und ausübt. Müsste man da nicht vielleicht mal kritisch...? Woran liegt das? Wie muss man dieses Phänomen einornden? Wird hier ein gesamt-gesellschaftliches, politisches Versagen kompensiert? Warum? Wem nützt das, was bedeutet das? Naja. Is ja nicht so wichtig...
Aber vielleicht wird das nachfolgende Interview dann wenigstens dazu genutzt, um über Fußball zu sprechen. Um mal nachzuhaken, wie es gelungen ist aus dieser doch recht unkonventionell und wild zusammengestellten Mannschaft, ein (zumindest derzeit) unfasslich perfektes fußallerisches Gebilde herzustellen? Pustekuchen. Dietmar Hopp darf leutselige Statements abgeben, die durch keinerlei Nachfragen gestört werden. Eine Mischung aus Erfolg und Volksnähe. Der Dialekt signalisiert: Das ist einer von uns. Der kann doch gar nix böses im Sinn haben. Mit jedem Statement wird der Beifall der Zuschauer lauter. Vor was haben wir uns eigentlich gefürchtet? Der ist doch voll in Ordnung, der Hopp.
Es spricht für die Qualitäten Hopps, dass er - und nicht die Moderatorin - dann doch noch einen Akzent im Interview setzt und den nächsten Meilenstein des Modells Hoffenheim absteckt. Stopp, es sind ja gar nicht die Hoffenheimer, sondern "die 1899er", von denen hier die Rede ist. (Kann mich nicht erinnern, dass die Neupositionierung eines Produkts so vollkommen geglückt ist, wie beim Sprung von "Hoffenheim" zu "1899" - man hat das Gefühl, dass die Fußballberichterstatter in einen Willfährigkeits-Wettbewerb getreten sind, wer den Begriff "die 1899er" am häufigsten und am nonchalantesten in seinem Bericht unterbringen kann.) Jetzt also die nächste Stufe, der Schuh des Dorfvereins ist offensichtlich zu klein geworden, marketingmäßig ausgeschöpft (oops, hätte ja fast sein können, dass sich da eine Tradition bildet). Mit einem Nebensatz schafft es Hopp, das angestrebte neue Image der "1899er", die Neupositionierung des Vereins unterzubringen. Er weist darauf hin, dass jetzt endlich mal Schluss sein sollte mit dieser verniedlichenden (peinlichen?) Berichterstattung - von wegen: Das idyllische, verschlafene Dörfchen, das einen Ausflug in die große Fußballwelt unternimmt. "Wir sind kein Dorfverein, wir sind der Verein der Region Rhein-Neckar."
Dies ist mein Land, Fremder! Wenn schon keine neuen Erkenntnisse über die Hintergründe der fußballerischen Qualitäten in Hoffenheim, zumindest diesen Effekt hatte dieses Sportstudio: Ich verstehe jetzt besser, w a r u m Hopp dermaßen erfolgreich war und ist.
Six feet under
Oder doch natur-stoned?
Wochenende
Dienstplan
"J e t z t wo's zu spät is, bringt er de Caio..."
(Bayern-Spiel, älterer Herr im Block bei der Einwechslung von Juhvel, 10 Minuten vor Abpfiff)
(Bayern-Spiel, älterer Herr im Block bei der Einwechslung von Juhvel, 10 Minuten vor Abpfiff)
@gotcha 24: **staun*** Wie kommstu von der Dampfnudel zum Snowboarden??
sgevolker schrieb:rotundschwarz schrieb:
@SGE-Volker: Mein Vater lebt leider seit drei Jahren nicht mehr - aber d e r hätte das auch sein können!!! "Die wolle middem Ball ins Door nei laafe..." Das war auch so ein immer wiederkehrender Satz. Aber stopp.... Das war ja mein Opa, der d a s immer gesagt hat.
Das schlimme daran ist, dass wir eigentlich auch schon so anfangen, nicht wahr
Ich glaub, ich kauf mir nen Lederhut
**gnihihi** Und schon wieder was rausgefunden: In jedem von uns steckt irgendwie ein Lederhut! Abber mit dem Aufsetzen wart ich lieber noch ein paar Jahre - schließlich muss man sich immer noch eine Perspektive offen halten
Hans Dampf
http://www.faz.net/s/RubBC20E7BC6C204B29BADA5A79368B1E93/Doc~EB11F040AA4094EDCA58AC228CCAC5B3B~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Besonders gut gefällt mir:
"Ist ein akademischer Titel Aufnahmebedingung?
Nein. Wir verfahren nach dem Motto „Reputation schlägt Immatrikulation“. Unter den derzeit 16 Mitgliedern ist auch eine Nichtakademikerin. Als Gefährtin unseres Professors genießt sie einen Sonderstatus."
Aaaaah ja....Gut im Bett? Da kann man auf den Akademikerstatus schon mal verzichten