Alarm: Eintracht macht voraussichtlich 10 Mio EUR Verlust !!!

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bernie schrieb:
FrankfurterBubb schrieb:
Basaltkopp schrieb:
bernie schrieb:
FrankfurterBubb schrieb:
der Absprung von Fraport als Hauptsponsor wird erst in der nächsten Saison finanzielle Folgen haben.


wird er das? Lass uns an deinen Informationen teilhaben.


Fraport ist der letzte lebende Hauptsponsor. Mist!


Ich glaube, dass wir mit Fraport einen stabilen Sponsor zu guten Konditionen haben und dass es schwer wird einen besseren Partner zu finden.


..und ich glaube, dass wir nächste Saison mit Stada + Fraport als Premiumpartner mehr haben. Und nun?
Wir bewegen uns auf Spekulatiusniveau. Nach Weihnachten aber logisch  



Ist das mit Stada jetzt fix?
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FrankfurterBubb schrieb:
seventh_son schrieb:

Die Finanzen waren ja auch solide! Wir haben nie Schulden gemacht, konnten im Gegenteil über 2-3 Saisons unser Festgeldkonto aufstocken. Wenn man dann mal einen Verlust mit dem Festgeldkonto ausgleicht, ist das für mich nicht unsolide, man gibt nur das Geld aus was man vorher eingenommen hat.


Es ist aber nicht so, dass wir aus dem Festgeldkonto Ablösesummen für neue Spieler oder den Kauf des Stadions bezahlen, sondern laufende Kosten, vor allem die Gehälter von Spielern und Funktionären.


Quelle ? Das hätte ich wirklich gerne mal belegt.
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Afrigaaner schrieb:
bernie schrieb:
FrankfurterBubb schrieb:
Basaltkopp schrieb:
bernie schrieb:
FrankfurterBubb schrieb:
der Absprung von Fraport als Hauptsponsor wird erst in der nächsten Saison finanzielle Folgen haben.


wird er das? Lass uns an deinen Informationen teilhaben.


Fraport ist der letzte lebende Hauptsponsor. Mist!


Ich glaube, dass wir mit Fraport einen stabilen Sponsor zu guten Konditionen haben und dass es schwer wird einen besseren Partner zu finden.


..und ich glaube, dass wir nächste Saison mit Stada + Fraport als Premiumpartner mehr haben. Und nun?
Wir bewegen uns auf Spekulatiusniveau. Nach Weihnachten aber logisch  



Ist das mit Stada jetzt fix?


dann würde nicht "ich glaube" da stehen.
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Aragorn schrieb:
Außerdem meine ich vor einiger Zeit mal gelesen zu haben, daß die Eintracht weiterhin auf "soliden Beinen steht", da daß Eigentkapital nicht "angegriffen" wird! Verlust machen ist etwas anderes, als Schulden zu haben! Also..."locker bleiben"!!!


Schulden machen ist per se nichts schlechtes, solange man diese auch zurückzahlen kann und die Zinsen nicht zu hoch sind.

Verluste sind immer schlecht !!!
10 Mio EUR Verlust (oder auch 8-9) sind für eine Unternehmung von der Größe der SGE alarmierend.
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FrankfurterBubb schrieb:

Es ist aber nicht so, dass wir aus dem Festgeldkonto Ablösesummen für neue Spieler oder den Kauf des Stadions bezahlen, sondern laufende Kosten, vor allem die Gehälter von Spielern und Funktionären.


Das ist richtig! Und warum tun wir das? Weil wir in das Ziel "Aufstieg" investieren. Was glaubst du, warum so viele (neue) Spieler kurze Vertragslaufzeiten haben? Wir gehen ins Minus, um den Aufstieg zu erzwingen. Geht das schief, ist das Geld weg, aber dann wird eben nicht weiter ins Minus gegangen, sondern es wird abgespeckt. Und zwar so, dass unser von den Kosten her Erstligakader an die realen Einnahmen angepasst wird, also zum Zweitligakader wird.

Solange der jetzige Kraftakt vom Festgeldkonto gedeckt ist und keine Schulden aufgenommen werden, ist die Strategie vertretbar. Wir sind strukturell immer noch auf erste Liga ausgerichtet und ein Schrumpfen auf Zweitliganiveau würde richtig weh tun. Da man es sich leisten kann, versucht man also in dieser Saison mit allen Mitteln wieder die Erstklassigkeit herzustellen. Gelingt das nicht, wird die "echte" Zweitklassigkeit hier einkehren. Aber da wird dann kein Stein auf dem anderen bleiben.
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bernie schrieb:
Afrigaaner schrieb:
bernie schrieb:
FrankfurterBubb schrieb:
Basaltkopp schrieb:
bernie schrieb:
FrankfurterBubb schrieb:
der Absprung von Fraport als Hauptsponsor wird erst in der nächsten Saison finanzielle Folgen haben.


wird er das? Lass uns an deinen Informationen teilhaben.


Fraport ist der letzte lebende Hauptsponsor. Mist!


Ich glaube, dass wir mit Fraport einen stabilen Sponsor zu guten Konditionen haben und dass es schwer wird einen besseren Partner zu finden.


..und ich glaube, dass wir nächste Saison mit Stada + Fraport als Premiumpartner mehr haben. Und nun?
Wir bewegen uns auf Spekulatiusniveau. Nach Weihnachten aber logisch  



Ist das mit Stada jetzt fix?


dann würde nicht "ich glaube" da stehen.


Der Glaube versetzt Berge!
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@Seventh_Son

Ich schätze deine Beiträge außerordentlich. Kein Flachs. Dennoch eine Frage sei gestattet.
Wie machen das eigentlich andere Vereine? Vereine deren oberste Priorität nicht im " vernünftigen " wirtschaften besteht, sondern die den Schwerpunkt eher auf den sportlichen Erfolg setzen?

2 Abstiege sind doch ein bissi heftig in 8 Jahren.


Vereine wie der BVB, der im Jahre 2005 faktisch pleite war, Vereine wie Schalke die sich hemmungslos verschulden, was aber offensichtlich niemand kratzt, oder Vereine wie Hanoi und Mainz die doch nach der herrschenden Lehre längst an uns vorbeitreiben sollten..


Wir haben hier ja jahrelang was anders gepredigt bekommen, mach dies nicht mach das nicht, tanz nicht, denkt an Ohms  überlegt doch wo wir vor vor 8 Jahren standen etc.pp., bekommen haben wir wir aber nun wahrlich eine bittere Medizin.


Ich komm mir hier vor wie der Hund vor der Metzgerei mit denm Schild " Wir müssen draußen bleiben"


Man hat verabsäumt an der Systemrelevanz zu arbeiten, andere haben dies getan. so oder so, stattdessen hat man sich mit der eigenen Mittelmäßigkeit abgefunden. Und nicht mal die stellen wir derzeit dar.
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FrankfurterBubb schrieb:
Aragorn schrieb:
Außerdem meine ich vor einiger Zeit mal gelesen zu haben, daß die Eintracht weiterhin auf "soliden Beinen steht", da daß Eigentkapital nicht "angegriffen" wird! Verlust machen ist etwas anderes, als Schulden zu haben! Also..."locker bleiben"!!!


Schulden machen ist per se nichts schlechtes, solange man diese auch zurückzahlen kann und die Zinsen nicht zu hoch sind.

Verluste sind immer schlecht !!!
10 Mio EUR Verlust (oder auch 8-9) sind für eine Unternehmung von der Größe der SGE alarmierend.


Das sehe ich glücklicherweise ganz anders! Was ist denn schlimmer ein enormer Schuldenberg, der lizenzgefährdend sein kann oder ein Verlust von 10 Mio. aus einem laufenden Geschäftsjahr, der durch das ausreichend vorhandenen Eigenkapital "abgedeckt" wird!?
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Taunusabbel schrieb:

Es ist aber nicht so, dass wir aus dem Festgeldkonto Ablösesummen für neue Spieler oder den Kauf des Stadions bezahlen, sondern laufende Kosten, vor allem die Gehälter von Spielern und Funktionären.


Quelle ? Das hätte ich wirklich gerne mal belegt.  [/quote]

Davon kann man auch ohne Quelle ausgehen. Unsere Ausgaben konnten in der kurzen Zeit doch gar nicht so schrumpfen wie unsere Einnahmen dies taten, das betrifft insb. die Personalkosten, und das war ja auch nicht gewollt, da man keinen kompletten Umbruch wollte sondern eine Mannschaft, die aufstiegsfähig ist.

Auf ein hohes einstelliges Minus wurde schon hingewiesen (Pröckl?), und da unser größter Ausgabenposten die Personalkosten sind, müssen die da zwangsläufig eine große Rolle spielen. Man denke nur an die fürstliche Abfindung für Ama... Die hat richtig weh getan, dafür dass wir keine Gegenleistung dafür bekommen.

Aber wie gesagt, dass ist eine einmalige Investition in den Aufstieg.
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bernie schrieb:
Afrigaaner schrieb:
bernie schrieb:
FrankfurterBubb schrieb:
Basaltkopp schrieb:
bernie schrieb:
FrankfurterBubb schrieb:
der Absprung von Fraport als Hauptsponsor wird erst in der nächsten Saison finanzielle Folgen haben.


wird er das? Lass uns an deinen Informationen teilhaben.


Fraport ist der letzte lebende Hauptsponsor. Mist!


Ich glaube, dass wir mit Fraport einen stabilen Sponsor zu guten Konditionen haben und dass es schwer wird einen besseren Partner zu finden.


..und ich glaube, dass wir nächste Saison mit Stada + Fraport als Premiumpartner mehr haben. Und nun?
Wir bewegen uns auf Spekulatiusniveau. Nach Weihnachten aber logisch  



Ist das mit Stada jetzt fix?


dann würde nicht "ich glaube" da stehen.


Ich stehe gerade auf der Leitung.

Ich glaube das Bernie und HG guten Wein mitbringen - kann bedeuten

a) Bernie und HG bringen Wein mit - ich glaube er ist gut

b) Ich glaube, dasd Bernie und HG kommen und ich glaube das die Wein mitbringen und ich glaube, dass er gut ist.
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FrankfurterBubb schrieb:
Peace@bbc schrieb:
Ich würde aber gerne mal auf eine gute Erklärung eines anderen Users verweisen:

gereizt schrieb:

Hüstel, naja, laut Dr. Pröckl soll der Umsatz 2011/12 von 67 auf 40 Mio sinken. Fehlen also 27 Mio Einnahmen im Vergleich zur Vorsaison, die ja auch nicht gerade mit einem fetten Plus endete.

Angeblich sollte der Spieleretat von 27 auf 19 Mio. sinken. Das war aber meine ich vor unseren Stürmerverpflichtungen und dem Abgang von Fenin/Petkovic, die angeblich ja kostenneutral waren. Sind trotzdem nur 8 Mio. Reduzierung.

Wenn nun die anderen Kosten wie Miete, Sport5, allgemeine Kosten nicht um mehr als 15 Mio sinken, entsteht eben ein Verlust von 5-10 Mio.


Bereits bei der Aussage, dass der Verlust mindestens 5 Mio sein werde, eher deutlich höher war doch fast jedem klar, dass wir hier nicht über 6 Euro 50 reden und nen Fanschaal?
Bin mal gespannt, ob es 10 werden, gerechnet habe ich mit 8-9...


Diese Pi-mal-Daumen-Rechnung macht viel Sinn. Was ich mich frage ist, wie es sein kann, dass im Abstiegsfall plötzlich die Finanzen derart in Schieflage geraten können.
Wurde uns nicht jahrelang verkauft, dass die SGE solide Finanzen habe? Schon in der 1. BL wurde ja sehr knapp gerechnet. Und das ein Abstieg für die SGE nicht unmöglich ist, ist seit den 90er glaube ich allen jederzeit klar.


Hast du die Zeit seit dem Ende der letzten Saison verschlafen? Wenn nicht, wäre dir sicher aufgefallen, dass immer davon die Rede war, dass wir diese Saison einen Erstligakader durchschleppen und deswegen einen recht hohen Verlust in Kauf nehmen. Damit soll der direkte Aufstieg gefestigt werden. Sollte der direkte Wiederaufstieg in dieser Saison verpasst werden, dann wird auf Liga 2 runtergeschraubt. Das wolle man sich diese Saison ersparen, da dabei sehr viele Arbeitsplätze und Spieler flöten gehen.

Ich will nicht im Niemandsland der Liga 2 enden. Inclusive freiwilliger Selbstausschlachtung. Genau dazu sind Rücklagen da.
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seventh_son schrieb:
FrankfurterBubb schrieb:

Es ist aber nicht so, dass wir aus dem Festgeldkonto Ablösesummen für neue Spieler oder den Kauf des Stadions bezahlen, sondern laufende Kosten, vor allem die Gehälter von Spielern und Funktionären.


Das ist richtig! Und warum tun wir das? Weil wir in das Ziel "Aufstieg" investieren. Was glaubst du, warum so viele (neue) Spieler kurze Vertragslaufzeiten haben? Wir gehen ins Minus, um den Aufstieg zu erzwingen. Geht das schief, ist das Geld weg, aber dann wird eben nicht weiter ins Minus gegangen, sondern es wird abgespeckt. Und zwar so, dass unser von den Kosten her Erstligakader an die realen Einnahmen angepasst wird, also zum Zweitligakader wird.

Solange der jetzige Kraftakt vom Festgeldkonto gedeckt ist und keine Schulden aufgenommen werden, ist die Strategie vertretbar. Wir sind strukturell immer noch auf erste Liga ausgerichtet und ein Schrumpfen auf Zweitliganiveau würde richtig weh tun. Da man es sich leisten kann, versucht man also in dieser Saison mit allen Mitteln wieder die Erstklassigkeit herzustellen. Gelingt das nicht, wird die "echte" Zweitklassigkeit hier einkehren. Aber da wird dann kein Stein auf dem anderen bleiben.


So schaut's aus!!!
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HeinzGründel schrieb:
@Seventh_Son

Ich schätze deine Beiträge außerordentlich. Kein Flachs. Dennoch eine Frage sei gestattet.
Wie machen das eigentlich andere Vereine? Vereine deren oberste Priorität nicht im " vernünftigen " wirtschaften besteht, sondern die den Schwerpunkt eher auf den sportlichen Erfolg setzen?

2 Abstiege sind doch ein bissi heftig in 8 Jahren.


Vereine wie der BVB, der im Jahre 2005 faktisch pleite war, Vereine wie Schalke die sich hemmungslos verschulden, was aber offensichtlich niemand kratzt, oder Vereine wie Hanoi und Mainz die doch nach der herrschenden Lehre längst an uns vorbeitreiben sollten..


Wir haben hier ja jahrelang was anders gepredigt bekommen, mach dies nicht mach das nicht, tanz nicht, denkt an Ohms  überlegt doch wo wir vor vor 8 Jahren standen etc.pp., bekommen haben wir wir aber nun wahrlich eine bittere Medizin.


Ich komm mir hier vor wie der Hund vor der Metzgerei mit denm Schild " Wir müssen draußen bleiben"


Man hat verabsäumt an der Systemrelevanz zu arbeiten, andere haben dies getan. so oder so, stattdessen hat man sich mit der eigenen Mittelmäßigkeit abgefunden. Und nicht mal die stellen wir derzeit dar.


Das ist genau mein Problem.

Das ist so wie bei manchen Menschen, die verprassen alles, während ich haushalte und am Ende des Tages, fahren, die die schöneren Autos, machen Urlaub überall auf der Welt, während ich nicht schlafen kann, weil ich mir Gedanken über die Zukunft mache.

Wir sparen und sparen und trotzdem fehlt eine horrende Summe. 10 Mio, da muss man schon ganz schön Fehler gemacht haben.
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HeinzGründel schrieb:
@Seventh_Son

Ich schätze deine Beiträge außerordentlich. Kein Flachs. Dennoch eine Frage sei gestattet.
Wie machen das eigentlich andere Vereine? Vereine deren oberste Priorität nicht im " vernünftigen " wirtschaften besteht, sondern die den Schwerpunkt eher auf den sportlichen Erfolg setzen?

2 Abstiege sind doch ein bissi heftig in 8 Jahren.


Vereine wie der BVB, der im Jahre 2005 faktisch pleite war, Vereine wie Schalke die sich hemmungslos verschulden, was aber offensichtlich niemand kratzt, oder Vereine wie Hanoi und Mainz die doch nach der herrschenden Lehre längst an uns vorbeitreiben sollten..


Wir haben hier ja jahrelang was anders gepredigt bekommen, mach dies nicht mach das nicht, tanz nicht, denkt an Ohms  überlegt doch wo wir vor vor 8 Jahren standen etc.pp., bekommen haben wir wir aber nun wahrlich eine bittere Medizin.


Ich komm mir hier vor wie der Hund vor der Metzgerei mit denm Schild " Wir müssen draußen bleiben"


Man hat verabsäumt an der Systemrelevanz zu arbeiten, andere haben dies getan. so oder so, stattdessen hat man sich mit der eigenen Mittelmäßigkeit abgefunden. Und nicht mal die stellen wir derzeit dar.


Interessante Frage. Wie machen es die anderen?

Gegenfrage: kennst du die Situation beim BVB? Gazprom? Hanoi?
Meine Einschätzung ist die folgende:

BVB: noch immer ein Tanz auf der finanziellen Rasierklinge, abgemildert durch Mehreinnahmen infolge hervorragenden sportlichen Wirkens.

Gazprom: Systemrelevanz hin oder her - könnte man diesen Schuldenberg und die russische Nadel hier in Frankfurt verkaufen?

Hanoi: Abwarten. Im UEFA-Cup waren wir vor ein paar Jahren auch. Ganz ohne Kind.

Mainz: Auch da heißt es abwarten. Und auch hier ist sportlich einiges geleistet worden. Auch wenn der Hass immer groß ist, andere können auch was. Auch die Mainzer.

Für mich liegt das Grundproblem nach wie vor im sportlichen Bereich. Und nur da. Zweimal hat das Management größere finanzielle Anstrengungen unternommen, der Mannschaft einen Schub zu geben. Beide Male wurden von der sportlichen Leitung in den Sand gesetzt. Und da wundert ihr euch über einen Jahresverlust.
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FrankfurterBubb schrieb:

Schulden machen ist per se nichts schlechtes, solange man diese auch zurückzahlen kann und die Zinsen nicht zu hoch sind.

Verluste sind immer schlecht !!!
10 Mio EUR Verlust (oder auch 8-9) sind für eine Unternehmung von der Größe der SGE alarmierend.


Das sehe ich bzgl. eines Fußballvereins etwas anders. Ein Verlust ist immer kurzfristig, also auf eine Saison/Geschäftsjahr gesehen. Schulden hat man längefristig an der Backe, je nach Laufzeit. Und da sportlicher Erfolg nicht planbar ist, können längerfristige Verpflichtungen einem ganz schnell das Genick brechen.

Nochmal: Wir haben letzte Saison einen Verlust einkalkuliert, um den nächsten Schritt auf dem Weg in obere Tabellenregionen zu machen. Die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben haben wir vom Festgeldkonto bezahlt. Wir haben Geld investiert, was wir vorher angespart haben. Die Konsequenz ist nun, dass unser Festgeldkonto weniger aufweist, und sich die Investition nicht gelohnt hat.

Hätten wir aber nichts auf dem Festgeldkonto gehabt, sondern den Fehlbetrag bei der Bank aufgenommen und damit "den nächsten Schritt" bezahlt, hätten wir jetzt einen Kredit an der Backe der uns zusätzlich belasten würde, bei einem Kader der immer noch gutes Geld kostet aber viel weniger Einnahmen durch die zweite Liga, würde das unsere Situation nur verschlimmern.
Man hätte dann entweder weitere Schulden machen müssen, um den jetzigen Zustand zu erhalten, oder man hätte den Kaderumbruch schon im Sommer vollziehen müssen, d.h. Verkauf der wenigen guten Spieler die noch etwas einbringen, und Verpflichtung von Zweitligakickern mit entsprechend niedrigeren Gehältern.

Von daher kann man IMHO nicht sagen, dass eine negative Bilanz grundsätzlich schlecht ist. In unserem Fall (Festgeldkonto) ist ein Verlust viel einfacher planbar und verkraftbar als Schulden über längere Laufzeiten.

Mal abgesehen davon, wurde doch grade in den letzten Jahren gefordert dass endlich mal "die Schatulle aufgemacht" werden sollte. Da können wir froh sein, dass dieses Jahr immerhin noch soviel in der Schatulle drin zu sein scheint, dass wir eine gute Chance auf den Aufstieg haben.
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seventh_son schrieb:

Das ist richtig! Und warum tun wir das? Weil wir in das Ziel "Aufstieg" investieren. Was glaubst du, warum so viele (neue) Spieler kurze Vertragslaufzeiten haben? Wir gehen ins Minus, um den Aufstieg zu erzwingen. Geht das schief, ist das Geld weg, aber dann wird eben nicht weiter ins Minus gegangen, sondern es wird abgespeckt. Und zwar so, dass unser von den Kosten her Erstligakader an die realen Einnahmen angepasst wird, also zum Zweitligakader wird.

Solange der jetzige Kraftakt vom Festgeldkonto gedeckt ist und keine Schulden aufgenommen werden, ist die Strategie vertretbar. Wir sind strukturell immer noch auf erste Liga ausgerichtet und ein Schrumpfen auf Zweitliganiveau würde richtig weh tun. Da man es sich leisten kann, versucht man also in dieser Saison mit allen Mitteln wieder die Erstklassigkeit herzustellen. Gelingt das nicht, wird die "echte" Zweitklassigkeit hier einkehren. Aber da wird dann kein Stein auf dem anderen bleiben.


Das heißt, der Grund für unsere hohen Verluste ist, das unser Zweitligakader von den Kosten her ein Erstligakader ist, da stimmt doch schon etwas nicht.

Außerdem würde ich diese Kostenhypetese gerne noch auf die Funktionäre und den Trainer erweitern. Natürlich kenne ich auch hier die Bezüge nicht, kann mir aber gut vorstellen, dass das Gespann HB, BH, AV ebenfalls einen wesentlichen Teil der laufenden Kosten der SGE verursacht.
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Afrigaaner schrieb:
HeinzGründel schrieb:
@Seventh_Son

Ich schätze deine Beiträge außerordentlich. Kein Flachs. Dennoch eine Frage sei gestattet.
Wie machen das eigentlich andere Vereine? Vereine deren oberste Priorität nicht im " vernünftigen " wirtschaften besteht, sondern die den Schwerpunkt eher auf den sportlichen Erfolg setzen?

2 Abstiege sind doch ein bissi heftig in 8 Jahren.


Vereine wie der BVB, der im Jahre 2005 faktisch pleite war, Vereine wie Schalke die sich hemmungslos verschulden, was aber offensichtlich niemand kratzt, oder Vereine wie Hanoi und Mainz die doch nach der herrschenden Lehre längst an uns vorbeitreiben sollten..


Wir haben hier ja jahrelang was anders gepredigt bekommen, mach dies nicht mach das nicht, tanz nicht, denkt an Ohms  überlegt doch wo wir vor vor 8 Jahren standen etc.pp., bekommen haben wir wir aber nun wahrlich eine bittere Medizin.


Ich komm mir hier vor wie der Hund vor der Metzgerei mit denm Schild " Wir müssen draußen bleiben"


Man hat verabsäumt an der Systemrelevanz zu arbeiten, andere haben dies getan. so oder so, stattdessen hat man sich mit der eigenen Mittelmäßigkeit abgefunden. Und nicht mal die stellen wir derzeit dar.


Das ist genau mein Problem.

Das ist so wie bei manchen Menschen, die verprassen alles, während ich haushalte und am Ende des Tages, fahren, die die schöneren Autos, machen Urlaub überall auf der Welt, während ich nicht schlafen kann, weil ich mir Gedanken über die Zukunft mache.

Wir sparen und sparen und trotzdem fehlt eine horrende Summe. 10 Mio, da muss man schon ganz schön Fehler gemacht haben.


Die bzw. der Fehler, liegt doch ganz klar auf der Hand...DER ABSTIEG!!!
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Afrigaaner schrieb:
...
Wir sparen und sparen und trotzdem fehlt eine horrende Summe. 10 Mio, da muss man schon ganz schön Fehler gemacht haben.

Nö wieso? Wenn ich 5 Jahre lang jeden Monat was zur Seite lege und dann im 6. Jahr volle Kanne das zur Seite gelegte verprasse, weil ich dann WM in Südafrika ist und ich das unbedingt 5 Wocxhen lang miterleben will, dann hab' ich alles richtig gemacht.
Weil ich habe dann immer noch keine Schulden.....

Kommt wohl ein bißchen auf die Sichtweise drauf an.    
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HeinzGründel schrieb:
@Seventh_Son

..... Ich komm mir hier vor wie der Hund vor der Metzgerei mit denm Schild " Wir müssen draußen bleiben".....



Das Schild hat sich die Eintracht selbst umgehängt!

Nur sollten wir nicht zur Selbstdisziplin sublimieren, was womöglich Schwächen an unternehmerischer Zielsetzung und wohl auch Mangel an Mut und Entschlossenheit waren.
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WuerzburgerAdler schrieb:
HeinzGründel schrieb:
@Seventh_Son

Ich schätze deine Beiträge außerordentlich. Kein Flachs. Dennoch eine Frage sei gestattet.
Wie machen das eigentlich andere Vereine? Vereine deren oberste Priorität nicht im " vernünftigen " wirtschaften besteht, sondern die den Schwerpunkt eher auf den sportlichen Erfolg setzen?

2 Abstiege sind doch ein bissi heftig in 8 Jahren.


Vereine wie der BVB, der im Jahre 2005 faktisch pleite war, Vereine wie Schalke die sich hemmungslos verschulden, was aber offensichtlich niemand kratzt, oder Vereine wie Hanoi und Mainz die doch nach der herrschenden Lehre längst an uns vorbeitreiben sollten..


Wir haben hier ja jahrelang was anders gepredigt bekommen, mach dies nicht mach das nicht, tanz nicht, denkt an Ohms  überlegt doch wo wir vor vor 8 Jahren standen etc.pp., bekommen haben wir wir aber nun wahrlich eine bittere Medizin.


Ich komm mir hier vor wie der Hund vor der Metzgerei mit denm Schild " Wir müssen draußen bleiben"


Man hat verabsäumt an der Systemrelevanz zu arbeiten, andere haben dies getan. so oder so, stattdessen hat man sich mit der eigenen Mittelmäßigkeit abgefunden. Und nicht mal die stellen wir derzeit dar.


Interessante Frage. Wie machen es die anderen?

Gegenfrage: kennst du die Situation beim BVB? Gazprom? Hanoi?
Meine Einschätzung ist die folgende:

BVB: noch immer ein Tanz auf der finanziellen Rasierklinge, abgemildert durch Mehreinnahmen infolge hervorragenden sportlichen Wirkens.

Gazprom: Systemrelevanz hin oder her - könnte man diesen Schuldenberg und die russische Nadel hier in Frankfurt verkaufen?

Hanoi: Abwarten. Im UEFA-Cup waren wir vor ein paar Jahren auch. Ganz ohne Kind.

Mainz: Auch da heißt es abwarten. Und auch hier ist sportlich einiges geleistet worden. Auch wenn der Hass immer groß ist, andere können auch was. Auch die Mainzer.

Für mich liegt das Grundproblem nach wie vor im sportlichen Bereich. Und nur da. Zweimal hat das Management größere finanzielle Anstrengungen unternommen, der Mannschaft einen Schub zu geben. Beide Male wurden von der sportlichen Leitung in den Sand gesetzt. Und da wundert ihr euch über einen Jahresverlust.


@WA

Nein. Der Verlust wundert mich nicht im geringsten. Ich habe aufmerksam Zeitung gelesen in den letzten Wochen.  Aber mäglicherweise andere Schlußfolgerungen gezogen. Ich bin ja alt ,-)

Im übrigen warte ich ab. Was bleibt einem denn übrig?

Auch mir ist bewußt, das die Voraussetzungen woanders möglicherweise besser sind, dennoch sollte man wie Du richtig schreibst, mal anerkennen, dass woanders eben auch gut gearbeitet wird. Man ist hier nicht im Besitz der allein selig machenden Weisheit, auch wenn das so mancher glaubt.


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