Bruch in der Frankfurter Fan-Szene ?

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Moinsen !

Bitte nicht gleich den Kopf schütteln und mich verdammen, ich möchte mit diesem Thread nur die aktuellen Geschehnisse verstehen können.

Ich lese im Flyer der UF von Stadionverboten, das Thema Thurk ist auch so gut wie jedem bekannt. Dann lese ich auch, dass dazu aufgerufen wird, die U23 zu supporten, gegen die "langweiligen Spiele der Profis", abseits vom Kommerz und Pay-Clever.

Ich möchte hier keine Einzelheiten von Leuten rauslocken, das steht mir absolut nicht zu. Dennoch möchte ich versuchen zu verstehen, warum ich obiges lese.

Sind "nur" (bitte nicht falsch verstehen !)  die Stadionverbote ausschlaggebend für die aktuelle Haltung ? Was spricht von Seiten der UF gegen den so oft betitelten "Kommerz" (Achtung: Ich bin KEIN Befürworter der Kommerzialisierung und Medialisierung des Fußballs !) ? Ist die Repression gegen Fußball-Fans so krass ? Und wenn ja, in welcher Form ? Was muß geschehen, damit sich die Haltung wieder ändert ?

Ich möchte mich vor allem mit dieser Diskussion von solchen lösen, wie die Frage nach einer Choreo gegen Kopenhagen. Da wird vorschnell von Leuten verurteilt, was ich nicht gerechtfertigt finde, insbesondere wenn man keine Ahnung von Strukturen hat, wie sie etwa die UF besitzen. Das ich hier auch keinen wirklich Einblick gewinnen werde, das ist mir relativ klar. Dennoch würde ich mich freuen, wenn ich auf die eine oder andere, oben gestellte Frage eine ansatzweise diskussionswürdige Antwort erhalten könnte. Eben, um zu verstehen.

Nochmals: ich will hier niemandem ans Bein pissen, keinen Fans, den UF nicht, NIEMANDEM ! Ich bin einfach nur erschüttert darüber, dass scheinbar kräftige Fangruppierungen unter bestimmten Maßnahmen leiden müssen und sich dadurch Spaltungen ergeben.

Bestes wünscht

Ben.
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BenAmApple schrieb:
Moinsen !

Sind "nur" (bitte nicht falsch verstehen !)  die Stadionverbote ausschlaggebend für die aktuelle Haltung ?  


ich tippe auf den berühmten letzten tropfen, der das fass zum überlaufen bringt.
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Da mich diese Frage auch beschäftigt und sie bisher nur am Rande in Freds zu eigentlich anderen Themen diskutiert wird, hier nochmal mein Beitrag aus einem dieser Freds:

Aha, es geht also um die Kommerzialisierung des Fußballs im Allgemeinen. An sich eine in weiten Teilen unterstützenswerte Sache. Nur glaube ich nicht, dass sich durch den Rückzug von ein paar Ultras langfristig etwas andern wird bzw. aufhalten läßt.

Gezielt und unter Einbezug der gesamten Fanszene gegen bestimmte Entwicklungen vorgehen und protestieren wäre angesagt! Aber wenn der Protest wirklich nur durch das Fernbleiben der Ultras von den Bundesligaspielen zum Ausdruck gebracht werden soll, dann hat das imho keinerlei Aussicht auf Erfolg!

Es werden meiner Meinung nach ein Großteil der Ultras ohnehin weiter zu den Spielen gehen, wenn auch womöglich "under cover". Zudem würden über kurz oder lang zwar neue Strukturen in der Kurve entstehen, schweigen jedoch wird die Kurve niemals. Ob mit oder ohne Ultras! Das tat sie früher, vor den Ultra-Zeiten nicht und das wird sie auch post Ultra nicht tun, sollte es tatsächlich dauerhaft so weit kommen.

Martin folgte auf den "Seemann" und auch auf Martin wird früher oder später jemand folgen, der sich berufen sieht, die Stimmung in der Kurve zu koordinieren. Es werden sich neue Gruppen und Wege finden, die Choreos zu organisieren und es gibt ausreichend kreative Köpfe außerhalb der UF, um unser Liedgut weiter zu entwickeln.

Sicherlich würde es kurzzeitig zu einer leichten orientierungslosigkeit in der Kurve kommen, aber sterben wird sie nicht. Niemals!

Ganz ehrlich, wenn das oben Geschriebene der tatsächliche Hintergrund sein sollte und dies auch konsequent umgesetzt würde, dann hat das für mich nichts mehr mit Protest zu tun. Ihr hättet in meinen Augen schlicht und ergreifend kapituliert! Dann waren alle Proteste, aller Einsatz in der Vergangenheit umsonst.

Aber um zu diesem Schluss zu gelangen, bedarf es zunächst wohl der Einsicht, dass die Ultras nicht die Kurve sind. Wenn unser Spiel am Samstag tatsächlich ohne die UF stattfinden sollte, werdet Ihr bereits dort den eindeutigen Beleg dafür erhalten! Denn wir sind dort 5000 Frankfurter und werden die Bude rocken.

Wie gesagt, alles unter Vorbehalt, da ich nicht sagen kann, ob dies alles den Tatsachen entspricht, dies eine einmalige oder eine dauerhafte Aktion ist etc. etc. . Aber es kann oder will sich ja offenbar niemand dazu äußern, der die näheren Hintergründe kennt. Von daher bleibt viel Platz für Spekulationen. Nur vorstellen kann ich es mir ehrlich gesagt nicht. Der ersten Mannschaft fernbleiben? Im Lebe net!

Die Eintracht ist eine Lebenseinstellung, eine Religion! Ich war bisher der Überzeugung, dass dies auch oder grade bei den Ultras so sei. Sollte diese Aktion nun wirklich bis zum bitteren Ende in dem Maße durchgezogen werden, dann war der Ultragedanke in erster Linie wohl doch eine Philosophie, die mit "Fansein" und Fußball wenig zu tun hatte. Eher ein zelebrieren ihrer selbst und ihrer Ideale, unabhängig von der Mannschaft.

Ich jedenfalls werde immer zur Eintracht gehen, meinen Protest gegen sinnlose Regeln und Neuerungen, sowie übertriebene Kommerzialisierung und Schikane weiterhin in geeigneter Form zum Ausdruck bringen und meine Mannschaft nach allen Kräften unterstützen. Allerdings ohne dabei die Augen vor der Realität zu verschließen oder gar zu kapitulieren!

Mit einem kompletten Rückzug trefft Ihr niemanden, außer Euch selbst!

Meine Meinung und immer noch auf eine genauere Erklärung hoffend.



Dies war meine Reaktion auf folgenden Beitrag:


Zum Thema Boykott:

Logisch wollen die, daß wir zu Hause bleiben und die Arenen nur von Hampelmann-Publikum besucht werden. Aber was bringt es zu sagen "Wir müssen für unsere Freiräume kämpfen", wenn wir die längst hergegeben haben? Wir haben den Kampf gegen den Kommerz verloren, nur will sich das keiner eingestehn. Die Bundesliga hat schon lange nix mehr mit Fußball zu tun.

Meiner Meinung nach sollten die großen Gruppen in Deutschland lieber konsequent sein, mit erhobenem Haupt ihre Banner abhängen und geschlossen die Kurven verlassen, als weiterhin auf Teufel komm raus ihr Fan/Hooligan/Ultra-Dasein am Leben zu halten, das ja eh nur noch ein Abklatsch alter Tage ist, und abzuwarten, bis die Fußballmafia DFB mit ihren Knechten in grüner Uniform auch noch den letzten sich verzweifelt-aufbäumenden Widerstand mittels Stadionverboten und Auflagen niederdrückt.

Der Zauber unserer alten Eintracht ist schon lange nicht mehr im Stadtwald zu finden. Aber die Faszination ist nicht tot, sie lebt - das war am Sonntag im Gorschelschwenker mehr als deutlich zu spüren. Zeigt dem Kommerz den Stinkefinger und verlasst die Nordwest mit erhobenem Kopf, bevor ihr vor der der EF Fußball AG niederkniet und darum bettelt einen "Fahnenpaß" für eure Schwenkfahne zu bekommen oder die Erlaubnis das Hohes C-Trinkpäckchen von eurem kleinen Sohn bei der Leibesvisitation am Bahnhof Sportfeld behalten zu dürfen.
Seid euch selbst treu, nicht irgendwelchen Vereins****n wie Amanatidis oder Thurk und verlagert die Schauplätze zu den Amateuren oder zum gruppeninternen "Public Viewing" à la Sonntagnachmittag.
Mit dem Fußball ist momentan leider zu viel Geld zu verdienen. Daran können wir nicht viel ändern, wir können das Erlebnis Stadionbesuch aber unattraktiv machen, wenn wir unsere Chöre zum Schweigen bringen. Sollen sie den Anton aus Tirol und die Love Generation doch in Endlosschleife laufen lassen.

Keiner kann in die Zukunft blicken, aber die Vergangenheit beweist, das jede Mode irgendwann ein Ende hat. Und jeder hochgepushte noch so rentable Markt sürzt irgendwann mal in sich zusammen wie ein Kartenhaus. Wollen wir hoffen, daß sich der Reibach mit unserem Sport in ein paar Jahren nicht mehr lohnt. (Dann sind auch die Stadionverbote ausgelaufen.)
Bis dahin gilt es den Zusammenhalt zu stärken und Kräfte zu sammeln, so daß sich dem geldgeilen System, das unsere Kultur zerstören will, irgendwann ein Heer von Fußball-Liebhabern entgegenstellen wird, das stärker sein wird, als es jemals war. Das wird der Tag sein, an dem wir unseren Sport zurückholen, das fabelhafte Gekicke mit dem runden Leder, das schon unsere Väter so begeistert hat.

Im Geist der Frankfurter Eintracht von 1899 und in Erinnerung an all die schönen, unvergessenen Momente im G-Block und auf der Gegengerade.

Gegen den modernen Profisport! Für den Fußball, wie wir ihn kennen- und liebengelernt haben!



Wenn man diesem Beitrag Glauben schenken kann und es tatsächlich in erster Linie um einen Protest gegen den fortschreitenden Kommerz oder irgendwelche Animositäten gegen die Vereinsführung geht, dann habe ich dafür kein Verständnis und es gilt meine Ausführung von oben.

Sollte es "nur" um die SVs gehen, dann habe ich zwar ein gewisses Verständnis für das Fernbleiben derer, die sich mit den SV´lern solidarisieren, einen Erfolg sollte sich davon aber niemand versprechen. Es wird schlicht und ergreifend niemand als solchen wahrnehmen, wenn Ihr mich fragt!
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Die Antwort auf das Posting von Schobberobber kling für mich nach Resegnation.
Für mich stellt sich lediglich die Frage, wieso gerade jetzt?
Es war doch für uns alle klar, dass nach der WM der Fußballhyp durch die Stadien zieht. Jeder wusste, dass der Fußball nach der WM ein noch größeres Vermartungspotential besitzt und dieses auch genutzt wird.
Kommerzialisierung trifft uns doch heute nicht mehr nur bei Fußball.

Es gibt kaum noch bereiche, in denen die Kommerzialisierung nicht stattfindet.

Daher stellt sich für mich die Frage, wieso gerade jetzt resigniert wird?
Alles was die Mannschaft im letzten Jahr erreicht hat, hat sie auch uns (der gesamten Kurve, vom Rentner bis zum Hosenscheißer, vom Prof. bis zum Hartz IV-Empfänger) zu verdanken.

Nach Jahrelang gekämpft wurde, wird jetzt einfach aufgegeben, mit der Begründung es ist ein Kampf gegen Mindmühlen?

Ich möchte die Stadionverbotsproblematik hier nicht mit aufführen, denn darüber wurde genug diskutiert (insbesonder wann ein Stadionverbot gerechtfertig ist und wann nicht).

Allerdings lässt mir die Aussage eines italienischen Freundes (ältere User kennen ihn noch unter dem Namen Cinzano) keine Ruhe.
Er sagte mir mal, "ein Ultra steht immer zu seinem Verein. Er unterstützt seinen Verein auch wenn es scheiße läuft. Ultrasein ist keine Einstellung, es ist ein Lebensgefühl, welches in der Liebe zum Verein seine Wurzeln hat."

Wenn ich diese Aussage zu Grunde lege, frag ich mich, ob der Weg der Resegnation der richtige ist?
Wenn man davon ausgeht, dass die Protestler unsere EIntracht nicht nur als Bühne nutzen möchten um ihre Lebenseinstllung darzustellen, sondern auch ihnen der Verein am Herzen liegt, wie jedem anderen in der Kurve auch (und davon gehe ich schwer aus), ist Resegnation doch der falsche Weg.
Spieler kommen und Spieler gehen. AUfsichtsratmitglieder und Vorstandsvorsitzende kommen und gehen ebenfalls. Auch der Erfolg kommt und geht, aber das was immer bleib sind wir, die wahren Fans.

Und Fans lassen sich doch nicht von ein paar Personen, die in den nächsten Jahren vielleicht gar nicht mehr hier sind, einfach so ihre Herzensangelegenheit klauen.

Solange wir alle noch für das stehen, was Fußball bedeutet und geschlossen in der Kurve stehen, kann uns der Kommerz nicht anhaben. Dann sollen eben jetzt mehr Zuschauer kommen, die den Fußball als Event sehen und für die wir kostenlose Unterhaltung sind.

Wichtig ist doch nur, dass es den wahren Fans, die auch in schweren Zeiten zum Verein stehen, bewußt ist, worum es geht. Seine Mannschaft zu unterstützen, mit ihr Freud und Leid zu teilen, Erfolge zu feiern und Niederlagen gemeinsam zu überwinden.
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Ich glaube, man missdeutet die oben zitierten Aussagen der Ultras, wenn man sie als Protest begreift. Ich versteh sie vielmehr als Resignation, was den "real existierenden Bundesligafussball" angeht. Und wenn ich mich dieser Haltung auch (noch?) nicht anschließen kann und will - verstehen kann ich sie schon. Ich denke auch nicht, dass ich mich damit einer "früher war alles besser" Nostalgie hingebe. Die Entwicklungen der letzten Zeit geben der Sache eine neue Qualität. Bundesligafussball reiht sich ein in die Eventkultur, sicher, sauber, brav. Marketingmanager optimieren etwas, was keiner Optimierung bedarf, und zerstören es dabei. Fussball war immer auch der Freiraum für, durchaus auch aggressive, Emotionen. die in der auf Funktionieren geeichten Gesellschaft keinen Platz mehr fanden. Jetzt stülpen sie dieses Funktionieren auch auf den Fussball, und nehmen ihm seine Einzigartigkeit. "Es gibt kein richtiges Leben im falschen"- der alte Pessimist Adorno hat wieder mal recht.    
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stefank schrieb:
Und wenn ich mich dieser Haltung auch (noch?) nicht anschließen kann und will - verstehen kann ich sie schon.    


Das unterschreibe ich.
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Zu der SV-Problematik, gerechtfertigt, oder nicht, muss man sich nicht mehr äussern. Die Regeln sind härter geworden, ob nun zu Recht, oder Unrecht, ob gut oder schlecht, ob gewollt oder ungewollt, ändert nichts an der Verschärfung, also muss ich sie erkennen, das für mich maximale ausreizen und sehen wie ich für die Zukunft evtl. besseres rausholen kann, bzw. den weiterführenden Zielen Einhalt gebieten kann.
Die Diskussion an sich, dreht sich so oder so im Kreis. Auf der einen Seite Politik, Polizei, Kommerz, die an krassen Vergehen, die es leider immer wieder gibt, vorweisen das SV´s notwendig und berechtigt sind, auf der anderen Seite Fans/Ultras & co, die an masslos übertriebenen Beispielen zeigen wie dämlich und falsch Stadionverbote sind. Beide Seiten lassen die unbequemen Fakten unter den Tisch fallen, beide haben Recht, die Fronten verhärten sich weiter und eine Seite sitz am längeren Hebel. Gratulation, bringt nix, hört sich aber gut an.

So kompliziert wie sich das alles anhört, ist es in meinen Augen eigentlich nicht. Wenn morgen 500, 1000, 1500 oder sonstwieviele aus der Kurve wegbleiben, dann werden die nächsten beim nächsten DK Verkauf nachrücken. Nen leeren Block in der West werden wir sicher nicht so schnell vorfinden. Ob die Supportqualität dadurch gleich bleibt, besser oder schlechter wird ist mir persönlich nichts anderes wie der normale Gang der Dinge. Wir hatten in den letzten 32 Jahren supporttechnich immer bessere und schlechtere Jahre, so wird es auch die nächsten Jahre weiter gehen. Ich würde eine Stagnation sehr bedauern, aber ich gehe weiter hin, so wie es viele tausende auch tun.

Vieles was Ultras oder sonstige Vereine, Vereinigungen,Gruppiereungen sich seit 3 - 5 - 7 oder 10 Jahren auf Ihre Fahnen schreiben, das leben wie ich selbst, viele weitere abertausende. Wir gehen zu unserer Eintracht, in guten wie in schlechten Zeiten, denn Eintracht ist Eintracht. Holy Ground, Adler, SGE, Waldstadion, der Geist von allem, die alten und die neuen Lieder, viele Fahnen, wenige Fahnen, grosse & kleine, volles Haus oder 10.000 scheissegal, hin, erleben, Eintracht fühlen.

Dann am Rande noch was ganz anderes: Wenn wir mit 20.000 Frau/Mann die gesamte West per DK aufkaufen, dann können die werben, verkaufen, machen was sie wollen, dann singen wir unsere Lieder, dann können wir deren Werbung weiter ignorieren, dann können wir deren sch.... Würstchen vergammeln lassen, dann können wir uns auf Parkplätzen oder sonstwo rund ums Stadion treffen und unser Feeling Eintracht friedlich, fröhlich weiterleben. Wir dürfen uns eben keine Kerbe ins eigene Holz schlagen, dann bekommen die uns da nicht weg. Mich persönlich so oder so nicht. Ich gehe jeglichem Stress aus dem Weg, boykottiere alle Art von new age Kommerz, verbringe jede mögliche Minute im und ums AStadion herum und sauge alles rund um die Faszination Eintracht herum auf, was ich kriegen kann.

Sooo schlecht und unehrlich ist der Fussball den ich die letzten 3 Jahre von der Eintracht bekommen habe nicht. Einen Frankfurter Thurk, einen Ama und andere weg zu wünschen, zu beschimpfen, das masse ich mir nicht an. Wen ich nicht ab kann, den ertrage ich eben und hoffe das er bald wieder weg ist. Ich bin mit Leib und Seele Eintracht Fan, aber ich bin es freiwillig und wenn mir was nicht passt, dann muss ich damit klar kommen, denn Entscheidungen rund um die Eintracht fälle ich eben nicht, ich fälle nur Entscheidungen rund um mich. Ob ich ohne Eintracht könnte, das bezweifle ich, aber ich bin 100 % sicher, die Eintracht würde es nicht mal merken wenn ich weg wäre.

Ich bedaure vieles rund um den Fussball wie er heute ist, ich lehne mich gegen in meinen Augen falsche Änderungen soweit ich das kann auf, aber ich verzieh mich nicht und schmeiss meine Lebenseinstellung auf die Eintracht bezogen weg, ebne anderen die Möglichkeit an meine Stelle im Stadion zu treten und setz mich schmollend in die Ecke. Dann würde ich mir nicht gerecht werden, ich würde meiner propagierten Liebe nicht gerecht werden.

Ich bin allerdings auch über viele Entwicklungen hoch erfreut, über den Erhalt unseres Standortes Frankfurt Waldstadion, auch wenn´s anders über dem Eingang steht, über das enger zusammen rücken vieler Fans durch kommunikationsmöglichkeiten wie i-net, über die Diskussionsplattform insgesamt, weil sie in meinen Augen viel Unheil abwenden, aggressionen kanalisieren hilft, über unsere Mannschaft, das wir wieder international mitspielen dürfen, in einem Finale standen, aufgestiegen sind und die Klasse halten konnten, unser Image sich verbessert hat, unsere Kurve europaweit Anerkennung findet und vieles mehr. Jetzt umdrehen und weg gehen? Niemals, nicht heute, nicht morgen.

Bruch in der Fan Szene? Nein, ein weiterer Wandel vielleicht, wie es schon etliche gab und es noch etliche geben wird.

Ps.: An alle die zu Unrecht mit Stadionverbot belegt wurden, es tut mir verdammt leid, es schmerzt mich. An alle die zu Recht mit Stadionverbot belegt wurden, überlegt Euch was Ihr Euch selbst, der Fankultur, dem Verein und allem was dran hängt angetan habt, vor allem wie viele unschuldige Ihr in Eurem Strudel immer wieder mitreisst.
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@ lt-Commander:

Respekt, bestens ausgedrückt!
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Ist es nicht paradox zu behaupten, dass die Erstligamannschaft keine Unterstützung verdient hat, (fast) die gleiche Mannschaft für die einige Monate zuvor mit viel Aufwand eine grandiose Choreo in Berlin inszeniert wurde?

Jede Fußballmannschaft, die auf dem Platz Vollgas gibt, hat Unterstützung verdient.

Ist der Fußball in unterklassigen Ligen denn tatsächlich so viel "ehrlicher"? Naiv ist, wer glaubt, dass etwa in der Oberliga das Salär keine Rolle spielt. Außerdem: Träumen unsere U23 Spieler nicht auch vom großen Geld und Erfolg in der Bundesliga? Sicher tun sie das! Und das ist gutes Recht. Nicht nur das, es wäre schlimm, sie es mangels Ehrgeiz nicht tun würden.

In unserer Gesellschaft denken wahrscheinlich 99 % aller Menschen kommerziell. So ist das eben im Kapitalismus. Wem das nicht passt, der muss sich dem Kommunismus oder der Antifa anschließen...

Die "kleine" Eintracht zu unterstützen ist klasse. Der Profimannschaft dafür den Rücken zuzukehren, das kann ich in keinster Weise nachvollziehen.

Das Kapitel (willkürliche) Stadionverbote steht in einem anderen Buch. Den Zusammenhang durch die zunehmende Kommerzialisierung kann ich nicht erkennen. Das Argument, man wolle ausschließlich "Eventpublikum" im Stadion, hinkt nicht nur, es hat keine Beine mehr und rollt über die Gasse, denn:

- jeder Funktionär weiß, dass sich Fußball schlecht vermarkten lässt, wenn keine Stadionatmosphäre vorhanden ist
- beim Neubau des Stadions wären andernfalls keine Stehplätze eingeplant worden
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@lt.commander

Sehr schön geschrieben und eigentlich alle wichtigen Aspekte auf den Punkt gebracht!
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lt.commander schrieb:
Zu der SV-Problematik, gerechtfertigt, oder nicht, muss man sich nicht mehr äussern. Die Regeln sind härter geworden, ob nun zu Recht, oder Unrecht, ob gut oder schlecht, ob gewollt oder ungewollt, ändert nichts an der Verschärfung, also muss ich sie erkennen, das für mich maximale ausreizen und sehen wie ich für die Zukunft evtl. besseres rausholen kann, bzw. den weiterführenden Zielen Einhalt gebieten kann.
Die Diskussion an sich, dreht sich so oder so im Kreis. Auf der einen Seite Politik, Polizei, Kommerz, die an krassen Vergehen, die es leider immer wieder gibt, vorweisen das SV´s notwendig und berechtigt sind, auf der anderen Seite Fans/Ultras & co, die an masslos übertriebenen Beispielen zeigen wie dämlich und falsch Stadionverbote sind. Beide Seiten lassen die unbequemen Fakten unter den Tisch fallen, beide haben Recht, die Fronten verhärten sich weiter und eine Seite sitz am längeren Hebel. Gratulation, bringt nix, hört sich aber gut an.

So kompliziert wie sich das alles anhört, ist es in meinen Augen eigentlich nicht. Wenn morgen 500, 1000, 1500 oder sonstwieviele aus der Kurve wegbleiben, dann werden die nächsten beim nächsten DK Verkauf nachrücken. Nen leeren Block in der West werden wir sicher nicht so schnell vorfinden. Ob die Supportqualität dadurch gleich bleibt, besser oder schlechter wird ist mir persönlich nichts anderes wie der normale Gang der Dinge. Wir hatten in den letzten 32 Jahren supporttechnich immer bessere und schlechtere Jahre, so wird es auch die nächsten Jahre weiter gehen. Ich würde eine Stagnation sehr bedauern, aber ich gehe weiter hin, so wie es viele tausende auch tun.

Vieles was Ultras oder sonstige Vereine, Vereinigungen,Gruppiereungen sich seit 3 - 5 - 7 oder 10 Jahren auf Ihre Fahnen schreiben, das leben wie ich selbst, viele weitere abertausende. Wir gehen zu unserer Eintracht, in guten wie in schlechten Zeiten, denn Eintracht ist Eintracht. Holy Ground, Adler, SGE, Waldstadion, der Geist von allem, die alten und die neuen Lieder, viele Fahnen, wenige Fahnen, grosse & kleine, volles Haus oder 10.000 scheissegal, hin, erleben, Eintracht fühlen.

Dann am Rande noch was ganz anderes: Wenn wir mit 20.000 Frau/Mann die gesamte West per DK aufkaufen, dann können die werben, verkaufen, machen was sie wollen, dann singen wir unsere Lieder, dann können wir deren Werbung weiter ignorieren, dann können wir deren sch.... Würstchen vergammeln lassen, dann können wir uns auf Parkplätzen oder sonstwo rund ums Stadion treffen und unser Feeling Eintracht friedlich, fröhlich weiterleben. Wir dürfen uns eben keine Kerbe ins eigene Holz schlagen, dann bekommen die uns da nicht weg. Mich persönlich so oder so nicht. Ich gehe jeglichem Stress aus dem Weg, boykottiere alle Art von new age Kommerz, verbringe jede mögliche Minute im und ums AStadion herum und sauge alles rund um die Faszination Eintracht herum auf, was ich kriegen kann.

Sooo schlecht und unehrlich ist der Fussball den ich die letzten 3 Jahre von der Eintracht bekommen habe nicht. Einen Frankfurter Thurk, einen Ama und andere weg zu wünschen, zu beschimpfen, das masse ich mir nicht an. Wen ich nicht ab kann, den ertrage ich eben und hoffe das er bald wieder weg ist. Ich bin mit Leib und Seele Eintracht Fan, aber ich bin es freiwillig und wenn mir was nicht passt, dann muss ich damit klar kommen, denn Entscheidungen rund um die Eintracht fälle ich eben nicht, ich fälle nur Entscheidungen rund um mich. Ob ich ohne Eintracht könnte, das bezweifle ich, aber ich bin 100 % sicher, die Eintracht würde es nicht mal merken wenn ich weg wäre.

Ich bedaure vieles rund um den Fussball wie er heute ist, ich lehne mich gegen in meinen Augen falsche Änderungen soweit ich das kann auf, aber ich verzieh mich nicht und schmeiss meine Lebenseinstellung auf die Eintracht bezogen weg, ebne anderen die Möglichkeit an meine Stelle im Stadion zu treten und setz mich schmollend in die Ecke. Dann würde ich mir nicht gerecht werden, ich würde meiner propagierten Liebe nicht gerecht werden.

Ich bin allerdings auch über viele Entwicklungen hoch erfreut, über den Erhalt unseres Standortes Frankfurt Waldstadion, auch wenn´s anders über dem Eingang steht, über das enger zusammen rücken vieler Fans durch kommunikationsmöglichkeiten wie i-net, über die Diskussionsplattform insgesamt, weil sie in meinen Augen viel Unheil abwenden, aggressionen kanalisieren hilft, über unsere Mannschaft, das wir wieder international mitspielen dürfen, in einem Finale standen, aufgestiegen sind und die Klasse halten konnten, unser Image sich verbessert hat, unsere Kurve europaweit Anerkennung findet und vieles mehr. Jetzt umdrehen und weg gehen? Niemals, nicht heute, nicht morgen.

Bruch in der Fan Szene? Nein, ein weiterer Wandel vielleicht, wie es schon etliche gab und es noch etliche geben wird.

Ps.: An alle die zu Unrecht mit Stadionverbot belegt wurden, es tut mir verdammt leid, es schmerzt mich. An alle die zu Recht mit Stadionverbot belegt wurden, überlegt Euch was Ihr Euch selbst, der Fankultur, dem Verein und allem was dran hängt angetan habt, vor allem wie viele unschuldige Ihr in Eurem Strudel immer wieder mitreisst.




Respekt! Darauf kann man mit allem anstoßen, mit Single Malt, Boni, am besten aber doch Äppler! AK
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Kann dem von Schobberobber72 und lt.commander auch nur zustimmen, sehr gut geschrieben und spiegelt meine Meinung zu 99% sicher wieder *daumenhoch*
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@lt.commander

Super Beitrag!  
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also was man hier so liest gleicht so bissi krieg der sterne .

in der hauptrolle P.F. als darth vader.
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Also ich denke mit einer der Knackpunkte ist die Kommerzialisierung.
Die Frag ist nur was ist sie genau und was ist die genau und wann hat sie begonnen?

Sind es wirklich die Eventbesucher, die auf Grund der WM jetzt in die Stadien stürmen (und nur wegen der WM kann das auch nicht sein, denn Wolfsburg bleib, trotz WM-Boom leer) und die daraus resultieren Geldmacherrein (u.a. die Ablösung von privaten Ständen durch Großcaterer)? Denn dieses Phänomen haben wir nicht nur im Fußball, wie hier nachzulesen.
Hat das ganze nicht seine Wurzln schon in der Vergangenheit?
Vielleicht hat die Kommerzialisierung bereits mit dem Verkauf der ersten Fanartikel begonnen, vielleicht mit der ersten Trikotwerbung.
Auch könnte es sein, dass Fußball erst durch Vertragsprofis zur Ware geworden und Vereine zu Wirtschaftsunternehmen geworden sind.

Oder wurde die Seele des Fußballes erst durch das Pay-TV verkauft.

Und haben wir nicht alle etwas dazu begetragen?

Sind wir aber nicht alle stolz drauf mit 2000 Mann oder mehr zu Auswärtsspielen zu fahren und die Bude zu rocken? Oder wollen wir wirklich, wie Ende der 80er nich üblich mit 150-300 Mann Auswärts nach Hannover fahren?
SInd nicht einge von uns erst durch die Berichterstattung überhaupt zum Fußball gekommen und sind wir nicht alle etwas stolz, dass mittlerweile wieder kleine Kinder stolz das EIntrachttrikot im Sportunterricht tragen und nicht wie vor ein paar Jahren noch das Bayerntrikot?

Tragen die, die jetzt das Stadion boykottiren wollen nicht auch zur weiteren Kommerzialisierung bei, indem sie, in Kneipen, gemeinsam, Arena schauen?

Oder spielt etwa alls zusammen?

Vielleicht sollten erstmal diese Fragen geklärt werden.

EInes ist klar, der Medienhyp ist größer als früher, aber schon in der Vergangeheit, hat Fußball den größten Teil in Sportsendungen ausgemacht.
Auch gibt es heute wesentlich mehr Fanartikel, ob das unbedingt schlecht ist wage ich zu bezweifeln.
Klar ist, dass eine Elf von heute nur schwer mit den "Amateurmannschaften" von damals zu vergleichen ist. Damals konnte man eben als Profi nicht das große Geld machen. Da hat man eben noch nen "ordentlichen" Beruf gelernt und Fußball nebenbei gespielt und war somit dem Verein treuer.

Aber hat nicht auch unser Anspruch, guten Fußball, mit Stars, der Traum nach Titeln usw. dazu beigetragen, dass der Fußball überhaupt als Ware dienlich war?

Vielleicht sollten erstmal diese Fragen geklärt werden
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Bin kein Freund des Forums und habe auch keine Zeit und Lust viel zu lesen, ich möchte jedoch einfach mal ein paar Sachen in die Runde werfen, die für mich eine Rolle spielen.
1. Gegen Stadionverbote zu sein heisst nicht generell dagegen zu sein. Jeder, der mal scheisse baut und dann die Quittung bekommt wird dies einsehen! Es geht jedoch nicht, dass die Polizei ein Ermittlungsverfahren aus dem Boden stampft, dass sie niemals halten kann um ein Stadionverbot aussprechen kann. So bleiben mindestens 1 1/2 Jahre Stadionverbot. Am Ende kommt es evtl zu einer Einstellung des Verfahrens mit Ermahnung, und nichtmal das Rechtfertigt 100% das Aufheben eines Stadionverbotes.
Einer Grundsätze einer Demokratie ist die Unschuldvermutung. Angeklagte sind Unschuldig bis die Schuld erwiesen ist. Hier wird die Unschuldvermutung ausser Kraft gesetzt. Man ist von vorneherein schuldig und irgendwann, wenn man Glück hat wird man wieder unschuldig und hat die Strafe bereits gehabt. Es ist, wie wenn du zum Zahnarzt gehst, er dir alle Zähne zieht um zu schauen ob die Wurzel okay ist, sagt "okay alles gesund" und du ein Gebiss zahlen musst, weil die Zähne weg sind! Es sind demokratische Grundsätze, die hier einfach nicht beachtet werden. Das Hausrecht greift hier zwar rein, aber ich denke ein Stadion ist schon eine Art halböffentlicher Platz und eine willkür wie diese ist unangemessen.
2. Stadionverbote wegen Personalienaufnahmen kann niemand rechtfertigen, wie kann das gehen? Fast von jedem werden mal die Personalien augenommen.
3. Die EIntracht, insbesondere Bruchhagen benimmt sie wie das letzte A....... in der Sache. Ich respektiere seine wirtschaftliche Arbeit, aber er hat kein Herz für Verein und Fans. Ihm ist es egal, wenn die Jungs aus den genannten Gründen draussen bleiben, er begrüßt es noch. Es geht nur um Kunden, mehr nicht. Allerdings ist es eines von vielen DIngen in der Vergangenheit. Die letzten Choreographien wurden von der Eintracht benutzt um Werbung mit den Fans zu machen, davor die Jahre gab es auch Choreos, die wurden nie gezeigt, nie wurden die eigenen Fans positiv dargestellt. Nur die negativen Schlagzeilen wurden vom Verein hochgespuscht um sich zu distanzieren. Andere Vereine halten sowas klein und nutzen auch ihre Verbindungen zur Presse, mal ein Choreobild zuzuspielen. Sowas kommt in der Presse gut an. Da handelt der Ökonom Bruchhagen unökonomisch, genauso wie in einem weiteren Punkt.
Mitte der 90er war die Stimmung überall am Absacken, die alten Bastionen wie Kaiserslautern Schalke, Dortmund ein Witz. Die Ultrasszene hat einen grioßen Beitrag geleistet Fussball wieder Atmosphäre zu geben und damit den Sport wieder attraktiver gemacht. Die jungen Fanszenen haben den Fussballhype neben WM2006 auch mitzuverantworten. Die Frage ist wie lange der noch hält, wenn die Leute aus den Blöcken verschwinden, weil sie es nichtmehr ertragen können oder nichtmehr reindürfen. Der Sport verliert so sein Flair, möglich dass sich die Oberen so langfristig ihr Grab schaufeln. Absolut unwirtschaftlich. Die Optimallösung (für mich allerdings auch eine Horrorvorstellung) wäre für einen Verein, eine Kurve mit günstigen Dauerkarten, eine aktive Fanszene, mit der man sich guthält und die Freiheiten hat, den Flair besorgt, der Rest des Stadions voller VIP's, die sich so gerne Unterhalten lassen. In jedem Fall gehen die VIP's ins Stadion weil es attraktiv ist. Eintracht, ihr handelt selbstzerstörerisch!
Wo steht die Vereinsführung den Fans bei, wenn sie Probleme haben? Nicht in Frankfurt und langsam ist es genug!
3. Stadionverbote können auch auf Bewährung ausgesprochen werden. Auch hier ist der Strafvollzug humaner. Beispiel: Jemand bekommt eine Anzeige, anstatt 5 Jahre SV kann man ihm eine Bewährung geben, wenn seine Schuld bewiesen ist tritt das SV in Kraft. Wenn unschuld oder EInstellung erfolgt, folgt die Löschung der Bewährung und aller gespeicherter Daten, inklusive Gewalttäter Sport. Wenn er während der Bewährung wieder Mist baut und öfter auffällig wird, kann man das SV in Kraft treten lassen. Um zu verhindern, dass "besonders gefährliche" in der Bewährungsphase mehrmals scheisse bauen bevor sie verurteilt werden. Das wäre einem Rechtsstaat angemessen.
4. Es ist eine Schande und ein Armutszeugnis, dass nicht jedesmal, wenn im Stadion der Name Commerzbank-Arena fällt ein Pfeifkonzert von mindestens 20000 Leuten aufkommt. Traditionsausverkauf wird aber hingenommen, kann man ja nix gegen machen. Aber ein Sponsor, der jedesmal bei seiner Nennung eine negative Reaktion bekommt überlegt sich sein Sponsoring. Riederwald bleibt Riederwald, da spielt meine SG Eintracht Frankfurt von 1899 e.V. !!!!
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nicole1611983 schrieb:

Sind wir aber nicht alle stolz drauf mit 2000 Mann oder mehr zu Auswärtsspielen zu fahren und die Bude zu rocken? Oder wollen wir wirklich, wie Ende der 80er nich üblich mit 150-300 Mann Auswärts nach Hannover fahren?


Bei den scheiss Stadionverboten bleibt uns nix anderes übrig!

Was mich zum Kotzen bringt ist wer hat dieses denken willkürlich Leute auszusperren bzw. Stadionverbote zuerteilen...wo das meiste nicht auf Stadiongelände passierte (Köln) bzw. es war gar nicht was ein SV rechtfertig!
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NX01K schrieb:
Bin kein Freund des Forums und habe auch keine Zeit und Lust viel zu lesen, ich möchte jedoch einfach mal ein paar Sachen in die Runde werfen, die für mich eine Rolle spielen.
1. Gegen Stadionverbote zu sein heisst nicht generell dagegen zu sein. Jeder, der mal scheisse baut und dann die Quittung bekommt wird dies einsehen! Es geht jedoch nicht, dass die Polizei ein Ermittlungsverfahren aus dem Boden stampft, dass sie niemals halten kann um ein Stadionverbot aussprechen kann. So bleiben mindestens 1 1/2 Jahre Stadionverbot. Am Ende kommt es evtl zu einer Einstellung des Verfahrens mit Ermahnung, und nichtmal das Rechtfertigt 100% das Aufheben eines Stadionverbotes.
Einer Grundsätze einer Demokratie ist die Unschuldvermutung. Angeklagte sind Unschuldig bis die Schuld erwiesen ist. Hier wird die Unschuldvermutung ausser Kraft gesetzt. Man ist von vorneherein schuldig und irgendwann, wenn man Glück hat wird man wieder unschuldig und hat die Strafe bereits gehabt. Es ist, wie wenn du zum Zahnarzt gehst, er dir alle Zähne zieht um zu schauen ob die Wurzel okay ist, sagt "okay alles gesund" und du ein Gebiss zahlen musst, weil die Zähne weg sind! Es sind demokratische Grundsätze, die hier einfach nicht beachtet werden. Das Hausrecht greift hier zwar rein, aber ich denke ein Stadion ist schon eine Art halböffentlicher Platz und eine willkür wie diese ist unangemessen.
2. Stadionverbote wegen Personalienaufnahmen kann niemand rechtfertigen, wie kann das gehen? Fast von jedem werden mal die Personalien augenommen.
3. Die EIntracht, insbesondere Bruchhagen benimmt sie wie das letzte A....... in der Sache. Ich respektiere seine wirtschaftliche Arbeit, aber er hat kein Herz für Verein und Fans. Ihm ist es egal, wenn die Jungs aus den genannten Gründen draussen bleiben, er begrüßt es noch. Es geht nur um Kunden, mehr nicht. Allerdings ist es eines von vielen DIngen in der Vergangenheit. Die letzten Choreographien wurden von der Eintracht benutzt um Werbung mit den Fans zu machen, davor die Jahre gab es auch Choreos, die wurden nie gezeigt, nie wurden die eigenen Fans positiv dargestellt. Nur die negativen Schlagzeilen wurden vom Verein hochgespuscht um sich zu distanzieren. Andere Vereine halten sowas klein und nutzen auch ihre Verbindungen zur Presse, mal ein Choreobild zuzuspielen. Sowas kommt in der Presse gut an. Da handelt der Ökonom Bruchhagen unökonomisch, genauso wie in einem weiteren Punkt.
Mitte der 90er war die Stimmung überall am Absacken, die alten Bastionen wie Kaiserslautern Schalke, Dortmund ein Witz. Die Ultrasszene hat einen grioßen Beitrag geleistet Fussball wieder Atmosphäre zu geben und damit den Sport wieder attraktiver gemacht. Die jungen Fanszenen haben den Fussballhype neben WM2006 auch mitzuverantworten. Die Frage ist wie lange der noch hält, wenn die Leute aus den Blöcken verschwinden, weil sie es nichtmehr ertragen können oder nichtmehr reindürfen. Der Sport verliert so sein Flair, möglich dass sich die Oberen so langfristig ihr Grab schaufeln. Absolut unwirtschaftlich. Die Optimallösung (für mich allerdings auch eine Horrorvorstellung) wäre für einen Verein, eine Kurve mit günstigen Dauerkarten, eine aktive Fanszene, mit der man sich guthält und die Freiheiten hat, den Flair besorgt, der Rest des Stadions voller VIP's, die sich so gerne Unterhalten lassen. In jedem Fall gehen die VIP's ins Stadion weil es attraktiv ist. Eintracht, ihr handelt selbstzerstörerisch!
Wo steht die Vereinsführung den Fans bei, wenn sie Probleme haben? Nicht in Frankfurt und langsam ist es genug!
3. Stadionverbote können auch auf Bewährung ausgesprochen werden. Auch hier ist der Strafvollzug humaner. Beispiel: Jemand bekommt eine Anzeige, anstatt 5 Jahre SV kann man ihm eine Bewährung geben, wenn seine Schuld bewiesen ist tritt das SV in Kraft. Wenn unschuld oder EInstellung erfolgt, folgt die Löschung der Bewährung und aller gespeicherter Daten, inklusive Gewalttäter Sport. Wenn er während der Bewährung wieder Mist baut und öfter auffällig wird, kann man das SV in Kraft treten lassen. Um zu verhindern, dass "besonders gefährliche" in der Bewährungsphase mehrmals scheisse bauen bevor sie verurteilt werden. Das wäre einem Rechtsstaat angemessen.
4. Es ist eine Schande und ein Armutszeugnis, dass nicht jedesmal, wenn im Stadion der Name Commerzbank-Arena fällt ein Pfeifkonzert von mindestens 20000 Leuten aufkommt. Traditionsausverkauf wird aber hingenommen, kann man ja nix gegen machen. Aber ein Sponsor, der jedesmal bei seiner Nennung eine negative Reaktion bekommt überlegt sich sein Sponsoring. Riederwald bleibt Riederwald, da spielt meine SG Eintracht Frankfurt von 1899 e.V. !!!!


Leider denken nicht alle so!
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4. Es ist eine Schande und ein Armutszeugnis, dass nicht jedesmal, wenn im Stadion der Name Commerzbank-Arena fällt ein Pfeifkonzert von mindestens 20000 Leuten aufkommt. Traditionsausverkauf wird aber hingenommen, kann man ja nix gegen machen. Aber ein Sponsor, der jedesmal bei seiner Nennung eine negative Reaktion bekommt überlegt sich sein Sponsoring. Riederwald bleibt Riederwald, da spielt meine SG Eintracht Frankfurt von 1899 e.V. !!!! [/quote]

das hast du schön formuliert. nur, was willst du machen als verein, wenn nicht du sondern die stadt das stadion gebaut hat? wie willst du der stadt verbieten das stadion umzubenennen? warum hast du nicht ein paar milliönchen in die hand genommen und die hütte gebaut? dann könntest du auch über den namen begfinden. ich glaube wenn es nach dir gehen würde, dann würden wir immer noch in der alten bruchbude mit samt der prima laufbahn drumherum fussball spielen. ob das ding commerzbank - arena heisst oder nicht ist mir und wohl auch vielen anderen furzegal.
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kanu schrieb:

das hast du schön formuliert. nur, was willst du machen als verein, wenn nicht du sondern die stadt das stadion gebaut hat? wie willst du der stadt verbieten das stadion umzubenennen? warum hast du nicht ein paar milliönchen in die hand genommen und die hütte gebaut? dann könntest du auch über den namen begfinden. ich glaube wenn es nach dir gehen würde, dann würden wir immer noch in der alten bruchbude mit samt der prima laufbahn drumherum fussball spielen. ob das ding commerzbank - arena heisst oder nicht ist mir und wohl auch vielen anderen furzegal.



Also ich würde die "Bruchbude" vorziehen, wenn der Preis eines neuen Stadions das Herz wäre.


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