NWK e.V. - Stellungnahme zu den Vorkommnissen in Leverkusen

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Die Stellungnahmen von NWK und Ultas ist ja gut und schön... doch leider für mich erst einmal nur heisse Luft. Solange die jenigen auf  diese "warmen Worte" keine Taten folgen lassen, in dem sie diese Problembesucher ausgrenzen und sie auch beim Ordnungsdienst / bei der Polizei anschwärzt (das Wort ist normalerweiser sehr negativ, doch hier sollte man auch die Situation beachten).

Nicht, dass ihr mich falsch versteht, ich will nicht zur Gewalt und Selbstjustiz aufrufen. Doch solange es einigen Fans wichtiger ist "cool" zu sein und das Verpfeiffen ja in Fankreisen als "uncool" gilt, haben doch diese Vollpfosten nichts zu befürchten.

Mir ist am Samstag die Galle hoch gekommen, als man die Zündler, die natürlich vermummt waren, gezeigt hat und man deutlich die Leute drum rum gesehen hat, die sich gefreut und diesen Irrsinn gefeiert haben. Daran sollte gearbeitet werden, und nicht nur an Stellungnahmen.

Ich wünsche euch noch einen schönen Tag und geb einfach die Hoffnung nicht auf, dass sich vielleicht doch etwas ändert...
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BG-On schrieb:


Außerdem, Pro-Pyro-Befürworter ausgrenzen? Ich bin Pro-Pyro (im Block, nicht auf dem Platz!), war aber im Stadion noch nie neben einem der was gezündet hat, und hatte auch noch nie selbst was in der Hand. Sollte ich deswegen kein Stadion mehr betreten dürfen?

Ich finde die Stellungsmaßnahme gut, für immer ein Pyro-Verzicht wird es in dieser Gruppe nicht geben, verstehe ich auch. Was vor paar Jahren noch in Werbung, Medien usw. als Südländische-Atmosphäre gefeiert wurde, war plötzlich böse, warum sollten sich die Leute einschränken nur weil die Medien plötzlich Hetze betreiben und der DFB auf den Zug aufspringt?

Selbst der neue Mann bei der DFL gibt dies ja in gewisser weise zu...


Es ist sicherlich zweierlei, ob man nun selbst zuendelt oder einfach"nur" Zuendelbefuerworter ist.
Ersterer fuehlt sich aber von deiner Argumentation bestaetigt. Du lieferst ihm die Rechtfertigung fuer sein Handeln.
Nicht zuletzt deshalb sehe ich die wachsweichen Formulierungen  des NWK sogar als kontraproduktiv an.
Jene unerreichbaren lesen daraus doch nur "unter Druck machen wir folgende Erklaehrungm auch wenn sie unserer innersten Ueberzeugung widerspricht....."
Sie werden sich doch nun erst recht als revolutionaere Maertyrer sehen. die letztlich das ausdruecken, was die - aus ihrer Sicht - wahren Fans doch eigentlich wollen.......
Ist verschiedenen Posts hier, ist dies ja auch zu entnehmen. Bis hin zum Vergleich mit der franz. Revolution.......
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Aachener_Adler schrieb:
Wedge schrieb:
genau das ist doch der Knackpunkt.

Ich gehe jetzt seit mitte der 80er ins Stadion und mir persönlich ging Pyro immer hintenrum vorbei. Für mich war das ganze immer eher störend als befruchtend, außerdem verstehe ich, daß offenes Feuer in einer Menschenmenge nichts zu suchen hat..

Trotzdem habe ich, wie viele andere auch, jetzt seit Jahren (!) nach allen Seiten argumentiert: Pyro ist keine Gewalt, ein Ultra ist kein Hooligan, die Ursachen für die Verwendung von Pyrotechnik sind historisch gewachsen, wenn kontrolliert abgebrannt wird sollte es gehen u.s.w., u.s.f..

Ich habe mich zudem mit der Initiative zur Pyro-Legalisierung auseinander gesetzt, war sogar bereit diese zu unterstützen, trotz meiner o.g. Grundhaltung zum Thema, bis ich realisiert habe, dass gerade die, die fackeln gar kein kontrolliertes Abbrennen nach Genehmigungsverfahren wollen.

Ich habe mir also seit Jahren in jeder Kneipe, im Stadion, auf der Arbeit, in der Familie den Mund fusselig gebabbelt um ein Thema zu verteidigen, dass eigentlich nicht meins ist. Natürlich alles im Zusammenhang mit Kollektivstrafen, Zelten, personalisierten Karten und was sonst noch ansteht.

Und weist Du was: Ich habe den Kanal voll. Gestrichen.

Es geht durchaus in meinen Kopf, dass die Wirkenden das Thema Pyro nicht aufgeben wollen. Aber ich erwarte auch, dass die Wirkenden erkennen, dass mir und vielen anderen am Samstag endgültig der Sack geplatzt ist.

Es ist mir ehrlich gesagt inzwischen völlig egal, für was die Pro-Pyro Fraktion, im speziellen die UF und assoziierte Gruppen, im NWK e.V. jahrelang gearbeitet hat. Ich erwarte von erwachsenen Menschen, daß sie in der Lage sind die eigene Meinung zu revidieren sofern sie sich als haltlos erweist.

Für mich beinhaltet ein "Wir haben erkannt, daß sich Pyrotechnik in Stadien nicht gefahrlos einsetzen lässt und verzichten komplett." mehr Mut und Eier als das ewige "weiter-so".

Wie ich an anderer Stelle schon zur NWK Stellungnahme schrieb:

Eine vorrübergehende Aussetzung von Pyro-Aktionen läuft nur darauf hinaus (wenn das ganze überhaupt greift), dass ab Spieltag eins der nächsten Saison erst recht gefeuert wird.

Ich glaube gerne, dass die Feuerwerker von Samstag nicht Teil der UF sind, aber sie orientieren sich mindestens an dem, was ihnen die UF jahrelang vorgelebt hat. Ebenso ist die "Argumentationsschiene" (Fankultur, Medienhetze, Freiheit für die Kurve u.s.w.) von der UF abgekupfert.

Das, was da jetzt an Stellungnahme vom NWK e.V. kam, ist keine Distanzierung von Pyrotechnik als solches. Diese ist aber meiner Meinung nach notwendig, einschliesslich der UF-Kollegen, und wenn es denn tatsächlich bedeutet liebgewonnenes aufzugeben.

Die einzige Möglichkeit, die Nachwuchskräfte und Zündler halbwegs auf Kurs zu bekommen ist meiner Meinung nach, wenn ein echtes Umdenken bei den Vorbildern, sprich UF, kommuniziert und auch gelebt wird.

Nur wenn sich die Vorbilder klar distanzieren und Pyro-freie Stadien anerkennen und einfordern wird sich an der Situation was ändern. Alles andere, wie die aktuelle Stellungsnahme, ist wirkungslos.

Als letztes und was mich angeht: Ich will auch keine handheld-Feuerwerke mehr, für mich ist der Zug "kontrolliertes Abbrennen" spätestens seit Samstag komplett abgefahren.

Außerdem werde ich einen Teufel tun und mich an irgendeinen Container zur Diskussion einfinden. Die Bringschuld liegt bei denen, die das Thema Pyro über die Jahre vorangetrieben und dafür gesorgt haben, daß es bei bestimmten Menschen als cool gilt, sich mit Skimaske und Fackel auf einen Zaun zu hocken.

Sprich, wenn sich der NWK e.V. überhaupt äußert, erwarte ein aktives (!) Vorgehen des NWK e.V. und aller seiner Untergruppierungen gegen Pyrotechnik im Stadion. Damit meine ich nicht, den Zündlern auf's Maul zu hauen oder sie über den Zaun zu werfen, aber eine sicht- und hörbare Distanzierung.

Wenn das nicht erfolgt ist der NWK e.V. auch ganz sicher nicht der richtige Ansprechpartner für die Eintracht, die Verbände oder die Sicherheitskräfte und kann sich jegliche Stellungnahme sparen.

Oder sollen sich die Verantwortlichen mit einer Gruppe an einen Tisch setzen, in der ein großer Teil der Beteiligten nicht an der Lösung des Problems interessiert ist und das ganze auch noch durch schlechtes Beispiel anheizt?


Toller Beitrag, in dem ich meine eigene Position gut wiederfinde.


Dito.
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Im Ansatz ganz O.K. aber mehr auch nicht.
Schön das die NWK e.V. gegen Pyro ist das fliegt..

D.h. die Kurve befürwortet Pyrofackeln im Block und tolleriert diese..

Ich kann mich nur den Zeilen im #9 anschliessen.
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Oberzentadler schrieb:

nur weil mal etwas akzeptiert , ist es keine Rechtfertigung für das weiterbetreiben. Achtung!!!! Die NAZI Ideologie war auch eine zeitlang von Werbung, Medien usw. gefeiert worden . Hat sich aber auch nicht als wirkliche gute Idee im nachhinein herausgestellt, Tschuldigung harter Vergleich aber es genau das gleiche, Denke Menschen können nämlich Gott sei Dank ihre Meinung ändern.


Der Vergleich ist nicht hart sondern unglaublich dumm...
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prothurk schrieb:
Afrigaaner schrieb:
Tackleberry schrieb:
Ich kann mir vorstellen, dass es für den NWK e.V. nicht gerade ein einfaches Unterfangen war, dieses Schreiben zu erarbeiten. Schließlich galt es, etwas zu erarbeiten das verschiedene Menschen mit verschiedenen Einstellungen des Zusammenschlusses erreicht und von diesen akzeptiert wird, und das in der Kürze der Zeit. Dass die Verfasser dabei vielleicht selbst eine radikalere Meinung haben (sei es in die eine oder in die andere Richtung) durfte dabei nur mit einfließen, aber nicht maßgeblich für den Inhalt sein. So stelle ich es mir jedenfalls vor, ohne Einblick in den NWK e.V. zu haben oder seine Mitglieder zu kennen.

Jedenfalls ist dabei erst einmal ein Kompromiss rausgekommen, den ich für´s Erste für angemessen halte. Denn er spricht zu allererst diejenigen an, die in der Vergangenheit gezündelt haben und ggf. vorhaben wieder zu zündeln. Dass im letzten Absatz dann auch "die andere Seite" angesprochen wird, sehe ich auch vor allem dem Konsenz geschuldet und daher nicht so schlimm. Denn als Vertreter einer solch heterogenen Gruppe kann man nicht einseitig mit dem Hammer aufs Pult hauen, ohne dabei Gefahr zu laufen die der Gemeinschaft angeschlossenen Gruppen (oder Teile davon, um die es ja gerade explizit geht) zu vergraulen. Da kommt man gar nicht umher, auch die andere Seite (in dem Fall die der "Internetuserschaft") anzusprechen, um den eigenen Protagonisten zu zeigen: seht her: wir fordern was von euch, aber wir stehen auch weiter hinter euch und haben jetzt nicht etwa komplett die Seite gewechselt. Kann man auch als Moderieren bezeichnen.

Wichtig und richtig finde ich, diese Stellungnahme als ersten Schritt zu sehen, nicht jedoch als Lösung allen Übels (über das sich wahrscheinlich jeder freuen würde, was aber nicht erwartet werden kann und sollte). Denn es handelt sich, wie der Name schon sagt, um eine Stellungnahme, und nicht etwa um ein Lösungspapier.

Ich gehe davon aus, dass jedes Wort, jeder Satz in der Stellungnahme wohl überlegt geschrieben wurde. Und dass es den Verfassern bewusst ist, dass einige Dinge sehr butterweich und vorsichtig formuliert sind, es man aber an dieser Stelle nicht anders machen konnte ohne das Risiko einzugehen von Anfang an intern zukünftige Gesprächsbereitschaften zu gefährden.

Unterm Strich ordne ich die Stellungnahme als (positive) erste Reaktion ein, die das Ziel hat, zu verhindern dass sich in nächster Zeit Vorfälle wie die in Leverkusen wiederholen. Finde ich gut. Wie mit dem Thema langfristig umgegangen wird muss und wird (da bin ich mir sicher) im Anschluss diskutiert und erarbeitet werden. Daher auch die erstmal sehr weich formulierten Einschränkungen auf "bis zum Saisonende" und Ähnlichem. Nicht mit dem Ziel, alles auszusetzen und ein "weiter so" zu erzielen, sondern Zeit zu gewinnen um Lösungen zu finden. Ich kann mir vorstellen, dass es dabei im nächsten halben Jahr hinter den Kulissen ganz schön rauchen wird (entschuldigt das Wortspiel!). Dass man nicht miteinander kuscheln wird, sondern knallhart und schonungslos alles auf den Tisch gelegt und dabei auch die grundsätzliche Frage nach dem weiteren und künftigen Zusammenschluss gestellt wird. Aber das kann ich natürlich nur mutmaßen.

Unabhängig von der Stellungnahme und ihrem Ziel, weiteren Schaden zu vermeiden, muss natürlich der bereits entstandene Schaden aufgearbeitet werden. Wer waren die Protagonisten von Leverkusen, wie kann man sie zur Rechenschaft ziehen, welche Rolle können und möchten die dem NWK e.V. angeschlossenen Gruppen hierbei einnehmen? Hierzu hoffe ich auf ein gesondertes Schreiben vom NWK e.V., durch den der erste bereits getante Schritt erst vervollständigt wird.


Du hast vergessen - eine Zeile fuer meine Unterschrift zu lassen.

Wow - Sehr guter Beitrag.

Ich schrieb es schon gestern, ich denke, da sind genug Ultras und Hardcore Fans, die einsehen, dass es so nicht weiter geht. Und um die geht es - Ihnen muss die Hand gereicht werden.

Wir werden, immer solche finden die wollen sich einfach nicht aendern, die sind stolz unrecht zu tun. Die werden wir auch nie erreichen - man kann diese paar wenige aber isolieren.

Und wie ich es verstehe ist man bereit diese Schritte auch zu gehen - und ich kann mir vorstellen (ganz gleich wie ich das ganze sehe) dass es nicht leicht faellt.

Gruss Afrigaaner



Ja, sehr guter Beitrag! Danke dafür!


Kann mich dem nur anschließen.

Ich weiß nicht was die Leute erwarten...was soll eurer Meinung denn innerhalb von 3 Tagen passieren?
Ich lese hier immer nur Wischi-Waschi und es müssen Taten folgen und generell ist die Stellungnahme doch eh nicht gut.
Was ich nicht lese sind konstruktive Beiträge. Hier wird alles schlecht geredet, anstelle irgendeines konstruktiven Vorschlags. Mitglieder des NWK e.V. sind die entsprechenden Personen bestimmt nicht.
Zur Info: Den NWK e.V. gibt es erst aktiv seit ca. 1,5 Jahren wenn ich mich richtig erinnere. Denkt ihr, in der kurzen Zeit entwickelt sich der Zusammenschluss zum Sprachrohr für alle Fans? Das braucht evtl. Zeit...? Die FuFA hatte es am Anfang auch schwer... das brauchte auch Zeit, bis die Akzeptanz da war.

Damit ich auch was konstruktives leiste und mein Beitrag für euch nicht zu "Wischi-Waschi" ist: Wie sollte man das Problem angehen?
Ehrlich, ich weiß es nicht. Es ist unheimlich komplex. Gewalt erzeugt Gegengewalt ist hoffentlich jedem ein Begriff... die Situation scheint festgefahren.
Es wird nur über die Zeit gehen und ich finde die Stellungnahme einen Schritt in die richtige Richtung. Und das verschafft die Stellungnahme (solange sich daran gehalten wird): Zeit.

Ich gehe auch mal davon aus, dass man sich daran hält, da der Nordwestkurve-Rat den Ultras doch nahe steht. Von daher wäre das gar nicht so durchgegangen wenn sich die Ultras dagegen gestellt hätten.

Von daher meinen größten Respekt an diese Stellungnahme und die Ratsmitglieder. Es ist ein großer Spagat, wenn man eine Stellungnahme verfasst in der sich die GESAMTE Fanszene wiederfinden soll. Das ist meiner Meinung nach gut gelungen.
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chrisstar1 schrieb:
prothurk schrieb:
Afrigaaner schrieb:
Tackleberry schrieb:
Ich kann mir vorstellen, dass es für den NWK e.V. nicht gerade ein einfaches Unterfangen war, dieses Schreiben zu erarbeiten. Schließlich galt es, etwas zu erarbeiten das verschiedene Menschen mit verschiedenen Einstellungen des Zusammenschlusses erreicht und von diesen akzeptiert wird, und das in der Kürze der Zeit. Dass die Verfasser dabei vielleicht selbst eine radikalere Meinung haben (sei es in die eine oder in die andere Richtung) durfte dabei nur mit einfließen, aber nicht maßgeblich für den Inhalt sein. So stelle ich es mir jedenfalls vor, ohne Einblick in den NWK e.V. zu haben oder seine Mitglieder zu kennen.

Jedenfalls ist dabei erst einmal ein Kompromiss rausgekommen, den ich für´s Erste für angemessen halte. Denn er spricht zu allererst diejenigen an, die in der Vergangenheit gezündelt haben und ggf. vorhaben wieder zu zündeln. Dass im letzten Absatz dann auch "die andere Seite" angesprochen wird, sehe ich auch vor allem dem Konsenz geschuldet und daher nicht so schlimm. Denn als Vertreter einer solch heterogenen Gruppe kann man nicht einseitig mit dem Hammer aufs Pult hauen, ohne dabei Gefahr zu laufen die der Gemeinschaft angeschlossenen Gruppen (oder Teile davon, um die es ja gerade explizit geht) zu vergraulen. Da kommt man gar nicht umher, auch die andere Seite (in dem Fall die der "Internetuserschaft") anzusprechen, um den eigenen Protagonisten zu zeigen: seht her: wir fordern was von euch, aber wir stehen auch weiter hinter euch und haben jetzt nicht etwa komplett die Seite gewechselt. Kann man auch als Moderieren bezeichnen.

Wichtig und richtig finde ich, diese Stellungnahme als ersten Schritt zu sehen, nicht jedoch als Lösung allen Übels (über das sich wahrscheinlich jeder freuen würde, was aber nicht erwartet werden kann und sollte). Denn es handelt sich, wie der Name schon sagt, um eine Stellungnahme, und nicht etwa um ein Lösungspapier.

Ich gehe davon aus, dass jedes Wort, jeder Satz in der Stellungnahme wohl überlegt geschrieben wurde. Und dass es den Verfassern bewusst ist, dass einige Dinge sehr butterweich und vorsichtig formuliert sind, es man aber an dieser Stelle nicht anders machen konnte ohne das Risiko einzugehen von Anfang an intern zukünftige Gesprächsbereitschaften zu gefährden.

Unterm Strich ordne ich die Stellungnahme als (positive) erste Reaktion ein, die das Ziel hat, zu verhindern dass sich in nächster Zeit Vorfälle wie die in Leverkusen wiederholen. Finde ich gut. Wie mit dem Thema langfristig umgegangen wird muss und wird (da bin ich mir sicher) im Anschluss diskutiert und erarbeitet werden. Daher auch die erstmal sehr weich formulierten Einschränkungen auf "bis zum Saisonende" und Ähnlichem. Nicht mit dem Ziel, alles auszusetzen und ein "weiter so" zu erzielen, sondern Zeit zu gewinnen um Lösungen zu finden. Ich kann mir vorstellen, dass es dabei im nächsten halben Jahr hinter den Kulissen ganz schön rauchen wird (entschuldigt das Wortspiel!). Dass man nicht miteinander kuscheln wird, sondern knallhart und schonungslos alles auf den Tisch gelegt und dabei auch die grundsätzliche Frage nach dem weiteren und künftigen Zusammenschluss gestellt wird. Aber das kann ich natürlich nur mutmaßen.

Unabhängig von der Stellungnahme und ihrem Ziel, weiteren Schaden zu vermeiden, muss natürlich der bereits entstandene Schaden aufgearbeitet werden. Wer waren die Protagonisten von Leverkusen, wie kann man sie zur Rechenschaft ziehen, welche Rolle können und möchten die dem NWK e.V. angeschlossenen Gruppen hierbei einnehmen? Hierzu hoffe ich auf ein gesondertes Schreiben vom NWK e.V., durch den der erste bereits getante Schritt erst vervollständigt wird.


Du hast vergessen - eine Zeile fuer meine Unterschrift zu lassen.

Wow - Sehr guter Beitrag.

Ich schrieb es schon gestern, ich denke, da sind genug Ultras und Hardcore Fans, die einsehen, dass es so nicht weiter geht. Und um die geht es - Ihnen muss die Hand gereicht werden.

Wir werden, immer solche finden die wollen sich einfach nicht aendern, die sind stolz unrecht zu tun. Die werden wir auch nie erreichen - man kann diese paar wenige aber isolieren.

Und wie ich es verstehe ist man bereit diese Schritte auch zu gehen - und ich kann mir vorstellen (ganz gleich wie ich das ganze sehe) dass es nicht leicht faellt.

Gruss Afrigaaner



Ja, sehr guter Beitrag! Danke dafür!


Kann mich dem nur anschließen.

Ich weiß nicht was die Leute erwarten...was soll eurer Meinung denn innerhalb von 3 Tagen passieren?
Ich lese hier immer nur Wischi-Waschi und es müssen Taten folgen und generell ist die Stellungnahme doch eh nicht gut.
Was ich nicht lese sind konstruktive Beiträge. Hier wird alles schlecht geredet, anstelle irgendeines konstruktiven Vorschlags. Mitglieder des NWK e.V. sind die entsprechenden Personen bestimmt nicht.
Zur Info: Den NWK e.V. gibt es erst aktiv seit ca. 1,5 Jahren wenn ich mich richtig erinnere. Denkt ihr, in der kurzen Zeit entwickelt sich der Zusammenschluss zum Sprachrohr für alle Fans? Das braucht evtl. Zeit...? Die FuFA hatte es am Anfang auch schwer... das brauchte auch Zeit, bis die Akzeptanz da war.

Damit ich auch was konstruktives leiste und mein Beitrag für euch nicht zu "Wischi-Waschi" ist: Wie sollte man das Problem angehen?
Ehrlich, ich weiß es nicht. Es ist unheimlich komplex. Gewalt erzeugt Gegengewalt ist hoffentlich jedem ein Begriff... die Situation scheint festgefahren.
Es wird nur über die Zeit gehen und ich finde die Stellungnahme einen Schritt in die richtige Richtung. Und das verschafft die Stellungnahme (solange sich daran gehalten wird): Zeit.

Ich gehe auch mal davon aus, dass man sich daran hält, da der Nordwestkurve-Rat den Ultras doch nahe steht. Von daher wäre das gar nicht so durchgegangen wenn sich die Ultras dagegen gestellt hätten.

Von daher meinen größten Respekt an diese Stellungnahme und die Ratsmitglieder. Es ist ein großer Spagat, wenn man eine Stellungnahme verfasst in der sich die GESAMTE Fanszene wiederfinden soll. Das ist meiner Meinung nach gut gelungen.  


Einzelpersonen hadern hier über die bis dato veröffentlichen Stellungnahmen. Was mich wundert, wo bleiben denn die Stellungnahmen der EFC´s, die seit Jahren aktiv sind?
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Cino schrieb:
mal eine ernst gemeinte frage an alle, die sich an der befristung bis saisonende stören:

was hättet ihr denn am liebsten gehört?
kompletter pyroverzicht für immer?

was wäre wohl glaubwürdiger...?

hier versucht eine gruppe (es kann übrigens jeder sehen welchen einzelgruppierungen die ratsmitglieder angehören) einen realistischen konsens zu finden und eine grundlage zu bilden und manche hier haben nichts besseres zu tun als in meinen augen utopische und unrealistische ziele zu fordern.
versteh ich nicht...


O.K. Du hast gefragt was u.a. Ich am liebsten gehört hätte ?

Wie wäre es mit einem Verzicht auf jegliche Pyroaktion im Stadion, da die Gruppe verstanden hat, daß der Eintracht damit erheblicher Schaden zugefügt wird.
Zeitgleich können doch die Befürworter ausserhalb des Stadions (Mainufer, Eiserner Steg ...) mit wunderschönen Pyroshows weiter für ihr Anliegen eintreten ohne dabei der Eintracht zu schaden ?
Da könnten die Jungs weiter für ihre Stimmung kämpfen, heissen Äppler ausschenken, Bratwurst grillen und demonstrieren, daß man auch ohne Raketen auskommt.
Sollte ihnen noch irgendwas an ihrem Verein liegen muessen sie ganz einfach ihre Forderungen auf einer anderen Ebene zum Ausdruck bringen.
Das wäre ein glaubwürdige Aktion ohne dabei seine Ziele aufzugeben.

Frage beantwortet ??
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Man sollte zuallererst die Stellungnahme des NWK eV. als das betrachten, was sie ist: eine Stellungnahme, die allen Seiten gerecht werden will und sich einer Sprache bedient, die einer öffentlichen Stellungnahme gebührt (im Gegensatz zu vielen der ebenfalls öffentlichen Postings im Forum).

Es war - insbesondere 48 Stunden nach dem Leverkusen-Spiel - nicht zu erwarten, dass da Massnahmen beschlossen und veröffentlicht werden, die jeden von uns zufriedenstellen. Zwei Dinge stehen jedoch in aller Deutlichkeit in der Stellungnahme:

1. [...] "Wir rufen alle Gruppen und Einzelpersonen, die sich in der Vergangenheit an derartigen Aktionen beteiligt haben, dazu auf, ab sofort und vorerst mindestens bis zum Ende dieser Saison auf jegliche weitere Pyroaktionen zu verzichten" [...]

2. [...] "Jetzt ist der Moment, an dem alle innehalten und sich auf eine gemeinsame Vorstellung davon verständigen müssen, was wir in unserer Kurve dulden können und was nicht" [...]

Punkt 2 bedeutet für mich, dass man jetzt darüber nachdenken wird, wie das Problem (auch intern) zu handhaben ist inkl. aller Möglichkeiten.

Das wäre doch der von allen gewünschte Schritt. Es glaubt doch niemand im Ernst, dass sich NWK eV. und angeschlossene Gruppen seit Samstag auf mehr hätten einigen können...


Ich muss dennoch eine Sache kritisieren! Die Stellungnahme verrät mir eine gewisse Hilflosigkeit, denn...

...entweder hat man verschlafen, im Zuge der ganzen Diskussion rund um das Sicherheitskonzept und 12:12 darüber nachzudenken, wie man in den eigenen Reihen reagiert, wenn die Dinge aus dem Ruder laufen...

...oder man ist sich schon lange darüber bewusst, dass man auf die 'Problembesucher' keinen Einfluss hat. Insofern ist die Stellungnahme dann wohl nur eine Beruhigungspille für die ganzen erhitzten Gemüter.

Die dritte Überlegung spare ich mir - die wurde bereits weiter oben von Misanthrop aufgeführt.
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Larruso schrieb:
chrisstar1 schrieb:
prothurk schrieb:
Afrigaaner schrieb:
Tackleberry schrieb:
Ich kann mir vorstellen, dass es für den NWK e.V. nicht gerade ein einfaches Unterfangen war, dieses Schreiben zu erarbeiten. Schließlich galt es, etwas zu erarbeiten das verschiedene Menschen mit verschiedenen Einstellungen des Zusammenschlusses erreicht und von diesen akzeptiert wird, und das in der Kürze der Zeit. Dass die Verfasser dabei vielleicht selbst eine radikalere Meinung haben (sei es in die eine oder in die andere Richtung) durfte dabei nur mit einfließen, aber nicht maßgeblich für den Inhalt sein. So stelle ich es mir jedenfalls vor, ohne Einblick in den NWK e.V. zu haben oder seine Mitglieder zu kennen.

Jedenfalls ist dabei erst einmal ein Kompromiss rausgekommen, den ich für´s Erste für angemessen halte. Denn er spricht zu allererst diejenigen an, die in der Vergangenheit gezündelt haben und ggf. vorhaben wieder zu zündeln. Dass im letzten Absatz dann auch "die andere Seite" angesprochen wird, sehe ich auch vor allem dem Konsenz geschuldet und daher nicht so schlimm. Denn als Vertreter einer solch heterogenen Gruppe kann man nicht einseitig mit dem Hammer aufs Pult hauen, ohne dabei Gefahr zu laufen die der Gemeinschaft angeschlossenen Gruppen (oder Teile davon, um die es ja gerade explizit geht) zu vergraulen. Da kommt man gar nicht umher, auch die andere Seite (in dem Fall die der "Internetuserschaft") anzusprechen, um den eigenen Protagonisten zu zeigen: seht her: wir fordern was von euch, aber wir stehen auch weiter hinter euch und haben jetzt nicht etwa komplett die Seite gewechselt. Kann man auch als Moderieren bezeichnen.

Wichtig und richtig finde ich, diese Stellungnahme als ersten Schritt zu sehen, nicht jedoch als Lösung allen Übels (über das sich wahrscheinlich jeder freuen würde, was aber nicht erwartet werden kann und sollte). Denn es handelt sich, wie der Name schon sagt, um eine Stellungnahme, und nicht etwa um ein Lösungspapier.

Ich gehe davon aus, dass jedes Wort, jeder Satz in der Stellungnahme wohl überlegt geschrieben wurde. Und dass es den Verfassern bewusst ist, dass einige Dinge sehr butterweich und vorsichtig formuliert sind, es man aber an dieser Stelle nicht anders machen konnte ohne das Risiko einzugehen von Anfang an intern zukünftige Gesprächsbereitschaften zu gefährden.

Unterm Strich ordne ich die Stellungnahme als (positive) erste Reaktion ein, die das Ziel hat, zu verhindern dass sich in nächster Zeit Vorfälle wie die in Leverkusen wiederholen. Finde ich gut. Wie mit dem Thema langfristig umgegangen wird muss und wird (da bin ich mir sicher) im Anschluss diskutiert und erarbeitet werden. Daher auch die erstmal sehr weich formulierten Einschränkungen auf "bis zum Saisonende" und Ähnlichem. Nicht mit dem Ziel, alles auszusetzen und ein "weiter so" zu erzielen, sondern Zeit zu gewinnen um Lösungen zu finden. Ich kann mir vorstellen, dass es dabei im nächsten halben Jahr hinter den Kulissen ganz schön rauchen wird (entschuldigt das Wortspiel!). Dass man nicht miteinander kuscheln wird, sondern knallhart und schonungslos alles auf den Tisch gelegt und dabei auch die grundsätzliche Frage nach dem weiteren und künftigen Zusammenschluss gestellt wird. Aber das kann ich natürlich nur mutmaßen.

Unabhängig von der Stellungnahme und ihrem Ziel, weiteren Schaden zu vermeiden, muss natürlich der bereits entstandene Schaden aufgearbeitet werden. Wer waren die Protagonisten von Leverkusen, wie kann man sie zur Rechenschaft ziehen, welche Rolle können und möchten die dem NWK e.V. angeschlossenen Gruppen hierbei einnehmen? Hierzu hoffe ich auf ein gesondertes Schreiben vom NWK e.V., durch den der erste bereits getante Schritt erst vervollständigt wird.


Du hast vergessen - eine Zeile fuer meine Unterschrift zu lassen.

Wow - Sehr guter Beitrag.

Ich schrieb es schon gestern, ich denke, da sind genug Ultras und Hardcore Fans, die einsehen, dass es so nicht weiter geht. Und um die geht es - Ihnen muss die Hand gereicht werden.

Wir werden, immer solche finden die wollen sich einfach nicht aendern, die sind stolz unrecht zu tun. Die werden wir auch nie erreichen - man kann diese paar wenige aber isolieren.

Und wie ich es verstehe ist man bereit diese Schritte auch zu gehen - und ich kann mir vorstellen (ganz gleich wie ich das ganze sehe) dass es nicht leicht faellt.

Gruss Afrigaaner



Ja, sehr guter Beitrag! Danke dafür!


Kann mich dem nur anschließen.

Ich weiß nicht was die Leute erwarten...was soll eurer Meinung denn innerhalb von 3 Tagen passieren?
Ich lese hier immer nur Wischi-Waschi und es müssen Taten folgen und generell ist die Stellungnahme doch eh nicht gut.
Was ich nicht lese sind konstruktive Beiträge. Hier wird alles schlecht geredet, anstelle irgendeines konstruktiven Vorschlags. Mitglieder des NWK e.V. sind die entsprechenden Personen bestimmt nicht.
Zur Info: Den NWK e.V. gibt es erst aktiv seit ca. 1,5 Jahren wenn ich mich richtig erinnere. Denkt ihr, in der kurzen Zeit entwickelt sich der Zusammenschluss zum Sprachrohr für alle Fans? Das braucht evtl. Zeit...? Die FuFA hatte es am Anfang auch schwer... das brauchte auch Zeit, bis die Akzeptanz da war.

Damit ich auch was konstruktives leiste und mein Beitrag für euch nicht zu "Wischi-Waschi" ist: Wie sollte man das Problem angehen?
Ehrlich, ich weiß es nicht. Es ist unheimlich komplex. Gewalt erzeugt Gegengewalt ist hoffentlich jedem ein Begriff... die Situation scheint festgefahren.
Es wird nur über die Zeit gehen und ich finde die Stellungnahme einen Schritt in die richtige Richtung. Und das verschafft die Stellungnahme (solange sich daran gehalten wird): Zeit.

Ich gehe auch mal davon aus, dass man sich daran hält, da der Nordwestkurve-Rat den Ultras doch nahe steht. Von daher wäre das gar nicht so durchgegangen wenn sich die Ultras dagegen gestellt hätten.

Von daher meinen größten Respekt an diese Stellungnahme und die Ratsmitglieder. Es ist ein großer Spagat, wenn man eine Stellungnahme verfasst in der sich die GESAMTE Fanszene wiederfinden soll. Das ist meiner Meinung nach gut gelungen.  


Einzelpersonen hadern hier über die bis dato veröffentlichen Stellungnahmen. Was mich wundert, wo bleiben denn die Stellungnahmen der EFC´s, die seit Jahren aktiv sind?


Meinst du in etwa so?
http://eintracht.de/meine_eintracht/forum/1/11194674/
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Wedge schrieb:
SGE_Werner schrieb:
Wer erwartet, dass der NWK e.V., in dem m.E. viele aktive Fans, Allesfahrer und auch Ultras sich befinden, also der "harte Kern", jetzt für immer den vernünftigen Einsatz von Pyro ausschließt, etwas was zur festen Fan-Ideologie der dort Wirkenden gehört, verlangt Unmögliches.
Die Leute würden sich doch selbst verraten mit dieser 180-Grad-Wende.

Geht das hier nicht in jeden Kopf rein, dass die dort Wirkenden nicht von heute auf morgen, auch wegen einer Zäsur, etwas aufgeben wollen, für das sie seit Jahren kämpfen und leben?


Hallo Werner,

genau das ist doch der Knackpunkt.

Ich gehe jetzt seit mitte der 80er ins Stadion und mir persönlich ging Pyro immer hintenrum vorbei. Für mich war das ganze immer eher störend als befruchtend, außerdem verstehe ich, daß offenes Feuer in einer Menschenmenge nichts zu suchen hat..

Trotzdem habe ich, wie viele andere auch, jetzt seit Jahren (!) nach allen Seiten argumentiert: Pyro ist keine Gewalt, ein Ultra ist kein Hooligan, die Ursachen für die Verwendung von Pyrotechnik sind historisch gewachsen, wenn kontrolliert abgebrannt wird sollte es gehen u.s.w., u.s.f..

Ich habe mich zudem mit der Initiative zur Pyro-Legalisierung auseinander gesetzt, war sogar bereit diese zu unterstützen, trotz meiner o.g. Grundhaltung zum Thema, bis ich realisiert habe, dass gerade die, die fackeln gar kein kontrolliertes Abbrennen nach Genehmigungsverfahren wollen.

Ich habe mir also seit Jahren in jeder Kneipe, im Stadion, auf der Arbeit, in der Familie den Mund fusselig gebabbelt um ein Thema zu verteidigen, dass eigentlich nicht meins ist. Natürlich alles im Zusammenhang mit Kollektivstrafen, Zelten, personalisierten Karten und was sonst noch ansteht.

Und weist Du was: Ich habe den Kanal voll. Gestrichen.

Es geht durchaus in meinen Kopf, dass die Wirkenden das Thema Pyro nicht aufgeben wollen. Aber ich erwarte auch, dass die Wirkenden erkennen, dass mir und vielen anderen am Samstag endgültig der Sack geplatzt ist.

Es ist mir ehrlich gesagt inzwischen völlig egal, für was die Pro-Pyro Fraktion, im speziellen die UF und assoziierte Gruppen, im NWK e.V. jahrelang gearbeitet hat. Ich erwarte von erwachsenen Menschen, daß sie in der Lage sind die eigene Meinung zu revidieren sofern sie sich als haltlos erweist.

Für mich beinhaltet ein "Wir haben erkannt, daß sich Pyrotechnik in Stadien nicht gefahrlos einsetzen lässt und verzichten komplett." mehr Mut und Eier als das ewige "weiter-so".

Wie ich an anderer Stelle schon zur NWK Stellungnahme schrieb:

Eine vorrübergehende Aussetzung von Pyro-Aktionen läuft nur darauf hinaus (wenn das ganze überhaupt greift), dass ab Spieltag eins der nächsten Saison erst recht gefeuert wird.

Ich glaube gerne, dass die Feuerwerker von Samstag nicht Teil der UF sind, aber sie orientieren sich mindestens an dem, was ihnen die UF jahrelang vorgelebt hat. Ebenso ist die "Argumentationsschiene" (Fankultur, Medienhetze, Freiheit für die Kurve u.s.w.) von der UF abgekupfert.

Das, was da jetzt an Stellungnahme vom NWK e.V. kam, ist keine Distanzierung von Pyrotechnik als solches. Diese ist aber meiner Meinung nach notwendig, einschliesslich der UF-Kollegen, und wenn es denn tatsächlich bedeutet liebgewonnenes aufzugeben.

Die einzige Möglichkeit, die Nachwuchskräfte und Zündler halbwegs auf Kurs zu bekommen ist meiner Meinung nach, wenn ein echtes Umdenken bei den Vorbildern, sprich UF, kommuniziert und auch gelebt wird.

Nur wenn sich die Vorbilder klar distanzieren und Pyro-freie Stadien anerkennen und einfordern wird sich an der Situation was ändern. Alles andere, wie die aktuelle Stellungsnahme, ist wirkungslos.

Als letztes und was mich angeht: Ich will auch keine handheld-Feuerwerke mehr, für mich ist der Zug "kontrolliertes Abbrennen" spätestens seit Samstag komplett abgefahren.

Außerdem werde ich einen Teufel tun und mich an irgendeinen Container zur Diskussion einfinden. Die Bringschuld liegt bei denen, die das Thema Pyro über die Jahre vorangetrieben und dafür gesorgt haben, daß es bei bestimmten Menschen als cool gilt, sich mit Skimaske und Fackel auf einen Zaun zu hocken.

Sprich, wenn sich der NWK e.V. überhaupt äußert, erwarte ein aktives (!) Vorgehen des NWK e.V. und aller seiner Untergruppierungen gegen Pyrotechnik im Stadion. Damit meine ich nicht, den Zündlern auf's Maul zu hauen oder sie über den Zaun zu werfen, aber eine sicht- und hörbare Distanzierung.

Wenn das nicht erfolgt ist der NWK e.V. auch ganz sicher nicht der richtige Ansprechpartner für die Eintracht, die Verbände oder die Sicherheitskräfte und kann sich jegliche Stellungnahme sparen.

Oder sollen sich die Verantwortlichen mit einer Gruppe an einen Tisch setzen, in der ein großer Teil der Beteiligten nicht an der Lösung des Problems interessiert ist und das ganze auch noch durch schlechtes Beispiel anheizt?


Eine klare und vor allem sachlich vorgetragene Position, die ich - obwohl ich ursprünglich eher (handheld)-Pyrofreund als -feind war - mittlerweile teile. Vielen Dank dafür!

Die Argumente der pyrofreundlichen Gruppierungen innerhalb des NWK e.V.s sind nicht mehr tragbar:

[ulist]
  • Stimmung: Die geht - wie hier zu lesen und im Stadion
  • (bspw. in Karlsruhe und jetzt auch in Leverkusen) zu sehen/hören war - flöten, sobald gezündelt wird und nicht weil gezündelt wird. Selbst schuld...
    [/ulist]
    [ulist]
  • Medienhetze: Wer es dermaßen auf die Spitze treibt, Spieler, Schiedsrichter, andere Zuschauer und/oder Ordner gefährdet, hat es nicht anders verdient, in den Medien unterhalb von negativen Schlagzeilen aufzutauchen. Auch hier: Selbst schuld...
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  • Fankultur geht flöten: Merkt ihr was. Eben durch den Einsatz der Pyro geht die Kultur gerade den Bach runter. Alle stellen sich gegen euch, weil
  • (zurecht) davon ausgegangen wird, dass ihr Menschen schützt/unterstützt, die dem Verein schaden, der uns ehrlich am Herzen liegt. Wenn Fankultur eurer Ansicht nach daraus bestehen muss, regelmäßig Feuerwerk abzubrennen, dann machts doch einfach außerhalb des Stadions, denn innerhalb ebendieses ist und wird es auf ewig verboten sein und bleiben. Auch hier: Selbst schuld...
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  • Freiheit für die Kurve: Die Kurve ist frei. Ihr dürft sagen, was ihr wollt und wann ihr wollt. Aber in dem Moment, da ihr Pyro als Ausdruck eurer Freiheit verwendet, gefährdet und beschränkt ihr darin gleichzeitig die Freiheit von deutlich in der Überzahl befindlichen Menschen, die darüber anders denken. Ihr schadet ihnen gesundheitlich, finanziell und emotional - das muss doch Grund genug sein, darauf zumindest innerhalb des Stadions zu verzichten. An dieser Unfreiheit seid ihr...genau: Selbst schuld...
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    Ich könnte ewig so weitermachen. Bis irgendwann das einzige Argument kommt, dass ich per se selbst für mich auch nicht entkräften konnte: Es sieht einfach gut aus. Aber innerhalb einer Diskussion gewinnt die Seite, die mehr stichhaltige Beweise/Argumente auf ihrer Seite hat und da alle Contra-Pyro-Argumente in ihrer Aussagekraft stärker sind als die simple Optik, ist hiermit auch dieses Pro-Argument tot. Mal abgesehen davon: Ihr könnt doch Choreo, ihr habt doch alle Schals und Fahnen und Doppelhalter usw. Damit kann man so viel tolltes für die Optik einer Heim- und/oder Auswärts-Fankurve tun - werdet doch mal wieder kreativ. Ihr habt schon oft gezeigt, dass Ihr das könnt!

    Gebt den Mist auf. Er bringt niemandem etwas. Reinigt und befreit euch von innen von den Problem-Besuchern. Jeden zweiten Spieltag zeigt die gesamte NWK (ja, auch die UF), dass sie für die Stimmung im Waldstadion unersetzlich ist - und zwar ohne Pyro. Gebt das nicht auf, indem ihr euch ersetzbar macht, weil die Stimmung die ihr entfacht, sich plötzlich gegen euch wendet.

    Riegelt Pyro ab - ein für alle mal. Die NWK kann nicht den Pyroboykott bis zum Ende dieser Saison ausrufen und sich darauf ausruhen - und das wird sie auch nicht (wehe doch!!!). Ihr werdet erkennen, dass Fußball und Fandasein auch ohne Pyro seeeehr gut miteinander klargehen und am Ende dieser Saison den Kampf gegen die Problem-Besucher für erfolgreich und beendet erklärt. Denn: Jeder Freund des Pyros wird zum Feind der SGE - selbst und erst recht dann, wenn es euer bester Freund ist! Lasst es nicht zu...
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    Nee, nee, nee @betzebow,

    das wichtigste Argument hast Du vergessen. Es geht um Auflehnung und Rebellion.

    Denk mal an die französische Revolution.
    #
    concordia-eagle schrieb:
    Nee, nee, nee @betzebow,

    das wichtigste Argument hast Du vergessen. Es geht um Auflehnung und Rebellion.

    Denk mal an die französische Revolution.  


    Egalitè, Fraternitè, Sylvesterraketè
    #
    Stoppdenbus schrieb:
    concordia-eagle schrieb:
    Nee, nee, nee @betzebow,

    das wichtigste Argument hast Du vergessen. Es geht um Auflehnung und Rebellion.

    Denk mal an die französische Revolution.  


    Egalitè, Fraternitè, Sylvesterraketè


    *klugscheissmodus an* Die accents sind alle falsch rum *klugscheissmodus aus*
    #
    concordia-eagle schrieb:
    Nee, nee, nee @betzebow,

    das wichtigste Argument hast Du vergessen. Es geht um Auflehnung und Rebellion.

    Denk mal an die französische Revolution.  


    Vive la menstruation! Hauptsache es fließt Blut!
    #
    SGE-URNA schrieb:
    Stoppdenbus schrieb:
    concordia-eagle schrieb:
    Nee, nee, nee @betzebow,

    das wichtigste Argument hast Du vergessen. Es geht um Auflehnung und Rebellion.

    Denk mal an die französische Revolution.  


    Egalitè, Fraternitè, Sylvesterraketè


    *klugscheissmodus an* Die accents sind alle falsch rum *klugscheissmodus aus*


    Da siehste mal, wie falsch die Pyromanen liegen!
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    Voodi schrieb:
    Larruso schrieb:
    chrisstar1 schrieb:
    prothurk schrieb:
    Afrigaaner schrieb:
    Tackleberry schrieb:
    Ich kann mir vorstellen, dass es für den NWK e.V. nicht gerade ein einfaches Unterfangen war, dieses Schreiben zu erarbeiten. Schließlich galt es, etwas zu erarbeiten das verschiedene Menschen mit verschiedenen Einstellungen des Zusammenschlusses erreicht und von diesen akzeptiert wird, und das in der Kürze der Zeit. Dass die Verfasser dabei vielleicht selbst eine radikalere Meinung haben (sei es in die eine oder in die andere Richtung) durfte dabei nur mit einfließen, aber nicht maßgeblich für den Inhalt sein. So stelle ich es mir jedenfalls vor, ohne Einblick in den NWK e.V. zu haben oder seine Mitglieder zu kennen.

    Jedenfalls ist dabei erst einmal ein Kompromiss rausgekommen, den ich für´s Erste für angemessen halte. Denn er spricht zu allererst diejenigen an, die in der Vergangenheit gezündelt haben und ggf. vorhaben wieder zu zündeln. Dass im letzten Absatz dann auch "die andere Seite" angesprochen wird, sehe ich auch vor allem dem Konsenz geschuldet und daher nicht so schlimm. Denn als Vertreter einer solch heterogenen Gruppe kann man nicht einseitig mit dem Hammer aufs Pult hauen, ohne dabei Gefahr zu laufen die der Gemeinschaft angeschlossenen Gruppen (oder Teile davon, um die es ja gerade explizit geht) zu vergraulen. Da kommt man gar nicht umher, auch die andere Seite (in dem Fall die der "Internetuserschaft") anzusprechen, um den eigenen Protagonisten zu zeigen: seht her: wir fordern was von euch, aber wir stehen auch weiter hinter euch und haben jetzt nicht etwa komplett die Seite gewechselt. Kann man auch als Moderieren bezeichnen.

    Wichtig und richtig finde ich, diese Stellungnahme als ersten Schritt zu sehen, nicht jedoch als Lösung allen Übels (über das sich wahrscheinlich jeder freuen würde, was aber nicht erwartet werden kann und sollte). Denn es handelt sich, wie der Name schon sagt, um eine Stellungnahme, und nicht etwa um ein Lösungspapier.

    Ich gehe davon aus, dass jedes Wort, jeder Satz in der Stellungnahme wohl überlegt geschrieben wurde. Und dass es den Verfassern bewusst ist, dass einige Dinge sehr butterweich und vorsichtig formuliert sind, es man aber an dieser Stelle nicht anders machen konnte ohne das Risiko einzugehen von Anfang an intern zukünftige Gesprächsbereitschaften zu gefährden.

    Unterm Strich ordne ich die Stellungnahme als (positive) erste Reaktion ein, die das Ziel hat, zu verhindern dass sich in nächster Zeit Vorfälle wie die in Leverkusen wiederholen. Finde ich gut. Wie mit dem Thema langfristig umgegangen wird muss und wird (da bin ich mir sicher) im Anschluss diskutiert und erarbeitet werden. Daher auch die erstmal sehr weich formulierten Einschränkungen auf "bis zum Saisonende" und Ähnlichem. Nicht mit dem Ziel, alles auszusetzen und ein "weiter so" zu erzielen, sondern Zeit zu gewinnen um Lösungen zu finden. Ich kann mir vorstellen, dass es dabei im nächsten halben Jahr hinter den Kulissen ganz schön rauchen wird (entschuldigt das Wortspiel!). Dass man nicht miteinander kuscheln wird, sondern knallhart und schonungslos alles auf den Tisch gelegt und dabei auch die grundsätzliche Frage nach dem weiteren und künftigen Zusammenschluss gestellt wird. Aber das kann ich natürlich nur mutmaßen.

    Unabhängig von der Stellungnahme und ihrem Ziel, weiteren Schaden zu vermeiden, muss natürlich der bereits entstandene Schaden aufgearbeitet werden. Wer waren die Protagonisten von Leverkusen, wie kann man sie zur Rechenschaft ziehen, welche Rolle können und möchten die dem NWK e.V. angeschlossenen Gruppen hierbei einnehmen? Hierzu hoffe ich auf ein gesondertes Schreiben vom NWK e.V., durch den der erste bereits getante Schritt erst vervollständigt wird.


    Du hast vergessen - eine Zeile fuer meine Unterschrift zu lassen.

    Wow - Sehr guter Beitrag.

    Ich schrieb es schon gestern, ich denke, da sind genug Ultras und Hardcore Fans, die einsehen, dass es so nicht weiter geht. Und um die geht es - Ihnen muss die Hand gereicht werden.

    Wir werden, immer solche finden die wollen sich einfach nicht aendern, die sind stolz unrecht zu tun. Die werden wir auch nie erreichen - man kann diese paar wenige aber isolieren.

    Und wie ich es verstehe ist man bereit diese Schritte auch zu gehen - und ich kann mir vorstellen (ganz gleich wie ich das ganze sehe) dass es nicht leicht faellt.

    Gruss Afrigaaner



    Ja, sehr guter Beitrag! Danke dafür!


    Kann mich dem nur anschließen.

    Ich weiß nicht was die Leute erwarten...was soll eurer Meinung denn innerhalb von 3 Tagen passieren?
    Ich lese hier immer nur Wischi-Waschi und es müssen Taten folgen und generell ist die Stellungnahme doch eh nicht gut.
    Was ich nicht lese sind konstruktive Beiträge. Hier wird alles schlecht geredet, anstelle irgendeines konstruktiven Vorschlags. Mitglieder des NWK e.V. sind die entsprechenden Personen bestimmt nicht.
    Zur Info: Den NWK e.V. gibt es erst aktiv seit ca. 1,5 Jahren wenn ich mich richtig erinnere. Denkt ihr, in der kurzen Zeit entwickelt sich der Zusammenschluss zum Sprachrohr für alle Fans? Das braucht evtl. Zeit...? Die FuFA hatte es am Anfang auch schwer... das brauchte auch Zeit, bis die Akzeptanz da war.

    Damit ich auch was konstruktives leiste und mein Beitrag für euch nicht zu "Wischi-Waschi" ist: Wie sollte man das Problem angehen?
    Ehrlich, ich weiß es nicht. Es ist unheimlich komplex. Gewalt erzeugt Gegengewalt ist hoffentlich jedem ein Begriff... die Situation scheint festgefahren.
    Es wird nur über die Zeit gehen und ich finde die Stellungnahme einen Schritt in die richtige Richtung. Und das verschafft die Stellungnahme (solange sich daran gehalten wird): Zeit.

    Ich gehe auch mal davon aus, dass man sich daran hält, da der Nordwestkurve-Rat den Ultras doch nahe steht. Von daher wäre das gar nicht so durchgegangen wenn sich die Ultras dagegen gestellt hätten.

    Von daher meinen größten Respekt an diese Stellungnahme und die Ratsmitglieder. Es ist ein großer Spagat, wenn man eine Stellungnahme verfasst in der sich die GESAMTE Fanszene wiederfinden soll. Das ist meiner Meinung nach gut gelungen.  


    Einzelpersonen hadern hier über die bis dato veröffentlichen Stellungnahmen. Was mich wundert, wo bleiben denn die Stellungnahmen der EFC´s, die seit Jahren aktiv sind?


    Meinst du in etwa so?
    http://eintracht.de/meine_eintracht/forum/1/11194674/


    z.B.
    #
    Stoppdenbus schrieb:
    concordia-eagle schrieb:
    Nee, nee, nee @betzebow,

    das wichtigste Argument hast Du vergessen. Es geht um Auflehnung und Rebellion.

    Denk mal an die französische Revolution.  


    Egalitè, Fraternitè, Sylvesterraketè




    Den Pennern ist wirklich alles egalite.
    #
    Basaltkopp schrieb:
    concordia-eagle schrieb:
    Nee, nee, nee @betzebow,

    das wichtigste Argument hast Du vergessen. Es geht um Auflehnung und Rebellion.

    Denk mal an die französische Revolution.  


    Vive la menstruation! Hauptsache es fließt Blut!  


    Zitat:

    "Ich habe Deinen Mist, den Du seit Wochen permanent verzapfst, immer ignoriert, aber jetzt reicht es!"
    #
    Wedge schrieb:
    SGE_Werner schrieb:
    Wer erwartet, dass der NWK e.V., in dem m.E. viele aktive Fans, Allesfahrer und auch Ultras sich befinden, also der "harte Kern", jetzt für immer den vernünftigen Einsatz von Pyro ausschließt, etwas was zur festen Fan-Ideologie der dort Wirkenden gehört, verlangt Unmögliches.
    Die Leute würden sich doch selbst verraten mit dieser 180-Grad-Wende.

    Geht das hier nicht in jeden Kopf rein, dass die dort Wirkenden nicht von heute auf morgen, auch wegen einer Zäsur, etwas aufgeben wollen, für das sie seit Jahren kämpfen und leben?


    Hallo Werner,

    genau das ist doch der Knackpunkt.

    Ich gehe jetzt seit mitte der 80er ins Stadion und mir persönlich ging Pyro immer hintenrum vorbei. Für mich war das ganze immer eher störend als befruchtend, außerdem verstehe ich, daß offenes Feuer in einer Menschenmenge nichts zu suchen hat..

    Trotzdem habe ich, wie viele andere auch, jetzt seit Jahren (!) nach allen Seiten argumentiert: Pyro ist keine Gewalt, ein Ultra ist kein Hooligan, die Ursachen für die Verwendung von Pyrotechnik sind historisch gewachsen, wenn kontrolliert abgebrannt wird sollte es gehen u.s.w., u.s.f..

    Ich habe mich zudem mit der Initiative zur Pyro-Legalisierung auseinander gesetzt, war sogar bereit diese zu unterstützen, trotz meiner o.g. Grundhaltung zum Thema, bis ich realisiert habe, dass gerade die, die fackeln gar kein kontrolliertes Abbrennen nach Genehmigungsverfahren wollen.

    Ich habe mir also seit Jahren in jeder Kneipe, im Stadion, auf der Arbeit, in der Familie den Mund fusselig gebabbelt um ein Thema zu verteidigen, dass eigentlich nicht meins ist. Natürlich alles im Zusammenhang mit Kollektivstrafen, Zelten, personalisierten Karten und was sonst noch ansteht.

    Und weist Du was: Ich habe den Kanal voll. Gestrichen.

    Es geht durchaus in meinen Kopf, dass die Wirkenden das Thema Pyro nicht aufgeben wollen. Aber ich erwarte auch, dass die Wirkenden erkennen, dass mir und vielen anderen am Samstag endgültig der Sack geplatzt ist.

    Es ist mir ehrlich gesagt inzwischen völlig egal, für was die Pro-Pyro Fraktion, im speziellen die UF und assoziierte Gruppen, im NWK e.V. jahrelang gearbeitet hat. Ich erwarte von erwachsenen Menschen, daß sie in der Lage sind die eigene Meinung zu revidieren sofern sie sich als haltlos erweist.

    Für mich beinhaltet ein "Wir haben erkannt, daß sich Pyrotechnik in Stadien nicht gefahrlos einsetzen lässt und verzichten komplett." mehr Mut und Eier als das ewige "weiter-so".

    Wie ich an anderer Stelle schon zur NWK Stellungnahme schrieb:

    Eine vorrübergehende Aussetzung von Pyro-Aktionen läuft nur darauf hinaus (wenn das ganze überhaupt greift), dass ab Spieltag eins der nächsten Saison erst recht gefeuert wird.

    Ich glaube gerne, dass die Feuerwerker von Samstag nicht Teil der UF sind, aber sie orientieren sich mindestens an dem, was ihnen die UF jahrelang vorgelebt hat. Ebenso ist die "Argumentationsschiene" (Fankultur, Medienhetze, Freiheit für die Kurve u.s.w.) von der UF abgekupfert.

    Das, was da jetzt an Stellungnahme vom NWK e.V. kam, ist keine Distanzierung von Pyrotechnik als solches. Diese ist aber meiner Meinung nach notwendig, einschliesslich der UF-Kollegen, und wenn es denn tatsächlich bedeutet liebgewonnenes aufzugeben.

    Die einzige Möglichkeit, die Nachwuchskräfte und Zündler halbwegs auf Kurs zu bekommen ist meiner Meinung nach, wenn ein echtes Umdenken bei den Vorbildern, sprich UF, kommuniziert und auch gelebt wird.

    Nur wenn sich die Vorbilder klar distanzieren und Pyro-freie Stadien anerkennen und einfordern wird sich an der Situation was ändern. Alles andere, wie die aktuelle Stellungsnahme, ist wirkungslos.

    Als letztes und was mich angeht: Ich will auch keine handheld-Feuerwerke mehr, für mich ist der Zug "kontrolliertes Abbrennen" spätestens seit Samstag komplett abgefahren.

    Außerdem werde ich einen Teufel tun und mich an irgendeinen Container zur Diskussion einfinden. Die Bringschuld liegt bei denen, die das Thema Pyro über die Jahre vorangetrieben und dafür gesorgt haben, daß es bei bestimmten Menschen als cool gilt, sich mit Skimaske und Fackel auf einen Zaun zu hocken.

    Sprich, wenn sich der NWK e.V. überhaupt äußert, erwarte ein aktives (!) Vorgehen des NWK e.V. und aller seiner Untergruppierungen gegen Pyrotechnik im Stadion. Damit meine ich nicht, den Zündlern auf's Maul zu hauen oder sie über den Zaun zu werfen, aber eine sicht- und hörbare Distanzierung.

    Wenn das nicht erfolgt ist der NWK e.V. auch ganz sicher nicht der richtige Ansprechpartner für die Eintracht, die Verbände oder die Sicherheitskräfte und kann sich jegliche Stellungnahme sparen.

    Oder sollen sich die Verantwortlichen mit einer Gruppe an einen Tisch setzen, in der ein großer Teil der Beteiligten nicht an der Lösung des Problems interessiert ist und das ganze auch noch durch schlechtes Beispiel anheizt?


    Hervorragender Beitrag, mit dem ich mich zu 100 Prozent identifiziere. Danke dafür.


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