Öffentlicher Rundfunk - Kosten und Nutzen
Thread wurde von SGE_Werner am Donnerstag, 31. Oktober 2024, 16:00 Uhr um 16:00 Uhr gesperrt weil:
Siehe https://community.eintracht.de/forum/diskussionen/141794
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Und welche Sonderfälle sind SWR und NDR?
Auch die haben Regionalsender, so gibt es beim NDR für jedes Bundesland einen Fernsehkanal: NDR NDS, NDR HH, NDR SH, NDR MV und Radio Bremen. Bei MDR und SWR ist das nicht anders. Zu bestimmten Uhrzeiten haben dann die Bundesländer anderes Programm, so bei den Nachrichtensendungen Nachmittags.
Klar und dies ist ja auch völlig OK und logisch. Du kannst regionale Dinge berücksichtigen, brauchst aber kein 24 Stunden Programm. So etwas kann man machen, ohne in jedem Bundesland zwingend eine eigene Landesrundfunkanstalt zu haben.
Beim NDR kann man Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern mit einem Intendanten abdecken - beim SR braucht es einen eigenen Intendanten und den ganzen nötigen Unterbau separat für ein Bundesland welches nicht einmal eine Millionen Einwohner hat. Da wundert man sich dann schon etwas.
Danach misst sich ja deine Bewertung.
Selbstverständlich in Vollzeit inklusive Urlaub und evtl. Krankheitsausfälle.
Anders lässt sich ja nicht die Anzahl der von dir aufgeführten HauptstadtkorresondentInnen bewerten.
Sind das eigentlich alles Vollzeitkräfte?
Und sind die nur Radio oder TV oder Online oder Social Media oder alles zusammen?
Man darf nicht vergessen, jedes Bundesland hat eine Vertretung in Berlin und auch einige Großstädte, darüber muss auch berichtet werden. Wenn man die ganzen Ministerien, die einzelnen Parteien, die Vertretungen der Bundesländer und die ausländischen Botschaften zusammen zählt braucht es einige Leute um darüber vernünftig berichten zu können.
Auch die haben Regionalsender, so gibt es beim NDR für jedes Bundesland einen Fernsehkanal: NDR NDS, NDR HH, NDR SH, NDR MV und Radio Bremen. Bei MDR und SWR ist das nicht anders. Zu bestimmten Uhrzeiten haben dann die Bundesländer anderes Programm, so bei den Nachrichtensendungen Nachmittags.
Klar und dies ist ja auch völlig OK und logisch. Du kannst regionale Dinge berücksichtigen, brauchst aber kein 24 Stunden Programm. So etwas kann man machen, ohne in jedem Bundesland zwingend eine eigene Landesrundfunkanstalt zu haben.
Beim NDR kann man Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern mit einem Intendanten abdecken - beim SR braucht es einen eigenen Intendanten und den ganzen nötigen Unterbau separat für ein Bundesland welches nicht einmal eine Millionen Einwohner hat. Da wundert man sich dann schon etwas.
SWR ist eine Fusion. Süddeutscher Rundfunk und Südwestfunk. Den NDR gab es schon vor der Bundesrepublik.
Hast du sonst noch irgendwelche Fragen? 😉
Ja, habe ich - die stelle ich Dir aber gleich per PN, gehört hier nicht hin.
Zur Frage MDR, SWR und NDR:
Ich habe die Frage gestellt wieso es bei manchen Landesrundfunkanstalten gelingt mehrere Bundesländer durch eine abzudecken und bei anderen angeblich nicht. Und ich habe extra MDR etc. geschrieben, demnächst schreibe ich es aus für Dich.
Also noch einmal die Frage wieso es bei Radio Bremen (600.00 Einwohner) und dem Saarländischen Rundfunk (1 Mio.) nicht möglich sein soll mit anderen Landesrundfunkanstalten zu fusionieren? Wieso müssen ausgerechnet die kleinsten Bundesländer eine eigene Landesrundfunkanstalt haben, während bei NDR (14 Mio.) und SWR (15 Mio.) scheinbar jeweils eine funktioniert und ein Intendant reicht?
Die Existenz der Sendeanstalten ist wohl historisch begründet. Siehe meine Antwort zum NDR. Aus dieser Historie heraus und den nach dem 2. Weltkrieg aus gewissen Erfahrungen heraus etablierten Föderalismus hat sich das so entwickelt.
Ich kann nur am Beispiel Bayern aufzeigen, warum deine Fusionsideen niemals Realität werden: Bayern wird seine eigene Rundfunkhoheit niemals aufgeben. Auch dies ist in der Historie begründet sowie in dem Bestreben, identitätsstiftend zu sein. Auch hat sich gezeigt, dass Fusionen beileibe kein Allheilmittel sind. Wenn man Programm und Service wie bisher gestalten will, bleibt der Apparat derselbe, erzielte Synergieeffekte werden durch die Schwerfälligkeit eines Riesenunternehmens wieder aufgefressen, die Qualität sinkt in der Regel, Massenware ist das Ergebnis.
Dies ist nur meine persönliche Sicht der Dinge. Medienexperten werden noch andere Argumente einfallen. Das Wichtigste aber ist immer noch, Zentralismus zu verhindern und somit aus den Erfahrungen 33-45 gelernt zu haben. In einem so sensiblen Bereich wie Massenmedien wohl ein existenzieller Grund.
Ich persönlich wäre eigentlich eher für mehr Regionalität. Das Sendegebiet von NDR 2 reicht beispielsweise von der Ems bis an die Oder. Wie soll man da den Regionen gerecht werden? Geschweige denn die ganzen Verkehrsmeldungen von 5 Bundesländern und Städten wie z.B. Bremen, Hamburg, Hannover, Kiel und Rostock zur Rush Hour in 3 Minuten unter kriegen?
NDR 2 ist regionalisiert. In Schleswig-Holstein läuft da was anderes im Radio, als in Mecklenburg oder Niedersachsen. Ich glaube Niedersachsen und Hamburg hängen lediglich zusammen (da gehen dann aber die Verkehrsmeldungen gerne auch mal ein paar Minuten ). Beim MDR (3 Bundesländer) sollte es ähnlich sein. Es geht also, ohne dass jedes Furz-Bundesland ein eigenes Funkhaus mit dem ganzen Kostenapparat mitschleppt.
Ja, habe ich - die stelle ich Dir aber gleich per PN, gehört hier nicht hin.
Zur Frage MDR, SWR und NDR:
Ich habe die Frage gestellt wieso es bei manchen Landesrundfunkanstalten gelingt mehrere Bundesländer durch eine abzudecken und bei anderen angeblich nicht. Und ich habe extra MDR etc. geschrieben, demnächst schreibe ich es aus für Dich.
Also noch einmal die Frage wieso es bei Radio Bremen (600.00 Einwohner) und dem Saarländischen Rundfunk (1 Mio.) nicht möglich sein soll mit anderen Landesrundfunkanstalten zu fusionieren? Wieso müssen ausgerechnet die kleinsten Bundesländer eine eigene Landesrundfunkanstalt haben, während bei NDR (14 Mio.) und SWR (15 Mio.) scheinbar jeweils eine funktioniert und ein Intendant reicht?
Die Existenz der Sendeanstalten ist wohl historisch begründet. Siehe meine Antwort zum NDR. Aus dieser Historie heraus und den nach dem 2. Weltkrieg aus gewissen Erfahrungen heraus etablierten Föderalismus hat sich das so entwickelt.
Ich kann nur am Beispiel Bayern aufzeigen, warum deine Fusionsideen niemals Realität werden: Bayern wird seine eigene Rundfunkhoheit niemals aufgeben. Auch dies ist in der Historie begründet sowie in dem Bestreben, identitätsstiftend zu sein. Auch hat sich gezeigt, dass Fusionen beileibe kein Allheilmittel sind. Wenn man Programm und Service wie bisher gestalten will, bleibt der Apparat derselbe, erzielte Synergieeffekte werden durch die Schwerfälligkeit eines Riesenunternehmens wieder aufgefressen, die Qualität sinkt in der Regel, Massenware ist das Ergebnis.
Dies ist nur meine persönliche Sicht der Dinge. Medienexperten werden noch andere Argumente einfallen. Das Wichtigste aber ist immer noch, Zentralismus zu verhindern und somit aus den Erfahrungen 33-45 gelernt zu haben. In einem so sensiblen Bereich wie Massenmedien wohl ein existenzieller Grund.
Auch möchte niemand (zumindest hier im Forum) zu den Massenmedien und deren Struktur von 33-45 zurück.
Kein Problem diesen Kontext immer mal wieder aufzuzeigen...allerdings fände ich es schwierig wenn Du damit versuchen würdest eine Debatte abzuwürgen - dies wäre etwas unfair anderen und mir gegenüber. Du blendest die Möglichkeit von Kompromissen und Lösungen zwischen den Positionen damit aus - meistens keine so gute Idee in einer Debatte.
Aber konkret:
Bayer, bzw. der BR deckt 13 Millionen Menschen ab, siehst Du den Unterschied zum Saarländischen Rundfunk?
Eine Fusion ist auch, aber mitnichten hauptsächlich, nicht möglich weil der Freistadt so besonders ist, sondern weil der BR bereits ne Menge abdeckt.
Massenware als Ergebnis von Fusion - puh, also der HR ist ziemlich eigenständig, aber die Radiosender sind trotzdem beliebig und seicht geworden. Aber dies wäre eine andere Debatte
Ich verstehe Dein schwarz-weiß Denken nicht.
Es gibt etwas zwischen "Zentralismus in Berlin" und "Jedes Bundesland muss eine Landesrundfunkanstalt haben". Und es gibt, aus meiner Sicht, funktionierende Beispiele, eben mit dem MDR etc.
Du fragst nach einer Grenzziehung? Kein Problem!
Alles unter 5 Millionen Einwohner im Gebiet einer Landesrundfunkanstalt macht für mich keinen Sinn. Da sind dann genau zwei betroffen, nämlich Bremen und Saarland. Ob der NDR jetzt 14,2 oder 14,9 Mio. Einwohner im Sendegebiet hat...wo ist da der Unterschied?
Die Existenz der Sendeanstalten ist wohl historisch begründet. Siehe meine Antwort zum NDR. Aus dieser Historie heraus und den nach dem 2. Weltkrieg aus gewissen Erfahrungen heraus etablierten Föderalismus hat sich das so entwickelt.
Ich kann nur am Beispiel Bayern aufzeigen, warum deine Fusionsideen niemals Realität werden: Bayern wird seine eigene Rundfunkhoheit niemals aufgeben. Auch dies ist in der Historie begründet sowie in dem Bestreben, identitätsstiftend zu sein. Auch hat sich gezeigt, dass Fusionen beileibe kein Allheilmittel sind. Wenn man Programm und Service wie bisher gestalten will, bleibt der Apparat derselbe, erzielte Synergieeffekte werden durch die Schwerfälligkeit eines Riesenunternehmens wieder aufgefressen, die Qualität sinkt in der Regel, Massenware ist das Ergebnis.
Dies ist nur meine persönliche Sicht der Dinge. Medienexperten werden noch andere Argumente einfallen. Das Wichtigste aber ist immer noch, Zentralismus zu verhindern und somit aus den Erfahrungen 33-45 gelernt zu haben. In einem so sensiblen Bereich wie Massenmedien wohl ein existenzieller Grund.
Auch möchte niemand (zumindest hier im Forum) zu den Massenmedien und deren Struktur von 33-45 zurück.
Kein Problem diesen Kontext immer mal wieder aufzuzeigen...allerdings fände ich es schwierig wenn Du damit versuchen würdest eine Debatte abzuwürgen - dies wäre etwas unfair anderen und mir gegenüber. Du blendest die Möglichkeit von Kompromissen und Lösungen zwischen den Positionen damit aus - meistens keine so gute Idee in einer Debatte.
Aber konkret:
Bayer, bzw. der BR deckt 13 Millionen Menschen ab, siehst Du den Unterschied zum Saarländischen Rundfunk?
Eine Fusion ist auch, aber mitnichten hauptsächlich, nicht möglich weil der Freistadt so besonders ist, sondern weil der BR bereits ne Menge abdeckt.
Massenware als Ergebnis von Fusion - puh, also der HR ist ziemlich eigenständig, aber die Radiosender sind trotzdem beliebig und seicht geworden. Aber dies wäre eine andere Debatte
Ich verstehe Dein schwarz-weiß Denken nicht.
Es gibt etwas zwischen "Zentralismus in Berlin" und "Jedes Bundesland muss eine Landesrundfunkanstalt haben". Und es gibt, aus meiner Sicht, funktionierende Beispiele, eben mit dem MDR etc.
Du fragst nach einer Grenzziehung? Kein Problem!
Alles unter 5 Millionen Einwohner im Gebiet einer Landesrundfunkanstalt macht für mich keinen Sinn. Da sind dann genau zwei betroffen, nämlich Bremen und Saarland. Ob der NDR jetzt 14,2 oder 14,9 Mio. Einwohner im Sendegebiet hat...wo ist da der Unterschied?
Ich wollte dir nur deine Frage beantworten. Woher das alles kommt und warum das so ist, wie es ist. Daraus ein Abwürgen der Diskussion zu machen ist etwas daneben.
Was die Existenz der kleinen Rundfunkanstalten betrifft, habe ich ja am Beispiel Radio Bremen schon mal ausgeführt, wozu solch ein kleiner Sender in der Lage ist. Die Bedeutung der Hanse beispielsweise lässt sich ja auch nicht an Flächen- oder Einwohnerzahlen bemessen.
Deine Bestrebungen, Dinge zusammenzufassen, um Geld zu sparen, verstehe ich ja vollkommen. Es ist aber erstens kein Allheilmittel (wie schon begründet) und wird zweitens auf erhebliche Widerstände stoßen (historisch und aus dem Selbstverständnis der Anstalten heraus, wie am Beispiel Bayern gezeigt). Ich persönlich fände eine weitere Konzentration im Medienbereich nach den verhängnisvollen Konzentrationen im Pressebereich schon bedenklich und der Vielfalt, dem Pluralismus und dem Föderalismus wenig zuträglich.
Und nur, um meine Kompetenz in dieser Sache zu unterstreichen: ich war selbst mal in einem mittleren Unternehmen, das per Fusion in einen Konzern einverleibt wurde. Da bleibt so einiges auf der Strecke, das ein Außenstehender gar nicht so mitbekommt, das für die Qualität, Vielfalt und Individualität der Produkte (in unserem Fall: Programm) aber essenziell ist. Vielleicht verstehst du mein "Schwarz-Weiß-Denken" jetzt besser.
Auch möchte niemand (zumindest hier im Forum) zu den Massenmedien und deren Struktur von 33-45 zurück.
Kein Problem diesen Kontext immer mal wieder aufzuzeigen...allerdings fände ich es schwierig wenn Du damit versuchen würdest eine Debatte abzuwürgen - dies wäre etwas unfair anderen und mir gegenüber. Du blendest die Möglichkeit von Kompromissen und Lösungen zwischen den Positionen damit aus - meistens keine so gute Idee in einer Debatte.
Aber konkret:
Bayer, bzw. der BR deckt 13 Millionen Menschen ab, siehst Du den Unterschied zum Saarländischen Rundfunk?
Eine Fusion ist auch, aber mitnichten hauptsächlich, nicht möglich weil der Freistadt so besonders ist, sondern weil der BR bereits ne Menge abdeckt.
Massenware als Ergebnis von Fusion - puh, also der HR ist ziemlich eigenständig, aber die Radiosender sind trotzdem beliebig und seicht geworden. Aber dies wäre eine andere Debatte
Ich verstehe Dein schwarz-weiß Denken nicht.
Es gibt etwas zwischen "Zentralismus in Berlin" und "Jedes Bundesland muss eine Landesrundfunkanstalt haben". Und es gibt, aus meiner Sicht, funktionierende Beispiele, eben mit dem MDR etc.
Du fragst nach einer Grenzziehung? Kein Problem!
Alles unter 5 Millionen Einwohner im Gebiet einer Landesrundfunkanstalt macht für mich keinen Sinn. Da sind dann genau zwei betroffen, nämlich Bremen und Saarland. Ob der NDR jetzt 14,2 oder 14,9 Mio. Einwohner im Sendegebiet hat...wo ist da der Unterschied?
Wenn die mitsamt Intendanten und Unterbau existiert, um gerade einmal 700.000 Menschen mit 3-6 Radioprogrammen abzudecken?
Wenn die mitsamt Intendanten und Unterbau existiert, um gerade einmal 700.000 Menschen mit 3-6 Radioprogrammen abzudecken?
https://www.radiobremen.de/ueber-uns/transparenz/sendekosten-100.html
https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwju_I2TxsL1AhUJ2qQKHVxlBfEQFnoECAkQAQ&url=https%3A%2F%2Fwww.rundfunkbeitrag.de%2Fe175%2Fe7364%2FJahresbericht_2020.pdf&usg=AOvVaw3yiG0q69mY5MJJfvY7hytF
https://www.radiobremen.de/ueber-uns/transparenz/sendekosten-100.html
Danke!
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Sehr interessant. Danke dafür.
https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwju_I2TxsL1AhUJ2qQKHVxlBfEQFnoECAkQAQ&url=https%3A%2F%2Fwww.rundfunkbeitrag.de%2Fe175%2Fe7364%2FJahresbericht_2020.pdf&usg=AOvVaw3yiG0q69mY5MJJfvY7hytF
Sehr interessant. Danke dafür.
Auch möchte niemand (zumindest hier im Forum) zu den Massenmedien und deren Struktur von 33-45 zurück.
Kein Problem diesen Kontext immer mal wieder aufzuzeigen...allerdings fände ich es schwierig wenn Du damit versuchen würdest eine Debatte abzuwürgen - dies wäre etwas unfair anderen und mir gegenüber. Du blendest die Möglichkeit von Kompromissen und Lösungen zwischen den Positionen damit aus - meistens keine so gute Idee in einer Debatte.
Aber konkret:
Bayer, bzw. der BR deckt 13 Millionen Menschen ab, siehst Du den Unterschied zum Saarländischen Rundfunk?
Eine Fusion ist auch, aber mitnichten hauptsächlich, nicht möglich weil der Freistadt so besonders ist, sondern weil der BR bereits ne Menge abdeckt.
Massenware als Ergebnis von Fusion - puh, also der HR ist ziemlich eigenständig, aber die Radiosender sind trotzdem beliebig und seicht geworden. Aber dies wäre eine andere Debatte
Ich verstehe Dein schwarz-weiß Denken nicht.
Es gibt etwas zwischen "Zentralismus in Berlin" und "Jedes Bundesland muss eine Landesrundfunkanstalt haben". Und es gibt, aus meiner Sicht, funktionierende Beispiele, eben mit dem MDR etc.
Du fragst nach einer Grenzziehung? Kein Problem!
Alles unter 5 Millionen Einwohner im Gebiet einer Landesrundfunkanstalt macht für mich keinen Sinn. Da sind dann genau zwei betroffen, nämlich Bremen und Saarland. Ob der NDR jetzt 14,2 oder 14,9 Mio. Einwohner im Sendegebiet hat...wo ist da der Unterschied?
Ich wollte dir nur deine Frage beantworten. Woher das alles kommt und warum das so ist, wie es ist. Daraus ein Abwürgen der Diskussion zu machen ist etwas daneben.
Was die Existenz der kleinen Rundfunkanstalten betrifft, habe ich ja am Beispiel Radio Bremen schon mal ausgeführt, wozu solch ein kleiner Sender in der Lage ist. Die Bedeutung der Hanse beispielsweise lässt sich ja auch nicht an Flächen- oder Einwohnerzahlen bemessen.
Deine Bestrebungen, Dinge zusammenzufassen, um Geld zu sparen, verstehe ich ja vollkommen. Es ist aber erstens kein Allheilmittel (wie schon begründet) und wird zweitens auf erhebliche Widerstände stoßen (historisch und aus dem Selbstverständnis der Anstalten heraus, wie am Beispiel Bayern gezeigt). Ich persönlich fände eine weitere Konzentration im Medienbereich nach den verhängnisvollen Konzentrationen im Pressebereich schon bedenklich und der Vielfalt, dem Pluralismus und dem Föderalismus wenig zuträglich.
Und nur, um meine Kompetenz in dieser Sache zu unterstreichen: ich war selbst mal in einem mittleren Unternehmen, das per Fusion in einen Konzern einverleibt wurde. Da bleibt so einiges auf der Strecke, das ein Außenstehender gar nicht so mitbekommt, das für die Qualität, Vielfalt und Individualität der Produkte (in unserem Fall: Programm) aber essenziell ist. Vielleicht verstehst du mein "Schwarz-Weiß-Denken" jetzt besser.
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_91518380/heuert-ex-bild-chef-reichelt-bei-sender-in-der-provinz-an-.html
https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_91518380/heuert-ex-bild-chef-reichelt-bei-sender-in-der-provinz-an-.html
Alter. Snickers. Danke für die Bilder im Kopf
Alter. Snickers. Danke für die Bilder im Kopf
Aber kein Wunder, wenn AfD, CDU Sachen Anhalt und das ganze Schwurblergesocks hetzt und hetzt.
Quelle: tagesschau.de Corona Liveblog um 16:03 Uhr
Nochmals die Stellungnahme der CDU-Fraktion im Magdeburger Landtag zu einer Pressemeldung:
"Die Fraktion hat sich heute wiederholt über die Struktur und den Auftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten unterhalten. Dabei haben wir die Vorschläge der Rundfunkkommission begrüßt, die eine Präzisierung des Auftrages und eine Straffung der Struktur beinhalten.
Die Fraktion hat ihr Ziel unterstrichen, die kleinen und mittelständischen Unternehmen von einer Mehrfachveranlagung beim Rundfunkbeitrag zu entlasten. In diesem Zusammenhang hat die Fraktion beschlossen, den bekannten Vorschlag des Staatsministers Robra weiter zu verfolgen. Kern des Vorschlages war es, dass das Erste als Schaufenster der Regionen und das ZDF als bundesweiter Sender dient. Von einer jetzigen Abschaltung des Ersten war niemals die Rede und wurde auch nicht beschlossen.“
Aber kein Wunder, wenn AfD, CDU Sachen Anhalt und das ganze Schwurblergesocks hetzt und hetzt.
Quelle: tagesschau.de Corona Liveblog um 16:03 Uhr
Nochmals die Stellungnahme der CDU-Fraktion im Magdeburger Landtag zu einer Pressemeldung:
"Die Fraktion hat sich heute wiederholt über die Struktur und den Auftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten unterhalten. Dabei haben wir die Vorschläge der Rundfunkkommission begrüßt, die eine Präzisierung des Auftrages und eine Straffung der Struktur beinhalten.
Die Fraktion hat ihr Ziel unterstrichen, die kleinen und mittelständischen Unternehmen von einer Mehrfachveranlagung beim Rundfunkbeitrag zu entlasten. In diesem Zusammenhang hat die Fraktion beschlossen, den bekannten Vorschlag des Staatsministers Robra weiter zu verfolgen. Kern des Vorschlages war es, dass das Erste als Schaufenster der Regionen und das ZDF als bundesweiter Sender dient. Von einer jetzigen Abschaltung des Ersten war niemals die Rede und wurde auch nicht beschlossen.“
„Wir sind der Meinung, dass im öffentlich-rechtlichen Rundfunk oft Minderheitenmeinungen stärker vorkommen als die Meinung der Mehrheit“, sagte Kurze. „Zum Beispiel sollten die Sender nicht nur diejenigen zu Wort kommen lassen, die immer noch mehr und mehr Klimaschutz wollen, sondern auch diejenigen, die das bezahlen müssen.“
(Quelle: FAZ)
Und du hast ganz vergessen, dass Rainer Robra Mitglied des ZDF Fernsehrats ist, seit fast 20 Jahren.
(Quelle überall einsehbar)
Da ist es natürlich reiner Zufall, dass der Parlamentarische Geschäftsführer das ZDF als einziges bundesweite öffentlich-rechtliche TV-Programm erhalten will.
„Als nationaler Sender bliebe das ZDF übrig“, bestätigte der CDU-Abgeordnete Kurze im Gespräch mit der „Mitteldeutschen Zeitung“.