Europa im Wandel - Populismus, Brexit und Co.
Thread wurde von skyeagle am Donnerstag, 31. Oktober 2024, 16:02 Uhr um 16:02 Uhr gesperrt weil:
Siehe: https://community.eintracht.de/forum/diskussionen/141794
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Und man könnte sogar noch einen Schritt weiter gehen und sagen "Weil die Landbevölkerung nicht so tolerant ist und anfälliger für rechte Parolen, ist das Geld in den Städten, wo man Macron wählt."
Zumindest, wenn man sich um den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität nicht schert.
"Je mehr die Menschen verdienen, desto eher gaben sie ihre Stimme dem Präsidenten. Die ärmsten Franzosen mit weniger als 1.250 Euro netto im Monat wählten mehrheitlich Marine Le Pen. Unter Arbeitern holte sie zwei Drittel der Stimmen, ebenfalls eine knappe Mehrheit unter den Angestellten. Bei Rentnern und Beschäftigten des öffentlichen Dienstes lag dagegen Macron klar vorne."
Zweidrittel der Arbeiter für Le Pen. Das ist schon ein Pfund.
Es ist vergleichbar wie in anderen westlichen Demokratien. Ob in den USA (Trump), in Osteuropa(Orban) und bei uns mit der AfD sind Bevölkerungsgruppen, die man früher eher dem linken (Protest-) Spektrum zugeordnet hätte, bei den Rechten gelandet.
Weitere Analysen hier:
https://www.zeit.de/politik/ausland/2022-04/stichwahl-frankreich-emmanuel-macron-marine-le-pen-ergebnis-karte-interaktiv
Ist aber auch hierzulande so. Aber die ländliche Bevölkerung verschwindet halt auch oft aus dem Blickpunkt der Politik. Dass die zusätzlich noch konservativer ist usw. kommt noch dazu.
Die Landbevölkerung pauschal als " nicht so tolerant" zu bezeichnen, grenzt an Diffamierung.
Ich habe in Großstädten, mittelgroßen Städten und in Landgemeinden gelebt. Ein Toleranzunterschied ist mir nicht aufgefallen.
Ich erinnere an die großen Leistungen, die in den (Land-) Kommunen für die Flüchtlingshilfen 2015/16 und jetzt wieder leisteten. Viel Ehrenamtliches.
Ist aber auch hierzulande so. Aber die ländliche Bevölkerung verschwindet halt auch oft aus dem Blickpunkt der Politik. Dass die zusätzlich noch konservativer ist usw. kommt noch dazu.
Die Landbevölkerung pauschal als " nicht so tolerant" zu bezeichnen, grenzt an Diffamierung.
Ich habe in Großstädten, mittelgroßen Städten und in Landgemeinden gelebt. Ein Toleranzunterschied ist mir nicht aufgefallen.
Ich erinnere an die großen Leistungen, die in den (Land-) Kommunen für die Flüchtlingshilfen 2015/16 und jetzt wieder leisteten. Viel Ehrenamtliches.
Pauschalisieren ist falsch, aber der Trend ist mehr als eindeutig. Das ist aber nicht nur in Deutschland so. Auch in Ländern wie den USA, England, Polen etc. pp.
Einfach mal die Scheuklappen abnehmen
Die Landbevölkerung pauschal als " nicht so tolerant" zu bezeichnen, grenzt an Diffamierung.
Ich habe in Großstädten, mittelgroßen Städten und in Landgemeinden gelebt. Ein Toleranzunterschied ist mir nicht aufgefallen.
Ich erinnere an die großen Leistungen, die in den (Land-) Kommunen für die Flüchtlingshilfen 2015/16 und jetzt wieder leisteten. Viel Ehrenamtliches.
Pauschalisieren ist falsch, aber der Trend ist mehr als eindeutig. Das ist aber nicht nur in Deutschland so. Auch in Ländern wie den USA, England, Polen etc. pp.
Weniger froh bin ich über die gewählte neoliberale Alternative.
Aber klar, das wesentlich geringere Übel!
Irgendwer hat den Vergleich Pokalfinale Bayern gg. RB gebracht. Finde ich sehr treffend.
Nichts für Ungut, aber einen unwichtigen Pokalsieg egal welchen Vereins, mit der möglichen Wahl und Amtsübernahme einer Rechtspopulistin gleichzusetzen, der massive Auswirkungen sowohl politisch und wirtschaftlich als auch gesellschaftlich hätte, ist nicht nur nicht "sehr treffend", sondern völlig abstrus und verklärend.
Weniger froh bin ich über die gewählte neoliberale Alternative.
Aber klar, das wesentlich geringere Übel!
Kenne mich in Frankreich null aus, habe aber gehört, er habe die Mindestrente und den Mindestlohn erhöht, was isoliert betrachtet nicht nach einem neoliberalen Ansatz klingt.
Falls sich jemand in Frankreich mehr auskennt und ausführen kann, was Macron zum Neoliberalen macht, wäre das von meiner Seite sehr willkommen.
Der Mindestlohn wird in Frankreich permanent jährlich und bei hoher Inflation auch innerhalb des Jahres angepasst. Das hat gewisse Automatismen, wenn ich mich recht entsinne.
Die Landbevölkerung pauschal als " nicht so tolerant" zu bezeichnen, grenzt an Diffamierung.
Ich habe in Großstädten, mittelgroßen Städten und in Landgemeinden gelebt. Ein Toleranzunterschied ist mir nicht aufgefallen.
Ich erinnere an die großen Leistungen, die in den (Land-) Kommunen für die Flüchtlingshilfen 2015/16 und jetzt wieder leisteten. Viel Ehrenamtliches.
Einfach mal die Scheuklappen abnehmen
Kenne mich in Frankreich null aus, habe aber gehört, er habe die Mindestrente und den Mindestlohn erhöht, was isoliert betrachtet nicht nach einem neoliberalen Ansatz klingt.
Falls sich jemand in Frankreich mehr auskennt und ausführen kann, was Macron zum Neoliberalen macht, wäre das von meiner Seite sehr willkommen.
Der Mindestlohn wird in Frankreich permanent jährlich und bei hoher Inflation auch innerhalb des Jahres angepasst. Das hat gewisse Automatismen, wenn ich mich recht entsinne.
Dann kam das am Wahlabend auf ARD falsch rüber, hörte sich so an, als ob er das aktiv erhöht hätte, er zudem viele Jobs geschaffen habe, er hätte vor allem ein Problem, seine Handlungen und Erfolge zu kommunizieren.
Davon abgesehen hat Frankreich auch unter Macron eine sehr hohe Staatsquote von 61,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Verfügt quasi über einem staatlichem Energiesektor und eine Rente ab 60. Weist zudem die höchsten Sozialinvestitionen in der EU auf.
Sicherlich ist Macron politisch im Wesentlichen ein Liberaler. Trotzdem hat er Frankreich nicht in eine neoliberale Hölle verwandelt.
Bei den Vorhaltungen gegenüber dem Liberalismus schwingt halt immer auch eine Spur Ideologie mit. Die Bezeichnung „Neoliberal“ ist inzwischen ein Kampfbegriff wie es umgekehrt „rote Socken“ ist.
Der Mindestlohn wird in Frankreich permanent jährlich und bei hoher Inflation auch innerhalb des Jahres angepasst. Das hat gewisse Automatismen, wenn ich mich recht entsinne.
Dann kam das am Wahlabend auf ARD falsch rüber, hörte sich so an, als ob er das aktiv erhöht hätte, er zudem viele Jobs geschaffen habe, er hätte vor allem ein Problem, seine Handlungen und Erfolge zu kommunizieren.
Irgendwer hat den Vergleich Pokalfinale Bayern gg. RB gebracht. Finde ich sehr treffend.
Nichts für Ungut, aber einen unwichtigen Pokalsieg egal welchen Vereins, mit der möglichen Wahl und Amtsübernahme einer Rechtspopulistin gleichzusetzen, der massive Auswirkungen sowohl politisch und wirtschaftlich als auch gesellschaftlich hätte, ist nicht nur nicht "sehr treffend", sondern völlig abstrus und verklärend.
Der Mindestlohn wird in Frankreich permanent jährlich und bei hoher Inflation auch innerhalb des Jahres angepasst. Das hat gewisse Automatismen, wenn ich mich recht entsinne.
Davon abgesehen hat Frankreich auch unter Macron eine sehr hohe Staatsquote von 61,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Verfügt quasi über einem staatlichem Energiesektor und eine Rente ab 60. Weist zudem die höchsten Sozialinvestitionen in der EU auf.
Sicherlich ist Macron politisch im Wesentlichen ein Liberaler. Trotzdem hat er Frankreich nicht in eine neoliberale Hölle verwandelt.
Bei den Vorhaltungen gegenüber dem Liberalismus schwingt halt immer auch eine Spur Ideologie mit. Die Bezeichnung „Neoliberal“ ist inzwischen ein Kampfbegriff wie es umgekehrt „rote Socken“ ist.
Also ich finde den Vergleich mit einer seelenlosen Kaptitalmaschine, die ohne Rücksicht auf Gesetze ihre Position auch mit illegalen Mitteln errungen hat und in Beziehungen absolut auf Menschenrechte scheißt, sowie einer seelenlosen Marketingmaschine finanziert aus Mitteln eines offenen Rechtspopulisten mit Umgehung aller Regularien absolut legitim.
Also ich finde den Vergleich mit einer seelenlosen Kaptitalmaschine, die ohne Rücksicht auf Gesetze ihre Position auch mit illegalen Mitteln errungen hat und in Beziehungen absolut auf Menschenrechte scheißt, sowie einer seelenlosen Marketingmaschine finanziert aus Mitteln eines offenen Rechtspopulisten mit Umgehung aller Regularien absolut legitim.
Das bleibt dir auch völlig unbenommen.
Um die "seelenlose Marketingmaschine" eines "offenen Rechtspopulisten" ging es aber nicht, sondern um das lapidare Ergebnis einer vergleichsweise völlig uninteressanten Sportveranstaltung die weite Teile der Weltbevölkerung nur kurzfristig interessiert, im Vergleich zu einer Präsidentschaftswahl, die in der Regel 5 Jahre lang Millionen von Menschen direkt und indirekt betrifft.
Kann man also legitim finden, oder man findet es relativierend und verharmlosend.
Also ich finde den Vergleich mit einer seelenlosen Kaptitalmaschine, die ohne Rücksicht auf Gesetze ihre Position auch mit illegalen Mitteln errungen hat und in Beziehungen absolut auf Menschenrechte scheißt, sowie einer seelenlosen Marketingmaschine finanziert aus Mitteln eines offenen Rechtspopulisten mit Umgehung aller Regularien absolut legitim.
Das bleibt dir auch völlig unbenommen.
Um die "seelenlose Marketingmaschine" eines "offenen Rechtspopulisten" ging es aber nicht, sondern um das lapidare Ergebnis einer vergleichsweise völlig uninteressanten Sportveranstaltung die weite Teile der Weltbevölkerung nur kurzfristig interessiert, im Vergleich zu einer Präsidentschaftswahl, die in der Regel 5 Jahre lang Millionen von Menschen direkt und indirekt betrifft.
Kann man also legitim finden, oder man findet es relativierend und verharmlosend.
Ich zitiere dann mal nicht die Vergleiche meiner französischen Freunde, weil dann würdest du wahrscheinlich einen Empörungsinfarkt erleiden.
Das bleibt dir auch völlig unbenommen.
Um die "seelenlose Marketingmaschine" eines "offenen Rechtspopulisten" ging es aber nicht, sondern um das lapidare Ergebnis einer vergleichsweise völlig uninteressanten Sportveranstaltung die weite Teile der Weltbevölkerung nur kurzfristig interessiert, im Vergleich zu einer Präsidentschaftswahl, die in der Regel 5 Jahre lang Millionen von Menschen direkt und indirekt betrifft.
Kann man also legitim finden, oder man findet es relativierend und verharmlosend.
Ich zitiere dann mal nicht die Vergleiche meiner französischen Freunde, weil dann würdest du wahrscheinlich einen Empörungsinfarkt erleiden.
Du weißt schon, dass Du Dich mit dieser Aussage dazu verpflichtet hast, dies nun doch zu tun?
Und? Schwanzvergleich, oder was soll das nun?
Um einen Empörungsinfarkt brauchst du dich auch nicht sorgen. Relativieren und verharmlosen löst das Kernproblem trotzdem nicht, im Gegenteil - ob es dir nun gefällt oder nicht.
Ich zitiere dann mal nicht die Vergleiche meiner französischen Freunde, weil dann würdest du wahrscheinlich einen Empörungsinfarkt erleiden.
Du weißt schon, dass Du Dich mit dieser Aussage dazu verpflichtet hast, dies nun doch zu tun?
Ich zitiere dann mal nicht die Vergleiche meiner französischen Freunde, weil dann würdest du wahrscheinlich einen Empörungsinfarkt erleiden.
Und? Schwanzvergleich, oder was soll das nun?
Um einen Empörungsinfarkt brauchst du dich auch nicht sorgen. Relativieren und verharmlosen löst das Kernproblem trotzdem nicht, im Gegenteil - ob es dir nun gefällt oder nicht.
Mich würde interessieren, wie Ihr den Sieg der Sinn Fein beurteilt.
🇮🇪 🇪🇺 🇬🇧?
Nichts wird sich ändern. Ob nun jemand von der DUP oder Sinn Fein an der Spitze steht, wird die Unterschiede nicht vermindern. DUP will sich nicht an der Regierung beteiligen, es ist in Nordirland festgeschrieben, dass die Regierung aus dem ersten und zweiten Minister gebildet wird. Erster Minister ist nun die Wahlsiegerin der Sinn Fein. Eine Regierungsbildung wird extrem schwierig.
Ich sehe im Wahlsieg nur einen symbolischen Sieg. Die von den Katholiken gewünschte Vereinigung mit Irland braucht so weit ich mich erinnere eine 2/3 oder gar 3/4 Mehrheit in einer Volksbefragung. Die Hürde ist also hoch.
Es dauert ja immer noch der Streit an, der durch das Brexitabkommen in Nordirland losgetreten wurde. Die DUP fordert Änderungen. Auch da geht's nicht voran.