Landtagswahlen 2017 (Saarland, Schleswig-Holstein, NRW)

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WuerzburgerAdler schrieb:

Basaltkopp schrieb:

Das Rekordergebnis für die FDP scheint aber darauf schließen zu lassen, dass diese sich erholt hat und wohl auch bei der Bundestagswahl deutlich zulegen wird im Verlgeich zu 2013.

Wodurch eigentlich? Gibts irgendeinen Plan, für eine bestimmte Gruppe den ermäßigten Mehrwertsteuersatz einzuführen, von dem ich nichts, die NRW-Wähler aber sehr wohl Bescheid wissen?

Offensichtlich haben 12,6% der Wähler in NRW die Antworten der FDP zu den Hauptwahlkampfthemen gefallen. Welche waren dies. Siehe hier:

http://www.ksta.de/nrw/landtagswahl2017/landtagswahl-in-nrw-acht-fragen-zum-parteiprogramm---das-sagt-die-fdp-26862964
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Die CDU holt mit dem Abnicker Laschet ihr zweitschlechtestes Ergebnis seit 1947. Und das trotz dieser richtig schlechten rot grünen Regierung.

Bei solch jämmerlicher Konkurrenz verliert das Ergebnis der FDP doch deutlich an Glanz. Jedoch wird sie zwar im Bundestag vermisst, war aber die letzten fünf Jahre im Düsseldorfer Landtag relativ stark vertreten. Offensichtlich hat sie ihre Sache aus Sicht der Wähler einigermaßen anständig gemacht.

Erfreulicher Effekt der Wahl ist, dass die grünen hoffentlich ein Stück ihrer absurd großen Macht im Bundesrat einbüßen.
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Die CDU holt mit dem Abnicker Laschet ihr zweitschlechtestes Ergebnis seit 1947. Und das trotz dieser richtig schlechten rot grünen Regierung.

Bei solch jämmerlicher Konkurrenz verliert das Ergebnis der FDP doch deutlich an Glanz. Jedoch wird sie zwar im Bundestag vermisst, war aber die letzten fünf Jahre im Düsseldorfer Landtag relativ stark vertreten. Offensichtlich hat sie ihre Sache aus Sicht der Wähler einigermaßen anständig gemacht.

Erfreulicher Effekt der Wahl ist, dass die grünen hoffentlich ein Stück ihrer absurd großen Macht im Bundesrat einbüßen.
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emjott schrieb:

Erfreulicher Effekt der Wahl ist, dass die grünen hoffentlich ein Stück ihrer absurd großen Macht im Bundesrat einbüßen.
       


Ob jetzt Merkel noch mal das mit den AKWs überdenkt?
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Der Herr Lindner will wohl gar nicht in die NRW-Landesregierung?!
Könnte so viel falsch laufen in vier Monaten, da ist dann der (für ihn schon sichere?) Einzug in den Bundestag in Gefahr!?!

FDP die Partei der Besserverdienenden!
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ismirdochegal! schrieb:

Der Herr Lindner will wohl gar nicht in die NRW-Landesregierung?!


die SPD mittlerweile auch nicht als Junior Partner in der Großen Koalition
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ismirdochegal! schrieb:

Der Herr Lindner will wohl gar nicht in die NRW-Landesregierung?!


die SPD mittlerweile auch nicht als Junior Partner in der Großen Koalition
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Tafelberg schrieb:

ismirdochegal! schrieb:

Der Herr Lindner will wohl gar nicht in die NRW-Landesregierung?!


die SPD mittlerweile auch nicht als Junior Partner in der Großen Koalition

und vollkommen unabhängig von den Parteifarben ist das doch auch gut so. Kann ja nicht sein, dass, wie zuletzt leider oft, in Erwartung von Ministerposten, ungeachtet der Wahlprogramme oder Zielsetzungen jede noch so stumpfsinnige Koalition eingegangen wird. Wenn die möglichen Koalitionspartner es dem Wahlgewinner schwer machen, muss der halt um sie buhlen und idealerweise können sie auch als Juniorpartner ein Profil bewahren und nicht nur als Stimmvieh Teil der Masse werden, die beliebig und willkürlich austauschbar wäre.
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Die CDU holt mit dem Abnicker Laschet ihr zweitschlechtestes Ergebnis seit 1947. Und das trotz dieser richtig schlechten rot grünen Regierung.

Bei solch jämmerlicher Konkurrenz verliert das Ergebnis der FDP doch deutlich an Glanz. Jedoch wird sie zwar im Bundestag vermisst, war aber die letzten fünf Jahre im Düsseldorfer Landtag relativ stark vertreten. Offensichtlich hat sie ihre Sache aus Sicht der Wähler einigermaßen anständig gemacht.

Erfreulicher Effekt der Wahl ist, dass die grünen hoffentlich ein Stück ihrer absurd großen Macht im Bundesrat einbüßen.
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emjott schrieb:

Bei solch jämmerlicher Konkurrenz verliert das Ergebnis der FDP doch deutlich an Glanz. Jedoch wird sie zwar im Bundestag vermisst

Außer dir, von wem noch?
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Die Entscheidung der SPD, nicht für eine Große Koalition zur Verfügung zu stehen, halte ich für klug und richtig.
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Die Entscheidung der SPD, nicht für eine Große Koalition zur Verfügung zu stehen, halte ich für klug und richtig.
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Siehste, noch gar nicht mitbekommen. Halte ich auch für richtig. Ich halte generell nix von großen Koalitionen. Nicht auf Ländereben und nicht im Bund.
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emjott schrieb:

Bei solch jämmerlicher Konkurrenz verliert das Ergebnis der FDP doch deutlich an Glanz. Jedoch wird sie zwar im Bundestag vermisst

Außer dir, von wem noch?
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WuerzburgerAdler schrieb:

Außer dir, von wem noch?
     


Apothekern und Hoteliers? Naja, 6 % der Bevölkerung fehlt die FDP wohl schon aktuell.
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Die Entscheidung der SPD, nicht für eine Große Koalition zur Verfügung zu stehen, halte ich für klug und richtig.
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eine in sich logische Entscheidung, als Juniorpartner mit der CDU hätte die NRW SPD noch größere Probleme. Da wird es sicher jetzt auch eine personelle Erneuerung geben (ohne Kraft und Jäger).
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eine in sich logische Entscheidung, als Juniorpartner mit der CDU hätte die NRW SPD noch größere Probleme. Da wird es sicher jetzt auch eine personelle Erneuerung geben (ohne Kraft und Jäger).
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Tafelberg schrieb:

NRW SPD noch größere Probleme.


...und die "Anordnung"  keineGroko in NRW, kam übrigens in Absprache, aus dem Willy Brandt Haus.
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und SPD Landeschef Stegner steht unter Druck --> da werden sich einige hier freuen
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und SPD Landeschef Stegner steht unter Druck --> da werden sich einige hier freuen
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Tafelberg schrieb:

und SPD Landeschef Stegner steht unter Druck --> da werden sich einige hier freuen


Wieso, insgeheim freut der sich, dass er den Albig los ist. Ein Herz und eine Seele waren die nie.
Übrigens, wenn man das Interview mit dem Grünen-Chef Habeck heute in der Tagesschau liest, könnte es wohl mit Jamaika klappen.

http://www.tagesschau.de/inland/gruene-habeck-interview-101.html
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Tafelberg schrieb:

und SPD Landeschef Stegner steht unter Druck --> da werden sich einige hier freuen


Wieso, insgeheim freut der sich, dass er den Albig los ist. Ein Herz und eine Seele waren die nie.
Übrigens, wenn man das Interview mit dem Grünen-Chef Habeck heute in der Tagesschau liest, könnte es wohl mit Jamaika klappen.

http://www.tagesschau.de/inland/gruene-habeck-interview-101.html
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ne, ich meinte eher, dass einige im Forum, insbes. die AfD Anhänger, permanent auf Herrn Stegner verwiesen haben, wie schrecklich der sei. Der ist i.d.T. alles andere als sympathisch. Sorry für etwas OT

ja in SH läuft es auf Jamaika hinaus, es gäbe noch "Tansania" (CDU/Grüne/Dänische Minderheit), aber dies ist eher unwahrscheinlich
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emjott schrieb:

Bei solch jämmerlicher Konkurrenz verliert das Ergebnis der FDP doch deutlich an Glanz. Jedoch wird sie zwar im Bundestag vermisst

Außer dir, von wem noch?
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WuerzburgerAdler schrieb:

emjott schrieb:

Bei solch jämmerlicher Konkurrenz verliert das Ergebnis der FDP doch deutlich an Glanz. Jedoch wird sie zwar im Bundestag vermisst

Außer dir, von wem noch?

Ich sehe die dort auf jeden Fall deutlich lieber als die Linken und die Grünen und erst die AfD!
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WuerzburgerAdler schrieb:

emjott schrieb:

Bei solch jämmerlicher Konkurrenz verliert das Ergebnis der FDP doch deutlich an Glanz. Jedoch wird sie zwar im Bundestag vermisst

Außer dir, von wem noch?

Ich sehe die dort auf jeden Fall deutlich lieber als die Linken und die Grünen und erst die AfD!
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Basaltkopp schrieb:

WuerzburgerAdler schrieb:

emjott schrieb:

Bei solch jämmerlicher Konkurrenz verliert das Ergebnis der FDP doch deutlich an Glanz. Jedoch wird sie zwar im Bundestag vermisst

Außer dir, von wem noch?

Ich sehe die dort auf jeden Fall deutlich lieber als die Linken und die Grünen und erst die AfD!

Wozu brauchen wir die FDP, wenn wir Lobbyisten haben? Ist irgendwie doppelt gemoppelt...
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emjott schrieb:

Bei solch jämmerlicher Konkurrenz verliert das Ergebnis der FDP doch deutlich an Glanz. Jedoch wird sie zwar im Bundestag vermisst

Außer dir, von wem noch?
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WuerzburgerAdler schrieb:

Außer dir, von wem noch?

Viele, viele Millionen!
Willst du eine Namensliste um eine Säuberungsaktion zu starten?
Anhänger einer gelenkten Demokratie sind vermutlich wenige darunter.

Wer die FDP vermissen könnte:
  • wer eine ernstzunehmende Opposition für unerlässlich hält, und keine braucht, die für die Regierenden betet
  • wer dem {Super-}Staat nicht so viel Macht wie möglich geben möchte, sondern nur soviel wie nötig. Weil er oder sie auf die Eigenverantwortung der Bürger dieses Landes vertraut und das Subsidiaritätsprinzip für wesentlich in einer Demokratie hält
  • wer noch mehr Umverteilung, noch mehr Paternalismus, noch mehr Gleichmacherei, noch mehr Regulierung ablehnt
  • wer Merkel für nachhaltig schädlich für dieses Land hält, sich aber nicht traut AfD zu wählen
  • wer liberal im klassischen Sinn ist.
  • (Im Gegensatz zu den politischen extrem intoleranten Zeitgenossen, die sich selbst - medial gestützt - für Unterstützer einer liberalen Demokratie halten.)
  • wer die repräsentative Demokratie für eine klasse Sache hält und der Meinung ist, dass diese nur dann dauerhaft Bestand haben kann, wenn die unterschiedlichen Interessen und Meinungen der 80 Millionen auch tatsächlich im Parlament repräsentiert werden.
  • ...

Die Menschen sind alle verschieden. Unterschiedliche Erfahrungen, unterschiedliches Wissen, unterschiedliche Wertvorstellungen ... es gibt sicherlich noch viele, viele weitere unterschiedliche Gründe, die pink-blau-gelben Freien Demokraten aka FDP zu vermissen oder sie sogar zu wählen (was derzeit etwa drei Millionen Deutsche tun würden).
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WuerzburgerAdler schrieb:

Außer dir, von wem noch?

Viele, viele Millionen!
Willst du eine Namensliste um eine Säuberungsaktion zu starten?
Anhänger einer gelenkten Demokratie sind vermutlich wenige darunter.

Wer die FDP vermissen könnte:
  • wer eine ernstzunehmende Opposition für unerlässlich hält, und keine braucht, die für die Regierenden betet
  • wer dem {Super-}Staat nicht so viel Macht wie möglich geben möchte, sondern nur soviel wie nötig. Weil er oder sie auf die Eigenverantwortung der Bürger dieses Landes vertraut und das Subsidiaritätsprinzip für wesentlich in einer Demokratie hält
  • wer noch mehr Umverteilung, noch mehr Paternalismus, noch mehr Gleichmacherei, noch mehr Regulierung ablehnt
  • wer Merkel für nachhaltig schädlich für dieses Land hält, sich aber nicht traut AfD zu wählen
  • wer liberal im klassischen Sinn ist.
  • (Im Gegensatz zu den politischen extrem intoleranten Zeitgenossen, die sich selbst - medial gestützt - für Unterstützer einer liberalen Demokratie halten.)
  • wer die repräsentative Demokratie für eine klasse Sache hält und der Meinung ist, dass diese nur dann dauerhaft Bestand haben kann, wenn die unterschiedlichen Interessen und Meinungen der 80 Millionen auch tatsächlich im Parlament repräsentiert werden.
  • ...

Die Menschen sind alle verschieden. Unterschiedliche Erfahrungen, unterschiedliches Wissen, unterschiedliche Wertvorstellungen ... es gibt sicherlich noch viele, viele weitere unterschiedliche Gründe, die pink-blau-gelben Freien Demokraten aka FDP zu vermissen oder sie sogar zu wählen (was derzeit etwa drei Millionen Deutsche tun würden).
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emjott schrieb:

wer eine ernstzunehmende Opposition für unerlässlich hält, und keine braucht, die für die Regierenden betet


Ich glaube kaum, dass die Politik der FDP eine groß andere wäre als die jetzige der GroKo

emjott schrieb:

wer dem {Super-}Staat nicht so viel Macht wie möglich geben möchte, sondern nur soviel wie nötig. Weil er oder sie auf die Eigenverantwortung der Bürger dieses Landes vertraut und das Subsidiaritätsprinzip für wesentlich in einer Demokratie hält


Soweit so gut. Dummerweise gibt die FDP die Macht einfach weiter vom Staat an die Wirtschaft. Ob das besser ist?

emjott schrieb:

wer noch mehr Umverteilung, noch mehr Paternalismus, noch mehr Gleichmacherei, noch mehr Regulierung ablehnt


Das ist ein Argument für die FDP. Ob man das gut heißen will, steht auf einem anderen Blatt.

emjott schrieb:

wer Merkel für nachhaltig schädlich für dieses Land hält, sich aber nicht traut AfD zu wählen


Die FDP würde Merkel genauso wählen wie sie sie 2009 gewählt hat. Das ist kein Argument.

emjott schrieb:

wer liberal im klassischen Sinn ist.


Ist die FDP noch klassisch liberal?

emjott schrieb:

wer die repräsentative Demokratie für eine klasse Sache hält und der Meinung ist, dass diese nur dann dauerhaft Bestand haben kann, wenn die unterschiedlichen Interessen und Meinungen der 80 Millionen auch tatsächlich im Parlament repräsentiert werden.


Da stimme ich mit überein. Aber ob da die FDP die einzige Partei ist, die das so sieht?!
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WuerzburgerAdler schrieb:

Außer dir, von wem noch?

Viele, viele Millionen!
Willst du eine Namensliste um eine Säuberungsaktion zu starten?
Anhänger einer gelenkten Demokratie sind vermutlich wenige darunter.

Wer die FDP vermissen könnte:
  • wer eine ernstzunehmende Opposition für unerlässlich hält, und keine braucht, die für die Regierenden betet
  • wer dem {Super-}Staat nicht so viel Macht wie möglich geben möchte, sondern nur soviel wie nötig. Weil er oder sie auf die Eigenverantwortung der Bürger dieses Landes vertraut und das Subsidiaritätsprinzip für wesentlich in einer Demokratie hält
  • wer noch mehr Umverteilung, noch mehr Paternalismus, noch mehr Gleichmacherei, noch mehr Regulierung ablehnt
  • wer Merkel für nachhaltig schädlich für dieses Land hält, sich aber nicht traut AfD zu wählen
  • wer liberal im klassischen Sinn ist.
  • (Im Gegensatz zu den politischen extrem intoleranten Zeitgenossen, die sich selbst - medial gestützt - für Unterstützer einer liberalen Demokratie halten.)
  • wer die repräsentative Demokratie für eine klasse Sache hält und der Meinung ist, dass diese nur dann dauerhaft Bestand haben kann, wenn die unterschiedlichen Interessen und Meinungen der 80 Millionen auch tatsächlich im Parlament repräsentiert werden.
  • ...

Die Menschen sind alle verschieden. Unterschiedliche Erfahrungen, unterschiedliches Wissen, unterschiedliche Wertvorstellungen ... es gibt sicherlich noch viele, viele weitere unterschiedliche Gründe, die pink-blau-gelben Freien Demokraten aka FDP zu vermissen oder sie sogar zu wählen (was derzeit etwa drei Millionen Deutsche tun würden).
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emjott schrieb:
  • wer eine ernstzunehmende Opposition für unerlässlich hält, und keine braucht, die für die Regierenden betet
  • wer dem {Super-}Staat nicht so viel Macht wie möglich geben möchte, sondern nur soviel wie nötig. Weil er oder sie auf die Eigenverantwortung der Bürger dieses Landes vertraut und das Subsidiaritätsprinzip für wesentlich in einer Demokratie hält
  • wer noch mehr Umverteilung, noch mehr Paternalismus, noch mehr Gleichmacherei, noch mehr Regulierung ablehnt
  • wer Merkel für nachhaltig schädlich für dieses Land hält, sich aber nicht traut AfD zu wählen
  • wer liberal im klassischen Sinn ist.
  • (Im Gegensatz zu den politischen extrem intoleranten Zeitgenossen, die sich selbst - medial gestützt - für Unterstützer einer liberalen Demokratie halten.)
  • wer die repräsentative Demokratie für eine klasse Sache hält und der Meinung ist, dass diese nur dann dauerhaft Bestand haben kann, wenn die unterschiedlichen Interessen und Meinungen der 80 Millionen auch tatsächlich im Parlament repräsentiert werden.
  • ...



  • ich glaube mich zu erinnern, dass die von dir so alternativ beschriebene fdp ewigkeiten die bundesregierung gestellt hat, mal mit brandt, mal mit schmidt, mal mit kohl. als sonderlich revolutionär habe ich sie dabei nicht im gedächtnis und ich habe diese zeit bewußt erlebt.

    eigenverantwortung im sinne der fdp bedeutete schon immer, dass der stärkere sich durchsetzen soll und der schwächere hat halt pech gehabt. dazu gab es dann immer noch liberale aushängeschildchen wie baum oder leuthäuser-schnarrenberger, die sehe ich aktuell auch nicht mehr.

    die fdp ist die partei für wähler die schon genug haben und hoffen, dass sich daran nichts ändern wird und die partei der gesellschaftlichen aufsteiger die annehmen, dass sie nie den weg nach unten antreten werden.

    und wer sich nicht traut afd zu wählen soll deiner meinung nach ein potentieller fdp-wähler sein? ich finde da machst du die fdp sogar noch einen tick schlechter als sie ist.

    und das mit der umverteilung kannst du ja gerne mal an hand der aktuellen zahlen belegen. die aktuellen spitzensteuersätze liegen deutlich unter denen die cdu und deine fdp unter kohl zu verantworten hatten. und selbst hartz IV haben rot/grün ganz ohne die fdp hin bekommen. das nenne ich umverteilung.
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    WuerzburgerAdler schrieb:

    Außer dir, von wem noch?

    Viele, viele Millionen!
    Willst du eine Namensliste um eine Säuberungsaktion zu starten?
    Anhänger einer gelenkten Demokratie sind vermutlich wenige darunter.

    Wer die FDP vermissen könnte:
    • wer eine ernstzunehmende Opposition für unerlässlich hält, und keine braucht, die für die Regierenden betet
    • wer dem {Super-}Staat nicht so viel Macht wie möglich geben möchte, sondern nur soviel wie nötig. Weil er oder sie auf die Eigenverantwortung der Bürger dieses Landes vertraut und das Subsidiaritätsprinzip für wesentlich in einer Demokratie hält
    • wer noch mehr Umverteilung, noch mehr Paternalismus, noch mehr Gleichmacherei, noch mehr Regulierung ablehnt
    • wer Merkel für nachhaltig schädlich für dieses Land hält, sich aber nicht traut AfD zu wählen
    • wer liberal im klassischen Sinn ist.
    • (Im Gegensatz zu den politischen extrem intoleranten Zeitgenossen, die sich selbst - medial gestützt - für Unterstützer einer liberalen Demokratie halten.)
    • wer die repräsentative Demokratie für eine klasse Sache hält und der Meinung ist, dass diese nur dann dauerhaft Bestand haben kann, wenn die unterschiedlichen Interessen und Meinungen der 80 Millionen auch tatsächlich im Parlament repräsentiert werden.
    • ...

    Die Menschen sind alle verschieden. Unterschiedliche Erfahrungen, unterschiedliches Wissen, unterschiedliche Wertvorstellungen ... es gibt sicherlich noch viele, viele weitere unterschiedliche Gründe, die pink-blau-gelben Freien Demokraten aka FDP zu vermissen oder sie sogar zu wählen (was derzeit etwa drei Millionen Deutsche tun würden).
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    Ich halte dich für einen ernsthaften Menschen, deshalb hier auch eine ernsthafte Antwort:

    Die Ideale, die du da beschreibst, kann ich gut nachvollziehen. Allerdings sind das Ideale aus einer mehr oder weniger intakten, längst vergangenen Welt.

    Einer Welt, in der die Flüsse noch sauber, die Regenwälder intakt, die Artenvielfalt erhalten und die Böden noch fruchtbar waren. Als Afrika noch Afrika war, die Meere noch genügend Fische hatten und die Pole dafür sorgten, dass unser Klima das war, was es einmal war. Als ein einzelner Mensch noch eine Familie ernähren konnte, es eine soziale Gemeinschaft gab, die niemanden fallen ließ und in der die Begriffe Nachhaltigkeit, Achtsamkeit und faires Handeln noch keine Bedeutung hatten - weil alles unerschöpflich schien.

    Damals galt Wachstum als Allheilmittel für Wohlstand, Frieden und Glückseligkeit. Diese Zeiten sind vorbei.

    Schon jetzt ist abzusehen, dass das unachtsame, nachhaltigkeitslose und ungezügelte Wachstum in allen Bereichen diesen Planeten an den Abgrund geführt hat. Noch unsere Kinder, spätestens aber unsere Enkel werden erleben, wie die Erde in diesen Abgrund stürzen wird. Wir werden es nicht aufhalten können. Belastete Gewässer, vergiftete Böden, tote Meere und eine Verschiebung trockener Klimazonen bis in unsere Breiten wird dafür sorgen. Es wird eine Völkerwanderung einsetzen, die diese Welt noch nicht gesehen hat, Kriege, Hungersnöte und Elend werden die Folge sein, die Menschen werden vergiftet, von schlechter Ernährung aufgebläht und krank sein und die Böden keine Erträge und die Meere keine Nahrung mehr liefern. Der diesem ungezügelten Wachstum innewohnende Egoismus wird alle sozialen Strukturen zerstören und es wird ein Überlebenskampf um die letzten verbliebenen Ressourcen einsetzen, der alles in den Schatten stellen wird, was diese Welt bislang gesehen hat.

    Natürlich kannst du jetzt sagen: a) das glaube ich nicht und b) was hat die kleine FDP damit zu tun.

    Zu a) überlege mal, wie weit das oben beschriebene Szenario bereits wahrscheinlich geworden ist und wie wahrscheinlicher es Jahr für Jahr wird. Jedes Jahr, das uns geschenkt wird.

    Und zu b): es sind diese, den unregulierten Kräften des Marktes und des Wachstums verpflichteten Kräfte, die dieser Erde den Garaus machen werden. Diejenigen, die dem Egoismus und der Macht des "Tüchtigen" das Wort reden, diejenigen, denen Begriffe wie Nachhaltigkeit, Achtsamkeit, schonender Umgang mit den Ressourcen, Verantwortungsbewusstsein und Altruismus am Allerwertesten vorbeigehen, wenn es irgendwo etwas zu verdienen gibt. Und das ist die FDP, die selbsternannte "Spaßpartei" der 90er, von heute.

    Liberalismus ist eine feine Sache, wenn alles intakt ist und funktioniert. Eine liberale Geisteshaltung finde ich auch eine feine Sache. Aber wenn ich dabei alles andere über Bord werfe und das Schicksal der Menschheit denjenigen überlasse, die nur ein einziges Ziel haben, nämlich um jeden Preis reich zu werden und frei von allen vernünftigen Schranken zu sein, dann kommt diese Erde dahin, wo sie heute schon ist.

    Ich werde den Untergang nicht mehr erleben - hoffentlich. Unsere Kinder und Enkel schon. Und das macht mich unfassbar wütend.


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