Ante Rebic


Thread wurde von Matzel am Freitag, 10. August 2018, 12:08 Uhr um 12:08 Uhr gesperrt weil:
Hier entlang: https://community.eintracht.de/forum/diskussionen/131116
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Nach der WM verkaufen wir den noch für XX.mio das wird unser erster grosser Transfer,so Flügelspieler sind überall gerne gesehen.
Wenn ich nur daran zurückdenke, wieviele den nicht mehr hier sehen wollten....und jo Brodowin ein pervers guter Text.
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Rebic wird nicht verkauft, so lange Kovac hier ist. Die Kombination passt wunderbar, und wo ist die Not, ihn abzugeben? Und ganz egoistisch, diese Art Spieler ist genau mein Geschmack -immer Vollgas und sich für keinen Zweikampf zu schade. Wir werden noch viel Spaß mit ihm haben!
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Bin auch immer wieder erstaunt, wie schnell hier manch einer unsere Spieler verkaufen will. Und werden sie es dann, sind es Söldner.
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Genial Brodowin. Danke sehr!
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Absolut richtig - Brodowin, das war wirklich wieder einmal einfach nur GENIAL!
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Was ein Typ, dieser Ante! Absoluter Leistungsträger in unserer genialen Multi-Kulti-Truppe inzwischen.  Daher Grund genug, mal kurz den Versuch zu unternehmen, in Antes Welt einzutauchen. Da ich leider kein Experte für authentische kroatischer Folklore bin  und hier ja kein Journalismus, sondern allenfalls Forumsblödelei betrieben wird, darf man sich ruhig auch mal  ein paar  Klischees bedienen.  

Für die Atmo also erstmal ein bisschen tanzbarer Balkan-Pop zum Kopfnicken oder auch mehr.

So, hätte jetzt  jemand Lust auf ein kleines Quiz? Echt? Na gut:

1.  Quizfrage: Wer wird hier beschrieben?

Er ist mittelgroß bis groß, gut proportioniert, kräftig, lebhaft und  sehr auffällig.  Er hat  muskulöse Schultern  und einen eleganten Hals.  Zudem ist er sehr intelligent und verfügt über ein extrem   ausgeprägtes Selbstvertrauen, welches unbedingt mit einer freundlichen, aber konsequenten Klarstellung der Rangordnung in Grenzen gehalten werden sollte.  Gleichzeitig reagiert er auf Stress und Druck sehr  sensibel. Wenn man ihm  ungerecht gegenüber tritt, lernt man ihn von seiner sturen Seite kennen. Wenn er nicht die richtige Führung erhält, entwickelt er durchaus eigensinnige Tendenzen. Auch kann er auf dauerhafte Unterforderung, mit kapriziösen Verhaltensweisen reagieren.
Mit klaren Anweisungen, Konsequenz, Zugewandtheit, Geduld und vor allem durch positive Verstärkung sorgt man aber dafür, dass das tägliche Miteinander eine große Freude ist. Wer diese durchaus herausfordernden Bedingungen bereitstellen kann, wird ihn gegen nichts in der Welt eintauschen wollen.


Na, um wen geht es? Irgendjemand eine Idee?

Richtig, es geht selbstverständlich um den Dalmatiner! Um jenen charakterstarken Hund, der u.a. durch einen Disney-Film eine gewisse Bekanntheit erreichte. Jedenfalls werden diesem Hund auf den unterschiedlichsten Seiten des Internets,  die oben aufgeführten Eigenschaften zugeschrieben. Nun mag es purer Zufall sein, aber die Eigenschaften des dalmatinischen Hundes lassen sich offenbar mitunter auch auf dalmatinische Fußballer übertragen. Oder hat irgendjemand in der Beschreibung oben nicht auch unseren Ante erkannt?

Lediglich die Frage, ob Ante auch über diese  „sichelförmige Rute“ verfügt, die laut einschlägiger Fachliteratur für den  Dalmatiner charakterisitsch sei,  kann an dieser Stelle nicht abschließend geklärt werden.
Aber das ist auch ok so.
Jedenfalls ist unser Ante Rebić ein waschechter, gebürtiger  Dalmatiner. Denn er ist in der kroatischen Provinz Dalmatien geboren und aufgewachsen.

Und damit kommen wir gleich zur 2. Quizfrage:

Handelt es sich bei folgenden Bildern um die Seychellen oder um die Malediven?  

klick     klick     klick     klick  

Richtig! Es handelt sich selbstverständlich um die Küste Dalmatiens!
Aus dieser imposanten Naturkulisse entstammt unser Ante Rebić. Dazu sei eine kleine Retrospektive erlaubt:

Wir schreiben das Jahr 1993. Ein durchwachsener Sommer geht über dem Rhein-Main-Gebiet zu Ende. Es ist Dienstag, der 21. September in Frankfurt am Main.  Herbstanfang. Wer etwas für die  Frankfurter Eintracht übrig hat, dem/der wird an diesem Tage trotzdem die Sonne aus dem Hintern geschienen haben und er bzw. sie wird immer mal wieder einen erfreuten Blick  auf die Tabelle des Kicker-Sportmagazins geworfen haben. Denn die Eintracht grüßte vom ersten Tabellenplatz. Unter dem jungen Trainer Klaus Toppmöller spielte die Eintracht groß auf. Die etablierten Stars um  Uwe Bein und Anthony Yeboah ergänzten sich hervorragend mit dem Neuzugang Maurizio Gaudino. Es waren die Tage  des  letzten Aufbäumens des Fußball 2000 und in diesen Tagen vielleicht die beste, zumindest aber die dynamischste Eintracht-Mannschaft dieser Ära. Yeboah war in der Form seines Lebens, Okocha hatte wenige Wochen zuvor Olli Kahn das Trauma seines Lebens verpasst und der Eintracht-Trainer ließ  in Richtung Süden verlautbaren: „Bye-bye Bayern!“

Außerhalb des Eintracht-Kosmos  war es die Zeit, in der die EU noch EG hieß und in der Nobbi Blüm im Bundestag für die Pflegeversicherung kämpfte. In den Hit-Rotations hessischer Radiosender fragten die 4 Non Blondes  quasi stündlich  „Was ist eigentlich los?“ Worauf hin Culture Beat in der Regel unmittelbar antwortete: „Ich weiß, was ich will. Und ich will es jetzt. Ich will Dich, denn ich bin Mr Vain." Es war aber auch die Zeit, in der  tausende Kumpels im Ruhrpott um ihre Arbeitsplätze fürchteten und in Russland verschärfte sich der Konflikt zwischen Boris Jelzin und dem Parlament, sodass wenige Tage später gar das „Weiße Haus“ in Moskau in Flammen stand. Und natürlich war es die Zeit, in der auf dem Balkan der schlimmste europäische Krieg seit 1945 tobte.

Es war also nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen in Kroatien in diesen Tagen. Und trotz der Kriegswirren, die in diesen Tagen auf dem Balkan  stattfanden, war der 21. September 1993 in der dalmatinischen Hafenstadt Split ein erfreulicher Tag. Denn an diesem Tag blinzelte der kleine Ante Rebić erstmals, mit seinen blauen Augen, die vermutlich schon damals so strahlten, als ob  sich das Wasser der Adria-Küste vor Split in ihnen spiegelt, in das Licht der Welt.  Für Antes Mutter bleibt im Nachhinein im Sinne einer sanften Geburt zu hoffen, dass er nicht schon während des Geburtsvorgangs eine so unbändige Dynamik entfaltete, wie er sie später auf dem Fußballplatz an den Tag legen sollte, wo er notfalls mit dem Kopf durch die Wand geht.  

Ante kam also in der wunderschönen Stadt Split zur Welt, welche in eine spektakuläre Naturkulisse eingebettet ist. Das kristallklare Wasser, dass  in tiefem Blau erstrahlt, die zerklüfteten Felsen der Küste, der imposante Ausblick auf die Insel Brač, mit ihren  weißen Kalksteinen  und natürlich die eindrucksvollen Berggipfel im Hinterland.  Was für ein schöner Flecken Erde!


Hat jetzt immer noch jemand Lust auf eine letzte (Klugscheißer-) Quiz-Frage? Na dann:  Welches berühmte Gebäude wurde aus den Kalksteinen der Insel Brač vor Split erbaut?
Richtig! Es ist  selbstverständlich das Weiße Haus in Washington!


Aufgewachsen ist Ante Rebić offenbar 30 km im Landesinneren, in der Region um Imotski, einer kleinen Stadt an der Grenze zu Bosnien-Herzegowina, welche am Biokovo-Gebirge liegt.  Jedenfalls spielte Ante das erste Mal auf Vereinsebene  Fußball in Vinjani, und sein erster Fußballplatz könnte der hier gewesen sein.  Die fußballerische Ausbildung  wurde schließlich ab dem Jahr 2008 bei NK Imotski weiter entwickelt, wo er auf diesem spektakulär gelegenen Fußballplatz spielte, welcher in einer eindrucksvollen Kulisse eingebettet ist. Nicht genug damit, dass dieser Fußballplatz praktisch in den Felsen gehauen  ist, er liegt auch in unmittelbarer Nähe zum „Modro jezero“, dem Blauen See. Man möchte auf diesem Platz jedenfalls nicht derjenige sein, der den Ball versehentlich über die Tribüne gebolzt hat und dann die steilen Felsenklippen heruntersteigen muss, um den Ball aus dem Wasser wieder zu holen.  

Auf seine herausragenden Leistungen am Blauen See wurde dann der kroatische Erstligist RNK Split aufmerksam, woraufhin er dorthin wechselte  und 2011 sein Profi-Debüt gab. Gleich in seinem ersten Spiel gegen Dinamo Zagreb gelang ihm der erste Treffer. Insgesamt gelangen ihm in 54 Spielen für Split 16 Tore. Dies führte nicht nur dazu, dass der AC Florenz auf ihn aufmerksam wurde und ihn 2013 verpflichtete, nein, auch ein gewisser Niko Kovač, zu dieser Zeit Trainer der kroatischen U21-Nationalmannschaft, kam nicht umhin, einen solchen begnadeten Fußballer für seine Auswahl zu nominieren. Dort überzeugte er unseren heutigen Chef-Trainer offenbar so nachhaltig, dass dieser ihn später mit zur Weltmeisterschaft in Brasilien nahm, als besagter Niko Kovač  inzwischen  Nationaltrainer der A-Mannschaft Kroatiens war. Jedenfalls kam Ante in allen drei Vorrundenspielen Kroatiens als Einwechselspieler zum Einsatz. Er deutete dort an, was für ein Potential in ihm steckt und er ließ es sich nicht nehmen, im letzten Gruppenspiel mit Rot vom Platz zu fliegen.

Und das Verhältnis zwischen Kovač und Rebić scheint ohnehin ein spezielles zu sein. Es wirkt nicht unbedingt so, als ob sie sich gegenseitig lieben. Aber sie haben offenbar eine Ebene gefunden, auf der sie sich gewinnbringend aneinander reiben können. Möglich, dass ihnen dabei zugutekommt, dass die Eltern von Niko Kovač aus einem Ort stammen, der nur eine gute Autostunde von dem Ort entfernt liegt, wo Ante Rebić aufwuchs. Wenn das eine hilfreiche Voraussetzung sein sollte, kann man sich übrigens schon mal auf unseren Neuzugang Marijan Ćavar freuen, denn auch der stammt aus einem Ort, der nur eine Autostunde entfernt von den Wurzeln der Familie Kovač liegt.

Für Ante  folgten nach der WM wechselhafte Zeiten auf Vereinsebene.  Es ging hin und her zwischen Florenz, Leipzig und Verona, ohne dass er sich irgendwo nachhaltig durchsetzen konnte. Schließlich folgte im Jahr 2016 der Ruf seines Förderers und großen Kritikers Niko Kovač. Und so landete Ante Rebić schließlich im Herzen von Europa. Und es war auch hier von allen Seiten keine Liebe auf den ersten Blick. Zunächst warfen ihn Krankheit und Verletzung zurück und auch als er gesund war, fiel es ihm nicht immer leicht, die klaren Vorstellungen von Kovač umzusetzen. Aber den beiden Heißblütlern mit kroatischen Wurzeln gelang es zunehmend zu verstehen, was der jeweils andere wollte und so konnte Ante Rebić letztlich zu einem großen Gewinn für die Eintracht werden.  Er brachte Qualitäten mit und konnte diese auch immer mehr entfalten, wie man sie lange nicht im Frankfurter Waldstadion gesehen hat. Dadurch entwickelte sich  auch eine große Zuneigung des Frankfurter Publikums. Aufgrund seiner tollen Technik, seines Durchsetzungsvermögens und seiner Dynamik verzieh man ihm gerne, wenn ihm das ein oder andere Mal die Gäule durchgingen. Nicht umsonst war er es schließlich, der die Eintracht im Pokal-Finale im Spiel hielt.

Umso unverständlicher war es für viele Eintracht-Anhänger, dass dann im letzten Sommer die mögliche Kaufoption nicht gezogen wurde. Und es bleibt bis heute ein  Geheimnis der Vereinsführung, ob es ein von langer Hand geplanter Coup war, dass man Ante am letzten Tag des offenen Transferfensters zurückholte oder ob es eher glückliche Fügung war. Wie dem auch sei: Fakt ist, dass Ante nun in der zweiten Saison das Trikot mit dem Adler auf der Brust trägt. Und dass er sich  zur Stütze, als geradezu unentbehrlichen Pfeiler dieser Mannschaft entwickelt hat.

Klar, auch jetzt merkt man ab und zu noch, welches Feuer in ihm brennt und wie schwer es ihm fällt, sich nicht zu einer Disziplinlosigkeit hinreißen zu lassen. Aber auch das gelingt ihm zunehmend, er hat seine kurze  Zündschnur immer besser im Griff. Und aufgrund der unglaublichen fußballerischen Qualität, die er mitbringt, verzeiht man ihm eh die  ein oder andere Explosion.  

Denn seien wir mal ehrlich: Passt nicht  genau so ein Fußballer zur Eintracht? Mit all seiner  Leidenschaft, seinem Feuer, der Dynamik? Ein Spieler, der mitunter auch das Divenhafte mitbringt,  dies aber  stets paart mit Genialität und einem Hang zum Wahnsinn.

Und somit muss Bruno Hübner am Ende dann doch widersprochen werden: Ante Rebić ist kein Spieler für die Bayern. Er ist ein Spieler für die Eintracht. Das passt einfach.  

Gut, dass Du da bist Ante!

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Brodowin schrieb:

Gut, dass Du da bist Ante!


und Gut das du da bist Brodowin!

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Nach der WM verkaufen wir den noch für XX.mio das wird unser erster grosser Transfer,so Flügelspieler sind überall gerne gesehen.
Wenn ich nur daran zurückdenke, wieviele den nicht mehr hier sehen wollten....und jo Brodowin ein pervers guter Text.
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Zu 1. Teil-Nur nicht verkaufen,wenn in 2-3 Jahren. Mit Haller ist er ein Topppaar wie nur wenige in BL.
Zu 2. Teil-Ja sollten einige mal auf Beiträge vom 5-7.7.2017 gucken!
Zu 3. Teil-Text 1 A!
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Was ein Typ, dieser Ante! Absoluter Leistungsträger in unserer genialen Multi-Kulti-Truppe inzwischen.  Daher Grund genug, mal kurz den Versuch zu unternehmen, in Antes Welt einzutauchen. Da ich leider kein Experte für authentische kroatischer Folklore bin  und hier ja kein Journalismus, sondern allenfalls Forumsblödelei betrieben wird, darf man sich ruhig auch mal  ein paar  Klischees bedienen.  

Für die Atmo also erstmal ein bisschen tanzbarer Balkan-Pop zum Kopfnicken oder auch mehr.

So, hätte jetzt  jemand Lust auf ein kleines Quiz? Echt? Na gut:

1.  Quizfrage: Wer wird hier beschrieben?

Er ist mittelgroß bis groß, gut proportioniert, kräftig, lebhaft und  sehr auffällig.  Er hat  muskulöse Schultern  und einen eleganten Hals.  Zudem ist er sehr intelligent und verfügt über ein extrem   ausgeprägtes Selbstvertrauen, welches unbedingt mit einer freundlichen, aber konsequenten Klarstellung der Rangordnung in Grenzen gehalten werden sollte.  Gleichzeitig reagiert er auf Stress und Druck sehr  sensibel. Wenn man ihm  ungerecht gegenüber tritt, lernt man ihn von seiner sturen Seite kennen. Wenn er nicht die richtige Führung erhält, entwickelt er durchaus eigensinnige Tendenzen. Auch kann er auf dauerhafte Unterforderung, mit kapriziösen Verhaltensweisen reagieren.
Mit klaren Anweisungen, Konsequenz, Zugewandtheit, Geduld und vor allem durch positive Verstärkung sorgt man aber dafür, dass das tägliche Miteinander eine große Freude ist. Wer diese durchaus herausfordernden Bedingungen bereitstellen kann, wird ihn gegen nichts in der Welt eintauschen wollen.


Na, um wen geht es? Irgendjemand eine Idee?

Richtig, es geht selbstverständlich um den Dalmatiner! Um jenen charakterstarken Hund, der u.a. durch einen Disney-Film eine gewisse Bekanntheit erreichte. Jedenfalls werden diesem Hund auf den unterschiedlichsten Seiten des Internets,  die oben aufgeführten Eigenschaften zugeschrieben. Nun mag es purer Zufall sein, aber die Eigenschaften des dalmatinischen Hundes lassen sich offenbar mitunter auch auf dalmatinische Fußballer übertragen. Oder hat irgendjemand in der Beschreibung oben nicht auch unseren Ante erkannt?

Lediglich die Frage, ob Ante auch über diese  „sichelförmige Rute“ verfügt, die laut einschlägiger Fachliteratur für den  Dalmatiner charakterisitsch sei,  kann an dieser Stelle nicht abschließend geklärt werden.
Aber das ist auch ok so.
Jedenfalls ist unser Ante Rebić ein waschechter, gebürtiger  Dalmatiner. Denn er ist in der kroatischen Provinz Dalmatien geboren und aufgewachsen.

Und damit kommen wir gleich zur 2. Quizfrage:

Handelt es sich bei folgenden Bildern um die Seychellen oder um die Malediven?  

klick     klick     klick     klick  

Richtig! Es handelt sich selbstverständlich um die Küste Dalmatiens!
Aus dieser imposanten Naturkulisse entstammt unser Ante Rebić. Dazu sei eine kleine Retrospektive erlaubt:

Wir schreiben das Jahr 1993. Ein durchwachsener Sommer geht über dem Rhein-Main-Gebiet zu Ende. Es ist Dienstag, der 21. September in Frankfurt am Main.  Herbstanfang. Wer etwas für die  Frankfurter Eintracht übrig hat, dem/der wird an diesem Tage trotzdem die Sonne aus dem Hintern geschienen haben und er bzw. sie wird immer mal wieder einen erfreuten Blick  auf die Tabelle des Kicker-Sportmagazins geworfen haben. Denn die Eintracht grüßte vom ersten Tabellenplatz. Unter dem jungen Trainer Klaus Toppmöller spielte die Eintracht groß auf. Die etablierten Stars um  Uwe Bein und Anthony Yeboah ergänzten sich hervorragend mit dem Neuzugang Maurizio Gaudino. Es waren die Tage  des  letzten Aufbäumens des Fußball 2000 und in diesen Tagen vielleicht die beste, zumindest aber die dynamischste Eintracht-Mannschaft dieser Ära. Yeboah war in der Form seines Lebens, Okocha hatte wenige Wochen zuvor Olli Kahn das Trauma seines Lebens verpasst und der Eintracht-Trainer ließ  in Richtung Süden verlautbaren: „Bye-bye Bayern!“

Außerhalb des Eintracht-Kosmos  war es die Zeit, in der die EU noch EG hieß und in der Nobbi Blüm im Bundestag für die Pflegeversicherung kämpfte. In den Hit-Rotations hessischer Radiosender fragten die 4 Non Blondes  quasi stündlich  „Was ist eigentlich los?“ Worauf hin Culture Beat in der Regel unmittelbar antwortete: „Ich weiß, was ich will. Und ich will es jetzt. Ich will Dich, denn ich bin Mr Vain." Es war aber auch die Zeit, in der  tausende Kumpels im Ruhrpott um ihre Arbeitsplätze fürchteten und in Russland verschärfte sich der Konflikt zwischen Boris Jelzin und dem Parlament, sodass wenige Tage später gar das „Weiße Haus“ in Moskau in Flammen stand. Und natürlich war es die Zeit, in der auf dem Balkan der schlimmste europäische Krieg seit 1945 tobte.

Es war also nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen in Kroatien in diesen Tagen. Und trotz der Kriegswirren, die in diesen Tagen auf dem Balkan  stattfanden, war der 21. September 1993 in der dalmatinischen Hafenstadt Split ein erfreulicher Tag. Denn an diesem Tag blinzelte der kleine Ante Rebić erstmals, mit seinen blauen Augen, die vermutlich schon damals so strahlten, als ob  sich das Wasser der Adria-Küste vor Split in ihnen spiegelt, in das Licht der Welt.  Für Antes Mutter bleibt im Nachhinein im Sinne einer sanften Geburt zu hoffen, dass er nicht schon während des Geburtsvorgangs eine so unbändige Dynamik entfaltete, wie er sie später auf dem Fußballplatz an den Tag legen sollte, wo er notfalls mit dem Kopf durch die Wand geht.  

Ante kam also in der wunderschönen Stadt Split zur Welt, welche in eine spektakuläre Naturkulisse eingebettet ist. Das kristallklare Wasser, dass  in tiefem Blau erstrahlt, die zerklüfteten Felsen der Küste, der imposante Ausblick auf die Insel Brač, mit ihren  weißen Kalksteinen  und natürlich die eindrucksvollen Berggipfel im Hinterland.  Was für ein schöner Flecken Erde!


Hat jetzt immer noch jemand Lust auf eine letzte (Klugscheißer-) Quiz-Frage? Na dann:  Welches berühmte Gebäude wurde aus den Kalksteinen der Insel Brač vor Split erbaut?
Richtig! Es ist  selbstverständlich das Weiße Haus in Washington!


Aufgewachsen ist Ante Rebić offenbar 30 km im Landesinneren, in der Region um Imotski, einer kleinen Stadt an der Grenze zu Bosnien-Herzegowina, welche am Biokovo-Gebirge liegt.  Jedenfalls spielte Ante das erste Mal auf Vereinsebene  Fußball in Vinjani, und sein erster Fußballplatz könnte der hier gewesen sein.  Die fußballerische Ausbildung  wurde schließlich ab dem Jahr 2008 bei NK Imotski weiter entwickelt, wo er auf diesem spektakulär gelegenen Fußballplatz spielte, welcher in einer eindrucksvollen Kulisse eingebettet ist. Nicht genug damit, dass dieser Fußballplatz praktisch in den Felsen gehauen  ist, er liegt auch in unmittelbarer Nähe zum „Modro jezero“, dem Blauen See. Man möchte auf diesem Platz jedenfalls nicht derjenige sein, der den Ball versehentlich über die Tribüne gebolzt hat und dann die steilen Felsenklippen heruntersteigen muss, um den Ball aus dem Wasser wieder zu holen.  

Auf seine herausragenden Leistungen am Blauen See wurde dann der kroatische Erstligist RNK Split aufmerksam, woraufhin er dorthin wechselte  und 2011 sein Profi-Debüt gab. Gleich in seinem ersten Spiel gegen Dinamo Zagreb gelang ihm der erste Treffer. Insgesamt gelangen ihm in 54 Spielen für Split 16 Tore. Dies führte nicht nur dazu, dass der AC Florenz auf ihn aufmerksam wurde und ihn 2013 verpflichtete, nein, auch ein gewisser Niko Kovač, zu dieser Zeit Trainer der kroatischen U21-Nationalmannschaft, kam nicht umhin, einen solchen begnadeten Fußballer für seine Auswahl zu nominieren. Dort überzeugte er unseren heutigen Chef-Trainer offenbar so nachhaltig, dass dieser ihn später mit zur Weltmeisterschaft in Brasilien nahm, als besagter Niko Kovač  inzwischen  Nationaltrainer der A-Mannschaft Kroatiens war. Jedenfalls kam Ante in allen drei Vorrundenspielen Kroatiens als Einwechselspieler zum Einsatz. Er deutete dort an, was für ein Potential in ihm steckt und er ließ es sich nicht nehmen, im letzten Gruppenspiel mit Rot vom Platz zu fliegen.

Und das Verhältnis zwischen Kovač und Rebić scheint ohnehin ein spezielles zu sein. Es wirkt nicht unbedingt so, als ob sie sich gegenseitig lieben. Aber sie haben offenbar eine Ebene gefunden, auf der sie sich gewinnbringend aneinander reiben können. Möglich, dass ihnen dabei zugutekommt, dass die Eltern von Niko Kovač aus einem Ort stammen, der nur eine gute Autostunde von dem Ort entfernt liegt, wo Ante Rebić aufwuchs. Wenn das eine hilfreiche Voraussetzung sein sollte, kann man sich übrigens schon mal auf unseren Neuzugang Marijan Ćavar freuen, denn auch der stammt aus einem Ort, der nur eine Autostunde entfernt von den Wurzeln der Familie Kovač liegt.

Für Ante  folgten nach der WM wechselhafte Zeiten auf Vereinsebene.  Es ging hin und her zwischen Florenz, Leipzig und Verona, ohne dass er sich irgendwo nachhaltig durchsetzen konnte. Schließlich folgte im Jahr 2016 der Ruf seines Förderers und großen Kritikers Niko Kovač. Und so landete Ante Rebić schließlich im Herzen von Europa. Und es war auch hier von allen Seiten keine Liebe auf den ersten Blick. Zunächst warfen ihn Krankheit und Verletzung zurück und auch als er gesund war, fiel es ihm nicht immer leicht, die klaren Vorstellungen von Kovač umzusetzen. Aber den beiden Heißblütlern mit kroatischen Wurzeln gelang es zunehmend zu verstehen, was der jeweils andere wollte und so konnte Ante Rebić letztlich zu einem großen Gewinn für die Eintracht werden.  Er brachte Qualitäten mit und konnte diese auch immer mehr entfalten, wie man sie lange nicht im Frankfurter Waldstadion gesehen hat. Dadurch entwickelte sich  auch eine große Zuneigung des Frankfurter Publikums. Aufgrund seiner tollen Technik, seines Durchsetzungsvermögens und seiner Dynamik verzieh man ihm gerne, wenn ihm das ein oder andere Mal die Gäule durchgingen. Nicht umsonst war er es schließlich, der die Eintracht im Pokal-Finale im Spiel hielt.

Umso unverständlicher war es für viele Eintracht-Anhänger, dass dann im letzten Sommer die mögliche Kaufoption nicht gezogen wurde. Und es bleibt bis heute ein  Geheimnis der Vereinsführung, ob es ein von langer Hand geplanter Coup war, dass man Ante am letzten Tag des offenen Transferfensters zurückholte oder ob es eher glückliche Fügung war. Wie dem auch sei: Fakt ist, dass Ante nun in der zweiten Saison das Trikot mit dem Adler auf der Brust trägt. Und dass er sich  zur Stütze, als geradezu unentbehrlichen Pfeiler dieser Mannschaft entwickelt hat.

Klar, auch jetzt merkt man ab und zu noch, welches Feuer in ihm brennt und wie schwer es ihm fällt, sich nicht zu einer Disziplinlosigkeit hinreißen zu lassen. Aber auch das gelingt ihm zunehmend, er hat seine kurze  Zündschnur immer besser im Griff. Und aufgrund der unglaublichen fußballerischen Qualität, die er mitbringt, verzeiht man ihm eh die  ein oder andere Explosion.  

Denn seien wir mal ehrlich: Passt nicht  genau so ein Fußballer zur Eintracht? Mit all seiner  Leidenschaft, seinem Feuer, der Dynamik? Ein Spieler, der mitunter auch das Divenhafte mitbringt,  dies aber  stets paart mit Genialität und einem Hang zum Wahnsinn.

Und somit muss Bruno Hübner am Ende dann doch widersprochen werden: Ante Rebić ist kein Spieler für die Bayern. Er ist ein Spieler für die Eintracht. Das passt einfach.  

Gut, dass Du da bist Ante!

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Brodowin schrieb:

Nicht genug damit, dass dieser Fußballplatz praktisch in den Felsen gehauen  ist, er liegt auch in unmittelbarer Nähe zum „Modro jezero“, dem Blauen See. Man möchte auf diesem Platz jedenfalls nicht derjenige sein, der den Ball versehentlich über die Tribüne gebolzt hat und dann die steilen Felsenklippen heruntersteigen muss, um den Ball aus dem Wasser wieder zu holen.  

Eindrucksvoll, dieses Stadion und dieser See in einer tollen Landschaft. Wir haben noch kein Urlaubsziel für diesen Sommer gebucht, vielleicht wäre das eine Option...
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Was ein Typ, dieser Ante! Absoluter Leistungsträger in unserer genialen Multi-Kulti-Truppe inzwischen.  Daher Grund genug, mal kurz den Versuch zu unternehmen, in Antes Welt einzutauchen. Da ich leider kein Experte für authentische kroatischer Folklore bin  und hier ja kein Journalismus, sondern allenfalls Forumsblödelei betrieben wird, darf man sich ruhig auch mal  ein paar  Klischees bedienen.  

Für die Atmo also erstmal ein bisschen tanzbarer Balkan-Pop zum Kopfnicken oder auch mehr.

So, hätte jetzt  jemand Lust auf ein kleines Quiz? Echt? Na gut:

1.  Quizfrage: Wer wird hier beschrieben?

Er ist mittelgroß bis groß, gut proportioniert, kräftig, lebhaft und  sehr auffällig.  Er hat  muskulöse Schultern  und einen eleganten Hals.  Zudem ist er sehr intelligent und verfügt über ein extrem   ausgeprägtes Selbstvertrauen, welches unbedingt mit einer freundlichen, aber konsequenten Klarstellung der Rangordnung in Grenzen gehalten werden sollte.  Gleichzeitig reagiert er auf Stress und Druck sehr  sensibel. Wenn man ihm  ungerecht gegenüber tritt, lernt man ihn von seiner sturen Seite kennen. Wenn er nicht die richtige Führung erhält, entwickelt er durchaus eigensinnige Tendenzen. Auch kann er auf dauerhafte Unterforderung, mit kapriziösen Verhaltensweisen reagieren.
Mit klaren Anweisungen, Konsequenz, Zugewandtheit, Geduld und vor allem durch positive Verstärkung sorgt man aber dafür, dass das tägliche Miteinander eine große Freude ist. Wer diese durchaus herausfordernden Bedingungen bereitstellen kann, wird ihn gegen nichts in der Welt eintauschen wollen.


Na, um wen geht es? Irgendjemand eine Idee?

Richtig, es geht selbstverständlich um den Dalmatiner! Um jenen charakterstarken Hund, der u.a. durch einen Disney-Film eine gewisse Bekanntheit erreichte. Jedenfalls werden diesem Hund auf den unterschiedlichsten Seiten des Internets,  die oben aufgeführten Eigenschaften zugeschrieben. Nun mag es purer Zufall sein, aber die Eigenschaften des dalmatinischen Hundes lassen sich offenbar mitunter auch auf dalmatinische Fußballer übertragen. Oder hat irgendjemand in der Beschreibung oben nicht auch unseren Ante erkannt?

Lediglich die Frage, ob Ante auch über diese  „sichelförmige Rute“ verfügt, die laut einschlägiger Fachliteratur für den  Dalmatiner charakterisitsch sei,  kann an dieser Stelle nicht abschließend geklärt werden.
Aber das ist auch ok so.
Jedenfalls ist unser Ante Rebić ein waschechter, gebürtiger  Dalmatiner. Denn er ist in der kroatischen Provinz Dalmatien geboren und aufgewachsen.

Und damit kommen wir gleich zur 2. Quizfrage:

Handelt es sich bei folgenden Bildern um die Seychellen oder um die Malediven?  

klick     klick     klick     klick  

Richtig! Es handelt sich selbstverständlich um die Küste Dalmatiens!
Aus dieser imposanten Naturkulisse entstammt unser Ante Rebić. Dazu sei eine kleine Retrospektive erlaubt:

Wir schreiben das Jahr 1993. Ein durchwachsener Sommer geht über dem Rhein-Main-Gebiet zu Ende. Es ist Dienstag, der 21. September in Frankfurt am Main.  Herbstanfang. Wer etwas für die  Frankfurter Eintracht übrig hat, dem/der wird an diesem Tage trotzdem die Sonne aus dem Hintern geschienen haben und er bzw. sie wird immer mal wieder einen erfreuten Blick  auf die Tabelle des Kicker-Sportmagazins geworfen haben. Denn die Eintracht grüßte vom ersten Tabellenplatz. Unter dem jungen Trainer Klaus Toppmöller spielte die Eintracht groß auf. Die etablierten Stars um  Uwe Bein und Anthony Yeboah ergänzten sich hervorragend mit dem Neuzugang Maurizio Gaudino. Es waren die Tage  des  letzten Aufbäumens des Fußball 2000 und in diesen Tagen vielleicht die beste, zumindest aber die dynamischste Eintracht-Mannschaft dieser Ära. Yeboah war in der Form seines Lebens, Okocha hatte wenige Wochen zuvor Olli Kahn das Trauma seines Lebens verpasst und der Eintracht-Trainer ließ  in Richtung Süden verlautbaren: „Bye-bye Bayern!“

Außerhalb des Eintracht-Kosmos  war es die Zeit, in der die EU noch EG hieß und in der Nobbi Blüm im Bundestag für die Pflegeversicherung kämpfte. In den Hit-Rotations hessischer Radiosender fragten die 4 Non Blondes  quasi stündlich  „Was ist eigentlich los?“ Worauf hin Culture Beat in der Regel unmittelbar antwortete: „Ich weiß, was ich will. Und ich will es jetzt. Ich will Dich, denn ich bin Mr Vain." Es war aber auch die Zeit, in der  tausende Kumpels im Ruhrpott um ihre Arbeitsplätze fürchteten und in Russland verschärfte sich der Konflikt zwischen Boris Jelzin und dem Parlament, sodass wenige Tage später gar das „Weiße Haus“ in Moskau in Flammen stand. Und natürlich war es die Zeit, in der auf dem Balkan der schlimmste europäische Krieg seit 1945 tobte.

Es war also nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen in Kroatien in diesen Tagen. Und trotz der Kriegswirren, die in diesen Tagen auf dem Balkan  stattfanden, war der 21. September 1993 in der dalmatinischen Hafenstadt Split ein erfreulicher Tag. Denn an diesem Tag blinzelte der kleine Ante Rebić erstmals, mit seinen blauen Augen, die vermutlich schon damals so strahlten, als ob  sich das Wasser der Adria-Küste vor Split in ihnen spiegelt, in das Licht der Welt.  Für Antes Mutter bleibt im Nachhinein im Sinne einer sanften Geburt zu hoffen, dass er nicht schon während des Geburtsvorgangs eine so unbändige Dynamik entfaltete, wie er sie später auf dem Fußballplatz an den Tag legen sollte, wo er notfalls mit dem Kopf durch die Wand geht.  

Ante kam also in der wunderschönen Stadt Split zur Welt, welche in eine spektakuläre Naturkulisse eingebettet ist. Das kristallklare Wasser, dass  in tiefem Blau erstrahlt, die zerklüfteten Felsen der Küste, der imposante Ausblick auf die Insel Brač, mit ihren  weißen Kalksteinen  und natürlich die eindrucksvollen Berggipfel im Hinterland.  Was für ein schöner Flecken Erde!


Hat jetzt immer noch jemand Lust auf eine letzte (Klugscheißer-) Quiz-Frage? Na dann:  Welches berühmte Gebäude wurde aus den Kalksteinen der Insel Brač vor Split erbaut?
Richtig! Es ist  selbstverständlich das Weiße Haus in Washington!


Aufgewachsen ist Ante Rebić offenbar 30 km im Landesinneren, in der Region um Imotski, einer kleinen Stadt an der Grenze zu Bosnien-Herzegowina, welche am Biokovo-Gebirge liegt.  Jedenfalls spielte Ante das erste Mal auf Vereinsebene  Fußball in Vinjani, und sein erster Fußballplatz könnte der hier gewesen sein.  Die fußballerische Ausbildung  wurde schließlich ab dem Jahr 2008 bei NK Imotski weiter entwickelt, wo er auf diesem spektakulär gelegenen Fußballplatz spielte, welcher in einer eindrucksvollen Kulisse eingebettet ist. Nicht genug damit, dass dieser Fußballplatz praktisch in den Felsen gehauen  ist, er liegt auch in unmittelbarer Nähe zum „Modro jezero“, dem Blauen See. Man möchte auf diesem Platz jedenfalls nicht derjenige sein, der den Ball versehentlich über die Tribüne gebolzt hat und dann die steilen Felsenklippen heruntersteigen muss, um den Ball aus dem Wasser wieder zu holen.  

Auf seine herausragenden Leistungen am Blauen See wurde dann der kroatische Erstligist RNK Split aufmerksam, woraufhin er dorthin wechselte  und 2011 sein Profi-Debüt gab. Gleich in seinem ersten Spiel gegen Dinamo Zagreb gelang ihm der erste Treffer. Insgesamt gelangen ihm in 54 Spielen für Split 16 Tore. Dies führte nicht nur dazu, dass der AC Florenz auf ihn aufmerksam wurde und ihn 2013 verpflichtete, nein, auch ein gewisser Niko Kovač, zu dieser Zeit Trainer der kroatischen U21-Nationalmannschaft, kam nicht umhin, einen solchen begnadeten Fußballer für seine Auswahl zu nominieren. Dort überzeugte er unseren heutigen Chef-Trainer offenbar so nachhaltig, dass dieser ihn später mit zur Weltmeisterschaft in Brasilien nahm, als besagter Niko Kovač  inzwischen  Nationaltrainer der A-Mannschaft Kroatiens war. Jedenfalls kam Ante in allen drei Vorrundenspielen Kroatiens als Einwechselspieler zum Einsatz. Er deutete dort an, was für ein Potential in ihm steckt und er ließ es sich nicht nehmen, im letzten Gruppenspiel mit Rot vom Platz zu fliegen.

Und das Verhältnis zwischen Kovač und Rebić scheint ohnehin ein spezielles zu sein. Es wirkt nicht unbedingt so, als ob sie sich gegenseitig lieben. Aber sie haben offenbar eine Ebene gefunden, auf der sie sich gewinnbringend aneinander reiben können. Möglich, dass ihnen dabei zugutekommt, dass die Eltern von Niko Kovač aus einem Ort stammen, der nur eine gute Autostunde von dem Ort entfernt liegt, wo Ante Rebić aufwuchs. Wenn das eine hilfreiche Voraussetzung sein sollte, kann man sich übrigens schon mal auf unseren Neuzugang Marijan Ćavar freuen, denn auch der stammt aus einem Ort, der nur eine Autostunde entfernt von den Wurzeln der Familie Kovač liegt.

Für Ante  folgten nach der WM wechselhafte Zeiten auf Vereinsebene.  Es ging hin und her zwischen Florenz, Leipzig und Verona, ohne dass er sich irgendwo nachhaltig durchsetzen konnte. Schließlich folgte im Jahr 2016 der Ruf seines Förderers und großen Kritikers Niko Kovač. Und so landete Ante Rebić schließlich im Herzen von Europa. Und es war auch hier von allen Seiten keine Liebe auf den ersten Blick. Zunächst warfen ihn Krankheit und Verletzung zurück und auch als er gesund war, fiel es ihm nicht immer leicht, die klaren Vorstellungen von Kovač umzusetzen. Aber den beiden Heißblütlern mit kroatischen Wurzeln gelang es zunehmend zu verstehen, was der jeweils andere wollte und so konnte Ante Rebić letztlich zu einem großen Gewinn für die Eintracht werden.  Er brachte Qualitäten mit und konnte diese auch immer mehr entfalten, wie man sie lange nicht im Frankfurter Waldstadion gesehen hat. Dadurch entwickelte sich  auch eine große Zuneigung des Frankfurter Publikums. Aufgrund seiner tollen Technik, seines Durchsetzungsvermögens und seiner Dynamik verzieh man ihm gerne, wenn ihm das ein oder andere Mal die Gäule durchgingen. Nicht umsonst war er es schließlich, der die Eintracht im Pokal-Finale im Spiel hielt.

Umso unverständlicher war es für viele Eintracht-Anhänger, dass dann im letzten Sommer die mögliche Kaufoption nicht gezogen wurde. Und es bleibt bis heute ein  Geheimnis der Vereinsführung, ob es ein von langer Hand geplanter Coup war, dass man Ante am letzten Tag des offenen Transferfensters zurückholte oder ob es eher glückliche Fügung war. Wie dem auch sei: Fakt ist, dass Ante nun in der zweiten Saison das Trikot mit dem Adler auf der Brust trägt. Und dass er sich  zur Stütze, als geradezu unentbehrlichen Pfeiler dieser Mannschaft entwickelt hat.

Klar, auch jetzt merkt man ab und zu noch, welches Feuer in ihm brennt und wie schwer es ihm fällt, sich nicht zu einer Disziplinlosigkeit hinreißen zu lassen. Aber auch das gelingt ihm zunehmend, er hat seine kurze  Zündschnur immer besser im Griff. Und aufgrund der unglaublichen fußballerischen Qualität, die er mitbringt, verzeiht man ihm eh die  ein oder andere Explosion.  

Denn seien wir mal ehrlich: Passt nicht  genau so ein Fußballer zur Eintracht? Mit all seiner  Leidenschaft, seinem Feuer, der Dynamik? Ein Spieler, der mitunter auch das Divenhafte mitbringt,  dies aber  stets paart mit Genialität und einem Hang zum Wahnsinn.

Und somit muss Bruno Hübner am Ende dann doch widersprochen werden: Ante Rebić ist kein Spieler für die Bayern. Er ist ein Spieler für die Eintracht. Das passt einfach.  

Gut, dass Du da bist Ante!

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dazke, brodowin! großartiger text
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Das ist schon großer Mist. KIL hat Recht, wenn er schreibt, dass Rebic einer der wenigen Spieler ist, die nicht zu ersetzen sind, wenn sie ausfallen. Neben Boateng und Abraham vielleicht.

Wunderheilung wäre nicht schlecht.
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Das ist schon großer Mist. KIL hat Recht, wenn er schreibt, dass Rebic einer der wenigen Spieler ist, die nicht zu ersetzen sind, wenn sie ausfallen. Neben Boateng und Abraham vielleicht.

Wunderheilung wäre nicht schlecht.
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Sicher ist er nicht zu ersetzen. Jammern hilft nix, dann wird halt ein wenig anders gespielt, damit derjenige, der seinen Posten übernimmt, seine Stärken ausspielen kann. Ich bin da bei Niko guter Dinge.
Wenn's im Endspurt nicht wie erhofft läuft, mache ich das jedenfalls ganz sicher nicht an der Abwesenheit von Ante fest.
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Jeder Spieler kann mal verletzungsbedingt ausfallen und dann muß man ihn eben ersetzen können, wenn auch vielleicht nicht adäquat.
Niko wird sich schon was einfallen lassen, um das aufzufangen.
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Ich hoffe sehnlichst, dass Ante spätestens im Finale gegen
die Bayern wieder fit ist. 👍🏻
Am besten er wäre schon gegen Hamburg oder auf Schalke
wieder einsatzbereit...
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Er war fit und wie er fit war
Schnell verkaufen solange der noch was wert ist
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Er war fit und wie er fit war
Schnell verkaufen solange der noch was wert ist
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200 Mio!
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Ich fordere: Rebic augenblicklich einbalsamieren und ab in die Vitrine im Eintracht-Museum.
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Stand jetzt: Unsterblich!
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Er ist nunmehr der Nachfolger Detaris - und es wieder die 81. Spielminute, als das entscheidende Tor fiel.
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Was für geile Kisten, wie der den Bauern weggelaufen ist....unglaublich.
Ein brutal guter....schneller Kicker.
Beim 2:1 hab ich mich etwas verletzt....hinterher bissel geheult.
Pokalsieger....ich fass es immer noch nicht.
Danke Ante Rebic....danke Eintracht.
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Danke Ante!!!!!


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