Versuche einer Regierungsbildung (GroKo ab 2018)

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wenn das bedeuten wuerde, dass sich nicht die partei verändert hat, damit sie von Horst Depp gewählt wird, sondern, dass man es geschafft hat, Horst Depp zu verändern, dann würde ich das auch gut finden.

da es aber meist bedeutet, dass sich die Partei ändert, um die Horst Deppens dieser Welt wieder in ihre Arme schliessen zu koennen, bin ich wenig begeistert davon, es ändert sich halt nicht viel.

Das Resultat dieser Strategie ist aktuell zu beobachten. Die Leute wählen immer noch die Afd, das Klima und die Politik sind nachhaltig versaut.
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Schwieriges Thema. Ich kenne im privaten Umfeld mehrere Beispiele für 2 typische Wählergruppen der AfD:

Einmal Horst Depp, der tief rassistisch ist und das ganze System scheisse findet. Der war vorher Nichtwähler und wählt jetzt AfD, weil er endlich eine Partei hat, bei der er seine ganzen Frust abladen kann, die gegen Ausländer ist und die über die 5%-Hürde kommt.

Und dann die Bürgerlichen, die genauso rassistisch sind, aber eigentlich keinen völkischen Umsturz wollen. Nur halt keine Schwarzköppe im Land. Die wählen solange AfD, bis die konservativen Parteien deren Positionen in der Zuwanderungsfrage übernommen haben.

Beides ist scheisse

Was hilft? Vielleicht mehr Psychotherapeuten gegen Angststörungen.
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Ich bin mir da nicht ganz klar. Wenn hier jetzt eine deutliche (Rück)Wanderung von der AfD zur Union stattfinden würde, wären diese Wähler zwar an eine Partei angebunden die fest auf dem Boden des Grundgesetzes steht. Gleichzeit wüchse aber die Gefahr, dass der rechte Flügel der Union stärker würde, eine (weitere) Diskursverschiebung nach rechts drohte, gegebenenfalls auch Koalitionen mit der AfD wahrscheinlicher würden.
Klar wünsche ich mir eine möglichst schwache AfD, gleichzeitig ist es mir lieber, man hat die nationalistisch und rassistisch Gesinnten auf einem Haufen. Da dürfen se sich dann mit sich selbst beschäftigen, radikalisieren, spalten und immer so weiter, als dass sie in anderen Parteien Wirkung entfalten.
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Ich bin mir da nicht ganz klar. Wenn hier jetzt eine deutliche (Rück)Wanderung von der AfD zur Union stattfinden würde, wären diese Wähler zwar an eine Partei angebunden die fest auf dem Boden des Grundgesetzes steht. Gleichzeit wüchse aber die Gefahr, dass der rechte Flügel der Union stärker würde, eine (weitere) Diskursverschiebung nach rechts drohte, gegebenenfalls auch Koalitionen mit der AfD wahrscheinlicher würden.
Klar wünsche ich mir eine möglichst schwache AfD, gleichzeitig ist es mir lieber, man hat die nationalistisch und rassistisch Gesinnten auf einem Haufen. Da dürfen se sich dann mit sich selbst beschäftigen, radikalisieren, spalten und immer so weiter, als dass sie in anderen Parteien Wirkung entfalten.
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es ist spannend zu sehen, wie sich der diskurs die letzten jahre verschoben hat.

vor 3-4 jahren hat noch weitestgehen eineigkeit darüber bestanden, dass der kurs der union die zur afd abwandernden wähler durch die eine weitere schleifung des asylrechts, fremdenfeindliche parolen etc. zurückzuholen, keine alternative sein kann, da es ja letztendlich wurscht ist, wo diese parolen gekloppt werden.

jetzt diskutieren wir darüber, dass sogar noch zu verschärfen, dabei haben wir doch gesehen, was das bewirkt.
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Schwieriges Thema. Ich kenne im privaten Umfeld mehrere Beispiele für 2 typische Wählergruppen der AfD:

Einmal Horst Depp, der tief rassistisch ist und das ganze System scheisse findet. Der war vorher Nichtwähler und wählt jetzt AfD, weil er endlich eine Partei hat, bei der er seine ganzen Frust abladen kann, die gegen Ausländer ist und die über die 5%-Hürde kommt.

Und dann die Bürgerlichen, die genauso rassistisch sind, aber eigentlich keinen völkischen Umsturz wollen. Nur halt keine Schwarzköppe im Land. Die wählen solange AfD, bis die konservativen Parteien deren Positionen in der Zuwanderungsfrage übernommen haben.

Beides ist scheisse

Was hilft? Vielleicht mehr Psychotherapeuten gegen Angststörungen.
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Ich kenne sie beide, den Horst (auch die Heike) und die Bürgerlichen! Die zuletzt erwähnten, grade auch auf Oldtimertreffen aller Art oder gerne auch am Weinstand hier und dort!
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es ist spannend zu sehen, wie sich der diskurs die letzten jahre verschoben hat.

vor 3-4 jahren hat noch weitestgehen eineigkeit darüber bestanden, dass der kurs der union die zur afd abwandernden wähler durch die eine weitere schleifung des asylrechts, fremdenfeindliche parolen etc. zurückzuholen, keine alternative sein kann, da es ja letztendlich wurscht ist, wo diese parolen gekloppt werden.

jetzt diskutieren wir darüber, dass sogar noch zu verschärfen, dabei haben wir doch gesehen, was das bewirkt.
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Xaver08 schrieb:

vor 3-4 jahren hat noch weitestgehen eineigkeit darüber bestanden,


Wo? Hier im Forum vielleicht.

Grundsätzlich hätte die Union bis Anfang 16 noch mit einem Rechtsruck mE etwas ! den Aufschwung der AfD verhindern können. Seehofers Werte waren zu Beginn der Obergrenze-Diskussion hoch, auch in Bayern, und die AfD-Werte im Gegensatz zum Bund noch recht niedrig. Erst als er sich nicht durchsetzen konnte, sind noch mal mehrere Prozent dort abgewandert. Habe ich schon mehrfach aufgezeigt. Ist sehr gut aus dem Vergleich der Umfragewerte ersichtlich.

Jetzt der AfD hinterzuhecheln ist wiederum Blödsinn. Die Menschen wählen dann so oder so das rechte Original. Dafür ist es viel zu spät. Man bestätigt dadurch nur noch die AfD, die mittlerweile einen festen Platz hat als rechte Partei und nicht nur rechter Protesthaufen wie noch vor 5 Jahren.

Trotzdem bleibe ich weiter der Meinung, dass 2 bis 3 Prozent "moderatere" AfD-Politiker und -wähler in der großen Union genauso wenig Einfluss haben wie jetzt schon in der 13 Prozent AfD. Wenn die AfD sich spaltet oder ihre letzten einigermaßen demokratischen Elemente verliert, bleibt nur noch ein Haufen Nazis übrig. Und ich finde, dass es leichter ist, eine Partei der Höckes zu bekämpfen und zu verbieten als eine Partei, die noch versucht sich eine bürgerliche Maske aufzuziehen.
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Xaver08 schrieb:

vor 3-4 jahren hat noch weitestgehen eineigkeit darüber bestanden,


Wo? Hier im Forum vielleicht.

Grundsätzlich hätte die Union bis Anfang 16 noch mit einem Rechtsruck mE etwas ! den Aufschwung der AfD verhindern können. Seehofers Werte waren zu Beginn der Obergrenze-Diskussion hoch, auch in Bayern, und die AfD-Werte im Gegensatz zum Bund noch recht niedrig. Erst als er sich nicht durchsetzen konnte, sind noch mal mehrere Prozent dort abgewandert. Habe ich schon mehrfach aufgezeigt. Ist sehr gut aus dem Vergleich der Umfragewerte ersichtlich.

Jetzt der AfD hinterzuhecheln ist wiederum Blödsinn. Die Menschen wählen dann so oder so das rechte Original. Dafür ist es viel zu spät. Man bestätigt dadurch nur noch die AfD, die mittlerweile einen festen Platz hat als rechte Partei und nicht nur rechter Protesthaufen wie noch vor 5 Jahren.

Trotzdem bleibe ich weiter der Meinung, dass 2 bis 3 Prozent "moderatere" AfD-Politiker und -wähler in der großen Union genauso wenig Einfluss haben wie jetzt schon in der 13 Prozent AfD. Wenn die AfD sich spaltet oder ihre letzten einigermaßen demokratischen Elemente verliert, bleibt nur noch ein Haufen Nazis übrig. Und ich finde, dass es leichter ist, eine Partei der Höckes zu bekämpfen und zu verbieten als eine Partei, die noch versucht sich eine bürgerliche Maske aufzuziehen.
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SGE_Werner schrieb:

Grundsätzlich hätte die Union bis Anfang 16 noch mit einem Rechtsruck mE etwas ! den Aufschwung der AfD verhindern können. Seehofers Werte waren zu Beginn der Obergrenze-Diskussion hoch, auch in Bayern, und die AfD-Werte im Gegensatz zum Bund noch recht niedrig. Erst als er sich nicht durchsetzen konnte, sind noch mal mehrere Prozent dort abgewandert. Habe ich schon mehrfach aufgezeigt. Ist sehr gut aus dem Vergleich der Umfragewerte ersichtlich.

Vielleicht war es so. Ich weiß es nicht.

Wenn es so war, spiegelt dein Szenario aber genau das Versagen der Union in der Zeit 15/16 wider. Anstatt auf menschliche und demokratische Werte und eigene Leistung in der Flüchtlings"krise" zu setzen, versuchte man den Rechtsruck, was angesichts des massiven Widerstands aufrechter Menschen und Demokraten - auch in der Union - scheiterte.
Einerseits bestärkt durch dieses Verhalten Seehofers & Co., andererseits enttäuscht über die fehlende Durchschlagskraft des Rechtsrucks wechselten dann viele Union-Wähler zur AfD.

So wie du davon überzeugt bist, dass ein erfolgreicher Rechtsruck einige Wähler bei der Stange gehalten hätte, bin ich davon überzeugt, dass mindestens die selbe Anzahl hätte gehalten werden können, wenn man ihnen aufgezeigt hätte, dass man Menschlichkeit auch erfolgreich praktizieren kann, ohne dass hier irgendjemandem Schaden zugefügt wird. Und die Union hätte dadurch als erfolgreiche Krisenmanagerpartei vielleicht sogar noch Stimmen hinzugewonnen.

Alles hypothetisch, ich weiß. Der bessere Weg für die Menschen wäre es aber in jedem Fall gewesen.
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Xaver08 schrieb:

vor 3-4 jahren hat noch weitestgehen eineigkeit darüber bestanden,


Wo? Hier im Forum vielleicht.

Grundsätzlich hätte die Union bis Anfang 16 noch mit einem Rechtsruck mE etwas ! den Aufschwung der AfD verhindern können. Seehofers Werte waren zu Beginn der Obergrenze-Diskussion hoch, auch in Bayern, und die AfD-Werte im Gegensatz zum Bund noch recht niedrig. Erst als er sich nicht durchsetzen konnte, sind noch mal mehrere Prozent dort abgewandert. Habe ich schon mehrfach aufgezeigt. Ist sehr gut aus dem Vergleich der Umfragewerte ersichtlich.

Jetzt der AfD hinterzuhecheln ist wiederum Blödsinn. Die Menschen wählen dann so oder so das rechte Original. Dafür ist es viel zu spät. Man bestätigt dadurch nur noch die AfD, die mittlerweile einen festen Platz hat als rechte Partei und nicht nur rechter Protesthaufen wie noch vor 5 Jahren.

Trotzdem bleibe ich weiter der Meinung, dass 2 bis 3 Prozent "moderatere" AfD-Politiker und -wähler in der großen Union genauso wenig Einfluss haben wie jetzt schon in der 13 Prozent AfD. Wenn die AfD sich spaltet oder ihre letzten einigermaßen demokratischen Elemente verliert, bleibt nur noch ein Haufen Nazis übrig. Und ich finde, dass es leichter ist, eine Partei der Höckes zu bekämpfen und zu verbieten als eine Partei, die noch versucht sich eine bürgerliche Maske aufzuziehen.
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SGE_Werner schrieb:

Grundsätzlich hätte die Union bis Anfang 16 noch mit einem Rechtsruck mE etwas ! den Aufschwung der AfD verhindern können.

Das ist, nach wie vor, unbelegt. Ganz davon abgesehen, dass man gerade in dieser Zeit und gerade Seehofer ist da das Paradebeispiel, durchaus in Sprache und Handeln AfD Positionen aufgegriffen hat.
Schau dir doch an, was vom Recht auf Asyl geblieben ist.
Und bereits damals wurdest du gerade hinsichtlich Seehofer widerlegt.
Mit seinem anbiedern an die Rechten hat er eine krachende Einbuse für die CSU herbeigeführt.
Auch das hatten wir bereits mehrfach diskutiert!
Dementsprechend kann ich mir nur die Augen reiben, wenn du heute erneut deine klar widerlegte These als Argument bringst:

SGE_Werner schrieb:

Seehofers Werte waren zu Beginn der Obergrenze-Diskussion hoch, auch in Bayern, und die AfD-Werte im Gegensatz zum Bund noch recht niedrig. Erst als er sich nicht durchsetzen konnte, sind noch mal mehrere Prozent dort abgewandert. Habe ich schon mehrfach aufgezeigt. Ist sehr gut aus dem Vergleich der Umfragewerte ersichtlich.


Weiter schreibst du:
SGE_Werner schrieb:

Jetzt der AfD hinterzuhecheln ist wiederum Blödsinn. Die Menschen wählen dann so oder so das rechte Original. Dafür ist es viel zu spät. Man bestätigt dadurch nur noch die AfD, die mittlerweile einen festen Platz hat als rechte Partei und nicht nur rechter Protesthaufen wie noch vor 5 Jahren.

Das hatten wir so schon vor der letzten Bundestagswahl hier besprochen. Da hattest du aber immer noch die Meinung vertreten, dass man die Wähler mit nem Rechtsruck einfangen könnte.
Der Rechtsruck war da, es hat nicht geklappt!
Wenn ich jetzt lese, was du in der Rückschau wahrnimmst, stellt sich mir die Frage, wie weitgehend der Rechtsruck gewesen wäre, den du für ausreichend gehalten hättest?

SGE_Werner schrieb:

Trotzdem bleibe ich weiter der Meinung, dass 2 bis 3 Prozent "moderatere" AfD-Politiker und -wähler in der großen Union genauso wenig Einfluss haben wie jetzt schon in der 13 Prozent AfD. Wenn die AfD sich spaltet oder ihre letzten einigermaßen demokratischen Elemente verliert, bleibt nur noch ein Haufen Nazis übrig. Und ich finde, dass es leichter ist, eine Partei der Höckes zu bekämpfen und zu verbieten als eine Partei, die noch versucht sich eine bürgerliche Maske aufzuziehen.


Wie gesagt, ich bin mir da nicht sicher, welcher Haufen da weniger stinkt, bzw. ob mir nicht ein klar abgegrenzter Haufen lieber ist, als ne wenig abgegrenzte Verbreitung rechter Phantasien in "eigentlich klar demokratischen Parteien".
Ich komme nicht umhin, mir den Zustand der Union im Osten vor Augen zu führen. Und da braucht es in einigen Landesverbänden meiner Meinung nach nicht allzu viel, um da die Stimmung innerhalb der CDU nachhaltig nach rechts koppen zu lassen. Ob das dann für die Demokratie in diesem Land besser wäre als ne klar rechtsextremistische Partei mit bürgerlichem Schutzanstrich - da habe ich ja große Zweifel!
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SGE_Werner schrieb:

Grundsätzlich hätte die Union bis Anfang 16 noch mit einem Rechtsruck mE etwas ! den Aufschwung der AfD verhindern können.

Das ist, nach wie vor, unbelegt. Ganz davon abgesehen, dass man gerade in dieser Zeit und gerade Seehofer ist da das Paradebeispiel, durchaus in Sprache und Handeln AfD Positionen aufgegriffen hat.
Schau dir doch an, was vom Recht auf Asyl geblieben ist.
Und bereits damals wurdest du gerade hinsichtlich Seehofer widerlegt.
Mit seinem anbiedern an die Rechten hat er eine krachende Einbuse für die CSU herbeigeführt.
Auch das hatten wir bereits mehrfach diskutiert!
Dementsprechend kann ich mir nur die Augen reiben, wenn du heute erneut deine klar widerlegte These als Argument bringst:

SGE_Werner schrieb:

Seehofers Werte waren zu Beginn der Obergrenze-Diskussion hoch, auch in Bayern, und die AfD-Werte im Gegensatz zum Bund noch recht niedrig. Erst als er sich nicht durchsetzen konnte, sind noch mal mehrere Prozent dort abgewandert. Habe ich schon mehrfach aufgezeigt. Ist sehr gut aus dem Vergleich der Umfragewerte ersichtlich.


Weiter schreibst du:
SGE_Werner schrieb:

Jetzt der AfD hinterzuhecheln ist wiederum Blödsinn. Die Menschen wählen dann so oder so das rechte Original. Dafür ist es viel zu spät. Man bestätigt dadurch nur noch die AfD, die mittlerweile einen festen Platz hat als rechte Partei und nicht nur rechter Protesthaufen wie noch vor 5 Jahren.

Das hatten wir so schon vor der letzten Bundestagswahl hier besprochen. Da hattest du aber immer noch die Meinung vertreten, dass man die Wähler mit nem Rechtsruck einfangen könnte.
Der Rechtsruck war da, es hat nicht geklappt!
Wenn ich jetzt lese, was du in der Rückschau wahrnimmst, stellt sich mir die Frage, wie weitgehend der Rechtsruck gewesen wäre, den du für ausreichend gehalten hättest?

SGE_Werner schrieb:

Trotzdem bleibe ich weiter der Meinung, dass 2 bis 3 Prozent "moderatere" AfD-Politiker und -wähler in der großen Union genauso wenig Einfluss haben wie jetzt schon in der 13 Prozent AfD. Wenn die AfD sich spaltet oder ihre letzten einigermaßen demokratischen Elemente verliert, bleibt nur noch ein Haufen Nazis übrig. Und ich finde, dass es leichter ist, eine Partei der Höckes zu bekämpfen und zu verbieten als eine Partei, die noch versucht sich eine bürgerliche Maske aufzuziehen.


Wie gesagt, ich bin mir da nicht sicher, welcher Haufen da weniger stinkt, bzw. ob mir nicht ein klar abgegrenzter Haufen lieber ist, als ne wenig abgegrenzte Verbreitung rechter Phantasien in "eigentlich klar demokratischen Parteien".
Ich komme nicht umhin, mir den Zustand der Union im Osten vor Augen zu führen. Und da braucht es in einigen Landesverbänden meiner Meinung nach nicht allzu viel, um da die Stimmung innerhalb der CDU nachhaltig nach rechts koppen zu lassen. Ob das dann für die Demokratie in diesem Land besser wäre als ne klar rechtsextremistische Partei mit bürgerlichem Schutzanstrich - da habe ich ja große Zweifel!
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ergänzend zu dem aus meiner Sicht sehr guten Beitrag:

Söder hat vor ein paar Tagen als einer seiner größten Fehler zugegeben, dass der Umgang der CSU mit der AfD und deren Themen ein Fehler war. Finde es gut, wenn Politiker auch Fehler benennen, losgelöst davon wie glaubhaft Söder immer so agiert.
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Also ich muss ehrlich sagen, dass ich gerne mal anhand der Parteiprogramme nachgewiesen hätte, wo genau denn die CDU Positionen der AFD übernimmt. Das lese ich hier immer wieder, aber wenn ich mir die durchweg radikalen Positionen der AFD zum Thema Migration ansehe und dass dann mit der CDU abgleiche, kann ich das nicht feststellen. Vielleicht übersehe ich ja was.
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Xaver08 schrieb:

vor 3-4 jahren hat noch weitestgehen eineigkeit darüber bestanden,


Wo? Hier im Forum vielleicht.

Grundsätzlich hätte die Union bis Anfang 16 noch mit einem Rechtsruck mE etwas ! den Aufschwung der AfD verhindern können. Seehofers Werte waren zu Beginn der Obergrenze-Diskussion hoch, auch in Bayern, und die AfD-Werte im Gegensatz zum Bund noch recht niedrig. Erst als er sich nicht durchsetzen konnte, sind noch mal mehrere Prozent dort abgewandert. Habe ich schon mehrfach aufgezeigt. Ist sehr gut aus dem Vergleich der Umfragewerte ersichtlich.

Jetzt der AfD hinterzuhecheln ist wiederum Blödsinn. Die Menschen wählen dann so oder so das rechte Original. Dafür ist es viel zu spät. Man bestätigt dadurch nur noch die AfD, die mittlerweile einen festen Platz hat als rechte Partei und nicht nur rechter Protesthaufen wie noch vor 5 Jahren.

Trotzdem bleibe ich weiter der Meinung, dass 2 bis 3 Prozent "moderatere" AfD-Politiker und -wähler in der großen Union genauso wenig Einfluss haben wie jetzt schon in der 13 Prozent AfD. Wenn die AfD sich spaltet oder ihre letzten einigermaßen demokratischen Elemente verliert, bleibt nur noch ein Haufen Nazis übrig. Und ich finde, dass es leichter ist, eine Partei der Höckes zu bekämpfen und zu verbieten als eine Partei, die noch versucht sich eine bürgerliche Maske aufzuziehen.
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frankenadler und wuerzi haben ja beide auch schon darauf geantwortet.

nur noch ein paar kleine ergaenzungen meinerseits:

ich weiss nicht, wohin du die union noch fuehren moechtest. Ende 2015 und Anfang 2016 wurden die Reste des Asylrechts auch noch geschliffen, dazu hat sich die rhetorik aus der union deutlich nach rechts verschoben, beispiele dafuer gibts genug.

ja es ist richtig, du hast das in vergangenheit  immer und immer wieder behauptet, nicht ganz so oft wurde dir widersprochen, leider zu recht, auch wenn es mir lieb gewesen, an dieser stelle nicht richtig gelegen zu sein.

wer noch ein bisschen zeit und musse hat, sich von der wissenschaftlichen seite damit zu beschaeftigen, aber nicht einfach zu verdauen   (sehr interessant), moege sich das hier zu gemuete fuehren
https://democracy.blog.wzb.eu/2018/07/17/radical-right-success-and-mainstream-parties-anti-immigrant-policy-shifts/

Hier wird von zwei politikwissenschaftlern das zusammenspiel von rechtsradikalen parteien wie der afd und den volksparteien in europa untersucht, der beitrag ist von 2018

ein fazit:
Looking at the more long-term developments in Western Europe, it seems doubtful that this strategy is actually working. While mainstream parties have significantly shifted to the right on questions of immigration and national identity in countries such as Austria, Denmark or the Netherlands, radical right parties seem to be doing better than they ever have.

Die Frage, ob diese Strategie erfolgreich ist, wird nur bezweifelt, in deutschland sehen wir, dass sie definitiv nicht erfolgreich ist.
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SGE_Werner schrieb:

Grundsätzlich hätte die Union bis Anfang 16 noch mit einem Rechtsruck mE etwas ! den Aufschwung der AfD verhindern können.

Das ist, nach wie vor, unbelegt. Ganz davon abgesehen, dass man gerade in dieser Zeit und gerade Seehofer ist da das Paradebeispiel, durchaus in Sprache und Handeln AfD Positionen aufgegriffen hat.
Schau dir doch an, was vom Recht auf Asyl geblieben ist.
Und bereits damals wurdest du gerade hinsichtlich Seehofer widerlegt.
Mit seinem anbiedern an die Rechten hat er eine krachende Einbuse für die CSU herbeigeführt.
Auch das hatten wir bereits mehrfach diskutiert!
Dementsprechend kann ich mir nur die Augen reiben, wenn du heute erneut deine klar widerlegte These als Argument bringst:

SGE_Werner schrieb:

Seehofers Werte waren zu Beginn der Obergrenze-Diskussion hoch, auch in Bayern, und die AfD-Werte im Gegensatz zum Bund noch recht niedrig. Erst als er sich nicht durchsetzen konnte, sind noch mal mehrere Prozent dort abgewandert. Habe ich schon mehrfach aufgezeigt. Ist sehr gut aus dem Vergleich der Umfragewerte ersichtlich.


Weiter schreibst du:
SGE_Werner schrieb:

Jetzt der AfD hinterzuhecheln ist wiederum Blödsinn. Die Menschen wählen dann so oder so das rechte Original. Dafür ist es viel zu spät. Man bestätigt dadurch nur noch die AfD, die mittlerweile einen festen Platz hat als rechte Partei und nicht nur rechter Protesthaufen wie noch vor 5 Jahren.

Das hatten wir so schon vor der letzten Bundestagswahl hier besprochen. Da hattest du aber immer noch die Meinung vertreten, dass man die Wähler mit nem Rechtsruck einfangen könnte.
Der Rechtsruck war da, es hat nicht geklappt!
Wenn ich jetzt lese, was du in der Rückschau wahrnimmst, stellt sich mir die Frage, wie weitgehend der Rechtsruck gewesen wäre, den du für ausreichend gehalten hättest?

SGE_Werner schrieb:

Trotzdem bleibe ich weiter der Meinung, dass 2 bis 3 Prozent "moderatere" AfD-Politiker und -wähler in der großen Union genauso wenig Einfluss haben wie jetzt schon in der 13 Prozent AfD. Wenn die AfD sich spaltet oder ihre letzten einigermaßen demokratischen Elemente verliert, bleibt nur noch ein Haufen Nazis übrig. Und ich finde, dass es leichter ist, eine Partei der Höckes zu bekämpfen und zu verbieten als eine Partei, die noch versucht sich eine bürgerliche Maske aufzuziehen.


Wie gesagt, ich bin mir da nicht sicher, welcher Haufen da weniger stinkt, bzw. ob mir nicht ein klar abgegrenzter Haufen lieber ist, als ne wenig abgegrenzte Verbreitung rechter Phantasien in "eigentlich klar demokratischen Parteien".
Ich komme nicht umhin, mir den Zustand der Union im Osten vor Augen zu führen. Und da braucht es in einigen Landesverbänden meiner Meinung nach nicht allzu viel, um da die Stimmung innerhalb der CDU nachhaltig nach rechts koppen zu lassen. Ob das dann für die Demokratie in diesem Land besser wäre als ne klar rechtsextremistische Partei mit bürgerlichem Schutzanstrich - da habe ich ja große Zweifel!
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FrankenAdler schrieb:

Das hatten wir so schon vor der letzten Bundestagswahl hier besprochen. Da hattest du aber immer noch die Meinung vertreten, dass man die Wähler mit nem Rechtsruck einfangen könnte.


Kurz dazu, ich habe schon Anfang 2018 gesagt, dass ich mich geirrt habe und das schon 10 Mal wiederholt.
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Nun ich denke die Grünen werden die großen Verlierer der Coronakrise sein. Es haben aktuell halt großenteils nur noch die Hardcoreumweltschützer ein Kopf für den Umweltschutz.
Ich schätze die Meisten machen sich eher um die Kinderbetreuung und vorallem um die Wirtschaft und ihre Arbeitsplätze Gedanken. Und letzteres ist halt die große Stärke der Union.
Aber mal sehen, wie es sich entwickelt, wenn das Gröbste überstanden ist. Da kann man als Partei viel richtig aber auch viel falsch machen.


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