Özil - Diskussion um Rücktritt / Erdogan-Bilder


Thread wurde von SGE_Werner am Donnerstag, 26. Juli 2018, 19:20 Uhr um 19:20 Uhr verschoben weil:
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Hit-Man schrieb:

Ich würd sagen, seitdem man von mind. 30% der "Fans" als Kanake beschimpft wird, hat man jedes recht zurück zu treten oder die "heilige" Hymne nicht mitzusingen...

Also ich denke nicht, dass es 30% der Fans sind und da kann man ja auch mal drüber stehen und sollte es auch. Der Löw tritt ja auch nicht zurück weil er von über 30% der Fans als Popler der Nation bezeichnet wird.
Und früher wurde die Hymne auch nicht mit gesungen, wenn ich mich richtig erinner, aber vielleicht belehrt mit propain ja jetzt auch eines Besseren
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AdlerBonn schrieb:

[quote=Hit-Man]
Ich würd sagen, seitdem man von mind. 30% der "Fans" als Kanake beschimpft wird, hat man jedes recht zurück zu treten oder die "heilige" Hymne nicht mitzusingen...
[quote]
Der Löw tritt ja auch nicht zurück weil er von über 30% der Fans als Popler der Nation bezeichnet wird.


Das Popeln kann man ja auch einstellen, sein Aussehen/Herkunft kann man nicht an der Tageskasse abgeben.
Zudem wird er viel stärker kritisiert, als die noch schlechteren Müller und Kimmich

Erdogan war indes ziemlich dumm und daneben. Aber das Özil-Bashing fing deutlich früher an.
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Hit-Man schrieb:

Ich würd sagen, seitdem man von mind. 30% der "Fans" als Kanake beschimpft wird, hat man jedes recht zurück zu treten oder die "heilige" Hymne nicht mitzusingen...

Also ich denke nicht, dass es 30% der Fans sind und da kann man ja auch mal drüber stehen und sollte es auch. Der Löw tritt ja auch nicht zurück weil er von über 30% der Fans als Popler der Nation bezeichnet wird.
Und früher wurde die Hymne auch nicht mit gesungen, wenn ich mich richtig erinner, aber vielleicht belehrt mit propain ja jetzt auch eines Besseren
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AdlerBonn schrieb:

Und früher wurde die Hymne auch nicht mit gesungen, wenn ich mich richtig erinner, aber vielleicht belehrt mit propain ja jetzt auch eines Besseren

So lange ich WM gucke ist das ein Thema. Früher (70er) kauten einige noch Kaugummi während der Hymne, das brachte einige richtig in Rage.
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AdlerBonn schrieb:

Seit wann wird eigentlich aus der Nationalmannschaft zurück getreten?

Schon sehr lange. Beispiel Grabi nach der WM 1974. Die Wortwahl war nur eine andere, damals sagten die Spieler einfach das sie nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen wollen, heute sagt man man trete zurück.
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propain schrieb:

AdlerBonn schrieb:

Seit wann wird eigentlich aus der Nationalmannschaft zurück getreten?

Schon sehr lange. Beispiel Grabi nach der WM 1974. Die Wortwahl war nur eine andere, damals sagten die Spieler einfach das sie nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen wollen, heute sagt man man trete zurück.

Nicht nur Grabi. Auch Gerd Müller und - in jungen Jahren - Paul Breitner traten damals zurück.
Einer der prominentesten Nationalmannschaftsverweigerer war wohl der damalige Weltstar Bernd Schuster, der gerade die Nationalmannschaft zum Europameistertitel 1980 geführt hatte. Seine Begründung: er habe keine Lust mehr, weiterhin zu breitnern und zu rummeniggen.
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AdlerBonn schrieb:

Und früher wurde die Hymne auch nicht mit gesungen, wenn ich mich richtig erinner, aber vielleicht belehrt mit propain ja jetzt auch eines Besseren

So lange ich WM gucke ist das ein Thema. Früher (70er) kauten einige noch Kaugummi während der Hymne, das brachte einige richtig in Rage.
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propain schrieb:

AdlerBonn schrieb:

Und früher wurde die Hymne auch nicht mit gesungen, wenn ich mich richtig erinner, aber vielleicht belehrt mit propain ja jetzt auch eines Besseren

So lange ich WM gucke ist das ein Thema. Früher (70er) kauten einige noch Kaugummi während der Hymne, das brachte einige richtig in Rage.

Aber recht hat er trotzdem. Schau dir die Weltmeister 1974 an. Da sang keiner.
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AdlerBonn schrieb:

[quote=Hit-Man]
Ich würd sagen, seitdem man von mind. 30% der "Fans" als Kanake beschimpft wird, hat man jedes recht zurück zu treten oder die "heilige" Hymne nicht mitzusingen...
[quote]
Der Löw tritt ja auch nicht zurück weil er von über 30% der Fans als Popler der Nation bezeichnet wird.


Das Popeln kann man ja auch einstellen, sein Aussehen/Herkunft kann man nicht an der Tageskasse abgeben.
Zudem wird er viel stärker kritisiert, als die noch schlechteren Müller und Kimmich

Erdogan war indes ziemlich dumm und daneben. Aber das Özil-Bashing fing deutlich früher an.
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Hit-Man schrieb:

AdlerBonn schrieb:

[quote=Hit-Man]
Ich würd sagen, seitdem man von mind. 30% der "Fans" als Kanake beschimpft wird, hat man jedes recht zurück zu treten oder die "heilige" Hymne nicht mitzusingen...
[quote]
Der Löw tritt ja auch nicht zurück weil er von über 30% der Fans als Popler der Nation bezeichnet wird.


Das Popeln kann man ja auch einstellen, sein Aussehen/Herkunft kann man nicht an der Tageskasse abgeben.
Zudem wird er viel stärker kritisiert, als die noch schlechteren Müller und Kimmich

Erdogan war indes ziemlich dumm und daneben. Aber das Özil-Bashing fing deutlich früher an.

Da muss ich dir jetzt mal unumwunden und vollumfänglich recht geben.
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propain schrieb:

AdlerBonn schrieb:

Seit wann wird eigentlich aus der Nationalmannschaft zurück getreten?

Schon sehr lange. Beispiel Grabi nach der WM 1974. Die Wortwahl war nur eine andere, damals sagten die Spieler einfach das sie nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen wollen, heute sagt man man trete zurück.

Nicht nur Grabi. Auch Gerd Müller und - in jungen Jahren - Paul Breitner traten damals zurück.
Einer der prominentesten Nationalmannschaftsverweigerer war wohl der damalige Weltstar Bernd Schuster, der gerade die Nationalmannschaft zum Europameistertitel 1980 geführt hatte. Seine Begründung: er habe keine Lust mehr, weiterhin zu breitnern und zu rummeniggen.
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WuerzburgerAdler schrieb:

propain schrieb:

AdlerBonn schrieb:

Seit wann wird eigentlich aus der Nationalmannschaft zurück getreten?

Schon sehr lange. Beispiel Grabi nach der WM 1974. Die Wortwahl war nur eine andere, damals sagten die Spieler einfach das sie nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen wollen, heute sagt man man trete zurück.

Nicht nur Grabi. Auch Gerd Müller und - in jungen Jahren - Paul Breitner traten damals zurück.
Einer der prominentesten Nationalmannschaftsverweigerer war wohl der damalige Weltstar Bernd Schuster, der gerade die Nationalmannschaft zum Europameistertitel 1980 geführt hatte. Seine Begründung: er habe keine Lust mehr, weiterhin zu breitnern und zu rummeniggen.

Stimmt, aber als Eintrachtfan nimmt man natürlich das Frankfurter Beispiel. Wen interessieren schon die Bayen?
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propain schrieb:

AdlerBonn schrieb:

Und früher wurde die Hymne auch nicht mit gesungen, wenn ich mich richtig erinner, aber vielleicht belehrt mit propain ja jetzt auch eines Besseren

So lange ich WM gucke ist das ein Thema. Früher (70er) kauten einige noch Kaugummi während der Hymne, das brachte einige richtig in Rage.

Aber recht hat er trotzdem. Schau dir die Weltmeister 1974 an. Da sang keiner.
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WuerzburgerAdler schrieb:

propain schrieb:

AdlerBonn schrieb:

Und früher wurde die Hymne auch nicht mit gesungen, wenn ich mich richtig erinner, aber vielleicht belehrt mit propain ja jetzt auch eines Besseren

So lange ich WM gucke ist das ein Thema. Früher (70er) kauten einige noch Kaugummi während der Hymne, das brachte einige richtig in Rage.

Aber recht hat er trotzdem. Schau dir die Weltmeister 1974 an. Da sang keiner.


Hymne Ja oder Nein war selbstverständlich immer ein Thema - wie sollte es in einem Land mit dieser Geschichte, zu welcher auch diese ominöse Hymne mit ihrer wiederum kurios-komplexen eigenen Geschichte gehört, denn anders sein. Die Generation der 20-30jährigen in den 70ern hatten alles in allem ein (zurecht) gestörtes Verhältnis zur Hymne, welches nicht zuletzt durch die 68er-Bewegung tief in diese Generation hinein geprägt und indokriniert wurde. Nein, die 74er Weltmeister waren weder Spontis noch Revoluzzer, Paul Breitner war keineswegs Kommunist, sondern wurde von einem v.a. auch medialen Mob als solcher 'gebrandmarkt', dessen Gesinnung mit aktuellen Begriffen wie 'rechtsaußen' oder 'AfD-treu' noch äußerst moderat bezeichnet wäre. Zwar hatte diese Generation wohl ohne Zweifel ein ausgeprägteres politisches Bewusstsein, allein deshalb, weil deren Alltag noch Bindung zum realen Leben hatte - vor allem aber hatten diese noch relativ lebendigen Kontakt zu und Austausch mit ihren gleichaltrigen und jugendlichen Fans, für welche ihre Idole immer auch 'Hippies in Fussballmontur' sein sollten. Und dabei war man sich u.a. darin einig, dass das Singen der Nationalhymne - zeitgenössisch formuliert - vor allem 'total undufte' ist - abtörnend, so überhaupt nicht sexy. Undenkbar, dass da einer aus dem Rahmen gefallen wäre und als einziger  'Einigkeit und Recht und Freiheit...' geträllert hätte. Unvorstellbar wäre eher für die älteren Generationen wohl auch gewesen, dass ein beträchtlicher Teil der Mannschaft nichtdeutsche Wurzeln hat.
Über 40 Jahre Jahre danach haben sich die sozialen und politischen Verhältnisse derart verändert, dass es zwar höchst interessant und aufschlussreich ist, Vergleiche anzustellen - aber eine unmittelbare Gleichsetzung schlicht abwegig ist. Weitgehend allgemeingültig und akzepiert ist in einer von hoher Toleranz geprägten Gesellschaft inzwischen die absolute 'Hymnen-Freiheit': "Wenn der Mesut währenddessen lieber seine Schahada betet, finde ich das voll ok...!" "Wenn die Spieler sich dann besser auf das Spiel konzentrieren können, warum sollen sie unbedingt singen...?" Ein beträchtlicher Teil der fussballaffinen Bevölkerung, übrigens völlig unabhängig von Herkunft, Hautfarbe und Religion, schätzt das Hymnenritual heute jedoch wieder als ein wesentliches Element einer Fussballpartie zumal bei einem internationalen Wettbewerb, nämlich als etwas bewegend Zusammenhalt- und Identität stiftendes jenseits von niederträchtigen patriotisch-nationalistischen Anwandlungen. Ich 'toleriere' beides ohne Einschränkung. Wobei ich ein Länderspiel ohne Hymnen - z.B. aus PI oder ähnlichen Gründen - in meinem verbleibenden Leben als Fussballanhänger nur sehr ungern erleben möchte.
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WuerzburgerAdler schrieb:

propain schrieb:

AdlerBonn schrieb:

Und früher wurde die Hymne auch nicht mit gesungen, wenn ich mich richtig erinner, aber vielleicht belehrt mit propain ja jetzt auch eines Besseren

So lange ich WM gucke ist das ein Thema. Früher (70er) kauten einige noch Kaugummi während der Hymne, das brachte einige richtig in Rage.

Aber recht hat er trotzdem. Schau dir die Weltmeister 1974 an. Da sang keiner.


Hymne Ja oder Nein war selbstverständlich immer ein Thema - wie sollte es in einem Land mit dieser Geschichte, zu welcher auch diese ominöse Hymne mit ihrer wiederum kurios-komplexen eigenen Geschichte gehört, denn anders sein. Die Generation der 20-30jährigen in den 70ern hatten alles in allem ein (zurecht) gestörtes Verhältnis zur Hymne, welches nicht zuletzt durch die 68er-Bewegung tief in diese Generation hinein geprägt und indokriniert wurde. Nein, die 74er Weltmeister waren weder Spontis noch Revoluzzer, Paul Breitner war keineswegs Kommunist, sondern wurde von einem v.a. auch medialen Mob als solcher 'gebrandmarkt', dessen Gesinnung mit aktuellen Begriffen wie 'rechtsaußen' oder 'AfD-treu' noch äußerst moderat bezeichnet wäre. Zwar hatte diese Generation wohl ohne Zweifel ein ausgeprägteres politisches Bewusstsein, allein deshalb, weil deren Alltag noch Bindung zum realen Leben hatte - vor allem aber hatten diese noch relativ lebendigen Kontakt zu und Austausch mit ihren gleichaltrigen und jugendlichen Fans, für welche ihre Idole immer auch 'Hippies in Fussballmontur' sein sollten. Und dabei war man sich u.a. darin einig, dass das Singen der Nationalhymne - zeitgenössisch formuliert - vor allem 'total undufte' ist - abtörnend, so überhaupt nicht sexy. Undenkbar, dass da einer aus dem Rahmen gefallen wäre und als einziger  'Einigkeit und Recht und Freiheit...' geträllert hätte. Unvorstellbar wäre eher für die älteren Generationen wohl auch gewesen, dass ein beträchtlicher Teil der Mannschaft nichtdeutsche Wurzeln hat.
Über 40 Jahre Jahre danach haben sich die sozialen und politischen Verhältnisse derart verändert, dass es zwar höchst interessant und aufschlussreich ist, Vergleiche anzustellen - aber eine unmittelbare Gleichsetzung schlicht abwegig ist. Weitgehend allgemeingültig und akzepiert ist in einer von hoher Toleranz geprägten Gesellschaft inzwischen die absolute 'Hymnen-Freiheit': "Wenn der Mesut währenddessen lieber seine Schahada betet, finde ich das voll ok...!" "Wenn die Spieler sich dann besser auf das Spiel konzentrieren können, warum sollen sie unbedingt singen...?" Ein beträchtlicher Teil der fussballaffinen Bevölkerung, übrigens völlig unabhängig von Herkunft, Hautfarbe und Religion, schätzt das Hymnenritual heute jedoch wieder als ein wesentliches Element einer Fussballpartie zumal bei einem internationalen Wettbewerb, nämlich als etwas bewegend Zusammenhalt- und Identität stiftendes jenseits von niederträchtigen patriotisch-nationalistischen Anwandlungen. Ich 'toleriere' beides ohne Einschränkung. Wobei ich ein Länderspiel ohne Hymnen - z.B. aus PI oder ähnlichen Gründen - in meinem verbleibenden Leben als Fussballanhänger nur sehr ungern erleben möchte.
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Ich glaube, dass dieses ganze Hymnen-Gedöns völlig belanglos ist. Es hat sportlich null auswirkungen, ob da einer laut mitgrölt, die Fresse hält oder während der Hymne an ne warme Leberkäs-Semmeln denkt.  
Mir persönlich ist die Hymne scheißegal. Entscheidend is auf'm Platz.
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Die Brasilianer (Fans und Team) haben im eigenen Land 2014, im Halbfinale gegen Deutschland, auch lauthals mitgegröhlt und sogar noch ne Extra-Strophe drangehangen, was sie ja auch heute noch tun... Und die Deutschen haben ,genau so gelangweilt wie immer, ihre Hymne mitgesummt und trotzdem haben die Brasilianer die derbeste Klatsche ihrer Fußballgeschichte erlebt...Von daher ist diese Hymnendiskussion vollkommer Humbug
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Bei Özil gehts auch net nur um sie Hymne...sondern Körpersprache. Ein Boateng singt ja auch die Hymne mit. Interessant, dass wir 2010 alle extrem stolz auf die Nationalmannschaft waren uns jetzt sie Stimmung so schnell gekippt ist.

Trotzdem bin ich Fan vom Patriotismus, aber nicht Rassismus
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Die Brasilianer (Fans und Team) haben im eigenen Land 2014, im Halbfinale gegen Deutschland, auch lauthals mitgegröhlt und sogar noch ne Extra-Strophe drangehangen, was sie ja auch heute noch tun... Und die Deutschen haben ,genau so gelangweilt wie immer, ihre Hymne mitgesummt und trotzdem haben die Brasilianer die derbeste Klatsche ihrer Fußballgeschichte erlebt...Von daher ist diese Hymnendiskussion vollkommer Humbug
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Ibrakeforanimals schrieb:

Hymnendiskussion vollkommer Humbug


und völlig irrelevant
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Bei Özil gehts auch net nur um sie Hymne...sondern Körpersprache. Ein Boateng singt ja auch die Hymne mit. Interessant, dass wir 2010 alle extrem stolz auf die Nationalmannschaft waren uns jetzt sie Stimmung so schnell gekippt ist.

Trotzdem bin ich Fan vom Patriotismus, aber nicht Rassismus
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Hit-Man schrieb:

Interessant, dass wir 2010 alle extrem stolz auf die Nationalmannschaft waren uns jetzt sie Stimmung so schnell gekippt ist.

Das hängt eben mit der sportlichen Leistung zusammen. Wenn die Zauberfußball mit drei mal 4:0 in der Vorrunde geboten hätten, wäre die Stimmung sicher nicht so schlecht. Man muss sicher keine Spieler bashen, aber warum sollte man ihnen nach diesem Gerumpel jetz übermäßige Anerkennung entgegen bringen?
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Hit-Man schrieb:

Interessant, dass wir 2010 alle extrem stolz auf die Nationalmannschaft waren uns jetzt sie Stimmung so schnell gekippt ist.

Das hängt eben mit der sportlichen Leistung zusammen. Wenn die Zauberfußball mit drei mal 4:0 in der Vorrunde geboten hätten, wäre die Stimmung sicher nicht so schlecht. Man muss sicher keine Spieler bashen, aber warum sollte man ihnen nach diesem Gerumpel jetz übermäßige Anerkennung entgegen bringen?
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Brodowin schrieb:

Hit-Man schrieb:

Interessant, dass wir 2010 alle extrem stolz auf die Nationalmannschaft waren uns jetzt sie Stimmung so schnell gekippt ist.

Das hängt eben mit der sportlichen Leistung zusammen. Wenn die Zauberfußball mit drei mal 4:0 in der Vorrunde geboten hätten, wäre die Stimmung sicher nicht so schlecht. Man muss sicher keine Spieler bashen, aber warum sollte man ihnen nach diesem Gerumpel jetz übermäßige Anerkennung entgegen bringen?


Die Stimmung war doch schon vor der WM gekippt. Wegen Marketing Mist, Erdogan, Die Manmschaft, Abgehobene Funktionäre etc
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Und zu Özil: Ich halte ihn von der fußballerischen Veranlagung immer noch für den besten Spieler der Nationalmannschaft. In der Zeit zwischen 2010 und 2013 glich sein Spiel phasenweise einer Sinfonie. Nicht umsonst nannten sie ihn bei Real Madrid "Mozart".
In den Folgejahren konnte er in der Nationalmannschaft nur noch selten an diese Leistung anknüpfen.  (bei Arsenal habe ich ihn nicht so oft gesehen) Bei der WM 2014 wurde er ja auch meist positionsfremd auf dem Flügel eingesetzt. Dennoch blitzt sein Können immer noch auf. Natürlich hat er keine optimale Körpersprache und er wirkt mit seinen hängenden Schultern wie das wandelnde Phlegma. (Andere Spieler wurden mit ähnlicher Körpersprache in Frankfurt ja sogar zum Fußball-Gott   )

Dennoch finde ich, dass Özil zu viel der Kritik abkriegt, die andere Mannschaftkollegen nicht in dieser Form abbekommen, obwohl sie diese mindestens genau so verdient hätten, allen voran Thomas Müller z.B.

Ob da rassistische Motive mitschwingen, kann ich nicht abschließend beurteilen. Es liegt aber auf der Hand.
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Brodowin schrieb:

Hit-Man schrieb:

Interessant, dass wir 2010 alle extrem stolz auf die Nationalmannschaft waren uns jetzt sie Stimmung so schnell gekippt ist.

Das hängt eben mit der sportlichen Leistung zusammen. Wenn die Zauberfußball mit drei mal 4:0 in der Vorrunde geboten hätten, wäre die Stimmung sicher nicht so schlecht. Man muss sicher keine Spieler bashen, aber warum sollte man ihnen nach diesem Gerumpel jetz übermäßige Anerkennung entgegen bringen?


Die Stimmung war doch schon vor der WM gekippt. Wegen Marketing Mist, Erdogan, Die Manmschaft, Abgehobene Funktionäre etc
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Hit-Man schrieb:

Brodowin schrieb:

Hit-Man schrieb:

Interessant, dass wir 2010 alle extrem stolz auf die Nationalmannschaft waren uns jetzt sie Stimmung so schnell gekippt ist.

Das hängt eben mit der sportlichen Leistung zusammen. Wenn die Zauberfußball mit drei mal 4:0 in der Vorrunde geboten hätten, wäre die Stimmung sicher nicht so schlecht. Man muss sicher keine Spieler bashen, aber warum sollte man ihnen nach diesem Gerumpel jetz übermäßige Anerkennung entgegen bringen?


Die Stimmung war doch schon vor der WM gekippt. Wegen Marketing Mist, Erdogan, Die Manmschaft, Abgehobene Funktionäre etc

Das stimmt schon. Nur wäre das vermutlich in den Hintergrund gerückt, wenn die dann im Turnier sportlich überzeugt hätten.  
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Ich red mal nicht drumherum: In erster Linie liegt das daran, dass er türkisch aussieht bzw. Türkisch-Deutsch ist und daher schnell Feindbild Nr. 1 ist.

Dann folgt mit weitem Abstand der sportliche Bereich.
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Jaroos schrieb:

Ich red mal nicht drumherum: In erster Linie liegt das daran, dass er türkisch aussieht bzw. Türkisch-Deutsch ist und daher schnell Feindbild Nr. 1 ist.

Dann folgt mit weitem Abstand der sportliche Bereich.

Dass dir selbst im Forum von "United Colors of Bembeltown" nicht zugestimmt wird, will schon was heißen!

Ich halte Özil für einen tollen Kicker, der hohen Anteil an den Erfolgen der letzten Dekade hat, aber seine Schwächen hat er halt auch. Dieser Erdogan-Mist hat sicher auch nicht geholfen.

War Müller besser? Sicher nicht! Aber wer hat schon Normalform gehabt? Die waren alle wie Falschgeld unterwegs! In dieser Form kaum zu erklären und die Konsequenz muss Löw - bei allen Verdiensten - nun eigentlich ziehen.
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Im Konfetti Cup wurde auch ohne Özil, Müller und Co. ansehnlicher Fußball gespielt.
Dahin muß es gehen. Daher ist jeder Rücktritt eines satten Weltmeister zu begrüßen..
Nach dieser WM ist keiner unersetzbar.

....und zu Özil. 2010 war der richtig geil in Südafrika. Wie der den Thomys weggerannt ist. Wahnsinn.
Danach hat er aber sein Spiel verändert bzw. Löw hat das Spiel der Nationalmannschaft geändert und Özil war nicht mehr der Konterstürmer, sondern zusammen mit Kroos der Chancenkreierer.

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Ibrakeforanimals schrieb:

Hymnendiskussion vollkommer Humbug


und völlig irrelevant
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Tafelberg schrieb:

Ibrakeforanimals schrieb:

Hymnendiskussion vollkommer Humbug


und völlig irrelevant



"Irrelevant" und meinetwegen auch: ... "Humbug"...
- auf die hier gepflegte Klippschulschreibe muss wohl nicht mehr hingewiesen werden -
sind nassforsche, insbesondere unbelegte Behauptungen im Grunde immer.
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Ich hatte vor dieser WM bzw vor der Erdogan Nummer eigentlich nicht das Gefühl, dass Özil mehr in der Kritik stand als andere Spieler. Er flog meines Erachtens eher unter dem Radar. Wenn ich zB an letzte EM zurück denke, dann stand da meiner Erinnerung nach eher Müller ständig im Fokus, und Fußball Deutschland fragte sich, wann er denn endlich seine WM-Form finden werde.

Dass Özil und Gündogan nach der Erdogan-Nummer im Fokus stehen würden, war erwartbar. Dass hat aber meines Erachtens nichts mit ihrer Herkunft zu tun sondern schlicht mit dem Fakt, dass sie diesem Diktator bei seinem Triumph geholfen haben (war ein wunderschöner Autokorso in Frankfurt zur Nacht auf Montag, danke Özil, Gündogan, habe auch irgendwo gelesen das gerade junge Erstwähler in Deutschland Erdogan gewählt hätten ...). Man stelle sich vor, ein anderer Spieler hätte sich mit „Bernd“ Höcke oder Poggenburg vor der WM ablichten lassen und Geschenke überreicht mit Sprüchen, die tief blicken lassen. Ich denke diese Person hätte erst gar kein Spiel mehr für Deutschland gemacht und das völlig zurecht. Auch Khediras Aussagen lassen vermuten, dass diese Affäre sich auf das Innenleben der Mannschaft ausgewirkt hat.

Baslers Kritik empfand ich persönlich auch als überzogen, kein Plan was ihn da geritten hat, aber neu ist das nun auch nicht, man denke da an Gomez und Scholl.
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Jaroos schrieb:

Ich red mal nicht drumherum: In erster Linie liegt das daran, dass er türkisch aussieht bzw. Türkisch-Deutsch ist und daher schnell Feindbild Nr. 1 ist.

Dann folgt mit weitem Abstand der sportliche Bereich.

Dass dir selbst im Forum von "United Colors of Bembeltown" nicht zugestimmt wird, will schon was heißen!

Ich halte Özil für einen tollen Kicker, der hohen Anteil an den Erfolgen der letzten Dekade hat, aber seine Schwächen hat er halt auch. Dieser Erdogan-Mist hat sicher auch nicht geholfen.

War Müller besser? Sicher nicht! Aber wer hat schon Normalform gehabt? Die waren alle wie Falschgeld unterwegs! In dieser Form kaum zu erklären und die Konsequenz muss Löw - bei allen Verdiensten - nun eigentlich ziehen.
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Uwes Bein schrieb:

War Müller besser? Sicher nicht! Aber wer hat schon Normalform gehabt? Die waren alle wie Falschgeld unterwegs! In dieser Form kaum zu erklären und die Konsequenz muss Löw - bei allen Verdiensten - nun eigentlich ziehen.

Wenn es schon um Özil und das rein Sportliche geht: da lag dann doch schon ein ganzes Stück zwischen Müller und Özil. Letzterer bereitete immerhin etliche Großchancen vor, während Ersterer ausschließlich Ballverluste produzierte. Selten hat der Begriff "Totalausfall" besser gepasst als bei dieser WM auf Müller.


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