Alles rund um die AfD - 2020

#
Es ist eine leidige Diskussion, die wir von mir aus dann hier auch lassen können. Gerade in der Familienpolitik und der Migrationspolitik ist die CDU aus der Sicht vieler Menschen vieles, aber keine konservative Partei mehr.
Ob man das jetzt Linksruck nennt oder nicht, viele konservative Stammwähler fühlen sich von der CDU heute nicht mehr abgeholt, wie sich ja auch in den Wahlergebnissen zeigt.
Als Begründung für den Aufstieg der AFD taugt mir das aber auch nur sehr bedingt. Das war anfangs sicher ein Faktor, aber wer heute noch die AFD wählt, war auch vor Merkel schon falsch in der CDU, selbst wenn er sich dort rumgetrieben hat.
#
Adlerdenis schrieb:

Es ist eine leidige Diskussion, die wir von mir aus dann hier auch lassen können. Gerade in der Familienpolitik und der Migrationspolitik ist die CDU aus der Sicht vieler Menschen vieles, aber keine konservative Partei mehr.
Ob man das jetzt Linksruck nennt oder nicht, viele konservative Stammwähler fühlen sich von der CDU heute nicht mehr abgeholt, wie sich ja auch in den Wahlergebnissen zeigt.
Als Begründung für den Aufstieg der AFD taugt mir das aber auch nur sehr bedingt. Das war anfangs sicher ein Faktor, aber wer heute noch die AFD wählt, war auch vor Merkel schon falsch in der CDU, selbst wenn er sich dort rumgetrieben hat.


Ist schon klar, das du meinst. Diese Leute vergessen dann aber, dass Mitmenschlichkeit in einer Ausnahmesituation nicht grundsätzlich einer konservativen Grundhaltung zuwiderläuft. Die verwechseln halt konservativ mit rechtsaußen.

Und nochmal: die Ehe für alle kam ausschließlich vom Koalitionspartner, damit hatte die CDU nichts am Hut. Das war lediglich ein teuer verkaufter Deal. Wer so etwas der CDU unterschiebt und von hier aus einen Linksruck unterstellt, hat keine Ahnung.
#
Ich bin derzeit wirklich nicht mal mehr dazu in der Lage mich über sowas aufzuregen und habe keinen Nerv mehr da was dazu zu schreiben.
Ich glaube ich sollte mir nen Therapeuten suchen so langsam!

Eine Diskussion wie ein schwerer Autobahnunfall. Oder ein Grubenunglück oder so.
Ich bin so müde!
#
Adlerdenis schrieb:

Es ist eine leidige Diskussion, die wir von mir aus dann hier auch lassen können. Gerade in der Familienpolitik und der Migrationspolitik ist die CDU aus der Sicht vieler Menschen vieles, aber keine konservative Partei mehr.
Ob man das jetzt Linksruck nennt oder nicht, viele konservative Stammwähler fühlen sich von der CDU heute nicht mehr abgeholt, wie sich ja auch in den Wahlergebnissen zeigt.
Als Begründung für den Aufstieg der AFD taugt mir das aber auch nur sehr bedingt. Das war anfangs sicher ein Faktor, aber wer heute noch die AFD wählt, war auch vor Merkel schon falsch in der CDU, selbst wenn er sich dort rumgetrieben hat.


Ist schon klar, das du meinst. Diese Leute vergessen dann aber, dass Mitmenschlichkeit in einer Ausnahmesituation nicht grundsätzlich einer konservativen Grundhaltung zuwiderläuft. Die verwechseln halt konservativ mit rechtsaußen.

Und nochmal: die Ehe für alle kam ausschließlich vom Koalitionspartner, damit hatte die CDU nichts am Hut. Das war lediglich ein teuer verkaufter Deal. Wer so etwas der CDU unterschiebt und von hier aus einen Linksruck unterstellt, hat keine Ahnung.
#
Wenn Interesse besteht, begründe ich das noch ausführlich. Lieber WA, ich kenne die Union seit 25 Jahren als Mitglied von innen. Und ich kann Dir versichern, es hat eine Bewegung nach links in den letzten 20 Jahren unter Merkel gegeben.
Bitte verstehe jetzt links nicht das, was Du und andere hier unter links subsumieren. Siehe es mal mit den Augen eines Unionisten. Auch wenn es schwer fällt.
Gute Nacht allerseits.
#
Wenn Interesse besteht, begründe ich das noch ausführlich. Lieber WA, ich kenne die Union seit 25 Jahren als Mitglied von innen. Und ich kann Dir versichern, es hat eine Bewegung nach links in den letzten 20 Jahren unter Merkel gegeben.
Bitte verstehe jetzt links nicht das, was Du und andere hier unter links subsumieren. Siehe es mal mit den Augen eines Unionisten. Auch wenn es schwer fällt.
Gute Nacht allerseits.
#
Da wäre ich aber mal gespannt.
#
Wenn Interesse besteht, begründe ich das noch ausführlich. Lieber WA, ich kenne die Union seit 25 Jahren als Mitglied von innen. Und ich kann Dir versichern, es hat eine Bewegung nach links in den letzten 20 Jahren unter Merkel gegeben.
Bitte verstehe jetzt links nicht das, was Du und andere hier unter links subsumieren. Siehe es mal mit den Augen eines Unionisten. Auch wenn es schwer fällt.
Gute Nacht allerseits.
#
60revax schrieb:

Und ich kann Dir versichern, es hat eine Bewegung nach links in den letzten 20 Jahren unter Merkel gegeben.
Bitte verstehe jetzt links nicht das, was Du und andere hier unter links subsumieren. Siehe es mal mit den Augen eines Unionisten. Auch wenn es schwer fällt.

Gut, dass mal einer den Begriff "nach links rücken" relativiert. Ich glaube ich verstehe was du meinst und ich denke ich kann auch verstehen, was da für Traditionalisten schwierig ist. Das dürfte aber ein Kernproblem aller Konservativen Bewegungen sein: als Partei der Mitte hinreichend im Kontakt mit der Realität und dem Fortschritt zu stehen ohne denen in der Partei, die dem Irrglauben unterliegen, Konservatismus bedeute Unbeweglichkeit, die politische Heimat zu nehmen.
Wenn man sich anschaut, dass gerade die CSU in Bayern dafür gesorgt hat, dass aus einem rückständigen Argrarstaat, ein führender Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort wurde, merkt man, dass es in erster Linie um Folklore und das Bedienen von Emotionen geht.

Wenn dann von einem Linksruck gesprochen wird, habe ich den Eindruck, dass da selbst gemäßigte Unionisten sich vom AfD Sprech infizieren lassen und jeder Trennschärfe ledig gehen.
Menschlichkeit zu zeigen, sollte für einen Konservativen nicht per se ein Problem darstellen. Eher schon, sich von Faschisten die Deutungshoheit über die eigene Verortung der Haltung vorschreiben zu lassen!
#
Ich bin derzeit wirklich nicht mal mehr dazu in der Lage mich über sowas aufzuregen und habe keinen Nerv mehr da was dazu zu schreiben.
Ich glaube ich sollte mir nen Therapeuten suchen so langsam!

Eine Diskussion wie ein schwerer Autobahnunfall. Oder ein Grubenunglück oder so.
Ich bin so müde!
#
ach, hier gab es schon viel "schlimmere" nächtliche Diskussionen.
War doch alles sehr sachlich!
#
Es ist eine leidige Diskussion, die wir von mir aus dann hier auch lassen können. Gerade in der Familienpolitik und der Migrationspolitik ist die CDU aus der Sicht vieler Menschen vieles, aber keine konservative Partei mehr.
Ob man das jetzt Linksruck nennt oder nicht, viele konservative Stammwähler fühlen sich von der CDU heute nicht mehr abgeholt, wie sich ja auch in den Wahlergebnissen zeigt.
Als Begründung für den Aufstieg der AFD taugt mir das aber auch nur sehr bedingt. Das war anfangs sicher ein Faktor, aber wer heute noch die AFD wählt, war auch vor Merkel schon falsch in der CDU, selbst wenn er sich dort rumgetrieben hat.
#
Adlerdenis schrieb:

Ob man das jetzt Linksruck nennt oder nicht, viele konservative Stammwähler fühlen sich von der CDU heute nicht mehr abgeholt, wie sich ja auch in den Wahlergebnissen zeigt.

Für meinen Geschmack fühlen sich noch viel zu viele Wähler von der CDU abgeholt, wie sich ja auch in den Wahlergebnissen zeigt.
#
Ich müsste jetzt eigentlich noch auf einige Beiträge antworten, aber da diese Diskussion sehr müßig ist und nix mehr mit der AFD zu tun hat, lass ich es jetzt an dieser Stelle einfach mal sein. Wir werden im Zuge der Bundestagswahl noch genug Gelegenheit haben, das hier fortzusetzen und uns über die restlichen Parteien und deren Ausrichtung zu streiten.
#
Wenn Interesse besteht, begründe ich das noch ausführlich. Lieber WA, ich kenne die Union seit 25 Jahren als Mitglied von innen. Und ich kann Dir versichern, es hat eine Bewegung nach links in den letzten 20 Jahren unter Merkel gegeben.
Bitte verstehe jetzt links nicht das, was Du und andere hier unter links subsumieren. Siehe es mal mit den Augen eines Unionisten. Auch wenn es schwer fällt.
Gute Nacht allerseits.
#
60revax schrieb:

Wenn Interesse besteht, begründe ich das noch ausführlich. Lieber WA, ich kenne die Union seit 25 Jahren als Mitglied von innen. Und ich kann Dir versichern, es hat eine Bewegung nach links in den letzten 20 Jahren unter Merkel gegeben.
Bitte verstehe jetzt links nicht das, was Du und andere hier unter links subsumieren. Siehe es mal mit den Augen eines Unionisten. Auch wenn es schwer fällt.
Gute Nacht allerseits.


Der angebliche Linksruck ist, dass wir halt im 21. Jahrhundert angekommen sind. Daran kann die CDU auch nix ändern. Wenn sich "konservative" Leute nicht damit abfinden können, dass der Fortschritt vorran schreitet, dann suchen sie die Schuld bei der CDU. PIS und Trump und Bolsonaro und Co. zeigen wie die CDU es machen könnte: Mit Bibel in der Hand rumlaufen, gegen Ausländer hetzen, Corona leugnen. Ist es das was fehlt?
#
60revax schrieb:

Wenn Interesse besteht, begründe ich das noch ausführlich. Lieber WA, ich kenne die Union seit 25 Jahren als Mitglied von innen. Und ich kann Dir versichern, es hat eine Bewegung nach links in den letzten 20 Jahren unter Merkel gegeben.
Bitte verstehe jetzt links nicht das, was Du und andere hier unter links subsumieren. Siehe es mal mit den Augen eines Unionisten. Auch wenn es schwer fällt.
Gute Nacht allerseits.


Der angebliche Linksruck ist, dass wir halt im 21. Jahrhundert angekommen sind. Daran kann die CDU auch nix ändern. Wenn sich "konservative" Leute nicht damit abfinden können, dass der Fortschritt vorran schreitet, dann suchen sie die Schuld bei der CDU. PIS und Trump und Bolsonaro und Co. zeigen wie die CDU es machen könnte: Mit Bibel in der Hand rumlaufen, gegen Ausländer hetzen, Corona leugnen. Ist es das was fehlt?
#
Jaroos schrieb:

gegen Ausländer hetzen

Das haben doch viele von CDU und CSU immer wieder sehr gut hinbekommen. Seehofer und einige andere machten doch monatelang nichts anderes als über Flüchtlinge zu hetzen.
#
60revax schrieb:

Wenn Interesse besteht, begründe ich das noch ausführlich. Lieber WA, ich kenne die Union seit 25 Jahren als Mitglied von innen. Und ich kann Dir versichern, es hat eine Bewegung nach links in den letzten 20 Jahren unter Merkel gegeben.
Bitte verstehe jetzt links nicht das, was Du und andere hier unter links subsumieren. Siehe es mal mit den Augen eines Unionisten. Auch wenn es schwer fällt.
Gute Nacht allerseits.


Der angebliche Linksruck ist, dass wir halt im 21. Jahrhundert angekommen sind. Daran kann die CDU auch nix ändern. Wenn sich "konservative" Leute nicht damit abfinden können, dass der Fortschritt vorran schreitet, dann suchen sie die Schuld bei der CDU. PIS und Trump und Bolsonaro und Co. zeigen wie die CDU es machen könnte: Mit Bibel in der Hand rumlaufen, gegen Ausländer hetzen, Corona leugnen. Ist es das was fehlt?
#
Jaroos schrieb:

60revax schrieb:

Wenn Interesse besteht, begründe ich das noch ausführlich. Lieber WA, ich kenne die Union seit 25 Jahren als Mitglied von innen. Und ich kann Dir versichern, es hat eine Bewegung nach links in den letzten 20 Jahren unter Merkel gegeben.
Bitte verstehe jetzt links nicht das, was Du und andere hier unter links subsumieren. Siehe es mal mit den Augen eines Unionisten. Auch wenn es schwer fällt.
Gute Nacht allerseits.


Der angebliche Linksruck ist, dass wir halt im 21. Jahrhundert angekommen sind. [...]

Ähnliches wollte ich auch bereits anmerken.
Es dürfte im Jahr 2021, sofern man nicht völlig mit dem Klammerbeutel gepudert ist, reichlich schwerfallen, weiterhin daran festzuhalten, dass z.B. Homosexualität mit "anständiger Erziehung" oder Elektroschocks "therapierbar" sei, Ausländer "hier nix verloren haben", wenn ein gewaltiger Teil der Gesellschaft nichtdeutsche Wurzeln aufweist und wir uns im Herzen eines in weiten Teilen vereinigten Europas befinden oder dass halt einfach "Frauen an den Herd" gehören.

Da ist nicht die CDU nach links gerutscht, sondern die Welt hat sich (natürlich nicht erst) seit dem zweiten Weltkrieg gewandelt. Und mit ihr ein Gutteil der Union. Quasi im Gleichschritt mit Merkel.

Wer das als vermeintlichen Verlust konservativer Werte von CDU und CSU bezeichnet, ist m.E. nicht konservativ, sondern reaktionär. Denn im Jahr 2021 dürfte es inzwischen durchaus als konservativ gelten, etwa heimische Wälder notfalls auf Kosten von Wirtschaftswachstum zu bewahren. Selbst der Söder-Markus streichelt ja öffentlichkeitswirksam Bäume. Der Horizont muss ja auch nicht beim Maibaum enden, um Althergebrachtes und Bewahrenswertes schützen zu wollen.
#
60revax schrieb:

Wenn Interesse besteht, begründe ich das noch ausführlich. Lieber WA, ich kenne die Union seit 25 Jahren als Mitglied von innen. Und ich kann Dir versichern, es hat eine Bewegung nach links in den letzten 20 Jahren unter Merkel gegeben.
Bitte verstehe jetzt links nicht das, was Du und andere hier unter links subsumieren. Siehe es mal mit den Augen eines Unionisten. Auch wenn es schwer fällt.
Gute Nacht allerseits.


Der angebliche Linksruck ist, dass wir halt im 21. Jahrhundert angekommen sind. Daran kann die CDU auch nix ändern. Wenn sich "konservative" Leute nicht damit abfinden können, dass der Fortschritt vorran schreitet, dann suchen sie die Schuld bei der CDU. PIS und Trump und Bolsonaro und Co. zeigen wie die CDU es machen könnte: Mit Bibel in der Hand rumlaufen, gegen Ausländer hetzen, Corona leugnen. Ist es das was fehlt?
#
Jaroos schrieb:

60revax schrieb:

Wenn Interesse besteht, begründe ich das noch ausführlich. Lieber WA, ich kenne die Union seit 25 Jahren als Mitglied von innen. Und ich kann Dir versichern, es hat eine Bewegung nach links in den letzten 20 Jahren unter Merkel gegeben.
Bitte verstehe jetzt links nicht das, was Du und andere hier unter links subsumieren. Siehe es mal mit den Augen eines Unionisten. Auch wenn es schwer fällt.
Gute Nacht allerseits.


Der angebliche Linksruck ist, dass wir halt im 21. Jahrhundert angekommen sind. Daran kann die CDU auch nix ändern. Wenn sich "konservative" Leute nicht damit abfinden können, dass der Fortschritt vorran schreitet, dann suchen sie die Schuld bei der CDU. PIS und Trump und Bolsonaro und Co. zeigen wie die CDU es machen könnte: Mit Bibel in der Hand rumlaufen, gegen Ausländer hetzen, Corona leugnen. Ist es das was fehlt?


Also, die AfD kann zumindest auch progressiv! So schaut sie halt über den Teich, findet Gefallen an dem, was der (Ex-)Führer dort drüben so an Ideen hatte und denkt sich: Da drüben hat das doch auch ganz toll funktioniert.
Also brechen auch wir mal unser verstaubtes Wahlsystem auf und sollten Briefwahlen verbieten. Denn die Lüge der Corona-Pandemie wurde deshalb in die Welt gesetzt, um mittels Briefwahlzetteln Wahlbetrug zu betreiben! Na kommt, liebe AfD... da ist im Wahlkampf aber noch Luft nach oben: Chavez, Antifa, Bejing-Merkel... da schöpfen unsere Faschisten aber noch nicht aus dem vollen Bullshit-Fass.
#
Jaroos schrieb:

60revax schrieb:

Wenn Interesse besteht, begründe ich das noch ausführlich. Lieber WA, ich kenne die Union seit 25 Jahren als Mitglied von innen. Und ich kann Dir versichern, es hat eine Bewegung nach links in den letzten 20 Jahren unter Merkel gegeben.
Bitte verstehe jetzt links nicht das, was Du und andere hier unter links subsumieren. Siehe es mal mit den Augen eines Unionisten. Auch wenn es schwer fällt.
Gute Nacht allerseits.


Der angebliche Linksruck ist, dass wir halt im 21. Jahrhundert angekommen sind. [...]

Ähnliches wollte ich auch bereits anmerken.
Es dürfte im Jahr 2021, sofern man nicht völlig mit dem Klammerbeutel gepudert ist, reichlich schwerfallen, weiterhin daran festzuhalten, dass z.B. Homosexualität mit "anständiger Erziehung" oder Elektroschocks "therapierbar" sei, Ausländer "hier nix verloren haben", wenn ein gewaltiger Teil der Gesellschaft nichtdeutsche Wurzeln aufweist und wir uns im Herzen eines in weiten Teilen vereinigten Europas befinden oder dass halt einfach "Frauen an den Herd" gehören.

Da ist nicht die CDU nach links gerutscht, sondern die Welt hat sich (natürlich nicht erst) seit dem zweiten Weltkrieg gewandelt. Und mit ihr ein Gutteil der Union. Quasi im Gleichschritt mit Merkel.

Wer das als vermeintlichen Verlust konservativer Werte von CDU und CSU bezeichnet, ist m.E. nicht konservativ, sondern reaktionär. Denn im Jahr 2021 dürfte es inzwischen durchaus als konservativ gelten, etwa heimische Wälder notfalls auf Kosten von Wirtschaftswachstum zu bewahren. Selbst der Söder-Markus streichelt ja öffentlichkeitswirksam Bäume. Der Horizont muss ja auch nicht beim Maibaum enden, um Althergebrachtes und Bewahrenswertes schützen zu wollen.
#
Danke, ihr beiden. Misanthrop: trefflicher kann man es nicht beschreiben.
#
So, wer sich nächsten Samstag langweilt:

Herr Meuthen kommt in die Oberurseler Stadthalle, Start 15:00.
Anfahrt aus FFM ist problemlos mit U3 und S5 möglich und wir haben sogar einen Autobahnanschluss.

Anmeldung zur Veranstaltung und Link zum Live Stream gibt's auf der Homepage der AFD Hochtaunuskreis.

Gegendemo hab' ich noch wenig gefunden, ich hab' aber auch kein FB.
Es gibt derzeit nur einen Aufruf der Autonomen Hochtaunus auf Indiymedia, sich ab 14:00 zu versammeln.
#
Wedge schrieb:

So, wer sich nächsten Samstag langweilt:

Herr Meuthen kommt in die Oberurseler Stadthalle, Start 15:00.
Anfahrt aus FFM ist problemlos mit U3 und S5 möglich und wir haben sogar einen Autobahnanschluss.

Anmeldung zur Veranstaltung und Link zum Live Stream gibt's auf der Homepage der AFD Hochtaunuskreis.

Gegendemo hab' ich noch wenig gefunden, ich hab' aber auch kein FB.
Es gibt derzeit nur einen Aufruf der Autonomen Hochtaunus auf Indiymedia, sich ab 14:00 zu versammeln.




Hi.
Nachdem ich auf diese AFD Veranstaltung aufmerksam gemacht habe möchte ich kurz informieren, dass sie abgesagt/verschoben ist.

Laut AFD Hochtaunus ist Herr Meuthen in Quarantäne.

Schade eigentlich, wir hatten so ein schönes Transparent vorbereitet.
#
Jaroos schrieb:

60revax schrieb:

Wenn Interesse besteht, begründe ich das noch ausführlich. Lieber WA, ich kenne die Union seit 25 Jahren als Mitglied von innen. Und ich kann Dir versichern, es hat eine Bewegung nach links in den letzten 20 Jahren unter Merkel gegeben.
Bitte verstehe jetzt links nicht das, was Du und andere hier unter links subsumieren. Siehe es mal mit den Augen eines Unionisten. Auch wenn es schwer fällt.
Gute Nacht allerseits.


Der angebliche Linksruck ist, dass wir halt im 21. Jahrhundert angekommen sind. [...]

Ähnliches wollte ich auch bereits anmerken.
Es dürfte im Jahr 2021, sofern man nicht völlig mit dem Klammerbeutel gepudert ist, reichlich schwerfallen, weiterhin daran festzuhalten, dass z.B. Homosexualität mit "anständiger Erziehung" oder Elektroschocks "therapierbar" sei, Ausländer "hier nix verloren haben", wenn ein gewaltiger Teil der Gesellschaft nichtdeutsche Wurzeln aufweist und wir uns im Herzen eines in weiten Teilen vereinigten Europas befinden oder dass halt einfach "Frauen an den Herd" gehören.

Da ist nicht die CDU nach links gerutscht, sondern die Welt hat sich (natürlich nicht erst) seit dem zweiten Weltkrieg gewandelt. Und mit ihr ein Gutteil der Union. Quasi im Gleichschritt mit Merkel.

Wer das als vermeintlichen Verlust konservativer Werte von CDU und CSU bezeichnet, ist m.E. nicht konservativ, sondern reaktionär. Denn im Jahr 2021 dürfte es inzwischen durchaus als konservativ gelten, etwa heimische Wälder notfalls auf Kosten von Wirtschaftswachstum zu bewahren. Selbst der Söder-Markus streichelt ja öffentlichkeitswirksam Bäume. Der Horizont muss ja auch nicht beim Maibaum enden, um Althergebrachtes und Bewahrenswertes schützen zu wollen.
#
Großer Gott....also ich weiß ja nicht, an wen das gerichtet sein soll, aber was du da aufzählst...äh nein, sowas meinen CDU-Wähler nicht, wenn sie von "konservativen Werten" sprechen. Ich würde auch gerne mal wissen, inwieweit das Positionen der Union abbilden soll, und zwar egal wann.
#
Großer Gott....also ich weiß ja nicht, an wen das gerichtet sein soll, aber was du da aufzählst...äh nein, sowas meinen CDU-Wähler nicht, wenn sie von "konservativen Werten" sprechen. Ich würde auch gerne mal wissen, inwieweit das Positionen der Union abbilden soll, und zwar egal wann.
#
Adlerdenis schrieb:

Großer Gott....also ich weiß ja nicht, an wen das gerichtet sein soll, aber was du da aufzählst...äh nein, sowas meinen CDU-Wähler nicht, wenn sie von "konservativen Werten" sprechen. Ich würde auch gerne mal wissen, inwieweit das Positionen der Union abbilden soll, und zwar egal wann.


Stimmt, gleichgeschlechtliche Ehe war ja gaaaar kein Problem...

Letztendlich hatten fast 400 der insgesamt mehr als 600 Abgeordneten „Ja“ zur Ehe für alle gesagt. Während allerdings bei Grünen, Linken und SPD Einigkeit bestand, war die CDU/CSU-Fraktion zerrissen, erinnert sich der Berliner CDU-Abgeordnete Jan-Marco Luczak: „Ich selber war ja immer einer der Befürworter, hab mich immer sehr dafür in meiner Partei und auch in meiner Fraktion dafür eingesetzt. Da gab's immer viele, die auch mitgestritten haben, auf diesem Weg, aber es gab auch viele, die gezweifelt haben. Und es war gar nicht einfach, da die Balance zu finden, weil die Motivation der Kollegen, weshalb sie dagegen waren, sehr, sehr unterschiedlich war.“

Während die einen beispielsweise eine Ehe grundsätzlich ausschließlich Mann und Frau vorbehalten wollten, sahen andere verfassungsrechtliche Probleme, erinnert sich Jan-Marco Luczak. Sie hielten eine einfache gesetzliche Änderung für nicht ausreichend. Ihr Argument: Obwohl im Grundgesetz der Begriff „Ehe“ nicht ausdrücklich definiert werde, habe schließlich auch das Bundesverfassungsgericht mehrfach betont, dass eine Ehe aus Mann und Frau bestehe. Um die Ehe also auch für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen, müsse folglich erst das Grundgesetz geändert werden. Jan-Marco Luczak – selbst ausgebildeter Jurist – kann sich noch gut an die Diskussion damals erinnern:


https://www.deutschlandfunk.de/drei-jahre-ehe-fuer-alle-viel-erreicht-noch-viel-zu-tun.724.de.html?dram:article_id=479611

Von den Kommentaren, die ich in den Jahren zuvor auch von JUlern gehört habe, die mit "schwulenfeindlich" wohlwollend beschrieben sind, will ich mal gar nicht anfangen und hoffe, dass diese Personen inzwischen Gleichberechtigung aktzeptieren.

Vor einigen Jahren hatte ich eine Mitarbeiterin, die aus Oberbayern kam und noch auf dem Weg war ihre Weiblichkeit offiziell zu machen. Der vorherige Heimatort typisch 80%+ CSU

Der Sprachgebrauch, dem sie ausgesetzt war, werde ich hier auch nicht wiederholen, aber für die 2010er Jahre in Deutschland absolut nicht mehr zeitgemäß.

Teile der CDU sind reaktionär (na ja wenn sie nicht inzwischen zur AFD sind), nicht falsch verstehen, mir sind auch alte Sozen untergekommen, deren Weltbild könnte aus dem Wahlkampf von Vogel kommen, aber das ist meist mehr realitätsfremd als inzwischen verfassungsfeindlich.
#
Adlerdenis schrieb:

Großer Gott....also ich weiß ja nicht, an wen das gerichtet sein soll, aber was du da aufzählst...äh nein, sowas meinen CDU-Wähler nicht, wenn sie von "konservativen Werten" sprechen. Ich würde auch gerne mal wissen, inwieweit das Positionen der Union abbilden soll, und zwar egal wann.


Stimmt, gleichgeschlechtliche Ehe war ja gaaaar kein Problem...

Letztendlich hatten fast 400 der insgesamt mehr als 600 Abgeordneten „Ja“ zur Ehe für alle gesagt. Während allerdings bei Grünen, Linken und SPD Einigkeit bestand, war die CDU/CSU-Fraktion zerrissen, erinnert sich der Berliner CDU-Abgeordnete Jan-Marco Luczak: „Ich selber war ja immer einer der Befürworter, hab mich immer sehr dafür in meiner Partei und auch in meiner Fraktion dafür eingesetzt. Da gab's immer viele, die auch mitgestritten haben, auf diesem Weg, aber es gab auch viele, die gezweifelt haben. Und es war gar nicht einfach, da die Balance zu finden, weil die Motivation der Kollegen, weshalb sie dagegen waren, sehr, sehr unterschiedlich war.“

Während die einen beispielsweise eine Ehe grundsätzlich ausschließlich Mann und Frau vorbehalten wollten, sahen andere verfassungsrechtliche Probleme, erinnert sich Jan-Marco Luczak. Sie hielten eine einfache gesetzliche Änderung für nicht ausreichend. Ihr Argument: Obwohl im Grundgesetz der Begriff „Ehe“ nicht ausdrücklich definiert werde, habe schließlich auch das Bundesverfassungsgericht mehrfach betont, dass eine Ehe aus Mann und Frau bestehe. Um die Ehe also auch für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen, müsse folglich erst das Grundgesetz geändert werden. Jan-Marco Luczak – selbst ausgebildeter Jurist – kann sich noch gut an die Diskussion damals erinnern:


https://www.deutschlandfunk.de/drei-jahre-ehe-fuer-alle-viel-erreicht-noch-viel-zu-tun.724.de.html?dram:article_id=479611

Von den Kommentaren, die ich in den Jahren zuvor auch von JUlern gehört habe, die mit "schwulenfeindlich" wohlwollend beschrieben sind, will ich mal gar nicht anfangen und hoffe, dass diese Personen inzwischen Gleichberechtigung aktzeptieren.

Vor einigen Jahren hatte ich eine Mitarbeiterin, die aus Oberbayern kam und noch auf dem Weg war ihre Weiblichkeit offiziell zu machen. Der vorherige Heimatort typisch 80%+ CSU

Der Sprachgebrauch, dem sie ausgesetzt war, werde ich hier auch nicht wiederholen, aber für die 2010er Jahre in Deutschland absolut nicht mehr zeitgemäß.

Teile der CDU sind reaktionär (na ja wenn sie nicht inzwischen zur AFD sind), nicht falsch verstehen, mir sind auch alte Sozen untergekommen, deren Weltbild könnte aus dem Wahlkampf von Vogel kommen, aber das ist meist mehr realitätsfremd als inzwischen verfassungsfeindlich.
#
Naja, zwischen Zerissenheit bei der Ehe für alle und Elektroschocks für Schwule und Ausländer raus ist ja wohl doch noch ein gewaltiger Unterschied.
#
Naja, zwischen Zerissenheit bei der Ehe für alle und Elektroschocks für Schwule und Ausländer raus ist ja wohl doch noch ein gewaltiger Unterschied.
#
Adlerdenis schrieb:

Naja, zwischen Zerissenheit bei der Ehe für alle und Elektroschocks für Schwule und Ausländer raus ist ja wohl doch noch ein gewaltiger Unterschied.


Ich möchte deutlich machen, dass ich reaktionäres Verhalten natürlich NICHT bei der Mehrheit der CDU.Mitglieder sehe oder annehme.

Meine persönliche Erfahrung und die Erfahrung von Menschen die ich kenne, weisen aber auf Gruppen bzw. lokale Strömungen hin, die in gewissen Punkten anscheinend in den 60ern des letzten Jahrtausends hängen geblieben sind.

Auch schön, dass du den Satz des CDU Mitglieds aus meinem Text zitierst, der (aus Berliner Erfahrung) ebenfalls sehr wohlwollend formuliert ist, aber den Rest ignorierst.

Der Kampf um die Ehe für alle hier in Berlin war heftig und passte so überhaupt nicht zur Außendarstellung, die Müller gerne gehabt hätte, da es die angebliche Weltoffenheit und Toleranz so absolut konterkarierte.

Ich werde es mal anders ausdrücken, um reaktionäre Strömungen in der CDU pauschal zu verneinen, muss man sehr gut gefertigte Scheuklappen tragen.

Ich könnte hier auch einfach 5 Merzzitate bringen und seinen Stimmenanteil, sowie die Mehrheit der JU (was ein moderner Kandidat für die Jugend, die Lösungen der 80er für die Probleme von heute....).
Aber Merz ist für mich das, was Homosexualität für ihn ist, nämlich ein Haufen Sätze mit "Solange...."
#
Naja, zwischen Zerissenheit bei der Ehe für alle und Elektroschocks für Schwule und Ausländer raus ist ja wohl doch noch ein gewaltiger Unterschied.
#
Besonders groß finde ich den Unterschied nicht.
Denn er entspringt dem selben reaktionären Geist, prägt sich nur ein ganz kleines bisschen verschieden aus.
#
Adlerdenis schrieb:

Naja, zwischen Zerissenheit bei der Ehe für alle und Elektroschocks für Schwule und Ausländer raus ist ja wohl doch noch ein gewaltiger Unterschied.


Ich möchte deutlich machen, dass ich reaktionäres Verhalten natürlich NICHT bei der Mehrheit der CDU.Mitglieder sehe oder annehme.

Meine persönliche Erfahrung und die Erfahrung von Menschen die ich kenne, weisen aber auf Gruppen bzw. lokale Strömungen hin, die in gewissen Punkten anscheinend in den 60ern des letzten Jahrtausends hängen geblieben sind.

Auch schön, dass du den Satz des CDU Mitglieds aus meinem Text zitierst, der (aus Berliner Erfahrung) ebenfalls sehr wohlwollend formuliert ist, aber den Rest ignorierst.

Der Kampf um die Ehe für alle hier in Berlin war heftig und passte so überhaupt nicht zur Außendarstellung, die Müller gerne gehabt hätte, da es die angebliche Weltoffenheit und Toleranz so absolut konterkarierte.

Ich werde es mal anders ausdrücken, um reaktionäre Strömungen in der CDU pauschal zu verneinen, muss man sehr gut gefertigte Scheuklappen tragen.

Ich könnte hier auch einfach 5 Merzzitate bringen und seinen Stimmenanteil, sowie die Mehrheit der JU (was ein moderner Kandidat für die Jugend, die Lösungen der 80er für die Probleme von heute....).
Aber Merz ist für mich das, was Homosexualität für ihn ist, nämlich ein Haufen Sätze mit "Solange...."
#
Ich habe den Rest nicht ignoriert, ich hab mich darauf bezogen, weil der Teil mit dem Kampf um die Ehe für alle belastbar ist. Die Formulierung hab ich nur übernommen, weil ich sie recht passend fand.
Die Erzählung mit der Kollegin und dem urkonservativen Kaff ist halt nicht repräsentativ für die Union, sagst du ja selbst.
Dass es solche Leute in der Union gibt, und das Merz von vorgestern ist, hab ich ja nie bestritten.

Zur JU muss man allerdings fairerweise sagen, dass Merz das zwar als großen Sieg verkauft hat, die Beteiligung an der Abstimmung tatsächlich aber lächerlich niedrig war (ich meine nicht mal 30%).
Das war im Grunde eine Schelte für alle Kandidaten und eher eine Absage an Laschet, als ein klares Bekenntnis zu Merz.



Teilen