Corona-Virus (Teil III)

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Entwicklung der Inzidenz heute gegenüber dem letzten Sonntag (Circa)

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So, Deutschland heute bzw. auch der Wochenrückblick. Leider heute deutlich mehr Infektionen als am vergangenen Sonntag, zugegebenermaßen ist am Wochenende immer schwer zu beurteilen. Die nächsten 3 Tage werden spannend.

Todeszahlen erneut noch mal ein gutes Stück diese Woche gesunken, die Intensivpatientenzahlen ebenfalls, wenn auch beide nicht mehr ganz so stark wie in der Vorwoche.
Insgesamt die Inzidenz am Ende der Woche leicht gestiegen. Insbesondere in Thüringen (+ 29 %) , die damit unangefochten auch die höchste Inzidenz wieder haben. Ebenfalls steigende Zahlen in Sachsen und Sachsen-Anhalt, aber auch in Hessen und NRW (je 11 %). Bayern stagnierend. Spürbar gesunken sind die Zahlen nur noch im Saarland und in Schleswig-Holstein und mit Abstrichen in BaWü, dort ist man auch von der Inzidenz weiter klar am besten unterwegs (45)

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Amerika



Warum die Zahlen in den USA so spürbar eingesackt sind, keine Ahnung. Selbiges ist aber auch in Mexiko passiert. Insgesamt eine eher vernünftige Entwicklung sowohl in Nord- als auch Mittel- und Südamerika.

Afrika



Spürbarer Anstieg in Kamerun, aber von einem niedrigen Level ausgehend. Gut, dass die Entwicklung in Südafrika und Tunesien so positiv ist.

Nahost



Weiter negative Entwicklung im Irak und in Iran, auch in Jordanien mittlerweile. Positiv erwartungsgemäß beim Impfvorreiter Israel. Libanon weiterhin Hotspot, aber langsam sinkend.

Asien



Leicht steigende Zahlen in Indien und Südkorea, aber insgesamt sieht das in Asien doch sehr ordentlich aus.

Europa





Tschechien und Slowakei weiterhin Hotspot Nr. 1 , da stiegen die Zahlen auch noch spürbar an. Schlecht sieht es weiterhin auch in Ungarn aus. Portugal mit zum Glück dramatisch stark sinkenden Zahlen. Insgesamt dreht Europa bei den Fallzahlen leider wieder Richtung Plus, bei den Todeszahlen sind wir aber immer noch stark sinkend.

Weltweit

Insgesamt diese Woche noch mal 2,51 Millionen Neuinfektionen (8 % weniger) und 66.152 Todesfälle (22 Prozent weniger, vor allem auch dank USA). Wir stehen mittlerweile bei 111,9 Millionen bestätigten Infektionen und 2,478 Millionen Todesopfern.

Geimpft wurden bisher gut 205 Millionen Dosen, das sind noch mal knapp 35 Millionen mehr als in der Vorwoche (wir schwanken derzeit immer zwischen 30-40 Mio pro Woche).
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Exil-Adler-NRW schrieb:

Wahrscheinlich hätte eine Impfpflicht es auch nicht verhindert (er wartete ja selbst noch auf einen Termin), aber trotzdem sollte doch gerade Pflegern bewusst sein müssen, welche Verantwortung sie tragen.

Das mit dem Großonkel deiner Frau tut mir leid. Ich hoffe, es geht alles gut aus.

Die Verantwortung der Pflegekräfte hängt aber doch nicht zuletzt davon ab, ab man als Geimpfter noch infektiös ist oder nicht. Was meines Wissens nach noch nicht abschließend geklärt ist. Oder?
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WuerzburgerAdler schrieb:

Das mit dem Großonkel deiner Frau tut mir leid. Ich hoffe, es geht alles gut aus.


Leider nicht. Haben eben die Meldung bekommen, dass er heute früh verstorben ist.

Wie gesagt, ich habe keine Ahnung, ob der ihn betreuende Pflegedienst überhaupt die Möglichkeit hatte, sich schon impfen zu lassen und will daher überhaupt keinen Vorwurf aussprechen.

Ich hoffe aber, dass solche Fälle dann auch bei den Pflegern sich rumsprechen und zu einer höheren Impfbereitschaft führen.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Das mit dem Großonkel deiner Frau tut mir leid. Ich hoffe, es geht alles gut aus.


Leider nicht. Haben eben die Meldung bekommen, dass er heute früh verstorben ist.

Wie gesagt, ich habe keine Ahnung, ob der ihn betreuende Pflegedienst überhaupt die Möglichkeit hatte, sich schon impfen zu lassen und will daher überhaupt keinen Vorwurf aussprechen.

Ich hoffe aber, dass solche Fälle dann auch bei den Pflegern sich rumsprechen und zu einer höheren Impfbereitschaft führen.
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Mein Beileid.

Es ist tragisch, wenn Menschen sterben, obwohl das Ende der Pandemie, durch die Impfungen, schon in Sichtweite ist. Scheiß Covid!
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WuerzburgerAdler schrieb:

Das mit dem Großonkel deiner Frau tut mir leid. Ich hoffe, es geht alles gut aus.


Leider nicht. Haben eben die Meldung bekommen, dass er heute früh verstorben ist.

Wie gesagt, ich habe keine Ahnung, ob der ihn betreuende Pflegedienst überhaupt die Möglichkeit hatte, sich schon impfen zu lassen und will daher überhaupt keinen Vorwurf aussprechen.

Ich hoffe aber, dass solche Fälle dann auch bei den Pflegern sich rumsprechen und zu einer höheren Impfbereitschaft führen.
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Auch von mir mein aufrichtiges Beileid und viel Kraft der gesamten Familie.
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Amerika



Warum die Zahlen in den USA so spürbar eingesackt sind, keine Ahnung. Selbiges ist aber auch in Mexiko passiert. Insgesamt eine eher vernünftige Entwicklung sowohl in Nord- als auch Mittel- und Südamerika.

Afrika



Spürbarer Anstieg in Kamerun, aber von einem niedrigen Level ausgehend. Gut, dass die Entwicklung in Südafrika und Tunesien so positiv ist.

Nahost



Weiter negative Entwicklung im Irak und in Iran, auch in Jordanien mittlerweile. Positiv erwartungsgemäß beim Impfvorreiter Israel. Libanon weiterhin Hotspot, aber langsam sinkend.

Asien



Leicht steigende Zahlen in Indien und Südkorea, aber insgesamt sieht das in Asien doch sehr ordentlich aus.

Europa





Tschechien und Slowakei weiterhin Hotspot Nr. 1 , da stiegen die Zahlen auch noch spürbar an. Schlecht sieht es weiterhin auch in Ungarn aus. Portugal mit zum Glück dramatisch stark sinkenden Zahlen. Insgesamt dreht Europa bei den Fallzahlen leider wieder Richtung Plus, bei den Todeszahlen sind wir aber immer noch stark sinkend.

Weltweit

Insgesamt diese Woche noch mal 2,51 Millionen Neuinfektionen (8 % weniger) und 66.152 Todesfälle (22 Prozent weniger, vor allem auch dank USA). Wir stehen mittlerweile bei 111,9 Millionen bestätigten Infektionen und 2,478 Millionen Todesopfern.

Geimpft wurden bisher gut 205 Millionen Dosen, das sind noch mal knapp 35 Millionen mehr als in der Vorwoche (wir schwanken derzeit immer zwischen 30-40 Mio pro Woche).
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SGE_Werner schrieb:

Geimpft wurden bisher gut 205 Millionen Dosen, das sind noch mal knapp 35 Millionen mehr als in der Vorwoche (wir schwanken derzeit immer zwischen 30-40 Mio pro Woche).


Hier mal eine Wochenübersicht für Deutschland mit der Anzahl der Gesamtimpfung und prozentuale Steigerung der letzten Wochen:

KW 1: 368.337
KW 2: 541.132 (+46% zur Vorwoche)
KW 3: 663.515 (+22,6% zur Vorwoche)
KW 4: 668.714 (+0,78% zur Vorwoche)
KW 5: 806.165 (+20,5% zur Vorwoche)
KW 6: 851.041 (+5,5% zur Vorwoche)
KW 7: 887.639 (+4,3% zur Vorwoche)

Laut Impfrechner bedarf es einer täglichen Impfrate von 2.710.440 um bis zum 21.09 jedem gewillten Bürger ein Impfangebot zu machen. Da sprechen wir also von ungefähr 387.200 Impfungen pro Tag.
Wir sollten also bereits in der nächsten Woche die eine Millionenmarke zum ersten mal knacken, auch in Anbetracht das wir noch 2,6 Millionen Impfdosen "ungenutzt" auf Halde haben (auch wenn ich weiß das man die Zeitimpfung teilweise zurück halten muss)
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Amerika



Warum die Zahlen in den USA so spürbar eingesackt sind, keine Ahnung. Selbiges ist aber auch in Mexiko passiert. Insgesamt eine eher vernünftige Entwicklung sowohl in Nord- als auch Mittel- und Südamerika.

Afrika



Spürbarer Anstieg in Kamerun, aber von einem niedrigen Level ausgehend. Gut, dass die Entwicklung in Südafrika und Tunesien so positiv ist.

Nahost



Weiter negative Entwicklung im Irak und in Iran, auch in Jordanien mittlerweile. Positiv erwartungsgemäß beim Impfvorreiter Israel. Libanon weiterhin Hotspot, aber langsam sinkend.

Asien



Leicht steigende Zahlen in Indien und Südkorea, aber insgesamt sieht das in Asien doch sehr ordentlich aus.

Europa





Tschechien und Slowakei weiterhin Hotspot Nr. 1 , da stiegen die Zahlen auch noch spürbar an. Schlecht sieht es weiterhin auch in Ungarn aus. Portugal mit zum Glück dramatisch stark sinkenden Zahlen. Insgesamt dreht Europa bei den Fallzahlen leider wieder Richtung Plus, bei den Todeszahlen sind wir aber immer noch stark sinkend.

Weltweit

Insgesamt diese Woche noch mal 2,51 Millionen Neuinfektionen (8 % weniger) und 66.152 Todesfälle (22 Prozent weniger, vor allem auch dank USA). Wir stehen mittlerweile bei 111,9 Millionen bestätigten Infektionen und 2,478 Millionen Todesopfern.

Geimpft wurden bisher gut 205 Millionen Dosen, das sind noch mal knapp 35 Millionen mehr als in der Vorwoche (wir schwanken derzeit immer zwischen 30-40 Mio pro Woche).
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SGE_Werner schrieb:

Warum die Zahlen in den USA so spürbar eingesackt sind, keine Ahnung.


Gegebenenfalls eine Folge der Kältewelle der letzten Woche - die Leute bleiben an sich eher daheim und / oder weniger Tests. Wobei das jetzt nicht das Minus bei den Toten erklärt...
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SGE_Werner schrieb:

Warum die Zahlen in den USA so spürbar eingesackt sind, keine Ahnung.


Gegebenenfalls eine Folge der Kältewelle der letzten Woche - die Leute bleiben an sich eher daheim und / oder weniger Tests. Wobei das jetzt nicht das Minus bei den Toten erklärt...
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Mit den Impfungen und die extrem hohe Infektionszahlen ist man vielleicht schon nah an der Herdenimmunität.
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Mit den Impfungen und die extrem hohe Infektionszahlen ist man vielleicht schon nah an der Herdenimmunität.
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das halte ich fuer sehr unwahrscheinlich, es nicht auszuschliessen, dass die kombination impfung und dunkelziffer in den infektionen anfaengt sich positiv auszuwirken, aber von herdenimmunitaet ist das sicher noch weit entfernt.

12.9% der menschen haben min. eine erste impfdosis erhalten ( https://www.npr.org/sections/health-shots/2021/01/28/960901166/how-is-the-covid-19-vaccination-campaign-going-in-your-state )

und ca. 28 millionen bestaetigte infektionen.

bei 328 millionen einwohnern und 70-90% fuer herdenimmuniatet brauchts noch e bissi.
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das halte ich fuer sehr unwahrscheinlich, es nicht auszuschliessen, dass die kombination impfung und dunkelziffer in den infektionen anfaengt sich positiv auszuwirken, aber von herdenimmunitaet ist das sicher noch weit entfernt.

12.9% der menschen haben min. eine erste impfdosis erhalten ( https://www.npr.org/sections/health-shots/2021/01/28/960901166/how-is-the-covid-19-vaccination-campaign-going-in-your-state )

und ca. 28 millionen bestaetigte infektionen.

bei 328 millionen einwohnern und 70-90% fuer herdenimmuniatet brauchts noch e bissi.
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Xaver08 schrieb:

das halte ich fuer sehr unwahrscheinlich, es nicht auszuschliessen, dass die kombination impfung und dunkelziffer in den infektionen anfaengt sich positiv auszuwirken, aber von herdenimmunitaet ist das sicher noch weit entfernt.

12.9% der menschen haben min. eine erste impfdosis erhalten ( https://www.npr.org/sections/health-shots/2021/01/28/960901166/how-is-the-covid-19-vaccination-campaign-going-in-your-state )

und ca. 28 millionen bestaetigte infektionen.

bei 328 millionen einwohnern und 70-90% fuer herdenimmuniatet brauchts noch e bissi.


Ist halt die Frage wie hoch die Dunkelziffer ist. Hab da jetzt keine Zahlen wie hoch die Dunkelziffer sein könnte.
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SGE_Werner schrieb:

Warum die Zahlen in den USA so spürbar eingesackt sind, keine Ahnung.


Gegebenenfalls eine Folge der Kältewelle der letzten Woche - die Leute bleiben an sich eher daheim und / oder weniger Tests. Wobei das jetzt nicht das Minus bei den Toten erklärt...
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zappzerrapp schrieb:

SGE_Werner schrieb:

Warum die Zahlen in den USA so spürbar eingesackt sind, keine Ahnung.


Gegebenenfalls eine Folge der Kältewelle der letzten Woche - die Leute bleiben an sich eher daheim und / oder weniger Tests. Wobei das jetzt nicht das Minus bei den Toten erklärt...


Da wirds auch bei uns interessant werden, wie der Rosenmontag und vor allem das bessere Wetter seit diesem Wochenende sich in den Infektionszahlen niederschlagen. Gefühlt waren die Spielplätze bombenvoll, bei uns am Main wurde eng beieinandergesessen und auf den Mainwiesen gekickt.
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Xaver08 schrieb:

das halte ich fuer sehr unwahrscheinlich, es nicht auszuschliessen, dass die kombination impfung und dunkelziffer in den infektionen anfaengt sich positiv auszuwirken, aber von herdenimmunitaet ist das sicher noch weit entfernt.

12.9% der menschen haben min. eine erste impfdosis erhalten ( https://www.npr.org/sections/health-shots/2021/01/28/960901166/how-is-the-covid-19-vaccination-campaign-going-in-your-state )

und ca. 28 millionen bestaetigte infektionen.

bei 328 millionen einwohnern und 70-90% fuer herdenimmuniatet brauchts noch e bissi.


Ist halt die Frage wie hoch die Dunkelziffer ist. Hab da jetzt keine Zahlen wie hoch die Dunkelziffer sein könnte.
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zwei potentiell wege sich sowas zu erschliessen:

weg 1:
google

weg 2:
herleitung ueber die toten und die sterblichkeit.
usa haben ca. 500 000 tote aktuell, bei einer sterblichkeit von ca. 0,8% wuerde das 62 millionen infektionen bedeuten.

plus die 13% an erstimpfungen sind wir bei ca. 100 millionen menschen, ganz dicker daumen.

kommt dir das irgendwie wie in der naehe von herdenimmunitaet vor?
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zwei potentiell wege sich sowas zu erschliessen:

weg 1:
google

weg 2:
herleitung ueber die toten und die sterblichkeit.
usa haben ca. 500 000 tote aktuell, bei einer sterblichkeit von ca. 0,8% wuerde das 62 millionen infektionen bedeuten.

plus die 13% an erstimpfungen sind wir bei ca. 100 millionen menschen, ganz dicker daumen.

kommt dir das irgendwie wie in der naehe von herdenimmunitaet vor?
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Xaver08 schrieb:

zwei potentiell wege sich sowas zu erschliessen:

weg 1:
google

weg 2:
herleitung ueber die toten und die sterblichkeit.
usa haben ca. 500 000 tote aktuell, bei einer sterblichkeit von ca. 0,8% wuerde das 62 millionen infektionen bedeuten.

plus die 13% an erstimpfungen sind wir bei ca. 100 millionen menschen, ganz dicker daumen.

kommt dir das irgendwie wie in der naehe von herdenimmunitaet vor?



Man war Anfang Januar bei durchschnittlich 250.000 Infektionen und jetzt bei 66.000. Irgendwann fehlt den Virus schlicht der Wirte. Man hat ca.18,6% Kinder bis 14 Jahre. Wenn man davon ausgeht, das da viel unbemerkt geblieben ist, wird man schon bald an der Herdenimmunität sein. Plus jetzt 61 Mio Impfungen.
Kaltes Wetter begünstigt doch eigentlich eher die Ausbreitung
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Xaver08 schrieb:

zwei potentiell wege sich sowas zu erschliessen:

weg 1:
google

weg 2:
herleitung ueber die toten und die sterblichkeit.
usa haben ca. 500 000 tote aktuell, bei einer sterblichkeit von ca. 0,8% wuerde das 62 millionen infektionen bedeuten.

plus die 13% an erstimpfungen sind wir bei ca. 100 millionen menschen, ganz dicker daumen.

kommt dir das irgendwie wie in der naehe von herdenimmunitaet vor?



Man war Anfang Januar bei durchschnittlich 250.000 Infektionen und jetzt bei 66.000. Irgendwann fehlt den Virus schlicht der Wirte. Man hat ca.18,6% Kinder bis 14 Jahre. Wenn man davon ausgeht, das da viel unbemerkt geblieben ist, wird man schon bald an der Herdenimmunität sein. Plus jetzt 61 Mio Impfungen.
Kaltes Wetter begünstigt doch eigentlich eher die Ausbreitung
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wie kommst du darauf?

wo stimmst du mit meiner herleitung nicht ueberein?

der rueckgang an neuinfektionen in den usa ist nicht zu 100% verstanden, ein bestandteil davon kann durchaus ein anteil von bereits vorhandenen infektoinen + impfungen sein, wie ich bereits schrieb. wie ich bereits auch schrieb, reicht das aber sicherlich nicht aus.

weitere gruende sind zb massnahmen, die nach dem anstieg richtung november verhaengt worden sind. die sind zwar nicht flaechendeckend gleich, aber das traegt in summe sicher auch zu einer reduktion der ausbreitungszahl bei.

dazu koennen auch prophylatktische verhaltensanpassungen sein, die grippesaison ist in den usa auch weitestgehend ausgefallen, grippe und corona liegen am ende aehnliche ausbreitungsfaktoren zugrunde, es ist also klar, dass menschen aus welchen gruenden auch immer an vielen stellen das richtige getan haben

das extremwetter in der letzten zeit wird sicher auch einen beitrag dazu leisten koennen, bei dem wetter gehen weniger leute vors haus, wissen sollte man auch, dass zumindest partiell das wetter bis zum umschwung eher viel zu warm war, was dazu gefuehrt haben kann, dass sich die leute noch eher draussen getroffen haben.

den einen (nachgewiesenen!) grund gibt es nicht, sehr klar ist aber, dass es herdenimmunitaet (alleine) nicht ist.
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zappzerrapp schrieb:

SGE_Werner schrieb:

Warum die Zahlen in den USA so spürbar eingesackt sind, keine Ahnung.


Gegebenenfalls eine Folge der Kältewelle der letzten Woche - die Leute bleiben an sich eher daheim und / oder weniger Tests. Wobei das jetzt nicht das Minus bei den Toten erklärt...


Da wirds auch bei uns interessant werden, wie der Rosenmontag und vor allem das bessere Wetter seit diesem Wochenende sich in den Infektionszahlen niederschlagen. Gefühlt waren die Spielplätze bombenvoll, bei uns am Main wurde eng beieinandergesessen und auf den Mainwiesen gekickt.
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BRB schrieb:

Gefühlt waren die Spielplätze bombenvoll, bei uns am Main wurde eng beieinandergesessen und auf den Mainwiesen gekickt.


Draußen war gestern in der Tat die Hölle los..  aber irgendwie auch verständlich nach den dunklen Monaten. Es wird sich allerdings kaum noch an Regeln oder Empfehlungen gehalten.

Nachdem ich mich jetzt ein Jahr sehr gewissenhaft und fast vorbildlich an alle Regeln gehalten habe wird bei mir vermutlich jetzt ebenfalls bald der Moment kommen wo ich gewisse Dinge schleifen lassen werde und nicht mehr einsehe mein Leben massiv einzuschränken wenn das ganze Umfeld es nicht mehr tut...

Spätestens dann wenn die Risikogruppen durchgeimpft sind werden im Land die Hemmungen sowieso größtenteils fallen.


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Mal noch zur Strategie der nächsten Wochen. Hätte man LowCovid (also Inzidenzen, bei denen die Nachverfolgung so gut wird, dass es auch kaum noch ansteigen kann) gewollt, hätte man das vor paar Wochen tun müssen, als die britische Mutante noch nicht wirklich weit verbreitet war. Hat man nicht. Man hat stattdessen einen mittelmäßigen Lockdown gemacht, an den sich viele nicht halten, wo Verstöße kaum geahndet werden (können) usw. , Ergebnis des Ganzen waren zwar sinkende Zahlen, aber nicht stark genug sinkend. Jetzt nach 3 Monaten Wischiwaschi-Maßnahmenkatalog, wovon gefühlt die Hälfte auch noch kompliziert oder sinnfrei war, noch mal zu verschärfen, mag sinnvoll sein, kann aber nur gehen, wenn die Politik die Hosen runter lässt.

Denn jeder würde fragen: Warum nicht früher so? Und die Politik könnte sich kaum rausreden.
Und genau deswegen wird das nicht kommen. Genau deswegen wird man versuchen irgendwie da sich durchzuschlängeln. Also noch 1-2 Monate halbgarer Lockdown mit ein paar Lockerungen, weil der Druck der Wirtschaft und Bürger zu groß wird. Und wenn man Pech hat, steigen die Zahlen wieder deutlich an und man muss vllt. noch mal verschärfen. Über die Reaktionen der Bürger und Wirtschaft dann lässt sich natürlich nur spekulieren, aber so "freundlich" wie bisher dürfte es nicht mehr bleiben.

Meines Erachtens kommt die Politik da nicht mehr raus aus der Sache.
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SGE_Werner schrieb:

Mal noch zur Strategie der nächsten Wochen. Hätte man LowCovid (also Inzidenzen, bei denen die Nachverfolgung so gut wird, dass es auch kaum noch ansteigen kann) gewollt, hätte man das vor paar Wochen tun müssen, als die britische Mutante noch nicht wirklich weit verbreitet war. Hat man nicht. Man hat stattdessen einen mittelmäßigen Lockdown gemacht, an den sich viele nicht halten, wo Verstöße kaum geahndet werden (können) usw. , Ergebnis des Ganzen waren zwar sinkende Zahlen, aber nicht stark genug sinkend. Jetzt nach 3 Monaten Wischiwaschi-Maßnahmenkatalog, wovon gefühlt die Hälfte auch noch kompliziert oder sinnfrei war, noch mal zu verschärfen, mag sinnvoll sein, kann aber nur gehen, wenn die Politik die Hosen runter lässt.

Denn jeder würde fragen: Warum nicht früher so? Und die Politik könnte sich kaum rausreden.
Und genau deswegen wird das nicht kommen. Genau deswegen wird man versuchen irgendwie da sich durchzuschlängeln. Also noch 1-2 Monate halbgarer Lockdown mit ein paar Lockerungen, weil der Druck der Wirtschaft und Bürger zu groß wird. Und wenn man Pech hat, steigen die Zahlen wieder deutlich an und man muss vllt. noch mal verschärfen. Über die Reaktionen der Bürger und Wirtschaft dann lässt sich natürlich nur spekulieren, aber so "freundlich" wie bisher dürfte es nicht mehr bleiben.

Meines Erachtens kommt die Politik da nicht mehr raus aus der Sache.

Du hast in der Analyse nicht Unrecht. Allerdings ist es sehr pauschal von „der Politik“ zu sprechen. Man muss das Kind schon beim Namen nennen. Wäre „die Politik“ den Vorschlägen und Bestrebungen der Bundeskanzlerin gefolgt, hätte uns das nicht so in die Scheiße geritten. Es war also nicht „die Politik“ sondern es war eine ganze Reihe an politisch Verantwortlichen der Bundesländer, die den Karren in den Dreck gefahren haben. Einige Ministerpräsidenten haben ja inzwischen offen eingeräumt, dass sie falsch lagen. Fehler machen ist menschlich, ohne Frage. Aber diese Fehler haben zu tausenden Todesfällen geführt und die Bevölkerung über Monate in massive Einschränkungen gezwungen. Das alles wäre vermeidbar gewesen, wenn die Bundesländer mitgezogen hätten. Und was nun wirklich unverzeihlich ist, ist die Tatsache, dass man die gleichen Fehler ein zweites Mal macht und erneut sehenden Auges in die Scheiße rennt. Die Ministerpräsidenten und Ministerpräsidenten und die Kultusministerinnen und Kultusminister werden sich in ein paar Wochen die Fragen gefallen lassen, warum sie sich nun erneut in Öffnungs-Orgien überbieten. Und sie werden  dann für ihre Entscheidungen gerade stehen müssen.
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War gestern auf ner Aussichtsplattform, da waren auf ner Fläche von vllt. 80 qm ca. 40 Leute. Man hat versucht die Abstände dann zwischen den "Familien" einzuhalten, aber war schon pappevoll. Hat halt keiner unten kontrolliert.

In der frischen Luft dürfte das vermutlich aber kaum ein allzu großes Infektionsrisiko sein. Es ist doch eher interessant, dass die Zahlen aktuell wieder steigen und das Infektionsgeschehen, was gerade abgebildet wird, genau das in der Woche war, als es geschneit hat und alle drinnen waren.

Am Ende könnte das auch wieder ein Nullsummenspiel sein. Die Leute haben mehr Kontakte (Infektionsplus) , aber sind mehr draußen dabei (Infektionsminus).

Für die Psyche der Menschen dürfte dieses Wochenende vermutlich sehr nützlich gewesen sein.
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SGE_Werner schrieb:

Mal noch zur Strategie der nächsten Wochen. Hätte man LowCovid (also Inzidenzen, bei denen die Nachverfolgung so gut wird, dass es auch kaum noch ansteigen kann) gewollt, hätte man das vor paar Wochen tun müssen, als die britische Mutante noch nicht wirklich weit verbreitet war. Hat man nicht. Man hat stattdessen einen mittelmäßigen Lockdown gemacht, an den sich viele nicht halten, wo Verstöße kaum geahndet werden (können) usw. , Ergebnis des Ganzen waren zwar sinkende Zahlen, aber nicht stark genug sinkend. Jetzt nach 3 Monaten Wischiwaschi-Maßnahmenkatalog, wovon gefühlt die Hälfte auch noch kompliziert oder sinnfrei war, noch mal zu verschärfen, mag sinnvoll sein, kann aber nur gehen, wenn die Politik die Hosen runter lässt.

Denn jeder würde fragen: Warum nicht früher so? Und die Politik könnte sich kaum rausreden.
Und genau deswegen wird das nicht kommen. Genau deswegen wird man versuchen irgendwie da sich durchzuschlängeln. Also noch 1-2 Monate halbgarer Lockdown mit ein paar Lockerungen, weil der Druck der Wirtschaft und Bürger zu groß wird. Und wenn man Pech hat, steigen die Zahlen wieder deutlich an und man muss vllt. noch mal verschärfen. Über die Reaktionen der Bürger und Wirtschaft dann lässt sich natürlich nur spekulieren, aber so "freundlich" wie bisher dürfte es nicht mehr bleiben.

Meines Erachtens kommt die Politik da nicht mehr raus aus der Sache.

Du hast in der Analyse nicht Unrecht. Allerdings ist es sehr pauschal von „der Politik“ zu sprechen. Man muss das Kind schon beim Namen nennen. Wäre „die Politik“ den Vorschlägen und Bestrebungen der Bundeskanzlerin gefolgt, hätte uns das nicht so in die Scheiße geritten. Es war also nicht „die Politik“ sondern es war eine ganze Reihe an politisch Verantwortlichen der Bundesländer, die den Karren in den Dreck gefahren haben. Einige Ministerpräsidenten haben ja inzwischen offen eingeräumt, dass sie falsch lagen. Fehler machen ist menschlich, ohne Frage. Aber diese Fehler haben zu tausenden Todesfällen geführt und die Bevölkerung über Monate in massive Einschränkungen gezwungen. Das alles wäre vermeidbar gewesen, wenn die Bundesländer mitgezogen hätten. Und was nun wirklich unverzeihlich ist, ist die Tatsache, dass man die gleichen Fehler ein zweites Mal macht und erneut sehenden Auges in die Scheiße rennt. Die Ministerpräsidenten und Ministerpräsidenten und die Kultusministerinnen und Kultusminister werden sich in ein paar Wochen die Fragen gefallen lassen, warum sie sich nun erneut in Öffnungs-Orgien überbieten. Und sie werden  dann für ihre Entscheidungen gerade stehen müssen.
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Das sehe ich auch so.
Namentlich das Beispiel des Herrn "Wir-müssen-jetzt-mal-bei-einem-bestimmten-Inzidenzwert-bleiben"-Laschet zeigt, dass die Öffnungsfanatiker und gleichzeitig Shutdown-Gegner nichts aus der jüngsten Vergangenheit gelernt haben. Selbst wenn sie - wie eben Laschet - ihren Irrtum bereits eingestanden haben. Aber warum soll es in der Politik anders sein als bei uns im Forum.

Dieses ängstliche Hineinhören in die Bevölkerung, was man ihnen zumuten kann und was nicht, hat zu mehr und vor allem längeren Einschränkungen bei gleichzeitig weniger Erfolg geführt als wenn man Frau Merkels Weg gegangen wäre. Sozusagen eine Loose-Loose-Situation.

Und sowas soll unser Land führen. Da schaudert es mich wirklich.
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BRB schrieb:

Gefühlt waren die Spielplätze bombenvoll, bei uns am Main wurde eng beieinandergesessen und auf den Mainwiesen gekickt.


Draußen war gestern in der Tat die Hölle los..  aber irgendwie auch verständlich nach den dunklen Monaten. Es wird sich allerdings kaum noch an Regeln oder Empfehlungen gehalten.

Nachdem ich mich jetzt ein Jahr sehr gewissenhaft und fast vorbildlich an alle Regeln gehalten habe wird bei mir vermutlich jetzt ebenfalls bald der Moment kommen wo ich gewisse Dinge schleifen lassen werde und nicht mehr einsehe mein Leben massiv einzuschränken wenn das ganze Umfeld es nicht mehr tut...

Spätestens dann wenn die Risikogruppen durchgeimpft sind werden im Land die Hemmungen sowieso größtenteils fallen.


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Diegito schrieb:

BRB schrieb:

Gefühlt waren die Spielplätze bombenvoll, bei uns am Main wurde eng beieinandergesessen und auf den Mainwiesen gekickt.


Draußen war gestern in der Tat die Hölle los..  aber irgendwie auch verständlich nach den dunklen Monaten. Es wird sich allerdings kaum noch an Regeln oder Empfehlungen gehalten.

Nachdem ich mich jetzt ein Jahr sehr gewissenhaft und fast vorbildlich an alle Regeln gehalten habe wird bei mir vermutlich jetzt ebenfalls bald der Moment kommen wo ich gewisse Dinge schleifen lassen werde und nicht mehr einsehe mein Leben massiv einzuschränken wenn das ganze Umfeld es nicht mehr tut...

Spätestens dann wenn die Risikogruppen durchgeimpft sind werden im Land die Hemmungen sowieso größtenteils fallen.




Weil einige sich verantwortungslos verhalten, möchtest du es ihnen gleich tun. Warum? Was hilft Dir das? Welchen Nutzen hast Du davon und wie genau wird Dein Verhalten dann aussehen? Und am Abend, wenn Du dann nach Hause gekommen bist, wirst Du dann stolz auf Dich sein mit dem Wissen, auf eventuelle Regeln schön aus Absicht geschissen zu haben? Freilich auch mit dem Wissen damit für andere Menschen ein Risiko darzustellen.


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