...das nackte Grauen, ich habe diesen demĂŒtigenden Tag auch noch in Stuttgart erleben mĂŒssen und am Abend vergeblich versucht, meinen Schmerz mit Bier zu ertrĂ€nken...
12 Jahre war ich alt und hatte das ganze live am Bildschirm verfolgt... VerschlĂŒsseltes Premiere! Mann konnte aber immer noch Umrisse erkennen und die Mannschaften an der Helligkeit der Trikots unterscheiden. Im Sport das traurigste was ich je erlebt habe! Obwohl.... der neunte Juli letztes Jahr war auch kein schöner Tag!
Spiderwoman schrieb: Wie habt ihr Euch darmals gefĂŒhlt ?
Ich hab damals geheult. Schon eine Woche vorher gegen Bremen. Habe keine Karte mehr bekommen. Ich hab das Bremenspiel in einer Kneipe verfolgt. Schöne  Sch..... Und dann der letzte Spieltag. Die ganze Woche voller Zuversicht. QualitĂ€t setzt sich letztendlich durch. Das war mein Gedanke seit dem Spiel gegen Leberkusen. Super gespielt, kein Tor geschossen und die gewinnen 1:0. Schöne Sch..... Aber QualitĂ€t setzt sich letztendlich doch durch. Wir spielen den besten und schönsten FuĂball. Also haben wir es verdient Meister zu werden. Wir, die Mannschaft, die Fans, alle. Und dann der letzte Spieltag...... Ich muĂte arbeiten....... Nebenjob. ......Ich und 2 befreundete Studenten....... Auf dem Bau.......Das erste Mal waren wir getrennt auf der Baustelle. Nachmittags dann der Hit. Endspiel im Radio. Nix fĂŒr meine Nerven. Und je lĂ€nger das Spiel andauerte, je nervöser wurde ich. Zur Halbzeit hat mich der Chef in die Firma geschickt weil ich ausgerastet bin. Ich habe nichts, einfach gar nichts mehr zu Stande gebracht. In der Firma habe ich das Spiel weiter im Radio verfolgt. Und es kam immer Schlimmer.... Niederlage.....Meisterschaft vergeigt..... und dann auch noch die Stuttgarter mit ihrem AntifuĂball. Nach dem Spiel stand ich im Hof der Firma. Als meine Arbeitskollegen kamen und mich sahen wurde es ihnen in Bruchteilen einer Sekunde Klar. Frankfurt ist nicht Meister. Sie hatten von dem Spiel ĂŒberhaupt nichts mitbekommen. AuĂenbaustelle, kein Radio, nichts. Ich muĂ schon einen erbĂ€rmlichen Eindruck hinterlassen haben. Und ich habe geheult. Kein Abstieg war so schlimm (nicht mal meine Scheidung, im Ernst) Das war mein schlimmstes Erlebnis. eine niemals heilende Wunde. Und wenn wir noch 100 Mal gegen Rostock gewinnen. Das kann es nicht gut machen. Schön das ich die tolle Zeit des FuĂballs 2000 miterleben durfte.
Eines könnte diese Wunde dann doch heilen....... Irgendwann einmal werden wir wieder Deutscher Meister.
Oh Mann, ich könnt grad wieder heulen. Offene Wunden sind sehr schmerzhaft.
War damals auch da. Es war eine Katastrophe, die ich einfach nicht fassen konnte und auch wollte. Wir waren bestimmt noch anderthalb Stunden oder lĂ€nger im Stadion und hockten im Block und waren wie betĂ€ubt. Allerdings muss ich hier mal der Staatsmacht ein Kompliment machen. Als uns Ordner aus dem Stadion scheuchen wollten, kamen Jungs vom BGS und scheuchten ihrerseits die Ordner von uns weg. Wir haben mit fast allen von denen noch ein Bier getrunken. War fast unglaublich... Als wir dann aus dem Stadion gingen, hatte man das GefĂŒhl als wĂ€re man in einer anderen Welt. Alles kaputt und zerstört. Autos umgeworfen und was weiĂ ich noch alles. Da ging mir wirklich die Muffe, weil ich nicht wusste, was um die nĂ€chste Ecke wartete. Aber da wir ewig im Stadion waren, war das wildeste vorbei und wir erreichten ohne gröĂere Probleme unseren Bus. An die Heimfahrt kann ich mich kaum erinnern. Entweder hab ich vollkommen abgeschaltet  oder mich dem Bier hingegeben - ich weiĂ es nicht mehr. Das im Grunde genommen allerschlimmste war, dass ich schon Wochen vorher orakelt habe, dass es noch ScheiĂe laufen könnte. Was wir vollkommen unnötig an Punkten verschenkten war zum Kotzen. Ich glaube es war gegen Wattenscheid, wo wir zuhause wieder mal Punkte verloren mit einer unglaublich pomadigen Spielweise. Ich stand oben im H-Block und habe geflucht und geschimpft. Wir hatten so eine Riesenchance, haben es aber nicht am letzten Spieltag vergeigt. Aber egal. Das war einmal. Das JETZT zĂ€hlt. VorwĂ€rts Eintracht!!!!
MĂŒssen wir uns schon wieder alle selbst geiĂeln?
Schmerzen, Schmerzen, Schmerzen, das habe ich am diesem Tage gefĂŒhlt. Ich bin auch teilweise Mitschuld, da ich einer der gröĂten FuĂballsĂŒnden getĂ€tigt habe." Das Meister T-Shirt schon am Sportfeld vor der Abfahrt gekauft und getragen."
Es war auch ein Journalist der Sonntagszeitung bei der Abfahrt dabei, er fragte ob er uns begleiten und Interviewen könnte. Unter der Vorfreude der kommenden Meisterschaft und einer schier unglaublichen Arroganz unsererseits, stimmte ich unter der folgernden Bedingung zu.
OK! Du schreibst aber im ersten Satz, das ich ein angehender Rockstar bin".
Am Sonntag Mittag in Frankfurt angekommen und die Sonntagszeitung gekauft, es huschte das erste mal wieder ein LĂ€cheln auf meinen Mund.
Vielleicht erkennt sich  auch der ein oder andere Alte Sack hier noch und an seine Aussagen von damals, es werden einige Fans zitiert.
Also, viel SpaĂ und viel Leiden mit der Vergangenheit. (Habe den Text schnell runtergetippt, sorry fĂŒr evtl. Rechtschreibefehler)
      Die Sonntagszeitung vom 17.05.1992, der Tag nach dem Desaster
     Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸDa fahrĂ¹ùâÂŹĂąâÂą ich altes Kamel bis nach Rostock mitĂ¹ùâÂŹĂ â
Im Stadion nur Verlierer/ Vom vergeblichen Einsatz der Eintracht-Fans berichtet Walter Wille
Frankfurt/Rostock. Danny aus Rödelheim, der Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸangehende RockstarĂ¹ùâÂŹĂ â von den Finsterlingen hatte gesagt: Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸWenn die  verlieren, werden bei mir zum ersten mal seit Jahren die TrĂ€nen flieĂenĂ¹ùâÂŹĂ â Herbert 48 hatte beschwörend gesprochen: Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸDa fahr ich altes Kamel bis nach Rostock mit. Wenn die es nicht schaffen, geb ich mir die KugelĂ¹ùâÂŹĂ â Solches Unheil ist hoffentlich ausgeblieben. Einer immerhin konnte gestern aufatmen- der Chef von Joachim aus den Gallusviertel. Joachim hatte nĂ€mlich schon angekĂŒndigt: Ă¹ùâÂŹĂ âWird Frankfurt Meister komme ich Montag, Dienstag ,Mittwoch nicht. ich muĂ feiern.Ă¹ùâÂŹĂ â Die Feier fĂ€llt aus. Oh ja, wir hĂ€tten sie uns verdient gehabt, die Deutsche FuĂballmeisterschaft. Eine Lange Nacht, ein langer Tag, noch eine lange Nacht, um diese 90 Minuten mitzuerleben. Neun Stunden im rumpelnden Sonderzug von Bahnhof  Sportfeld an die OstseekĂŒste, von Mitternacht bis Samstagmorgen. Irgend jemand  hat immer gerade gegrölt:Ă¹ùâÂŹĂ â Deutscher Meister wird nur die SGEĂ¹ùâÂŹĂ â Keiner hat sich daran gestört, alle haben es geglaubt. Das Vorhaben, ein biĂchen zu schlafen, haben wir schnell fallengelassen und die leeren Bierdosen sind durch die GĂ€nge gerollt. Wenn Manni Binz, der Uwe und der Ulliiii uns gesehen hĂ€tten, vielleicht hĂ€tten sie uns das erspart. Wie wir letzte Woche im Eintracht- Shop fĂŒr das Bahnticket, samt Eintrittskarte (126,50 DM) Schlange gestanden haben. Wie wir schon bei der Abfahrt die Ă¹ùâÂŹĂ âWelleĂ¹ùâÂŹĂ â geprobt haben. Wie wir im Zug Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸdurchgemachtĂ¹ùâÂŹĂ â. Wie wir am Samstag stundenlang durch Rostock gezogen sind Ă¹ùâÂŹĂąâŹĆ ungewaschen, unrasiert, unglaublich siegessicher. Und wie wir auch nach dem 0:1 nicht den Glauben verloren und uns nach Kruses Ausgleichsstreffer in den Armen gelegen haben, auf der Tribune des Ostseestadions. Wir haben gesungen: Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸoh, du wunderschöne SGE, du sollst ewig Deutscher Meister seinĂ¹ùâÂŹĂ â, Erbarmen, zu spĂ€t, die Hesse kommenĂ¹ùâÂŹĂ â, und, natĂŒrlich, Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸDeutscher Meister wird nur die.....Ă¹ùâÂŹĂ â. Alles nicht sehr originell, aber bewĂ€hrt. Und alle waren dabei. Die vom Fanclub Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸBlack&WhiteĂ¹ùâÂŹĂ â, die Fanclubs aus Bockenheim und Raunheim, die Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸEaglesĂ¹ùâÂŹĂ â, die Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸAdlerfrontĂ¹ùâÂŹĂ â, PĂ€rchen, ganze Familien, der Vater mit seiner Tochter. Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸMercedes-GĂŒnterĂ¹ùâÂŹĂ â auch. Er hat Freitagmorgen noch eine Extraschicht gemacht, der zusĂ€tzlichen Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸKohleĂ¹ùâÂŹĂ â wegen. GĂŒnter, 46, Nordendler, Dauerkartenbesitzer fĂŒrĂâĂÂŽs Waldstation, bei jedem zweiten AuswĂ€rtsspiel dabei, verdient sich das Geld fĂŒr die Eintracht, neben der Arbeit im Autohaus, mit  einem Zweitjob bei der Messe. Danny hatte gesagt: Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸEinmal im Leben willst du sowas mitmachen. Diese Meisterschaft ist auch eine Meisterschaft fĂŒr uns, die Fans.Ă¹ùâÂŹĂ â WĂ€re gewesen, mĂŒĂte er nun sagen. Viele waren bereits im T-Shirt angereist, das die Eintracht als neuen TiteltrĂ€ger pries. Andrej, 23, aus Bergen-Enkheim hatte sich sogar schon eine Meisterschale gebastelt. Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸHier ist der harte Kern der Fans dabeiĂ¹ùâÂŹĂ â, hatte Jörg aus Praunheim festgestellt. Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸDie echten Jungs.Ă¹ùâÂŹĂ âUnterwegs im Zug, Samstag frĂŒh, so um halb zwei, haben die Treuen beim Zwischenstopp in Fulda noch in die sternenklare Nacht gerufen: Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸDeutscher Meister wird....Ă¹ùâÂŹĂ âIm Morgengrauen haben sie die braven BĂŒrger von BĂŒchen geweckt. Um diese Zeit herum muĂ auch das Zugfenster zu Bruch gegangen sein. Und dann das Unfassbare. Nach 90 Minuten wie im Tollhaus, um Viertel nach fĂŒnf, blankes Entsetzen, völlige Sprachlosigkeit. Einzeln oder in Gruppen sitzen Hunderte minutenlang still in der Fankurve. Junge Burschen, gestandene MĂ€nner kĂ€mpfen vergeblich gegen TrĂ€nen an. Bei manchen entlĂ€dt sich die Wut schlieĂlich in Beschimpfungen gegen den Schiedsrichter, die Polizei- und die Grenzschutzbeamten. Derweil die Nachricht, dass den Rostockern der Sieg im Kampf gegen den Abstieg auch nichts mehr genutzt hat. Eine Arena voller Verlierer. Noch eine Stunde spĂ€ter sitzt ein junges MĂ€dchen mit Eintracht-Schal weinend in der Ecke. Wir werden uns den Weg zur sogenannten AbschluĂfeier am Sonntag auf dem Römerberg sparen. Lieber ausschlafen. Wir hĂ€tten einmal sagen können: Damals, 1992, als die Eintracht Meister wurde, waren wir dabei. Es wĂ€re zu schön gewesen.
mannomann-jetzt kommt auch wieder alles hoch bei mir. am vortag hatte ich standesamtliche hochzeit. die hielten uns alle fĂŒr bekloppt, als wir am nĂ€chstn tag um 4uhr frĂŒh gen rostock fuhren in meinem alten golf. sie lag in warnemĂŒnde am strand und ich litt mit. ich stolperte danach absolut nĂŒchtern in meinem 77-er trigema-trikot sinnlos durch die gegend u.war danach wie in trance. das foul an weber geschah geradeaus vor mir. alles wĂ€re anders geworden die jahre danach im verein-100 pro. wer weiĂ, obs uns aber gut getan hĂ€tte, eher aber schon. wir wĂ€ren heute neben dem hsv der 2. dino der BL, also niemals 4 jahre spĂ€ter abgestiegen, da bin ich mir sicher. 15 jahre isses her - geschieden bin ich, aber die eintracht gehört immer noch zu mir!!! alfons, sei dir verziehen-du hattest die gröĂe den schwersten fehler deiner schiri-laufbahn wenigstens zuzugeben und musstest genug leiden unter den hasstriaden. einmal muĂ schluĂ damit sein. wer dabei war wirds aber n i e vergessen können. ja, damals da war ich dabei in rostock-leider ist man immer eher geneigt, es zu verheimlichen, als damit zu prahlen... Â
was soll ich sagen, 92' war ich 25 und die Eintracht war sicherer Meister, dann kam dieses Spiel.... und meine Eintracht am Boden zerstört. Meistertitel verpfiffen, verraten und verschenkt. Ein Scheisstag um ehrlich zu sein.
Die Jahre die folgten, waren grausam und nur durch wenige Lichtblicke erhellt und daher bin ich heute froh eine Eintracht im neuen Stadion mit diesen tollen ( besten ) Fans der Liga in der ersten BL zu sehen. Ich bin froh ein Management und ein Trainergespann zu erleben, dass nicht ĂŒberheblich / ( bye bye Bayern ) und gröĂenwahnsinnig ( Osram, Salou, Legat ) wird. Nein es wird ehrliche und bodenstĂ€ndige Arbeit geleistet. Jaaa ich arbeite selbst in Mainhattan und wir alle sind Weltklasseleistungen ĂÆĂ la Fraport, Deutche Bank, Commerzbank, Messe, IAA etc gewöhnt. Wenn Du in Rhein Mainhattan lebst erwartest Du immer Superlative und da passt die Eintracht momentan eher nach Mannheim oder nach ....XXXbach. Ok spass beiseite wir sind wieder wer, nach der 2ten Liga und es wird noch Zeit benötigen um unsere Seelen zu befriedigen aber einstweilen erfreuen wir uns an der wiedererstarkten Eintrach mit Ihrem Ergebnissfussball und erzĂŒrnen uns der, ach wie feigen Transferpolitik. Ein Chevanton könnte es schon sein und ein schnibbelchen darfs mehr sein?
ach ja und bevor mich jemand fragt... ich komme aus Darmstadt und die 98er sind eher eas fĂŒr Masochisten Domina 98 Studio... ich kann mich noch an den Aufstieg in die erste Liga erinnern, gefĂŒhlte 100 Jahre her. Von daher ist die Eintracht die einzige Liebe, weil auch Mainz durch einen Kanal von uns getrennt ist ( oder war das GroĂ Britannien? ) egal Â
Traurige Wahrheit es wĂ€re so schön gewesen, diesen Samstag vergesse Ich nie. Viel Hohn und Spott hat man als Eintracht Fan ertragen mĂŒssen. Aber es gleicht sich alles aus. Irgendwann klappt es noch mit der Meisterschaft. Und Hessen steht Kopf!! Ich GLAUBE ganz fest daran. Es klappt noch mal.
Spiderwoman schrieb: Ich hab das eben gelesen ..... Â Ich dachte mir guckste mal was da zu finden ist ! Wie habt ihr Euch darmals gefĂŒhlt ?
habe meinen soeben geschriebenen Beitrag vorsichtshalber selber vor dem Absenden gelöscht....
Lieber so:
Den Sonntag auf dem Römer, vorher die Fahrt mit dem damals noch neuen ICE, das wundlaufen der FĂŒĂe bis zum Römer und die Begeisterung gemischt mit Trauer und alle Jungs und MĂ€del's die dabei waren...
Rostock war damals fĂŒr mich der erste wahre Moment, indem ich verstanden habe, was an diesem Verein so besonders ist. so paradox es auch klingen mag. Aber die trauer, als kleener Bub damals war zwar ein stĂ€ndiger Begleiter, aber man musste sie nie alleine tragen. Die Jahre danach waren fĂŒr mich um einiges schlimmer. Der erste Abstieg, nachdem man feststellen musste, dass die schillernde Eintracht recht kaputt war und man anstatt die Bayern zu Ă€rgern von Meppen geschlagen wurde...
Damals war eine verspielte Meisterschaft der Supergau, heute wĂŒrde ich mich nach nem zweiten oder dritten Platz vor Freude drei Wochen lang betrinken. Allerdings wurde das Rostockspiel letztes Jahr anfang der Saison mal auf Arena ausgestrahlt und obwohl ich fast das ganze Spiel vorhersagen konnte und das tragische Ende schon kannte, hatte ich diese 90 Minuten wieder TrĂ€nen in den Augen, da man sich immer die Frage stellt, was wĂ€re gewesen wenn wir es geschafft hĂ€tten? WĂ€ren wir heute ein Topclub oder hĂ€tten uns einige Probleme, die man damals dank des sportlichen Erfolges nicht gesehen hat, in den Ruin getrieben?
Auch wenn ich noch nie Sagen konnte: Meine Eintracht ist Meister, so hab ich keine Angst, das mir dieser Moment fĂŒr immer verwehrt bleibt.
1:00 Abfahrt aus Langen mit zwei Bussen,die haufenweise Sekt und Bier an Bord hatten. Auf der Autobahn unzĂ€hlige Fanbusse und ein Pkw nach dem anderen,mit wehenden Eintrachtschals. Im Bus lief das Lied vom Stepi,auf und ab.Auch die quallvolle Fahrt durch den Osten,konnte die Stimmung nicht bremsen.Je nĂ€her wir Rostock kamen,desto  lĂ€nger wurde unser Konvoi auf den BundesstraĂen.Es war ein perfekter Tag bis dahin.Strahlend blauer Himmel und ĂŒberall nur feiernde Menschen.Selbst die ĂŒberflĂŒssigen Kontrollen des Bundesgrenzschutzes konnten unsere Stimmung nicht versauen. Als wir in Rostock an einer Ampel,links einbiegten,werde ich diesen Anblick nie mehr vergessen:Es war eine unheimlich lange StraĂe,mit hunderten von geschmĂŒckten Fan-Bussen und Kleinbuseen in unseren Farben.
14.00 im Stadion,traute man sich kaum auf die maroden HolzbĂ€nke zu setzen.Aber es war uns egal,den das trostlose Stadion bebte ununterbrochen bis zum Anpiff.In der gegenĂŒber liegenden Kurve,sah man ein kleines HĂ€ufchen in Blau-Weiss,die kaum zu hören waren.Ich glaube,solch eine stimmgewaltige Invasion wird diese Stadt nicht mehr erleben.
Kurz vorm Anpfiff waren wir uns alle sicher:Nur noch 90 Minuten !!
Von oben knallte die Sonne und im Stadion brodelte die Stimmung bis zur GÀnsehaut.In der ersten Halbzeit,versiebte Axel Kruse klÀglich unsere einzigste Chance.Wir merkten das unsere Jungs, mit den eigenen Nerven zu kÀmpfen hatten.
Zur zweiten Halbzeit war das Hansa-Tor auf unsere Seite,aber das erste Tor fiel leider auf der gegenĂŒber liegenden Seite.Nach einem kurzen Schock,folgte gleich der Ausgleich und unsere Eintracht fing endlich an FuĂball zu spielen.Die letzten 20 Minuten wurde nur noch auf ein Tor gespielt.In der 86.Minute wurde uns die Schale endgĂŒltig entrissen,als Ralf Weber vor unseren Augen,von hinten umgesĂ€belt wurde.Die Zaune wackelten,die HolzbĂ€nke verloren ihre 'Verankerung',es gab dennoch keinen Elfer.Kurz darauf viel das unwichtige 2:1 fĂŒr Rostock und der Schockzustand war vollbracht.Man wurde richtig sprachlos,der Hals schnĂŒrte sich zu und den Kopf zog es nach unten.Ich wollte nur schnell raus aus dem trostlosen Stadion.Begreifen kann ich es bis heute nicht,das wir an diesem Nachmittag dort verloren hatten. Den Sekt verschenkten wir teilweise an vorbeifahrenden,schĂŒchternen Einheimische. Auf der Heimfahrt wurde mir immer deutlicher,was wir alles verspielten.Mir wurde auch bewuĂt,das die Eintracht einen schwierige Zukunft vor sich hatte.
Es war aber trotzdem die kreativste Mannschaft,die wir jemals hatten.....oder haben werden.
Die Nebenwirkungen von Rostock:Blau-Weisse-HandtĂŒcher,-Zahnpasta, -Pullover usw. werden von mir verweigert.
Ich muss sagen, das Interview mit Berg ist nicht schlecht. Jahrelang habe ich WutanfĂ€lle bekommen, wenn ich den Namen Alfons Berg gelesen habe. In dem Interview gesteht er aber seinen Fehler ein, was von GröĂe zeugt!!!
Wenn ich das alles lese, kommt in mir diese Ohnmacht, gepaart mit Wut und Trauer wieder hoch. Kann mich noch gut erinnern wie wir nach dem Spiel minuten- oder vielleicht auch ne Stunde hinter unserem Block auf ner Wiese lagen und heulten. Das war so, als ob jemand gestorben ist und du willst es nicht wahrhaben und begreifen.
Irgendwann sind wir dann von dannen gezogen und haben Umwege gemacht um dem ganzen Chaos zu entgehen. Es waren wohl wirklich bĂŒrgerkriegsĂ€hnliche ZustĂ€nde. Man hörte aus der Ferne stĂ€ndig Sirenen und Wasserwerfer fuhren umher. Wir kamen zu irgend so ner kleinen Kneipe am Rande von Rostock - weiss nicht mehr - die Lage kam mir damals jedenfalls irgendwie einsam und verlassen vor. In der Kneipe waren Rostock Fans die genauso fertig waren wie wir. So betranken wir uns gemeinsam an diesem Tag bevor unser Zug zurĂŒck ging. Noch heute kann ich mir keine Bilder vom Spiel ansehen, ohne das alles wieder hoch kommt.
Obwohl.... der neunte Juli letztes Jahr war auch kein schöner Tag!
Diese Schmerzen, diese Bilder, aaaarghhh, neeiiinn....
Ich hab damals geheult. Schon eine Woche vorher gegen Bremen. Habe keine Karte mehr bekommen. Ich hab das Bremenspiel in einer Kneipe verfolgt. Schöne  Sch.....
Und dann der letzte Spieltag. Die ganze Woche voller Zuversicht. QualitÀt setzt sich letztendlich durch. Das war mein Gedanke seit dem Spiel gegen Leberkusen. Super gespielt, kein Tor geschossen und die gewinnen 1:0.
Schöne Sch.....
Aber QualitĂ€t setzt sich letztendlich doch durch. Wir spielen den besten und schönsten FuĂball. Also haben wir es verdient Meister zu werden. Wir, die Mannschaft, die Fans, alle.
Und dann der letzte Spieltag...... Ich muĂte arbeiten....... Nebenjob. ......Ich und 2 befreundete Studenten....... Auf dem Bau.......Das erste Mal waren wir getrennt auf der Baustelle.
Nachmittags dann der Hit. Endspiel im Radio. Nix fĂŒr meine Nerven. Und je lĂ€nger das Spiel andauerte, je nervöser wurde ich.
Zur Halbzeit hat mich der Chef in die Firma geschickt weil ich ausgerastet bin. Ich habe nichts, einfach gar nichts mehr zu Stande gebracht.
In der Firma habe ich das Spiel weiter im Radio verfolgt. Und es kam immer Schlimmer.... Niederlage.....Meisterschaft vergeigt..... und dann auch noch die Stuttgarter mit ihrem AntifuĂball.
Nach dem Spiel stand ich im Hof der Firma. Als meine Arbeitskollegen kamen und mich sahen wurde es ihnen in Bruchteilen einer Sekunde Klar. Frankfurt ist nicht Meister. Sie hatten von dem Spiel ĂŒberhaupt nichts mitbekommen. AuĂenbaustelle, kein Radio, nichts.
Ich muà schon einen erbÀrmlichen Eindruck hinterlassen haben. Und ich habe geheult.
Kein Abstieg war so schlimm (nicht mal meine Scheidung, im Ernst)
Das war mein schlimmstes Erlebnis. eine niemals heilende Wunde. Und wenn wir noch 100 Mal gegen Rostock gewinnen. Das kann es nicht gut machen.
Schön das ich die tolle Zeit des FuĂballs 2000 miterleben durfte.
Eines könnte diese Wunde dann doch heilen....... Irgendwann einmal werden wir wieder Deutscher Meister.
Oh Mann, ich könnt grad wieder heulen. Offene Wunden sind sehr schmerzhaft.
Als wir dann aus dem Stadion gingen, hatte man das GefĂŒhl als wĂ€re man in einer anderen Welt. Alles kaputt und zerstört. Autos umgeworfen und was weiĂ ich noch alles. Da ging mir wirklich die Muffe, weil ich nicht wusste, was um die nĂ€chste Ecke wartete. Aber da wir ewig im Stadion waren, war das wildeste vorbei und wir erreichten ohne gröĂere Probleme unseren Bus. An die Heimfahrt kann ich mich kaum erinnern. Entweder hab ich vollkommen abgeschaltet  oder mich dem Bier hingegeben - ich weiĂ es nicht mehr.
Das im Grunde genommen allerschlimmste war, dass ich schon Wochen vorher orakelt habe, dass es noch ScheiĂe laufen könnte. Was wir vollkommen unnötig an Punkten verschenkten war zum Kotzen. Ich glaube es war gegen Wattenscheid, wo wir zuhause wieder mal Punkte verloren mit einer unglaublich pomadigen Spielweise. Ich stand oben im H-Block und habe geflucht und geschimpft.
Wir hatten so eine Riesenchance, haben es aber nicht am letzten Spieltag vergeigt.
Aber egal. Das war einmal. Das JETZT zÀhlt.
VorwÀrts Eintracht!!!!
Schmerzen, Schmerzen, Schmerzen, das habe ich am diesem Tage gefĂŒhlt.
Ich bin auch teilweise Mitschuld, da ich einer der gröĂten FuĂballsĂŒnden getĂ€tigt
habe." Das Meister T-Shirt schon am Sportfeld vor der Abfahrt gekauft und getragen."
Es war auch ein Journalist der Sonntagszeitung bei der Abfahrt dabei, er fragte ob er uns begleiten und Interviewen könnte.
Unter der Vorfreude der kommenden Meisterschaft und einer schier unglaublichen Arroganz unsererseits, stimmte ich unter der folgernden Bedingung zu.
OK! Du schreibst aber im ersten Satz, das ich ein angehender Rockstar bin".
Am Sonntag Mittag in Frankfurt angekommen und die Sonntagszeitung gekauft, es huschte das erste mal wieder ein LĂ€cheln auf meinen Mund.
Vielleicht erkennt sich  auch der ein oder andere Alte Sack hier noch und an seine Aussagen von damals, es werden einige Fans zitiert.
Also, viel SpaĂ und viel Leiden mit der Vergangenheit.
(Habe den Text schnell runtergetippt, sorry fĂŒr evtl. Rechtschreibefehler)
      Die Sonntagszeitung vom 17.05.1992, der Tag nach dem Desaster
     Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸDa fahrĂ¹ùâÂŹĂąâÂą ich altes Kamel bis nach Rostock mitĂ¹ùâÂŹĂ â
Im Stadion nur Verlierer/ Vom vergeblichen Einsatz der Eintracht-Fans berichtet Walter Wille
Frankfurt/Rostock. Danny aus Rödelheim, der Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸangehende RockstarĂ¹ùâÂŹĂ â von den Finsterlingen hatte gesagt:
Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸWenn die  verlieren, werden bei mir zum ersten mal seit Jahren die TrĂ€nen flieĂenĂ¹ùâÂŹĂ â
Herbert 48 hatte beschwörend gesprochen: Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸDa fahr ich altes Kamel bis nach Rostock mit. Wenn die es nicht schaffen, geb ich mir die KugelĂ¹ùâÂŹĂ â
Solches Unheil ist hoffentlich ausgeblieben. Einer immerhin konnte gestern aufatmen- der Chef von Joachim aus den Gallusviertel.
Joachim hatte nĂ€mlich schon angekĂŒndigt: Ă¹ùâÂŹĂ âWird Frankfurt Meister komme ich Montag, Dienstag ,Mittwoch nicht. ich muĂ feiern.Ă¹ùâÂŹĂ â Die Feier fĂ€llt aus.
Oh ja, wir hĂ€tten sie uns verdient gehabt, die Deutsche FuĂballmeisterschaft. Eine Lange Nacht, ein langer Tag, noch eine lange Nacht, um diese 90 Minuten mitzuerleben. Neun Stunden im rumpelnden Sonderzug von Bahnhof  Sportfeld an die OstseekĂŒste, von Mitternacht bis Samstagmorgen.
Irgend jemand  hat immer gerade gegrölt:Ă¹ùâÂŹĂ â Deutscher Meister wird nur die SGEĂ¹ùâÂŹĂ â
Keiner hat sich daran gestört, alle haben es geglaubt. Das Vorhaben, ein biĂchen zu schlafen, haben wir schnell fallengelassen und die leeren Bierdosen sind durch die GĂ€nge gerollt.
Wenn Manni Binz, der Uwe und der Ulliiii uns gesehen hĂ€tten, vielleicht hĂ€tten sie uns das erspart. Wie wir letzte Woche im Eintracht- Shop fĂŒr das Bahnticket, samt Eintrittskarte (126,50 DM) Schlange gestanden haben.
Wie wir schon bei der Abfahrt die Ă¹ùâÂŹĂ âWelleĂ¹ùâÂŹĂ â geprobt haben. Wie wir im Zug Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸdurchgemachtĂ¹ùâÂŹĂ â. Wie wir am Samstag stundenlang durch Rostock gezogen sind Ă¹ùâÂŹĂąâŹĆ ungewaschen, unrasiert, unglaublich siegessicher.
Und wie wir auch nach dem 0:1 nicht den Glauben verloren und uns nach Kruses Ausgleichsstreffer in den Armen gelegen haben, auf der Tribune des Ostseestadions. Wir haben gesungen: Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸoh, du wunderschöne SGE, du sollst ewig Deutscher Meister seinĂ¹ùâÂŹĂ â, Erbarmen, zu spĂ€t, die Hesse kommenĂ¹ùâÂŹĂ â, und, natĂŒrlich, Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸDeutscher Meister wird nur die.....Ă¹ùâÂŹĂ â.
Alles nicht sehr originell, aber bewĂ€hrt. Und alle waren dabei. Die vom Fanclub Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸBlack&WhiteĂ¹ùâÂŹĂ â, die Fanclubs aus Bockenheim und Raunheim, die Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸEaglesĂ¹ùâÂŹĂ â, die Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸAdlerfrontĂ¹ùâÂŹĂ â, PĂ€rchen, ganze Familien, der Vater mit seiner Tochter. Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸMercedes-GĂŒnterĂ¹ùâÂŹĂ â auch. Er hat Freitagmorgen noch eine Extraschicht gemacht, der zusĂ€tzlichen Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸKohleĂ¹ùâÂŹĂ â wegen. GĂŒnter, 46, Nordendler, Dauerkartenbesitzer fĂŒrĂâĂÂŽs Waldstation, bei jedem zweiten AuswĂ€rtsspiel dabei, verdient sich das Geld fĂŒr die Eintracht, neben der Arbeit im Autohaus, mit  einem Zweitjob bei der Messe.
Danny hatte gesagt: Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸEinmal im Leben willst du sowas mitmachen. Diese Meisterschaft ist auch eine Meisterschaft fĂŒr uns, die Fans.Ă¹ùâÂŹĂ â WĂ€re gewesen, mĂŒĂte er nun sagen. Viele waren bereits im T-Shirt angereist, das die Eintracht als neuen TiteltrĂ€ger pries. Andrej, 23, aus Bergen-Enkheim hatte sich sogar schon eine Meisterschale gebastelt. Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸHier ist der harte Kern der Fans dabeiĂ¹ùâÂŹĂ â, hatte Jörg aus Praunheim festgestellt. Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸDie echten Jungs.Ă¹ùâÂŹĂ âUnterwegs im Zug, Samstag frĂŒh, so um halb zwei, haben die Treuen beim Zwischenstopp in Fulda noch in die sternenklare Nacht gerufen: Ă¹ùâÂŹĂ ÂŸDeutscher Meister wird....Ă¹ùâÂŹĂ âIm Morgengrauen haben sie die braven BĂŒrger von BĂŒchen geweckt. Um diese Zeit herum muĂ auch das Zugfenster zu Bruch gegangen sein. Und dann das Unfassbare. Nach 90 Minuten wie im Tollhaus, um Viertel nach fĂŒnf, blankes Entsetzen, völlige Sprachlosigkeit. Einzeln oder in Gruppen sitzen Hunderte minutenlang still in der Fankurve. Junge Burschen, gestandene MĂ€nner kĂ€mpfen vergeblich gegen TrĂ€nen an. Bei manchen entlĂ€dt sich die Wut schlieĂlich in Beschimpfungen gegen den Schiedsrichter, die Polizei- und die Grenzschutzbeamten. Derweil die Nachricht, dass den Rostockern der Sieg im Kampf gegen den Abstieg auch nichts mehr genutzt hat. Eine Arena voller Verlierer. Noch eine Stunde spĂ€ter sitzt ein junges MĂ€dchen mit Eintracht-Schal weinend in der Ecke. Wir werden uns den Weg zur sogenannten AbschluĂfeier am Sonntag auf dem Römerberg sparen. Lieber ausschlafen. Wir hĂ€tten einmal sagen können: Damals, 1992, als die Eintracht Meister wurde, waren wir dabei. Es wĂ€re zu schön gewesen.
Und zum Rockstar, hats ach net gerreicht!
GruĂ
Finsterling
FĂŒllt euch von mir gedrĂŒckt
am vortag hatte ich standesamtliche hochzeit.
die hielten uns alle fĂŒr bekloppt, als wir am nĂ€chstn tag um 4uhr frĂŒh gen rostock fuhren in meinem alten golf.
sie lag in warnemĂŒnde am strand und ich litt mit.
ich stolperte danach absolut nĂŒchtern in meinem 77-er trigema-trikot sinnlos durch die gegend u.war danach wie in trance.
das foul an weber geschah geradeaus vor mir.
alles wÀre anders geworden die jahre danach im verein-100 pro.
wer weiĂ, obs uns aber gut getan hĂ€tte, eher aber schon.
wir wÀren heute neben dem hsv der 2. dino der BL, also niemals 4 jahre spÀter abgestiegen, da bin ich mir sicher.
15 jahre isses her - geschieden bin ich, aber die eintracht gehört immer noch zu mir!!! alfons, sei dir verziehen-du hattest die gröĂe den schwersten fehler deiner schiri-laufbahn wenigstens zuzugeben und musstest genug leiden unter den hasstriaden.
einmal muĂ schluĂ damit sein.
wer dabei war wirds aber n i e vergessen können.
ja, damals da war ich dabei in rostock-leider ist man immer eher geneigt,
es zu verheimlichen, als damit zu prahlen... Â
Die Jahre die folgten, waren grausam und nur durch wenige Lichtblicke erhellt und daher bin ich heute froh eine Eintracht im neuen Stadion mit diesen tollen ( besten ) Fans der Liga in der ersten BL zu sehen. Ich bin froh ein Management und ein Trainergespann zu erleben, dass nicht ĂŒberheblich / ( bye bye Bayern )
und gröĂenwahnsinnig ( Osram, Salou, Legat ) wird. Nein es wird ehrliche und bodenstĂ€ndige Arbeit geleistet. Jaaa ich arbeite selbst in Mainhattan und wir alle sind Weltklasseleistungen ĂÆĂ la Fraport, Deutche Bank, Commerzbank, Messe, IAA etc gewöhnt. Wenn Du in Rhein Mainhattan lebst erwartest Du immer Superlative und da passt die Eintracht momentan eher nach Mannheim oder nach ....XXXbach. Ok spass beiseite wir sind wieder wer, nach der 2ten Liga und es wird noch Zeit benötigen um unsere Seelen zu befriedigen aber einstweilen erfreuen wir uns an der wiedererstarkten Eintrach mit Ihrem Ergebnissfussball und erzĂŒrnen uns der, ach wie feigen Transferpolitik. Ein Chevanton könnte es schon sein und ein schnibbelchen darfs mehr sein?
schee ists
PS: Abstiegskampf passĂÆĂ©, Mittelfeld in einem Sprung ĂŒberwunden also darfs ussball 2000 reloaded mindestens sein.... oder?
98er sind eher eas fĂŒr Masochisten Domina 98 Studio... ich kann mich noch an den Aufstieg in die erste Liga erinnern, gefĂŒhlte 100 Jahre her. Von daher ist die Eintracht die einzige Liebe, weil auch Mainz durch einen Kanal von uns getrennt ist ( oder war das GroĂ Britannien? ) egal Â
Eintracht 4ever
Viel Hohn und Spott hat man als Eintracht Fan ertragen mĂŒssen. Aber es gleicht sich alles aus. Irgendwann klappt es noch mit der Meisterschaft. Und Hessen steht Kopf!! Ich GLAUBE ganz fest daran. Es klappt noch mal.
habe meinen soeben geschriebenen Beitrag vorsichtshalber selber vor dem Absenden gelöscht....
Lieber so:
Den Sonntag auf dem Römer, vorher die Fahrt mit dem damals noch neuen ICE, das wundlaufen der FĂŒĂe bis zum Römer und die Begeisterung gemischt mit Trauer und alle Jungs und MĂ€del's die dabei waren...
kann mir keiner mehr nehmen....
Ich bin immer noch stolz auf meine TrÀnen !!!!
Die Jahre danach waren fĂŒr mich um einiges schlimmer. Der erste Abstieg, nachdem man feststellen musste, dass die schillernde Eintracht recht kaputt war und man anstatt die Bayern zu Ă€rgern von Meppen geschlagen wurde...
Damals war eine verspielte Meisterschaft der Supergau, heute wĂŒrde ich mich nach nem zweiten oder dritten Platz vor Freude drei Wochen lang betrinken.
Allerdings wurde das Rostockspiel letztes Jahr anfang der Saison mal auf Arena ausgestrahlt und obwohl ich fast das ganze Spiel vorhersagen konnte und das tragische Ende schon kannte, hatte ich diese 90 Minuten wieder TrÀnen in den Augen, da man sich immer die Frage stellt, was wÀre gewesen wenn wir es geschafft hÀtten? WÀren wir heute ein Topclub oder hÀtten uns einige Probleme, die man damals dank des sportlichen Erfolges nicht gesehen hat, in den Ruin getrieben?
Auch wenn ich noch nie Sagen konnte: Meine Eintracht ist Meister, so hab ich keine Angst, das mir dieser Moment fĂŒr immer verwehrt bleibt.
1:00 Abfahrt aus Langen mit zwei Bussen,die haufenweise Sekt und Bier an Bord hatten.
Auf der Autobahn unzÀhlige Fanbusse und ein Pkw nach dem anderen,mit wehenden Eintrachtschals.
Im Bus lief das Lied vom Stepi,auf und ab.Auch die quallvolle Fahrt durch den Osten,konnte die Stimmung nicht bremsen.Je nĂ€her wir Rostock kamen,desto  lĂ€nger wurde unser Konvoi auf den BundesstraĂen.Es war ein perfekter Tag bis dahin.Strahlend blauer Himmel und ĂŒberall nur feiernde Menschen.Selbst die ĂŒberflĂŒssigen Kontrollen des Bundesgrenzschutzes konnten unsere Stimmung nicht versauen.
Als wir in Rostock an einer Ampel,links einbiegten,werde ich diesen Anblick nie mehr vergessen:Es war eine unheimlich lange StraĂe,mit hunderten von geschmĂŒckten Fan-Bussen und Kleinbuseen in unseren Farben.
14.00 im Stadion,traute man sich kaum auf die maroden HolzbĂ€nke zu setzen.Aber es war uns egal,den das trostlose Stadion bebte ununterbrochen bis zum Anpiff.In der gegenĂŒber liegenden Kurve,sah man ein kleines HĂ€ufchen in Blau-Weiss,die kaum zu hören waren.Ich glaube,solch eine stimmgewaltige Invasion wird diese Stadt nicht mehr erleben.
Kurz vorm Anpfiff waren wir uns alle sicher:Nur noch 90 Minuten !!
Von oben knallte die Sonne und im Stadion brodelte die Stimmung bis zur GÀnsehaut.In der ersten Halbzeit,versiebte Axel Kruse klÀglich unsere einzigste Chance.Wir merkten das unsere Jungs, mit den eigenen Nerven zu kÀmpfen hatten.
Zur zweiten Halbzeit war das Hansa-Tor auf unsere Seite,aber das erste Tor fiel leider auf der gegenĂŒber liegenden Seite.Nach einem kurzen Schock,folgte gleich der Ausgleich und unsere Eintracht fing endlich an FuĂball zu spielen.Die letzten 20 Minuten wurde nur noch auf ein Tor gespielt.In der 86.Minute wurde uns die Schale endgĂŒltig entrissen,als Ralf Weber vor unseren Augen,von hinten umgesĂ€belt wurde.Die Zaune wackelten,die HolzbĂ€nke verloren ihre 'Verankerung',es gab dennoch keinen Elfer.Kurz darauf viel das unwichtige 2:1 fĂŒr Rostock und der Schockzustand war vollbracht.Man wurde richtig sprachlos,der Hals schnĂŒrte sich zu und den Kopf zog es nach unten.Ich wollte nur schnell raus aus dem trostlosen Stadion.Begreifen kann ich es bis heute nicht,das wir an diesem Nachmittag dort verloren hatten.
Den Sekt verschenkten wir teilweise an vorbeifahrenden,schĂŒchternen Einheimische.
Auf der Heimfahrt wurde mir immer deutlicher,was wir alles verspielten.Mir wurde auch bewuĂt,das die Eintracht einen schwierige Zukunft vor sich hatte.
Es war aber trotzdem die kreativste Mannschaft,die wir jemals hatten.....oder haben werden.
Die Nebenwirkungen von Rostock:Blau-Weisse-HandtĂŒcher,-Zahnpasta,
-Pullover usw. werden von mir verweigert.
Irgendwann sind wir dann von dannen gezogen und haben Umwege gemacht um dem ganzen Chaos zu entgehen. Es waren wohl wirklich bĂŒrgerkriegsĂ€hnliche ZustĂ€nde. Man hörte aus der Ferne stĂ€ndig Sirenen und Wasserwerfer fuhren umher. Wir kamen zu irgend so ner kleinen Kneipe am Rande von Rostock - weiss nicht mehr - die Lage kam mir damals jedenfalls irgendwie einsam und verlassen vor. In der Kneipe waren Rostock Fans die genauso fertig waren wie wir. So betranken wir uns gemeinsam an diesem Tag bevor unser Zug zurĂŒck ging. Noch heute kann ich mir keine Bilder vom Spiel ansehen, ohne das alles wieder hoch kommt.