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amsterdam_stranded

2910

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Schlafes Bruder
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Irgendwie wäre es mal wieder an der Zeit, im Morgengrauen besoffen aus den Bars und Clubs ins eigene oder in fremde Betten zu torkeln und lauthals

Rainbow - Since You‘ve Been Gone

durch die Straßen zu brüllen. Wie ich das Leben in dieser fuckin‘ Pandemie vermisse…
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Und dann Markt Anarchist. Das war bei dir ja mal klar.
Wenn es in der Linken nen libertären Flügel gibt, der amsterdamer findet ihn, der alte Hosentaschen Kinkel!
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FrankenAdler schrieb:

Und dann Markt Anarchist. Das war bei dir ja mal klar.
Wenn es in der Linken nen libertären Flügel gibt, der amsterdamer findet ihn, der alte Hosentaschen Kinkel!


Ich weiß halt, wie man Dich triggern kann .

P.s.: Natürlich ist das Spielkram. Ich fand es aber ganz witzig, mich da als Außenstehender durchzuklicken. In der linken Bubble ist die Abgrenzung der Strömungen untereinander vermutlich aber eher eine ernste Sache, oder?
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Falls Ihr schon immer mal wissen wolltet, was für eine Art von Linker ihr eigentlich seid:

https://www.gotoquiz.com/which_kind_of_socialist_are_you

Mein Ergebnis bei dem Quiz war:

91% Left Market Anarchist
88% Proudhonian Mutualist
81% Democratic Socialist
57% Collectivist Anarchist
(…)
24% Modern Chinese Socialist
7% Marxist-Leninist
0% Trotskyist

Das Ergebnis würde einigermaßen passen, wenn ich denn ein Linker wäre .
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Im Beitrag vorher sprach ich von einem (freiwillig) Ungeimpften. Natürlich gibt es immer Ausnahmen.

Zu deinem Betrunkenen: Würde mich nicht wundern, wenn dies bei einer Triage auch berücksichtigt wird. Wenn ein Bett frei ist und der Verursacher und der Geschädigte beide die gleiche Behandlung benötigen, bekommt der Geschädigte das Bett.
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JayJayFan schrieb:

Im Beitrag vorher sprach ich von einem (freiwillig) Ungeimpften. Natürlich gibt es immer Ausnahmen.

Zu deinem Betrunkenen: Würde mich nicht wundern, wenn dies bei einer Triage auch berücksichtigt wird. Wenn ein Bett frei ist und der Verursacher und der Geschädigte beide die gleiche Behandlung benötigen, bekommt der Geschädigte das Bett.



Was qualifiziert denn einen Arzt dazu, anhand von moralischen/ethischen Kategorien eine Behandlungspriorität festzulegen?

Für eine Triage existieren strukturierte Vorgehensweisen, die sich aus gutem Grund an sachlichen Kriterien wie die Dringlichkeit der Gefährdung, die Überlebenschancen etc. orientieren. Andernfalls bestünde die Gefahr, dass die Priorisierung ideologisch gefärbt ist und die moralische Belastung das ärztliche Personal überfordert.
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Keine Ahnung, ob es wirklich sinnvoll ist, über eine Impfpflicht zu diskutieren, wenn zugleich Impfwillige bürokratisch abgewiesen werden, bei denen die sechsmonatige Wartefrist für die Boosterimpfung noch nicht auf den Tag genau abgelaufen ist.

Generell scheint es mir weiterhin sinnvoller zu sein, mit positiven Anreizen zu arbeiten. Beispielsweise diese Studie deutet auf die Wirksamkeit von monetären Anreizen hin:

https://www.science.org/doi/full/10.1126/science.abm0475
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Wuschelblubb schrieb:

Und dass im Winter ein neuer Konkurrent für den Sturm verpflichtet wird, ist sehr wahrscheinlich.                                              


Lammers ist besser als sein Ruf. Er ist auch besser als Dost es bei uns war. Außerdem ist er noch nicht so alt.
Im Winter sollten wir Silva für 6 Monate leihen mit anschließender Kaufoption. Bei uns wird der wieder zu alter Stärke finden und  er wird ein gutes Pendant zu unseren anderen Stürmern, wobei ich versuchen würde, Paciência parallel abzugeben.
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derexperte schrieb:

Lammers ist besser als sein Ruf. Er ist auch besser als Dost es bei uns war. Außerdem ist er noch nicht so alt.
Im Winter sollten wir Silva für 6 Monate leihen mit anschließender Kaufoption. Bei uns wird der wieder zu alter Stärke finden und  er wird ein gutes Pendant zu unseren anderen Stürmern, wobei ich versuchen würde, Paciência parallel abzugeben.




Ich würde zwar auch noch nicht den Stab über Lammers brechen, aber Stand jetzt strahlte Bas Dost deutlich mehr Torgefahr aus und hat auch geliefert. Und das, obwohl er anfangs massive Trainingsrückstände hatte.
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Bitte korrigiert mich, falls ich das falsch verstehe: Unser Gesundheitsjurist möchte also die gesetzliche Grundlage, auf welcher einschränkende Maßnahmen begründet werden auslaufen lassen, um aber weiterhin einschränkende Maßnahmen aufrecht zu erhalten?
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Naja, Spahn hat durch die Bundestagswahl und die Ampel-Verhandlungen die Mehrheit im Bundestag verloren, um die sog. epide­mische Lage von nationaler Trag­weite zu verlängern. Es macht sich dann halt besser, den Machtverlust als eigene Entscheidung zu verkaufen.
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Ehrenwort
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Keine Steuererhöhungen für Reiche bzw. Superreiche (von einmaliger Vermögensabgabe muss man nicht mal träumen), Schuldenbremse bleibt.
Die Rente soll aus Kapitalabdeckung finanziert werden, was in meinen Ohren nach Zockerei am Kapitalmarkt klingt.
Hartz Vier heißt in Zukunft Bürgergeld, die Kontrollen der Bedürftigen bleiben, sollen nur geschmeidiger werden.
Wie hoch der Regelsatz sein wird, keine Ahnung.
Tempolimit wird hier ja bereits diskutiert, gibt's net.
Dabei wäre es ein denkbar einfaches und preiswertes Instrument, Emissionen und Unfallgefahr zu reduzieren.

Verwaltung soll also agiler und digitaler werden, wie das konkret wird, bisher keine Inhalte.
Ich will auch digitaler und agiler werden, denk ich mir halt so.

Einzig in Sachen Energie wächst hoffentlich ein kleines Pflänzchen Hoffnung, wobei ein Kohleausstieg "idealerweise 2030" keinerlei Verbindlichkeit bedeutet.
Idealerweise wird die Eintracht Deutscher Meister, und idealerweise kostet Apfelwein nur noch 10 Cent das Glas.

Dieses Papier trägt doch sehr eindeutig die Handschrift der FDP, und das war zu erwarten.
Deshalb und aus einigen Gründen mehr hab ich auch nicht grün gewählt.

Fairerweise muss man sagen, dass davon das wenigste in Stein gemeißelt ist, die Richtung ist aber erst mal vorgegeben.
Am enttäuschendsten ist für mich, dass man die Superreichen (allein Hopp hat sein Vermögen während der Pandemie um Milliarden gesteigert, der Chef der Kauflandgruppe ebenfalls) nicht in die gesellschaftliche Verantwortung nimmt.
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reggaetyp schrieb:

Fairerweise muss man sagen, dass davon das wenigste in Stein gemeißelt ist, die Richtung ist aber erst mal vorgegeben.


Genau. Das sind halt erstmal die groben Leitplanken, in denen sich die Koalitionsverhandlungen bewegen werden. Die konkreten Inhalte werden erst noch ausgehandelt. Gesellschaftspolitisch stehen sich die linken Parteien und die Liberalen ohnehin ziemlich nahe, sodass die Koalition insoweit deutlich progressive Züge zeigen wird. Eine dezidiert linke Wirtschaftspolitik wird es aber mit der FDP niemals geben. Dafür steht sie und dafür wird sie gewählt.

Allerdings glaube ich auch nicht, dass das mit RRG - wenn man von kleineren Wählergeschenken und symbolischen Maßnahmen absieht - soviel anders sein würde, solange nicht die Linke die starke Partei in diesem Bündnis ist. Davon ist sie aber weiter entfernt als je zuvor.
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So sehe ich das auch.

Zumal sich die Beteiligten gegenseitig den Raum zum Glänzen lassen und sich nicht als Sieger/Verlierer in diversen Fragen darstellen. Der Stil gefällt mir ausgesprochen gut.

Es ist natürlich weiterhin kein Selbstläufer, aber es macht Mut. Ich meine, selbst Saskia Esken haut positive, fast schon verliebte Tweets zu der Koalition in spe raus:

https://twitter.com/EskenSaskia/status/1449087774016131077?s=20

Da sind wirklich einige kluge Gedanken von ihr dabei.

Btw. die Union will auf der Basis der Ergebnisse der Sondierungen einen “harten Linksrutsch” ausgemacht haben. So unterschiedlich sind halt die Wahrnehmungen.
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Um Sakia Esken vielleicht noch einmal direkt zu zitieren:

„Die Politikansätze könnten kaum verschiedener sein. Während die einen den aktiv handelnden Staat  stärken wollen, setzen die anderen auf Innovation und Markt. Was uns eint: Die Überzeugung, dass Menschen, gerade junge, die Chance erhalten müssen, ihre Potenziale zu entwickeln. In der Neugier, im Bemühen um Verständnis, im Erarbeiten von Gemeinsamkeiten und Zusammenführen gegensätzlicher Positionen liegt eine erstaunliche Faszination, die uns nach innen wie nach außen stärkt. Diese Erfahrung könnte sich für unsere Gesellschaft als heilsam erweisen.“

Exakt darin liegt der Stärke der Ampel.
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brodo schrieb:

Wenn SPD und Grüne einer 11-Prozent-Partei nicht mal ein Prestigeobjekt wie das Tempolimit abringen konnten, dann sagt das viel aus, wer da wen vor sich her treibt und wer für die Macht bereit ist, sehr viel zu opfern.


Wenn das so ein Prestigeobjekt für SPD und Grüne gewesen wäre, hätten sie es im Wahlkampf auch offensiver benannt. Das ist nicht der Fall gewesen. Da waren Themen wie Kohlestrom, Verbrennungsmotoren usw. deutlich präsenter. Tempolimit war nur von rechter Seite präsent und genau der nimmt die FDP die Angriffsfläche weg.
Für mich ist das mit das Cleverste, was Rot-Grün tun konnte. Und für mich war zu keiner Zeit erwartbar, dass in einer Ampel ein Tempolimit kommt.

Die wirklichen Leuchtturmprojekte haben alle durchbekommen.
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So sehe ich das auch.

Zumal sich die Beteiligten gegenseitig den Raum zum Glänzen lassen und sich nicht als Sieger/Verlierer in diversen Fragen darstellen. Der Stil gefällt mir ausgesprochen gut.

Es ist natürlich weiterhin kein Selbstläufer, aber es macht Mut. Ich meine, selbst Saskia Esken haut positive, fast schon verliebte Tweets zu der Koalition in spe raus:

https://twitter.com/EskenSaskia/status/1449087774016131077?s=20

Da sind wirklich einige kluge Gedanken von ihr dabei.

Btw. die Union will auf der Basis der Ergebnisse der Sondierungen einen “harten Linksrutsch” ausgemacht haben. So unterschiedlich sind halt die Wahrnehmungen.
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Ganz klar: Müntzer!

Bakunin oder Marx?
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Bakunin

Lenin oder Trotzki?
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Ja, gut zusammengefasst, aber wo ist der Zusammenhang zum Thread?
Geht es Dir überhaupt darum?
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Xaver08 schrieb:

Ja, gut zusammengefasst, aber wo ist der Zusammenhang zum Thread?
Geht es Dir überhaupt darum?



Sauber ! So sehe ich das auch, Xaver!

P.s.: Kam das jetzt einigermaßen glaubhaft rüber? Ich fremdel noch ein wenig mit meiner neuen Rolle…

[*Training als zukünftiger Koalitionspartner*]
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amsterdam_stranded schrieb:

Zumal es inzwischen in der FDP eine Strömung in Richtung Ampel gibt.        

Das ist in der Tat bemerkenswert. Die täglichen Umfrageergebnisse, die so deutlich pro Ampel sind, weichen da schon merklich auf. Oder wie kommt das? "Von Innen heraus" wohl eher nicht ...  


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Landroval schrieb:

amsterdam_stranded schrieb:

Zumal es inzwischen in der FDP eine Strömung in Richtung Ampel gibt.        

Das ist in der Tat bemerkenswert. Die täglichen Umfrageergebnisse, die so deutlich pro Ampel sind, weichen da schon merklich auf. Oder wie kommt das? "Von Innen heraus" wohl eher nicht ...  



Sagen wir es mal so. Verschiedene Spitzenpolitiker der FDP bevorzugen mehr oder weniger offen die Ampel. Dazu gehören der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion Marko Buschmann und insbesondere der stellvertretende Bundesvorsitzende Johannes Vogel.

Die Gründe hierfür sind bei den Personen unterschiedlich. Zugegebenermaßen handelt es sich eher um pragmatische Gründe wie die Verlässlichkeit von Olaf Scholz. Teilweise sind aber die inhaltlichen Gräben zwischen der FDP und besonders der CSU nicht viel kleiner als die zu der SPD, auch wenn es andere Themen betrifft: etwa die Streichung § 219a StGB (Strafbarkeit von Schwangerschaftsabbrüchen), Einschränkung der Vorratsdatenspeicherung, Legalisierung von Drogen, Implementierung eines Einwanderungsgesetz, etc.

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Nur um Schritt zu halten: Du hältst es also für wahrscheinlicher, dass sich FDP und Grüne eher inhaltlich in einer Jamaika-Koalition einig werden als in einer Ampel?

Wenn die Grünen Jamaika gegenüber der Ampel vorziehen, dann müssten sie glasklare Fakten liefern, warum sie mit Union und FDP mehr Grüne Politik durchsetzen können, als mit der SPD. Und dafür müssten Union und FDP vermutlich so viele Kröten schlucken, dass es für diese Parteien  extrem schädlich wäre. Und auch die Grünen wären beschädigt, wenn sie lieber Jamaika als Ampel wählen. Würde ich jetzt mal so einwenden. Aber ich habe auch nicht so viel Ahnung von Machtspielchen.

Und Neuwahlen wären eine Bankroterklärung  und würden die Politikverdrossenheit weiter vorantreiben. Wenn es mehrere realistische Regierungsoptionen unter demokratischen Parteien gibt und man trotzdem auf Neuwahlen zusteuert, ist unsere Demokratie am *****. Das haben sie sich ja nicht mal vor vier Jahren getraut.

Und noch mal und bei aller Schlechtigkeit, die diesem Politikgeschäft innewohnt: Abrücken von Maximal-Forderungen aus dem Wahlprogramm ist keine Schwäche einer Partei, sondern die notwendige Kompromissbereitschaft, auf der unser parlamentarisches System beruht. Es ist Realpolitik, die Idealisten halt oft in den Wahnsinn treibt.
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Neuwahlen halte ich auch für nahezu ausgeschlossen. Die Grünen und die FDP wollen unbedingt in die Regierungsverantwortung und das Wahlergebnis bietet die Chance dazu. Beide Parteien haben gar kein großes Interesse daran, dass ihr traditioneller Verbündeter CDU bzw. SPD bei einer Neuwahl erstarkt und sie wieder in die Rolle des Juniorpartners rutschen. Die Dreierkoalition mit einer schwachen Großpartei ist für beide die Gelegenheit, in Teilbereichen eindeutig mit der eigenen Agenda zu dominieren und nicht nur als Anhängsel der Großpartei wahrgenommen zu werden. Deshalb werden sie nicht nur aus moralischen, sondern auch aus knallharten machtpolitischen Gründen Kompromisse in anderen Bereichen eingehen.

Es mag sein, dass Lindner dabei Jamaika präferiert. Trotzdem kann er es sich gegenüber der Parteibasis nicht erlauben, nochmals eine Regierungsbeteiligung platzen zu lassen. Zumal es inzwischen in der FDP eine Strömung in Richtung Ampel gibt.
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amsterdam_stranded schrieb:

Das dürfte auch der Grund sein, weshalb von der CDU-Seite Internas aus den Sondierungsgesprächen durchgesteckt wurden. Da will jemand Jamaika torpedieren und damit Laschet erledigen.


Wie gesagt, fände die CSU jetzt Jamaika unter Laschet so geil? Man hätte noch ne Partei mehr in der Regierung als bisher und müsste von den Stimmen her ja eigentlich dann am Ende am wenigsten Ministerposten bekommen bekommen. Und das nach einer Ausgangssituation, bei der man wahrscheinlich den Kanzler gestellt hätte, wenn die CDU nur etwas auf Stimmung und Umfragen Rücksicht genommen hätte, statt auf Teufel komm raus Laschet durchboxen zu wollen. Ich glaube die CSU hat fast mehr Bock, dass sich das Söder als Kanzler in 4 Jahren in Stellung bringt und künftig täglich bei der BILD über die linksgrüne Chaos-Ampel pöbeln kann, statt nun der kleinste Teil einer von kaum jemanden gewollten Regierung zu sein, unter einem Kanzler Laschet, der dann in 4 Jahren gerne wiedergewählt werden will.
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Exil-Adler-NRW schrieb:

Ich glaube die CSU hat fast mehr Bock, dass sich das Söder als Kanzler in 4 Jahren in Stellung bringt und künftig täglich bei der BILD über die linksgrüne Chaos-Ampel pöbeln kann, statt nun der kleinste Teil einer von kaum jemanden gewollten Regierung zu sein, unter einem Kanzler Laschet, der dann in 4 Jahren gerne wiedergewählt werden will.


Das ist zu vermuten. Zumal 2023 Landtagswahlen in Bayern sind. Bei einer Jamaika-Koalition auf Bundesebene müsste sich Söder im Wahlkampf mit seinen Angriffen auf die Grünen zurückhalten, was den FW in die Karten spielen würde.