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derUlukai

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derUlukai schrieb:

Was hast du mit der Herdenimmunität? Sobald jeder die Chance hat voll durchgeimpft zu sein und keine akute Überlastung der Krankenhäuser mehr droht halte ich es für höchst problematisch nicht wieder voll aufzumachen. Willst du dich etwa durch die genannten Dummköpfe in Geiselhaft nehmen lassen? Wenn es die dann erwischen sollte gilt das klassische selbst schuld/darwin Award Prinzip.

Entschuldige bitte, das war eine Antwort an Diegito, der die Herdenimmunität ins Spiel gebracht hat, nicht ich. Ich hab seinen Text sogar noch extra zitiert. Hat leider nichts genützt.
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War nicht persönlich gemeint oder so, einfach nur als Anmerkung, dass mir kein vernünftiger Grund einfällt, sich weiterhin einzuschränken, nur weil es ein paar unverbesserliche gefährden könnte.
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Diegito schrieb:

Alles weitere hängt von der Impfquote und der allgemeinen Infektionslage ab.

Naja, wohl eher von der Abstandsregel.

Diegito schrieb:

Wenn wir die Herdenimmunität erreicht haben sehe ich keinen Grund mehr für Einschränkungen. Dann wird die Hütte voll gemacht wie vor Corona. Ich bin optimistisch und rechne damit im September, spätestens Oktober.

Lass mal nachrechnen:
Herdenimmunität = 80%.
80 % von 84 Mio = ca. 67 Mio = Herdenimmunität

Nicht geimpft werden vorerst Kinder bis 12 Jahre = 9,5 % = ca. 8 Mio
84 Mio minus 8 Mio = 76 Mio

Das bedeutet: Impfverweigerer, Menschen, die sich nicht impfen lassen können etc. dürfen die Zahl von 9 Mio nicht überschreiten. Wenn alle anderen sich impfen lassen.

Glaubst du daran? Nur zur Erinnerung: AfD-Wähler = potenzielle Impfverweigerer = ca. 7 Mio
Dazu die Esotheriker, VTler, Querdenker....

Könnte eng werden.
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Was hast du mit der Herdenimmunität? Sobald jeder die Chance hat voll durchgeimpft zu sein und keine akute Überlastung der Krankenhäuser mehr droht halte ich es für höchst problematisch nicht wieder voll aufzumachen. Willst du dich etwa durch die genannten Dummköpfe in Geiselhaft nehmen lassen? Wenn es die dann erwischen sollte gilt das klassische selbst schuld/darwin Award Prinzip.
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Ich kann dir das beantworten:

Stand 23. Mai: 1.500 Kinder im Alter von 0-18 Jahre im Krankenhaus.
5 % davon auf Intensiv.
0,3 % starben.

Drosten hatte im NDR-Podcast „Coronavirus-Update“ kürzlich gesagt, dass eine Corona-Infektion möglicherweise bei Kindern aber nicht so harmlos sei wie teils in der Öffentlichkeit dargestellt.
Noch wisse man nicht, wie es sei, wenn sich große Gruppen von Kindern ansteckten. Die Frage ist: Wie
stark breitet sich das Virus bei ihnen aus, wenn Schulen nächsten Herbst und Winter offen gehalten werden?

Und:
Sogenanntes Long Covid oder Post Covid, das teils auch erst Monate nach der Infektion auftritt oder sich verschlechtert, wird nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Minderjährigen beobachtet. Zu Dauer und Häufigkeit ist aber noch vieles unklar. An der Jenaer Kinderklinik etwa gibt es bereits eine Spezialambulanz.
Es habe den Anschein, dass Langzeitfolgen bei Kindern eher aufträten als die akute Erkrankung, sagte Drosten. Daneben gibt es ein Zusatzproblem: Das pädiatrische Multisystem-Inflammationssyndrom (PIMS), das eine Krankenhausbehandlung erfordert. Das sind Entzündungen, die Kinder etwa ab dem Grundschulalter bis zur Pubertät betreffen können.
Die Datenlage zu der schweren Erkrankung Wochen nach einer akuten Infektion sei unklar, so Drosten. Zu befürchten sei, dass das Syndrom in einem von 1000 Fällen auftrete.

Quelle: Main-Post von heute.
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WuerzburgerAdler schrieb:

1.500 Kinder im Alter von 0-18 Jahre im Krankenhaus.
5 % davon auf Intensiv.
0,3 % starben.


Also jedes 1000. Infizierte Kind landet im Krankenhaus und davon sterben dann 0,3%?
Da sind wir dann in einem Bereich, der wahrscheinlich in etwa ebenso selten auftritt, wie die schweren/tödlichen Reaktionen nach Impfung.
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derUlukai schrieb:

Warte seit 29.4. .. nervt schon ein wenig, dass man gar nicht weiß woran es liegt

Da Du vermutlich der Priogruppe 3 angehörst, kannst Du davon ausgehen, vor jedem aus der Gruppe 4 einen Termin zu erhalten. Da Anfang Juni die Priorisierung fällt, wirst Du sehr wahrscheinlich bis dahin eine Terminzusage erhalten haben.
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Es sei denn jetzt werden erstmal alle Schüler vorgezogen, damit diese auch pünktlich zum Ferienende geimpft sind.. ob man tatsächlich bis Anfang Juni einen Termin erhält (und für wann..) oder ob dann nur der weitere Rückstau höher wird - das werden wir dann wohl sehen.
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das dürfte nicht die Regel sein. Ich habe 10 Tage gewartet, meine Kollegen warten wesentlich länger.
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Warte seit 29.4. .. nervt schon ein wenig, dass man gar nicht weiß woran es liegt und ob es vielleicht doch sinnvoll wäre wie eine bekannte einfach sämtliche Ärzte der Gegend abzutelefonieren, ob noch impftermine frei sind (und dann abzusagen, wenn es Astra ist.....)
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Wenn mir das Wasser bis zum Hals steht, schaue ich auch immer erstmal, ob die Nachbarn überhaupt schon Sandsäcke füllen. Denn ich kann ja nicht alleine die Welt retten.
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Überhaupt finde ich diese ganze Hybris vonwegen 'wir werden jetzt die Welt retten' hochproblematisch.

Aber versteh schon, man fühlt sich halt gut dabei, wenn man in Frankfurt fleißig Lastenfahrrad fährt und im Bioladen einkauft. Dann darf man sich natürlich auch die jährliche 'Bildungsreise' nach Bali gönnen..
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Wenn du es richtig mitbekommen hast, hast du es wohl mit Vorsatz falsch dargestellt, das ist noch schlimmer.


Und nur weil etwas lange geplant wurde heißt es noch lange nicht, dass es gut ist 😎

S21 und Kassel Calden wurden auch lange geplant

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Dann planen wir einfach noch ein bisschen länger und bleiben eben beim höchstens mittelmäßigen Status quo. Im Europaviertel hätte man die Ubahn auch schon vor 15 Jahren (deutlich günstiger) bauen können. Hätte es halt keine Bundesgelder für gegeben (vermutlich für die Stadt dennnoch günstiger..).

Widerspricht sich halt etwas mit dem akuten Handlungsbedarf den wir ja gemäß Würzburger haben.
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Kleine Anmerkung zu deinem Wissenschaftsbashing, der Club of Rome hat klar gesagt, dass es keine Vorhersagen sind, sondern Szenarien.

Bei der Kritik von Modellen und ihren Ergebnissen ist es wichtig zum einen die Prämissen zu kennen, die dahinterstehenden Szenarien zu verstehen und sich über das Prinzip, there is no glory in prevention im Klaren zu sein.

Menschliches Verhalten lässt sich nicht vorhersagen, auch wenn man es in Szenarien versuchen kann abzubilden.

Die Coronamodelle sind keine Wettervorhersage, dienen eher dazu grobe Pfade entlang von Szenarien abschätzen zu können, auch um den Einfluss versch. Maßnahmen bewerten zu können.

Der Vergleich zu Klimamodellen ist unfundiert auch wenn er gerade ein Vogue ist, danke Springerpresse, die massiv zur diskreditierung der Wissenschaft beigetragen hat
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Das Präventionsparadoxon kann es bei den Corona-Hororprognosen ja eben nicht gewesen sein, denn es gab ja nicht den geforderten Lockdown. Und den persönlichen Beobachtungen zufolge war auch in der Stadt weiterhin einiges los und noch genug Masken unterwegs (subjektiv, ich weiß).
Gerade die Wetterprognosen liegen ja auch schon häufig genug selbst für ein paar Tage ziemlich daneben und werden laufend angepasst. Und da will jetzt jemand die 10 Kipppunkte des weltklimas und deren genaues überschreiten ermittelt haben? Um die Prognose zu glauben gibt's mir bei der Thematik dann doch etwas zuviele Unwägbarkeiten..
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Habe ich genau richtig mitbekommen - die weitere Planung des 'breiten Favoriten', der nur etwa ein Jahrzehnt nach Vorlage des Bündnisses Ginnheimer Kurve endlich Mal gefunden wurde, wird um zwei weitere Jahre verhindert, weil man noch dessen Auswirkungen auf ein paar Bäume im Park beobachten möchte, um dann ggf. größere (sehr teure) umplanungen vorzunehmen.
Währenddessen stirbt im Taunus der Wald.
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Wo genau hab ich denn gesagt, dass wir nichts machen sollen? Wir machen ja schon einiges und die Auswirkungen des stark steigenden CO2 Preises werden die nächsten Jahre in vielen Bereichen vermutlich zu ziemlich heftigen Einschnitten führen..

Ich halte nur rein garnichts von sinnloser, aktionistischer Symbolpolitik.

Ein positives Vorbild für andere sind wir auch nur solange, wie wir unsere Industrie dabei nicht völlig zugrunde richten. Ansonsten werden wir für den sinnlosen Weltrettungsversuch höchstens ein bisschen Mitleid abbekommen.
Und gerade was klimaschonende Infrastruktur (bspw. Hochgeschwindigkeitsnetz) angeht, werden wir doch mittlerweile schon von China und co eher ausgelacht.
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Gut, dann musst du dich aber an den zuständigen Verkehrsminister wenden.

Worum es mir geht ist etwas ganz anderes: Der Schwerpunkt aller Diskussionen sollte auf dem Überleben der Menschheit liegen und nicht darauf, auf welchem Weg jemand am besten oder billigsten von A nach B kommt. Wer das immer noch nicht begreift, wird bei der Wahl böse scheitern - immer mehr Menschen und mithin Wähler haben das nämlich langsam begriffen.

Und was die "Horrorszenarien" angeht: keine Ahnung, was ohne die Mahner und Warner bezüglich Corona passiert wäre. Vielleicht hätten wir ohne die ganz andere Todeszahlen?

Im Übrigen wurde das Klimaszenario genau so, wie es eingetroffen ist, bereits in den 50er- und 60-Jahren beschrieben (remember Club of Rome?) und explizit und detailliert schon in den 70ern (z.B. Hoimar v. Ditfurth). Alles haarklein bestätigt von der Wissenschaft heute und von der Realität.
Und wenn die Coronakrise eines gelehrt hat, dann das: man sollte auf diejenigen hören, deren Prognosen eingetroffen sind.
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So eingetroffen wie die Inzidenzen von über 300 wenn es keinen totalen lockdown gibt (den wir nicht hatten)? Oder das Versiegen der letzten Erdölquellen in 1992 eine weltweite Hungersnot ab 2020 und in Kombination 14 Milliarden Menschen in 2032, wie vom Club of Rome 1972 prophezeit?

Was soll jetzt eigentlich genau die Konsequenz aus deinen fatalistischen prognosen sein? Dem zuständigen Verkehrsminister schreiben, dass er gefälligst neue Bahnstrecken bauen soll? Afrika die Ein-Kind-Politik aufzwingen und dem Chinesen Fleisch verbieten (verursacht ja nur mehr CO2, von Reis kann man auch überleben)?

Wie von anderen schon bemerkt, Deutschland alleine wird das Weltklima sicherlich kaum ändern, und ich prophezeie mal, dass die Grünen auch weiterhin keine absolute Mehrheit bekommen, gerade wenn es durch einschneidende Klimaschutzmaßnahmen hierzulande zum wirtschaftlichen Einbruch kommt. Der eigene Wohlstand dürfte den meisten dann doch wichtiger als das Weltklima sein.

Um das Überleben der Menschheit als ganzes mache ich mir zudem hinsichtlich Klimawandel keine Sorgen - aber für viele wird es halt noch ungemütlicher als bisher schon. Ein sinnvolles Konzept was jetzt wirklich zu tun wäre kann ich von dir leider nicht erkennen.
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Im aktuellen Print-Spiegel gibt es einen interessanten Bericht zum Klimawandel: der Erdsystemforscher Johan Rockström analysiert die derzeitige Situation und kommt zu dem Schluss, dass sich das Schicksal der Menschheit innerhalb der kommenden 10 Jahre entscheiden wird. Entweder die Erwärmung wird gestoppt oder es kommt zu einer "Heißzeit" wie zu der Zeit der Dinosaurier - aber ohne Menschen.

Von 12 klimabeeinflussenden "Kipppunkten" (irreversible Phänomene, die einen Dominoeffekt bei der Erderwärmung verursachen) sind bereits 3 gekippt. 6 weitere stehen unmittelbar bevor.

Glaubst du wirklich, es ist die Zeit, über Zubringerflüge, Bahnverbindungen unter 3 (!) Stunden oder Quoten beim Emissionshandel zu diskutieren?
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Zunächst, und ohne einen (negativen) Einfluss des Menschen auf den Klimawandel abzustreiten, Frage ich mich einmal, warum diese Prognose so nun zutreffender sein soll als die Corona-Hororprognosen aus Januar bis März für die Zeit nach Ostern. Und da ging es um ein viel kleineres 'system' mit vergleichbar minimalem Vorhersagezeitraum.
Und wie sieht deine Alternative zum Diskutieren aus? Einfach Mal Dinge verbieten? Hat ja bekanntlich in der Menschengiersgeschichte immer schon bestens funktioniert, deshalb konsumiert hierzulande auch niemand Drogen... Mal abgesehen davon, dass derartige Politiken sehr schnell zu Reboundeffekten a la Trump führen. Die grünen wissen schon, wieso sie zumindest vor den Wahlen nicht mehr von verboten 'sprechen'..
Einfach Mal in fünf Jahren vernünftige Bahnverbindungen bauen? Klar, in anderen Ländern geht das (nicht nur China..) - hier wird das in der Regel auch durch vermeintliche Klimaschützer, denen es mehr auf einzelne Bäume im Park als auf das große ganze ankommt (siehe Frankfurter Beispiel oben), verhindert.
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Wo wir bei den Kurzstrecken-Flügen mal waren... Da haben die Grünen selbst vor 21 Jahren ihren Anteil daran, dass es die immer noch gibt, hat man doch den Ausbau der Langstreckenzüge (Transrapid etc.) gestoppt und nicht genug für die Reduzierung des Flugverkehrs auf kürzeren Strecken gemacht.

Wird aber Zeit, dass man Flugstrecken unter 500 km unmöglich macht. Es gibt keinen Grund von FFM nach München zu fliegen oder von Hamburg nach Leipzig.
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Unmöglich machen im Sinne von Alternativangebote entsprechend so attraktiv gestalten, dass die Strecke niemand mehr freiwillig fliegt - da würde ich mitgehen. Bedeutet aber in erster Linie Neubauten von Bahn-Schnellfahrstrecken samt Umfahrungen von Mittelstädten, damit man Bahnverbindungen zwischen allen deutschen Metropolen in unter drei(!) Stunden schafft. Und da reihen sich dann die Vor-Ort-Grünen, neben allen anderen Parteien, in aller Regel bei den Verhinderern ganz vorne mit ein. (Kein Fernverkehr, aber in Frankfurt wird gerade von den Grünen eine seit Jahrzehnten geplante U-Bahn-Erweiterung über ein Jahr länger ausgebremst, weil man zuerst noch ein Gutachten zu den Auswirkungen des Baus auf ein paar Bäume im Grüneburgpark erstellen lassen will, um deswegen ggf. alternative Streckenführungen zu planen. Völliger Irrsinn..)

Die entsprechenden Flüge einfach zu verbieten, und vielleicht noch ein Tempolimit auf Autobahnen einzuführen, um die Bahn relativ besser dastehen zu lassen, kann und darf meines Erachtens jedoch nicht die Lösung sein.
Ein Großteil der Kurzstreckenflüge setzt sich wohl eh aus Zubringerflügen zusammen, da kann es im Zweifelsfall sogar effizienter sein, per Lufthansa von München nach Frankfurt und abschließend in die USA zu fliegen, als mit der Bahn nach Frankfurt, von dort nach Istanbul oder in die Emirate und von dort aus in die USA. Ebenso würden es zu Ausweichbewegungen auf grenznahe Flughäfen im Ausland kommen, wenn das Fliegen ab Deutschland zu unattraktiv wird.
Die berüchtigten 19€ Flugangebote sind ja auch keinesfalls der Regelpreis sondern sorgen nur für eine höhere Auslastung des eh startenden Fliegers - sorgen also im Schnitt für eine höhere Effizienz, als wenn der entsprechende Urlauber ein teures Ticket für einen zusätzlichen Flieger bucht und in der Folge beide Flüge weniger stark ausgelastet sind.
Zumal ja selbst Flüge irgendwann klimaneutral sein sollen und afaik innereuropäische Flüge sowieso bereits voll in den Emissionshandel mit einbezogen sind und kein ermäßigtes Kerosin bekommen.
Da braucht es jetzt ganz sicher nicht noch mehr Symbolpolitik.
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Ist die ffp2 Pflicht im Nahverkehr nach auslaufen der bundesnotbremse nicht sowieso schon wieder Geschichte?
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Adlerdenis schrieb:

Ok, da ist was dran. 2019 hätte ich auch nicht gedacht, dass ich mal auf Virologen höre.

Das Zitat nur beispielhaft:
Vielleicht sollten wir alle mal mehr aus Wissenschaftler und echte Experten hören.
Dann hätten wir womöglich weniger Problem beim Klimawandel, bei Stuttgart 21 (geologische Gutachten), im Straßenverkehr (Verstoß gegen europäisches Recht bei der "Ausländermaut"), weniger Steinwüsten in den Vorgärten, mehr fußgänger- und radfahrerfreundliche Innenstädte usw usf.

Aber es wissen ja entgegen den Ratschlägen, Empfehlungen und Warnungen ausgewiesener Fachleute immer alles besser weil Youtube-University und Facebook-Proseminar.
Oder schlicht: Gier.
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Und natürlich auch keinen Euro, keine "Rettung" Griechenlands und sonstige Bankenrettungen..
Man sollte jedoch auch zur Kenntnis nehmen, dass es beileibe nicht immer nur eine Position im Sinne "die Wissenschaft sagt" gibt und Vorhaben durchaus auch aus unterschiedlichen oder sogar denselben Fachrichtungen ganz gegensätzlich beurteilt werden können.
Letztendlich kommt man um (politische) Abwägungsentscheidungen nicht herum.
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Basaltkopp schrieb:

SGE_Werner schrieb:

Deswegen muss ich es trotzdem nicht gutheißen, wenn man aktuell als Deutscher dort Urlaub macht.

Man kann es sogar scheiße finden, dass Leute da aktuell hin fliegen.

Man kann es sogar generell scheiße finden, dass Leute nach Erdoganistan fliegen, ganz unabhängig von Corona.
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Kann man natürlich so sehen, aber dann haben die Gründe dafür halt nichts mit der Pandemie zu tun.
Wie gesagt, das ÖPNV Risiko hier dürfte mindestens so hoch sein wie beim Flug. Und wäre ja grundsätzlich auch vermeidbar, aber einen totalen lockdown will man hier ja auch nicht (zumindest der maßgebliche Teil der Politik).
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Adlerdenis schrieb:

reggaetyp schrieb:

derUlukai schrieb:

Für diese Länder ist der ausbleibende Tourismus letztlich die größere Bedrohung als ein paar vorzeitig versterbende Rentner.

Herrlich, diese Empathie.

Da guckst du nach Tagen mal wieder in den Thread, siehst zufällig das und hast einfach direkt schon wieder keinen Bock mehr auf den Mist.

Wie meinst du das?
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Scheint sich an meiner 'menschenverachtenden' Äußerung zu stören.. ich fand dazu Exil Adlers Hinweis ja ganz gelungen - jedes Land sorgt sich eben um seine Boombranchen.. was wäre denn eure (raggaetyp und Denis) Alternative für diese Länder? Mal abgesehen davon, dass man dort bloß nicht hinreisen sollte, was den Menschen dort natürlich enorm weiterhilft..
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Übrigens gestern im Weltspiegel ein Bericht über Urlaubsreisen in die Türkei.
Die türkische Regierung priorisiert beim Impfen die Beschäftigten in der touristischen Infrastruktur, damit die Gäste kommen können.
Im Hotel müssen alle Beschäftigten natürlich MNS tragen und sich an die üblichen Hygieneregeln halten.
Gäste nicht.
Die Touristen, die da O-Töne gaben, fanden das auch völlig okay.

Mir haben echt die Worte gefehlt.
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Wieso?
Das findet im übrigen nicht nur in der Türkei sondern auch auf den Malediven und in Ägypten und vermutlich sehr vielen anderen Staaten die auf den Tourismus angewiesen sind ebenso statt. Für diese Länder ist der ausbleibende Tourismus letztlich die größere Bedrohung als ein paar vorzeitig versterbende Rentner. Was wäre deine Alternative? Die alten impfen und die jungen dann verhungern lassen?
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derUlukai schrieb:

ie vernünftigen schützen sich längst selbst, man kann den lockdown nicht bis zum sankt Nimmerleinstag verlängern, nur weil ggf. noch ein Mensch nicht geimpft ist.



nein, aber man könnte einen echten lockdown machen, um die zahlen runterzubekommen, Meyer Herrmann hat es mal wieder auf den punkt gebracht, eine inzidenz bei 30 zu halten kostet das gleiche, wie sie bei 100 zu halten. es verursacht halt nur die dreifache menge an toten und gesundheitsfolgen.

der vernuenftige kann sich schuetzen so gut es geht, aber es gibt menschen, die sich eben nicht zuhause einigeln können. es gibt menschen, die noch zur arbeit fahren müssen. es gibt schulen und kindergärten, die nach möglichkeit offen bleiben sollten.

wenn du einen richtigen lockdown für eine begrenzte zeit machst, kannst du dann auch wieder öffnen, ohne dass die zahlen dann hochgehen.

es gibt überaus positive nachrichten aus der wissenschaft (alles noch nicht gesichert, aber indizien), wie z.b. dass ein impfgrad von ca. 50% in der bevoelkerung dazu führt, dass die zahlen anfangen drastisch zu fallen.

aktuell scheint es auch noch so zu sein, dass die impfstoffe gut gegen die bekannten mutationen helfen.

warum soll man das auf dem weg zum schutz riskieren? warum geht europa nicht mit gutem beispiel voran? viele menschen in afrika haben aktuell nicht die möglichkeit sich impfen zu lassen.

risikogruppen können nicht geschützt werden, es gibt keinen nachvollziehbaren grund, warum man die zahlen weiter oben lassen muss, keinen einzigen.

jetzt alles zu öffnen, wäre alles andere als sinnvoll.
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Jetzt nach fünf Monaten im pseudo lockdown, bei endlich besserem Wetter und mit immer mehr geimpften wirst du aber keinen echten lockdown mehr durchsetzen können, ganz egal wie sinnvoll das gegebenenfalls auch wäre. Die Chance hat man von Oktober bis März vertan. Das braucht man doch jetzt nicht immer wieder zu diskutieren. Schon die bestehenden Auflagen werden kaum noch kontrolliert, zumal viele davon ja eher kontraproduktiv sind..

PS. Viele Menschen in Deutschland haben auch noch nicht die Möglichkeit sich impfen zu lassen.
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sonofanarchy schrieb:

reggaetyp schrieb:

Es gibt ja noch einen graduellen Unterschied zwischen Lockdown und einer Urlaubsreise in ein Land mit Inzidenz 1000+

Ich werde hoffentlich im Juli für ne Woche nach Tirol fahren können (dann auch mit vollem Impfschutz) - das finde ich dann doch ne andere Nummer.
Würde das aber für mich ausschließen, sollten dort dann Zahlen wie bei Jojos Urlaubsziel sein.

Wir wollen im Juli nach Hallstatt. Mit dem Auto.

Das ist ein wesentlicher Unterschied. Ob ich zu zweit, dritt oder viert (in aller Regel aus einem Haushalt) in einem Auto in den Urlaub fahre oder mit 200 unbekannten in einem Flugzeug sitze plus divers weitere Kontakte am Flughafen und ggf. beim Bustransfer vom Flughafen ins Hotel.
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Und wo siehst du den Unterschied dazu, werktäglich mit 200 unbekannten im ÖPNV zu sitzen? Abgesehen von der dort deutlich schlechteren Lüftung und dem Fakt, dass die Mitfliegenden im Gegensatz zu den Menschen im ÖPNV allesamt über einen frischen Negativtest verfügen?