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duschhaube00

2132

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Hradecky 3,5
Hielt meiner Meinung nach was zu halten war
Iggy 5.0
völlig überfordert
Abraham 4,0
war für mich noch einer der besseren, robust und mit der notwendigen Härte
Russ 4,5
von einem "Führungsspieler" erwarte ich mir mehr
Oczipka 5,0
von ihm kam rein gar nichts
Reinarzt 5,0
hab schon am Anfang nicht verstanden, warum er so gehypt wird. Sinnbild für pomadiges Spiel ohne Dynamik und Tempo
Stendera 4,5
zumindest mit Einsatz, aber in der Raute gehört er zwingend auf die 10
Flum 5,0
ich war sehr wohlwollend, aber das war sowas von gar nix. Fehlpässe und völlig überfordert in der Rückwärtsbewegung
Castaignos 4,0
gefiel mir von den Offensiven noch am besten, immerhin mal mit Zweikämpfen und Dribblings
Seferovic 5,0
war nicht im Spiel
Meier 5,0
Schaaf hatte schon recht, ihn als Stürmer aufzubieten. Er kann kein Spiel aufziehen bzw. dem Spiel seinen Stempel aufdrücken

Chandler 5,0
ist kein Wunder, das er da nichts ausrichten konnte, nach der langen Pause
Aigner 5,0
ich will ein System, in dem Ilse Platz hat. Auf ihn können wir nicht verzichten, wenn er seine Stärken ausspielen kann
Djakpa 4,5
hat mich gefreut, dass er wieder mal auf dem Platz stand.
Nur, Otsche vor ihn zu stellen ist Harakiri

Fazit: Die Raute hat fertig und wenn Veh das nicht sieht, dann hat er auch fertig. Nach 10 Minuten war klar, das wir mit dem System kein Land sehen werden. Unsere rechte Seite war sowas von offen, Iggy ständig gegen 2 Mann in der Defensive.
Für die Raute brauchen wir starke AVs, die mal einen Tempolauf mit einer Flanke beenden können, sonst sind wir in der Offensive viel zu ausrechenbar. Unsere Halbpositionen haben außen überhaupt keine Anspielstationen. Der Gegner macht in der Mitte die Räume zu und schon geht gar nix.
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Libero1975™ schrieb:

Fazit: Die Raute hat fertig und wenn Veh das nicht sieht, dann hat er auch fertig. Nach 10 Minuten war klar, das wir mit dem System kein Land sehen werden. Unsere rechte Seite war sowas von offen, Iggy ständig gegen 2 Mann in der Defensive.
Für die Raute brauchen wir starke AVs, die mal einen Tempolauf mit einer Flanke beenden können, sonst sind wir in der Offensive viel zu ausrechenbar. Unsere Halbpositionen haben außen überhaupt keine Anspielstationen. Der Gegner macht in der Mitte die Räume zu und schon geht gar nix.

Die Noten von Würzburger und dein Fazit treffen es für mich am besten.

Ich denke neben einem sehr sehr guten Gegner sind wir auch an unserer Formation gescheitert.
Das Problem mit der Raute zeigte sich wenn Gladbach den Ball gewonnen hatte, dann war sehr viel Raum und meist sogar Überzahl auf den Außen.
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...wir als Fans sind doch die Trottel die da offenbar jede Woche hinters Licht geführt werden.  Wo hören denn die ganzen Bestechungen auf ? Bei der Auswahl des Gastgebers zur WM doch nicht.  

Freue mich schon auf Bundesliga, DFB Pokal, Championsleague usw......
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..worüber soll ich mich freuen, wenn ich erfahre, dass im Fussball von allen Seiten korrumpiert wird.
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...also mich überrascht es schon.
Der Verdacht wurde ja schon öfters geäußert, aber nie konkret nachvollziehbar belegt.

Vorausgesetzt, der Verdacht bestätigt sich am Ende, dann frage ich mich schon so langsam, inwiefern ist das, was wir uns jede Woche im Stadion anschauen eigentlich real?  
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Dieser Ginter ist echt ein ganz furchtbares Imitat eines Nationalspielers. Kann der IRGENDWAS außer"Ball auf Außen bekommen, zwei Schritte nach innen ziehen, nach hinten spielen, rumstehn"?

Ach guck, n Stürmer und schwupps n Tor...
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Imitat oder Karikatur in jedem Fall so unglaublich schwach, kaum zu glauben was der in der Nationalmannschaft sucht
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reggaetyp schrieb:
Günter Verheugen schrieb:
Man kann den Griechen nicht mehr zumuten, als sie leisten können.


Der Mann hat recht.

Interview im Deutschlandfunk:
DLF


ja - ich glaube auch, mehr geht nicht.
Ich frage mich allerdings wer leistet den Rest bzw. woher kommt das Geld, dass die Ausgaben Griechenlands mit den Einnahmen ausgleicht?  
 
Was ich damit meine: schöner Beitrag von Verheugen - frage mich nur, welchen Beitrag zur Lösung das jetzt gebracht hat.
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Schaedelharry63 schrieb:
HeinzGründel schrieb:
Allerdings sollte Griechenland dann auch die Entscheidung der Geldgeber respektieren.  


Merkel sitzt das wieder aus.

Alternativlos.


Die Entscheidung ob weitere kurzfristige Bankkredite gewährt werden, steht bereits morgen an....  Ohne weitere Kredite geht bereits am Dienstag nix mehr bei den griechischen Banken.
 
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LDKler schrieb:
Aragorn schrieb:
Sieht ja mittlerweile deutlich nach einem "NEIN" aus. Klares Zeichen gegen die Sparzwänge. Das kann ein Signal für die anderen Länder sein, die auch darunter leiden.

So ist es!
Habe gerade einen Bericht im Weltspiegel über Portugal gesehen:
http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/portugal-eu-100.html

Für die Menschen dort, die wegen der unseeligen Austeritätspolitik zum Teil nur noch durch Lebensmittelspenden überleben können, ist die unbeugsame Haltung der griechischen Regierung ein leuchtendes Vorbild.
Die europäischen Eliten wissen genau, was für eine Sprengkraft eine erfolgreiche griechische Regierung für ganz Europa hätte. Wenn die Menschen sehen, dass eine Politik für die Menschen statt für Kapitalinteressen möglich ist, wird das ein Selbstläufer in ganz Europa und die neoliberalen Regierungen (egal ob konservativer oder sozialdemokratischer Ausprägung) würden hinweggefegt.
Deswegen werden die europäischen Regierungen jetzt alles versuchen, den Erfolg von Syriza zu verhindern. Blöd nur, dass man Griechenland wegen dessen strategisch wichtiger Lage nicht einfach so wird fallen lassen können (nicht auszudenken, wenn Putin eine Seebasis am Mittelmeer bekäme), wie es sich Schäuble in seinen feuchten Träumen so sehnlich wünscht.
Es bleibt also spannend.



Ich bin mir nicht so sicher, ob die griechische Regierung in den nächsten Monaten Erfolge für die Menschen erzielen wird, die man sich als Portugiese für sich selbst wünscht.....  
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WuerzburgerAdler schrieb:
fromgg schrieb:
reggaetyp schrieb:
fromgg schrieb:

Weil der rechte Koalitionspartner dies verhindert. Und weil diese Leute GRE beherrschen.

Die Sache ist komplexer als man glaubt. Ist aber kein Problem der GRiechen allein. Geh mal in den Staaten gegen den Industrieadel vor : Viel Spaß


Gerade heute gemeldet: Unterlagen aus dem Kanzleramt zufolge hat es 2013 massiven politischen Einfluss auf den Weiterbau von Stuttgart 21 gegeben.

Gemeldet vom SWR.

Huch?!


S21 hatten wir ja hier in einem anderen Zusammenhang. Ich glaube , wir sind in vielen Dingen nicht besser als GRE.

Unterschied : Hier ist mehr Geld , man kann es besser zukleistern. Oder man macht es geschickter.
Es gibt hierzulande wohl keine Grossprojekte , bei denen nichts hochkommt. Die Aufklärung wird ebenfalls systematisch hintertrieben ( hat irgendwer für S21 irgendwelche Konsequenzen zu befürchten ? ) .


Nuja, es gibt schon noch andere Unterschiede. Weißt du sicher auch.

Trotzdem ist und bleibt es ekelhaft, wie gerade Schäuble den besserwissenden Besserdeutschen verkörpert und noch nicht einmal versucht zu verbergen, dass es ihm und seinen Kameraden lediglich darum geht, eine unliebsame Regierung mit alternativen Wirtschaftsplänen aus dem Weg zu räumen.
Und der Sigmar macht fleißig mit. Unterstützt sogar von seinem aus dem Loch gekrochenen Stotterer Edmund.
Da sind die richtigen beisammen. Ich kann Georg Schramm, was die SPD betrifft, schon gut verstehen.




Ich nehme deutlich mehr und deutlich schärfere persönliche Anfeindungen gegen Schäuble und Merkel wahr, als andersrum gegen die aktuelle oder auch gegen die frühere Nea Dikomratia Regierung.

Und ich finde nicht, dass Schäuble als Besserwisser auftritt. Immerhin hat ereinen klaren Standpunkt, selbst wenn es nicht meiner ist!  Da kann man sich dann wenigsten mit auseinandersetzen.

Bei Tsipras bzw. der Syriza Regierung ist mir der Plan für die nächsten Jahre nicht klar.  Das geht immer munter hin und her, allein schon wenn man sich die Diskrepanz zwischen den Reden im eigenen Parlament und TV Ansprachen mit den eigenen Vorschlägen in Brüssel vergleicht.  
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kreuzbuerger schrieb:
paul krugmann sieht den "umgekehrten corleone": ein angebot, dass man nicht annehmen kann. und augstein würde auch mit nein stimmen:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/augstein-zu-griechenland-nein-zum-referendum-kolumne-a-1041705.html

Stattdessen sind die "Institutionen" mit Griechenland in der Vergangenheit so verfahren wie die Heuschrecken es mit einem in die Krise geratenen Unternehmen tun: schneller sparen als der Umsatz sinkt, damit möglichst rasch wenigstens die Rendite wieder stimmt. Von "Restrukturierungen" ist dann die Rede - und das meint Entlassungen. Aber wie soll ein Staat nach diesem Rezept handeln? Soll Griechenland seine Bürger entlassen?


Bin zwar inhaltlich der gleichen Meinung, anstatt ausschließlich auf die Einhaltung kurzfristiger Finanzkennzahlen zu schauen und damit immer nur die Kosten zu reduzieren, hätte man viel stärker staatliche Strukturreformen unterstützen müssen.

Aber strukturelle Reformen bedeuten auch eine ganze Reihe von unpopulären Entscheidungen um perspektivisch Einnahmen und Ausgaben in Einklang zu bringen.  Nur über Wachstum die Einnahmen Seite des Staats zu erhöhen wird nicht reichen. Und ich sehe nicht, dass die Regierung in Griechenland Änderungen wirklich will.

Die griechische Regierung ist meines Wissens nicht eine strukturelle Maßnahme angegangen.    

Ein "Nein" heißt für mich, man glaubt auch ohne Veränderungen lediglich durch einen Schuldenschnitt würde alles besser.

Ein "Ja" heißt für mich, man ist bereit für Veränderungen.

Egal ob am Ende Ja oder Nein raus kommt, die Griechen werden die Probleme zum größtenteil selber angehen müssen.  Die Bereitschaft von außen zu helfen wird sich aber unterscheiden.  Bei "Nein" werden es humanitäre Maßnahmen sein.
 
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HeinzGründel schrieb:
Dieser Artikel ist 5 Jahre alt....Er weist aber noch viel weiter in die Vergangenheit......Und man hat gerade so weiter gemacht.. In Brüssel , Athen , Berlin und Paris....Da zweifelt man doch wirklich am Verstande derjenigen, die uns regieren..



http://www.welt.de/wirtschaft/article7432792/Die-Schuldigen-des-Griechenland-Desasters.html


Meine Güte......  an dieser geballten Unfähigkeit über mehrere Jahrzehnte und über unterschiedliche Regierungen hinweg erkennt man, dass eigentlich überhaupt keine politische Linie besteht.
 
ich hätte es besser nicht gelesen.......
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emjott schrieb:
duschhaube00 schrieb:
Ich denke mal in der EU wird Griechenland bleiben, warum auch nicht.  

Weil immerhin ein Ausscheiden aus der EU laut EU-Verträgen vorgesehen ist:
https://dejure.org/gesetze/EU/50.html

Ein Ausscheiden aus der EU würde unvermeidlich auch den Abschied vom Euro bedeuten. Eine Wiedereinführung einer nationalen Währung allein ist jedoch nirgends vorgesehen, da der Euro als Einbahnstraße und Abwärtsspirale konstruiert ist, aus der kein Entrinnen möglich sein soll.

Aber die Erfahrungen der letzten Monate zeigen ja ganz deutlich, dass jedwede Verträge wenig bis gar nix zählen. Von daher ist alles offen.


Jetzt hast du mich verwirrt....
Ich habe den Artikel gerade gelesen, allerdings deine Aussage trotzdem nicht verstanden.  Meinst Du, dass eine Staatspleite den Ausstieg aus der EU zur Folge hat?  Das hatte ich bislang anders verstanden.
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pelo schrieb:
Kackstudent schrieb:
pelo schrieb:
eagle-1899 schrieb:
Die Banken sind dann wohl morgen zu.  


Macht nix...alle die noch Geld haben ,stürmten seit Wochen die Banken u. haben ihr Geld längst abgeholt.
Im übrigen glaube ich ,dass in "letzter " Minute  der Staatsbankrott abgewand wird.
Griechenland darf (offiziell)nicht Pleite gehen. Das hätten die Amis nicht so gern.    


Alles was den Dollar Stützt (dem Euro schadet) ist den USA recht und die Aussenstände US-Amerikanischer Banken sind von europäischen Steuerzahlern garantiert.


Ich meinte damit die geostrategische Bedeutung  Griechenlands für die EU u. für Amerika.
Die Befürchtung die Griechen könnten aus der EU ausscheiden u.ihre  Drohung wahrmachen sich den Russen anzubiedern gefällt  weder den EU Staaten  u. noch weniger den Vereinigten Staaten.



Aus der Währungsunion raus ist ja nicht gleichbedeutend mit aus der EU raus.

Bei Russland hatte Tzipras ja schon angeklopft, aber irgendwo stand heute zu lesen, die Russen haben am Ende noch nicht einmal das Importverbot für griechische Aprikosen aufgehoben....

Ich denke mal in der EU wird Griechenland bleiben, warum auch nicht. Sonst wäre eine Konsolidierung für Griechenland ja noch viel schwieriger.
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Bruchibert schrieb:
miraculix250 schrieb:
Bruchibert schrieb:
raideg schrieb:
kreuzbuerger schrieb:


denn gerade deutschland hat historisch betrachtet noch nie seine schulden zurück bezahlt.


Ach ja?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/erster-weltkrieg-deutschland-begleicht-letzte-schulden-a-720672.html

Soviel zu dem "Starökonom"

P.S. und was ist mit den Reparationen nach dem 2. WK?
Dem Abbau von ganzen Industriegebieten und deren Verfrachtung nach Russland,  der Überlassung von Kohle, Uran und anderer Bodenschätze, Wiedergutmachungszahlungen usw. usw.

Die westlichen Siegermächte haben uns nicht aus Menschenfreundlichkeit geholfen, wie man heute immer wieder fälschlicherweise vorgekaut bekommt, sondern aus Eigennutz und politischem Kalkül.
Schließlich brauchte man ja einen Puffer zum Ostblock im beginnenden kalten Krieg.

Das waren auch meine Gedanken, als ich diesen Blödsinn gelesen habe.
Gerade die Schulden aus Reparationen, deren Höhe willkürlich festgelegt wurde, mit den Schulden Griechenlands auf eine Stufe zu stellen, die vor allem aus der eigenen Misswirtschaft entstanden sind, ist auch totaler Hohn....


Wie darf man das verstehen? Nicht zu bemitleiden sind und keine Solidarität zu erwarten haben Staaten, die auf Grund struktureller Probleme überschuldet sind. Das steht nur jenen zu, die verschuldet sind, weil sie in fremde Länder einmarschieren, diese Verwüsten und die lokale Bevölkerung massakrieren?

Nein, das heißt es nicht.
Es heißt nur, dass der Herr "Starökonom" einfach nur Blödsinn in diesem Interview abgeben hat.
Selbstverständlich muss man zuschauen, dass man den Griechen wieder auf die Beine hilft. Deren Bevölkerung kann ja am wenigsten dafür und sollte unter den politischen Fehlern nicht leiden zu müssen.


Ich finde den Text gar nicht so blödsinnig.
Im Kern sagt er doch, dass es wirtschaftlich sinnvoller sei, Griechenland für die Zukunft ökonomisch stabil aufzustellen.   Wenn die Gläubiger jetzt nur pressen, kommt eh nicht mehr viel raus und längerfristig wird Griechenland nie auf eigenen Beinen stehen können und fällt als Wirtschaftspartner aus.

Und in diesem Zusammenhang warnt er davor, Zahlungsausfälle nur rein moralisch zu betrachten, nach dem Motto, "Schulden müssen zwingend bezahlt werden". Da hat es mit Deutschland ein positives Gegenbeispiel gegeben wie ein anderes Vorgehen zu einem besseren Ende geführt hat.  

Bei Griechenland sehe ich das Problem allerdings - und darauf geht er nicht ein - die Regierung will keine strukturellen Reformen angehen. Ohne Reformen wäre auch jeder Schuldenschnitt unwirksam, und die Basis für ein Aufbauprogramm wird nicht geschaffen.  
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kreuzbuerger schrieb:
duschhaube00 schrieb:
kreuzbuerger schrieb:
duschhaube00 schrieb:
kreuzbuerger schrieb:
Wenn wir euch Deutschen in den 1950er Jahren erzählt hätten, dass ihr eure Fehler nicht ausreichend eingestanden habt, wäret ihr immer noch dabei, eure Schulden zurückzuzahlen. Glücklicherweise waren wir intelligenter.

sagt Piketty in einem sehr lesenwerten interview auf zeit online
http://www.zeit.de/2015/26/thomas-piketty-schulden-griechenland/

denn gerade deutschland hat historisch betrachtet noch nie seine schulden zurück bezahlt. (und hat ja im gegenteil bislang deutlich über 300mio an kreditzinsen der siechen verdient)


den 300 Mio Zinseinnahmen stehen allerdings rund 15 Milliarden direkte Kredite und weitere rund 50 Milliarden in Form von Garantien gegenüber.


mir gings dabei auch darum zu sagen, dass wir mehr griechenland-geschäfte, denn -hilfe betreiben. und das deinen zahlen zu folge im umfang von draghis monatlicher gelddruckpresse...


und mir ging es darum das Gegenteil zu sagen
Deutschland und alle anderen Gläubiger haben Zinseinnahmen. Wenn man die mal ins Verhältnis für das eingesetzte Kapital setzt und davon ausgeht, dass man von hinterlegten Sicherheiten eigentlich nicht sprechen kann, dann sind die Zinsen eher "Liebhaberei" als Geschäft.

Und das werfe ich den Gläubigern vor, diese Geschichte viel zu lange verfolgt zu haben. Dabei wurden zwar immer wieder versucht die Einhaltung von Finanzkennzahlen von den griechischen Regierungen einzufordern.
Die griechischen Regierungen haben aber stets nur an Kostenschrauben gedreht und nie Strukturen verändert.

Und die aktuelle Regierung hat der ganzen Angelegenheit jetzt noch die Krone aufgesetzt, indem sie Griechenland isolieren.
In den nächsten Monaten wird Griechenland humanitäte Hilfsleistungen benötigen, insbesondere Medikamente.

Das es so kommen musst, wie es jetzt kommt, war doch absehbar.


arbeitest du bei der dt. bank, dass du über 5% zinsen als liebhaberei betrachtest?


nee, aber 300 Mio aus 15 Milliarden sind 2%.
Und wie gesagt ohne Sicherheiten und der hohen Gefahr eines Zahlungsausfalls sind die Zinseinnahmen geschäftlich gesehen nicht so toll.

Von daher halte ich die Ansicht, dass man seitens der Gläubiger ein schönes Geschäft mit Griechenland macht für quatsch.  
   
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kreuzbuerger schrieb:
duschhaube00 schrieb:
kreuzbuerger schrieb:
Wenn wir euch Deutschen in den 1950er Jahren erzählt hätten, dass ihr eure Fehler nicht ausreichend eingestanden habt, wäret ihr immer noch dabei, eure Schulden zurückzuzahlen. Glücklicherweise waren wir intelligenter.

sagt Piketty in einem sehr lesenwerten interview auf zeit online
http://www.zeit.de/2015/26/thomas-piketty-schulden-griechenland/

denn gerade deutschland hat historisch betrachtet noch nie seine schulden zurück bezahlt. (und hat ja im gegenteil bislang deutlich über 300mio an kreditzinsen der siechen verdient)


den 300 Mio Zinseinnahmen stehen allerdings rund 15 Milliarden direkte Kredite und weitere rund 50 Milliarden in Form von Garantien gegenüber.


mir gings dabei auch darum zu sagen, dass wir mehr griechenland-geschäfte, denn -hilfe betreiben. und das deinen zahlen zu folge im umfang von draghis monatlicher gelddruckpresse...


und mir ging es darum das Gegenteil zu sagen
Deutschland und alle anderen Gläubiger haben Zinseinnahmen. Wenn man die mal ins Verhältnis für das eingesetzte Kapital setzt und davon ausgeht, dass man von hinterlegten Sicherheiten eigentlich nicht sprechen kann, dann sind die Zinsen eher "Liebhaberei" als Geschäft.

Und das werfe ich den Gläubigern vor, diese Geschichte viel zu lange verfolgt zu haben. Dabei wurden zwar immer wieder versucht die Einhaltung von Finanzkennzahlen von den griechischen Regierungen einzufordern.
Die griechischen Regierungen haben aber stets nur an Kostenschrauben gedreht und nie Strukturen verändert.

Und die aktuelle Regierung hat der ganzen Angelegenheit jetzt noch die Krone aufgesetzt, indem sie Griechenland isolieren.
In den nächsten Monaten wird Griechenland humanitäte Hilfsleistungen benötigen, insbesondere Medikamente.

Das es so kommen musst, wie es jetzt kommt, war doch absehbar.
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haustroll schrieb:
kreuzbuerger schrieb:
Wenn wir euch Deutschen in den 1950er Jahren erzählt hätten, dass ihr eure Fehler nicht ausreichend eingestanden habt, wäret ihr immer noch dabei, eure Schulden zurückzuzahlen. Glücklicherweise waren wir intelligenter.

sagt Piketty in einem sehr lesenwerten interview auf zeit online
http://www.zeit.de/2015/26/thomas-piketty-schulden-griechenland/

denn gerade deutschland hat historisch betrachtet noch nie seine schulden zurück bezahlt. (und hat ja im gegenteil bislang deutlich über 300mio an kreditzinsen der siechen verdient)


Da bin ich komplett bei dir. Da meine Vorfahren die Schulden nicht bezahlt haben, werde ich bis 67 arbeiten und ein Postbote in Griechenland darf dafür mit 50 und vollen Bezügen in Rente gehen. Ich persönlich finde das vollkommen in Ordnung und hoffe, damit dem griechischen Volk zu helfen.


ähm, das hat eigentlich keiner gesagt, dass du das sollst.
Es geht unterm Strich darum, dass auch Deutschland bereits von Schuldenschnitten profitiert hat. Und dass das gerne mal übersehen wird.

Im übrigen, im Artikel nicht beschrieben bzw. offen gelassen, diese Schuldenschnitte gingen mit deutlichen Vorgaben an die Struktur Deutschlands einher - zumindest nach dem WK2 erfreulicherweise wie ich finde.  
   
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@kreuzbuerger: inhaltlich gebe ich dir aber natürlich recht!
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kreuzbuerger schrieb:
Wenn wir euch Deutschen in den 1950er Jahren erzählt hätten, dass ihr eure Fehler nicht ausreichend eingestanden habt, wäret ihr immer noch dabei, eure Schulden zurückzuzahlen. Glücklicherweise waren wir intelligenter.

sagt Piketty in einem sehr lesenwerten interview auf zeit online
http://www.zeit.de/2015/26/thomas-piketty-schulden-griechenland/

denn gerade deutschland hat historisch betrachtet noch nie seine schulden zurück bezahlt. (und hat ja im gegenteil bislang deutlich über 300mio an kreditzinsen der siechen verdient)


den 300 Mio Zinseinnahmen stehen allerdings rund 15 Milliarden direkte Kredite und weitere rund 50 Milliarden in Form von Garantien gegenüber.
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Welche Auswirkungen die Staatspleite Griechenland auf die anderen Euro Staaten hat, bin ja mal gespannt.

Immerhin können ja eine ganze Reihe von Staaten, deren Haushaltslage ebenfalls nicht gut aussieht (bspw. Spanien, Frankreich) jeweils recht prominente Beträge aus den Büchern streichen.  

Wenn der Zahlungsausfall Griechenlands jetzt definitiv eintritt, ist die Frage ob und wie sehr die Zahlungsfähigkeit anderer europäischer Länder in Folge ggf. schlechter bewertet wird und die Zinsen für diese Staaten steigen bei der nächsten Kreditaufnahme...

Für viele Menschen in Griechenland wird es wahrscheinlich sehr sehr übel.
Längerfristig wird die eigene Währung aber die Chance bieten, wettbewerbsfähiger zu werden. Importwaren wird sich niemand mehr leisten können, insofern sind das Chancen für einheimische Unternehmen....

Die größte Schuld an dem ganzen Schlamassel haben die griechischen Regierungen der letzten 15 Jahre.  Man hat es doch bis heute nicht fertig gebracht sich wenigstens einigermaßen vernünftig wirtschaftlich aufzustellen.

Eine Teilschuld haben sichlich auch die Kreditgeber, die viel zu lange unrealisitische Finanzkennzahlen verfolgt haben, die dann immer nur "sparen" als Maßnahme ergaben.  Nie wurden wirklich strukturelle Maßnahmen eingefordert wie z.b. die Überarbeitung der Finanzbehörden.  Andererseits, warum tun sich die verschiedenen griechischen Regierungen so schwer damit, die hausgemachten Probleme anzugehen?

Für die Menschen in Griechenland wird es schlimm, aber ich befrüchte, dass es auch für alle anderen Menschen in Europa Auswirkungen haben wird. Das Geld fehlt jetzt jedenfalls in den anderen europäischen Staaten und steht damit nicht mehr für Renten, Schulen, Krankenhäuser, soziale Projekte und Investitionen zur Verfügung.