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jochenrennt

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Mein persönlicher Wunschkandidat wurde leider Ende Dezember schon woanders unter Vertrag genommen: Pellegrino Matarazzo. Und das sage ich jetzt nicht nur, weil sein Start bei La Real äußerst gelungen ist. Seine Bilanz in der Bundesliga sieht ja auch nicht ganz so gut aus. Ehrlich gesagt hat er auf dem Papier ein ziemlich ähnliches Profil wie Dino, was zumindest auch für eine gewisse Fortsetzung der angestrebten Philosophie hätte sorgen können. Ehemaliger Co-Trainer von Nagelsmann, kommt menschlich sehr sympathisch rüber, arbeitet gerne und viel mit jungen Spielern, ist taktisch versiert, sprachlich bewandt und steht für eine offensive Ausrichtung der Mannschaft. Die Kritikpunkte waren dann auch öfters gleich, nämlich dass er vor allem die Defensive nicht stabilisiert bekommt. Von der Spielanlage war es meiner Erinnerung nach aber oft deutlich ansehnlicher als über weite Strecken unter Toppmöller.

Am meisten im Gedächtnis geblieben ist mir aber, dass ihm sowohl in Stuttgart als auch in Hoffenheim die Spieler bedingungslos gefolgt sind, auch in Phasen, als es nicht so gut lief und Matarazzo die Mannschaft mal öffentlich angezählt hat. Normalerweise ist es ja eher so, dass zuerst die Mannschaft und dann die Verantwortlichen das Vertrauen in den Trainer verlieren, in diesem Fall standen beide Mannschaften aber laut allen Berichten explizit geschlossen hinter Matarazzo. Auch die jeweiligen Fans waren mehrheitlich traurig, als es zu den Entlassungen kam. Man muss dabei beachten, dass es zur damaligen Zeit sowohl in Stuttgart als auch in Hoffenheim jeweils extreme Querelen im Vereinsumfeld gab, welche die Arbeit erschwert haben.

Ich hätte das vor allem deshalb vielversprechend gefunden, weil sich beide Vereine (vielleicht nicht unbedingt zum jeweiligen Zeitpunkt) in einer ähnlichen sportlichen Range bewegen wie wir. Matarazzo ist es deshalb gewohnt, dass Jahr für Jahr Spieler entwickelt und auch wieder verkauft werden. Zudem finde ich die vorherige Erfahrung durchaus wichtig, durch die sich ein Trainer ja auch reflektieren und weiterentwickeln kann. In einem stabileren Umfeld, wo er das volle Vertrauen der Vereinsführung hat, hätte ich ihm deshalb durchaus einiges zugetraut. Ironischerweise hat er gerade in Stuttgart eine Phase gemeistert, als er fast ausschließlich auf unerfahrene Spieler setzen musste und keinen richtigen Stürmer zur Verfügung hatte.

Von den medial gehandelten Topfavoriten um Marco Rose, Edin Terzic und Roger Schmidt überzeugt mich ehrlich gesagt keiner so wirklich. Ich weiß natürlich, woher das kommt. Über Rose wurde zuletzt medial gesagt, dass ihn die Eintracht von allen Bundesligisten am meisten reizen würde und er hat genau wie Krösche und Hardung Berührungspunkte zum Spielstil von RB. Schmidt hat Krösche noch in Paderborn trainiert und war später mit ihm ein Trainerduo in Leverkusen. Und Terzic wurde schon 2021 nach dem Abgang von Hütter gehandelt.

Rose und Terzic sind letztendlich auf höherem Niveau als Toppmöller ebenfalls daran gescheitert, eine Mannschaft spielerisch weiterzuentwickeln, auch wenn es von den Ergebnissen her ganz gut aussah. Schmidt ist gerade erst einen neuen Job angetreten und hat uns glaube ich in der Vergangenheit schon zweimal abgesagt. Er zählt für mich genau wie Rose jetzt auch nicht unbedingt zu den großen Sympathieträgern. Da wäre mir Terzic noch am liebsten. Der hatte in Dortmund trotz des Abgangs von Haaland noch die beste Saison der letzten Jahre, wäre fast Meister geworden und hat in der darauffolgenden Saison immerhin das Finale der Champions League erreicht, auch wenn es dafür in der Liga nicht mehr so gut lief. Über knapp drei Spielzeiten gesehen ist der Schnitt von ziemlich genau zwei Punkten pro Spiel aber auch für Dortmunder Verhältnisse richtig gut und war vor allem immer sehr konstant ohne große Einbrüche.

Aus den unteren Ligen halte ich grundsätzlich Christian Titz, Christian Eichner oder auch Markus Kauczinski für gute und interessante Trainer, aber die stehen mit ihrer geringen respektive nicht vorhandenen Erstligaerfahrung natürlich einige Stufen zu tief in der Rangliste und werden kein ernsthaftes Thema sein. Selbiges gilt auch für im Profibereich noch sehr unerfahrenen Vincent Wager, Ralf Kettemann und Tobias Strobl.

Wirft man den Blick in die kleineren Ligen der Nachbarländer, kommen für mich eigentlich nur zwei Trainer halbwegs infrage. Das ist zum einen Mike Tullberg, der bei uns schon nach dem Aus von Glasner gehandelt wurde und aktuell in Dänemark einen guten Job macht, und zum anderen Didi Kühbauer, der schon seit Jahren auf all seinen Stationen erfolgreich ist, aber trotzdem noch nie außerhalb von Österreich als Trainer gearbeitet hat. Er war als Spieler immerhin auch schon mal in Deutschland unterwegs. Alle anderen Trainer wird man nur schwerlich aus den laufenden Verträgen bekommen oder haben vermutlich nicht das geforderte Niveau. Wobei Tullberg und Kühbauer auch erst jeweils diese Saison ihre Stelle angetreten sind und ein Wechsel deshalb nicht unbedingt wahrscheinlich ist.

Die ganz große Lösung Xabi Alonso halte ich für unrealistisch. Wenn man sich für einen ähnlichen Weg wie damals Leverkusen entscheidet, wäre dann aber tatsächlich Raúl nicht komplett abwegig. Er war jetzt genau wie Alonso mehrere Jahre bei einer zweiten Mannschaft eines großen Vereins tätig und hat als Spieler ebenfalls den Sprung nach Deutschland gewagt. Kann ich aber absolut null einschätzen, wie realistisch das ist und wofür Raúl als Trainer überhaupt steht.

Den hin und wieder ebenfalls genannten Ralph Hasenhüttl möchte ich lieber nicht sehen. Der hatte bei Southampton schon angekündigt, dass er anschließend als Trainer eigentlich aufhören möchte und den Eindruck hat er dann bei seiner folgenden Station in Wolfsburg auch erweckt. Und wehe, jemand kommt mir mit Sandro Wagner an. Den Selbstdarsteller will ich hier bitte nie in irgendeiner verantwortlichen Position sehen. Auch von einer etwaigen Rückholaktion Adi Hütters halte ich nichts. Nach dem damaligen Abgang ist die Stimmung im Umfeld dann gleich wieder im Keller, wie man das schon bei Armin Veh erlebt hat.

Wenn man sich gegebenenfalls mal auf dem internationalen Markt nach einem Trainer umschaut, der nicht unbedingt des Deutschen mächtig ist, wäre Stefano Pioli für mich ein heißer Kandidat. Ein sehr erfahrener Trainer, der in Italien schon bei zahlreichen kleinen wie großen Vereinen gearbeitet hat und dabei bis auf seine letzte Station bei der Fiorentina größtenteils erfolgreich war. Meiner Meinung nach würde er auch vom taktischen Ansatz und seinen Grundprinzipien sehr gut zur Eintracht und unserem Kader passen. Bevor er letztes Jahr nach Saudi-Arabien gegangen ist, meinte er aber öffentlich, dass er gerade Englisch lerne, es könnte also durchaus eine Sprachbarriere geben.

Er hat bei Milan schon mehrere Jahre auf höchstem Niveau trainiert und dabei bewiesen, dass er auch mit schwierigen Charakteren wie beispielsweise Ante Rebic, Hakan Calhanoglu oder vor allem Zlatan Ibrahimovic umgehen und diese taktisch gewinnbringend einbauen kann. Zudem ist er bekannt dafür, junge Spieler zu fördern und aufzubauen. Er hatte unter anderem einen großen Anteil an der Entwicklung von Rafael Leão, Théo Hernandez, Sandro Tonali oder Brahim Díaz, die unter ihm alle teilweise fast auf Weltklasseniveau agiert haben.  

Zu guter Letzt würde ich an dieser Stelle auch den feuchten Traum aller Hobbymanager nennen: Will Still. Der ist ja durchaus bekannt dafür geworden, dass er in seiner Jugend gerne den Football Manager gezockt und anschließend in sehr jungem Alter den Sprung zum echten Fußballtrainer geschafft hat. Nachdem seine beiden Interimsstationen in Belgien und auch seine drei Jahre in der Ligue 1 durchaus erfolgreich waren, ist er im rauen Umfeld der Championship jetzt erstmals auf die Nase geflogen. Ist aber natürlich trotzdem ein sehr interessanter Trainer, der mit Anfang 30 schon viel Profierfahrung mitbringt. Dass er fließend Französisch spricht, wäre bei unserer Kaderzusammenstellung sicher ein Vorteil, genauso dass er die belgische und französische Liga zwecks Spielereinschätzungen bestens kennt.
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DonGuillermo schrieb:

Wenn man sich gegebenenfalls mal auf dem internationalen Markt nach einem Trainer umschaut, der nicht unbedingt des Deutschen mächtig ist, wäre Stefano Pioli für mich ein heißer Kandidat.


Ein italienischer Trainer könnte das Defensivverhalten bestimmt verbessern.

Dann wäre ich aber für Enzo Maresca (https://www.transfermarkt.de/enzo-maresca/profil/trainer/53749). Der kann auch schon englisch.  Und spanisch. Und französisch. Er wird gelobt für taktisches Verständnis und Führungskompetenz, er kann Spieler verbessern und sich mit Autoritäten anlegen, das mag ich.
Gehaltstechnisch im oberen Regal. Wenn es aber darum geht, eine verunsicherte Mannschaft zu stabilisieren, wäre eine Investition in den Trainer eine Überlegung wert.  
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Herzlichen Dank an Dino Toppmöller. Ich wünsche ihm alles Gute.

Sportlich erfolgreich, die menschlichen Qualitäten sind ja schon benannt worden, auch die Identifikation mit dem Verein halte ich für echt.

Es gelingt uns (auch uns Fans)  nicht, einen Trainer langfristig zu unterstützen und wir verfallen in Aktionismus, wenn es mal nicht gut läuft.  

Diese Entlassung ist eine Enttäuschung. Abgezeichnet hat sie sich für mich unter anderem aufgrund der zuletzt bemerkbaren Dünnhäutigkeit von DT. Nach Außen sollte sich der Trainer als Führungsperson immer vor seine Mannschaft stellen.  Einen Spieler öffentlich zu kritisieren, weil er angeblich zu oft krank ist (Larsson) ist nicht hilfreich und ist ein Hinweis darauf, wie es im Trainer ausgesehen haben mag. Ein solches Verhalten hat massive Auswirkungen auf das Team. Wenn es sich dann gegen den Trainer stellt gerät der Vorstand Sport unter Zugzwang.

Ich hoffe, DT kann daraus lernen und sich weiter entwickeln. Vielleicht wäre es für ihn besser gewesen, nach den Erfahrungen als Co-Trainer erst einmal einen kleineren Verein übernommen zu haben, um zu reifen.

Ich hätte mir einen anderen Umgang  mit der aktuellen Krise gewünscht. Wenn der Trainer es nicht schafft, einen Abwärtstrend zu stoppen, der auch mit der Transferpolitik zusammenhängt, wird er entlassen.  Wenn der Vorstand Sport insgesamt gute Arbeit macht,  zumindest was, mit einer Ausnahme, den Sturm angeht, aber es nicht schafft, einen defensiven Mittelfeldspieler zu verpflichten, hat das zunächst keine Folgen.  Und das ist im Grunde auch in Ordnung, wenn es aufgearbeitet und verbessert wird. Fehler sind nicht zu vermeiden, wenn man Verantwortung trägt.  Aber welche Fehlerkultur hat der Verein? Den Druck nach unten durchzureichen, also den Trainer zum Sündenbock machen und entlassen, um die eigene Haut zu retten, ist nicht die Art des Umgangs, die ich mir vorstelle.



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Nächstes Spiel halt wieder 5:1
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jochenrennt schrieb:

Guenni61 schrieb:

Nächster Anlauf im Winter,

Wenn wir in der Winterpause auf Platz 9 stehen und in der CL Mittelmaß sind, bekommen wir keinen derartigen Spieler.
Es ist ja gar nicht sicher, ob wir uns wieder für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren. Und finanziell sollten wir weiter Maß halten.


Dann dürften andere Vereine erst recht keine guten Spieler bekommen...
Wir haben mittlerweile einen Top-Ruf in Europa, selbst auf Platz 9 stehend werden wir sicherlich die Möglichkeit haben an gute Spieler zu kommen. Vielleicht auch erstmal nur per Leihe (z.b. Osula) oder wir schauen mal wieder in die 2.Liga...da kickt ein Bub aus Heddernheim und der bombt zur Zeit die Tornetze kaputt.
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Mein Beitrag bezog sich auf den spielstarken 6er, den wir gerne hätten.
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Einen kämpferisch starken 6 er hätten wir im Sommer bestimmt bekommen. Aber man wollte ein Upgrade. Einen kämpferisch,läuferisch und technisch starken 6 er. Die sind teuer und  sehr selten. Gerade wenn man wie wir sehr hoch presst, brauchst als Absicherung gute, schnelle 6 er. Da hat der Semper vollkommen Recht. 👍
Nächster Anlauf im Winter, da das Experiment mit Chaibi auf der 6 doch nicht so funktioniert wie angedacht.
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Guenni61 schrieb:

Nächster Anlauf im Winter,

Wenn wir in der Winterpause auf Platz 9 stehen und in der CL Mittelmaß sind, bekommen wir keinen derartigen Spieler.
Es ist ja gar nicht sicher, ob wir uns wieder für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren. Und finanziell sollten wir weiter Maß halten.
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Gasiorowski ist im Juli von PSV Eindhoven verpflichtet worden.
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Neues von Pepelu:
Besiktas hat 10 Mio. geboten, Valencia hat abgelehnt.
Quelle: https://www.marca.com/futbol/valencia/2025/08/05/valencia-rechaza-oferta-cerca-10-millones-pepelu.html
Rostock? Ich kenne kein Rostock! Ich weiß nicht, wo Rostock liegt! Niemand weiß, wo Rostock liegt!
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Ich halte die Meldung für eine Ente. Da hat der Autor wohl von selbst mal geschaut, mit welchen Bankdrückern Chelsea die Ablöseforderung drücken könnte.
Chilwell und Sterling werden schon seit einer halben Ewigkeit wie Sauerbier angeboten, finden keine Abnehmer und Chelsea ist auch nicht bereit ihnen eine Abfindung zu zahlen, damit sie ihre Verträge ablösen. Und für die 2 Spieler sollen wir Chelsea jetzt einen Nachlaß von 20 Mio geben?
Und wie bezahlen wir die Gehälter? Sterling verdient über 10 Mio pro Jahr und Chilwell nahe 10 Mio. Die sitzen eher noch 2 Jahre lang ihre Verträge aus und gehen dann in Rente.

Sportlich wäre auch lediglich Chilwell eine Verstärkung bzw. ein guter Ersatz für Nkounkou als Backup von Brown.
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Maddux schrieb:

Sterling verdient über 10 Mio pro Jahr und Chilwell nahe 10 Mio. Die sitzen eher noch 2 Jahre lang ihre Verträge aus und gehen dann in Rente


"Let's chill well and sack in the Pound Sterling until the rent" wie Otto sagen würde
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Da gab es vor ein paar Wochen mal kleine Nebensätze in Artikeln zu anderen Spielern. Sinngemäß sowas wie "Weiter ein Thema ist Pepelu. Um den wurde es ruhig, die Eintracht verliert Spieler aber nie ganz aus den Augen und behält bei Transfers auch gerne mal einen langen Atem".

Valencia ist im Niemandsland der Tabelle, ist weiterhin chronisch pleite und Pepelu's Marktwert ist, trotz individuell sehr guter Leistungen, drastisch gefallen. Krösche wird da sicher zumindest mal kurz anfragen. Pepelu ist nichtmehr die Nummer 1 auf meiner Liste aber weiterhin in den Top 5 und die letzten Sommer geforderten 20 Mio würde ich persönlich auch diesen Sommer noch blind zahlen.
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Valencia hat noch weitere interessante Spieler im Kader. Gasiorowski z. B., der hier auch schon genannt wurde (IV).
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Henk schrieb:

und semmelblond isser noch dazu.

Ist überliefert, ob er "ein kluger Kopf dazu" ist?
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zumindest hat er die School of Excellence  des FC Kopenhagen besucht und eine schulische Ausbildung  genossen.

https://www.fck.dk/nyhed/fck-og-mentordanmark-gaar-sammen-om-styrke-talenter-paa-og-uden-banen
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+1

Hackney steht auch auf meiner Liste und ist dem von mir schon öfter vorgeschlagenen Salvatore Esposito sehr ähnlich. Deutlich überschnittlich guter Spielgestalter, der auch defensiv glänzen kann.

Normalerweise wäre ein englischer Spieler wie Hackney außerhalb unserer Reichweite, da englische Vereine Unsummen für einheimische Spieler zahlen. Aber Hackney wird schon 23 und die Topvereine schauen sich eher nach Spielern bis maximal 21, die sie selbst noch formen können, um. Spieler wie Jobe Bellingham zB.

Anfragen aus der Premier League wird es für ihn sicher geben. Die werden aber eher von Mittelklassevereinen kommen, mit denen er sich in den nächsten 10 Jahren evtl zweimal für die Europa League qualifiziert. Bei uns würde sein Gehalt etwas geringer ausfallen als bei Fulham oder vergleichbaren Vereinen, dafür würde er fast garantiert jedes Jahr europäisch spielen.
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Dazu passt, dass die Eintracht  vor allem auf dem englischen Markt präsenter sein und britische Talente nach Frankfurt locken will.
MK, übernehmen Sie!

https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/eintracht-frankfurt-news-ticker-vorbild-woltemade-knauff-traeumt-von-nationalelf,bundesliga-ticker-104.html


(Mi. 04.06.25, 09:29 Uhr)
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keine wirklich news, aber im aktuellen kicker-artikel zu leverkusens suche nach einem nachfolger für tah wird koch nicht mal erwähnt, obwohl das dort umschriebene such-profil (rechtsfuß und abwehrorganisator) genau auf ihn passt. stattdessen wird über über thiaw und hermoso spekuliert.
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Wie die hessenschau heute (Di. 03.06.25, 07:11 Uhr) vermeldet:
"Ein Angebot von rund 3,5 Millionen Euro Grundgehalt plus Boni liegen Koch vor. Die Tendenz, so war zuletzt immer lauter zu vernehmen: Er könnte es annehmen".

Hoffen wir´s!


https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt-news-ticker-leihspieler-baum-kehrt-angriffslustig-zurueck,bundesliga-ticker-104.html

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Eki hat Rücken und verzichtet daher auf die U21-EM.
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Okocha1993 schrieb:

Es ist bemerkenswert, wie viele Talente bei französischen Klubs spielen, irgendwas machen die im Scouting richtig.


[OT]
Ich glaube, das liegt eher daran, dass der Fußball bei französischen Jugendlichen einen wesentlich höheren Stellenwert hat als in anderen Ländern.

Oder um es zu präzisieren (und bitte mir hier keinen Rassismus unterstellen, ich meine das vollkommen wertfrei ! ! !) :
In vielen europäischen Ländern hat der Fußball bei den "ursprünglichen" Jugendlichen an Stellenwert verloren, Jugendliche mit Migrationshintergrund hingegen spielen immer noch gerne Fußball. In Frankreich gibt es zum Einen durch die ehemaligen Kolonien mehr Migranten, zum Anderen schaffen es die französischen Vereine es wohl wesentlich besser, diese in die Vereine zu holen.

[/OT]
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In Frankreich ist die Sportförderung anders aufgestellt als bei uns, zentralistisch geprägt. Sportminister gibt es, mit Unterbrechungen, seit 1947. In Deutschland war der Sport dem Innenministerium zugeordnet. Erst seit diesem Jahr gibt es das Ministerium für Sport und Ehrenamt (wer kennt die Ministerin?).

Bei  20 Mio. weniger Einwohnern sind generell die sportlichen Erfolge deutlich größer, sei es in Leichtathletik, Biathlon oder Mannschaftssportarten.
Die ehemaligen Kolonien sind insofern eingebunden, als dass Frankreich strategische Sportförderung gezielt als Mittel der Diplomatie nutzt:

https://www.diplomatie.gouv.fr/de/aussenpolitik-frankreichs/sportdiplomatie/strategische-sportforderung-im-mittelpunkt-der-franzosischen-einflussdiplomatie/

https://www.afd.fr/en/actualites/sports-driver-development-and-peace

Atangana wurde ja in Kamerun geboren, hat aber schon als Kind in Frankreich gelebt.

Die Akademien auf Vereinsebene oder auch national die Clairefontaine-Akademie haben einen sehr guten Ruf. Der RC de Strasbourg hat zum Beispiel bereits 1972 eine Akademie gegründet. Der FC Bayern 2016.

Zu den Akademien: https://internationalfootball.academy/de/die-besten-fussballakademien-in-europa/#:~:text=Clairefontaine%2520ist%2520die%2520nationale%2520Fu%C3%9Fballakademie,technische%2520F%C3%A4higkeiten%2520und%2520k%C3%B6rperliche%2520Fitness.


Also, ich denke eher, dass es nicht daran liegt, dass in Frankreich mehr Kinder als bei uns lieber dem Ball nachlaufen als vor dem Handy zu hängen, sondern das es eine strukturelle Stärke ist, die den Fußball in Frankreich so erfolgreich macht.




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Okocha1993 schrieb:

SemperFi schrieb:

jochenrennt schrieb:

Das Ergebnis haben wir ja gesehen, der unglücklichste Transfer, den MK getätigt hat.


Können wir mal bitte erst ein Fazit ziehen, wenn Spieler uns verlassen haben oder wirklich aussortiert sind und nicht permanent nach ein paar Monaten?

Allerdings, ich erinnere mich, wie Etikite nach ersten Anläufen auch von einigen als vermutlicher Fehleinkauf abgestempelt wurde, das Ergebnis ist bekannt, also Eile mit Weile.  
Warum wird das immer wieder behauptet? Das einzige Problem bei Eki war seine Fitness. Zwischen dem ersten Eindruck von Eki und von Wahi liegen Welten. Man hat bei Eki sofort gesehen, was für ein krasses Potential er hat.
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Sollen wir das in einem eigenen Thread diskutieren?
Nur eins: Wahi kann sich noch entwickeln. Das wäre wunderbar. Aber er wurde als Rekordtransfer nicht geholt, um vielleicht in Zukunft zu glänzen. Die 25 Mio. könnte man jetzt besser investieren. Krösche weiß das, aber natürlich stützt er den Spieler und das ist auch gut so.
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Ok, ging doch etwas schneller. Aber auch nur, weil ich mir die statistische Analyse gespart habe. Die gibt es, sollte Atangana wirklich zu uns wechseln.

Wenn bei Atangana etwas besonders hervorsticht, dann ist es seine hohe Spielintelligenz. Wobei er auch wegen seiner Spielintelligenz recht unauffällig spielt und einem daher nicht so ins Auge springt wie zB. Offensivspieler.

Defensivverhalten:

Atangana ist wirklich gut darin Spielmuster des Gegners zu erkennen und Spielzüge zu antizipieren. Dadurch ist er meist schon direkt am Passempfänger dran und kann durch einen Bodycheck und simples Ball wegblocken die Situation klären.
Sliding Tackles und solche Aktionen sind dann garnicht erst nötig und wie Paolo Maldini sagte „If i had to make a tackle, then i have already made a mistake“.

Seine Zweikampfführung und sein Timing sind aber sehr gut, sollte er mal „Einen auspacken“ müssen.

Und er positioniert sich auch abseits der Manndeckung gut im Raum und kann so viele Pässe abfangen.
Defensiv sehe ich ihn am besten in der Rolle des absichernden 6ers neben einem offensiveren 8er. Er kann aber durchaus auch in einem System mit hohem Pressing auf frühe Ballgewinne gehen und für einen Spielmacher hinter ihm die Lauf- und Drecksarbeit erledigen.

Offensive:

Auch dort hilft ihm seine hohe Spielintelligenz.
Er ist nicht der neue Toni Kroos und dirigiert das Spiel, sondern ist eher auf sicheres (Kurz)Passspiel bedacht. Was aber nicht bedeutet, dass er nicht auch recht präzise Steilpässe aus dem Fuss zaubern kann, sollte das von ihm verlangt werden.

Nicht nur seine hervorragende Spielübersicht machen ihn zu einem guten Aufbauspieler. Er hat zudem eine sehr enge Ballführung, einen guten ersten Kontakt, ist sehr beweglich und kann seinen Körper gut einsetzen, um den Ball abzuschirmen.
Punkte, die uns in unserem Mittelfeld etwas abgehen und einer der Gründe ist, warum Toppmöller's Versuche, den Gegner mit tiefem Aufbauspiel zu einem hohen Pressing zu animieren und dann blitzschnell vertikal zu spielen, leider nicht so oft funktioniert wie gewünscht.

Mit seiner Technik und Dynamik ist Atangana zudem selbst ein Spieler, der offensiv im Umschaltspiel für Gefahr sorgen und den Ball vorwärts treiben kann. In der Jugend hatte er auch vorwiegend als Box-to-Box gespielt, bevor er wegen seiner Defensivfähigkeiten auf die 6 gezogen und hauptsächlich als Holding 6 eingesetzt wurde.

Charakter:

Atangana ist ein sehr mannschaftsdienlicher Spieler, der im Zweifel eher seine Mitspieler in Szene setzt und für sie die Laufarbeit erledigt, statt selbst glänzen zu wollen.

Dazu ist er ein geborener Anführer, der schon in der Jugend, inklusive der Jugendnationalmannschaften, seine Mitspieler dirigiert und die Defensive organisiert. Könnte er mit schon 19 Jahren das defensive Mittefeld eines in der Champions League spielenden Vereins organisieren? Ohne einen erfahrenen Nebenmann? Davon bin ich vollauf überzeugt.

Negatives:

Außer seiner Kopfballschwäche gibt es keine Negativpunkte, die ich ansprechen könnte. Aber für seine geringe Körpergröße kann Atangana nichts und Flanken sollen idR ohnehin die Innenverteidiger wegköpfen.

Mit Atangana würden wir einen mental stabilen und in jedem Bereich gut bis sehr gut ausgebildeten Spieler bekommen, der noch jede Menge Potential hat und der über Jahre hinweg eine unserer größten Baustellen lösen könnte. Außer auch für ihn klopft irgendwann ein Topclub an.
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danke maddux
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Bei Wahi beschrieb ich seinerzeit seine Verletzungshistorie (20.02.2025, https://community.eintracht.de/forum/diskussionen/140241?page=19).
Damals hieß es u. a., das seien keine großen Geschichten und Vergleiche mit Burkardt wurden gezogen, wobei letzterer deutlich schlechter wegkam. Im Nachhinein schlauer könnte man sagen, dass bei Wahi der Verlust des Stammplatzes PLUS die Summe der Verletzungen eine Warnung hätten sein sollen. Das Ergebnis haben wir ja gesehen, der unglücklichste Transfer, den MK getätigt hat.

Im Unterschied zu Wahi ist Burkardt aber in der abgelaufenen Saison Stammspieler gewesen und auf  29 Einsätze gekommen. Von daher bin ich vorsichtig optimistisch.