Lattenknaller__
12044
atubolu
baum ---- koch --- brassier ---- kosugi
onyedika ---- chaibi
doan --------- uzun
ebnoutalib --- burkardt
tipp: 4:2
tore: becker (2x) , amiri, tietz - burkardt, chaibi
Danke für diese Ausführungen, die den von mir laienhaft gesehenen Unterschied weitgehend bestätigen. Ehrlich gesagt ist mir Hütters Ansatz da sehr viel sympathischer.
So wie du es beschreibst, sind beide Spielideen viel unterschiedlicher, als Lattenknaller es sieht. Das würde m. E. erst recht dagegen sprechen, diesen „neuen“ Ansatz bereits nach zwei oder drei Spielen komplett über den Haufen zu werfen. Die Spieler (so sie denn noch dieselben sind), sollen eben nicht mehr genau so spielen wie unter Toppmöller oder Riera.
Als Profis, die schon von Kindesbeinen an Fußball spielen, dürfte ihnen dieser Sachverhalt doch sehr bewusst sein, dass es ein gänzlich anderer Ansatz ist. Somit dürften die psychologischen Gedankengefängnisse, wie sie Lattenknaller befürchtet, eigentlich gar nicht existieren. Auch wenn ich sehr gut nachvollziehen kann, wie das gemeint ist.
So wie du es beschreibst, sind beide Spielideen viel unterschiedlicher, als Lattenknaller es sieht. Das würde m. E. erst recht dagegen sprechen, diesen „neuen“ Ansatz bereits nach zwei oder drei Spielen komplett über den Haufen zu werfen. Die Spieler (so sie denn noch dieselben sind), sollen eben nicht mehr genau so spielen wie unter Toppmöller oder Riera.
Als Profis, die schon von Kindesbeinen an Fußball spielen, dürfte ihnen dieser Sachverhalt doch sehr bewusst sein, dass es ein gänzlich anderer Ansatz ist. Somit dürften die psychologischen Gedankengefängnisse, wie sie Lattenknaller befürchtet, eigentlich gar nicht existieren. Auch wenn ich sehr gut nachvollziehen kann, wie das gemeint ist.
SofatrainerSGE schrieb:
So wie du es beschreibst, sind beide Spielideen viel unterschiedlicher, als Lattenknaller es sieht.
es geht mir nicht um die unterschiede sondern die schnittmenge und da ist beim ansatz hoch stehen, früh pressen trotz verschiedener trainerischer ausprägungen seit über einem jahr ein ganz bestimmtes muster zu sehen, wo regelmäßig verkackt wird
SofatrainerSGE schrieb:
Als Profis, die schon von Kindesbeinen an Fußball spielen, dürfte ihnen dieser Sachverhalt doch sehr bewusst sein, dass es ein gänzlich anderer Ansatz ist. Somit dürften die psychologischen Gedankengefängnisse, wie sie Lattenknaller befürchtet, eigentlich gar nicht existieren. Auch wenn ich sehr gut nachvollziehen kann, wie das gemeint ist.
tja, der ansatz hat aber genug schnittmenge, dass die spieler wissen, dass das seit ner ganzen zeit schon nicht hinreichend funktioniert mit hoch stehen, früh draufgehen. völlig unabhängig von irgendwelchen detailfragen, wie, ob der trainer über ballkontrolle oder eher dnamik kommen will oder wann er die pressingtrigger setzen möchte. wie schwer man sowas aus dem hinterkopf kriegt, sehen wir seit letzte saison gladbach und daran hat sich scheinbar wenig geändert...
Ich glaube, genau da liegt unser eigentlicher Unterschied. Du gehst davon aus, dass die Mannschaft diesen Ballast aus der vergangenen Saison noch mit sich herumschleppt. Ich sehe mittlerweile aber eine Mannschaft, die personell dafür fast schon zu stark verändert wurde.
Schau dir allein die Elf gegen Augsburg an. Atubolu, Kosugi, Brassier, Baum und Onyedika haben diese ganze Entwicklung der letzten Saison so überhaupt nicht gemeinsam mitgemacht. Ebnoutalib war lange verletzt, Götze über weite Strecken kein Stammspieler. Von der damaligen Stammelf bleiben im Grunde Koch, Uzun, Doan und Burkardt übrig.
Deshalb glaube ich auch nicht, dass Hütter erstmal irgendeinen alten Fußball aus den Köpfen bekommen muss. Sein Problem ist eher, dass er seinen Fußball überhaupt erst reinbekommen muss. Gerade defensiv ist das fast eine komplett neue Mannschaft. Und wenn du hoch verteidigen und früh Druck machen willst, müssen die Abläufe sitzen. Wann schiebe ich raus, wer sichert dahinter, wann gehe ich ins Pressing, wann bleibe ich stehen? Wenn da drei Leute drei verschiedene Entscheidungen treffen, sieht die gesamte Mannschaft schlecht aus.
Genau deshalb würde ich jetzt auch nicht anfangen, alles wieder defensiver auszurichten. Damit bringe ich den Spielern im Zweifel schon die nächste Idee bei, bevor die jetzige überhaupt richtig sitzt.
Und Augsburg war für mich dafür sogar ein gutes Beispiel. 45 Minuten funktioniert Hütters Ansatz richtig gut. Danach kassierst du zwei schnelle Gegentore und plötzlich geht die Ordnung flöten. Für mich spricht das eher dafür, dass die Abläufe unter Druck noch nicht gefestigt sind, als dafür, dass diese Mannschaft grundsätzlich mit irgendeinem Altlasten-Fußball belastet ist.
Ich sehe da ehrlich gesagt auch keine „verbrannte“ Mannschaft. Dafür stehen mittlerweile viel zu viele neue Leute auf dem Platz. Ich sehe eher eine ziemlich neu zusammengewürfelte Mannschaft, die Hütters Fußball noch lernen muss. Und dafür braucht es jetzt vor allem Training, Wiederholungen und Zeit – und nicht nach zwei Spieltagen schon wieder die nächste Idee.
Schau dir allein die Elf gegen Augsburg an. Atubolu, Kosugi, Brassier, Baum und Onyedika haben diese ganze Entwicklung der letzten Saison so überhaupt nicht gemeinsam mitgemacht. Ebnoutalib war lange verletzt, Götze über weite Strecken kein Stammspieler. Von der damaligen Stammelf bleiben im Grunde Koch, Uzun, Doan und Burkardt übrig.
Deshalb glaube ich auch nicht, dass Hütter erstmal irgendeinen alten Fußball aus den Köpfen bekommen muss. Sein Problem ist eher, dass er seinen Fußball überhaupt erst reinbekommen muss. Gerade defensiv ist das fast eine komplett neue Mannschaft. Und wenn du hoch verteidigen und früh Druck machen willst, müssen die Abläufe sitzen. Wann schiebe ich raus, wer sichert dahinter, wann gehe ich ins Pressing, wann bleibe ich stehen? Wenn da drei Leute drei verschiedene Entscheidungen treffen, sieht die gesamte Mannschaft schlecht aus.
Genau deshalb würde ich jetzt auch nicht anfangen, alles wieder defensiver auszurichten. Damit bringe ich den Spielern im Zweifel schon die nächste Idee bei, bevor die jetzige überhaupt richtig sitzt.
Und Augsburg war für mich dafür sogar ein gutes Beispiel. 45 Minuten funktioniert Hütters Ansatz richtig gut. Danach kassierst du zwei schnelle Gegentore und plötzlich geht die Ordnung flöten. Für mich spricht das eher dafür, dass die Abläufe unter Druck noch nicht gefestigt sind, als dafür, dass diese Mannschaft grundsätzlich mit irgendeinem Altlasten-Fußball belastet ist.
Ich sehe da ehrlich gesagt auch keine „verbrannte“ Mannschaft. Dafür stehen mittlerweile viel zu viele neue Leute auf dem Platz. Ich sehe eher eine ziemlich neu zusammengewürfelte Mannschaft, die Hütters Fußball noch lernen muss. Und dafür braucht es jetzt vor allem Training, Wiederholungen und Zeit – und nicht nach zwei Spieltagen schon wieder die nächste Idee.
anpii schrieb:
Schau dir allein die Elf gegen Augsburg an. Atubolu, Kosugi, Brassier, Baum und Onyedika haben diese ganze Entwicklung der letzten Saison so überhaupt nicht gemeinsam mitgemacht.
baum und kosugi schon.
anpii schrieb:
Und wenn du hoch verteidigen und früh Druck machen willst, müssen die Abläufe sitzen. Wann schiebe ich raus, wer sichert dahinter, wann gehe ich ins Pressing, wann bleibe ich stehen? Wenn da drei Leute drei verschiedene Entscheidungen treffen, sieht die gesamte Mannschaft schlecht aus.
eben. und genau diese art high-risk-fußball scheint die mannschaft in verschiedenen detail-ausprägungen saison- wie trainerübergreifend nicht hinreichend kontinuierlich erfolgversprechend umsetzen zu können. und das weiß sie auch bzw. sie hat es im hinterkopf, wehalb wir dieses sich ständig wiederholende muster des verkackens sehen. saisonübergreifend, wohlgemerkt.
anpii schrieb:
Genau deshalb würde ich jetzt auch nicht anfangen, alles wieder defensiver auszurichten. Damit bringe ich den Spielern im Zweifel schon die nächste Idee bei, bevor die jetzige überhaupt richtig sitzt.
defensive stabilität ist aber die basis von alledem und die haben wir seit geraumer zeit nicht mehr, schlechtetset abwehr europas und so... is kein zufall. weiß hütter auch selber, hat er ja gerade noch mal beteont, dass das mit 7 gegentoren aus 2 spielen nicht geht und nicht so weitergehen kann.
anpii schrieb:
Für mich spricht das eher dafür, dass die Abläufe unter Druck noch nicht gefestigt sind, als dafür, dass diese Mannschaft grundsätzlich mit irgendeinem Altlasten-Fußball belastet ist.
für mich spricht das für die altlasten, denn genau das sehen wir in verschiedenen ausprägungen seit geraumer zeit und unter verschiedenen trainern. wessen detailausprägungen von hoch stehen, früh pressen gerade verkackt wird ist doch da unerheblich, im endergebnis kommt das selbe raus.
es ist halt scheiße für den kopf, wenn man weiß, man soll weiterhin high risk sachen machen, die seit geraumer zeit nicht richtig funktionieren.
Ich glaube, wir reden da inzwischen an einem Punkt wirklich aneinander vorbei.
Natürlich spielt der Kopf eine Rolle. Wenn dir Spiele mehrfach nach einem Gegentor wegbrechen, dann bleibt das nicht komplett folgenlos. Aber daraus abzuleiten, dass die aktuelle Mannschaft deshalb innerlich schon weiß, dass dieser Fußball nicht funktioniert, ist mir zu viel Interpretation.
Woher willst du das wissen?
Das ist ja keine feststellbare Tatsache, sondern deine Deutung von dem, was du auf dem Platz siehst. Du siehst ein ähnliches Ergebnis und leitest daraus ab, dass die Spieler dieses Muster im Hinterkopf haben und quasi schon mit dem Gedanken unterwegs sind: „Das geht sowieso wieder schief.“
Kann sein. Muss aber überhaupt nicht so sein.
Als Trainer würde ich mit solchen psychologischen Zuschreibungen sehr vorsichtig umgehen. Ich kann Körpersprache beobachten, Kommunikation, Entscheidungsverhalten unter Druck, Reaktionen nach einem Gegentor. Aber ich würde niemals behaupten, ich wüsste deshalb, was zehn oder elf Spieler kollektiv denken.
Dazu kommt, dass die Mannschaft personell mittlerweile ziemlich stark verändert ist. Kosugi hat letzte Saison kein Bundesligaspiel gemacht, Baum nur wenige Minuten und war lange verletzt. Atubolu, Brassier und Onyedika haben mit den damaligen Abläufen überhaupt nichts zu tun. Ebnoutalib war ebenfalls über weite Strecken raus.
Deshalb sehe ich diese Mannschaft nicht als Fortsetzung der alten Mannschaft mit denselben Gedanken und denselben Problemen im Kopf.
Wenn ich als Trainer ein Spiel analysiere, interessiert mich zuerst, wie ein Problem entsteht und nicht, ob das Endergebnis ähnlich aussieht wie vor ein paar Monaten.
Eine Mannschaft kann dreimal nach einem Gegentor einbrechen und trotzdem dreimal etwas anderes falsch machen. Einmal stimmt die Restverteidigung nicht, einmal sind die Abstände zwischen den Linien zu groß, einmal wird das Pressing schlecht abgesichert und beim nächsten Mal verliert die Mannschaft nach einem Wirkungstreffer ihre Ordnung.
Von außen sieht es jedes Mal gleich aus: Gegentor, Spiel kippt, nächstes Gegentor.
Für die Trainingsarbeit sind das aber völlig verschiedene Baustellen.
Deshalb tue ich mich auch mit der Aussage schwer, dass diese Mannschaft „High-Risk-Fußball“ einfach nicht könne. Hoch stehen und früh pressen beschreibt noch lange nicht denselben Fußball. Toppmöller, Riera und Hütter verlangen in diesen Situationen unterschiedliche Dinge. Andere Pressingtrigger, andere Abstände, andere Absicherungen, anderes Verhalten nach dem ersten überspielten Zugriff.
Gegen Augsburg hat Hütters Ansatz 45 Minuten sehr ordentlich funktioniert. Danach kippt das Spiel und plötzlich werden Entscheidungen unsauberer, die Abstände größer und die Ordnung geht verloren.
Für mich stellt sich als Trainer dann nicht zuerst die Frage: „Wie bekomme ich den alten Ballast aus den Köpfen?“
Mich interessiert: Warum funktioniert unser Fußball eine Halbzeit und warum bekommen wir ihn nach dem Gegentor nicht mehr sauber auf den Platz?
Genau das würde ich trainieren.
Und ja, defensive Stabilität muss besser werden. Sieben Gegentore sind natürlich zu viel. Aber Stabilität heißt für mich nicht automatisch tiefer stehen. Ich kann die Restverteidigung anders aufstellen, einen Außenverteidiger absichern, Pressingmomente klarer auswählen, die Abstände verändern oder nach einem Gegentor für ein paar Minuten bewusst weniger Risiko spielen.
Das alles kann Hütter machen, ohne seine Grundidee wegzuwerfen.
Du würdest bewusst einen stärkeren Bruch machen, um erstmal wieder Sicherheit zu bekommen. Das kann ich nachvollziehen. Ich würde Hütter weiter an seinem Fußball arbeiten lassen und die Probleme innerhalb dieses Fußballs korrigieren.
Und bei diesem Punkt werden wir wahrscheinlich einfach nicht zusammenkommen. Ist aber auch vollkommen okay. 😁
Natürlich spielt der Kopf eine Rolle. Wenn dir Spiele mehrfach nach einem Gegentor wegbrechen, dann bleibt das nicht komplett folgenlos. Aber daraus abzuleiten, dass die aktuelle Mannschaft deshalb innerlich schon weiß, dass dieser Fußball nicht funktioniert, ist mir zu viel Interpretation.
Woher willst du das wissen?
Das ist ja keine feststellbare Tatsache, sondern deine Deutung von dem, was du auf dem Platz siehst. Du siehst ein ähnliches Ergebnis und leitest daraus ab, dass die Spieler dieses Muster im Hinterkopf haben und quasi schon mit dem Gedanken unterwegs sind: „Das geht sowieso wieder schief.“
Kann sein. Muss aber überhaupt nicht so sein.
Als Trainer würde ich mit solchen psychologischen Zuschreibungen sehr vorsichtig umgehen. Ich kann Körpersprache beobachten, Kommunikation, Entscheidungsverhalten unter Druck, Reaktionen nach einem Gegentor. Aber ich würde niemals behaupten, ich wüsste deshalb, was zehn oder elf Spieler kollektiv denken.
Dazu kommt, dass die Mannschaft personell mittlerweile ziemlich stark verändert ist. Kosugi hat letzte Saison kein Bundesligaspiel gemacht, Baum nur wenige Minuten und war lange verletzt. Atubolu, Brassier und Onyedika haben mit den damaligen Abläufen überhaupt nichts zu tun. Ebnoutalib war ebenfalls über weite Strecken raus.
Deshalb sehe ich diese Mannschaft nicht als Fortsetzung der alten Mannschaft mit denselben Gedanken und denselben Problemen im Kopf.
Wenn ich als Trainer ein Spiel analysiere, interessiert mich zuerst, wie ein Problem entsteht und nicht, ob das Endergebnis ähnlich aussieht wie vor ein paar Monaten.
Eine Mannschaft kann dreimal nach einem Gegentor einbrechen und trotzdem dreimal etwas anderes falsch machen. Einmal stimmt die Restverteidigung nicht, einmal sind die Abstände zwischen den Linien zu groß, einmal wird das Pressing schlecht abgesichert und beim nächsten Mal verliert die Mannschaft nach einem Wirkungstreffer ihre Ordnung.
Von außen sieht es jedes Mal gleich aus: Gegentor, Spiel kippt, nächstes Gegentor.
Für die Trainingsarbeit sind das aber völlig verschiedene Baustellen.
Deshalb tue ich mich auch mit der Aussage schwer, dass diese Mannschaft „High-Risk-Fußball“ einfach nicht könne. Hoch stehen und früh pressen beschreibt noch lange nicht denselben Fußball. Toppmöller, Riera und Hütter verlangen in diesen Situationen unterschiedliche Dinge. Andere Pressingtrigger, andere Abstände, andere Absicherungen, anderes Verhalten nach dem ersten überspielten Zugriff.
Gegen Augsburg hat Hütters Ansatz 45 Minuten sehr ordentlich funktioniert. Danach kippt das Spiel und plötzlich werden Entscheidungen unsauberer, die Abstände größer und die Ordnung geht verloren.
Für mich stellt sich als Trainer dann nicht zuerst die Frage: „Wie bekomme ich den alten Ballast aus den Köpfen?“
Mich interessiert: Warum funktioniert unser Fußball eine Halbzeit und warum bekommen wir ihn nach dem Gegentor nicht mehr sauber auf den Platz?
Genau das würde ich trainieren.
Und ja, defensive Stabilität muss besser werden. Sieben Gegentore sind natürlich zu viel. Aber Stabilität heißt für mich nicht automatisch tiefer stehen. Ich kann die Restverteidigung anders aufstellen, einen Außenverteidiger absichern, Pressingmomente klarer auswählen, die Abstände verändern oder nach einem Gegentor für ein paar Minuten bewusst weniger Risiko spielen.
Das alles kann Hütter machen, ohne seine Grundidee wegzuwerfen.
Du würdest bewusst einen stärkeren Bruch machen, um erstmal wieder Sicherheit zu bekommen. Das kann ich nachvollziehen. Ich würde Hütter weiter an seinem Fußball arbeiten lassen und die Probleme innerhalb dieses Fußballs korrigieren.
Und bei diesem Punkt werden wir wahrscheinlich einfach nicht zusammenkommen. Ist aber auch vollkommen okay. 😁
Ich glaube, wir werden hier tatsächlich nicht auf einen Nenner kommen. Müssen wir aber auch nicht. 🙂 Dein Ansatz ist nachvollziehbar, meiner wäre als Trainer ein anderer und ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass man damit zum Erfolg kommen kann.
Bei einem Punkt widerspreche ich dir aber deutlich: Für mich spielt diese Mannschaft nicht seit über einem Jahr im Kern denselben Fußball. Dass verschiedene Trainer hoch verteidigen, früh pressen und offensiv spielen wollen, macht ihre Spielidee noch lange nicht gleich.
Allein letzte Saison hatten wir mit Toppmöller, Schmitt und Riera drei ziemlich unterschiedliche Ansätze.
Bei Toppmöller war vieles stärker auf Kontrolle ausgerichtet. Im Aufbau sollten über klare Positionierungen Überzahlen geschaffen werden, der Ball sollte möglichst kontrolliert durch die Linien kommen. Die Außenverteidiger hatten dabei andere Aufgaben als unter Riera, das Zentrum wurde anders besetzt und nach Ballverlust war die Absicherung stärker an der vorherigen Ballbesitzstruktur orientiert. Das konnte gut aussehen, wurde aber gerade gegen tiefe Gegner teilweise sehr statisch.
Schmitt hat wesentlich stärker über Intensität und Direktheit gearbeitet. Früherer Zugriff, schneller nach vorne, nach Ballgewinn weniger Zirkulation und schneller die Tiefe suchen. Auch gegen den Ball war das Verhalten aggressiver. Das klingt oberflächlich ebenfalls nach „offensivem Pressingfußball“, verlangt von einem Spieler aber völlig andere Entscheidungen.
Riera wiederum wollte noch stärker über Raumaufteilung und Ballbesitz Kontrolle herstellen. Breite geben, Gegner auseinanderziehen, bestimmte Zonen bewusst freiziehen und anschließend besetzen. Das Pressing war ebenfalls offensiv, aber die Auslöser und die Staffelung dahinter waren andere. Ein Spieler kann bei Toppmöller in derselben Situation absichern, bei Schmitt nach vorne attackieren und bei Riera zunächst einen Raum schließen. Von außen sieht dreimal alles nach „hoch stehen und pressen“ aus. Für den Spieler sind das drei verschiedene Handlungsanweisungen.
Und jetzt kommt Hütter und setzt wieder andere Schwerpunkte. Er möchte ebenfalls nach vorne verteidigen, aber mit seinen eigenen Pressingtriggern, Abständen, Anschlussbewegungen und einer anderen Vorstellung davon, wie nach Ballgewinn gespielt wird.
Deshalb sehe ich gerade das ständige Wechseln als Teil des Problems. Von den Spielern, die schon länger hier sind, wurde innerhalb relativ kurzer Zeit mehrfach verlangt, dieselben Situationen unterschiedlich zu lösen. Irgendwann kommt aber der Moment, in dem diese Entscheidungen nicht mehr bewusst getroffen werden dürfen. Dann muss ein Spieler anhand einer Bewegung seines Nebenmannes schon wissen, was er selbst zu tun hat.
Und das bekommst du nur über Wiederholungen rein.
Deshalb würde ich Hütter jetzt nicht nach zwei Spieltagen sagen: Das funktioniert nicht, mach etwas völlig anderes. Ich würde ihm Zeit geben, seine Abläufe in diese Mannschaft reinzubekommen und gleichzeitig an den Stellen nachjustieren, an denen die Absicherung noch nicht stimmt.
Dass Hütter über eine andere Grundordnung nachdenkt, widerspricht dem übrigens überhaupt nicht. Eine Dreier-/Fünferkette bedeutet noch lange nicht, dass er seine Spielidee aufgibt. Grundordnung und Spielidee sind zwei verschiedene Dinge. Du kannst mit Dreierkette extrem hoch und aggressiv verteidigen und mit Viererkette 30 Meter vor dem eigenen Tor stehen. Entscheidend ist, welche Prinzipien Hütter beibehält und welche Abläufe er verändert.
Vielleicht liegt genau da unser Unterschied: Du möchtest das bisherige Muster bewusst aufbrechen, um erstmal wieder Stabilität und Vertrauen herzustellen. Ich würde versuchen, Hütters Muster überhaupt erst richtig entstehen zu lassen.
Nach Toppmöller, Schmitt und Riera steckt nämlich schon genug unterschiedlicher Fußball in den Köpfen der Spieler. Ich würde jetzt nicht noch einen vierten Ansatz anfangen, bevor der jetzige überhaupt richtig sitzt.
Und wenn wir uns darüber am Ende nicht einig werden, ist das auch vollkommen okay. Sonst hätten wir hier schließlich ziemlich wenig zu diskutieren. 😁
Bei einem Punkt widerspreche ich dir aber deutlich: Für mich spielt diese Mannschaft nicht seit über einem Jahr im Kern denselben Fußball. Dass verschiedene Trainer hoch verteidigen, früh pressen und offensiv spielen wollen, macht ihre Spielidee noch lange nicht gleich.
Allein letzte Saison hatten wir mit Toppmöller, Schmitt und Riera drei ziemlich unterschiedliche Ansätze.
Bei Toppmöller war vieles stärker auf Kontrolle ausgerichtet. Im Aufbau sollten über klare Positionierungen Überzahlen geschaffen werden, der Ball sollte möglichst kontrolliert durch die Linien kommen. Die Außenverteidiger hatten dabei andere Aufgaben als unter Riera, das Zentrum wurde anders besetzt und nach Ballverlust war die Absicherung stärker an der vorherigen Ballbesitzstruktur orientiert. Das konnte gut aussehen, wurde aber gerade gegen tiefe Gegner teilweise sehr statisch.
Schmitt hat wesentlich stärker über Intensität und Direktheit gearbeitet. Früherer Zugriff, schneller nach vorne, nach Ballgewinn weniger Zirkulation und schneller die Tiefe suchen. Auch gegen den Ball war das Verhalten aggressiver. Das klingt oberflächlich ebenfalls nach „offensivem Pressingfußball“, verlangt von einem Spieler aber völlig andere Entscheidungen.
Riera wiederum wollte noch stärker über Raumaufteilung und Ballbesitz Kontrolle herstellen. Breite geben, Gegner auseinanderziehen, bestimmte Zonen bewusst freiziehen und anschließend besetzen. Das Pressing war ebenfalls offensiv, aber die Auslöser und die Staffelung dahinter waren andere. Ein Spieler kann bei Toppmöller in derselben Situation absichern, bei Schmitt nach vorne attackieren und bei Riera zunächst einen Raum schließen. Von außen sieht dreimal alles nach „hoch stehen und pressen“ aus. Für den Spieler sind das drei verschiedene Handlungsanweisungen.
Und jetzt kommt Hütter und setzt wieder andere Schwerpunkte. Er möchte ebenfalls nach vorne verteidigen, aber mit seinen eigenen Pressingtriggern, Abständen, Anschlussbewegungen und einer anderen Vorstellung davon, wie nach Ballgewinn gespielt wird.
Deshalb sehe ich gerade das ständige Wechseln als Teil des Problems. Von den Spielern, die schon länger hier sind, wurde innerhalb relativ kurzer Zeit mehrfach verlangt, dieselben Situationen unterschiedlich zu lösen. Irgendwann kommt aber der Moment, in dem diese Entscheidungen nicht mehr bewusst getroffen werden dürfen. Dann muss ein Spieler anhand einer Bewegung seines Nebenmannes schon wissen, was er selbst zu tun hat.
Und das bekommst du nur über Wiederholungen rein.
Deshalb würde ich Hütter jetzt nicht nach zwei Spieltagen sagen: Das funktioniert nicht, mach etwas völlig anderes. Ich würde ihm Zeit geben, seine Abläufe in diese Mannschaft reinzubekommen und gleichzeitig an den Stellen nachjustieren, an denen die Absicherung noch nicht stimmt.
Dass Hütter über eine andere Grundordnung nachdenkt, widerspricht dem übrigens überhaupt nicht. Eine Dreier-/Fünferkette bedeutet noch lange nicht, dass er seine Spielidee aufgibt. Grundordnung und Spielidee sind zwei verschiedene Dinge. Du kannst mit Dreierkette extrem hoch und aggressiv verteidigen und mit Viererkette 30 Meter vor dem eigenen Tor stehen. Entscheidend ist, welche Prinzipien Hütter beibehält und welche Abläufe er verändert.
Vielleicht liegt genau da unser Unterschied: Du möchtest das bisherige Muster bewusst aufbrechen, um erstmal wieder Stabilität und Vertrauen herzustellen. Ich würde versuchen, Hütters Muster überhaupt erst richtig entstehen zu lassen.
Nach Toppmöller, Schmitt und Riera steckt nämlich schon genug unterschiedlicher Fußball in den Köpfen der Spieler. Ich würde jetzt nicht noch einen vierten Ansatz anfangen, bevor der jetzige überhaupt richtig sitzt.
Und wenn wir uns darüber am Ende nicht einig werden, ist das auch vollkommen okay. Sonst hätten wir hier schließlich ziemlich wenig zu diskutieren. 😁
anpii schrieb:
Bei einem Punkt widerspreche ich dir aber deutlich: Für mich spielt diese Mannschaft nicht seit über einem Jahr im Kern denselben Fußball. Dass verschiedene Trainer hoch verteidigen, früh pressen und offensiv spielen wollen, macht ihre Spielidee noch lange nicht gleich.
genau das ist aber der kleinste gemeinsame nenner oder von mir aus die schnittmenge auf die es mir die ganze zeit ankommt. denn diese nummer ist so vorbelastet in den köpfen der mannschaft, weil sie als großes ganzes bislang nicht hinreichend funktioniert hat, da ändern die details und individuellen ausprägungen wie pressing-trigger oder raumaufteilungen der einzelenen trainer ersichtlich wenig bis nichts am endergebnis.
anpii schrieb:
Dass Hütter über eine andere Grundordnung nachdenkt, widerspricht dem übrigens überhaupt nicht. Eine Dreier-/Fünferkette bedeutet noch lange nicht, dass er seine Spielidee aufgibt
abstrakt ist das richtig, macht für mich aber konkret keinen sinn, denn wenn er die bisherige grundordnung aufgeben möchte, um stabiler zu werden, bräuchte er das gar nicht machen, wenn er genaus so weitermachen würde wollen wie bisher.
klar, er könnte das als psychologischen trick verkaufen, nach dem motto "seht her, nun 5er statt 4er kette, wir stehen jetzt stabiler" aber wenn er dann alles wie davor machen würde, käme da vermutlich trotzdem das selbe bei raus... was die spieler auch schnell checken würden.
anpii schrieb:
Vielleicht liegt genau da unser Unterschied: Du möchtest das bisherige Muster bewusst aufbrechen, um erstmal wieder Stabilität und Vertrauen herzustellen. Ich würde versuchen, Hütters Muster überhaupt erst richtig entstehen zu lassen.
und genau da liegt meiner meinung nach bei uns beiden der hase im pfeffer, wo wir, wie du schon meintest, nicht überinkommen werden können:
ich ziehe nach der letzten saison und den dazugehörigen nebengeräuschen sowie den beiden spielen zuletzt den schluss, dass ein system hütter oder hütters muster erst dann erfolgreich möglich sein wird, wenn wir den schritt zurückgehen, die köpfe der spieler erst mal frei kriegen und dann darauf aufbauend dieses system oder muster implementieren.
augenblicklich scheint das derzeitige system oder muster hütter einfach generell zu nah am ballast der jüngeren vergangenheit zu sein, als dass es die mannschaft hinreichend erfolgreich und konstant umgesetzt bekäme.
Ich glaube, genau da liegt unser eigentlicher Unterschied. Du gehst davon aus, dass die Mannschaft diesen Ballast aus der vergangenen Saison noch mit sich herumschleppt. Ich sehe mittlerweile aber eine Mannschaft, die personell dafür fast schon zu stark verändert wurde.
Schau dir allein die Elf gegen Augsburg an. Atubolu, Kosugi, Brassier, Baum und Onyedika haben diese ganze Entwicklung der letzten Saison so überhaupt nicht gemeinsam mitgemacht. Ebnoutalib war lange verletzt, Götze über weite Strecken kein Stammspieler. Von der damaligen Stammelf bleiben im Grunde Koch, Uzun, Doan und Burkardt übrig.
Deshalb glaube ich auch nicht, dass Hütter erstmal irgendeinen alten Fußball aus den Köpfen bekommen muss. Sein Problem ist eher, dass er seinen Fußball überhaupt erst reinbekommen muss. Gerade defensiv ist das fast eine komplett neue Mannschaft. Und wenn du hoch verteidigen und früh Druck machen willst, müssen die Abläufe sitzen. Wann schiebe ich raus, wer sichert dahinter, wann gehe ich ins Pressing, wann bleibe ich stehen? Wenn da drei Leute drei verschiedene Entscheidungen treffen, sieht die gesamte Mannschaft schlecht aus.
Genau deshalb würde ich jetzt auch nicht anfangen, alles wieder defensiver auszurichten. Damit bringe ich den Spielern im Zweifel schon die nächste Idee bei, bevor die jetzige überhaupt richtig sitzt.
Und Augsburg war für mich dafür sogar ein gutes Beispiel. 45 Minuten funktioniert Hütters Ansatz richtig gut. Danach kassierst du zwei schnelle Gegentore und plötzlich geht die Ordnung flöten. Für mich spricht das eher dafür, dass die Abläufe unter Druck noch nicht gefestigt sind, als dafür, dass diese Mannschaft grundsätzlich mit irgendeinem Altlasten-Fußball belastet ist.
Ich sehe da ehrlich gesagt auch keine „verbrannte“ Mannschaft. Dafür stehen mittlerweile viel zu viele neue Leute auf dem Platz. Ich sehe eher eine ziemlich neu zusammengewürfelte Mannschaft, die Hütters Fußball noch lernen muss. Und dafür braucht es jetzt vor allem Training, Wiederholungen und Zeit – und nicht nach zwei Spieltagen schon wieder die nächste Idee.
Schau dir allein die Elf gegen Augsburg an. Atubolu, Kosugi, Brassier, Baum und Onyedika haben diese ganze Entwicklung der letzten Saison so überhaupt nicht gemeinsam mitgemacht. Ebnoutalib war lange verletzt, Götze über weite Strecken kein Stammspieler. Von der damaligen Stammelf bleiben im Grunde Koch, Uzun, Doan und Burkardt übrig.
Deshalb glaube ich auch nicht, dass Hütter erstmal irgendeinen alten Fußball aus den Köpfen bekommen muss. Sein Problem ist eher, dass er seinen Fußball überhaupt erst reinbekommen muss. Gerade defensiv ist das fast eine komplett neue Mannschaft. Und wenn du hoch verteidigen und früh Druck machen willst, müssen die Abläufe sitzen. Wann schiebe ich raus, wer sichert dahinter, wann gehe ich ins Pressing, wann bleibe ich stehen? Wenn da drei Leute drei verschiedene Entscheidungen treffen, sieht die gesamte Mannschaft schlecht aus.
Genau deshalb würde ich jetzt auch nicht anfangen, alles wieder defensiver auszurichten. Damit bringe ich den Spielern im Zweifel schon die nächste Idee bei, bevor die jetzige überhaupt richtig sitzt.
Und Augsburg war für mich dafür sogar ein gutes Beispiel. 45 Minuten funktioniert Hütters Ansatz richtig gut. Danach kassierst du zwei schnelle Gegentore und plötzlich geht die Ordnung flöten. Für mich spricht das eher dafür, dass die Abläufe unter Druck noch nicht gefestigt sind, als dafür, dass diese Mannschaft grundsätzlich mit irgendeinem Altlasten-Fußball belastet ist.
Ich sehe da ehrlich gesagt auch keine „verbrannte“ Mannschaft. Dafür stehen mittlerweile viel zu viele neue Leute auf dem Platz. Ich sehe eher eine ziemlich neu zusammengewürfelte Mannschaft, die Hütters Fußball noch lernen muss. Und dafür braucht es jetzt vor allem Training, Wiederholungen und Zeit – und nicht nach zwei Spieltagen schon wieder die nächste Idee.
Dass Kosugi stabiler werden muss, mag stimmen, aber zu klein lasse ich nicht gelten. Das ist für mich auf Außen kein Argument. Jetzt könnte man argumentieren, dass das ne andere Zeit war, aber Kosugi ist sicher nicht kleiner als z.B. Roberto Carlos.
Haliaeetus schrieb:
Kosugi ist sicher nicht kleiner als z.B. Roberto Carlos.
völlig richtig: carlos 1,68m, kosugi 1,72m - lt. tm.de
naggedei schrieb:
So krass wollte und würde ich es noch nicht ausmalen, aber ja man könnte überlegen Maluze neben Brassier zu integrieren, da ich bei Gegner die Langholz spielen Maluze als Kopfballgarant weit vor Koch und Collins sehe.
Aber damit würde man zum jetzigen Zeitpunkt eine noch größere Baustelle eröffnen.
Aber stimme dir zu, Koch hat zuviel mit sich zu tun und kann in der Enttäuschung eines Nackenschlages nicht vorangehen oder pushen.
Deshalb braucht er einen spieler neben oder hinter sich der Führen kann, dann spreche ich Koch nicht mal die Qualität ab, sondern sehe expotenziell eine Leistungssteigerung.in seinem spiel als möglich.
Maluze ist zwar auch noch jung, aber an der Seite eines Erfahrenen, z.B. Brassier, könnte ich ihn mir gut vorstellen.
Baum ist (noch) kein Verläßlicher auf seiner Seite und Kosugi fehlen bei aller Giftigkeit und Einsatzfreude die körperlichen Voraussetzungen für einen robusten Abwehrspieler, er ist auch zu klein.
Das ist keine Defensive, sondern ein experimentelles Konglomerat nach dem Prinzip Hoffnung.
Wenn Atubolu auch noch nervös wird, simmer wieder genau da, wo wir vorher waren....
cm47 schrieb:
Das ist keine Defensive, sondern ein experimentelles Konglomerat nach dem Prinzip Hoffnung.
böse wie treffend zusammengefasst.
Änderung im System verstehe ich. Aber ein Kampfsportler darf nach Niederschlag aufstehen und dann wird bis zehn gezählt und geprüft, ob er bei Bewusstsein ist. Ob er nen Meter weiter vorne oder hinten aufsteht, ist ziemlich egal, da sich neu positioniert wird ... oder halt es geht ohne Unterbrechung weiter, bis der Kampfsportler KO ist - je nach Sportart.
Haliaeetus schrieb:
Änderung im System verstehe ich.
darauf kam es an - den rest nimmst du zu wörtlich, schätze ich
Gute Güte!
Ich will das Kampfsportbeispiel ja nicht gleich als völliger Humbug abstempeln, aber ich verstehe nicht im Ansatz, wie das in irgendeiner Form ein umsetzbarer Vorschlag im Hinblick auf den von Dir zitierten Beitrag sein soll.
Ich wäre Dir dankbar für eine Erklärung, gerne ohne willkürliche Zeilenumbrüche.
Ich will das Kampfsportbeispiel ja nicht gleich als völliger Humbug abstempeln, aber ich verstehe nicht im Ansatz, wie das in irgendeiner Form ein umsetzbarer Vorschlag im Hinblick auf den von Dir zitierten Beitrag sein soll.
Ich wäre Dir dankbar für eine Erklärung, gerne ohne willkürliche Zeilenumbrüche.
Haliaeetus schrieb:
Gute Güte!
Ich will das Kampfsportbeispiel ja nicht gleich als völliger Humbug abstempeln, aber ich verstehe nicht im Ansatz, wie das in irgendeiner Form ein umsetzbarer Vorschlag im Hinblick auf den von Dir zitierten Beitrag sein soll.
Ich wäre Dir dankbar für eine Erklärung, gerne ohne willkürliche Zeilenumbrüche.
was ist in dem kontext da so schwer zu verstehen? bei uns läuft es aufgrund einer im kern vergleichbaren vorgehensweise saison- wie trainerübergreifend auf ein bestimmtes muster heraus, welches zu einem bestimmten ergebnis führt und er wollte veranschaulichen, das man an der vorgehensweise etwas verändern sollte, wenn man dieses muster durchbrechen will und ein anderes ergebnis haben möchte...
Änderung im System verstehe ich. Aber ein Kampfsportler darf nach Niederschlag aufstehen und dann wird bis zehn gezählt und geprüft, ob er bei Bewusstsein ist. Ob er nen Meter weiter vorne oder hinten aufsteht, ist ziemlich egal, da sich neu positioniert wird ... oder halt es geht ohne Unterbrechung weiter, bis der Kampfsportler KO ist - je nach Sportart.
dazu passend:
Hütter erwägt Systemwechsel bei der Eintracht
„Ich muss mir Gedanken machen, wie wir die Grundordnung vielleicht verändern können, damit wir wieder stabiler werden“, erklärte Hütter nach dem FCA-Duell.
https://www.ligainsider.de/eintracht-frankfurt/3/huetter-erwaegt-systemwechsel-bei-der-eintracht-417788/
Hütter erwägt Systemwechsel bei der Eintracht
„Ich muss mir Gedanken machen, wie wir die Grundordnung vielleicht verändern können, damit wir wieder stabiler werden“, erklärte Hütter nach dem FCA-Duell.
https://www.ligainsider.de/eintracht-frankfurt/3/huetter-erwaegt-systemwechsel-bei-der-eintracht-417788/
Ich verstehe durchaus, was du meinst. Gerade wenn sich so ein Muster über längere Zeit zieht, liegt der Gedanke nahe, erstmal einen radikaleren Schnitt zu machen und über eine defensivere Ausrichtung wieder Sicherheit reinzubekommen. Ich würde es als Trainer trotzdem nicht machen.
Mir wäre die Gefahr zu groß, der Mannschaft damit unbewusst zu vermitteln, dass ich selbst nicht mehr an die eigentliche Spielidee glaube. Gerade bei einer jungen und neu zusammengestellten Mannschaft spielt das eine enorme Rolle. Wenn ich offensiven Fußball einfordere, hoch verteidigen, früh Druck auf den Ball bekommen und nach Ballgewinn schnell wieder Kontrolle herstellen möchte, dann muss ich diese Abläufe festigen. Wenn ich nach den ersten Rückschlägen plötzlich 20 Meter tiefer stehe, verändere ich nicht nur die Formation, sondern nahezu sämtliche Abläufe.
Tief stehen ist ja auch nicht automatisch einfacher zu verteidigen. Die Abstände verändern sich, die Innenverteidiger müssen andere Räume kontrollieren, die Außenverteidiger verhalten sich anders, die Pressinghöhe verschiebt sich und nach Ballgewinn hast du plötzlich 60 oder 70 Meter bis zum gegnerischen Tor. Dafür brauchst du wiederum andere Automatismen. Im schlechtesten Fall nimmst du einer Mannschaft also das weg, was sie gerade lernt, ohne dass sie das andere bereits beherrscht.
Und die erste Halbzeit gegen Augsburg ist für mich dabei schon wichtig. Wenn wir 45 Minuten keinerlei Zugriff bekommen hätten und Augsburg uns permanent hinter die letzte Linie gespielt hätte, würde ich die Systemfrage wesentlich deutlicher stellen. Aber das Gegenteil war der Fall. Die Mannschaft hatte Zugriff, war kompakt, Augsburg bekam kaum Entlastung und wir hätten deutlich höher führen können. Deshalb wäre meine Frage als Trainer nicht: Wie verhindere ich künftig diese Art Fußball? Sondern: Warum können wir ihn nach dem 1:1 plötzlich nicht mehr spielen?
Sicherheit würde ich deshalb erstmal über kleinere Veränderungen herstellen. Vielleicht schiebt nicht mehr jeder Außenverteidiger gleichzeitig hoch. Vielleicht bleibt im Ballbesitz einer zusätzlich hinter dem Ball. Vielleicht verändert man die Restverteidigung oder setzt die Pressingtrigger etwas konservativer. Auch die Mannschaft muss lernen, dass nach einem Gegentor nicht sofort wieder Vollgas gespielt werden muss. Zwei, drei Minuten Ballbesitz, einfache Pässe, Gegner laufen lassen, Abstände wieder herstellen. Auch das ist Spielkontrolle.
Gerade psychologisch halte ich das für sinnvoller. Diese Mannschaft muss irgendwann die Erfahrung machen: Wir können ein Gegentor bekommen und trotzdem genauso weiterspielen. Momentan scheint ein Gegentor viel zu schnell Zweifel auszulösen. Wenn ich darauf als Trainer jedes Mal mit Rückzug reagiere, bestätige ich diesen Zweifel womöglich sogar noch.
Natürlich kann irgendwann der Punkt kommen, an dem Hütter feststellen muss, dass bestimmte Dinge mit diesem Personal nicht funktionieren. Dann muss er reagieren. Aber nach zwei Bundesligaspielen wäre mir das viel zu früh, zumal Teile seiner Idee bereits funktioniert haben.
Du möchtest im Grunde Sicherheit herstellen, indem du zunächst die Spielweise veränderst. Ich würde versuchen, die Mannschaft so weit zu bekommen, dass sie Sicherheit in dieser Spielweise entwickelt. Dauert wahrscheinlich länger und kostet möglicherweise auch mal Punkte. Langfristig halte ich davon aber mehr.
Mir wäre die Gefahr zu groß, der Mannschaft damit unbewusst zu vermitteln, dass ich selbst nicht mehr an die eigentliche Spielidee glaube. Gerade bei einer jungen und neu zusammengestellten Mannschaft spielt das eine enorme Rolle. Wenn ich offensiven Fußball einfordere, hoch verteidigen, früh Druck auf den Ball bekommen und nach Ballgewinn schnell wieder Kontrolle herstellen möchte, dann muss ich diese Abläufe festigen. Wenn ich nach den ersten Rückschlägen plötzlich 20 Meter tiefer stehe, verändere ich nicht nur die Formation, sondern nahezu sämtliche Abläufe.
Tief stehen ist ja auch nicht automatisch einfacher zu verteidigen. Die Abstände verändern sich, die Innenverteidiger müssen andere Räume kontrollieren, die Außenverteidiger verhalten sich anders, die Pressinghöhe verschiebt sich und nach Ballgewinn hast du plötzlich 60 oder 70 Meter bis zum gegnerischen Tor. Dafür brauchst du wiederum andere Automatismen. Im schlechtesten Fall nimmst du einer Mannschaft also das weg, was sie gerade lernt, ohne dass sie das andere bereits beherrscht.
Und die erste Halbzeit gegen Augsburg ist für mich dabei schon wichtig. Wenn wir 45 Minuten keinerlei Zugriff bekommen hätten und Augsburg uns permanent hinter die letzte Linie gespielt hätte, würde ich die Systemfrage wesentlich deutlicher stellen. Aber das Gegenteil war der Fall. Die Mannschaft hatte Zugriff, war kompakt, Augsburg bekam kaum Entlastung und wir hätten deutlich höher führen können. Deshalb wäre meine Frage als Trainer nicht: Wie verhindere ich künftig diese Art Fußball? Sondern: Warum können wir ihn nach dem 1:1 plötzlich nicht mehr spielen?
Sicherheit würde ich deshalb erstmal über kleinere Veränderungen herstellen. Vielleicht schiebt nicht mehr jeder Außenverteidiger gleichzeitig hoch. Vielleicht bleibt im Ballbesitz einer zusätzlich hinter dem Ball. Vielleicht verändert man die Restverteidigung oder setzt die Pressingtrigger etwas konservativer. Auch die Mannschaft muss lernen, dass nach einem Gegentor nicht sofort wieder Vollgas gespielt werden muss. Zwei, drei Minuten Ballbesitz, einfache Pässe, Gegner laufen lassen, Abstände wieder herstellen. Auch das ist Spielkontrolle.
Gerade psychologisch halte ich das für sinnvoller. Diese Mannschaft muss irgendwann die Erfahrung machen: Wir können ein Gegentor bekommen und trotzdem genauso weiterspielen. Momentan scheint ein Gegentor viel zu schnell Zweifel auszulösen. Wenn ich darauf als Trainer jedes Mal mit Rückzug reagiere, bestätige ich diesen Zweifel womöglich sogar noch.
Natürlich kann irgendwann der Punkt kommen, an dem Hütter feststellen muss, dass bestimmte Dinge mit diesem Personal nicht funktionieren. Dann muss er reagieren. Aber nach zwei Bundesligaspielen wäre mir das viel zu früh, zumal Teile seiner Idee bereits funktioniert haben.
Du möchtest im Grunde Sicherheit herstellen, indem du zunächst die Spielweise veränderst. Ich würde versuchen, die Mannschaft so weit zu bekommen, dass sie Sicherheit in dieser Spielweise entwickelt. Dauert wahrscheinlich länger und kostet möglicherweise auch mal Punkte. Langfristig halte ich davon aber mehr.
anpii schrieb:
Mir wäre die Gefahr zu groß, der Mannschaft damit unbewusst zu vermitteln, dass ich selbst nicht mehr an die eigentliche Spielidee glaube.
dies gefahr sehe ich halt gerade nicht (mehr), weil die mannschaft in meinen augen eben unterbewusst diesen "knacks" schon ne weile "weg hat". die glaubt aufgrund des oben geschilderten in meinen augen selbst schon nicht mehr dran.
anpii schrieb:
Tief stehen ist ja auch nicht automatisch einfacher zu verteidigen.
die anforderungen ändern sich, klar, aber gerade wenn ich mir unsere hintermannschaft angucke, wäre das in meinen augen der augenblicklich erfolgversprechendere weg, das oben beschriebene muster erfolgreich aufzubrechen.
anpii schrieb:
Und die erste Halbzeit gegen Augsburg ist für mich dabei schon wichtig. Wenn wir 45 Minuten keinerlei Zugriff bekommen hätten und Augsburg uns permanent hinter die letzte Linie gespielt hätte, würde ich die Systemfrage wesentlich deutlicher stellen. Aber das Gegenteil war der Fall. Die Mannschaft hatte Zugriff, war kompakt, Augsburg bekam kaum Entlastung und wir hätten deutlich höher führen können. Deshalb wäre meine Frage als Trainer nicht: Wie verhindere ich künftig diese Art Fußball? Sondern: Warum können wir ihn nach dem 1:1 plötzlich nicht mehr spielen?
das ist mit unserem einschlägigen ballast in meinen augen schlicht augenwischerei, denn ebendies hatten wir doch in der jüngeren vergangenheit zuhauf. es macht am ende keinen unterschied, ob es gar nicht oder nur ein bißchen nicht funktioniert, wenn das endergebnis nahezu aufs selbe herauskommt.
es nutzt halt weitehin das selbe wie vorher, wenn wir regelmäßig die erste halbzeit "gewinnen" um dann in halbzeit 2 so einzubrechen, das selbst gegen schwächere teams mit glück ein punkt rausspringt.
versteh mich nicht falsch, wenn wir vorher eine normale saison gehabt hätten und diese probleme jetzt gerade erstmalig auftreten würden, wäre ich voll bei dir, aber dem ist halt nicht so und diese probleme ziehen sich saison- wie trainerübgreifend durch und da sind wir halt mitlerweile über den punkt raus, weiterhin im kern das selbe machen zu wollen und dabei auf ein anderes ergebnis zu hoffen.
anpii schrieb:
Gerade psychologisch halte ich das für sinnvoller. Diese Mannschaft muss irgendwann die Erfahrung machen: Wir können ein Gegentor bekommen und trotzdem genauso weiterspielen. Momentan scheint ein Gegentor viel zu schnell Zweifel auszulösen. Wenn ich darauf als Trainer jedes Mal mit Rückzug reagiere, bestätige ich diesen Zweifel womöglich sogar noch.
aber diese zweifel bestehen halt nicht aus heiterem himmel, die bestehen eben schon über einen gewissen zeitraum hinweg und mittlerweile muss man sagen, dass diese zweifel ben nicht unbegründet sind, sondern völlig zu recht da sind, da ein bestimmtes grundmuster sich über lange zeit durchzieht und dann zu jeweils vergleichbaren ergebnissen führt.
anpii schrieb:
Natürlich kann irgendwann der Punkt kommen, an dem Hütter feststellen muss, dass bestimmte Dinge mit diesem Personal nicht funktionieren. Dann muss er reagieren. Aber nach zwei Bundesligaspielen wäre mir das viel zu früh, zumal Teile seiner Idee bereits funktioniert haben.
teile davon haben auch letzte saiosn funktioniert, genau das ist ja das problem. es sind halt nur teile und wenn sich am grundmuster nichts ändert, wird das auch so bleiben. so wie bisher eben auch. und genau das hat auch jeder in der mannschaft im hinterkopf, zumindest die, die zuletzt schon da waren.
anpii schrieb:
Du möchtest im Grunde Sicherheit herstellen, indem du zunächst die Spielweise veränderst. Ich würde versuchen, die Mannschaft so weit zu bekommen, dass sie Sicherheit in dieser Spielweise entwickelt. Dauert wahrscheinlich länger und kostet möglicherweise auch mal Punkte. Langfristig halte ich davon aber mehr.
am ende des tages wäre das halt ein weiter so und prinzip hoffnung bzgl. etwas, das im kern mit ein paar veränderten parametern schon eine ganze zeit nicht hinreichend funktioniert hat.
und sind wir mal ehrlich:
wir haben jetzt nicht unendlich zeit und unsere nächsten gegner sind m1, freiburg und leipzig - und gegen die soll die mannschaft mit einem weiter so sicherheit in etwas entwickeln, was sie im kern schon seit ner ganzen weile macht, aber immer noch keine hinreichende sicherheit hat und beim kleinsten ernsten gegendruck in sich zusammenfällt wie ein kartenhaus?
wäre nicht mein ansatz...
Ich glaube, wir werden hier tatsächlich nicht auf einen Nenner kommen. Müssen wir aber auch nicht. 🙂 Dein Ansatz ist nachvollziehbar, meiner wäre als Trainer ein anderer und ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass man damit zum Erfolg kommen kann.
Bei einem Punkt widerspreche ich dir aber deutlich: Für mich spielt diese Mannschaft nicht seit über einem Jahr im Kern denselben Fußball. Dass verschiedene Trainer hoch verteidigen, früh pressen und offensiv spielen wollen, macht ihre Spielidee noch lange nicht gleich.
Allein letzte Saison hatten wir mit Toppmöller, Schmitt und Riera drei ziemlich unterschiedliche Ansätze.
Bei Toppmöller war vieles stärker auf Kontrolle ausgerichtet. Im Aufbau sollten über klare Positionierungen Überzahlen geschaffen werden, der Ball sollte möglichst kontrolliert durch die Linien kommen. Die Außenverteidiger hatten dabei andere Aufgaben als unter Riera, das Zentrum wurde anders besetzt und nach Ballverlust war die Absicherung stärker an der vorherigen Ballbesitzstruktur orientiert. Das konnte gut aussehen, wurde aber gerade gegen tiefe Gegner teilweise sehr statisch.
Schmitt hat wesentlich stärker über Intensität und Direktheit gearbeitet. Früherer Zugriff, schneller nach vorne, nach Ballgewinn weniger Zirkulation und schneller die Tiefe suchen. Auch gegen den Ball war das Verhalten aggressiver. Das klingt oberflächlich ebenfalls nach „offensivem Pressingfußball“, verlangt von einem Spieler aber völlig andere Entscheidungen.
Riera wiederum wollte noch stärker über Raumaufteilung und Ballbesitz Kontrolle herstellen. Breite geben, Gegner auseinanderziehen, bestimmte Zonen bewusst freiziehen und anschließend besetzen. Das Pressing war ebenfalls offensiv, aber die Auslöser und die Staffelung dahinter waren andere. Ein Spieler kann bei Toppmöller in derselben Situation absichern, bei Schmitt nach vorne attackieren und bei Riera zunächst einen Raum schließen. Von außen sieht dreimal alles nach „hoch stehen und pressen“ aus. Für den Spieler sind das drei verschiedene Handlungsanweisungen.
Und jetzt kommt Hütter und setzt wieder andere Schwerpunkte. Er möchte ebenfalls nach vorne verteidigen, aber mit seinen eigenen Pressingtriggern, Abständen, Anschlussbewegungen und einer anderen Vorstellung davon, wie nach Ballgewinn gespielt wird.
Deshalb sehe ich gerade das ständige Wechseln als Teil des Problems. Von den Spielern, die schon länger hier sind, wurde innerhalb relativ kurzer Zeit mehrfach verlangt, dieselben Situationen unterschiedlich zu lösen. Irgendwann kommt aber der Moment, in dem diese Entscheidungen nicht mehr bewusst getroffen werden dürfen. Dann muss ein Spieler anhand einer Bewegung seines Nebenmannes schon wissen, was er selbst zu tun hat.
Und das bekommst du nur über Wiederholungen rein.
Deshalb würde ich Hütter jetzt nicht nach zwei Spieltagen sagen: Das funktioniert nicht, mach etwas völlig anderes. Ich würde ihm Zeit geben, seine Abläufe in diese Mannschaft reinzubekommen und gleichzeitig an den Stellen nachjustieren, an denen die Absicherung noch nicht stimmt.
Dass Hütter über eine andere Grundordnung nachdenkt, widerspricht dem übrigens überhaupt nicht. Eine Dreier-/Fünferkette bedeutet noch lange nicht, dass er seine Spielidee aufgibt. Grundordnung und Spielidee sind zwei verschiedene Dinge. Du kannst mit Dreierkette extrem hoch und aggressiv verteidigen und mit Viererkette 30 Meter vor dem eigenen Tor stehen. Entscheidend ist, welche Prinzipien Hütter beibehält und welche Abläufe er verändert.
Vielleicht liegt genau da unser Unterschied: Du möchtest das bisherige Muster bewusst aufbrechen, um erstmal wieder Stabilität und Vertrauen herzustellen. Ich würde versuchen, Hütters Muster überhaupt erst richtig entstehen zu lassen.
Nach Toppmöller, Schmitt und Riera steckt nämlich schon genug unterschiedlicher Fußball in den Köpfen der Spieler. Ich würde jetzt nicht noch einen vierten Ansatz anfangen, bevor der jetzige überhaupt richtig sitzt.
Und wenn wir uns darüber am Ende nicht einig werden, ist das auch vollkommen okay. Sonst hätten wir hier schließlich ziemlich wenig zu diskutieren. 😁
Bei einem Punkt widerspreche ich dir aber deutlich: Für mich spielt diese Mannschaft nicht seit über einem Jahr im Kern denselben Fußball. Dass verschiedene Trainer hoch verteidigen, früh pressen und offensiv spielen wollen, macht ihre Spielidee noch lange nicht gleich.
Allein letzte Saison hatten wir mit Toppmöller, Schmitt und Riera drei ziemlich unterschiedliche Ansätze.
Bei Toppmöller war vieles stärker auf Kontrolle ausgerichtet. Im Aufbau sollten über klare Positionierungen Überzahlen geschaffen werden, der Ball sollte möglichst kontrolliert durch die Linien kommen. Die Außenverteidiger hatten dabei andere Aufgaben als unter Riera, das Zentrum wurde anders besetzt und nach Ballverlust war die Absicherung stärker an der vorherigen Ballbesitzstruktur orientiert. Das konnte gut aussehen, wurde aber gerade gegen tiefe Gegner teilweise sehr statisch.
Schmitt hat wesentlich stärker über Intensität und Direktheit gearbeitet. Früherer Zugriff, schneller nach vorne, nach Ballgewinn weniger Zirkulation und schneller die Tiefe suchen. Auch gegen den Ball war das Verhalten aggressiver. Das klingt oberflächlich ebenfalls nach „offensivem Pressingfußball“, verlangt von einem Spieler aber völlig andere Entscheidungen.
Riera wiederum wollte noch stärker über Raumaufteilung und Ballbesitz Kontrolle herstellen. Breite geben, Gegner auseinanderziehen, bestimmte Zonen bewusst freiziehen und anschließend besetzen. Das Pressing war ebenfalls offensiv, aber die Auslöser und die Staffelung dahinter waren andere. Ein Spieler kann bei Toppmöller in derselben Situation absichern, bei Schmitt nach vorne attackieren und bei Riera zunächst einen Raum schließen. Von außen sieht dreimal alles nach „hoch stehen und pressen“ aus. Für den Spieler sind das drei verschiedene Handlungsanweisungen.
Und jetzt kommt Hütter und setzt wieder andere Schwerpunkte. Er möchte ebenfalls nach vorne verteidigen, aber mit seinen eigenen Pressingtriggern, Abständen, Anschlussbewegungen und einer anderen Vorstellung davon, wie nach Ballgewinn gespielt wird.
Deshalb sehe ich gerade das ständige Wechseln als Teil des Problems. Von den Spielern, die schon länger hier sind, wurde innerhalb relativ kurzer Zeit mehrfach verlangt, dieselben Situationen unterschiedlich zu lösen. Irgendwann kommt aber der Moment, in dem diese Entscheidungen nicht mehr bewusst getroffen werden dürfen. Dann muss ein Spieler anhand einer Bewegung seines Nebenmannes schon wissen, was er selbst zu tun hat.
Und das bekommst du nur über Wiederholungen rein.
Deshalb würde ich Hütter jetzt nicht nach zwei Spieltagen sagen: Das funktioniert nicht, mach etwas völlig anderes. Ich würde ihm Zeit geben, seine Abläufe in diese Mannschaft reinzubekommen und gleichzeitig an den Stellen nachjustieren, an denen die Absicherung noch nicht stimmt.
Dass Hütter über eine andere Grundordnung nachdenkt, widerspricht dem übrigens überhaupt nicht. Eine Dreier-/Fünferkette bedeutet noch lange nicht, dass er seine Spielidee aufgibt. Grundordnung und Spielidee sind zwei verschiedene Dinge. Du kannst mit Dreierkette extrem hoch und aggressiv verteidigen und mit Viererkette 30 Meter vor dem eigenen Tor stehen. Entscheidend ist, welche Prinzipien Hütter beibehält und welche Abläufe er verändert.
Vielleicht liegt genau da unser Unterschied: Du möchtest das bisherige Muster bewusst aufbrechen, um erstmal wieder Stabilität und Vertrauen herzustellen. Ich würde versuchen, Hütters Muster überhaupt erst richtig entstehen zu lassen.
Nach Toppmöller, Schmitt und Riera steckt nämlich schon genug unterschiedlicher Fußball in den Köpfen der Spieler. Ich würde jetzt nicht noch einen vierten Ansatz anfangen, bevor der jetzige überhaupt richtig sitzt.
Und wenn wir uns darüber am Ende nicht einig werden, ist das auch vollkommen okay. Sonst hätten wir hier schließlich ziemlich wenig zu diskutieren. 😁
Ich würde jetzt gerade nicht den Fehler machen, nach zwei Spielen die komplette Spielidee über Bord zu werfen. Damit erzeugst du im Zweifel noch mehr Unsicherheit.
Die erste Halbzeit gegen Augsburg war ja nicht schlecht. Im Gegenteil: Die Abläufe im Anlaufen haben funktioniert, wir hatten Zugriff, Augsburg kaum Entlastung und wir hätten das Spiel eigentlich schon vor der Pause deutlich in unsere Richtung ziehen müssen. Wenn ein System 45 Minuten funktioniert und nach einem Gegentor innerhalb kürzester Zeit komplett zusammenbricht, würde ich als Trainer zunächst wissen wollen, warum die Mannschaft ihre Ordnung verliert, statt ihr am Montag eine neue Ordnung hinzustellen.
Und genau deshalb halte ich Hütter momentan auch nicht für den „falschen Trainer zur falschen Zeit“. Nach Dino wurde hier jahrelange Bundesligaerfahrung gefordert. Jetzt steht da ein Trainer, der Frankfurt kennt, international gearbeitet hat, unterschiedliche Systeme gespielt hat und nun soll nach zwei Bundesligaspielen schon wieder die Trainerfrage gestellt werden.
Wer Hütter ein bisschen verfolgt hat, weiß außerdem, dass er kein Trainer ist, der stur seine Formation durchdrückt. Er hat in seiner ersten Amtszeit mehrfach angepasst und auch später unterschiedliche Grundordnungen spielen lassen. Ich traue ihm durchaus zu, selbst zu erkennen, wenn seine Mannschaft bestimmte Räume anders absichern muss.
Nur würde ich das nicht mit einem kompletten Rückzug verwechseln. Natürlich kann man situativ tiefer verteidigen, die Restverteidigung verändern, einen Außenverteidiger stärker einbinden oder im Aufbau eine zusätzliche Absicherung herstellen. Das sind Anpassungen innerhalb einer Spielidee. Aber jetzt plötzlich 60 Minuten lang tief stehen, auf zweite Bälle gehen und hoffen, dass vorne irgendwann einer einen Konter verwertet, wäre für mich keine Lösung, sondern eine Flucht vor dem eigentlichen Problem.
Denn unser größtes Problem entsteht momentan nach Widerständen. Nach dem Gegentor verändert sich nicht nur die Formation auf dem Papier, sondern das Verhalten der Spieler. Entscheidungen werden hektischer, Abstände stimmen nicht mehr, einer presst, während der andere absichert, und plötzlich macht jeder etwas anderes. Das bekommst du nicht dadurch weg, dass du aus einem 4-2-3-1 ein 5-4-1 malst.
Du musst momentan vor allem in die Köpfe dieser Mannschaft kommen. Sie muss wieder lernen, nach einem Gegentor nicht sämtliche Sicherheit und Orientierung zu verlieren. Wenn das nicht gelingt, kannst du jede Woche eine andere Formation auf die Taktiktafel malen und wirst trotzdem dieselben Probleme bekommen.
Und Funkel? Das wäre dann wirklich die komplette Kehrtwende. Kann man sich wünschen. Aber dann können wir uns die ganze Diskussion über Entwicklung einer neuen Mannschaft und einer neuen Spielidee auch sparen und nach jeder Niederlage einfach den nächsten Trainer suchen, dessen Fußball gerade besser zur Tabelle passt.
Hütter ist erfahren genug, sein System anzupassen. Ich würde ihm nur erstmal die Gelegenheit geben, dieses System zu stabilisieren, bevor ich von ihm verlange, es wieder einzureißen.
Die erste Halbzeit gegen Augsburg war ja nicht schlecht. Im Gegenteil: Die Abläufe im Anlaufen haben funktioniert, wir hatten Zugriff, Augsburg kaum Entlastung und wir hätten das Spiel eigentlich schon vor der Pause deutlich in unsere Richtung ziehen müssen. Wenn ein System 45 Minuten funktioniert und nach einem Gegentor innerhalb kürzester Zeit komplett zusammenbricht, würde ich als Trainer zunächst wissen wollen, warum die Mannschaft ihre Ordnung verliert, statt ihr am Montag eine neue Ordnung hinzustellen.
Und genau deshalb halte ich Hütter momentan auch nicht für den „falschen Trainer zur falschen Zeit“. Nach Dino wurde hier jahrelange Bundesligaerfahrung gefordert. Jetzt steht da ein Trainer, der Frankfurt kennt, international gearbeitet hat, unterschiedliche Systeme gespielt hat und nun soll nach zwei Bundesligaspielen schon wieder die Trainerfrage gestellt werden.
Wer Hütter ein bisschen verfolgt hat, weiß außerdem, dass er kein Trainer ist, der stur seine Formation durchdrückt. Er hat in seiner ersten Amtszeit mehrfach angepasst und auch später unterschiedliche Grundordnungen spielen lassen. Ich traue ihm durchaus zu, selbst zu erkennen, wenn seine Mannschaft bestimmte Räume anders absichern muss.
Nur würde ich das nicht mit einem kompletten Rückzug verwechseln. Natürlich kann man situativ tiefer verteidigen, die Restverteidigung verändern, einen Außenverteidiger stärker einbinden oder im Aufbau eine zusätzliche Absicherung herstellen. Das sind Anpassungen innerhalb einer Spielidee. Aber jetzt plötzlich 60 Minuten lang tief stehen, auf zweite Bälle gehen und hoffen, dass vorne irgendwann einer einen Konter verwertet, wäre für mich keine Lösung, sondern eine Flucht vor dem eigentlichen Problem.
Denn unser größtes Problem entsteht momentan nach Widerständen. Nach dem Gegentor verändert sich nicht nur die Formation auf dem Papier, sondern das Verhalten der Spieler. Entscheidungen werden hektischer, Abstände stimmen nicht mehr, einer presst, während der andere absichert, und plötzlich macht jeder etwas anderes. Das bekommst du nicht dadurch weg, dass du aus einem 4-2-3-1 ein 5-4-1 malst.
Du musst momentan vor allem in die Köpfe dieser Mannschaft kommen. Sie muss wieder lernen, nach einem Gegentor nicht sämtliche Sicherheit und Orientierung zu verlieren. Wenn das nicht gelingt, kannst du jede Woche eine andere Formation auf die Taktiktafel malen und wirst trotzdem dieselben Probleme bekommen.
Und Funkel? Das wäre dann wirklich die komplette Kehrtwende. Kann man sich wünschen. Aber dann können wir uns die ganze Diskussion über Entwicklung einer neuen Mannschaft und einer neuen Spielidee auch sparen und nach jeder Niederlage einfach den nächsten Trainer suchen, dessen Fußball gerade besser zur Tabelle passt.
Hütter ist erfahren genug, sein System anzupassen. Ich würde ihm nur erstmal die Gelegenheit geben, dieses System zu stabilisieren, bevor ich von ihm verlange, es wieder einzureißen.
anpii schrieb:
Aber jetzt plötzlich 60 Minuten lang tief stehen, auf zweite Bälle gehen und hoffen, dass vorne irgendwann einer einen Konter verwertet, wäre für mich keine Lösung, sondern eine Flucht vor dem eigentlichen Problem.
ich habe jetzt ganz bewusst nur diesen kurzen ausschnitt zitiert. du hast viel interessantes geschrieben, aber das wichtigste ist in meinen augen das markierte. und da komme ich mit dir bzw der von dir genannten problembeschreibung nicht hinreichend überein:
anpii schrieb:
Denn unser größtes Problem entsteht momentan nach Widerständen. Nach dem Gegentor verändert sich nicht nur die Formation auf dem Papier, sondern das Verhalten der Spieler. Entscheidungen werden hektischer, Abstände stimmen nicht mehr, einer presst, während der andere absichert, und plötzlich macht jeder etwas anderes. Das bekommst du nicht dadurch weg, dass du aus einem 4-2-3-1 ein 5-4-1 malst.
Du musst momentan vor allem in die Köpfe dieser Mannschaft kommen. Sie muss wieder lernen, nach einem Gegentor nicht sämtliche Sicherheit und Orientierung zu verlieren.
versteh mich jetzt bitte nicht falsch, was du da anführst ist in meinen augen total valide, aber die problematik ist für mich ne ganze ecke größer und tiefgehender als das von dir geschilderte, weshalb es inmeinen augen auch drastischerere maßnahmen bedarf als feintuning und weiter-so.
die mannschaft bzw große teile davon wird jetzt, mit einigen unterbrechungen, seit über nem jahr an einen spielansatz herangeführt, wo relativ hoch gestanden und daher auch früh vorne draufgegangen wird. das ist unabhängig von trainer und spielsystem der kleinste gemeinsame nenner.
was die mannschaft da aber insgesamt als kleinster gemeinsamer nenner sowie trainer- und spielsystem-unabhängig seit letzter saison rausbekommt, sind vor allem viel zu viele gegentore.
am ende des tages wissen große teile der mannschaft ganz tief im unterbewusstsein, dass das, was sie da machen, mit großer wahrscheinlichkeit nicht dazu führen wird, das es reichen wird, hinreichend erfolgreich damit zu sein. denn dazu ist dieser kleinste gemeinsame nenner einfach zu gleich und man wird damit die ergebnisse damit einfahren, die man vorher auch damit eingefahren hat.
und daran ändern auch "gute" 45, 60 oder 70 minuten nichts. das hatten wir alles schon und das wir die hatten zeigt aber am ende leider nicht, dass es im engeren sinne "funktionieren" würde, den als kleinster gemeinsame nenner tut es das seit über nem jahr nicht bzw. nicht so wie es sollte, weil am ende nichts hinreichend erfolgreiches sondern meist der selbe murks rauskommt.
von daher kann ich dir hier jetzt nur widersprechen:
anpii schrieb:
Aber jetzt plötzlich 60 Minuten lang tief stehen, auf zweite Bälle gehen und hoffen, dass vorne irgendwann einer einen Konter verwertet, wäre für mich keine Lösung, sondern eine Flucht vor dem eigentlichen Problem.
temporär einen derartigen bzw vergleichbaren schritt zu gehen, indem man das seit über einem jahr bestehende muster aufbricht, um die mannschaft wieder zu stabilisieren und die köpfe wieder freizukriegen, halte ich für weitaus zielführender, als die beibehaltung dessen, was im kern schon zu lange nicht hinreichend funktioniert und weiterhin mit ansage nicht hinreichend funktionieren wird, weil es das im kern eben schon zu lange nicht tut...
Ich verstehe durchaus, was du meinst. Gerade wenn sich so ein Muster über längere Zeit zieht, liegt der Gedanke nahe, erstmal einen radikaleren Schnitt zu machen und über eine defensivere Ausrichtung wieder Sicherheit reinzubekommen. Ich würde es als Trainer trotzdem nicht machen.
Mir wäre die Gefahr zu groß, der Mannschaft damit unbewusst zu vermitteln, dass ich selbst nicht mehr an die eigentliche Spielidee glaube. Gerade bei einer jungen und neu zusammengestellten Mannschaft spielt das eine enorme Rolle. Wenn ich offensiven Fußball einfordere, hoch verteidigen, früh Druck auf den Ball bekommen und nach Ballgewinn schnell wieder Kontrolle herstellen möchte, dann muss ich diese Abläufe festigen. Wenn ich nach den ersten Rückschlägen plötzlich 20 Meter tiefer stehe, verändere ich nicht nur die Formation, sondern nahezu sämtliche Abläufe.
Tief stehen ist ja auch nicht automatisch einfacher zu verteidigen. Die Abstände verändern sich, die Innenverteidiger müssen andere Räume kontrollieren, die Außenverteidiger verhalten sich anders, die Pressinghöhe verschiebt sich und nach Ballgewinn hast du plötzlich 60 oder 70 Meter bis zum gegnerischen Tor. Dafür brauchst du wiederum andere Automatismen. Im schlechtesten Fall nimmst du einer Mannschaft also das weg, was sie gerade lernt, ohne dass sie das andere bereits beherrscht.
Und die erste Halbzeit gegen Augsburg ist für mich dabei schon wichtig. Wenn wir 45 Minuten keinerlei Zugriff bekommen hätten und Augsburg uns permanent hinter die letzte Linie gespielt hätte, würde ich die Systemfrage wesentlich deutlicher stellen. Aber das Gegenteil war der Fall. Die Mannschaft hatte Zugriff, war kompakt, Augsburg bekam kaum Entlastung und wir hätten deutlich höher führen können. Deshalb wäre meine Frage als Trainer nicht: Wie verhindere ich künftig diese Art Fußball? Sondern: Warum können wir ihn nach dem 1:1 plötzlich nicht mehr spielen?
Sicherheit würde ich deshalb erstmal über kleinere Veränderungen herstellen. Vielleicht schiebt nicht mehr jeder Außenverteidiger gleichzeitig hoch. Vielleicht bleibt im Ballbesitz einer zusätzlich hinter dem Ball. Vielleicht verändert man die Restverteidigung oder setzt die Pressingtrigger etwas konservativer. Auch die Mannschaft muss lernen, dass nach einem Gegentor nicht sofort wieder Vollgas gespielt werden muss. Zwei, drei Minuten Ballbesitz, einfache Pässe, Gegner laufen lassen, Abstände wieder herstellen. Auch das ist Spielkontrolle.
Gerade psychologisch halte ich das für sinnvoller. Diese Mannschaft muss irgendwann die Erfahrung machen: Wir können ein Gegentor bekommen und trotzdem genauso weiterspielen. Momentan scheint ein Gegentor viel zu schnell Zweifel auszulösen. Wenn ich darauf als Trainer jedes Mal mit Rückzug reagiere, bestätige ich diesen Zweifel womöglich sogar noch.
Natürlich kann irgendwann der Punkt kommen, an dem Hütter feststellen muss, dass bestimmte Dinge mit diesem Personal nicht funktionieren. Dann muss er reagieren. Aber nach zwei Bundesligaspielen wäre mir das viel zu früh, zumal Teile seiner Idee bereits funktioniert haben.
Du möchtest im Grunde Sicherheit herstellen, indem du zunächst die Spielweise veränderst. Ich würde versuchen, die Mannschaft so weit zu bekommen, dass sie Sicherheit in dieser Spielweise entwickelt. Dauert wahrscheinlich länger und kostet möglicherweise auch mal Punkte. Langfristig halte ich davon aber mehr.
Mir wäre die Gefahr zu groß, der Mannschaft damit unbewusst zu vermitteln, dass ich selbst nicht mehr an die eigentliche Spielidee glaube. Gerade bei einer jungen und neu zusammengestellten Mannschaft spielt das eine enorme Rolle. Wenn ich offensiven Fußball einfordere, hoch verteidigen, früh Druck auf den Ball bekommen und nach Ballgewinn schnell wieder Kontrolle herstellen möchte, dann muss ich diese Abläufe festigen. Wenn ich nach den ersten Rückschlägen plötzlich 20 Meter tiefer stehe, verändere ich nicht nur die Formation, sondern nahezu sämtliche Abläufe.
Tief stehen ist ja auch nicht automatisch einfacher zu verteidigen. Die Abstände verändern sich, die Innenverteidiger müssen andere Räume kontrollieren, die Außenverteidiger verhalten sich anders, die Pressinghöhe verschiebt sich und nach Ballgewinn hast du plötzlich 60 oder 70 Meter bis zum gegnerischen Tor. Dafür brauchst du wiederum andere Automatismen. Im schlechtesten Fall nimmst du einer Mannschaft also das weg, was sie gerade lernt, ohne dass sie das andere bereits beherrscht.
Und die erste Halbzeit gegen Augsburg ist für mich dabei schon wichtig. Wenn wir 45 Minuten keinerlei Zugriff bekommen hätten und Augsburg uns permanent hinter die letzte Linie gespielt hätte, würde ich die Systemfrage wesentlich deutlicher stellen. Aber das Gegenteil war der Fall. Die Mannschaft hatte Zugriff, war kompakt, Augsburg bekam kaum Entlastung und wir hätten deutlich höher führen können. Deshalb wäre meine Frage als Trainer nicht: Wie verhindere ich künftig diese Art Fußball? Sondern: Warum können wir ihn nach dem 1:1 plötzlich nicht mehr spielen?
Sicherheit würde ich deshalb erstmal über kleinere Veränderungen herstellen. Vielleicht schiebt nicht mehr jeder Außenverteidiger gleichzeitig hoch. Vielleicht bleibt im Ballbesitz einer zusätzlich hinter dem Ball. Vielleicht verändert man die Restverteidigung oder setzt die Pressingtrigger etwas konservativer. Auch die Mannschaft muss lernen, dass nach einem Gegentor nicht sofort wieder Vollgas gespielt werden muss. Zwei, drei Minuten Ballbesitz, einfache Pässe, Gegner laufen lassen, Abstände wieder herstellen. Auch das ist Spielkontrolle.
Gerade psychologisch halte ich das für sinnvoller. Diese Mannschaft muss irgendwann die Erfahrung machen: Wir können ein Gegentor bekommen und trotzdem genauso weiterspielen. Momentan scheint ein Gegentor viel zu schnell Zweifel auszulösen. Wenn ich darauf als Trainer jedes Mal mit Rückzug reagiere, bestätige ich diesen Zweifel womöglich sogar noch.
Natürlich kann irgendwann der Punkt kommen, an dem Hütter feststellen muss, dass bestimmte Dinge mit diesem Personal nicht funktionieren. Dann muss er reagieren. Aber nach zwei Bundesligaspielen wäre mir das viel zu früh, zumal Teile seiner Idee bereits funktioniert haben.
Du möchtest im Grunde Sicherheit herstellen, indem du zunächst die Spielweise veränderst. Ich würde versuchen, die Mannschaft so weit zu bekommen, dass sie Sicherheit in dieser Spielweise entwickelt. Dauert wahrscheinlich länger und kostet möglicherweise auch mal Punkte. Langfristig halte ich davon aber mehr.
Natürlich ist Hütter nicht zufrieden mit dem Kader, es braucht aber lange bis ein Trainer was sagt, gegen seinen aktuellen Verein.
Er hat ja auch immerhin seine 2 Wunschspieler bekommen. Aber er hat ja trotzdem indirekt angedeutet, das er vom Umbruch wusste und das es schwer wird. Also ist das indirekt die Aussage, das er gerne mehr verbessert hätte.
Er hat ja auch immerhin seine 2 Wunschspieler bekommen. Aber er hat ja trotzdem indirekt angedeutet, das er vom Umbruch wusste und das es schwer wird. Also ist das indirekt die Aussage, das er gerne mehr verbessert hätte.
Hyundaii30 schrieb:
Er hat ja auch immerhin seine 2 Wunschspieler bekommen.
ob bspw atubolu tatsächlich sein wunschspieler im engeren sinne war, werden wir wohl nie erfahren. er war halt einer der besten kandidaten, die zu einem relativ späten zeitpunkt entsprechend kurzfristig verfügbar waren...
kollege gggg hat drüben in der kaderplanung folgendes gepostet - fand ich interessant und passt besser hier rein:
https://community.eintracht.de/forum/diskussionen/143285/goto/5881585
ggggg schrieb:
Vertraglose Spieler - bei manchen frage ich mich, warum die so angestürzt snd. Zur derzeitigen Form kann ich nix sagen. Zumindest darf man mal drüber nachdnken,,,,
Bennacer DM - war immer ein Fan des deep-lying Playmakers auf der 6.
Yves Bissouma DM - wenn's etwas physischer, derber sein darf.
Alaba IV / LV - weit über den Zenit, evtl. auch zu teuer, aber tickt die Boxen Leader, IV, LV, DM
Adam Webster IV
Jannik Vertergaard IV
Mitchell Bakker erst 26 ehem. PSG - LV, MF, IV etc.
Mohammed Elneny DM - seit 2J in der Wüste und htte auch Verletzungen, war aber bei Arsenal immer sehr mannschaftsdienlich.
https://community.eintracht.de/forum/diskussionen/143285/goto/5881585
Es gibt ja eine Vielzahl sehr namhafter (ehemaliger) Fußballgrößen - in Summe gibt die Resterampe aber mutmaßlich mehr Schein als Sein her.
Eine halbwegs realistische Option, d.h. ein Spieler, der die letzten Jahre noch konstant Spielpraxis mitgenommen hat, wäre für mich Hans Hateboer.
Könnte für mich eine sinnvolle Ergänzung und Entlastung für Baum sein. Ist deutlich widerstandsfähiger, hat als Rechtsfuß auch schon in der IV gespielt und bringt einfach ein wenig mehr Physis ins Spiel.
Just a thought...
Eine halbwegs realistische Option, d.h. ein Spieler, der die letzten Jahre noch konstant Spielpraxis mitgenommen hat, wäre für mich Hans Hateboer.
Könnte für mich eine sinnvolle Ergänzung und Entlastung für Baum sein. Ist deutlich widerstandsfähiger, hat als Rechtsfuß auch schon in der IV gespielt und bringt einfach ein wenig mehr Physis ins Spiel.
Just a thought...
Natürlich ist Adi NICHT zufrieden mit dem Kader. Selbstverständlich wollte er noch einen Stürmer und ich gehe stark davon aus das ihm die Situation auf den AV-Positionen ebenfalls nicht zufrieden stellt.
Er sagt es halt nicht weil er profesionell die Souverinität bewahrt und Krösche nicht in die Pfanne hauen will.
Er sagt es halt nicht weil er profesionell die Souverinität bewahrt und Krösche nicht in die Pfanne hauen will.
Diegito schrieb:
Er sagt es halt nicht weil er profesionell die Souverinität bewahrt und Krösche nicht in die Pfanne hauen will.
insbesondere vor dem hintergrund, dass wiederholt geschrieben wurde, die beiden hätten kein gutes verhältnis, was so weit ging, dass beide dazu was sagen wollten
https://www.kicker.de/kroesches-eintracht-klarstellungen-da-passt-kein-blatt-papier-dazwischen-1250282/artikel
Solch ein Leistungsbruch zwischen zwei Halbzeiten ist Kopfsache.....man war sich möglicherweise schon wieder zu sicher, das Ding zu ziehen und dann geht die Konzentration auf das wesentliche flöten......
Die Mannschaft hat wieder keinen Leader, der die Mannschaft führt und die Marschrichtung vorgibt, damit es nicht wieder vogelwild wird.
Zuviel Überjüngung wird uns nicht ins Ziel führen, weil uns mindestens noch zwei Gestandene fehlen.
Und wenn Hütter schon gezwungen ist, Timmy zu reaktivieren (fehlt nur noch Alex), dann ist das eigentlich ein kaderbezogener Offenbarungseid, einen schon längst Ausgemusterten zu bringen.
Die Entstehung der Gegentore haben immer ein ähnliches Muster, das Chancenversemmeln auch......das wird ein harter Ritt die nächste Zeit und ich hoffe, das sich niemand schwer verletzt....
Die Mannschaft hat wieder keinen Leader, der die Mannschaft führt und die Marschrichtung vorgibt, damit es nicht wieder vogelwild wird.
Zuviel Überjüngung wird uns nicht ins Ziel führen, weil uns mindestens noch zwei Gestandene fehlen.
Und wenn Hütter schon gezwungen ist, Timmy zu reaktivieren (fehlt nur noch Alex), dann ist das eigentlich ein kaderbezogener Offenbarungseid, einen schon längst Ausgemusterten zu bringen.
Die Entstehung der Gegentore haben immer ein ähnliches Muster, das Chancenversemmeln auch......das wird ein harter Ritt die nächste Zeit und ich hoffe, das sich niemand schwer verletzt....
cm47 schrieb:
Und wenn Hütter schon gezwungen ist, Timmy zu reaktivieren (fehlt nur noch Alex), dann ist das eigentlich ein kaderbezogener Offenbarungseid, einen schon längst Ausgemusterten zu bringen.
chandler ist halt der letzte einsatzfähige etatmäßige rv im kader und den mangels alternative zu bringen war in meinen augen nur konsequent und gleichzeitig hütters eigentliches statement zur kaderzusammenstellung und wie zufrieden er tatsächlich ist...
oder mit anderen worten: genau mein humor.
Lattenknaller__ schrieb:cm47 schrieb:
Und wenn Hütter schon gezwungen ist, Timmy zu reaktivieren (fehlt nur noch Alex), dann ist das eigentlich ein kaderbezogener Offenbarungseid, einen schon längst Ausgemusterten zu bringen.
chandler ist halt der letzte einsatzfähige etatmäßige rv im kader und den mangels alternative zu bringen war in meinen augen nur konsequent und gleichzeitig hütters eigentliches statement zur kaderzusammenstellung und wie zufrieden er tatsächlich ist...
oder mit anderen worten: genau mein humor.
Also ich hab Timmy ganz ordentlich gesehen
Hat fast alle Bälle zum eigenen Mann gebracht, hat sich in den Weg gestellt, wo er konnte und wenn er bei seiner allerersten Aktion nicht über den Ball sammelt, geht der vielleicht irgendwie aus 5 Metern rein.
(Klar, ein besserer Spieler hätte den Ball vielleicht noch in die Mitte zu einem seiner drei Mitspieler gebracht ...)
Das wird die gefährlichste Saison seit der Relegation. Wir haben einen unfassbar schlecht und dünn besetzten kader, bei dem Hütter jetzt zaubern muss um da irgendeine funktionale Alternativformation zu finden.
Ich denke man wird anfangen defensiver zun spielen und nur noch mit einem Stürmer. Mit dieser zweitklassigen Kette hinten stellst du sonst einen Gegentorrekord auf. Das wird eine brutale Saison.
Ich denke man wird anfangen defensiver zun spielen und nur noch mit einem Stürmer. Mit dieser zweitklassigen Kette hinten stellst du sonst einen Gegentorrekord auf. Das wird eine brutale Saison.
ChenZu schrieb:
Das wird die gefährlichste Saison seit der Relegation. Wir haben einen unfassbar schlecht und dünn besetzten kader, bei dem Hütter jetzt zaubern muss um da irgendeine funktionale Alternativformation zu finden.
gut zusammengefasst.
ChenZu schrieb:
Ich denke man wird anfangen defensiver zun spielen und nur noch mit einem Stürmer. Mit dieser zweitklassigen Kette hinten stellst du sonst einen Gegentorrekord auf. Das wird eine brutale Saison.
wenn er schlau ist, stellt er jetzt schon auf 3er-/5er-kette um, ansonsten fressen wir in den nächsten spielen weiterhin mit ansage 3 tore und aufwärts...
Lattenknaller__ schrieb:ChenZu schrieb:
Das wird die gefährlichste Saison seit der Relegation. Wir haben einen unfassbar schlecht und dünn besetzten kader, bei dem Hütter jetzt zaubern muss um da irgendeine funktionale Alternativformation zu finden.
gut zusammengefasst.ChenZu schrieb:
Ich denke man wird anfangen defensiver zun spielen und nur noch mit einem Stürmer. Mit dieser zweitklassigen Kette hinten stellst du sonst einen Gegentorrekord auf. Das wird eine brutale Saison.
wenn er schlau ist, stellt er jetzt schon auf 3er-/5er-kette um, ansonsten fressen wir in den nächsten spielen weiterhin mit ansage 3 tore und aufwärts...
Und wer spielt die Schienenspieler? Kosugi und Baum? Schwer vorstellbar.
mal nachgefragt:
sagen fußballtrainer, -spieler und -manager medien gegenüber immer und ausschließlich die wahrheit?
ich denke mal, hier im forum tummeln sich user, die im schnitt seit mindestens 30 jahren den fußballzirkus mehr oder weniger intensiv verfolgen.
jedes spielerinterview strotzt doch nur vor floskeln, die medialen aufruhr verhindern sollen.
z.b. "ich spiele da wo der trainer mich hinstellt" - dass der spieler durchaus denkt: "außenverteidiger - ich?? ich will weiter vorne spielen"sollte und dürfte klar sein, die mediale überhitzung macht aber diese ausreden notwendig.
oder friedhelm funkel: "ich habe in meinem ganze leben noch nie angst gehabt" - ja, nee, is klar.
und dass hütter jetzt die einhundertprozentige wahrheit sagt, wenn er von den medien zum kader befragt wird, nach dem medialen riesenrummel der lezten tage, das glaubt hier jemand? ernsthaft?
natürlich wird auch hütter medial auf deeskalation setzen, alles andere wäre auch bekloppt.
die einzig offene frage ist für mich, ob hütter mit dem kader
a) ein kleines bissl unzufrieden ist
b) mittelmäßig unzufrieden ist
c) sehr stark unzufrieden ist
mein tipp ist bei irgendwas zwischen a und b. nichts dramatisches, aber immerhin.
dass er total zufrieden ist mit dem kader, wie er es den medien auf deren fragen hin gesagt hat?
never.
sagen fußballtrainer, -spieler und -manager medien gegenüber immer und ausschließlich die wahrheit?
ich denke mal, hier im forum tummeln sich user, die im schnitt seit mindestens 30 jahren den fußballzirkus mehr oder weniger intensiv verfolgen.
jedes spielerinterview strotzt doch nur vor floskeln, die medialen aufruhr verhindern sollen.
z.b. "ich spiele da wo der trainer mich hinstellt" - dass der spieler durchaus denkt: "außenverteidiger - ich?? ich will weiter vorne spielen"sollte und dürfte klar sein, die mediale überhitzung macht aber diese ausreden notwendig.
oder friedhelm funkel: "ich habe in meinem ganze leben noch nie angst gehabt" - ja, nee, is klar.
und dass hütter jetzt die einhundertprozentige wahrheit sagt, wenn er von den medien zum kader befragt wird, nach dem medialen riesenrummel der lezten tage, das glaubt hier jemand? ernsthaft?
natürlich wird auch hütter medial auf deeskalation setzen, alles andere wäre auch bekloppt.
die einzig offene frage ist für mich, ob hütter mit dem kader
a) ein kleines bissl unzufrieden ist
b) mittelmäßig unzufrieden ist
c) sehr stark unzufrieden ist
mein tipp ist bei irgendwas zwischen a und b. nichts dramatisches, aber immerhin.
dass er total zufrieden ist mit dem kader, wie er es den medien auf deren fragen hin gesagt hat?
never.
Henk schrieb:
und dass hütter jetzt die einhundertprozentige wahrheit sagt, wenn er von den medien zum kader befragt wird, nach dem medialen riesenrummel der lezten tage, das glaubt hier jemand? ernsthaft?
natürlich wird auch hütter medial auf deeskalation setzen, alles andere wäre auch bekloppt.
das war ja sogar ganz demonstrativ so, denn man hat ja noch bevor die pressevertreter loslegen konnten mit ihren fragen bartosz eine eingangsfrage stellen lassen, die hütter dann ganz demonstrativ zu einem proaktiven statement zur kaderzufriedenheit genutzt hat. weil er wusste, dass das der elefant im raum sein würde und entsprechende fragen eh kämen.
Henk schrieb:
die einzig offene frage ist für mich, ob hütter mit dem kader
a) ein kleines bissl unzufrieden ist
b) mittelmäßig unzufrieden ist
c) sehr stark unzufrieden ist
mein tipp ist bei irgendwas zwischen a und b. nichts dramatisches, aber immerhin.
wenn ich mir die vorherige berichterstattung anschaue, wonach hütter verstärkungen gefordert haben soll und bei der teilweise noch von mindestens einem wenn nicht gar zwei neuen av plus neuem stürmer die rede war, die hütter angeblich gewollt haben sollte (u.a. absolutfussball, 90. min. , welt, hr und divesses zeug auf x) wäre ich bei irgendwas zwischen b und c...
Henk schrieb:
dass er total zufrieden ist mit dem kader, wie er es den medien auf deren fragen hin gesagt hat?
never.
das sehe ich auch so und das sollte bei der tatsächlichen kadergestaltung dann auch auf der hand liegen, insbesondere, wenn man hütters generellen anspruch so berücksichtigt und dass es ihn angeblich immer noch umtreibt, dass man ihm damals in gladbach vorher auch versprochen hatte, einen schlagkräftigen kader zum oben angreifen an die hand zu geben und er dann nachher auch einen etwas anderen kader zur verfügung hatte: https://www.kicker.de/borussias-kader-unter-huetter-schlanker-juenger-guenstiger-806638/artikel - klingt stand jetzt irgendwie merkwürdig vertraut mit dem schlanker, jünger günstiger.
ach ja: damals hatte hütter auch nichts in der richtung gesagt, also, das man ihm in gladbach was anderes versprochen hatte ud das er mit dem kader unzufrieden war. das kam erst später.
Lattenknaller__ schrieb:
man kann auch schlicht auf die derzeitige kaderzusammenstellung im sturm gucken und das dort gesehene als den nächsten kader-zusammenstellungs-fuck- up krösches (von diversen) verbuchen.
Tja, und warum ist Adi dann mit dem Kader so zufrieden wie er ist? Wurde er gezwungen das zu sagen oder hat er bloß keine Ahnung wie besch... Krösche ist?
U.Bein schrieb:Lattenknaller__ schrieb:
man kann auch schlicht auf die derzeitige kaderzusammenstellung im sturm gucken und das dort gesehene als den nächsten kader-zusammenstellungs-fuck- up krösches (von diversen) verbuchen.
Tja, und warum ist Adi dann mit dem Kader so zufrieden wie er ist? Wurde er gezwungen das zu sagen oder hat er bloß keine Ahnung wie besch... Krösche ist?
er ist erfahren genug um zu wissen, was er zu sagen hat - zumal er jetzt eh nix mehr ändern kann.
er hat wiederholt verstärkungen gefordert gehabt aber jetzt sieht der kader halt aus wie er eben aussieht.
ob es wohl schlau wäre, in der jetzigen situation, noch eine ladung flugbenzin ins kartoffelfeuer zu kippen und krösche einen mitzugeben, wo es eh genug gerüchte gibt, das hütter und krösche stress wegen des kaders hätten und kein gutes verhältnis hätten?
nein, da macht er das, was ein erfahrener trainer machen sollte und nimmt proaktiv druck raus und kommt der unweigerlichen frage zuvor und erzählt, wie zufrieden er ist - siehe auch frantzkes einschätzung hier https://www.kicker.de/drohender-absturz-oder-doch-ein-gutes-transferfenster-die-lage-bei-der-eintracht-1249711/video - ob dem tatsächlich so ist, nur, weil er das sagt, darüber mag jeder für sich selbst nachdenken und zu einem urteil gelangen...
aber als kleinen fingerzeig dazu:
hütter hat ebenfalls gesagt, dass santos aufgrund seiner leistung gegen die bees anlass zum nachdenken gegeben hätte und er faktisch deshalb aus dem tor gefolgen ist. wenn dem so wäre, müsste atubolu angst haben, nach einem schlechten spiel auch aus dem tor zu fliegen. was natürlich blödsinn wäre. denn hütter wollte angeblich von anfang an ne neue nr. 1 wohingegen krösche santos weiter als nr. 1 sehen wollte (artikel dazu wurden hier mehrfach von mir verlinkt).
gesagt hat hütter dann aber das obige... weil er eben wusste, was er zusagen hatte. weil er bekommen hatte, was er wollte und nicht noch krösche einen mitegeben wollte nach dem motto "hab ich doch gesagt"...
Lattenknaller__ schrieb:
er ist erfahren genug um zu wissen, was er zu sagen hat - zumal er jetzt eh nix mehr ändern kann.
Der einzige Beleg für eine valide Annahme ist Hütters Aussage an sich, die du aber nach wie vor mit deinen unausgegorenen Theorien infrage stellst. Wirklich Belastbares hast du, wie so oft, nicht zu bieten. Zudem kommt dein Beitrag meines Erachtens einer Anmaßung gleich, die eine Unverschämtheit gegenüber Adi Hütter darstellt.
Ich habe hier ausreichend erklärt, daß die Kaderlücke im Sturm für mich kein Beweis einer Imkompetenz und des Versagens von MK ist, wie du behauptest. Sonder der unrühmliche Ausgang eines taktischen Vorgehens, den Kader um den fertigen Spieler Kali zu verstärken, der hier seine Q, Eignung und Integrationsfähigkeit bereits nachgewiesen hat und für uns verfügbar und bezahlbar war.
Davon hast du 0 widerlegt.
Die eigene Meinung zur absoluten Wahrheit zu erheben, paßt besser in die Kirche, wie in ein Diskussionsforum zu Fußball.
Nachdem diese auch noch gern herabwürdigend gegenüber den Verantwortlichen und Spielern von EF sowie den Usern hier, vorgetragen wird, gratuliere ich zu Platz 1 auf meiner persönlichen Ignorliste.
Herzlichen Glückwunsch!
Davon hast du 0 widerlegt.
Die eigene Meinung zur absoluten Wahrheit zu erheben, paßt besser in die Kirche, wie in ein Diskussionsforum zu Fußball.
Nachdem diese auch noch gern herabwürdigend gegenüber den Verantwortlichen und Spielern von EF sowie den Usern hier, vorgetragen wird, gratuliere ich zu Platz 1 auf meiner persönlichen Ignorliste.
Herzlichen Glückwunsch!
Abseitsfäller schrieb:
Ich habe hier ausreichend erklärt, daß die Kaderlücke im Sturm für mich kein Beweis einer Imkompetenz und des Versagens von MK ist, wie du behauptest. Sonder der unrühmliche Ausgang eines taktischen Vorgehens, den Kader um den fertigen Spieler Kali zu verstärken, der hier seine Q, Eignung und Integrationsfähigkeit bereits nachgewiesen hat und für uns verfügbar und bezahlbar war.
Davon hast du 0 widerlegt.
sorry, aber er muss dir nichts widerlegen, weil taten halt lauter sprechen als worte und in diesem fall isses mal wieder so, das krösche halt erneut nicht geliefert hat, was er aufgrund der kadersituation hätte liefern sollen bzw müssen. so, wie er es davor schon mehrfach und länger auf anderen positionen nicht getan hat, siehe oben. das ist also nichts neues.
das kann man jetzt auf die gewohnte art und weise schönreden oder in schutz nehmen wollen, aber dazu ist keiner verpflichtet. insbesondere, wenn man für sich hier ein muster erkennt, so wie franken adler das legitimer weise tut.
man kann auch schlicht auf die derzeitige kaderzusammenstellung im sturm gucken und das dort gesehene als den nächsten kader-zusammenstellungs-fuck- up krösches (von diversen) verbuchen.
ps: das argument mit der angeblich vorhandenen bezahlbarkeit würde ich mir an deiner stelle noch mal überlegen... wäre dem tatsächlich so, würden wir hier gar nicht diskutieren (müssen).
Lattenknaller__ schrieb:
man kann auch schlicht auf die derzeitige kaderzusammenstellung im sturm gucken und das dort gesehene als den nächsten kader-zusammenstellungs-fuck- up krösches (von diversen) verbuchen.
Tja, und warum ist Adi dann mit dem Kader so zufrieden wie er ist? Wurde er gezwungen das zu sagen oder hat er bloß keine Ahnung wie besch... Krösche ist?
[...]
Offiziell hält Eintracht Frankfurt bislang an Krösche fest und stützte ihren Manager zuletzt öffentlich. Sein Vertrag wäre erst 2028 ausgelaufen, eine Verlängerung gilt nach fünf gemeinsamen Jahren aber als eher unwahrscheinlich. Mehrere Medien berichten zudem, Krösche könne den Klub sogar schon vor Vertragsende verlassen. Für einen möglichen Abschied scheinen sich die Hessen derweil zu wappnen. (brg)
https://www.absolutfussball.com/deutschland/eintracht-frankfurt/moegliche-kroesche-nachfolge-eintracht-kontaktiert-wohl-spycher-94488411.html
zur abwechslung mal nicht bild als quelle sondern die faz...