loopie1970
2722
mmammu schrieb:
Ich bin heilfroh, dass die Bayern das Ding noch gewonnen haben.
1. Sind die Frauen von Bayer Leverkusen eher unser Gegner, den es gilt auf Abstand zu halten und...
2. Möchte ich, dass die Serie der Bayern mit im Moment 46 Bundesligaspielen ohne Niederlage erst am diesjährigen Tag der Deutschen Einheit endet und nicht heute schon.
Ich weiß, was Du meinst und habe mich auch aus den gleichen Gründen über den Siegtreffer gefreut. Um mich einen Augenblick später über meine Freude zu ärgern.
Fußball ist auch eine Kopfsache und mit der Einstellung, dass es gilt Bayer auf Abstand zu halten statt den Bayern den Titel streitig zu machen, kürt man mental diese schon wieder zum Champion. Das wird dann irgendwie zur „self fulfilling prophecy“ und wohnt dauerhaft in den Köpfen aller (Spielerinnen, Trainerinnen, Fans). So greift man nicht die Spitze an.
Ich habe eine sehr gut operierendes Leverkusener Team gesehen, dass aggressiv in die Zweikämpfe gegangen ist und vor allem in der 2. Hälfte den Sieg durchaus verdient hätte. Sie haben gezeigt, wie man die Bayern schlagen kann und hätte es Ihnen letztlich gegönnt, dass sie bis zum Ende durchhalten.
Und wir schlagen halt beide, denn wir sind Eintracht Frankfurt! Wir brauchen uns vor niemanden zu verstecken! Tschaka!
So, nachdem ich mich nun getrocknet und den ersten Tee in dieser Saison getrunken habe, meine 50 Cent zur erneuten „Wasserschlacht von Frankfurt“ (wobei der Platz gut gehalten hat!):
Ein verdienter Sieg gegen kämpfende Hoffenheimerinnen. Was ich durch meine regennasse Brille erkennen konnte, war eine dominante erste Hälfte mit richtig gutem Kombinationsspiel, aber leider 1-2 Toren zu wenig, weil zu wenig endgültigen Zug zum Tor. Direkt nach der Pause haben es die Hopps in Unterzahl clever gespielt, womit unsere Mädels offensichtlich nicht gerechnet haben. Zwar waren Ausgleich und die Führung glücklich, weil individuelle Fehler in der Verteidigung und auch Lina etwas unglücklich agierte, aber auch effizient von den Kraichgauerinnen ausgenutzt. Und dennoch hatte ich selbst dann das Gefühl, dass wir mit 3 Punkten aus dem Spiel gehen. Unsere haben sich dann rechtzeitig gerafft und unsere Kapitänin ist wieder einmal mit ihrem Torwillen vorangegangen. Vorher übrigens eine grandiose Parade von Laura Dick gegen einen großartigen Weitschuß von Dilara. Das anschließende Tor von Danique hat die Verhältnisse wieder gerade gerückt. Schluß- und zugleich absoluter Höhepunkt das tolle Solo von Ereleta zum finalen 4:2.
Mir hat tatsächlich sehr gefallen, was ich gesehen habe, auch wenn nicht alle ihre Topform hatten. Aber Arnautis hat meiner Meinung nach diesmal zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Wechsel vorgenommen. Besonders hat mir Marthine gefallen, die mittlerweile eine richtige Bank da hinten drin ist und auch Danique und Noemi haben nach ihren Einwechselungen gezeigt, dass wir durchaus von der Bank nachlegen können, wenn es sein muss.
Eine Sondererwähnung noch: Ainhoa Alguacil ist mir in ihrer zehnminütigen Spielzeit zum Ende sehr positiv aufgefallen. Tolle Dynamik und ich glaube, dass wir noch viel Spaß an ihr haben können.
Und zum Schluss noch ein Sonderlob an die Fans, die bei diesem Sch…Wetter den Weg ins Stadion gefunden haben und trotz strömenden Regens bis zum Schluss geblieben sind und unterstützt haben. Hoffe, Ihr habt alle auch noch einen heißen Tee trinken können…
Ein verdienter Sieg gegen kämpfende Hoffenheimerinnen. Was ich durch meine regennasse Brille erkennen konnte, war eine dominante erste Hälfte mit richtig gutem Kombinationsspiel, aber leider 1-2 Toren zu wenig, weil zu wenig endgültigen Zug zum Tor. Direkt nach der Pause haben es die Hopps in Unterzahl clever gespielt, womit unsere Mädels offensichtlich nicht gerechnet haben. Zwar waren Ausgleich und die Führung glücklich, weil individuelle Fehler in der Verteidigung und auch Lina etwas unglücklich agierte, aber auch effizient von den Kraichgauerinnen ausgenutzt. Und dennoch hatte ich selbst dann das Gefühl, dass wir mit 3 Punkten aus dem Spiel gehen. Unsere haben sich dann rechtzeitig gerafft und unsere Kapitänin ist wieder einmal mit ihrem Torwillen vorangegangen. Vorher übrigens eine grandiose Parade von Laura Dick gegen einen großartigen Weitschuß von Dilara. Das anschließende Tor von Danique hat die Verhältnisse wieder gerade gerückt. Schluß- und zugleich absoluter Höhepunkt das tolle Solo von Ereleta zum finalen 4:2.
Mir hat tatsächlich sehr gefallen, was ich gesehen habe, auch wenn nicht alle ihre Topform hatten. Aber Arnautis hat meiner Meinung nach diesmal zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Wechsel vorgenommen. Besonders hat mir Marthine gefallen, die mittlerweile eine richtige Bank da hinten drin ist und auch Danique und Noemi haben nach ihren Einwechselungen gezeigt, dass wir durchaus von der Bank nachlegen können, wenn es sein muss.
Eine Sondererwähnung noch: Ainhoa Alguacil ist mir in ihrer zehnminütigen Spielzeit zum Ende sehr positiv aufgefallen. Tolle Dynamik und ich glaube, dass wir noch viel Spaß an ihr haben können.
Und zum Schluss noch ein Sonderlob an die Fans, die bei diesem Sch…Wetter den Weg ins Stadion gefunden haben und trotz strömenden Regens bis zum Schluss geblieben sind und unterstützt haben. Hoffe, Ihr habt alle auch noch einen heißen Tee trinken können…
Der 6. Spieltag wurde zeitgenau angesetzt.
Wir spielen unser Top-Spiel gegen die Bayern am Samstag, 3.10.26 um 17:55 Uhr im Stadion am Brentanobad.
Das Spiel wird auch live in der ARD übertragen.
https://frauen.eintracht.de/news/topspiel-am-tag-der-deutschen-einheit-179188/
Wir spielen unser Top-Spiel gegen die Bayern am Samstag, 3.10.26 um 17:55 Uhr im Stadion am Brentanobad.
Das Spiel wird auch live in der ARD übertragen.
https://frauen.eintracht.de/news/topspiel-am-tag-der-deutschen-einheit-179188/
mmammu schrieb:
Wir spielen unser Top-Spiel gegen die Bayern am Samstag, 3.10.26 um 17:55 Uhr im Stadion am Brentanobad.
Und das vermutlich wieder ohne Lena Oberdorf in Reihen der Bayern - ihr Knie hat sich wieder gemeldet.
Ich finde das extrem bedauerlich und hoffe/wünsche ihr, dass sie schnell und kontinuierlich fit wird.
loopie1970 schrieb:mmammu schrieb:
Wir spielen unser Top-Spiel gegen die Bayern am Samstag, 3.10.26 um 17:55 Uhr im Stadion am Brentanobad.
Und das vermutlich wieder ohne Lena Oberdorf in Reihen der Bayern - ihr Knie hat sich wieder gemeldet.
Ich finde das extrem bedauerlich und hoffe/wünsche ihr, dass sie schnell und kontinuierlich fit wird.
Boah, das ist echt übel.
Deinen guten Wünschen schließe ich mich vollumfänglich an! Alles Gute Lena!
Oh das ist extrem bitter.
Lena Oberdorf ist - vereinsübergreifend - eine meiner absoluten Lieblingsspielerinnen.
Ich hoffe sehr, dass sie bald wieder voll einsatzfähig ist.
Lena Oberdorf ist - vereinsübergreifend - eine meiner absoluten Lieblingsspielerinnen.
Ich hoffe sehr, dass sie bald wieder voll einsatzfähig ist.
Schade, aber ich finde, dass es insgesamt ein „Raus mit Applaus“ war, als die Mädels trotz des letztendlich klaren Ergebnisses hoch erhobenen Hauptes zurückkehren können.
Letzten Endes für mich drei entscheidende Punkte, die den Ausschlag für Paris gegeben haben:
1. der doppelte Pfostentreffer im Hinspiel. Fährt man mit einem Sieg zum Rückspiel ergibt sich eine andere Spielkonstellation im Rückspiel, gerade nach dem Treffer zum 1:0.
2. Ausfall Mühlhaus - ihre Art, die Abwehr zu binden und damit das Mittelfeld des Gegners ein Stück weiter nach hinten zu ziehen, konnte nicht kompensiert werden.
3. natürlich die gelb-rote Karte. Man hat deutlich gesehen, wie die Kräfte trotz des Ausgleichs nach dem Platzverweis geschwunden sind, was sich letztlich in der Verlängerung eindeutig ausgewirkt hat.
Insgesamt macht mir aber das neue Team viel Spaß und ich hoffe, sie können sich mit einer gelungenen Europapokalsaison belohnen.
Was mir übrigens sehr gefallen hat, war der äußerst aktive Fanblock der Pariserinnen. Hatte ich so nicht erwartet.
Letzten Endes für mich drei entscheidende Punkte, die den Ausschlag für Paris gegeben haben:
1. der doppelte Pfostentreffer im Hinspiel. Fährt man mit einem Sieg zum Rückspiel ergibt sich eine andere Spielkonstellation im Rückspiel, gerade nach dem Treffer zum 1:0.
2. Ausfall Mühlhaus - ihre Art, die Abwehr zu binden und damit das Mittelfeld des Gegners ein Stück weiter nach hinten zu ziehen, konnte nicht kompensiert werden.
3. natürlich die gelb-rote Karte. Man hat deutlich gesehen, wie die Kräfte trotz des Ausgleichs nach dem Platzverweis geschwunden sind, was sich letztlich in der Verlängerung eindeutig ausgewirkt hat.
Insgesamt macht mir aber das neue Team viel Spaß und ich hoffe, sie können sich mit einer gelungenen Europapokalsaison belohnen.
Was mir übrigens sehr gefallen hat, war der äußerst aktive Fanblock der Pariserinnen. Hatte ich so nicht erwartet.
Der aktive Fanblock sah schwer nach „Ehre der Gruppe Stadionverbot im Parc des Princes“ aus
loopie1970 schrieb:
Schade, aber ich finde, dass es insgesamt ein „Raus mit Applaus“ war, als die Mädels trotz des letztendlich klaren Ergebnisses hoch erhobenen Hauptes zurückkehren können.
Letzten Endes für mich drei entscheidende Punkte, die den Ausschlag für Paris gegeben haben:
1. der doppelte Pfostentreffer im Hinspiel. Fährt man mit einem Sieg zum Rückspiel ergibt sich eine andere Spielkonstellation im Rückspiel, gerade nach dem Treffer zum 1:0.
2. Ausfall Mühlhaus - ihre Art, die Abwehr zu binden und damit das Mittelfeld des Gegners ein Stück weiter nach hinten zu ziehen, konnte nicht kompensiert werden.
3. natürlich die gelb-rote Karte. Man hat deutlich gesehen, wie die Kräfte trotz des Ausgleichs nach dem Platzverweis geschwunden sind, was sich letztlich in der Verlängerung eindeutig ausgewirkt hat.
Insgesamt macht mir aber das neue Team viel Spaß und ich hoffe, sie können sich mit einer gelungenen Europapokalsaison belohnen.
1-2-3 sehe ich auch so - das Endergebnis in Zahlen (2:6) wird der Leistung der Adlerinnen auf dem Platz nicht wirklich gerecht und ist in dieser Höhe zu hoch. Aber so ist das halt, wenn einem am Ende mit einer Spielerin weniger in der Verlängerung die Luft ausgeht.
Enttäuscht zurück aus dem Brentanostadion. Die bislang mit Abstand schwächste Leistung in der noch jungen Saison. Die Rotation absolut nachvollziehbar, die Kaderbreite müsste eigentlich für einen Gegner wie Nürnberg ausreichen. Bei dieser Meinung bleibe ich auch nach dem Spiel. Der Unterschied lag heute im Willen. Während man bei den Nürnbergerinnen gesehen hat, wie sehr sie jeden Ball gewinnen wollten, hast du bei unseren derartiges nicht mal in Ansätzen gesehen.
Wenn man die Chance bekommt, endlich einmal von Beginn zu zeigen, was man kann und sich dann derart wehrlos die Butter vom Brot nehmen lässt, sollte man seine Einstellung prüfen. Das war im Kollektiv ein saft- und kraftlose Vorstellung. Und macht auch deutlich, weshalb man nicht zur absoluten Spitze gehört. Solche Spiele muss man mit Kampf und Leidenschaft annehmen.
Schade, weil diese verlorenen 2 Punkte (das Unentschieden war aus Nürnberger Sicht völlig verdient!) können wie vergangenes Jahr bereits die Niederlage in Nürnberg in der Endabrechnung weh tun.
Ich hoffe sehr, dass die Rotation sich zumindest nächsten Mittwoch auszahlt.
Gute und schnelle Besserung an Larissa Mühlhaus, hoffe, es ist nicht so wild wie es im Stadion gewirkt hat. Und falls das Trikot tief in die Hose versenken von Laura Freigang eine Hommage an die fehlende Paulina Krumbiegel gewesen ist - eine sehr nette Geste.
Wenn man die Chance bekommt, endlich einmal von Beginn zu zeigen, was man kann und sich dann derart wehrlos die Butter vom Brot nehmen lässt, sollte man seine Einstellung prüfen. Das war im Kollektiv ein saft- und kraftlose Vorstellung. Und macht auch deutlich, weshalb man nicht zur absoluten Spitze gehört. Solche Spiele muss man mit Kampf und Leidenschaft annehmen.
Schade, weil diese verlorenen 2 Punkte (das Unentschieden war aus Nürnberger Sicht völlig verdient!) können wie vergangenes Jahr bereits die Niederlage in Nürnberg in der Endabrechnung weh tun.
Ich hoffe sehr, dass die Rotation sich zumindest nächsten Mittwoch auszahlt.
Gute und schnelle Besserung an Larissa Mühlhaus, hoffe, es ist nicht so wild wie es im Stadion gewirkt hat. Und falls das Trikot tief in die Hose versenken von Laura Freigang eine Hommage an die fehlende Paulina Krumbiegel gewesen ist - eine sehr nette Geste.
loopie1970 schrieb:
Der Unterschied lag heute im Willen. Während man bei den Nürnbergerinnen gesehen hat, wie sehr sie jeden Ball gewinnen wollten, hast du bei unseren derartiges nicht mal in Ansätzen gesehen.
Das sehe ich genauso. Es gab mehr als eine Situation, wo Frankfurter Spielerinnen zwei Meter weg vom Ball zuschauten, wie Nürnbergerinnen sich den Ball erliefen. Mir ist das nicht so wirklich begreiflich, denn durch die Rotation waren das auch keine Spielerinnen, die am Mittwoch bereits 90 Minuten alles auf dem Platz gelassen hatten. Das ganze wirkte irgendwie unmotiviert, ohne wirklichen Willen und bis auf wenige Ausnahmen gab es auch nie einen Ruck in der Mannschaft, mal aufzuwachen. Selbst das Anlaufen sah bei einigen aus, als würde man lieber nicht laufen wollen – wohlgemerkt von Spielerinnen, die nicht müde von Mittwoch gewesen sein sollten. Es fehlte irgendwie die Mentalität. Nürnberg ist nicht PSG aber wenn man nur für die großen Gegner Einsatzwille aufbringen kann, dann ist m.E. etwas grundfalsch.
loopie1970 schrieb:
Wenn man die Chance bekommt, endlich einmal von Beginn zu zeigen, was man kann und sich dann derart wehrlos die Butter vom Brot nehmen lässt, sollte man seine Einstellung prüfen.
Und das verstehe ich am wenigsten. Ich war davon ausgegangen, dass einige Spielerinnen, die heute die Chance erhielten, sich zu zeigen, richtig loslegen würden. Stattdessen wirkte das unkonzentriert, Zweikämpfe wurden vermieden oder es wurde nicht nachgesetzt und Fehlpässe gab es fast am laufenden Band. Mal war der Pass zu kurz, dann zu ungenau.
Bisher war ich wirklich sehr angetan von der neu zusammengestellten Mannschaft aber nach dem Spiel heute bin ich vor allem wegen der Kaderbreite besorgt. Will man wirklich in drei Wettbewerben erfolgreich sein, dann müssen auch Rotationsspielerinnen stark genug sein, um in einem Spiel gegen einen Gegner, der als Ziel den Klassenerhalt hat, mehr als nur gerade so einen Punkt retten können – oder zumindest die Einstellung zeigen, es zu versuchen.
Verlieren/unentschieden spielen kann man immer, das gehört zum Fußball aber das Wie ist entscheidend. Und das heute hatte m.E. etwas mit Einstellung/Willen/Motivation zu tun und lässt mich doch sehr ernüchtert zurück. Am Ende muss man froh sein, dass es noch zu einem Punkt gereicht hat.
loopie1970 schrieb:
Und falls das Trikot tief in die Hose versenken von Laura Freigang eine Hommage an die fehlende Paulina Krumbiegel gewesen ist - eine sehr nette Geste.
Ach ja, klar! Hab mich schon gewundert.
Eine andere nette Geste war, wie die im Vergleich relativ kleine Eri die große Larissa stützte, als diese vom Platz humpelte.
Habe Paulina übrigens kurz am Getränkestand gesehen, wo sie ganz entspannt mit ein paar Leuten quatschte. Vielleicht wird sie ja gut ausgeruht unsere Matchwinnerin in Paris!
Übrigens heute die Versorgung während des Spiels besser und schneller als die letzten Male, immerhin.
loopie1970 schrieb:
Und falls das Trikot tief in die Hose versenken von Laura Freigang eine Hommage an die fehlende Paulina Krumbiegel gewesen ist - eine sehr nette Geste.
Wäre es in der Tat ... aber das Trikot in der Hose hatte Laura Freigang auch schon beim Heimspiel in der Champions League Qualifikation gegen PSG - dort stand sie gemeinsam mit Paulina Krumbiegel in der Startelf.
Zurück vom Brentano (sind zum Glück nur 10 Radminuten). Ein sehr gutes Spiel unserer Mädels. Ein 2:1 wäre okay gewesen, aber gut, der doppelte Pfosten hat es verhindert. Aber nach der Leistung sehe ich auf alle Fälle gute Chancen im Rückspiel, unser Team ist keineswegs der Underdog.
Larissa Mühlhaus heute mit ihrem besten Spiel im Trikot der Eintracht. Die gesamte Offensive gefällt mir nach den paar Spielen in dieser Saison sehr gut. Das Kombinationsspiel wirkt auf mich stärker als in der Vorsaison, wo man sich nach meinem Eindruck doch mehr auf die individuelle Klasse der einzelnen Spielerinnen verlassen hat.
Auch die Zuspiele aus dem Mittelfeld, ob nun über die Mitte oder von den Außen wirken schärfer.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der 19 von Paris (was leider auch zum Ausgleich geführt hat) haben sich Nina Lührßen und Marthine Ostenstad sehr gut auf die Spielerin eingestellt.
Insgesamt eine Leistung, die Hoffnung auf das Erreichen der Gruppenphase weckt.
Im Gegensatz zur Mannschaft hat die Versorgung nicht einmal Amateurniveau. Bei einem Kindergartenfest, wo die Kiddies den Service machen, habe ich das Gefühl professioneller versorgt zu werden. Kein Mensch geht zu einem Fußballspiel, um über 30 Minuten für ein Getränk oder eine Bratwurst anzustehen. Heute waren einige Besucher:innen zum ersten Mal dort, eine gute Chance sie mit tollem Spiel und professionellem Umfeld dauerhaft zu gewinnen - ich befürchte aber, dass sie auch zum letzten Mal dort waren. Daran MUSS gearbeitet werden, wenn man den Frauenfußball ernsthaft auf ein höheres Besucherniveau heben will.
Larissa Mühlhaus heute mit ihrem besten Spiel im Trikot der Eintracht. Die gesamte Offensive gefällt mir nach den paar Spielen in dieser Saison sehr gut. Das Kombinationsspiel wirkt auf mich stärker als in der Vorsaison, wo man sich nach meinem Eindruck doch mehr auf die individuelle Klasse der einzelnen Spielerinnen verlassen hat.
Auch die Zuspiele aus dem Mittelfeld, ob nun über die Mitte oder von den Außen wirken schärfer.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der 19 von Paris (was leider auch zum Ausgleich geführt hat) haben sich Nina Lührßen und Marthine Ostenstad sehr gut auf die Spielerin eingestellt.
Insgesamt eine Leistung, die Hoffnung auf das Erreichen der Gruppenphase weckt.
Im Gegensatz zur Mannschaft hat die Versorgung nicht einmal Amateurniveau. Bei einem Kindergartenfest, wo die Kiddies den Service machen, habe ich das Gefühl professioneller versorgt zu werden. Kein Mensch geht zu einem Fußballspiel, um über 30 Minuten für ein Getränk oder eine Bratwurst anzustehen. Heute waren einige Besucher:innen zum ersten Mal dort, eine gute Chance sie mit tollem Spiel und professionellem Umfeld dauerhaft zu gewinnen - ich befürchte aber, dass sie auch zum letzten Mal dort waren. Daran MUSS gearbeitet werden, wenn man den Frauenfußball ernsthaft auf ein höheres Besucherniveau heben will.
Souveräne Leistung, vor allem in der ersten Hälfte - ein verdienter Auftaktsieg gegen eine Kölner Team, dass erst in der 2. Hälfte angedeutet hat, ohne eine zwingende Torchance zu erspielen, dass sie im Laufe der Saison eine bessere Rolle als in der letzten Saison einnehmen könnte.
Mir gefällt unser Team sehr gut, wenn man dann noch darauf schaut, was von der Bank kommen kann (scheint auch das Trainerteam so zu sehen, die ersten Einwechselungen bereits in der 61. Minute!), kann das eine richtig gute Saison werden.
Und das wichtigste überhaupt: die Versorgungssituation war heute sehr gut. So schnell habe ich noch nie meine Cola in der Halbzeitpause bekommen…
Mir gefällt unser Team sehr gut, wenn man dann noch darauf schaut, was von der Bank kommen kann (scheint auch das Trainerteam so zu sehen, die ersten Einwechselungen bereits in der 61. Minute!), kann das eine richtig gute Saison werden.
Und das wichtigste überhaupt: die Versorgungssituation war heute sehr gut. So schnell habe ich noch nie meine Cola in der Halbzeitpause bekommen…
Zurück aus dem Brentanostadion und hochzufrieden, sogar ein bisschen euphorisch über das Gesehene (inkludiert auch noch das Spiel vom Mittwoch, wobei hier die Gegnerinnen aus Nikosia bei allem Respekt die Leistungen etwas relativiert). Malmö hatte im gesamten Spielverlauf nicht eine wirkliche Chance. In unseren Reihen lief der Ball - natürlich zum jetzigen Zeitpunkt auch gelegentlich mit Stockfehlern - ziemlich rund. Memeti ragte in der 1. Hälfte aus einer sehr guten Mannschaft etwas heraus, Freigang zuverlässig und zielsicher, Doorsun mit ihrem Turbo immer noch eine Augenweide, Raso im allerpositivsten Sinne ein richtiger Giftzwerg, Ivelj und Bennison die uneingeschränkten Herrscherinnen im Mittelfeld, Östenstad ein klasse Stelllungsspiel, Mühlhaus nimmermüder Einsatz in der Spitze.
Richtig imponiert haben mir unsere Außenverteidigerinnen: an Krumbiegel werden wir noch richtig viel Freude haben. Auch wenn ihr heute nicht alles gelang, mir gefällt ihre Dynamik, ihre Flanken, ihr gesamtes Spiel richtig gut. Und was für eine Entwicklung von Dilara Acikgöz! In dieser Form aus der Stammelf nicht mehr wegzudenken.
Mir ist klar, dass es noch sehr früh in der Saison sind, aber wenn ich auch sehe, wen wir noch von der Bank bringen können bzw. wer heute noch gefehlt hat, gehe ich trotz des erneuten Umbruchs doch sehr optimistisch in die neue Saison. Beide Spiele haben richtig Bock auf viel mehr gemacht.
Ach so, mit den Versorgungssystem hat es heute auch ganz gut geklappt. Ob das nun an den für so ein wichtiges Spiel viel zu wenigen Zuschauern (2.770) oder an dem einen Wagen mehr im Vergleich zu Mittwoch gelegen hat, kann ich nicht beurteilen, aber es hat mich zumindest gefreut.
Richtig imponiert haben mir unsere Außenverteidigerinnen: an Krumbiegel werden wir noch richtig viel Freude haben. Auch wenn ihr heute nicht alles gelang, mir gefällt ihre Dynamik, ihre Flanken, ihr gesamtes Spiel richtig gut. Und was für eine Entwicklung von Dilara Acikgöz! In dieser Form aus der Stammelf nicht mehr wegzudenken.
Mir ist klar, dass es noch sehr früh in der Saison sind, aber wenn ich auch sehe, wen wir noch von der Bank bringen können bzw. wer heute noch gefehlt hat, gehe ich trotz des erneuten Umbruchs doch sehr optimistisch in die neue Saison. Beide Spiele haben richtig Bock auf viel mehr gemacht.
Ach so, mit den Versorgungssystem hat es heute auch ganz gut geklappt. Ob das nun an den für so ein wichtiges Spiel viel zu wenigen Zuschauern (2.770) oder an dem einen Wagen mehr im Vergleich zu Mittwoch gelegen hat, kann ich nicht beurteilen, aber es hat mich zumindest gefreut.
Kann mich deinen Eindrücken nur anschließen! Vor allem was unsere beiden Außen betrifft. Aber es war so eine geschlossene Mannschaftsleistung, ich will eigentlich keine Spielerin besonders hervorheben.
Ein bisschen leid tat es mir nur für Jarne, sie hatte so eine tolle Chance kurz vor Schluss, endlich ihr erstes Tor zu machen, und agierte dabei leider dabei etwas überhastet und mit Pech. Auch ein Lob an die schwedische (National-)Torhüterin, die entschärfte so einiges!
Will jetzt auch gar nicht mehr so viel schreiben, bin ziemlich ko nach diesem doch sehr intensiven und heißen Fußballtag mit zweimal 2:0, das lässt man sich gerne gefallen (und genau das hatte ich auch zu meiner Tochter gesagt als wir die Lettkaut verließen, das Ergebnis würde ich jetzt auch bei den Frauen nehmen. )
PS: Die beste Idee war, im Auto für die Fahrt zwischen Dreieich und Rödelheim eine Kühltasche mit Getränken zu platzieren, um der Dehydrierung vorzubeugen. Denn die Wartezeit an den Getränkeständen an der Lettkaut betrug ca. 25 Minuten, darauf hatte ich keine Lust. Am Brentano war es, wie schon geschrieben wurde, etwas besser als am MI.
Gratulation an die Frauen, ich freu mich auf die nächste Runde und blockiere gleich mal die Termine im Kalender!
Ein bisschen leid tat es mir nur für Jarne, sie hatte so eine tolle Chance kurz vor Schluss, endlich ihr erstes Tor zu machen, und agierte dabei leider dabei etwas überhastet und mit Pech. Auch ein Lob an die schwedische (National-)Torhüterin, die entschärfte so einiges!
Will jetzt auch gar nicht mehr so viel schreiben, bin ziemlich ko nach diesem doch sehr intensiven und heißen Fußballtag mit zweimal 2:0, das lässt man sich gerne gefallen (und genau das hatte ich auch zu meiner Tochter gesagt als wir die Lettkaut verließen, das Ergebnis würde ich jetzt auch bei den Frauen nehmen. )
PS: Die beste Idee war, im Auto für die Fahrt zwischen Dreieich und Rödelheim eine Kühltasche mit Getränken zu platzieren, um der Dehydrierung vorzubeugen. Denn die Wartezeit an den Getränkeständen an der Lettkaut betrug ca. 25 Minuten, darauf hatte ich keine Lust. Am Brentano war es, wie schon geschrieben wurde, etwas besser als am MI.
Gratulation an die Frauen, ich freu mich auf die nächste Runde und blockiere gleich mal die Termine im Kalender!
Herzlichen Glückwunsch zur Europameisterschaft an die DFB-Auswahl der U17 Mädels. Torschützin des goldenen Tores zum 1:0 im Finale gegen die Französinnen war die Frankfurterin Marie Kleemann. Mit Eva Hell hat noch eine weitere Frankfurterin den Titel gewonnen.
loopie1970 schrieb:
Herzlichen Glückwunsch zur Europameisterschaft an die DFB-Auswahl der U17 Mädels. Torschützin des goldenen Tores zum 1:0 im Finale gegen die Französinnen war die Frankfurterin Marie Kleemann. Mit Eva Hell hat noch eine weitere Frankfurterin den Titel gewonnen.
Leider gibt es schon wieder Gerüchte, dass sie nach Leipzig wechseln wird.
https://www.fr.de/eintracht-frankfurt/eintracht-juwel-offenbar-kurz-vor-transfer-zu-rb-leipzig-94312316.html
loopie1970 schrieb:
...der einzige Verein im nächsten Jahr mit einer Zweitvertretung in der 2. Liga sind...
Kurz dazu, auch wenns hier OT ist:
Das wird glaube ich nicht so sein. Hoffenheim II hat heute den 1. Platz in der Regionalliga Süd eingetütet und wenn ich recht erinnere, steigen die Meisterinnen der Regionalliga Süd direkt auf, während die Meisterinnen der anderen Regionalligen noch eine Relegation spielen müssen. Weiterhin besteht noch die Möglichkeit, dass der 1. FC Köln II Meister in der Regionalliga West wird (Alternativ BVB) und es evtl auch noch in Liga 2 schafft.
mmammu schrieb:loopie1970 schrieb:
...der einzige Verein im nächsten Jahr mit einer Zweitvertretung in der 2. Liga sind...
Kurz dazu, auch wenns hier OT ist:
Das wird glaube ich nicht so sein. Hoffenheim II hat heute den 1. Platz in der Regionalliga Süd eingetütet und wenn ich recht erinnere, steigen die Meisterinnen der Regionalliga Süd direkt auf, während die Meisterinnen der anderen Regionalligen noch eine Relegation spielen müssen. Weiterhin besteht noch die Möglichkeit, dass der 1. FC Köln II Meister in der Regionalliga West wird (Alternativ BVB) und es evtl auch noch in Liga 2 schafft.
Ja, da hast Du recht. Hoffenheim verdränge ich immer (obwohl ich deren Stadionsprecher sehr schätze - der ist immer sehr freundlich den Gästefans gegenüber und immer gut über die gegnerischen Spielerinnen inklusive der richtigen Aussprache ihrer manchmal auch komplizierten Name informiert). Und Köln hatte ich gar nicht auf dem Schirm, da waren für mich die Dortmunderinnen als Aufsteiger gesetzt.
loopie1970 schrieb:
Hoffenheim verdränge ich immer (obwohl ich deren Stadionsprecher sehr schätze - der ist immer sehr freundlich den Gästefans gegenüber und immer gut über die gegnerischen Spielerinnen inklusive der richtigen Aussprache ihrer manchmal auch komplizierten Name informiert).
Das hat einen hohen Unterhaltungswert, da hast du recht...
Aus dem Brentanobad wehmütig und zugleich voller Freude zurückgekehrt. Erst einmal herzlichen Glückwunsch zum erneuten Erreichen der CL-Qualifikation! Das ist keine Selbstverständlichkeit - insbesondere da die Leistungsbreite hinter den Bayern in der Liga gewachsen ist - sondern Ergebnis guter Teamarbeit und einer starken Rückrunde.
Heute hat Laura Freigang gezeigt, was eine Kapitänin ausmacht - nach dem 0:2 und mangelhafter Zweikampfführung in den ersten 25 Minuten, hat sie die Mannschaft zusammengerufen, im Kreis eine für Zuschauer klar erkennbare deutliche Ansage gemacht und ist selbst mit Leistung vorangegangen. Das war schon signifikant, wie sehr sich das Team und jede einzelne nach dem Weckruf gesteigert hat.
Das frühe 3:2 nach der Pause durch eine Unsicherheit der ansonsten sehr starken Cara Bösl im Tor der Berlinerinnen sowie das kurz darauf folgende 4:2 von Gerry Reuteler haben die Weichen endgültig auf Sieg gestellt. Berlin konnte dem nichts mehr entgegensetzen.
Etwas wehmütig nach dem Spiel die Verabschiedung der Spielerinnen Reuteler, Anyomi, Riesen und Senß, die sich noch einmal den verdienten Applaus der noch zahlreich gebliebenen Zuschauer:innen abholten. Vielen Dank für Euren Einsatz und viel Glück und Erfolg auf Euren weiteren Weg!
Obwohl Abschied immer etwas schmerzt - zumindest in den allermeisten Fällen - habe ich heute im Stadion auch eine Zukunft gesehen, die mich optimistisch stimmt. Ivelj hat die Position von Senß hervorragend ausgefüllt. Angesichts der Tatsache, dass wir im nächsten Jahr erneut die Chance auf den höchsten europäischen Vereinswettbewerb haben, der einzige Verein im nächsten Jahr mit einer Zweitvertretung in der 2. Liga sind, heute ohne Sonderaktionen über 5.150 Zuschauer den Weg ins Brentanobad gefunden haben, dürften wir sowohl für Hochbegabte Nachwuchsspielerinnen, etablierte Spielerinnen als Sofortunterstützung und auch eine hoffentlich steigende Zahl an Sponsoren sehr interessant sein.
Die Zukunft liegt bei uns, es liegt am Verein, den Spielerinnen und auch uns Fans, was wir daraus machen!
Heute hat Laura Freigang gezeigt, was eine Kapitänin ausmacht - nach dem 0:2 und mangelhafter Zweikampfführung in den ersten 25 Minuten, hat sie die Mannschaft zusammengerufen, im Kreis eine für Zuschauer klar erkennbare deutliche Ansage gemacht und ist selbst mit Leistung vorangegangen. Das war schon signifikant, wie sehr sich das Team und jede einzelne nach dem Weckruf gesteigert hat.
Das frühe 3:2 nach der Pause durch eine Unsicherheit der ansonsten sehr starken Cara Bösl im Tor der Berlinerinnen sowie das kurz darauf folgende 4:2 von Gerry Reuteler haben die Weichen endgültig auf Sieg gestellt. Berlin konnte dem nichts mehr entgegensetzen.
Etwas wehmütig nach dem Spiel die Verabschiedung der Spielerinnen Reuteler, Anyomi, Riesen und Senß, die sich noch einmal den verdienten Applaus der noch zahlreich gebliebenen Zuschauer:innen abholten. Vielen Dank für Euren Einsatz und viel Glück und Erfolg auf Euren weiteren Weg!
Obwohl Abschied immer etwas schmerzt - zumindest in den allermeisten Fällen - habe ich heute im Stadion auch eine Zukunft gesehen, die mich optimistisch stimmt. Ivelj hat die Position von Senß hervorragend ausgefüllt. Angesichts der Tatsache, dass wir im nächsten Jahr erneut die Chance auf den höchsten europäischen Vereinswettbewerb haben, der einzige Verein im nächsten Jahr mit einer Zweitvertretung in der 2. Liga sind, heute ohne Sonderaktionen über 5.150 Zuschauer den Weg ins Brentanobad gefunden haben, dürften wir sowohl für Hochbegabte Nachwuchsspielerinnen, etablierte Spielerinnen als Sofortunterstützung und auch eine hoffentlich steigende Zahl an Sponsoren sehr interessant sein.
Die Zukunft liegt bei uns, es liegt am Verein, den Spielerinnen und auch uns Fans, was wir daraus machen!
Ich mache es mir heute einfach. Dem Post von Loopie1970 bezüglich des Spiels schließe ich mich vollumfänglich an, er trifft den Nagel auf den Kopf.
Herzlichen Glückwunsch unseren Frauen zum Erreichen des internationalen Wettbewerbs, das hätten viele nach dem Umbruch nicht vermutet.
Vielen Dank für die über weite Strecken tolle Saison und allen Spielerinnen, die uns verlassen alles Gute für die Zukunft, ein dickes Danke für die Jahre im Trikot unserer Eintracht, viel Erfolg bei den neuen Vereinen und vor allem, bleibt alle gesund!
Herzlichen Glückwunsch unseren Frauen zum Erreichen des internationalen Wettbewerbs, das hätten viele nach dem Umbruch nicht vermutet.
Vielen Dank für die über weite Strecken tolle Saison und allen Spielerinnen, die uns verlassen alles Gute für die Zukunft, ein dickes Danke für die Jahre im Trikot unserer Eintracht, viel Erfolg bei den neuen Vereinen und vor allem, bleibt alle gesund!
loopie1970 schrieb:
...der einzige Verein im nächsten Jahr mit einer Zweitvertretung in der 2. Liga sind...
Kurz dazu, auch wenns hier OT ist:
Das wird glaube ich nicht so sein. Hoffenheim II hat heute den 1. Platz in der Regionalliga Süd eingetütet und wenn ich recht erinnere, steigen die Meisterinnen der Regionalliga Süd direkt auf, während die Meisterinnen der anderen Regionalligen noch eine Relegation spielen müssen. Weiterhin besteht noch die Möglichkeit, dass der 1. FC Köln II Meister in der Regionalliga West wird (Alternativ BVB) und es evtl auch noch in Liga 2 schafft.
loopie1970 schrieb:
...heute ohne Sonderaktionen über 5.150 Zuschauer den Weg ins Brentanobad gefunden haben
An dieser Stelle auch nochmal Respekt an die vielen Unioner, die angereist waren, und ihren guten Support.
Du hast die zwei Seiten der Medaille ja schon sehr gut beschrieben. Gerne beteilige ich mich mit meinen Gedanken dazu an der Diskussion.
Wir befinden uns im Frauenfußball seit geraumer Zeit in einem historischen Strukturwandel, der weg vom leidenschaftlichen Pionierverein hin zu einer hochprofessionalisierten Abteilung eines etablierten (Männer-)Vereins führt.
Die leuchtende Seite der Medaille zeigt deutliche Vorteile für den Frauenfußball. Da sehe ich zum einen die Professionalisierung und Reichweite.
Mit den großen Vereinen, die in den letzten Jahren schon dazu kamen und der weitere Einzug der großen Namen, nächste Saison VfB Stuttgart und vermutlich Mainz 05 sowie in absehbarer Zeit BVB und S04 etc., bringt dem Frauenfußball Ressourcen, von denen man vor 10 Jahren nur zu träumen wagte.
Das zeigt sich in der Infrastruktur, die Frauen profitieren von den medizinischen Abteilungen, den professionellen Trainigsplätzen und nicht zuletzt von den Scouting-Netzwerken, das alles auf dem Bundesliga Niveau der Männer basiert.
Die höhere Medienpräsenz und die folgerichtig steigenden Zuschauerzahlen, und auch die Tatsache, dass viele Fans des (Männer-)Vereins auch mal zu den Spielen der Frauen gehen, weil eben der Lieblingsverein spielt (und sich dann infizieren lassen, so wie bei mir geschehen ) erhöhen massiv die Sichtbarkeit.
Das hat in der Vergangenheit schon dazu geführt, den Frauenfussball aus der Nische herauszuführen, gleichwohl dieser Prozess noch lange nicht abgeschlossen ist. Es wird (hoffentlich) bald nicht mehr so sein, dass ein, wenn auch neu geschaffener internationaler Wettbewerb, wie der Europa-Cup, übertragungstechnisch über den gesamten Wettbewerb so komplett unter dem Radar läuft.
Jetzt mein Blick auf die wehmütige Seite der Medaille.
Da sehe ich vor allem den Verlust der Identität. Für Traditionalisten und Liebhaber des reinen Frauenfußballs ist diese Entwicklung sicher schmerzhaft. Vereine wie Turbine Potsdam, 1. FFC Frankfurt, FCR Duisburg, GW Brauweiler, TSV Siegen, SSG Bergisch Gladbach usw. waren sehr erfolgreich und sozusagen die Leuchttürme ihrer jeweiligen Zeit.
Jetzt findet zunehmend ein Verdrängungswettbewerb statt, die verbliebenen kleinen Vereine wie Turbine Potsdam, SC Sand, SG Andernach und nicht zuletzt die SGS Essen können finanziell nicht mehr mithalten. Gerade die SGS Essen hat jahrelang durch exzellente Jugendarbeit große Spielerinnen, nur beispielhaft Lea Schüller und Lena Oberdorf, hervorgebracht, heute bedienen sich nun die finanzstarken Vereine direkt an der Quelle.
Eine weiterer Punkt ist die Abhängigkeit, die durch diese Entwicklung entsteht. Ich befürchte, der Frauenfußball wird oft doch in letzter Konsequenz ein "Anhängsel" werden, mit der Folge, dass, wenn es beim Stammverein kriselt die Frauenabteilung evtl. die erste ist, bei der gespart wird. Spannend wäre zu beobachten, wie sich das auf die Wölfinnen auswirkt, sollte der VfL Wolfsburg bei den Männern absteigen.
Reine Frauenfußballvereine hatten ihr Schicksal dahingehend noch selbst in der Hand (zumindest ideell).
Am bedauerlichsten empfinde ich persönlich als alter Nostalgiker aber den Charmeverlust. Die Pioniermentalität und die zur Zeit großteils noch vorhandene familiäre Atmosphäre weichen zunehmend einem durchgetakteten Businessmodell. Mit der SGS Essen verlässt wohl das letzte "gallische Dorf" die Bundesliga und beendet ein langes erfolgreiches Kapitel der "kleinen" Frauenfußballvereine.
Als Fazit möchte ich festhalten, wie du ja auch schon in deinem Post geschrieben hast, die Frauen gewinnen Stabilität und Professionalität, verlieren aber Vielfalt und Fußballromantik. Die gleiche Kommerzialisierungswelle hat der Männerfußball ja auch durchgemacht und schon Jahrzehnte hinter sich, bei den Frauen geschieht das alles gerade etwas in Zeitraffer.
Durch die aktuelle Entwicklung bieten sich für die Spielerinnen ungeahnte neue Möglichkeiten der spielerischen Entwicklung auch auf internationaler Bühne mit den entsprechenden finanziellen Verdienstmöglichkeiten. Ich gönne es ihnen, denn letztendlich geht es primär um den Benefit für sie als Protagonistinnen und nicht um die Bedürfnisbefriedigung von uns als Fans.
Ich werde, wie schon geschrieben, den Verlust des Charmes und der familiären Atmosphäre bedauern, und hoffe, dass es noch eine Zeit dauern wird, bis davon nichts mehr da ist. Aber die Entwicklung lässt sich nicht mehr aufhalten und im Sinne der Spielerinnen ist das auch gut so.
Mir steht es auch gar nicht zu, allzu sehr auf der Nostalgieebene rumzueiern. Ich bin jetzt 57 Jahre alt und mein erstes Spiel der Frauen habe ich am 17.10.2021 live im Stadion gesehen. Die Jahre vorher war der Frauenfußball für mich auch nicht sichtbar, also ich bin sozusagen auch erst ein Kind des Professionalisierungsprozesses, aber das Herzbluten der Tradionalisten, die schon sehr lange dem Frauenfußball verbunden sind, kann ich sehr gut nachvollziehen.
Wir befinden uns im Frauenfußball seit geraumer Zeit in einem historischen Strukturwandel, der weg vom leidenschaftlichen Pionierverein hin zu einer hochprofessionalisierten Abteilung eines etablierten (Männer-)Vereins führt.
Die leuchtende Seite der Medaille zeigt deutliche Vorteile für den Frauenfußball. Da sehe ich zum einen die Professionalisierung und Reichweite.
Mit den großen Vereinen, die in den letzten Jahren schon dazu kamen und der weitere Einzug der großen Namen, nächste Saison VfB Stuttgart und vermutlich Mainz 05 sowie in absehbarer Zeit BVB und S04 etc., bringt dem Frauenfußball Ressourcen, von denen man vor 10 Jahren nur zu träumen wagte.
Das zeigt sich in der Infrastruktur, die Frauen profitieren von den medizinischen Abteilungen, den professionellen Trainigsplätzen und nicht zuletzt von den Scouting-Netzwerken, das alles auf dem Bundesliga Niveau der Männer basiert.
Die höhere Medienpräsenz und die folgerichtig steigenden Zuschauerzahlen, und auch die Tatsache, dass viele Fans des (Männer-)Vereins auch mal zu den Spielen der Frauen gehen, weil eben der Lieblingsverein spielt (und sich dann infizieren lassen, so wie bei mir geschehen ) erhöhen massiv die Sichtbarkeit.
Das hat in der Vergangenheit schon dazu geführt, den Frauenfussball aus der Nische herauszuführen, gleichwohl dieser Prozess noch lange nicht abgeschlossen ist. Es wird (hoffentlich) bald nicht mehr so sein, dass ein, wenn auch neu geschaffener internationaler Wettbewerb, wie der Europa-Cup, übertragungstechnisch über den gesamten Wettbewerb so komplett unter dem Radar läuft.
Jetzt mein Blick auf die wehmütige Seite der Medaille.
Da sehe ich vor allem den Verlust der Identität. Für Traditionalisten und Liebhaber des reinen Frauenfußballs ist diese Entwicklung sicher schmerzhaft. Vereine wie Turbine Potsdam, 1. FFC Frankfurt, FCR Duisburg, GW Brauweiler, TSV Siegen, SSG Bergisch Gladbach usw. waren sehr erfolgreich und sozusagen die Leuchttürme ihrer jeweiligen Zeit.
Jetzt findet zunehmend ein Verdrängungswettbewerb statt, die verbliebenen kleinen Vereine wie Turbine Potsdam, SC Sand, SG Andernach und nicht zuletzt die SGS Essen können finanziell nicht mehr mithalten. Gerade die SGS Essen hat jahrelang durch exzellente Jugendarbeit große Spielerinnen, nur beispielhaft Lea Schüller und Lena Oberdorf, hervorgebracht, heute bedienen sich nun die finanzstarken Vereine direkt an der Quelle.
Eine weiterer Punkt ist die Abhängigkeit, die durch diese Entwicklung entsteht. Ich befürchte, der Frauenfußball wird oft doch in letzter Konsequenz ein "Anhängsel" werden, mit der Folge, dass, wenn es beim Stammverein kriselt die Frauenabteilung evtl. die erste ist, bei der gespart wird. Spannend wäre zu beobachten, wie sich das auf die Wölfinnen auswirkt, sollte der VfL Wolfsburg bei den Männern absteigen.
Reine Frauenfußballvereine hatten ihr Schicksal dahingehend noch selbst in der Hand (zumindest ideell).
Am bedauerlichsten empfinde ich persönlich als alter Nostalgiker aber den Charmeverlust. Die Pioniermentalität und die zur Zeit großteils noch vorhandene familiäre Atmosphäre weichen zunehmend einem durchgetakteten Businessmodell. Mit der SGS Essen verlässt wohl das letzte "gallische Dorf" die Bundesliga und beendet ein langes erfolgreiches Kapitel der "kleinen" Frauenfußballvereine.
Als Fazit möchte ich festhalten, wie du ja auch schon in deinem Post geschrieben hast, die Frauen gewinnen Stabilität und Professionalität, verlieren aber Vielfalt und Fußballromantik. Die gleiche Kommerzialisierungswelle hat der Männerfußball ja auch durchgemacht und schon Jahrzehnte hinter sich, bei den Frauen geschieht das alles gerade etwas in Zeitraffer.
Durch die aktuelle Entwicklung bieten sich für die Spielerinnen ungeahnte neue Möglichkeiten der spielerischen Entwicklung auch auf internationaler Bühne mit den entsprechenden finanziellen Verdienstmöglichkeiten. Ich gönne es ihnen, denn letztendlich geht es primär um den Benefit für sie als Protagonistinnen und nicht um die Bedürfnisbefriedigung von uns als Fans.
Ich werde, wie schon geschrieben, den Verlust des Charmes und der familiären Atmosphäre bedauern, und hoffe, dass es noch eine Zeit dauern wird, bis davon nichts mehr da ist. Aber die Entwicklung lässt sich nicht mehr aufhalten und im Sinne der Spielerinnen ist das auch gut so.
Mir steht es auch gar nicht zu, allzu sehr auf der Nostalgieebene rumzueiern. Ich bin jetzt 57 Jahre alt und mein erstes Spiel der Frauen habe ich am 17.10.2021 live im Stadion gesehen. Die Jahre vorher war der Frauenfußball für mich auch nicht sichtbar, also ich bin sozusagen auch erst ein Kind des Professionalisierungsprozesses, aber das Herzbluten der Tradionalisten, die schon sehr lange dem Frauenfußball verbunden sind, kann ich sehr gut nachvollziehen.
Vielen Dank für Deine (wie immer) sehr ausgewogene und detaillierte Betrachtung. Du hast noch einen Punkt eingebracht, den ich bei meinen Gedanken überhaupt nicht berücksichtigt habe: was passiert, wenn die Vereine aufgrund schlechter Performance der Männer zu Einsparungen gezwungen sind? Interessanter Aspekt.
Ich kann all die rationalen Argumente für das stärkere Involvement der großen Vereine nachvollziehen. Und es ist vermutlich der einzige Weg, die Professionalisierung des Frauenfußballs und damit auch entsprechende finanzielle Rahmenbedingungen für die Vollprofis voranzutreiben.
Meine Sorge ist, dass es sich zu einem „Copy&Paste“-Modell des Männerfußball (mit all seinen negativen Begleiterscheinungen, z.B. Berater, korrupte Verbände etc.) entwickelt und das Bodenständige und Nahbare, was für mich aktuell ein absolutes Benefit für die Fans des Frauenfußballs ist, verloren geht. Wir werden sehen.
Ich kann all die rationalen Argumente für das stärkere Involvement der großen Vereine nachvollziehen. Und es ist vermutlich der einzige Weg, die Professionalisierung des Frauenfußballs und damit auch entsprechende finanzielle Rahmenbedingungen für die Vollprofis voranzutreiben.
Meine Sorge ist, dass es sich zu einem „Copy&Paste“-Modell des Männerfußball (mit all seinen negativen Begleiterscheinungen, z.B. Berater, korrupte Verbände etc.) entwickelt und das Bodenständige und Nahbare, was für mich aktuell ein absolutes Benefit für die Fans des Frauenfußballs ist, verloren geht. Wir werden sehen.
Aktuell sieht es danach aus, dass der VfB Stuttgart (sicher) und Mainz 05 (sehr wahrscheinlich) in die erste Liga aufsteigen. Durch den Abstieg von Essen und mit Abstrichen Jena verabschieden sich nun die 2 Teams , bei denen die Frauen- statt der Männerteams das Aushängeschild des Vereins darstellten. In der nächsten Saison werden dann nur noch Teams in der 1. Liga spielen, deren Männerteams den Verein dominieren. Mit den ambitionierten Vereinen z.B. aus Dortmund, Mönchengladbach, Bochum wird sich dies vermutlich verfestigen.
Teams wie Essen, Potsdam, Sand, Andernach etc. werden bestenfalls dauerhaft in der 2. Liga reüssieren.
Einerseits freut mich das erhöhte (insbesondere finanzielle) Engagement und die Aufmerksamkeit für den Frauenfußball, der sich dies schon lange verdient hat, andererseits blutet als Traditionalist mein Herz, dass die mit viel persönlicher Leidenschaft gelenkten Vereine, die sich schon früh dem Frauenfußball verschrieben haben, immer stärker in ein eher aussichtsloses Hintertreffen geraten.
Wie immer im Leben - alles hat zwei Seiten!
Mich würde interessieren, wie Ihr die Entwicklung wahrnehmt und bewertet?
Teams wie Essen, Potsdam, Sand, Andernach etc. werden bestenfalls dauerhaft in der 2. Liga reüssieren.
Einerseits freut mich das erhöhte (insbesondere finanzielle) Engagement und die Aufmerksamkeit für den Frauenfußball, der sich dies schon lange verdient hat, andererseits blutet als Traditionalist mein Herz, dass die mit viel persönlicher Leidenschaft gelenkten Vereine, die sich schon früh dem Frauenfußball verschrieben haben, immer stärker in ein eher aussichtsloses Hintertreffen geraten.
Wie immer im Leben - alles hat zwei Seiten!
Mich würde interessieren, wie Ihr die Entwicklung wahrnehmt und bewertet?
Du hast die zwei Seiten der Medaille ja schon sehr gut beschrieben. Gerne beteilige ich mich mit meinen Gedanken dazu an der Diskussion.
Wir befinden uns im Frauenfußball seit geraumer Zeit in einem historischen Strukturwandel, der weg vom leidenschaftlichen Pionierverein hin zu einer hochprofessionalisierten Abteilung eines etablierten (Männer-)Vereins führt.
Die leuchtende Seite der Medaille zeigt deutliche Vorteile für den Frauenfußball. Da sehe ich zum einen die Professionalisierung und Reichweite.
Mit den großen Vereinen, die in den letzten Jahren schon dazu kamen und der weitere Einzug der großen Namen, nächste Saison VfB Stuttgart und vermutlich Mainz 05 sowie in absehbarer Zeit BVB und S04 etc., bringt dem Frauenfußball Ressourcen, von denen man vor 10 Jahren nur zu träumen wagte.
Das zeigt sich in der Infrastruktur, die Frauen profitieren von den medizinischen Abteilungen, den professionellen Trainigsplätzen und nicht zuletzt von den Scouting-Netzwerken, das alles auf dem Bundesliga Niveau der Männer basiert.
Die höhere Medienpräsenz und die folgerichtig steigenden Zuschauerzahlen, und auch die Tatsache, dass viele Fans des (Männer-)Vereins auch mal zu den Spielen der Frauen gehen, weil eben der Lieblingsverein spielt (und sich dann infizieren lassen, so wie bei mir geschehen ) erhöhen massiv die Sichtbarkeit.
Das hat in der Vergangenheit schon dazu geführt, den Frauenfussball aus der Nische herauszuführen, gleichwohl dieser Prozess noch lange nicht abgeschlossen ist. Es wird (hoffentlich) bald nicht mehr so sein, dass ein, wenn auch neu geschaffener internationaler Wettbewerb, wie der Europa-Cup, übertragungstechnisch über den gesamten Wettbewerb so komplett unter dem Radar läuft.
Jetzt mein Blick auf die wehmütige Seite der Medaille.
Da sehe ich vor allem den Verlust der Identität. Für Traditionalisten und Liebhaber des reinen Frauenfußballs ist diese Entwicklung sicher schmerzhaft. Vereine wie Turbine Potsdam, 1. FFC Frankfurt, FCR Duisburg, GW Brauweiler, TSV Siegen, SSG Bergisch Gladbach usw. waren sehr erfolgreich und sozusagen die Leuchttürme ihrer jeweiligen Zeit.
Jetzt findet zunehmend ein Verdrängungswettbewerb statt, die verbliebenen kleinen Vereine wie Turbine Potsdam, SC Sand, SG Andernach und nicht zuletzt die SGS Essen können finanziell nicht mehr mithalten. Gerade die SGS Essen hat jahrelang durch exzellente Jugendarbeit große Spielerinnen, nur beispielhaft Lea Schüller und Lena Oberdorf, hervorgebracht, heute bedienen sich nun die finanzstarken Vereine direkt an der Quelle.
Eine weiterer Punkt ist die Abhängigkeit, die durch diese Entwicklung entsteht. Ich befürchte, der Frauenfußball wird oft doch in letzter Konsequenz ein "Anhängsel" werden, mit der Folge, dass, wenn es beim Stammverein kriselt die Frauenabteilung evtl. die erste ist, bei der gespart wird. Spannend wäre zu beobachten, wie sich das auf die Wölfinnen auswirkt, sollte der VfL Wolfsburg bei den Männern absteigen.
Reine Frauenfußballvereine hatten ihr Schicksal dahingehend noch selbst in der Hand (zumindest ideell).
Am bedauerlichsten empfinde ich persönlich als alter Nostalgiker aber den Charmeverlust. Die Pioniermentalität und die zur Zeit großteils noch vorhandene familiäre Atmosphäre weichen zunehmend einem durchgetakteten Businessmodell. Mit der SGS Essen verlässt wohl das letzte "gallische Dorf" die Bundesliga und beendet ein langes erfolgreiches Kapitel der "kleinen" Frauenfußballvereine.
Als Fazit möchte ich festhalten, wie du ja auch schon in deinem Post geschrieben hast, die Frauen gewinnen Stabilität und Professionalität, verlieren aber Vielfalt und Fußballromantik. Die gleiche Kommerzialisierungswelle hat der Männerfußball ja auch durchgemacht und schon Jahrzehnte hinter sich, bei den Frauen geschieht das alles gerade etwas in Zeitraffer.
Durch die aktuelle Entwicklung bieten sich für die Spielerinnen ungeahnte neue Möglichkeiten der spielerischen Entwicklung auch auf internationaler Bühne mit den entsprechenden finanziellen Verdienstmöglichkeiten. Ich gönne es ihnen, denn letztendlich geht es primär um den Benefit für sie als Protagonistinnen und nicht um die Bedürfnisbefriedigung von uns als Fans.
Ich werde, wie schon geschrieben, den Verlust des Charmes und der familiären Atmosphäre bedauern, und hoffe, dass es noch eine Zeit dauern wird, bis davon nichts mehr da ist. Aber die Entwicklung lässt sich nicht mehr aufhalten und im Sinne der Spielerinnen ist das auch gut so.
Mir steht es auch gar nicht zu, allzu sehr auf der Nostalgieebene rumzueiern. Ich bin jetzt 57 Jahre alt und mein erstes Spiel der Frauen habe ich am 17.10.2021 live im Stadion gesehen. Die Jahre vorher war der Frauenfußball für mich auch nicht sichtbar, also ich bin sozusagen auch erst ein Kind des Professionalisierungsprozesses, aber das Herzbluten der Tradionalisten, die schon sehr lange dem Frauenfußball verbunden sind, kann ich sehr gut nachvollziehen.
Wir befinden uns im Frauenfußball seit geraumer Zeit in einem historischen Strukturwandel, der weg vom leidenschaftlichen Pionierverein hin zu einer hochprofessionalisierten Abteilung eines etablierten (Männer-)Vereins führt.
Die leuchtende Seite der Medaille zeigt deutliche Vorteile für den Frauenfußball. Da sehe ich zum einen die Professionalisierung und Reichweite.
Mit den großen Vereinen, die in den letzten Jahren schon dazu kamen und der weitere Einzug der großen Namen, nächste Saison VfB Stuttgart und vermutlich Mainz 05 sowie in absehbarer Zeit BVB und S04 etc., bringt dem Frauenfußball Ressourcen, von denen man vor 10 Jahren nur zu träumen wagte.
Das zeigt sich in der Infrastruktur, die Frauen profitieren von den medizinischen Abteilungen, den professionellen Trainigsplätzen und nicht zuletzt von den Scouting-Netzwerken, das alles auf dem Bundesliga Niveau der Männer basiert.
Die höhere Medienpräsenz und die folgerichtig steigenden Zuschauerzahlen, und auch die Tatsache, dass viele Fans des (Männer-)Vereins auch mal zu den Spielen der Frauen gehen, weil eben der Lieblingsverein spielt (und sich dann infizieren lassen, so wie bei mir geschehen ) erhöhen massiv die Sichtbarkeit.
Das hat in der Vergangenheit schon dazu geführt, den Frauenfussball aus der Nische herauszuführen, gleichwohl dieser Prozess noch lange nicht abgeschlossen ist. Es wird (hoffentlich) bald nicht mehr so sein, dass ein, wenn auch neu geschaffener internationaler Wettbewerb, wie der Europa-Cup, übertragungstechnisch über den gesamten Wettbewerb so komplett unter dem Radar läuft.
Jetzt mein Blick auf die wehmütige Seite der Medaille.
Da sehe ich vor allem den Verlust der Identität. Für Traditionalisten und Liebhaber des reinen Frauenfußballs ist diese Entwicklung sicher schmerzhaft. Vereine wie Turbine Potsdam, 1. FFC Frankfurt, FCR Duisburg, GW Brauweiler, TSV Siegen, SSG Bergisch Gladbach usw. waren sehr erfolgreich und sozusagen die Leuchttürme ihrer jeweiligen Zeit.
Jetzt findet zunehmend ein Verdrängungswettbewerb statt, die verbliebenen kleinen Vereine wie Turbine Potsdam, SC Sand, SG Andernach und nicht zuletzt die SGS Essen können finanziell nicht mehr mithalten. Gerade die SGS Essen hat jahrelang durch exzellente Jugendarbeit große Spielerinnen, nur beispielhaft Lea Schüller und Lena Oberdorf, hervorgebracht, heute bedienen sich nun die finanzstarken Vereine direkt an der Quelle.
Eine weiterer Punkt ist die Abhängigkeit, die durch diese Entwicklung entsteht. Ich befürchte, der Frauenfußball wird oft doch in letzter Konsequenz ein "Anhängsel" werden, mit der Folge, dass, wenn es beim Stammverein kriselt die Frauenabteilung evtl. die erste ist, bei der gespart wird. Spannend wäre zu beobachten, wie sich das auf die Wölfinnen auswirkt, sollte der VfL Wolfsburg bei den Männern absteigen.
Reine Frauenfußballvereine hatten ihr Schicksal dahingehend noch selbst in der Hand (zumindest ideell).
Am bedauerlichsten empfinde ich persönlich als alter Nostalgiker aber den Charmeverlust. Die Pioniermentalität und die zur Zeit großteils noch vorhandene familiäre Atmosphäre weichen zunehmend einem durchgetakteten Businessmodell. Mit der SGS Essen verlässt wohl das letzte "gallische Dorf" die Bundesliga und beendet ein langes erfolgreiches Kapitel der "kleinen" Frauenfußballvereine.
Als Fazit möchte ich festhalten, wie du ja auch schon in deinem Post geschrieben hast, die Frauen gewinnen Stabilität und Professionalität, verlieren aber Vielfalt und Fußballromantik. Die gleiche Kommerzialisierungswelle hat der Männerfußball ja auch durchgemacht und schon Jahrzehnte hinter sich, bei den Frauen geschieht das alles gerade etwas in Zeitraffer.
Durch die aktuelle Entwicklung bieten sich für die Spielerinnen ungeahnte neue Möglichkeiten der spielerischen Entwicklung auch auf internationaler Bühne mit den entsprechenden finanziellen Verdienstmöglichkeiten. Ich gönne es ihnen, denn letztendlich geht es primär um den Benefit für sie als Protagonistinnen und nicht um die Bedürfnisbefriedigung von uns als Fans.
Ich werde, wie schon geschrieben, den Verlust des Charmes und der familiären Atmosphäre bedauern, und hoffe, dass es noch eine Zeit dauern wird, bis davon nichts mehr da ist. Aber die Entwicklung lässt sich nicht mehr aufhalten und im Sinne der Spielerinnen ist das auch gut so.
Mir steht es auch gar nicht zu, allzu sehr auf der Nostalgieebene rumzueiern. Ich bin jetzt 57 Jahre alt und mein erstes Spiel der Frauen habe ich am 17.10.2021 live im Stadion gesehen. Die Jahre vorher war der Frauenfußball für mich auch nicht sichtbar, also ich bin sozusagen auch erst ein Kind des Professionalisierungsprozesses, aber das Herzbluten der Tradionalisten, die schon sehr lange dem Frauenfußball verbunden sind, kann ich sehr gut nachvollziehen.
Sehr starke Mannschaftsleistung in einem guten Spiel, zu dem auch Freiburg beigetragen hat, und einem letztlich verdienten Sieg. Hat richtig Spaß gemacht zuzuschauen. Auf Seiten von Freiburg ist mir Blumenberg aufgefallen, die einige richtig gute Moves hatte.
Insgesamt bestätigt sich der Eindruck, dass sich unsere Mannschaft insgesamt stabilisiert hat und so auch den 3. Tabellenplatz sichern kann (evtl. auch mehr, falls Wolfsburg nochmal schwächelt).
Insgesamt bestätigt sich der Eindruck, dass sich unsere Mannschaft insgesamt stabilisiert hat und so auch den 3. Tabellenplatz sichern kann (evtl. auch mehr, falls Wolfsburg nochmal schwächelt).
WOW!! Hatte ich neulich noch gesagt, dass ihr Abgang nicht zu kompensieren ist, macht sie das mit ihrer Rückkehr jetzt selbst. Eine freudige Überraschung und ich hoffe, dass unsere talentierten Abwehrspielerinnen das nicht als Mißtrauen interpretieren, sondern hierin die Chance sehen und ergreifen, von ihrer Erfahrung zu lernen und sich an ihrer Seite auf ein neues Level zu bringen.
Jetzt habe ich aber mal so richtig Bock auf die Rückrunde!
Welcome back, Sara!
Jetzt habe ich aber mal so richtig Bock auf die Rückrunde!
Welcome back, Sara!
Der Umbruch in dieser Saison ist halt doch zu gravierend. Die junge Abwehr in vielen Situationen zu unsicher (der Verlust insbesondere von Doorsun ist nicht zu kompensieren), Wolter hat ihren Zenit überschritten, Gräwe und Reuteler schon die gesamte Saison eher unter ihrem Leistungsvermögen, Memeti bringt zu selten ihre Energie auf dem Platz und im Sturm „verkünsteln“ sie sich zu oft, worunter die Torabschlüsse leiden. Mit den Ausfällen von Ilestedt und Blomquvist fehlten heute auch noch zwei wichtige Leistungsträgerinnen. Freigang heute mit ordentlichem Spiel, ruft es aber in der Saison bislang auch noch zu selten ab. Lediglich Anyomi, Altenburg und mit Abstrichen Lührßen und Senß liefern kontinuierlich ab. Warum Chiba so wenig Starteinsätze erhält, weiß das Trainerteam allein.
Es ist zwar schade, weil man sich so ein bisschen an die Rolle als „3. Macht“ im Frauenfußball gewöhnt hat, aber vermutlich wird es diese Saison eher nur zu einem vorderen Mittelfeldplatz reichen. Kann ich mit leben, wenn in der nächsten Saison dann nur ein geringer Aderlass erfolgt und man dann gefestigt wieder die vorderen Plätze angreift.
Zum heutigen Spiel: Frankfurter Dominanz, aber geringe Effizienz. Ein verdientes Unentschieden von den kämpferischen Unionerinnen, die zwar spielerisch unterlegen waren, aber einen stärkeren Willen gezeigt haben.
Es ist zwar schade, weil man sich so ein bisschen an die Rolle als „3. Macht“ im Frauenfußball gewöhnt hat, aber vermutlich wird es diese Saison eher nur zu einem vorderen Mittelfeldplatz reichen. Kann ich mit leben, wenn in der nächsten Saison dann nur ein geringer Aderlass erfolgt und man dann gefestigt wieder die vorderen Plätze angreift.
Zum heutigen Spiel: Frankfurter Dominanz, aber geringe Effizienz. Ein verdientes Unentschieden von den kämpferischen Unionerinnen, die zwar spielerisch unterlegen waren, aber einen stärkeren Willen gezeigt haben.
Gilt in Frankfurt neuerdings die Losung „wer verteidigt, der beleidigt!“? Das ist ein Fiasko!
loopie1970 schrieb:
Gilt in Frankfurt neuerdings die Losung „wer verteidigt, der beleidigt!“? Das ist ein Fiasko!
Wenn man sich mal die Statistikwerte der Cluberinnen anschaut und dazu den Spielstand, erkennt man schon, dass die Leisting unserer Abwehr heute irgendwas zwischen ernüchternd und unverschämt war, egal wie das hier noch ausgeht.
Sieg!!! Damit war nach dem Köln-Spiel nicht wirklich zu rechnen, um so mehr freut mich, dass sie all das, was ich gegen Köln noch vermisst habe, mit doppeltem Einsatz wettgemacht haben. Glückwunsch Mädels, was für eine tolle Partie. Und Lina Altenburg einfach überragend - fantastische Leistung.
Gute erste Hälfte - im Gegensatz zur ersten Hälfte vergangenen Mittwoch. Raso aus meiner Sicht ein belebendes Element, Freigang deutlich verbessert und Senß mit einer starken Partie im Mittelfeld. Die berechtigte rote Karte für Lührßen schade, weil sie auch gut im Spiel war, aber so etwas passiert. Überragend von Altenburg, wie sie den Elfer rausfischt. Hoffentlich halten sie nun den zu erwartenden Ansturm der Wolfsburgerinnen stand!
Eine völlig indiskutable „Leistung“ in der ersten Hälfte. Man konnte froh sein, nur mit einem 0:1 in die Pause zu gehen. Die Kölnerinnen in allen Belangen zielstrebiger, laufbereiter, passsicherer und einfach mental schneller. Lediglich in den letzten 10 Minuten der zweiten Hälfte haben unsere zumindest den Kampf angenommen und Anyomi den Ball zum Glück noch „reinbrutalisiert“.
Aktuell ist die Mannschaft und ihre Spielidee nur Mittelmaß. Ich hoffe, dass die Trainerbank endlich andere und bessere Impulse findet als sich in jedem Spiel zuerst eine gelbe Karte wegen kleinlichem (und auch peinlichem) Meckerns einzufangen und dann erst ab der 70. Minute durch Spielerwechsel zu versuchen, dem Spiel eine Wendung zu geben.
Das einzig Positive am heutigen Stadionbesuch war die kurze Wartezeit bei den Versorgungsständen…
Aktuell ist die Mannschaft und ihre Spielidee nur Mittelmaß. Ich hoffe, dass die Trainerbank endlich andere und bessere Impulse findet als sich in jedem Spiel zuerst eine gelbe Karte wegen kleinlichem (und auch peinlichem) Meckerns einzufangen und dann erst ab der 70. Minute durch Spielerwechsel zu versuchen, dem Spiel eine Wendung zu geben.
Das einzig Positive am heutigen Stadionbesuch war die kurze Wartezeit bei den Versorgungsständen…
loopie1970 schrieb:
...und Anyomi den Ball zum Glück noch „reinbrutalisiert“.
Treffend formuliert.
1. Sind die Frauen von Bayer Leverkusen eher unser Gegner, den es gilt auf Abstand zu halten und...
2. Möchte ich, dass die Serie der Bayern mit im Moment 46 Bundesligaspielen ohne Niederlage erst am diesjährigen Tag der Deutschen Einheit endet und nicht heute schon.