loopie1970
2658
Ich mache es mir heute einfach. Dem Post von Loopie1970 bezüglich des Spiels schließe ich mich vollumfänglich an, er trifft den Nagel auf den Kopf.
Herzlichen Glückwunsch unseren Frauen zum Erreichen des internationalen Wettbewerbs, das hätten viele nach dem Umbruch nicht vermutet.
Vielen Dank für die über weite Strecken tolle Saison und allen Spielerinnen, die uns verlassen alles Gute für die Zukunft, ein dickes Danke für die Jahre im Trikot unserer Eintracht, viel Erfolg bei den neuen Vereinen und vor allem, bleibt alle gesund!
Herzlichen Glückwunsch unseren Frauen zum Erreichen des internationalen Wettbewerbs, das hätten viele nach dem Umbruch nicht vermutet.
Vielen Dank für die über weite Strecken tolle Saison und allen Spielerinnen, die uns verlassen alles Gute für die Zukunft, ein dickes Danke für die Jahre im Trikot unserer Eintracht, viel Erfolg bei den neuen Vereinen und vor allem, bleibt alle gesund!
loopie1970 schrieb:
...der einzige Verein im nächsten Jahr mit einer Zweitvertretung in der 2. Liga sind...
Kurz dazu, auch wenns hier OT ist:
Das wird glaube ich nicht so sein. Hoffenheim II hat heute den 1. Platz in der Regionalliga Süd eingetütet und wenn ich recht erinnere, steigen die Meisterinnen der Regionalliga Süd direkt auf, während die Meisterinnen der anderen Regionalligen noch eine Relegation spielen müssen. Weiterhin besteht noch die Möglichkeit, dass der 1. FC Köln II Meister in der Regionalliga West wird (Alternativ BVB) und es evtl auch noch in Liga 2 schafft.
Du hast die zwei Seiten der Medaille ja schon sehr gut beschrieben. Gerne beteilige ich mich mit meinen Gedanken dazu an der Diskussion.
Wir befinden uns im Frauenfußball seit geraumer Zeit in einem historischen Strukturwandel, der weg vom leidenschaftlichen Pionierverein hin zu einer hochprofessionalisierten Abteilung eines etablierten (Männer-)Vereins führt.
Die leuchtende Seite der Medaille zeigt deutliche Vorteile für den Frauenfußball. Da sehe ich zum einen die Professionalisierung und Reichweite.
Mit den großen Vereinen, die in den letzten Jahren schon dazu kamen und der weitere Einzug der großen Namen, nächste Saison VfB Stuttgart und vermutlich Mainz 05 sowie in absehbarer Zeit BVB und S04 etc., bringt dem Frauenfußball Ressourcen, von denen man vor 10 Jahren nur zu träumen wagte.
Das zeigt sich in der Infrastruktur, die Frauen profitieren von den medizinischen Abteilungen, den professionellen Trainigsplätzen und nicht zuletzt von den Scouting-Netzwerken, das alles auf dem Bundesliga Niveau der Männer basiert.
Die höhere Medienpräsenz und die folgerichtig steigenden Zuschauerzahlen, und auch die Tatsache, dass viele Fans des (Männer-)Vereins auch mal zu den Spielen der Frauen gehen, weil eben der Lieblingsverein spielt (und sich dann infizieren lassen, so wie bei mir geschehen ) erhöhen massiv die Sichtbarkeit.
Das hat in der Vergangenheit schon dazu geführt, den Frauenfussball aus der Nische herauszuführen, gleichwohl dieser Prozess noch lange nicht abgeschlossen ist. Es wird (hoffentlich) bald nicht mehr so sein, dass ein, wenn auch neu geschaffener internationaler Wettbewerb, wie der Europa-Cup, übertragungstechnisch über den gesamten Wettbewerb so komplett unter dem Radar läuft.
Jetzt mein Blick auf die wehmütige Seite der Medaille.
Da sehe ich vor allem den Verlust der Identität. Für Traditionalisten und Liebhaber des reinen Frauenfußballs ist diese Entwicklung sicher schmerzhaft. Vereine wie Turbine Potsdam, 1. FFC Frankfurt, FCR Duisburg, GW Brauweiler, TSV Siegen, SSG Bergisch Gladbach usw. waren sehr erfolgreich und sozusagen die Leuchttürme ihrer jeweiligen Zeit.
Jetzt findet zunehmend ein Verdrängungswettbewerb statt, die verbliebenen kleinen Vereine wie Turbine Potsdam, SC Sand, SG Andernach und nicht zuletzt die SGS Essen können finanziell nicht mehr mithalten. Gerade die SGS Essen hat jahrelang durch exzellente Jugendarbeit große Spielerinnen, nur beispielhaft Lea Schüller und Lena Oberdorf, hervorgebracht, heute bedienen sich nun die finanzstarken Vereine direkt an der Quelle.
Eine weiterer Punkt ist die Abhängigkeit, die durch diese Entwicklung entsteht. Ich befürchte, der Frauenfußball wird oft doch in letzter Konsequenz ein "Anhängsel" werden, mit der Folge, dass, wenn es beim Stammverein kriselt die Frauenabteilung evtl. die erste ist, bei der gespart wird. Spannend wäre zu beobachten, wie sich das auf die Wölfinnen auswirkt, sollte der VfL Wolfsburg bei den Männern absteigen.
Reine Frauenfußballvereine hatten ihr Schicksal dahingehend noch selbst in der Hand (zumindest ideell).
Am bedauerlichsten empfinde ich persönlich als alter Nostalgiker aber den Charmeverlust. Die Pioniermentalität und die zur Zeit großteils noch vorhandene familiäre Atmosphäre weichen zunehmend einem durchgetakteten Businessmodell. Mit der SGS Essen verlässt wohl das letzte "gallische Dorf" die Bundesliga und beendet ein langes erfolgreiches Kapitel der "kleinen" Frauenfußballvereine.
Als Fazit möchte ich festhalten, wie du ja auch schon in deinem Post geschrieben hast, die Frauen gewinnen Stabilität und Professionalität, verlieren aber Vielfalt und Fußballromantik. Die gleiche Kommerzialisierungswelle hat der Männerfußball ja auch durchgemacht und schon Jahrzehnte hinter sich, bei den Frauen geschieht das alles gerade etwas in Zeitraffer.
Durch die aktuelle Entwicklung bieten sich für die Spielerinnen ungeahnte neue Möglichkeiten der spielerischen Entwicklung auch auf internationaler Bühne mit den entsprechenden finanziellen Verdienstmöglichkeiten. Ich gönne es ihnen, denn letztendlich geht es primär um den Benefit für sie als Protagonistinnen und nicht um die Bedürfnisbefriedigung von uns als Fans.
Ich werde, wie schon geschrieben, den Verlust des Charmes und der familiären Atmosphäre bedauern, und hoffe, dass es noch eine Zeit dauern wird, bis davon nichts mehr da ist. Aber die Entwicklung lässt sich nicht mehr aufhalten und im Sinne der Spielerinnen ist das auch gut so.
Mir steht es auch gar nicht zu, allzu sehr auf der Nostalgieebene rumzueiern. Ich bin jetzt 57 Jahre alt und mein erstes Spiel der Frauen habe ich am 17.10.2021 live im Stadion gesehen. Die Jahre vorher war der Frauenfußball für mich auch nicht sichtbar, also ich bin sozusagen auch erst ein Kind des Professionalisierungsprozesses, aber das Herzbluten der Tradionalisten, die schon sehr lange dem Frauenfußball verbunden sind, kann ich sehr gut nachvollziehen.
Wir befinden uns im Frauenfußball seit geraumer Zeit in einem historischen Strukturwandel, der weg vom leidenschaftlichen Pionierverein hin zu einer hochprofessionalisierten Abteilung eines etablierten (Männer-)Vereins führt.
Die leuchtende Seite der Medaille zeigt deutliche Vorteile für den Frauenfußball. Da sehe ich zum einen die Professionalisierung und Reichweite.
Mit den großen Vereinen, die in den letzten Jahren schon dazu kamen und der weitere Einzug der großen Namen, nächste Saison VfB Stuttgart und vermutlich Mainz 05 sowie in absehbarer Zeit BVB und S04 etc., bringt dem Frauenfußball Ressourcen, von denen man vor 10 Jahren nur zu träumen wagte.
Das zeigt sich in der Infrastruktur, die Frauen profitieren von den medizinischen Abteilungen, den professionellen Trainigsplätzen und nicht zuletzt von den Scouting-Netzwerken, das alles auf dem Bundesliga Niveau der Männer basiert.
Die höhere Medienpräsenz und die folgerichtig steigenden Zuschauerzahlen, und auch die Tatsache, dass viele Fans des (Männer-)Vereins auch mal zu den Spielen der Frauen gehen, weil eben der Lieblingsverein spielt (und sich dann infizieren lassen, so wie bei mir geschehen ) erhöhen massiv die Sichtbarkeit.
Das hat in der Vergangenheit schon dazu geführt, den Frauenfussball aus der Nische herauszuführen, gleichwohl dieser Prozess noch lange nicht abgeschlossen ist. Es wird (hoffentlich) bald nicht mehr so sein, dass ein, wenn auch neu geschaffener internationaler Wettbewerb, wie der Europa-Cup, übertragungstechnisch über den gesamten Wettbewerb so komplett unter dem Radar läuft.
Jetzt mein Blick auf die wehmütige Seite der Medaille.
Da sehe ich vor allem den Verlust der Identität. Für Traditionalisten und Liebhaber des reinen Frauenfußballs ist diese Entwicklung sicher schmerzhaft. Vereine wie Turbine Potsdam, 1. FFC Frankfurt, FCR Duisburg, GW Brauweiler, TSV Siegen, SSG Bergisch Gladbach usw. waren sehr erfolgreich und sozusagen die Leuchttürme ihrer jeweiligen Zeit.
Jetzt findet zunehmend ein Verdrängungswettbewerb statt, die verbliebenen kleinen Vereine wie Turbine Potsdam, SC Sand, SG Andernach und nicht zuletzt die SGS Essen können finanziell nicht mehr mithalten. Gerade die SGS Essen hat jahrelang durch exzellente Jugendarbeit große Spielerinnen, nur beispielhaft Lea Schüller und Lena Oberdorf, hervorgebracht, heute bedienen sich nun die finanzstarken Vereine direkt an der Quelle.
Eine weiterer Punkt ist die Abhängigkeit, die durch diese Entwicklung entsteht. Ich befürchte, der Frauenfußball wird oft doch in letzter Konsequenz ein "Anhängsel" werden, mit der Folge, dass, wenn es beim Stammverein kriselt die Frauenabteilung evtl. die erste ist, bei der gespart wird. Spannend wäre zu beobachten, wie sich das auf die Wölfinnen auswirkt, sollte der VfL Wolfsburg bei den Männern absteigen.
Reine Frauenfußballvereine hatten ihr Schicksal dahingehend noch selbst in der Hand (zumindest ideell).
Am bedauerlichsten empfinde ich persönlich als alter Nostalgiker aber den Charmeverlust. Die Pioniermentalität und die zur Zeit großteils noch vorhandene familiäre Atmosphäre weichen zunehmend einem durchgetakteten Businessmodell. Mit der SGS Essen verlässt wohl das letzte "gallische Dorf" die Bundesliga und beendet ein langes erfolgreiches Kapitel der "kleinen" Frauenfußballvereine.
Als Fazit möchte ich festhalten, wie du ja auch schon in deinem Post geschrieben hast, die Frauen gewinnen Stabilität und Professionalität, verlieren aber Vielfalt und Fußballromantik. Die gleiche Kommerzialisierungswelle hat der Männerfußball ja auch durchgemacht und schon Jahrzehnte hinter sich, bei den Frauen geschieht das alles gerade etwas in Zeitraffer.
Durch die aktuelle Entwicklung bieten sich für die Spielerinnen ungeahnte neue Möglichkeiten der spielerischen Entwicklung auch auf internationaler Bühne mit den entsprechenden finanziellen Verdienstmöglichkeiten. Ich gönne es ihnen, denn letztendlich geht es primär um den Benefit für sie als Protagonistinnen und nicht um die Bedürfnisbefriedigung von uns als Fans.
Ich werde, wie schon geschrieben, den Verlust des Charmes und der familiären Atmosphäre bedauern, und hoffe, dass es noch eine Zeit dauern wird, bis davon nichts mehr da ist. Aber die Entwicklung lässt sich nicht mehr aufhalten und im Sinne der Spielerinnen ist das auch gut so.
Mir steht es auch gar nicht zu, allzu sehr auf der Nostalgieebene rumzueiern. Ich bin jetzt 57 Jahre alt und mein erstes Spiel der Frauen habe ich am 17.10.2021 live im Stadion gesehen. Die Jahre vorher war der Frauenfußball für mich auch nicht sichtbar, also ich bin sozusagen auch erst ein Kind des Professionalisierungsprozesses, aber das Herzbluten der Tradionalisten, die schon sehr lange dem Frauenfußball verbunden sind, kann ich sehr gut nachvollziehen.
Vielen Dank für Deine (wie immer) sehr ausgewogene und detaillierte Betrachtung. Du hast noch einen Punkt eingebracht, den ich bei meinen Gedanken überhaupt nicht berücksichtigt habe: was passiert, wenn die Vereine aufgrund schlechter Performance der Männer zu Einsparungen gezwungen sind? Interessanter Aspekt.
Ich kann all die rationalen Argumente für das stärkere Involvement der großen Vereine nachvollziehen. Und es ist vermutlich der einzige Weg, die Professionalisierung des Frauenfußballs und damit auch entsprechende finanzielle Rahmenbedingungen für die Vollprofis voranzutreiben.
Meine Sorge ist, dass es sich zu einem „Copy&Paste“-Modell des Männerfußball (mit all seinen negativen Begleiterscheinungen, z.B. Berater, korrupte Verbände etc.) entwickelt und das Bodenständige und Nahbare, was für mich aktuell ein absolutes Benefit für die Fans des Frauenfußballs ist, verloren geht. Wir werden sehen.
Ich kann all die rationalen Argumente für das stärkere Involvement der großen Vereine nachvollziehen. Und es ist vermutlich der einzige Weg, die Professionalisierung des Frauenfußballs und damit auch entsprechende finanzielle Rahmenbedingungen für die Vollprofis voranzutreiben.
Meine Sorge ist, dass es sich zu einem „Copy&Paste“-Modell des Männerfußball (mit all seinen negativen Begleiterscheinungen, z.B. Berater, korrupte Verbände etc.) entwickelt und das Bodenständige und Nahbare, was für mich aktuell ein absolutes Benefit für die Fans des Frauenfußballs ist, verloren geht. Wir werden sehen.
Aktuell sieht es danach aus, dass der VfB Stuttgart (sicher) und Mainz 05 (sehr wahrscheinlich) in die erste Liga aufsteigen. Durch den Abstieg von Essen und mit Abstrichen Jena verabschieden sich nun die 2 Teams , bei denen die Frauen- statt der Männerteams das Aushängeschild des Vereins darstellten. In der nächsten Saison werden dann nur noch Teams in der 1. Liga spielen, deren Männerteams den Verein dominieren. Mit den ambitionierten Vereinen z.B. aus Dortmund, Mönchengladbach, Bochum wird sich dies vermutlich verfestigen.
Teams wie Essen, Potsdam, Sand, Andernach etc. werden bestenfalls dauerhaft in der 2. Liga reüssieren.
Einerseits freut mich das erhöhte (insbesondere finanzielle) Engagement und die Aufmerksamkeit für den Frauenfußball, der sich dies schon lange verdient hat, andererseits blutet als Traditionalist mein Herz, dass die mit viel persönlicher Leidenschaft gelenkten Vereine, die sich schon früh dem Frauenfußball verschrieben haben, immer stärker in ein eher aussichtsloses Hintertreffen geraten.
Wie immer im Leben - alles hat zwei Seiten!
Mich würde interessieren, wie Ihr die Entwicklung wahrnehmt und bewertet?
Teams wie Essen, Potsdam, Sand, Andernach etc. werden bestenfalls dauerhaft in der 2. Liga reüssieren.
Einerseits freut mich das erhöhte (insbesondere finanzielle) Engagement und die Aufmerksamkeit für den Frauenfußball, der sich dies schon lange verdient hat, andererseits blutet als Traditionalist mein Herz, dass die mit viel persönlicher Leidenschaft gelenkten Vereine, die sich schon früh dem Frauenfußball verschrieben haben, immer stärker in ein eher aussichtsloses Hintertreffen geraten.
Wie immer im Leben - alles hat zwei Seiten!
Mich würde interessieren, wie Ihr die Entwicklung wahrnehmt und bewertet?
Du hast die zwei Seiten der Medaille ja schon sehr gut beschrieben. Gerne beteilige ich mich mit meinen Gedanken dazu an der Diskussion.
Wir befinden uns im Frauenfußball seit geraumer Zeit in einem historischen Strukturwandel, der weg vom leidenschaftlichen Pionierverein hin zu einer hochprofessionalisierten Abteilung eines etablierten (Männer-)Vereins führt.
Die leuchtende Seite der Medaille zeigt deutliche Vorteile für den Frauenfußball. Da sehe ich zum einen die Professionalisierung und Reichweite.
Mit den großen Vereinen, die in den letzten Jahren schon dazu kamen und der weitere Einzug der großen Namen, nächste Saison VfB Stuttgart und vermutlich Mainz 05 sowie in absehbarer Zeit BVB und S04 etc., bringt dem Frauenfußball Ressourcen, von denen man vor 10 Jahren nur zu träumen wagte.
Das zeigt sich in der Infrastruktur, die Frauen profitieren von den medizinischen Abteilungen, den professionellen Trainigsplätzen und nicht zuletzt von den Scouting-Netzwerken, das alles auf dem Bundesliga Niveau der Männer basiert.
Die höhere Medienpräsenz und die folgerichtig steigenden Zuschauerzahlen, und auch die Tatsache, dass viele Fans des (Männer-)Vereins auch mal zu den Spielen der Frauen gehen, weil eben der Lieblingsverein spielt (und sich dann infizieren lassen, so wie bei mir geschehen ) erhöhen massiv die Sichtbarkeit.
Das hat in der Vergangenheit schon dazu geführt, den Frauenfussball aus der Nische herauszuführen, gleichwohl dieser Prozess noch lange nicht abgeschlossen ist. Es wird (hoffentlich) bald nicht mehr so sein, dass ein, wenn auch neu geschaffener internationaler Wettbewerb, wie der Europa-Cup, übertragungstechnisch über den gesamten Wettbewerb so komplett unter dem Radar läuft.
Jetzt mein Blick auf die wehmütige Seite der Medaille.
Da sehe ich vor allem den Verlust der Identität. Für Traditionalisten und Liebhaber des reinen Frauenfußballs ist diese Entwicklung sicher schmerzhaft. Vereine wie Turbine Potsdam, 1. FFC Frankfurt, FCR Duisburg, GW Brauweiler, TSV Siegen, SSG Bergisch Gladbach usw. waren sehr erfolgreich und sozusagen die Leuchttürme ihrer jeweiligen Zeit.
Jetzt findet zunehmend ein Verdrängungswettbewerb statt, die verbliebenen kleinen Vereine wie Turbine Potsdam, SC Sand, SG Andernach und nicht zuletzt die SGS Essen können finanziell nicht mehr mithalten. Gerade die SGS Essen hat jahrelang durch exzellente Jugendarbeit große Spielerinnen, nur beispielhaft Lea Schüller und Lena Oberdorf, hervorgebracht, heute bedienen sich nun die finanzstarken Vereine direkt an der Quelle.
Eine weiterer Punkt ist die Abhängigkeit, die durch diese Entwicklung entsteht. Ich befürchte, der Frauenfußball wird oft doch in letzter Konsequenz ein "Anhängsel" werden, mit der Folge, dass, wenn es beim Stammverein kriselt die Frauenabteilung evtl. die erste ist, bei der gespart wird. Spannend wäre zu beobachten, wie sich das auf die Wölfinnen auswirkt, sollte der VfL Wolfsburg bei den Männern absteigen.
Reine Frauenfußballvereine hatten ihr Schicksal dahingehend noch selbst in der Hand (zumindest ideell).
Am bedauerlichsten empfinde ich persönlich als alter Nostalgiker aber den Charmeverlust. Die Pioniermentalität und die zur Zeit großteils noch vorhandene familiäre Atmosphäre weichen zunehmend einem durchgetakteten Businessmodell. Mit der SGS Essen verlässt wohl das letzte "gallische Dorf" die Bundesliga und beendet ein langes erfolgreiches Kapitel der "kleinen" Frauenfußballvereine.
Als Fazit möchte ich festhalten, wie du ja auch schon in deinem Post geschrieben hast, die Frauen gewinnen Stabilität und Professionalität, verlieren aber Vielfalt und Fußballromantik. Die gleiche Kommerzialisierungswelle hat der Männerfußball ja auch durchgemacht und schon Jahrzehnte hinter sich, bei den Frauen geschieht das alles gerade etwas in Zeitraffer.
Durch die aktuelle Entwicklung bieten sich für die Spielerinnen ungeahnte neue Möglichkeiten der spielerischen Entwicklung auch auf internationaler Bühne mit den entsprechenden finanziellen Verdienstmöglichkeiten. Ich gönne es ihnen, denn letztendlich geht es primär um den Benefit für sie als Protagonistinnen und nicht um die Bedürfnisbefriedigung von uns als Fans.
Ich werde, wie schon geschrieben, den Verlust des Charmes und der familiären Atmosphäre bedauern, und hoffe, dass es noch eine Zeit dauern wird, bis davon nichts mehr da ist. Aber die Entwicklung lässt sich nicht mehr aufhalten und im Sinne der Spielerinnen ist das auch gut so.
Mir steht es auch gar nicht zu, allzu sehr auf der Nostalgieebene rumzueiern. Ich bin jetzt 57 Jahre alt und mein erstes Spiel der Frauen habe ich am 17.10.2021 live im Stadion gesehen. Die Jahre vorher war der Frauenfußball für mich auch nicht sichtbar, also ich bin sozusagen auch erst ein Kind des Professionalisierungsprozesses, aber das Herzbluten der Tradionalisten, die schon sehr lange dem Frauenfußball verbunden sind, kann ich sehr gut nachvollziehen.
Wir befinden uns im Frauenfußball seit geraumer Zeit in einem historischen Strukturwandel, der weg vom leidenschaftlichen Pionierverein hin zu einer hochprofessionalisierten Abteilung eines etablierten (Männer-)Vereins führt.
Die leuchtende Seite der Medaille zeigt deutliche Vorteile für den Frauenfußball. Da sehe ich zum einen die Professionalisierung und Reichweite.
Mit den großen Vereinen, die in den letzten Jahren schon dazu kamen und der weitere Einzug der großen Namen, nächste Saison VfB Stuttgart und vermutlich Mainz 05 sowie in absehbarer Zeit BVB und S04 etc., bringt dem Frauenfußball Ressourcen, von denen man vor 10 Jahren nur zu träumen wagte.
Das zeigt sich in der Infrastruktur, die Frauen profitieren von den medizinischen Abteilungen, den professionellen Trainigsplätzen und nicht zuletzt von den Scouting-Netzwerken, das alles auf dem Bundesliga Niveau der Männer basiert.
Die höhere Medienpräsenz und die folgerichtig steigenden Zuschauerzahlen, und auch die Tatsache, dass viele Fans des (Männer-)Vereins auch mal zu den Spielen der Frauen gehen, weil eben der Lieblingsverein spielt (und sich dann infizieren lassen, so wie bei mir geschehen ) erhöhen massiv die Sichtbarkeit.
Das hat in der Vergangenheit schon dazu geführt, den Frauenfussball aus der Nische herauszuführen, gleichwohl dieser Prozess noch lange nicht abgeschlossen ist. Es wird (hoffentlich) bald nicht mehr so sein, dass ein, wenn auch neu geschaffener internationaler Wettbewerb, wie der Europa-Cup, übertragungstechnisch über den gesamten Wettbewerb so komplett unter dem Radar läuft.
Jetzt mein Blick auf die wehmütige Seite der Medaille.
Da sehe ich vor allem den Verlust der Identität. Für Traditionalisten und Liebhaber des reinen Frauenfußballs ist diese Entwicklung sicher schmerzhaft. Vereine wie Turbine Potsdam, 1. FFC Frankfurt, FCR Duisburg, GW Brauweiler, TSV Siegen, SSG Bergisch Gladbach usw. waren sehr erfolgreich und sozusagen die Leuchttürme ihrer jeweiligen Zeit.
Jetzt findet zunehmend ein Verdrängungswettbewerb statt, die verbliebenen kleinen Vereine wie Turbine Potsdam, SC Sand, SG Andernach und nicht zuletzt die SGS Essen können finanziell nicht mehr mithalten. Gerade die SGS Essen hat jahrelang durch exzellente Jugendarbeit große Spielerinnen, nur beispielhaft Lea Schüller und Lena Oberdorf, hervorgebracht, heute bedienen sich nun die finanzstarken Vereine direkt an der Quelle.
Eine weiterer Punkt ist die Abhängigkeit, die durch diese Entwicklung entsteht. Ich befürchte, der Frauenfußball wird oft doch in letzter Konsequenz ein "Anhängsel" werden, mit der Folge, dass, wenn es beim Stammverein kriselt die Frauenabteilung evtl. die erste ist, bei der gespart wird. Spannend wäre zu beobachten, wie sich das auf die Wölfinnen auswirkt, sollte der VfL Wolfsburg bei den Männern absteigen.
Reine Frauenfußballvereine hatten ihr Schicksal dahingehend noch selbst in der Hand (zumindest ideell).
Am bedauerlichsten empfinde ich persönlich als alter Nostalgiker aber den Charmeverlust. Die Pioniermentalität und die zur Zeit großteils noch vorhandene familiäre Atmosphäre weichen zunehmend einem durchgetakteten Businessmodell. Mit der SGS Essen verlässt wohl das letzte "gallische Dorf" die Bundesliga und beendet ein langes erfolgreiches Kapitel der "kleinen" Frauenfußballvereine.
Als Fazit möchte ich festhalten, wie du ja auch schon in deinem Post geschrieben hast, die Frauen gewinnen Stabilität und Professionalität, verlieren aber Vielfalt und Fußballromantik. Die gleiche Kommerzialisierungswelle hat der Männerfußball ja auch durchgemacht und schon Jahrzehnte hinter sich, bei den Frauen geschieht das alles gerade etwas in Zeitraffer.
Durch die aktuelle Entwicklung bieten sich für die Spielerinnen ungeahnte neue Möglichkeiten der spielerischen Entwicklung auch auf internationaler Bühne mit den entsprechenden finanziellen Verdienstmöglichkeiten. Ich gönne es ihnen, denn letztendlich geht es primär um den Benefit für sie als Protagonistinnen und nicht um die Bedürfnisbefriedigung von uns als Fans.
Ich werde, wie schon geschrieben, den Verlust des Charmes und der familiären Atmosphäre bedauern, und hoffe, dass es noch eine Zeit dauern wird, bis davon nichts mehr da ist. Aber die Entwicklung lässt sich nicht mehr aufhalten und im Sinne der Spielerinnen ist das auch gut so.
Mir steht es auch gar nicht zu, allzu sehr auf der Nostalgieebene rumzueiern. Ich bin jetzt 57 Jahre alt und mein erstes Spiel der Frauen habe ich am 17.10.2021 live im Stadion gesehen. Die Jahre vorher war der Frauenfußball für mich auch nicht sichtbar, also ich bin sozusagen auch erst ein Kind des Professionalisierungsprozesses, aber das Herzbluten der Tradionalisten, die schon sehr lange dem Frauenfußball verbunden sind, kann ich sehr gut nachvollziehen.
Sehr starke Mannschaftsleistung in einem guten Spiel, zu dem auch Freiburg beigetragen hat, und einem letztlich verdienten Sieg. Hat richtig Spaß gemacht zuzuschauen. Auf Seiten von Freiburg ist mir Blumenberg aufgefallen, die einige richtig gute Moves hatte.
Insgesamt bestätigt sich der Eindruck, dass sich unsere Mannschaft insgesamt stabilisiert hat und so auch den 3. Tabellenplatz sichern kann (evtl. auch mehr, falls Wolfsburg nochmal schwächelt).
Insgesamt bestätigt sich der Eindruck, dass sich unsere Mannschaft insgesamt stabilisiert hat und so auch den 3. Tabellenplatz sichern kann (evtl. auch mehr, falls Wolfsburg nochmal schwächelt).
WOW!! Hatte ich neulich noch gesagt, dass ihr Abgang nicht zu kompensieren ist, macht sie das mit ihrer Rückkehr jetzt selbst. Eine freudige Überraschung und ich hoffe, dass unsere talentierten Abwehrspielerinnen das nicht als Mißtrauen interpretieren, sondern hierin die Chance sehen und ergreifen, von ihrer Erfahrung zu lernen und sich an ihrer Seite auf ein neues Level zu bringen.
Jetzt habe ich aber mal so richtig Bock auf die Rückrunde!
Welcome back, Sara!
Jetzt habe ich aber mal so richtig Bock auf die Rückrunde!
Welcome back, Sara!
Der Umbruch in dieser Saison ist halt doch zu gravierend. Die junge Abwehr in vielen Situationen zu unsicher (der Verlust insbesondere von Doorsun ist nicht zu kompensieren), Wolter hat ihren Zenit überschritten, Gräwe und Reuteler schon die gesamte Saison eher unter ihrem Leistungsvermögen, Memeti bringt zu selten ihre Energie auf dem Platz und im Sturm „verkünsteln“ sie sich zu oft, worunter die Torabschlüsse leiden. Mit den Ausfällen von Ilestedt und Blomquvist fehlten heute auch noch zwei wichtige Leistungsträgerinnen. Freigang heute mit ordentlichem Spiel, ruft es aber in der Saison bislang auch noch zu selten ab. Lediglich Anyomi, Altenburg und mit Abstrichen Lührßen und Senß liefern kontinuierlich ab. Warum Chiba so wenig Starteinsätze erhält, weiß das Trainerteam allein.
Es ist zwar schade, weil man sich so ein bisschen an die Rolle als „3. Macht“ im Frauenfußball gewöhnt hat, aber vermutlich wird es diese Saison eher nur zu einem vorderen Mittelfeldplatz reichen. Kann ich mit leben, wenn in der nächsten Saison dann nur ein geringer Aderlass erfolgt und man dann gefestigt wieder die vorderen Plätze angreift.
Zum heutigen Spiel: Frankfurter Dominanz, aber geringe Effizienz. Ein verdientes Unentschieden von den kämpferischen Unionerinnen, die zwar spielerisch unterlegen waren, aber einen stärkeren Willen gezeigt haben.
Es ist zwar schade, weil man sich so ein bisschen an die Rolle als „3. Macht“ im Frauenfußball gewöhnt hat, aber vermutlich wird es diese Saison eher nur zu einem vorderen Mittelfeldplatz reichen. Kann ich mit leben, wenn in der nächsten Saison dann nur ein geringer Aderlass erfolgt und man dann gefestigt wieder die vorderen Plätze angreift.
Zum heutigen Spiel: Frankfurter Dominanz, aber geringe Effizienz. Ein verdientes Unentschieden von den kämpferischen Unionerinnen, die zwar spielerisch unterlegen waren, aber einen stärkeren Willen gezeigt haben.
Gilt in Frankfurt neuerdings die Losung „wer verteidigt, der beleidigt!“? Das ist ein Fiasko!
loopie1970 schrieb:
Gilt in Frankfurt neuerdings die Losung „wer verteidigt, der beleidigt!“? Das ist ein Fiasko!
Wenn man sich mal die Statistikwerte der Cluberinnen anschaut und dazu den Spielstand, erkennt man schon, dass die Leisting unserer Abwehr heute irgendwas zwischen ernüchternd und unverschämt war, egal wie das hier noch ausgeht.
Sieg!!! Damit war nach dem Köln-Spiel nicht wirklich zu rechnen, um so mehr freut mich, dass sie all das, was ich gegen Köln noch vermisst habe, mit doppeltem Einsatz wettgemacht haben. Glückwunsch Mädels, was für eine tolle Partie. Und Lina Altenburg einfach überragend - fantastische Leistung.
Gute erste Hälfte - im Gegensatz zur ersten Hälfte vergangenen Mittwoch. Raso aus meiner Sicht ein belebendes Element, Freigang deutlich verbessert und Senß mit einer starken Partie im Mittelfeld. Die berechtigte rote Karte für Lührßen schade, weil sie auch gut im Spiel war, aber so etwas passiert. Überragend von Altenburg, wie sie den Elfer rausfischt. Hoffentlich halten sie nun den zu erwartenden Ansturm der Wolfsburgerinnen stand!
Eine völlig indiskutable „Leistung“ in der ersten Hälfte. Man konnte froh sein, nur mit einem 0:1 in die Pause zu gehen. Die Kölnerinnen in allen Belangen zielstrebiger, laufbereiter, passsicherer und einfach mental schneller. Lediglich in den letzten 10 Minuten der zweiten Hälfte haben unsere zumindest den Kampf angenommen und Anyomi den Ball zum Glück noch „reinbrutalisiert“.
Aktuell ist die Mannschaft und ihre Spielidee nur Mittelmaß. Ich hoffe, dass die Trainerbank endlich andere und bessere Impulse findet als sich in jedem Spiel zuerst eine gelbe Karte wegen kleinlichem (und auch peinlichem) Meckerns einzufangen und dann erst ab der 70. Minute durch Spielerwechsel zu versuchen, dem Spiel eine Wendung zu geben.
Das einzig Positive am heutigen Stadionbesuch war die kurze Wartezeit bei den Versorgungsständen…
Aktuell ist die Mannschaft und ihre Spielidee nur Mittelmaß. Ich hoffe, dass die Trainerbank endlich andere und bessere Impulse findet als sich in jedem Spiel zuerst eine gelbe Karte wegen kleinlichem (und auch peinlichem) Meckerns einzufangen und dann erst ab der 70. Minute durch Spielerwechsel zu versuchen, dem Spiel eine Wendung zu geben.
Das einzig Positive am heutigen Stadionbesuch war die kurze Wartezeit bei den Versorgungsständen…
loopie1970 schrieb:
...und Anyomi den Ball zum Glück noch „reinbrutalisiert“.
Treffend formuliert.
War gestern auch im Stadion und mein Fazit war, dass es insgesamt ein mühsamer, aber verdienter Sieg gewesen ist. Die Jenaerinnen sind besser als in der vergangenen Saison und haben mit ihrer Physis unseren das Leben schwer gemacht. Die Chancenverwertung in der 1. Hälfte war schlecht. Allein die erste Großchance von Memeti muss einfach drin sein. Daran werden unsere Frauen arbeiten müssen. Dennoch insgesamt waren sie fußballerisch den Jenaerinnen überlegen. Der erste Elfer allerdings eine eher fragwürdige Entscheidung.
Ein Riesen Respekt vor dem kleinen, aber feinen Fanblock der Thüringerinnen. Das war im Frauenfußball bislang der aktivste Auswärtssupport, den ich im Brentanostadion gesehen habe. Fand es auch gut, dass sie extra von unserem Stadionsprecher erwähnt wurden.
Toll finde ich es, dass über 3.000 Zuschauer den Weg ins Stadion gefunden haben. Das war bei einem Spiel gegen Jena in der Vergangenheit anders. Jetzt nur noch die Stadionwurst wieder auf das schmackhafte Niveau der Vorjahre bringen, dann bin ich glücklich…
Ein Riesen Respekt vor dem kleinen, aber feinen Fanblock der Thüringerinnen. Das war im Frauenfußball bislang der aktivste Auswärtssupport, den ich im Brentanostadion gesehen habe. Fand es auch gut, dass sie extra von unserem Stadionsprecher erwähnt wurden.
Toll finde ich es, dass über 3.000 Zuschauer den Weg ins Stadion gefunden haben. Das war bei einem Spiel gegen Jena in der Vergangenheit anders. Jetzt nur noch die Stadionwurst wieder auf das schmackhafte Niveau der Vorjahre bringen, dann bin ich glücklich…
franchise schrieb:
Dreckiger Auswärtssieg gegen den Antifa Verein
Besser geht’s nicht👍👍
Also ist ein Sieg gegen einen Faschistenverein für Dich nicht so schön?
loopie1970 schrieb:
Und dennoch erwarte ich bei dem noch vorhandenen hohen Leistungsgefälle in der Liga von einer Mannschaft, die den Anspruch hat, ein Spitzenteam zu sein, dass sie zielstrebiger und präziser und auch mal mit frischen Impulsen gegen einen Abstiegskandidaten spielen.
Interpretiere ich die Tabelle etwa falsch? 🤔 Platz 1. 😲 Die meisten Tore 😲, die wenigsten Gegentore 😲. Ist das eine Mannschaft die keinen Anspruch hat ein Spitzenteam zu sein? 🤔 Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich noch in der Lernphase stecke einer von 80 Millionen Trainer werden zu wollen 🤷♂️
Daniel: "Vielleicht hat der Gegner es einfach gut gemacht" 👍
Wäre nett, wenn man andere Meinung nicht immer abfällig beantwortet. Habe nicht vor, einer von 80 Millionen Trainer zu sein, sehe es halt anders, was aber nicht heißt, dass ich evtl. falsch liege….
Man muss ja nicht immer die eigene Leistung kritisieren, sondern auch mal die des Gegners anerkennen. Vielleicht hat der Gegner es einfach gut gemacht? Es liegt eben nicht immer an einem selber.
Ich erinnere mich an die Männer-Bundesliga, als gesagt wurde, dass der BVB nur 0:0 in Heidenheim gespielt hat. Dass Heidenheim im siebten Spiel in Folge ungeschlagen blieb, wurde nicht berücksichtigt oder erwähnt. Diese Leistung als Aufsteiger fand keine Erwähnung.
Ich erinnere mich an die Männer-Bundesliga, als gesagt wurde, dass der BVB nur 0:0 in Heidenheim gespielt hat. Dass Heidenheim im siebten Spiel in Folge ungeschlagen blieb, wurde nicht berücksichtigt oder erwähnt. Diese Leistung als Aufsteiger fand keine Erwähnung.
Denis schrieb:
Man muss ja nicht immer die eigene Leistung kritisieren, sondern auch mal die des Gegners anerkennen. Vielleicht hat der Gegner es einfach gut gemacht? Es liegt eben nicht immer an einem
Oh, wenn Du den Thread verfolgt hast, wirst Du im Beitrag #8 erkennen, dass ich durchaus die Leistung der Jenaerinnen anerkenne. Und dennoch erwarte ich bei dem noch vorhandenen hohen Leistungsgefälle in der Liga von einer Mannschaft, die den Anspruch hat, ein Spitzenteam zu sein, dass sie zielstrebiger und präziser und auch mal mit frischen Impulsen gegen einen Abstiegskandidaten spielen. Aber vielleicht ist meine Erwartungshaltung auch zu hoch…
loopie1970 schrieb:
Und dennoch erwarte ich bei dem noch vorhandenen hohen Leistungsgefälle in der Liga von einer Mannschaft, die den Anspruch hat, ein Spitzenteam zu sein, dass sie zielstrebiger und präziser und auch mal mit frischen Impulsen gegen einen Abstiegskandidaten spielen.
Interpretiere ich die Tabelle etwa falsch? 🤔 Platz 1. 😲 Die meisten Tore 😲, die wenigsten Gegentore 😲. Ist das eine Mannschaft die keinen Anspruch hat ein Spitzenteam zu sein? 🤔 Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich noch in der Lernphase stecke einer von 80 Millionen Trainer werden zu wollen 🤷♂️
Daniel: "Vielleicht hat der Gegner es einfach gut gemacht" 👍
Da war scheinbar wieder das Pferd, das immer nur so hoch springt wie es muss…
Zufrieden mit dem Ergebnis, aber spielerisch war das knapp 70 Minuten doch recht wenig. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die erste Elf lediglich dazu da ist, um die Gegnerinnen müde zu laufen und dann mit den späten Einwechslungen der Deckel drauf gemacht werden soll. Bin mir nicht sicher, ob diese Taktik meisterwürdig ist, allerdings stimmen bislang die Ergebnisse.
Zufrieden mit dem Ergebnis, aber spielerisch war das knapp 70 Minuten doch recht wenig. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die erste Elf lediglich dazu da ist, um die Gegnerinnen müde zu laufen und dann mit den späten Einwechslungen der Deckel drauf gemacht werden soll. Bin mir nicht sicher, ob diese Taktik meisterwürdig ist, allerdings stimmen bislang die Ergebnisse.
Man muss ja nicht immer die eigene Leistung kritisieren, sondern auch mal die des Gegners anerkennen. Vielleicht hat der Gegner es einfach gut gemacht? Es liegt eben nicht immer an einem selber.
Ich erinnere mich an die Männer-Bundesliga, als gesagt wurde, dass der BVB nur 0:0 in Heidenheim gespielt hat. Dass Heidenheim im siebten Spiel in Folge ungeschlagen blieb, wurde nicht berücksichtigt oder erwähnt. Diese Leistung als Aufsteiger fand keine Erwähnung.
Ich erinnere mich an die Männer-Bundesliga, als gesagt wurde, dass der BVB nur 0:0 in Heidenheim gespielt hat. Dass Heidenheim im siebten Spiel in Folge ungeschlagen blieb, wurde nicht berücksichtigt oder erwähnt. Diese Leistung als Aufsteiger fand keine Erwähnung.
Bislang recht einfallslos vor dem Tor der Jenaerinnen. Wobei die es auch bislang defensiv sehr gut machen und ziemlich gut verdichten. Haben sie bereits im Hinspiel, das unsere Frauen auch mühevoll letztlich 2:0 gewonnen haben, gut gemacht. Allerdings sollten unsere in der2. Hälfte nochmal an Tempo, Präzision und Zielstrebigkeit zulegen können, dann dürfte die Verteidigung von Jena zusammenfallen.
Lara wieder im Strafraum vertändelt... langsam schwindet mein Optimismus.
Mein erster Gedanke nach dem Spiel war, dass wir in dieser Saison wohl nichts mit dem Abstieg zu tun haben werden. Seltsam, wie die Zeit meiner „Fanassimilierung“ in den 80er- Jahren meine gedanklichen Reflexe nach jedem Spiel geprägt haben, egal wie erfolgreich die jüngste Vergangenheit ist…
Zum Spiel selbst: ein schwer erarbeiteter Sieg gegen eine starke Bremer Mannschaft, die aus meiner Sicht von zu vielen unterschätzt wird. Theate überragend, nicht nur in der Verteidigung, sondern auch in der Spieleröffnung. Collins Entwicklung ist atemberaubend, wenn seine Flanken an Präzision gewinnen, wird er einer der besten Rechtsaußen der Liga. Auch Skhiri hat mir gut gefallen, schade nur, dass er offenbar kein Schütze aus der zweiten Reihe ist, was unserem Offensivspiel noch eine weitere Option gerade bei einer starken gegnerischen Innenverteidigung geben würde.
Insgesamt ein Sieg, der dem Team hoffentlich viel Schwung für das harte Restprogramm bis Weihnachten gibt.
Zum Spiel selbst: ein schwer erarbeiteter Sieg gegen eine starke Bremer Mannschaft, die aus meiner Sicht von zu vielen unterschätzt wird. Theate überragend, nicht nur in der Verteidigung, sondern auch in der Spieleröffnung. Collins Entwicklung ist atemberaubend, wenn seine Flanken an Präzision gewinnen, wird er einer der besten Rechtsaußen der Liga. Auch Skhiri hat mir gut gefallen, schade nur, dass er offenbar kein Schütze aus der zweiten Reihe ist, was unserem Offensivspiel noch eine weitere Option gerade bei einer starken gegnerischen Innenverteidigung geben würde.
Insgesamt ein Sieg, der dem Team hoffentlich viel Schwung für das harte Restprogramm bis Weihnachten gibt.
Also mal die Eintrachtbrille abgenommen, hätte es rot für Senß geben müssen. Mit offener Sohle in Schienbeinhöhe ist eine klare Sache.
Eine überragende Sara Doorsoun und ein äußerst kurioser Elfer haben uns einen zwar nicht unverdienten, aber dennoch glücklichen Sieg beschert…
Eine überragende Sara Doorsoun und ein äußerst kurioser Elfer haben uns einen zwar nicht unverdienten, aber dennoch glücklichen Sieg beschert…
"nicht unverdienten..." sehe ich auch so. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Aber wieder eine zu "Null" Partie 👍.
Und das Dank einer "überragende Sara Doorsoun", auch hier gehe ich absolut mit. Und das betone ich seit geraumer Zeit immer wieder. Das Verständnis/ Zusammenspiel mit Sophia Kleinherne, ihren beiden Außen und natürlich Stina Johannes 👍 wird immer effektiver. Erst 5 Gegentore spricht denke ich eine klare Sprache 👍. Da ist ein "Bollwerk" gewachsen und wird sich noch weiter entwickeln. Dabei strahlt sie eine unglaubliche innere Ruhe aus und gibt der Mannschaft den nötigen Rückhalt.
Ich würde Sara Doorsoun eine solche souveräne und vor allem konstante Leistung in der Nationalmannschaft so sehr wünschen.
Ohne Eintrachtbrille hätte es Rot geben müssen. Natürlich! Aber so etwas muss man dann einfach auch mal mitnehmen. Es hätte das Spiel vllt. drehen können 🤷♂️. Im Laufe einer Saison, gleicht sich (fast) alles wieder aus.
Und das Dank einer "überragende Sara Doorsoun", auch hier gehe ich absolut mit. Und das betone ich seit geraumer Zeit immer wieder. Das Verständnis/ Zusammenspiel mit Sophia Kleinherne, ihren beiden Außen und natürlich Stina Johannes 👍 wird immer effektiver. Erst 5 Gegentore spricht denke ich eine klare Sprache 👍. Da ist ein "Bollwerk" gewachsen und wird sich noch weiter entwickeln. Dabei strahlt sie eine unglaubliche innere Ruhe aus und gibt der Mannschaft den nötigen Rückhalt.
Ich würde Sara Doorsoun eine solche souveräne und vor allem konstante Leistung in der Nationalmannschaft so sehr wünschen.
Ohne Eintrachtbrille hätte es Rot geben müssen. Natürlich! Aber so etwas muss man dann einfach auch mal mitnehmen. Es hätte das Spiel vllt. drehen können 🤷♂️. Im Laufe einer Saison, gleicht sich (fast) alles wieder aus.
Viel Kraft und Erfolg für den wohl bislang härtesten Kampf, liebe Marla Grohs. Krebs ist ein Arxxxloch!
Gelöschter Benutzer
https://www.kicker.de/boesartiger-tumor-fc-bayern-muss-auf-stammtorhueterin-grohs-verzichten-und-verlaengert-1068199/artikel
Ich verlinke mal die Meldung mit dazu, dann weiß man auch direkt worum es geht, wenn man es nicht mitbekommen hat.
Scheiße ist das! Alles Gute und hoffentlich vollständige Genesung auch von mir
Ich verlinke mal die Meldung mit dazu, dann weiß man auch direkt worum es geht, wenn man es nicht mitbekommen hat.
Scheiße ist das! Alles Gute und hoffentlich vollständige Genesung auch von mir
Habe gerade gelesen, dass sie beim Championsleague-Spiel der Bayern gegen Lyon ihr Comeback gegeben hat.
Eine tolle Nachricht. Riesenrespekt dafür. Weiterkämpfen bitte !
Eine tolle Nachricht. Riesenrespekt dafür. Weiterkämpfen bitte !
Wenn man die Spielplangestaltung betrachtet und sieht, wie groß die Pausen zwischen den Spielen bei den Leipzigerinnen im Vergleich zu unseren Damen sind, könnte schon der Verdacht aufkommen, dass man die Brause mit allen Mitteln nach vorne pushen will.
Wer setzt denn bitte ein Montagsspiel und in derselben Woche dann das Freitagsspiel für die gleiche Mannschaft an? So ein Unsinn…
Wer setzt denn bitte ein Montagsspiel und in derselben Woche dann das Freitagsspiel für die gleiche Mannschaft an? So ein Unsinn…
Heute hat Laura Freigang gezeigt, was eine Kapitänin ausmacht - nach dem 0:2 und mangelhafter Zweikampfführung in den ersten 25 Minuten, hat sie die Mannschaft zusammengerufen, im Kreis eine für Zuschauer klar erkennbare deutliche Ansage gemacht und ist selbst mit Leistung vorangegangen. Das war schon signifikant, wie sehr sich das Team und jede einzelne nach dem Weckruf gesteigert hat.
Das frühe 3:2 nach der Pause durch eine Unsicherheit der ansonsten sehr starken Cara Bösl im Tor der Berlinerinnen sowie das kurz darauf folgende 4:2 von Gerry Reuteler haben die Weichen endgültig auf Sieg gestellt. Berlin konnte dem nichts mehr entgegensetzen.
Etwas wehmütig nach dem Spiel die Verabschiedung der Spielerinnen Reuteler, Anyomi, Riesen und Senß, die sich noch einmal den verdienten Applaus der noch zahlreich gebliebenen Zuschauer:innen abholten. Vielen Dank für Euren Einsatz und viel Glück und Erfolg auf Euren weiteren Weg!
Obwohl Abschied immer etwas schmerzt - zumindest in den allermeisten Fällen - habe ich heute im Stadion auch eine Zukunft gesehen, die mich optimistisch stimmt. Ivelj hat die Position von Senß hervorragend ausgefüllt. Angesichts der Tatsache, dass wir im nächsten Jahr erneut die Chance auf den höchsten europäischen Vereinswettbewerb haben, der einzige Verein im nächsten Jahr mit einer Zweitvertretung in der 2. Liga sind, heute ohne Sonderaktionen über 5.150 Zuschauer den Weg ins Brentanobad gefunden haben, dürften wir sowohl für Hochbegabte Nachwuchsspielerinnen, etablierte Spielerinnen als Sofortunterstützung und auch eine hoffentlich steigende Zahl an Sponsoren sehr interessant sein.
Die Zukunft liegt bei uns, es liegt am Verein, den Spielerinnen und auch uns Fans, was wir daraus machen!