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Mel17

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Es geht hier aus meiner Sicht nicht um eine Unzufriedenheit mit der tabellarischen Situation und etwaigen fehlenden Erfolg. Der Unmut resultiert aus einer verkopften, pseudokontrollierten Spielweise, die komplett konträr zur Eintracht DNA steht und all das konterkariert, was uns die letzten Jahre ausgezeichnet hat.
Keiner wird heute erwartet haben, dass wir Leverkusen schlagen. Es sollte aber unser Anspruch sein, Leverkusen zu zeigen, dass wir hier zuhause spielen, dass wir mit allem, was wir haben dagegenhalten und es ihnen von Sekunde 1 an ungemütlich machen. Stattdessen ist es aber erneut der marginal verbesserte Schlafwagenfußball mit Ballgeschiebe und Querpässen, die einfach niemand mehr sehen kann. Das hat nur noch sehr wenig mit Eintracht Frankfurt zu tun. Es findet eine emotionale Entfremdung statt und darüber kann man sich auch echauffieren. Diese Entwicklung finde ich bedenklich. Die Fans waren immer der Trumpf der SGE, aktuell sehe ich uns diesen allmählich verlieren.
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Emotionale Entfremdung, ja, damit und mit deinen weiteren Anmerkungen hast du sicherlich recht. Ich vermisse auch einen Ante, der einfach Kopf runter losrennt, einen Filip, bei dessen Lauf man immer dachte, jetzt könnte gleich was passieren usw. Und deren Spiel hatte natürlich auch was mit dem Trainer und dem Mannschaftsspirit zu tun. Ich finde auch nicht, dass alles gut ist. Vielleicht ist Toppmöller nicht gut genug, wahrscheinlich passt Krösche nicht, eventuell hat Hellmanns Ausflug in DFL-Sphären nicht geholfen. Aber der Mannschaft selbst konnte ich heute nichts wirklich vorwerfen und daher fand ich es am Ende irgendwie unpassend und stimmungsmäßig wirklich einfach schade.
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Ich habe nie selbst Fußball gespielt, was meine Expertise stark einschränkt. Ich bin zudem eine Zugereiste und daher erst seit ca. 8 Jahren im Stadion - das nur vorweg, weil ich mir nicht anmaße, die ganze Eintracht-Geschichte miterlebt zu haben, auch eine fundierte Taktikanalyse bekomme ich nicht hin. Aber was mich heute am meisten genervt hat, war die Stimmung am Ende, nämlich einfach gar keine, so dass sich Leverkusen lautstark selbst feiern konnte. Ich frage mich, was man erwartet hat - Leverkusen spielt auf einer Erfolgswelle und mit einem Selbstbewusstsein, das in dieser Saison seinesgleichen sucht. Und nebenbei sind sie Meister. Wieso ist es bei diesem Spiel offensichtlich eine so große Überraschung und Enttäuschung, dass man keinen Punkt holt? Ich fand unser Spiel jedenfalls gar nicht so schlecht und hatte nicht den Eindruck, als würde die Mannschaft kein Tor schießen wollen. Hätte Marmoush das 2:1 gemacht, wäre es vielleicht auch anders gelaufen. Wahrscheinlich aber auch nicht. Aber es ist doch auch egal, weil wir doch hinter der Eintracht stehen. Daher nerven mich Pfiffe, die zumindest einmal kurz kamen (nicht aus der Kurve) wie auch kaum bis gar keine richtigen Anfeuerungsgesänge und am Ende Capos, die offensichtlich selbst Erfolgsfans geworden sind und so tun, als wären wir heute abgestiegen. Meine Eindrücke sind aus dem 38er, wo es bis vor einiger Zeit eigentlich nicht als selbstverständlich angesehen wurde, dass man überhaupt um internationale Plätze mitspielt, die Mannschaft aber dennoch abgefeiert wurde. Der Erfolg frisst halt doch seine Kinder. Schade.
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Nur ein sehr spontaner Eindruck, der sich bei mir beim Lesen der ganzen Beiträge ergibt…; und basierend darauf, dass ich seit Jahren aus grundsätzlichem Interesse an Fußball und Menschen immer auch in Foren einiger anderer Vereine lese …
Heute habe ich das Gefühl, ich bin im Bayern-Forum gelandet. Das finde ich schade.
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Ein bisschen „out of context“ …

Mir fällt dazu gerade ein, dass ich in diesem Zusammenhang das erste Mal so richtig unangenehmes Bauchgrummeln hatte, als Höcke mit Deutschland-Flagge im Fernsehstudio saß.

Ich habe noch mal nachgeschaut - das war im Oktober 2015 bei Jauch.

Ich weiß noch genau, dass ich ein ungutes Gefühl hatte (wieso darf der das? Wieso wird so jemand eingeladen?), aber irgendwie war da auch ein Gefühl von „Na ja, ein Verblendeter, die Minderheit, wird in der Versenkung verschwinden…“

Erschreckend, dass sich Letzteres nicht bewahrheitet hat.

Mir ist klar, dass es für beides (einladen/nicht einladen) Argumente gibt und eine Verbreitung dieses gefährlichen und widerlichen Gedankenguts der AfD durch das Internet sowieso nicht zu verhindern ist, aber ich habe schon immer ein ungutes Gefühl dabei gehabt, wenn AfD-Leute in irgendwelchen Talkshows sitzen. Für mich ist jedes einzelne Wort nicht aushaltbar… und ich frage mich, ob es nicht besser (gewesen) wäre, diesen Vertretern einfach gar keine Bühne gegeben zu haben. Ich habe keine Antwort darauf. Vielleicht resultiert meine Ablehnung für die diversen Talkshow-Einladungen auch einfach aus meiner persönlichen immer stärker werdenden Sorge… und eigentlich muss man sich auseinandersetzen? Ich weiß es nicht. Aber dass in der Nachfolge-Sendung von Anne Will (offensichtlich) die AfD wieder eingeladen werden soll, hat mich zumindest nachdenklich gemacht und „mein Bauch hat gegrummelt“…
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Kontext der Aussage von Spahn bei Lanz (etwas ausführlicher):

Es ging um die Frage von Lanz nach einer möglichen Zusammenarbeit der CDU mit AfD, Linke, BSW im Rahmen der Landtagswahl in Thüringen.

Spahns Aussagen dazu:
- Das haben wir bereits ausgeschlossen, das ist seit Jahren so (bzgl. AfD) - Ich habe Bücher von Höcke gelesen - Leute würden ihn manchmal fragen, warum liest du das? - Weil man besser vorher weiß, was die Leute wollen - Das hätte man bei Putin auch früher machen sollen - Ergo: hinsichtlich einer Zusammenarbeit mit der AfD (Ausgangsfrage): „Das geht gar nicht! Das ist völkisch, das ist nicht die CDU der 80er, das ist radikales Gedankengut.“

Lanz: „Schließt Mario Vogt [Thüringen] das auch aus?“
Spahn: „Ja klar!“
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Spahn bei Lanz zum Thema AFD. Hab ich das richtig verstanden, dass er gesagt hat: Das ist die CDU der 80ziger Jahre, radikal und…
das Wort hab ich nicht mehr verstanden.

Das habt ihr doch auch gehört oder?
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Spahn: „Das ist völkisch, das ist nicht [!] die CDU der 80er, [sondern] das ist radikales Gedankengut.“
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Mel17 schrieb:

Glückwunsch den Zugesagten!

Ich habe noch eine Frage:
Hattet ihr euch für 1, 2, 3 oder 4 Karten beworben?
Gibt es auch Zusagen für nur einen Teil der Bestellung (z.B. Zusage, aber nur 1 von 4)?

Bei mir Antrag vom 28.4. auf 1 Ticket
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Merci für die Antwort!

Man versucht halt, dieses zertifizierte EDV-basierte Losverfahren irgendwie zu verstehen…

Hinsichtlich der Dauer scheint jedenfalls jemand an der Lostrommel zu stehen.

Echt anstrengend…
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Glückwunsch den Zugesagten!

Ich habe noch eine Frage:
Hattet ihr euch für 1, 2, 3 oder 4 Karten beworben?
Gibt es auch Zusagen für nur einen Teil der Bestellung (z.B. Zusage, aber nur 1 von 4)?