>

mittelbucher

29572

#
Das fühle ich. In 5 Wochen ist Entbindungstermin von unseren zweiten Kind. Unsere Eltern lieben ihre Enkel über alles. Meine Eltern sind 70. Mutter Diabetikerin und hatte letztes Jahr Brustkrebs, mein Vater nicht das beste Herz. Schwiegermutter ist 60 und wohl am wenigsten gefährdet, aber Schwiegervater mit 70 hat eine Asbest-Lunge und hängt immer am Sauerstoffgerät, womit er hochgefährdet ist. Wir haben derzeit keine Ahnung, wann die Großeltern das erste mal das Baby im Arm halten werden. Und unser 3-Jähriger fragt auch dauernd nach seinen Großeltern.

#
Ich möchte Dir einfach mal Alles Gute wünschen.
Ein Entbindungstermin mit den von Dir geschilderten möglichen Konsequenzen und auch Einschränkungen für Dich, stelle ich mir beileibe nicht einfach vor, denke aber, dass ihr das für Euch gut lösen werdet.
Die sonstige Situation ist sicher schwierig und wird sich so wahrscheinlich LEIDER unheimlich oft bundesweit wiederholen.
Lasst uns alle darauf hin arbeiten, diskutieren und vorbereiten, dass wir hier die bestmöglichen Antworten in einer unglaublich schwierigen SItuation finden.
Ich war in den letzten Tagen/Wochen auch oft zu dünnhäutig und habe hier auch mitunter überreagiert.

Jetzt heißt es aber Lösungen finden. Mit unseren Mitmenschen. Egal ob alt oder jung.
Lasst uns bitte gemeinsam daran arbeiten, dass die jungen (und jüngsten) eine Perspektive haben, aber auch die, die so viel für uns alle getan haben, die Möglichkeit wieder bekommen, mit ihren Enkel zu spielen.
#
Brodowin schrieb:



Konsequenter Schutz für die Risikogruppe bedeutet für mich nicht weniger als die vollständige soziale und gesellschaftliche Isolation von z.B. alten Menschen über Monate. Der skyeagle hat hier im Thread ja schon beschrieben, was die derzeitige Situation für Menschen im Altenheim bedeutet.




Da möchte ich gern noch mal einhaken. Denn ich verstehe den Schutz für Risikogruppen in diesem Kontext dann genau so. Wenn wir davon ausgehen, dass unser aller Leben Stück für Stück an Normalität zurückgewinnt, und wir davon ausgehen, dass das Virus weiter so gefährlich bleibt wie ist und wir davon ausgehen, dass es nicht verschwindet, sind die Risikogruppen noch schützenswerter als sie es jetzt schon sind, denn dann sind wir alle ein größeres potentielles Risiko als wir es jetzt schon sind.

Das wird nicht nur für die Risikogruppe selbst schwierig sein, in einer derartigen Isolation zu leben, sondern auch für alle Beschäftigten in gewissen Einrichtungen und auch für die Angehörigen.

Was zB die Pflegekräfte, Betreuer, Angestellten in der Pflegeleistung etc. da momentan leisten ist nicht Worte zu fassen. Nun habe ich nur Einblick in eine Einrichtung aber diverse Berichte bestätigen mich dahingehend. Diese Menschen geben momentan ihr wirklich letztes Hemd in Form von Kraft, von Rücksicht, von Verständnis. Deren Arbeitsbelastung ist unglaublich gestiegen aufgrund den Maßnahmen. Das, was wir ( die Angegörigen) abgenommen haben, fällt ja komplett weg. Dazu kommt die psychische Belastung der Bewohner, mit der umzugehen ist, Die eigene Unsicherheit oder Angst bezüglich der eigenen Gesundheit.

Und vor allem die psychische Belastung trifft auch die Angehörigen. Menschen, die zu ihren Eltern wollen, Großeltern etc. Egal ob in einer Einrichtung oder zuhause, wobei zuhause da immer einfacher ist. Der Druck auf die Einrichtungen ist immens. Bitten, Flehen etc. doch einen Besuch zu ermöglichen sind keine Seltenheit. Damit umzugehen ist nicht leicht.

Bei aller objektiven Vernunft, der ich zumindest noch verpflichtet fühle aus Überzeugung, stellt sich mir doch die Frage: Nehme ich dem Menschen, den ich liebe, dessen größter Wunsch es ist, seine angehörigen bei sich zu wissen, nicht mehr an Lebensfreude, an Würde , wenn ich ihm das verwehre, als dass ich sein Leben mit Isolation schütze?
Darauf gibt es keine pauschale Antwort. Es wäre ein Pauschalurteil für und wider des Lebens, dessen ich mich nicht anmaße zu urteilen.

Das ist am Ende eine Frage der Ethik, für die objektiv vielleicht kein Raum besteht, aber solche Fragen muss man sich im Sinne derer auch stellen, die man schützen will.

Art 1 unseres Grundgesetzes sagt, die Würde des Menschen ist unantastbar. Es mag paradox klingen, aber in der Frage, Leben durch vollständige Isolation zu retten, also eigentlich dem Rechnung zu tragen, frage ich mich, ob wir damit die Würde desjenigen nicht vielleicht doch antasten würden.

Was bleibt ist die Hoffnung.
#
Ich finde, das ist ein bemerkenswerter Beitrag.

Habe in den letzten Tagen sehr oft mit meiner Mutter (knapp 80) gesprochen. Sie ist seit gut 3 Jahren Witwe, mit meinem Papa war sie fast 50 Jahre verheiratet. Trotz verschiedener Vorerkrankungen ist sie sehr fit, lebt alleine zuhause, braucht keine Hilfe, spielt noch Tennis.

Die aktuelle Isolation akzeptiert sie, aber darunter leidet sie auch enorm. Die Enkelkinder und Kinder nicht zu sehen bzw. bis auf kurze Kontakte auf 1,5 Meter Distanz, wenn ich ihr kleinere Besorgungen mache, trifft sie enorm.

Keine Ahnung, wie lange so etwas "gut geht", bzw. dann auch noch würdevoll ist.

Von der eigenen Mutter zu hören: "Ich habe mein Leben doch gelebt. Was ist das Leben ohne den Kontakt zu den Enkeln noch wert?" stimmt mich nachdenklich und macht mich unendlich traurig.

Ich denke, dass es im Augenblick sehr vielen Menschen so geht. Ob alt oder jung. Aber für diese Fragen und Aufgaben müssen wir eine Lösung finden. Wie diese aussehen kann, weiß ich aber nicht.
#
Currywurst im Glas finde ich auch ganz nett.
#
SGE_Werner schrieb:

mittelbucher schrieb:

Wir dürfen aber auch nicht alle Maßnahmen an den paar Prozent Volldeppen und Ignoranten ausrichten.


Korrekt. Wenn 80 % Vernünftige das Richtige tun, ist der Bevölkerung auch schon mal großflächig geholfen.

Korrigiere mich, wenn ich mich irre:

China hat behauptet, das Virus besiegt zu haben. 0 Infektionen im Inland über mehrere Tage.
Nun droht das Einschleppen von nach China Reisenden, die Epidemie wieder auszubrechen. Deshalb verhängt China nun einen Einreisestopp.

Nun ersetze "nach China Reisende" durch "Volldeppen in Deutschland".
#
WuerzburgerAdler schrieb:

SGE_Werner schrieb:

mittelbucher schrieb:

Wir dürfen aber auch nicht alle Maßnahmen an den paar Prozent Volldeppen und Ignoranten ausrichten.


Korrekt. Wenn 80 % Vernünftige das Richtige tun, ist der Bevölkerung auch schon mal großflächig geholfen.

Korrigiere mich, wenn ich mich irre:

China hat behauptet, das Virus besiegt zu haben. 0 Infektionen im Inland über mehrere Tage.
Nun droht das Einschleppen von nach China Reisenden, die Epidemie wieder auszubrechen. Deshalb verhängt China nun einen Einreisestopp.

Nun ersetze "nach China Reisende" durch "Volldeppen in Deutschland".

Ich denke, der "chinesische" Weg kommt für Deutschland und die meisten Staaten eh nicht (mehr) in Frage.
#
mittelbucher schrieb:

SGE_Werner schrieb:

Wo ich tatsächlich etwas Hoffnung habe... Wenn Schnelltests verfügbar werden. Und zwar welche zum selbsttesten wie bei einem Schwangerschaftstest. Und zwar in großer, sehr großer Stückzahl. Das könnte durchaus wirklich weiterhelfen. Jemand hat Symptome, Testkit rausholen, Diagnose.

Ja das wäre für mich auch ein entscheidender Fortschritt.

Auch dafür gilt dann aber das, was Xbuerger schrieb: Die Klopapiersammler werden einen Dreck tun und ihr Testkit rausholen. Die werden sich das Ding nicht einmal zulegen.
#
WuerzburgerAdler schrieb:

mittelbucher schrieb:

SGE_Werner schrieb:

Wo ich tatsächlich etwas Hoffnung habe... Wenn Schnelltests verfügbar werden. Und zwar welche zum selbsttesten wie bei einem Schwangerschaftstest. Und zwar in großer, sehr großer Stückzahl. Das könnte durchaus wirklich weiterhelfen. Jemand hat Symptome, Testkit rausholen, Diagnose.

Ja das wäre für mich auch ein entscheidender Fortschritt.

Auch dafür gilt dann aber das, was Xbuerger schrieb: Die Klopapiersammler werden einen Dreck tun und ihr Testkit rausholen. Die werden sich das Ding nicht einmal zulegen.

Wir dürfen aber auch nicht alle Maßnahmen an den paar Prozent Volldeppen und Ignoranten ausrichten.
Dann wäre wohl wirklich Hopfen und Malz auf ewig verloren.
#
Alles sehr schöne Vorschläge hier!

Genau sowas meinte ich. So einfache Sachen wie Schmalzbrot oder Brezen mit Spundekäs sind doch einfach mega lecker!

Ich werfe als nächstes mal die Gewürzgurke in den Raum. In ihren verschiedenen Ausprägungsformen/Geschmacksrichtungen und regionalen Besonderheiten ist sie ein unterschätztes Kulturgut dieses Landes.  
#
Trio von der Gurke:

Wassergurke, Spreewaldgurke und Senfgurke.
Oder Spreewaldgurkentatar
#
Wo ich tatsächlich etwas Hoffnung habe... Wenn Schnelltests verfügbar werden. Und zwar welche zum selbsttesten wie bei einem Schwangerschaftstest. Und zwar in großer, sehr großer Stückzahl. Das könnte durchaus wirklich weiterhelfen. Jemand hat Symptome, Testkit rausholen, Diagnose.
#
SGE_Werner schrieb:

Wo ich tatsächlich etwas Hoffnung habe... Wenn Schnelltests verfügbar werden. Und zwar welche zum selbsttesten wie bei einem Schwangerschaftstest. Und zwar in großer, sehr großer Stückzahl. Das könnte durchaus wirklich weiterhelfen. Jemand hat Symptome, Testkit rausholen, Diagnose.

Ja das wäre für mich auch ein entscheidender Fortschritt.
#
Dazu noch ein Dip aus geräucherten Forellen.
#
Bauernbrot in der Pfanne rösten und dann mit Schmalz und frischem Pfeffer und Schnittlauch belegen
und in mundgerechte Stücke schneiden.
#
Minischnitzelchen mit grüner Sosse oder Leberkäsespiesschen (gerade verputzt).
#
Wir hatten vorgestern mal aus lauter Langeweile wieder in "28 days later" reingeschaut.

War vor Jahren mal verstörend. Aber da ist ja mehr los auf der Straße als hier. Science Fiction? Pffft.
#
28 days later find ich sensationell in Sachen Endzeitstimmung, vor allem dank der Bilder und des Soundtracks.
Man vergleiche mal mit dem hier:

https://www.hessenschau.de/panorama/frankfurt-in-zeiten-von-corona,video-117692.html

Schon gruselig.
#
Brodowin schrieb:

Kernaussage war aber, dass wir für mindestens ein Jahr unser Verhalten ändern müssen. Unbeschwerte Rückkehr in den Alltag und in die Biergärten ab Mai oder ähnliche Wunschvorstellungen sind daher wohl eher ausgeschlossen. Er will die Risikogruppe komplett isolieren und die anderen sollen z.B. mit OP-Mundschutz rum laufen

Habe es jetzt noch mal angehört. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit, darf gerne korrigiert werden. Kekulé  sagt:

- Risikogruppen komplett isolieren
- Reisefreiheit einschränken (Grenzen zu Risikogebieten dicht lassen)
- kompletter Verzicht auf Großveranstaltungen für das gesamte Jahr (auch Fußball)
- OP-Masken für alle im Alltag
- massenverfügbare Schnelltests
- Abstand halten 1,5 bis 2 Meter

Und unter diesen Bedingungen das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben wieder langsam hochfahren

Ob das ein realistischer Ansatz ist, darüber möge sich jeder selbst ein Bild machen.

Ich hatte das Gefühl, dass der Kekulé in den letzten Tagen immer ins Feld geführt wurde, um zu belegen: "Ach, die Maßnahmen sind alle überzogen, man könnte das auch anders regeln". Das entnehme ich seine Aussagen ganz und gar nicht. Er will zwar das öffentliche Leben wieder hoch fahren, aber unter extrem krassen Bedingungen. Ein unbeschwerter Sommer mit Grillpartys, Freibad  und Biergarten steht uns eher nicht ins Haus.Und ich kann meinem Job unter einer OP-Maske nicht nachkommen, geschweige denn die  1,5 bis 2 Meter Abstand einhalten.
#
Das wird wahrscheinlich schon ganz praktisch daran scheitern, dass nicht jeder eine OP-Maske auftreiben kann.
Ist aber auch ein gespenstisches Szenario.

Ich denke aber, dass vieles steht und fällt mit der Verfügbarkeit von Schnelltest ( aktive und vergangene Corona Infektion).
#
#
Sehr geiles Intro. Nostalgie Pur !

Timm Thaler - Intro
#
Wäre sehr gerne dabei.
Allerdings aus Zeitgründen erst mal nicht als Spielleiter.
#
Heute kurz und knapp...

https://jwl869.wixsite.com/corona

Die Daten von Mittelbucher:
http://demo.wisej.com/Corona

48.000 neue Fälle weltweit, 2.371 Todesopfer.

Deutschland mit fast 6.000 neuen Fällen und 45 Todesopfern.

In den meisten Ländern haben wir relativ stabile Erhöhungen der Todeszahlen im 7-Tage-Vergleich, wobei sich bei Italien doch das Tempo deutlich verringert hat. War das Ein-Wochen-Plus dort noch vor einigen Tagen bei gut 230 % , vor drei Tagen noch um die 200 % , so ist man jetzt noch bei 152 %.
Heftig wütet es derzeit in Belgien, wo sich die Opferzahl in einer Woche mehr als verzehnfacht hat.

Bei den heutigen Todesopferzahlen (also von gestern 22 Uhr auf heute 22 Uhr) haben wir die Situation, dass Spanien mittlerweile mit Italien gleichauf liegt. Angesichts der geringeren Bevölkerungszahl in Spanien ist also Spanien derzeit das Land (von den größeren...), wo es am stärksten wütet.

683 - Italien
683 - Spanien
231 - Frankreich
205 - USA
143 - Iran
80 - Niederlande
56 - Belgien
45 - Deutschland
43 - GB
26 - Schweden
23 - Schweiz
#
Danke, hab auch aktualisiert. Spanien macht mir Angst.
Aber auch der deutsche Verlauf ist nicht ganz ohne.
Hoffentlich bringen die Maßnahmen zu gegebener Zeit etwas Abschwung.
#
Taunusabbel schrieb:

Ja, da stand aber vorhin auch noch dass es leichter Überbrückungskredite geben soll, eben für Miete oder Hauskauf

Vielleicht etwas vorschnell veröffentlicht und wieder rausgenommen. Die Seite wird allerdings ständig aktualisiert.
#
WuerzburgerAdler schrieb:

Taunusabbel schrieb:

Ja, da stand aber vorhin auch noch dass es leichter Überbrückungskredite geben soll, eben für Miete oder Hauskauf

Vielleicht etwas vorschnell veröffentlicht und wieder rausgenommen. Die Seite wird allerdings ständig aktualisiert.

Ich vermute (ohne es allerdings zu wissen), dass nach Beschluss- und Bekanntgabe der Hilfen für Unternehmen im nächsten Schritt und zeitnah (seufz) auch die Infos für Privatpersonen folgen.
Im Bekanntenkreis habe ich mehrere Fälle, die das auch betrifft und die nach Antworten suchen.
#
Ihm ging es aber nicht um die Grundrechte, sondern um die Wirtschaft.
#
WuerzburgerAdler schrieb:

Ihm ging es aber nicht um die Grundrechte, sondern um die Wirtschaft.

Können wir die Zeit ohne ihn nicht einfach geniessen, ohne ihn wieder anzulocken und anzufüttern ?
#
wegjubler schrieb:

Spanien mit 743 Toten an einem Tag. Wird eher schlimmer denn besser dort

Ich vermute, dass die jetzt die Spitze haben, die Italien am Wochenende hatte und dass es dann bald auch dort besser wird.
#
Ich befürchte, dass weder Spanien noch Italien die Spitze erreicht haben.
Hoffe aber von ganzem Herzen, dass ich mich irre.
#
So, wie immer das Update:

https://jwl869.wixsite.com/corona

Die Daten von Mittelbucher dann immer dort (wann er es aktualisiert, weiß ich natürlich nicht)
http://demo.wisej.com/Corona

Zum heutigen Tag... Wir haben gut 42.000 neue Fälle weltweit und erstmals über 2.000 Todesfälle (2.194).

Deutschland mit seinem üblichen 3500 (+-) Anstieg bei den Fällen. Die Zahlen steigen dort mittlerweile wirklich jeden Tag um etwa den selben Wert an. Ob das jetzt an einem Abflauen der Infektionen liegt oder doch eher am Fehlen von Tests... Naja, eher letzteres vermutlich. Spanien mit fast 7000 neuen Fällen, die USA mit knapp 10.500.

Bei den Todesopfern sieht es heute so aus:

743 - Italien
601 - Spanien
240 - Frankreich
122 - Iran
117 - USA
87 - GB
63 - Niederlande
34 - Belgien
28 - Deutschland

Der Anstieg bei Spanien ist erschreckend und nach Redaktionsschluss kamen noch 183 Todesfälle dazu, die gestrige "Abendzählung" war aber auch erst heute mit drin, demnach dann doch vergleichbare Werte. Spanien somit übrigens jetzt bei knapp 3.000 Todesopfern.
Weiterhin krass hohe Zahlen gibt es auch in den Benelux-Ländern. Neben Niederlande und Belgien ist auch Luxemburg heftig betroffen mit 1.099 Fällen und 8 Todesfällen. Rechnet man das auf die deutsche Bevölkerung hoch, wären wir bei knapp 150.000 Fällen und ca. 1.100 Todesfällen. Jedenfalls scheint die Testquote noch gut zu sein bei unserem kleinen Nachbarn. Auch die Todesrate erscheint realistisch.

Insgesamt ist es so, dass die Zahl der weltweiten Todesfälle sich in den letzten drei Tagen um gut 43 % erhöht hat. Das ist etwa in dem Rahmen der letzten Tage. In dem Tempo hätten wir am 1. April bereits 50.000 Todesopfer (aktuell ca. 18.700) und an Karfreitag 150.000. Ich glaube zwar nicht, dass das Tempo so anhält, aber dass wir an Ostern durchaus über 100.000 Todesopfer haben könnten, halte ich für eine reale Gefahr. Wir werden es sehen.
#
Ist auch bei mir aktualisiert.
#
mittelbucher schrieb:

Die mangelnden Testkapazitäten werden aber wohl nicht nur Deutschland um die Ohren fliegen.

ich höre und lese aber doch immer wieder, dass einerseits deutschland mit seinen 160k tests pro woche neben SK weltweit führend ist, und dass noch weit mehr kapazitäten geschaffen werden könnten (veterinärpraxen sagt streek aus bonn immer gerne).
drosten bezieht die niedrige fall-todeszahl rate doch immer auf die vielen test und sieht darin auch indizien für eine geringe dunkelziffer...
#
Xbuerger schrieb:

mittelbucher schrieb:

Die mangelnden Testkapazitäten werden aber wohl nicht nur Deutschland um die Ohren fliegen.

ich höre und lese aber doch immer wieder, dass einerseits deutschland mit seinen 160k tests pro woche neben SK weltweit führend ist, und dass noch weit mehr kapazitäten geschaffen werden könnten (veterinärpraxen sagt streek aus bonn immer gerne).
drosten bezieht die niedrige fall-todeszahl rate doch immer auf die vielen test und sieht darin auch indizien für eine geringe dunkelziffer...

Man hört und liest aber auch immer wieder, dass es sich für Privatpersonen mit Symptomen sehr schwer gestaltet, überhaupt getestet zu werden.
Dahingehend werden zum Beispiel bei den Profivereinen durchaus bei Verdachtsfällen auch das ganze Team inklusive Betreuer, ggf. vielleicht sogar mehrfach getestet werden.
Ich will das nicht gegeneinander aufrechnen aber insgesamt erscheint mir 160K Tests / Woche für Deutschland als viel zu wenig, um das Ausmaß in naher Zukunft anhand der Fallzahlen noch realistisch betrachten zu können.