Morphium
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Bigbamboo schrieb:
@Morphium:
Welche Lehren sind denn Deiner Meinung nach aus dem Sturz Mossadeqs durch die CIA für die Gegenwart zu ziehen?
Wir, der Westen, haben diese Länder durch Jahrzehnte lange Ausbeutung, Erniedrigung gar nicht fortschrittlich werden lassen. Das Ergebnis ist das Elend, die Armut dort. Daraus speist sich der Fundamentalismus. Ich will hier nichts entschuldigen, sondern begründen, weshalb aktuell der Fundamentalismus in diesen Ländern besser gedeiht als hierzulande.
Der Sturz Mossadeghs hat die Inthronisierung der Ayatollahs zur Folge gehabt, very simple. Übrigens Bbb, im August ist eine Reise in den Iran geplant.
Andy schrieb:
So wie es aussieht wurde Hamad Abdel Samad entführt.
http://www.focus.de/politik/ausland/aegyptische-journalisten-melden-deutsch-aegyptischer-autor-abdel-samad-offenbar-entfuehrt_id_3429470.html
Mein Hass gegen diese fanatischen Hinterwäldler die mit Kritik und Kritikern nicht umgehen können, wird immer größer! Aber ja doch, vor 70 Jahren waren die alle besetzt von Sowjets und den imperialistischen Briten und heute von Juden, da muss man das ja verstehen. Etwas mehr Toleranz bitte...!
Und bitte bloß kein Vergleich mit der NSDAP! Die haben nämlich im Gegensatz dazu Andersdenkende einfach verschleppt...
Ich zitiere mal Heiner Geißler:
"Der Macht des Fundamentalismus von Bangladesch bis nach Algerien, erlebt eine unheimliche Verstärkung durch das soziale Elend in diesen Ländern, was durch unsere einseitige Wirtschaftsideologie verursacht wurde."
Dezember 2012, Nachtstudio, ZDF
Aber du verstehst es wahrscheinlich wieder nicht. Eigentlich war für mich die Diskussion mit dir beendet, als du fragtest, wann den der Iran in der jüngeren Vergangenheit durch Außenmächte ins Hintertreffen geriet. Und nach wie vor glaubst du, der Iran wäre nur 4 Jahre von außen beeinflusst worden, was an sich eigentlich ein Hohn ist. Aber wenigstens hast du Eier und stellst deine Unwissenheit eindrucksvoll zur Schau. Ich könnte das nicht, weil ich so etwas wie Scham besitze.
Brady schrieb:Morphium schrieb:Brady schrieb:Morphium schrieb:
Drecks Grüne.
Alle! Immer!
Jetzt ist der Tag richtig gelaufen. Erst gehen die Grünen mit den Schwarzen ins Bett, und dann kommt noch das Brady um die Ecke.
Komm Bub geh wieder kleine Araber ärgern...
Schluss, Aus Brady! Zeit fürs Bettchen.
BtT:
Hier hat zu recht ein User die Frage gestellt, wieso die Grünen immer zum linken Lager gerechnet werden. Das hat noch viel mit den Anfangszeiten der Grünen zu tun. Spätestens seit dem Jugoslawien-Krieg bzw. seit RotGrün 98 waren die Grünen nicht mehr Grün, sondern hellschwarz, seit einiger Zeit dunkelschwarz, da kommt selbst die CDU nicht mit. Man braucht sich nur mal das Grünvolk anschauen, calvinistisches Bürgertum.
Ich kann Jutta Ditfurths Buch "Krieg, Atom, Armut - Was sie sagen und was sie tun. Die Grünen." empfehlen. Darin kritisiert sie u.a. zurecht den seit mitte 90er einsetzenden Nepotismus unter den Grünen und die junge Politikerkaste wie Özdemir, die ihrer Meinung nach allesamt auch bei den "richtigen" Neoliberalen Parteien, CDU und FDP, Karriere hätten machen können.
Xaver08 schrieb:reggaetyp schrieb:robertz schrieb:
Die Nachrufe der CSU-Granden erzeugen tiefsten Ekel in mir. Die hätten ihn zu Lebzeiten nicht mal mit der Beisszange angefasst.
Noch widerlicher find ich die sogenannte Kolumne von Fleischhauer auf SPON. *kotz*
entlarvender geht es kaum.
der nutzt selbst einen nachruf für sein linkenbashing....
Hier seine Kolumne:
http://m.spiegel.de/politik/deutschland/a-934857.html
Der Typ ist so widerlich.
HeinzGründel schrieb:
Ehrbare Kaufleute hat es dort unten...
http://www.faz.net/aktuell/sport/sportpolitik/tracy-edwards-ueber-den-fall-belounis-lauter-mutlose-waschlappen-12673529.html
Der Golf-Araber hat in den letzten 20 Jahren den Boden unter den Füßen verloren. Arrogantes und selbstverliebtes Pack. Aber solange die Petrodollars fließen, kanns uns ja egal sein.
SGE-URNA schrieb:
Abgesehen vom Taifun-Kostenvergleich, dessen Relevanz ich nicht erkennen kann, spricht er mir aus der Seele (und ja, ich weiss, die meisten von euch mögen ihn nicht)
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fleischhauer-kolumne-falsche-wohltaeter-von-union-und-spd-a-933599.html
Der letzte Absatz bestätigt meine Vermutung: Fleischhauer war und ist widerlich.
Andy schrieb:Morphium schrieb:
Die DDR war "nur" knapp 50 Jahre sowjetisch besetzt/geprägt. Davon haben die sich bis heute nicht erholt, obwohl dort Frieden herrscht und sie von außen nicht gestört werden. Da siehste mal, welchen Einfluss auf die Entwicklung solche Geschichten haben und es eben *manchmal* nicht zu einfach ist.
Und was die andere Sache angeht: Bei uns sind bis heute Staat und Kirche nicht getrennt. Von welchem Selbstverständnis gegenüber Religionen redest du also eigentlich? Erst an die eigene Nase packen und dann von irgendwelchen Aufklärungskämpfen reden.
Morphium, Du bist tatsächlich noch hohler, als ich das für möglich gehalten hatte. Was hat jetzt die DDR mit dem Iran im 2. WK zu tun? Du bringst als Entschuldigung für die (aus unserer westlichen Sicht) Radikale Ansichten des Islams die Kolonialzeit ins Spiel. D'accord. Sehe ich sogar genauso. Nur habe ich Probleme damit den Iran in einen Topf mit Algerien und verglb. zu werfen, wo die Kolonialmächte wirklich rumwüteten wie die Wehrmacht im Osten. Ich bin leider nicht so gebildet was die Geschichte im nahen und mittleren Osten angeht, kann mir aber nicht vorstellen, dass in den vier Jahren im Iran von den Besatzungstruppen ähnlich herumgewütet wurde, was die heutige Menschenrechtssituation im Iran auch nur im Ansatz erklären würde. Die Nachkriegs-Schahzeit sollte deutlich eher für das Resultat als verantwortlich angesehen werden.
Nichts desto trotz haben wir eigene Maßstäbe. Maßstäbe die wir uns aufgrund unserer Erziehung (ich vom Alter her maßgeblich in den 70ern) und Gesellschaft angeeignet haben. Und mit diesen Maßstäben nehme ich einiges mit Befremden zur Kenntnis. Und genauso wenig, wie ich die Gasöfen mit Versailler Vertrag entschuldigen kann, fällt es mir schwer, das was im Iran oder anderen islamischen Ländern (gem. unserer Maßstäbe) passiert, mit Kolonialzeit oder Ölpolitik zu erklären. Es ist in meinen Augen blinder Fanatismus.
Und zu den YT-Links die ich gestern gepostet habe, stelle ich fest, dass der Weg vom Kopftuch zu den Gasöfen weniger absurd ist, als ich das selbst noch glaube. Aber Gasöfen wurde mir in den Mund gelegt. Den meine Hakenkreuzbinde diente einzig als Fingerzeig, wie ich die Frauenrolle im Islam sehe und dass die mich an unsere tausend Jahre erinnert... Gas, Krieg oder rollendes R hatte ich dabei überhaupt nicht im Sinn. Aber trotzdem spannend zu sehen, welch schmaler Grad das Thema bereit hält. Denn "Kindermörder Israel" wurde so, oder so ähnlich schon mal in Frankfurts Straßen vor ziemlich genau 75 Jahren gebrüllt.
Aber klar, ich bin ja hier der Salafist und heulende Provokateur.
Du nennst mich "hohl" obwohl du nichts aber auch gar nichts über die Geschichte Irans weißt, aber dennoch dich hier mit beiden Eiern hinstellst und über die Historie Irans babbelst. Als was soll ich dich dann bezeichen? Vollidioten?
Und falls es dir nicht aufgefallen ist, auf deine anderen Punkte (Kopftuch etc) bin ich doch gar nicht eingegangen, weils mich einen Shicedreck interessiert hat.
Mir gings gar nicht um den Islam sondern um Kolonialismus bzw Imperialismus, gezeigt an den Beispielen DDR, Iran oder Algerien. Aber mach du hier nur weiter und zeig wie dick deine Cochones sind.
Die DDR war "nur" knapp 50 Jahre sowjetisch besetzt/geprägt. Davon haben die sich bis heute nicht erholt, obwohl dort Frieden herrscht und sie von außen nicht gestört werden. Da siehste mal, welchen Einfluss auf die Entwicklung solche Geschichten haben und es eben *manchmal* nicht zu einfach ist.
Und was die andere Sache angeht: Bei uns sind bis heute Staat und Kirche nicht getrennt. Von welchem Selbstverständnis gegenüber Religionen redest du also eigentlich? Erst an die eigene Nase packen und dann von irgendwelchen Aufklärungskämpfen reden.
Und was die andere Sache angeht: Bei uns sind bis heute Staat und Kirche nicht getrennt. Von welchem Selbstverständnis gegenüber Religionen redest du also eigentlich? Erst an die eigene Nase packen und dann von irgendwelchen Aufklärungskämpfen reden.
Andy schrieb:Morphium schrieb:
Und wenn sie versuchten bzw. versuchen, halbwegs ihren Rückstand aufzuholen, wie es der Iran seit Jahren macht (In den Bereichen Wissenschaft, Technolgie etc), dann versucht man das alles durch Sanktionen oder Kriege zu zerstören.
Uiuiui. Wie lange genau war der Iran eine Kolonie von welcher imperialischen Macht? Wer war nach Alexander dem Großen überhaupt aus der westlichen Welt in Persien / Iran?
Erster Golf-Krieg? Iran vs. Irak. Auf iranischer Seite sogar israelische Panzer (Quelle ein hoher iranischer Regierungsbeamter und guter Freund unserer Familie). Durch welche Kriege sonst wurde der Iran in seiner Entwicklung zerstört? Wie geht es den Frauen, der Presse und der Opposition im Iran?
Hast Du noch mehr solcher Weisheiten drauf? Dann her damit!
Vielleicht sollte ich Heinz Ratschlag befolgen. Rein aus Respekt.
Ähm. Sind deine Fragen ernst gemeint oder ist das versteckte Ironie? Weil sollte es ernst gemeint sein, dann kannst du selber recherchieren, das mach ich für dich nicht.
adler1807 schrieb:Morphium schrieb:adler1807 schrieb:
Was für ein populistischer und einseitiger Fingerzeig auf den Westen. Er wird der Thematik auch in keinster Weise gerecht. Hier geht es um Islamisten die größtenteils in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, eine Schulbildung erhalten haben, ggf. sogar studiert haben und trotzdem meinen, man müsse Geschlechter trennen, Frauen das Selbstbestimmungsrecht absprechen und "Ungläubige" in die Luft sprengen.
fromgg hat folgendes gefragt:
Kann mir mal jemand sagen , was die letzten 500 Jahren eigentlich geschehen ist ?
Islamische Gesellschaften waren mal der Hort des Fortschritts und der Wissenschaft. Wesentlich humaner als die korrupten Romfolger. Was ist dort passiert ?
Und ich gab ihm die Antwort.
Aber du hast selbstverständlich recht, man sollte nicht nur auf uns mit dem Finger zeigen. Der Kameltreiber ist selber schuld, er hätte ja auch die Schulbank drücken können anstatt für seine Freiheit zu kämpfen.
Das ist in etwa genauso sinnvoll wie heute noch die Belagerung Wiens oder die islamischen Eroberungen als Begründung für irgendetwas heranzuziehen...
Aber ja.
Von Staaten die Atomtechnologie nutzen oder Öl an den Rest der Welt verkaufen und sich damit dumm und dämlich verdienen sollte man erwarten können das sie bei sich ein vernünftiges Bildungssystem aufbauen - unabhängig davon was Napoleon Anno xy getan oder gesagt hat.
Einige Länder wurden Jahrhunderte zurückgeworfen. Und wenn sie versuchten bzw. versuchen, halbwegs ihren Rückstand aufzuholen, wie es der Iran seit Jahren macht (In den Bereichen Wissenschaft, Technolgie etc), dann versucht man das alles durch Sanktionen oder Kriege zu zerstören.
Libyen hatte eine Alphabetisierungsrate von knapp 90%, die beste Infrastrukur Afrikas. Davon ist nichts mehr da, alles weggebombt. Daran war nur der Islam schuld.
Und dass der Saudi oder der Katari nichts macht oder sich nur auf sein Öl ausruht, dafür kann die islamische Welt nichts. Das sind Wüstenvölker, von ihrem Naturell gar nicht zu vergleichen mit einem Iraner, Malaien oder einem Afghanen.
Wieso schreib ich eigentlich, du kennst dich ja mit denen da unten eh besser aus.
Die Drogenbanden usw. in Südamerika scheinst du vergessen zu haben. In Mexiko sterben jährlich zigtausende bei Schiessereien etc., das weisst du. Und es gibt einen eklatanten Unterschied, dazu unten mehr.
Was Saudi-Arabien angeht: Der Schein trügt. Die ca. 4000 Prinzen, Scheichs usw. geht es blendend, aber dem Volk keineswegs! Und jetzt kommen wir zu deiner Frage, weshalb ausgerechnet hier: Weil unser großer Bruder den Saudis freien Hand lässt. Die Saudis dürfen in Afghanistan ihre Ideologie verbreiten, nun versuchen sie es in Syrien. Auch im Irak sind sie am Werk. In Lybien haben sie ja gemeinsam mit Katar und Nato erfolgreich geputscht.
Das Saudische Königshaus ist korrupt bis unter der Decke. Und als solcher willkommene Geschäftspartner der USA. Al-Kaeda ist ein erfolgreich geführtes Unternehmen von diesen beiden. Überall dort, wo beide Interessen haben, wird erst die Al-Kaeda bzw. Taliban reingeschickt, um dann eine amerikanische bzw. Nato Intervention zu rechtfertigen. In Afghanistan gegen Al-Kaeda, in Syrien mit Al-Kaeda. Perversion in seiner reinsten Form.
Diese Mechanismen gibt es in Lateinamerika nicht, weil dort das Interesse der Amerikaner abgeebt ist. Aber wenn du in die Geschichte zurückgehst, anfang des 20.Jhd., dann siehst du genau dieselben Muster auch in Lateinamerika. Als Lektüre kann ich "War is a racket" von Smedley Butler empfehlen. Ein amerikanscher General um 1915, der mitgemacht hat in Lateinamerika und sich später mit diesem Buch geschämt hat.
Danke. Die Reise ist noch nicht fest, aber falls doch, dann berichte ich selbstverständlich.