>

petko

3844

#
S-G-Eintracht schrieb:
smoKe89 schrieb:
petko schrieb:
Ales in Allem bin ich nach wie vor verwirrt. Es wurde gesagt, dass man einfach nur rechnen können muss, um die Zusammenhänge zu verstehen. Aber genau deshalb frage ich mich, wie das auf Dauer so weiterlaufen kann, wenn immer ein Minus dasteht und dieses sich durch Zinsen ins Negative potenziert. Auch ist mit nicht verständlich, dass es wohl kaum ein Land gibt, ausser vllt. Saudi Arabien und Libyen vor dem Krieg evtl. noch Iran, welches nicht ebenfalls hoch verschuldet ist. Bei wem machen all diese Länder die Schulden?


Tja, bei wem ist der Staat bloß verschuldet? Andere Länder können es, wie du bereits erwähnt hast, nicht sein. Der Rest der Welt steckt nämlich ebenfalls tief in der Ka... Kreide.

Wer auch immer hier der Gläubiger ist, werden sich die Systemkonformen nach wie vor denken, der Staat müsse seine Schulden zurückzahlen, da ihm ansonsten niemand mehr Geld leihen würde. Aber ist das so? Wieso muss sich ein Staat überhaupt Geld bei einer Bank leihen, wenn er die Hoheit seiner Währung innehaben könnte? Wegen der Inflation? Die gibt's doch sowieso. Warum steigt unsere Steuerlast Jahr für Jahr? Es scheint, als würden niemals genügend Steuern eingetrieben werden. Tatsache ist, dass unsere reale Staatsquote bei ungefähr 70% liegt. Das bedeutet, dass von jedem Euro den du verdienst auf den einen oder anderen Weg 70 Cent wieder beim Staat landen. In der UdSSR übrigens lag die Staatsquote bei 85%.

Die wichtigste Frage ist doch, woher denn das ganze Geld kommt, das dem Staat geliehen wurde und wer dafür all die Zinsen kassiert?

Ich sag dir petko, das sind Fragen die einen nicht mehr so schnell loslassen und ich freue mich über jeden, der sich darüber informieren möchte. Ich erkläre das im folgenden aus meiner (hier sowieso sehr umstrittenen smile: Sicht:

Die Bankenrettungspakete haben die Mechanismen unseres Finanzsystems sehr schön offengelegt. Die Banken befanden sich in finanziellen Schwierigkeiten und brauchten Geld. Wie wir alle wissen, bekamen sie dieses vom Staat, der jedoch selbst kein Geld hat und es sich deswegen von den Banken leihen musste. Woher kam nun also plötzlich das Geld?

Verabschiede dich von dem Glauben, dass Banken Geld verleihen. (Nicht nur deswegen, weil eine Leihe rechtlich gesehen unentgeltlich stattzufinden hat, es handelt sich also um ein Darlehen.)
Du kennst es aus deinem Alltag. Du verleihst einem Freund einen Gegenstand, dieser gibt ihn dir nach einer gewissen Zeit wieder zurück. Alles ist im Gleichgewicht. Dir ist auch klar, dass du nur Dinge verleihen kannst, über die du auch verfügst. Du kannst nichts verleihen, was dir nicht zusteht. Ebensowenig kannst du einen Gegenstand aus der Luft zaubern und dessen Gebrauch entgeltlich überlassen. Denn wenn du es könntest, könnte es jeder und deine "Leistung" hätte keinen Wert. Macht Sinn, oder?

Doch genau das können Banken. Es ist folgendermaßen: Geld entsteht ausschließlich dadurch, dass Zentral- und Geschäftsbanken es "verleihen". Es wird durch diese erzeugt, wenn sie Kredit geben. Sie müssen sich lediglich an die Mindestreserve halten. Dieser beträgt im Eurosystem gerade mal 2%. Die Geschäftsbanken können also das 50fache des Zentralbankgelds an ihre Kunden vergeben. Das Geld in deiner Tasche und der Rest der gesamten Geldmenge wurde dir, allen anderen Bürgern, den Unternehmen und dem Staat geliehen. Daraus lässt sich erstens ableiten, dass die Rückzahlung aller Schulden zum Verschwinden jedes Euros führen würde (selbst dann wären die Schulden nicht ganz getilgt; Zinsen) und zweitens ist genau deswegen die Rückzahlung der Systemverschuldung völlig unmöglich und auch von Anfang an nie beabsichtigt gewesen!

Das alles wird ermöglicht durch ein gesetzliches Monopol, dass der (durch private Interessen gesteuerten) Zentralbank mithilfe des Leitzinses die Herrschaft über die Kaufkraft unseres Geldes und somit über einen großen Teil unseres Vermögens verleiht. Der Leitzins bestimmt die Geldmenge, die Geldmenge bestimmt den Wert der Währung.

Man käme ja nicht auf die Idee, Simbabwe für das reichste Land der Welt zu halten, nur weil man dort wohl das meiste Geld druckt. Wissen, Technologie, Waren und Dienstleistungen bestimmen den Wohlstand einer Gesellschaft, nicht die Menge an Geld. Es ist ein großer Irrtum, steigende Preise als Ursache von Inflation zu sehen. Es ist umgekehrt! Alleine 2006 hat sich die Geldmenge im Euroraum um 10% erhöht. Neuere Daten werden von der EZB leider verschleiert. Durch die Aufblähung (engl.: to inflate) der Geldmenge verliert jede Werteinheit an Wert. Darum müssen Anbieter von Produkten stets die Preise erhöhen, um die Rentabilität sicherzustellen.


Ich habe mir mal erlaubt, die letzten beiden Abschnitte rauszunehmen, weil das zusehr "bankenverschwörerisch" klingt. Ein kleiner Fehler ist auch noch drin: Schulden+Zinsen = Guthaben+Zinsen (der Zins ist in diesem Geldsystem natürlich mitinbegriffen)

petko schrieb:

Bei wem machen all diese Länder die Schulden? es muss doch irgendwo jemanden geben, der das Geld verteilt und die Zinsen einstreicht. Bisher dachte ich, es seien Banken, aber wie man gelernt hat, stimmt das in vielen Fällen nicht und die Entschuldung der Banken wird von Staaten gewährleistet.


Schulden macht ein Staat bei den Bürgern. Mit diesen Schulden wird irgendwas gebaut/angeboten, das Geld kommt im Umlauf und landet in der Privaten Hand. Das Geld für die Schulden, wird vom Bürger durch Steuern genommen. Ist der Staat "überschuldet", leiht er sich das Geld bei Privaten Investoren, Institutionellen Anleger oder schlussendlich bei anderen Staaten bzw. Zentralbanken.

Praktisch jeder Staat, außer die rohstoffreichen wie Norwegen, ist de facto "überschuldet". Durch die Globalisierung (von Guthaben, Beteiligungsvermögen und auch Schulden) muss sich dieses System in einer Balance halten, weil jeder abhängig von anderen Nationen ist. Wenn Schulden+Zinsen durch einen Zahlungsausfall irgendwo gestrichen werden müssen, fallen irgendwo auch "plötzlich" Guthaben+Einnahmenzinsen weg, die vielleicht Institution X/Staat Y braucht, um seinen laufenden Betrieb zu halten. Die Gefahr einer Bankenkrise ist, dass "nur um auf die richtigen Gesetze des Kapitalismus zu hören", plötzlich ein Dominoeffekt entstehen kann. -> Schlussendlich wird damit aber der Freie Markt bekämpft (in Deutschlands gibt es den schon lange nicht mehr), um gesellschaftliche Folgen zu vermeiden, sprich das genaue Wohlstandslevel im Westen zu halten. Ergo die eigene Haut gerettet, gleichzeitig aber sozusagen auch der "Soziale Aufstieg" von Schwellenländern verhindert. (Wobei ein Default von Schulden meines Ermessens geradewegs mehrere Schwellenländer zurück in die erbitterste Armut und selbst hoffnungslose Überschuldung treiben würde)

Deshalb hat das ganze der letzten Jahre auch nur am Rande etwas mit Kapitalismus, als viel mehr mit "Sozialismus" zu tun. Hieran wird aber im Kern sehr deutlich, dass viel "Sozialdemokratie" etc. viel Scheinheiligkeit bedeutet, weil es bei schlussendlich nur bedeutet, mit aller Macht den Status quo zu erhalten, ohne auf die weltweiten Veränderungen einzugehen.

Was man bei der gesamten Sache aber nicht vergessen darf: Es gibt auch noch den Finanz- und Geldsektor, wo schlussendlich auch einige Leute ihre Arbeit verrichten müssen. Im Bereich der Geldpolitik wird genau mit ihren Maßnahmen dafür gesorgt, dass die "Geldpolitik" stimmt. Man sollte sich mal Informieren, welche Rolle eine "Zentral"bank z.B. übernimmt. [SmoKe89s Meinung über Zentralbanken (und vieler Vertreter der Österreichischen Schule) ist, dass sie ein Sozialistisches/Planwirtschaftliches System abbilden] Durch diese wird aber im aktuellen System wiederrum die Inflation kontrolliert.

---

Inflation frisst 10.000 Euro von "Hansi" unter dem Kopfkissen relativ schnell auf. Ihm wird also die vollkommene Freiheit genommen, das Geld dort zu lassen. Er muss es also Anlegen und ein Risiko eingehen, um einen Werterhalt zu erreichen. (Früher waren zwar 10.000 Euro mal mehr wert, aber es gab schlussendlich nur wenig Optionen das Geld anzulegen. Jemand mit 100.000 oder 1.000.000 Euro hatte mehr Möglichkeiten, sein Geld zu streuen. Heute fallen die Schranken früher, dafür wird aber auch für bestimmte Volatilität gesorgt.)

Inflation sorgt aber dafür, dass Geld im Kreislauf gehalten werden muss. Schlussendlich sagt da wieder die Marktradikale Seite: Warum muss das so sein? Wieso haben wir nicht alle wieder Goldmünzen?

Auf petkos Frage, wie genau die Staatsverschuldung bekämpft wird: Inflation sorgt dafür, dass Schulden und Guthaben weniger wert sind. Das ist auch Teil der unheimlich wichtigen Schuldenbremse, deren Konzept "wenige" neue Schulden (Beispielsweise 1 €/Jahr) vorsieht, während auf die lange Sicht Schulden (100 €) entwertet werden, und die Besteuerung die früher nur 0,90 €/Jahr ausmachte, nun 2 €/Jahr ausmachen.

Das ist auch das Thema der Progressiven Besteuerung und der Frage nach Spitzensteuersätzen. Im Laufe der Jahre ist immer mehr "untere Mittelschicht" in den Richtung des "Spitzensteuersatzes" gerutscht, da Gehälter gestiegen sind. Dadurch Steigen die Einnahmen des Bundes. Die Gefahr, die bei uns aber schlummert, es werden trotzdem weitere Staatsausgaben besprochen, gleichzeitig befindet man sich aber am oberen Limit (Griechenland hat das generell ignoriert). Darum bekämpft man nun das Problem der Steuerungerechtigkeit (Kalter Progression), es gibt Modelle wie die Flat-Tax Paul Kirchhoffs etc.

Im aktuellen Staatssystem gibt es mehrere Institutionen, die das gesamte System versuchen zu balancieren. In Deutschland gelingt das auch halbwegs gut. Das Problem der Demokratie wiederrum ist es, ob durch demokratische Urteile das gesellschaftlich beste Urteil entsteht, als wenn dies ein "ausgewiesener" Stamm tut. Ergebnis der Geschichte war, dass die Sozialistische Demokratie grandios gescheitert ist, lag vielleicht auch an den Beteiligten. Das Fazit ist aber trotzdem, dass das gesamte Bürgertum gemeinsam die Probleme frühzeitig in unserer repräsentativen Demokratie erkennen und entschlossen ausräumen muss und das ganze nicht zu einer Wunschliste einiger Bürger wird. (Das gilt sowohl für Teile der Elite als auch des "Pöbels".)

PS: Bald kommt mein erstes Forenbuch raus



Darauf bin ich sehr gespannt!
#
smoKe89 schrieb:
petko schrieb:
Ales in Allem bin ich nach wie vor verwirrt. Es wurde gesagt, dass man einfach nur rechnen können muss, um die Zusammenhänge zu verstehen. Aber genau deshalb frage ich mich, wie das auf Dauer so weiterlaufen kann, wenn immer ein Minus dasteht und dieses sich durch Zinsen ins Negative potenziert. Auch ist mit nicht verständlich, dass es wohl kaum ein Land gibt, ausser vllt. Saudi Arabien und Libyen vor dem Krieg evtl. noch Iran, welches nicht ebenfalls hoch verschuldet ist. Bei wem machen all diese Länder die Schulden?


Tja, bei wem ist der Staat bloß verschuldet? Andere Länder können es, wie du bereits erwähnt hast, nicht sein. Der Rest der Welt steckt nämlich ebenfalls tief in der Ka... Kreide.

Wer auch immer hier der Gläubiger ist, werden sich die Systemkonformen nach wie vor denken, der Staat müsse seine Schulden zurückzahlen, da ihm ansonsten niemand mehr Geld leihen würde. Aber ist das so? Wieso muss sich ein Staat überhaupt Geld bei einer Bank leihen, wenn er die Hoheit seiner Währung innehaben könnte? Wegen der Inflation? Die gibt's doch sowieso. Warum steigt unsere Steuerlast Jahr für Jahr? Es scheint, als würden niemals genügend Steuern eingetrieben werden. Tatsache ist, dass unsere reale Staatsquote bei ungefähr 70% liegt. Das bedeutet, dass von jedem Euro den du verdienst auf den einen oder anderen Weg 70 Cent wieder beim Staat landen. In der UdSSR übrigens lag die Staatsquote bei 85%.

Die wichtigste Frage ist doch, woher denn das ganze Geld kommt, das dem Staat geliehen wurde und wer dafür all die Zinsen kassiert?

Ich sag dir petko, das sind Fragen die einen nicht mehr so schnell loslassen und ich freue mich über jeden, der sich darüber informieren möchte. Ich erkläre das im folgenden aus meiner (hier sowieso sehr umstrittenen smile: Sicht:

Die Bankenrettungspakete haben die Mechanismen unseres Finanzsystems sehr schön offengelegt. Die Banken befanden sich in finanziellen Schwierigkeiten und brauchten Geld. Wie wir alle wissen, bekamen sie dieses vom Staat, der jedoch selbst kein Geld hat und es sich deswegen von den Banken leihen musste. Woher kam nun also plötzlich das Geld?

Verabschiede dich von dem Glauben, dass Banken Geld verleihen. (Nicht nur deswegen, weil eine Leihe rechtlich gesehen unentgeltlich stattzufinden hat, es handelt sich also um ein Darlehen.)
Du kennst es aus deinem Alltag. Du verleihst einem Freund einen Gegenstand, dieser gibt ihn dir nach einer gewissen Zeit wieder zurück. Alles ist im Gleichgewicht. Dir ist auch klar, dass du nur Dinge verleihen kannst, über die du auch verfügst. Du kannst nichts verleihen, was dir nicht zusteht. Ebensowenig kannst du einen Gegenstand aus der Luft zaubern und dessen Gebrauch entgeltlich überlassen. Denn wenn du es könntest, könnte es jeder und deine "Leistung" hätte keinen Wert. Macht Sinn, oder?

Doch genau das können Banken. Es ist folgendermaßen: Geld entsteht ausschließlich dadurch, dass Zentral- und Geschäftsbanken es "verleihen". Es wird durch diese erzeugt, wenn sie Kredit geben. Sie müssen sich lediglich an die Mindestreserve halten. Dieser beträgt im Eurosystem gerade mal 2%. Die Geschäftsbanken können also das 50fache des Zentralbankgelds an ihre Kunden vergeben. Das Geld in deiner Tasche und der Rest der gesamten Geldmenge wurde dir, allen anderen Bürgern, den Unternehmen und dem Staat geliehen. Daraus lässt sich erstens ableiten, dass die Rückzahlung aller Schulden zum Verschwinden jedes Euros führen würde (selbst dann wären die Schulden nicht ganz getilgt; Zinsen) und zweitens ist genau deswegen die Rückzahlung der Systemverschuldung völlig unmöglich und auch von Anfang an nie beabsichtigt gewesen!

Das alles wird ermöglicht durch ein gesetzliches Monopol, dass der (durch private Interessen gesteuerten) Zentralbank mithilfe des Leitzinses die Herrschaft über die Kaufkraft unseres Geldes und somit über einen großen Teil unseres Vermögens verleiht. Der Leitzins bestimmt die Geldmenge, die Geldmenge bestimmt den Wert der Währung.

Man käme ja nicht auf die Idee, Simbabwe für das reichste Land der Welt zu halten, nur weil man dort wohl das meiste Geld druckt. Wissen, Technologie, Waren und Dienstleistungen bestimmen den Wohlstand einer Gesellschaft, nicht die Menge an Geld. Es ist ein großer Irrtum, steigende Preise als Ursache von Inflation zu sehen. Es ist umgekehrt! Alleine 2006 hat sich die Geldmenge im Euroraum um 10% erhöht. Neuere Daten werden von der EZB leider verschleiert. Durch die Aufblähung (engl.: to inflate) der Geldmenge verliert jede Werteinheit an Wert. Darum müssen Anbieter von Produkten stets die Preise erhöhen, um die Rentabilität sicherzustellen.

Es handelt sich um eine unheilvolle Kooperation zwischen Banken und Regierungen. Solange sich diese Umstände nicht ändern, gerät die Gesellschaft immer tiefer in den Schuldensumpf.

"I believe that banking institutions are more dangerous to our liberties than standing armies. If the American people ever allow private banks to control the issue of their currency, first by inflation, then by deflation, the banks and corporations that will grow up around [the banks] will deprive the people of all property until their children wake-up homeless on the continent their fathers conquered. The issuing power should be taken from the banks and restored to the people, to whom it properly belongs."
- Thomas Jefferson


Hallo smoKe89!

Vielen Dank für den umfangreichen und sehr guten Beitrag! Ich habe vorerst keine weiteren Fragen mehr und erkenne an, dass sich alles in einem sehr abstrakten Raum abspielt, der mit dem tatsächlichen Leben (ich verleihe einen Gegenstand etc.) nichts zu tun hat.

Auch die Erklärungsversuche von anderen Diskutanten, die die Schulden durch staatliche Sozialleistungen verursacht sehen, kann ich bei den Summen (was spart die Gesellschaft schon, wenn sie Lohnkürzungen bei Kindergärtner/innen und Krankenhauspersonal vornimmt?) nicht nachvollziehen.

Und da denke ich, beisst sich die Katze in den Schwanz (3 Euro fürs Phrasenschein )

Wenn etwas Abstraktes einen konkreten Einfluss in das tatsächlich stattfindende Leben nimmt, setzten wir den Hebel beim Konkreten an.
#
peter schrieb:
smoKe89 schrieb:
petko schrieb:
subway schrieb:
[
petko schrieb:
Und 4. Wer ist Nutzniesser des Ganzen?

Du, da es dir besser geht als 5 Mrd. anderen Menschen auf dieser Erde.


Dann haben die PIGS alles richtig gemacht. Zu Mindest kann man ihnen nicht vorwerfen, zu wenig Schulden akkumuliert zu haben.
Das leuchtet mir nicht ein.


Nicht nur die PIIGS-Staaten. Frag mal die dritte Welt wie es so ist bis über den Hals hinaus verschuldet zu sein.

Die Behauptung, wir würden von der Schuldenmacherei profitieren ist ungefähr vergleichbar mit der Aussage man profitiere von einem kleinen Krebsgeschwür, weil 5 Mrd andere mit einem großen Krebsgeschwür zu kämpfen haben.



nicht wir profitieren von der schuldenmacherei. eine kleine elitäre schicht profitiert davon. selbst in den armen ländern gibt es eine "elite" die profitiert.

und das hat nichts mit der sozial-demokratisierung der länder zu tun, wie von dir weiter oben angemerkt, sondern lediglich damit, wie kapitalismus funktioniert.

aber vielleicht erklärst du uns ja jetzt, warum die usa oder italien (beide überschuldet bis zur grenze des möglichen) sozialdemokratische länder sind.

immer weniger menschen verfügen über immer mehr geld.  


Wenn ich Dich richtig verstehe, leben wir in einer Art globalem Feudalismus?
#
petko schrieb:
Ales in Allem bin ich nach wie vor verwirrt. Es wurde gesagt, dass man einfach nur rechnen können muss, um die Zusammenhänge zu verstehen. Aber genau deshalb frage ich mich, wie das auf Dauer so weiterlaufen kann, wenn immer ein Minus dasteht und dieses sich durch Zinsen ins Negative potenziert. Auch ist mit nicht verständlich, dass es wohl kaum ein Land gibt, ausser vllt. Saudi Arabien und Libyen vor dem Krieg evtl. noch Iran, welches nicht ebenfalls hoch verschuldet ist. Bei wem machen all diese Länder die Schulden? es muss doch irgendwo jemanden geben, der das Geld verteilt und die Zinsen einstreicht. Bisher dachte ich, es seien Banken, aber wie man gelernt hat, stimmt das in vielen Fällen nicht und die Entschuldung der Banken wird von Staaten gewährleistet.

ich frage mich, ob ein Fall, wie jetzt in GR nicht auch bei uns eintreffen könnte.
Wie gesagt, jeder von uns steht mit ca 25.000 in der Kreide. Jeder Grieche mit ca. 29.000. Ein so großer Unterschied ist das nicht.


Ich hoffe, hier keinen Schlüsselreiz gesetzt zu haben, denn Griechenland wird schon in einem anderen Thread behandelt. Also bitte nicht so was wie, ja die Griechen mit ihrer Korruption usw. das gibts ja bei uns nicht... oder vllt doch?... da wären wir dann beim Wullf Thread...
#
Ales in Allem bin ich nach wie vor verwirrt. Es wurde gesagt, dass man einfach nur rechnen können muss, um die Zusammenhänge zu verstehen. Aber genau deshalb frage ich mich, wie das auf Dauer so weiterlaufen kann, wenn immer ein Minus dasteht und dieses sich durch Zinsen ins Negative potenziert. Auch ist mit nicht verständlich, dass es wohl kaum ein Land gibt, ausser vllt. Saudi Arabien und Libyen vor dem Krieg evtl. noch Iran, welches nicht ebenfalls hoch verschuldet ist. Bei wem machen all diese Länder die Schulden? es muss doch irgendwo jemanden geben, der das Geld verteilt und die Zinsen einstreicht. Bisher dachte ich, es seien Banken, aber wie man gelernt hat, stimmt das in vielen Fällen nicht und die Entschuldung der Banken wird von Staaten gewährleistet.

ich frage mich, ob ein Fall, wie jetzt in GR nicht auch bei uns eintreffen könnte.
Wie gesagt, jeder von uns steht mit ca 25.000 in der Kreide. Jeder Grieche mit ca. 29.000. Ein so großer Unterschied ist das nicht.
#
emjott schrieb:
petko schrieb:
habe ich mich gefragt, wie es zur Staatsverschuldung kommt.

Genauso wie sich jeder Privatmensch, jedes Unternehmen oder jeder Fußballverein verschulden kann: Die Ausgaben übersteigen die Einnahmen!

Um trotzdem alle Ausgaben zu tätigen, die man tätigen muss und/oder gerne tätigen möchte, muss man jemanden finden, der einem Geld leiht. Hat man so jemanden gefunden, kann man seine Ausgaben machen, schleppt aber ab sofort Schulden mit sich herum.

Schulden wiederum kosten Geld (Zinsen), erhöhen also in Zukunft die Ausgaben und müssen natürlich irgendwann zurückgezahlt werden. Denn ohne die Aussicht, das geliehene Geld wieder zu bekommen, ist niemand bereit Geld zu verleihen.

Der Bund hat es zuletzt im Jahre 1969 (!) geschafft, dass die Einnahmen (Steuern, Gebühren, etc) ausgereicht haben um die Ausgaben (Sozialhilfe, Polizei, Straßenbau, Beamtenapparat, etc) zu decken. Seit über 40 Jahren gibt der Bund immer (!) mehr aus als er einnimmt.

In der Folge hat sich die Verschuldung schrittweise aufgetürmt auf etwa 2 Billionen Euro, von denen etwa zwei Drittel auf den Bund entfallen (der Rest bei den Bundesländern, Städten und Gemeinden).

Die Zinskosten, die im Gleichschritt mit den Schulden schrittweise anwachsen, sind inzwischen der zweitgrößte Ausgabenposten im Bundeshaushalt! Mehr als für die Bundeswehr, für den Straßenbau, für das Umweltministerium oder für das Gesundheitsministerium und etwa vier Mal (!) soviel wie der Bund für Forschung und Entwicklung ausgibt, muss er für die Zinskosten aufbringen.


Danke!
Aber wohin führt das, wenn Zinsen seit Jahrzenten die größte Ausgabenlast der Volkswirtschaft darstellen?

Jedem Häuslebauer ist doch klar, dass er mit so einem Finanzierungsmodell baden geht. Warum hält der Staat an so einem Modell fest?
#
subway schrieb:
[
petko schrieb:
Und 4. Wer ist Nutzniesser des Ganzen?

Du, da es dir besser geht als 5 Mrd. anderen Menschen auf dieser Erde.




[/quote]

Dann haben die PIGS alles richtig gemacht. Zu Mindest kann man ihnen nicht vorwerfen, zu wenig Schulden akkumuliert zu haben.
Das leuchtet mir nicht ein.
#
Inspiriert durch die Griechenlandkrise und ein Bierchen habe ich mich gefragt, wie es zur Staatsverschuldung kommt. Laut Bund der Steuerzahler ist jeder Deutsche, ob Greis oder Neugeborene, mit ca. 25.000€ verschuldet. Ich schulde also 25.000€!

Meine Fragen an die Experten:
1. Wem schulde ich das Geld?
2. Warum schulde ich das Geld, wenn ich mich nicht erinnern kann, je einen solchen Kredit in Anspruch genommen zu haben?
3. Wie ist es mit den Rückzahlungsmodalitäten? Kann es sein, dass in Kürze jemand kommt und sagt, Du musst Deinen Beitrag leisten, also ziehen wir Dir 30% Deines Einkommens ab?

Und 4. Wer ist Nutzniesser des Ganzen?

Danke im Voraus!
P.
#
wenn ich das richtig mitverfolge, dann geht es hier um eine verbrüderung wg einer ähnlichen nachbarstadtsituation im bezug auf traditionelle konkurrenz.

nur haut das nicht hin, weil unser nachbar weder konkurrenz noch bedeutung darstellt.

:neutral-face
#
kapitän schrieb:
Arya schrieb:
Schön und gerade sehr passend fänd ich auch:

Hey, hier kommt Alex...  


Die Idee sollte man unbedingt ins Visier nehmen!!!

Ich bin zwar kein Hosen-Fan, aber Düsseldorf liebt diese Band! Der Eishockey-Club DEG hat am Freitag ein neues Trikot rausgebracht, eine limitierte Toten-Hosen-Edition, und die halbe Stadt dreht durch, um diesen Lappen zu kriegen!
Was für eine Genugtuung es wäre, Ihnen ein Lied "Ihrer" Band zu versauen! Find ich ne super Idee!


Genial!
#
Foofighter schrieb:
Hab´s noch nie bereut! Kann die Tattoos aber auch verstecken, wenn sie zum Anlass nicht passen.
Immer dran denken, dass man sich auch irgendwann nen Job suchen muss. Also, "Fuck you" vielleicht nicht auf die rechte Wange machen lassen.......


"CDU" würd aber passen..
#
FrancoforteAllez schrieb:
Wenn ich Fortunafan wäre und sehe, wie der Rösler in Ingolstadt, während einer Spielunterbrechung, ganz bewusst in einen stehenden Gegenspieler läuft und sich dann fallen lässt, wäre mir das ganz schön peinlich...
Will garnicht wissen, was der abgezogen hätte, wenn der in St. Pauli von ner Wurfrolle getroffen worden wäre....


... und erst bei ner wurstrolle, OMG
#
Ubrigens, die überschrift:

Re: das schreiben die (hoffentlich glücklosen) Fortunen..

find ich nicht cool, weil wir seit über 2000 Jahren wissen, was "Fortuna" bedeutet und dass die sich aus geografischen Gründen "Glück" genannt haben. So einen Vereinsnamen aufs Korn zu nehmen, find ich albern, zumal unserer auch nicht gerade angriffsflächenfrei ist.
#
tob tob tob. Genugtung am Montag!
#
Gleich zwei Daxbeleidiger Threads! Ehre, wem Ehre gebührt.
#
hansolo21 schrieb:
Oka - 3 : nicht gefordert, eine kleine Unsicherheit mal beim rauslaufen
Jung - 2 : hinten deutlich verbessert, gute Flankenläufe
Amedick - 4 : eigentliich 5, aber erstes Spiel und er hat sich etwas gesteigert
Schildenfeld - 2 : gut, grade am ende die dinger gut geklärt
Butscher - 2+ : Top. Hinten solide, gute Offensivaktionen, Tolle Flanke zum 1:1
Rode - 2- : Phasenweise etwas unauffällig, aber ings. wieder saustark
Lehmann - 3- :kaum zu sehen, aber auch ohne wesentliche Fehler
Matmur - 2- : 60 Minuten top. trickreich und schnell. Zwischendurch abgetaucht
Köhler - 4+ : das Plus weil er (kaum zu glauben) einige gute Ecken geschossen hat, sonst irgendwie zu langsam
Meier - 1 : alle lieben Meier (wenn er so spielt !)
Hoffer - 3+ : eigentlich gut gespielt. aber als stürmer zu wenig chancen

Mo - zu spät gekommen. noch nicht bei 100%, aber 2-3 mal gut vorgecheckt (wie man es von ihm kennt) und den ball erobert

Korlmaz - zu spät gekommen


analyse: 2 (eigentl. 1 aber ist alles subjektiv)
#
nordic_eagle schrieb:
Brady schrieb:
interessanter...


Wobei ich die Sabine Lisicki und die Petko auch gerne  beim Nacktrodeln sehen würde.


da musst du wohl mit meinen posts vorlieb nehmen
#
jetzt noch 3 punkte von den DAXBELEIDIGERN einfahren!!!      
#
alles in allem hochverdient. eigentl. nur ein fehler, der von hammerdick.  
#
ha, den mit der grauenpudelmütze auf der tribüne, den kenn ich!