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Pezking

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Ach ja, und noch meine Einschätzung zur Wirkung von Support auf das Spiel:

In meinen Augen gibt es nur zwei wirkungsvolle Arten des Faneinflusses auf den Spielverlauf:

1.) Ohrenbetäubenden Lärm veranstalten, wenn der Gegner in den Offensive ist. Beste Beispiele: Die Heimspiele gegen die Bayern und Aachen in der Rückrunde 2007.

2.) Eine eigene Drangphase verstärken durch Aufpeitschen von den Rängen.

Die Gesänge sind zwar schön und kreativ und tragen wunderbar zur Atmosphäre und einem "kompletten" Stadionerlebnis bei. Aber sie sorgen halt auch nur in erster Linie für ein stimmungsvolles Ambiente. Das ist in etwa so, als wenn man während der Arbeit das Radio im Hintergrund dudeln lässt.

Damit will ich keinesfalls sagen, dass Support und Fangesänge sinnlos sind! Sie tragen als unschätzbarer Faktor zur Faszination Bundesligafußball bei! Ich zweifle nur ihren direkten Einfluß auf das Geschehen auf dem Platz ein wenig an.

Und ich bringe damit mein Bedauern zum Ausdruck, dass wir viel zu selten auf den oben genannten Punkt 1 zurückgreifen!
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Maxfanatic schrieb:
Ich habe mal eine Frage.

Hier wird gesagt, es wäre vergleichsweise schlechte Stimmung gewesen. Was soll man jetzt von sowas halten? Wem bringt das was? Für wen singt "ihr"? Unabhängig davon, dass ich das nicht beurteilen kann aktuell und es mir eigentlich relativ egal ist, ob die Stimmung jetzt (noch) schlechter ist als sonst bei Heimspielen: Es wird doch, gerade aus dieser Ecke (unterstelle ich jetzt mal), die jetzt wohl zumindest gefühlt mehr schweigt, sonst immer alles kritisiert, was "der Mannschaft schadet". Die Ultras sollen ja schließlich auch singen, sonst sind es Penner, wofür sind die denn sonst da? Singt "ihr" denn für die Mannschaft oder für Maddin Stein oder sonstwen?
Wenn Leute andere Sachen anstimmen, selbst aktiv werden, sonstwas- kann ich alles verstehen. Auch wenn jemand meint, ein Spruchband zu malen.

Aber mir fällt offen gestanden als Reaktion nix ein, was ich mehr Banane fände, als aus Protest gegen die Ultras auf die Unterstützung für meine eigene Mannschaft zu verzichten. Hätte da gerne mal irgendwie ne Begründung, vll. bin ich ja auch nur zu dämlich um das offensichtliche zu schnallen.


Ich glaube nicht, dass die Leute "PROTEST!" oder "BOYKOTT!" im Hinterkopf hatten, als sie gestern weniger Sangeslust als sonst an den Tag legten.

Ich habe eher den Eindruck, dass nach Leverkusen und der folgenden Diskussion vielen der Spaß am Fußball vorübergehend ein wenig verloren gegangen ist. Die Atmosphäre war einfach irgendwie...bedrückt. Geknickt. Saftlos. Das Einheitsgefühl ist weg, und das lässt viele ziemlich bedröppelt zurück.

Die verhaltene Stimmung war kein besonderer Plan und auch keine "Aktion". Es war vielmehr ein Zeugnis von Frustration, Ermüdung und Lustlosigkeit. Und "Vorfreude" auf das womöglich bevorstehende Geisterspiel. So sieht eine uneinige Kurve nun mal aus, wenn sie den Spaß am gemeinsamen Support verloren hat.  
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Wehrheimer_Adler schrieb:
"Ihr steht auf Schwänze und nich auf Busen, Ihr seid die Pyrohonks aus Leverkusen"


Homophobe Sprechchöre gegen Pyrotechnik.

Irgendeiner setzt doch immer noch einen obendrauf.
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Cino schrieb:
mal eine ernst gemeinte frage an alle, die sich an der befristung bis saisonende stören:

was hättet ihr denn am liebsten gehört?
kompletter pyroverzicht für immer?

was wäre wohl glaubwürdiger...?

hier versucht eine gruppe (es kann übrigens jeder sehen welchen einzelgruppierungen die ratsmitglieder angehören) einen realistischen konsens zu finden und eine grundlage zu bilden und manche hier haben nichts besseres zu tun als in meinen augen utopische und unrealistische ziele zu fordern.
versteh ich nicht...


Ich stimme Dir zwar zu, dass die vorliegende Aufforderung realistisch und glaubwürdig ist.

Aber nach der Aktion in Leverkusen haben akut verdammt viele Fans keine Lust mehr, über das Thema Pyro überhaupt noch differenziert zu sprechen. Da hat sich eine Übersensibilität breitgemacht, die jede Form von Pyro in einen Topf wirft. Die Leute sind genervt von dem ganzen Thema und würden derzeit in jedem hochgehaltenen Bengalo den Startschuss für die nächste kopflose Pyroshow inkl. Spielunterbrechung sehen.

Diese (bei vielen neu entstandene) Null-Toleranz-Denke ist derzeit weit verbreitet, und nach der Ursache braucht man nicht lange zu suchen. Darüber braucht sich niemand zu wundern. Das Spiel in Leverkusen hat Pyro in Frankfurt verdammt unbeliebt gemacht.

Natürlich ist das nur eine Momentaufnahme, und natürlich wäre die Beteuerung eines ewigen Komplettverzichts unglaubwürdig - aber das Thema sehen viele Fans aktuell nun mal sehr emotional. Was ich wenige Tage nach Leverkusen auch niemandem verdenken kann.
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NRWEAGLE schrieb:

Ist das nicht etwas vorschnell gedacht und gehandetl?!

Was haben die "Capos" damit zu tun?

Was macht Euch so sicher die UF dafür verantworltich zu machen?

Hauptsache ganz schnell Schuldige finden, ohne klare Beweise!!!!

 



Das Problem ist, dass die UF zumindest die ersten Reihen des (Gäste-)Blocks ja nun ein Stück weit als eigenes Hoheitsgebiet ansieht. Zumindest kommt das bei Außenstehenden so an.

Und damit sind nicht nur Rechte, sondern auf Pflichten verbunden. Ansonsten kann man nicht davon ausgehen, dass Außenstehende differenziert einschätzen können, ob der Böllerwerfer auf dem Zaun der UF angehört, oder nicht.

Und der allgemeine Support um die Pyroaktion in Leverkusen herum, inkl. der lautstarken Gesänge während der Spielunterbrechung, lassen nun mal kaum einen anderen Schluss zu, als dass diese Pyroaktion von der UF vielleicht nicht geplant oder durchgeführt, aber doch zumindest wohlwollend geduldet wurde.

Und dieses Bild kann man jetzt nur durch eine Teilnahme an einer öffentlichen, transparenten Diskussion aus der Welt schaffen.
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Eine gute Stellungnahme - vielen Dank dafür!

Sachlich, differenziert - aber doch eindeutig in der Botschaft.

Ich bin angenehm überrascht, dass das vernichtende Echo in Bezug auf die Pyroaktion in Leverkusen offenbar tatsächlich Gehör findet. Erst die zügige, kurze Stellungnahme der UF auf deren Homepage, und nun die Ausführungen der NWK.

Wenn dieser Aufruf zu 100% umgesetzt wird, haben wir noch eine Chance.

Das dürfte dann aber auch endgültig unsere letzte sein, bevor sich unsere Anhängerschaft komplett in Grabenkämpfen aufreibt.
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Nochmal zum Statement der UF auf deren Homepage:

Dass Böller und Leuchtspur nicht deren Unterstützung finden, ist ja schon mal nicht schlecht. Das ist zumindest ein gemeinsamer Nenner.

Nun geht es aber darum, denen aufzuzeigen, dass "keine Unterstützung" nun mal nicht reicht. Denn letztendlich bedeutet diese Formulierung auch "Duldung". Und das ist nicht genug, wenn man den eigenen Fanblock ein Stück weit als eigenes Hoheitsgebiet betrachtet. Dieser "Mikrokosmos" direkt am und auf dem Blockzaun ist für Außenstehende kaum differenziert zu betrachten, und wenn man Liga und Veranstalter so weit in die Ecke drängt, dass sie drakonische Kollektivstrafen als letztes verbleibendes Mittel betrachten (und da fehlt nicht mehr viel!), darf man sich letztendlich nicht beschweren.

Wenn sich die UF und andere Gruppierungen tatsächlich nicht von ein paar versprengten Pyromanen den "guten" Ruf ruinieren lassen wollen, reichen Duldung und Ignoranz ohne aktive Unterstützung nicht aus. Dass müssen solche Bilder wie in Leverkusen in Zukunft verhindert werden, und es bedarf einer klaren, öffentlichen Positionierung gegen diese Formen der Pyrotechnik.

Fremden Einzeltätern beim Zündeln zuschauen und dann während der Spielunterbrechung fleißig Gesänge anstimmen geht jedenfalls gar nicht. Dann braucht an sich auch nicht beschweren, wenn jemand pauschal über "den" Gästeblock urteilt.

Aber das ist ein heikles Thema, denn letztendlich kann man auch nicht von Fans verlangen, sich mit anderen Fans anzulegen und dabei ein eigenes Stadionverbot zu riskieren. Daher wäre es umso wichtiger, schon im Vorfeld öffentlich eine eindeutige Position zu beziehen.
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Die Stellungnahme der UF ist schon mal besser als nix. Es ist zumindest ein Zeichen dafür, dass ihnen die Empörung vieler Fans nicht egal ist. Nicht mehr, nicht weniger.
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Afrigaaner schrieb:
[Gemeinsam sind wir stark - Gemeinsam!!!


Völlig richtig.

Ein bestimmter Teil unserer Anhängerschaft muss jetzt aber dringend ein gewisses Maß an Einsicht demonstrieren. Diese Leute sind spätestens seit gestern im Zugzwang, um eine in sich zerstrittene Fanszene zu verhindern. Wohlwollen in deren Richtung gab es in den letzten Jahren nun schon wirklich mehr als genug. Ein größeres Entgegenkommen und mehr Transparenz ist dringend notwendig. Nur so kann die gemeinschaftliche Geschlossenheit - unser wertvollstes Gut! - erhalten werden.
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FFM_SGE schrieb:
MAN MAN MAN ich bin schon immer jemand der für Pyro ist weil ich es persönlich schön finde und bei 2-3 Bengalos nichts sage ich auch normal nichts, aber leute checkt es doch endlich, ES IST VERBOTEN! es bringt nicht das immer und immer wieder zu machen. Punktabzug, Geisterspiele, Ganzkörperkontrollen, höhere Eintrittspreise...Ist es euch wirklich wert das alles in kauf zu nehmen nur um einen leuchtenden Staab in die Luft zu halten? ganz ehrlich scheisst doch drauf. Geht doch lieber auf ein Spiel der U23 und fackelt da was ab, dann stört es meist keinen.

Und an alle die hier wegen keine Vorschläge meckern: Mein Vorschlag ist einfach mal am anfang der Saison ein Freundschaftsspiel (z.B gegen den FSV) zu machen wo einfach mal Pyro erlaubt ist, alle könen sich austoben, es wird eine schöne Pyro Show geboten, wer es sehen will kann kommenw er nicht bleibt zuhause und dann ist aber auch gut. In er Ligasaison dann aber bitte aufhören mit dem quatsch, am besten jemand mit einem Wasserschlauch vor den block stellen und sobald jemand auch nur einen Leuchstaab hochhält, gleich mit Wasser drauf halten, ich denke dann werden schnell alle sen spass an der sache verlieren.



Wären gestern nur ein paar Bengalos in die Luft gehalten worden, hätte es zwar auch eine Strafe gegeben, aber niemand wäre auf die Idee gekommen, allein deshalb die Mannschaften in die Kabine zu schicken.

Das hatte gestern leider eine ganz andere Dimension, die man den restlichen Eintrachtfans nicht mehr vermitteln kann.
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reggaetyp schrieb:
Ich bin ziemlich ratlos.

Am erfolgversprechenden halte ich die Idee, die Fangremien anzusprechen für eine Mediation sowie die Leute gezielt im Stadion und drumherum anzusprechen.


Sehe ich grundsätzlich genauso.

Gestern änderte sich das jedoch. Leider. Und die Zitate vom Interview mit Hellmann festigten nun zusätzlich meine neue Einsicht, dass sowas einfach nichts mehr bringt.

Ich bin auch der Meinung, dass Stadionverbote, schärfere Kontrollen und härteres Eingreifen der Ordnungsmacht rein gar nichts bringen.

Das Hauptproblem dabei: Wenn die Entscheidungsträger in Sport und Politik sich soweit in die Ecke gedrängt fühlen, dass sie zur gleichen Einsicht gelangen, werden Verzweiflungsmaßnahmen über uns hereinbrechen. Und wenn das passiert, ist der Bundesligafußball, wie wir ihn kennen und leben, leider mausetot.
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Salzwerk schrieb:
Ich bin ja mal gespannt auf das Hoffenheim Spiel...Ein zerfleischen untereinander Ist genauso hilfreich wie die Pyro Aktion gestern.


Bitte? Müssen sich normale Fans jetzt an die Etikette der UF halten, derzufolge man sie nur direkt im Block oder am Container kritisieren darf?

Wenn sich Teile der Kurve aufmachen, sich aus dem Kollektiv zu entfernen und ohne Rücksicht auf Verluste ihr eigenes Ding durchzuziehen, muss alles getan werden, um diese Leute wieder einzufangen. Und öffentlich Grenzen aufzuzeigen kann hier ein wirksames Mittel sein.

Nach gestern habe ich so schnell keine Lust mehr, irgendwelchen Supportansagen durch's Megaphon Folge zu leisten.

Salzwerk schrieb:
Aber einige Leute hier scheinen nur darauf zu warten bis sie wieder der UF was in die Schuhe schieben zu können.


Wenn das die einzige "Lehre" ist, die die UF aus der ganzen Kritik zieht, ist eh alles zu spät. Hauptsache mal den Leuten mit anderen Ansichten die Sachlichkeit absprechen. Tolles Streitverhalten.

Ich habe die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, dass die Fähigkeit zur Selbstkritik in allen Ebenen der Fanszene vorhanden ist. Es ist nun höchste Zeit, diese zum Einsatz zu bringen, bevor es endgültig zu spät ist.
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sportgemeinde schrieb:
Das zu hause nicht gezündet wird hat andere Gründe, aber bestimmt nicht weil die leute so große angst vor Brechern wie dir haben!


Wovor hat man dann Angst?
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Cheneration schrieb:
Der Rest des Waldstadions muss das nächste Mal ein Zeichen setzen, wenn diese Vollidioten wieder zündeln, indem man sie gnadenlos von allen anderen Rängen auspfeift und dadurch isoliert!!!!!! Irgendwann muss Schluss sein    !!!!!!! Die Ultras kriegen es selbst nicht hin (oder wollen es nicht hinkriegen?) ...


Vielleicht sollte man einfach anfangen, in Sachen Support generell nicht mehr nach deren Pfeife zu tanzen.

Ich war bis vor kurzem verdammt stolz darauf, dass es in Frankfurt nicht die ewigen Grabenkämpfe und Reibereien zwischen "Normalos" und Ultras gibt, wie ich sie z.B. schon in Mainz oder Köln erlebt habe. Die Einigkeit der Kurve war unser kostbarstes Gut!

Aber diese Einheit kann und darf auch nicht unzerstörbar sein, wenn sich ein Teil des Ganzen zunehmend ohne Rücksicht auf Verluste vom Rest entfremdet.

Es kotzt mich nur an, dass einem der Spaß an einer sportlich so unfassbar geilen Saison durch die gelebte Hirnrissigkeit mancher Anhänger geraubt wird.

Ich war stets wohlwollend und habe an die Vernunft aller Eintrachtfans geglaubt, dass man sich - bei allen Unterschieden - von einem gemeinsamen Nenner nie allzu weit entfernen wird. Und jetzt sitze ich hier und will nächste Woche am liebsten ein paar Banner und Fahnen überhaupt nicht mehr in der Heimkurve sehen. Es ist zum Heulen, so macht das keinen Spaß mehr.
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frankfurter-wahrzeichen schrieb:
Und wer der Meinung ist, die Leute vom Zaun zu holen, soll den Anfang machen


Das wäre dann wohl die Aufgabe der Polizei.
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Larruso schrieb:
Brüllen und hier den Mogo machen kann jeder, aber wenn es doch allen so wichtig ist, warum macht denn keiner mal was von "Brüllern" hier? Im Stadion ne Protetaktion oder ähnliches?

Beschweren, Rummosern immer, selber machen nix. Typsich.


Öffentlich seine Meinung äußern ist alles andere, als "selber nix machen"! Dafür ist ein Internetforum da, und es ist gut und wertvoll, wenn sich Gleichgesinnte auf diesem Wege austauschen und merken, dass es eben nicht nur Unterstützer solcher Pyroaktionen wie gestern gibt.

Und wie ich schon an anderer Stelle sagte: Es ist nicht die Aufgabe der gemäßigten Fans, sich mit aufgeputschten Pyromanen anzulegen und denen das Handwerk zu legen. Wir sind hier nicht im Wilden Westen, und mit einer solchen Selbstjustiz riskiert man zu allererst mal ein eigenes Stadionverbot. Das kann man von niemandem verlangen!

Wenn man durch einen öffentlichen Austausch feststellt, dass diejenigen Fans in der Überzahl sind, bei denen in Sachen Pyro spätestens bei Leuchtspur und Böllern Schicht im Schacht ist, und man dadurch eine Isolierung der Täter in Gang bringen kann, wäre das schon mal eine wirkungsvolle Sache.

Seit gestern sind wir leider nicht mehr alle Frankfurter Jungs.  
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Cyprinus schrieb:
Pezking schrieb:
Blablablubb schrieb:
Warum haben gestern scheinbar mal wieder die meisten Leute ihre Handykameras gezückt, anstatt etwas dagegen zu unternehmen, wie hier gefordert wird?

Ich kann diese Forderungen nach nebulösen "Selbstreinigungsprozessen" nicht mehr hören!
Das Dingfestmachen von Chaoten ist nicht die Aufgabe anderer Fans!


Das Problem ist leider nur: Irgendeiner muss es machen. Willst Du Polizei im Block?


Nein, ich will keine Polizei im Block. Aber noch weniger Lust habe ich auf Böller und Leuchtspur im Stadion! Und Spielabbrüche finde ich auch nicht gerade sexy.

Und da ich von friedlichen Fans nicht erwarten kann, dass sie sich mit rücksichtslosen Chaoten anlegen und dabei ein eigenes Stadionverbot riskieren..tja, so unschön ich das auch finde, aber wäre gestern die Polizei in den Gästeblock marschiert, hätte mich das weder gewundert, noch hätte ich das als übertriebene Maßnahme angesehen.

Es kotzt mich tierisch an, dass manche Typen bei uns im Block meinen, den Hardlinern solche Steilvorlagen liefern zu müssen! So langsam schaffen sie es damit, dass auch der gemäßigte Teil der Kurve mehr Verständnis für Sicherheitskonzepte & Co. aufbringen kann, als für die ersten Reihen vorne im eigenen Block. Wem ist damit gedient? Ein größeres Eigentor kann man kaum schießen!

Wie kann man nur so blöd sein und seinen eigenen Kredit mit einem derartigen Bullshit so leichtfertig verspielen?
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NRWEAGLE schrieb:
Pezking schrieb:
NRWEAGLE schrieb:
Ich persönlich halte nichts davon jetzt hier im Forum Fronten zu bilden.


Tatsachen haben diese Fronten bereits gebildet.

Es hat lange genug gedauert, aber jetzt scheint die Kurve an einem Scheideweg angekommen zu sein. Ich sehe das vorläufige Ende von "Wir sind alle Frankfurter Jungs!" gekommen. Und das macht mich sowohl wütend, als auch traurig.


Nö, sehe ich nicht, solange wir wirklich gemeinsam auch in "solchen Zeiten" zusammen halten und konstruktiv mit einander umgehen.


Wenn "diese Zeiten" von einer Minderheit der Fanlandschaft heraufbeschworen werden, fällt das den restlichen Anhängern zunehmend schwer. Darüber braucht sich nun wirklich niemand zu wundern, mit Aktionen wie gestern isolieren sich die Täter selbst.

Zumal es bei Leuchtspur auf dem Feld und Böllerwürfen rein gar nichts mehr zu diskutieren gibt! Wo bei Bengalos noch die Suche nach einem gemeinsamen Nenner fruchten kann, ist das hier schlicht und ergreifend unmöglich.

Es gibt keinen Konsens, der Leuchtspur, Böller und provozierte Spielunterbrechungen unter irgendwelchen Umständen rechtfertigt!
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Dschalalabad schrieb:
Pezking schrieb:
Ich habe die Schnauze inzwischen echt gestrichen voll von der ganzen Scheiße.

Und das Schlimmste waren gestern noch die lautstarken Gesänge des Gästeblocks während der Spielunterbrechung!


Es gab aber auch genug, die ihrem Ärger Luft gemacht haben und lautstark ihre Meinung gesagt haben...
Und es waren auch genug da, die sich offensichtlich einfach nur kopfschüttelnd geschämt haben...


Immerhin. Ich gehe natürlich auch nicht davon aus, dass 100% der anwesenden Gästefans die Sache toll fanden. Aber die Verursacher und Sympathisanten haben es leider geschafft, den Eindruck eines Blocks zu erwecken, der hinter der Pyroaktion stand.

Daraus will ich jetzt aber auch keinen Vorwurf an diejenigen ableiten, die sich dafür geschämt haben. Denen waren die Hände gebunden. Was sollten sie schon tun? Sollen sie sich wegen so eines Bullshits selbst in Gefahr begeben?

Ich wollte damit nur sagen, dass zumindest der lautstärkste und aktivste Teil des Blocks nicht signalisierte, mit der Pyroaktion nicht einverstanden gewesen zu sein - ganz im Gegenteil!
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ForzaSGE74 schrieb:
Ich seh mich eigentlich nicht als absoluten Pyro-Gegner, aber die Aktion von gestern macht es einem verdammt schwer, geschweige denn überhaupt möglich, irgend einen Sinn in der Aktion zu sehen. Das Thema ist für mich einfach durch. Die nächste Solidaritätseinforderung der Kurve, findet definitiv ohne mich und hoffentlich vielen anderen auch statt.


Yep. Genau das ist der Punkt.

Ich vermute mal, dass ein Großteil der Anhängerschaft dem Thema Pyro nicht ablehnend, aber zumindest zwiespältig gegenübersteht. Wenn nach einem Tor mal 2 Pyros hochgehalten werden, hält sich die allgemeine Empörung sicher in argen Grenzen, und man regt sich lieber über alberne, hyperventilierende Sportreporter auf. Und da fällt es sicher den meisten noch leicht, überzogene Reaktionen von Politik und Presse als die größeren Ärgernisse anzusehen.

Völlig anders sieht es jedoch aus, sobald Feuerwerkskörper ins Spiel kommen, die auf gar keinen Fall in der Hand gehalten werden können. Sobald der Kram in der Luft ist, ist es vorbei mit der Kontrolle. Sicherheitsbedenken werden hier für jeden leicht nachvollziehbar, die Grenze zwischen Atmosphäre und Chaos wird damit überschritten. Und so richtig ärgerlich (und teuer!) wird es dann, wenn es dadurch sogar zu Unterbrechungen oder Abbrüchen kommt.

Das kann man dann nicht mehr unter Stimmung oder Fankultur verbuchen, hier kann man leider so langsam von Randalen sprechen.

Und wenn man sowas dann in einer dank Sicherheitspapier und Hastenichgesehen hochsensiblen Zeit abzieht, und das zu allem Überfluss auch noch in einer Spielphase, in der die Eintracht dominant auswärts beim Tabellenzweiten auftritt - dann geht jegliches Verständnis flöten, und die Verursacher werden zum neuen Feindbild.

Und dann denke auch ich mir: Nö, lieber gar keine noch so kleine Pyro mehr, und von mir aus auch keine Dauergesänge oder Choreos, als weiterhin alle paar Wochen so eine Scheiße erleben zu müssen.

Und wenn das eine ohne das andere nun mal aus irgendwelchen Gründen nicht geht, kann ich mich mittlerweile auch mit den Konsequenzen anfreunden. Das haben die Deppen gestern in Leverkusen nun geschafft. Herzlichen Glückwunsch.