
Pezking
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Cino schrieb:Pezking schrieb:YZ schrieb:
Was erlaube Bruchhagen? Ungeheuerlich.
"Mir tut es unendlich leid für Uli. Ich bin sehr erschrocken über die Vorstellung, dass Uli für seinen Fehler so heftig büßen muss. Ich bin sehr traurig", sagt Heribert Bruchhagen, Vorstandsboss des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt.
Jetzt regt Euch mal ab. Heribert dürfte den Uli ganz gut kennen und als Kollegen schätzen, da ist eine gewisse Empathie doch eine absolut natürliche Reaktion. Solange er keine Kritik am Urteil übt und nur sein Mitgefühl ausdrückt ist das in meinen Augen völlig in Ordnung.
klar. ein dieb, ein gauner wurde zu recht verurteilt. was liegt da näher als sein mitleid zu bekunden...
Würdest Du einen Kumpel sofort fallen lassen wie eine heiße Kartoffel, wenn der wegen Steuerhinterziehung verknackt wird?
Man kann gleichzeitig die Rechtmäßigkeit der Verurteilung und die Tragik für den Verurteilten anerkennen. Gerade bei guten Bekannten, Kollegen oder gar Freunden ist das in meinen Augen eine gesunde Reaktion, und diese Art von Empathie ist ganz sicher nichts, wofür man sich schämen muss.
YZ schrieb:
Was erlaube Bruchhagen? Ungeheuerlich.
"Mir tut es unendlich leid für Uli. Ich bin sehr erschrocken über die Vorstellung, dass Uli für seinen Fehler so heftig büßen muss. Ich bin sehr traurig", sagt Heribert Bruchhagen, Vorstandsboss des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt.
Jetzt regt Euch mal ab. Heribert dürfte den Uli ganz gut kennen und als Kollegen schätzen, da ist eine gewisse Empathie doch eine absolut natürliche Reaktion. Solange er keine Kritik am Urteil übt und nur sein Mitgefühl ausdrückt ist das in meinen Augen völlig in Ordnung.
Kacke. Hoffentlich kommt er nochmal zurück!
Seine Verletztungshistorie ist ja inzwischen echt bitter...kein Wunder, dass er da vor der Invalidität nochmal bei den Bayern so viel Kohle wie möglich verdienen will! Wer weiß, wie viele Jahre er überhaupt noch mit Fußball Geld verdienen kann...so einem mache ich da echt keinerlei Vorwürfe, wenn er dem Ruf des (schnellen) Geldes folgt.
Ich wünsche ihm echt von Herzen gute Besserung und hoffe, dass er weiterhin Bundesligaprofi sein kann. Und da ist es mir sogar erst einmal halbwegs egal, für welchen Verein.
Seine Verletztungshistorie ist ja inzwischen echt bitter...kein Wunder, dass er da vor der Invalidität nochmal bei den Bayern so viel Kohle wie möglich verdienen will! Wer weiß, wie viele Jahre er überhaupt noch mit Fußball Geld verdienen kann...so einem mache ich da echt keinerlei Vorwürfe, wenn er dem Ruf des (schnellen) Geldes folgt.
Ich wünsche ihm echt von Herzen gute Besserung und hoffe, dass er weiterhin Bundesligaprofi sein kann. Und da ist es mir sogar erst einmal halbwegs egal, für welchen Verein.
Blablablubb schrieb:
Ich zitiere hier mal diese Aussage von Grabi65 aus dem Porto-Thread:Warum haben wir diese Stimmung nicht ansatzweise bei Heimspielen?
Zuviel Gesang, zu wenig Krach.
Anno 2007 habe ich im Stadion tatsächlich mal zwei Spiele erlebt, wo wir Fans die Mannschaft aktiv zum Erfolg getrieben haben: Gegen die Bayern und gegen Aachen. Das damalige Stilmittel: Ohrenbetäubendes Pfeifkonzert bei jedem Ballkontakt des Gegners, und freudiges "Hey!" bei jedem erfolgreichen Pass der Eintracht.
So machten wir unseren Jungs Mut und setzten den Gegner unter Druck.
Die üblichen Gesänge sind natürlich ein schöner Ausdruck der Verbundenheit der Fans zu ihrem Verein, aber in meinen Augen nimmt man damit keinerlei Einfluss auf's Spielgeschehen.
Ich finde das Urteil in Ordnung und mache Kießling keinen Vorwurf.
IMO kann kann man von einem Spieler nicht verlangen, so ein "Tor" auf dem Silbertablett spontan abzulehnen. Man ist 90 Minuten darauf fokussiert, um jeden Preis die Kugel ins gegnerische Netz zu bugsieren, und dann soll man augenblicklich dem Fairplay-Gedanken alles unterordnen und dem Schiedrichter gegenüber loyaler sein, als dem eigenen Verein?
Als Spieler ist man befangen und selbstverständlich auch parteiisch. Will man da durch einen Anflug an Ehrlichkeit die Mannschaftskollegen womöglich um die Siegprämie bringen? Oder im Abstiegskampf die berufliche Existenz von zig Mitarbeitern im Verein riskieren?
Eine solche Entscheidung hat auf den Schultern der Spieler nichts zu suchen. Genau dafür gibt es Schiedsrichter. Ohne die latente Neigung, sich durch fragwürdige Mittel Vorteile verschaffen zu wollen, hätten wir die Unparteiischen doch gar nicht nötig.
Jeder Spieler ist permanent bemüht, sich den größtmöglichen Vorteil zu verschaffen. Ständig reklamiert man, dass doch der Gegner den Ball ins Aus befördert hat, dass man den Ball und nicht das Bein des Gegners getroffen hat, usw. - das ist haargenau das Gleiche!
Natürlich wäre hier Fair-Play eine feine Sache gewesen, aber im Normalfall reagiert jeder so, wie Kießling es getan hat. Ich möchte da nicht den ersten Stein werfen.
Und dass man nicht anfangen darf, irreguläre Tore nach "akzeptabel" und "Wiederholungsspiel-würdig" zu kategoriesieren, sollte auch klar sein.
Dass der FIFA die Tatsachenentscheidung heilig ist, ist völlig in Ordnung - alles andere würde ins Chaos führen.
Aber man sollte endlich mal Gas geben und den Schiedsrichtern längst verfügbare elektronische Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen, um Fehlentscheidungen so gut es geht zu minimieren.
Das wäre die sicherste Methode, um das von den Verbänden so gerne propagierte Fair-Play auch wirklich zu gewährleisten.
IMO kann kann man von einem Spieler nicht verlangen, so ein "Tor" auf dem Silbertablett spontan abzulehnen. Man ist 90 Minuten darauf fokussiert, um jeden Preis die Kugel ins gegnerische Netz zu bugsieren, und dann soll man augenblicklich dem Fairplay-Gedanken alles unterordnen und dem Schiedrichter gegenüber loyaler sein, als dem eigenen Verein?
Als Spieler ist man befangen und selbstverständlich auch parteiisch. Will man da durch einen Anflug an Ehrlichkeit die Mannschaftskollegen womöglich um die Siegprämie bringen? Oder im Abstiegskampf die berufliche Existenz von zig Mitarbeitern im Verein riskieren?
Eine solche Entscheidung hat auf den Schultern der Spieler nichts zu suchen. Genau dafür gibt es Schiedsrichter. Ohne die latente Neigung, sich durch fragwürdige Mittel Vorteile verschaffen zu wollen, hätten wir die Unparteiischen doch gar nicht nötig.
Jeder Spieler ist permanent bemüht, sich den größtmöglichen Vorteil zu verschaffen. Ständig reklamiert man, dass doch der Gegner den Ball ins Aus befördert hat, dass man den Ball und nicht das Bein des Gegners getroffen hat, usw. - das ist haargenau das Gleiche!
Natürlich wäre hier Fair-Play eine feine Sache gewesen, aber im Normalfall reagiert jeder so, wie Kießling es getan hat. Ich möchte da nicht den ersten Stein werfen.
Und dass man nicht anfangen darf, irreguläre Tore nach "akzeptabel" und "Wiederholungsspiel-würdig" zu kategoriesieren, sollte auch klar sein.
Dass der FIFA die Tatsachenentscheidung heilig ist, ist völlig in Ordnung - alles andere würde ins Chaos führen.
Aber man sollte endlich mal Gas geben und den Schiedsrichtern längst verfügbare elektronische Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen, um Fehlentscheidungen so gut es geht zu minimieren.
Das wäre die sicherste Methode, um das von den Verbänden so gerne propagierte Fair-Play auch wirklich zu gewährleisten.
Diegito schrieb:
Es gab einen Präzedenz-Fall, das Helmer Tor 1994... was glaubt ihr was los ist wenn diese Situation jetzt anders behandelt wird!
Ja, und damals war die FIFA stinksauer und wollte Deutschland sogar von Weltmeisterschaften ausschließen!
Das hat die FIFA damals schon ganz gut erkannt, dass uns ein solcher Präzedenzfall in der Zukunft noch viel Ärger bereiten kann.
Es ist einfach absurd, irreguläre Tore zu kategorisieren. Will man jetzt wirklich im Einzelfall entscheiden, ob ein irreguläres Tor absurd genug war, um die Tatsachenentscheidung auszuhebeln, oder nicht?
"Der Ball hat nur knapp die Linie nicht überschritten, das ist okay. Tatsachenentscheidung! Aber der Winkel dieses Phantomtors war ja total albern, also Wiederholungsspiel!".
So ein Chaos kann doch niemand wirklich wollen...
Zico21 schrieb:
Ich gehe davon aus, dass es kein Wiederholungsspiel geben wird, denn sonst könnte man die Tatsachenentscheidung gleich in die Tonne hauen. Beim Phantomtor von Helmer damals hatte der DFB ja gewaltig Ärger mit der FIFA wegen der Neuansetzung.
Yep.
Zumal es eine ganz sensible Kiste ist, wenn man plötzlich anfängt, irreguläre Tore zu kategorisieren nach "Tatsachenentscheidung" und "absurd genug für Wiederholungsspiel".
Mit so einem Chaos wäre niemandem geholfen. In meinen Augen müssen alle irregulären Tore gleich bewertet werden.
Hiroshi Yamauchi ist tot:
http://www.gamereactor.de/News/89914/Ex-Nintendo-Boss+Hiroshi+Yamauchi+gestorben/
Er war Präsident von Nintendo von 1949 bis 2002. Ein direkter Nachfahre des Firmengründers. Unter ihm eroberte Nintendo mit dem NES und dem GameBoy die Konsolenwelt. RIP!
http://www.gamereactor.de/News/89914/Ex-Nintendo-Boss+Hiroshi+Yamauchi+gestorben/
Er war Präsident von Nintendo von 1949 bis 2002. Ein direkter Nachfahre des Firmengründers. Unter ihm eroberte Nintendo mit dem NES und dem GameBoy die Konsolenwelt. RIP!
JJ_79 schrieb:
Ich fänd's ja grandios, wenn der HSV wirklich den Matthäus holen würde.
Vielleicht stehen die Chancen dafür besser, als wir alle denken?
http://www.mopo.de/hsv/hsv-trainersuche-kein-witz--oliver-kreuzer-kaempft-um-lothar-matthaeus,5067038,24357158.html
etienneone schrieb:
Hier auch noch mal: Thomas Schaaf im Sommer holen!
Ding ding ding!
Fände ich auch klasse. Sehr guter Trainer, der nun schon etwas zu lange in Bremen ist. Zieht auch eine offensive Spielweise vor, ideal für einen fließenden Übergang nach Veh. Und vom Typ her kann ich mir gut vorstellen, dass er Bruchhagen sehr gut gefällt und die beiden gut miteinander auskommen würden.
Pfalzadler schrieb:
Wenn ich diesen Artikel hier so lese würde ich vorschlagen Er soll bleiben wo der Pfeffer wächst.
http://www.mopo.de/hsv/aussortierter-bleibt-beim-hsv-gojko-kacar--4-35-millionen-euro---fuer-nichts-,5067038,21398172.html
Warum sollte er für 4,2 Mio. bis 2016 in Hannover kicken, wenn er in Hamburg bis 2015 4,35 Mio. verdienen würde?
Kann ich ihm nicht verdenken.
Vael schrieb:
Nö, komplett umlegen, ist mir scheiß egal. In den letzten Fünf Jahren haben uns diese Penner rund 3 Millionen Euronen gekostet. Argument von denen ? Die Eintracht hat es doch.
Gut, dann komm ich mit dem Argument, die haben es dann auch. Wer so ne scheiße macht kann diese Scheiße auch zahlen.
Das ist doch Blödsinn. Für unmittelbar entstandene Schäden sollten die Täter haftbar sein, keine Frage. Und wer sich im Stadion nicht benehmen kann, braucht dort halt mal eine Denkpause.
Aber für irgendwelche Strafen, die sich die DFL mal so eben aus dem Allerwertesten würfelt? Deren Rechtmäßigkeit steht doch im Zweifelsfall eh auf arg wackeligen Beinen. IMO kann man das nicht so einfach auf Privatpersonen umlegen.
SGE_Werner schrieb:
Meine Frage und darum gehts in der Diskussion: Seht Ihr ähnliche Bedenken für den Fall der Fälle? Würdet Ihr einen Weggang von Veh inklusive dem Weggang von Rode oder/und Jung oder Schwegler gelassen entgegen sehen oder nicht? Habt Ihr Bedenken über unsere finanziellen Spielräume, wenn es wirklich mal Handlungsbedarf in einer Krise geben sollte?
Eines ist mal klar: Unser derzeitiger Höhenflug ist nichts weiter, als eine Momentaufnahme. Wir sind noch lange nicht im oberen Tabellendrittel etabliert!
Gleichzeitig muss man aber auch festhalten, dass wir derzeit tatsächlich auf einem CL-Quali-Platz stehen, und das nach nun schon 19 Saisonspielen völlig verdient!
Ganz offensichtlich befinden wir uns gerade auf dem richtigen Weg, ansonsten wäre dieser sportliche Erfolg nicht möglich.
Selbstverständlich hängt dieser Erfolg maßgeblich von diversen Personalien ab. Die wichtigste Person ist hierbei definitiv der Trainer. Was Veh aus unserem Kader herausholt, ist sensationell. Und im Gegensatz zu Barcelona, das sich auch ohne Pep fast selbst von Titel zu Titel coacht, haben wir auf gar keinen Fall eine Mannschaft, die jeder andere Trainer auch mal so eben auf Platz 4 führen könnte.
Die Chemie stimmt momentan zu 100%.
Den Weggang von Spielern würden wir verkraften. Ich habe großes Vertrauen in Hübner und Veh und bin mir sicher, dass man hier für adäquaten Ersatz sorgen würde - wenn auch eher auf Perspektive hin, die Ablöse für einen "gemachten" Rode können wir uns auf absehbare Zeit hin nicht leisten.
Ein Abschied von Veh hingegen wäre ein herber Schlag. Aber gerade deshalb gilt es, diese richtungsweisende Phase so weit wie möglich auszudehnen und dabei den größtmöglichen Erfolg herbeizuführen. Je besser uns das gelingt, desto leichter fallen uns auch in einer Post-Veh-Ära die Verpflichtungen von erstklassigen Spielern und Trainern. Und erst wenn wir einen solchen Status erreicht haben, sind wir wirklich nachhaltig als alljährlicher Europapokal-Kandidat etabliert.
Bis dahin ist es noch ein langer Weg. In meinen Augen wäre es der größe Fehler, nun aus Angst vor Fehlern oder Scheitern auf diesem Weg einen Rückzieher zu machen und sich solide Graue-Maus-Zeiten zurückzuwünschen.
Das lese ich da ganz und gar nicht raus. HB hat sich in meinen Augen eindeutig ausgedrückt: Es tut ihm leid, dass die Fehler von Hoeneß sich als derart folgenschwer für ihn entpuppten. Eine völlig normale Reaktion, wenn es um einen geschätzen Kollegen oder sogar Freund geht.
Mit keiner SIlbe stellte er jedoch das Urteil an sich in Frage, es ging ihm hierbei nur um die Person Hoeneß und dessen Schicksal. Und natürlich ist die ganze Geschichte tragisch - wie die meisten Verbrechen und ihre Folgen! Auch diese Feststellung ist nicht verwerflich.
Deutlich haariger finde ich da schon die Statements von Niersbach und Rauball, die ausgerechnet heute nochmal darauf hinwiesen, dass die Verdienste von Hoeneß für den Fußball von diesem Urteil unberührt bleiben.
Da ist mir die menschliche Reaktion von Bruchhagen erheblich lieber, der einfach nur den tiefen Fall eines engen Kollegen bedauert - ohne dabei gleich wieder unverblümt Imagepflege für einen gerade Verurteilten zu betreiben.