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Pithecophaga

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Kaua, Theate, Kristensen und mit Abstrichen Omar heute die besten. Dahoud wird immer wertvoller. Unglaublich, wie gut die Transferpolitik dieses Jahr war.

Weniger toll fand ich Nkounkou, Götze und Chaibi, auch Igor hat mir trotz des Einsatzwillens nicht gefallen.

Ich hätte mich gefreut, wenn Uzun in Istanbul die Chance erhalten hätte, sich zu zeigen. Ist natürlich die Frage, ob er in solch einem Kampfspiel der Richtige gewesen wäre und statt wem er hätte spielen sollen. Evtl statt Chaibi?
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Igor hat dir nicht gefallen? Wieso? War die Frisur nicht in Ordnung?
Er hat gekämpft und ist bis zur letzten Minute gerannt, obwohl er da schon ziemlich platt war. Er war auch heute einer der Besten beim Öffnen und Beschleunigen des Spiels und vor allem beim Anlaufen der Gegner. Viele gute Chancen haben sich ihm selbst aufgrund unseres oft zu passiven Spiels mit wenig Ballbesitz nicht geboten. Eine hat er aber klasse mit langem Bein und viel Dynamik verwertet, etwas, was unseren Stürmern seit Jahren  fast nie gelingt. Dass Knauff vorher im  Abseits war, ist nicht Igor anzulasten.
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Cadred schrieb:

. . . sobald es hektisch wird oder überraschend verliert er den Überblick . . .
. . . Kevin ist mit dem Ball am Fuß auch nicht der Beste aber besser. . . .
Das ist jetzt aber nicht Dein Ernst.
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Das war sicher ironisch gemeint, oder?
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Ernst gemeinte Frage in die Runde: Wenn sich ab Sonntag oder ab nächster Woche Trapp wieder fit meldet, wer sollte aus eurer Sicht dann spielen? Kaua oder Kevin?

Spielerisch, bei Flanken-Abwehr und bei Paraden sehe ich Santos vorne. Trapp macht sehr wenige Fehler und ist stark im 1-gegen-1, aber ein solches Top-Spiel wie heute habe ich schon lange nicht mehr von ihm gesehen.
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Kaua, eindeutig! Ohne ihn hätten wir heute vier oder fünf Stück gefangen!
Springt weiter und höher als Kevin. Fängt sicher und begräbt Schüsse sicher unter sich, die Kevin zu oft wegprallen lässt. Lässt gepflückte Bälle auch dann nicht los, wenn er hart auf dem Boden aufprallt.  Er ist auch bedeutend mutiger als Kevin und übernimmt Verantwortung, wo Kevin die Arbeit zu oft den Verteidigern überlässt, obwohl sein Eingreifen die Situation sicher bereinigen würde. Aber Kevin wirft sich halt offenbar nicht gern auf den Ball und scheut Luftkämpfe. Wenn er sich den Ball bei Paraden in der Luft greifen könnte, tut er das häufig nicht, weil er die Neigung hat, beim Aufprall auf dem Boden eine Hand zum Abstützen frei zu haben. Die Angst vor dem Sturz war vermutlich auch der Grund, warum er in einer für mich legendären Szene, in der er den Ball schon so gut wie sicher in den Händen hielt, diesen fallen ließ, weil er von hinten von einem eigenem Verteidiger touchiert würde und scheinbar befürchtete, die Balance zu verlieren und unglücklich zu stürzen. Wie sich zeigte landete er jedoch ohne große Probleme sicher auf beiden Beinen.
Kauas Abschläge und Abwürfe sind überlicherweise qualitativ besser als die von Kevin und er ist immer wieder in der Lage damit gefährliche Angriffe einzuleiten, obwohl ich einräumen muss, dass er in dieser Kategorie heute nicht seinen besten Tag hatte. Aber mit Kaua im Tor würde sich die Zahl der hohen Bogenlampenabschläge deutlich verringern, die an der Mittellinie wieder herunter kommen und für unsere Spieler nur schwer zu verarbeiten sind.
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Trotz dem Klops am Ende, Kaua Santos Man of the Match.
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Der angebliche Klops von Kaua geht zum großen Teil auf Kristensens Konto. Dieser hätte den Ball wegköpfen können und müssen! Stattdessen zieht er den Kopf im letzten Moment weg und überrascht Kaua damit, sodass dieser dann eine verkürzte Zeit zum Reagieren hat. Außerdem fliegt der Ball nicht unmittelbar auf Kaua zu, sondern prallt zunächst auf und springt dann recht hoch auf.
Von einem großen Torwartfehler würde ich hier deshalb nicht sprechen.
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sgeadlerwalldor schrieb:

philadlerist schrieb:

sgeadlerwalldor schrieb:

Das war einen unhaltbaren gehalten! Bravissimo.

Auch der 11er vom Drecksack war eigentlich echt gut geschossen. Da kommt ein kleinerer Torwart nicht mehr dran
Und auch der letzte Schuss war noch abgefälscht.
Da wäre Trapp vielleicht nicht lang genug gewesen.

Ja genau …er kommt trotz Länge auch schnell runter ..sonst hätte er den Elfer nicht gehalten . Trapp hat da schon Nachteile und es beschleicht einen dass wir mit Trapp eventuell mit einem 2:2 in die HZ gegangen wären. Man weeses abbber nett…

Trapp hat aber auch ein Spielverständniss und ein Stellungsspiel. Santos hat aber wahnsinns Reflexe und die Größe trägt dazu bei. ich bleibe dabei: Wenn der noch "Rücksichtsloser" wird im Strafraum ist das ne eche Schranke. Man hat es auch vorhin gesehen. Diese "letzte Zögern" vorm Hoch gehen wenn der eigene Mann vor einem Steht. Wenn er da noch "durchzieht".......
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So wie Trapp???
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Santos.... Wahnsinn..... Wenn er jetzt noch die Strafraumbeherrschung lernt, auch mal ohne Rücksicht auf den eigenen Mann, wird das ein ganz Großer.
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Wer soll Strafraumbeherrschung lernen? Du hast dich sicher verschrieben, du meintest Trappo, oder? Nur weil Santos einmal beim Herauslaufen vom herumpurzelnden Ebimbe abgeräumt wurde, beherrscht er seinen Strafraum nicht? Er pflückt doch  im Strafraum regelmäßig  Bälle in Höhen, in die Trapp Santos.... Wahnsinn..... Wenn er jetzt noch die Strafraumbeherrschung lernt, auch mal ohne Rücksicht auf den eigenen Mann, wird das ein ganz Großer.
gar nicht vorstoßen kann, denn er hat ja oft schon Mühe, mit seinen Händen deutlich höher zu kommen als sprungstarke Feldspieler mit den Händen. Er weiß schon, warum er meistens in der Nähe der Torlinie bleibt und die Abwehrspieler im Luftkampf allein lässt.
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Es braucht die KI.
Die kann gar nicht falsch liegen und in Bruchteilen von Sekunden solche Situationen richtig auslegen.
Spart dazu den Keller und Arbeitsplätze
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Gute Idee!
Aber bis die hierfür notwendige KI ausgereift ist, sollte man sich Keller mal die Frage stellen, ob man technisch und geistig State of the Art ist. Wenn ich ab und zu mal sehe, dass der Schiedsrichter sich mehrfach hintereinander nur eine einzige Aufnahme anschaut, die aus einer Perspektive aufgenommen wurde, die (allein für sich gesehen) nicht die Aufschlussreichste ist und ich nie sehe, dass Szenen in Einzelbilder aufgelöst werden, dann frage ich mich, ist der Keller technisch nicht in der Lage, geeigneteres Material zur Verfügung zu stellen oder mangelt es an Fähigkeiten oder gar Intelligenz der Akteure?
Wiederholt habe ich - nur ausgestattet mit den spärlichen Mitteln meines Tablets - feststellen müssen, dass der Schiri vom Keller durch die Auswahl der Aufnahmen in die Irre geleitet wurde. Außerdem sehe immer wieder Beurteilungsmängel, die darauf berhen, dass die Gesamtumstände  von Ereignissen unzureichend gewürdigt werden. Um mal ein Beispiel zu nennen: Man starrt wie gebannt auf ein Szene, um festzustellen, ob ein Verteidiger, der sich entschlossen hatte, (regelgerecht) gegen einen im Augenblick der Entscheidung frei liegenden Ball zu treten, aber statt des Balles tatsächlich den  Fuß des Gegners getroffen hat, der sich im letzten Augenblick vor dem Berühren des Balles dazwischengeschoben hatte. Man kommt dabei zu dem Schluss, dass der Verteidiger den gegnerischen Fuß wirklich berührt hat und entscheidet auf Freistoß für den Gegner. Aber merkwürdigerweise wird dabei übersehen, dass der getroffene Gegner mit offener Sohle in den betreffen Zweikampf gegangen war, was übrigens dazu geführt haben könnte, dass der Verteidiger angesichts der von der offenen Sohle ausgehenden Gefahr seine Fußbewegung verlangsamt hat und nur deshalb nicht als erster am Ball war.
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Kleine Korrektur: Holtby trifft nicht Kochs rechtes, sondern sein linkes Bein!
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Wer sich Standbilder anschauen möchte:
https://uploadnow.io/f/2LbtT0q
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Nachdem ich mir die Szene in achtfacher Verlangsamung noch einmal angeschaut habe, muss ich mich revidieren, denn tatsächlich ist Folgendes geschehen:
Ein Kieler spielt den Ball hoch in Richtung Koch und Holtby, aber nicht genau auf einen der beiden Spieler. Daher bewegen diese sich gleichzeitig in Richtung der Stelle, wo der Ball voraussichtlich landen wird. Bei der gemeinsamen Bewegung befindet sich Holtby knapp hinter(!) Koch und versucht, diesen zu überholen. Dabei touchiert er von hinten kommend Kochs rechtes Bein. Diese von ihm selbst aktiv verursachte Berührung führt dazu, dass Holtbys linker Fuß in der Laufbewegung so nach rechts bewegt wird, dass Holtby sich damit in die rechte Hacke tritt, völlig außer Tritt gerät und schließlich stürzt.
Von einem Kreuzen von Holtby mit dem Ball (den er noch gar nicht erreicht hat) kann daher hier nicht die Rede sein. Und wenn man hier von einem Foul sprechen will, dann wurde dieses von Holtby begangen, der Koch wegen der eigenen Unachtsamkeit von hinten ins Bein läuft. Anstatt eines Elfmeters für Kiel hätte es daher - wenn überhaupt - einen Freistoß für uns geben müssen.
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Kleine Korrektur: Holtby trifft nicht Kochs rechtes, sondern sein linkes Bein!
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Pithecophaga schrieb:

Koch hinsichtlich des Elfmeters, der wohl berechtigt war*), einen Vorwurf zu machen, halte ich für ungerechtfertigt. Wenn ein Spieler bei relativ hohem Tempo so clever wie Holtby vor einem Verteidiger kreuzt, hat der Verteidiger, der dicht am Gegner bleiben muss, schlechte Karten. Es ist so gut wie unmöglich, in einer solchen Situation den Zusammenstoß zu vermeiden. Das ist in etwa so, wie wenn auf der Autobahn jemand ganz kurz und unangekündigt vor dir einschert und dabei bremst.

*) Das gilt aber nur, wenn man der Regelauslegung folgt, die sich eingebürgert hat und keine Rücksicht darauf nimmt, dass es sich bei den betreffenden angeblichen Fouls fast immer um vom "Foulenden" unbeabsichtigte Berührungen handelt, die letztlich bewusst von dem Kreuzenden herbeigeführt werden und sich vom angeblich Foulenden so gut wie nicht verhindern lassen.


Nun ist das Kreuzen vor dem Verteidiger immer ein beliebter Move eines Stürmers, eben weil der Verteidiger dann seinen Laufrythmus unterbrechen muss und einfach danach meist zwei Schritte aufholen muss.
Dabei gibt es aber einen Punkt, an dem der Stürmer gar nicht  mehr an den Ball kommen kann, und wenn er dann kreuzt, wie heute Holtby, legt er es für meinen Geschmack drauf an, gefoult zu werden.
Mir war aber die Berührung, falls es sie gab, einfach viel zu leicht und Holtby hat sich auch nicht selber in die Hacken getreten, sondern ist mit der Fußspitze im Rasen hängengeblieben. So sah es zumindest für mich aus. d.h. Koch hätte Holtbys Fuß nach unten drücken müssen. Das gibt aber Kochs Bewegung überhaupt nicht her.
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Nachdem ich mir die Szene in achtfacher Verlangsamung noch einmal angeschaut habe, muss ich mich revidieren, denn tatsächlich ist Folgendes geschehen:
Ein Kieler spielt den Ball hoch in Richtung Koch und Holtby, aber nicht genau auf einen der beiden Spieler. Daher bewegen diese sich gleichzeitig in Richtung der Stelle, wo der Ball voraussichtlich landen wird. Bei der gemeinsamen Bewegung befindet sich Holtby knapp hinter(!) Koch und versucht, diesen zu überholen. Dabei touchiert er von hinten kommend Kochs rechtes Bein. Diese von ihm selbst aktiv verursachte Berührung führt dazu, dass Holtbys linker Fuß in der Laufbewegung so nach rechts bewegt wird, dass Holtby sich damit in die rechte Hacke tritt, völlig außer Tritt gerät und schließlich stürzt.
Von einem Kreuzen von Holtby mit dem Ball (den er noch gar nicht erreicht hat) kann daher hier nicht die Rede sein. Und wenn man hier von einem Foul sprechen will, dann wurde dieses von Holtby begangen, der Koch wegen der eigenen Unachtsamkeit von hinten ins Bein läuft. Anstatt eines Elfmeters für Kiel hätte es daher - wenn überhaupt - einen Freistoß für uns geben müssen.
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Luzbert schrieb:

Alphakeks schrieb:

rgendwie fehlt noch die Absprache zwischen Kaua und seinen Vorderleuten bei Flanken in den Sechzehner. Anders als Trapp geht Kaua ja wirklich jedes Mal raus und ohne Kompromisse hin (sehr gut!), allerdings auf Kosten von Gehirnerschütterungen seiner eigenen Leute.

Am Donnerstag hat genau diese Kompromisslosigkeit gefehlt und und uns zwei vielleicht entscheidende Punkte gekostet. Ich denke, dass er die Ansage bekommen hat, nicht zurückzuziehen, wenn er raus geht.


Ich glaube auch nicht, dass er zurückziehen wollte, aber Tuta hat Ebimbe so verschoben, dass Kaua gar nicht richtig abspringen konnte. Und da da noch ein Tscheche rumstand; man kann selbst von einem Riesen wie Kaua nicht verlangen, drei Leute im Sprung wegzuschieben ...
Das war einfach Unglück, und nicht Unwille oder Unfähigkeit.
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Genau, so etwas nennt man eine Verkettung unglücklicher Umstände!
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Schönesge schrieb:

aber der Kieler spielt zunächst den Ball


Tuta spielt den Ball, der Kieler tritt ihn dann von hinten zwischen die Beine. Für mich ist das ein Foul und da der Kieler da Tuta aus dem Spiel nimmt kann man das auch pfeifen. Hypothetisch ist ob Tuta den Torschützen noch hätte stören können, aber auch nicht ausgeschlossen. Aber klar, viele lassen das laufen, weil das Foul nach dem Fehlpass von Tuta passiert.
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Fahrlässiges Treten des Gegners ist ein Foul! Ob der Gefoulte noch am Spiel teilnehmen kann oder/und ob das Foul weitere Auswirkungen auf das Spielgeschehen hat, ist laut dem Text der betreffenden Regel bedeutungslos.
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Pithecophaga schrieb:

Seit wann ist es regeltechnisch kein Foul mehr, wenn man jemandem von hinten ans Bein tritt? Dabei kommt es nicht darauf an, ob und wie sich Foul auf den Spielverlauf auswirkt.
Ich bin immer wieder erstaunt, dass in letzter Zeit immer mehr Leute zu glauben scheinen, dass das anders sei. Wenn es aber tatsächlich so wäre, dürften ja Fouls abseits des eigentlichen Spielgeschehens gar nicht mehr geahndet werden.


Meinst du jetzt das Foul an Tuta?
Da ist m.E. der Tritt nicht ursächlich für den Fall. Ist aber auch eher vertretbar als der Elfer.
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Ja, ich meinte den Tritt gegen Tutas Bein. Ob der Tritt ursächlich für Tutas Fallen war, ist unerheblich. Die Regel ahndet das Treten des Gegners als solches. Dass das zu ahndende Treten zum Fallen des Getretenen führen oder andere Auswirkungen haben muss, sehen die Regeln nicht vor.
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Pithecophaga schrieb:

Und hätte gestern Pavlovic mit seinem Sonntagsschuss nicht ins Tor getroffen, würden die Bayern heute nur noch einen Punkt vor uns liegen!

Nein, dann hätten sie nur die bessere Tordifferenz.
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Du hast natürlich Recht! War irrtümlich der Auffassung, wir hätte derzeit zwei Punkte  Rückstand. Punktegleichstand wäre natürlich noch schöner!
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Rohremer schrieb:

Der beste Saisonstart seit 12 Jahren. Schön zu sehen, wie sich Team und Trainer endlich perfekt eingespielt haben.


Nicht zu früh freuen. Kiel ist Kampf und Krampf 2.Liga Niveau. 
Ist viel Sand im Eintracht-Getriebe. Die Eintracht muss fokussiert und konzentriert als Mannschaft agieren. Ohne Marmoush oder Ektike-Klasse-Einzelaktionen hätte alles anders ausgesehen.
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Genau so ist es! Und hätte gestern Pavlovic mit seinem Sonntagsschuss nicht ins Tor getroffen, würden die Bayern heute nur noch einen Punkt vor uns liegen!
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Ich freue mich erstmal über drei Punkte und den Auswärtssieg.
Aber ich habe manches gesehen, was unsererseits noch sehr verbesserungsbedürftig ist.
Die erste halbe Stunde ein Spiel auf ein Tor und dank Marmoush sind wir mit einem haltbaren Tor in Führuing gegangen.
Bei der Elfersituation konnte ich nicht genau sehen, ob Koch dem Holtby wirklich in die Hacken gelaufen ist und selbst wenn, Koch ist doch ein erfahrener Spieler, Holtby läuft nach außen und vom Tor weg, da muß man solche Aktionen einfach nicht riskiwren.
Und bei der vermeintlichen Kieler Führung habe ich kein Foul gesehen, aber Tuta hat das einzig richtige gemacht und sich fallen lassen und Stieler hat prompt gepfiffen....Santos darf ihn vor dem Strafraum so nie anspielen, viel zu hohes Risiko.
Dank der Wucht von Matanovic und seiner Kopfballstärke gehen wir wieder in Führung und kassieren postwendend den Ausgleich durch einen ambivalenten Ball.
Marmoush und Tuta haben letzendlich das Spiel durch ihre Tore entschieden und der gute Omar ist vorne unsere Lebensversicherung.
Trotz Top Verstärkungen hatten wir in der Defensive doch einige üble Wackler, die von stärkeren Gegnern als Kiel bestraft werden.
Ansonsten waren wir deutlich überlegen und haben verdient gewonnen, aber die Entstehung mancher Situationen geben mir doch zu denken und daran müssen wir dringend arbeiten.
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Koch hinsichtlich des Elfmeters, der wohl berechtigt war*), einen Vorwurf zu machen, halte ich für ungerechtfertigt. Wenn ein Spieler bei relativ hohem Tempo so clever wie Holtby vor einem Verteidiger kreuzt, hat der Verteidiger, der dicht am Gegner bleiben muss, schlechte Karten. Es ist so gut wie unmöglich, in einer solchen Situation den Zusammenstoß zu vermeiden. Das ist in etwa so, wie wenn auf der Autobahn jemand ganz kurz und unangekündigt vor dir einschert und dabei bremst.

*) Das gilt aber nur, wenn man der Regelauslegung folgt, die sich eingebürgert hat und keine Rücksicht darauf nimmt, dass es sich bei den betreffenden angeblichen Fouls fast immer um vom "Foulenden" unbeabsichtigte Berührungen handelt, die letztlich bewusst von dem Kreuzenden herbeigeführt werden und sich vom angeblich Foulenden so gut wie nicht verhindern lassen.
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Nochmal gesehen.
Kein Elfer.
Kein Foul an Tuta.

Wie man so einen Stuss pfeifen kann.
Hätte er das an Tuta nicht gepfiffen hätten wir aber brutal den Kaffee auf heut.
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Seit wann ist es regeltechnisch kein Foul mehr, wenn man jemandem von hinten ans Bein tritt? Dabei kommt es nicht darauf an, ob und wie sich Foul auf den Spielverlauf auswirkt.
Ich bin immer wieder erstaunt, dass in letzter Zeit immer mehr Leute zu glauben scheinen, dass das anders sei. Wenn es aber tatsächlich so wäre, dürften ja Fouls abseits des eigentlichen Spielgeschehens gar nicht mehr geahndet werden.
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Und die neue Regel besagt: Wenn man über seine eigenen Beine fällt bekommt man einen Elfmeter
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Wie bei einer Wiederholung aus dem richtigen Blickwinkel zu sehen war, touchierte Koch bei der Aktion (Kreuzen von Holtby vor Koch) den linken Fuß von Holtby, sodass sich dieser Fuß in der Laufbewegung so nach rechts bewegte, dass sich Holtby damit in die rechte Hacke trat. Für alle, die es noch nicht wissen, ein solches in die eigene Hacke Treten bekommt man ohne Hilfe von außen nicht hin. Das haben Versuche ergeben, bei denen Versuchsteilnehmern die Aufgabe gegeben wurde, sich beim Rennen selbst in die Hacke zu treten.  Geschafft hat das niemand. Deshalb kann man im vorliegenden Fall auch nicht von einer Schwalbe Holtbys ausgehen. Bei der Elfmeterentscheidung lag der Schiri also richtig. Dennoch war seine Pfeiferei m. E. eine Katastrophe. Gefühlt hat  er über das ganze Spiel hinweg jede Menge Situationen falsch beurteilt, meist zu unseren Ungunsten, aber nicht nur.
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An den Einwechslungen lags halt net. Wer konnte ahnen, dass Santos gleich zwei Böcke schießt?
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Santos den zweiten Gegentreffer als Fehler anzukreiden, halte ich für verwegen. Kaua hat schnell und gut reagiert, es dann aber leider nicht geschafft, den Ball wegzuhauen, was in der gegeben Situation aber auch sehr schwierig war. Hätte er es geschafft, wäre es eine Weltklasseparade gewesen. In diesem Fall eines nicht unplatzierten Schusses aus ein paar Metern Entfernung von einem Torwartfehler zu sprechen, ist für mich völlig überzogen, auch wenn die Fernsehkommentatoren in dieses Horn bliesen. Da lobt der Matthäus den lieben Kevin ständig über den grünen Klee. Würde er bei ihm einen ähnlichen Maßstab anlegen wie bei Santos, dann müsste er feststellen, dass Trappo uns seit Jahren regelmäßig Punkte kostet. Wie oft war Kevin bei Flugparaden mit der Hand am Ball und hat ihn nicht entscheidend abgewehrt? Wie oft hat er bei Paraden nicht richtig mit beiden Händen zugegriffen, weil er aus Angst vor einem Aufprall auf dem Boden eine Hand als Stütze benutzte, anstatt sie zum Festhalten des Balles zu verwenden? Für mich unvergessen die Nummer, als er einen Ball in der Luft schon fast den Händen hielt, ihn dann aber fallen ließ, weil ein Mitspieler ihn von hinten ein wenig touchierte und er offensichtlich Angst vor einem evetuellen Sturz hatte und für diesen die Hände frei haben wollte. Und wie oft hat Trappo es vorgezogen, auf der Linie festzukleben , anstatt  den Ball durch Herauslaufen zu klären, mit der Folge, dann überhaupt keine Chance mehr zu haben, den Ball noch zu abhuwehren.
Aber in Frankfurt hat es ja leider Tradition, Torhüter mit zweierlei Maß zu messen. Ich erinnere an das Tor, das Ramaj kassiert hat, als er sich entscheiden musste, gegen Gregoritsch entweder das kurze Eck zuzumachen oder aber den Passweg nach innen, und er leider die falsche(?) Entscheidung traf, nämlich die den Passweg zu versperren, infolgedessen er dann den Treffer ins kurze Eck kassierte. Da wurde groß über einen Fehler des talentierten Nachwuchstorwarts parliert. Als Trapp im nächsten Spiel einen Treffer ins kurze Eck kassierte, weil er dieses ebenfalls nicht zugemacht hat, ging man nonchalent darüber hinweg, obwohl Trapp hier einen glasklaren Bock geschossen hatte. Denn er hatte nicht das Problem, sich zwischen zwei Alternativen entscheiden zu müssen, denn für einen Pass in die Mitte fehlte bei ihm im Gegensatz zu Ramajs Situation der potenzielle Abnehmer in der Mitte.
Beim dritten Gegentreffer hat sich Kaua übrigens m. E. wieder einmal als mutiger Torwart gezeigt, der Verantwortung übernimmt. Dass ihm Ebimbe dabei entscheidend und unglücklich in die Quere kam, war Pech. Ich hoffe, dass ihm diese bittere Erfahrung zukünftig nicht den Mut raubt, weiterhin im Strafraum aktiv zum Ball zu gehen, anstatt ängstlich und passiv auf der Linie zu bleiben.

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Finde es hart, der Mannschaft vorzuwerfen, die etwas schwächere Phase gegen Gladbach sei arrogant gewesen oder die Kräfte hätten nachgelassen. Es ist nunmal so, dass wir in der Bundesliga kaum eine Mannschaft über 90 Minuten dominieren werden können. Vollkommen egal, wie fit und konzentriert wir sind. Das liegt einfach daran, dass der Gegner auch noch mitspielt.

Gladbach ist kein Amateur-Team. Die durften sich in der Kabine was anhören, weil sie in der ersten Halbzeit unter ihren Möglichkeiten gespielt haben.  Auch deswegen sah das von uns so dominant aus. Klar, dass die mit mehr Feuer aus der Kabine kommen und versuchen, das Ruder rumzureißen.

Es war von uns ein sehr gutes Spiel, das nunmal auch eine Druckphase von Gladbach gesehen hat. Da hatten wir Glück, das kann man besser lösen, keine Frage. Ich für meinen Teil würde  aber eher Gladbach für die 25 Minuten loben als meine Eintracht dafür zu kritisieren.
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Dass die Kraft nachließ (nach einer sehr kraftraubenden Spielweise in der ersten Halbzeit), war kein Vorwurf, sondern eine m. E. gerechtfertigte Feststellung. Hinsichtlich Zweikampfstärke und Spritzigkeit war insbesondere Etikete plötzlich nur noch ein Schatten seiner selbst. Und bei sehr vielen anderen Spielern schlichen sich  vermehrt technische Fehler und Fehlpässe ein, die man in der Häufigkeit vorher nicht gesehen hatte. Die Präsenz in den Zweikämpfen ließ auch deutlich nach.
Letztlich wurde Gladbach nur deshalb stärker, weil unsere Mannschaft deutlich schwächer und passiver wurde und die Intensität der ersten Halbzeit nicht aufrechterhalten konnte.
Frühere Einwechslungen hätten uns, so glaube ich, sehr gut getan.
Und es sollte daran gearbeitet werden, sich künftig nicht mehr über relativ lange Phasen hinweg extrem tief hinten reindrücken oder fallen zu lassen und kaum noch am Spiel teilzunehmen, etwas, was bisher ünrigens in allen Spielen dieser Saison zu beobachten war. Wenn sie es hinbekommen, das zu minimieren, kann in dieser Situation Großes geschehen.