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sCarecrow

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JJ_79 schrieb:
@sCarecrow

Schön mal wieder was von Dir zu lesen, dabei war der letzte Stand, den ich von Dir hatte, ein anderer und ein Monsterthread wie dieser war überhaupt nicht zu erwarten.

Als erstes, Dir fehlt Upside im Deutschen, Potenzial trifft es doch da ganz gut. Bei dem Thema was Du da ansprichst hast Du größtenteils recht. Sicherlich steckt mehr Potenzial in unserer Jugendarbeit, nur muss es dann von oben Nacht unten auch durchgedrückt werden. Ich habe den Amedick-Transfer auch nicht verstanden, gerade deswegen weil man schon einen Butscher geholt hat. Was mir noch mehr Sorge mach ist, dass man diese Transfers als perspektivisch für die 1. Liga getätigt hat. Von daher Frage ich mich, ob das von unserer Vereinsführung wirklich angestrebt wird und ob man daran überhaupt was ändern kann. Sicherlich wäre sowas wie man es bei Barcelona oder Athletic Bilbao(das ist mir aber zu extrem) erstrebenswert aber mehr als hoffen bleibt uns da nicht übrig.


Das sind die Extrembeispiele, um die richtung in die es mMn gehen müsste anzudeuten.
Dortmund ist ein Beispiel, das wegen mir näher dran ist.
Sie haben eigene Jugendspieler herausgebracht und geformt (Schmelzer, Götze, Sahin) und als das Potenzial erschöpft war suchten sie sich talentierte Spieler in der Liga (Hummels, Subotic, Großkreuz) und brachten diese weiter.

Und wie schon zum x-ten Mal gesagt: Falls es keinen Russ, keinen Chandler in den Reihen der Eintracht-Jugend mehr gibt, suche ich mir eben den Gündogan, Herrmann oder Lassoga.

Das hat dann auch den Effekt, dass man für jüngere Spieler attraktiver wird:
Dortmund, Bayern, Leverkusen, die haben alle einen Kader, in die es extrem schwer ist zu gelangen. Da kommen gewiss etliche Spieler hervor, die zu schlecht für die Bayern sind, die Eintracht aber definitiv weiterbringen würden.

Und noch etwas, weil man hier das "Argument-Cimen" gelesen habe. Von wegen ein hochdekorierter Jugend-U-Nationalspieler, der es nirgendwo geschafft hat:
Wie schon eingangs gesagt, bedeutet das nach meinem Verständnis nicht so viel. Es gibt etliche Spieler, die erst in der höchsten Spielklasse aufblühen. Siehe Reus, Podolski, Klose oder hmn... Chandler, Russ.
Meiner Meinung nach braucht man nicht viel Phantasie, um davon auszugehen, dass Müller vermutlich auf ewig in der Versenkung verschollen wäre, wäre der Wechsel in die dritte Liga zustande gekommen.

Davon abgesehen gibts auch etliche Gegenspiele:
Die ganzen Freiburger Jungstars hatten allesamt keine glorreichen U-Nationalmannschaftskarrieren. Diese bekommen aber ihre Chance und werden mit Freiburg voraussichtlich die Klasse halten.
Die Kölner-Talente, die in ihrer Klasse zu der Leistungsspitze gehörten, sind wiederum ausgeliehen und der FC steigt vermutlich ab.

Und was sagt uns das jetzt?
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SemperFi schrieb:
concordia-eagle schrieb:
SemperFi schrieb:
JohanCruyff schrieb:
SemperFi schrieb:
JohanCruyff schrieb:
SemperFi schrieb:
Lieber sCare, warum stellst Du Dich dümmer als Du bist?

Chandler wurde für die Nürnberger U23 verpflichtet und das nur weil unser ehemaliger Co-Trainer kannte, nochmals U23, eine Weiterentwicklung oder höheres Potential war weder gesehen noch erwartet.

Es gab also im gesamten bezahlten Fussball 0 Personen, die Chandler für erstligatauglich hielten.

Dann brachen Nürnberg auf der rechten Seite alle Leute weg, Chandler wurde ins Training berufen, weil sonst kaum noch einer da war.

Im Training! (was ja laut Dir angeblich so nichtssagend ist) hat er dann so gebrannt, daß Hecking ihn nach mehreren Wochen! in den kader und in die Mannschaft setzte.

Bei Chandler machte es "klick", er begriff, daß dies seine wohl letzte Chance war nach oben durchzustarten. Selbst ein Reutershahn war von dessen Leistungen überrascht und hat offen zugegeben, daß man diesen Sprung nicht erwartet hätte.

Aber überzeugt hat Chandler zuerst im Training!, nicht in einem 20 Minuten Kurzeinsatz.

Also bitte bitte bitte diese Legende zu den Akten legen.

Hier hat nämlcih nur einer etwas verpennt, nämlich ein gewisser Timothy Chandler sich auch schon bei uns gefälligst den ***** so aufzureißen!

Und daraus müssen wir lernen und ich glaube mit Schur und Zico haben wir 2 im Unterbau die das ganz gut vermitteln können.


2. Der Schluss, dass wir auf mehr Wille, Kampf und Biss setzen müssen (Schur und Zico) ist einfach falsch. Wir müssen auf mehr fußballerische Qualität und ein herausragendes, eigenes Spielsystem setzen - und das dann mit Wille, Kampf und Biss veredeln.


Meine Nennung von Schur und Zico war begründet in der Hoffnung, daß die Jugendspieler eben merken, daß es nicht nur mit Schönspielerei geht bzw. sie sich mit 16 schon benehmen als wären sie Welt- und Europameister (die SGE Jugend war schon zu meiner Zeit ein arroganter Misthaufen und partiell ist das wohl immer noch so)

Und um ein fussballerisch anspruchsvolles System zu lehren muss man selbst nicht Maradonna heißen.
Aber speziell Schur und Zico können jetzt in unserem nachwuchssystem eine Vorbildfunktion einnehmen und entsprechend gegensteuern, die wissen aus eigener Erfahrung was für eine Profilaufbahn alles wichtig ist.

Dazu war mein Post ausschließlich dazu da die Lüge sCares (ich weiß, daß er dieselben Fakten hat wie ich, ergo lügt er eiskalt) als solche klarzustellen.

Denn wenn nunmal ein Jugendspieler 5 Mal die Woche nur lustlos über den Platz wackelt, dann hilft alle Wissenschaft der Welt nicht um irgendwie diese eine Faktenkette mit 28 Unbekannten herauszufinden, wie dieser eine Bub dann doch Profi wird.

Chandlers Abgang war und ist auch im Nachhinein kein Fehler gewesen, deswegen ist sein Name in bezug auf diese Diskussion so relevant wie Uwe Seeler, nämlich gar nicht.


Gut, dann halte ich dem entgegen: Dann müssen wir dafür sorgen, dass die Faktenlage nicht immer ein solch falsches Bild erzeugt. Wobei ich dir recht gebe, dass wir den Spieler Chandler nicht wirklich brauchen. Ich halte Jung für besser als Chandler - und A. Jung für besser als Chandler und S. Jung auf links. Ist aber nur meine Vermutung unterstützt von ein paar Eindrücken. Aber gemäß der These des Threaderöffners: Wenn wir so viele hoffnungsvolle Talente haben, müssen wir denen, die weg sind nicht hinterhertrauern, sondern die, die da sind, einfach mal besser fördern.


Viele hoffnungsvolle Talente?

Wo denn?
Unsere Jugendarbeit war 20 Jahre nahezu nicht existent.

Mal ernsthaft, allein, daß hier ein Tosun und Chandler als Speerspitzen genannt werden sagt doch alles!

Die Bayern haben Hummels, die Kölner haben Helmes, Dortmund hat Reus, Schalke hat Özil und wir wollen schlechten Umgang mit Talenten an Chandler und Tosun festmachen?

Wir hatten vor Jung (der auch mehr übers arbeiten als über die Genialität kommt) und Kittel genau einen wirklich herausragenden Jugendspieler und das war Preuß, dessen Verkauf rettete uns den *****.

Mit Verlaub Leute wie Russ, Ochs, Jones (der Stürmer), Chandler sind nichts anderes als Dutzendware im BuLi Geschäft.

Was wir brauchen sind Spieler wie Kittel, sowas muss das Ziel sein und diese Strukturen dafür gibt es erst seit kurzer Zeit.

Jugendarbeit ist ein langfristiger Vorgang, aber hier wird doch so getan, als wäre in den letzten 10 Jahren nichts passiert und nur Mist abgelaufen, das ist doch Blödsinn.

Unsere U19 kämpft gegen den Abstieg und Du faselst von "Hoffnungsvollen" Talenten. Ganz ehrlich, so hoffnungsvoll können die nicht sein, wenn Vereine wie Unterhaching, Fürth oder der KSC eine bessere Elf auf den Rasen schicken können!

Die achso "Hoffnungsvollen" Toski, Ljubici, T-R und einige andere haben alle 2 bis 3 Jahre bei den Profis mitturnen dürfen, wie viel mehr willst Du denn fördern?

Denn an diesem Punkt müssen sie nur noch eines machen, nämlich 1 Person überzeugen, nur eine einzige! Nämlich den aktuellen Trainer.

Bei Kittel hat es jeweils keine Woche gedauert und 2 Trainer haben sofort Stein und Bein geschworen, daß der Junge es packen wird.
Ein Rode war sofort unumstrittener Stammspieler bei Veh.

Nicht jeder hoffnungsvolle Jugendspieler hat das Zeug zum Profi, bestes Beispiel ist doch auch bei uns beheimatet, Cimen hat 60 Spiele als U-Spieler für Deutschland und 1 Einsatz für das Team 2006, aber es hat trotzdem nicht gereicht, nichtmal für Liga 2.

Ja unsere Jugendarbeit muss und sollte optimal laufen, das Problem bei dieser Diskussion hier ist doch, daß wir keine Ahnung haben ob die aktuellen Konzepte gut oder schlecht sind, die sind nämlich alle noch recht frisch.

Und nochmals, ich heule keinem hinterher, wem denn?

Chandler? Sorry, Massenware.
Tosun? Wollte sich nicht verleihen lassen und unbedingt weg, viel Spass und winke winke, keine Träne.
Marin? Job für Papa? Am *****, wir sind hier nicht die Wohlfahrt, wenn Gladbach und Bremen das mit sich machen lassen, deren Bier.
Kirchhoff? Ganz erhlich, für mich der mit Abstand überschätzteste IV in Deutschland. Mailand? Madrid? Gelächter!

Und sonst?

Das wars! Wo also sind diese angeblichen Talente, die bei uns keine Förderung erhalten haben?
Wo sind die Spieler Marke Helmes, Reus, Hummels, die wir haben gehen lassen und jetzt Weltklasse sind?

Es gibt sie nicht!

Deswegen ist das hier einfach nur ein haufen Bullshit.

Denn mal im Ernst wir alle wollen ein bestmögliches Jugendsystem, darüber brauch doch niemand zu diskutieren, wird ja keiner kommen und sagen: "Nö ich will, daß unsere Jugendarbeit Scheiße ist!"

Aber die Strukturen unter Kraaz mit leistungszentrum sind doch noch gar nicht lange genug da, damit wir wirklich sagen können, was gut und was schlecht gelaufen ist.

Kittel ist gut gelaufen, U17 DM ist gut gelaufen, Vollwürste denen 20 Minuten U-Bahn zu lange dauert und zu Hoppenheim wechseln ist schlecht gelaufen.

Das wars.

Jugenförderung dauert Jahre, in 4 oder 5 Jahren werden wir sagen können, ob die aktuelle Arbeit gut oder schlecht war und das alles wird immer noch nichts mit einem U23 Kicker zu tun haben, der dann von einer anderen U23 verpflichtet wurde, dann nur weil sich X andere Kicker verletzt haben und er dann anscheinend zum ersten Mal wirklich kapiert hat was für ihn auf dem Spiel steht und er deswegen es in die BuLi schaffte, zu tun!



Habe ich alles schon dargelegt. War laut Scare inhaltloses Geschwätz.

Auf die durchaus problematische Aufteilúng zwischen AG und eV ist auch keiner eingegangen.

Sinnlos in einen Thread Energie zu verschwenden, wenn der TE jede nicht mal abweichende sondern lediglich differenzieende Meinung, als inhaltloses Geschwätz abtut.

Ich bin hier raus.


Hast ja Recht...

Wollte eigentlich wirklich nur dieser rotzend dämlichen Chandlerlegende direkt entgegenwirken.

Bin dann mal hinterher.


Nur, dass Deine "Chandler-Legende" nur Wasser auf meinen Mühlen ist.  
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reggaetyp schrieb:
Aragorn schrieb:
sCarecrow schrieb:
SemperFi schrieb:
Lieber sCare, warum stellst Du Dich dümmer als Du bist?

Chandler wurde für die Nürnberger U23 verpflichtet und das nur weil unser ehemaliger Co-Trainer kannte, nochmals U23, eine Weiterentwicklung oder höheres Potential war weder gesehen noch erwartet.

Es gab also im gesamten bezahlten Fussball 0 Personen, die Chandler für erstligatauglich hielten.

Dann brachen Nürnberg auf der rechten Seite alle Leute weg, Chandler wurde ins Training berufen, weil sonst kaum noch einer da war.

Im Training! (was ja laut Dir angeblich so nichtssagend ist) hat er dann so gebrannt, daß Hecking ihn nach mehreren Wochen! in den kader und in die Mannschaft setzte.

Bei Chandler machte es "klick", er begriff, daß dies seine wohl letzte Chance war nach oben durchzustarten. Selbst ein Reutershahn war von dessen Leistungen überrascht und hat offen zugegeben, daß man diesen Sprung nicht erwartet hätte.

Aber überzeugt hat Chandler zuerst im Training!, nicht in einem 20 Minuten Kurzeinsatz.

Also bitte bitte bitte diese Legende zu den Akten legen.

Hier hat nämlcih nur einer etwas verpennt, nämlich ein gewisser Timothy Chandler sich auch schon bei uns gefälligst den ***** so aufzureißen!

Und daraus müssen wir lernen und ich glaube mit Schur und Zico haben wir 2 im Unterbau die das ganz gut vermitteln können.


Lesen ist nicht Deine Stärke, oder?
Ich habe doch unlängst geschrieben, dass die Tatsache, dass die Nürnberger Chandlers Potenzial ebenfalls nicht erkannt haben, spricht doch keinen Centimeter für die Eintracht, sondern genau so sehr gegen die Nürnberger.

Dass er seine Chance bekommen hat, als sich etliche Nürnberger verletzt haben, habe ich doch ebenfalls lange herausgestellt.

Also was geht nicht in Dein Köpfchen rein?

Nun garnierst Du diese Tatsache mit dem Einwurf, dass Chandler im Training gebrannt haben soll.
Das ist ja interessant: Einem Spieler eröffnet sich eine Chance aufgrund von Verletzungen und er wittert seine Chance und "explodiert".

Merkst Du eg. nicht, dass Du quasi für meine These plädierst, obwohl Du eg. das Gegenteil vorhattest???


Fireye schrieb:

o.k. hab verstanden.

Fast alle anderen Clubs in Liga 1 und Liga 2 setzen auf junge Spieler.

EF nicht.

Jung, Rode und Kittel sind eine Fatamorgana.


Verstanden hast Du offenbar gar nichts.
Ich habe sowohl Teams genannt, die eine Tendenz entwickelt haben auf junge Spieler zu setzen, sie selber hervorzubringen und andere, die eher "fertige" Spieler, tendenziell im Ausland suchen.
Steht doch alles da. Ist es so schwer einfach mal zu lesen und es zu verabeiten.

Genau so wie Rode, Kittel und Jung keine Fatamorgana sind.
Sondern wie schon von mir und anderen festgestellt Spieler, an denen man gar nicht vorbeikommen kann.




Warum reagierst Du eigentlich gleich so "angepisst", wenn andere User eine andere Meinung bzw. Auffassung haben als Du? Ich teile größenteils die Meinung von SemperFi und ich finde, daß diese "Talentediskussion" mittlerweile einen so langen Bart hat, wie Methusalem!  


Diese Arroganz nervt schon lange.
Schade, weil doch oft genug auch interessante Beiträge von sCarecrow kommen.

Allerdings wundere ich mich ein bisschen über diesen Thread, da er sonst (wenn ich mich nicht irre) am meisten im Wunschkonzert über mögliche Spielertransfers schreibt.    


Entschuldigung.
Ich werde von einem verbohrten und verbitterten Semper "als dümmer..." bezeichnet.
Da wird man wohl entsprechend reagieren können.

Also lasst doch mal ein bisschen Anstand walten, statt mich blind und einseitig anzugehen!

Noch was zu Thema "Legende Marin" geschrieben wird.
Von wegen, dass man ihn ja nicht weggeschickt hätte. Dass man quasi gezwungen war ihn gehen zu lassen, man könne sich ja nicht erpressen lassen, etc..

In Wahrheit ist das doch der echte Mythos. Unlängst hat doch HB schon selber eingeräumt, dass man so einen Fehler nicht noch einmal begehen dürfe.
Aber das scheint hier den Legendenknüpfern völlig egal zu sein.
Es ist ja auch offensichtlich wie eindeutig:
Man hat ihn ziehen lassen (und zog es vor dem Vater keinen Job zu geben), weil man die Chancen für diesen Werdegang eher gering einschätze.
Hätte man dieses Talent richtig eingeschätzt, hätte man gewiss dem Vater einen Job gewesen, man müsste schon sehr benebelt sein, es nicht zu tun.

Im Übrigen gibt es noch ein weiteres, sehr herrlich dokumentiertes Beispiel, wo man um ein Haar einen Nationalspieler hätte einfach gehen lassen:
Thomas Müller wollte schon weg, hatte Angebot von DRITTLIGISTEN!!!, ehe van Gaal ihm eine Chance gab.
Klinsmann hatte ihn zwar in den Kader eingeladen, gewährte ihm aber keine Chance, unter Heynckes war es meines Wissens nach nicht einmal im Kader...
#
Gut finde ich die Passage wo Marin, Chandler, Kirchhoff, etc. als Massenware bezeichnet werden, gleichzeitig indirekt aber Amedick, Butscher und Matmour zugejubelt wird.

Darüber hinaus wird ein wichtiger Aspekt vernachlässigt:
Dass, wenn man eben selber es ausschließen kann, dass man einen potenziellen starken Spieler in den eigenen Reihen zu finden ist, ich eben einen verpflichte.
Den kommenden Reus, Großkreutz oder Gündogan eben.
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SemperFi schrieb:
Lieber sCare, warum stellst Du Dich dümmer als Du bist?

Chandler wurde für die Nürnberger U23 verpflichtet und das nur weil unser ehemaliger Co-Trainer kannte, nochmals U23, eine Weiterentwicklung oder höheres Potential war weder gesehen noch erwartet.

Es gab also im gesamten bezahlten Fussball 0 Personen, die Chandler für erstligatauglich hielten.

Dann brachen Nürnberg auf der rechten Seite alle Leute weg, Chandler wurde ins Training berufen, weil sonst kaum noch einer da war.

Im Training! (was ja laut Dir angeblich so nichtssagend ist) hat er dann so gebrannt, daß Hecking ihn nach mehreren Wochen! in den kader und in die Mannschaft setzte.

Bei Chandler machte es "klick", er begriff, daß dies seine wohl letzte Chance war nach oben durchzustarten. Selbst ein Reutershahn war von dessen Leistungen überrascht und hat offen zugegeben, daß man diesen Sprung nicht erwartet hätte.

Aber überzeugt hat Chandler zuerst im Training!, nicht in einem 20 Minuten Kurzeinsatz.

Also bitte bitte bitte diese Legende zu den Akten legen.

Hier hat nämlcih nur einer etwas verpennt, nämlich ein gewisser Timothy Chandler sich auch schon bei uns gefälligst den ***** so aufzureißen!

Und daraus müssen wir lernen und ich glaube mit Schur und Zico haben wir 2 im Unterbau die das ganz gut vermitteln können.


Lesen ist nicht Deine Stärke, oder?
Ich habe doch unlängst geschrieben, dass die Tatsache, dass die Nürnberger Chandlers Potenzial ebenfalls nicht erkannt haben, spricht doch keinen Centimeter für die Eintracht, sondern genau so sehr gegen die Nürnberger.

Dass er seine Chance bekommen hat, als sich etliche Nürnberger verletzt haben, habe ich doch ebenfalls lange herausgestellt.

Also was geht nicht in Dein Köpfchen rein?

Nun garnierst Du diese Tatsache mit dem Einwurf, dass Chandler im Training gebrannt haben soll.
Das ist ja interessant: Einem Spieler eröffnet sich eine Chance aufgrund von Verletzungen und er wittert seine Chance und "explodiert".

Merkst Du eg. nicht, dass Du quasi für meine These plädierst, obwohl Du eg. das Gegenteil vorhattest???


Fireye schrieb:

o.k. hab verstanden.

Fast alle anderen Clubs in Liga 1 und Liga 2 setzen auf junge Spieler.

EF nicht.

Jung, Rode und Kittel sind eine Fatamorgana.


Verstanden hast Du offenbar gar nichts.
Ich habe sowohl Teams genannt, die eine Tendenz entwickelt haben auf junge Spieler zu setzen, sie selber hervorzubringen und andere, die eher "fertige" Spieler, tendenziell im Ausland suchen.
Steht doch alles da. Ist es so schwer einfach mal zu lesen und es zu verabeiten.

Genau so wie Rode, Kittel und Jung keine Fatamorgana sind.
Sondern wie schon von mir und anderen festgestellt Spieler, an denen man gar nicht vorbeikommen kann.
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Aber seventh son,
es geht doch hier gar nicht darum Köhler, Lehmann und wegen mir einem Matmour ihre Einsatzzeiten nach Einwechslungen zu streichen.
Dass die schon noch auf ihre Einsatzzeiten kommen würden, liegt doch auf der Hand, die Eintracht ballert doch nicht jeden Gegner ausm Stadion.
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Ich habe mich noch gar nicht ausführlich über diese wahnsinnig tolle Nachricht öffentlich geäußert. Das möchte ich nun nachholen:

Was für Barca Xavi ist, ist für uns Schwegler: Boom, wichtigste Verpflichtung im Hinblick auf die nächste Saison. Großartig.
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Stoppdenbus schrieb:

Gäähhhn. Ja, Chandler hat sich als Fehler erwiesen. Ungefähr 35 Erst- und Zweitligamanager haben sein Talent auch nicht erkannt. Kommt vor.


Du sagst es. Genau darum geht es ja. Mir scheint, Du hast es immer noch nicht verstanden.


Zum einen spielt ein Begriff wie Mannschaftsgefüge eine Rolle. Man muss auch die Ersatzspieler bei Laune halten. Die gleichen, die über mangelnde Hierarchien kalgen, fordern den ungehemmten Einsatz von irgendwelchen Spielern auf gut Glück.


Das ist so natürlich nicht richtig. Natürlich muss der Prozess gewissen Leistungsprinzipien unterliegen.
Natürlich müssen Dinge wie Mannschaftsgefüge, Image des Vereins, finanzielle Möglichkeiten und Kommunikationen mit dem Umfeld, den eigenen Fans, Kunden, etc. betrachtet werden.
Hier geht es nicht darum blind irgendwelche Jugendspieler zu bringen, nur weil es Jugendspieler sind.

Es geht aber darum, dass Potenziale nicht erkannt werden.
Es geht darum, dass der Eintracht eine ganze Reihe von Spielern flöten gegangen ist und nicht nur Chandler.
Chandler ist der einzige von dem wir es genau wissen.
Russ ist einer, von dem wir genau wissen, dass es wohl so gekommen wäre.
Wer weiss, ob sich Tosun da nicht einreihen wird.
Und das ist eben keine Problematik, unter der nur die Eintracht leidet. Es gibt unzählige Beispiele, wie Du vielleicht im Verlauf des Threads entdeckt haben dürftest.

Es geht darum die Clubführung auf das Talent, das offenbar nicht immer so leicht zu entdecken ist, zu sensibilisieren.
Es geht darum die Clubführung zu bringen langfristiger zu denken und zu planen.
Statt einen Altintop zu verpflichten einen Beister auszuleihen. Oder wegen mir statt Friend einen Lassoga.


Zum anderen sollte man schon Hinweise auf irgendwelche Befähigungen der eingesetzten Spieler haben. Du schreibst oben, dass sowohl Training, als auch Einsätze in unteren Mannschaften nicht zählen.
Wofür haben wir dann ein teures Leistungszentrum?

Nicht zählen ist natürlich nicht richtig. Da habe ich mich falsch ausgedrückt. Es geht darum, dass es offenbar Trainer gibt, die Trainingseindrücke als auch Einsätze auf niedrigen Niveau nicht richtig zu deuten wissen.

Gerade weil es "nicht einfach" ist, wie Du so schön schreibst, geht es hier darum bewusst sich damit auseinanderzusetzen, zu planen.
Und falls es eben so schwer fällt die Leistung der Nachwuchsspieler richtig einzuschätzen im Zweifel ihnen doch Möglichkeiten zu bieten.
Und falls nicht einmal das möglich ist, dann wenigstens wenn nichts zu verlieren ist.
Denn so groß die Freude über das tolle Tor von Köhler war.
Über einen Podolski, der sich erst als toller Spieler entpuppt, nachdem er gegen FSV Frankfurt, Dynano Dresden Hansa Rostock und FC Ingolstadt jeweils 15 bis 20 minütige Einsätze erhalten hat, freue ich mich deutlich mehr.
Und die Freude hält länger an.

Auch wenn wir zunächst einmal den Eindruck bekommen, dass es sich um einen Heller, Stroh-Engel oder Kweuke handelt.
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Fireye schrieb:
sCarecrow schrieb:
Stoppdenbus schrieb:
EmVasiSeinBruda schrieb:
Gebe mich Deiner umfassenden Argumentation und Widerlegung meiner möglichen Theorie geschlagen    


Muss man auch nicht groß drauf eingehen.
Wenn es so einfach wäre, billige junge Spieler zu holen und damit erfolgreich zu sein, würden das alle anderen auch machen.


Vielleicht ist es ja nicht einfach. Doch was hält die Eintracht davon ab? Warum kann es Dortmund auf einem viel höhren Niveau vormachen?
Warum Freiburg auf einem niedrigerem (dennoch derzeit erfolgreicherem) Niveau?


Das sind 2 von 36 Clubs.

Hast du noch andere Beispiele ???

Ausserdem ist zu Freiburg zu sagen, dass man dort von vorne herein auch damit rechnet mal wieder in Liga 2 zu spielen.

Verkaufe so ein Konzept mal in Frankfurt !!!




Was ist mit Gladbach?
Die haben sich Marin geholt. Reus. Neustädter. Herrmann. Zudem Jantschke und ter Stegen installiert.

Nun bin ich nicht überzeugt, dass das lange anhalten wird und sehe auch, dass eine Menge Glück nötig war um die Liga zu halten.
Dennoch kann man heute wohl festhalten, dass gerade im Vergleich zur Eintracht drüben deutlich besser gearbeitet wurde. Wir sind im Begriff aufzusteigen, Gladbach in die Euro-League zu gelangen.
(Wobei ich behaupten würde, dass Gladbach in erster Linie nicht das Jugendkonzept von der Eintracht unterscheidet)

Was ist mit Nürnberg versus Köln?
Zwei Vereine mit ähnlichen Ausgangslagen. Der eine tendiert auf Jugendspieler und junge Spieler zu setzen.
Der andere auf Lanigs und Breckos.

Dortmund versus Schalke.
Welcher Verein wirkt zukunftsorientierter? Welcher Verein schöpft seine Möglichkeiten besser aus?
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Stoppdenbus schrieb:
sCarecrow schrieb:
Man weiß gar nicht, ob er nicht gut genug ist, wenn er sich nie hat beweisen dürfen. Frag mal Chandler!


Wirst du uns noch in 10 Jahren den Chandler aufs Brot schmieren?


Warum denn auch nicht. Dir fällt nichts gegen ein. Nichts. Gar nichts.


Klar, man weiß nicht, ob ein Jugendspieler gut genug ist, also setzen wir ihn ein. Logisch. Jede Woche einen anderen. Irgendwann wird ja einer den großen Durchbruch schaffen.

Wir spielen dann zwar Regionalliga, aber was solls.

Stimmt. Weil Jugendspieler mit mangelhafter Qualität gleichzusetzen sind.
Weil ein A-Jugendlicher Stürmer beim Stand von 3:0 in der letzten Viertelstunde eine Niederlage hervorruft.

Was ist das denn für eine These????
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concordia-eagle schrieb:

2. Förderung eigener Jugendspieler im laufenden Profibetrieb. Ich denke schon, dass das im Rahmen des Möglichen gemacht wird. Aber mal ehrlich, wen hätte man denn dieses Jahr fördern sollen? Wir haben Alvarez, der sich in der 3. Liga bei Bayern null durchsetzen konnte und Titsch.

Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass beide keine Erstligaspieler werden. Dann brauche ich sie auch nicht zu fördern.


Damit würdest Du den Kern des Threads widersprechen.
Doch wer sagt Dir denn, dass ein Alvarez sich nicht dennoch in Liga eins durchsetzen könnte?
Russ galt auch als bundesligauntauglich. Chandler offenbar auch. Was ist mit Reus?
Wie gesagt: Nur weil man in einer unterklassigen Liga sich nicht so in Szene setzen konnte, dass ein Funkel, Skibbe oder Daum es erkennen konnten, heisst es noch lange nicht, dass ein Favre, Klopp oder Guardiola es nicht doch entdeckt hätten.

Wie kann man dagegen entgegenwirken? Indem man ein Konzept entwickelt. Mit einer Philosophie umgibt.

Davon abgesehen, sind die Möglichkeiten doch nicht im eigenen Verein ausgeschöpft:
Wenn ich keinen Jung im Verein zur Verfügung habe, dann suche ich mir eben einen Rode. Oder Lassoga. Oder Reus. Oder Großkreutz. Oder Herrmann. Oder Gündogan. Oder Ekici. Oder Beister. Oder Holtby. Oder Helmes. Oder Hummels.


Ich verstehe dann allerdings nicht, dass auch Schreiber in diesem Thread, die dem TE recht geben, in einem anderen Thread die Verpflichtug von Inui wünschen. Jener Inui, der als OM oder LM/LA direkter Konkurrent von Kittel wäre.

Prangerst zunächst einmal Vermischung an und dann sowas.
Als ob in meiner Vorstellung kein Platz für einen Inui und einen Kittel wäre.
Das widerspricht sich nicht im Entferntesten.


In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass für jeden Trainer der Welt das Leistungsprinzip vorherrschen muss. Ein Trainer, der einen Jugendspieler bringt, obwohl 80% der Mannschaft ihn für ersichtlich schwächer als einen Etablierten erachtet, kann einpacken. Die entsprechenden Leistungen im Training sind also conditio sine qua non, um dem Jugendspieler Einsätze geben zu können.

Wieder so eine gehaltlose Aussage.
Was soll das denn heissen? Natürlich muss man soo aufstellen, dass man sich einen Erfolg ausrechnet.
Doch hierbei werden offensichtlich Fehler gemacht. Bestes Beispiel: SC Freiburg.
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Stoppdenbus schrieb:
EmVasiSeinBruda schrieb:
Gebe mich Deiner umfassenden Argumentation und Widerlegung meiner möglichen Theorie geschlagen    


Muss man auch nicht groß drauf eingehen.
Wenn es so einfach wäre, billige junge Spieler zu holen und damit erfolgreich zu sein, würden das alle anderen auch machen.


Vielleicht ist es ja nicht einfach. Doch was hält die Eintracht davon ab? Warum kann es Dortmund auf einem viel höhren Niveau vormachen?
Warum Freiburg auf einem niedrigerem (dennoch derzeit erfolgreicherem) Niveau?
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Stoppdenbus schrieb:
sCarecrow schrieb:
...


Dein langer Thread zeigt doch eigentlich nur eines gut, was schon öfter genannt wurde. Fußball ist nicht so einfach planbar. Junge Leute sind nicht unbedingt so gradlienig, dass sie sofort durchstarten, wer das Talent und den Biss hat, schafft es aber auch auf Umwegen.


Fussball ist nicht so einfach planbar? Wer sagt das? Was entnehmen wir aus dieser Aussage?
Wieso müssen es Umwege sein? Warum nicht einfach auf dem vorgesehenen Wegen?
Meinst Du nicht, dass es gewisse Gründe gibt, weshalb Dortmund jetzt wohl zum zweiten Mal Meister wird?
Warum Bayern sich Rekordmeister tituliert?
Warum Barca aktuell das Maß aller Dinge ist?

Das hat unter anderem Gründe, die vorher geplant waren.
Mit anderen Worten: Einigen fällt es einfacher Fussball zu planen als anderen.


Dass das nicht immer klappt, und hier und da ein Talent übersehen wird, ist völlig normal. Zudem muss es passen mit Umfeld, Trainer usw. Hier ewig zu kritisieren, dass Spieler XYZ jetzt aber da-und-da so toll spielt, ist Quatsch.

Wieso ist das Quatsch? Nenn mir doch bitte wenigstens ein Argument.
Es deutet doch wohl EINDEUTIG an, dass fehlerhaft gearbeitet wurde.

Davon abgesehen geht es hier nicht darum, dass "hier und da ein Talent" übersehen wird, sondern darum, dass das eher Normalität und daher leider völlig fatal ist.


Ansonsten ist Nachwuchsarbeit inzwischen auch und vor allem eine Sache des großen Geldes, weshalb wohl tauchen die alle bei den gleichen Vereinen aus der Jugend auf und nicht in Cottbus oder Bielefeld?

Das hier ist doch Quatsch. Bodenloser nahezu.Talente gibt es überall in der Republik.
Ganz viele in München, Dortmund, Stuttgart, Schalke, etc. ein paar in Köln, wieder mehr in Leverkusen und Gladbach und auch in Frankfurt und Umgebung.
Jung, Kittel und Rode seien einmal genannt.

Achja, und: CHANDLER!!!


Und eines darf man nie über Bord werfen, nämlich das Leistungsprinzip. Wer gut genug ist, spielt, wer das nicht ist, eben nicht. Nur aus Talentförderungsgründen kommt man nicht in die Mannschaft. Dafür gibt es Training und Testspiele. Ich war sehr zufrieden damit, dass Köhler eingewechselt wurde und das 4:0 gemacht hat. Warum etwa ein Alvarez stattdessen hätte spielen sollen, ist mir völlig schleierhaft.


Schon wieder so eine gehaltlose Aussage. Leistungsprinzip nicht über Bord werfen. Was mag das wohl bedeuten?
Wie sieht es Deiner Meinung nach aus. Mach es doch mal konkret.
Es ist doch offensichtlich, dass Trainingsleistungen ein falsches Bild vermitteln.
Es spielt eben nicht immer derjenige, der gut genug ist.
Sondern derjenige der für gut genug befunden wird und das ist offenbar nicht immer richtig.
Und so folgt die Begründung, weshalb ein Alvarez (stellvertretend für andere Jugendspieler) hätte eher spielen sollen als ein Köhler:
Man weiß gar nicht, ob er nicht gut genug ist, wenn er sich nie hat beweisen dürfen. Frag mal Chandler!
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seventh_son schrieb:
Interessanter Beitrag, gut und stringent geschrieben.

Ich denke, was hier vielen Vereinen (bzw. deren Protagonisten) fehlt, ist schlicht Mut. Den Mut des Trainers, mal einen Etablierten draußen zu lassen zu Gunsten eines Jugendspielers, der dann sicher seine Fehler macht und man evtl. mal zwei drei Spiele mehr verliert. Auch der Mut des Vorstandes, ein solches Vorgehen zu Unterstützen oder gar einzufordern, auch im Bewußtsein dass der Erfolg nicht direkt eintrifft bzw. man ein gewisses Risiko fährt, und sich im Umfeld (Fans, Presse) Kritik ausgesetzt sehen wird.

Sprich: Das "Tagesgeschäft" (sich von Spieltag zu Spieltag zu hangeln) mal hier und da auch zugunsten der Entwicklung einzelner Spieler niedriger zu priorisieren. Das ist natürlich leichter gesagt als getan, und wenn man am Ende weniger sportlichen Erfolg als erwartet hat und sich auch bei der Entwicklung der fokussierten Jugendspieler nichts tut, wird man das um die Ohren gehauen bekommen, sicher auch von Fans, die vorher nach jungen Spielern geschrien haben. So ist das im Fußball.

Aber wenn im Verein alle an einem Strang ziehen, wenn diese Kritik von außen dann nicht Teile des Vereins für schmutzige Wäsche benutzen, wenn der Trainer nicht um seinen Job fürchten muss wenn er solch ein Konzept durchsetzt, wäre das schon machbar. Man muss aber vorher eine sehr genaue Bestandsaufnahme der verschiedenen Jugendmannschaften machen, um herauszufinden, bei welchen Spielern sich dieses Vorgehen mit hoher Wahrscheinlichkeit lohnen kann. Denn auf Dauer wird man es dann doch nicht verkaufen können, eine Strategie zu Gunsten junger, unerfahrener Talente zu fahren, wenn dabei wie oben beschrieben weder sportlicher Erfolg noch positive Weiterentwicklung der betreffenden Spieler zu erkennen sind.

Man bräuchte für ein solches Konzept aber vermutlich auch einen Mentalitätswechsel in allen Bereichen des Vereins. Veh, Skibbe, Funkel, das sind/waren alles Trainer die ich der alten Garde zuordne, die
1.)(auch für sich persönlich) den sportlichen Erfolg wollen und dafür den bestmöglichen Kader (auf die Saison gesehen) bzw. die bestmögliche Mannschaft (für den Spieltag gesehen) zusammenstellen und dem auch die höchste Priorität beimessen. Und
2.) der traditionellen "Philosophie" anhängen, dass ein Spieler sich im Training beweisen muss und vor allem ein junger Spieler immer ein Stück hinter einem erfahrenen, etablierten Spieler steht und seine Chance dann nutzen muss, wenn letzterer über längere Zeit außer Form oder verletzt ist. Und wenn er es dann nicht schafft, ist er erstmal wieder außen vor.

Natürlich gibt es dann Spieler wie Kittel oder Jung, an denen man irgendwann nicht mehr vorbei kommt weil sie aufgrund ihrer individuellen Qualität einfach besser oder zumindest genauso gut wie die direkte Konkurrenz auf ihrer Position sind. Aber ich habe dich jetzt so verstanden, dass es dir um jene Talente geht, die nicht den graden Weg schaffen und in ihren tagesaktuellen Leistungen noch sehr schwanken, wodurch sie nicht so heraus stechen im Tagesgeschäft.


Ach, ist das herrlich so einen tollen Beitrag als erste Resonanz zu erhalten.
Ich stimme Dir inhaltlich voll zu. So ein Konzept erstellt sich nicht von alleine und in vielen Bereichen müssen Hebel bewegt werden, selbst in denen die zunächst einmal damit nichts zu tun haben, wie eben die Kommunikation zu den Fans.

Diesbezüglich habe ich in der Hinrunde einen interessanten Artikel im Kölner Stadtanzeiger gelesen, wohlgemerkt zu einem Zeitpunkt, als der FC gar nicht einmal so schlecht da stand.
Der Autor kritisierte die Mut- und Ideenlosigkeit der sportlichen Führung. Dass irgendwelche Nachwuchsspieler aus Albanien, Rumänien, etc. verpflichtet werden, statt in der eigenen Jugend einmal nach Verstärkungen zu gucken und dass der springende Punkt ist, dass es gar nicht einmal so viel Mut bedarf, da Jugendspielern grundsätzlich viel mehr Kredit gewährt und schneller verzeiht wird.

Und so schwer stelle ich mir eine offizielle Begrüdung für so einen Kurs nicht vor.
Man schaue einmal nach Freiburg wie entspannt und losgelöst die jungen Leute kicken dürfen, weil der Verein sich finanziell bescheiden gibt.
Nun ist die Erwartungshaltung in Frankfurt immens höher, völlig klar. Aber ich denke, dass das Extrembeispiel Freiburg die Richtung zeigt, in die es gehen könnte.
Im Grunde genommen kann man auch Dortmund direkt als Beispiel nehmen, da hieß es nach der Fast-Bankrott-Posse auch, dass man zunächst einmal kleinere Brötchen backen müsste, da ist auch kein Dortmunder von der Brücke gesprungen.

Im Übrigen kann man festhalten, dass der vom FC eingeschlagene Weg vermutlich der definitiv falsche war.
Ich begreife auch noch immer nicht, wie es sein kann, dass der FC einen Yabo, einen Bazala und einen Matuszyk ausleiht, angesicht Stammspieler wie Brecko oder Lanig, die mit ihrer Leistungen absolute Schlusslichter in der Bundesliga darstellen.
Wieso ein Uth, der in der zweiten Mannschaft eine tolle Quote hat, keine Chance erhielt.


Alsteradler schrieb:
Sehr guter Beitrag! Ausgangsbasis ist, dass man sich diese Philosophier entweder leisten k a n n  oder leiste m u s s. Wie siehts bei uns aus? Ich bin mir da nicht so sicher. Gerade diese Saison zeigt, dass die sportliche Führung viel auf die Karte Erfahrung setzt, wenn man die Einkäufe sieht. Wird mit dem Muss-Aufstieg begründet, hätte man aber auch anders machen können (i.S. Umbruch).

Insoweit ist das vielleicht eher eine grundsätzlich-philosophische Thematik als etwas für "Unsere Eintracht". Seinerzeit, als bei uns die Kröten futsch waren und wir am Rande des Lizenzentzugs und des Gangs in Liga drei, da war Not da und es wurde entsprechend gehandelt. Das kann ich im Moment nicht erkennen.

Auch jetzt wird man versuchen, das Personal so zusammenzustellen, dass es nicht gleich wieder in den Fahrstuhl geht. Und ganz ehrlich: Finde ich im Moment auch richtig.

Am Besten, jedes Jahr einen hochziehen und spielen lassen, so wie den KIttel diese Saison.


Es gab eine Aufstiegspflicht, keine Frage.
Dennoch bin ich der Meinung, dass man eine große Chance verpasst hat, "Kapital anzulegen, bisschen zu spekulieren und im Endeffekt zu profitieren".
Doch hätte man nicht in der Schlussphase in den Spielen gegen den FSV, Rostock oder Dresden einen Alvarez bringen können? Statt Matmour. Einen talentierten A-Jugendlichen statt Lehmann? Oder Jung für Djakpa?

Mehr noch:
Haben wir Amedick gebraucht? Oder wurde da unnötig Geld verschleudert?
War Friend vonnöten? Oder haben wir da überflüssige Kosten auf uns genommen?

Jung, Kittel oder auch ein Rode, das waren allesamt Spieler, an denen man gar nicht vorbei kommen konnte, das vermag ich nicht hoch anzurechnen.

sotirios005 schrieb:
Sehe gerade Bayern - Real und da fällt mir was zu ein:

In München und um München herum haben mal solche Buben wie z. B. Babbel, Lahm, Hamann, Schweinsteiger, Thomas Müller gekickt. Sie wurden alle zu Nationalspielern geformt.

Ist das nur Zufall? Oder findet man rings um Frankfurt auch ähnliche Jungs? Heiko Westermann aus dem Kahlgrund hinter Hanau hat's auch mal geschafft gehabt, aber leider nicht bei der Eintracht.

Will sagen: Man braucht gar nicht weit gehen, um die Nachwuchsleute zu finden. Es kommt auch auf die Qualität der Ausbildung an. Das neue Leistungszentrum Riederwald lässt mich hoffen. Leider kann es wieder passieren, dass einem Nachwuchsmann wie Patrick Schorr die U-Bahnfahrt zum Riederwald "zu weit" ist, er ist lieber zur TSG Hoppenheim ins Internat gegangen. Da gibts gar keine U-Bahn...


Kehl und Schäfer kommen auch aus der Umgebung.

Wichtiger finde ich aber Deinen Einwurf mit Schorr:
Selbstverständlich kann es immer mal wieder passieren, dass ein talentierter Junge die Eintracht bereits in der Jugend verlässt.
Doch wie schütze ich mich am besten davor?

-Indem ich der Jugend Perspektiven aufzeige.


francisco_copado schrieb:
Eines hat man in den letzten 10 Jahren aber auch gesehen: Nicht jeder 17jährige, der den Ball einigermaßen geradeaus schießen kann, hat das Potential für Liga 1 oder 2. Selbst solche Talente wie Fenin, Caio, Bellaid oder Korkmaz haben es nicht geschafft. Und auch bei uns in der Jugend gab es einige, die jahrelang in den Himmel gelobt wurden und doch nie wirklich zeigten warum.


Wer denn zum Beispiel?
Mal abgesehen davon, dass Du hier ein wenig vom Thema abkommst und sehr viel verwischst.
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass der Typ der Verpflichtungen absolut richtig wahr:
Junge Spieler mit vermeintlich viel Talent (an dieser Stelle sei erwähnt, dass mir der amerikanische Begriff "UPSIDE" im deutschen fehlt), die ausgebaut werden müssen.
Nur hat da in erster Linie die Scouting-Abteilung versagt (in zweiter Linie wohl auch die Trainerstäbe und Clubführung).

Wir haben eben Bellaid, Caio, Korkmaz, Fenin und Pektovic geholt, Dortmund Lewandowski, Blaszczykowski, Santana, Subotic und Barrios.
Hätte alles anders kommen können (aus unserer Sicht sogar MÜSSEN).

Dennoch schreibst Du in meinen Augen am Thema vorbei: In diesem Fall hat -wie gesagt- in erster Linie das Scouting versagt.



Warum A.Jung, Titsch-Rivero oder Tosun nicht öfters eingesetzt werden/wurden? Weil sie eben doch nicht gut genug sind. Ich vertraue unserem Trainerteam und gehe davon aus, dass die Verantwortlichen das Talent und Potential der jungen Spieler besser einschätzen können als wir.


So wie der Trainerstab es im Fall von Chandler getan hat?
Oder im Fall von Russ?

Cenk an dieser Stelle zu nennen, find ich schon sehr gewagt. Letzte Saison hättest Du es wohl kaum gewagt ihn als "nicht gut genug" zu bezeichnen. Darüber hinaus kann sich diese These noch arg gegen Dich wenden.
Lass Tosun nächste Saison 24 Tore und 14 Vorlagen erzielen (entspricht seiner Tor- und Vorlagenquote der letzten Saison (auf die Spiele berechnet) auf eine ganze Saison bezogen) und schon sprichst Du nicht mehr von einem Spieler, der "nicht gut genug" ist, sondern für den größten Fehlverkauf seit Yeboah!!!
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Die folgenden Gedanken und Ideen sind nicht neu. Vermutlich habe ich vor Jahren schon einmal einen ähnlichen Thread eröffnet, gewiss viele Andeutungen die Thematik betreffend über die Jahre hier und da eingestreut.
Vielleicht wird diese Threaderöffnung der Thematik nicht ganz gerecht, man kann da bestimmt viel tiefer in die Thematik eintauchen und Forschung betreiben, wo hingegen ich mich mit der To-Go-Variante zufrieden geben möchte.
Durch Ergänzungen und Reflektionen kann dennoch eine interessante Diskussion entstehen.

Ich erinnere mich noch genau, als Streller nach einem Spiel der Nati gegen unsere Jungs in einem Interview ein wenig frotzelte, er wüsste gar nicht, was das Bohei um „Poldi“ und „Schweini“ sein soll, eine Nation wie Deutschland müsste zehn „Poldis“ und zehn „Schweinis“ haben.
Wasser auf meine Mühlen.
Ich bin ja schon lange der Meinung, dass die hohe Leistungsdichte der Bundesliga nicht nur Segen, sondern auch Fluch ist, im Hinblick auf die Förderung von jungen Spielern. Die Suche nach dem stärkst möglichen Kader führt ein wenig dazu, dass zum einen kurzfristig gedacht wird und damit zum anderen mehr auf fertige Spieler gesetzt wird, denn auf junge Spieler, die Geduld und Aufbauzeit benötigen. Nun hat sich in den letzten 10 Jahren in Deutschland viel getan in puncto Nachwuchsarbeit, dennoch bin ich persönlich im Glauben, dass wir noch lange nicht einen ordentlichen Zustand erreicht haben.
Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass viele talentierte Spieler, die bei einer vernünftigen Entwicklung es zu starken Bundesligaspielern (oder es gar zu Nationalspielern) bringen können, Zeit ihrer Karriere in irgendwelchen zweitklassigen Ligen fristen.
Folgende Beispiele sollen diese These untermauern:
Holtby, Helmes, Reus, Salihovic oder aber auch Marin oder Chandler.
Gladbach ließ Holtby ziehen, erst als er in Aachen eine Chance erhalten hat, wurde er wieder für Erstligisten interessant. Und selbst auf Schalke wurde er zunächst einmal verkannt. Magath brüstet sich ja damit „alles richtig“ gemacht zu haben, als er Holtby zunächst an Mainz auslieh. In meinen Augen ist das blanker Hohn: Holtby spielte eine Spitzensaison auf der linken Außenbahn und in der offensiven Zentrale. Auf beiden Positionen suchte Schalke händeringend Verstärkung, gab viel Geld aus für Jurado und wurde auch nach der Verpflichtung nicht viel glücklicher.
Will sagen: Holtby war schon viel eher in der Lage das erforderliche Leistungsspektrum zu liefern (mehr noch: das Geld für Jurado hätte man sich getrost sparen können).
Auch in Köln war man nicht in der Lage das Können des Nachwuchses richtig einzuschätzen:
Nachdem Helmes in der Jugend für den FC gekickt hat, wurde er fortgeschickt. In Siegen avancierte er zu einem starken Drittligastürmer und nur der Verbundenheit zum Rheinland hatte der FC es zu verdanken, dass Helmes wenig später rückkehrte.
Und selbst bei seinem zweiten Anlauf wurde er zunächst einmal meiner Meinung nach nicht richtig wertgeschätzt und zog unter Trainer Latour öfter den Kürzeren gegenüber Streller.
Auch Reus wurde in der Jugend nicht richtig eingestuft: Die 15 Millionen Ablöse hätte sich Dortmund sparen können, spielte er zunächst in der Jugend des BVB. Und so wie ich es sehe, hatte Reus unheimliches Glück gehabt sich in Liga eins beweisen zu dürfen, sowie die Gladbacher Verantwortlichen ein sehr gutes Auge und glückliches Händchen bewiesen, denn Reus Leistungen in der zweiten Liga waren an sich sehr durchwachsen.
Salihovic musste erst in die dritte Liga nach Hoffenheim wechseln um sich in Liga eins beweisen zu dürfen. Das brachte den Hauptstädtern sage und schreibe 250.000 € ein, heute wäre er wohl der wertvollste Berliner (vielleicht neben Lassoga, mit Abstrichen Raffael).
Marin ist ein gewagtes Beispiel, schon klar. Viele werden sagen, dass man keine Chance hatte ihn zu halten oder aber dass es richtig gewesen sei, man hätte sich nicht von einem Spieler erpressen lassen dürfen, er hätte ein zu großes Risiko dargestellt, blabla.
Meiner Meinung nach ist es offensichtlich, dass er das Risiko absolut wert gewesen wäre, die Investition hätte sich um ein vielfaches ausgezahlt, zum einen.
Zum anderen hätte man vermutlich nicht nur dem Vater sondern auch der Mutter, dem Onkel, dem Opa und der Cousine dritten Grades noch einen Job besorgt, hätte man sein Können richtig eingeschätzt. Aber das nur am Rande.
Eklatant wird’s im Fall von Chandler. Unlängst haben schon Vereine, die auf Tuchfühlung zu den europäischen Plätzen sind (wie zB der VfB), Interesse an Chandler bekundet.
Chandler, den wir für nichts haben ziehen lassen. Einfach so. Für nichts.
Mehrfach habe ich schon den blödsinnigsten aller Einwände erfahren, in schriftlicher sowie verbaler Form: „Selbst der Club hat nicht mit der Leistungsexplosion gerechnet und ihn eigentlich für die zweite Mannschaft verpflichtet“. Dass das am ehesten noch gegen die Einschätzung der Club-Verantwortlichen spricht und gewiss nicht für die der Eintracht-Verantwortlichen, das scheint im Verborgenen zu bleiben.
Das sagt doch nur aus, dass Chandler Glück hatte. Glück, dass sich andere verletzt haben. Glück, das er benötigte. (Einwände, die Eintracht hätte ihn nicht gebrauchen können verbieten sich meiner Meinung nach, als ob Jung auf links nicht in der Lage wäre die Leistungen von Spycher, Tzavellas, Djakpa, Butscher, Köhler übertrumpfen…)
An dieser Stelle kann man ein weiteres prominentes Nicht-Mehr-Eintracht-Beispiel nennen: Marco Russ. Hätten sich nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt etliche Spieler verletzt oder wären gesperrt gewesen, hätte die Eintracht ganz gewiss keinen -für die Verhältnisse der Eintracht- Spitzenerlös für Russ einfahren können. Bis zu seiner genutzten Chance, galt er quasi offiziell (!!!) als bundesligauntauglich!!! Und so zieht sich die Geschichte einer bestimmten Gruppe von Neuentdeckungen der Bundesliga wie ein roter Faden: Podolski durfte sich damals beweisen, als in Köln keiner der Tor treffen wollte. Die „Jungen Wilden“ aus Stuttgart, namentlich Kuranyi, Hinkel, Hildebrand und auch Lahm (ausgeliehen, schon klar) bekamen ihre Chance, als der Verein pleite war.
Man muss sich die Ironie des Schicksals auf der Zunge zergehen lassen: Unwegsamkeit, Notlagen ebneten den Weg zu Meisterschaften und zu tollen Karrieren.
So bin ich mir sicher, dass die Dunkelziffer der „Nicht-entdeckten-Russe“ beträchtlich ist. Spieler, die durchaus das Zeug gehabt hätten ihre Vereine zu verstärken, hätte man Geduld und Nachsicht für die übrig gehabt, statt ihnen Szabics, Breckos, Huggels, vermeintlich „fertige Spieler“ vor die Nase zu setzen.
Schönes Beispiel sind für mich auch die Freiburger, die zuerst mit dem Gesicht zur Wand stehen mussten, um einer ganzen Riege von jungen Spielern die Chance zu geben und sich dadurch befreien konnten. Auch da wurde das Leistungsvermögen der Nachwuchsspieler vom Trainer-Vorgänger offenbar nicht richtig eingeschätzt.

So. Lässt man sich auf die Theorie ein, eröffnen sich dem Fussballexperten und –philosophen weitreichende Chancen.
Durch die Entdeckung von Verstärkungen im eigenen Nachwuchs wird selbsterklärend die Mannschaft vom Inneren des Vereins verstärkt und zudem wird noch Geld gespart, das dann für attraktivere Spieler ausgegeben werden kann. Mehr noch: Es wird ein Image erstellt, das eine Signalwirkung für junge Spieler bedeutet. Ein Hummels wechselte von den Bayern nach Dortmund. Leitner, Bitencourt suchen die Herausforderung in Dortmund, statt vermeintlich leichtere Aufgaben anzugehen, Reus zieht Dortmund den Bayern vor, ein Götze verlängert, obwohl ihm in Europa kaum eine Tür verschlossen geblieben wäre.
Es ist völlig klar, dass Dortmund, Bayern, viele weitere Bundesliga Vereine auf einen größeren Spielerpool zurückgreifen können und auch von der Infrastruktur der Eintracht überlegen sind.
Dennoch bin ich der Meinung, dass das Potenzial der Eintracht noch längst nicht ausgeschöpft ist, dabei stütze ich mich auf die vorhin erwähnten Marin, Russ und Chandler und ich wette, dass letzte Saison viele auch nur ungläubig mit dem Kopf schüttelten, als Tosun zum Bomber der türkischen Liga avancierte. Nun hat sich seine Leistung deutlich relativiert, dennoch ist der Fall noch nicht entschieden.
Und kontinuierliche Nachwuchsarbeit ist gewiss nicht nur was für Vereine, die es sich leisten können, auch wenn es auffällig ist, dass gerade die über längere Zeit erfolgreichen Vereine, auf eine beständige Arbeit mit jungen, unfertigen Spielern zurückblicken können (Bayern: Lahm, Schweini, Müller, Alaba, Badstuber, Kroos; Dortmund: Hummels, Subotic, Bender, Schmelzer, Götze, Sahin, Leitner), das beweist meiner Meinung nach am besten der Verein Athletic Bilbao. Ein Verein, der einer Überzeugung zugrunde liegt, nur auf baskische oder im Baskenland ausgebildete Spieler zurückzugreifen. Der damit sich quasi selber zwingt permanent Spieler auszubilden (oder aber von anderen Vereinen baskische Spieler zu kaufen, was aber gleichbedeutend ist, der Spielerpool bleibt sehr überschaubar).
Und dass es nicht nur Jugendnationalspieler sein müssen, die später zu Leistungsträgern ihres Teams mutieren, zeigen Spieler wie Wollscheid oder Reus, die die Jugendnationalmannschaft mehr aus Erzählungen kennen, denn aus eigener Erfahrung. Ein Punkt, den ich gerne noch näher beleuchten würde, der aber für die zentrale Thematik nebensächlich ist.
Ich persönlich bin der Meinung, dass gerade in der Nachwuchsabteilung noch großes (noch größeres als in der Scouting- und Verhandlungs-Abteilung), nicht ausgeschöpftes Potenzial vor sich hin schlummert und vergeudet wird.

Und auch wenn dieser Thread ein wenig Allgemeinanspruch haben soll und eine gewisse Zeitlosigkeit ebenfalls beanspruchen möchte, so möchte ich diese Saison im Hinblick auf diese Ideen und Thesen doch noch kurz anreißen und reflektieren:
Angesichts der vielen schönen, ungefährdeten Siege weiß ich nicht, ob die Eintracht gut beraten war in den letzten Minuten einen Köhler, Lehmann oder Matmour zu bringen statt mal einen Alvarez, Anthony Jung (erst recht angesichts der durchwachsenen Leistungen Djakpas (!!!)) oder einem verpflichteten Nachwuchsspieler von Bayern, Köln, Dortmund, Leverkusen oder Darmstadt a la Lassoga, der wiederum ablösefrei aus der A-Jugend von Leverkusen kam.

Ich weiß nicht, ob man nicht hätte mehr Argumente sammeln können, für potenzielle Verhandlungen mit einem Koray Günther, Timo Horn oder Sercan Sararer. Oder für den Verbleib der künftigen Emre Cans…

Achso. Ein kleiner Nachtrag:
Natürlich bin ich nicht so blauäugig, zu übersehen, dass gerade weil sie andere Wege eingeschlagen haben, dieser besonders gut für Helmes, Reus und Holtby verlaufen ist. Alles ist in seine Zeit und Umgebung gebettet, keine Frage.
Dennoch ändert das wohl nichts an der Tatsache, dass der Erfolg der Spieler die ersten Einschätzungen als falsch widerlegt: Es ist absolut Bundesliga-Talent vorhanden, welches, dass es sich gelohnt hätte zu fördern.
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JohanCruyff schrieb:

Und dass Freiburg so unerwartet aufgestiegen ist, mag sein. Mich hat es damals nicht sonderlich überrascht. Mich hat eher überrascht, dass Freiburg nicht schon 1 Jahr früher aufgestiegen ist. Und auch sonst kann ich keine überragenden Erfolge sehen. Und wenn ich mir die Spielweise angucke...


Dafür hätte ich gerne einen Beleg!
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EmVasiSeinBruda schrieb:
sCarecrow schrieb:
strassenapotheker schrieb:
das mit der Hertha lag aber daran das sie vor der Saison ihre beiden stürmer voronin und pantelic als auch abwehrchef simunic abgegeben haben.

gleichwertigen Ersatz gab es nicht....


gleiches schicksal könnte favre nächste Saison wieder passieren ...dante weg, reus weg, neustädter weg.

bin mal gespannt wieviel kohle die investieren und wen sie holen. wenn sie die cl kommen... etwa 37mio sollten dann reinkommen durch reus verkauf und cl prämie.


Das mögen die Gründe sein. Das Ergebnis bleibt dasselbe:
Keine Kontinuität der hervorragenden Leistung.  

Aber Du kannst doch den Trainer nicht alleinverantwortlich für das Ergebnis machen. Das hängt doch alles von den Voraussetzungen ab. Was kann denn Favre dafür, dass Dieter Hoeneß den Verein finanziell so in die Enge getrieben hat, dass sie die besten Spieler ohne Ersatz ziehen lassen mussten? Funkel bekam ja dann in der Winterpause noch einige Verstärkungen und holte trotzdem nur 18 Punkte. Anders gesagt, die Leistung eines Trainers muss man doch immer auch an seinem Spielermaterial bemessen. Da Frontzeck und Favre letzte Saison die gleichen Spieler hatten, gibt es hier einen klaren Pluspunkt für Favre.


Keine Frage. Dennoch war der Kader der Berliner nicht so schwach, wie man das im Endeffekt darstellt.
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francisco_copado schrieb:
sCarecrow schrieb:

Schildenfeld spielt Null KOmma Null Risikopässe, schiebt die Bälle zur Seite oder zu Schwegler.


Der Pass auf Meier vor dem 1:0 war dennoch sehenswert.


Einfach in Richting Meier geschlagen... Ich glaube, das hätte ich auch noch hingekriegt. In meinen Augen verbirgt sich hinter der Vorlage Null
Komma Null Können. Das kommt erst bei Meier ins Spiel. Mal abgesehen davon, dass ein Oberliga-Vertridiger den Ball klären muss!
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JohanCruyff schrieb:
sCarecrow schrieb:
strassenapotheker schrieb:
sCarecrow schrieb:
JohanCruyff schrieb:
Jo-Gi schrieb:
@ Mainhattener: Mag sein, dass der Altersunterschied nicht besonders groß ist. Jürgen Klopp ist auch nur 6 Jahre jünger als Veh. Aber ich denke, es wurde klar, was ich meinte: Junge Philosophie, moderner Fußball, noch nicht abgenutzt, "open minded", etc. Das alles trifft mMn alles auf Dutt zu.


Inwiefern denn das? Dutt ist für mich ein Mauermeister oder modern: Kompaktheitsmeister. Und das bei weitem nicht so gut wie ein Tuchel oder Favre.

Schaut euch im Vergleich mal das Abwehrverhalten vom Oral-Team Ingolstadt an! Da hat alles Hand und Fuß!!


Da stimme ich überhaupt nicht zu.
Mal abgesehen davon, dass Tuchel in meinen Augen alles andere als ein Mauermeister ist, halte ich ihn für einen sehr guten Trainer.
Dutt ist es ebenfalls nicht und Favre ist für mich momentan nach wie vor eine Wundertüte.
2 sensationellen Saisons stehen auf seinem Konto, aber auch ein katastrophaler Start mit der Hertha.
Würde mich nicht wundern, wenn die Geschichte sich nächstes Jahr wiederholt...



das mit der Hertha lag aber daran das sie vor der Saison ihre beiden stürmer voronin und pantelic als auch abwehrchef simunic abgegeben haben.

gleichwertigen Ersatz gab es nicht....


gleiches schicksal könnte favre nächste Saison wieder passieren ...dante weg, reus weg, neustädter weg.

bin mal gespannt wieviel kohle die investieren und wen sie holen. wenn sie die cl kommen... etwa 37mio sollten dann reinkommen durch reus verkauf und cl prämie.


Das mögen die Gründe sein. Das Ergebnis bleibt dasselbe:
Keine Kontinuität der hervorragenden Leistung.  


Wenn du es dir bei Favre so einfach machst und ihm gar 7 Spiele zur Last legst, nach denen selbst ein Funkel in 27 Spielen danach nicht mehr die Chance hatte, das Team zu retten - wieso gilt das dann für Dutt nicht? Ohne Cisse war sein Team gar nichts. Diese Saison wäre Cisse nicht dabei gewesen, aber Dutt war ja schon in Leverkusen. Mit dieser Mannschaft spielt ein guter Trainer um die Meisterschaft mit. Hat Dutt bei weitem verfehlt.

Ich gucke mir ja lieber an, wie eine Mannschaft spielt und ob man die Handschrift des Trainers erkennt bzw. wie diese aussieht.


Du machst es Dir zu einfach. So einfach ist es wohl nicht "um die Meisterschaft zu spielen". Dass Leverkusen zum Vergleich zur letzten Saison schlechter aufgestellt sein könnte, ist hoffentlich zweifelsfrei. Hinzu kommt Verletzungspech und offensichtlich auch fehlender Charakter der Mannscht. Zudem braucht man Bayer nicht ins Detail zu kennen, umzu wissen, dass da sehr viel Politik ins Spiel kommt. Da kann man sehr leicht scheitern.

Im Übrigen hat jeder Deiner genannten eine gescheiterte Position in seiner Vita, hingegen nicht Dutts Erfolge. Zur Erinnerung (weil Du furchtbar darauf rumreitest): Dutt ist VÖLLIG unerwartet aufgestiegen, ganz OHNE Cisse...
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concordia-eagle schrieb:
Haefe schrieb:
concordia-eagle schrieb:

Was macht denn Bamba für den Spielaufbau?

Selbst Gordon hat schon 2 Assists und ein Tor. Bamba hingegen keinen Scorerpunkt (sach ich jetzt mal ohne nachzuschauen).


Das 1:0 bei Hansa zählt nicht als Scorer für Bamba, zeigt allerdings, wozu er in der Lage sein kann. Das war ein ganz feiner Ball...
Ich hoffe, dass er bleibt, allerdings verstehe ich auch Deine Argumentation (die Zweikampfquote hätte ich viel höher eingeschätzt).


Nachzulesen in Jukulus feiner Spielerstatistik

http://www.eintracht.de/meine_eintracht/forum/1/11184751/

Auch Bambas Passquote ist nicht unerheblich schwächer als Gordons.

Wenn Gladbach mit sich reden lässt und Bamba für 0,5-0,8 Mio ziehen lässt, kann man gerne noch mal drüber reden.


Man sollte die Umstände betrachten, unter denen "Fehlpässe" entstehen.
Schildenfeld spielt Null KOmma Null Risikopässe, schiebt die Bälle zur Seite oder zu Schwegler.
Das sieht bei Anderson schon gaaaaaaanz anders aus.
Außerdem -so meine Vermutung- wird das Ball wegbolzen womöglich neutral bewertet, mit anderen Worten: gar nicht.