Revolution in Tunesien, [Ägypten und weiteren Ländern des Nahen Ostens] ?

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SGE_Werner schrieb:
...Immer mehr Revolutionäre wünschen eine aktive Militäreinmischung der NATO bzw. ein Flugverbot, sprich das Abschießen von Flugzeugen, die dagegen verstoßen und gegen das eigene Volk bomben und scheinbar sind Planungen bereits gemacht worden bei der NATO.


das wird nicht passieren. und (so sehr man menschlich die faust in der tasche machen muss) ist es auch "gut" so.

bereits jetzt gibt es in der UN keine mehrheit für UN einsätze (russland will auf jeden fall veto einlegen). und selbst in der NATO gibt es keine einheitliche betrachtungsweise (da hat die türkei bereits abgelehnt).

bleibt noch die afrikanische union... und auch hier: ablehnung, da hier genügend diktatoren selbst angst haben, dass sie dann als nächstes "dran" sind.

sollten jetzt einige nato länder den himmel von lybien "befreien" wird hier was ganz grosses losgetreten. dann haben wir auf einmal russland, türkei, china und weiss der geier wen gegen "uns" aufgebracht. und ghadaffi hat sein ziel erreicht: "seht her, muslimische brüder. die kreuzritter haben es nur auf das öl abgesehen... kommt und helft uns, ansonsten seid ihr die nächsten"

es gibt keine möglichkeit militärisch einzugreifen. die einzige möglichkeit die ich sehe: man erkennt den befreiten teil lybiens als souveränes land an (und das land wird nicht von allen anerkannt werden), und man hilft denen dann mit militärischen lieferungen.

allerdings geht dann das geschrei los, nicht nur von aussen, auch zwei große parteien, welche die moral des landes vertreten zu wollen, werden aufbegehren...

was bleibt? tunesien und ägypten mit hilfe überschütten (für die flüchtlinge und das eigene volk/land)...

diese länder müssen für ihr engagement fürstlich belohnt werden, als zeichen, dass der westen nicht nur ausbeutet. handelsbeziehungen, und vielleicht auch (größere) waffenlieferungen. was die damit machen (vielleicht an die aufständigen in lybien weitergeben)... darauf haben wir ja keinen einfluss mehr. diese option sehe ich als einzigen weg (so ätzend es ist, dass die armen schweine dort durch die luftwaffe vor die hunde gehen)
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Die Aufständischen werden diesen Krieg, und das ist er mittlerweile, deutlich verlieren.
In der Wüste lässt sich kein Guerillakrieg führen.
Die Luftwaffe Gaddafis wird bald richtig ernst machen und dann haben diese wahllos zusammengewürfelten Kalaschnikow-Krieger keine Chance.
Ein schlimmes Dilemma, ohne externe Luftunterstützung für die Aufständischen wird Gaddafi sein halbes Volk abschlachten lassen und an der Macht bleiben.
Wenn erstmal etwas Gras über die Leichenberge gewachsen ist, werden Berlusconi und Co sich in Gaddafis Zelt auch wieder die Klinke in die Hand geben.
Den Schulterschluss des Westens mit ihm konnten ja nicht mal 215 tote Amerikaner und Briten verhindern.
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Die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria Novosti (also "Voice of Putin") ist der Meinung, dass die USA eine Intervention in Libyen zur Etablierung eines Militärstützpunkts brauchen.
http://de.rian.ru/opinion/20110304/258489690.html

Klar stecken hinter der Meldung auch russische Interessen, genauso klar ist aber auch, dass in erster Linie nicht die Wahrung von Menschenrechten, sondern geostrategische Gesichtspunkte die Aussenpolitik aller Staaten bestimmen. Genauso wie die USA Mubarak, Saddam, Pinochet, Peron, etc. unterstützten, genauso unterstützten Italien, Deutschland, etc. u.a. Gaddaffi.
Wenn andere Staaten massive Interessen an umfangreichen Ressourcen haben (für Libyen zB: http://www.zeit.de/online/2008/09/libyen-oel), dann leidet historisch gesehen immer die Bevölkerung.

Der Fluch der Ressourcen
"Öl als Exkrement des Teufels"
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,449715,00.html
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singender_adler schrieb:
Die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria Novosti (also "Voice of Putin") ist der Meinung, dass die USA eine Intervention in Libyen zur Etablierung eines Militärstützpunkts brauchen.
http://de.rian.ru/opinion/20110304/258489690.html

Klar stecken hinter der Meldung auch russische Interessen, genauso klar ist aber auch, dass in erster Linie nicht die Wahrung von Menschenrechten, sondern geostrategische Gesichtspunkte die Aussenpolitik aller Staaten bestimmen. Genauso wie die USA Mubarak, Saddam, Pinochet, Peron, etc. unterstützten, genauso unterstützten Italien, Deutschland, etc. u.a. Gaddaffi.
Wenn andere Staaten massive Interessen an umfangreichen Ressourcen haben (für Libyen zB: http://www.zeit.de/online/2008/09/libyen-oel), dann leidet historisch gesehen immer die Bevölkerung.

Der Fluch der Ressourcen
"Öl als Exkrement des Teufels"
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,449715,00.html


Das hat ja nicht lange auf sich warten lassen  
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Aspekte schrieb:
singender_adler schrieb:
Die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria Novosti (also "Voice of Putin") ist der Meinung, dass die USA eine Intervention in Libyen zur Etablierung eines Militärstützpunkts brauchen.
http://de.rian.ru/opinion/20110304/258489690.html

Klar stecken hinter der Meldung auch russische Interessen, genauso klar ist aber auch, dass in erster Linie nicht die Wahrung von Menschenrechten, sondern geostrategische Gesichtspunkte die Aussenpolitik aller Staaten bestimmen. Genauso wie die USA Mubarak, Saddam, Pinochet, Peron, etc. unterstützten, genauso unterstützten Italien, Deutschland, etc. u.a. Gaddaffi.
Wenn andere Staaten massive Interessen an umfangreichen Ressourcen haben (für Libyen zB: http://www.zeit.de/online/2008/09/libyen-oel), dann leidet historisch gesehen immer die Bevölkerung.

Der Fluch der Ressourcen
"Öl als Exkrement des Teufels"
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,449715,00.html


Das hat ja nicht lange auf sich warten lassen    


Um dich absichtlich falsch zu verstehen

Das hat lange gedauert, bis du es gerafft hast - schliesslich vertrete ich die Ressourcenkriege-These schon seit Ewigkeiten, z.B. zum kaspischen Meer:
http://www.eintracht.de/meine_eintracht/forum/17/11178164,165913/goto/


Ein elementarer Aspekt des oben verlinkten Spiegel-Artikels lautet:

Mangelt es einem Land an Bodenschätzen, beträgt das Konfliktrisiko ein halbes Prozent. Lebt es aber überwiegend davon, steigt es auf 23 Prozent. Rohstoffe seien "der bedeutsamste Risikofaktor" für ein Gemeinwesen, meint Collier, wichtiger noch als historische, geografische oder ethnische Motive.
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singender_adler schrieb:


Ein elementarer Aspekt des oben verlinkten Spiegel-Artikels lautet:

Mangelt es einem Land an Bodenschätzen, beträgt das Konfliktrisiko ein halbes Prozent. Lebt es aber überwiegend davon, steigt es auf 23 Prozent. Rohstoffe seien "der bedeutsamste Risikofaktor" für ein Gemeinwesen, meint Collier, wichtiger noch als historische, geografische oder ethnische Motive.


Das ist ja schön und gut. In meinen Augen handelt es sich dabei jedoch bisher um einen (überwiegend) innerstaatlichen Konflikt,der ist in meinen Augen als Revolte gegen das Regime von Gaddafi zu verstehen ist.
Wenn es denn tatsächlich zu einem militärischen Eingreifen westlicher Staaten kommen wird (was sich wohl nicht geringe Anteile der Bevölkerung wünschen) wird das sicherlich aber zur Nebensächlichkeit erklärt und man hat wieder ein schönes Feindbild.
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Aspekte schrieb:
singender_adler schrieb:


Ein elementarer Aspekt des oben verlinkten Spiegel-Artikels lautet:

Mangelt es einem Land an Bodenschätzen, beträgt das Konfliktrisiko ein halbes Prozent. Lebt es aber überwiegend davon, steigt es auf 23 Prozent. Rohstoffe seien "der bedeutsamste Risikofaktor" für ein Gemeinwesen, meint Collier, wichtiger noch als historische, geografische oder ethnische Motive.


Das ist ja schön und gut. In meinen Augen handelt es sich dabei jedoch bisher um einen (überwiegend) innerstaatlichen Konflikt,der ist in meinen Augen als Revolte gegen das Regime von Gaddafi zu verstehen ist.
Wenn es denn tatsächlich zu einem militärischen Eingreifen westlicher Staaten kommen wird (was sich wohl nicht geringe Anteile der Bevölkerung wünschen) wird das sicherlich aber zur Nebensächlichkeit erklärt und man hat wieder ein schönes Feindbild.



Naja. Da liegst du falsch. Rein innerstaatliche Konflikte bei gleichzeitigem Ressourcenreichtum schliessen sich empirisch aus.
Jeder wünscht der dortigen Bevölkerung jetzt das Beste, in zwei Monaten wird sie wieder vergessen sein.
Die Förderung von Menschenrechten ist kein Schwerpunkt der Aussenpolitik - wenn's klappt ein angenehmer Nebeneffekt. Für USA und GB ging das postulierte Recht auf Öl vor das Recht auf Leben - dem Lancet zufolge sollen die zivilen Todesopfer des Irakkriegs bei mehr als 600.000 liegen (http://en.wikipedia.org/wiki/Casualties_of_the_Iraq_War).


Öl & Gasvorkommen in Libyen (und Tunesien)
http://www.consciousbeingalliance.com/Libya-Oil-Map001.gif


Erdölreichste Land Afrikas ist...

http://www.eia.doe.gov/cabs/Libya/Oil.html


http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/74/USGS_world_oil_endowment.png


Den aus der Ölförderung resultierenden Reichtum verleibt sich bislang vor allem der Gaddafi-Clan ein - eine übliche Verhaltensweise eines privilegierten Stammes in Rohstoffregionen:


...Diese Machthaber unterhalten gewaltige Militärapparate, sie versuchen, die Bevölkerung in den Rohstoffregionen in Schach zu halten. Aus dieser Spannung heraus entspringen separatistische Bewegungen: Die Einheimischen wollen die Bodenschätze nicht irgendeiner fernen, korrupten Regierung überlassen.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/0,1518,449715-2,00.html


Gaddafi gehört dem "Gaddadfa"-Stamm (http://en.wikipedia.org/wiki/Qaddadfa) der arabischen Berber an, die nicht priviligierten Stämme dürften nun einen guten Teil des revolutionären Potentials stellen.



http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Libya_ethnic-de.svg&filetimestamp=20110227140852


Die relativ grossen libyischen Ölvorkommen könnten vor allem eine sehr relevante Rolle spielen, da die Reserven der klassischen arabischen Ölliferanten überschätzt werden:


...Dadurch wird die Menge der weltweiten Erdölvorkommen seit 1986 um 300 Milliarden Barrel überschätzt. Zu diesem Zeitpunkt begannen die arabischen OPEC-Mitgliedstaaten nämlich, die Zahlen nach oben zu „korrigieren“, um ihre Förderquoten zu erhöhen.
...
Das 21. Jahrhundert hat mit der Intervention im Irak 2003 den Beginn eines neuen Zeitalters erlebt. Es war der Startschuss für einen Kampf um das Schwarze Gold, der sich in Zukunft noch verschärfen wird.

http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/Dossier--Das-Oel-Zeitalter/3389636,CmC=3390862.html
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Was ist nun deine Schlußfolgerung daraus?
Es gibt derzeit keinen innerstaatlichen Konflikt in Libyen?
Militärische Eingriffe "des Westens" würde es genauso geben wenn es die innerstaatlichen Konflikte nicht geben würde?

oder noch besser: Basieren die innerstaatlichen Konflikte nur aufgrund gezielter Geheimdienstaktionen von CIA und Mossad?
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Aspekte schrieb:
Was ist nun deine Schlußfolgerung daraus?
Es gibt derzeit keinen innerstaatlichen Konflikt in Libyen?
Militärische Eingriffe "des Westens" würde es genauso geben wenn es die innerstaatlichen Konflikte nicht geben würde?

oder noch besser: Basieren die innerstaatlichen Konflikte nur aufgrund gezielter Geheimdienstaktionen von CIA und Mossad?



Alle entwickelten Volkswirtschaften sind massiv von einer Versorgung mit Energie (momentan v.a. Erdöl) abhängig (z.B. Autos, Vorstädte, Flugzeuge, Schiffe, industrielle Landwirtschaft, wirtschaftliche Globalisierung). Seit dem zweiten Weltkrieg ist der mittlere Osten eine Hauptversorgungsquelle für Erdöl (2009: 29 Millionen Barrel pro Tag - also 4611000000 Liter, entsprechend 36% der täglichen Weltversorgung, davon 20 Millionen Barrel für den Export…). 2035 wird der mittlere Osten für ca. 43% der Weltölversorgung stehen. Laut CBS kann nur diese Region die weitere Ölversorgung gewährleisten...


Don’t count on any new order (or disorder) to deliver enough cheap oil to preserve the Petroleum Age.

Only the rapid development of alternative sources of energy and a dramatic reduction in oil consumption might spare the world the most severe economic repercussions.

http://www.cbsnews.com/stories/2011/03/04/opinion/main20039425.shtml


Deshalb stützen USA und EU seit Jahren die örtlichen Diktatoren - und jetzt sollen sie plötzlich innerstaatlichen Konflikten nur interessiert zuschauen...?
Im Sinne der Staaten und Unternehmen gedacht: Wofür gibt's militärische Spezialeinheiten und Covert Ops, um nicht diese Versorgung sicherzustellen?
Aufgrund des fehlenden einheitlichen Staatsvolks (diverse Stämme, s.o.) werden die Auseinandersetzungen um Menschenrechte und Partizipation mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im Interesse der Sicherstellung der Ölversorgung genutzt (wohl von allen Akteuren, also v.a. USA/EU, Russland und China).


...Bei Libyen handelt es sich um eine Clan- und Stammesgesellschaft. Gaddafis Machtbasis, die ihn 41 Jahre an der Spitze des Staates hielt, war immer die Loyalität der Stämme. Inzwischen kann er sich nur noch auf seinen eigenen Stamm, die Qadhadhfa, verlassen.
http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article12647985/Gaddafi-will-ein-Somalia-am-Mittelmeer.html


Da die seit Jahrzehnten existierenden Diktaturen auf Ungerechtigkeit und Gewalt bauen, muss man im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung auf eine gerechte Teilhabe der Bevölkerung und nicht auf eine gewalttätige und korrupte Führungselite setzen.
Vor allem braucht man erneuerbare Energien, die weitestgehend unabhängig v.a. in Europa erzeugt werden (aus Wind, Biomasse, Gezeiten, Wasser, Sonne, Geothermie, …)
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singender_adler schrieb:
Aspekte schrieb:
Was ist nun deine Schlußfolgerung daraus?
Es gibt derzeit keinen innerstaatlichen Konflikt in Libyen?
Militärische Eingriffe "des Westens" würde es genauso geben wenn es die innerstaatlichen Konflikte nicht geben würde?

oder noch besser: Basieren die innerstaatlichen Konflikte nur aufgrund gezielter Geheimdienstaktionen von CIA und Mossad?



Alle entwickelten Volkswirtschaften sind massiv von einer Versorgung mit Energie (momentan v.a. Erdöl) abhängig (z.B. Autos, Vorstädte, Flugzeuge, Schiffe, industrielle Landwirtschaft, wirtschaftliche Globalisierung). Seit dem zweiten Weltkrieg ist der mittlere Osten eine Hauptversorgungsquelle für Erdöl (2009: 29 Millionen Barrel pro Tag - also 4611000000 Liter, entsprechend 36% der täglichen Weltversorgung, davon 20 Millionen Barrel für den Export%u2026). 2035 wird der mittlere Osten für ca. 43% der Weltölversorgung stehen. Laut CBS kann nur diese Region die weitere Ölversorgung gewährleisten...


Don%u2019t count on any new order (or disorder) to deliver enough cheap oil to preserve the Petroleum Age.
%u2026
Only the rapid development of alternative sources of energy and a dramatic reduction in oil consumption might spare the world the most severe economic repercussions.

http://www.cbsnews.com/stories/2011/03/04/opinion/main20039425.shtml


Deshalb stützen USA und EU seit Jahren die örtlichen Diktatoren - und jetzt sollen sie plötzlich innerstaatlichen Konflikten nur interessiert zuschauen...?
Im Sinne der Staaten und Unternehmen gedacht: Wofür gibt's militärische Spezialeinheiten und Covert Ops, um nicht diese Versorgung sicherzustellen?
Aufgrund des fehlenden einheitlichen Staatsvolks (diverse Stämme, s.o.) werden die Auseinandersetzungen um Menschenrechte und Partizipation mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit im Interesse der Sicherstellung der Ölversorgung genutzt (wohl von allen Akteuren, also v.a. USA/EU, Russland und China).


...Bei Libyen handelt es sich um eine Clan- und Stammesgesellschaft. Gaddafis Machtbasis, die ihn 41 Jahre an der Spitze des Staates hielt, war immer die Loyalität der Stämme. Inzwischen kann er sich nur noch auf seinen eigenen Stamm, die Qadhadhfa, verlassen.
http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article12647985/Gaddafi-will-ein-Somalia-am-Mittelmeer.html


Da die seit Jahrzehnten existierenden Diktaturen auf Ungerechtigkeit und Gewalt bauen, muss man im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung auf eine gerechte Teilhabe der Bevölkerung und nicht auf eine gewalttätige und korrupte Führungselite setzen.
Vor allem braucht man erneuerbare Energien, die weitestgehend unabhängig v.a. in Europa erzeugt werden (aus Wind, Biomasse, Gezeiten, Wasser, Sonne, Geothermie, %u2026)


Addendum:


Britische Elitetruppen und MI6-Spione sollen die Rebellen im Ölfördergebiet um Benghazi (Sirtebecken, http://en.wikipedia.org/wiki/Sirte_Basin) unterstützen:

Elite troops and MI6 spies poised to help Libyan rebels

"MI6 operatives backed by the SAS are to land in the east around the key rebel stronghold of Benghazi 'within days'."

Read more: http://www.dailymail.co.uk/news/article-1363187/Libya-unrest-UK-spies-SAS-troops-poised-help-Libyan-rebels.html


Ölfelder
http://s3.imgimg.de/uploads/benghazi0240a0e8jpg.jpg
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Ein Vortrupp der SAS wurde offensichtlich in der Nähe von Benghazi gefangengenommen. Die Spezialeinheit begleitete einen Diplomaten, der mit Gegnern von Diktator Gaddafi verhandeln sollte.


An SAS unit is being held by rebel forces in Libya after a secret mission to put British diplomats in touch with opponents of Colonel Gaddafi, it has been reported.
http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/news/3449240/SAS-unit-captured-by-Libyan-rebels.html


Laut Aussage eines ehemaligen SAS-Commanders könnten nur amerikanische Spezialeinheiten in Libyen etwas bewegen:

“We’d be lucky if we could occupy a football stadium in Libya. There is nothing we could do. The only people in town who could do something about Libya are the Americans”

Eine militärische Intervention in Libyen sei allerdings töricht:

"Libyen ist ein Land von der Grösse Europas. Sie kämpfen alle gegeneinander und wir würden das sehr blutige arme Schwein in der Mitte."
http://www.heraldscotland.com/news/home-news/just-days-after-britain-cuts-billions-from-its-armed-forces-budget-how-black-watch-is-poised-to-rescue-refugees-fleeing-terror-in-libya-1.1088812


Derweil befürchtet man auch seitens Reuters einen langanhaltenden Bürgerkrieg:

Angesichts erbitterter Kämpfe zwischen Aufständischen und Regierungstruppen in Libyen wächst die Angst vor einem langen Bürgerkrieg.
http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE72503620110306
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Meinen allergrößten Respekt haben die Freiheitskämpfer in Libyen!

Was die zu Stande bringen, obwohl teilweise unterbewaffnet, diese Moral und dieser Freiheitswille . .wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich jedem persönlich einen Orden umhängen!

Da sieht man, was das kleine Wort "Freiheit" bewirken kann.

Danken wir - wem auch immer - dafür, das wir in Freiheit leben dürfen.
Die wenigsten hier bei uns, wissen dies zu schätzen!
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Wenn man sich das anschaut, dann hätte ich Lust, selbst in einen Kampfjet einzusteigen und Gaddafi fertig zu machen.
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SGE_Werner schrieb:
Wenn man sich das anschaut, dann hätte ich Lust, selbst in einen Kampfjet einzusteigen und Gaddafi fertig zu machen.


Das habe ich auch schon oft gedacht....

Im Endeffekt sieht man dort, was auch hier in Deutschland irgendwann passieren wird- wenn man nicht umdenkt. Davor darf man die Augen nicht verschließen.

Ärger mich irgendwie die Doku "Collapse" gestern gesehen zu haben. Denn bei dieser ganzen Scheiße vergeht mir die Lust Kinder in die Welt zu setzen. Man wird ja leider immer wieder bestätigt.

Was ist bloß aus uns geworden?
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Ein Einsatz der von USA und EU scheint immer zwingender zu werden:

Der Westen muss handeln
...
Ghadafi erinnert an furchtbare historische Figuren, an Hitler und Pol Pot, die im Endkampf um die eigene Macht ihre eigenen Völker mit in den Abgrund nehmen wollten. Umso schlimmer, dass es derzeit danach ausschaut, als sitze Libyens Diktator wieder fester im Sattel.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-03/libyen-intervention-militaer-usa
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edit: -der
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meiner meinung nach sollte der westen einen teufel tun und sich da in irgendeiner weise militärisch beteiligen.

1. niemand weiß wie sich die lage in diesem fall weiter entwickelt sprich ausweitung auf nachbarstaaten bzw. restliche "arabische welt". will der westen dann in jedem unruhe herd truppen hinschicken?

2. kann ein volk sich nur selbst von tyrannei und unterdrückung befreien. dieser weg verlangt leider sehr viele opfer aber ist meiner ansicht nach unumgänglich.

3. wer weiß denn ob das volk überhaupt eine demokratie wie wir sie haben will bzw umsetzen kann? soll das ganze wieder so enden wie die demokratisierung in afghanistan oder irak?
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Interessanter Artikel zu Ursachen und Hoffnungen der arabischen Revolutionen

John Pilger: Behind the Arab Revolt is a Word We Dare Not Speak
http://www.paltelegraph.com/world/middle-east/77-middle-east/8628-john-pilger-behind-the-arab-revolt-is-a-word-we-dare-not-speak.html
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ziggo84 schrieb:
meiner meinung nach sollte der westen einen teufel tun und sich da in irgendeiner weise militärisch beteiligen.

1. niemand weiß wie sich die lage in diesem fall weiter entwickelt sprich ausweitung auf nachbarstaaten bzw. restliche "arabische welt". will der westen dann in jedem unruhe herd truppen hinschicken?

2. kann ein volk sich nur selbst von tyrannei und unterdrückung befreien. dieser weg verlangt leider sehr viele opfer aber ist meiner ansicht nach unumgänglich.

3. wer weiß denn ob das volk überhaupt eine demokratie wie wir sie haben will bzw umsetzen kann? soll das ganze wieder so enden wie die demokratisierung in afghanistan oder irak?


zu 1: defintiv, solange das libysche Volk das nicht direkt will sollte man sich raushalten und maximal humintäre Hilfe leisten

zu 2: naja, was passiert, wenn sich andere Staaten bei Tyrannen raushalten hat man Mitte/Ende der 30er Jahre gesehen in Spanien oder Deutschland

zu 3: was danach kommt, steht den Völkern ja frei
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Kämpfe in Libyen
Gaddafi befiehlt blutige Offensive gegen sein Volk

Die Regimegegner stellen dem Diktator ein 72-Stunden-Ultimatum: Straffreiheit, wenn er ausreist. Doch Muammar Gaddafi antwortet mit einer schweren Offensive. Er lässt Bomben werfen, Panzer vorrücken - und der Westen debattiert ob und wie er eingreifen soll.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,749797,00.html


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