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Flüchtlingsdrama in Europa - Teil 1


Thread wurde von SGE_Werner am Dienstag, 17. Juli 2018, 21:47 Uhr um 21:47 Uhr gesperrt weil:
Geht hier weiter: https://community.eintracht.de/forum/diskussionen/130980
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Die Diskussion hat die letzten Tage leider wieder den üblichen Lauf genommen, den solche Diskussionen immer nehmen.

Mein Kollege und ich haben über die letzten Tage wieder einiges rausnehmen müssen, gerade die letzten 1,5 Tage war besonders intensiv zu wischen.

Persönliches, beleidigendes etc. haben aber ungeachtet der Tatsache, daß es kein leichtes Thema ist, hier nichts zu suchen.

Leider scheint es immer häufiger notwendig zu werden, daran zu erinnern. Falls sich die Diskussion in den nächsten Tagen nicht etwas beruhigt im Sinne von auf die Sachebene zurückzukehren, werden wir diesen Thread leider schliessen müssen.
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@FrankenAdler: Schön wie du die Meinung vertrittst du hast hier eine Meinungshoheit und anderen einerseits ein verklärtes Weltbild vorwirfst und bei nach belieben irgendwas in Posts inteprtierst.

Eine von Heinz angesprochene Destabilisierung mit "Syrischen Zuständen" gleichzusetzen ist nicht nur frech sondern auch einfach dumm. Mittlerweile bin ich echt froh das solche Leute wie du mittlerweile immermehr die Minderheit bilden und die meisten Anfangen die Theamtik wirklich realistisch zu sehen.

@WA Diskussionen in welchen man nur schwarz weiss sieht kann man sich sparen und bringen garnichts. Vielleicht würde es dir guttun mal zu versuchen die meiner Ansicht nach große Menge der "grauen" zu sehen.
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crasher1985 schrieb:

Eine von Heinz angesprochene Destabilisierung mit "Syrischen Zuständen" gleichzusetzen ist nicht nur frech sondern auch einfach dumm. Mittlerweile bin ich echt froh das solche Leute wie du mittlerweile immermehr die Minderheit bilden und die meisten Anfangen die Theamtik wirklich realistisch zu sehen.

Mich interessiert sehr ernsthaft wer darüber entscheiden kann welche Sicht realistisch und welche unrealistisch ist? Es gibt verschiedene Sichten und zwar deutlich verschiedene. Diese gehen alle (die spinnerten Extreme lasse ich mal weg) von einer realistischen Sicht auf die Situation aus, haben aber unterschiedliche Lösungswege. Das Problem der Diskussion hier ist nicht schwarz-weiß oder grau, sondern die Akzeptanz anderer Sichtweisen. Eine Diskussion um Themen entsteht nur wenn die andere Seite ernst genommen und nicht als unrealistische Sichtweise abgekanzelt wird.

Aus meiner Sicht gibt es überhaupt nur einen Realismus, die Menschen werden kommen und der Strom wird nicht abreissen. Wenn wir diesen Strom nicht in die richtige Richtung lenken und ordentlich verteilen, den Menschen Chancen eröffnen ein normales und in unseren Alltag integriertes Leben zu führen, dann wird der Strom uns überrollen. Das wird er auch wenn wir Grenzen zumachen oder das Problem immer weiter zurückdrängen bis in die Länder die an die Krisengebiete angrenzen.Was dann passieren wird kann man an einem Kinderspiel nachstellen. Ich habe früher im Bach Dämme gebaut die ganz gut gehalten haben, bis genau zu dem Zeitpunkt als sie brachen und dann ist die gesamte aufgestaute Masse Wasser auf einen Schlag durchgerauscht. Das kann man so machen aber dann ist es echt kacke.  Das kann nicht die Lösung sein.

Die Lösung kann auf lange Sicht nur sein, die Krisengebiete wieder zu "entkrisen" aber das wird viel Zeit in Anspruch nehmen und ist aktuell von vielen Stakeholdern nicht gewünscht. Daher müssen wir (alle Europäer aber man sollte auch die USA und andere mit einbeziehen) mit den Gegebenheiten optimal umgehen und die Flüchtlingsströme richtig leiten und verteilen. Am Ende können wir diese sogar für uns nutzen indem wir diese Menschen ausbilden, ordentlich integrieren und in die Arbeitswelt einführen. Das wird eine Generation lang dauern aber dem Zeitpunkt als Positivum wieder zurückkommen.  

Sollten wir den Weg gehen der ja mittlerweile schon salonfähig ist, Grenzen zu und Schießbefehl, dann Brechen auch Dämme und zwar die unserer bisherigen demokratischen Lebens- und Sichtweisen. Dann ist, aus meiner Sicht, der Weg bis zum Faschismus nicht mehr weit. Wenn auf Fremde geschossen werden darf, dann wird es auch Mittel und Wege geben durchzusetzen eigene unbequeme Leute zu eliminieren (einsperren ist wohl noch die harmlostete Variante). Demokratisch gewählte Vertreter von demokratischen Parteien streuen diese Schießbefehlvariante schon sehr geschickt immer mal wieder rein. Das ist gut um auf Sicht den Schrecken dafür zu nehmen und außerdem sind es ja nur die bösen Wirtschaftsflüchtlinge die man vertreibt. Wir haben ja nichts gegen Flüchtlinge und dass man ihnen helfen muss aber....

@blablablubb
der letzte Absatz war übrigens die Antwort auf deine Frage.

Gruß,
tobago
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crasher1985 schrieb:

Eine von Heinz angesprochene Destabilisierung mit "Syrischen Zuständen" gleichzusetzen ist nicht nur frech sondern auch einfach dumm. Mittlerweile bin ich echt froh das solche Leute wie du mittlerweile immermehr die Minderheit bilden und die meisten Anfangen die Theamtik wirklich realistisch zu sehen.

Mich interessiert sehr ernsthaft wer darüber entscheiden kann welche Sicht realistisch und welche unrealistisch ist? Es gibt verschiedene Sichten und zwar deutlich verschiedene. Diese gehen alle (die spinnerten Extreme lasse ich mal weg) von einer realistischen Sicht auf die Situation aus, haben aber unterschiedliche Lösungswege. Das Problem der Diskussion hier ist nicht schwarz-weiß oder grau, sondern die Akzeptanz anderer Sichtweisen. Eine Diskussion um Themen entsteht nur wenn die andere Seite ernst genommen und nicht als unrealistische Sichtweise abgekanzelt wird.

Aus meiner Sicht gibt es überhaupt nur einen Realismus, die Menschen werden kommen und der Strom wird nicht abreissen. Wenn wir diesen Strom nicht in die richtige Richtung lenken und ordentlich verteilen, den Menschen Chancen eröffnen ein normales und in unseren Alltag integriertes Leben zu führen, dann wird der Strom uns überrollen. Das wird er auch wenn wir Grenzen zumachen oder das Problem immer weiter zurückdrängen bis in die Länder die an die Krisengebiete angrenzen.Was dann passieren wird kann man an einem Kinderspiel nachstellen. Ich habe früher im Bach Dämme gebaut die ganz gut gehalten haben, bis genau zu dem Zeitpunkt als sie brachen und dann ist die gesamte aufgestaute Masse Wasser auf einen Schlag durchgerauscht. Das kann man so machen aber dann ist es echt kacke.  Das kann nicht die Lösung sein.

Die Lösung kann auf lange Sicht nur sein, die Krisengebiete wieder zu "entkrisen" aber das wird viel Zeit in Anspruch nehmen und ist aktuell von vielen Stakeholdern nicht gewünscht. Daher müssen wir (alle Europäer aber man sollte auch die USA und andere mit einbeziehen) mit den Gegebenheiten optimal umgehen und die Flüchtlingsströme richtig leiten und verteilen. Am Ende können wir diese sogar für uns nutzen indem wir diese Menschen ausbilden, ordentlich integrieren und in die Arbeitswelt einführen. Das wird eine Generation lang dauern aber dem Zeitpunkt als Positivum wieder zurückkommen.  

Sollten wir den Weg gehen der ja mittlerweile schon salonfähig ist, Grenzen zu und Schießbefehl, dann Brechen auch Dämme und zwar die unserer bisherigen demokratischen Lebens- und Sichtweisen. Dann ist, aus meiner Sicht, der Weg bis zum Faschismus nicht mehr weit. Wenn auf Fremde geschossen werden darf, dann wird es auch Mittel und Wege geben durchzusetzen eigene unbequeme Leute zu eliminieren (einsperren ist wohl noch die harmlostete Variante). Demokratisch gewählte Vertreter von demokratischen Parteien streuen diese Schießbefehlvariante schon sehr geschickt immer mal wieder rein. Das ist gut um auf Sicht den Schrecken dafür zu nehmen und außerdem sind es ja nur die bösen Wirtschaftsflüchtlinge die man vertreibt. Wir haben ja nichts gegen Flüchtlinge und dass man ihnen helfen muss aber....

@blablablubb
der letzte Absatz war übrigens die Antwort auf deine Frage.

Gruß,
tobago
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Danke tobago.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Was genau ist grau? Was genau ist "dazwischen"? Gib mir doch mal eine konkrete Antwort statt immer nur Allgemeinplätzen.


WuerzburgerAdler schrieb:

Wo um alles in der Welt siehst du denn da das Grau? Wo das "Dazwischen"? Erklärs mir. Ganz konkret.

Begrifflichkeiten wie Obergrenze - Änderung des Asylrechts - Grenzschließung usw. usf  sind wohl eher dem Schwarz-Weiß denken zuzuordnenden. Zumindest aber für mein Verständnis und meiner Auffassung nach definiere ich diese Begriffe als ein solches. Denn wie anders als in Schwarz oder Weiß ließen sich diese Begriffe denn sonst diskutieren?

Nun was meine Grauzone betrifft, so definiert sich diese in nachstehenden Aspekten:
Gleiches Recht für alle (sowohl für Asylbewerber als auch für die Bevölkerung)

Ein Aspekt dabei ist unter anderem, dass man z.B. neue Sozialwohnungen nicht nur für Migranten errichtet. Vor allem kritisiere ich, das man dies erst jetzt in der Notsituation die Migranten betreffend ins Auge fasst.

Eine angemessene Bezahlung für die vielen Helfer welche diese Tätigkeit noch weitestgehend als Ehrenamt ausführen. Denn wie lange dauert diese unentgeltliche Hilfsbereitschaft noch an? Außerdem wäre es mMn eine himmelschreiende Ungerechtigkeit des Staates, die vielen Helfer dauerhaft unentgeltlich für seine Zwecke zu missbrauchen.

Pro Transitzonen.  Denn um einer vernünftigen Versorgung der Flüchtlinge auch gerecht zu werden müssen diese zwangsläufig auch registriert werden.  Denn viele  Alternativen dazu, sprich andere sinnvollen Wege das derzeit noch vorherrschende Chaos in den Griff zu bekommen, sehe ich nicht wirklich.
Menschenunwürdiger als die derzeitigen Zustände in den Aufnahmelagern können diese mMn auch nicht sein.  Die Zustände in den Aufnahmelagern könnten mMn aber durch eine schnellere Registrierung   in den angedachten Transitzonen deutlich verbessert werden, denn dadurch könnte auch die Bearbeitung der Asylanträge schneller von statten gehen.

Eine gerechtere Verteilung in Europa. Dies gelingt mMn aber nur, wenn man innenpolitisch in der Sache parteiübergreifend Einigkeit erzielt (im besonderen was die registrierungsfragen betrifft - Stichwort Transitzonen)  und die Bundesregierung endlich mal damit anfangen würde,  auch die Standpunkte der europäischen Gemeinschaft zu respektieren.

Mehr Aufklärung in der Bevölkerung welche auch Berührungspunkte mit den Migranten beinhaltet. Damit meine ich z.B. Anlaufpunkte schaffen, wo sich beide Seiten respektvoll begegnen und austauschen können.

Mir fallen da noch viel mehr Aspekte ein, nur möchte ich jetzt hier nicht den Rahmen sprengen, denn wer sich nur mal ein wenig in die Grauzone wagt , kann sich sicher vorstellen was ich damit noch so alles meinen könnte ...
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DeMuerte schrieb:  


WuerzburgerAdler schrieb:
Was genau ist grau? Was genau ist "dazwischen"? Gib mir doch mal eine konkrete Antwort statt immer nur Allgemeinplätzen.


WuerzburgerAdler schrieb:
Wo um alles in der Welt siehst du denn da das Grau? Wo das "Dazwischen"? Erklärs mir. Ganz konkret.


Begrifflichkeiten wie Obergrenze - Änderung des Asylrechts - Grenzschließung usw. usf  sind wohl eher dem Schwarz-Weiß denken zuzuordnenden.


Nun was meine Grauzone betrifft, so definiert sich diese in nachstehenden Aspekten:
Gleiches Recht für alle (sowohl für Asylbewerber als auch für die Bevölkerung)


Ein Aspekt dabei ist unter anderem, dass man z.B. neue Sozialwohnungen nicht nur für Migranten errichtet. Vor allem kritisiere ich, das man dies erst jetzt in der Notsituation die Migranten betreffend ins Auge fasst.


Eine angemessene Bezahlung für die vielen Helfer welche diese Tätigkeit noch weitestgehend als Ehrenamt ausführen.


Pro Transitzonen.  


Eine gerechtere Verteilung in Europa.


Mehr Aufklärung in der Bevölkerung


Mir fallen da noch viel mehr Aspekte ein, nur möchte ich jetzt hier nicht den Rahmen sprengen, denn wer sich nur mal ein wenig in die Grauzone wagt , kann sich sicher vorstellen was ich damit noch so alles meinen könnte ...

Das, was du da ansprichst, sind keine Grauzonen, sondern eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Problemen, die die derzeitige Situation hervorbringt. Darauf warte ich hier schon seit langem, danke dafür. Darüber zu sprechen lohnt sich in der Tat viel mehr als die laufende Abschottungsrhetorik.

Kurz zu deinen Punkten:

Sozialwohnungen: d'accord.
Bezahlung für Helfer: d'accord, u. a. auch deshalb, weil das Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf gelangt.
Gerechte Verteilung in Europa: d'accord.
Mehr Aufklärung: d'accord.

Ein Problem habe ich mit den Transitzonen, resp. mit der Schellentscheidung dort. Nehmen wir an, eine in Rumänien verfolgte Romafamilie bitte dort um Asyl. Nun ist Rumänien ein "sicherer Staat" und die Familie läuft Gefahr, wieder hinter die Grenze zurückgeschickt zu werden, ohne ihre verbrieften Rechte (Darlegung des Asylgrunds, Verfahren, Einspruchs- und Widerspruchsrechte und -fristen) wahrnehmen zu können. Das ist definitiv nicht in Ordnung.

Ich will dir auch gerne meine Version, besser "Vision" nennen:

Um aus dieser in der Tat extremen Situation zu lernen, müssen weitreichende Maßnahmen ergriffen werden, auch politisch. Mir schwebt da eine EU-/NATO/UNO-wasweißich-Eingreiftruppe vor, die - anders als die bisherigen Blauhelm-Truppen) schlagkräftig und extrem gut ausgerüstet ist. Diese Eingreiftruppen haben nur eine Aufgabe: Sicherheitszonen in Krisengebieten zu schaffen, die Binnenflüchtlingen Zuflucht und Schutz gewähren.
So etwas wurde ja schon versucht (Srebrenica), scheiterte aber wegen schlechter Vorbereitung und Halbherzigkeit kläglich. Es ist auch kein einfaches Thema (Korruptionsgefahr, Disziplinlosigkeiten, Überwachung etc.), aber ich sehe hier die einzige Möglichkeit, Kriegsflüchtlingen wirklich Hilfe zu gewähren - denn weg wollen eigentlich die Wenigsten. Die Finanzierung sollte angesichts der ungeheuren Kosten, die eine Flüchtlingswelle hierzulande verursacht, kein Problem sein.

Vielleicht wollen wir über solche Dinge besser diskutieren als über Grenzschließungen und -sicherungen mit Waffengewalt.

Danke nochmal für deinen Beitrag.
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Danke für die Antwort. Ich sehe die Folgen nicht so extrem wie du. Aber nehmen wir an, sie wären so, dann wären ja trotzdem noch nicht "alle Lichter" aus. Unter so einem Begriff verstehe ich viel krasseres; dann würde dieses Land und seine Bevölkerung einfach nicht mehr existieren.
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crasher1985 schrieb:

Eine von Heinz angesprochene Destabilisierung mit "Syrischen Zuständen" gleichzusetzen ist nicht nur frech sondern auch einfach dumm. Mittlerweile bin ich echt froh das solche Leute wie du mittlerweile immermehr die Minderheit bilden und die meisten Anfangen die Theamtik wirklich realistisch zu sehen.

Mich interessiert sehr ernsthaft wer darüber entscheiden kann welche Sicht realistisch und welche unrealistisch ist? Es gibt verschiedene Sichten und zwar deutlich verschiedene. Diese gehen alle (die spinnerten Extreme lasse ich mal weg) von einer realistischen Sicht auf die Situation aus, haben aber unterschiedliche Lösungswege. Das Problem der Diskussion hier ist nicht schwarz-weiß oder grau, sondern die Akzeptanz anderer Sichtweisen. Eine Diskussion um Themen entsteht nur wenn die andere Seite ernst genommen und nicht als unrealistische Sichtweise abgekanzelt wird.

Aus meiner Sicht gibt es überhaupt nur einen Realismus, die Menschen werden kommen und der Strom wird nicht abreissen. Wenn wir diesen Strom nicht in die richtige Richtung lenken und ordentlich verteilen, den Menschen Chancen eröffnen ein normales und in unseren Alltag integriertes Leben zu führen, dann wird der Strom uns überrollen. Das wird er auch wenn wir Grenzen zumachen oder das Problem immer weiter zurückdrängen bis in die Länder die an die Krisengebiete angrenzen.Was dann passieren wird kann man an einem Kinderspiel nachstellen. Ich habe früher im Bach Dämme gebaut die ganz gut gehalten haben, bis genau zu dem Zeitpunkt als sie brachen und dann ist die gesamte aufgestaute Masse Wasser auf einen Schlag durchgerauscht. Das kann man so machen aber dann ist es echt kacke.  Das kann nicht die Lösung sein.

Die Lösung kann auf lange Sicht nur sein, die Krisengebiete wieder zu "entkrisen" aber das wird viel Zeit in Anspruch nehmen und ist aktuell von vielen Stakeholdern nicht gewünscht. Daher müssen wir (alle Europäer aber man sollte auch die USA und andere mit einbeziehen) mit den Gegebenheiten optimal umgehen und die Flüchtlingsströme richtig leiten und verteilen. Am Ende können wir diese sogar für uns nutzen indem wir diese Menschen ausbilden, ordentlich integrieren und in die Arbeitswelt einführen. Das wird eine Generation lang dauern aber dem Zeitpunkt als Positivum wieder zurückkommen.  

Sollten wir den Weg gehen der ja mittlerweile schon salonfähig ist, Grenzen zu und Schießbefehl, dann Brechen auch Dämme und zwar die unserer bisherigen demokratischen Lebens- und Sichtweisen. Dann ist, aus meiner Sicht, der Weg bis zum Faschismus nicht mehr weit. Wenn auf Fremde geschossen werden darf, dann wird es auch Mittel und Wege geben durchzusetzen eigene unbequeme Leute zu eliminieren (einsperren ist wohl noch die harmlostete Variante). Demokratisch gewählte Vertreter von demokratischen Parteien streuen diese Schießbefehlvariante schon sehr geschickt immer mal wieder rein. Das ist gut um auf Sicht den Schrecken dafür zu nehmen und außerdem sind es ja nur die bösen Wirtschaftsflüchtlinge die man vertreibt. Wir haben ja nichts gegen Flüchtlinge und dass man ihnen helfen muss aber....

@blablablubb
der letzte Absatz war übrigens die Antwort auf deine Frage.

Gruß,
tobago
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tobago schrieb:

Demokratisch gewählte Vertreter von demokratischen Parteien streuen diese Schießbefehlvariante schon sehr geschickt immer mal wieder rein. Das ist gut um auf Sicht den Schrecken dafür zu nehmen und außerdem sind es ja nur die bösen Wirtschaftsflüchtlinge die man vertreibt. Wir haben ja nichts gegen Flüchtlinge und dass man ihnen helfen muss aber....

...gut notiert. Danke dafür
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Aragorn schrieb:

Ich stelle mal eine Frage in den Raum, die man natürlich als theoretische Spinnerei abtun kann. Aber was ist, wenn das alles so von Merkel gewollt ist, wenn sie durch ihre "Maßnahmen" eine bestimmte Strategie verfolgt, um so mehr Druck auf die anderen europäischen Staaten auszuüben? Ihr langfristiges Ziel könnte die Auflösung der europäischen Nationalstaaten sein um so DAS Europa zu schaffen, wie sie es sich vorstellt. Nach dem Motto "Zuerst muss Chaos herrschen, bevor etwas Neues entstehen kann". Das klingt zwar alles ziemlich nach einer Verschwörungstheorie...aber ich habe einfach mal dieses ganze Szenario weitergesponnen.

abenteuerliche Spekulationen
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Tafelberg schrieb:

abenteuerliche Spekulationen

Habe ich etwas anderes behauptet. Natürlich ist das rein spekulativ. Die Gedanken sind frei.
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crasher1985 schrieb:

Eine von Heinz angesprochene Destabilisierung mit "Syrischen Zuständen" gleichzusetzen ist nicht nur frech sondern auch einfach dumm. Mittlerweile bin ich echt froh das solche Leute wie du mittlerweile immermehr die Minderheit bilden und die meisten Anfangen die Theamtik wirklich realistisch zu sehen.

Mich interessiert sehr ernsthaft wer darüber entscheiden kann welche Sicht realistisch und welche unrealistisch ist? Es gibt verschiedene Sichten und zwar deutlich verschiedene. Diese gehen alle (die spinnerten Extreme lasse ich mal weg) von einer realistischen Sicht auf die Situation aus, haben aber unterschiedliche Lösungswege. Das Problem der Diskussion hier ist nicht schwarz-weiß oder grau, sondern die Akzeptanz anderer Sichtweisen. Eine Diskussion um Themen entsteht nur wenn die andere Seite ernst genommen und nicht als unrealistische Sichtweise abgekanzelt wird.

Aus meiner Sicht gibt es überhaupt nur einen Realismus, die Menschen werden kommen und der Strom wird nicht abreissen. Wenn wir diesen Strom nicht in die richtige Richtung lenken und ordentlich verteilen, den Menschen Chancen eröffnen ein normales und in unseren Alltag integriertes Leben zu führen, dann wird der Strom uns überrollen. Das wird er auch wenn wir Grenzen zumachen oder das Problem immer weiter zurückdrängen bis in die Länder die an die Krisengebiete angrenzen.Was dann passieren wird kann man an einem Kinderspiel nachstellen. Ich habe früher im Bach Dämme gebaut die ganz gut gehalten haben, bis genau zu dem Zeitpunkt als sie brachen und dann ist die gesamte aufgestaute Masse Wasser auf einen Schlag durchgerauscht. Das kann man so machen aber dann ist es echt kacke.  Das kann nicht die Lösung sein.

Die Lösung kann auf lange Sicht nur sein, die Krisengebiete wieder zu "entkrisen" aber das wird viel Zeit in Anspruch nehmen und ist aktuell von vielen Stakeholdern nicht gewünscht. Daher müssen wir (alle Europäer aber man sollte auch die USA und andere mit einbeziehen) mit den Gegebenheiten optimal umgehen und die Flüchtlingsströme richtig leiten und verteilen. Am Ende können wir diese sogar für uns nutzen indem wir diese Menschen ausbilden, ordentlich integrieren und in die Arbeitswelt einführen. Das wird eine Generation lang dauern aber dem Zeitpunkt als Positivum wieder zurückkommen.  

Sollten wir den Weg gehen der ja mittlerweile schon salonfähig ist, Grenzen zu und Schießbefehl, dann Brechen auch Dämme und zwar die unserer bisherigen demokratischen Lebens- und Sichtweisen. Dann ist, aus meiner Sicht, der Weg bis zum Faschismus nicht mehr weit. Wenn auf Fremde geschossen werden darf, dann wird es auch Mittel und Wege geben durchzusetzen eigene unbequeme Leute zu eliminieren (einsperren ist wohl noch die harmlostete Variante). Demokratisch gewählte Vertreter von demokratischen Parteien streuen diese Schießbefehlvariante schon sehr geschickt immer mal wieder rein. Das ist gut um auf Sicht den Schrecken dafür zu nehmen und außerdem sind es ja nur die bösen Wirtschaftsflüchtlinge die man vertreibt. Wir haben ja nichts gegen Flüchtlinge und dass man ihnen helfen muss aber....

@blablablubb
der letzte Absatz war übrigens die Antwort auf deine Frage.

Gruß,
tobago
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tobago schrieb:

Das Problem der Diskussion hier ist nicht schwarz-weiß oder grau, sondern die Akzeptanz anderer Sichtweisen. Eine Diskussion um Themen entsteht nur wenn die andere Seite ernst genommen und nicht als unrealistische Sichtweise abgekanzelt wird.

Bedingt ganz sicher richtig, Nur was das Grau betrifft, sehe ich das etwas differnzierter. Der Begriff Grauzone definiert sich doch vordergründig in Toleranz & Akzeptanz anderer Meinungen, Ideologien und dergleichen.

Das Schwarz und Weiß Denken hingegen impliziert lediglich ein Pro oder Contra der jeweiligen Sichtweise. Da gebe ich dir uneingeschränkt recht.

Von daher wäre für dieses Thema ein Leitfaden in der sogannten Grauzone mMn sicher nicht der falscheste Ansatz für eine konstruktive Diskussion und darüberhinaus für den weiteren Verlauf derselben sehr erstrebenswert.

and now back to Topic
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DeMuerte schrieb:  


WuerzburgerAdler schrieb:
Was genau ist grau? Was genau ist "dazwischen"? Gib mir doch mal eine konkrete Antwort statt immer nur Allgemeinplätzen.


WuerzburgerAdler schrieb:
Wo um alles in der Welt siehst du denn da das Grau? Wo das "Dazwischen"? Erklärs mir. Ganz konkret.


Begrifflichkeiten wie Obergrenze - Änderung des Asylrechts - Grenzschließung usw. usf  sind wohl eher dem Schwarz-Weiß denken zuzuordnenden.


Nun was meine Grauzone betrifft, so definiert sich diese in nachstehenden Aspekten:
Gleiches Recht für alle (sowohl für Asylbewerber als auch für die Bevölkerung)


Ein Aspekt dabei ist unter anderem, dass man z.B. neue Sozialwohnungen nicht nur für Migranten errichtet. Vor allem kritisiere ich, das man dies erst jetzt in der Notsituation die Migranten betreffend ins Auge fasst.


Eine angemessene Bezahlung für die vielen Helfer welche diese Tätigkeit noch weitestgehend als Ehrenamt ausführen.


Pro Transitzonen.  


Eine gerechtere Verteilung in Europa.


Mehr Aufklärung in der Bevölkerung


Mir fallen da noch viel mehr Aspekte ein, nur möchte ich jetzt hier nicht den Rahmen sprengen, denn wer sich nur mal ein wenig in die Grauzone wagt , kann sich sicher vorstellen was ich damit noch so alles meinen könnte ...

Das, was du da ansprichst, sind keine Grauzonen, sondern eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Problemen, die die derzeitige Situation hervorbringt. Darauf warte ich hier schon seit langem, danke dafür. Darüber zu sprechen lohnt sich in der Tat viel mehr als die laufende Abschottungsrhetorik.

Kurz zu deinen Punkten:

Sozialwohnungen: d'accord.
Bezahlung für Helfer: d'accord, u. a. auch deshalb, weil das Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf gelangt.
Gerechte Verteilung in Europa: d'accord.
Mehr Aufklärung: d'accord.

Ein Problem habe ich mit den Transitzonen, resp. mit der Schellentscheidung dort. Nehmen wir an, eine in Rumänien verfolgte Romafamilie bitte dort um Asyl. Nun ist Rumänien ein "sicherer Staat" und die Familie läuft Gefahr, wieder hinter die Grenze zurückgeschickt zu werden, ohne ihre verbrieften Rechte (Darlegung des Asylgrunds, Verfahren, Einspruchs- und Widerspruchsrechte und -fristen) wahrnehmen zu können. Das ist definitiv nicht in Ordnung.

Ich will dir auch gerne meine Version, besser "Vision" nennen:

Um aus dieser in der Tat extremen Situation zu lernen, müssen weitreichende Maßnahmen ergriffen werden, auch politisch. Mir schwebt da eine EU-/NATO/UNO-wasweißich-Eingreiftruppe vor, die - anders als die bisherigen Blauhelm-Truppen) schlagkräftig und extrem gut ausgerüstet ist. Diese Eingreiftruppen haben nur eine Aufgabe: Sicherheitszonen in Krisengebieten zu schaffen, die Binnenflüchtlingen Zuflucht und Schutz gewähren.
So etwas wurde ja schon versucht (Srebrenica), scheiterte aber wegen schlechter Vorbereitung und Halbherzigkeit kläglich. Es ist auch kein einfaches Thema (Korruptionsgefahr, Disziplinlosigkeiten, Überwachung etc.), aber ich sehe hier die einzige Möglichkeit, Kriegsflüchtlingen wirklich Hilfe zu gewähren - denn weg wollen eigentlich die Wenigsten. Die Finanzierung sollte angesichts der ungeheuren Kosten, die eine Flüchtlingswelle hierzulande verursacht, kein Problem sein.

Vielleicht wollen wir über solche Dinge besser diskutieren als über Grenzschließungen und -sicherungen mit Waffengewalt.

Danke nochmal für deinen Beitrag.
#
WuerzburgerAdler schrieb:

Um aus dieser in der Tat extremen Situation zu lernen, müssen weitreichende Maßnahmen ergriffen werden, auch politisch. Mir schwebt da eine EU-/NATO/UNO-wasweißich-Eingreiftruppe vor, die - anders als die bisherigen Blauhelm-Truppen) schlagkräftig und extrem gut ausgerüstet ist. Diese Eingreiftruppen haben nur eine Aufgabe: Sicherheitszonen in Krisengebieten zu schaffen, die Binnenflüchtlingen Zuflucht und Schutz gewähren.
So etwas wurde ja schon versucht (Srebrenica), scheiterte aber wegen schlechter Vorbereitung und Halbherzigkeit kläglich. Es ist auch kein einfaches Thema (Korruptionsgefahr, Disziplinlosigkeiten, Überwachung etc.), aber ich sehe hier die einzige Möglichkeit, Kriegsflüchtlingen wirklich Hilfe zu gewähren - denn weg wollen eigentlich die Wenigsten. Die Finanzierung sollte angesichts der ungeheuren Kosten, die eine Flüchtlingswelle hierzulande verursacht, kein Problem sein.


Vielleicht wollen wir über solche Dinge besser diskutieren als über Grenzschließungen und -sicherungen mit Waffengewalt.


Danke nochmal für deinen Beitrag.

Das ist aus meiner Sicht schon einen Schritt zu spät. Erstmal sollten wir, Europs und auch Amerika aufhören jedem beliebigen Land eine "ZWangsdemokratisierung" aufzuerlegen. Als nächstes sollte man aufhören Gruppen mit Waffen zu versorgen welche Nachweislich damit andere Kulturen oder Glauben bekriegen.

Die Rolle Amerikas in dem ganzen Szenario erklär ich jetzt nicht aber auch hier wäre es ein Zeichen sich endlich zumindest Militärisch klar zu distanzieren und nicht als "Haushälter" hinterher zu laufen.
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DeMuerte schrieb:  


WuerzburgerAdler schrieb:
Was genau ist grau? Was genau ist "dazwischen"? Gib mir doch mal eine konkrete Antwort statt immer nur Allgemeinplätzen.


WuerzburgerAdler schrieb:
Wo um alles in der Welt siehst du denn da das Grau? Wo das "Dazwischen"? Erklärs mir. Ganz konkret.


Begrifflichkeiten wie Obergrenze - Änderung des Asylrechts - Grenzschließung usw. usf  sind wohl eher dem Schwarz-Weiß denken zuzuordnenden.


Nun was meine Grauzone betrifft, so definiert sich diese in nachstehenden Aspekten:
Gleiches Recht für alle (sowohl für Asylbewerber als auch für die Bevölkerung)


Ein Aspekt dabei ist unter anderem, dass man z.B. neue Sozialwohnungen nicht nur für Migranten errichtet. Vor allem kritisiere ich, das man dies erst jetzt in der Notsituation die Migranten betreffend ins Auge fasst.


Eine angemessene Bezahlung für die vielen Helfer welche diese Tätigkeit noch weitestgehend als Ehrenamt ausführen.


Pro Transitzonen.  


Eine gerechtere Verteilung in Europa.


Mehr Aufklärung in der Bevölkerung


Mir fallen da noch viel mehr Aspekte ein, nur möchte ich jetzt hier nicht den Rahmen sprengen, denn wer sich nur mal ein wenig in die Grauzone wagt , kann sich sicher vorstellen was ich damit noch so alles meinen könnte ...

Das, was du da ansprichst, sind keine Grauzonen, sondern eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Problemen, die die derzeitige Situation hervorbringt. Darauf warte ich hier schon seit langem, danke dafür. Darüber zu sprechen lohnt sich in der Tat viel mehr als die laufende Abschottungsrhetorik.

Kurz zu deinen Punkten:

Sozialwohnungen: d'accord.
Bezahlung für Helfer: d'accord, u. a. auch deshalb, weil das Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf gelangt.
Gerechte Verteilung in Europa: d'accord.
Mehr Aufklärung: d'accord.

Ein Problem habe ich mit den Transitzonen, resp. mit der Schellentscheidung dort. Nehmen wir an, eine in Rumänien verfolgte Romafamilie bitte dort um Asyl. Nun ist Rumänien ein "sicherer Staat" und die Familie läuft Gefahr, wieder hinter die Grenze zurückgeschickt zu werden, ohne ihre verbrieften Rechte (Darlegung des Asylgrunds, Verfahren, Einspruchs- und Widerspruchsrechte und -fristen) wahrnehmen zu können. Das ist definitiv nicht in Ordnung.

Ich will dir auch gerne meine Version, besser "Vision" nennen:

Um aus dieser in der Tat extremen Situation zu lernen, müssen weitreichende Maßnahmen ergriffen werden, auch politisch. Mir schwebt da eine EU-/NATO/UNO-wasweißich-Eingreiftruppe vor, die - anders als die bisherigen Blauhelm-Truppen) schlagkräftig und extrem gut ausgerüstet ist. Diese Eingreiftruppen haben nur eine Aufgabe: Sicherheitszonen in Krisengebieten zu schaffen, die Binnenflüchtlingen Zuflucht und Schutz gewähren.
So etwas wurde ja schon versucht (Srebrenica), scheiterte aber wegen schlechter Vorbereitung und Halbherzigkeit kläglich. Es ist auch kein einfaches Thema (Korruptionsgefahr, Disziplinlosigkeiten, Überwachung etc.), aber ich sehe hier die einzige Möglichkeit, Kriegsflüchtlingen wirklich Hilfe zu gewähren - denn weg wollen eigentlich die Wenigsten. Die Finanzierung sollte angesichts der ungeheuren Kosten, die eine Flüchtlingswelle hierzulande verursacht, kein Problem sein.

Vielleicht wollen wir über solche Dinge besser diskutieren als über Grenzschließungen und -sicherungen mit Waffengewalt.

Danke nochmal für deinen Beitrag.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Das, was du da ansprichst, sind keine Grauzonen

Nun für mich schon, denn wie ich ja bereits schon mal erwähnte sehe ich mich irgendwo "dazwischen"

Aber egal, denn dies sollte jetzt auch nicht weiter Gegenstand der Diskussion sein.

WuerzburgerAdler schrieb:

Ein Problem habe ich mit den Transitzonen, resp. mit der Schellentscheidung dort. Nehmen wir an, eine in Rumänien verfolgte Romafamilie bitte dort um Asyl. Nun ist Rumänien ein "sicherer Staat" und die Familie läuft Gefahr, wieder hinter die Grenze zurückgeschickt zu werden, ohne ihre verbrieften Rechte (Darlegung des Asylgrunds, Verfahren, Einspruchs- und Widerspruchsrechte und -fristen) wahrnehmen zu können. Das ist definitiv nicht in Ordnung.

Hier stimme ich dir im Kern zu. Allerdings mit der Einschränkung, dass man mMn leider nicht jedem Flüchting, insbesondere was die derzeitige Situation betrifft, zu 100% gerecht werden kann.
Als erstrebenswert erachte ich dies jedoch allemal und das sollte auch das Ziel sein.

WuerzburgerAdler schrieb:

Ich will dir auch gerne meine Version, besser "Vision" nennen:


Um aus dieser in der Tat extremen Situation zu lernen, müssen weitreichende Maßnahmen ergriffen werden, auch politisch. Mir schwebt da eine EU-/NATO/UNO-wasweißich-Eingreiftruppe vor, die - anders als die bisherigen Blauhelm-Truppen) schlagkräftig und extrem gut ausgerüstet ist. Diese Eingreiftruppen haben nur eine Aufgabe: Sicherheitszonen in Krisengebieten zu schaffen, die Binnenflüchtlingen Zuflucht und Schutz gewähren.
So etwas wurde ja schon versucht (Srebrenica), scheiterte aber wegen schlechter Vorbereitung und Halbherzigkeit kläglich. Es ist auch kein einfaches Thema (Korruptionsgefahr, Disziplinlosigkeiten, Überwachung etc.), aber ich sehe hier die einzige Möglichkeit, Kriegsflüchtlingen wirklich Hilfe zu gewähren - denn weg wollen eigentlich die Wenigsten. Die Finanzierung sollte angesichts der ungeheuren Kosten, die eine Flüchtlingswelle hierzulande verursacht, kein Problem sein.

Dies ist in der Tat eine sehr interessante "Vision" welche du da ins Feld führst. Im Kern spiegelt dies auch auch einen meiner Denkansätze.
Nur ein Aspekt dabei stört mich dabei immens (dies betrifft im besondere meinen eigenen Denkansatz).
Vom Grundsatz her halte ich diesen Aspekt für eine gute Lösung (in erster Linie für die Flüchtlinge selbst), nur habe ich bedenken, dass man es sich mit diesem Ansatz wieder viel zu einfach macht.
Damit meine ich, dass man sich damit das "Problem" damit wieder nur fern halten würde anstatt sich hier (bei uns im Land) damit auseinderzusetzen.
Denn Schlußendlich trägt unsere Regierung auch eine Mitschuld an der Situation in den Kriegsgebieten.
Meines Erachtens hat man sich die "Flüchtlingsproblematik" selbst zuzuschreiben. Von daher tue ich mich etwas schwer Ansätze zu suchen, sich diesem Problem zu entledigen indem man es wieder dahin verlagert wo es herkommt.
Ich bin eben der Meinung, das man sich (damit meine ich in erster Linie unsere Regierung) den "Geistern" nun stellen soll welche man rief und das Problem nicht wieder zurückverlagern sollte.

WuerzburgerAdler schrieb:

Vielleicht wollen wir über solche Dinge besser diskutieren als über Grenzschließungen und -sicherungen mit Waffengewalt.

100% D'accord

WuerzburgerAdler schrieb:

Danke nochmal für deinen Beitrag.

Ich diskutiere gerne konstruktiv. Von daher sehr gerne
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WuerzburgerAdler schrieb:

Das, was du da ansprichst, sind keine Grauzonen

Nun für mich schon, denn wie ich ja bereits schon mal erwähnte sehe ich mich irgendwo "dazwischen"

Aber egal, denn dies sollte jetzt auch nicht weiter Gegenstand der Diskussion sein.

WuerzburgerAdler schrieb:

Ein Problem habe ich mit den Transitzonen, resp. mit der Schellentscheidung dort. Nehmen wir an, eine in Rumänien verfolgte Romafamilie bitte dort um Asyl. Nun ist Rumänien ein "sicherer Staat" und die Familie läuft Gefahr, wieder hinter die Grenze zurückgeschickt zu werden, ohne ihre verbrieften Rechte (Darlegung des Asylgrunds, Verfahren, Einspruchs- und Widerspruchsrechte und -fristen) wahrnehmen zu können. Das ist definitiv nicht in Ordnung.

Hier stimme ich dir im Kern zu. Allerdings mit der Einschränkung, dass man mMn leider nicht jedem Flüchting, insbesondere was die derzeitige Situation betrifft, zu 100% gerecht werden kann.
Als erstrebenswert erachte ich dies jedoch allemal und das sollte auch das Ziel sein.

WuerzburgerAdler schrieb:

Ich will dir auch gerne meine Version, besser "Vision" nennen:


Um aus dieser in der Tat extremen Situation zu lernen, müssen weitreichende Maßnahmen ergriffen werden, auch politisch. Mir schwebt da eine EU-/NATO/UNO-wasweißich-Eingreiftruppe vor, die - anders als die bisherigen Blauhelm-Truppen) schlagkräftig und extrem gut ausgerüstet ist. Diese Eingreiftruppen haben nur eine Aufgabe: Sicherheitszonen in Krisengebieten zu schaffen, die Binnenflüchtlingen Zuflucht und Schutz gewähren.
So etwas wurde ja schon versucht (Srebrenica), scheiterte aber wegen schlechter Vorbereitung und Halbherzigkeit kläglich. Es ist auch kein einfaches Thema (Korruptionsgefahr, Disziplinlosigkeiten, Überwachung etc.), aber ich sehe hier die einzige Möglichkeit, Kriegsflüchtlingen wirklich Hilfe zu gewähren - denn weg wollen eigentlich die Wenigsten. Die Finanzierung sollte angesichts der ungeheuren Kosten, die eine Flüchtlingswelle hierzulande verursacht, kein Problem sein.

Dies ist in der Tat eine sehr interessante "Vision" welche du da ins Feld führst. Im Kern spiegelt dies auch auch einen meiner Denkansätze.
Nur ein Aspekt dabei stört mich dabei immens (dies betrifft im besondere meinen eigenen Denkansatz).
Vom Grundsatz her halte ich diesen Aspekt für eine gute Lösung (in erster Linie für die Flüchtlinge selbst), nur habe ich bedenken, dass man es sich mit diesem Ansatz wieder viel zu einfach macht.
Damit meine ich, dass man sich damit das "Problem" damit wieder nur fern halten würde anstatt sich hier (bei uns im Land) damit auseinderzusetzen.
Denn Schlußendlich trägt unsere Regierung auch eine Mitschuld an der Situation in den Kriegsgebieten.
Meines Erachtens hat man sich die "Flüchtlingsproblematik" selbst zuzuschreiben. Von daher tue ich mich etwas schwer Ansätze zu suchen, sich diesem Problem zu entledigen indem man es wieder dahin verlagert wo es herkommt.
Ich bin eben der Meinung, das man sich (damit meine ich in erster Linie unsere Regierung) den "Geistern" nun stellen soll welche man rief und das Problem nicht wieder zurückverlagern sollte.

WuerzburgerAdler schrieb:

Vielleicht wollen wir über solche Dinge besser diskutieren als über Grenzschließungen und -sicherungen mit Waffengewalt.

100% D'accord

WuerzburgerAdler schrieb:

Danke nochmal für deinen Beitrag.

Ich diskutiere gerne konstruktiv. Von daher sehr gerne
#
DeMuerte schrieb:

Nur ein Aspekt dabei stört mich dabei immens (dies betrifft im besondere meinen eigenen Denkansatz).
Vom Grundsatz her halte ich diesen Aspekt für eine gute Lösung (in erster Linie für die Flüchtlinge selbst), nur habe ich bedenken, dass man es sich mit diesem Ansatz wieder viel zu einfach macht.
Damit meine ich, dass man sich damit das "Problem" damit wieder nur fern halten würde anstatt sich hier (bei uns im Land) damit auseinderzusetzen.
Denn Schlußendlich trägt unsere Regierung auch eine Mitschuld an der Situation in den Kriegsgebieten.
Meines Erachtens hat man sich die "Flüchtlingsproblematik" selbst zuzuschreiben. Von daher tue ich mich etwas schwer Ansätze zu suchen, sich diesem Problem zu entledigen indem man es wieder dahin verlagert wo es herkommt.
Ich bin eben der Meinung, das man sich (damit meine ich in erster Linie unsere Regierung) den "Geistern" nun stellen soll welche man rief und das Problem nicht wieder zurückverlagern sollte.

Gebe ich dir im Grundsatz vollkommen recht.

Ich halte es nur abseits dieser Argumentation grundsätzlich für die beste Lösung, vor Ort wirksame Hilfen zu gewähren und Flüchtlingen die Qualen und Strapazen einer langen Flucht zu ersparen. Und da sind Schutzzonen schneller und einfacher zu bewerkstelligen als die Befriedung eines Bürgerkriegs. Sozusagen als Sofortmaßnahme.

Wirklich weg wollen in der Tat die Wenigsten. Und unserer Verantwortung, die ich genauso sehe wie du, werden wir durch Maßnahmen vor Ort vielleicht noch besser gerecht als hier.
#
WuerzburgerAdler schrieb:

Das, was du da ansprichst, sind keine Grauzonen

Nun für mich schon, denn wie ich ja bereits schon mal erwähnte sehe ich mich irgendwo "dazwischen"

Aber egal, denn dies sollte jetzt auch nicht weiter Gegenstand der Diskussion sein.

WuerzburgerAdler schrieb:

Ein Problem habe ich mit den Transitzonen, resp. mit der Schellentscheidung dort. Nehmen wir an, eine in Rumänien verfolgte Romafamilie bitte dort um Asyl. Nun ist Rumänien ein "sicherer Staat" und die Familie läuft Gefahr, wieder hinter die Grenze zurückgeschickt zu werden, ohne ihre verbrieften Rechte (Darlegung des Asylgrunds, Verfahren, Einspruchs- und Widerspruchsrechte und -fristen) wahrnehmen zu können. Das ist definitiv nicht in Ordnung.

Hier stimme ich dir im Kern zu. Allerdings mit der Einschränkung, dass man mMn leider nicht jedem Flüchting, insbesondere was die derzeitige Situation betrifft, zu 100% gerecht werden kann.
Als erstrebenswert erachte ich dies jedoch allemal und das sollte auch das Ziel sein.

WuerzburgerAdler schrieb:

Ich will dir auch gerne meine Version, besser "Vision" nennen:


Um aus dieser in der Tat extremen Situation zu lernen, müssen weitreichende Maßnahmen ergriffen werden, auch politisch. Mir schwebt da eine EU-/NATO/UNO-wasweißich-Eingreiftruppe vor, die - anders als die bisherigen Blauhelm-Truppen) schlagkräftig und extrem gut ausgerüstet ist. Diese Eingreiftruppen haben nur eine Aufgabe: Sicherheitszonen in Krisengebieten zu schaffen, die Binnenflüchtlingen Zuflucht und Schutz gewähren.
So etwas wurde ja schon versucht (Srebrenica), scheiterte aber wegen schlechter Vorbereitung und Halbherzigkeit kläglich. Es ist auch kein einfaches Thema (Korruptionsgefahr, Disziplinlosigkeiten, Überwachung etc.), aber ich sehe hier die einzige Möglichkeit, Kriegsflüchtlingen wirklich Hilfe zu gewähren - denn weg wollen eigentlich die Wenigsten. Die Finanzierung sollte angesichts der ungeheuren Kosten, die eine Flüchtlingswelle hierzulande verursacht, kein Problem sein.

Dies ist in der Tat eine sehr interessante "Vision" welche du da ins Feld führst. Im Kern spiegelt dies auch auch einen meiner Denkansätze.
Nur ein Aspekt dabei stört mich dabei immens (dies betrifft im besondere meinen eigenen Denkansatz).
Vom Grundsatz her halte ich diesen Aspekt für eine gute Lösung (in erster Linie für die Flüchtlinge selbst), nur habe ich bedenken, dass man es sich mit diesem Ansatz wieder viel zu einfach macht.
Damit meine ich, dass man sich damit das "Problem" damit wieder nur fern halten würde anstatt sich hier (bei uns im Land) damit auseinderzusetzen.
Denn Schlußendlich trägt unsere Regierung auch eine Mitschuld an der Situation in den Kriegsgebieten.
Meines Erachtens hat man sich die "Flüchtlingsproblematik" selbst zuzuschreiben. Von daher tue ich mich etwas schwer Ansätze zu suchen, sich diesem Problem zu entledigen indem man es wieder dahin verlagert wo es herkommt.
Ich bin eben der Meinung, das man sich (damit meine ich in erster Linie unsere Regierung) den "Geistern" nun stellen soll welche man rief und das Problem nicht wieder zurückverlagern sollte.

WuerzburgerAdler schrieb:

Vielleicht wollen wir über solche Dinge besser diskutieren als über Grenzschließungen und -sicherungen mit Waffengewalt.

100% D'accord

WuerzburgerAdler schrieb:

Danke nochmal für deinen Beitrag.

Ich diskutiere gerne konstruktiv. Von daher sehr gerne
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DeMuerte schrieb:

100% D'accord

Was habt ihr eigentlich heute mit dem D'accord?
Ein "Einverstanden" täte es auch!?
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Flüchtlingshelfer kommen so langsam auch an ihre Grenzen:

https://www.youtube.com/watch?v=qTaGcTn5yHQ
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DeMuerte schrieb:

100% D'accord

Was habt ihr eigentlich heute mit dem D'accord?
Ein "Einverstanden" täte es auch!?
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Blablablubb schrieb:

Was habt ihr eigentlich heute mit dem D'accord?
Ein "Einverstanden" täte es auch!?

Möchtest du lieber grundsätzlich oder konstruktiv diskutieren?

Also ich ich halte mich da lieber an letzteres.
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DeMuerte schrieb:

100% D'accord

Was habt ihr eigentlich heute mit dem D'accord?
Ein "Einverstanden" täte es auch!?
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Blablablubb schrieb:  


DeMuerte schrieb:
100% D'accord


Was habt ihr eigentlich heute mit dem D'accord?
Ein "Einverstanden" täte es auch!?

D`accord
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Tafelberg schrieb:

abenteuerliche Spekulationen

Habe ich etwas anderes behauptet. Natürlich ist das rein spekulativ. Die Gedanken sind frei.
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Aragorn schrieb:  


Tafelberg schrieb:
abenteuerliche Spekulationen


Habe ich etwas anderes behauptet. Natürlich ist das rein spekulativ. Die Gedanken sind frei.

in der Tat sind Gedanken frei, weiß ich, gilt dann umgekehrt für mich auch
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Danke für die Antwort. Ich sehe die Folgen nicht so extrem wie du. Aber nehmen wir an, sie wären so, dann wären ja trotzdem noch nicht "alle Lichter" aus. Unter so einem Begriff verstehe ich viel krasseres; dann würde dieses Land und seine Bevölkerung einfach nicht mehr existieren.
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Blablablubb schrieb:

Danke für die Antwort. Ich sehe die Folgen nicht so extrem wie du. Aber nehmen wir an, sie wären so, dann wären ja trotzdem noch nicht "alle Lichter" aus. Unter so einem Begriff verstehe ich viel krasseres; dann würde dieses Land und seine Bevölkerung einfach nicht mehr existieren.

Das ist wahr, wir haben das ein differentes Verständnis. Für mich persönlich sind alle Lichter aus wenn das von mir beschriebenen Szenario eintritt, dann ist zappenduster.

Gruß,
tobago
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So, man hat sich jetzt also auf "Registrierzentren" mit Residenzpflicht geeinigt. Residenzpflicht klingt für mich nun eher nach Inhaftierung im Gegensatz zu zu einer Seite hin offenen Transitzonen. So hat man also den Vorteil, schonmal in Deutschland zu sein, dafür darf man sich nicht frei bewegen.
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So, man hat sich jetzt also auf "Registrierzentren" mit Residenzpflicht geeinigt. Residenzpflicht klingt für mich nun eher nach Inhaftierung im Gegensatz zu zu einer Seite hin offenen Transitzonen. So hat man also den Vorteil, schonmal in Deutschland zu sein, dafür darf man sich nicht frei bewegen.
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pelo schrieb:

In Frankreich wird wieder an den Grenzen kontrolliert.


http://www.handelsblatt.com/politik/international/schengen-stopp-frankreich-fuehrt-vorlaeufig-grenzkontrollen-ein/12544810.html

Das Handelsblatt wird immer mehr zum Hetzjournal in Flüchtlingsfragen, und Dummköpfe, die den Text nicht lesen, fallen darauf rein.


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