Griechenland wählt bis 18.00 Uhr bzw. hat gewählt!

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pelo schrieb:
concordia-eagle schrieb:
miraculix250 schrieb:
HeinzGründel schrieb:
reggaetyp schrieb:
Krawatte und Lederjacke.
aha.
Sind das Kriterien für irgendwas?

Ich glaube, dass man den Griechen, also den Bewohnern, wieder Luft zum Atmen geben muss.
Das könnte auch helfen, dass die Binnenwirtschaft, die komplett zum Erliegen kam (wieso auch nicht? - es hat ja niemand mehr Geld zum Ausgeben), wieder so ein bisschen in die Gänge kommt.
Und sodann sollte man doch zur Kenntnis nehmen, dass man nicht unendlich Sparreformen forden kann, wenn man die Volkswirtschaft, und viel wichtiger noch, die Menschen dort vollkommen im ***** sind.
Wieviel soll man denen eingentlich noch abverlangen?


Siehste.. da haben wir auf einmal einen Konsens. Das kann aber nicht dergestalt ablaufen , dass die eine Seite den Tisch verläßt. Meines Erachtens war das ein Riesenfehler.
Wir wissen doch wie Verhandlungen in der EU ablaufen. Blab bla .. Nachtsitzung früh um fünf ein Kompromiss.. Griechenland hat die Einwohnerzahl von Hessen.. geringfügig( hüstel) mehr Schulden. Shice drauf. Die EU als Gesamtheit kann das wahrscheinlich stemmen. Ich geb dir sogar recht .. das man sich zur Tode sparen kann.. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass dies nicht das ist,  was die EU dort beabsichtigt. Problematisch ist die Wettbewerbsfähigkeit. CE spricht es ja  an. Wir befinden uns mit Volkswirtschaften in einer Währungsunion,  die sehr sehr unterschiedlich sind.. Will sagen .. ich würde sogar ein griechisches  Auto kaufen.. aber es gibt keins..  Die Produkte die Griechenland herstellt.. bekommt der Verbraucher woanders günstiger..  Ich  weiß nicht wie man aus dieser Falle rauskommt, damit die Menschen, wie von dir zurecht angemahnt  wieder ein menschenwürdiges Leben führen können. So gehts ja nicht weiter.


Wie wäre es zb. mit Investition in effizientere Produktionsmaschinerien anstatt Massenentlassungen? Ersteres kostet halt erstmal Geld, letzteres erst viel später. Hinzu kommen die Folgen für den Einzelnen.  


Grundsätzlich ein interessanter Ansatz, effektivere Maschinen bedeuten aber zwingen mehr Arbeitslose.

Ich bleibe dabei, ohne Drachme ist Griechenland nicht zu retten. Zu Uneffektiv die Wirtschaft, zu hoch die Löhne (bitte nicht als zynisch verstehen, betrifft nur die, die noch einen Job haben), zu hoch der Währungskurs, zu teuer die Exporte, ich könnte das stundenang weiterführen aber der Schritt zur eigenen Währung ist m.E. zwingend geboten.


Du musst jetzt nicht schreiben dass du die AfD  nicht wählst  

Aber das ist u. war schon immer die Position der AfD.

Willst mit deinem Beitrag suggerieren, dass diese Position irgendwie schlimm sei, weil sie ja von der AfD kommt?

Hätte man Griechenland rausgelassen, wären die abgewertet. Dadurch würden sich deren Importe zwar verteuern (sie haben sowieso kaum Geld), aber sie würden sich schlagartig als Produktionsstandort attraktiver machen, was eben in den letzten Jahren bzw. seit Einführung des Euro komplett in die andere Richtung ging (betrifft zufälligerweise alle Krisenstaaten). Wenn notwendig, liefer ich eine Grafik dazu, die den realen effektiven Wechselkurs auf Grundlage von Lohnkosten zeigt bzw. seine Entwicklung.
Man hätte auch in diesem Szenario Griechenland finanziell unter die Arme greifen können und zur Not wären die Banken halt vorübergehend gestützt worden, um den Müll, der durch die de-facto-Pleite entstanden wäre, zu entsorgen.

Das einzige Risiko, wenn ein nicht unerhebliches, wären die Finanzmarktturbulenzen, da die Märkte wohl einen Default von Portugal, Spanien etc. ebenfalls erwartet hätten.

Die oben genannte Vorgehensweise hätte den Vorteil, dass man den übrigen Staaten ihre Grenzen, was Überschuldung angeht, aufzeigt, für heute und für die Zukunft. Das hätte einen unheimlichen Lerneffekt, wenn er auch leider für die Staaten und ihre Bevölkerungen sehr schmerzhaft gewesen wäre.
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concordia-eagle schrieb:
pelo schrieb:
concordia-eagle schrieb:
miraculix250 schrieb:
HeinzGründel schrieb:
reggaetyp schrieb:
Krawatte und Lederjacke.
aha.
Sind das Kriterien für irgendwas?

Ich glaube, dass man den Griechen, also den Bewohnern, wieder Luft zum Atmen geben muss.
Das könnte auch helfen, dass die Binnenwirtschaft, die komplett zum Erliegen kam (wieso auch nicht? - es hat ja niemand mehr Geld zum Ausgeben), wieder so ein bisschen in die Gänge kommt.
Und sodann sollte man doch zur Kenntnis nehmen, dass man nicht unendlich Sparreformen forden kann, wenn man die Volkswirtschaft, und viel wichtiger noch, die Menschen dort vollkommen im ***** sind.
Wieviel soll man denen eingentlich noch abverlangen?


Siehste.. da haben wir auf einmal einen Konsens. Das kann aber nicht dergestalt ablaufen , dass die eine Seite den Tisch verläßt. Meines Erachtens war das ein Riesenfehler.
Wir wissen doch wie Verhandlungen in der EU ablaufen. Blab bla .. Nachtsitzung früh um fünf ein Kompromiss.. Griechenland hat die Einwohnerzahl von Hessen.. geringfügig( hüstel) mehr Schulden. Shice drauf. Die EU als Gesamtheit kann das wahrscheinlich stemmen. Ich geb dir sogar recht .. das man sich zur Tode sparen kann.. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass dies nicht das ist,  was die EU dort beabsichtigt. Problematisch ist die Wettbewerbsfähigkeit. CE spricht es ja  an. Wir befinden uns mit Volkswirtschaften in einer Währungsunion,  die sehr sehr unterschiedlich sind.. Will sagen .. ich würde sogar ein griechisches  Auto kaufen.. aber es gibt keins..  Die Produkte die Griechenland herstellt.. bekommt der Verbraucher woanders günstiger..  Ich  weiß nicht wie man aus dieser Falle rauskommt, damit die Menschen, wie von dir zurecht angemahnt  wieder ein menschenwürdiges Leben führen können. So gehts ja nicht weiter.


Wie wäre es zb. mit Investition in effizientere Produktionsmaschinerien anstatt Massenentlassungen? Ersteres kostet halt erstmal Geld, letzteres erst viel später. Hinzu kommen die Folgen für den Einzelnen.  


Grundsätzlich ein interessanter Ansatz, effektivere Maschinen bedeuten aber zwingen mehr Arbeitslose.

Ich bleibe dabei, ohne Drachme ist Griechenland nicht zu retten. Zu Uneffektiv die Wirtschaft, zu hoch die Löhne (bitte nicht als zynisch verstehen, betrifft nur die, die noch einen Job haben), zu hoch der Währungskurs, zu teuer die Exporte, ich könnte das stundenang weiterführen aber der Schritt zur eigenen Währung ist m.E. zwingend geboten.


Du musst jetzt nicht schreiben dass du die AfD  nicht wählst  

Aber das ist u. war schon immer die Position der AfD.


Ich wähle die AFD nicht und werde das auch nie tun. Fundamentalopposition ist mein Ding nicht. Und eine Partei, die zumindest in Teilen mit Pegida sympathisiert, ist für mich völlig inakzeptabel.

Also ich hab die AfD bei der Bundestagswahl sicher nicht als Protestler gewählt, sondern eben wegen ihrer Ideen zu Griechenland.

Aber hab der Partei eben wegen Pegida den Rücken gekehrt.
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concordia-eagle schrieb:
"Cashcow?" Nicht Dein Ernst, ich glaube hier hat nur einer ein Verständnisproblem. Jedem einzelnen europäischem Staat ist völlig klar, dass er die Griechenland gewährte Kohle im Endeffekt abschreiben muss. Dass dies jede Regierung lieber der Nachfolgeregierung überlassen will, ist wahltaktisch aber "cashcow", man Gottes Du hast wirklich nicht besonders viel Ahnung von Volkswirtschaft.


ja, sorry. bin leider aus einer einfachen arbeiterfamilie, die nur kurz unter der sozialistischen regierung brandts mal kurz etwas chancenannäherung erfahren durfte. wir sind daher etwas schlichter gestrickt. kommt hierzulande aber auch nicht mehr vor

aber kredite zu gewähren, um rückzahlungen bedienen zu können, die man nie gebraucht hätte, wenn man nicht den verheißungen der kapitalgeber gefolgt wäre, nennt man in euren kreisen wie genau nochmal?

und das perfide daran, als kapitalgeber auch noch eine vergesellschaftung des risikos herbei zu führen, heißt noch gleich???
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Pelo schrieb :

Aber das ist u. war schon immer die Position der AfD. [/quote]

Willst mit deinem Beitrag suggerieren, dass diese Position irgendwie schlimm sei, weil sie ja von der AfD kommt?


äähhmm.....nein  
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@pelo, ich hatte schon mit jeder Partei Geminsamkeiten und Trennungsgründe, mit Grünen, Linken, CDU, CSU. FDP, offensichtlich auch mit der AFD.

Ich gehöre allerdings zu der wohl aussterbenden Spezies Mensch, die sich immer (sic!) das Wahlprogramm aller wählbaren Parteien durchliest und erst danach ein Urteil fällt.

Deswegen bin ich auch kein Stammwähler sondern wechsel, je nach Programm. Aber AFD geht -selbst wenne es irgendwo eine Gemeinsamkeit geben sollte- gar nicht mit meinen Vorstellungen einher.
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concordia-eagle schrieb:
Dazu muss man aber als Schuldner kooperieren, nicht dem Gäubiger ins Gesicht kacken.


wie schon erwähnt, ging das "ins gesicht spucken" wohl eher von der wilhelmstraße aus:

Das von Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem vorgelegte Papier sei "ein radikaler Rückzieher" von der Position, die in der vergangenen Woche vor der Aufnahme von Gesprächen der Experten beider Seiten vereinbart worden sei, hieß es in Athen. Aus Verhandlungskreisen in Brüssel verlautete, es habe "einen guten Vorschlag" der EU-Kommission zum Start der Verhandlungen gegeben. "Fünf Minuten vor der Sitzung" habe Dijsselbloem dann seinen Vorschlag vorgelegt, der für Griechenland "unannehmbar" sei und laut griechischen Medien als "absurd" bezeichnet wurde. "Unter diesen Umständen wird es heute keine Einigung geben", wurde ein Regierungsvertreter zitiert.

schreibt so zeit online

und ob man sich als glaubiger ins gesicht spucken lassen muss, wäre dann auch noch mal ne frage...
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kreuzbuerger schrieb:
concordia-eagle schrieb:
"Cashcow?" Nicht Dein Ernst, ich glaube hier hat nur einer ein Verständnisproblem. Jedem einzelnen europäischem Staat ist völlig klar, dass er die Griechenland gewährte Kohle im Endeffekt abschreiben muss. Dass dies jede Regierung lieber der Nachfolgeregierung überlassen will, ist wahltaktisch aber "cashcow", man Gottes Du hast wirklich nicht besonders viel Ahnung von Volkswirtschaft.


ja, sorry. bin leider aus einer einfachen arbeiterfamilie, die nur kurz unter der sozialistischen regierung brandts mal kurz etwas chancenannäherung erfahren durfte. wir sind daher etwas schlichter gestrickt. kommt hierzulande aber auch nicht mehr vor

aber kredite zu gewähren, um rückzahlungen bedienen zu können, die man nie gebraucht hätte, wenn man nicht den verheißungen der kapitalgeber gefolgt wäre, nennt man in euren kreisen wie genau nochmal?

und das perfide daran, als kapitalgeber auch noch eine vergesellschaftung des risikos herbei zu führen, heißt noch gleich???


Es ist wirklich sinnlos. Was soll das heißen "eure Kreise?"

Weißt  Du was, das ist mir einfach zu doof. Mach doch Deinen Klassenkampf, den Du offensichtlich und vollständig argumentationsfrei mit Dir selbst ausmachst auch mit Dir selbst aus. Vielleicht gibt Dir ja Dein Spiegel eine Antwort.

Liebe Mods, für diesen völlig sinnfreien Vortrag gibt es nun mal nur einen Begriff:

Depp.

Diskussion beendet Andi. Endgültig.
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concordia-eagle schrieb:
@pelo, ich hatte schon mit jeder Partei Geminsamkeiten und Trennungsgründe, mit Grünen, Linken, CDU, CSU. FDP, offensichtlich auch mit der AFD.

Ich gehöre allerdings zu der wohl aussterbenden Spezies Mensch, die sich immer (sic!) das Wahlprogramm aller wählbaren Parteien durchliest und erst danach ein Urteil fällt.

Deswegen bin ich auch kein Stammwähler sondern wechsel, je nach Programm. Aber AFD geht -selbst wenne es irgendwo eine Gemeinsamkeit geben sollte- gar nicht mit meinen Vorstellungen einher.


Du wirst lachen,mir geht es da  ähnlich. Die Afd gibt's ja erst 2Jahre u. ich hab vorher auch schon gewählt.

Ich aktzeptiere ja deine Einstellung -solange du keine Wahlplakate  abreisst u. Wahlkampfstände attakierst. ,-)
Aber das machst du nicht.

Was die Griechen angeht ,wird hier leider immer Ursache u. Wirkung verwechselt.  Da kann der Herr Schramm noch so schön Kabarett machen.

Die Ursachen der griechischen  Verschuldung begannen bereits in den 80er Jahren.Damals begann GR. über seine Verhältnisse zu leben. Der sozialistische PremierPapandreou verteilte Wahlgeschenke,fütterte defizitäre Staatsbetriebe mit Steuergeldern durch  u.schleuste Zehntausende Anhänger in den öffentlichen Dienst.
In den ersten sechs Regierungsjahren  P. stieg die Staatsschuldenquote von 31 auf 64 % des  Bruttoinlandsprodukt. u. obwohl Anfangs der 2000er Jahre in Griechenland noch jährliches Wirtschaftswachstum vorhanden war,wurde dies nicht zum Schuldenabbau verwendet, sondern weiterhin kräftig Schulden angehäuft.
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pelo schrieb:
concordia-eagle schrieb:
@pelo, ich hatte schon mit jeder Partei Geminsamkeiten und Trennungsgründe, mit Grünen, Linken, CDU, CSU. FDP, offensichtlich auch mit der AFD.

Ich gehöre allerdings zu der wohl aussterbenden Spezies Mensch, die sich immer (sic!) das Wahlprogramm aller wählbaren Parteien durchliest und erst danach ein Urteil fällt.

Deswegen bin ich auch kein Stammwähler sondern wechsel, je nach Programm. Aber AFD geht -selbst wenne es irgendwo eine Gemeinsamkeit geben sollte- gar nicht mit meinen Vorstellungen einher.


Du wirst lachen,mir geht es da  ähnlich. Die Afd gibt's ja erst 2Jahre u. ich hab vorher auch schon gewählt.

Ich aktzeptiere ja deine Einstellung -solange du keine Wahlplakate  abreisst u. Wahlkampfstände attakierst. ,-)
Aber das machst du nicht.

Was die Griechen angeht ,wird hier leider immer Ursache u. Wirkung verwechselt.  Da kann der Herr Schramm noch so schön Kabarett machen.

Die Ursachen der griechischen  Verschuldung begannen bereits in den 80er Jahren.Damals begann GR. über seine Verhältnisse zu leben. Der sozialistische PremierPapandreou verteilte Wahlgeschenke,fütterte defizitäre Staatsbetriebe mit Steuergeldern durch  u.schleuste Zehntausende Anhänger in den öffentlichen Dienst.
In den ersten sechs Regierungsjahren  P. stieg die Staatsschuldenquote von 31 auf 64 % des  Bruttoinlandsprodukt. u. obwohl Anfangs der 2000er Jahre in Griechenland noch jährliches Wirtschaftswachstum vorhanden war,wurde dies nicht zum Schuldenabbau verwendet, sondern weiterhin kräftig Schulden angehäuft.

Es wäre ja noch nicht mal so schlimm gewesen, wenn die Schuldenaufnahme zwecks Investition für morgen getätigt worden wäre. Leider war dem nicht so.

Die Krise hat nicht unbedingt die falschen Länder getroffen.
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friseurin schrieb:

Die Krise hat nicht unbedingt die falschen Länder getroffen.

Ein -und zwar völlig unabhängig vom jeweiligen Standpunkt- wirklich bemerkenswert dummer Satz.
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pelo schrieb:

In den ersten sechs Regierungsjahren  P. stieg die Staatsschuldenquote von 31 auf 64 % des  Bruttoinlandsprodukt. u. obwohl Anfangs der 2000er Jahre in Griechenland noch jährliches Wirtschaftswachstum vorhanden war,wurde dies nicht zum Schuldenabbau verwendet, sondern weiterhin kräftig Schulden angehäuft.


Ja, alle Nichloser-Länder haben währendessen natürlich in Phasen des Wirtschaftswachstums Schulden abgebaut.
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Was  sind  Nichloser_ Länder ?
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pelo schrieb:
Was  sind  Nichloser_ Länder ?


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HeinzGründel schrieb:
Problematisch ist die Wettbewerbsfähigkeit.

Ganz genau, die Wettbewerbsfähigkeit ist das Hauptproblem - und zwar die deutsche!!! Deutschland ist viel zu wettbewerbsfähig, siehe die astronomischen Exportüberschüsse, und hier ist akuter Handlungsbedarf. Wir brauchen massive Lohnerhöhungen, um aus der Euro-Krise herauszukommen.
Und von dem zusätzlichen Geld in der Tasche machen wir dann alle Urlaub in Griechenland, essen Tzaziki und saufen Ouzo und ermöglichen Griechenland so, aus der Wirtschaftskrise herauszukommen und die Schulden, die sie bei uns haben, abzuarbeiten.  Ich wäre sofort dabei!  

Die Produkte die Griechenland herstellt.. bekommt der Verbraucher woanders günstiger.  Ich  weiß nicht wie man aus dieser Falle rauskommt, damit die Menschen, wie von dir zurecht angemahnt  wieder ein menschenwürdiges Leben führen können. So gehts ja nicht weiter.

Ja, so gehts nicht weiter aber das nicht nur in Griechenland, sondern überall in Europa. Überall sollen (und müssen) die Menschen den Gürtel immer enger schnallen obwohl die Wirtschaftsleistung von Jahr zu Jahr steigt. Warum eigentlich? Hat sich hier noch niemand gefragt, warum ständig "Reformen" was ja nichts anderes meint, als Lohn- und Sozialkürzungen, notwendig sein sollen?
Um wettbewerbsfähiger zu werden? Was ja im Erfolgsfall nur dazu führt, dass wiederum andere Staaten, die wir mit unserer Wettbewerbsfähigkeit überholt haben, durch neue, schärfer "Reformen" wieder an uns vorbeiziehen, was dann wieder neuen "Reformdruck" bei uns erzeugt. Was soll dieses Rattenrennen, das niemals zu gewinnen ist, aber den finanziellen und den Leistungsdruck auf uns alle ständig weiter erhöht?
Und wer profitiert eigentlich von diesem Rattenrennen?
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LDKler schrieb:
HeinzGründel schrieb:
Problematisch ist die Wettbewerbsfähigkeit.

Ganz genau, die Wettbewerbsfähigkeit ist das Hauptproblem - und zwar die deutsche!!! Deutschland ist viel zu wettbewerbsfähig, ...


Eine recht eigenwillige Theorie in meinen Augen. Dass es Unterschiede in der Wirtschaftsstärke von GR und DE gibt, ist klar. Aber Deutschland so lange herunterzuwirtschaften, bis das Niveau von GR erreicht ist?! Das nenne ich mal gelebte Solidarität...  
In GR gibt es ausreichend Baustellen (Steuerflucht, uneffektive und personell aufgeblähte Verwaltung z.B.), an denen man sich abarbeiten kann. Wenn nach den notwendigen Reformen immer noch ein zu großer Unterschied in der relativen Wirtschaftsleistung bestehen sollte, kann man auch über andere Maßnahmen nachdenken - aber zuerst ist GR am Zug.
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AigleSaoul schrieb:
LDKler schrieb:
HeinzGründel schrieb:
Problematisch ist die Wettbewerbsfähigkeit.

Ganz genau, die Wettbewerbsfähigkeit ist das Hauptproblem - und zwar die deutsche!!! Deutschland ist viel zu wettbewerbsfähig, ...


Eine recht eigenwillige Theorie in meinen Augen. Dass es Unterschiede in der Wirtschaftsstärke von GR und DE gibt, ist klar. Aber Deutschland so lange herunterzuwirtschaften, bis das Niveau von GR erreicht ist?! Das nenne ich mal gelebte Solidarität...  
In GR gibt es ausreichend Baustellen (Steuerflucht, uneffektive und personell aufgeblähte Verwaltung z.B.), an denen man sich abarbeiten kann. Wenn nach den notwendigen Reformen immer noch ein zu großer Unterschied in der relativen Wirtschaftsleistung bestehen sollte, kann man auch über andere Maßnahmen nachdenken - aber zuerst ist GR am Zug.


Naja, so ganz unrecht hat er ja nicht. In Deutschland wird ja auch der Mittelstand zur "eierlegenden Wollmilchsau" für den Staat.
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Ich versteh die Emotionalität in der Diskussion nicht so ganz. Ich stimme der jetzigen griechischen Regierung sogar im Grunde zu, ihren eigenen Weg gehen zu wollen. Dann brauchts in Zukunft (falls der nächste Karren an die Wand fährt) keine Hakenkreuz Karikaturen mehr. Für eine Rückkehr zur eigenen Währung hab ich mich ja schon immer ausgesprochen.

Dass letzteres aber sofort zu Prosperität und Wohlstand in GR führt, ist allerdings hanebüchener Unsinn. Im Gegenteil, die Armut wird frappierend steigen, nur ist eben kein extern appliziertes Austeritätsprogramm mehr Schuld, sondern eine rein griechische Entscheidung.

Eines muss der griechischen Regierung aber auch klar sein, wenn man radikal die Zelte abbricht. Die Möglichkeit, in Zukunft Geld zu beschaffen, wird arg limitiert sein. Klar, braucht man ja grad nicht, weil man keine Zinsen mehr bedienen muss. Wer glaubt, dass sich das nie ändern wird, irrt. Eine andere Sache, die man vielleicht bedenken sollte, ist, ob es für GR wirklich ratsam ist, sich mit allen grossen europäischen Partnern zu überwerfen, ohne weder eine starke ökonomische Infrastruktur, noch einen funktionierenden Rechtsstaat aufweisen zu können. Das beschränkt den Spielraum, als attraktiver  Wirtschaftspartener und Investitinskandidat wahrgenommen zu werden, erheblich. Und Direkt-Investitionen wird das Land dringend brauchen. Mit der gelebten Verlässlichkeit der aktuellen Regierung seh ich da aber eher schwarz.
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Aragorn schrieb:
AigleSaoul schrieb:
LDKler schrieb:
HeinzGründel schrieb:
Problematisch ist die Wettbewerbsfähigkeit.

Ganz genau, die Wettbewerbsfähigkeit ist das Hauptproblem - und zwar die deutsche!!! Deutschland ist viel zu wettbewerbsfähig, ...


Eine recht eigenwillige Theorie in meinen Augen. Dass es Unterschiede in der Wirtschaftsstärke von GR und DE gibt, ist klar. Aber Deutschland so lange herunterzuwirtschaften, bis das Niveau von GR erreicht ist?! Das nenne ich mal gelebte Solidarität...  
In GR gibt es ausreichend Baustellen (Steuerflucht, uneffektive und personell aufgeblähte Verwaltung z.B.), an denen man sich abarbeiten kann. Wenn nach den notwendigen Reformen immer noch ein zu großer Unterschied in der relativen Wirtschaftsleistung bestehen sollte, kann man auch über andere Maßnahmen nachdenken - aber zuerst ist GR am Zug.


Naja, so ganz unrecht hat er ja nicht. In Deutschland wird ja auch der Mittelstand zur "eierlegenden Wollmilchsau" für den Staat.


Das mag so sein oder auch nicht - aber die Verteilung irgendwelcher Lasten in DE ist hier doch gar nicht das Thema, sondern die Frage, wie GR wieder wettbewerbsfähig werden kann und welche Schritte dazu erforderlich sind, oder?
Und dass LDKler themenübergreifend immer wieder zu dem Schluss kommt, dass Verteilungsprobleme von Geld bestehen, hilft hier m.E. nicht wirklich weiter. Denn trotz des gemeinsamen Wirtschaftsraums muss doch jedes Land im Rahmen seiner Möglichkeiten seinen Beitrag leisten, bevor Hilfe von anderen Ländern in Anspruch genommen werden kann - das ist jedenfalls meine Sicht der Dinge.
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AigleSaoul schrieb:
Aragorn schrieb:
AigleSaoul schrieb:
LDKler schrieb:
HeinzGründel schrieb:
Problematisch ist die Wettbewerbsfähigkeit.

Ganz genau, die Wettbewerbsfähigkeit ist das Hauptproblem - und zwar die deutsche!!! Deutschland ist viel zu wettbewerbsfähig, ...


Eine recht eigenwillige Theorie in meinen Augen. Dass es Unterschiede in der Wirtschaftsstärke von GR und DE gibt, ist klar. Aber Deutschland so lange herunterzuwirtschaften, bis das Niveau von GR erreicht ist?! Das nenne ich mal gelebte Solidarität...  
In GR gibt es ausreichend Baustellen (Steuerflucht, uneffektive und personell aufgeblähte Verwaltung z.B.), an denen man sich abarbeiten kann. Wenn nach den notwendigen Reformen immer noch ein zu großer Unterschied in der relativen Wirtschaftsleistung bestehen sollte, kann man auch über andere Maßnahmen nachdenken - aber zuerst ist GR am Zug.


Naja, so ganz unrecht hat er ja nicht. In Deutschland wird ja auch der Mittelstand zur "eierlegenden Wollmilchsau" für den Staat.


Das mag so sein oder auch nicht - aber die Verteilung irgendwelcher Lasten in DE ist hier doch gar nicht das Thema, sondern die Frage, wie GR wieder wettbewerbsfähig werden kann und welche Schritte dazu erforderlich sind, oder?
Und dass LDKler themenübergreifend immer wieder zu dem Schluss kommt, dass Verteilungsprobleme von Geld bestehen, hilft hier m.E. nicht wirklich weiter. Denn trotz des gemeinsamen Wirtschaftsraums muss doch jedes Land im Rahmen seiner Möglichkeiten seinen Beitrag leisten, bevor Hilfe von anderen Ländern in Anspruch genommen werden kann - das ist jedenfalls meine Sicht der Dinge.


Ich bin sowieso der Meinung, dass Griechenland nur ohne den € wieder "auf die Beine" kommt.
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Jede Menge Ökonomen warnen vor der extremen Exportstärke Deutschlands.


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