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Schaaf nicht mehr Trainer!

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WuerzburgerAdler schrieb:
Schreml schrieb:
Die Eintracht in der Krise, am Abgrund oder auf dem Weg zu neuen Ufern? Schwierig zu beurteilen, aber ich will meine Bestandsaufnahme teilen. Als da wären:

1. Vereinsführung
Hier gibt es wohl schon seit Jahren 2 Gegenspieler, namentlich Hellmann und Bruchhagen. Der erste, vor 3 Jahren als „Mastermind der Eintracht“ geadelt, hat seitdem vor allem eines nicht nachgewiesen: ausgewiesenen Fußballsachverstand. Das muß er m.E. auch nicht, denn er ist für die Netzwerke und Finanzen zuständig und hat meisthin seine wirksamsten Auftritte, wenn er in Dubai fast einen Sponsor an Land zieht. Schwierig wird die Sache mit dem fehlenden Stollenschuhgeruch allerdings durch den Gegenspieler, dem Mann der von sich sagt:“ Bei der Einschätzung der Bundesliga kenne ich mich einfach besser aus: Das behaupte ich, da bin ich arrogant." Hier prallen Welten aufeinander, einerseits der Jurist und Fan der Eintracht, andererseits das Kind der Bundesliga, der immer noch an der Einführung von Rückpaß- und Dreipunkteregel knappst. Das konnte nicht gutgehen, geht nicht gut und wird nicht mehr gut gehen. Befeuert wird diese unsägliche Konstellation, die man im Sommer 2011 hätte verhindern können, durch die Herren Bender und Steubing. Doch wenigstens da zeichnet sich ja eine baldige Veränderung ab.
Huch, jetzt hätte ich fast den schönen Bruno vergessen. Ein ehrlicher Arbeiter, der eben in jenem Sommer 2011 diesen unsäglichen Kompromiss darstellte, als man Teflon-Heribert mal wieder nicht los wurde/werden wollte und dem seit diesem Tag gezeigt wird, wer hier Herr im Hause ist. Anfangs weniger, dazu trug sicherlich auch Veh sein Scherflein bei, später dann umso mehr. Man erinnere sich nur an die FAZ-Meldung der Veh-Demission. Enteiert isser, der sportliche Leiter im Wartestand.
2. Ex-Trainer Schaaf
Schaaf hat zu 100% das gebracht, was Schaaf kann. Er hat 2 Jugendspieler fest im Team integriert, sich sehr akribisch mit dem Verein und allen Teams beschäftigt. Dazu ist er konsequent inkonsequent im Umgang mit Spielern und läßt den einen zu viel durchgehen (Gibson), während er bei anderen hart durchgreift (Social Media). So etwas kommt in keiner Gruppe flächendeckend gut an.
Taktisch hat er wie vor 10 Jahren spielen lassen. Ein Selbstmordsystem im heutigen Fußball zumal gegen Mannschaften, der vermeintlich schwächer sind. Ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung und man ist mit nur einem Sechser und einer sehr langsamen Viererkette schlichtweg am *****. Gegen stärkere Mannschaften kann das sogar noch eher funktionieren, da das ganze Team stärker defensiv steht sowie denkt und damit die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen nicht so/zu groß werden.
Und sonst hat er geschwiegen, der Nachfolger von Armin Veh. Der Mannschaft –die einer feedbackgewohnten Gen Y enstammt- war das zu wenig; der Presse, die launige PKs und Rotwein- oder auch Skibb‘sche Belekrunden gewohnt war, erst recht.
Geschwiegen und in sich rein gefressen. Das typische Muster introvertierter Menschen. Ja und irgendwann platzt es dann halt raus und er haut in den Sack. Die einen sagen konsequent, die anderen mimosenhaft. Ich tendiere zu letzterem, denn gerade die von ihm genannten Anfeindungen der Medien sind zwar nachvollziehbar, aber auch zu vernachlässigen und dies führt mich zu:
3. Medien/Presse
Die Bild bleibt die Bild und hier fährt man im Fahrstuhl hoch und wieder runter. Geschenkt. Konzentrieren wir uns auf die lokale Zeitung und hier besonders auf die FR. Natürlich hat die FR in immer gleichen Artikeln, mit immer gleichen Formulierungen („es ist etwas faul im Staate Eintracht“…) und immer gleichen Behauptungen („Fakt ist,….“)  aufgemacht. Teilweise war dies schon slapstickartig, wie sich Aussagen von Spielern oder Verantwortlichen zurecht gebogen wurden (er hat aber nicht einmal Schaaf gesagt!!!). Noch unqualifizierter empfinde ich diese komischen Videos und die Krönung des schlechten Geschmacks sind für mich die peinlichen Satire-Artikel des Herrn Kilchenstein. Aber da die beiden in meinen Augen derartig durchsichtigen und schlecht gemachten Boulevardjournalismus betreiben, müßte ein Trainer doch souverän darüber stehen können, oder?

4. Mannschaft
Zuletzt genannt und doch die wichtigsten Protagonisten im System. Aktuell wird Schuster für seinen Slogan: “Mentalität schlägt Qualität“ abgefeiert. Bei der Eintracht ist es umgekehrt – zum Glück. Die  Europacupteilnehmer aus Wolfsburg, Lev, Schalke und Gladbach erspielten zusammen gerade mal 5 Punkte in 8 Saisonspielen gegen die Eintracht und dies auch nur mit sehr viel Glück durch späte Tore (Leverkusen und Wolfsburg). Dies spricht für Qualität. Dagegen stehen die unsäglichen Niederlagen –gerade auswärts- gegen Graupen und Absteiger. Dies spricht gegen Mentalität. Insofern können wir ein Team unser eigen nennen, das an guten Tagen (bei Abruf der Qualität) tollen Fußball spielt und an schlechten Tagen gegen den Tabellenletzten untergeht. He Freunde, das war schon in den Siebzigern so, das ist Eintracht Frankfurt, die Diva vom Main Man braucht das nicht zu mögen, es aber für die älteren auch nichts neues und wird gerne immer mal wieder verklärt dargestellt…
Und letztlich schlägt in der Bundesliga ja auch Qualität Mentalität – siehe jüngst Fürth, Braunschweig, Paderborn und bald Darmstadt.
Fazit:
So schlimm steht es nicht um unsere Eintracht. Wenn sich Steubing als neuer starker Mann etabliert, man Bruchhagen vielleicht noch vor der Saison kalt stellen kann (nein, stellen nicht machen…) und Hübner wieder mit Begeisterungsfähigkeit in Vertragsverhandlungen geht, ja dann könnte der unselige Machtkampf beendet oder befriedet werden. Dazu einen Trainer, der weiterhin die Qualität des Kaders erhält bzw. steigert, taktisch auf dem neuesten Stand ist und die Presse entweder galant ignoriert oder ihr die nötigen Häppchen charismatisch hinwirft. Des weiteren eine Mannschaft, die um einige Facebook- und Gibsonjünger bereinigt, mit mehr Schnelligkeit und Wille ausgestattet ist, einem gesunden Fußballgott sowie dem leicht zu begeisterten Publikum – ja, so meine Herren stelle ich mir die Zukunft doch recht rosig vor. Wohlwissend, dass die anderen Clubs halt auch nicht schlafen und eine Niederlage (und da bin ich mal ganz bei Bruchhagen) eben auch zum Fußball gehört, auch wenn das in vielen Foren (gerade während der Spiele) scheinbar noch angekommen ist.
Schönen Sommer


Wie schön - ein substanzieller Beitrag! Hier lohnt sich das Lesen.

Ein paar Anmerkungen seien gestattet:

1. Vereinsführung
Nicht mein Thema, deshalb: alles mit Interesse gelesen, hab aber keine dezidierte Meinung dazu.

2. Ex-Trainer Schaaf
Zugegeben: die Schaafsche Spielidee mag nicht jedermanns Sache sein. Es ist womöglich tatsächlich beruhigender, zwei 6er hinter den Offensiven zu wissen und sich möglichst vorsichtig aus der Deckung zu wagen. Besonders attraktiv ist es nicht, zielführend auch nicht unbedingt. Wir waren viele Jahre lang die ungekrönten Könige des Quer- und Rückpasses.
Schaafs Idee war ja die, dass Ballverluste in der Vorwärtsbewegung dadurch minimiert werden, dass man sofort versucht, die Spitzen zu erreichen und nicht das Risiko eines Durchkombinierens durchs belebte Mittelfeld auf sich nimmt. Dass so etwas nicht auf Anhieb funktionieren kann, mag ja sein - aber schlecht, weil veraltet? Ich weiß nicht. Schließlich hat es zu sehr vielen Toren, 43 Punkten und Platz 9 geführt. Und die Spiele, in denen man mit zwei 6ern und einem dicht gestaffelten Mittelfeld agierte, wurden ja auch nicht samt und sonders gewonnen.
Immerhin hast du einen "Plan" entdeckt - da bist du 90 % aller Schaaf-Gegner einen Schritt voraus.  

3. Medien/Presse
Hier unterliegst du in meinen Augen dem Irrtum, der hier allenthalben durchs Forum geistert und den reggae schon verzweifelt versucht hat, aufzuklären: nicht wegen der Medienberichte, sondern wegen der darin enthaltenen Weitergabe von Internas ist Schaaf an der Berichterstattung verzweifelt. Er hat das deutlich kommuniziert, indem er die Unterstellungen und Anfeindungen nicht der Presse zuschreibt, sondern klipp und klar sagt, dass sie sich in der Presse "geäußert" haben. Das ist ein Vorwurf an Mannschaft und Verantwortliche, den ich nur unterschreiben kann. Auch das hat reggae wiederholt, wenn auch vergeblich, überzeugend dargestellt.

4. Mannschaft
Die Geschichte mit der Mentalität und der Qualität hast du sehr klar und überzeugend dargestellt. Kann man nur unterschreiben. Gleichwohl sehe ich die Latte, die sich alle Beteiligten hier selbst gelegt haben, verdammt hoch. Es wird nicht gerade einfach sein, die von dir beschriebene rosige Zukunft in die Tat umzusetzen. Schon allein die von dir beschworenen Voraussetzungen (Bereinigung der FB- und Gibson-Jünger, mehr Schnelligkeit, mehr Wille und einen gesunden Fußballgott) lassen erahnen, dass dies kein einfaches Unterfangen wird. Dazu noch die Dinge, die TS angestoßen / initiiert hat, weiterführen und mit Leben erfüllen. Und Trainingsspielchen nicht mehr unterbrechen. Prost Mahlzeit.


Dir natürlich auch einen schönen Sommer.


Danke Euch Beiden!  
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prothurk schrieb:
WuerzburgerAdler schrieb:
Schreml schrieb:
Die Eintracht in der Krise, am Abgrund oder auf dem Weg zu neuen Ufern? Schwierig zu beurteilen, aber ich will meine Bestandsaufnahme teilen. Als da wären:

1. Vereinsführung
Hier gibt es wohl schon seit Jahren 2 Gegenspieler, namentlich Hellmann und Bruchhagen. Der erste, vor 3 Jahren als „Mastermind der Eintracht“ geadelt, hat seitdem vor allem eines nicht nachgewiesen: ausgewiesenen Fußballsachverstand. Das muß er m.E. auch nicht, denn er ist für die Netzwerke und Finanzen zuständig und hat meisthin seine wirksamsten Auftritte, wenn er in Dubai fast einen Sponsor an Land zieht. Schwierig wird die Sache mit dem fehlenden Stollenschuhgeruch allerdings durch den Gegenspieler, dem Mann der von sich sagt:“ Bei der Einschätzung der Bundesliga kenne ich mich einfach besser aus: Das behaupte ich, da bin ich arrogant." Hier prallen Welten aufeinander, einerseits der Jurist und Fan der Eintracht, andererseits das Kind der Bundesliga, der immer noch an der Einführung von Rückpaß- und Dreipunkteregel knappst. Das konnte nicht gutgehen, geht nicht gut und wird nicht mehr gut gehen. Befeuert wird diese unsägliche Konstellation, die man im Sommer 2011 hätte verhindern können, durch die Herren Bender und Steubing. Doch wenigstens da zeichnet sich ja eine baldige Veränderung ab.
Huch, jetzt hätte ich fast den schönen Bruno vergessen. Ein ehrlicher Arbeiter, der eben in jenem Sommer 2011 diesen unsäglichen Kompromiss darstellte, als man Teflon-Heribert mal wieder nicht los wurde/werden wollte und dem seit diesem Tag gezeigt wird, wer hier Herr im Hause ist. Anfangs weniger, dazu trug sicherlich auch Veh sein Scherflein bei, später dann umso mehr. Man erinnere sich nur an die FAZ-Meldung der Veh-Demission. Enteiert isser, der sportliche Leiter im Wartestand.
2. Ex-Trainer Schaaf
Schaaf hat zu 100% das gebracht, was Schaaf kann. Er hat 2 Jugendspieler fest im Team integriert, sich sehr akribisch mit dem Verein und allen Teams beschäftigt. Dazu ist er konsequent inkonsequent im Umgang mit Spielern und läßt den einen zu viel durchgehen (Gibson), während er bei anderen hart durchgreift (Social Media). So etwas kommt in keiner Gruppe flächendeckend gut an.
Taktisch hat er wie vor 10 Jahren spielen lassen. Ein Selbstmordsystem im heutigen Fußball zumal gegen Mannschaften, der vermeintlich schwächer sind. Ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung und man ist mit nur einem Sechser und einer sehr langsamen Viererkette schlichtweg am *****. Gegen stärkere Mannschaften kann das sogar noch eher funktionieren, da das ganze Team stärker defensiv steht sowie denkt und damit die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen nicht so/zu groß werden.
Und sonst hat er geschwiegen, der Nachfolger von Armin Veh. Der Mannschaft –die einer feedbackgewohnten Gen Y enstammt- war das zu wenig; der Presse, die launige PKs und Rotwein- oder auch Skibb‘sche Belekrunden gewohnt war, erst recht.
Geschwiegen und in sich rein gefressen. Das typische Muster introvertierter Menschen. Ja und irgendwann platzt es dann halt raus und er haut in den Sack. Die einen sagen konsequent, die anderen mimosenhaft. Ich tendiere zu letzterem, denn gerade die von ihm genannten Anfeindungen der Medien sind zwar nachvollziehbar, aber auch zu vernachlässigen und dies führt mich zu:
3. Medien/Presse
Die Bild bleibt die Bild und hier fährt man im Fahrstuhl hoch und wieder runter. Geschenkt. Konzentrieren wir uns auf die lokale Zeitung und hier besonders auf die FR. Natürlich hat die FR in immer gleichen Artikeln, mit immer gleichen Formulierungen („es ist etwas faul im Staate Eintracht“…) und immer gleichen Behauptungen („Fakt ist,….“)  aufgemacht. Teilweise war dies schon slapstickartig, wie sich Aussagen von Spielern oder Verantwortlichen zurecht gebogen wurden (er hat aber nicht einmal Schaaf gesagt!!!). Noch unqualifizierter empfinde ich diese komischen Videos und die Krönung des schlechten Geschmacks sind für mich die peinlichen Satire-Artikel des Herrn Kilchenstein. Aber da die beiden in meinen Augen derartig durchsichtigen und schlecht gemachten Boulevardjournalismus betreiben, müßte ein Trainer doch souverän darüber stehen können, oder?

4. Mannschaft
Zuletzt genannt und doch die wichtigsten Protagonisten im System. Aktuell wird Schuster für seinen Slogan: “Mentalität schlägt Qualität“ abgefeiert. Bei der Eintracht ist es umgekehrt – zum Glück. Die  Europacupteilnehmer aus Wolfsburg, Lev, Schalke und Gladbach erspielten zusammen gerade mal 5 Punkte in 8 Saisonspielen gegen die Eintracht und dies auch nur mit sehr viel Glück durch späte Tore (Leverkusen und Wolfsburg). Dies spricht für Qualität. Dagegen stehen die unsäglichen Niederlagen –gerade auswärts- gegen Graupen und Absteiger. Dies spricht gegen Mentalität. Insofern können wir ein Team unser eigen nennen, das an guten Tagen (bei Abruf der Qualität) tollen Fußball spielt und an schlechten Tagen gegen den Tabellenletzten untergeht. He Freunde, das war schon in den Siebzigern so, das ist Eintracht Frankfurt, die Diva vom Main Man braucht das nicht zu mögen, es aber für die älteren auch nichts neues und wird gerne immer mal wieder verklärt dargestellt…
Und letztlich schlägt in der Bundesliga ja auch Qualität Mentalität – siehe jüngst Fürth, Braunschweig, Paderborn und bald Darmstadt.
Fazit:
So schlimm steht es nicht um unsere Eintracht. Wenn sich Steubing als neuer starker Mann etabliert, man Bruchhagen vielleicht noch vor der Saison kalt stellen kann (nein, stellen nicht machen…) und Hübner wieder mit Begeisterungsfähigkeit in Vertragsverhandlungen geht, ja dann könnte der unselige Machtkampf beendet oder befriedet werden. Dazu einen Trainer, der weiterhin die Qualität des Kaders erhält bzw. steigert, taktisch auf dem neuesten Stand ist und die Presse entweder galant ignoriert oder ihr die nötigen Häppchen charismatisch hinwirft. Des weiteren eine Mannschaft, die um einige Facebook- und Gibsonjünger bereinigt, mit mehr Schnelligkeit und Wille ausgestattet ist, einem gesunden Fußballgott sowie dem leicht zu begeisterten Publikum – ja, so meine Herren stelle ich mir die Zukunft doch recht rosig vor. Wohlwissend, dass die anderen Clubs halt auch nicht schlafen und eine Niederlage (und da bin ich mal ganz bei Bruchhagen) eben auch zum Fußball gehört, auch wenn das in vielen Foren (gerade während der Spiele) scheinbar noch angekommen ist.
Schönen Sommer


Wie schön - ein substanzieller Beitrag! Hier lohnt sich das Lesen.

Ein paar Anmerkungen seien gestattet:

1. Vereinsführung
Nicht mein Thema, deshalb: alles mit Interesse gelesen, hab aber keine dezidierte Meinung dazu.

2. Ex-Trainer Schaaf
Zugegeben: die Schaafsche Spielidee mag nicht jedermanns Sache sein. Es ist womöglich tatsächlich beruhigender, zwei 6er hinter den Offensiven zu wissen und sich möglichst vorsichtig aus der Deckung zu wagen. Besonders attraktiv ist es nicht, zielführend auch nicht unbedingt. Wir waren viele Jahre lang die ungekrönten Könige des Quer- und Rückpasses.
Schaafs Idee war ja die, dass Ballverluste in der Vorwärtsbewegung dadurch minimiert werden, dass man sofort versucht, die Spitzen zu erreichen und nicht das Risiko eines Durchkombinierens durchs belebte Mittelfeld auf sich nimmt. Dass so etwas nicht auf Anhieb funktionieren kann, mag ja sein - aber schlecht, weil veraltet? Ich weiß nicht. Schließlich hat es zu sehr vielen Toren, 43 Punkten und Platz 9 geführt. Und die Spiele, in denen man mit zwei 6ern und einem dicht gestaffelten Mittelfeld agierte, wurden ja auch nicht samt und sonders gewonnen.
Immerhin hast du einen "Plan" entdeckt - da bist du 90 % aller Schaaf-Gegner einen Schritt voraus.  

3. Medien/Presse
Hier unterliegst du in meinen Augen dem Irrtum, der hier allenthalben durchs Forum geistert und den reggae schon verzweifelt versucht hat, aufzuklären: nicht wegen der Medienberichte, sondern wegen der darin enthaltenen Weitergabe von Internas ist Schaaf an der Berichterstattung verzweifelt. Er hat das deutlich kommuniziert, indem er die Unterstellungen und Anfeindungen nicht der Presse zuschreibt, sondern klipp und klar sagt, dass sie sich in der Presse "geäußert" haben. Das ist ein Vorwurf an Mannschaft und Verantwortliche, den ich nur unterschreiben kann. Auch das hat reggae wiederholt, wenn auch vergeblich, überzeugend dargestellt.

4. Mannschaft
Die Geschichte mit der Mentalität und der Qualität hast du sehr klar und überzeugend dargestellt. Kann man nur unterschreiben. Gleichwohl sehe ich die Latte, die sich alle Beteiligten hier selbst gelegt haben, verdammt hoch. Es wird nicht gerade einfach sein, die von dir beschriebene rosige Zukunft in die Tat umzusetzen. Schon allein die von dir beschworenen Voraussetzungen (Bereinigung der FB- und Gibson-Jünger, mehr Schnelligkeit, mehr Wille und einen gesunden Fußballgott) lassen erahnen, dass dies kein einfaches Unterfangen wird. Dazu noch die Dinge, die TS angestoßen / initiiert hat, weiterführen und mit Leben erfüllen. Und Trainingsspielchen nicht mehr unterbrechen. Prost Mahlzeit.


Dir natürlich auch einen schönen Sommer.


Danke Euch Beiden!    


Gute Beiträge in der Tat.
Zum Thema Vorstand möchte ich aber noch eins loswerden: In anbetracht der momentanen Entwicklungen hoffe ich das der "mastermind" kein Machtzugewinn feiern kann.

Meiner Persönlichen Meinung nach ist Herr Hallmann ein Teil des Problems und nicht die Lösung.
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DelmeSGE schrieb:
Thomas Schaaf ist an Thomas Schaaf gescheitert,nicht am Umfeld,nicht an der Presse,nicht an der Mannschaft.

Natürlich,es kam in diesem Jahrtausend selten genug vor,daß Eintracht Frankfurt einen einstelligen Tabellenplatz in der Ersten Liga erreichte.
Da kann manch einer fragen,was denn der Trainer Schaaf so verkehrt gemacht haben soll.

Es ist einfach die Person Schaaf,die als Nachfolger eines Armin Veh einfach nicht die richtige Wahl war,einen zu krassen Gegensatz zum extrovertierten Veh,zur bis dahin vorherrschenden Spielweise darstellte.
Diesen Schuh müssen sich die handelnden Verantwortlichen anziehen,die mal eben so von dem Spielstil und der Philosophie abrückten,die Eintracht Frankfurt unter Veh auszeichnete.
Wohl gemerkt,da war auch nicht alles Gold,was glänzt.Aber es war immer ein Spielstil zu erkennen,für den dieser Klub und dieser Trainer stand.

Was war in diesem Jahr zu erkennen? Vom ersten Tage an experimentelles Handeln,eine Spielidee bis zum letzten Tage nicht zu erkennen,kein schlüssiges Defensivkonzept.
Und hatten wir in einigen Spielen ein Defensivkonzept,dann funktonierte es vorne nicht mehr.
Schaafs grösster Fehler war aus meiner Sicht der Beginn der Saison,die Diskussionen um Alex Meier,seine Degradierung als Mannschaftskapitän.
Schon damals konnte man erkennen,daß Schaafs grösste Schwäche auch in den Bremer Jahren,fehlende Kommunikation ist.
Damit hatte er sich quasi von Beginn an einen Rucksack aufgeladen,den er bis zum Schluss nicht los wurde.
Und seien wir ehrlich,die erfolgreiche Phase im Herbst,die nun drei Spiele ohne Niederlage am Schluss waren wohl eher der Initiative der Mannschaft zu verdanken.
Das einer bei auch teilweise vollkommen absurden Erläuterungen,weshalb zum Beispiel Flum nicht spielt(lange verletzt),aber ein Valdez sofort spielt(viel länger verletzt),Angriffsflächen bietet,ist dann nur logisch.

Schaaf war auch in Bremen,in einer allerdings wesentlich überschaubareren Presselandschaft,kein Freund der Presse.
Seine langjährigen Erfolge und sein Standing sorgten jedoch dafür,daß sich kein Pressemann traute an seinem Status zu rütteln.
Hier musste er bei Null starten,sich ein Standing erarbeiten,was ihm nicht gelang.

Nun ist er weg und es bleibt eine Episode,mehr nicht.
Die hier gerne krtisierten Leute des ominösen Umfeldes und der Presse haben nur die Munition aufgenommen,die Schaaf ihnen permanent lieferte.
Mehr nicht.

Bedauerlicherweise kostet dieser Rücktritt auch noch Geld,schließlich wird das Gefolge des Herrn Schaaf,sprich Trainerstab und auch ein Valdez,nicht so einfach freiwillig die Verträge beenden.

Fazit: Wer wegen anhaltender Kritik,sicherlich auch Preisgabe von Interna,was im Profifussball,in der Politik,im Leben allgemein,ja nicht selten ist,gleich den Schwanz einzieht,dem braucht man nicht nachweinen.
Es ist die beste Entscheidung für die Eintracht,es ist der ideale Zeitpunkt.


So sieht's aus. 100% Zustimmung. Danke für diesen Beitrag.
#
reggaetyp schrieb:
reggaetyp schrieb:
Ich glaub ja immer noch, dass er weniger mit der Kritik der Medien seine Last hatte, sondern mit dem Durchstecken von Interna an die Medien.  



*dumdidum*


Welche "Interna" wären das denn bitte? Das was ALLE Spatzen in ihren Zeitungen schreiben und man auf dem Platz und anderswo sehen konnte ja wohl nicht? Also was? Was sind diese "haltlosen Anschuldigungen"?

Das einzige Internum, das gesteckt wurde, war die Meldung vom Rücktritt selbst und die stand in keinem Frankfurter Blatt, die war exklusiv in einem Blatt, dessen Chefredakteur TS wohl gesonnen ist, wie man auch dem grotesken Kommentar desselben Herrn entnehmen konnte.

Denk mal drüber nach.

DA
#
Frage:
Wie sind die Vorgaben für die nächste Saison?
und was ist, wenn wir wieder nur an den Europaplätzen kratzen?
#
Gabor1 schrieb:
Frage:
Wie sind die Vorgaben für die nächste Saison?
und was ist, wenn wir wieder nur an den Europaplätzen kratzen?


Naja das ist ein ganz schieriges Thema.
Ich versuche es mal über meine Einschätzung der Vereine die vor und hinter uns stehen:

München, Dortmund, Leverkusen, Schalke, Gladbach (mal schauen wie die die CL verkraften) sehe ich von den Möglichkeiten vor uns.

Mit Abstrichen auch noch Hoffenheim.

Alle anderen können wir schlagen. Also warum  nicht EL als Ziel ausgeben? Die Zementtheorie bietet den Spielern meiner Ansicht immer schon vor der Saison ein Alibi.
#
Nervenarzt schrieb:
Ich denk mal das die Medien nur eine Teilschuld haben. Hätte Schaaf öffentlich gesagt das er keine Lust hat auf Intriegenspielchen und Mauschelein die im Vorstand wohl statt finden, hätte er doch nur noch Benzin ins Feuer geschüttet.
Denn nach seinem weggang, wären die Machtspiele im Vorstand ein gefundenes fressen für die Presse.


Ging es Schaaf denn überhaupt darum, dass Intrigenspielchen und Mauscheleien im Vorstand stattfinden/-fanden? Gesagt hat er es nicht. Ich habe davon auch nirgends etwas werthaltiges gelesen. Gestern waren die erste Zeitung die etwas gebracht hat der Kicker und selbst da ging es um Gespräche mit einem anderen Trainer und nicht um Intrigen oder Mauscheleien im Vorstand. Wer kann belegen welche Mauscheleien es gibt? Hier im Forum scheint es ja gesetzt zu sein, dass es so ist.

Gruß,
tobago
#
tobago schrieb:
Nervenarzt schrieb:
Ich denk mal das die Medien nur eine Teilschuld haben. Hätte Schaaf öffentlich gesagt das er keine Lust hat auf Intriegenspielchen und Mauschelein die im Vorstand wohl statt finden, hätte er doch nur noch Benzin ins Feuer geschüttet.
Denn nach seinem weggang, wären die Machtspiele im Vorstand ein gefundenes fressen für die Presse.


Ging es Schaaf denn überhaupt darum, dass Intrigenspielchen und Mauscheleien im Vorstand stattfinden/-fanden? Gesagt hat er es nicht. Ich habe davon auch nirgends etwas werthaltiges gelesen. Gestern waren die erste Zeitung die etwas gebracht hat der Kicker und selbst da ging es um Gespräche mit einem anderen Trainer und nicht um Intrigen oder Mauscheleien im Vorstand. Wer kann belegen welche Mauscheleien es gibt? Hier im Forum scheint es ja gesetzt zu sein, dass es so ist.

Gruß,
tobago


Da hast du durchasu recht und darin sehe ich auch das Hauptproblem. Bei allen berichten , PK und Mittelungen gibt es nicht ein belgbaren Fakt. Alles so weich formuliert das man ohne probleme alles was man möchte darein interpretieren kann.
Man hat damit alles erreicht aber defintiv nciht das schnell wieder Ruhe einkehrt.
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So ist es. Alles nur Spekulation, keine Fakten außer dass TS seine Arbeit nicht gewürdigt sah. Aber von wem bleibt weiterhin offen.
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AdlerBonn schrieb:
So ist es. Alles nur Spekulation, keine Fakten außer dass TS seine Arbeit nicht gewürdigt sah. Aber von wem bleibt weiterhin offen.  


Seine Arbeit nicht gewürdigt ist eh ein erbärmliches Argument. Seine Arbeit wird jeden Monat mit seiner Gehaltsüberweisung gewürdigt. Mein Chef kommt auch nicht ständig in mein Büro und erzählt mir wie toll ich meine Arbeit mache!
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Basaltkopp schrieb:
Mein Chef kommt auch nicht ständig in mein Büro und erzählt mir wie toll ich meine Arbeit mache!

es ehrt ihn, kein Lügner zu sein  
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Ja, so ists wohl bei jedem.
Und mal ehrlich, ab einer gewissen Größe eines Unternehmens und mit Hirarchiestufen wirds immer einen oder mehrere geben die eine andere Person  in die Pfanne hauen wollen. Das ist auch normal, wenn auch nicht gut.
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Basaltkopp schrieb:
AdlerBonn schrieb:
So ist es. Alles nur Spekulation, keine Fakten außer dass TS seine Arbeit nicht gewürdigt sah. Aber von wem bleibt weiterhin offen.  


Seine Arbeit nicht gewürdigt ist eh ein erbärmliches Argument. Seine Arbeit wird jeden Monat mit seiner Gehaltsüberweisung gewürdigt. Mein Chef kommt auch nicht ständig in mein Büro und erzählt mir wie toll ich meine Arbeit mache!


aus gutem Grund  
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Basaltkopp schrieb:
AdlerBonn schrieb:
So ist es. Alles nur Spekulation, keine Fakten außer dass TS seine Arbeit nicht gewürdigt sah. Aber von wem bleibt weiterhin offen.  


Seine Arbeit nicht gewürdigt ist eh ein erbärmliches Argument. Seine Arbeit wird jeden Monat mit seiner Gehaltsüberweisung gewürdigt. Mein Chef kommt auch nicht ständig in mein Büro und erzählt mir wie toll ich meine Arbeit mache!


Öhm, ist es nicht ungefähr das, was gemäß FR die Spieler beklagten?
Oder wollten die, dass TS ihnen Gutenachtgeschichten erzählt?

Im übrigen: Selbst hohe Angestellte freuen sich bisweilen über ein "gut gemacht".

Vermutlich sogar du, Basaltkopp.
Nicht täglich. Aber so ab und zu möchte man auch mal gelobt werden.
So was nennt man menschlich
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reggaetyp schrieb:
Basaltkopp schrieb:
AdlerBonn schrieb:
So ist es. Alles nur Spekulation, keine Fakten außer dass TS seine Arbeit nicht gewürdigt sah. Aber von wem bleibt weiterhin offen.  


Seine Arbeit nicht gewürdigt ist eh ein erbärmliches Argument. Seine Arbeit wird jeden Monat mit seiner Gehaltsüberweisung gewürdigt. Mein Chef kommt auch nicht ständig in mein Büro und erzählt mir wie toll ich meine Arbeit mache!


Öhm, ist es nicht ungefähr das, was gemäß FR die Spieler beklagten?
Oder wollten die, dass TS ihnen Gutenachtgeschichten erzählt?

Im übrigen: Selbst hohe Angestellte freuen sich bisweilen über ein "gut gemacht".

Vermutlich sogar du, Basaltkopp.
Nicht täglich. Aber so ab und zu möchte man auch mal gelobt werden.
So was nennt man menschlich


Bei uns in der Firma gabs auch mal einen Mitarbeiter, der dauernd auf Bereichsrunden eingefordert hat, dass man sich bei ihm bedankt ... er hat keine Möglichkeit ausgelassen das hysterisch ein zu fordern ..
Was soll ich sagen, mitlerweile hat er einen Auflösungsvertrag unterschrieben.
#
reggaetyp schrieb:
Basaltkopp schrieb:
AdlerBonn schrieb:
So ist es. Alles nur Spekulation, keine Fakten außer dass TS seine Arbeit nicht gewürdigt sah. Aber von wem bleibt weiterhin offen.  


Seine Arbeit nicht gewürdigt ist eh ein erbärmliches Argument. Seine Arbeit wird jeden Monat mit seiner Gehaltsüberweisung gewürdigt. Mein Chef kommt auch nicht ständig in mein Büro und erzählt mir wie toll ich meine Arbeit mache!


Öhm, ist es nicht ungefähr das, was gemäß FR die Spieler beklagten?
Oder wollten die, dass TS ihnen Gutenachtgeschichten erzählt?

Im übrigen: Selbst hohe Angestellte freuen sich bisweilen über ein "gut gemacht".

Vermutlich sogar du, Basaltkopp.
Nicht täglich. Aber so ab und zu möchte man auch mal gelobt werden.
So was nennt man menschlich


Nicht getadelt ist gelobt genug.  
Es würde ja schon reichen, wenn man auf Spekulationen, Halbwahrheiten oder gezielte Kampagnen wie vor dem Hoffenheimspiel verzichten und über die Arbeit und deren Ergebnis mit Sachverstand, Fairness und ausgewogen berichten sowie auf angedeutete Insider-Infos verzichten würde.
Ich wette, TS hätte das auch gereicht.
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AdlerBonn schrieb:
reggaetyp schrieb:
Basaltkopp schrieb:
AdlerBonn schrieb:
So ist es. Alles nur Spekulation, keine Fakten außer dass TS seine Arbeit nicht gewürdigt sah. Aber von wem bleibt weiterhin offen.  


Seine Arbeit nicht gewürdigt ist eh ein erbärmliches Argument. Seine Arbeit wird jeden Monat mit seiner Gehaltsüberweisung gewürdigt. Mein Chef kommt auch nicht ständig in mein Büro und erzählt mir wie toll ich meine Arbeit mache!


Öhm, ist es nicht ungefähr das, was gemäß FR die Spieler beklagten?
Oder wollten die, dass TS ihnen Gutenachtgeschichten erzählt?

Im übrigen: Selbst hohe Angestellte freuen sich bisweilen über ein "gut gemacht".

Vermutlich sogar du, Basaltkopp.
Nicht täglich. Aber so ab und zu möchte man auch mal gelobt werden.
So was nennt man menschlich


Bei uns in der Firma gabs auch mal einen Mitarbeiter, der dauernd auf Bereichsrunden eingefordert hat, dass man sich bei ihm bedankt ... er hat keine Möglichkeit ausgelassen das hysterisch ein zu fordern ..
Was soll ich sagen, mitlerweile hat er einen Auflösungsvertrag unterschrieben.


Gutes Beispiel. Ich seh da Schaaf förmlich vor mir. Hysterisch Dank einfordernd.  
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Basaltkopp schrieb:

Mein Chef kommt auch nicht ständig in mein Büro und erzählt mir wie toll ich meine Arbeit mache!

Er lässt dir aber hoffentlich auch nicht über Außenstehende mitteilen, dass er deinen Arbeitsstil kacke findet, du keine Ahnung vom Job hast und deine Menschenführung fürn ***** ist, weil sich die Mitarbeiter ständig über dich beschweren. Er sagt dir sowas hoffentlich direkt ins Gesicht  
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TS ist freiwillig gegangen, und es ist doch noch nicht ein Trainer der wegen einem Zeitungsartikel der FR oder der Bild gegangen ist. Das glaubt doch keiner.
Ja sicherlich gab es Störfeuer aus den eigenen Reihen, aber man kann es dann auch verstehen wieso.
61 Gegentore, nach Meiers Verletzung 4 Spiele ohne eigenes Tor, nur 1 Punkt in der Zeit geholt (0:0 gegen Gladbach), 2 Punkte auswärts in der Rückrunde und nur 10 insgesamt auswärts, das sind Fakten eines Absteigers, das wollen wir hier aber auch mal klipp und klar festhalten.
Zusätzlich hat der Herr Schaaf es nicht geschafft der Mannschaft ein stabiles Defensiv Konzept an die Hand zu legen, gegen gute Mannschaften hat es evtl. noch ganz gut geklappt, da man da etwas kompakter stand, aber gegen die Mannschaften auf Augenhöhe, worden wir zum Teil arg vorgeführt, Mainz, Stuttgart, Köln, Paderborn etc..

Muss ehrlich zugeben nach dem Spiel gegen Hannover habe ich das erstemal laut gebrüllt Schaaf muss weg, wieder wurden die Punkte hergeschenkt und nichts passte zusammen, hätte das Spiel noch 5 min. länger gedauert dann hätten wir das auch noch verloren.
Sorry aber das sind wahnsinnige Defizite die er da nicht aus der Mannschaft rausbekommen hat.
Die Mannschaft rückte zusammen, aber nicht auf das Signal von Schaaf hin, sondern die Jungs haben sich selbst zusammengerauft.
Am Ende mit lächerlichen 36 Punkten wollten die anscheinend nicht rumdümpeln, ich finde man muss einen Neu Anfang starten.
Genauso wissen wir das HB gehen wird, Bender ebenfalls, neue Leute werden in noch wichtigere Entscheidungsprozesse eingebunden, was auch richtig ist.

Ich blicke optimistisch nach vorne. Wer hier wieder von Ära Ohms und Co spricht, der hat glaube ich den Kern der Eintracht nicht verstanden. Ein gefestigter Verein, und er wird sich nicht überschulden und sinnlos Geld rausschmeißen
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DelmeSGE schrieb:
Thomas Schaaf ist an Thomas Schaaf gescheitert,nicht am Umfeld,nicht an der Presse,nicht an der Mannschaft.

Natürlich,es kam in diesem Jahrtausend selten genug vor,daß Eintracht Frankfurt einen einstelligen Tabellenplatz in der Ersten Liga erreichte.
Da kann manch einer fragen,was denn der Trainer Schaaf so verkehrt gemacht haben soll.

Es ist einfach die Person Schaaf,die als Nachfolger eines Armin Veh einfach nicht die richtige Wahl war,einen zu krassen Gegensatz zum extrovertierten Veh,zur bis dahin vorherrschenden Spielweise darstellte.
Diesen Schuh müssen sich die handelnden Verantwortlichen anziehen,die mal eben so von dem Spielstil und der Philosophie abrückten,die Eintracht Frankfurt unter Veh auszeichnete.
Wohl gemerkt,da war auch nicht alles Gold,was glänzt.Aber es war immer ein Spielstil zu erkennen,für den dieser Klub und dieser Trainer stand.

Was war in diesem Jahr zu erkennen? Vom ersten Tage an experimentelles Handeln,eine Spielidee bis zum letzten Tage nicht zu erkennen,kein schlüssiges Defensivkonzept.
Und hatten wir in einigen Spielen ein Defensivkonzept,dann funktonierte es vorne nicht mehr.
Schaafs grösster Fehler war aus meiner Sicht der Beginn der Saison,die Diskussionen um Alex Meier,seine Degradierung als Mannschaftskapitän.
Schon damals konnte man erkennen,daß Schaafs grösste Schwäche auch in den Bremer Jahren,fehlende Kommunikation ist.
Damit hatte er sich quasi von Beginn an einen Rucksack aufgeladen,den er bis zum Schluss nicht los wurde.
Und seien wir ehrlich,die erfolgreiche Phase im Herbst,die nun drei Spiele ohne Niederlage am Schluss waren wohl eher der Initiative der Mannschaft zu verdanken.
Das einer bei auch teilweise vollkommen absurden Erläuterungen,weshalb zum Beispiel Flum nicht spielt(lange verletzt),aber ein Valdez sofort spielt(viel länger verletzt),Angriffsflächen bietet,ist dann nur logisch.

Schaaf war auch in Bremen,in einer allerdings wesentlich überschaubareren Presselandschaft,kein Freund der Presse.
Seine langjährigen Erfolge und sein Standing sorgten jedoch dafür,daß sich kein Pressemann traute an seinem Status zu rütteln.
Hier musste er bei Null starten,sich ein Standing erarbeiten,was ihm nicht gelang.

Nun ist er weg und es bleibt eine Episode,mehr nicht.
Die hier gerne krtisierten Leute des ominösen Umfeldes und der Presse haben nur die Munition aufgenommen,die Schaaf ihnen permanent lieferte.
Mehr nicht.

Bedauerlicherweise kostet dieser Rücktritt auch noch Geld,schließlich wird das Gefolge des Herrn Schaaf,sprich Trainerstab und auch ein Valdez,nicht so einfach freiwillig die Verträge beenden.

Fazit: Wer wegen anhaltender Kritik,sicherlich auch Preisgabe von Interna,was im Profifussball,in der Politik,im Leben allgemein,ja nicht selten ist,gleich den Schwanz einzieht,dem braucht man nicht nachweinen.
Es ist die beste Entscheidung für die Eintracht,es ist der ideale Zeitpunkt.


Sehr richtig!
Besonders der Beginn: "Thomas Schaaf ist an Thomas Schaf gescheitert.." bringt es auf den Punkt. Eintracht Frankfurt, das Umfeld, die Presse und die Mannschaft haben bewiesen, dass sie mit Trainern langfristig arbeiten können.
Der Stil zum Ende war suboptimal, aber manchmal heilig der Zweck die Mittel.
Wären wir 1994 Jupp Heynckes irgendwie losgeworden, bevor die Mannschaft in ihre Einzelteile zerlegt wurde, wäre uns viel erspart geblieben. Vielleicht hat einige die Angst erfasst, dass wir wieder Stammspieler verlieren (Verträge hin oder her), aber dafür aus Prinzip einen Trainer gestützt  haben.


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