Alles rund um die AfD - 2018/19

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Ist es elitär, zu wissen, dass die Grenzen 2015 nicht geöffnet, sondern nur nicht geschlossen wurden? Ist es elitär, zu wissen, dass unser Land seinen Wohlstand zu einem erheblichen Teil auf einer Institution wie der EU und einer Gemeinschaftswährung basiert? Ist es elitär, zu wissen, dass nicht Griechenland, sondern den Banken geholfen wurde? Ist es elitär, zu wissen, dass Dublin die Anrainerstaaten belastet und die Binnenländer von jeder (Mit)Verantwortung befreit? Und ist es elitär, zu wissen, dass es in der AfD jede Menge hochrangiger Funktionäre gibt, die mit völkisch-nationalem Gedankengut nicht hinter dem Berg halten?

Was an all diesem Wissen ist elitär? Und doch erntet man immer und immer wieder verständnisloses Kopfschütteln, wenn man auch nur ansatzweise solche Aussagen trifft. Und nicht nur da: alle Ultras sind Hooligans, Pyrobrenner gehören ins Gefängnis, die Vereine müssen zwingend die Polizeieinsätze bei Bundesligaspielen bezahlen und was dergleichen mehr ist. Und das sind keine vereinzelten Stimmen, das ist gefühlt die Masse und die Mehrheit, die solche Thesen vertritt. Bar jeglicher Kenntnis, bar jeden Wissens und bar jeden Verständnisses der Sachlagen.

Vielleicht bist ja eher du elitär, weil du dich in solchen Kreisen nicht bewegst.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Ist es elitär, zu wissen, dass die Grenzen 2015 nicht geöffnet, sondern nur nicht geschlossen wurden?

"Hervorgezerrt" , lieber Würzburger hast Du das Thema. Nicht ich. Soviel zur Wahrheit.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Ist es elitär, zu wissen, dass die Grenzen 2015 nicht geöffnet, sondern nur nicht geschlossen wurden?

"Hervorgezerrt" , lieber Würzburger hast Du das Thema. Nicht ich. Soviel zur Wahrheit.
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hawischer schrieb:

WuerzburgerAdler schrieb:

Ist es elitär, zu wissen, dass die Grenzen 2015 nicht geöffnet, sondern nur nicht geschlossen wurden?

"Hervorgezerrt" , lieber Würzburger hast Du das Thema. Nicht ich. Soviel zur Wahrheit.

Ich schrieb: Und durch dieses ständige Wieder-Hervorzerren der Mär von der "Grenzöffnung"
Soviel zur Wahrheit.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Ist es elitär, zu wissen, dass die Grenzen 2015 nicht geöffnet, sondern nur nicht geschlossen wurden?

"Hervorgezerrt" , lieber Würzburger hast Du das Thema. Nicht ich. Soviel zur Wahrheit.
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hawischer schrieb:

WuerzburgerAdler schrieb:

Ist es elitär, zu wissen, dass die Grenzen 2015 nicht geöffnet, sondern nur nicht geschlossen wurden?

"Hervorgezerrt" , lieber Würzburger hast Du das Thema. Nicht ich. Soviel zur Wahrheit.


wie immer landet man am ende bei dir am rosinenpicken, jetzt geht es schon wieder nur um die wortklauberei.

die frage ob man es nicht wissen kann, hat zwar der würzburger gestellt, aber ausgewälzt und dem märchen wieder futter gegeben, hast Du.
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Ich sags mal mit ganz einfachen Worten:

Ein humanitärer Akt, eine Geste der Menschlichkeit und des Großmuts wurde - hübsch angestachelt von der AfD und aus dem "bürgerlichen" Lager vor allem der CSU - zu dem "größten Problem" dieses Landes hochgepusht. Und das, obwohl vermutlich ca. 95 % aller Einwohner dieses Landes noch nie mit diesem "Problem" in irgendeiner Weise in Berührung gekommen sind und es weiß Gott ganz andere, dringendere und weitreichendere Probleme zu lösen gilt.

Und noch immer gibt es Leute, die diesen oben beschriebenen Akt heute, nach fast vier Jahren, hervorzerren, in seine Einzelteile zerlegen und der damaligen Regierung nebst deren Chefin vorhalten. Kein Gedanke daran, dass sich plötzlich Hunderttausende auf der Autobahn Richtung deutscher Grenze bewegten, kein Gedanke daran, welches denn die Alternative gewesen sei, kein Gedanke an die "dringenden Bitten" der österreichischen Regierung, die Grenzen offenzuhalten, kein Gedanke an die Menschen, denen - wie jemand oben richtig schrieb - in Ungarn die Fresse poliert wurde, kein Gedanke daran, dass es nicht die Zeit gab, große Konferenzen in Europa oder große Debatten im Bundestag zu veranstalten, sondern man handeln musste.

Und das Schlimmste daran ist das, was man auch immer wieder gerne von bestimmter Seite hört: "Ich finde es ja richtig, dass man die Grenzen nicht geschlossen hat, aber..."

Und durch dieses ständige Wieder-Hervorzerren der Mär von der "Grenzöffnung" und permanente Wiederholen äußerst fragwürdiger "Argumente" gegen die damalige Entscheidung, die Grenze nicht zu schließen, hilft man - wem? Richtig.

Bravo hawischer. Fein gemacht.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Und das, obwohl vermutlich ca. 95 % aller Einwohner dieses Landes noch nie mit diesem "Problem" in irgendeiner Weise in Berührung gekommen sind und es weiß Gott ganz andere, dringendere und weitreichendere Probleme zu lösen gilt



richtig und ich habe keinen Cent weniger auf dem Konto trotz Flüchtlinger, vermutlich wie die allermeisten.
Trotzdem höre ich immer wieder -heute von einem Kollegen, interessanterweise vom BR- dass für die Flüchtlinge Geld da ist, aber nicht für die bedürftigen Rentner etc.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Und das, obwohl vermutlich ca. 95 % aller Einwohner dieses Landes noch nie mit diesem "Problem" in irgendeiner Weise in Berührung gekommen sind und es weiß Gott ganz andere, dringendere und weitreichendere Probleme zu lösen gilt



richtig und ich habe keinen Cent weniger auf dem Konto trotz Flüchtlinger, vermutlich wie die allermeisten.
Trotzdem höre ich immer wieder -heute von einem Kollegen, interessanterweise vom BR- dass für die Flüchtlinge Geld da ist, aber nicht für die bedürftigen Rentner etc.
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Tafelberg schrieb:

WuerzburgerAdler schrieb:

Und das, obwohl vermutlich ca. 95 % aller Einwohner dieses Landes noch nie mit diesem "Problem" in irgendeiner Weise in Berührung gekommen sind und es weiß Gott ganz andere, dringendere und weitreichendere Probleme zu lösen gilt



richtig und ich habe keinen Cent weniger auf dem Konto trotz Flüchtlinger, vermutlich wie die allermeisten.
Trotzdem höre ich immer wieder -heute von einem Kollegen, interessanterweise vom BR- dass für die Flüchtlinge Geld da ist, aber nicht für die bedürftigen Rentner etc.


Es gibt sogar sehr viele, die dank der Flüchtlinge einen Job haben (ich kenne einen Maler und einen "Asylbeamten", die direkt profitiert haben) oder gar Selbstständige, die massiv Aufträge gekriegt haben. Das war schon ein dickes Konjunkturprogramm...

Und noch ein paar "Krisen" mehr reichen vielleicht, dass ich mir Hoffnungen machen könnte im Rentenalter in 26 Jahren sogar eine Rente zu kriegen. Auch wenn ich gelesen habe, dass der demografische Wandel nur minimal beeinflusst wurde, so hab ich da immer noch meine Hoffnung.
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Tafelberg schrieb:

WuerzburgerAdler schrieb:

Und das, obwohl vermutlich ca. 95 % aller Einwohner dieses Landes noch nie mit diesem "Problem" in irgendeiner Weise in Berührung gekommen sind und es weiß Gott ganz andere, dringendere und weitreichendere Probleme zu lösen gilt



richtig und ich habe keinen Cent weniger auf dem Konto trotz Flüchtlinger, vermutlich wie die allermeisten.
Trotzdem höre ich immer wieder -heute von einem Kollegen, interessanterweise vom BR- dass für die Flüchtlinge Geld da ist, aber nicht für die bedürftigen Rentner etc.


Es gibt sogar sehr viele, die dank der Flüchtlinge einen Job haben (ich kenne einen Maler und einen "Asylbeamten", die direkt profitiert haben) oder gar Selbstständige, die massiv Aufträge gekriegt haben. Das war schon ein dickes Konjunkturprogramm...

Und noch ein paar "Krisen" mehr reichen vielleicht, dass ich mir Hoffnungen machen könnte im Rentenalter in 26 Jahren sogar eine Rente zu kriegen. Auch wenn ich gelesen habe, dass der demografische Wandel nur minimal beeinflusst wurde, so hab ich da immer noch meine Hoffnung.
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Jaroos schrieb:

Es gibt sogar sehr viele, die dank der Flüchtlinge einen Job haben (ich kenne einen Maler und einen "Asylbeamten", die direkt profitiert haben) oder gar Selbstständige, die massiv Aufträge gekriegt haben. Das war schon ein dickes Konjunkturprogramm...


Oder im Bereich der Jugendhilfe... (Betreutes Wohnen für minderjährige Flüchtlinge etc.)

Mich stört beim Thema Flüchtlinge nur, dass die Diskussion sich um die falschen Fragen dreht. Da geht es darum, was passieren würde, wenn wieder evtl. irgendwie eine weitere Flüchtlingswelle auf uns zukommen könnte, welche Maßnahmen man ergreifen könnte und und und... Oder welche Straftaten einzelne Flüchtlinge begehen...

Die für mich eigentlich wesentlichen Fragen sind: Will man die Flüchtlinge irgendwann wieder in die Heimat schicken? Wenn ja, warum integrieren wir sie dann mit all dem Aufwand bzw. fordern dies von den Flüchtlingen auch ein? Wenn nein, warum haben wir dann noch dieses ausufernde Asylverfahren? Und wie hoch ist die Akzeptanz eines Asylrechts, bei der die Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Heimat de facto unwahrscheinlich ist?

Ich finde das Verhalten bei diesen Fragen für intransparent. Entweder man stellt sich hin und sagt, dass diese Menschen bleiben und wir alles dafür tun, dass diese Menschen integriert werden. Oder man sagt, dass diese Menschen wieder großteils zurückkehren müssen, wenn keine klare Gefahr mehr im Heimatland besteht.

Mir fehlen in Flüchtlings- und Migrationsfragen einfach zu oft klare Aussagen. Da gibt es kaum ein Ja oder Nein, da gibt es nur Ja, aber und Nein, aber... Man ist Getriebener der Diskussion und der Lage. Und ausnutzen kann diese Situation jede Partei, die eine sehr klare Meinung zu dem Thema vertritt. Es ist nicht überraschend, dass AfD und Grüne (ab dem Rechtsruck der Union) davon in den letzten 3 Jahren profitiert haben. Die einen würden am liebsten die Grenzen hochziehen und schießen , die anderen möchten den Ankommenden helfen und sie integrieren. Bei Union und SPD weiß man nicht, was sie wollen. Ein bisschen Integration, ein bisschen mehr Grenzschutz, ein bisschen mehr Härte...

Aber das nur meine aktuellen fünf Pfennig zu dem Dauerthema.
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Jaroos schrieb:

Es gibt sogar sehr viele, die dank der Flüchtlinge einen Job haben (ich kenne einen Maler und einen "Asylbeamten", die direkt profitiert haben) oder gar Selbstständige, die massiv Aufträge gekriegt haben. Das war schon ein dickes Konjunkturprogramm...


Oder im Bereich der Jugendhilfe... (Betreutes Wohnen für minderjährige Flüchtlinge etc.)

Mich stört beim Thema Flüchtlinge nur, dass die Diskussion sich um die falschen Fragen dreht. Da geht es darum, was passieren würde, wenn wieder evtl. irgendwie eine weitere Flüchtlingswelle auf uns zukommen könnte, welche Maßnahmen man ergreifen könnte und und und... Oder welche Straftaten einzelne Flüchtlinge begehen...

Die für mich eigentlich wesentlichen Fragen sind: Will man die Flüchtlinge irgendwann wieder in die Heimat schicken? Wenn ja, warum integrieren wir sie dann mit all dem Aufwand bzw. fordern dies von den Flüchtlingen auch ein? Wenn nein, warum haben wir dann noch dieses ausufernde Asylverfahren? Und wie hoch ist die Akzeptanz eines Asylrechts, bei der die Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Heimat de facto unwahrscheinlich ist?

Ich finde das Verhalten bei diesen Fragen für intransparent. Entweder man stellt sich hin und sagt, dass diese Menschen bleiben und wir alles dafür tun, dass diese Menschen integriert werden. Oder man sagt, dass diese Menschen wieder großteils zurückkehren müssen, wenn keine klare Gefahr mehr im Heimatland besteht.

Mir fehlen in Flüchtlings- und Migrationsfragen einfach zu oft klare Aussagen. Da gibt es kaum ein Ja oder Nein, da gibt es nur Ja, aber und Nein, aber... Man ist Getriebener der Diskussion und der Lage. Und ausnutzen kann diese Situation jede Partei, die eine sehr klare Meinung zu dem Thema vertritt. Es ist nicht überraschend, dass AfD und Grüne (ab dem Rechtsruck der Union) davon in den letzten 3 Jahren profitiert haben. Die einen würden am liebsten die Grenzen hochziehen und schießen , die anderen möchten den Ankommenden helfen und sie integrieren. Bei Union und SPD weiß man nicht, was sie wollen. Ein bisschen Integration, ein bisschen mehr Grenzschutz, ein bisschen mehr Härte...

Aber das nur meine aktuellen fünf Pfennig zu dem Dauerthema.
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Ich gebe dir insofern Recht, dass es keine Partei und keine in der Politik tätige Person bislang hinbekommen hat, ein schlüssiges Konzept zum Umgang mit den zu uns gekommenen Flüchtlingen vorzulegen, geschweige denn einen zukunftsfähigen Plan hat, wie man sich anhand der globalen Situation in den kommenden Jahren verhalten wird. Auf der anderen Seite ist es aber auch richtig, dass es in diesen Fragen keine Schwarz-Weiß-Malerei gibt. Denn was mich in dieser Frage am meisten stört, ist die Tatsache, dass keine Seite ohne Pauschalisierungen auskommt. Und damit wird man der Situation nicht ansatzweise gerecht.

Um in diesem Bereich handlungsfähig zu werden, bedarf es vermutlich einem großen politischen  Aufwand und einem enormen gesellschaftlichen Willen. Dies setzt offene Debatten voraus, die sicher hart geführt werden müssen und in denen es hoch her gehen wird. Ich persönlich glaube, dass dies ein Diskurs sein muss, der nicht ideologisch geführt werden darf, in dem unschöne Dinge auf den Tisch müssen,  der sicher sehr komplex ist, in dem es keine einfachen Antworten gibt und der  immer unter der Zielstellung stehen muss, die Menschenwürde in der bestmöglichen Form zu  wahren. Dazu sollten alle gesellschaftlichen Strömungen eingeladen sein, die an einem konstruktiven Vorankommen Interesse haben. Dies schließt aber leider genau diese braune Strömung rund um AfD, Pegida, Identitäre und wie sie alle heißen von diesem Diskurs aus. Denn dort ist nicht konstruktives zu erkennen, dort gibt es nur Hass, Hetze und Fremdenfeindlichkeit. Und das kann keine Grundlage für irgendwas sein. Das löst keine Probleme, dass schafft immer neue! Daher ist dieses Thema im AfD-Thread vermutlich auch komplett falsch aufgehoben.
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Ich gebe dir insofern Recht, dass es keine Partei und keine in der Politik tätige Person bislang hinbekommen hat, ein schlüssiges Konzept zum Umgang mit den zu uns gekommenen Flüchtlingen vorzulegen, geschweige denn einen zukunftsfähigen Plan hat, wie man sich anhand der globalen Situation in den kommenden Jahren verhalten wird. Auf der anderen Seite ist es aber auch richtig, dass es in diesen Fragen keine Schwarz-Weiß-Malerei gibt. Denn was mich in dieser Frage am meisten stört, ist die Tatsache, dass keine Seite ohne Pauschalisierungen auskommt. Und damit wird man der Situation nicht ansatzweise gerecht.

Um in diesem Bereich handlungsfähig zu werden, bedarf es vermutlich einem großen politischen  Aufwand und einem enormen gesellschaftlichen Willen. Dies setzt offene Debatten voraus, die sicher hart geführt werden müssen und in denen es hoch her gehen wird. Ich persönlich glaube, dass dies ein Diskurs sein muss, der nicht ideologisch geführt werden darf, in dem unschöne Dinge auf den Tisch müssen,  der sicher sehr komplex ist, in dem es keine einfachen Antworten gibt und der  immer unter der Zielstellung stehen muss, die Menschenwürde in der bestmöglichen Form zu  wahren. Dazu sollten alle gesellschaftlichen Strömungen eingeladen sein, die an einem konstruktiven Vorankommen Interesse haben. Dies schließt aber leider genau diese braune Strömung rund um AfD, Pegida, Identitäre und wie sie alle heißen von diesem Diskurs aus. Denn dort ist nicht konstruktives zu erkennen, dort gibt es nur Hass, Hetze und Fremdenfeindlichkeit. Und das kann keine Grundlage für irgendwas sein. Das löst keine Probleme, dass schafft immer neue! Daher ist dieses Thema im AfD-Thread vermutlich auch komplett falsch aufgehoben.
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Und noch als Ergänzung: Es gibt natürlich noch ganz andere politische Themen, die man dringend gesamtgesellschaftlich angehen müsste und die auch mal wieder in den Fokus der Diskussionen gerückt gehören. Denn man lässt sich tatsächlich immer wieder in das Thema "Flüchtlingspolitik" von diesen fremdenfeindlichen und ängstlichen Schlechtmenschen treiben. Als ob wir keine größeren Probleme hätten...
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Und noch als Ergänzung: Es gibt natürlich noch ganz andere politische Themen, die man dringend gesamtgesellschaftlich angehen müsste und die auch mal wieder in den Fokus der Diskussionen gerückt gehören. Denn man lässt sich tatsächlich immer wieder in das Thema "Flüchtlingspolitik" von diesen fremdenfeindlichen und ängstlichen Schlechtmenschen treiben. Als ob wir keine größeren Probleme hätten...
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Brodowin schrieb:

Und noch als Ergänzung: Es gibt natürlich noch ganz andere politische Themen, die man dringend gesamtgesellschaftlich angehen müsste und die auch mal wieder in den Fokus der Diskussionen gerückt gehören. Denn man lässt sich tatsächlich immer wieder in das Thema "Flüchtlingspolitik" von diesen fremdenfeindlichen und ängstlichen Schlechtmenschen treiben. Als ob wir keine größeren Probleme hätten...


Ich genieße gerade was ihr schreibt, denn die AfD hat das Thema schon so beschlagnahmt, dass es immer nur darum geht deren Unsinn zu entkräften. Eine richtige Diskussion darüber ist nicht mehr möglich, weil es nur um die rechten Standpunkte geht.
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Brodowin schrieb:

Und noch als Ergänzung: Es gibt natürlich noch ganz andere politische Themen, die man dringend gesamtgesellschaftlich angehen müsste und die auch mal wieder in den Fokus der Diskussionen gerückt gehören. Denn man lässt sich tatsächlich immer wieder in das Thema "Flüchtlingspolitik" von diesen fremdenfeindlichen und ängstlichen Schlechtmenschen treiben. Als ob wir keine größeren Probleme hätten...


Ich genieße gerade was ihr schreibt, denn die AfD hat das Thema schon so beschlagnahmt, dass es immer nur darum geht deren Unsinn zu entkräften. Eine richtige Diskussion darüber ist nicht mehr möglich, weil es nur um die rechten Standpunkte geht.
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Aber darum sind wir doch im AfD Thread. Um den ihre verworrenen und auf Unwahrheiten basierenden Argumenten zu entwurschteln. Und das es bedauerlicherweise ja auch noch genügend "Steigbügelhalter" außerhalb der AfD gibt die es ja "fast" genauso sehen aber ja doch nicht so wie die AfD. Und wenn dann nur ein bisschen...

Wie halt generell die Unions Politik ist. Von allem ein bisschen, von nichts richtig.
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Dass Migration nicht schwarz oder weiß gelöst werden kann, sondern viele Grautöne hat, ist doch logisch.

Ist bei vielen anderen Fragen ja auch so. Geht ja eher darum, dass man transparent, offen, ehrlich und klar agiert. Das tut man eben nicht. Die Union z.B. weiß ja selbst nicht, wo sie steht. Und so kann sie auch nichts klar kommunizieren. Meines Erachtens stärkt so ein Verhalten auf Dauer nur die Ränder.
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Und noch als Ergänzung: Es gibt natürlich noch ganz andere politische Themen, die man dringend gesamtgesellschaftlich angehen müsste und die auch mal wieder in den Fokus der Diskussionen gerückt gehören. Denn man lässt sich tatsächlich immer wieder in das Thema "Flüchtlingspolitik" von diesen fremdenfeindlichen und ängstlichen Schlechtmenschen treiben. Als ob wir keine größeren Probleme hätten...
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Brodowin schrieb:
Es gibt natürlich noch ganz andere politische Themen, die man dringend gesamtgesellschaftlich angehen müsste und die auch mal wieder in den Fokus der Diskussionen gerückt gehören. Denn man lässt sich tatsächlich immer wieder in das Thema "Flüchtlingspolitik" von diesen fremdenfeindlichen und ängstlichen Schlechtmenschen treiben. Als ob wir keine größeren Probleme hätten...

Natürlich gibt es größere Probleme als die Flüchtlingspolitik. Aber wir sind hier im "Alles rund um die AfD"-Thread. Und die AfD kennt nur Flüchtlingspolitik und Fremdenhass, sonst Nichts. Es gibt also nix anderes in diesem Thread im Zusammenhang mit der AfD zu diskutieren.
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Ich gebe dir insofern Recht, dass es keine Partei und keine in der Politik tätige Person bislang hinbekommen hat, ein schlüssiges Konzept zum Umgang mit den zu uns gekommenen Flüchtlingen vorzulegen, geschweige denn einen zukunftsfähigen Plan hat, wie man sich anhand der globalen Situation in den kommenden Jahren verhalten wird. Auf der anderen Seite ist es aber auch richtig, dass es in diesen Fragen keine Schwarz-Weiß-Malerei gibt. Denn was mich in dieser Frage am meisten stört, ist die Tatsache, dass keine Seite ohne Pauschalisierungen auskommt. Und damit wird man der Situation nicht ansatzweise gerecht.

Um in diesem Bereich handlungsfähig zu werden, bedarf es vermutlich einem großen politischen  Aufwand und einem enormen gesellschaftlichen Willen. Dies setzt offene Debatten voraus, die sicher hart geführt werden müssen und in denen es hoch her gehen wird. Ich persönlich glaube, dass dies ein Diskurs sein muss, der nicht ideologisch geführt werden darf, in dem unschöne Dinge auf den Tisch müssen,  der sicher sehr komplex ist, in dem es keine einfachen Antworten gibt und der  immer unter der Zielstellung stehen muss, die Menschenwürde in der bestmöglichen Form zu  wahren. Dazu sollten alle gesellschaftlichen Strömungen eingeladen sein, die an einem konstruktiven Vorankommen Interesse haben. Dies schließt aber leider genau diese braune Strömung rund um AfD, Pegida, Identitäre und wie sie alle heißen von diesem Diskurs aus. Denn dort ist nicht konstruktives zu erkennen, dort gibt es nur Hass, Hetze und Fremdenfeindlichkeit. Und das kann keine Grundlage für irgendwas sein. Das löst keine Probleme, dass schafft immer neue! Daher ist dieses Thema im AfD-Thread vermutlich auch komplett falsch aufgehoben.
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Vorausgeschickt: es gibt ja Muster. Die Balkankriege und die Konflikte in Afrika (Eritrea und andere) bescherten Deutschland Anfang der 90er eine Flüchtlingswelle in vergleichbaren Relationen wie 2015. Damit einher ging übrigens die Blütezeit der Reps sowie die Anschläge in Hoyerswerda, Mölln und anderswo. Von den Serbokroatischen Flüchtlingen mussten nach Kriegsende fast alle wieder zurück in ihre Heimat. Bei den Kosovaren Ende der 90er gestaltete sich das wegen des anhaltenden Konflikts etwas schwieriger.

Ich meine, wenn bei Flüchtlingen der Fluchtgrund definitiv beseitigt ist, besteht für das Aufnahmeland keine Verpflichtung mehr, die Menschen zu behalten - auch keine moralische. Schließlich werden die Menschen in ihrer Heimat auch gebraucht. Wer bleiben will, sollte seine Integrationsfähigkeit resp. den Willen dazu nachhaltig nachgewiesen haben. Dann allerdings sollte er auch bleiben dürfen.

Sehr schwierig wird es für mich bei Flüchtlingen aus afrikanischen Ländern, insbesondere dann, wenn ersichtlich ist, dass der Fluchtgrund (auch wirtschaftliche Not ist ein hinreichender Fluchtgrund) unmittelbar mit der Wirtschafts-, Handels- und Außenpolitik der europäischen Staaten zusammenhängt. Dieser Nachweis ist bei vielen Ländern unschwer zu erbringen und schließt in meinen Augen eine Rückführung gegen den Willen der Geflüchteten aus. Da die Fluchtgründe von den europäischen Aufnahmeländern mit verursacht wurden, bleibt nur eine Wahl: die Änderung der betreffenden Außen-, Handels- und Wirtschaftspolitik und mithin die Beseitigung der Fluchtursachen.
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Die AFD Bundestagsfraktion gedenkt den ziviilen Opfern der Aliierten Luftangriffe auf Dresden 1945.
Soweit so okay, aber leider dann doch wieder der übliche Nazi-Shice.

Die Angriffe werden auf den Gedenkschleife als "Bombenterror" bezeichnet:

Zitat: ...Seine Wurzel hat der Begriff Bombenterror einerseits in der Propaganda der DDR...Auch von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels oder dem Holocaustleugner David Irving ist die Einordnung des Bombardements als Terror überliefert. Heute wird der Begriff von rechtsextremen Gruppen im Zusammenhang mit dem Gedenken der Opfer von Dresden genutzt, darunter von der Partei Der Dritte Weg oder der NPD...  

Und dann will's wieder keiner gewesen sein:

Zitat: ...Aus Kreisen der Fraktion war zu hören, die Formulierung des Schleifenaufdrucks sei nicht mit der Fraktion abgestimmt worden...

Weiter machen...
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Die AFD Bundestagsfraktion gedenkt den ziviilen Opfern der Aliierten Luftangriffe auf Dresden 1945.
Soweit so okay, aber leider dann doch wieder der übliche Nazi-Shice.

Die Angriffe werden auf den Gedenkschleife als "Bombenterror" bezeichnet:

Zitat: ...Seine Wurzel hat der Begriff Bombenterror einerseits in der Propaganda der DDR...Auch von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels oder dem Holocaustleugner David Irving ist die Einordnung des Bombardements als Terror überliefert. Heute wird der Begriff von rechtsextremen Gruppen im Zusammenhang mit dem Gedenken der Opfer von Dresden genutzt, darunter von der Partei Der Dritte Weg oder der NPD...  

Und dann will's wieder keiner gewesen sein:

Zitat: ...Aus Kreisen der Fraktion war zu hören, die Formulierung des Schleifenaufdrucks sei nicht mit der Fraktion abgestimmt worden...

Weiter machen...
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Wedge schrieb:

Die AFD Bundestagsfraktion gedenkt den ziviilen Opfern der Aliierten Luftangriffe auf Dresden 1945.
Soweit so okay, aber leider dann doch wieder der übliche Nazi-Shice.

Die Angriffe werden auf den Gedenkschleife als "Bombenterror" bezeichnet:

Zitat: ...Seine Wurzel hat der Begriff Bombenterror einerseits in der Propaganda der DDR...Auch von NS-Propagandaminister Joseph Goebbels oder dem Holocaustleugner David Irving ist die Einordnung des Bombardements als Terror überliefert. Heute wird der Begriff von rechtsextremen Gruppen im Zusammenhang mit dem Gedenken der Opfer von Dresden genutzt, darunter von der Partei Der Dritte Weg oder der NPD...  

Und dann will's wieder keiner gewesen sein:

Zitat: ...Aus Kreisen der Fraktion war zu hören, die Formulierung des Schleifenaufdrucks sei nicht mit der Fraktion abgestimmt worden...

Weiter machen...


Kwelle

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-02/gedenken-dresden-afd-rechtspopulismus-13-februar
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Naja, es war schon Bombenterror, den allerdings ALLE Kriegsteilnehmer ohne Ausnahme gegenüber von Zivilen Zielen angeordnet haben. Das kann man schon mal nüchtern erwähnen.

Allerdings weiß ich auch das dies von der AFD nicht gerne gesehen wird, das auch die Luftwaffe Amsterdam, Warschau oder London in Grund und Boden gebombt haben, das war ja kein Terror in ihren Augen, das war ja dann wieder Kriegswichtig.
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Das Schlagwort Bombenterror wurde von Nazis verbreitet (Goebels, -wollt ihr den totalen Krieg-) um sich bis zum Schluß als Opfer dar zu stellen. Dass wieder mal andere daran Schuld seien. So wie auch die Juden angeblich die Welt zerstören wollten.

Es ist ganz einfach auch heute, Nazi--Propaganda vom Feinsten.
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Das Schlagwort Bombenterror wurde von Nazis verbreitet (Goebels, -wollt ihr den totalen Krieg-) um sich bis zum Schluß als Opfer dar zu stellen. Dass wieder mal andere daran Schuld seien. So wie auch die Juden angeblich die Welt zerstören wollten.

Es ist ganz einfach auch heute, Nazi--Propaganda vom Feinsten.
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Ffm60ziger schrieb:

Das Schlagwort Bombenterror wurde von Nazis verbreitet (Goebels, -wollt ihr den totalen Krieg-) um sich bis zum Schluß als Opfer dar zu stellen. Dass wieder mal andere daran Schuld seien. So wie auch die Juden angeblich die Welt zerstören wollten.

Es ist ganz einfach auch heute, Nazi--Propaganda vom Feinsten.


es wurde von Ihnen verbreitet, es wurde von Ihnen als Mimimi benutzt, ändert aber trotzdem nix an der Tatsache das es richtig war, das es Bombenterror war. Und du kennst mich 60er ich bin alles andere ein Freund der rechten Brut. Aber jeder Bombenangriff auf Zivilisten ist Terrorismus. Können die Nazis gerne so stehen lassen, dann müssen sie aber auch bekennen, das sie mit der Kacke im großen Stil angefangen haben und nur geerntet haben, was sie gesät haben.

Aber das is glaubsch nu genuch zu dem Thema. Dafür kann man nen ureigenen Fred aufmachen über WW2
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Ich bin kein Freund davon immer alles und jeden mit dem Begriff Terror zu belegen.

Dadurch wird der Begriff verwässert und es besteht in meinen Augen ein großer Unterschied zwischen Terrorismus und Krieg. Auch wenn das die Opfer womöglich anders sehen. Totschlag ist ja auch nicht Mord.
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Ich bin kein Freund davon immer alles und jeden mit dem Begriff Terror zu belegen.

Dadurch wird der Begriff verwässert und es besteht in meinen Augen ein großer Unterschied zwischen Terrorismus und Krieg. Auch wenn das die Opfer womöglich anders sehen. Totschlag ist ja auch nicht Mord.
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Kann man so sehen. Fest steht allerdings: wenn jemals das Wort "Terror" seine Berechtigung hatte, dann bei den Menschen, die wieder und wieder angsterfüllt und zitternd in den Kellern saßen, die Sirenen heulten und die Einschläge immer näher kamen. Egal ob in Berlin, Dresden, London oder Bagdad.

@Vael: Guernica. Damit fing eigentlich alles an.


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