>

Diskussion um Wegfall "50+1-Regelung" - Statement des Präsidiums?!

#
Die Antwort auf die Frage bezüglich der Fan- und Förderabteilung würde mich auch mal brennend interessieren!!! Aber ich gehe nicht wirklich von aus, dass die Mitglieder eine Übernahme verhindern könnten...
#
lt.commander schrieb:
Unsere Familie lebt Eintracht Frankfurt in der 4. Generation, bekanntlich hat die 5. gerade Dienstantritt

Ganz ernsthaft wüsste ich nicht, ob ich diesem Verein noch die Treue halten könnte, wenn er Fraport Adler Eintracht heissen würde und unsere Entscheidungsträger in der ersten Reihe zu abhängigen Abnickern im 2. Glied verkommen würden. Wenn unsere Eintracht nur noch Trägerrakete für die Ware XY wäre, mit dem Ziel diese Ware zu präsentieren, nicht mehr sich selbst. Unser Standort nur noch temporäres Faktum und unsere Historie eingekauftes Beiwerk.

Es würde vieles in mir sterben, mich ratlos und mit viel Leere und ein wenig Orientierungslosigkeit da stehen lassen. Ich würde in die Kurve laufen und mein Support gälte nicht mehr meiner Liebe zur Eintracht, sondern wäre Unterstützung für irgendwen, dem ich und meine Eintracht im Grunde scheissegal sind. Könnte ich dann meine Leidenschaft noch rüberbringen? Ich würde es sicher nicht können, würde seltener kommen, schliesslich weg bleiben, traurig weg bleiben.

Nein, meine Welt wäre das nicht und ich hoffe jeden Tag, das es so weit niemals kommen wird - bitte nicht. Ich will einfach nur meine Eintracht, mehr muss nicht sein, aber auf keinen Fall weniger.


@LT Commander
Du sprichst hier allen aus dem Herzen (behaupte ich mal) Und wir hoffen mit dir. Doch ganz tief in uns wissen wir, dass es so kommen kann (wird)

Die 5 Generation wird's auf jeden Fall erleben.

Gruß Afrigaaner
#
Philosoph schrieb:
Ganz einfach, der Afrigaaner meint, die Leute kommen und gehen, aber RICHTIGE FANS BLEIBEN.

Was du meinst sind Schlampen die für Geld alles machen.
#
Verkommen beim tatenlosen Zusehen um die Veränderungsabsichten die Vereinmitglieder nicht zu bloßen „Beitragszahlern“ und die Fans zu reinen „Ticketkäufern/Kunden“?

Ist eigentlich bekannt, ob es auch eine andere rechtliche Bewertung zum Thema „Durchsetzung durch den den EugH“ gibt? (Gibt es bereits eine Bewertung von „Fußball-Anwalt“ Christoph Schickhardt?)

Wäre es aus eurer Sicht sinnvoll und begrüßenswert im Rahmen von anstehenden Abteilungs- bzw. Mitgliederversammlungen durch ein klares Votum ein deutlich wahrnehmbares Zeichen durch die Fans + Mitglieder zu setzen?

Wie seht ihr das Thema und was erwartet hierzu von Vereinsseite ?
#
peter schrieb:
adlerkadabra schrieb:
peter schrieb:
einen aspekt möchte ich nicoles beitrag noch hinzufügen.

was passiert denn, wenn ein verein mit großinvestor in die zweite liga absteigt? würde gazprom den schalkern in der zweiten liga über einen längeren zeitraum das händchen halten? kann man in der zweiten liga ausreichend Rendite erwirtschaften? oder fällt dann einfach der vorhang?

mit uerdingen gibt es doch ein wunderschönes beispiel dafür, was dann passiert.

peter

Im Falle der Gazfuzzis geht es ja weniger direkt um die Rendite, vielmehr darum, den Fuß in die Tür zu kriegen und sich dem Westen mit königsblauer Weste zu präsentieren. In letzter Konsequenz dann natürlich schon auch rendite, v.a. aber Macht.

Was mich mal interessieren würde: würde es für Euch einen wesentlichen Unterschied machen, wenn der Investor aus der Region käme und zudem deren Tradition hochhielte - hypothetisches Beispiel Frankfurt: Posmann?



für mich würde es keinen unterschied machen. ohne 50+1 werden vereine zu einer ware, die man gegebenenfalls weiter verscherbeln kann.

peter

ps. mir ist schon klar worum es gazprom geht. die frage, ob sie ihre mission abbrechen würden, wenn schalke über einen längeren zeitraum in der zweiten liga spielt, bleibt für mich durchaus interessant.


Ob Schalke in der 2. Liga oder in der CL spielt, ist für den Investor von untergeordneter Bedeutung. Primär ist für den Investor wichtig, seine Ziele zu erreichen (Bekanntheitsgrad etc. pp.). Sobald dies geschafft ist, zieht sich der Investor wieder zurück.

Bekanntestes Beispiel: S.Oliver. Nachdem die Marktauguren einen genügenden Bekanntheitsgrad meldeten, zog sich die Firma von heute auf morgen aus der BL (BVB) und der Formel 1 zurück.

Bei Abramovitch und Chelsea ist es etwas anderes. Hier geht es um Politik, A. musste ein "Standing" im Westen bekommen, um in Russland Rückendeckung für seine Geschäfte zu haben. Dies wurde ihm durch Chelsea ermöglicht.
#
Leider sehe ich in ähnlicher Weise schwarz, was die zukünftige Regelung angeht. Denn dass die Seele des Fußballs wieder und wieder verkauft wird, ist ja nicht erst seit der zweiten "Kirch'schen Vermarktungsoffensive" der Buli-Rechte klar.

Und so werden auch diesmal Warnungen in den Wind geschlagen und letztlich die Türen für Investoren geöffnet. Herr Kind sollte sich mal die aktuelle Finanzmarktkrise als warnendes Beispiel anschauen. Die Stimmen flüsterten uns über Jahre zu, was man aus den vergangenen Krisen alles gelernt hat und wie man die Risiken im Griff behält - am Ende sind sie dann überrascht, wie es zu dieser herrlichen Katastrophe kommen konnte...

Auch wenn die Bayern die Regelung aus reinem Selbstnutzen aufrecht erhalten wollen, hoffe ich zum ersten Mal, dass Rummenigge & Co. sich hier durchsetzen werden. Herr Kind mit seinen Wahnvorstellungen ist jedenfalls gefährlich für die Liga. Glaubt er denn im Ernst, dass sich die Lage seines grauen Landclubs durch Kippen der 50+1-Regelung verbessert? Ernsthafte Interessenten können sich durch geschicktes Marketing ja bereits heute ausreichend in Szene setzen (Gazprom 06) - auch ohne 50+1-Regelung. Und dass sie das nicht in Hannover tun, hat eben seine Gründe...
#
Afrigaaner schrieb:
lt.commander schrieb:
......... Ich will einfach nur meine Eintracht, mehr muss nicht sein, aber auf keinen Fall weniger.


@LT Commander
Du sprichst hier allen aus dem Herzen (behaupte ich mal) Und wir hoffen mit dir. Doch ganz tief in uns wissen wir, dass es so kommen kann (wird)

Die 5 Generation wird's auf jeden Fall erleben.

Gruß Afrigaaner  


So?

Es gibt immer einen Ersten, der handelt/einen Fehler macht. Ebenso gibt es aber auch immer einen Letzten, der handelt/einen Fehler macht und schliesslich auch immer einen Ersten, der etwas besser macht.

Die Hoffnung stirbt zu letzt.
#
Die Regel wird kippen, da bin ich mir ziemlich sicher. Welche Konsequenzen das für den gemeinen Fan hat, wird sich zeigen. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt: Nichts Gutes.
#
WuerzburgerAdler schrieb:

Ob Schalke in der 2. Liga oder in der CL spielt, ist für den Investor von untergeordneter Bedeutung. Primär ist für den Investor wichtig, seine Ziele zu erreichen (Bekanntheitsgrad etc. pp.). Sobald dies geschafft ist, zieht sich der Investor wieder zurück.

Bekanntestes Beispiel: S.Oliver. Nachdem die Marktauguren einen genügenden Bekanntheitsgrad meldeten, zog sich die Firma von heute auf morgen aus der BL (BVB) und der Formel 1 zurück.

Bei Abramovitch und Chelsea ist es etwas anderes. Hier geht es um Politik, A. musste ein "Standing" im Westen bekommen, um in Russland Rückendeckung für seine Geschäfte zu haben. Dies wurde ihm durch Chelsea ermöglicht.


naja eigentlich verfolgt der Investor 2 Hauptziele: eine gute Rendite und eine Wertsteigerung des Investments. Andere Ziele sind nur  sekundär zu betrachten. Wenn eine Firma zB den bekanntheitsgrad erhöhen will, greift sie doch eher zu Sponsoring, nur ganz selten investieren Sponsoren auch in ihren Werbeträger. Ein Zweitligaabstieg wäre für den Investor ebenso wie die Fans dahingehend eine Katastrophe dahingehend, dass der Wert des Vereins kollabieren würde (alleine die Spielerwerte, die zB Schalke auf Grund von verträgen, die nur für die 1te Liga gelten wären Abschreibungen in dreistelliger Millionenhöhe).

Auch der Umsatze und damit die Rendite würde einbrechen. der Investor hat dann nur zwei Möglichkeiten: entweder den Verein wieder nach oben bringen oder den Verein mit nahezu Totalverlust verkaufen. Daher bringt es auch für Investoren gar nichts einen Verein zu Grunde zu wirtschaften, dass wiederspricht ihrem Naturell. Ich denke eher, dass kurzfristige Zielorientierung und Führungsgremien, die vom Fussball keine Ahnung haben die wirtschaftlichen Gefahren bei Investoren wären......
#
Wenn Eintracht Frankfurt seine Identität verkaufen würde um quasi "wettbewerbsfähig" zu bleiben hätte sich dieser Teil meines Lebens wohl verabschiedet.
Kann mir nicht vorstellen mit meiner Eintrittskarte jdm. anderen zu unterstützen als meine Eintracht.
Der Reiz, das Mitfiebern bei Spielen wäre nicht mehr vorhanden.
Das dieser Kind auch noch Red Bull Salzburg als positives Beispiel anführt sagt doch eigentlich schon alles!
Naja die Hoffnung stirbt zuletzt.
#
Die ablehnende Haltung des FCBääh zu diesem Thema macht mir schon etwas Hoffnung, dass dieser Kelch (noch) an uns vorbeigeht.

Ich glaube nicht, dass die ablehnende Haltung der Bauern in diesem Fall mit der Zementierung ihrer Stellung in der Liga zusammenhängt. Der FCBääh wurde beim Verkauf seiner Anteile wesentlich mehr Kohle erwirtschaften als alle anderen Vereine (aus dem Gedächtnis: Adidas hat 75 Mio Euronen für 10% der FCBääh Aktien bezahlt, dass war der finanzielle Grundstock für den Bau des Schlauchbootes).

So oft ich die Macht des FCB in der DFL verfluche, in diesem Falle könnte es uns retten. Mag sein dass die Herren Wurst-Uli, Remmelfliege und Co. nur um ihre persönlichen Pfründe fürchten, in diesem Falle wäre mir ihre Motivation egal.

Alleine dass Kind Gummibärchensaft Salzburg als schillerndes Beispiel anführt zeigt, wie wenig dieser Mann von Fankultur versteht.

...und Hannoi mit seinen permanenten Einsätzen im Europapokal muss sich natürlich Sorgen um die internationale Wettbwerbsfähigkeit der Bundesliga machen   .
#
marcelninho85 schrieb:
WuerzburgerAdler schrieb:

Ob Schalke in der 2. Liga oder in der CL spielt, ist für den Investor von untergeordneter Bedeutung. Primär ist für den Investor wichtig, seine Ziele zu erreichen (Bekanntheitsgrad etc. pp.). Sobald dies geschafft ist, zieht sich der Investor wieder zurück.

Bekanntestes Beispiel: S.Oliver. Nachdem die Marktauguren einen genügenden Bekanntheitsgrad meldeten, zog sich die Firma von heute auf morgen aus der BL (BVB) und der Formel 1 zurück.

Bei Abramovitch und Chelsea ist es etwas anderes. Hier geht es um Politik, A. musste ein "Standing" im Westen bekommen, um in Russland Rückendeckung für seine Geschäfte zu haben. Dies wurde ihm durch Chelsea ermöglicht.


naja eigentlich verfolgt der Investor 2 Hauptziele: eine gute Rendite und eine Wertsteigerung des Investments. Andere Ziele sind nur  sekundär zu betrachten. Wenn eine Firma zB den bekanntheitsgrad erhöhen will, greift sie doch eher zu Sponsoring, nur ganz selten investieren Sponsoren auch in ihren Werbeträger. Ein Zweitligaabstieg wäre für den Investor ebenso wie die Fans dahingehend eine Katastrophe dahingehend, dass der Wert des Vereins kollabieren würde (alleine die Spielerwerte, die zB Schalke auf Grund von verträgen, die nur für die 1te Liga gelten wären Abschreibungen in dreistelliger Millionenhöhe).

Auch der Umsatze und damit die Rendite würde einbrechen. der Investor hat dann nur zwei Möglichkeiten: entweder den Verein wieder nach oben bringen oder den Verein mit nahezu Totalverlust verkaufen. Daher bringt es auch für Investoren gar nichts einen Verein zu Grunde zu wirtschaften, dass wiederspricht ihrem Naturell. Ich denke eher, dass kurzfristige Zielorientierung und Führungsgremien, die vom Fussball keine Ahnung haben die wirtschaftlichen Gefahren bei Investoren wären......




Das ist alles richtig was Du schreibst. Deswegen  wird der Weg in absehbarer Zeit in eine geschlossene Liga führen. Ohne diese lästigen Auf und Abstiege. Das Risko eines Totalverlustes kann man dem Investor natürlich nicht zumuten.
#
ja wenn der Profifussball tatsächlich Investorendominiert werden sollte wäre das wohl die logische Konsquenz...
#
Aceton-Adler schrieb:
Wenn Eintracht Frankfurt seine Identität verkaufen würde um quasi "wettbewerbsfähig" zu bleiben hätte sich dieser Teil meines Lebens wohl verabschiedet.
Kann mir nicht vorstellen mit meiner Eintrittskarte jdm. anderen zu unterstützen als meine Eintracht.
Der Reiz, das Mitfiebern bei Spielen wäre nicht mehr vorhanden.
Das dieser Kind auch noch Red Bull Salzburg als positives Beispiel anführt sagt doch eigentlich schon alles!
Naja die Hoffnung stirbt zuletzt.


Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, aber nur die Wenigsten werden das auch in letzter Konsequenz so wirklich durchziehen - und darauf spekulieren die Marketingstrategen.

Ich hoffe aber auch das es nicht zu einem Wegfall kommt, wobei man natürlich die internationale Wettbewerbsfähigkeit als "Damoklesschwert" über sich hat. Schon jetzt sind die englischen Vereine recht dominant.
#
sgevolker schrieb:
Wie ist dies rechtlich?

Die Anteile kann ja nur der EV veräußern und die handelnden Personen dort werden doch immer noch durch die Mitglieder gewählt?  
Die Fan- und Förderabteilung müsste doch eigentlich hier ein nicht unerhebliche Mitspracherecht allein durch Ihre Mitgliederanzahl haben?



Richtig! Zur Zeit ist aufgrund der Satzung von Eintracht Frankfurt e.V. die Übernahme von Mehrheitsanteilen durch Dritte nicht möglich - das heisst, sollte sowas in Zukunft gewollt/gewünscht sein, muss erst die Satzung geändert werden. Und wer muss für oder gegen eine Satzungsänderung stimmen?
Die Mitglieder! Und die Mehrheit der Mitglieder stellt zur Zeit die FuFA. Daher kann ich nur nochmal auf die Einladung zum FuFA Stammtisch am kommenden Montag verweisen, bei der genau dieses Thema "50+1" auf der Tagesordnung steht.

Wir freuen uns auf viele Interessierte Fans und Mitglieder, die mit uns über die Möglichkeiten und die aktuelle Situation sprechen möchten.

greetz petra
#
Man sollte hier außerdem im Hinblick auf die Nachhaltigkeit beim Begriff des Investors differenzieren; ich sehe da vier Typen:

1. der Mäzen a la Hopp,dem der Verein/die Region ein persönliches Anliegen ist. Das hat er mit der stiftungsmäßigen Absicherung über 30 (dreißig!) Jahre verdeutlicht

2. der aus dem Sponsorship kommende Konzern, der das positive Image auf sich transportieren möchte. Schließlich ist Eintracht Frankfurt inzwischen ein geflügelter Begriff. Nachhaltigkeit ist hier zwar nicht garantiert, aber solange es dem investierenden Unternehmen finanziell gut geht, wird man sportlich wie wirtschaftlich die Verbesserung suchen. Diese Geschichte ist allerdings stark vom entsprechenden Investor und dessen Produktzyklus abhängig. Wie lange wird Dietrich Mateschitz mit seiner Modebrühe noch erfolgreich sein?

3. der Oligarch oder in diesem Zusammenhang auch der kleine Junge genannt a la Abramowitsch, Randy Lerner, Bjorgolfur Gudmundsson, Alisher Usmanov.
Hier gehts hauptsächlich um Profilierung, die morgen schon woanders bedient wird. Nach mir die Sintflut.

4. die Spekulanten, die maximalen Profit in möglichst kurzer Zeit wollen. Die Wirtschaft bietet jüngst genügend Negativbeispiele. Namens- & Markenrechte, Immobilien und nicht zuletzt Spielermaterial könnten versilbert werden. Die sportliche Lizenz kann sicherlich nicht so einfach an Dritte transferiert werden.

Mit England oder gar dem Ami-Profisport ist die hiesige Situation dennoch nicht vergleichbar. Zu unterschiedlich sind (bislang) die verbandsrechtlichen und die vereinsrechtlichen Verhältnisse.
Aber vermutlich wird es werden, wie es bereits im Ligaalltag ist:

bei Versagen ziehen die Millionäre weiter und der eigentliche Verein bleibt mit dem gemeinen Fan und samt des Scherbenhaufens zurück
#
Biotic schrieb:
Aceton-Adler schrieb:
Wenn Eintracht Frankfurt seine Identität verkaufen würde um quasi "wettbewerbsfähig" zu bleiben hätte sich dieser Teil meines Lebens wohl verabschiedet.
Kann mir nicht vorstellen mit meiner Eintrittskarte jdm. anderen zu unterstützen als meine Eintracht.
Der Reiz, das Mitfiebern bei Spielen wäre nicht mehr vorhanden.
Das dieser Kind auch noch Red Bull Salzburg als positives Beispiel anführt sagt doch eigentlich schon alles!
Naja die Hoffnung stirbt zuletzt.


Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, aber nur die Wenigsten werden das auch in letzter Konsequenz so wirklich durchziehen - und darauf spekulieren die Marketingstrategen.

Ich hoffe aber auch das es nicht zu einem Wegfall kommt, wobei man natürlich die internationale Wettbewerbsfähigkeit als "Damoklesschwert" über sich hat. Schon jetzt sind die englischen Vereine recht dominant.  



Du trittst mir nicht zu Nahe, aber lass Dir gesagt sein, dass ich nicht der einzige sein werde, der nicht mehr dieses Stadion betreten würde, wenn vor meiner geliebten Stadt mit dem Namen Frankfurt etwas anderes stehen würde als Eintracht!
#
adler67 schrieb:
Biotic schrieb:
Aceton-Adler schrieb:
Wenn Eintracht Frankfurt seine Identität verkaufen würde um quasi "wettbewerbsfähig" zu bleiben hätte sich dieser Teil meines Lebens wohl verabschiedet.
Kann mir nicht vorstellen mit meiner Eintrittskarte jdm. anderen zu unterstützen als meine Eintracht.
Der Reiz, das Mitfiebern bei Spielen wäre nicht mehr vorhanden.
Das dieser Kind auch noch Red Bull Salzburg als positives Beispiel anführt sagt doch eigentlich schon alles!
Naja die Hoffnung stirbt zuletzt.


Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, aber nur die Wenigsten werden das auch in letzter Konsequenz so wirklich durchziehen - und darauf spekulieren die Marketingstrategen.

Ich hoffe aber auch das es nicht zu einem Wegfall kommt, wobei man natürlich die internationale Wettbewerbsfähigkeit als "Damoklesschwert" über sich hat. Schon jetzt sind die englischen Vereine recht dominant.  



Du trittst mir nicht zu Nahe, aber lass Dir gesagt sein, dass ich nicht der einzige sein werde, der nicht mehr dieses Stadion betreten würde, wenn vor meiner geliebten Stadt mit dem Namen Frankfurt etwas anderes stehen würde als Eintracht!


Es werden sicher einige sein, aber das Stadion wird trotzdem voll werden,
siehe Manchester, Liverpool etc.
#
lt.commander schrieb:
Unsere Familie lebt Eintracht Frankfurt in der 4. Generation, bekanntlich hat die 5. gerade Dienstantritt

Ganz ernsthaft wüsste ich nicht, ob ich diesem Verein noch die Treue halten könnte, wenn er Fraport Adler Eintracht heissen würde und unsere Entscheidungsträger in der ersten Reihe zu abhängigen Abnickern im 2. Glied verkommen würden. Wenn unsere Eintracht nur noch Trägerrakete für die Ware XY wäre, mit dem Ziel diese Ware zu präsentieren, nicht mehr sich selbst. Unser Standort nur noch temporäres Faktum und unsere Historie eingekauftes Beiwerk.

Es würde vieles in mir sterben, mich ratlos und mit viel Leere und ein wenig Orientierungslosigkeit da stehen lassen. Ich würde in die Kurve laufen und mein Support gälte nicht mehr meiner Liebe zur Eintracht, sondern wäre Unterstützung für irgendwen, dem ich und meine Eintracht im Grunde scheissegal sind. Könnte ich dann meine Leidenschaft noch rüberbringen? Ich würde es sicher nicht können, würde seltener kommen, schliesslich weg bleiben, traurig weg bleiben.

Nein, meine Welt wäre das nicht und ich hoffe jeden Tag, das es so weit niemals kommen wird - bitte nicht. Ich will einfach nur meine Eintracht, mehr muss nicht sein, aber auf keinen Fall weniger.



@lt.commander

So schlimm? So nostalgisch? So romantisch?

Versetz´ Dich doch bitte mal in einen x-beliebigen Schalke-Fan.

Ich weiß, das bereitet Mühe, wird hier nicht gern gesehen - es paßt aber so schön.

Unbestritten ist, daß Schalke mindestens so traditionsreich ist wie die Eintracht.
Die längerjährige Anhängerschaft ist geprägt durch das sogenannte Proletariat
(Schwerindustrie, Bergbau, Montan). Wie müssen die sich schwer getan haben mit ihrem russischen Investor? Stell´Dir vor, welche erbitterten Weltuntergangs-
szenarien dort in den Kneipen stattgefunden haben müssen? Die pure Katastrophe, oder? Ich trete aus, ich gehe nicht mehr hin, das ist nicht mehr mein Verein, Verrat, Mafia...undundund.   Und was?  Was hat sich denn verändert?  Nix - rappelvolles Stadion, geile Stimmung, eitler Vereinspräsident Schnusenberg, der an seinem Trainer herummäkelt, genauso wie vorher. Manager Müller, der mal gut einkauft (JJ), oder mal doof einkauft (AS), genauso wie vorher. Eine Mannschaft, die mal wieder um die DM mitspielen will, es aber wieder vergeigt, genauso wie vorher. Das Bier im Stadion ist auch nicht teurer geworden. Na also.

Alles beim alten geblieben. Bin sicher, daß sich diese Fans nicht einen Jota von ihrem Verein entfernt haben. Sollte Gazprom sein Investment aufgeben, rückt der nächste nach - weil es hier um ein lukratives Geschäft geht. Setzt Gazprom das Ding in den Sand, wandert der Verein schlimmstenfalls in die Unterklassigkeit. War aber auch schon so, als es noch keine Investoren gab, sondern ehrenamtliche Vereinsführungen.

Also, überdenk´nochmal Deine Anwandlung. Geh´mit Deiner 5.Generation ins Eintrachtmuseum und versuche halt, etwas Tradition zu vermitteln. Das wird alles sein, was Du tun kannst. Ansonsten wird spätestens diese Generation mit einem Bewußtsein aufwachsen, welches den Realitäten näher ist als unseres. Und das ist gut so.

uaa
#
sgevolker schrieb:
Es werden sicher einige sein, aber das Stadion wird trotzdem voll werden,
siehe Manchester, Liverpool etc.
das funktioniert aber doch nur bei ein paar wenigen an der spitze. kind will in hannover alles oder nichts spielen, und ich bin mir sicher, dass sich beim wegfall der regel 96 als erster im regionalsport wiederfinden wird...

ich seh die sache ziemlich unaufgeregt!


Teilen