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a.saftsack

42968

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Btw.: Travego hat sich in der Zwischenzeit wohl einen umfassenden Trainerstab aufgebaut - und die in dieser Saison etwas löchrige Abwehr, könnte er wohl ebenfalls stabilisieren:
Pressemitteilung vom 27.1.07 schrieb:
"Er verfügt über sämtliche Assistenz- und Sicherheitssysteme"  



Also Fukel raus! Es wird Zeit, dass da endlich mal ein professionelles Team den Schlingerkurs in der Defensive beendet!
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Ein Satz mit X - das war wohl nix...:

Montero lässt Ulm sausen (1.2.07)

"Am Mittwoch, dem letzten Tag der Wechselfrist, ist beim Fußball-Bayernligisten SSV Jahn Regensburg die letzte Hoffnung geplatzt, die Akte David Montero zu schließen. Der 33-jährige Ex-Profi verzichtete auf ein Engagement beim SSV Ulm, obwohl ihn der baden-württembergische Oberligist gerne haben wollte. Der Streit ums liebe Geld ließ den Transfer platzen. Montero wollte vom SSV Jahn sein volles Gehalt (Monatssalär: 8000 Euro) einschließlich bis Juni 2007 sowie die sofortige Freigabe für Ulm.
„Wir haben mit Montero oder seinem Rechtsbeistand gar nicht gesprochen“, versichert Franz Nerb. Weder in seinen Büroräumen noch auf der Jahn-Geschäftsstelle wäre außerdem am Mittwochabend ein schriftliches Freigabeersuchen für Montero vorgelegen. „Wir wären heilfroh gewesen, wenn wir ihn los geworden wären“, sagte Nerb.
Montero wiederum sprach in der Südwest-Presse von einem „unmoralischen Angebot“, das die Regensburger ihm gemacht haben. „Die haben versucht mich abzuspeisen. Mich hätten alle ausgelacht, wenn ich das angenommen hätte.“ Nun versucht Montero zu seinem Geld zu kommen. Die letzte Auseinandersetzung vor dem Arbeitsgericht, bei der es um seine fristlose Kündigung wegen Arbeitsverweigerung und damit um drei ausstehende Monatsgehälter (24 000 Euro) aus der Regionlligasaison 2005/06 ging, hat er gegen den SSV Jahn im Dezember gewonnen. Jetzt geht es noch darum, ob Monteros Zwei-Jahresvertrag auch nach dem Abstieg für die Bayernliga Gültigkeit besitzt. (...)"
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kicker, 1.2.07: schrieb:
150 000 Euro: Lamm spart Personalkosten
Kurz  vor dem Ende der Wechsel­frist ist beim SV Waldhof das Per­sonalkarussell noch einmal in Fahrt gekommen. Mit den drei Neuzu­gängen Kevin Wittke (22, zuletzt bei Werder Bremen II), Kenan Kocak (26, vom 1.FC Pforzheim) und Dominik Groß (21, LR Ahlen) wurden ausnahmslos Mittelfeldak­teure verpflichtet. Demgegenüber stehen neben Hakan Atik und Evans Wise auch die Abgänge von Georgi Donkov (auf Leihbasis zum FSV Og­gersheim), Victor Oppong (Vertrag aufgelöst) und Gilles Ekoto-Ekoto. Bei Alessandro da Silva droht aus gesundheitlichen Gründen das Karriereende. „Mit den Abgängen sparen wir 150 000 Euro Personal­kosten,“ sagt Berater Lamm. (...) Die ers­ten Testspiele liefen jedoch wenig verheissungsvoll. Gegen den Ver­bandsligisten TSG Weinheim (0:0) blieb der Traditionsverein ebenso torlos wie gegen Regionalligist SV Elversberg (0:2).  


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Die gleiche Quelle wie im vorherigen Artikel; in weiteres Interview mit Jürgen Roth:

"WOZ: Jürgen Roth, kann man Schalke zu diesem Deal gratulieren?

Jürgen Roth: Nein. Man kann Schalke nur verdammen und hoffen, dass sie in die zweite Bundesliga absteigen. Denn Gasprom steht auch für Erpressung von Regierungen, für die Unterdrückung der Presse- und Meinungsfreiheit in Russland, für die Unterstützung zentralasiatischer Despoten. Niemand fragt, woher das Geld kommt. Aufgrund der fehlenden Transparenz ist es Kriminellen möglich geworden, im Erdgasgeschäft mitzumischen.

Haben Sie Beispiele?

Die Staatsanwaltschaft in Palermo spricht von engen Verbindungen von Gasprom zum Ciancinimo-Clan der Cosa Nostra. In einem Bericht des Bundesnachrichtendienstes vom Frühling 2006 heisst es, dass die Mafia grössere Gasprom-Aktienpakete gekauft haben sollen. Mir liegen Geldwäscheverdachtsanzeigen des deutschen Zolls vor. Kuriere deponierten im Namen von Gasprom zig Millionen US-Dollar in der Schweiz. Ein Sprecher der Schweizer Bundesanwaltschaft sagte mir gegen-über, dass ein früherer Vorstandschef von Gasprom mindestens zwei Milliarden US-Dollar in die Schweiz geschafft haben soll. Nach russischen Verhältnissen etwas ganz Normales. Doch Gasprom ist zu mächtig, als dass gegen den Konzern vorgegangen würde. Man müsste sich ja mit dem Kreml anlegen.

Das sind schwere Vorwürfe.

Aber es sind keine Geheimnisse. Sie brauchen bloss die russische Presse zu lesen. Es ist zum Beispiel ein offenes Geheimnis, dass der Milliardär Alisher Usmanov, einer der reichsten Russen und Chef einer Gasprom-Tochter, in den neunziger Jahren im grossen Stil Geld gewaschen hat. Er selbst bestreitet das. Ein anderer Oligarche, Rinat Achmetov, ist ebenfalls eng mit Gasprom verbunden. Er ist Präsident des Fussballklubs Schachtjor Donezk und war nachweisbar bis 1995 eine führende Figur in der organisierten Kriminalität in der Ukraine. Noch im Sommer 2005 sagte der Chef der Abteilung für organisierte Kriminalität in der Ukraine, Achmetov sei der Boss der Unterwelt im Land.

Achmetovs Vertrauter und Vorgänger im Präsidentenamt des Klubs, Achat Bragin, fiel übrigens einem Bombenattentat zum Opfer. Und dass Gasprom Regierungen erpresst, sieht man im Konflikt mit den Regierungen in der Ukraine, Georgien und Weissrussland. In der Ukraine hätte es ausserdem im Sommer ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen eine Gasprom-Tochter geben sollen. Es ging um eine Milliarde Euro, die dem ukrainischen Staat hinterzogen worden sein soll. Via Putin wurde klargemacht: Entweder das Verfahren wird eingestellt oder der Erdgaspreis wird auf Weltmarktniveau erhöht. Auch wir werden erpressbar, sollte Gasprom im Westen weiter an Einfluss gewinnen. Der prognostizierte Erdgasverbrauch steigt in Europa in den nächsten 25 Jahren um fünfzig Prozent.

Schalke und Schröder - wissen die denn nicht, was sie tun?

(...) Ich gehe davon aus, dass er während seiner Zeit als Bundeskanzler darüber informiert worden ist, was Gasprom ist. Doch Schröder hat eine obszöne Politik gegenüber Putin betrieben, und die wurde mit dem Gasprom-Aufsichtsratsposten gekrönt. Und vielleicht auch mit Aktienpaketen. Er hat sich zumindest moralisch verkauft an einen diktatorisch agierenden Machtapparat.

Und Schalke?

Entweder man ist dumm oder naiv. Oder man braucht dringend Geld und lässt alle Hemmungen fallen, was die Herkunft des Geldes angeht
."



WORD!
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Schalke gibt Gas

(...)«Was gut ist für Gasprom, ist gut für Russland.»
Gasprom-Exchef Rem Wjachirew, 1994 entlassen wegen Vetternwirtschaft

Am 8. September 2005, zehn Tage vor seiner Abwahl als deutscher Bundeskanzler, besiegelte Schröder als letzte Amtshandlung zusammen mit seinem Freund, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, das Pipelineprojekt durch die Ostsee: eine Gasleitung, die ab 2010 Erdgas aus Russland nach Deutschland transportieren soll. Gebaut und betrieben wird die Pipeline von der Nord Stream AG, die ihren Sitz in Zug hat. Gerhard Schröder machte sich zum Vorsitzenden des Aktionärsausschusses. Für seinen Aufsichtsratsposten soll der Exbundeskanzler eine Million Euro jährlich kassieren.

Schröder ist somit einer der 330 000 MitarbeiterInnen des Gasprom-Konzerns, der zu 51 Prozent dem russischen Staat gehört und der im Herbst 2006 verkündete, dass er in Gelsenkirchen beim deutschen Bundesligisten FC Schalke 04 als Hauptsponsor einsteigt. Der Exbundeskanzler soll Gasprom im Westen Türen öffnen für Milliardengeschäfte im Energiebereich. Er soll den Schalke-Deal eingefädelt haben, der den Namen Gasprom in Deutschland mit positiven Gefühlen verbinden soll. «Rubel, Trubel, Heiterkeit», titelte «Bild». 125 Millionen Euro will sich der Konzern sein Engagement in Gelsenkirchen kosten lassen. Nicht einmal der deutsche Rekordmeister Bayern München erhält von seinem Hauptsponsor so viel Geld. Gelsenkirchen im Ruhrgebiet, als Zentrum deutscher Energiegewinnung, sei ein idealer Standort, liess Gasprom verlauten.

Der Deal wurde von kritischen Stimmen begleitet: «Gasprom ist ein Selbstbereicherungssystem mit kriminellen Strukturen», sagte etwa der deutsche Publizist und Mafiaexperte Jürgen Roth im Interview mit dem «Spiegel». Günter Nooke, der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, sagte zum Sponsoring-Deal, ein Engagement wie das von Gasprom bei Schalke trage zur Imagepflege eines undemokratischen Staates bei. Garri Kasparow, Exschachweltmeister und Putin-Kritiker, nannte den Deal eine «Schande für die Demokratie». Theo Zwanziger wiederum, Chef des Deutschen Fussballbundes, fand all diese Kritik unangebracht: Egal, woher das Geld komme, Hauptsache, es fliesst. Auf Schalke läuft seither die Gasprom-Party: Die Gegentribüne in der Gelsenkirchener «Veltins»-Arena wurde bereits in Gasprom-Tribüne umbenannt. Am 20. Januar findet die grosse Gasprom-Gala statt, dann spielt Schalke gegen seinen - wie es der Schalke-Präsident nennt - «neuen Kooperationspartner», den russischen Verein FK Zenit St. Petersburg, der seit eineinhalb Jahren zu 75 Prozent Gasprom gehört. Der russische Traditionsverein bekam mit dem Holländer Dick Advocaat einen Startrainer vorgesetzt, bekommt ein neues Stadion gebaut und soll im kommenden Jahr zumindest den Uefa-Cup gewinnen. Für Schalkes Vorsitzenden Gerd Rehberg ist der Umstand, dass «einer der grössten Energiekonzerne der Welt bewusst entschieden hat, mit uns eine langfristige Bindung einzugehen», ein Beweis für «das Ansehen, das der FC Schalke in den vergangenen Jahren gewonnen hat».
Gasprom war nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion aus dem staatlichen Ministerium für Gas hervorgegangen. Den Aufsichtsrat führt heute Waldimir Putins früherer Verwaltungschef Dimitrij Medwedejew. Er wird gehandelt als möglicher Nachfolger für das Präsidentenamt 2008. Und Putin gilt, wenn er nächstes Jahr nicht mehr zur Wahl antreten darf, als Nachfolger von Gasprom-Chef Alexej Miller. Gasprom verfügt in Russland über das Exportmonopol für Erdgas und dreht im Preiskampf unliebsamen Regierungen wie der Ukraine schon mal in bitterer Januarkälte den Gashahn zu - oder droht damit, wie gegenüber Georgien oder Weissrussland. Firmenchef Alexej Miller will Gasprom innerhalb der nächsten fünf Jahre zum grössten Energiekonzern der Welt machen. Gasprom gilt laut aktueller Forbes-Liste als fünftwertvollstes Unternehmen der Welt, erzeugt fünfzig Prozent des russischen Stroms und besitzt sechzehn Prozent der Weltreserven an Gas. Man kauft Ölfirmen, man wirbt in Deutschland um Stadtwerke, kontrolliert Elektrizitätswerke und das Unternehmen, das im iranischen Buschehr den ersten iranischen Atomreaktor baut. Gasprom kontrolliert die Mehrheit des russischen Journalismus. Der Konzern besitzt den grössten privaten Fernsehsender NTV und die Zeitung «Iswestia». Zurzeit baut Gasprom seine mediale Macht weiter aus und übernimmt gerade die grösste russische Boulevardzeitung, das Massenblatt «Komsomolskaja Prawda». Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) kritisierte, mit der Übernahme wolle der Kreml, dem nicht viel an der Aufdeckung von Morden an kritischen und unabhängigen JournalistInnen liegt, die Präsidentenwahl 2008 steuern.

Hans-Joachim Gornig, Geschäftsführer von Gasprom Germania, sagte kürzlich gegenüber dem deutschen «Tagesspiegel», er glaube, «dass Gasproms Rolle in der gegenwärtigen aussenpolitischen Situation überbewertet ist». In Grossbritannien sah man dies anders: Die versuchte Übernahme des Gasversorgers Centrica durch Gasprom stiess auf massiven politischen Widerstand. Die Regierung fürchtete eine Abhängigkeit vom Kreml-Konzern. Gasprom reagierte mit Drohungen: Wenn der europäische Markt dem Unternehmen verschlossen bleibe, werde man künftig verstärkt nach Asien liefern. Im eigenen Land wiederum wehrt sich der Monopolist erfolgreich gegen Konkurrenz: Russland weigert sich, die Europäische Energiecharta zu unterzeichnen, die ausländischen Unternehmen mehr Spielraum für Aktivitäten geben würde. Die knallharten Bandagen, mit denen gekämpft wird, die immer wieder erhobenen Vorwürfe, die die mangelnde Transparenz des Konzerns bemängeln und die bis zu Erpressung und kriminellen Umtrieben reichen, sollen hinter der Glitzerwelt der glamourösen Fussballparty verschwinden. Dem FC Schalke 04, der für den Stadionneubau gerade dabei ist, 80 Millionen Euro Schulden zurückzuzahlen, kommt das sehr gelegen."




Wieso stehen solche Artikel nicht auch regelmäßig in deutschen Zeitungen? In seiner Ausführlichkeit und Treffsicherheit übertrifft er die Berichte der allermeisten deutschen Blätter.
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Schon etwas älter (Dez 06), aber dennoch gut:

Putins Kreaturen

"Natürlich trifft den russischen Präsidenten Wladimir Putin an all dem keine Schuld. Er zeigt sich gern, wie zuletzt in Dresden, als verlässlicher Partner, dem es allein darum geht, seinem Land wieder zu Ansehen zu verhelfen. Und nun will er sich auch für die Aufklärung des Mordes an Anna Politkowskaja einsetzen, von der er behauptete, sie habe gar keine so bedeutende Rolle gespielt. In seinem Russlandbild hat Anna Politkowskaja begreiflicherweise keinen Platz.

Doch so schrecklich die Feststellung angesichts des schmerzlichen Abschieds klingt: Das Todeskommando, das sich an Anna Politkowskajas Fersen heftete, bestätigt ihre klare Analyse der politischen Verhältnisse. Und nur Heuchler können davon überrascht sein.

Anna Politikowskaja hat die moralische Verwahrlosung der Gesellschaft durch den Krieg in Tschetschenien dokumentiert, die vom Staat sanktionierte Brutalität des Militärs, die Lügen von einem Frieden, die grausame Skrupellosigkeit der von Moskau eingesetzten Regierung in Tschetschenien, die durch manipulierte Wahlen den Anschein von Legitimität erhielt. Gut möglich, dass der Kadirow-Clan die Mörder entsandt hat. Ebenso könnte der Täter einem der Geheimdienste oder dem Militär nahe stehen. In jedem Fall sind sie Kreaturen der Ära Putin, die eine Stimme zum Schweigen brachten, die ihr greiser Universitätslehrer als die Stimme des Gewissens in Russland bezeichnete.

Unheilvoll entwickelte sich die Wechselbeziehung: Die Vorgänge im Kaukasus hatten Konsequenzen für das ganze Land, und die Denkweise im Kreml spiegelte sich in den Vorgängen im tschetschenischen Kriegsgebiet. Bezeichnenderweise begann der Niedergang der demokratischen Kultur am Anfang der Putin-Zeit mit der Entmachtung der Medien. Seit dem Beginn seiner Amtszeit sind buchstäblich fast alle kritischen Journalisten zum Schweigen gebracht worden, weil ihr Fernsehsender oder ihre Zeitung unter die Regie der Regierung geriet.

Längst zeigt die Gleichschaltung ihre Wirkung. Die Kontrolle der Medien, insbesondere der Fernsehsender, ermöglicht eine Diktatur ohne Fesseln, für die das parlamentarische System nur noch Fassade ist. Wie wenig unter diesen Umständen eine unabhängige Justiz ihre Rolle finden kann, bewies in spektakulärer und abstoßender Weise der Fall Chodorkowski.

Anna Politkowskaja und ihre Kollegen von der »Nowaja Gasetta« gehörten zu den letzten, die noch offen sprachen.

In Deutschland aber sind wir dankbar, das der russische Staatskonzern Gazprom, der eine unheilvolle Rolle in Putins Pressepolitik spielt, einem Fußballverein aus seiner finanziellen Misere hilft. Putin weiß, wie er Deutschland für sich gewinnen kann.
"

Dirk Sager leitete von 1990 bis 2004 das ZDF-Studio Moskau. Er ist Vorstandsmitglied von »Reporter ohne Grenzen«.
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Aus dem ROG-Bericht (ein ganzer Absatz extra für Gazprom):

"The media subsidiary of the natural gas conglomerate Gazprom, which is very close to the Kremlin (its main shareholder), has grained control of many media outlets, including the daily paper 'Kommersant', one of the last bastions of the independent media, which was bought on 31 August by mining and metals magnate Alisher Usmanov, who also owns a Gazprom subsidiary. The firm said on 21 November it would buy the country's biggest daily paper, 'Komsomolskaya Pravda' (2.1 million readers) in early 1997."
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ROG Jahresbericht: Demokratien müssen sich stärker für Pressefreiheit einsetzen

"(...)Jenseits dieser Zahlen zeichnet sich ein Mangel an Interesse und zuweilen auch ein Versagen demokratischer Staaten ab, uneingeschränkt für Presse- und Meinungsfreiheit einzutreten“, so die Organisation zur Verteidigung der Pressefreiheit weiter. „Staaten der EU etwa müssen sich weltweit stärker für freie Medien engagieren. Bei einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit, beispielsweise mit Russland oder China, muss das Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung eingefordert werden.“

(...)

In Osteuropa und Zentralasien hat sich die Lage weiter verschärft: So haben in Russland kremlnahe Unternehmen weitere Medien aufgekauft,(...)"



Der komplette Bericht (Russland auf S.121)
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Auch im Handball wird es wohl bald einige Gazpromis geben...

Gummersbach plant Partnerschaft mit Gazprom

"(...)Doch für den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Kölner Sparkasse sind das nur Etappenziele auf dem Weg nach ganz oben. Denn Krämer will mehr, er will einen strategischen Partner. Und offenbar ist der umtriebige VfL-Chef schon recht weit in seinem Bemühen. Nach Informationen von WELT.de soll der russische Energielieferant Gazprom an einer Partnerschaft interessiert sein. Am Rosenmontag soll angeblich eine Verhandlungsrunde in Berlin stattfinden, wo die deutsche Filiale des weltweit größten Erdgasförderunternehmens beheimatet ist.

Gazprom unterstützt bereits den Fußball-Bundesligaklub Schalke 04 mit einem Volumen von bis zu 100 Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre. Ein Engagement beim VfL würde vermutlich nur ein Zehntel dieses Betrages ausmachen, aber es wäre ein bedeutsames Signal. Und es käme zur rechten Zeit. Denn bereits heute geht in Gummersbach die Bundesliga weiter. Mit dem Spiel gegen Wilhelmshaven endet die Weltmeisterschaftspause. "




Ein "bedeutsames Signal", tja, das kann man so oder so sehen...
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Gazprom/BP: Britischer Minister rügt russische Einflußnahmen

"Der britische Handelsminister Alistair Darling hat bei einem Besuch in Moskau von der russischen Regierung eine freundlichere Haltung zu ausländischen Investoren eingefordert. Wie Darling darlegte, bräuchten britische Unternehmen, die sich nach Russland wagten, eine sichere Rechtsbasis, innerhalb derer sie agieren könnten. Die jüngsten Irritationen um die Förderprojekte von BP und Royal Dutch Shell hätten unter potentiellen westlichen Investoren für eine Zurückhaltung gesorgt. (...)

Zuletzt hatte es Gerüchte gegeben, dass der russische Energieriese Gazprom sich einen Anteil am Venture-Unternehmen TNK-BP von Britisch Petrol sichern wolle. Zuvor hatten Royal Dutch Shell und die japanischen Partnerfirmen die Kontrolle am Förderprojekt "Sachalin 2" aufgegeben und Anteile an Gazprom verkauft. Seinerzeit hatten Beobachter immer wieder davon gesprochen, dass dies unter starkem Druck der russischen Behörden vonstatten gegangen sei. "
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Schröder auf Werbetour bei der EU

*Der Bau der russisch-deutschen Gaspipeline durch die Ostsee wird sich laut Altkanzler Gerhard Schröder durch die vorgebrachten politischen und ökologischen Bedenken nicht verzögern. Schröder rührte als Berater für die Projektfirma Nord Stream bei der EU kräftig die Werbetrommel für das Vorhaben*

"(...) Das Projekt stößt auf Kritik von Umweltschützern und Ostsee-Anrainern, vor allem in Polen und Schweden. Die Regierung in Warschau befürchtet, künftig von russischen Energielieferungen ausgeschlossen zu sein. Schröder betonte, die Pipeline diene der Energieversorgung aller EU-Länder. Bis 2015 werde die EU 70 Prozent ihres Gasbedarfs importieren müssen, derzeit sei es die Hälfte. "Das ist mit der gegenwärtigen Infrastruktur nicht zu machen." Die Bedenken Polens würden auf "Arbeitsebene" beraten. Erneut wies Schröder Bedenken zurück, die Abhängigkeit von Russland werde zu groß: "Es gibt keinen sichereren Lieferanten als Russland." "

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Blauer Riese aus Moskau

*Gazprom setzt zum Sprung auf die westlichen Märkte an. Alexej Miller, Chef des staatlich kontrollierten Energiegiganten, sucht den direkten Zugang zu den Endkunden*

"Januar kippte ein Moskauer Schiedsgericht die Entscheidung des russischen Kartellamts, das dem staatlich kontrollierten Energiekonzern bisher die Übernahme heimischer Rivalen untersagt hatte.Nun wird der Kreml-Konzern nach Ansicht von Analysten seine Minderheitsbeteiligungen an den Konkurrenten Itera, Novatek und Nordgas wohl bald in Mehrheiten umwandeln.

Ende 2006 demonstrierte Gazprom dem Westen, wer das Sagen hat auf Russlands Energiemärkten: Den Ölkonzern Royal Dutch Shell drängten die Russen aus dem ersten russischen Flüssiggas-Konsortium Sachalin-2 und übernahmen die 51 Prozent des britisch-niederländischen Konsortialführers. Nun macht Gazprom der britisch-russischen TNK-BP Druck: Den Riesen gelüstet nach der Mehrheit an deren Erdgas-Förderung.

Mit einer Marktkapitalisierung von rund 250 Mrd. Dollar ist Gazprom zum drittteuersten Unternehmen an den Börsen der Welt aufgestiegen. Aufsichtsratschef Dmitrij Medwedjew – in Personalunion Russlands Vizepremier – hat eine Billion Dollar Marktwert als Ziel ausgegeben – „bis 2010“. Damit stünde der Kreml-Konzern konkurrenzlos an der Spitze aller Unternehmen auf dem Planeten.

(...)

Das ist die Gegenwart, in der Gazprom-Chef Alexej Miller lebt. Für die Zukunft sieht er vor, dass der Konzern „zum weltweit führenden vertikal integrierten Energiekonzern“ aufsteigt, so umriss er seine Strategie im Handelsblatt-Gespräch. Im Klartext: Gazprom soll „die gesamte Wertschöpfungskette vom Bohrloch über Pipelines und Stromerzeugung bis zum Endverbraucher kontrollieren“ – über Russlands Grenzen hinweg.

Miller expandiert in vier Richtungen: Schon heute kontrolliert Gazprom alle Gasexporte aus Russland, binnen weniger Jahre soll die Produktion zum Monopol gehören. Mit der Übernahme des Ölförderers Sibneft wird Gazprom auch bei diesem Rohstoff eine Größe. Zudem steigt der Konzern bei russischen Stromerzeugern ein, etwa dem Moskauer Elektrizitätskonzern Mosenergo.

Der vierte Pfeiler der Expansion ist der im Westen umstrittenste: das Vordringen der Moskowiter auf die internationalen Märkte. Der Konzern beteiligt sich etwa an europäischen Energieversorgern wie der BASF-Tochter Wingas und an Eons osteuropäischen Stromerzeugern, steigt bei Unternehmen in Frankreich, Italien, Holland und anderen EU-Staaten ein – und verschafft sich dadurch direkten Kontakt zum Endkunden. Auf die hat es das „Kohlenwasserstoffmonstrum“ – so nennt das Moskauer Magazin „Profil“ den Konzern – abgesehen, denn Europas Energieversorger verdienen beim Endkunden das Dreifache dessen, was Gazprom für das Abliefern der Rohstoffe an den Landesgrenzen bekommt.

Aber Miller fühlt sich stark genug, um unverhohlen zu drohen: Sollte Europa Gazproms Expansion vereiteln, werde er das Erdgas eben nach China liefern. Bei der Finanzierung der West-Expansion sieht Aufsichtsratschef Medwedjew keine Probleme: „Gazprom kann so viele Kredite bekommen, wie wir benötigen.“
Unterstützung bekommt er von Russlands Präsidenten Wladimir Putin. Denn im Bereich Energie kann sich der Kreml-Herr angesichts der Rohstoffreserven seines riesigen Reiches noch als Führer einer Weltmacht fühlen. Die Energiepolitik sei klar ein „Instrument russischer Regierungspolitik“, urteilt Jonathan Stern vom Oxford Institute for Energy Studies.

Dabei provoziert Gazprom nach Angaben der Internationalen Energieagentur IEA und des Moskauer Instituts für Energiepolitik IEP einen ernsthaften Gasmangel in den westlichen Ländern. Für 2010 seien etwa 100 Mrd. Kubikmeter mehr Erdgas in langfristigen Verträgen zugesagt worden, als zur Verfügung stünden. Eine gewaltige Menge – 2005 hat Gazprom 547,9 Mrd. Kubikmeter gefördert. Als Begründung für die Differenz gibt IEP-Chef Wladimir Milow an, der Konzern habe nicht genug Geld in die Erschließung seiner ungeheuren Reserven gesteckt, und die Vorräte seiner sibirischen Gasfelder gingen zur Neige. Seit Putins Amtsantritt im Jahr 2000 bis 2005 steigerte Gazprom den Ausstoß um 4,5 Prozent – das sind gerade 26 Mrd. Kubikmeter. Immerhin verdoppelt Gazprom 2007 die Investitionen auf 20 Mrd. Dollar.

Allerdings ist der Konzern deutlich weniger rentabel als seine Konkurrenten. Er gleicht einem monströsen Gemischtwarenladen mit Beteiligungen im Wert von 14 Mrd. Dollar, die nicht zum Energiegeschäft gehören. 38 Prozent der Beschäftigten arbeiten bei Töchtern wie Russlands größtem Medienimperium, einer Porzellanfabrik, einer Fluggesellschaft und Hühnerfarmen – die energiefremden Firmen belasten Gazprom mit jährlich umgerechnet 350 Mill. Dollar Verlust. Die Analysten der Deutschen UFG sehen deshalb zwar bis 2010 den Umsatz von 48,9 auf 95 Mrd. Dollar klettern. Allerdings werde der Gewinn relativ konstant um die 20 Mrd. Dollar pro Jahr schwanken. "

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Alexej Miller ist Russlands Energie-Zar

"(...) Mit dem leuchtenden Riesen-Globus demonstriert Alexej Miller den Weltmachtanspruch seines Unternehmens – die überdimensionale Weltkugel dominiert sein Besprechungszimmer in dem blau-grauen Stahl- und Glas-Tower im Süden Moskaus. Sein Sprecher Sergej Kuprianow beweist mit dem bei ihm hängenden Bier-Werbeplakat „It’s Miller Time“, dass die 330 000 Gasowiki – Russlands eisige Jungs an den Bohrlöchern Sibiriens und den 153 000 Kilometer Pipelines – hinter dem Boss stehen.

Das war nicht immer so: Als Alexej Borisowitsch Miller im Mai 2001 mit gerade 39 Jahren den ebenso lang gedienten wie in der Gaswirtschaft erfahrenen Firmenchef Rem Wjachirew ablöste, hielt man ihm vor, er sei kein Mann des Fachs. Schließlich hatte sich Miller bis dahin vor allem als besserer Bürobote bei Wladimir Putin in dessen Zeit als Vize-Bürgermeister in St. Petersburg hervorgetan, leitete einen kleinen Pipelineverbund und wurde stellvertretender Energieminister in Moskau. Frühere Mitstreiter charakterisierten Miller als „Erfüllungsgehilfen mit mangelnder Eigeninitiative“.

(...) Miller zeigte Muskeln: Er holte zurück, was seine Vorgänger in private Hände entgleiten ließen – zehn Prozent der Gazprom-Gasvorräte hatten sie über dubiose Tochterfirmen ausgegliedert. Und Miller machte den Staat zum Mehrheitsaktionär (...). Bei seinem Einstieg war Gazprom an der Börse 9,8 Mrd. Dollar wert. Jetzt, 56 Monate später, liegt der Marktwert bei 250 Mrd. Dollar, ein Zuwachs von 4,3 Mrd. Dollar – pro Monat.

Allerdings sind Miller auch Fehlschläge nicht fremd: Die Übernahme des staatlichen Ölkonzerns Rosneft scheiterte, und den durch den Gasstreit mit der Ukraine und Weißrussland entstandenen Imageschaden im Westen muss er verantworten.

Immerhin bemüht sich Miller auch, Transparenz zu demonstrieren: Inzwischen gibt es einen regelmäßig tagenden Aufsichtsrat und eine Investor-Relations-Abteilung. Doch zwei Aufsichtsräte klagten im Gespräch mit dem Handelsblatt: „Wichtige Entscheidungen werden an dem Gremium vorbei gefällt.“ Die Soziologin Olga Kryschtanowskaja, die die Machteliten ihrer Heimat erforscht, sagt, wo: „Im Kreml oder auf Putins Datscha im Kreise engster Vertrauter“.

Von Putin hängt Millers Schicksal ab. Sein Vertrag läuft zwar noch bis 2011. Aber dem Kreml-Herrn wird nachgesagt, dass er nach Ende seiner Präsidentschaft 2008 von der Staatsspitze an die Spitze des „Staates im Staat“ wechseln will. „Staat im Staat“ steht in Moskau für: Gazprom.
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Die Schweden und das lästige Gas

*Der Widerstand gegen die geplante Erdgas-Pipeline durch die Ostsee wächst. Vor allem in Schweden formieren sich die Gegner. Umweltschützer und Politiker sehen die Umwelt bedroht und befürchten russische Spionage*

"Gotland ist bekannt für seine weißen Strände. Doch derzeit ist die Idylle getrübt. Denn die Gotländer sehen ihr Eiland in der Ostsee von der Gaspipeline bedroht, die das deutsch-russische Konsortium Nord Stream unter der Federführung des Energieriesen Gazprom plant. Ab 2010 soll russisches Erdgas durch "Mare Balticum" nach Lubmin bei Greifswald fließen. "Die Pipeline wird direkt an der Küste Gotlands vorbeiführen", sagt Åsa Andersson vom schwedischen World Wildlife Fund (WWF). "Die Umweltbeeinträchtigungen sind bedenklich." Der WWF fordert deshalb Alternativen zur geplanten Trasse. "Nord Stream muss auf alle denkbaren Szenarien eingehen. Das wurde bisher versäumt", kritisiert Andersson. Schließlich gebe es denkbare Wege etwa durch das Baltikum, wo bereits Erdgaspipelines verlaufen.

Zurzeit läuft für das Großprojekt die Umweltverträglichkeitsprüfung; das Verfahren liegt in den Händen des Betreibers. Im Herbst will Nord Stream den nationalen Behörden das Umweltgutachten vorlegen. "Es werden alle sensiblen Punkte streng abgearbeitet werden", sagte der Leiter des Aktionärsausschusses, Altbundeskanzler Gerhard Schröder, am Mittwoch (7.2.) in Brüssel. Hat ein Land Zweifel an der Umweltverträglichkeit der Gasleitung, kann es zusätzliche Auflagen erlassen. Befugt dazu sind Deutschland, Russland, Finnland, Dänemark und Schweden, da die Leitung ihre Außenwirtschaftszonen berührt. Andere Ostseeanrainer wie Polen oder die baltischen Staaten haben nur Anhörungsrechte.

Ganz unwahrscheinlich sind mögliche Einwände nicht. Denn überall stößt das Megaprojekt auf Kritik. In Schweden ist der Protest besonders laut. Die schwedischen Umweltschützer kritisieren unter anderem, dass die Pipeline viel zu dicht an Meeresschutzgebieten vor Gotland vorbeiführen soll. Giftsstoffe, die während der Grabungen am Meeresgrund aufgewühlt werden oder bei den Bauarbeiten ins Wasser gelangen, könnten die Schutzgebiete schädigen. Die gotländischen Fischer befürchten, dass die Gasleitung ihre Schleppnetzfischerei behindert.

Doch die größte Sorge gilt den chemischen Waffen, die noch aus Kriegszeiten tonnenweise auf dem Ostseegrund lagern. "Die Munition ist ein hohes Sicherheitsrisiko", sagt Åsa Andersson. Leicht könnten bei Explosionen gefährliche Chemikalien frei werden. "Die Munitionslagerplätze sind uns bekannt", entgegnet Nord Stream-Sprecher Jens Müller. "Die Pipeline wird nicht in ihrer Nähe verlaufen." Zudem werde der Meeresboden entlang der 1200  Kilometer langen Leitung systematisch durchsucht.

(...)

Die Schweden teilen ihre ökologischen Sorgen vor allem mit den Finnen und Balten. Auch deutsche Umweltverbände kritisieren die Mega-Leitung. Und die Regierung in Warschau befürchtet, künftig von russischen Energielieferungen ausgeschlossen zu sein. Doch die Schweden haben eigene Gründe, gegen die Pipeline zu sein: Erdgas spielt in der stark auf erneuerbare Quellen ausgerichteten Energiewirtschaft nahezu keine Rolle. "Wir wollen unsere Abhängigkeit vom Öl doch nicht durch Abhängigkeit von Gas ersetzen". Mit dieser Begründung lehnte Schwedens Wirtschaftsminister das Angebot von Nord Stream ab, Gas direkt ins Land zu pumpen.

Die Pipeline ist auch zur Sicherheitsfrage geworden. Weil in Schweden 1981 ein russisches Spionage-U-Boot strandete, befürchten Bürger und Politiker, dass der russische Geheimdienst das Projekt für neue Aktivitäten missbrauchen könnte. Die sozialdemokratische Opposition und der konservative Verteidigungsminister sehen in der Pipeline bereits ein Risiko für die nationale Sicherheit. Umstritten ist, ob Schweden das Projekt stoppen könnte. Nach Ansicht von Nord Stream gibt es hierfür keine Möglichkeit. Schwedische Juristen halten das aber durchaus für denkbar. Auch die Vorsitzende im Verteidigungsausschuss im Reichstag in Stockholm setzt sich für ein Veto ein. (...) Schwedens Premierminister Fredrik Reinfeldt schweigt sich noch aus, wenngleich er den Pipeline-Plänen gegenüber als weniger skeptisch gilt.

Doch Reinfeldts Schweigen ist verständlich. Denn schließlich hat auch Schweden im EU-Ministerrat dem Projekt zugestimmt. Eine Kehrtwende wäre ein politisches Armutsgeständnis, das die europäischen Staatschefs dem erst im September 2006 gewählten Kollegen kaum verzeihen würden. Wieviel der Premierminister tatsächlich riskiert, wird sich Anfang 2008 zeigen. Erst dann werden die Staaten über das Umweltgutachten zur Pipeline endgültig entscheiden."
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Gazprom-City: Unesco kritisiert Wolkenkratzer-Bau
*St. Petersburg. Während eines Treffens mit lokalen Architekten, Stadtplanern und Denkmalschützern hat sich eine Delegation der Unesco gegen den geplanten Bau des Gazprom-Hochhauses an der Newa ausgesprochen*

"Erwartungsgemäß stört die Weltkulturerbe-Kommission die dominierende Höhe des Wolkenkratzers, der die vorgeschriebene Höhe von 48 Metern um ein Vielfaches übertreffen würde. Ausserdem kritisierte sie die Nähe des Bürogebäudes zum Unesco-geschützten Stadtzentrum.(...)"
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Prügel statt Prämien

*Die Proteste der sibirischen Gewerkschaften haben bislang kaum Verbesserungen bewirkt. Nun bereiten die Ölarbeiter radikalere Aktionen vor.*

Da "Jungle World" imho nicht die seriöste Quelle ist, sollte man den Text mit einer gewissen Vorsicht genießen.  
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womeninblack schrieb:

Verdammte Scheiße.


Das unterschreibe ich in jeglicher Hinsicht.
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"Wie im Gefängnis"

Wenigstens dieser Autor schreibt in dem Zusammenhang nur von "Hooligans" - richtig so.
Dennoch wird der deutsche Normalbürger angesichts der undifferenzierten Medienflut wieder nur die Schnipsel "Ultras" "gewalttätige Ausschreitungen" "toter Polizist" aufnehmen und dies ebenso undifferenziert auf die deutschen Verhältnisse übertragen. Das macht die ganze Situation für alle, die sich für eine aktive Kurve engagieren, nicht einfacher...
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Nun habe ich weder ein Stadionverbot gefordert, noch ist DEIN schiefer Vergleich auch nur in irgendeiner Weise hilfreich.

Griesheimer Grüße


Tschuldige mal, aber es ist nicht MEIN schiefer Vergleich: Das Auto hast DU in Posting 98 ins Spiel gebracht - schön, dass du deinen Vergleich Auto beschädigen / Stuhl beschädigen nun selbst in Zweifel ziehst... - und dass der Vergleich nicht sonderlich hilfreich ist ("um zu dem schiefen Vergleich zurückzukehren"), habe ich in meinem Posting ja schon selbst geschrieben...

GriesheimerBub schrieb:

Das Strafmass und darauf willst Du ja hinaus, dass ist das Thema.
Ob Stadionverbot sinnvoll ist, wäre zu prüfen; Schadenersatz für die Stühle halte ich persönlich für absolut gerechtfertigt.


Dass die Person in der Regel für den Schaden aufkommen sollte, stelle ich ja gar nicht in Frage - ebenso, wie ich nicht in Frage stelle, dass ein mehrjähriges Stadionverbot für einen mehr oder weniger unbeabsichtigt zerstörten Stuhl VÖLLIG überzogen ist...- abgesehen davon ist ursprünglich einmal ein Stadionverbot eigentlich nicht als STRAFmaßnahme gedacht gewesen...
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GriesheimerBub schrieb:


@ a.saftsack
Danke für diese geistreichen und zielführenden Beitrag    
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Immer gerne - ich wollte damit nur darauf hinweisen, dass der Vergleich Plastikstuhl/Auto nicht generalisiert auf alle Personen angewendet als zulässiger Vergleich erscheint. Abgesehen davon stellt dies natürlich keinerlei Legitimation/Rechtfertigung für das Zerstören fremden Eigentums dar.
Allerdings halte ich die Forderung, für jeden zerstörten Stuhl (ich meine nicht solche Typen, die nach dem Spiel durch die Reihen spazieren und reihenweise Stühle demolieren) Stadionverbot zu erteilen ebenfalls nicht  gerade für sonderlich "geistreich" oder gar "zielführend".
Oder um zu dem schiefen Vergleich zurückzukehren: 3 Jahre Führerscheinentzug für Lackschäden beim Ausparken?