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a.saftsack

42968

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Am Sonntag geht's auch für Timo wieder los. Hier mal ein Vorabbericht über den kommenden Gegner:

kicker; 2.2.07 schrieb:
(...) In der Marienfelder „Kloster­pforte“ wurden in einem dreitä­gigen Trainingslager die „Neuen“ schnell integriert. „Die Bedingun­gen waren ganz hervorragend“, freute sich Trainer Thomas Stratos, „wir haben hier die Grundlagen für eine hoffentlich erfolgreiche Rückrunde legen können.“ Die Anstrengungen, die in der Pause unternommen wurden, unterstreichen, dass der FCG im Aufstiegskampf mitreden will. „Viel hängt vom Start in Schalke ab“, weiß der Trainer. „Zuletzt hatten wir aber, wie überall, mit widrigen Platzver­hältnissen und Ausfällen durch Krankheit zu kämpfen. Momentan kann ich gar nicht sagen, wer mir zur Verfügung stehen wird.“


Zumindest für uns war Gütersloh nicht gerade der Wunschgegner. Die Bilanz aus den Jahren 96-98 lautet: 1S-2U-1N; 3:3 Tore. Gütersloh war übrigens das einzige Team, gegen das es uns in der Aufstiegssaison 97/98 nicht gelang, ein Tor zu erzielen.

Die damaligen Spiele in der Statistik:1:3 (A) ; 2:0 (H) ; 0:0 (A) ; 0:0 (H) .
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Anzubieten: 1x FCB 37G; 1x FCB 37N (jeweils 24 Euro; 22 Euro OP + 2 Euro Versand)
(Übergabe (insofern die Karten dann schon raus sind) gg. Hannover (3.3.) oder
in Eschborn (10.3.; U23)).

Suche: Jeweils im Tausch ein Ticket für das Mainz-Spiel (max.22 Euro)
          (Übergabe vor dem Stadion)




               
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Der noch nicht - aber wenn erwachsene Menschen mit den grüne' Labbe rumrennen - nunja... - es gibt jedenfalls "passendere" Kleidung...
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MainKinzig-Adler schrieb:
a.saftsack schrieb:
MainKinzig-Adler schrieb:
sgevolker schrieb:
Schlimm genug, wenn ich die ganzen Deppen bei uns im grünen Licher Trikot rumlaufen sehe    



Ich kenne Jungs, für die so ein Licher-Trikot der einzige Weg ist, seine Zuneigung zur Eintracht zu zeigen, da für richtige Trikots kein Geld da ist.




Vlt. sollte man dann lieber gar kein Trikot anziehen? Schwarz-weiß-rote Kleidung tut's auch... (hier gab es z.B. T-Shirts von Aldi für 2,99€) - und wirkt lange nicht so lächerlich wie so 'n grüne' Licherlabbe'.
Aber wem sag ich das...





Toll, ein T-Shirt vom ALDI....es geht den Leuten darum, irgendwas anzuhaben, wo das Emblem der Eintracht drauf ist. Dass es irgendwelche Heulsusen in der Westkurve stehen, die aus irgendwelchen lächerlichen Gesichtspunkten sowas wieder verwerflich finden.
Der kleine Bruder einer Freundin von mir ist die ganze Nachbarschaft nach den Licher-Coupons gefragt, da er unbedingt dieses Trikot wollte. Für ihn verkörpert es ein Stück Eitracht.


Für immerhin 10 Euro gibt es auch das hier:



Emblem der Eintracht drauf, richtige Farbe und kein Sponsorenaufdruck.
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Wackers Kneißl wechselt nach Düsseldorf

"Fortuna Düsseldorf hat den gesuchten Stürmer kurz vor Ablauf der Wechselfrist präsentieren können. Der 24-Jährige, der seit zwei Wochen ein Probetraining bei der Fortuna absolviert hatte, wechselt ablösefrei von Zweitligist Wacker Burghausen zu den Flingeranern. (...) Er war zur eingehenden Beobachtung mit ins Trainingslager nach Belek/Türkei gefolgt, wo er Chefcoach Uwe Weidemann überzeugen konnte. Der gebürtige Hesse wird nunmehr bis zum 30. Juni 2007 bei der Fortuna unter Vertrag stehen, wobei die Option auf Verlängerung um ein weiteres Jahr besteht. "
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MainKinzig-Adler schrieb:
sgevolker schrieb:
Schlimm genug, wenn ich die ganzen Deppen bei uns im grünen Licher Trikot rumlaufen sehe    



Ich kenne Jungs, für die so ein Licher-Trikot der einzige Weg ist, seine Zuneigung zur Eintracht zu zeigen, da für richtige Trikots kein Geld da ist.




Vlt. sollte man dann lieber gar kein Trikot anziehen? Schwarz-weiß-rote Kleidung tut's auch... (hier gab es z.B. T-Shirts von Aldi für 2,99€) - und wirkt lange nicht so lächerlich wie so 'n grüne' Licherlabbe'.
Aber wem sag ich das...
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wimi schrieb:


sorry hab geschaut. mir wird das trotzdem gar nicht klar! Nur weil in den letzten Spielen keine so gute Stimmung war, oder weswegen????


UF97 - Oktober 06 schrieb:
Wie die meisten von Euch sicher mitbekommen haben, musste unsere Gruppe in den letzten Wochen einige Rückschläge einstecken. Darunter war nicht nur eine große Menge neu ausgestellter Stadionverbote für viele Mitglieder des harten Kerns von Ultras Frankfurt – noch schwerwiegender als dies war die Fanbeiratsitzung ein paar Tage nach dem Schalke-Auswärtsspiel. Äußerungen von Herrn Bruchhagen und Herrn Pröckl, wonach sie den Ultras, die aktuell mit einem Stadionverbot belegt wurden, absprechen, Fan von Eintracht Frankfurt zu sein, und zudem sagten, dass man solche Leute nicht im Kreis der Eintrachtfans benötigte, haben eine Lethargie innerhalb des Kerns der Ultras ausgelöst, die einem kompletten Bruch mit der Eintracht Frankfurt Fussball AG zur Folge haben kann, sofern es die nächste Zeit nicht eine letzte Annäherung gibt, bei der man die Situation zu entspannen versucht. Bei den betroffenen Personen handelt es sich zum Großteil um jene Leute, die noch vor kurzer Zeit Unmengen an Zeit und Geld geopfert hatten um u.A. für das Pokal-Halbfinale gegen Bielefeld oder das Finale in Berlin einen würdigen Rahmen in Form von riesigen Choreographien zu erschaffen.

Wir sind durchaus bereit, auch in unserem Verhalten Fehler einzuräumen, und Selbstreflexion zu üben, nicht aber zur völligen Aufgabe unsere Gruppenideale nur um der Eintrachtfangemeinschaft beiwohnen zu dürfen.

Nach langem Überlegen sind wir zu der Entscheidung gekommen, dass die Ultras Frankfurt 1997 vorerst im Stadion nicht mehr als Gruppe aktiv sein werden. Das heißt nicht, dass keine Mitglieder der Gruppe, oder Untergruppen, die dem Kollektiv Ultras Frankfurt angehören, im Stadion präsent sind, Ultras Frankfurt 1997 gibt aber vorerst jegliche Verantwortung als Verband der Ultra’-orientierten Gruppen in Frankfurt, die bisher getragen wurde, auf.

Die Stadionverbote die es am Anfang der Saison gab, gründen im Wesentlichen auf 2 Vorfällen.

Zum einen erhielten über 30 Personen, die beim Ligaspiel in Köln (März 2006) vor dem Spiel in der Innenstadt festgenommen wurden ein Stadionverbot über 3,5 Jahre, wenngleich selbst die Polizei einräumte, dass es nur zu „kleineren Sachbeschädigungen“ kam, welche nicht zwingend von eben dieser Personengruppe gekommen sein müssen, da sich noch zahlreiche andere Kleingruppen in unmittelbarer Umgebung durch die Innenstadt bewegten.

Die zugehörigen Ermittlungsverfahren wurden deshalb logischerweise auch bereits eingestellt, der Zuständige beim 1.FC Köln weigert sich aber derzeit noch, die Verbote aufzuheben, wozu er laut Stadionverbot-Richtlinie allerdings „angehalten“ ist, da die Einstellung nach § 170 II (Einstellung mangels Tatverdacht) erfolgte. Begründet wird dies damit, dass man es zunächst mit der Polizei abwägen möchte, und es bereits Urteile gäbe, die Ermessenspielraum gewährleisten würden.

Der 2.Vorfall war am Saisonanfang in Gelsenkirchen, wo nahezu ein gesamter Bus mit Stadionverbot belegt wurde, auch Personen, die sich während dem Geschehen im Bus befanden.

Zugegeben ist in der Vergangenheit, auch von unserer Seite, nicht alles glücklich gelaufen, diese Stadionverbote sind aber ohne Frage nicht akzeptabel.

In der aktuellen Situation sind wir als Gruppe weder willens, noch fähig, so weiterzumachen, wie bisher. Daher wird es natürlich auch vorerst keine Choreographien im Waldstadion geben, die Ultras Frankfurt–Zaunfahne wird nicht mehr hängen, symbolisch hängt stattdessen eine schwarze Fahne, und die Zaunfahnen der Gruppen und Fanclubs, die sich solidarisieren, werden weiterhin falsch herum aufgehängt werden.

Als Gruppe werden wir stattdessen bei der 2.Mannschaft am Riederwald auftreten, wo die Führung des e.V.’s uns auch, soweit möglich, alle Freiheiten einräumt.

Dort möchten wir allen Fans, die willens sind, etwas anderes als den Bundesligaalltag zu erleben, eine Alternative bieten, und gleichzeitig auch den Stadionverbotlern zeigen, dass sie nicht alleine gelassen werden.

Bereits 2005, als nach den Vorfällen in Ahlen ein Konzept für „Stadionverbot auf Bewährung“ erarbeitet wurde, um auch hier, wie im normalen Rechtswesen üblich, den Leuten die Möglichkeit zu bieten, ihr Verhalten zu überdenken und nicht aufgrund eines Vorfalls, der möglicherweise nicht mal vor Gericht zu einer Verurteilung kam, ihr soziales Umfeld, zumindest was das Stadion angeht, zu verlieren. Dieses Konzept sah auch, analog zur deutschen Gesetzgebung, fußballspezifische Sozialleistungen als „Bewährungsauflage“ vor, käme also auch den Vereinen zugute.

Dieses Konzept wurde dem Vorstand der Eintracht Frankfurt Fussball AG vorgelegt, welche versprach, damit auch bei der DFL vorzusprechen. Seitdem ist nichts geschehen.

Dieser Text soll nur zur Information dienen und ist nicht als endgültige Entscheidung zu sehen.
Wir bitten die komplette Fanszene um Nachsicht, da wir momentan an einer Lösung der Situation arbeiten, aber noch nicht wissen, wie das ganze ausgehen wird. Gebt uns bitte die Zeit, über uns selbst und über die Gesamtsituation nachzudenken!
Ultras Frankfurt 1997, Oktober 2006
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Okay, in Kurzform:

Es gab zu Beginn der Saison einen Haufen Stadionverbote; die meisten davon völlig unberechtigt.
Ultras Frankfurt zog sich als Gruppe daraufhin aus dem Waldstadion bis auf Weiteres zurück.
Und da die Situation sich seitdem noch nicht grundlegend geändert hat - wird es wohl solange auch keine Choreos geben (zumal einer großer Teil der Choreo-Leute ohnehin ausgesperrt ist).
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Dafür, dass ich jedes Mal fast einen Ausschlag von diesem hässlichen Wort bekomme, war das doch nett... ,-)
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duebeltaeter schrieb:
Hi,
ein sehr guter Freund von mir ist Eintracht Frankfurt Fan. Und da wir beide aus der Ecke von Golfsburg kommen, sind wir in die Volkswagen-Arena in den Frankfurter Block gegangen. Da ich ebenfalls Eintracht Fan bin, allerdings der Eintracht aus  Braunschweig, wollt ich´s mir nicht nehmen lassen, gegen die Radkappen zu brüllen...
Schätze mal, rund 900 Leute haben sich im Gästeblock eingefunden und was die 90 Minuten lang geboten haben... Hut ab! Ganz großer Sport... wirklich Klasse! Stell mir das ziemlich geil in der C**********-Arena vor, wenn 50.000 solche Stimmung machen...



Sorry, aber Eintracht Frankfurt spielt im Waldstadion.
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womeninblack schrieb:
*Frage*
Hat jemand eine Ahnung, ob die heutigen Spiele im Radio übertragen werden?
*Frage aus*


Ansonsten werden wohl z.B. auf HR-Info (107,0) immerhin die Schlusskonferenzen von HZ1+2 übertragen werden.
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http://www.bundesliga.de/de/  ---> rechts; Liga-Radio.  
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EintrachtFan87 schrieb:
Dann gibt es nächste Saison Derby Mainz - Wiesbaden    


Super! Aufgeblasener Bonbonwerferverein gg. Plastikklub Wiesbaden - Hammer-Derby...
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wimi schrieb:
Ich weiß es halt nicht! Wohn in Potsdam, da ist man nicht so nah an der eintracht dran...  


Dafür genügt es, einigermaßen regelmäßig ins Forum zu schauen - dann dürfte eigentlich klar sein, warum in nächster Zeit keine größeren Choreographien zu erwarten sind.
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tobstaroz schrieb:

Würd gerne mal wissen ob jemand gestern Abend seine Emotionen an seiner Einrichtung ausgelebt hat, weil unsere Abwehr mal wieder amateurhaft gespielt hat.


Nicht wegen der Abwehr - aber nach Meiers Tor ist beim Jubeln das Radio vom Tisch gefallen - läuft noch, aber die Hülle ist irgendwie, nunja, beschädigt...

P.S.: Nein, ich habe noch keine Stühle kaputtgetreten und habe dies auch in Zukunft eigentlich nicht vor.
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Zeit, um mal wieder ein schönes Zitat von Don Flop aus dem anderen Thread zu zitieren:

"Nach Borussia ist für mich finito. Dann werde ich noch mehr Zeit mit meinem Schäferhund Cando verbringen. Ein wunderbares Tier und treuer Partner. Das Schöne ist, er kritisiert mich nicht.  Er gibt mir immer das Gefühl: Jupp, du bist der Beste."
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Dow Chemical wirbt um Gasprom

"(...)"Der ökonomische Wille Gasproms und der politische Wille Russlands kommen zusammen. Russland hat verstanden, dass es in neue Märkte gehen muss." Das Land sei daran interessiert, nicht nur als Lieferant von Rohstoffen aufzutreten, sondern diese auch selbst zu verarbeiten: "Wir sind ein technologisch sehr fortschrittlicher Anbieter. Gasprom könnte da eine Menge Synergien erzielen." [sagt Dow-Chef Andrew Liveris](...)"
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Polen als Stolperstein für das Energiegeschäft zwischen der EU und Russland *Gasprom drängt auf den polnischen Gasmarkt*

"Der russische Energieriese Gasprom kommt nicht zu Ruhe. Kaum ist der Streit mit Weißrussland ausgestanden, haben die Russen wieder Ärger mit einem Transitland. Doch der aktuelle Streit um Transitgebühren ist ein Novum, denn im Gegensatz zu den bisherigen Streitigkeiten mit den Transitländern Weißrussland und Ukraine, hat Gasprom zum ersten Mal ein Problem mit einem Staat der Europäischen Union. Gasprom und das polnische Unternehmen PGNiG verhandeln seit einiger Zeit über einen neuen Transitpreis – bisher ohne jegliches Ergebnis. Doch wie im Fall Weißrusslands und der Ukraine, hat auch dieser Streit tiefere Hintergründe.

(...)

PGNiG, der größte Gasversorger Polens, wehrt sich seit einem Jahr gegen die Versuche Gasproms, den polnischen Markt zu verändern. Dabei geht Gasprom nicht offen vor, sondern bedient sich dabei anderer Firmen. Der ungarische Gasversorger Emfesz ist so ein Unternehmen. Seit 2005 ist Emfesz auf dem polnischen Markt tätig, und dies mit großen Erfolg. Bereits einige Großkunden wechselten von PGNiG zum ungarischen Anbieter, aus ersichtlichen marktwirtschaftlichen Gründen. Emfesz bietet sein Gas erheblich günstiger an als die Polen. Problematisch ist dabei nur, dass sowohl Emfesz wie auch PGNiG ihr Gas von ein und demselben Exporteur beziehen; RosUkrEnergo, einem in der Schweiz ansässigen Unternehmen, an dem Gasprom zu 50 Prozent beteiligt ist. Schnell wurde den Polen klar, dass Emfesz nur deshalb sein Gas günstiger vertreiben kann, weil RosUkrEnergo es an die Ungarn billiger verkauft als an die Polen.

Polen als Stolperstein für das Energiegeschäft zwischen der EU und Russland
Thomas Dudek 29.01.2007

Gasprom drängt auf den polnischen Gasmarkt und die Regierungen der beiden Länder streiten wegen eines von Russland verhängten Importstopps für polnisches Fleisch
Der russische Energieriese Gasprom kommt nicht zu Ruhe. Kaum ist der Streit mit Weißrussland ausgestanden, haben die Russen wieder Ärger mit einem Transitland. Doch der aktuelle Streit um Transitgebühren ist ein Novum, denn im Gegensatz zu den bisherigen Streitigkeiten mit den Transitländern Weißrussland und Ukraine, hat Gasprom zum ersten Mal ein Problem mit einem Staat der Europäischen Union. Gasprom und das polnische Unternehmen PGNiG verhandeln seit einiger Zeit über einen neuen Transitpreis – bisher ohne jegliches Ergebnis. Doch wie im Fall Weißrusslands und der Ukraine, hat auch dieser Streit tiefere Hintergründe. Gasprom drängt auf den polnischen Gasmarkt und die Regierungen der beiden Länder streiten seit über einem Jahr wegen eines von Russland verhängten Importstopps für polnisches Fleisch. Falls der Streit zwischen den Polen und Russen eskalieren sollte, könnte es auch für die deutsche Gasversorgung eng werden, denn 90 Prozent des deutschen Gases werden durch Polen geliefert. Deshalb sprachen Angela Merkel und Wladimir Putin bei ihrem Treffen in Sotschi auch über die russischen Beziehungen zu Polen.
   

In der Chefetage der Moskauer Gasprom-Zentrale hatte man in den letzten Tagen einige Gründe, die Sektkorken knallen zu lassen. Weißrussland zahlt seit dem 1. Januar den doppelten Preis an den russischen Energiegiganten und verkaufte ihm noch für 2.5 Milliarden Dollar 50 Prozent der weißrussischen Gaspipelinegesellschaft Beltransgas. Gleichzeitig gab das Unternehmen auch die Geschäftszahlen für das Jahr 2006 bekannt, mit einem enorm beeinduckenden Ergebnis. Gasprom konnte seinen Umsatz um 43 Prozent auf 37 Milliarden Dollar steigern. Da erscheinen die 125 Millionen Euro, mit denen sich Gasprom auf das Trikot des Fußball-Bundesligisten Schalke 04 eingekauft hat, und die Kosten für die Show, mit der sich Gasprom als neuer Hauptsponsor der Königsblauen präsentiert hat, wie Peanuts.

Doch die Stimmung in dem beeinduckenden Gasprom-Hochaus dürfte sich wieder verfinstert haben. Seit einer Woche verhandeln Gasprom und das polnische Gasunternehmen PGNiG, Betreiber der polnischen Pipeline Europol-Gaz, über neue Transitgebühren. Die Polen verlangen pro 100 Kilometer 2 Dollar für 1000 Kubikmeter Gas, die Russen dagegen wollen nicht mehr als 1,94 Dollar an PGNiG zahlen. Die Fronten zwischen den beiden Verhandlungspartnern haben sich mittlerweile verhärtet, sogar die Gespräche ruhen momentan. Die beiden Unternehmen tauschen zur Zeit nur wichtige technische Daten aus, ansonsten herrscht zwischen den beiden Firmenzentralen Funkstille.

Auch dieser Streit hat tiefere Hintergründe als nur die Transitgebühren. PGNiG, der größte Gasversorger Polens, wehrt sich seit einem Jahr gegen die Versuche Gasproms, den polnischen Markt zu verändern. Dabei geht Gasprom nicht offen vor, sondern bedient sich dabei anderer Firmen. Der ungarische Gasversorger Emfesz ist so ein Unternehmen. Seit 2005 ist Emfesz auf dem polnischen Markt tätig, und dies mit großen Erfolg. Bereits einige Großkunden wechselten von PGNiG zum ungarischen Anbieter, aus ersichtlichen marktwirtschaftlichen Gründen. Emfesz bietet sein Gas erheblich günstiger an als die Polen. Problematisch ist dabei nur, dass sowohl Emfesz wie auch PGNiG ihr Gas von ein und demselben Exporteur beziehen; RosUkrEnergo, einem in der Schweiz ansässigen Unternehmen, an dem Gasprom zu 50 Prozent beteiligt ist. Schnell wurde den Polen klar, dass Emfesz nur deshalb sein Gas günstiger vertreiben kann, weil RosUkrEnergo es an die Ungarn billiger verkauft als an die Polen.

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Von noch erheblicherer Dimension sind jedoch die politischen Hintergründe dieses Streits. Schon seit mehreren Monaten verhandeln die Regierungen Polens und Russlands über einen Importstopp für polnisches Fleisch, das Russland vor über einem Jahr verhängt hat. Mangelnde hygienische Standards hat man den polnischen Fleischereien vorgeworfen, was sich etwas seltsam anhört, denn schließlich herrschen in Polen die gleichen strengen Hygienebestimmungen, wie in den restlichen Staaten der Europäischen Union.

(...)

Falls es nicht bald zu einer Einigung zwischen Polen und Russland, auch zwischen PGNiG und Gasprom, kommt und der Streit auch noch mehr eskalieren sollte, könnte es auch für Deutschland eng werden. 90 Prozent des aus Russland exportierten Gases, 33 Millionen Kubikmeter, werden über Polen geliefert. Dieser Tatsache ist sich auch Angela Merkel bewusst, weshalb sie bei ihrem Treffen mit Wladimir Putin die polnisch-russischen Beziehungen sowie das Thema Energie zum Thema machte. Zum siebten Mal trafen sich mittlerweile Merkel und Putin. Doch dieses Treffen hatte eine Neuerung zu den bisherigen, denn Merkel besuchte Putin nicht nur in ihrer Funktion als Bundeskanzlerin, sondern auch als Ratspräsidentin der EU. Deshalb war der Energiedialog zwischen Russland und der Union ein so dominierendes Thema bei dem zweistündigen Treffen der Regierungchefs.

Um diesem auch einen Weg freizumachen, hatte Merkel schon zuvor im polnischen Fernsehen verkündet, der Streit wegen dem Importstopp sei "geklärt." Eine Erklärung, die auch vom Sprecher der russischen Behörde für Tiermedizin und Pflanzenschutz bestätigt wird. Wie er am Sonntag verkündete, werden demnächst russische Veterinärexperten Kontrollen in Polen vornehmen können. Seltsam ist nur, dass aus polnischen Regierungskreisen andere Stimmen zu hören sind. Wie der polnische Landwirtschaftsminister Andrzej Lepper verlauten ließ, werde sein Land wegen des Importverbots den Start der Verhandlungen zwischen der EU und Russland über eine neue strategische Partnerschaft weiterhin blockieren.

Auch Wladimir Putin machte einen Schritt auf Polen zu und erneuerte sein Angebot, Polen an die im Bau befindliche Ostsee-Gaspipeline, die Deutschland und Polen direkt verbinden wird, anzuschließen. Damit wiederholte der russische Präsident ein Angebot, welches schon Merkel der polnischen Regierung unterbreitet hat. Doch die Polen werden dieses Angebot wahrscheinlich weiterhin nicht annehmen. Durch die Ostsee-Pipeline fühlen sich die Polen übergangen und in eigenen strategischen Interessen gestört. Zudem gibt es in der polnischen Politik Bemühungen, sich nicht zu sehr von russischen Energielieferungen abhängig zu machen. Aus polnischer Sicht wäre die Annahme dieses Angebots aber eine Zementierung dieser Abhängigkeit.

Aber selbst wenn Polen und Russland sich einigen sollten, dürften sich die Verhandlungen zwischen Russland und der Europäischen Union als schwierig erweisen. Dies wurde jedenfalls auch klar bei dem Treffen zwischen Merkel und Putin. Die EU fordert von Moskau die Ratifizierung der Europäischen Energiecharta und der Transitprotokolle. Diese verpflichtet beide Seiten, ihre Pipelinesysteme für Drittstaaten zu öffnen. Dabei schielt Europa vor allem auf die billigeren Energieressourcen Zentralasiens, für deren Durchleitung aber Moskau ein Monopol hat. Die russische Seite signalisierte schon Bereitschaft, verlangt aber im Gegenzug den Zugang für russische Unternehmen zum lukrativen Geschäft mit den Endkunden auf dem europäischen Binnenmarkt. Wie Merkel in Sotschi klarstellte, wäre Brüssel dazu bereit, allerdings nur dann, wenn Russland europäische Unternehmen an der Erschließung und Ausbeutung russischer Öl- und Gasvorkommen beteilige. Doch dagegen wehrt sich Russland. Erst kürzlich zog sich Shell von dem Erschließungsprojekt Sachalin-2 zurück und übergab es Gasprom, nachdem der Kreml wochenlang Druck auf das niederländische Traditionsunternehmen ausgeübt hatte.

Wie wichtig es jedoch ist, die russischen Energielieferungen vertraglich abzusichern, wurde erst wieder vor zwei Wochen deutlich, als Russland wegen des Ölstreits mit Weißrussland die Lieferungen stoppte. Mehrere Staaten der EU waren davon betroffen, unter anderem auch Deutschland und Polen. Auch Russland dürfte ein Interesse daran haben, denn schließlich würde es ihm langfristig einen sicheren und zahlungskräftigen Abnehmer für seine Energieressourcen einbringen. Putin scheint es erkannt zu haben. In Sotschi plädierte er dafür, die Beziehungen mit Europa bei Öl und Gas auf die Basis eines klaren Regelwerks zu stellen. Solange man sich jedoch aufgrund verschiedener nationaler Interessen nicht auf einen Vertrag einigt, wird es wohl noch zu einigen Unstimmigkeiten und Misstönen zwischen Europa und Russland kommen, wenn es um die Energielieferungen geht – immer mit der Hoffnung verbunden, Moskau möge die Vertragsdisziplin einhalten."

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Den Diener vor Gasprom machen

"Schalke 04 geht mit neuem Hauptsponsor in die Rückrunde - und tut alles, um dem umstrittenen Energiekonzern aus Russland zu gefallen. Nicht jeder scheint zu wissen, auf was er sich eingelassen hat.

Als das Präsentationstamtam vorbei war, die Schalker ihre neuen Partner aus St. Petersburg mit 2:1 besiegt und die Fans in der Nordkurve ihr frisches Riesen-Gasprom-Trikot eingepackt hatten, feierte das Führungspersonal noch ein bisschen weiter. Vom Stadion aus zogen die Vereinslenker aus Gelsenkirchen und St. Petersburg weiter zum Schalker Markt, wo der neue Hauptsponsor Gasprom zu Musik und Tanz geladen hatte.

(...)

Die voll besetzte Arena beim Testspiel kommentierte etwa Schalke-Vorstand Peter Peters, freue ihn "ungemein für Gasprom". Manager Andreas Müller ("Ein toller, würdiger Rahmen für die Vorstellung unseres neuen Partners") machte vorab ebenfalls den Diener, und Mittelfeldspieler Fabian Ernst lobte danach: "Gasprom hat sich nicht lumpen lassen - weder bei der Show noch bei den Geschenken."

Das klingt wie das Ergebnis von Gehirnwäsche und ist, netter formuliert, Imagepflege. Und die kann im Fall des russischen Energieriesen auch nicht schaden. Denn so großzügig wie bei der Werbeveranstaltung auf Schalke ist Gasprom nicht immer. Das hat die weißrussische Regierung erfahren - und zuvor die der Ukraine. Und es klingt fast bedrohlich, wenn Sergej Fursenko, Präsident des Gasprom-Klubs St. Petersburg, ankündigt: "Wir haben spezielle Pläne, Gasprom den Medien und den Fans näher zu bringen." Denn: "Jeder spricht über Gasprom, aber keiner weiß, was das wirklich bedeutet."

Bekannt ist, dass die russische Regierung beim neuen Hauptsponsor des FC Schalke die Kontrollmehrheit von 50 Prozent plus eine Aktie hält. Oder, dass der russische Gasmonopolist vor 13 Monaten 75 Prozent der Aktien von Zenit St. Petersburg erworben hat. Zenit hatte die parallel zum Kalenderjahr ausgetragene russische Meisterschaft da gerade auf Rang sechs beendet - und wurde umgehend mit den Ansprüchen der neuen Führung konfrontiert. "Gasprom", erklärte Fursenko, "ist Weltmeister in der Gas-Branche. Und unsere Mannschaft muss alle Wettbewerbe gewinnen, an denen sie teilnimmt."

Dem wilden Ehrgeiz des Klubs, der langfristig in der Champions League mitmischen will, fiel als erster Cheftrainer Wlastimil Petrzela zum Opfer. Seit einem halben Jahr coacht der Niederländer Dick Advocaat den Klub, am Saisonende reichte es hinter den drei Moskauer Teams ZSKA, Spartak und Lokomotive aber nur zu Rang vier: UI-Cup statt Champions League.

Besser will Zenit mit seinem Hauptaktionär also werden - und bekannter in Mittel- und Westeuropa. Deshalb sponsert Gasprom jetzt Schalke 04, deshalb wollen Zenit und Schalke künftig in der fußballerischen Ausbildung, bei Trainingsplanung oder im Reha-Bereich kooperieren. Und deshalb belassen es die expansionsfreudigen Russen auch nicht bei der Zusammenarbeit mit dem Revierklub: Kurz nach Weihnachten gab St. Petersburg einen langfristigen Partnerschaftsvertrag mit dem FC Sevilla bekannt.

Erstaunlich, dass diese Vereinbarungen in Gelsenkirchen auch dreieinhalb Wochen später noch unbekannt sind. "Davon wusste ich nichts", gestand S04-Finanzchef Josef Schnusenberg.

(...)"

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Gasprom hat strategisch wichtige und riskante Pläne in Iran und Armenien - „Kommersant“

"Das Unternehmen GaspromNeft erwägt nach eigenen Angaben den Bau einer Ölraffinerie mit einer Jahresleistung bis zu sieben Millionen Barrel Öl in Armenien an der Grenze zu Iran. (...) Experten bewerten dieses Projekt allerdings als wirtschaftlich sinnlos."

Ursprünglich hatte die armenische Seite vorgeschlagen, eine Raffinerie mit einer Jahresleistung von drei bis vier Millionen Tonnen zu bauen. Moskaus Gegenvorschlag sah allerdings den Bau einer fast doppelt so großen Raffinerie vor, wobei der Eigenbedarf von Armenien bei höchstens 250 000 Tonnen im Jahr liegt. Das Öl für das Unternehmen wird aus Iran geliefert, wozu eine 200 Kilometer lange Pipeline vom iranischen Tebriz, wo es eine Ölraffinerie bereits gibt, bis zur armenischen Grenze gebaut werden muss. Zurück nach Iran sollen die Ölprodukte über die bereits vorhandene Eisenbahnstrecke geliefert werden.

„Es ergibt keinen wirtschaftlichen Sinn, eine Ölraffinerie für sieben Millionen Tonnen in Armenien zu bauen“, stellt Michail Perfilow, Direktor für Geschäftsentwicklung der Öltransportgesellschaft Fearnleys, fest. „Armenien hat aufgrund seines eigenen Öls noch Ölfernleitungen. Deshalb werden die Importrohstoffe teurer sein, während der Export von Ölprodukten durch die hohen Transportkosten erschwert wird.“

Nach Ansicht von Experten handelt es sich eher um ein politisches Projekt, aus dem die potentiellen Teilnehmer politische Gewinne ziehen wollen.

Im Zusammenhang mit der Zuspitzung der russisch-georgischen Beziehungen droht Armenien die Gefahr, von seinem wichtigsten strategischen Partner und Sponsor Russland abgeschnitten zu werden, was angesichts des immer stärker werdenden potentiellen armenischen Gegners Aserbaidschan gefährlich sein kann. Die Ölraffinerie könnte aber Jerewan die Möglichkeit bieten, seine jetzige Position in der Region zumindest teilweise aufrechtzuerhalten.

Iran könnte die armenische Ölraffinerie brauchen, wenn sich die USA zu einer bewaffneten Operation gegen Teheran entschließen sollten. Nach Ansicht von Experten könnten sich die USA auf Raketenschläge gegen strategische Objekte Irans beschränken, um das Potential des Landes zu untergraben. In dem Fall könnten die meisten iranischen Ölraffinerien innerhalb weniger Tage vernichtet werden. Zugleich werden sich die Amerikaner wohl nicht dazu erdreisten, eine gemeinsame russisch-armenische Raffinerie auf dem Territorium Armeniens anzugreifen.

Russland wird dieses Projekt zwar mit neuen Unannehmlichkeiten mit den USA bezahlen müssen, die jedenfalls nicht geringer sein werden als jene, die im Zusammenhang mit den jüngsten Lieferungen russischer Tor-Raketenkomplexe an Iran entstanden sind. Formell könnten aber die Amerikaner Moskau nichts vorweisen können."