
a.saftsack
42968
BluePearl1904 schrieb:
Es ist ja eben nicht Kommerz und Event.
Aha...
BluePearl1904 schrieb:
Neid deshalb, weil ausserhalb Schalke jeder irgendetwas sucht, um die Kooperation zu verurteilen und so darzustellen, als hätte dies mit Fussball nichts zu tun.
Hui - und alle Leute, die z.B. der Auffassung Gewalt&Hooliganismus habe beim Fußball nichts zu suchen, sind wohl auch neidisch... - und wenn man Unterdrückung der Presse- und Meinungsfreiheit, den Verstoß gegen Menschenrechte oder einfach nur wuchernde Korruption kritisiert - na klar, dass ist der Neid...
Traurig, traurig...
BluePearl1904 schrieb:
Gazprom wird Hauptsponsor, nicht mehr, nicht weniger. Wenn ich mir so die Foren der deutschen Clubs anschaue, erkenne ich ausschliesslich Neid, der sich in Postings wie "Kommerzialisierung" und "Eventfussball" äussert. Ich denke Euer Herr Bruchhagen hätte die Russen sehr gerne auf der Eintracht-Brust... Zudem sollte man Schalke für den Gazprom-Deal dankbar sein, weil er das Niveau der Sponsorzahlungen ligaweit anhebt, wovon auch Frankfurt profitieren wird!
Neid auf Kommerzialisierung und Eventfußball? Dankbar sein, für einen weiteres hochdrehen der Finanz- und damit Kommerzspirale? Geht's noch?!?
Und wenn du wissen willst, was einige Leute hier gegen euren Russenmafia-Sponsor haben, les dir doch bitte den Thread einmal komplett durch - das hat (zumindest bei mir) noch am Wenigsten damit zu tun, wieviel Moneten ihr letztendlich von den Verbrechern einsackt.
93/94: "In dieser Winterpause gab Herbert Dörenberg dem Druck von Manager Gerster nach und trat (offiziell aus beruflichen Gründen) als Trainer zurück. Gerster übernahm mit sofortiger Wirkung auch noch das Traineramt."
94/95: "Da die sportlichen Leistungen auch in der Rückrunde nicht besser wurden, traten Mitte März 1995 sowohl Klaus Gerster als auch Vizepräsident Bernd Reisig zurück."
Quelle
Sehr schön ausführliche Vereins-Doku auf deren HP - inwieweit da einige Vorgänge beschönigt dargestellt worden sind(Görner, Reisig & Co.), kann ich jetzt natürlich auf die Schnelle nicht beurteilen...
Die Alternative gibt es hier.
94/95: "Da die sportlichen Leistungen auch in der Rückrunde nicht besser wurden, traten Mitte März 1995 sowohl Klaus Gerster als auch Vizepräsident Bernd Reisig zurück."
Quelle
Sehr schön ausführliche Vereins-Doku auf deren HP - inwieweit da einige Vorgänge beschönigt dargestellt worden sind(Görner, Reisig & Co.), kann ich jetzt natürlich auf die Schnelle nicht beurteilen...
Die Alternative gibt es hier.
BornheimXYZ schrieb:Nordhessen3 schrieb:Tom66 schrieb:
War der FSV nicht irgendwann mal in der 2.Liga und ist mit einer ziemlich unterirdischen Punktausbeute wieder abgestiegen?
ja in der Saison 94/95 müsste das gewesen sein.
yep. mit anschliessendem Platzsturm, das Stadion war voll und Gerster Manager - kann mich noch gut dran erinnern ...
Gerster war da doch bis März '95 sogar Trainer - zumindest ist er im Kicker-SH 94/95 (mein Erstes!) an dieser Stelle aufgeführt.
Daum rechnet ab: «Große Schnauze, nichts dahinter»
"(...)Trainer Christoph Daum rechnete nach dem Remis mit einem Teil seiner Profis heftig ab. «Einige haben eine große Schnauze und nichts dahinter. Wenn man den Anspruch erhebt, hier erste Liga zu zeigen, sind einige fehl am Platz», sagte der 53-Jährige. «Wir haben zugeschaut und den Gegner eingeladen», schimpfte der Kölner Chefcoach. «Mir fällt langsam nichts mehr ein.»
Dennoch rückte Daum noch nicht endgültig vom Aufstieg ab. «Wir müssen von Spiel zu Spiel denken. Aber es ist wieder eines weniger», hielt er fest. Doch die Kritik und das Abweichen vom kaum noch erreichbaren Saisonziel waren überdeutlich: «Einige haben nicht kapiert, was es heißt, für einen Sieg alles zu geben.» Für Torhüter Stefan Wessels war «die Enttäuschung groß. Wir brauchen nicht vom Aufstieg zu reden. Erstmal müssen wir wieder Spiele gewinnen.» Mittelfeldmann Thomas Broich hielt es für «vermessen zu glauben, dass wir alle Rückrundenspiele gewinnen.» Auf Rang drei hat Köln weiter zwölf Punkte Rückstand.(...)"
"(...)Trainer Christoph Daum rechnete nach dem Remis mit einem Teil seiner Profis heftig ab. «Einige haben eine große Schnauze und nichts dahinter. Wenn man den Anspruch erhebt, hier erste Liga zu zeigen, sind einige fehl am Platz», sagte der 53-Jährige. «Wir haben zugeschaut und den Gegner eingeladen», schimpfte der Kölner Chefcoach. «Mir fällt langsam nichts mehr ein.»
Dennoch rückte Daum noch nicht endgültig vom Aufstieg ab. «Wir müssen von Spiel zu Spiel denken. Aber es ist wieder eines weniger», hielt er fest. Doch die Kritik und das Abweichen vom kaum noch erreichbaren Saisonziel waren überdeutlich: «Einige haben nicht kapiert, was es heißt, für einen Sieg alles zu geben.» Für Torhüter Stefan Wessels war «die Enttäuschung groß. Wir brauchen nicht vom Aufstieg zu reden. Erstmal müssen wir wieder Spiele gewinnen.» Mittelfeldmann Thomas Broich hielt es für «vermessen zu glauben, dass wir alle Rückrundenspiele gewinnen.» Auf Rang drei hat Köln weiter zwölf Punkte Rückstand.(...)"
Valuev? Wollte der nicht damals JJ's Haus umkippen?
Naja, der war schon etwas etablierter als Stroh-Engel. Im letzten BL-Jahr hatte er 11 Einsätze/2 Tore; in dieser Hinrunde immerhin ebenfalls 12 Einsätze - das ist aber auch gar nicht das Entscheidende. Vielmehr finde ich es äußerst fragwürdig, im Winter sich unter enormen finanziellem Einsatz etliche B-Stars zu holen, in der Hoffnung, diese würden dann ein schlagfertiges Team bilden, die in der RR das rausreißen, was in der VR verabsäumt wurde.
Man erinnere sich nur an die Einkaufswut unter Advocaat bei BMG vor zwei Jahren, als alles, was einen halbwegs großen Namen hatte und nicht bei drei auf den Bäumen war, einen Vertrag bei BMG erhielt - weitergebracht hat es sie (bis auf Kasey Keller) nicht, dafür haben sich einige Millionen Euro in Rauch aufgelöst...
Man erinnere sich nur an die Einkaufswut unter Advocaat bei BMG vor zwei Jahren, als alles, was einen halbwegs großen Namen hatte und nicht bei drei auf den Bäumen war, einen Vertrag bei BMG erhielt - weitergebracht hat es sie (bis auf Kasey Keller) nicht, dafür haben sich einige Millionen Euro in Rauch aufgelöst...
Passend dazu: Köln gibt ein hoffnungsvolles Eigengewächs ab, um sich zeitgleich einen weiteren B-Star zu leisten.
Essen leiht Epstein
Köln leiht Serhat Akin
Essen leiht Epstein
Köln leiht Serhat Akin
Der Rinderwahn breitet sich global aus:
Red Bull Juventude
"Der österreichische "Red Bull"-Konzern könnte nach Austria Salzburg und den New York Metro Stars bald einen dritten Fussballklub übernehmen. Diesmal einen Verein aus Südamerika - Esporte Clube Juventude aus Caixas do Sul in Rio Grande in Brasilien."
Red Bull Juventude
"Der österreichische "Red Bull"-Konzern könnte nach Austria Salzburg und den New York Metro Stars bald einen dritten Fussballklub übernehmen. Diesmal einen Verein aus Südamerika - Esporte Clube Juventude aus Caixas do Sul in Rio Grande in Brasilien."
Mainzer Wechsel-Theater um Soto stört Vorbereitung
"(...) Der kolumbianische Nationalspieler hat von seinem Verein Once Caldas bislang keine Freigabe erhalten, weil er in seiner Heimat einen bis zum 3. Januar 2008 gültigen Vertrag besitzen soll. Soto fehlte daher am Samstag beim 1:1 der Mainzer im letzten Testspiel gegen den FC Wacker Tirol und wird voraussichtlich auch zum Rückrundenstart beim VfL Bochum nur zuschauen können.
Die Rheinhessen haben den Weltverband FIFA eingeschaltet, um Licht ins Dunkel der Affäre zu bringen. «Mein Vertrag ist ausgelaufen. Ich bin ablösefrei», hatten Soto und sein Berater glaubhaft versichert, als sie in der Winterpause in Mainz einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2010 unterzeichneten. Doch Sotos alter Arbeitgeber spricht von Flucht ins Ausland. «Die FIFA muss klären, ob es einen Kontrakt zwischen Caldas und Soto gibt», sagte FSV-Manager Christian Heidel. Bis dahin darf der 25-Jährige nicht spielen."
(...)
Die Mainzer wittern Betrug, denn nach kolumbianischen Medienberichten soll Once Caldas finanziell klamm sein. «Die wollen den schnellen Euro», vermutet Manager Heidel als Motiv für die Freigabeverweigerung. Soto war im Jahr 2006 an Barcelona Sporting in Ecuador ausgeliehen worden. Die Vereinbarung endete am 3. Januar 2007. Der 25-Jährige hatte zuvor ein Papier unterzeichnet, danach zu seinem Stammverein zurückzukehren. Sein Vertrag vom 19. Oktober 2005 sollte bis 3. Januar 2008 aufleben. «Das war eine reine Absichtserklärung, kein neuer Vertrag. Das sieht auch die FIFA so», erklärte Heidel. Soto behauptet, die Erklärung widerrufen zu haben.
Aufklärung erwarten die Mainzer an diesem Montag. Bis dahin muss der kolumbianische Fußball-Verband der FIFA schriftlich mitgeteilt haben, ob für Soto das Freigabe-Zertifikat ausgestellt wird oder ein gültiger Vertrag vorliegt. «Dann wissen wir mehr. Gibt es das Freigabe-Zertifikat, ist die Sache vom Tisch und Soto sofort spielberechtigt», sagte der FSV-Manager, der jede Schuld am Wechsel- Wirrwarr von sich weist. «Der Spieler ist uns ablösefrei angeboten worden, da hatten wir keine Veranlassung, mit Once Caldas zu verhandeln.»
Sollte Soto tatsächlich zwei gültige Arbeitsverträge besitzen, muss bei der FIFA die so genannte Statuten-Kommission entscheiden.
Damit ist nicht vor März zu rechnen. Da die Mainzer im Abstiegskampf auf keinen Fall so lange auf die Ballfertigkeit des Südamerikaners verzichten wollen, hat Heidel Once Caldas ein Ausleihgeschäft bis Juni 2007 mit anschließender Kaufoption angeboten. «Die Antwort aus Kolumbien fehlt noch», erklärte Heidel. Nicht bestätigte 100 000 Euro sollen die Mainzer als Ausleihprämie geboten haben."
Tja, eben einer "der besten Manager der Liga" (so zumindest das DSF...)...
"(...) Der kolumbianische Nationalspieler hat von seinem Verein Once Caldas bislang keine Freigabe erhalten, weil er in seiner Heimat einen bis zum 3. Januar 2008 gültigen Vertrag besitzen soll. Soto fehlte daher am Samstag beim 1:1 der Mainzer im letzten Testspiel gegen den FC Wacker Tirol und wird voraussichtlich auch zum Rückrundenstart beim VfL Bochum nur zuschauen können.
Die Rheinhessen haben den Weltverband FIFA eingeschaltet, um Licht ins Dunkel der Affäre zu bringen. «Mein Vertrag ist ausgelaufen. Ich bin ablösefrei», hatten Soto und sein Berater glaubhaft versichert, als sie in der Winterpause in Mainz einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2010 unterzeichneten. Doch Sotos alter Arbeitgeber spricht von Flucht ins Ausland. «Die FIFA muss klären, ob es einen Kontrakt zwischen Caldas und Soto gibt», sagte FSV-Manager Christian Heidel. Bis dahin darf der 25-Jährige nicht spielen."
(...)
Die Mainzer wittern Betrug, denn nach kolumbianischen Medienberichten soll Once Caldas finanziell klamm sein. «Die wollen den schnellen Euro», vermutet Manager Heidel als Motiv für die Freigabeverweigerung. Soto war im Jahr 2006 an Barcelona Sporting in Ecuador ausgeliehen worden. Die Vereinbarung endete am 3. Januar 2007. Der 25-Jährige hatte zuvor ein Papier unterzeichnet, danach zu seinem Stammverein zurückzukehren. Sein Vertrag vom 19. Oktober 2005 sollte bis 3. Januar 2008 aufleben. «Das war eine reine Absichtserklärung, kein neuer Vertrag. Das sieht auch die FIFA so», erklärte Heidel. Soto behauptet, die Erklärung widerrufen zu haben.
Aufklärung erwarten die Mainzer an diesem Montag. Bis dahin muss der kolumbianische Fußball-Verband der FIFA schriftlich mitgeteilt haben, ob für Soto das Freigabe-Zertifikat ausgestellt wird oder ein gültiger Vertrag vorliegt. «Dann wissen wir mehr. Gibt es das Freigabe-Zertifikat, ist die Sache vom Tisch und Soto sofort spielberechtigt», sagte der FSV-Manager, der jede Schuld am Wechsel- Wirrwarr von sich weist. «Der Spieler ist uns ablösefrei angeboten worden, da hatten wir keine Veranlassung, mit Once Caldas zu verhandeln.»
Sollte Soto tatsächlich zwei gültige Arbeitsverträge besitzen, muss bei der FIFA die so genannte Statuten-Kommission entscheiden.
Damit ist nicht vor März zu rechnen. Da die Mainzer im Abstiegskampf auf keinen Fall so lange auf die Ballfertigkeit des Südamerikaners verzichten wollen, hat Heidel Once Caldas ein Ausleihgeschäft bis Juni 2007 mit anschließender Kaufoption angeboten. «Die Antwort aus Kolumbien fehlt noch», erklärte Heidel. Nicht bestätigte 100 000 Euro sollen die Mainzer als Ausleihprämie geboten haben."
Tja, eben einer "der besten Manager der Liga" (so zumindest das DSF...)...
Ein guter und sehr ausführlicher Artikel aus dem Tagesspiegel von heute:
Stärker als der Krebs
*Der Fußballprofi Karsten Hutwelker hat seine schwere Krankheit überwunden und spielt wieder für Augsburg*
Stärker als der Krebs
*Der Fußballprofi Karsten Hutwelker hat seine schwere Krankheit überwunden und spielt wieder für Augsburg*
Aus dem Schalke-Forum
Interview Schnusenberg in den RN - ein paar Schmankerl daraus... :
Frage: Josef Schnusenberg, am Samstag stellt sich der neue Schalker Trikotsponsor Gazprom den Schalker Fans offiziell vor, vor mehr als 60 000 Zuschauern beim Testspiel gegen St. Zenit Petersburg. Alles ist bereit für ein großes Fest. Was machen Ihre russischen Sprachkenntnisse?
Schnusenberg: Ich arbeite sehr ernsthaft daran. Nasdorowje (Prost) und Spassiba (Danke) kannte ich ja schon vorher. Ich bin jetzt bei Buchstabe 22, es wird aber langsam. Ich kann es nämlich nicht leiden, wenn ich mit Leuten an einem Tisch sitze und ich verstehe ihre Sprache nicht. [---> das könnte in der Tat gefährlich werden...]
(...)
Wie ist denn die bisherige Zusammenarbeit mit dem russischen Energieriesen?
Einfach hervorragend, es ist wirklich völlig unkompliziert. Da wird alles schnell auf den Punkt gebracht.
(...)
Sie haben noch vor einigen Monaten betont, der Verein lebe von der Hand in den Mund. Wird der FC Schalke jetzt richtig satt?
Wir haben durch die Langfristigkeit der Verträge mit unseren großen Partnern, die alle 2012 und später enden, vor allem Planungssicherheit. Wir legen all unseren Jahres-Etats einen Umsatz von 105 Millionen Euro zu Grunde, den erreichen wir auch ohne großen sportlichen Erfolg. Wir haben in allen Bereichen enorme Zuwächse, das Stadion ist voll, die Entwicklung im Merchandising macht immer mehr Spaß, es gibt keinen Bereich, der Verluste fährt.
Und damit sind Sie endlich aus dem Gröbsten heraus?
Wir waren nie im Gröbsten drin. Wir waren sicher an der Grenze der Leistungsfähigkeit bei den Investitionen, aber ein Riesen-Problem hatten wir nie, wir konnten immer unseren Verpflichtungen nachkommen.
(...)
Und es bereitet Ihnen auch keine Bauchschmerzen, dass Sie ein Unternehmen, das Russland auch als politische Waffe gegen die anderen ehemaligen Sowjet-Republiken einsetzt, irgendwie salonfähig machen?
Bei diesem Engagement geht es allein um sportliche Belange. Es kann nicht meine Aufgabe sein, mich in die große Politik einzumischen. [---> Genau, Geld stinkt nicht... - alles andere interessiert nicht... ]
(...)
Am Samstag ist die Veltins-Arena ausverkauft beim Freundschaftsspiel gegen Zenit Petersburg . . .
Das ist wirklich eine tolle Geschichte. Gazprom hat einen großen Etat für Aktivitäten, die Russen wollen und werden Dinge machen, die die Liga noch nicht gesehen hat. Sie werden einen Sonderzug zum Rückrundenstart nach Frankfurt sponsern, sie werden führende Politiker und Wirtschaftsleute aus der ganzen Welt einladen. Es wird viel passieren.(...)"
Interview Schnusenberg in den RN - ein paar Schmankerl daraus... :
Frage: Josef Schnusenberg, am Samstag stellt sich der neue Schalker Trikotsponsor Gazprom den Schalker Fans offiziell vor, vor mehr als 60 000 Zuschauern beim Testspiel gegen St. Zenit Petersburg. Alles ist bereit für ein großes Fest. Was machen Ihre russischen Sprachkenntnisse?
Schnusenberg: Ich arbeite sehr ernsthaft daran. Nasdorowje (Prost) und Spassiba (Danke) kannte ich ja schon vorher. Ich bin jetzt bei Buchstabe 22, es wird aber langsam. Ich kann es nämlich nicht leiden, wenn ich mit Leuten an einem Tisch sitze und ich verstehe ihre Sprache nicht. [---> das könnte in der Tat gefährlich werden...]
(...)
Wie ist denn die bisherige Zusammenarbeit mit dem russischen Energieriesen?
Einfach hervorragend, es ist wirklich völlig unkompliziert. Da wird alles schnell auf den Punkt gebracht.
(...)
Sie haben noch vor einigen Monaten betont, der Verein lebe von der Hand in den Mund. Wird der FC Schalke jetzt richtig satt?
Wir haben durch die Langfristigkeit der Verträge mit unseren großen Partnern, die alle 2012 und später enden, vor allem Planungssicherheit. Wir legen all unseren Jahres-Etats einen Umsatz von 105 Millionen Euro zu Grunde, den erreichen wir auch ohne großen sportlichen Erfolg. Wir haben in allen Bereichen enorme Zuwächse, das Stadion ist voll, die Entwicklung im Merchandising macht immer mehr Spaß, es gibt keinen Bereich, der Verluste fährt.
Und damit sind Sie endlich aus dem Gröbsten heraus?
Wir waren nie im Gröbsten drin. Wir waren sicher an der Grenze der Leistungsfähigkeit bei den Investitionen, aber ein Riesen-Problem hatten wir nie, wir konnten immer unseren Verpflichtungen nachkommen.
(...)
Und es bereitet Ihnen auch keine Bauchschmerzen, dass Sie ein Unternehmen, das Russland auch als politische Waffe gegen die anderen ehemaligen Sowjet-Republiken einsetzt, irgendwie salonfähig machen?
Bei diesem Engagement geht es allein um sportliche Belange. Es kann nicht meine Aufgabe sein, mich in die große Politik einzumischen. [---> Genau, Geld stinkt nicht... - alles andere interessiert nicht... ]
(...)
Am Samstag ist die Veltins-Arena ausverkauft beim Freundschaftsspiel gegen Zenit Petersburg . . .
Das ist wirklich eine tolle Geschichte. Gazprom hat einen großen Etat für Aktivitäten, die Russen wollen und werden Dinge machen, die die Liga noch nicht gesehen hat. Sie werden einen Sonderzug zum Rückrundenstart nach Frankfurt sponsern, sie werden führende Politiker und Wirtschaftsleute aus der ganzen Welt einladen. Es wird viel passieren.(...)"
Gazprom weiter auf Partnersuche in Deutschland - Keine Gespräche
"(...)Kritik äußerte der russische Manager an den Plänen der EU- Kommission, die großen Energiekonzerne zum Verkauf ihrer Netze zu zwingen. Das wäre so, als ob die Autoproduzenten Fahrzeuge ohne Räder lieferten und keine Haftung für die Sicherheit übernähmen. "Wir fühlen uns mit unseren Abnehmern für die Lieferung von Erdgas verantwortlich, und der Zugang und Besitz der Infrastruktur ist eine Voraussetzung für eine sichere Gaslieferung". Wer sonst als die Energiekonzerne könne schon Milliarden Euro in die Netzinfrastrukturen investieren, sagte er. "
Da kommt was auf uns zu...
"(...)Kritik äußerte der russische Manager an den Plänen der EU- Kommission, die großen Energiekonzerne zum Verkauf ihrer Netze zu zwingen. Das wäre so, als ob die Autoproduzenten Fahrzeuge ohne Räder lieferten und keine Haftung für die Sicherheit übernähmen. "Wir fühlen uns mit unseren Abnehmern für die Lieferung von Erdgas verantwortlich, und der Zugang und Besitz der Infrastruktur ist eine Voraussetzung für eine sichere Gaslieferung". Wer sonst als die Energiekonzerne könne schon Milliarden Euro in die Netzinfrastrukturen investieren, sagte er. "
Da kommt was auf uns zu...
Gazprom schaut nach Deutschland
"(...)Der nach Westen strebende russische Gasmonopolist Gazprom will seine Marktposition in Deutschland ausbauen und prüft dafür mögliche Partnerschaften mit weiteren Unternehmen. „Diese Frage wird von uns sehr aufmerksam und sorgfältig geprüft“, sagte der Vizechef des Unternehmens, Alexander Medwedew, am Samstag bei einer Pressekonferenz in Gelsenkirchen nach den Worten eines Übersetzers. Gazprom führe aber derzeit keine Verhandlungen über einen Einstieg bei deutschen Firmen, fügte Medwedew hinzu.
(...)
Bei der Suche nach Partnern stünden für Gazprom neben wirtschaftlichen auch politische Aspekte im Vordergrund.
(...)
Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Joachim Erwin bot Gazprom sogar öffentlich die rund 5,6 Millionen RWE-Aktien der Stadt zum Verkauf an.(...) "
Erwin - das ist auch so ein Held... - man frage nach in Düsseldorf...
"(...)Der nach Westen strebende russische Gasmonopolist Gazprom will seine Marktposition in Deutschland ausbauen und prüft dafür mögliche Partnerschaften mit weiteren Unternehmen. „Diese Frage wird von uns sehr aufmerksam und sorgfältig geprüft“, sagte der Vizechef des Unternehmens, Alexander Medwedew, am Samstag bei einer Pressekonferenz in Gelsenkirchen nach den Worten eines Übersetzers. Gazprom führe aber derzeit keine Verhandlungen über einen Einstieg bei deutschen Firmen, fügte Medwedew hinzu.
(...)
Bei der Suche nach Partnern stünden für Gazprom neben wirtschaftlichen auch politische Aspekte im Vordergrund.
(...)
Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Joachim Erwin bot Gazprom sogar öffentlich die rund 5,6 Millionen RWE-Aktien der Stadt zum Verkauf an.(...) "
Erwin - das ist auch so ein Held... - man frage nach in Düsseldorf...
Gazprom will Einfluss auf Pipelines ausbauen
*Russen sind mit ihrem 48-Prozent-Anteil an polnischem Leitungsbetreiber unzufrieden und zahlen Rechnungen nicht*
"Seit gut einem Jahr schon zahlt der russische Energiekonzern Gazprom nicht die volle Rechnung für die Nutzung der Jamal-Pipeline in Polen. Statt 2 Dollar pro 1.000 Kubikmeter Gas durch 100 Kilometer Pipeline zahlt Gazprom nur 1,94 Dollar an die Betreiberfirma EuRoPol Gaz.Polnischen Medienberichten zufolge belaufen sich die Schulden Gazproms inzwischen auf 70 Millionen Zloty (18 Mio. Euro). Dabei gehören Gazprom 48 Prozent von EuRoPol Gaz. Der Rest in in polnischer Hand.
Durch den Preisdruck will Gazprom eine neue Machtstruktur bei EuRoPol Gaz erzwingen. Künftig soll der Direktor, der laut Statut immer ein Pole ist, nicht mehr das letzte Wort bei strittigen Fragen haben. Zwar ist der Aufsichtsratschef immer ein Russe, doch hat dieser keine entscheidungsrelevante Stimme. Gazprom versucht zudem seit einiger Zeit, den 4-Prozent-Anteil des polnischen Unternehmens GasTrading an dem Pipeline-Betreiber zu kaufen. Dann wäre Gazprom Mehrheitseigner.
(...)
Bei einem früheren Streit um die Transitgebühren war der polnische Gasversorger PGNiG vor ein Schiedsgericht nach Moskau gezogen, um dort 91 Millionen Dollar Schulden einzutreiben. Das Moskauer Gericht hatte aber Gazprom Recht gegeben. Diesen Weg werde EuRoPol Gaz sicher nicht noch einmal gehen, erklärt Polens Wirtschaftsminister Piotr Wozniak.
Der Versuch, den russischen Einfluss in der Pipelinebetreiberfirma zu erhöhen, die den polnischen Streckenabschnitt bewirtschaftet, erinnert an die Vorgehensweise Gazproms in Weißrussland und der Ukraine. Auch in der EU macht Gazprom Verträge über Gaslieferungen immer häufiger von Gegenleistungen abhängig, die der Firma Einfluss in den Pipeline-Betreiberfirmen oder dem lokalen Markt zusichern. Dies war der Fall bei der italienischen ENI, der französischen Gaz de France und dem deutschen Energiekonzern RWE.
Obwohl Gazprom bereits androhte, den Kontakt mit EuRoPol Gaz demnächst auf den postalischen Weg zu beschränken, um Machtansprüche zu untermauern, gehen die Polen damit gelassen um. Ein weiterer Lieferstopp würde Gazprom endgültig den ohnehin schon in der EU reichlich ramponierten Ruf als zuverlässiger Gaslieferant kosten. "
Gasstreit: Nach Minsk ist jetzt Polen an der Reihe
"(...)Die Verhandlungen zwischen dem russischen Energieriesen Gazprom und dem polnischen Gasversorger PGNiG seien in der Sackgasse, verkündete PGNiG-Sprecher Tomasz Fill am Mittwoch. Gazprom habe die Zusammenarbeit bereits aufgekündigt, man tausche nur noch die für den technischen Betrieb der Pipeline nötigen Informationen postalisch aus.
Gazprom verlangt laut PGNiG eine Ausweitung von Kompetenzen bei EuRoPol Gaz, einer Gesellschaft, die den polnischen Teil der Pipeline betreibt und an der beide jeweils 48 Prozent halten. Außerdem sei Gazprom mit den von Polen verlangten Gas-Transitgebühren nicht einverstanden. Die Jamal-Pipeline pumpt 33 Mrd. Kubikmeter Gas jährlich nach Europa; 90 Prozent der Menge gehen an Deutschland. (...)"
Russland: Schon wieder Zoff wegen Pipeline
"(...)Das russische Unternehmen habe seine Kooperation eingeschränkt, nachdem die polnische PGNiG die Forderung nach einer Reduzierung von Transitgebühren zurückgewiesen habe, erklärte der Konzern. Inwieweit der Streit Auswirkungen auf den Export über die Jamal-Pipeline habe, über die auch Deutschland beliefert wird, sei bislang noch unklar.
Bei einer Aufsichtsrats-Sitzung des Pipeline-Betreibers EuRoPol Gaz in Moskau habe Gazprom eine Aufstockung seiner Anteile gefordert, erklärte PGNiG weiter. Laut einer 1993 getroffenen Vereinbarung halten Gazprom und PGNiG jeweils 48 Prozent von EuRoPol Gaz. Die übrigen vier Prozent hat das von PGNiG kontrollierte Unternehmen Gas-Trading SA inne.
Der russische Partner habe deutlich gemacht, dass die Zusammenarbeit dann wieder in normalen Bahnen verlaufen solle, wenn Gazprom bei EuRoPol Gaz mehr Einfluss erhalte, erklärte PGNiG. Die beiden Unternehmen streiten bereits seit mehr als einem Jahr um die Kontrolle des Pipeline-Betreibers."
*Russen sind mit ihrem 48-Prozent-Anteil an polnischem Leitungsbetreiber unzufrieden und zahlen Rechnungen nicht*
"Seit gut einem Jahr schon zahlt der russische Energiekonzern Gazprom nicht die volle Rechnung für die Nutzung der Jamal-Pipeline in Polen. Statt 2 Dollar pro 1.000 Kubikmeter Gas durch 100 Kilometer Pipeline zahlt Gazprom nur 1,94 Dollar an die Betreiberfirma EuRoPol Gaz.Polnischen Medienberichten zufolge belaufen sich die Schulden Gazproms inzwischen auf 70 Millionen Zloty (18 Mio. Euro). Dabei gehören Gazprom 48 Prozent von EuRoPol Gaz. Der Rest in in polnischer Hand.
Durch den Preisdruck will Gazprom eine neue Machtstruktur bei EuRoPol Gaz erzwingen. Künftig soll der Direktor, der laut Statut immer ein Pole ist, nicht mehr das letzte Wort bei strittigen Fragen haben. Zwar ist der Aufsichtsratschef immer ein Russe, doch hat dieser keine entscheidungsrelevante Stimme. Gazprom versucht zudem seit einiger Zeit, den 4-Prozent-Anteil des polnischen Unternehmens GasTrading an dem Pipeline-Betreiber zu kaufen. Dann wäre Gazprom Mehrheitseigner.
(...)
Bei einem früheren Streit um die Transitgebühren war der polnische Gasversorger PGNiG vor ein Schiedsgericht nach Moskau gezogen, um dort 91 Millionen Dollar Schulden einzutreiben. Das Moskauer Gericht hatte aber Gazprom Recht gegeben. Diesen Weg werde EuRoPol Gaz sicher nicht noch einmal gehen, erklärt Polens Wirtschaftsminister Piotr Wozniak.
Der Versuch, den russischen Einfluss in der Pipelinebetreiberfirma zu erhöhen, die den polnischen Streckenabschnitt bewirtschaftet, erinnert an die Vorgehensweise Gazproms in Weißrussland und der Ukraine. Auch in der EU macht Gazprom Verträge über Gaslieferungen immer häufiger von Gegenleistungen abhängig, die der Firma Einfluss in den Pipeline-Betreiberfirmen oder dem lokalen Markt zusichern. Dies war der Fall bei der italienischen ENI, der französischen Gaz de France und dem deutschen Energiekonzern RWE.
Obwohl Gazprom bereits androhte, den Kontakt mit EuRoPol Gaz demnächst auf den postalischen Weg zu beschränken, um Machtansprüche zu untermauern, gehen die Polen damit gelassen um. Ein weiterer Lieferstopp würde Gazprom endgültig den ohnehin schon in der EU reichlich ramponierten Ruf als zuverlässiger Gaslieferant kosten. "
Gasstreit: Nach Minsk ist jetzt Polen an der Reihe
"(...)Die Verhandlungen zwischen dem russischen Energieriesen Gazprom und dem polnischen Gasversorger PGNiG seien in der Sackgasse, verkündete PGNiG-Sprecher Tomasz Fill am Mittwoch. Gazprom habe die Zusammenarbeit bereits aufgekündigt, man tausche nur noch die für den technischen Betrieb der Pipeline nötigen Informationen postalisch aus.
Gazprom verlangt laut PGNiG eine Ausweitung von Kompetenzen bei EuRoPol Gaz, einer Gesellschaft, die den polnischen Teil der Pipeline betreibt und an der beide jeweils 48 Prozent halten. Außerdem sei Gazprom mit den von Polen verlangten Gas-Transitgebühren nicht einverstanden. Die Jamal-Pipeline pumpt 33 Mrd. Kubikmeter Gas jährlich nach Europa; 90 Prozent der Menge gehen an Deutschland. (...)"
Russland: Schon wieder Zoff wegen Pipeline
"(...)Das russische Unternehmen habe seine Kooperation eingeschränkt, nachdem die polnische PGNiG die Forderung nach einer Reduzierung von Transitgebühren zurückgewiesen habe, erklärte der Konzern. Inwieweit der Streit Auswirkungen auf den Export über die Jamal-Pipeline habe, über die auch Deutschland beliefert wird, sei bislang noch unklar.
Bei einer Aufsichtsrats-Sitzung des Pipeline-Betreibers EuRoPol Gaz in Moskau habe Gazprom eine Aufstockung seiner Anteile gefordert, erklärte PGNiG weiter. Laut einer 1993 getroffenen Vereinbarung halten Gazprom und PGNiG jeweils 48 Prozent von EuRoPol Gaz. Die übrigen vier Prozent hat das von PGNiG kontrollierte Unternehmen Gas-Trading SA inne.
Der russische Partner habe deutlich gemacht, dass die Zusammenarbeit dann wieder in normalen Bahnen verlaufen solle, wenn Gazprom bei EuRoPol Gaz mehr Einfluss erhalte, erklärte PGNiG. Die beiden Unternehmen streiten bereits seit mehr als einem Jahr um die Kontrolle des Pipeline-Betreibers."
Russische Charme-Offensive
"(...)Medwedew aber versteht die ganze Aufregung nicht. „Alles was gemacht wurde, diente der Versorgungssicherheit“, so der Russe. Sowohl die Ukraine als auch Weißrussland hätten versucht, West-Europa und Russland zu erpressen. Da habe man eben handeln müssen. Und letztlich sei ja auch alles gut geworden. „Dass wir bei unserem Vorgehen keine Unterstützung von der EU bekommen haben, hat uns allerdings sehr enttäuscht“, erläutert der Gazprom-Manager seine Sicht der Dinge."
(...)
Deutschland ist so abhängig wie kaum ein anderes europäisches Land von den riesigen russischen Quellen im fernen Sibirien. Ein Drittel des hierzulande verbrauchten Öls und sogar mehr als 35 Prozent des Gases kontrolliert der Moskauer Kreml.
Und diese Abhängigkeit von Wladimir Putins Reich wird in den kommenden Jahren weiter steigen, denn in anderen für Deutschland wichtigen Förderländern wie Großbritannien und den Niederlanden gehen die Vorräte allmählich zur Neige. Nur Norwegen hat noch etwas Spielraum, aber dessen Reserven sind im Vergleich zu den russischen bescheiden. Andere ressourcenreiche Länder wie der Iran erscheinen derzeit auch nicht gerade als sichere Alternative.(...)"
Jetzt wird es langsam kurios - die EU soll Gazprom helfen, höhere Preise bei in den Nachbarländern zu kassieren?!?
"(...)Medwedew aber versteht die ganze Aufregung nicht. „Alles was gemacht wurde, diente der Versorgungssicherheit“, so der Russe. Sowohl die Ukraine als auch Weißrussland hätten versucht, West-Europa und Russland zu erpressen. Da habe man eben handeln müssen. Und letztlich sei ja auch alles gut geworden. „Dass wir bei unserem Vorgehen keine Unterstützung von der EU bekommen haben, hat uns allerdings sehr enttäuscht“, erläutert der Gazprom-Manager seine Sicht der Dinge."
(...)
Deutschland ist so abhängig wie kaum ein anderes europäisches Land von den riesigen russischen Quellen im fernen Sibirien. Ein Drittel des hierzulande verbrauchten Öls und sogar mehr als 35 Prozent des Gases kontrolliert der Moskauer Kreml.
Und diese Abhängigkeit von Wladimir Putins Reich wird in den kommenden Jahren weiter steigen, denn in anderen für Deutschland wichtigen Förderländern wie Großbritannien und den Niederlanden gehen die Vorräte allmählich zur Neige. Nur Norwegen hat noch etwas Spielraum, aber dessen Reserven sind im Vergleich zu den russischen bescheiden. Andere ressourcenreiche Länder wie der Iran erscheinen derzeit auch nicht gerade als sichere Alternative.(...)"
Jetzt wird es langsam kurios - die EU soll Gazprom helfen, höhere Preise bei in den Nachbarländern zu kassieren?!?
Wirklich stark dagegen die NZZ:
Schalke gibt Gas
"(...) Heute Samstag wollen die Schalker den ersten Schritt Richtung Normalität tun - mit einem Vorbereitungsmatch gegen FK Zenit St. Petersburg im heimischen Stadion. Dieses Spiel dient eigentlich nur einem Zweck: die neuen Trikots mit dem Sponsor Gazprom zu präsentieren, dessen Engagement in Deutschland auf ein - milde formuliert - zwiespältiges Echo stiess. Schalke war klamm und Gazprom die Möglichkeit zur Rettung. «Pecunia non olet» meinte gar die «Frankfurter Allgemeine» zum Deal - und erinnerte damit an die relative Geruchlosigkeit harter Währungen. Der neue Partner ist nämlich nicht sonderlich gut beleumundet.
Jetzt geht es darum, den Fan an das neue Leibchen zu gewöhnen. Und zunächst einmal alle Zweifel zu zerstreuen, dass der Bundesliga englische Verhältnisse bevorstehen: eine Invasion ausländischer Investoren, deren Ziel es ist, sich mit viel Geld die Salonfähigkeit im Westen zu erkaufen. Zwar gestattet das deutsche Vereinsrecht keine Übernahmen, wie sie in England immer häufiger passieren. Doch eine Alimentierung wie die Schalkes durch Gazprom gibt den Mäzenen zwar nicht formell, doch faktisch die Handhabe, das Geschehen zu diktieren. All das, was die russischen Geschäftspartner Schalkes in Sachen Energielieferung in der Vergangenheit erleben mussten, sollte der Klubführung eine deutliche Mahnung sein. Der Geschäftspartner sitzt am Geldhahn - und kann die Exponenten in Königsblau zu blossen Befehlsempfängern degradieren, zum Beispiel, wenn sie das Kader aufs Geld warten lassen. Die Machtfülle ist billig erkauft: 100 Millionen Euro sind selbst für Oligarchen der mittleren Preiskategorie handelsübliche Dimensionen.
Horrorszenarien, sicher. Es muss ja nicht so kommen. Deshalb sollten sich die notorischen Optimisten aus dem Schalker Freundeskreis an die Parolen aus Aufsichtsrat und Geschäftsführung halten: Der FC Schalke 04 steht vor einer glänzenden Zukunft. Versprochen. Jegliche Zweifel verbieten sich da von selbst."
Schalke gibt Gas
"(...) Heute Samstag wollen die Schalker den ersten Schritt Richtung Normalität tun - mit einem Vorbereitungsmatch gegen FK Zenit St. Petersburg im heimischen Stadion. Dieses Spiel dient eigentlich nur einem Zweck: die neuen Trikots mit dem Sponsor Gazprom zu präsentieren, dessen Engagement in Deutschland auf ein - milde formuliert - zwiespältiges Echo stiess. Schalke war klamm und Gazprom die Möglichkeit zur Rettung. «Pecunia non olet» meinte gar die «Frankfurter Allgemeine» zum Deal - und erinnerte damit an die relative Geruchlosigkeit harter Währungen. Der neue Partner ist nämlich nicht sonderlich gut beleumundet.
Jetzt geht es darum, den Fan an das neue Leibchen zu gewöhnen. Und zunächst einmal alle Zweifel zu zerstreuen, dass der Bundesliga englische Verhältnisse bevorstehen: eine Invasion ausländischer Investoren, deren Ziel es ist, sich mit viel Geld die Salonfähigkeit im Westen zu erkaufen. Zwar gestattet das deutsche Vereinsrecht keine Übernahmen, wie sie in England immer häufiger passieren. Doch eine Alimentierung wie die Schalkes durch Gazprom gibt den Mäzenen zwar nicht formell, doch faktisch die Handhabe, das Geschehen zu diktieren. All das, was die russischen Geschäftspartner Schalkes in Sachen Energielieferung in der Vergangenheit erleben mussten, sollte der Klubführung eine deutliche Mahnung sein. Der Geschäftspartner sitzt am Geldhahn - und kann die Exponenten in Königsblau zu blossen Befehlsempfängern degradieren, zum Beispiel, wenn sie das Kader aufs Geld warten lassen. Die Machtfülle ist billig erkauft: 100 Millionen Euro sind selbst für Oligarchen der mittleren Preiskategorie handelsübliche Dimensionen.
Horrorszenarien, sicher. Es muss ja nicht so kommen. Deshalb sollten sich die notorischen Optimisten aus dem Schalker Freundeskreis an die Parolen aus Aufsichtsrat und Geschäftsführung halten: Der FC Schalke 04 steht vor einer glänzenden Zukunft. Versprochen. Jegliche Zweifel verbieten sich da von selbst."
Wie zu erwarten - BLÖD zieht voll mit... - da wundert es einen nicht mehr, warum die Zustimmung bei den 06ern so groß ist...:
"(...)Der Rest in der ausverkauften Arena (61 482 Zuschauer) war eine Mega-Willkommens-Party für den neuen Super-Sponsor Gazprom.
Die Russen pumpen bis 2012 maximal 125 Millionen Euro in die Kasse – Bundesliga-Rekord.
Nach BamS-Informationen gäbe es allein für die Meisterschaft dieses Jahr 5 Mio Euro Titel-Prämie.
Gazprom-Germania-Geschäftsführer Dr. Bergschneider: „Wenn Schalke toll spielt, wird sich das lohnen. Wir sind schließlich ein leistungsorientiertes Unternehmen.“
Vor Anpfiff tobte eine 20-minütige High-Tech-Show. Laser-Effekte, Feuerwerk, Tanzeinlagen – alles in königsblau. Höhepunkt der Gänsehaut-Show: Die Fans in der Nordkurve bekommen ein riesiges Trikot mit dem neuen Sponsoren-Aufdruck.
Vorher hatte schon jeder Fan sein persönliches Geschenk erhalten – entweder Trikot, Fleece-Pulli oder Schal.
Stark: Der Neu-Sponsor, der für jedes Tor in einem Schalker Testspiel 5000 Euro an „Ein Herz für Kinder“ überweist, zahlt jetzt insgesamt 65 000 Euro. Eine meisterliche Geste!"
"(...)Der Rest in der ausverkauften Arena (61 482 Zuschauer) war eine Mega-Willkommens-Party für den neuen Super-Sponsor Gazprom.
Die Russen pumpen bis 2012 maximal 125 Millionen Euro in die Kasse – Bundesliga-Rekord.
Nach BamS-Informationen gäbe es allein für die Meisterschaft dieses Jahr 5 Mio Euro Titel-Prämie.
Gazprom-Germania-Geschäftsführer Dr. Bergschneider: „Wenn Schalke toll spielt, wird sich das lohnen. Wir sind schließlich ein leistungsorientiertes Unternehmen.“
Vor Anpfiff tobte eine 20-minütige High-Tech-Show. Laser-Effekte, Feuerwerk, Tanzeinlagen – alles in königsblau. Höhepunkt der Gänsehaut-Show: Die Fans in der Nordkurve bekommen ein riesiges Trikot mit dem neuen Sponsoren-Aufdruck.
Vorher hatte schon jeder Fan sein persönliches Geschenk erhalten – entweder Trikot, Fleece-Pulli oder Schal.
Stark: Der Neu-Sponsor, der für jedes Tor in einem Schalker Testspiel 5000 Euro an „Ein Herz für Kinder“ überweist, zahlt jetzt insgesamt 65 000 Euro. Eine meisterliche Geste!"
Make-up für den Monopolisten
"(...) Der Unternehmenswert an der Börse von fast 262 Milliarden US-Dollar und ein verlässlicher Draht in den Kreml garantieren, dass der russische Gasmonopolist stets bekommt, was er will - sei es eine große Ölfirma, einen ordentlichen Anteil am weltgrößten Flüssiggasprojekt oder eine Garantie seines Transportmonopols.
Einen Wunsch aber konnte sich Gazprom bislang nicht erfüllen: einen guten Ruf im Westen. Nicht zuletzt die Preiskriege mit der Ukraine und Weißrussland haben dem Ansehen des Konzerns schwer geschadet.
Doch nun soll alles anders werden. Gazprom will die PR-Firma PBN Company des Amerikaners Peter Necarsulmer mit einer groß angelegten Kampagne beauftragen. Das Ziel: Gute Stimmung für Gazprom in den USA und Westeuropa.
Offiziell bestätigt wurde das Geschäft zwar noch nicht. PBN verteilte dennoch am Dienstag bereits im Namen von Gazprom Einladungen an ausländische Journalisten zu einer Pressekonferenz.
,,Im Westen wird Gazprom mit dem Namen von Präsident Wladimir Putin und seiner politischen Umgebung assoziiert. Das Unternehmen will sich aber anders positionieren‘‘, zitierte die Zeitung Kommersant am Dienstag einen Insider.
Wie schlecht das staatsnahe Image des Konzerns fürs Geschäft ist, erlebt Gazprom jedenfalls immer wieder. Als Gazprom versuchte, sich in das britische Energieunternehmen Centrica einzukaufen, ernteten die Russen einen Aufschrei der Empörung.
Und seit selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel Zweifel an der Zuverlässigkeit des Gaslieferanten Russland erkennen lässt, ist es mit der Gelassenheit bei Gazprom offenbar vorbei. Die neue PR-Strategie soll der Firma helfen, als rein kommerzielles Unternehmen wahrgenommen werden.
Doch daraus wird nichts, vermutet der liberale russische Abgeordnete Wladimir Ryschkow: ,,Gazprom ist keine eigenständige Firma, sondern Teil des russischen Staates.‘‘
Die Wahrnehmung im Westen sei also zutreffend, denn vom Kreml werde der Konzern als politisches Werkzeug benutzt. ,,Wenn Europa sich beschwert, dann nicht deshalb, weil es uns feindlich gesinnt ist, sondern weil es in Sorge ist‘‘, glaubt der kreml-kritische Politiker. Eine Imagekampagne könne daher nicht mehr sein als ,,ein Tropfen im Meer‘‘.
Den Auftrag an PBN will sich Gazprom laut Kommersant 2007 elf Millionen Dollar kosten lassen - was tatsächlich eher nach einem Tropfen klingt.
(...)
Für PR-Leute wie Necarsulmer ist Gazprom also ein dicker Fisch. Der Mann aus Kalifornien hatte 1990 in Moskau die erste PR-Firma in der Sowjetunion gegründet und zählt es zu seinen Leistungen, die Russen mit der Chiquita-Banane vertraut gemacht zu haben.
Menschen im Westen Gazprom schmackhaft zu machen, dürfte schwieriger werden - doch Necarsulmer bringt das notwendige Selbstbewusstsein mit. Ein Problem, das er nicht hätte lösen können, ließ er in einem Interview wissen, habe es ,,noch nicht gegeben‘‘.
"(...) Der Unternehmenswert an der Börse von fast 262 Milliarden US-Dollar und ein verlässlicher Draht in den Kreml garantieren, dass der russische Gasmonopolist stets bekommt, was er will - sei es eine große Ölfirma, einen ordentlichen Anteil am weltgrößten Flüssiggasprojekt oder eine Garantie seines Transportmonopols.
Einen Wunsch aber konnte sich Gazprom bislang nicht erfüllen: einen guten Ruf im Westen. Nicht zuletzt die Preiskriege mit der Ukraine und Weißrussland haben dem Ansehen des Konzerns schwer geschadet.
Doch nun soll alles anders werden. Gazprom will die PR-Firma PBN Company des Amerikaners Peter Necarsulmer mit einer groß angelegten Kampagne beauftragen. Das Ziel: Gute Stimmung für Gazprom in den USA und Westeuropa.
Offiziell bestätigt wurde das Geschäft zwar noch nicht. PBN verteilte dennoch am Dienstag bereits im Namen von Gazprom Einladungen an ausländische Journalisten zu einer Pressekonferenz.
,,Im Westen wird Gazprom mit dem Namen von Präsident Wladimir Putin und seiner politischen Umgebung assoziiert. Das Unternehmen will sich aber anders positionieren‘‘, zitierte die Zeitung Kommersant am Dienstag einen Insider.
Wie schlecht das staatsnahe Image des Konzerns fürs Geschäft ist, erlebt Gazprom jedenfalls immer wieder. Als Gazprom versuchte, sich in das britische Energieunternehmen Centrica einzukaufen, ernteten die Russen einen Aufschrei der Empörung.
Und seit selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel Zweifel an der Zuverlässigkeit des Gaslieferanten Russland erkennen lässt, ist es mit der Gelassenheit bei Gazprom offenbar vorbei. Die neue PR-Strategie soll der Firma helfen, als rein kommerzielles Unternehmen wahrgenommen werden.
Doch daraus wird nichts, vermutet der liberale russische Abgeordnete Wladimir Ryschkow: ,,Gazprom ist keine eigenständige Firma, sondern Teil des russischen Staates.‘‘
Die Wahrnehmung im Westen sei also zutreffend, denn vom Kreml werde der Konzern als politisches Werkzeug benutzt. ,,Wenn Europa sich beschwert, dann nicht deshalb, weil es uns feindlich gesinnt ist, sondern weil es in Sorge ist‘‘, glaubt der kreml-kritische Politiker. Eine Imagekampagne könne daher nicht mehr sein als ,,ein Tropfen im Meer‘‘.
Den Auftrag an PBN will sich Gazprom laut Kommersant 2007 elf Millionen Dollar kosten lassen - was tatsächlich eher nach einem Tropfen klingt.
(...)
Für PR-Leute wie Necarsulmer ist Gazprom also ein dicker Fisch. Der Mann aus Kalifornien hatte 1990 in Moskau die erste PR-Firma in der Sowjetunion gegründet und zählt es zu seinen Leistungen, die Russen mit der Chiquita-Banane vertraut gemacht zu haben.
Menschen im Westen Gazprom schmackhaft zu machen, dürfte schwieriger werden - doch Necarsulmer bringt das notwendige Selbstbewusstsein mit. Ein Problem, das er nicht hätte lösen können, ließ er in einem Interview wissen, habe es ,,noch nicht gegeben‘‘.
Da war ich noch zu klein, um das alles so umfassend in Erinnerung zu behalten.
Aber interessante Type.