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brockman

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SGE-URNA schrieb:
reggaetyp schrieb:
SGE-URNA schrieb:
reggaetyp schrieb:
Spiegel Online schreibt, das dürfe uns nicht kalt lassen.

Also die Anschläge auf Asylunterkünfte. Insgesamt recht guter Artikel.

Leider lässt es viele nicht nur nicht kalt, sondern es gibt auch jede Menge Applaus dafür.


Wen lässt es kalt und, noch viel wichtiger, was genau schlägst du denn vor, wäre zu tun?


In Sachsen zumindest gibt es Applaus, Zustimmung, Verständnis.
Aus der Bevölkerung, aus dem Landtag, aus den Kreisen.

Den Vorschlag, in Kontakt mit den Flüchtlingen zu treten, halte ich schon mal für ne gute Idee.


Es gab und gibt schon immer Menschen, die für sowas Verständnis aufbringen, meistens weil sie selbst zumindest latent fremdenfeindlich sind. Ich vermeide bewusst die Kategorie rechts, weil das ganz einfach nicht unbedingt nur schlichte Rechte sind. Und nein, ich hab für Xenophobie null Verständnis, nehme aber zähneknirschend zur Kenntnis, dass diese Einstellung existiert. Ausser Diskussionen im privaten Rahmen, wo solche Thesen möglicherweise vertreten werden, weiss ich aber auch nicht, wie ich dazu beitragen kann, dem entgegenzutreten.

Im übrigen halte ich das Fragen nach dem "Warum denken Leute so" nicht für Verständnis für die Haltung, sondern für eine valide Frage, um dem Phänomen auch argumentativ entgegentreten zu können. Die meisten alltäglichen Mythen können nämlich tatsächlich sachlich recht simpel widerlegt werden. Mit Hardcore Faschos lohnt eine Diskussion indes nicht wirklich.  


Das Problem ist, dass Leute nicht faktenbasiert argumentieren, sondern mit Gefühlen. In dem Beitrag, den ich weiter oben verlinkt habe, weist ein Verantwortlicher im Rahmen einer Infoveranstaltung darauf hin, dass es keinen statistisch nachweisbaren Kriminalitätsanstieg im Umkreis von Flüchtlingsheimen gebe. Da tobt der Saal.  Bei sowas ist doch Hopfen und Malz verloren. Man sagt den Leuten 1+1=2 und sie denken trotzdem, es wäre 3.
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JayJayGrabowski schrieb:
Nevio Scala engagiert sich.
http://www.kicker.de/news/fussball/intligen/startseite/629938/artikel_parma_neustart-in-liga-vier---scala-praesident.html

Insgesamt scheint der italienische Fußball weiterhin massive Probleme zu haben.
http://www.kicker.de/news/fussball/intligen/startseite/629836/artikel_100-000-euro-pro-spiel_pulvirenti-gesteht-manipulation.html

Siena ist letzte Saison aus der 2ten Liga verschwunden und im Jahr davor mit massivem Punktabzug angetreten.  


Letztere haben sich aber (auch durch eine Neugründung) wieder gefangen und sind in die dritte Liga aufgestiegen.
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concordia-eagle schrieb:
Mir ist das völlig wumpe. Nur wenn Homosexualität zur Pflicht wird, wandere ich aus.  


Uffbasse. Der neue Bildungsplan macht die Kinder homosexuell. Sagen zumindest manche Leute.  
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Uegoo schrieb:
brockman schrieb:
Uegoo schrieb:
brockman schrieb:
Uegoo schrieb:
FrankenAdler schrieb:

Da droht uns dann sozusagen dein intellektuell verbrämter Rassismus. Das ist toll!



Augenscheinlich dürfte jedem sein, dass eine Radikalisierung insbesondere dort stattfindet, wo die bestehende Ordnung besonders ausgeprägt zu sozialen Verwerfungen geführt hat. Dort, wo die Menschen um ihre Existenzgrundlage fürchten, wenden sie sich eben möglichen Alternativen zu den bestehenden Verhältnissen zu - gerade die, denen ihre Erfahrung gezeigt hat, dass das Bestehende ihnen keine Hilfe bietet.


Der Mensch möchte wohnen, essen, trinken, sich kleiden, am sozialen Leben teilnehmen, am gesellschaftlichen Reichtum partizipieren. Dies sind die originären Bedürfnisse eines jeden Menschen. Ist deren Befriedigung bedroht oder gar schon darüber hinaus ihm vorenthalten, wird er nach Möglichkeiten suchen. Nun kann er im bestehenden System selbst die Ursache seine Lage identifizieren, indessen Folge er nun eine Modifizierung oder dessen Überwindung anstrebt. Haben ihn aber die täglichen Konkurrenz- oder politischen Kämpfe auf ein geringes Maß geschrumpft, ihn desillusioniert, wird er eben nur noch die kleinen Verteidigungskämpfe zum Erhalt seines kargen Restbesitzes führen und genau die Bedrohungen abzuwenden versuchen, die diesen unmittelbar gefährden. Schlicht, die Bedrohung seiner Existenzgrundlage.

Welche Folgen hat nun der Armutszuzug, den er bekämpft:

- Er verschärft die Konkurrenzsituation im Kampf um günstigen Wohnraum, da die Nachfrageseite einen Zuwachs erfährt, es somit zu Verschiebungen zugunsten der Anbieter kommt und damit zu steigenden Preisen.

- Er verschärft die Konkurrenzsituation in gleichem Maß beim Kampf um Arbeitsplätze, da
aufgrund größerer Nachfrage der Preis für Arbeit sinkt und damit der Betrag seiner Entlohnung, wenn er seinen Arbeitsplatz denn behält.

- Er belastet die sozialen Sicherungssysteme und erhöht damit den Druck die Leistungen daraus, die eh schon kaum existenzsichernd sind, weiter zu reduzieren, da dessen Mittel eben stagnieren, der Bedarf aber zunimmt.

- Er erhöht die Gefahr armutsbedingter Kriminalität im Wohnumfeld des Betroffenen.

Schön, wenn man davon nicht betroffen ist. Nicht so schön, wenn es anders ist.

Schließlich, der Keim für Faschismus und Rassismus liegt in der bürgerlichen Gesellschaft selbst, in ihrer Konkurrenzverherrlichung und die unbedingte Unterwerfung von Individuen und Nationalstaaten unter dieses Prinzip. Es sind die ungleichen Teilungsproportionen, die zu Kriegen und Missgunst führen.

Eine Gesellschaft, die den sozialen Frieden wünscht, braucht den sozialen Ausgleich, sie muss die soziale Teilhabe aller ihrer Mitglieder im Auge behalten, möchte sie ihren Zivilisationsgrad nicht gefährden.


Sehr schön. Ein klassisches Beispiel für neurechte, intellektuell verbrämte Rhetorik, die dadurch, dass sie sich durch halbwegs korrekte Zeichensetzung und den korrekten Gebrauch von Fremdwörtern vom deutscher Hochsprache unverdächtigen Gepöbel der Pegidas und "besorgten Bürger" absetzt, glaubt, unter dem Radar fliegen zu können.

Natürlich wird bei derartigen Aussagen bewusst ignoriert, dass wir immer noch keinen unbegrenzten Massenzuzug haben und auch keinen zu erwarten haben. Das schließt auch einen "Armutszuzug" mit ein, der wohl auf die "Wirtschaftsflüchtlinge" rekurrieren soll. Ein Wirtschaftsflüchtling erhält hierzulande aber nun mal kein Asyl und wird früher oder später abgeschoben werden. D.h. eine große Gruppe wird in die angenommene Konkurrenzsituation um Wohnraum und Arbeitsplätze überhaupt nicht eintreten, v.a. nicht in strukturschwachen Regionen.
Kriegsflüchtlinge, etwa aus dem Irak oder Syrien, hingegen, die hier mit gutem Recht Asyl erhalten, bilden (wie das bei Kriegsflüchtlingen so ist) eine große Bandbreite der Gesellschaft ihrer Herkunftsländer ab. Wer hier in eine Konkurrenzsituation mit den Geringqualifizierten tritt, zu deren Anwalt du dich hier aufschwingst, bleibt dabei abzuwarten, ebenso wer längerfristig in Deutschland, und in welchen Regionen, bleiben wird.

Schließlich sage ich dir, was eine Gesellschaft tut, die den sozialen Frieden wünscht. Sie lässt nicht zu, dass Rassismus und faschistoides Denken Teil des Mainstreams werden. Nie. Sie sucht keine Rechtfertigungen, sie sucht keine Entschuldigungen, sie relativiert nicht.  Sie fühlt sich humanitärem und aufgeklärtem Handeln verpflichtet. Wer sich diesem Prinzip verweigert, wer glaubt, Gewalt gegen Schwächere legitimieren zu können, der bedroht den sozialen Frieden. Niemand anders.


Deine Naziunterstellung ist einfach unverschämt und Dein frecher Unterton ebenfalls. Wenn Du in der Sache nicht argumentieren willst, dann lass es bleiben. Bei einigen würde ich dazu auch gar nichts sagen, aber da ich bei Dir annehme, dass Du nicht auf den Kopf gefallen bist, nehme ich mir einfach die Freiheit heraus.

Im Gegensatz zu Dir, gestehe ich auch denen das Recht auf Asyl zu, die ausschließlich aus wirtschaftlichen Gründen ihr Wohl suchen. Letztlich ist es eben egal, ob jemand einer Granate oder dem Hunger zum Opfer fällt. Und trotzdem ist mir klar, dass in einer Konkurrenzgesellschaft dies einen Einfluss auf die Lebenssituation vieler Menschen hat.

Weiterhin würde es mir nicht einfallen Menschen das Prädikat „geringqualifiziert“ aufzudrücken und damit ihre soziale Benachteiligung zumindest ansatzweise zu rechtfertigen. Auch deshalb, weil diese Zuschreibung auf einen nicht unerheblichen Teil gar nicht zutrifft.  Ich kann Dir versichern, ich habe jahrelang den Gentrifizierungsprozess in Berlin begleitet und dadurch einen tiefen Einblick in den Hintergrund vieler Menschen erhalten.


Unverschämt finde ich hier primär deinen Versuch, das Verursacherprinzip für Rassismus, Hetze und Gewalt gegen Flüchtlinge (darum geht's nämlich in dem Thread hier) umzudrehen und die eigentlichen Täter aus der Verantwortung zu nehmen.

Weiterhin weiß ich Asyl vor politischer, religiöser oder ethnischer Verfolgung von Zuwanderung, die in der Menschheitsgeschichte primär ökonomisch motiviert war, zu unterscheiden. Ich spreche niemandem das Recht ab, aufgrund des einen oder anderen zu migrieren und habe das natürlich auch nirgends anklingen lassen.

Was dann noch Gentrifizierung mit Flüchtlingsunterkünften zu tun hat, bleibt dein Geheimnis. Ich stehe zudem dazu, die Protestler gegen diese, die mit angeblicher Kriminalität, angeblicher übermäßiger finanzieller Unterstützung und angeblicher Angeblichkeit "argumentieren", geringqualifiziert zu nennen. Und zwar vor allem im Kopf.



Du drehst Dir alles so zurecht, wie Du es brauchst. Umdrehen würde ich es, wenn ich dem Asylsuchenden  eine direkte Schuld an etwaigen Übergriffen attestieren würde, dabei beschreibe ich lediglich eine Kausalitätskette.  Dazu betrachte ich hier in einer vielschichtigen Problematik gerade nur die gesellschaftliche Komponente, die eine von mehreren in der Sache relevant ist. Magst Du den Täter in die persönliche Verantwortung nehmen, schön und gut. Nur betrachtest Du den Gegenstand dermaßen einseitig in Form eine  ausschließlich persönlichen Schuldzuweisung, als ab sich der Mensch vollkommen isoliert von seinem sozialen Milieu entwickelt, muss man sich nicht wundern, wachsen immer wieder neue nach.

Was Gentrifizierung mit Flüchtlingsunterkünften zu tun hat? Unmittelbar nichts. Deine Aussage:

„Wer hier in eine Konkurrenzsituation mit den Geringqualifizierten tritt, zu deren Anwalt du dich hier aufschwingst, bleibt dabei abzuwarten, ...“

Nun, zu Konkurrenzsituation im Niedriglohnsektor, der mittlerweile einen erheblichen Umfang hat, sind durchaus Menschen mir gar nicht so geringer Bildung gezwungen, insbesondere in Teilen Ost-, West-, Norddeutschlands.


Zum letzten Punkt zuerst: ich weiß das mehr als gut, glaub mir. Ist nur für das vorliegende Thema nicht relevant.

Und dass bestimmte Ansichten in manchen sozialen Milieus eher zuhause sind als in anderen, ist ein Allgemeinplatz. Nur weigere ich mich, das Individuum oder eine Gruppe von Individuen unter Verweis auf eventuelle Vorprägungen aus der Verantwortung zu nehmen. Es gibt eine moralische Verantwortung, einen ethischen Maßstab und den lege ich an jeden Menschen an. Du magst hier über Kausalitätsketten und Konkurrenzsituationen diskutieren wollen und das mag in einer soziologischen Debatte auch nicht verkehrt sein, mein Punkt ist aber: jeder hat die Wahl, kein Rassist zu sein. Und das steht unabhängig von Herkunft, Wohnort, Aussehen, Glaube, Klamottenstil, Musikgeschmack oder Lieblingseissorte. Und wer das nicht hinbekommt oder hinbekommen will, gut, der steht auf der anderen Seite.
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Uegoo schrieb:
brockman schrieb:
Uegoo schrieb:
FrankenAdler schrieb:

Da droht uns dann sozusagen dein intellektuell verbrämter Rassismus. Das ist toll!



Augenscheinlich dürfte jedem sein, dass eine Radikalisierung insbesondere dort stattfindet, wo die bestehende Ordnung besonders ausgeprägt zu sozialen Verwerfungen geführt hat. Dort, wo die Menschen um ihre Existenzgrundlage fürchten, wenden sie sich eben möglichen Alternativen zu den bestehenden Verhältnissen zu - gerade die, denen ihre Erfahrung gezeigt hat, dass das Bestehende ihnen keine Hilfe bietet.


Der Mensch möchte wohnen, essen, trinken, sich kleiden, am sozialen Leben teilnehmen, am gesellschaftlichen Reichtum partizipieren. Dies sind die originären Bedürfnisse eines jeden Menschen. Ist deren Befriedigung bedroht oder gar schon darüber hinaus ihm vorenthalten, wird er nach Möglichkeiten suchen. Nun kann er im bestehenden System selbst die Ursache seine Lage identifizieren, indessen Folge er nun eine Modifizierung oder dessen Überwindung anstrebt. Haben ihn aber die täglichen Konkurrenz- oder politischen Kämpfe auf ein geringes Maß geschrumpft, ihn desillusioniert, wird er eben nur noch die kleinen Verteidigungskämpfe zum Erhalt seines kargen Restbesitzes führen und genau die Bedrohungen abzuwenden versuchen, die diesen unmittelbar gefährden. Schlicht, die Bedrohung seiner Existenzgrundlage.

Welche Folgen hat nun der Armutszuzug, den er bekämpft:

- Er verschärft die Konkurrenzsituation im Kampf um günstigen Wohnraum, da die Nachfrageseite einen Zuwachs erfährt, es somit zu Verschiebungen zugunsten der Anbieter kommt und damit zu steigenden Preisen.

- Er verschärft die Konkurrenzsituation in gleichem Maß beim Kampf um Arbeitsplätze, da
aufgrund größerer Nachfrage der Preis für Arbeit sinkt und damit der Betrag seiner Entlohnung, wenn er seinen Arbeitsplatz denn behält.

- Er belastet die sozialen Sicherungssysteme und erhöht damit den Druck die Leistungen daraus, die eh schon kaum existenzsichernd sind, weiter zu reduzieren, da dessen Mittel eben stagnieren, der Bedarf aber zunimmt.

- Er erhöht die Gefahr armutsbedingter Kriminalität im Wohnumfeld des Betroffenen.

Schön, wenn man davon nicht betroffen ist. Nicht so schön, wenn es anders ist.

Schließlich, der Keim für Faschismus und Rassismus liegt in der bürgerlichen Gesellschaft selbst, in ihrer Konkurrenzverherrlichung und die unbedingte Unterwerfung von Individuen und Nationalstaaten unter dieses Prinzip. Es sind die ungleichen Teilungsproportionen, die zu Kriegen und Missgunst führen.

Eine Gesellschaft, die den sozialen Frieden wünscht, braucht den sozialen Ausgleich, sie muss die soziale Teilhabe aller ihrer Mitglieder im Auge behalten, möchte sie ihren Zivilisationsgrad nicht gefährden.


Sehr schön. Ein klassisches Beispiel für neurechte, intellektuell verbrämte Rhetorik, die dadurch, dass sie sich durch halbwegs korrekte Zeichensetzung und den korrekten Gebrauch von Fremdwörtern vom deutscher Hochsprache unverdächtigen Gepöbel der Pegidas und "besorgten Bürger" absetzt, glaubt, unter dem Radar fliegen zu können.

Natürlich wird bei derartigen Aussagen bewusst ignoriert, dass wir immer noch keinen unbegrenzten Massenzuzug haben und auch keinen zu erwarten haben. Das schließt auch einen "Armutszuzug" mit ein, der wohl auf die "Wirtschaftsflüchtlinge" rekurrieren soll. Ein Wirtschaftsflüchtling erhält hierzulande aber nun mal kein Asyl und wird früher oder später abgeschoben werden. D.h. eine große Gruppe wird in die angenommene Konkurrenzsituation um Wohnraum und Arbeitsplätze überhaupt nicht eintreten, v.a. nicht in strukturschwachen Regionen.
Kriegsflüchtlinge, etwa aus dem Irak oder Syrien, hingegen, die hier mit gutem Recht Asyl erhalten, bilden (wie das bei Kriegsflüchtlingen so ist) eine große Bandbreite der Gesellschaft ihrer Herkunftsländer ab. Wer hier in eine Konkurrenzsituation mit den Geringqualifizierten tritt, zu deren Anwalt du dich hier aufschwingst, bleibt dabei abzuwarten, ebenso wer längerfristig in Deutschland, und in welchen Regionen, bleiben wird.

Schließlich sage ich dir, was eine Gesellschaft tut, die den sozialen Frieden wünscht. Sie lässt nicht zu, dass Rassismus und faschistoides Denken Teil des Mainstreams werden. Nie. Sie sucht keine Rechtfertigungen, sie sucht keine Entschuldigungen, sie relativiert nicht.  Sie fühlt sich humanitärem und aufgeklärtem Handeln verpflichtet. Wer sich diesem Prinzip verweigert, wer glaubt, Gewalt gegen Schwächere legitimieren zu können, der bedroht den sozialen Frieden. Niemand anders.


Deine Naziunterstellung ist einfach unverschämt und Dein frecher Unterton ebenfalls. Wenn Du in der Sache nicht argumentieren willst, dann lass es bleiben. Bei einigen würde ich dazu auch gar nichts sagen, aber da ich bei Dir annehme, dass Du nicht auf den Kopf gefallen bist, nehme ich mir einfach die Freiheit heraus.

Im Gegensatz zu Dir, gestehe ich auch denen das Recht auf Asyl zu, die ausschließlich aus wirtschaftlichen Gründen ihr Wohl suchen. Letztlich ist es eben egal, ob jemand einer Granate oder dem Hunger zum Opfer fällt. Und trotzdem ist mir klar, dass in einer Konkurrenzgesellschaft dies einen Einfluss auf die Lebenssituation vieler Menschen hat.

Weiterhin würde es mir nicht einfallen Menschen das Prädikat „geringqualifiziert“ aufzudrücken und damit ihre soziale Benachteiligung zumindest ansatzweise zu rechtfertigen. Auch deshalb, weil diese Zuschreibung auf einen nicht unerheblichen Teil gar nicht zutrifft.  Ich kann Dir versichern, ich habe jahrelang den Gentrifizierungsprozess in Berlin begleitet und dadurch einen tiefen Einblick in den Hintergrund vieler Menschen erhalten.


Unverschämt finde ich hier primär deinen Versuch, das Verursacherprinzip für Rassismus, Hetze und Gewalt gegen Flüchtlinge (darum geht's nämlich in dem Thread hier) umzudrehen und die eigentlichen Täter aus der Verantwortung zu nehmen.

Weiterhin weiß ich Asyl vor politischer, religiöser oder ethnischer Verfolgung von Zuwanderung, die in der Menschheitsgeschichte primär ökonomisch motiviert war, zu unterscheiden. Ich spreche niemandem das Recht ab, aufgrund des einen oder anderen zu migrieren und habe das natürlich auch nirgends anklingen lassen.

Was dann noch Gentrifizierung mit Flüchtlingsunterkünften zu tun hat, bleibt dein Geheimnis. Ich stehe zudem dazu, die Protestler gegen diese, die mit angeblicher Kriminalität, angeblicher übermäßiger finanzieller Unterstützung und angeblicher Angeblichkeit "argumentieren", geringqualifiziert zu nennen. Und zwar vor allem im Kopf.
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Uegoo schrieb:
FrankenAdler schrieb:

Da droht uns dann sozusagen dein intellektuell verbrämter Rassismus. Das ist toll!



Augenscheinlich dürfte jedem sein, dass eine Radikalisierung insbesondere dort stattfindet, wo die bestehende Ordnung besonders ausgeprägt zu sozialen Verwerfungen geführt hat. Dort, wo die Menschen um ihre Existenzgrundlage fürchten, wenden sie sich eben möglichen Alternativen zu den bestehenden Verhältnissen zu - gerade die, denen ihre Erfahrung gezeigt hat, dass das Bestehende ihnen keine Hilfe bietet.


Der Mensch möchte wohnen, essen, trinken, sich kleiden, am sozialen Leben teilnehmen, am gesellschaftlichen Reichtum partizipieren. Dies sind die originären Bedürfnisse eines jeden Menschen. Ist deren Befriedigung bedroht oder gar schon darüber hinaus ihm vorenthalten, wird er nach Möglichkeiten suchen. Nun kann er im bestehenden System selbst die Ursache seine Lage identifizieren, indessen Folge er nun eine Modifizierung oder dessen Überwindung anstrebt. Haben ihn aber die täglichen Konkurrenz- oder politischen Kämpfe auf ein geringes Maß geschrumpft, ihn desillusioniert, wird er eben nur noch die kleinen Verteidigungskämpfe zum Erhalt seines kargen Restbesitzes führen und genau die Bedrohungen abzuwenden versuchen, die diesen unmittelbar gefährden. Schlicht, die Bedrohung seiner Existenzgrundlage.

Welche Folgen hat nun der Armutszuzug, den er bekämpft:

- Er verschärft die Konkurrenzsituation im Kampf um günstigen Wohnraum, da die Nachfrageseite einen Zuwachs erfährt, es somit zu Verschiebungen zugunsten der Anbieter kommt und damit zu steigenden Preisen.

- Er verschärft die Konkurrenzsituation in gleichem Maß beim Kampf um Arbeitsplätze, da
aufgrund größerer Nachfrage der Preis für Arbeit sinkt und damit der Betrag seiner Entlohnung, wenn er seinen Arbeitsplatz denn behält.

- Er belastet die sozialen Sicherungssysteme und erhöht damit den Druck die Leistungen daraus, die eh schon kaum existenzsichernd sind, weiter zu reduzieren, da dessen Mittel eben stagnieren, der Bedarf aber zunimmt.

- Er erhöht die Gefahr armutsbedingter Kriminalität im Wohnumfeld des Betroffenen.

Schön, wenn man davon nicht betroffen ist. Nicht so schön, wenn es anders ist.

Schließlich, der Keim für Faschismus und Rassismus liegt in der bürgerlichen Gesellschaft selbst, in ihrer Konkurrenzverherrlichung und die unbedingte Unterwerfung von Individuen und Nationalstaaten unter dieses Prinzip. Es sind die ungleichen Teilungsproportionen, die zu Kriegen und Missgunst führen.

Eine Gesellschaft, die den sozialen Frieden wünscht, braucht den sozialen Ausgleich, sie muss die soziale Teilhabe aller ihrer Mitglieder im Auge behalten, möchte sie ihren Zivilisationsgrad nicht gefährden.


Sehr schön. Ein klassisches Beispiel für neurechte, intellektuell verbrämte Rhetorik, die dadurch, dass sie sich durch halbwegs korrekte Zeichensetzung und den korrekten Gebrauch von Fremdwörtern vom deutscher Hochsprache unverdächtigen Gepöbel der Pegidas und "besorgten Bürger" absetzt, glaubt, unter dem Radar fliegen zu können.

Natürlich wird bei derartigen Aussagen bewusst ignoriert, dass wir immer noch keinen unbegrenzten Massenzuzug haben und auch keinen zu erwarten haben. Das schließt auch einen "Armutszuzug" mit ein, der wohl auf die "Wirtschaftsflüchtlinge" rekurrieren soll. Ein Wirtschaftsflüchtling erhält hierzulande aber nun mal kein Asyl und wird früher oder später abgeschoben werden. D.h. eine große Gruppe wird in die angenommene Konkurrenzsituation um Wohnraum und Arbeitsplätze überhaupt nicht eintreten, v.a. nicht in strukturschwachen Regionen.
Kriegsflüchtlinge, etwa aus dem Irak oder Syrien, hingegen, die hier mit gutem Recht Asyl erhalten, bilden (wie das bei Kriegsflüchtlingen so ist) eine große Bandbreite der Gesellschaft ihrer Herkunftsländer ab. Wer hier in eine Konkurrenzsituation mit den Geringqualifizierten tritt, zu deren Anwalt du dich hier aufschwingst, bleibt dabei abzuwarten, ebenso wer längerfristig in Deutschland, und in welchen Regionen, bleiben wird.

Schließlich sage ich dir, was eine Gesellschaft tut, die den sozialen Frieden wünscht. Sie lässt nicht zu, dass Rassismus und faschistoides Denken Teil des Mainstreams werden. Nie. Sie sucht keine Rechtfertigungen, sie sucht keine Entschuldigungen, sie relativiert nicht.  Sie fühlt sich humanitärem und aufgeklärtem Handeln verpflichtet. Wer sich diesem Prinzip verweigert, wer glaubt, Gewalt gegen Schwächere legitimieren zu können, der bedroht den sozialen Frieden. Niemand anders.
#
Tafelberg schrieb:
ein sehr wichtiger Beitrag von mir:
Bei dem möglichen neuen Spieler ist wieder eine Abkürzung notwendig so wie Iggy o.a., ansonsten werde ich mich regekmäßig verschreiben, nicht wahr Basalti


Jo, Luc wäre mir auch zu lang.  
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DBecki schrieb:
SGE1085 schrieb:
auf Facebook gabs nen Aufruf das RB Stadion in Leipzig zum schlechtest bewerteten Stadion Euopas zu machen, von einer Bewertung deutlich über 4, sind sie jetzt bei 1,1 oderso

nun  versuchen fans das selbe mit dem Kuhstall in Salzburg

hier mal der Link
https://www.facebook.com/FaszinationFankurve?fref=nf


Ja, so ne Facebook-Umfrage hat schon ne ungeheure Aussagekraft...


Sieh's halt einfach als Gag.
#
philadlerist schrieb:
Raggamuffin schrieb:
brockman schrieb:
Wenn der hr die Überschrift "Trapp zwischen Main und Seine" auffährt, heißt das wohl, dass morgen in der FR "Seine oder nicht Seine" steht.  


Also, der Beitrag wird hier nicht genug gewürdigt. Ich fand das Wortspiel verdammt gut.  ,-)  


Na dann:

Seine oder nicht Seine - das ist hier die Torwartfrage
Ob's edler im Gemüt, die Schüsse und Flanken
der Bundesligagegner erdulden oder
sich waffnend gegen eine See von Ölgeld
durch Söldnerei sie enden? Ebbelwoi - Vin blanc -

Nichts weiter! Und zu wissen, dass ein Schaaf
ein Herr Veh und die tausend Schüsse enden
Dass unser Kevins Erbteil, 's ist ein Karriereziel,
aufs Vielfache steigt. Scheichklubb - CL -
Millionen? Vielleicht auch träumen! Ja, da liegt's:

Was fern der Heimat für Träume kommen mögen
Wenn wir den Bruchhagenschen Beton lösten,
der Kevin zwingt stillzustehen. Das ist die Rücksicht,
Die elend lässt zu hohen Jahren kommen
denn wer ertrüg der Sportreporter Spott und Geißel

Den mächtigen Druck, die Angst vorm Elfmeter
Verschmähter Titel Pein, des Rechtes Aufschub
Den Übermut des Jogi und die Schmach
Die Unwert dem eigentlich Talent erweist
Wenn er sich selbst an die Seine setzen könnte

Mit einer Feder bloß? Wer trüge Lasten
des Transfers und ihre Ölmillionen?
Nur dass die Furcht, ein Leben ohne Champions League
Das unentdeckte Land, von des Bezirk
ein jeder Torwart träumt, der Willen hat

Dass wir den Kevin, den wir haben, lieber
hielten als ihn zu Unbekannten fliehen zu lassen
So macht Transfererlös Feige aus uns allen;
Der angebornen Farbe der Erschließung
frischen Geldes nährt dem Fan die Hoffnung

Und unsre Eintracht, hochgezielt und wertvoll,
durch diese Rücksicht in die Bahn gelenkt
Mit frischem Geld den Kader stärkend! - Still -
Der reizende Torwart! - Kevin, schreib
für 12 Millionen deinen Namen unter den Transfervertrag!


Habt Ihr euch das so ungefähr vorgestellt    


Großes Kino.  
#
Uegoo schrieb:
Tja, wenn der Wind scharf weht, ist es mit der Gastfreundschaft schnell vorbei. Schließlich will man auch morgen noch fressen. Vielleicht sind die Leute auch schlauer, als man es ihnen zugestehen möchte. Instinktive Intelligenz quasi.  


Nein.
#
In jedem Fall hoffe ich, dass wir mit schlechten Namenswitzen unter Verwendung von "Kastanien" jetzt durch sind.
#
Ffm60ziger schrieb:
propain schrieb:
brockman schrieb:
reggaetyp schrieb:
Next one: Lübeck

Was geht hier eigentlich gerade ab?


Einige Teile dieser Gesellschaft zeigen gerade ihr wahres Gesicht.


Das ist wie Anfang der 90er, die CDU/CSU hetzt jeden Tag aufs Neue und überall fühlen sich Leute aufgerufen diese Hetze umzusetzen.


...und es gibt noch mehr Hetzer


Würde ich fast für noch entscheidender halten. Was für ein Scheißdreck in den sozialen Netzwerken, Blogs und Kommentarspalten verbreitet wird, geht auf keine Kuhhaut. Und leider hat unser Schulsystem so massiv versagt, dass es genug intellektuell Benachteiligte gibt, die das alles für bare Münze nehmen.
#
Kackstudent schrieb:
ajax88 schrieb:
schw0in schrieb:
Für so ne graupen Liga aber keine tolle Quote    
Mal abwarten, bei Sefe war ich auch erst skeptisch    


Eine Graupenliga ist das ja nun nicht.
Bin mir noch nicht ganz sicher ob er außerhalb Hollands gut zurechtkommt aber wäre auf jeden Fall eine spannende Verpflichtung.

Da hier schon öfter gennant:

Castaignos ist keiner für die Außen. Das er als potentieller Außenstürmer gehandelt wurde und noch immer wird, liegt an seiner Schnelligkeit. Ansonsten bringt er aber, meiner Meinung nach, nichts mit, was ihn zu einer geeigneten LA-Alternative macht.


Sehe ihn auch eher als hängende Spitze (so wie AMFG). Haris ist dann eher jener, der auf Links ausweicht...


Was er eigentlich auch besser lassen sollte...
#
reggaetyp schrieb:
Next one: Lübeck

Was geht hier eigentlich gerade ab?


Einige Teile dieser Gesellschaft zeigen gerade ihr wahres Gesicht.
#
schw0in schrieb:
Für so ne graupen Liga aber keine tolle Quote    
Mal abwarten, bei Sefe war ich auch erst skeptisch    


Graupenliga? Dir ist aber schon klar, was für Spieler alljährlich aus Holland in die größeren europäischen Ligen wechseln? Und welche Quote fändest du denn angemessen, wenn dir schon 52 Tore in 131 Spielen nicht reichen?
#
Wenn der hr die Überschrift "Trapp zwischen Main und Seine" auffährt, heißt das wohl, dass morgen in der FR "Seine oder nicht Seine" steht.
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Basaltkopp schrieb:
zimbo_popimbi schrieb:
In der Premiere-League bekommt dieser zur Fallsucht neigende Laiendarsteller, kein Bein auf den Boden....hatte ich noch vergessen.


So isses! Oder er lernt schnell, wie damals Klinsmann, bei dem man selbiges erwartet hatte.


Denke ich auch. Das Schwalbenunwesen hierzulande kommt ja auch zu großen Teilen deshalb zustande, weil die Schiedsrichter pfeifen, als wären sie Punktrichter beim Mädchenballett. Kein Wunder daher, dass Leute wie Robben, Firmino, Okazaki und Konsorten, sobald sie das spitz gekriegt haben, in der Bundesliga reüssieren. Aber sobald mal nicht jeder Scheiß abgepfiffen wird, muss man sich zwangsläufig umstellen.
#
Raggamuffin schrieb:
Apropos Länder in denen es schlimmer/besser ist:

http://www.cbc.ca/news/world/u-s-supreme-court-rules-in-favour-of-same-sex-marriage-1.3127280

   


Nee, wo's besser ist, ist irrelevant. Man muss sich in jedem Fall vorher fragen, ist es möglich, irgendwie eine negative Verbindung (und sei sie noch so weit hergeholt) zum Islam, der EU, den Grünlinksversifften oder Flüchtlingen herzustellen?
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propain schrieb:
greg schrieb:
adlerjunge23FFM schrieb:


Spaß beiseite. Es gibt überall Homophobie. Heute wahrscheinlich aber echt weniger als früher, als es noch etwas "Besonderes" war. Aber man kann den Leuten nicht in die Köpfe schauen, genau wie beim Thema Rassismus. Es wird immer Hohlroller geben, in jeder Form, Farbe und Religion.


Pegida et.al. haben doch gezeigt wie viel da im versteckten schlummert und sich Bahn bricht wenn mal der Anfang gemacht ist. Es bedarf wohl nicht viel Phantasie wie die Umfrageergebnisse zur Homosexualität bei einer solchen Veranstaltung aussehen würden.


Sogar die Partei der Grünen stimmt gegen die Homoehe und diese Partei soll angeblich tolerant sein. Aber sie muss halt aus Machterhaltungsgründen mit der CDU stimmen, ganz so wie man es als gute Parteisoldaten macht.


Hä?