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FrankenAdler

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Mein Gott! Was soll er denn sagen? Ist doch klar, dass da was vom Innenminister kommt. An sich formuliert er zwar beliebig aber immerhin wohltuend neutral.
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Guten Morgen! Ein frisches Lüftchen da draußen. Herrlich. Guten Mutes ans Tageswerk!
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salbe1959 schrieb:

Guten Morgen! Ein frisches Lüftchen da draußen. Herrlich. Guten Mutes ans Tageswerk!

Senile Bettflucht at it's best
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nisol13 schrieb:

Die Geschichte mit Hellmann gefällt mir garnicht, Hellmann ist mit Frankenbach quasi die Konstanze bei uns im Verein, zumindest für mich. Solange ich wusste die beiden sind da, machte ich mehr weniger Sorgen auch in Anbetracht von etwaigen Machtkämpfen.

Die ganze Geschichte mit der DFL klingt für mich nämlich genau wie ein solcher Machtkampf und wirkt ein wenig geplant aus meiner Sicht, bin kein Freund davon das Hellmann hier mitspielt.

Natürlich hat die Konstanze hier nichts verloren 😂
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Don't drink and write! 😁
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Und nein! Man kann es NICHT oft genug sagen.
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FrankenAdler schrieb:

Und nein! Man kann es NICHT oft genug sagen.

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Und nein! Man kann es NICHT oft genug sagen.
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Wie üblich in Diktaturen.
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Feigling schrieb:

Wie üblich in Diktaturen.

Wär das eine Diktatur, dürftest du schon lang nicht mehr schreiben.
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Wie üblich in Diktaturen.
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Feigling schrieb:

Wie üblich in Diktaturen.

Wär das eine Diktatur, dürftest du schon lang nicht mehr schreiben.
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Na, Du Troll? Geh backen und brauen.
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Feigling schrieb:

Na, Du Troll? Geh backen und brauen.

Ich finde es wirklich unter aller Sau, solche Beleidigungen auszusprechen!
Womit haben die Trolle diesen Vergleich verdient?
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nisol13 schrieb:

Wie wahrscheinlich ist es, dass Hellmann hier in Frage kommt?


Scheinbar sehr.

https://www.n-tv.de/sport/fussball/Beim-DFL-Beben-stehen-die-Nachfolger-offenbar-fest-article23764496.html

Gar nicht gut meiner Meinung nach.
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sgevolker schrieb:

nisol13 schrieb:

Wie wahrscheinlich ist es, dass Hellmann hier in Frage kommt?


Scheinbar sehr.

https://www.n-tv.de/sport/fussball/Beim-DFL-Beben-stehen-die-Nachfolger-offenbar-fest-article23764496.html

Gar nicht gut meiner Meinung nach.

Pfff! Ntv kannst echt vergessen!

ntv schrieb:
Doch als Geschäftsführerin der Deutschen Fußball-Loga


Die sind zu blöd Loge zu schreiben!
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FrankenAdler schrieb:

Dass der Feigling Mod war

Das war ein Versehen.
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Tom66 schrieb:

FrankenAdler schrieb:

Dass der Feigling Mod war

Das war ein Versehen.

Ein Halbzeitpausenspiel im Waldstadion. Spiel gegen Unterhaching. Drei Kandidaten, der hässlichste wird Mod im Forum. So war das.

Feigling bekam 52.000 Stimmen obwohl nur 30.000 da waren.
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Ich mag mich über die Deppenversammlung hier ja schon gar nicht mehr aufregen. Dass der Feigling Mod war, das muss man echt gar nicht dazusagen. Das Niveauopfer.
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Sorry, hab das Interview nochmal im S&W gepostet, hatte nicht gesehen, dass es im alten schon drin war und hielt ich für lesenswert. Nix für ungut.
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Knickerbocker schrieb:

Sorry, hab das Interview nochmal im S&W gepostet, hatte nicht gesehen, dass es im alten schon drin war und hielt ich für lesenswert. Nix für ungut.

Hier wurden schon Leute für weniger gesperrt! 😁
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Ich fühle mich nach wie vor missverstanden. Liegt vermutlich an mir. Deshalb ein letzter Versuch:

Die Tatsache, dass die Pandemie insbesondere im psychischen Bereich solch gravierende Folgen zeitigte, ist u.a. einer Gesellschaftsstruktur zuzuschreiben, die von "stabil" und "robust" sowie "solidarisch" weit entfernt ist. Im Gegenteil: so fragil habe ich die Gesellschaft in Deutschland noch nie erlebt. Auf der einen Seite Alleinerziehende mit Homeoffice und zwei Kindern in 2-Zimmer-Wohnungen, auf der anderen Seite Menschen, die sich private Hauslehrer und modernste Computertechnik für ihre Kids leisten können, ohne noch nicht mal auf den Preis zu schauen. Hier Querdenker und Verschwörungstechniker, dort Ärzt*innen und Pflegepersonal, die es ausbaden dürfen. Dazu ständige und hektische bis wütende Diskussionen, Besserwissereien und Misstrauen gegenüber den Entscheidern - in der Regel ohne großen Wissenshintergrund.

In anderen Zeiten haben Gesellschaften in Deutschland ganz andere Situationen meistern müssen als mal eben drei Wochen Lockdown und Maskenpflicht beim Einkaufen. Aber mich wundert es nicht, dass es angesichts der o.a. Umstände viele Menschen aus der Bahn wirft. Mit Sicherheit auch eine große Zahl Menschen, die durch die Schieflage unserer Gesellschaft, Leistungsdruck, Globalisierungs- und Digitalisierungsopfer und andere Zeiterscheinungen schon angeschlagen waren.

Dass diese dann aufgrund fehlenden Personals und Geld nicht adäquat aufgefangen werden konnten, war nur der dritte, logisch folgende Punkt in meiner Argumentation. Ihr macht es gerade zum Hauptargument.
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Da war mir dein Fokus jetzt auf Grund deiner Beiträge nicht so klar.
Ich denke es geht da um eine Entwicklung, die verschiedene Problematiken verknüpft und zuspitzt.

Wir haben ab Ende der 90er Jahre einen Umbau der Gesellschaft erlebt, weg von einem fürsorglichem Wohlfahrtsstaat, hin zu Kosteneffizienz und Effektivierung von staatlichen Leistungen. Gleichzeitig wurde das deutsche System der innerfamiliären Betreuung von Kindern hin zu durchgängiger Fremdbetreuung in institutionalisierter Form mehr und mehr zum Standard. Konnten Familien vor 30 Jahren noch relativ problemlos von einem Gehalt leben, gelingt dies durch den Umbau der Arbeitswelt hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft mit breitem Niedriglohnsektor bei gleichzeitig weitgehendem Wegfall der sozialen Grundsicherung vielen Menschen nicht mal mehr, wenn beide Eltern arbeiten. Fremdbetreuung von Kindern ab einem Jahr ist mittlerweile für viele Menschen alternativlos, weil Existenzgrundlage!
Staatlicherseits hat man darauf mit einem Rechtsanspruch reagiert UND mit dem Gute KiTa Gesetz versucht, Qualitätsstandards zu implementieren, um über reine Vetreuung hinaus Förderung in den KiTas zu stärken.
Allerdings hat man versucht, dies mit dem bestehenden Personal, ohne qualitative Aufwertung der Ausbildung zu wuppen. Im Gegenteil. Man hat schon vor über 10 Jahren Ausbildungsstandards gesenkt, Ausbildung beschleunigt um an "Fachkräfte" heranzukommen.
Damit hat man in den EinrichtungenDruck erhöht durch Dokumentationspflichten und teilweise Verschulung ohne adäquate personelle Aufstockung bei gleichzeitiger Senkung des Ausbildungsniveaus.
Gesellschaftlich ist die Angst des sozialen Abstiegs omnipräsent. Selbst relativ gut verdienende Menschen stehen permanent unter dem Druck, bei schon geringen Störungen, von sozialem Abstieg bedroht zu sein.
Gleichzeitig scheinen erlebte Normalitäten zunehmend für weite Teile unerreichbar (Haus, stabile Perspektive).

In diese Gemengenlage bricht die Pandemie. Einrichtungen werden flächendeckend geschlossen, die Menschen kommen in existenzielke Nöte, müssen gleichzeitig ihre Kinder betreuen und versuchen, ihr Lebensmodell abzusichern. Der Druck schlägt unvermindert auf Kinder und Jugendliche durch, die in dieser Zeit weder ihre vertrauten Bezugssysteme (Schule, KiTa) noch ihre Freund*innen und Peers zur Verfügung haben.
Eine systemische Katastrophe, unter dem Diktat der pragmatischen, fast ausschließlich auf das Gesundheitssystem ausgerichteten Coronapolitik völlig vernachlässigte Situation, teils diskutiert, in keiner Weise auch nur perspektivisch aufgegriffen.

Das ist jetzt nur ein kleiner Ausschnitt der weitaus komplexeren Gemengenlage. Das was du da sonst noch in's Feld führst, kommt dazu. Ich verenge aus persönlicher Betroffenheit und fachlicher Perspektive halt auf diesen Themenkomplex und beklage das Desaster.
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🤔


🖕
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Na dann komme ich doch noch halbwegs gut in den Schlaf heute
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2cvrs schrieb:

Na dann komme ich doch noch halbwegs gut in den Schlaf heute

Ente gut, alles gut! 😏
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WürzburgerAdler schrieb:

Doch, das tut es eben genau schon. Hätten wir das Personal und die Mittel, besser auf solche Dinge wie Corona reagieren und sie abfangen zu können, würde niemand darüber reden.


Die Einrichtungen finden seit Jahren kaum noch Personal, wie soll dann ein solcher Puffer vorhanden sein? Wir reden hier von zig Tausenden Menschen in einer Sparte, in der alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist bereits genommen wird Würzi. Wir haben in diesem Bereich absolute Vollbeschäftigung, der Arbeitsmarkt ist leergefegt, geh doch mal auf die Seiten der Einrichtungen und schau auf die Stellengesuche. Wen willst Du denn da einsetzen? Der Kampf um potenzielle Fachkräfte ist so riesig, da nimmt ein Bereich dem anderen das Personal weg. Wenn Du da einen Bereich förderst und dort den personellen Engpass verringerst, fehlt es an anderer Stelle.

Klar, hätte man vor 20 Jahren vllt. bei 6 Mio Arbeitslosen und knappen Ausbildungsplätzen mehr gemacht, vllt. hätte man heute weniger Probleme. Ich bezweifle aber stark, dass Du oder jemand anderes da auf den Schirm hatte "Ah, wir sollten jetzt bei sinkenden Geburtenraten nen ordentlichen Puffer in Kinderpsychiatrien oder Einrichtungen der Jugendhilfe schaffen und Geld investieren". Wir brauchen mehr Lehrer, hunderttausende für Kita-Ausbau, zehntausende für die Pflege, zehntausende für Krankenhäuser, zehntausende für Psychiatrie und das alles aus Jahrgängen, die halb so groß sind wie die von Dir oder FA. Wie soll das denn bewerkstelligt werden oder hätte das bewerkstelligt werden können? Weiß nicht...

Wie gesagt, ich bin kein Experte für Kinderpsychiatrien, Gott bewahre, aber ich kenne persönlich mehrere Menschen, die in verantwortlicheren Positionen für Kinder- und Jugendhilfe und psychiatrische Hilfen für Kinder und Jugendliche (Koordination) auf Landesebene sind und seit 30 Jahren in dem Bereich arbeiten. Deren Aussagen glaube ich. Ja, bessere Strukturen vorher hätten für geringere Probleme gesorgt, aber die Probleme wären trotzdem da. Und ich kann dieses "Mehr Geld , Mehr Personal" Geschrei mittlerweile nicht mehr hören, das selbe lese ich seit Jahren auch in der Pflege-Debatte. Hier bei uns in BaWü haben wir nicht genug verfügbares Personal und die Einrichtungen werben sich gegenseitig die Leute ab.
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SGE_Werner schrieb:

WürzburgerAdler schrieb:

Doch, das tut es eben genau schon. Hätten wir das Personal und die Mittel, besser auf solche Dinge wie Corona reagieren und sie abfangen zu können, würde niemand darüber reden.


Die Einrichtungen finden seit Jahren kaum noch Personal, wie soll dann ein solcher Puffer vorhanden sein? Wir reden hier von zig Tausenden Menschen in einer Sparte, in der alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist bereits genommen wird Würzi. Wir haben in diesem Bereich absolute Vollbeschäftigung, der Arbeitsmarkt ist leergefegt, geh doch mal auf die Seiten der Einrichtungen und schau auf die Stellengesuche. Wen willst Du denn da einsetzen? Der Kampf um potenzielle Fachkräfte ist so riesig, da nimmt ein Bereich dem anderen das Personal weg. Wenn Du da einen Bereich förderst und dort den personellen Engpass verringerst, fehlt es an anderer Stelle.

Klar, hätte man vor 20 Jahren vllt. bei 6 Mio Arbeitslosen und knappen Ausbildungsplätzen mehr gemacht, vllt. hätte man heute weniger Probleme. Ich bezweifle aber stark, dass Du oder jemand anderes da auf den Schirm hatte "Ah, wir sollten jetzt bei sinkenden Geburtenraten nen ordentlichen Puffer in Kinderpsychiatrien oder Einrichtungen der Jugendhilfe schaffen und Geld investieren". Wir brauchen mehr Lehrer, hunderttausende für Kita-Ausbau, zehntausende für die Pflege, zehntausende für Krankenhäuser, zehntausende für Psychiatrie und das alles aus Jahrgängen, die halb so groß sind wie die von Dir oder FA. Wie soll das denn bewerkstelligt werden oder hätte das bewerkstelligt werden können? Weiß nicht...

Wie gesagt, ich bin kein Experte für Kinderpsychiatrien, Gott bewahre, aber ich kenne persönlich mehrere Menschen, die in verantwortlicheren Positionen für Kinder- und Jugendhilfe und psychiatrische Hilfen für Kinder und Jugendliche (Koordination) auf Landesebene sind und seit 30 Jahren in dem Bereich arbeiten. Deren Aussagen glaube ich. Ja, bessere Strukturen vorher hätten für geringere Probleme gesorgt, aber die Probleme wären trotzdem da. Und ich kann dieses "Mehr Geld , Mehr Personal" Geschrei mittlerweile nicht mehr hören, das selbe lese ich seit Jahren auch in der Pflege-Debatte. Hier bei uns in BaWü haben wir nicht genug verfügbares Personal und die Einrichtungen werben sich gegenseitig die Leute ab.

Kleiner Funfact am Rande: für Soziale Arbeit besteht an den meisten Hochschulen immer noch ein nc. Klar, man will von Seiten der Hochschulen natürlich eher in den Bereich der Zukunftstechnologien investieren, statt Plätze für die Ausbildung von popeligen Sozialpädagog*innen zu schaffen. Da lockt die Kohle aus Industrie und Wirtschaft! Auch das haben wir der allseeligmachenden Liberalisierungsidee der Hochschulbildung zu verdanken.
So geht Steuerung angesichts des Fachkräftemangels im 21. Jhdt.
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Meiner Erinnerung nach war ich damals im Forum ziemlich alleine mit meiner Skepsis gegenüber dem NoCovid-Konzept.

Ich kann schon verstehen, weshalb an dieses Konzept große Hoffnungen geknüpft wurden und ich möchte jetzt in der Nachschau auch nicht mit einem „Siehst Du!“ um die Ecke kommen, aber vielleicht lässt sich aus der Sache zumindest mitnehmen, dass ein bedingungs- und kritikloses „follow the science“ nicht immer als Königsweg zu den besten Ergebnissen bei politischen Entscheidungen führt.
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amsterdam_stranded schrieb:

Ich kann schon verstehen, weshalb an dieses Konzept große Hoffnungen geknüpft wurden und ich möchte jetzt in der Nachschau auch nicht mit einem „Siehst Du!“ um die Ecke kommen, aber vielleicht lässt sich aus der Sache zumindest mitnehmen, dass ein bedingungs- und kritikloses „follow the science“ nicht immer als Königsweg zu den besten Ergebnissen bei politischen Entscheidungen führt.
 

Diesen Absatz mag ich nochmal herausstellen!
Ich würde dir nur an einer Stelle widersprechen: „follow the science“ is eigentlich völlig ok, solange man nicht glaubt, Erkenntnisgewinn aus einer Disziplin über den Erkenntnisgewinn in anderen Disziplinen stellen zu können. Der Versuch Erkenntnisse zu objektivieren ohne multikausale Auswirkungen mit in den Blick zu nehmen, ist die beste Grundlage für Kollateralschäden ohne Ende.
Politik muss im besten Fall das System als Ganzes in den Blick nehmen.

Wir haben allerdings, den Logiken der Wirtschaftswissenschaften folgend, unter dem Feigenblatt der Qualitätskontrolle und Kosteneffizienz ein bürokratisches Monster im Sozial- und Gesundheitssektor geschaffen, das Ressourcen ohne Ende verschlingt, bei gleichzeitig immer schlechter werdender Grundversorgung.
Unsere Lösungsstrategie ist, mehr von dem zu tun, was nicht funktioniert.

Und so halten wir es derzeit in fast allen schwierigen Bereichen. Sei es der Klimawandel, die soziale Ungleichheit oder das globale Spiel der Kräfte
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FrankenAdler schrieb:

Ganz davon abgesehen, muss man heute einfach eingestehen, dass wir unfassbare Kollateralschäden durch die monatelangen Kontaktbeschränkungen erzeugt haben.

Deine angebrachten Punkte kann ich großteils nachvollziehen, bin aber zu weit weg von den Auswirkungen, um eine Einschätzung darüber vornehmen zu können, wie das abzuwägen wäre.

Ohne Dich damit in Bedrängnis bringen zu wollen fände ich es interessant, ob es inzwischen Untersuchungen gibt, die eine halbwegs vernünftige Gesamtbetrachtung vornehmen. Weißt du dazu etwas?
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Luzbert schrieb:

Ohne Dich damit in Bedrängnis bringen zu wollen fände ich es interessant, ob es inzwischen Untersuchungen gibt, die eine halbwegs vernünftige Gesamtbetrachtung vornehmen. Weißt du dazu etwas?

     

In der Jugendhilfe werden die Landes- und Bundesstatistiken wohl Anfang März vorliegen. Wie es bei den Krankenkassen und Psychiatrien ausschaut weiß ich nicht. Das dürfte dann interessant werden.
Was ich sagen kann ist, dass anders als von mir und vielen Kolleg*innen erwartet, der Einbruch erst gegen letzten Jahreswechsel und nicht bereits zum Schuljahreswechsel 20/21 gekommen ist, also mit vier, fünf Monaten Verzögerung. Meine Hypothese ist, dass zunächst noch die Euphorie der Normalisierung getragen hat und erst sichtbar werden musste, wer alles unterwegs "verloren gegangen" ist.

Ich werde berichten, wenn die Zahlen vorliegen. Werner bekommt das wahrscheinlich vor mir schon mit.
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FrankenAdler schrieb:

Mich würde mal interessieren, wie die Befürworter der Null-Covid Strategie (xaver, ldkler) mittlerweile angesichts China auf diesen Ansatz schauen. Da haben wir ja nochmal Glück gehabt, dass sich das bei uns nicht durchgesetzt hat. Auch die Impfdebatte wurde ja in weiten Teilen ad absurdum geführt.
Schon heftig, wenn ich heute zurückblicke. Würde noch einmal eine ähnliche Situation entstehen, ich wäre nach dem ersten notwendigen Lockdown angesichts der Kollateralschäden der Covid Maßnahmen raus.

Zunächst mal muss man festhalten, dass ein entgegen den ersten Befürchtungen vergleichsweise "glimpflicher" Verlauf der Pandemie in erster Linie den Impfstoffen zuzuschreiben ist. Die hatten wir bei den Lockdowns noch nicht.
Alles, was nach den ersten Impfungen an Maßnahmen getroffen wurde, wurde schrittweise zurückgefahren, bis zu einem fast  schon unbedeutenden Maß (Maskenpflicht an bestimmten Stellen).
Weißt du, was ohne Impfstoffe gewesen wäre, was z. B. mit dir passiert wäre, wenn du nach dem ersten Lockdown "raus" gewesen wärst?

Was du zu den Kollateralschäden schreibst, kann ich voll und ganz nachvollziehen. Trotzdem eines dazu: war Corona nicht eigentlich nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte? Das Fass, das da hieß: menschliche Unzulänglichkeiten (Erziehung+Bildung), unwürdige soziale Missstände und unzureichende Ausstattung der Sozial-, Erziehungs- und Psycho-Arbeiter?
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WürzburgerAdler schrieb:

Zunächst mal muss man festhalten, dass ein entgegen den ersten Befürchtungen vergleichsweise "glimpflicher" Verlauf der Pandemie in erster Linie den Impfstoffen zuzuschreiben ist.

Ist das so? Die Erwartung die im Raum stand war, dass durch das Durchimpfen der Bevölkerung der Pandemie ein Ende gesetzt wird. Wir hatten etliche Diskussionen darüber, dass die Impfquote zu gering ist und wir deshalb Angst vor der Überlastung des Gesundheitssystems haben müssen.
Tatsächlich muss man Rückblickend sagen, dassdie gsnze Nummer vor allem deshalb glimpflich ablief, weil das Virus durch Mutation an Schärfe verloren hat UND die Impfung die Zeit bis zu dieser Entschärfung einigermaßen gebrückt hat. Ein Ende ist in Sicht, weil das Virus jetzt durchgerauscht ist.
Die Impfungen haben etliche Leben gerettet. Als alleinigen Gamechanger sehe ich sie nicht.

WürzburgerAdler schrieb:

Was du zu den Kollateralschäden schreibst, kann ich voll und ganz nachvollziehen. Trotzdem eines dazu: war Corona nicht eigentlich nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte? Das Fass, das da hieß: menschliche Unzulänglichkeiten (Erziehung+Bildung), unwürdige soziale Missstände und unzureichende Ausstattung der Sozial-, Erziehungs- und Psycho-Arbeiter?
 

Klar waren wir schon lange auf Kante. Trotzdem muss man das was an Maßnahmen ergriffen wurde im Kontext der Realität sehen. Und die war eben, ein System auf Kante. Schon im Winter 20 wurde das von Professoren und Praktikern aus Schule, Kinder- und Jugendhilfe,  -psychiatrie und -therapie deutlich benannt.
Das heißt, dass man die Situation die jetzt da ist, wissentlich bereit war in Kauf zu nehmen.
Man hat priorisiert - und schweigt es jetzt tot!

Nur als Beispiel: man weiß wie die Situation bezüglich Fachkräften derzeit ist: beschissen. Und man weiß, dass es Jahre dauern wird. Trotzdem hat man, weil es sich gut anhört, einen Rechtsanspruch auf Betreuung für Kinder im Schulalter verankert - wohlwissend, dass man nicht mal dazu in der Lage ist den bereits existierenden Rechtsanspruch auf Betreuung im Vorschulalter zu wuppen.
Man weiß was man tut.
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FrankenAdler schrieb:

Du schmeißt da Strafmaß und höhe der konkreten Strafe durcheinander.


Ok, es gelingt mir offensichtlich nicht, mein Anliegen verständlich zu verbalisieren.
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2cvrs schrieb:

FrankenAdler schrieb:

Du schmeißt da Strafmaß und höhe der konkreten Strafe durcheinander.


Ok, es gelingt mir offensichtlich nicht, mein Anliegen verständlich zu verbalisieren.


Doch doch. Ich bin da auch ganz bei dir (schon aus Sorge um mrin Moped 😁 ).

Ich wollte nur verdeutlichen, dass wir ohne konkreten rechtlichen Bezugsrahmen Gefahr laufen Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Das meinte ich mit Phantomdebatte.
Wenn man Autos/Motorräder einziehen möchte, dann muss man schon konkret benennen, auf welcher Grundlage das passieren soll. Da ist es Quatsch mit "die Dänen/Schweizer machen das ja auch" zu kommen.