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Frankfurter-Bob

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Frankfurter-Bob schrieb:

Ich finde man es auch generell zu schnell auf irgendwelche Lösungen eingeschossen. Gerade im E-Autobereich kann man ja nicht sagen, dass wir jetzt eine saubere Lösung haben. Dazu CO2 Steuer, steigende Ölpreise, alles schön und gut. Aber es gibt weiterhin große Teile der Bevölkerung, für die ÖPNV strukturell keine Alternative sind. Mit diesen Maßnahmen schafft man keine Akzeptanz, sondern Ablehnung. Und wenn man schon Sorgen der Bürger in der ein oder anderen Sendung um die Ohren gehauen bekommt, sollte man als Kanzlerkandidat*in schon wissen, wie die aktuelle Entwicklung der Öl oder Milchpreise ist.

Naja, die Pendler müssen ja immer herhalten für irgendwas. Dass gleichzeitig die Kilometerpauschale erhöht und die Kfz-Steuer gesenkt werden sollen, weißt du aber?
Mir geht das mit den Pendlern schon eine ganze Zeit lang auf den Geist. Nicht, dass ich was gegen Pendler hätte, aber auf dem Land lebt, baut und wohnt es sich halt auch weitaus günstiger als in der Stadt. Vielleicht kann man da auch mal etwas in Kauf nehmen?

Dass der ÖPNV ausgebaut werden muss, steht außer Frage. Ich meine mich aber erinnern zu können, dass dies ein wesentlicher Bestandteil des Wahlprogramms der einen oder anderen Partei ist. Gut, der Union vielleicht nicht. Die haben ja den Scheuer.

Und zu den Öl- und Milchpreisen: da kommen wir zu strukturellen Problemen. Stichwort Verbrennermotoren und Groß-Molkereien, die die Preise diktieren. So wie es Aldi schon lange und Amazon in Bälde mit uns allen macht.
Was das E-Auto angeht, sind wir uns einig, dass dies nur eine Brückentechnologie sein kann. Besser als ein Verbrenner aber allemal.
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Ich wohne auf dem Land und muss pendeln, da ich zwischen zwei Städten, nahe Autobahn lebe und der Bus hier morgens und Abends einmal vorbeikommt, so dass ich jeden Tag zwölf Stunden schuften müsste, damit ich mir die Zeit vertreibe. Wenn es geht, radel ich halt, macht bzw. kann auch nicht jeder. DIe Kilometerpauschale und die Senkung der Kfz-Steuer werden die steigenden Ölpreise/CO² Steuer nicht ausgleichen.

Und ja, man kann etwas in Kauf nehmen, die Mär von günstigen Baupreisen oder Mieten auf dem Land. Aber wenn man eine Familie hat, das kann jeder selbst entscheiden, für mich ist es keine Option, täglich mehrere Stunden für 20 lausige Kilometer unterwegs zu sein, weil die Frequenz der ÖPNV denen der Postkutschen im Wilden Westen gleicht. Dass dürfen sich dann lieber die überzeugten (und dreckigen) Kapitalistenschweine gefallen lassen, die für die Zustände verantwortlich sind und zwar für all diese Zustände. Klima, Armut, soziale Ungerechtigkeit, Extemismus etc.

Der ÖPNV müsste nicht nur ausgebaut werden, sondern auch mal preislich attraktiver gestaltet werden. Denn sicherlich ist die Zug/Busfahrt auf den ersten Blick im Monat günstiger, aber da hat man auch noch nicht eingekauft, Amtsgänge erledigt oder eher spontan anfallende Notwendigkeiten mit größerer Distanz erledigt.

Wer den Öl bzw. Milchpreis diktiert ist für einen Politiker, der dieses Thema angehen will, Grundvoraussetzung, die aktuellen Preise zu kennen aber auch.

Ich bin bei Autos nicht generell gegen Verbrenner. Sicherlich wird es auch möglich sein einen Verbenner umweltfreundlich zu betreiben. Kommt ja darauf an, was verbrannt wird. Ich bin für eine breit gefächerte Forschung. Auch wenn manche in einer Sackgasse enden. Man verbrennt für jeden Blödsinn Geld, dann kann man bei diesem Thema auch mal ordentlich in die Breite investieren.

Die Engsirnigkeit, mit der die E-Lobby aber mittlerweile hofiert wird, die empfinde ich als kontraproduktiv.
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Frankfurter-Bob schrieb:

Es geht nicht um schneller. Die Grünen verstehen das Thema nicht. Die sitzen in ihrer Blase, kriegen nicht mit, wen ihre Maßnahmen treffen. Ich traue der Linken und der SPD zu, dass Thema wesentlich sozialpolitischer anzugehen und somit nachhaltig produktiver

Verstehe. Durchaus möglich, dass du da recht hast.

Grundsätzlich machen alle Parteien (zumindest die, die Klimaschutz ernst nehmen) den selben Fehler: sie denken, es gäbe "grünes" Wachstum. Wachstum im Sinne von Quantität. Nicht Wachstum im Sinne von Inflation oder Qualität.
Man versteht diese Aussage besser, wenn man weiß, dass unser Wirtschaftswachstum alle CO2-Einsparungen, die wir bisher erzielen konnten (und das ist nicht so wenig), nicht nur wieder aufgefressen, sondern sogar übertroffen hat. Wenn man weiß, dass auch Windräder, PV-Anlagen, E-Autos, Batterien und wasweißichnochalles ihren Tribut an CO2 fordern. Insofern erhöht sich die Geschwindigkeit, mit der der Zug auf die Wand zufährt, trotz aller Klimamaßnahmen beständig immer mehr.

Die Sendung Monitor hat dies vor kurzem eindrucksvoll dargelegt. Wenn man dann noch die Rest-Umweltverschmutzung bedenkt (Plastik in den Meeren) oder daran, dass sich z. B. Grund und Boden nicht vermehren lassen, ist der in allen kapitalistischen Wirtschaftssystemen immanente Wachstumsgedanke das eigentliche Problem.
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Ich finde man es auch generell zu schnell auf irgendwelche Lösungen eingeschossen. Gerade im E-Autobereich kann man ja nicht sagen, dass wir jetzt eine saubere Lösung haben. Dazu CO2 Steuer, steigende Ölpreise, alles schön und gut. Aber es gibt weiterhin große Teile der Bevölkerung, für die ÖPNV strukturell keine Alternative sind. Mit diesen Maßnahmen schafft man keine Akzeptanz, sondern Ablehnung. Und wenn man schon Sorgen der Bürger in der ein oder anderen Sendung um die Ohren gehauen bekommt, sollte man als Kanzlerkandidat*in schon wissen, wie die aktuelle Entwicklung der Öl oder Milchpreise ist.
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Frankfurter-Bob schrieb:

Man kann nur für künftige Wahlen hoffen, dass auch die Jugend erkennt, dass der Klimaschutz viel zu wichtig ist, um ihn den Grünen zu überlassen.

Nehmen wir mal an, du wärst jetzt 18 Jahre alt. Wem würdest denn du den Klimaschutz "überlassen", weil er es besser und schneller hinbekommt?
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Es geht nicht um schneller. Die Grünen verstehen das Thema nicht. Die sitzen in ihrer Blase, kriegen nicht mit, wen ihre Maßnahmen treffen. Ich traue der Linken und der SPD zu, dass Thema wesentlich sozialpolitischer anzugehen und somit nachhaltig produktiver
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Da kann man froh sein, dass das Wahlrecht ab 18 ist. Besser ja 21 oder wenn jemand anfängt zu arbeiten. Man kann nur für künftige Wahlen hoffen, dass auch die Jugend erkennt, dass der Klimaschutz viel zu wichtig ist, um ihn den Grünen zu überlassen.
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Diegito schrieb:

Ich finde es lachhaft (allerdings auch nicht wirklich überraschend) das nach einem(!) etwas schwächeren Spiel von Kamada schon wieder die üblichen Diskussionen über ihn entflammen...
Jetzt ist Hrustic wieder der Heilsbringer, hat mehr Präsenz bla bla
Leute, was habt ihr nur für ein Problem mit Kamada?
Geht der Quatsch von letzter Saison jetzt wieder los?        

Danke! Gerade gegen Fener war Kamada omnipräsent, hat geackert wie ein Pferd, war im Pressing, ist mit nach hinten und war offensiv immer gesucht und letztlich Dreh- und Angelpunkt. Dann macht er drei Tage später ein schwächeres Spiel und schon soll er wieder aussortiert werden.
Kamada hinter einer Doppelspitze Lammers/Borre die auch im Strafraum zu findem sind würd ich gerne sehen.
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Finde Kamada hat körperlich mächtig zugelegt und geht mit einem ganz anderen Selbstverständnis in die Zweikämpfe, defensiv, wie offensiv. Das gefällt mir sehr gut. Er hat in den letzten Spielen teilweise unglückliche Entscheidungen getroffen, passiert. Man merkt, dass die Offensive noch keine Automatismen hat.

Die Defensive macht mir derzeit mehr Sorgen. Und da kann ich auch Sow und Jakic nicht rausnehmen, denn das Zentrum ist oft nicht dicht und zu wenig Druck auf die Gegenspieler. Aus der zentralen haben die Wölfe gestern ihre Flügel bedient. Da muss ein anderer Druck aufgebaut werden. Sow, den hier viele sehr positiv sehen, hat, meines Erachtens, eher abgebaut, im Vergleich zur Rückrunde.
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Ersten paar Minuten verpennt, wie immer. Ansonsten fand ich uns gerade in Hälfte eins besser. Jakic muss noch etwas die Balance finden, ist aber sonst ein absoluter Gewinn. Lammers im Abschluss dann gut konsequent, erinnert ein wenig an Haller. Nur technisch doch nicht so gut.

Geärgert haben mich drei gelbe Karten. Die eine gab's für Ballspielen, die anderen für Schwalben. Auch viele blöde Pfiffe, bei denen die Wolfsburger über die eigenen Füße gestolpert sind.

Die Defensive wackelt mir doch etwas zu viel. Danny bemüht, aber ihm fehlt die Leichtigkeit und der Fokus. Hinti heute wieder stabiler. Über die Außen lassen wir zu viel zu.

Kamada fand ich in HZ1 nicht so schlecht, auch gut defensiv mitgearbeitet. Nach vorne immer mit der falschen Entscheidung.

Generell offensiv teilweise gute Laufwege und Ideen, aber zu wenige Abschlüsse hinbekommen. Zu oft den falschen Pass oder zu umständlich.

Gegen Köln werden wir, so wie die aktuell eingestellt sind, mehr Räume haben. Die Automatismen müssen langsam greifen.
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FC führt, verdient. Die spielen schon gut.
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Ah, dieser dreckige Scheissverein, so wie man ihn kennt.
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Ich könnte im Strahl kotzen. Nicht gegen diesen Kackverein.
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Fener wechselt vierfach...
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Hat Union eben auch gemacht beim Stande von 1:1 und 3:1 verloren.
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Schade. Lammers nicht im Abseits, trotzdem Abseits
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Adler_Steigflug schrieb:

Anthrax schrieb:

Valencia bräuchte mal einen Vadder Abraham Gedächtnis Ellbogen


Stand up an fuck you!

SOTO lebt
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WennSoto dabei wäre, würde man die Einzelteile von Valencia noch nächste Woche zusammenkratzen.
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Schade, dass es nicht Özil war. Ich fühle immer eine innere Ausgeglichenheit, wenn ein Faschist den Ball ins Gesicht kriegt.
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Lammers diese Pfeife ... pffft ... Silva hätte den mit der Hacke gemacht
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Der hätte den noch Hochgeschnickst und via Fallrückztieher verwandelt.
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Wow, Lammers nicht im Abseits. Ausgleich.
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Erinnert mich stark an Silva, hat am Anfang hier auch nix gerissen...
Meine Güte, dem Kerl doch Mal wenigstens n paar Wochen geben...
Klar ist das völlig ohne Bindung aber woher soll die denn Bitte auch kommen??
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Bei SIlva konnte man aber das Potential erkennen konnte.
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Matzel schrieb:

Lammers ohne jede Bindung bisher.


Und öfter im Abseits als einst Hrgota.
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Matzel schrieb:

Matzel schrieb:

Lammers ohne jede Bindung bisher.


Und öfter im Abseits als einst Hrgota.


Fast so oft wie Pawel Kryszalowicz und der hat im Abseits gewohnt.
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Da Costa ist wohl eine absolute Fehlbesetzung, nichts als Fehlpässe!!
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Und wie unterscheidet er sich dann von seinen Mitspielern?

Lammers find ich extrem schlecht bisher.

Auch Sow, hat zwar defensiv einige gute Szenen, aber ansonsten auch viele Fehler.
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Aber wenn er beim Schuss Abseits steht - was eigentlich deutlich so ist - dann darf er doch nicht den Ball spielen, wenn er aus dem Abseits kommt? Oder haben die irgendwas an den Regel geändert ...
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So hab ich das auch im Kopf. Aber die ändern ja alle 5 Minuten was.
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Das wird GANZ schwere Kost heute Abend.....
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was heißt hier "wird"?