hawischer
6813
franzzufuss schrieb:
Heut' am 06.06.44 begang die
Operation Overlord um den Faschismus in Deutschland, an einer 2. Front zu bekämpfen!
Ist das erst (wirklich), achtzig Jahre her?
Ja, es war eine gute Entscheidung. Nur zur geschichtlichen Klarstellung. Es war neben der Ostfront die 3. Front. Denn bereits ein Jahr zuvor (am 10. Juli 1943) landete die britische 8. Armee und amerikanische 7. Armee auf Sizilien.
Am 4.Juni 1944, also zeitgleich zum D-Day, übernahmen die Alliierten die Kontrolle der Stadt Rom.
hawischer schrieb:franzzufuss schrieb:
Heut' am 06.06.44 begang die
Operation Overlord um den Faschismus in Deutschland, an einer 2. Front zu bekämpfen!
Ist das erst (wirklich), achtzig Jahre her?
Ja, es war eine gute Entscheidung. Nur zur geschichtlichen Klarstellung. Es war neben der Ostfront die 3. Front. Denn bereits ein Jahr zuvor (am 10. Juli 1943) landete die britische 8. Armee und amerikanische 7. Armee auf Sizilien.
Am 4.Juni 1944, also zeitgleich zum D-Day, übernahmen die Alliierten die Kontrolle der Stadt Rom.
wenn man so will, die 5. - die Luftschlacht über Deutschland hat massive Ressourcen verbraucht. (so bspw rechnerisch etwa 16.000 Schuss Flakmunition für 8,8 für einen Bomber)
Ich fürchte - Krah und Bystron hin oder her - die tödliche Messerattacke auf den Polizisten und aktuell, auch wieder in Mannheim, ein Angriff auf einen AfD-Kandidaten wird der AfD bei der EU-Wahl helfen.
Die öffentliche Diskussion, wie gestern auch bei Lanz, da geht es jetzt weniger um die Machenschaften der AfDler, sondern mehr um Migration, Integration und Innere Sicherheit. Nicht nur in Deutschland . Negative Beispiele in Frankreich und Belgien (Molenbeek) wurden angesprochen. Wilders in den Niederlanden ist zwar offiziell nicht der Chef, aber wir werden sehen, welchen radikalen Kurs das Land bei der Umsetzung des EU- Asyl-Kompromisses gehen wird.
In den USA verschärft Biden die Gangart an der Grenze zu Mexiko. Auch er ist im Wahlkampf.
Alles Themen, die aktiv von der AfD "bearbeitet" werden.
Die allgemeine Hilflosigkeit der Politik und auch von Medien erschöpft sich in kernigen Sprüchen (nun müsse man auch nach Afghanistan und Syrien ausweisen und so weiter) und Worthülsen, warum was nicht geleistet wurde und wer und wann Schuld sei und was man doch nun tun müsste. Immer alles schön im Konjunktiv.
Das gegenseitige Einprügeln im demokratischen Parteienspektrum verstärkt die Unzufriedenheit in der Bevölkerung mit der Situation zusätzlich. Eine konzertierte Aktion von den Grünen bis zur Union in der Frage der Migration und Integration wäre notwendig. Aber da bin ich wohl ein Träumerle.
Leider, und ich habe auch nichts Sinnhaftes zusätzlich anzubieten, wird die aktuelle Situation den Rechtsaußen EU-weit in die Karten spielen. Sie werden (noch) keine Mehrheit bekommen, aber der Einfluss wird zunehmen. Ich bin da pessimistisch.
Die öffentliche Diskussion, wie gestern auch bei Lanz, da geht es jetzt weniger um die Machenschaften der AfDler, sondern mehr um Migration, Integration und Innere Sicherheit. Nicht nur in Deutschland . Negative Beispiele in Frankreich und Belgien (Molenbeek) wurden angesprochen. Wilders in den Niederlanden ist zwar offiziell nicht der Chef, aber wir werden sehen, welchen radikalen Kurs das Land bei der Umsetzung des EU- Asyl-Kompromisses gehen wird.
In den USA verschärft Biden die Gangart an der Grenze zu Mexiko. Auch er ist im Wahlkampf.
Alles Themen, die aktiv von der AfD "bearbeitet" werden.
Die allgemeine Hilflosigkeit der Politik und auch von Medien erschöpft sich in kernigen Sprüchen (nun müsse man auch nach Afghanistan und Syrien ausweisen und so weiter) und Worthülsen, warum was nicht geleistet wurde und wer und wann Schuld sei und was man doch nun tun müsste. Immer alles schön im Konjunktiv.
Das gegenseitige Einprügeln im demokratischen Parteienspektrum verstärkt die Unzufriedenheit in der Bevölkerung mit der Situation zusätzlich. Eine konzertierte Aktion von den Grünen bis zur Union in der Frage der Migration und Integration wäre notwendig. Aber da bin ich wohl ein Träumerle.
Leider, und ich habe auch nichts Sinnhaftes zusätzlich anzubieten, wird die aktuelle Situation den Rechtsaußen EU-weit in die Karten spielen. Sie werden (noch) keine Mehrheit bekommen, aber der Einfluss wird zunehmen. Ich bin da pessimistisch.
Gelöschter Benutzer
hawischer schrieb:
Ich bin da pessimistisch.
Ich bin da bei dir.
Ziemlich deprimierend und frustrierend alles.
WürzburgerAdler schrieb:hawischer schrieb:
Niemand hindert deine und meine Nachbarn auf den SUV zu verzichten. Wollen viele aber nicht, ist halt so.
Das ist schon herzlich naiv. Das SUV wurde mit höchstem Einsatz aller marketing- und werbetechnischen Mitteln ins Bewusstsein des deutschen Michel gedrückt. Ich erinnere mich noch: die Nachricht, dass "jetzt auch Porsche einen Geländewagen plant", wurde, von Engelschören und himmlischen Heerscharen begleitet, dem jubelnden Volk wie das Evangelium verkündet.
Klar, freiwillig würde niemand einen Haufen Geld dafür zahlen, dass er gewappnet ist, wenn aus der Fußgängerzone ein Bison querschießt, man dafür aber nicht mehr in die Marktgarage kommt.hawischer schrieb:
Vielen Dank.
Wofür jetzt?
Sind doch diese Typen die protzen wollen, mein Haus, mein Auto......
Erzählen gerne die brauchen das Auto um damit mit der Familie in den Urlaub zu fahren, für die paar Tage könnte man auch ein größeres Auto mieten. Fahren sie in den Urlaub, steht die Protzkarre in der Garage, denn sie fliegen in den Urlaub. Genutzt wird die Protzkarre vom Hausherrn der damit alleine zur Arbeit fährt, die Frau darf mit einem Kleinwagen die Kinder kutschieren.
propain schrieb:WürzburgerAdler schrieb:hawischer schrieb:
Niemand hindert deine und meine Nachbarn auf den SUV zu verzichten. Wollen viele aber nicht, ist halt so.
Das ist schon herzlich naiv. Das SUV wurde mit höchstem Einsatz aller marketing- und werbetechnischen Mitteln ins Bewusstsein des deutschen Michel gedrückt. Ich erinnere mich noch: die Nachricht, dass "jetzt auch Porsche einen Geländewagen plant", wurde, von Engelschören und himmlischen Heerscharen begleitet, dem jubelnden Volk wie das Evangelium verkündet.
Klar, freiwillig würde niemand einen Haufen Geld dafür zahlen, dass er gewappnet ist, wenn aus der Fußgängerzone ein Bison querschießt, man dafür aber nicht mehr in die Marktgarage kommt.hawischer schrieb:
Vielen Dank.
Wofür jetzt?
Sind doch diese Typen die protzen wollen, mein Haus, mein Auto......
Erzählen gerne die brauchen das Auto um damit mit der Familie in den Urlaub zu fahren, für die paar Tage könnte man auch ein größeres Auto mieten. Fahren sie in den Urlaub, steht die Protzkarre in der Garage, denn sie fliegen in den Urlaub. Genutzt wird die Protzkarre vom Hausherrn der damit alleine zur Arbeit fährt, die Frau darf mit einem Kleinwagen die Kinder kutschieren.
Was Du für Leute kennst. Nicht zu fassen.
hawischer schrieb:propain schrieb:WürzburgerAdler schrieb:hawischer schrieb:
Niemand hindert deine und meine Nachbarn auf den SUV zu verzichten. Wollen viele aber nicht, ist halt so.
Das ist schon herzlich naiv. Das SUV wurde mit höchstem Einsatz aller marketing- und werbetechnischen Mitteln ins Bewusstsein des deutschen Michel gedrückt. Ich erinnere mich noch: die Nachricht, dass "jetzt auch Porsche einen Geländewagen plant", wurde, von Engelschören und himmlischen Heerscharen begleitet, dem jubelnden Volk wie das Evangelium verkündet.
Klar, freiwillig würde niemand einen Haufen Geld dafür zahlen, dass er gewappnet ist, wenn aus der Fußgängerzone ein Bison querschießt, man dafür aber nicht mehr in die Marktgarage kommt.hawischer schrieb:
Vielen Dank.
Wofür jetzt?
Sind doch diese Typen die protzen wollen, mein Haus, mein Auto......
Erzählen gerne die brauchen das Auto um damit mit der Familie in den Urlaub zu fahren, für die paar Tage könnte man auch ein größeres Auto mieten. Fahren sie in den Urlaub, steht die Protzkarre in der Garage, denn sie fliegen in den Urlaub. Genutzt wird die Protzkarre vom Hausherrn der damit alleine zur Arbeit fährt, die Frau darf mit einem Kleinwagen die Kinder kutschieren.
Was Du für Leute kennst. Nicht zu fassen.
Also ich machs kurz:
Was Propain für Leute kennt, willst du (glaub ich) gar nicht wirklich wirklich wissen. 🙉
Fakt!
hawischer schrieb:propain schrieb:WürzburgerAdler schrieb:hawischer schrieb:
Niemand hindert deine und meine Nachbarn auf den SUV zu verzichten. Wollen viele aber nicht, ist halt so.
Das ist schon herzlich naiv. Das SUV wurde mit höchstem Einsatz aller marketing- und werbetechnischen Mitteln ins Bewusstsein des deutschen Michel gedrückt. Ich erinnere mich noch: die Nachricht, dass "jetzt auch Porsche einen Geländewagen plant", wurde, von Engelschören und himmlischen Heerscharen begleitet, dem jubelnden Volk wie das Evangelium verkündet.
Klar, freiwillig würde niemand einen Haufen Geld dafür zahlen, dass er gewappnet ist, wenn aus der Fußgängerzone ein Bison querschießt, man dafür aber nicht mehr in die Marktgarage kommt.hawischer schrieb:
Vielen Dank.
Wofür jetzt?
Sind doch diese Typen die protzen wollen, mein Haus, mein Auto......
Erzählen gerne die brauchen das Auto um damit mit der Familie in den Urlaub zu fahren, für die paar Tage könnte man auch ein größeres Auto mieten. Fahren sie in den Urlaub, steht die Protzkarre in der Garage, denn sie fliegen in den Urlaub. Genutzt wird die Protzkarre vom Hausherrn der damit alleine zur Arbeit fährt, die Frau darf mit einem Kleinwagen die Kinder kutschieren.
Was Du für Leute kennst. Nicht zu fassen.
Ich gehe einfach nur mit offenen Augen durch die Welt, diese Leute sieht man relativ häufig.
hawischer schrieb:
Niemand hindert deine und meine Nachbarn auf den SUV zu verzichten. Wollen viele aber nicht, ist halt so.
Das ist schon herzlich naiv. Das SUV wurde mit höchstem Einsatz aller marketing- und werbetechnischen Mitteln ins Bewusstsein des deutschen Michel gedrückt. Ich erinnere mich noch: die Nachricht, dass "jetzt auch Porsche einen Geländewagen plant", wurde, von Engelschören und himmlischen Heerscharen begleitet, dem jubelnden Volk wie das Evangelium verkündet.
Klar, freiwillig würde niemand einen Haufen Geld dafür zahlen, dass er gewappnet ist, wenn aus der Fußgängerzone ein Bison querschießt, man dafür aber nicht mehr in die Marktgarage kommt.
hawischer schrieb:
Vielen Dank.
Wofür jetzt?
WürzburgerAdler schrieb:hawischer schrieb:
Niemand hindert deine und meine Nachbarn auf den SUV zu verzichten. Wollen viele aber nicht, ist halt so.
Das ist schon herzlich naiv. Das SUV wurde mit höchstem Einsatz aller marketing- und werbetechnischen Mitteln ins Bewusstsein des deutschen Michel gedrückt. Ich erinnere mich noch: die Nachricht, dass "jetzt auch Porsche einen Geländewagen plant", wurde, von Engelschören und himmlischen Heerscharen begleitet, dem jubelnden Volk wie das Evangelium verkündet.
Klar, freiwillig würde niemand einen Haufen Geld dafür zahlen, dass er gewappnet ist, wenn aus der Fußgängerzone ein Bison querschießt, man dafür aber nicht mehr in die Marktgarage kommt.hawischer schrieb:
Vielen Dank.
Wofür jetzt?
Ich stelle immer wieder fest. Unser Menschenbild unterscheidet sich erheblich.
Für mich ist der Bürger in der Demokratie ein selbstbestimmendes, eigenverantwortlich entscheidendes Mitglied der Gesellschaft und sicher kein Zerrbild eines "deutschen Michels", das Du hier gerade beschrieben hast.
Deswegen kommen wir auch nicht zusammen.
Es gibt solche und solche Bürger. Wenn ich den "deutschen Michel" zitiere, dann meine ich solche. Aber natürlich gibt es auch andere.
Ich sehe das recht differenziert. Das ist vielleicht der Unterschied zwischen unseren "Bildern" vom Bürger.
Ich sehe das recht differenziert. Das ist vielleicht der Unterschied zwischen unseren "Bildern" vom Bürger.
hawischer schrieb:
Deswegen bin ich auch entschiedener Gegner von radikalen Vorstellungen, wegen des Klimaschutzes müsse man auf eine Art "Kriegswirtschaft" umstellen.
Bis 2035 sind es noch 11 Jahre...
Der Krieg dauerte 6.
Bei VW hat man doch quasi zugegeben, dass man sich bei der Software verrannt hat, eine Führung, die VW zu Tesla 2.0 machen wollte, ist inzwischen abgesetzt etc.
Und die Themen bei Audi, wo "Vorsprung durch Technik" zu "Vorsprung der Anderen bei Technik" wurde, betrifft ja nicht nur E-Autos, da wird auch offen kommuniziert, dass man sich über Jahre halt auf den Lorbeeren ausgeruht und gepennt hat.
Da wurden wilde Konzepte (für Verbenner) entwickelt, die nichts mit der Realität zu tun hatten.
Das hat nix mit Chinesen, Feldmäusen oder Kriegswirtschaft zu tun.
Und wenn Mercedes S-Klasse ausliefert mit Spaltmaßen eines 2016er Teslas (bei 100T+ Preis), dann hat das wirklich gar nichts! mit Bürokratie zu tun. Genau so wenig wie Designs, die eben die Traditionalisten reagieren lassen, wie bei Einführung der A-Klasse samt Elchtest.
Wenn BMW mit dem i4 quasi das beste Mittelklasse E-Auto in Deutschland produziert und hier die Verbrennerplattform nutzt, Cupra und Skoda bessere MEB Autos baut als VW, dann können dafür die Chinesen nix, die Ämter nix und die Feldmäuse schon 3 Mal nix.
Deutsche wollen deutsche Autos, Golf E, Polo E anstatt ID3 oder irgendwann mal 2. Wer Tesla kaufen will, kauft Tesla. Aber die eigene Markenbindung so gegen die Wand zu fahren, schon ne Kunst.
Und wenn BMW eben auf Verbrennerplattform bauen konnte, Volvo mit dem XC40 in Schweden rockt (bis eben die E-Plattform steht), dann sieht man, dass das Konzept 1 Modell/3 Antriebe funktioniert.
Wenn man sieht, wie KIA und Hyundai Innovation pushen, dann darf die Frage erlaubt sein, warum es die Südkoreaner hinbekommen und nicht wir.
Fairerweise sind die Japaner noch hinter uns, aber man sollte keine Zweifel haben, die warten quasi alle auf Toyota und wenn die den Schalter umlegen, dann geht das schnell. Die bereiten im Hintergrund alles vor und lassen andere Hersteller die Kinderkrankheiten ausbaden, aber die können sich das leisten. (Infrastruktur für E-Autos in Japan ist aber auch räudig und ist ne Insel)
Um bei Europa zu bleiben, Stellantis zieht gerade heftig an, was das Tempo betrifft. Und mir kann keiner erzählen, dass die es ja leichter haben als VW oder Mercedes...
Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, da hieß es, die Japaner, etwas später dann die Koreaner würden die lahme deutsche Autoindustrie an die Wand fahren.
Und jetzt schaue ich in die aktuelle Zulassungsstatistik und was sehe ich da. Toyota und Hyundai liegen jeweils etwa bei 3%. Die Spitze ist VW fast 20%, gefolgt von Mercedes, BMW, Audi. Alles inländisch.
Also, ich bin da ganz hoffnungsfroh, dass auch die Zukunft der deutschen Autoindustrie, auch mit der Elektromobilität, positiv sein wird. Spaltmaße und Softwareprobleme hin oder her.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/235380/umfrage/monatliche-marktanteile-der-automarken-in-deutschland/
Und jetzt schaue ich in die aktuelle Zulassungsstatistik und was sehe ich da. Toyota und Hyundai liegen jeweils etwa bei 3%. Die Spitze ist VW fast 20%, gefolgt von Mercedes, BMW, Audi. Alles inländisch.
Also, ich bin da ganz hoffnungsfroh, dass auch die Zukunft der deutschen Autoindustrie, auch mit der Elektromobilität, positiv sein wird. Spaltmaße und Softwareprobleme hin oder her.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/235380/umfrage/monatliche-marktanteile-der-automarken-in-deutschland/
hawischer schrieb:
Wenn man dann Details der Arbeit hört, die Zeiträume mit denen kalkuliert werden muss, die Strukturen der Fertigung und die Entwicklungskosten, die Finanzierung des Ganzen, dann ist man mit der Kritik etwas vorsichtiger.
Warum? Wenn man diese Zeiträume, diese Strukturen der Fertigung und die Entwicklungskosten betrachtet, kommt man zu dem Schluss, dass die deutschen Autobauer auf teure und tonnenschwere E-SUVs gesetzt haben. Klar, die Gewinnspanne ist entsprechend hoch.
Man hätte die oben genannten Strukturen aber auch anders nutzen können und mit Klein- und Mittelklasse-Fahrzeugen starten können. Dann sähe das Ganze sicherlich anders aus.
Wodurch entstand einst das deutsche "Autowunder"? Genau. Mit einem Käfer. Einem Fahrzeug für alle.
WürzburgerAdler schrieb:hawischer schrieb:
Wenn man dann Details der Arbeit hört, die Zeiträume mit denen kalkuliert werden muss, die Strukturen der Fertigung und die Entwicklungskosten, die Finanzierung des Ganzen, dann ist man mit der Kritik etwas vorsichtiger.
Warum? Wenn man diese Zeiträume, diese Strukturen der Fertigung und die Entwicklungskosten betrachtet, kommt man zu dem Schluss, dass die deutschen Autobauer auf teure und tonnenschwere E-SUVs gesetzt haben. Klar, die Gewinnspanne ist entsprechend hoch.
Man hätte die oben genannten Strukturen aber auch anders nutzen können und mit Klein- und Mittelklasse-Fahrzeugen starten können. Dann sähe das Ganze sicherlich anders aus.
Wodurch entstand einst das deutsche "Autowunder"? Genau. Mit einem Käfer. Einem Fahrzeug für alle.
Niemand hindert deine und meine Nachbarn auf den SUV zu verzichten. Wollen viele aber nicht, ist halt so.
Und das Käferwunder war mit dem Wirtschaftswunder als bald zu Ende. Ein Fahrzeug für alle gab's mit dem Trabi. Vielen Dank.
hawischer schrieb:
Und das Käferwunder war mit dem Wirtschaftswunder als bald zu Ende. Ein Fahrzeug für alle gab's mit dem Trabi.
Ja, da gab es dann den Golf und den Polo, den Corsa und den Kadett...
Deswegen war das Käferwunder zu Ende, weil er technisch und von der Ausstattung veraltet war.
Nicht das beste Argument gegen E-Autos.
hawischer schrieb:
Niemand hindert deine und meine Nachbarn auf den SUV zu verzichten. Wollen viele aber nicht, ist halt so.
Das ist schon herzlich naiv. Das SUV wurde mit höchstem Einsatz aller marketing- und werbetechnischen Mitteln ins Bewusstsein des deutschen Michel gedrückt. Ich erinnere mich noch: die Nachricht, dass "jetzt auch Porsche einen Geländewagen plant", wurde, von Engelschören und himmlischen Heerscharen begleitet, dem jubelnden Volk wie das Evangelium verkündet.
Klar, freiwillig würde niemand einen Haufen Geld dafür zahlen, dass er gewappnet ist, wenn aus der Fußgängerzone ein Bison querschießt, man dafür aber nicht mehr in die Marktgarage kommt.
hawischer schrieb:
Vielen Dank.
Wofür jetzt?
hawischer schrieb:
Argumente dagegen gibt es zuhauf, Argumente dafür aber auch.
China juckt sich nicht mal im Ansatz über die Argumente, die wir Deutschen haben.
Die hatten gerade ihre Shangai Motor Show (also IAA nur in viel viel viel größer), da bekómmst Du nicht mal Infomaterial in Englisch, geschweige in Deutsch.
Die haben 3 Absatzmärkte, die wichtig für sie sind.
1. China
2. China
3. China
Und das meine ich im Ernst, China wird von denen in 3 Regionen aufgeteilt und je nach Region unterscheiden sich die Fahrzeuge in Design und Funktionen.
Und egal wie wir uns sträuben oder maulen oder über "Freiheit" schwadronieren, der Zug fährt. Hab vor kurzem einen Artikel im Focus gelesen, 5 Gründe warum E-Autos scheiße sind, Einstieg mit einer Landstraße im No-Mans-Land in Italien (kennen wir ja alle aus dem Alltag, wer ist nicht 2 Mal die Woche auf italienischen Landstraßen in der Pampa) und 3 Mal Freiheit "quasi germanisches Murica!"...
Wir können natürlich in 20 Jahren dann gerne wieder drüber reden, dass wir verpasst haben rechtzeitig zu reagieren, da sind wir definitiv Weltspitze.
Ich erinnere mich btw. auch noch an die ganzen Horrorszenarien wegen dem Zwang zum Katalysator. Da wurde auch der Untergang unserer Automobilindustrie ausgerufen, wenn das eingeführt wird....
Aber "Rendite jetzt" hat schon immer alle anderen Argumente geschlagen. Das ist nun mal unser System.
SemperFi schrieb:
Aber "Rendite jetzt" hat schon immer alle anderen Argumente geschlagen. Das ist nun mal unser System.
Ich hatte mal für einige Jahre beruflich die Gelegenheit genutzt bei dem Aufbau eines "deutschen" Werkes in China mitzuwirken und war auch länger vor Ort. Ich habe eine Menge gelernt, was ich nicht missen möchte.
Wer glaubt, "Rendite jetzt" sei den chinesischen Politikern und Wirtschaftsführern und Managern nicht wichtig, der irrt gewaltig. Ein wesentlicher Unterschied ist, wenn entschieden wird, hier wird gebaut, dann gibt's keine Widerstände. Wenn doch, sind sie ratzfatz verschwunden. Zusammen mit den Beschwerdeführern.
Nicht meine Vorstellung. Dann nehme ich lieber z. B. eine ewige Auseinandersetzung über den Schutz von Haselmäusen hin oder den Vorwurf es dauert ja und wir hätten keine Zeit.
Deswegen bin ich auch entschiedener Gegner von radikalen Vorstellungen, wegen des Klimaschutzes müsse man auf eine Art "Kriegswirtschaft" umstellen.
hawischer schrieb:
Deswegen bin ich auch entschiedener Gegner von radikalen Vorstellungen, wegen des Klimaschutzes müsse man auf eine Art "Kriegswirtschaft" umstellen.
Bis 2035 sind es noch 11 Jahre...
Der Krieg dauerte 6.
Bei VW hat man doch quasi zugegeben, dass man sich bei der Software verrannt hat, eine Führung, die VW zu Tesla 2.0 machen wollte, ist inzwischen abgesetzt etc.
Und die Themen bei Audi, wo "Vorsprung durch Technik" zu "Vorsprung der Anderen bei Technik" wurde, betrifft ja nicht nur E-Autos, da wird auch offen kommuniziert, dass man sich über Jahre halt auf den Lorbeeren ausgeruht und gepennt hat.
Da wurden wilde Konzepte (für Verbenner) entwickelt, die nichts mit der Realität zu tun hatten.
Das hat nix mit Chinesen, Feldmäusen oder Kriegswirtschaft zu tun.
Und wenn Mercedes S-Klasse ausliefert mit Spaltmaßen eines 2016er Teslas (bei 100T+ Preis), dann hat das wirklich gar nichts! mit Bürokratie zu tun. Genau so wenig wie Designs, die eben die Traditionalisten reagieren lassen, wie bei Einführung der A-Klasse samt Elchtest.
Wenn BMW mit dem i4 quasi das beste Mittelklasse E-Auto in Deutschland produziert und hier die Verbrennerplattform nutzt, Cupra und Skoda bessere MEB Autos baut als VW, dann können dafür die Chinesen nix, die Ämter nix und die Feldmäuse schon 3 Mal nix.
Deutsche wollen deutsche Autos, Golf E, Polo E anstatt ID3 oder irgendwann mal 2. Wer Tesla kaufen will, kauft Tesla. Aber die eigene Markenbindung so gegen die Wand zu fahren, schon ne Kunst.
Und wenn BMW eben auf Verbrennerplattform bauen konnte, Volvo mit dem XC40 in Schweden rockt (bis eben die E-Plattform steht), dann sieht man, dass das Konzept 1 Modell/3 Antriebe funktioniert.
Wenn man sieht, wie KIA und Hyundai Innovation pushen, dann darf die Frage erlaubt sein, warum es die Südkoreaner hinbekommen und nicht wir.
Fairerweise sind die Japaner noch hinter uns, aber man sollte keine Zweifel haben, die warten quasi alle auf Toyota und wenn die den Schalter umlegen, dann geht das schnell. Die bereiten im Hintergrund alles vor und lassen andere Hersteller die Kinderkrankheiten ausbaden, aber die können sich das leisten. (Infrastruktur für E-Autos in Japan ist aber auch räudig und ist ne Insel)
Um bei Europa zu bleiben, Stellantis zieht gerade heftig an, was das Tempo betrifft. Und mir kann keiner erzählen, dass die es ja leichter haben als VW oder Mercedes...
Okay, aber Du sprichst von der Industrie. Ich von Ländern, die den Rechtsrahmen setzen.
Und wenn Du in China keinen Benz mehr zulassen kannst, dann wird das weh tun.
Das die Deutschen Autobauer seit Jahren bei der E-Mobilität geschlafen haben ist meiner Meinung nach der Hauptgrund, warum sie zu langsam und zu teuer am Markt agieren.
Da versucht man jetzt halt mit Lobbyarbeit und Parteispenden an CDU und FDP das Unvermeidliche rauszuzögern. Das Geld wäre meiner Meinung nach in den Ausbau der eigenen E-Kompetenzen besser investiert.
Und wenn Du in China keinen Benz mehr zulassen kannst, dann wird das weh tun.
Das die Deutschen Autobauer seit Jahren bei der E-Mobilität geschlafen haben ist meiner Meinung nach der Hauptgrund, warum sie zu langsam und zu teuer am Markt agieren.
Da versucht man jetzt halt mit Lobbyarbeit und Parteispenden an CDU und FDP das Unvermeidliche rauszuzögern. Das Geld wäre meiner Meinung nach in den Ausbau der eigenen E-Kompetenzen besser investiert.
Wedge schrieb:
Das die Deutschen Autobauer seit Jahren bei der E-Mobilität geschlafen haben ist meiner Meinung nach der Hauptgrund, warum sie zu langsam und zu teuer am Markt agieren.
Darüber habe ich mich am Wochenende lange mit meinem Junior unterhalten, der bei Mercedes als Entwicklungsingenieur für Zukunftsprojekte arbeitet. Wenn man dann Details der Arbeit hört, die Zeiträume mit denen kalkuliert werden muss, die Strukturen der Fertigung und die Entwicklungskosten, die Finanzierung des Ganzen, dann ist man mit der Kritik etwas vorsichtiger.
Es ist ähnlich wie bei der Infrastruktur im öffentlichen Bereich. Bis ein neuer Bahnhof gebaut, eine Windkraftanlage genehmigt, durch die Instanzen geklagt sind, die Bürokratie überwunden vergehen Jahre, manchmal Jahrzehnte.
Wenn in China das Politbüro beschließt so machen wir es, dann gibt's kein wenn und aber.
Ist halt keine Demokratie.
hawischer schrieb:
Wenn man dann Details der Arbeit hört, die Zeiträume mit denen kalkuliert werden muss, die Strukturen der Fertigung und die Entwicklungskosten, die Finanzierung des Ganzen, dann ist man mit der Kritik etwas vorsichtiger.
Wenn man dann aber sich den Blödsinn von VW unter Diess oder die Internas von Audi zur Gemüte führt, lässt man diese Vorsicht wieder sein.
hawischer schrieb:
Wenn man dann Details der Arbeit hört, die Zeiträume mit denen kalkuliert werden muss, die Strukturen der Fertigung und die Entwicklungskosten, die Finanzierung des Ganzen, dann ist man mit der Kritik etwas vorsichtiger.
Warum? Wenn man diese Zeiträume, diese Strukturen der Fertigung und die Entwicklungskosten betrachtet, kommt man zu dem Schluss, dass die deutschen Autobauer auf teure und tonnenschwere E-SUVs gesetzt haben. Klar, die Gewinnspanne ist entsprechend hoch.
Man hätte die oben genannten Strukturen aber auch anders nutzen können und mit Klein- und Mittelklasse-Fahrzeugen starten können. Dann sähe das Ganze sicherlich anders aus.
Wodurch entstand einst das deutsche "Autowunder"? Genau. Mit einem Käfer. Einem Fahrzeug für alle.
hawischer schrieb:
Wenn man dann Details der Arbeit hört, die Zeiträume mit denen kalkuliert werden muss, die Strukturen der Fertigung und die Entwicklungskosten, die Finanzierung des Ganzen, dann ist man mit der Kritik etwas vorsichtiger.
Ich sag' doch, die Deutsche Autoindustrie hat gepennt.
Offenbar haben die Chinesen, aber auch in Teilen die Französischen Autobauer früher angefangen, investiert und die Details gelöst. Deswegen können die E-Fahrzeuge wettbewerbsfähig anbieten und Mercedes und BMW sind gezwungen auf Zeit und auf die Kosten des Klimaschutzes zu spielen.
hawischer schrieb:
Die Autoindustrie ist in hohem Maße abhängig vom Export
Eben.
Wenn man sich nur die größeren Länder ansieht, die feste Jahre für das Verbrenneraus festgelegt haben, dann sollte man als Autoindustrie vielleicht verstärkt ins Thema einsteigen.
China, Indien, Großbritannien, Frankreich, Norwegen und die Niederlande machten 2016 schon rund 40 Prozent der weltweiten Autozulassungen aus.
Dazu kommen derzeit weitere 10 Länder, u.a. Kanada, Japan und die Türkei und als Sonderfall Kalifornien.
Sprich da fällt mindestens der halbe Verbrennermarkt weg.
Aber man kann natürlich weiter pennen und auf 100 Jahre alte Technik setzen, bis einen die Chinesen technisch komplett abgehängt haben.
Vollständige Länderliste hab ich nicht gefunden, aber in diesem Artikel aus 03-2023 gibt es eine Übersicht.
https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/ende-des-verbrennungsmotors-hier-sind-alle-laender-die-bald-benziner-und-diesel-autos-verbieten-werden_H1461068560_491712/
Wedge schrieb:hawischer schrieb:
Die Autoindustrie ist in hohem Maße abhängig vom Export
Eben.
Wenn man sich nur die größeren Länder ansieht, die feste Jahre für das Verbrenneraus festgelegt haben, dann sollte man als Autoindustrie vielleicht verstärkt ins Thema einsteigen.
Genau weil das so nicht richtig ist, habe ich den Tagesschau-Bericht verlinkt.
" Das Ziel war ehrgeizig: Bis 2030 wollte Mercedes-Benz nur noch E-Autos bauen, schon im kommenden Jahr genauso viele reine Elektroautos und Plug-in-Hybride verkaufen wie klassische Verbrenner. Doch davon ist der Autobauer meilenweit entfernt. Die "Electric Only"-Strategie wurde schon im Februar von Mercedes-Chef Ola Källenius persönlich einkassiert, eine neue Plattform für Elektrofahrzeuge nun gestoppt.
"In den kommenden Jahren wird es beides geben: Elektroautos und hochmoderne elektrifizierte Verbrenner. Wenn die Nachfrage da ist, bis deutlich in die 2030er-Jahre", hatte Källenius vor gut zwei Wochen auf der Hauptversammlung des Unternehmens gesagt - und damit die vielleicht größte Fehlkalkulation der jüngeren Unternehmensgeschichte nochmals eingestanden."
Die Autobauer waren voll fokussiert auf die E-Mobilität.
Nur die Verkaufszahlen und die Marketingerwartungen sind wie sie sind. Schlecht.
Siehe hier bei VW:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/vw-elektrostrategie-100.html
Und wenn das Thema so wichtig ist, dann darf man die Finanzierung von Prämien nicht von einer wackligen Finanzierung abhängig machen. Da muss es eben Prioritäten geben. Tut das die Regierung nicht, dann hat sie die Verantwortung und nicht das Bundesverfassungsgericht.
Ich fahre ein E-Auto. Von den Erfahrungen von der Antragstellung der staatlichen Prämie bis zur Reichweite im Winter und den Preisen an den Ladesäulen kann ich lange erzählen. Ist nicht der richtige thread dafür. Aber eins weiß ich, Argumente dagegen gibt es zuhauf, Argumente dafür aber auch.
Okay, aber Du sprichst von der Industrie. Ich von Ländern, die den Rechtsrahmen setzen.
Und wenn Du in China keinen Benz mehr zulassen kannst, dann wird das weh tun.
Das die Deutschen Autobauer seit Jahren bei der E-Mobilität geschlafen haben ist meiner Meinung nach der Hauptgrund, warum sie zu langsam und zu teuer am Markt agieren.
Da versucht man jetzt halt mit Lobbyarbeit und Parteispenden an CDU und FDP das Unvermeidliche rauszuzögern. Das Geld wäre meiner Meinung nach in den Ausbau der eigenen E-Kompetenzen besser investiert.
Und wenn Du in China keinen Benz mehr zulassen kannst, dann wird das weh tun.
Das die Deutschen Autobauer seit Jahren bei der E-Mobilität geschlafen haben ist meiner Meinung nach der Hauptgrund, warum sie zu langsam und zu teuer am Markt agieren.
Da versucht man jetzt halt mit Lobbyarbeit und Parteispenden an CDU und FDP das Unvermeidliche rauszuzögern. Das Geld wäre meiner Meinung nach in den Ausbau der eigenen E-Kompetenzen besser investiert.
hawischer schrieb:
Argumente dagegen gibt es zuhauf, Argumente dafür aber auch.
China juckt sich nicht mal im Ansatz über die Argumente, die wir Deutschen haben.
Die hatten gerade ihre Shangai Motor Show (also IAA nur in viel viel viel größer), da bekómmst Du nicht mal Infomaterial in Englisch, geschweige in Deutsch.
Die haben 3 Absatzmärkte, die wichtig für sie sind.
1. China
2. China
3. China
Und das meine ich im Ernst, China wird von denen in 3 Regionen aufgeteilt und je nach Region unterscheiden sich die Fahrzeuge in Design und Funktionen.
Und egal wie wir uns sträuben oder maulen oder über "Freiheit" schwadronieren, der Zug fährt. Hab vor kurzem einen Artikel im Focus gelesen, 5 Gründe warum E-Autos scheiße sind, Einstieg mit einer Landstraße im No-Mans-Land in Italien (kennen wir ja alle aus dem Alltag, wer ist nicht 2 Mal die Woche auf italienischen Landstraßen in der Pampa) und 3 Mal Freiheit "quasi germanisches Murica!"...
Wir können natürlich in 20 Jahren dann gerne wieder drüber reden, dass wir verpasst haben rechtzeitig zu reagieren, da sind wir definitiv Weltspitze.
Ich erinnere mich btw. auch noch an die ganzen Horrorszenarien wegen dem Zwang zum Katalysator. Da wurde auch der Untergang unserer Automobilindustrie ausgerufen, wenn das eingeführt wird....
Aber "Rendite jetzt" hat schon immer alle anderen Argumente geschlagen. Das ist nun mal unser System.
hawischer schrieb:
Argumente dagegen gibt es zuhauf, Argumente dafür aber auch.
Das beste Argument ist noch immer: in meinem und deinem Umfeld können Fahrradfahrer, Fußgänger und Anwohner durchatmen. Ist halt kein Argument, für das man sich was kaufen kann.
Die Pläne von Union und auch FDP zur Abkehr vom Verbot von CO2-Emissionen von PKWs zeigen bereits Wirkung.
SVolt, ein chinesischer Batteriehersteller, der zwei Batteriewerke in D geplant hat, gibt eigenen Aussagen zufolge den Bau eines Werkes auf.
Die Gründe sind vielfältig, aber die Unsicherheiten um die erneute Diskussion um die Regelung aus dem Green Deal hat auch einen Anteil daran, auch wenn es dem Vernehmen nach sicher nicht der alleinige Grund ist
https://www.pv-magazine.de/2024/05/29/svolt-gibt-plaene-zur-eroeffnung-einer-batteriefabrik-in-brandenburg-auf/
Ganz interessant zu der ganzen Thematik ist noch der Artikel von Stöcker aus SPON, der auf hohe Spenden von BMW und der quandts /Klattens (Anteilseigner BMW) an CDU und FDP hinweist, BMW scheint noch am ehesten an einem Verbrennerfortbestand interessiert zu sein
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/bmw-will-nach-2035-verbrenner-verkaufen-und-wird-unterstuetzt-von-union-und-fdp-a-dd8c9f97-441c-41b3-bb59-0a2f1576a557
SVolt, ein chinesischer Batteriehersteller, der zwei Batteriewerke in D geplant hat, gibt eigenen Aussagen zufolge den Bau eines Werkes auf.
Die Gründe sind vielfältig, aber die Unsicherheiten um die erneute Diskussion um die Regelung aus dem Green Deal hat auch einen Anteil daran, auch wenn es dem Vernehmen nach sicher nicht der alleinige Grund ist
https://www.pv-magazine.de/2024/05/29/svolt-gibt-plaene-zur-eroeffnung-einer-batteriefabrik-in-brandenburg-auf/
Ganz interessant zu der ganzen Thematik ist noch der Artikel von Stöcker aus SPON, der auf hohe Spenden von BMW und der quandts /Klattens (Anteilseigner BMW) an CDU und FDP hinweist, BMW scheint noch am ehesten an einem Verbrennerfortbestand interessiert zu sein
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/bmw-will-nach-2035-verbrenner-verkaufen-und-wird-unterstuetzt-von-union-und-fdp-a-dd8c9f97-441c-41b3-bb59-0a2f1576a557
Henne oder Ei. Wer war zuerst da?
Ist die e-Auto Kaufzurückhaltung der Kunden weil Union und FDP das Verbrennerverbots ab 2035 diskutieren oder diskutieren die Parteien, weil die Kunden die E-Autos nicht so kaufen wie erwartet?
Die Industrie lebt vom Verkauf und wenn bei Mercedes und anderswo die Zahlen stagnieren, dann müssen die reagieren und das tun sie. Die Gründe für die Kaufzurückhaltung sind sicher vielfältig. Ein Grund ist das Hin und Her der Politik. Von einen Tag auf den anderen die Förderung streichen ist ein Grund. Der schleppende Ausbau der Ladeinfrastruktur, speziell im ländlichen Bereich ein weiterer. Die hohen Preise ein weiterer. Die Autoindustrie ist in hohem Maße abhängig vom Export.
Ob das europäische Verbrennerverbot wirklich terminlich so bleibt, wer weiß?
Was treibt die Menschen aktuell am meisten um. Ist es der Klimawandel? Oder doch die Migration? Oder der Krieg in der Ukraine? Und wie verändert sich die Rangreihe durch Ereignisse?
Habeck hat beim Heizungsgesetz erkannt, dass er mit seinem "Test" sich geirrt hat. Die grüne Community hat eine Weile die Erzählungen von der Hetze rechter Parteien und von Springer versucht. Auch hier wieder die Frage, war nicht zuerst die Ablehnung der "Mein Keller gehört mir" - Fraktion da, auf die politische Parteien dann darauf gesattelt haben?
Hüten wir uns in der politischen Bewertung um vermeintlich einfache Antworten und Schuldzuweisungen. Eine Blaupause für Maßnahmen für den weltweiten Klimaschutz gibt es nicht. Es wäre verwunderlich, wenn es nicht immer wieder neu geprüft und entschieden würde.
Zurück zur E-Mobilität. Die Tagesschau hat sich diesem Thema vor ein paar Tagen angenommen. Empfehle es zu lesen.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/mercedes-benz-e-auto-wende-vor-aus-100.html
Ist die e-Auto Kaufzurückhaltung der Kunden weil Union und FDP das Verbrennerverbots ab 2035 diskutieren oder diskutieren die Parteien, weil die Kunden die E-Autos nicht so kaufen wie erwartet?
Die Industrie lebt vom Verkauf und wenn bei Mercedes und anderswo die Zahlen stagnieren, dann müssen die reagieren und das tun sie. Die Gründe für die Kaufzurückhaltung sind sicher vielfältig. Ein Grund ist das Hin und Her der Politik. Von einen Tag auf den anderen die Förderung streichen ist ein Grund. Der schleppende Ausbau der Ladeinfrastruktur, speziell im ländlichen Bereich ein weiterer. Die hohen Preise ein weiterer. Die Autoindustrie ist in hohem Maße abhängig vom Export.
Ob das europäische Verbrennerverbot wirklich terminlich so bleibt, wer weiß?
Was treibt die Menschen aktuell am meisten um. Ist es der Klimawandel? Oder doch die Migration? Oder der Krieg in der Ukraine? Und wie verändert sich die Rangreihe durch Ereignisse?
Habeck hat beim Heizungsgesetz erkannt, dass er mit seinem "Test" sich geirrt hat. Die grüne Community hat eine Weile die Erzählungen von der Hetze rechter Parteien und von Springer versucht. Auch hier wieder die Frage, war nicht zuerst die Ablehnung der "Mein Keller gehört mir" - Fraktion da, auf die politische Parteien dann darauf gesattelt haben?
Hüten wir uns in der politischen Bewertung um vermeintlich einfache Antworten und Schuldzuweisungen. Eine Blaupause für Maßnahmen für den weltweiten Klimaschutz gibt es nicht. Es wäre verwunderlich, wenn es nicht immer wieder neu geprüft und entschieden würde.
Zurück zur E-Mobilität. Die Tagesschau hat sich diesem Thema vor ein paar Tagen angenommen. Empfehle es zu lesen.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/mercedes-benz-e-auto-wende-vor-aus-100.html
Die E Karren will keiner mehr haben. Unter anderem weil man die Zuschüsse gestrichen hat.
Ein cleverer Schachzug, wenn man den Verkauf von E Autos voran treiben will.
Ein cleverer Schachzug, wenn man den Verkauf von E Autos voran treiben will.
hawischer schrieb:
Die Autoindustrie ist in hohem Maße abhängig vom Export
Eben.
Wenn man sich nur die größeren Länder ansieht, die feste Jahre für das Verbrenneraus festgelegt haben, dann sollte man als Autoindustrie vielleicht verstärkt ins Thema einsteigen.
China, Indien, Großbritannien, Frankreich, Norwegen und die Niederlande machten 2016 schon rund 40 Prozent der weltweiten Autozulassungen aus.
Dazu kommen derzeit weitere 10 Länder, u.a. Kanada, Japan und die Türkei und als Sonderfall Kalifornien.
Sprich da fällt mindestens der halbe Verbrennermarkt weg.
Aber man kann natürlich weiter pennen und auf 100 Jahre alte Technik setzen, bis einen die Chinesen technisch komplett abgehängt haben.
Vollständige Länderliste hab ich nicht gefunden, aber in diesem Artikel aus 03-2023 gibt es eine Übersicht.
https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/ende-des-verbrennungsmotors-hier-sind-alle-laender-die-bald-benziner-und-diesel-autos-verbieten-werden_H1461068560_491712/
propain schrieb:
Was ich aber nicht verstehe, das die demjenigen der zur Mordwaffe beigetragen hat von Beihilfe zum Mord frei gesprochen haben. Ich bin der Meinung, jeder der eine illegale Waffe besorgt und mit der wird eine Straftat begangen, das der Waffenschieber wegen Beihilfe verurteilt gehört.
Stimmt, aber der Verkauf der Mordwaffe 2016 an den späteren Lübcke-Attentäter Ernst war dem Angeklagten aus Sicht des Gerichts nicht nachzuweisen. Es sprach ihn daher vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung frei. Das Urteil ist durch den BGH bestätigt worden.
P.S.:
Und in Göttingen wurde vor ein paar Tagen auch eine Grünen-Politikerin bei einem Angriff verletzt:
https://www.tagesschau.de/inland/regional/niedersachsen/gruenen-politikerin-angriff-100.html
Aber nicht mit einer Kettensäge... von daher ist die CDU fein raus. Alles in Ordnung, lieber Harwischer.
Und in Göttingen wurde vor ein paar Tagen auch eine Grünen-Politikerin bei einem Angriff verletzt:
https://www.tagesschau.de/inland/regional/niedersachsen/gruenen-politikerin-angriff-100.html
Aber nicht mit einer Kettensäge... von daher ist die CDU fein raus. Alles in Ordnung, lieber Harwischer.
Adler_Steigflug schrieb:
P.S.:
Und in Göttingen wurde vor ein paar Tagen auch eine Grünen-Politikerin bei einem Angriff verletzt:
https://www.tagesschau.de/inland/regional/niedersachsen/gruenen-politikerin-angriff-100.html
Aber nicht mit einer Kettensäge... von daher ist die CDU fein raus. Alles in Ordnung, lieber Harwischer.
Und der CDU-Poitiker Lübcke wurde von einem Neonazi ermordet und vor zwei Tagen der CDU-Poitiker Kiesewetter in Aalen angegriffen.
" Wir wollen eine sachliche Diskussion und eine inhaltliche Auseinandersetzung. ..
Das sieht im Übrigen auch die Vorsitzende der Grünen-Fraktion, Ursula Röper, so: Was derzeit an Reaktionen auf die CDU niedergehe, sei teils sehr bösartig und nicht akzeptabel."
Dem ist nichts hinzuzufügen. Aber mach nur weiter mit der rechtsradikalen Schublade.
hawischer schrieb:Adler_Steigflug schrieb:
P.S.:
Und in Göttingen wurde vor ein paar Tagen auch eine Grünen-Politikerin bei einem Angriff verletzt:
https://www.tagesschau.de/inland/regional/niedersachsen/gruenen-politikerin-angriff-100.html
Aber nicht mit einer Kettensäge... von daher ist die CDU fein raus. Alles in Ordnung, lieber Harwischer.
Und der CDU-Poitiker Lübcke wurde von einem Neonazi ermordet und vor zwei Tagen der CDU-Poitiker Kiesewetter in Aalen angegriffen.
" Wir wollen eine sachliche Diskussion und eine inhaltliche Auseinandersetzung. ..
Das sieht im Übrigen auch die Vorsitzende der Grünen-Fraktion, Ursula Röper, so: Was derzeit an Reaktionen auf die CDU niedergehe, sei teils sehr bösartig und nicht akzeptabel."
Dem ist nichts hinzuzufügen. Aber mach nur weiter mit der rechtsradikalen Schublade.
Hier muss ich Hawischer definitiv recht geben. Das was 2cvrs hier an Branding versucht, ist in seiner Unkultur nicht besser, wenn man es auf den demokratischen Gegner anwendet. Wir machen das alle ab und an, sollten in dieser Zeit aber zunehmend gewahr werden, dass wir damit den Teufel füttern.
Es wird von Seiten der Union immer wieder vereinzelte Unsäglichkeiten geben und das sollte man zurückweisen. Seinerseits in dieses Spiel einzusteigen macht es nicht besser.
Da es tatsächlich nun 5 Jahre her ist, seitdem Walter Lübcke von einem Neonazi ermordet worden ist, möchte ich gerne noch einmal drei Dinge ins Gedächtnis rufen:
1. Der Mörder Stephan E. war Unterstützer der hessischen AfD.
2. Bei der Gedenkminute für Walter Lübcke im bayrischen Landtag blieb einzig und allein der AfD-Mann Ralph Müller sitzen... der einen auf "ich lese vertieft irgendwleche Unterlagen" machte, während ALLE anderen um ihn herum standen ... um danach herum zu lügen / opfern, dass er dies nicht mitbekommen hatte, weil er Unterlagen las (is klar!).
https://www.youtube.com/watch?v=piEV3tSswR4
3. Trotz des Mordes an Walter Lübcke durch einen AfD-Anhänger, dem noch nicht einmal von einem AfD-Repräsentanten gedacht worden ist, bleiben für Unions-Granden die Grünen der politische Hauptgegner.
1. Der Mörder Stephan E. war Unterstützer der hessischen AfD.
2. Bei der Gedenkminute für Walter Lübcke im bayrischen Landtag blieb einzig und allein der AfD-Mann Ralph Müller sitzen... der einen auf "ich lese vertieft irgendwleche Unterlagen" machte, während ALLE anderen um ihn herum standen ... um danach herum zu lügen / opfern, dass er dies nicht mitbekommen hatte, weil er Unterlagen las (is klar!).
https://www.youtube.com/watch?v=piEV3tSswR4
3. Trotz des Mordes an Walter Lübcke durch einen AfD-Anhänger, dem noch nicht einmal von einem AfD-Repräsentanten gedacht worden ist, bleiben für Unions-Granden die Grünen der politische Hauptgegner.
Adler_Steigflug schrieb:
Trotz des Mordes an Walter Lübcke durch einen AfD-Anhänger, dem noch nicht einmal von einem AfD-Repräsentanten gedacht worden ist, bleiben für Unions-Granden die Grünen der politische Hauptgegner.
Politisch Linksstehende wie hier unser Forumsfreund müssen ob der Umfragen und Wahlergebnisse der letzten Zeit massiv verunsichert sein, wenn sie glauben, den Mord an Lübcke zum Anlass zu nehmen die Union ins Spiel zu bringen. Nicht die AfD sondern die Grünen seien der Hauptgegner.
Richtig ist, jede Art der Kooperation mit der AfD wird ausgeschlossen. Dagegen - mit den Grünen regiert die CDU bekanntlich in einigen Ländern und eine Zusammenarbeit im Bund sagt Merz:
"Er will es sich auf Bundesebene offenhalten, nichts ausschließen, sagt aber im "Interview der Woche", dass er mit den Grünen im Bund wenig Schnittmengen sieht, vor allem nicht in der Wirtschaftspolitik, der Klimapolitik und der Energiepolitik."
Und umgekehrt wird gesagt:
"Habeck unterstellte der Union auch den Versuch, den Ausbau erneuerbarer Energien «kaputt zu machen» und den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft in Frage zu stellen. «Die Union ist energiepolitisch eine Geisterfahrerpartei. Sie darf nicht wieder Verantwortung übernehmen.» Habeck warf Merz zudem vor, die fortschreitende Erderwärmung nicht ernst zu nehmen. "
Also wer jetzt bei wem der Hauptgegner ist,... ?
Wenn nach der Wahl 2025 eine Koalition Union mit SPD und Union mit Grünen möglich sein könnte, dann warten wir ab, wie die Gesamtlage ausschaut. Zum Beispiel sind die Schnittmengen im Verteidigungsbereich viel größer als in der Scholz/Mützenich-SPD.
Eigentlich gehört das alles nicht in den Rechtsradikalen -Thread, nur weil der AdlerSteigflug es thematisierte meine Replik.
https://www.swr.de/swraktuell/radio/merz-keine-zusammenarbeit-mit-der-afd-100.html
https://www.zfk.de/politik/deutschland/habeck-union-ist-energiepolitisch-eine-geisterfahrerpartei
Ich lass es jetzt tastächlich auch weiterhin im Rechtsradikalen-Fred stehen, dass vor ein paar Tagen CDU'ler durch die Blume zu Gewalt an Grünen aufgerufen haben.
Die Aufforderung ist, mit Kettensägen gegen Grüne vorzugehen:
https://www.tagesschau.de/inland/regional/badenwuerttemberg/swr-mit-kettensaegen-gegen-gruene-kritik-an-wahl-post-der-cdu-heidelberg-100.html
Das ist kein NPD-Post. Das ist kein AfD-Post. Das ist ein CDU-Post. Hat aber wohl nix mit dem Grünen -Bashing vonseiten der Oberen zu tun. Mal wieder ein unglücklicher Einzelfall.
Die Aufforderung ist, mit Kettensägen gegen Grüne vorzugehen:
https://www.tagesschau.de/inland/regional/badenwuerttemberg/swr-mit-kettensaegen-gegen-gruene-kritik-an-wahl-post-der-cdu-heidelberg-100.html
Das ist kein NPD-Post. Das ist kein AfD-Post. Das ist ein CDU-Post. Hat aber wohl nix mit dem Grünen -Bashing vonseiten der Oberen zu tun. Mal wieder ein unglücklicher Einzelfall.
Ich kenne eine Untersuchung aus dem Jahre 2021 der Uni Hamburg. Es ist ähnlich wie bei "unseren" Rechtsradikalen. Etwa 10% haben islamismusaffine Einstellungen. Gewaltbereitschaft ist deutlich niedriger.
Die Zusammenfassung:
Klar islamismusaffine Einstellungen finden sich bei einer Minderheit von etwa 10% der befragten Muslime.
Erfahrungen von individueller Diskriminierung und sowie die Wahrnehmung einer kollektive
marginalisierten Gruppe anzugehören sind unter Muslimen besonders weit verbreitet.
Auch die Einschätzung dass Muslime als Gruppe sowohl in Deutschland als auch insbesondere
international benachteiligt werden ist sehr häufig anzutreffen.
Islamismusaffine Einstellungen stehen in Zusammenhang mit der individuellen Religiosität.
Entscheidend sind jedoch die spezifischen Muster der religiösen Orientierung.
Klar islamismusaffine Einstellungen finden sich fast ausschließlich bei in religiöser Hinsicht orthodox und fundamental
orientierten Muslimen. Sie betreffen aber auch dort nur eine Minderheit. So sind etwa 60% der fundamental orientierten
Muslime nicht klar islamismusaffin eingestellt. Wird auch die Offenheit gegenüber islamistischen Haltungen einbezogen,
sind 25,3% der religiös-fundamental Orientierten Muslime nicht politisch-islamistisch eingestellt.
Die Effekte religiöser Orientierungsmuster auf islamismusaffine Einstellung lassen sich nicht durch Effekte kollektive
Marginalisierung, Diskriminierung und der Wahrnehmung einer Benachteiligung von Muslimen erklären. Individuelle
Diskriminierungs- und kollektive Marginalisierungserfahrungen tragen aber zusätzlich zu einer Erhöhung der
Wahrscheinlichkeit islamismusaffiner Einstellungen bei.
Eine hohe Akzeptanz islamistisch motivierter Gewalt findet sich nur bei 1.7 % der Muslime. Diese Minderheit ist überwiegend auch klar islamismusaffin eingestellt und in religiöser Hinsicht fundamental orientiert. Aber auch unter den
religiös fundamental Orientierten sind über 90% nicht politische Gewalt akzeptierend eingestellt.
https://www.jura.uni-hamburg.de/die-fakultaet/professuren/kriminologie/media/vortrag-wetzels-brettfeld-krimg2022-isalmismusaffinitaet-u-religiositaet.pdf
Die Zusammenfassung:
Klar islamismusaffine Einstellungen finden sich bei einer Minderheit von etwa 10% der befragten Muslime.
Erfahrungen von individueller Diskriminierung und sowie die Wahrnehmung einer kollektive
marginalisierten Gruppe anzugehören sind unter Muslimen besonders weit verbreitet.
Auch die Einschätzung dass Muslime als Gruppe sowohl in Deutschland als auch insbesondere
international benachteiligt werden ist sehr häufig anzutreffen.
Islamismusaffine Einstellungen stehen in Zusammenhang mit der individuellen Religiosität.
Entscheidend sind jedoch die spezifischen Muster der religiösen Orientierung.
Klar islamismusaffine Einstellungen finden sich fast ausschließlich bei in religiöser Hinsicht orthodox und fundamental
orientierten Muslimen. Sie betreffen aber auch dort nur eine Minderheit. So sind etwa 60% der fundamental orientierten
Muslime nicht klar islamismusaffin eingestellt. Wird auch die Offenheit gegenüber islamistischen Haltungen einbezogen,
sind 25,3% der religiös-fundamental Orientierten Muslime nicht politisch-islamistisch eingestellt.
Die Effekte religiöser Orientierungsmuster auf islamismusaffine Einstellung lassen sich nicht durch Effekte kollektive
Marginalisierung, Diskriminierung und der Wahrnehmung einer Benachteiligung von Muslimen erklären. Individuelle
Diskriminierungs- und kollektive Marginalisierungserfahrungen tragen aber zusätzlich zu einer Erhöhung der
Wahrscheinlichkeit islamismusaffiner Einstellungen bei.
Eine hohe Akzeptanz islamistisch motivierter Gewalt findet sich nur bei 1.7 % der Muslime. Diese Minderheit ist überwiegend auch klar islamismusaffin eingestellt und in religiöser Hinsicht fundamental orientiert. Aber auch unter den
religiös fundamental Orientierten sind über 90% nicht politische Gewalt akzeptierend eingestellt.
https://www.jura.uni-hamburg.de/die-fakultaet/professuren/kriminologie/media/vortrag-wetzels-brettfeld-krimg2022-isalmismusaffinitaet-u-religiositaet.pdf
Gelöschter Benutzer
hawischer schrieb:Tafelberg schrieb:
In der Tat.
Ich verstehe die Diskussionen nicht, über diese sehr grenzwertig Demo in Hamburg wurde im ÖR ausgiebig berichtet , auch in der Tagesschau.
Ich hatte es selber gesehen
"Sehr grenzwertig"? Na ja, ich denke diese Kalifat-Demo hat Grenzen bereits überschritten.
Ja hat sie.
Das hat auch niemand bestritten, bzw. das gerade Tafelberg unter die Nase zu reiben, ist schon absurd.
hawischer schrieb:
Wer wegen eines Verbrechens zu Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr verurteilt wird, verliert für die Dauer von fünf Jahren die Fähigkeit, öffentliche Ämter zu bekleiden und Rechte aus öffentlichen Wahlen zu erlangen.
Höcke schwitzt schon.
Jedenfalls befürchte ich eher, dass die irrationalen Reps-Wähler in den USA ihren armen zu Unrecht verurteilten Trump jetzt noch mehr stützen.
SGE_Werner schrieb:
Jedenfalls befürchte ich eher, dass die irrationalen Reps-Wähler in den USA ihren armen zu Unrecht verurteilten Trump jetzt noch mehr stützen.
Mag sein.
Man kann nur hoffen, dass es Gemäßigte gibt, die ihn nun nicht wählen. Habe gelesen, dass eine Verurteilung Trumps ihm Stimmen im unteren einstelligen Prozentbereich kosten könnte. Bei einem Vorsprung von aktuell 1-2% -Punkte vor Biden ist das schon was. Ob die nun Biden wählen oder Nichtwählen, wer weiß?
SGE_Werner schrieb:
und ein Präsident, der im Knast ist... schwierig.
Interessanterweise aber in den USA möglich. Ich weiß gar nicht, wie das hier geregelt ist. Können politische Ämter in Deutschland von Menschen ausgeführt werden, die im Gefängnis sitzen?
Adler_Steigflug schrieb:SGE_Werner schrieb:
und ein Präsident, der im Knast ist... schwierig.
Interessanterweise aber in den USA möglich. Ich weiß gar nicht, wie das hier geregelt ist. Können politische Ämter in Deutschland von Menschen ausgeführt werden, die im Gefängnis sitzen?
Siehe Paragraph 45 StGB
Wer wegen eines Verbrechens zu Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr verurteilt wird, verliert für die Dauer von fünf Jahren die Fähigkeit, öffentliche Ämter zu bekleiden und Rechte aus öffentlichen Wahlen zu erlangen.
(2) Das Gericht kann dem Verurteilten für die Dauer von zwei bis zu fünf Jahren die in Absatz 1 bezeichneten Fähigkeiten aberkennen, soweit das Gesetz es besonders vorsieht.
(3) Mit dem Verlust der Fähigkeit, öffentliche Ämter zu bekleiden, verliert der Verurteilte zugleich die entsprechenden Rechtsstellungen und Rechte, die er innehat.
(4) Mit dem Verlust der Fähigkeit, Rechte aus öffentlichen Wahlen zu erlangen, verliert der Verurteilte zugleich die entsprechenden Rechtsstellungen und Rechte, die er innehat, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.
(5) Das Gericht kann dem Verurteilten für die Dauer von zwei bis zu fünf Jahren das Recht, in öffentlichen Angelegenheiten zu wählen oder zu stimmen, aberkennen, soweit das Gesetz es besonders vorsieht.
https://dejure.org/gesetze/StGB/45.html
hawischer schrieb:
Wer wegen eines Verbrechens zu Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr verurteilt wird, verliert für die Dauer von fünf Jahren die Fähigkeit, öffentliche Ämter zu bekleiden und Rechte aus öffentlichen Wahlen zu erlangen.
Höcke schwitzt schon.
Jedenfalls befürchte ich eher, dass die irrationalen Reps-Wähler in den USA ihren armen zu Unrecht verurteilten Trump jetzt noch mehr stützen.
Das Gericht in den USA hat gesprochen.
"Trump in allen Anklagepunkte schuldig."
Hoffe, dass sich das für die Wahl negativ für Trump auswirken wird.
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/trump-in-allen-anklagepunkte-schuldig,UEIHrUR
"Trump in allen Anklagepunkte schuldig."
Hoffe, dass sich das für die Wahl negativ für Trump auswirken wird.
https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/trump-in-allen-anklagepunkte-schuldig,UEIHrUR
Operation Overlord um den Faschismus in Deutschland, an einer 2. Front zu bekämpfen!
Ist das erst (wirklich), achtzig Jahre her?