
ThePaSch
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ThePaSch
Arrrrrgh, das hat Filip schon mal besser gemacht. Das war jetzt ein vergebener Neunundneunzigprozentiger in meinen Augen.
Jojo1994 schrieb:
Ganz kurz die 1. HZ eigentlich erklärt:
Wackelnde Abwehr, Österreicher, die zum Glück das Tor nicht vernünftig treffen + ein guter Trapp.
Vorne Silva mit einer guten Leistung, Rest eher durchschnittlich bis unterirdisch. Kostic stark bei seiner Vorarbeit, ansonsten aber auch eher nicht so stark.
Diese Zusammenfassung teile ich so nicht. Unterirdisch ist da niemand.
Muss wohl irgendeine Kurzzeitamnesie haben; war die Halbzeit für euch auch irgendwie nur 25 Minuten lang?
...aber, gut. Poah. Fürchterlicher Start. Gottseidank haben wir uns wieder gefangen und die letzten 25 Minuten auch tatsächlich mitgespielt. Das Tor ist unermesslich wertvoll und war klasse rausgespielt, und gegen Ende der Halbzeit waren wir richtig im Spiel drin.
NDicka war am Anfang schwach, hat sich aber gut gefangen - ungefähr so wie fast jeder andere Adler auf dem Platz. Von Touré bin ich leider immer noch nicht überzeugt. Unabhängig davon, dass seine Seite immer wieder zu offen ist, hat er auch schon einige gefährliche Fehler gemacht. Trapp wieder einmal mit dem mehrmaligen Beweis, dass er ein Weltklasse-Torwart ist.
Alles in Allem eine Partie mit extremsten Startschwierigkeiten, in der ich uns mittlerweile aber voll drin sehe.
Aber die eine Eckenkette mit, was war's, vier, fünf brandgefährlichen Ecken? Die wird meinem Kardiologen nicht gefallen.
...aber, gut. Poah. Fürchterlicher Start. Gottseidank haben wir uns wieder gefangen und die letzten 25 Minuten auch tatsächlich mitgespielt. Das Tor ist unermesslich wertvoll und war klasse rausgespielt, und gegen Ende der Halbzeit waren wir richtig im Spiel drin.
NDicka war am Anfang schwach, hat sich aber gut gefangen - ungefähr so wie fast jeder andere Adler auf dem Platz. Von Touré bin ich leider immer noch nicht überzeugt. Unabhängig davon, dass seine Seite immer wieder zu offen ist, hat er auch schon einige gefährliche Fehler gemacht. Trapp wieder einmal mit dem mehrmaligen Beweis, dass er ein Weltklasse-Torwart ist.
Alles in Allem eine Partie mit extremsten Startschwierigkeiten, in der ich uns mittlerweile aber voll drin sehe.
Aber die eine Eckenkette mit, was war's, vier, fünf brandgefährlichen Ecken? Die wird meinem Kardiologen nicht gefallen.
ThePaSch schrieb:
Jetzt wachen auch die Jungs aus der Kette langsam auf. Die magische 30 Minuten-Marke, die wir ja eigentlich schon sehr gut kennen aus der Hinrunde.
Du bist echt der Meinung die haben gepennt? Die Dosen haben 15 Minuten gezeigt warum Liverpool ins schwitzen gegen die kam.
In diesen 15 Minuten hätte vermutlich keine Abwehr der Welt "wach" ausgesehen.
Das war Fußball in Perfektion. Höllentempo und Präzision par exelance.
Um mal etwas näher zu erklären, wieso das Ausbleiben der Spielzeremonien (für mich persönlich) traurig und nicht zielführend war:
Hier im Thread wurde ja schon öfter mal angedeutet, dass diejenigen, die am Montag trotz des Protests im Stadion waren, "Eventies" oder "Kunden" sind, die sich selbst als "beste Fans der Welt" beweihräuchern, zum Jubeln da sind und eine Erwartungshaltung haben, bespaßt, beschallt und unterhalten zu werden. Oder zumindest wurde angedeutet, dass das auf den größten Teil zutrifft.
Abgesehen davon, dass solche Verallgemeinerungen völlig daneben sind und den Diskussionen absolut gar nichts zu gute tun, möchte ich hier meine nähere Perspektive zu dem preisgeben, was hier in Antwort auf den Startpost gesagt wurde.
Es mag ja sein, dass jede seine eigenen Gründe dazu hat, den Weg in den Stadtwald anzutreten. Manche wollen vielleicht wirklich einfach nur des "Events" wegen hin (wobei ich persönlich mich frage, was diejenigen nach angekündigtem Protest erwartet haben). Manche wollen vielleicht einfach nur massenhaft Bier und Äppler tanken und in der Stimmung versinken. Manche treffen hier Freunde, verbringen gemeinsam einen spannenden Abend, haben vielleicht gar kein Interesse an dem Eventprogramm, der Beschallung, der Fanpolitik.
Ich kann am Ende nur über meine eigene Perspektive reden - ich persönlich gehe ins Stadion, um meine Mannschaft zu unterstützen. Ich mache bei allen Gesängen mit, ich stachele andere dazu an (ohne zu aufdringlich zu sein), und ich verstehe mich als Teil eines Großen und Ganzen, das wir Fans - alle Fans! - zum Wohl unserer Mannschaft bilden. Eintracht, eben.
Für mich sind das Singen der Hymne und Tankard nicht einfach ein lustiger Teil des Eventprogramms, oder etwas, worauf ich ein "Recht" hätte, oder sonst so abstruse Dinge - sie sind, in erster Linie, ein Ausdruck des Zusammenhalts, der Eintracht, der Solidarität, und des Zusammenhalts aller Fans. Sie gehören zu den wenigen Momenten, in denen wirklich das ganze Stadion steht und singt, in denen die Ränge ins Schwarz-Weiß der Balkenschals gehüllt werden, und die - nicht zuletzt wegen des Texts - auch unsere bedingungslose Liebe zu diesem Verein symbolisieren.
Diese Momente komplett vorzuenthalten, weil der NWK-Unterrang nicht am Spiel teilnehmen wollte, hat mich in dieser Ansicht folglich erschüttert. Da war plötzlich keine Einheit mehr, keine bedingungslose Liebe, keine Solidarität. Natürlich will man den Protest der NWK-Fans unterstützen, und vielleicht diente die ganze Übung dazu, keine zu freudige Stimmung aufkommen zu lassen - aber für mich, für viele in meinem Block, und offensichtlich für viele in diesem Forum sind diese Zeremonien einfach viel mehr als nur "Stimmung". Sie wegzulassen führt nur dazu, dass man spekuliert, wem diese Hymnen eigentlich gehören - oder ob sie überhaupt jemandem gehören sollten. Ob irgendwer entscheiden soll, ob sie gesungen werden oder nicht.
Gegen Leipzig waren viel mehr Leute im Boot, als sie es heute waren; die Aktion war im Vornherein von Eintracht und Zusammenhalt geprägt. Vor dieser hätte man aber auf Vereinsseite den Raum besser lesen müssen, und dabei bleibe ich. Ich bin weiterhin enttäuscht und würde mich über eine Entschuldigung freuen; ich sehe das aber nicht mehr wirklich als aktive Abwertung, wie im ersten Post beschrieben, sondern eher als einen unabsichtlichen - einen dummen, unüberlegten, fahrlässigen, aber am Ende eben doch unabsichtlichen - Fehler, ganz nach Hanlons Rasierklinge.
Hier im Thread wurde ja schon öfter mal angedeutet, dass diejenigen, die am Montag trotz des Protests im Stadion waren, "Eventies" oder "Kunden" sind, die sich selbst als "beste Fans der Welt" beweihräuchern, zum Jubeln da sind und eine Erwartungshaltung haben, bespaßt, beschallt und unterhalten zu werden. Oder zumindest wurde angedeutet, dass das auf den größten Teil zutrifft.
Abgesehen davon, dass solche Verallgemeinerungen völlig daneben sind und den Diskussionen absolut gar nichts zu gute tun, möchte ich hier meine nähere Perspektive zu dem preisgeben, was hier in Antwort auf den Startpost gesagt wurde.
Es mag ja sein, dass jede seine eigenen Gründe dazu hat, den Weg in den Stadtwald anzutreten. Manche wollen vielleicht wirklich einfach nur des "Events" wegen hin (wobei ich persönlich mich frage, was diejenigen nach angekündigtem Protest erwartet haben). Manche wollen vielleicht einfach nur massenhaft Bier und Äppler tanken und in der Stimmung versinken. Manche treffen hier Freunde, verbringen gemeinsam einen spannenden Abend, haben vielleicht gar kein Interesse an dem Eventprogramm, der Beschallung, der Fanpolitik.
Ich kann am Ende nur über meine eigene Perspektive reden - ich persönlich gehe ins Stadion, um meine Mannschaft zu unterstützen. Ich mache bei allen Gesängen mit, ich stachele andere dazu an (ohne zu aufdringlich zu sein), und ich verstehe mich als Teil eines Großen und Ganzen, das wir Fans - alle Fans! - zum Wohl unserer Mannschaft bilden. Eintracht, eben.
Für mich sind das Singen der Hymne und Tankard nicht einfach ein lustiger Teil des Eventprogramms, oder etwas, worauf ich ein "Recht" hätte, oder sonst so abstruse Dinge - sie sind, in erster Linie, ein Ausdruck des Zusammenhalts, der Eintracht, der Solidarität, und des Zusammenhalts aller Fans. Sie gehören zu den wenigen Momenten, in denen wirklich das ganze Stadion steht und singt, in denen die Ränge ins Schwarz-Weiß der Balkenschals gehüllt werden, und die - nicht zuletzt wegen des Texts - auch unsere bedingungslose Liebe zu diesem Verein symbolisieren.
Diese Momente komplett vorzuenthalten, weil der NWK-Unterrang nicht am Spiel teilnehmen wollte, hat mich in dieser Ansicht folglich erschüttert. Da war plötzlich keine Einheit mehr, keine bedingungslose Liebe, keine Solidarität. Natürlich will man den Protest der NWK-Fans unterstützen, und vielleicht diente die ganze Übung dazu, keine zu freudige Stimmung aufkommen zu lassen - aber für mich, für viele in meinem Block, und offensichtlich für viele in diesem Forum sind diese Zeremonien einfach viel mehr als nur "Stimmung". Sie wegzulassen führt nur dazu, dass man spekuliert, wem diese Hymnen eigentlich gehören - oder ob sie überhaupt jemandem gehören sollten. Ob irgendwer entscheiden soll, ob sie gesungen werden oder nicht.
Gegen Leipzig waren viel mehr Leute im Boot, als sie es heute waren; die Aktion war im Vornherein von Eintracht und Zusammenhalt geprägt. Vor dieser hätte man aber auf Vereinsseite den Raum besser lesen müssen, und dabei bleibe ich. Ich bin weiterhin enttäuscht und würde mich über eine Entschuldigung freuen; ich sehe das aber nicht mehr wirklich als aktive Abwertung, wie im ersten Post beschrieben, sondern eher als einen unabsichtlichen - einen dummen, unüberlegten, fahrlässigen, aber am Ende eben doch unabsichtlichen - Fehler, ganz nach Hanlons Rasierklinge.
Aceton-Adler schrieb:
Dieser Protest in der Form von gestern wäre mE nur sinnvoll gewesen, wenn man sich mit den gegnerischen Fans abgestimmt hätte. Nämlich nur dann wäre es wirklich sehr leise geworden. So war leider das Gegenteil der Fall, es war nämlich richtig laut.
Genau das. Wollte oder konnte man aber leider nicht.
sgevolker schrieb:
Genau das. Wollte oder konnte man aber leider nicht.
Würde mich stark interessieren, ob's da tatsächliche Annäherungen oder sonstiges der Art gab. Eigentlich müsste man ja meinen, dass, wenn die Fans irgendeines Vereines dazu bereit wären, Protestaktionen gegen die Fußballkonzerne und deren Praktiken auswärts stumm zu sein, es die Unioner wären.
Dann wiederum war die Ankündigung des Protests ja schon eine ganze Weile öffentlich, und die wussten also Bescheid, was abgehen würde. Vielleicht war denen ihre Mannschaft ja wichtiger.
Gelöschter Benutzer
ThePaSch schrieb:
Dann wiederum war die Ankündigung des Protests ja schon eine ganze Weile öffentlich, und die wussten also Bescheid, was abgehen würde. Vielleicht war denen ihre Mannschaft ja wichtiger.
Sie haben in ihrem Heftchen geschrieben, dass sie den Protest natürlich nachvollziehen usw. und keine Schmähgesänge anstimmen, etc., aber sich nicht beteiligen werden. Ich habe es anderswo bereits geschrieben: Ich gehe davon aus, dass es daran liegt, dass sie zum einen bis zum letzten Jahr in der 2. Liga öfter Montags gespielt haben ohne zu protestieren, und dass sie zum anderen mit einem Sonderzug angereist sind, den sie natürlich nicht voll kriegen, wenn die Leute sich für 90 Minuten Totentanz zwei Tage Urlaub nehmen müssen. Sie haben aber natürlich auch nicht dauernd Montagsspiele und keinen Europapokal nebenher. Zu einer Teilnahme zwingen kann man sie schwerlich, ob sie rückblickend mit der Entscheidung glücklich sind, müssen sie selbst wissen.