Alles rund um die AfD - 2018/19

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FrankenAdler schrieb:

Sehr lustig alles! Am Dienstag war alles noch Erschütterung von wegen versuchter Mordversuch und Demokratie am Abgrund, heute bleibt dann noch, dass der kleinkriminelle Darsteller einer zweitklassigen Politikerkarikatur gescheit eins auf's Maul bekommen hat.
Die anderen Faschisten jaulen und die Konservativen versuchen weiterhin gaaanz ernst die linke Gefahr zu beschwören.
Wenn dann wieder Pogromstimmung herrscht ist Pfeiffen im Walde.

Fränki, Du hast die recht. Alles sehr lustig.
Hab's an anderer Stelle schon gesagt. Die Rechtsextremen sind eine Gefahr, die Linksextremen nicht. Nicht mehr. Das einzige was noch schade ist, die Linksextremen machen mit ihrer Blödheit die Rechten nur stärker. Das sie das nicht selber merken ist klar. Da sind wir uns hier sicher alle einig.
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hawischer schrieb:

die Linksextremen machen mit ihrer Blödheit die Rechten nur stärker. Das sie das nicht selber merken ist klar. Da sind wir uns hier sicher alle einig.

Hmmm, weiß nicht. Mal nachdenken.
Ich finde halt, dass vor allem die Lethargie und das Wegschauen die Rechten stärker macht. Also rechtsradikale Polizisten zu decken, Richter nicht umgehend aus dem Dienst zu entfernen etc.
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hawischer schrieb:

die Linksextremen machen mit ihrer Blödheit die Rechten nur stärker. Das sie das nicht selber merken ist klar. Da sind wir uns hier sicher alle einig.

Hmmm, weiß nicht. Mal nachdenken.
Ich finde halt, dass vor allem die Lethargie und das Wegschauen die Rechten stärker macht. Also rechtsradikale Polizisten zu decken, Richter nicht umgehend aus dem Dienst zu entfernen etc.
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Haliaeetus schrieb:

hawischer schrieb:

die Linksextremen machen mit ihrer Blödheit die Rechten nur stärker. Das sie das nicht selber merken ist klar. Da sind wir uns hier sicher alle einig.

Hmmm, weiß nicht. Mal nachdenken.
Ich finde halt, dass vor allem die Lethargie und das Wegschauen die Rechten stärker macht. Also rechtsradikale Polizisten zu decken, Richter nicht umgehend aus dem Dienst zu entfernen etc.

Mal nachgezählt. Es geht um derzeit 6 Polizisten in Hessen, 6 von über 13600.
Mir fällt nur 1 AfD Richter ein, der auffällig geworden ist. 1 von über 20000 Richter, die wir hier haben.
Die Wahrscheinlichkeit einen rechtsradikalen Polizisten oder Richter zu treffen, ist etwa genauso groß, wie als Frau nachts von einem Ausländer belästigt zu werden.
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Haliaeetus schrieb:

hawischer schrieb:

die Linksextremen machen mit ihrer Blödheit die Rechten nur stärker. Das sie das nicht selber merken ist klar. Da sind wir uns hier sicher alle einig.

Hmmm, weiß nicht. Mal nachdenken.
Ich finde halt, dass vor allem die Lethargie und das Wegschauen die Rechten stärker macht. Also rechtsradikale Polizisten zu decken, Richter nicht umgehend aus dem Dienst zu entfernen etc.

Mal nachgezählt. Es geht um derzeit 6 Polizisten in Hessen, 6 von über 13600.
Mir fällt nur 1 AfD Richter ein, der auffällig geworden ist. 1 von über 20000 Richter, die wir hier haben.
Die Wahrscheinlichkeit einen rechtsradikalen Polizisten oder Richter zu treffen, ist etwa genauso groß, wie als Frau nachts von einem Ausländer belästigt zu werden.
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hawischer schrieb:

Die Wahrscheinlichkeit einen rechtsradikalen Polizisten oder Richter zu treffen, ist etwa genauso groß, wie als Frau nachts von einem Ausländer belästigt zu werden.
     


Schwierig. Die Dunkelziffer dürfte groß sein. Unter den Polizisten und Richtern kann man zumindest von mindestens 10%+X AfD-Wählern ausgehen. Und wer diese Partei wählt, hat sicherlich eine Einstellung, die nicht weit von "rechtsradikal" entfernt ist.
Schwieriger Vergleich.
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Was mich an der Diskussion der letzten Tage als politisch eher in der Mitte stehender Mensch richtig nervt, ist es, feststellen zu müssen, dass sich beide politischen Außen und deren Wählerschaft in keinster Weise darin unterscheiden, wie sie mit Taten umgehen, bei denen Menschen, deren Einstellungen ihnen zuwider sind, zu Opfern werden.

So, wie teilweise jetzt die eine Seite über die Taten gegenüber dem AfD-Politiker von Karma oder "Wie es in den Wald hineinruft..." sagt und schreibt, so macht das die andere Seite, wenn Politiker der Linken angegriffen werden.
Und beide politischen Außen instrumentalisieren Taten bis zum Gehtnichtmehr. Gut, zugegebenermaßen macht es die AfD noch offensichtlicher und plumper.

Das ganze Verhalten erinnert mich jetzt wieder an den Beitrag vom Bohemian Browser Ballett.

https://www.youtube.com/watch?v=fyhn1twxjHg
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Haliaeetus schrieb:

hawischer schrieb:

die Linksextremen machen mit ihrer Blödheit die Rechten nur stärker. Das sie das nicht selber merken ist klar. Da sind wir uns hier sicher alle einig.

Hmmm, weiß nicht. Mal nachdenken.
Ich finde halt, dass vor allem die Lethargie und das Wegschauen die Rechten stärker macht. Also rechtsradikale Polizisten zu decken, Richter nicht umgehend aus dem Dienst zu entfernen etc.

Mal nachgezählt. Es geht um derzeit 6 Polizisten in Hessen, 6 von über 13600.
Mir fällt nur 1 AfD Richter ein, der auffällig geworden ist. 1 von über 20000 Richter, die wir hier haben.
Die Wahrscheinlichkeit einen rechtsradikalen Polizisten oder Richter zu treffen, ist etwa genauso groß, wie als Frau nachts von einem Ausländer belästigt zu werden.
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Zum einen ist es natürlich ein gravierendes Problem, wenn die betreffenden Menschen Polizisten sind.
Den Unterschied zwischen rechtsextremen Polizisten, die obendrein noch Ermittlungen oder Prozesse in ihrem Sinne beeinflussen und rechtsextremen MTAs oder Supermarktkassiererinnen muss ich hoffentlich nicht weiter erläutern.

Zum anderen geht das ja hier und dort noch viel weiter, z.B. in der Judikative.
In einigen ostdeutschen Ländern gibt's da ja offenbar turmhohe Probleme.

https://www.sueddeutsche.de/politik/rechtsextremismus-sachsen-anhalt-prozess-justiz-1.4280352

Ist halt ein massives Problem, wenn Exekutive und Judikative dafür sorgen, dass man jegliches Vertrauen in immer mehr den Innenministerien Unterstellten verliert.

Siehe hier auch Peter Beuth (was macht und oder sagt der derzeit eigentlich zu der Angelegenheit?), Roland Wöller, Innenminister von Sachsen oder Horst Seehofer.
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hawischer schrieb:

Die Wahrscheinlichkeit einen rechtsradikalen Polizisten oder Richter zu treffen, ist etwa genauso groß, wie als Frau nachts von einem Ausländer belästigt zu werden.
     


Schwierig. Die Dunkelziffer dürfte groß sein. Unter den Polizisten und Richtern kann man zumindest von mindestens 10%+X AfD-Wählern ausgehen. Und wer diese Partei wählt, hat sicherlich eine Einstellung, die nicht weit von "rechtsradikal" entfernt ist.
Schwieriger Vergleich.
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SGE_Werner schrieb:


Schwierig. Die Dunkelziffer dürfte groß sein. Unter den Polizisten und Richtern kann man zumindest von mindestens 10%+X AfD-Wählern ausgehen. .


Die Verhältnisse bei der Polizei vermag ich nicht zu beurteilen. Bei den Richtern halte ich deine Zahl aber für viel zu hoch gegriffen. Ich habe es noch nie erlebt, dass ein Richter selbst im privaten und freundschaftlichen Kontext auch nur angedeutet hat, daß er mit AfD-Positionen sympathisiern könnte. Zumal der Umstand, dass ein Richter eine Partei wählt, noch nicht dazu führt, dass er seine Rechtsprechung im Sinne dieser Partei trifft. Es gehört zum Beruf des Richters, das zu trennen.
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hawischer schrieb:

Die Wahrscheinlichkeit einen rechtsradikalen Polizisten oder Richter zu treffen, ist etwa genauso groß, wie als Frau nachts von einem Ausländer belästigt zu werden.
     


Schwierig. Die Dunkelziffer dürfte groß sein. Unter den Polizisten und Richtern kann man zumindest von mindestens 10%+X AfD-Wählern ausgehen. Und wer diese Partei wählt, hat sicherlich eine Einstellung, die nicht weit von "rechtsradikal" entfernt ist.
Schwieriger Vergleich.
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SGE_Werner schrieb:

hawischer schrieb:

Die Wahrscheinlichkeit einen rechtsradikalen Polizisten oder Richter zu treffen, ist etwa genauso groß, wie als Frau nachts von einem Ausländer belästigt zu werden.
     


Schwierig. Die Dunkelziffer dürfte groß sein. Unter den Polizisten und Richtern kann man zumindest von mindestens 10%+X AfD-Wählern ausgehen. Und wer diese Partei wählt, hat sicherlich eine Einstellung, die nicht weit von "rechtsradikal" entfernt ist.
Schwieriger Vergleich.

Solange ein Polizeibeamter oder Richter eine Partei wählt, die für eine Wahl zugelassen ist, dann ist es erstmal sein vom GG geschütztes Recht. Egal ob er AfD oder DKP wählt. Ist in der beruflichen Tätigkeit die persönliche Einstellung auszublenden?

Ist die Einstellung eines Mods bei der Ausübung seines Amtes hier im Forum auszublenden?
Alle Mods mit denen ich Gelegenheit hatte, dass Thema der Neutralität anzusprechen, haben diese für sich als selbstverständlich unterstellt.
Wenn das richtig ist, dann gilt das bis zum gerichtsfesten Beweis des Gegenteils auch für die genannten Berufsgruppen.
Ich halte das für möglich.

Eine persönliche Erfahrung: Bei Arbeitsgerichten werden die ehrenamtlichen Richter aus den Kreisen der Arbeitgeber und der Gewerkschaften besetzt. Ich hatte das "Vergnügen", dieses Amt 15 Jahre lang als "Arbeitgebervertreter" auszuüben. Nun mag man den Eindruck haben, dass in den Besprechungen im Richterraum, die "Herkunft" sich in der Bewertung der Fälle widerspiegeln. Da ich die Kollegen von der anderen Seite aus der beruflichen Tätigkeit häufig kannte, war ich oft überrascht, wie differenziert und neutral in der im Fallbewertung argumentiert wurde.  Von beiden Seiten, nehme ich für mich in Anspruch. Das führte meist zu einstimmigen Urteilen.

Nochmal, Verstöße müssen benannt und geahndet werden. Aber bitte nicht mit Pauschalurteilen.

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Was mich an der Diskussion der letzten Tage als politisch eher in der Mitte stehender Mensch richtig nervt, ist es, feststellen zu müssen, dass sich beide politischen Außen und deren Wählerschaft in keinster Weise darin unterscheiden, wie sie mit Taten umgehen, bei denen Menschen, deren Einstellungen ihnen zuwider sind, zu Opfern werden.

So, wie teilweise jetzt die eine Seite über die Taten gegenüber dem AfD-Politiker von Karma oder "Wie es in den Wald hineinruft..." sagt und schreibt, so macht das die andere Seite, wenn Politiker der Linken angegriffen werden.
Und beide politischen Außen instrumentalisieren Taten bis zum Gehtnichtmehr. Gut, zugegebenermaßen macht es die AfD noch offensichtlicher und plumper.

Das ganze Verhalten erinnert mich jetzt wieder an den Beitrag vom Bohemian Browser Ballett.

https://www.youtube.com/watch?v=fyhn1twxjHg
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SGE_Werner schrieb:

Was mich an der Diskussion der letzten Tage als politisch eher in der Mitte stehender Mensch richtig nervt, ist es, feststellen zu müssen, dass sich beide politischen Außen und deren Wählerschaft in keinster Weise darin unterscheiden, wie sie mit Taten umgehen, bei denen Menschen, deren Einstellungen ihnen zuwider sind, zu Opfern werden.

Meinst Du das Forum oder die Gesellschaft, soweit man sie öffentlich wahrnehmen kann?
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Auswirkungen der neuen Partei von Plaggenburg:
zieht er AfD Wähler ab, oder ist die AfD jetzt noch "attraktiver" ohne diesen Flügel? schwer zu sagen, die neuen Parteien von Lücke und Petty haben keinerlei Auswirkungen gehabt. Wie das bei diesen "dämlichen Patrioten" aussieht, kann ich nicht abschätzen
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Auswirkungen der neuen Partei von Plaggenburg:
zieht er AfD Wähler ab, oder ist die AfD jetzt noch "attraktiver" ohne diesen Flügel? schwer zu sagen, die neuen Parteien von Lücke und Petty haben keinerlei Auswirkungen gehabt. Wie das bei diesen "dämlichen Patrioten" aussieht, kann ich nicht abschätzen
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Tafelberg schrieb:

Wie das bei diesen "dämlichen Patrioten" aussieht, kann ich nicht abschätzen
       


Zu befürchten ist jedenfalls, dass sie die 5%-Hürde in den entsprechendn Bundesländern schaffen können. Wäre für unsere Gesellschaft schon bedeutend, wenn sie das Lucke-/Petry-Schicksal teilen würden, denn eine weitere Erschütterung in der Parteienlandschaft kann fatale Folgen haben. Als Partei, rechts von der AfD, werden sie vermutlich erstmal für die NPD und ähnliche Parteien zum Problem. Aber Achtung: 2% rechtsaussen Wähler und 3% durch AfD-Überläufer würden ja schon reichen ...      
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Tafelberg schrieb:

Wie das bei diesen "dämlichen Patrioten" aussieht, kann ich nicht abschätzen
       


Zu befürchten ist jedenfalls, dass sie die 5%-Hürde in den entsprechendn Bundesländern schaffen können. Wäre für unsere Gesellschaft schon bedeutend, wenn sie das Lucke-/Petry-Schicksal teilen würden, denn eine weitere Erschütterung in der Parteienlandschaft kann fatale Folgen haben. Als Partei, rechts von der AfD, werden sie vermutlich erstmal für die NPD und ähnliche Parteien zum Problem. Aber Achtung: 2% rechtsaussen Wähler und 3% durch AfD-Überläufer würden ja schon reichen ...      
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Grundsätzlich ist jede Zersplitterung der Rechten zu begrüßen. Selbst wenn eine Partei rechts der AfD in einen der ostdeutschen Landtage einzieht, sehe ich hier eher Vorteile.
Die AfD geriete dadurch doch stark unter Zugzwang - sich entweder abzugrenzen oder die gemäßigten/konservativen Wähler preis zu geben.
Ich wünsche mir eine Masse an rechten Splittergruppierungen mit einer Selbstbeschäftigung wer die reine Lehre des Patriotismus/Nationalismus am besten vertritt!
Quasi das K-Gruppenproblem der Rechten!
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Grundsätzlich ist jede Zersplitterung der Rechten zu begrüßen. Selbst wenn eine Partei rechts der AfD in einen der ostdeutschen Landtage einzieht, sehe ich hier eher Vorteile.
Die AfD geriete dadurch doch stark unter Zugzwang - sich entweder abzugrenzen oder die gemäßigten/konservativen Wähler preis zu geben.
Ich wünsche mir eine Masse an rechten Splittergruppierungen mit einer Selbstbeschäftigung wer die reine Lehre des Patriotismus/Nationalismus am besten vertritt!
Quasi das K-Gruppenproblem der Rechten!
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FrankenAdler schrieb:

Ich wünsche mir eine Masse an rechten Splittergruppierungen mit einer Selbstbeschäftigung wer die reine Lehre des Patriotismus/Nationalismus am besten vertritt!

Also ich persönlich wünsche mir eher, dass rechts von der CSU überhaupt nix kommt.
Von konservativ bis linkssozialistisch alles okay und im Verfassungsbogen.
😊
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Grundsätzlich ist jede Zersplitterung der Rechten zu begrüßen. Selbst wenn eine Partei rechts der AfD in einen der ostdeutschen Landtage einzieht, sehe ich hier eher Vorteile.
Die AfD geriete dadurch doch stark unter Zugzwang - sich entweder abzugrenzen oder die gemäßigten/konservativen Wähler preis zu geben.
Ich wünsche mir eine Masse an rechten Splittergruppierungen mit einer Selbstbeschäftigung wer die reine Lehre des Patriotismus/Nationalismus am besten vertritt!
Quasi das K-Gruppenproblem der Rechten!
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FrankenAdler schrieb:

Die AfD geriete dadurch doch stark unter Zugzwang - sich entweder abzugrenzen oder die gemäßigten/konservativen Wähler preis zu geben.

Ich sehe hier die Gefahr, dass die (eventuell nur geheuchelte) Abgrenzung zu einer weiteren Stärkung der AfD führen könnte. Durchaus möglich, dass sie dann Wähler anziehen würde, die bisher noch Skrupel hatten. Der Wolf im Schafspelz ist sicher gefährlicher als der Wolf ...  
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Grundsätzlich ist jede Zersplitterung der Rechten zu begrüßen. Selbst wenn eine Partei rechts der AfD in einen der ostdeutschen Landtage einzieht, sehe ich hier eher Vorteile.
Die AfD geriete dadurch doch stark unter Zugzwang - sich entweder abzugrenzen oder die gemäßigten/konservativen Wähler preis zu geben.
Ich wünsche mir eine Masse an rechten Splittergruppierungen mit einer Selbstbeschäftigung wer die reine Lehre des Patriotismus/Nationalismus am besten vertritt!
Quasi das K-Gruppenproblem der Rechten!
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FrankenAdler schrieb:


         Grundsätzlich ist jede Zersplitterung der Rechten zu begrüßen. Selbst wenn eine Partei rechts der AfD in einen der ostdeutschen Landtage einzieht, sehe ich hier eher Vorteile.


Sehe ich auch so. Aber die Poggenburg-Partei wird wohl keine Prozente holen, außer vllt. in Sachsen-Anhalt und da wird dieses Jahr nicht gewählt. Die Zersplitterung der Rechten wie früher durch NPD, DVU, Pro DM und so nen Murks, Schill-Populismus, Reps etc. hatte ja immer dazu geführt, dass keine rechte Partei wirklich überregional Fuß fassen konnte.

Aktuell bindet sich die komplette Rechte, also von "moderat" bis radikal, in einer Partei. Das wird in meinen Augen auf Dauer nicht so bleiben. Die AfD wird spätestens in der Nach-Merkel-Ära , sprich nach der BTW 2021, entscheiden müssen, ob sie radikale Oppositionspartei bleibt oder als regierungsfähige Partei mit genügend Schnittmengen zu Union und FDP weiter existieren will.
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FrankenAdler schrieb:


         Grundsätzlich ist jede Zersplitterung der Rechten zu begrüßen. Selbst wenn eine Partei rechts der AfD in einen der ostdeutschen Landtage einzieht, sehe ich hier eher Vorteile.


Sehe ich auch so. Aber die Poggenburg-Partei wird wohl keine Prozente holen, außer vllt. in Sachsen-Anhalt und da wird dieses Jahr nicht gewählt. Die Zersplitterung der Rechten wie früher durch NPD, DVU, Pro DM und so nen Murks, Schill-Populismus, Reps etc. hatte ja immer dazu geführt, dass keine rechte Partei wirklich überregional Fuß fassen konnte.

Aktuell bindet sich die komplette Rechte, also von "moderat" bis radikal, in einer Partei. Das wird in meinen Augen auf Dauer nicht so bleiben. Die AfD wird spätestens in der Nach-Merkel-Ära , sprich nach der BTW 2021, entscheiden müssen, ob sie radikale Oppositionspartei bleibt oder als regierungsfähige Partei mit genügend Schnittmengen zu Union und FDP weiter existieren will.
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Damit könnte man leben, weil das bedeuten würde, dass man eine Grenze wahren würde.
Man hätte eine rechtskonservative Partei im Spektrum. Hatte die Bundesrepublik immer.
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Meuthen hält es auf der Wahlversammlung der AfD plötzlich für irrelevant, ob da nun ein Kantholz im Spiel war.
Und wieder waren es die beiden Helfer, deren Eingreifen erheblich schlimmeres verhindert hätte.

Wer kann, möge sich den haarsträubenden Mist auf Phönix betrachten. Es ist ein Leid.
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Damit könnte man leben, weil das bedeuten würde, dass man eine Grenze wahren würde.
Man hätte eine rechtskonservative Partei im Spektrum. Hatte die Bundesrepublik immer.
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FrankenAdler schrieb:

Damit könnte man leben, weil das bedeuten würde, dass man eine Grenze wahren würde.
Man hätte eine rechtskonservative Partei im Spektrum. Hatte die Bundesrepublik immer.


Absolut. Eine Partei im rechtskonservativen Spektrum, die nichts anderes ist als eine bundesweite CSU mit paar populistischen Zügen (also ähnlich wie bei CSU oder bei so Leuten wie Roland Koch früher), würde ein Spektrum abdecken, was früher zum Großteil die Union abgedeckt hat. Damit kann und muss dieses Land leben. Die Radikalen würden dann außen vor bleiben und können sich gerne in den 1%-Rechts-Splitterparteien gegenseitig die Eier schaukeln, wer jetzt der bessere Patriot ist, da stimme ich Dir völlig zu.

Man kann jedenfalls über die Entwicklungen der nächsten Jahre gespannt sein.

Seit dem Spätsommer hat die AfD in den bundesweiten Umfragen im Schnitt 2-3 % verloren. Merkel-Rückzug und Seehofer redet nicht mehr jeden Tag über Migranten und zack... Ist der Mobilisierungsgrad der AfD schon gesunken.

Wenn man den ganzen Tag Probleme größer redet, profitiert die Partei davon, die das als erstes getan hat.

Die AfD wird erstmal bleiben, aber wenn Merkel weg ist, das Protestpotenzial sich abgenutzt hat und bestimmte Themen nicht aufflammen, wird sie irgendwann bei vllt. 10 % stagnieren. Und dann geht es wie in jeder guten Partei darum, die Schuldigen dafür zu suchen. Ich glaube, dass dieses Jahr das letzte Jahr sein wird, in dem die AfD noch mal spürbar wachsen kann, vor allem durch die Landtagswahlen im Osten. Danach kommen erstmal kaum noch Wahlen, bevor sie 2021 ihre hohen Ergebnisse aus 2016+2017 verteidigen muss. Und ab dann werden wir mal sehen, wie es am rechten politischen Rand dieser Nation weiter gehen wird.
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Meuthen hält es auf der Wahlversammlung der AfD plötzlich für irrelevant, ob da nun ein Kantholz im Spiel war.
Und wieder waren es die beiden Helfer, deren Eingreifen erheblich schlimmeres verhindert hätte.

Wer kann, möge sich den haarsträubenden Mist auf Phönix betrachten. Es ist ein Leid.
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Misanthrop schrieb:


         Meuthen hält es auf der Wahlversammlung der AfD plötzlich für irrelevant, ob da nun ein Kantholz im Spiel war.


Sei froh, dass er nicht noch behauptet, das Video sei manipuliert worden von den Behörden, weil man der AfD schaden will. Das steht nämlich auf diversen rechten Seiten bei Facebook, Twitter und Co.

Das Schlimme ist ja, dass Meuthen noch zum moderaten Lager gehört.
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Tafelberg schrieb:

Wie das bei diesen "dämlichen Patrioten" aussieht, kann ich nicht abschätzen
       


Zu befürchten ist jedenfalls, dass sie die 5%-Hürde in den entsprechendn Bundesländern schaffen können. Wäre für unsere Gesellschaft schon bedeutend, wenn sie das Lucke-/Petry-Schicksal teilen würden, denn eine weitere Erschütterung in der Parteienlandschaft kann fatale Folgen haben. Als Partei, rechts von der AfD, werden sie vermutlich erstmal für die NPD und ähnliche Parteien zum Problem. Aber Achtung: 2% rechtsaussen Wähler und 3% durch AfD-Überläufer würden ja schon reichen ...      
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Landroval schrieb:
Zu befürchten ist jedenfalls, dass sie die 5%-Hürde in den entsprechendn Bundesländern schaffen können.


Nie im Leben. Zum Aufbau einer Partei gehört viel mehr als einfach nur eine Gründung und bisschen Werbetrommel. Der Aufwand vom Herstellen einer Satzung bis hin zur Listenwahl, Spendenorganisation, Finanzierung, Buchhaltung, etc. ist enorm.

Als Partei, rechts von der AfD, werden sie vermutlich erstmal für die NPD und ähnliche Parteien zum Problem. Aber Achtung: 2% rechtsaussen Wähler und 3% durch AfD-Überläufer würden ja schon reichen ...  


So viel Potential gibt es da nicht. Es gibt imho viel mehr Eurokritiker als Rechtsextreme, denen die AfD zu links, aber die NPD zu rechts ist. Offen gestanden versteh ich nicht mal, wieso dieses "Vakuum", so es denn eines ist, überhaupt politisch noch gefüllt wird. Wenn Poggenburg die AfD zu links war, dann ist er bei der NPD doch richtig.
Und da es wie gesagt viel mehr Eurokritiker gibt, als diese "Nischenbesetzer" einer Poggenburg-Partei, es aber selbst Luckes sehr bürgerliche LKR nicht mal über 0,1% schafft, egal wo sie antritt, wird diese Partei dasselbe treffen.

Es ist aber interessant zu sehen, wie stark das rechte Lager in Bewegung ist. Vor der AfD sehr zersplittert (NPD, DVU, pro köln, pro Deutschland, Die Freiheit, BIW, REP und wie sie alle heißen), dann sehr starke Zentralisierung hin zur AfD und jetzt wieder Zersplitterung aus der AfD heraus (ALFA resp. LKR, B-Partei, Völkische Patrioten, ...tbc?).
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FrankenAdler schrieb:

Ich wünsche mir eine Masse an rechten Splittergruppierungen mit einer Selbstbeschäftigung wer die reine Lehre des Patriotismus/Nationalismus am besten vertritt!

Also ich persönlich wünsche mir eher, dass rechts von der CSU überhaupt nix kommt.
Von konservativ bis linkssozialistisch alles okay und im Verfassungsbogen.
😊
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edmund schrieb:
Also ich persönlich wünsche mir eher, dass rechts von der CSU überhaupt nix kommt.


Sind Sie es, Herr Stoiber?


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