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AigleSaoul

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AigleSaoul schrieb:

So ein Beitrag bringt uns nicht wirklich weiter - zwischen "Grenzen zu!" und "Deutschland nimmt alle Flüchtlinge auf!" wird sich hoffentlich noch eine Zwischenlösung finden lassen, die realistisch ist und von der Mehrheit der Bevölkerung getragen wird.

Ja, das exisitierende Asylrecht.
Das wird aber von manchen hier aus Sorge vor den pösen Islamisten, die alle nur darauf warten in einem wackligen Boot durchs Mittelmeer zu paddeln, offenbar abgelehnt wird.
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Raggamuffin schrieb:

Ja, das exisitierende Asylrecht.
Das wird aber von manchen hier aus Sorge vor den pösen Islamisten, die alle nur darauf warten in einem wackligen Boot durchs Mittelmeer zu paddeln, offenbar abgelehnt wird.

Das existierende Asylrecht ist nachgelagerte Komponente.
Die Frage, ob man die Anzahl derjeniger, die es in Anspruch nehmen möchten, durch geeignete Maßnahmen (z.B. EU-Quote, ich hatte noch andere genannt) regulieren kann und möchte, die vorgelagerte.
Und durch geeignete Steuerung der zweiten Komponente muss man die erste gar nicht anpassen oder gar brechen.
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Die Amerikaner waren in den 30ern ganz schön leichtsinnig. Unter die vielen geflüchteten Juden hätten sich so leicht Nazis mischen können.

Grenzen zu! Sicher ist sicher!
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Raggamuffin schrieb:

Die Amerikaner waren in den 30ern ganz schön leichtsinnig. Unter die vielen geflüchteten Juden hätten sich so leicht Nazis mischen können.


Grenzen zu! Sicher ist sicher!

So ein Beitrag bringt uns nicht wirklich weiter - zwischen "Grenzen zu!" und "Deutschland nimmt alle Flüchtlinge auf!" wird sich hoffentlich noch eine Zwischenlösung finden lassen, die realistisch ist und von der Mehrheit der Bevölkerung getragen wird.
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AigleSaoul schrieb:  


WuerzburgerAdler schrieb:  


HeinzGründel schrieb:
Warum werden hier eigentlich Forumsuser aufgeordert " Lösungen"  vorzulegen, für die die Politik noch nicht mal welche hat  ?


Ich weiß nicht, Heinz. Da gibt es Menschen, vom Politiker bis zum Bauarbeiter, die sehen momentan keine Alternative zu ihrem Handeln. Aber sie handeln.
Andere, die nicht handeln, sagen: das ist falsch, was du da machst, und gefährlich!


Dürfen diese Menschen dann nicht fragen: wie ist die Alternative? Hast du eine?


Quotenregelung innerhalb der EU, damit sich alle Länder an der Aufnahme beteiligen. Ungarn mag weniger atraktiv als Deutschland sein, Krieg herrscht dort aber nicht - und das ist doch das Primärziel von Kriegflüchtlingen.
Aufstockung der Anzahl der Beamten, um zügigere Abwicklung von Asylverfahren zu ermöglichen.
Entschlossenes Vorgehen gegen Schleuser
Finanzielle Unterstützung der Nicht-EU-Länder, die viele Flüchtlinge aufgenommen haben
Das sind doch schon mal ein paar Ideen.
Aber abgesehen davon finde ich es legitim, sich Gedanken wie HG zu machen, da Anzahl der Flüchtlinge + die Geschwindigkeit, mit der sie nach DE kommen, schon logistisch schwer zu stämmen sind. Von Verständigungs- und kulturellen Herausforderungen einmal abgesehen.

Natürlich ist das legitim. Man tut gerne mal so, als ob die Menschen, die den Flüchtlingen helfen oder sich für eine Aufnahme aussprechen, sich diese Gedanken nicht machen würden. Die Konsequenz aus diesen Gedanken ist doch das Entscheidende: crasher möchte offenbar den Zuzug weiterer Flüchtlinge begrenzen. Dann muss er aber auch sagen, wie das gehen soll. Mauerbau? Grenzen dicht? Nach Ungarn zurück?
Eine weitere Idee würde ich deiner Sammlung anfügen: entschlossen mitzuhelfen, die Verhältnisse im Flüchtlingsland so zu verändern, dass die Flüchtlinge baldmöglichst zurückkehren können.
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WuerzburgerAdler schrieb:

Natürlich ist das legitim. Man tut gerne mal so, als ob die Menschen, die den Flüchtlingen helfen oder sich für eine Aufnahme aussprechen, sich diese Gedanken nicht machen würden. Die Konsequenz aus diesen Gedanken ist doch das Entscheidende: crasher möchte offenbar den Zuzug weiterer Flüchtlinge begrenzen. Dann muss er aber auch sagen, wie das gehen soll. Mauerbau? Grenzen dicht? Nach Ungarn zurück?
Eine weitere Idee würde ich deiner Sammlung anfügen: entschlossen mitzuhelfen, die Verhältnisse im Flüchtlingsland so zu verändern, dass die Flüchtlinge baldmöglichst zurückkehren können.

Deine Idee ist vermutlich sogar eine ganz wesentliche; ich habe sie nicht aufgelistet, weil sie - zumindest kurz- bis mittelfristig - nicht umsetzbar sein wird... leider.
Und ich möchte die Hilfsbereitschaft vieler in DE nicht diskreditieren. Auf mich wirkt das lediglich wie eine notwendige Erstversorgung des Patienten mit Pflastern und einer Decke. Aber noch ist kein Doktor in Sicht, der die notwendige Operation vornehmen kann.
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HeinzGründel schrieb:

Warum werden hier eigentlich Forumsuser aufgeordert " Lösungen"  vorzulegen, für die die Politik noch nicht mal welche hat  ?

Ich weiß nicht, Heinz. Da gibt es Menschen, vom Politiker bis zum Bauarbeiter, die sehen momentan keine Alternative zu ihrem Handeln. Aber sie handeln.
Andere, die nicht handeln, sagen: das ist falsch, was du da machst, und gefährlich!

Dürfen diese Menschen dann nicht fragen: wie ist die Alternative? Hast du eine?
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WuerzburgerAdler schrieb:  


HeinzGründel schrieb:
Warum werden hier eigentlich Forumsuser aufgeordert " Lösungen"  vorzulegen, für die die Politik noch nicht mal welche hat  ?


Ich weiß nicht, Heinz. Da gibt es Menschen, vom Politiker bis zum Bauarbeiter, die sehen momentan keine Alternative zu ihrem Handeln. Aber sie handeln.
Andere, die nicht handeln, sagen: das ist falsch, was du da machst, und gefährlich!


Dürfen diese Menschen dann nicht fragen: wie ist die Alternative? Hast du eine?

  • Quotenregelung innerhalb der EU, damit sich alle Länder an der Aufnahme beteiligen. Ungarn mag weniger atraktiv als Deutschland sein, Krieg herrscht dort aber nicht - und das ist doch das Primärziel von Kriegflüchtlingen.
  • Aufstockung der Anzahl der Beamten, um zügigere Abwicklung von Asylverfahren zu ermöglichen.
  • Entschlossenes Vorgehen gegen Schleuser
  • Finanzielle Unterstützung der Nicht-EU-Länder, die viele Flüchtlinge aufgenommen haben
Das sind doch schon mal ein paar Ideen.
Aber abgesehen davon finde ich es legitim, sich Gedanken wie HG zu machen, da Anzahl der Flüchtlinge + die Geschwindigkeit, mit der sie nach DE kommen, schon logistisch schwer zu stämmen sind. Von Verständigungs- und kulturellen Herausforderungen einmal abgesehen.
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crasher1985 schrieb:
Und die Spekulanten wären mir dabei völlig egal.. wer auf das Elend  anderer Menschen setzt oder zumindest damit spekuliert hat es nicht anders verdient.


Hmm... bedeutet Kreditvergabe "auf das Elend anderer Menschen zu setzen"? Sehr eigenwillige Interpretation; ohne ein funktionierendes Kreditsystem würde es z.B. dem deutschen Mittelstand schlecht gehen. In meinen Augen ist ein Kredit erst einmal völlig emotionslos ein Vertrag mit festen oder variablen Konditionen. Und solange wir nicht von Wucherzinsensprechen in meinen Augen moralisch nicht verwerflich.
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WuerzburgerAdler schrieb:
pelo schrieb:
Tafelberg schrieb:
reggaetyp schrieb:
@djchuky: Stammtischgelaber. Sonst nix. Oder doch von der Titanic geschrieben.

Weißt du, dass Deutsche und Griechen das beinahe exakt selbe Renteneintrittsalter haben?
Um nur mal ein Beispiel zu nennen.

Ich kann dir versichern, ich hab schon lange nicht mehr so gastfreundliche und großzügige Menschen kennengelernt wie jüngts in Griechenland.


kann ich bestätigen mit der Gastfreundschaft


und ich kann bestätigen,dass Italiener , Spanier Türken   u. selbst Österreicher   gastfreundliche Menschen sind.
In Österreich wurde mir sogar von einer Wirtin sozusagen "amtlich" bestätigt,dass ich kein "Piefke" bin.


Pelo, ich halte das mit den netten Menschen auch für zweitrangig. Die gibt es in der Tat überall, genauso wie es weniger wohlmeinende Menschen gibt. Man könnte höchstens anmerken, dass es den Ländern, denen wir im 2. WK übel mitgespielt haben, umso höher anzurechnen ist.

Was mich an der ganzen Geschichte nur ungemein stört, ist zweierlei:

1. Die herablassende, schulmeisterliche, erzieherische Art und Weise, mit der die EU und allen voran Schäuble versucht, GR "auf Linie" zu bringen, ohne in irgendeiner Weise auf die Eigenarten und Gesetzmäßigkeiten dieses Landes einzugehen (z.B. Stichwort Rente). Nur wenn du brav bist, halten wir dich am Leben, auch wenn wir vorher und währenddessen sauber von dir profitiert haben etc. Das kotzt mich an. Bei ein wenig mehr partnerschaftlichem Denken wäre man hier und heute schon viel weiter.

2. Seit Syriza am Ruder ist, hat sich dieser Ton nochmal verdreifacht. Den korrupten Regierungen zuvor hat man so gut wie alles durchgehen lassen, Tsipras nun nichts mehr. Die griechische Krise für seine eigenen politischen Zwecke zu benutzen ist schäbig und hinterhältig.

Nochmal, damit es keine Missverständnisse gibt: GR hat ein großes Maß an Mitschuld an dem Dilemma, keine Frage. Aber weder sind sie die Alleinschuldigen noch taugt das Krisenmanagement von Merkel, Schäuble und EU zu irgendwas.


Zu 1.: Einmal abgesehen davon, dass ich die Nazivergleich-Rhetorik von griechischer Seite aus für deutlich unpassender halte - wie lauten denn die "Eigenarten und Gesetzmäßigkeiten dieses Landes"? Und müsste man diese nicht in schwierigen Zeiten auf den Prüfstand stellen dürfen? Einen konstruktiven Vorschlag nur deshalb empört abzulehnen, weil er aus dem Ausland kommt, klingt nach gekränkter Eitelkeit und nicht nach der ernsthaften Suche einer  Lösung.

Zu 2.: Syriza hat das Pech, zum Siedepunkt der Krise verantwortlich für GR zu sein. Man könnte aber auch argumentieren, dass sie ohne die Krise niemals an die Macht gekommen wären... Wie dem auch sei: Syriza hat sich in den letzten Wochen nicht mit Ruhm bekleckert, was Souveränität und vertrauensbildende Maßnahmen angeht, diese Partei betreibt doch schon genug Selbstzerstörung, da brauchen Merkel & Schäuble ja gar nicht mehr viel zu tun.
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crasher1985 schrieb:
Was würde den Europa z.B. daran hindern sich gegenseitig jegliche Schulden zu erlassen?


Das (oder zumindest eines  smile: Problem bei deinem Plan ist, dass es sich bei den Gläubigern z.B. um Kreditinstitute oder Privatpersonen handelt (Beispiel Deutschland).
Wie gereizt Banken auf Milliardenabschreibungen reagieren, haben wir in den letzten Jahren ja zu Genüge erlebt. Und auch ich würde sehr gereizt reagieren, wenn meine Staatsanleihen (besitze zwar keine - aber prinzipiell finde ich den Gedanken charmant, dass man Kredite zurückzahlt) plötzlich keinen Wert mehr hätten.
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crasher1985 schrieb:
Ich habe auch kein Heilmittel und auch keinen Vorschlag wo man sagen könnte " Das funktioniert" .. ich kann bloss sagen so wie jetzt wird es nicht funktionieren bzw. kann es garnicht funktionieren.


Diese Aussage ehrt dich, da jeder relevante Politiker / Wirtschaftsexperte gerne erklärt, wie man GR am besten helfen kann - wissen können wir es mit Sicherheit alle nicht. Aber auch wenn sich die Reformen der letzten Jahre nicht bewährt haben sollten, heißt das doch nicht, dass gar keine Reformen zum Ziel führen! Weh tun wird es immer - wenn z.B. der Militärhaushalt gesenkt würde, bleiben vermutlich einige Soldaten auf der Strecke. Verschlankt man den Beamtenstaat, werden Beamte arbeitslos. Ich sehe nur nicht, wie man ohne diese schmerzhaften Reformen weiterkommen möchte... diese Subventionspolitik, um Wähler bei Laune zu halten, scheitert am Ende (ohne externe Geldfzulüsse) in jedem Fall.
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crasher1985 schrieb:
AigleSaoul schrieb:
reggaetyp schrieb:
@djchuky: Stammtischgelaber. Sonst nix. Oder doch von der Titanic geschrieben.


Wie so häufig, wenn Reformvorschläge abgelehnt werden, fehlen mir (realistische!) Alternativvorschläge, wie das notorische Haushaltsdefizit in GR beseitigt werden soll. Wie lauten deine?

reggaetyp schrieb:
Ich kann dir versichern, ich hab schon lange nicht mehr so gastfreundliche und großzügige Menschen kennengelernt wie jüngts in Griechenland.


Das ist schön, und WuerzburgerAdler würde noch ergänzen, dass er griechische Verwandschaft hat, daher die Lage besser einschätzen kann usw.
Ändert aber herzlich wenig daran, dass GR als Ganzes (= die Summe seiner Menschen, ihrer Politik, ihrer Wirtschaft, ihrer Mentalität usw.) sich latent schwer damit tut, seine Probleme mit Reformen anzugehen.
Vergleiche mit DE ("Da werden auch Steuern hinterzogen!" - na und? Die Steuern, die eingenommen werden, reichen offenbar), Verweise auf DE als Lehrmeister (von mir aus kann GR seine Probleme auch völlig anders als von DE vorgschlagen lösen), Verweise auf den europäischen Gedanken just dann, als man feststellt, dass  das eigene Land pleite ist... ach ja, zur Not noch ein bisschen Nazivergleich obendrauf.
Nee, da muss man kein BILD-Leser sein, um diese merkwürdige Interpretation von Solidarität abzulehnen.
Vertrauen ist m.E. ein Schlüsselbegriff in der aktuellen Lage. Wie soll man der Politik in einem Land trauen, in dem die eigene Regierung die Reformen ablehnt und nachwievor gegen den größten Geldgeber verbal geschossen wird?
Ich persönlich vermute, dass der Grexit mittelfristig (kurzfristig wird es in jedem Fall unruhig in GR) die beste Lösung für alle Beteiligten darstellt, und halte auch einen zeitlich befristeten Grexit für denkbar.


Ich find das ganz witzig das hier immer wieder von den Reformen gesprochen wird. Wann genau ist die grichische Wirtschaft mehr oder weniger komplett zum erliegen gekommen? Richtig nach den Reformen die die Troika gefordert hat und die auch teilweise umgesetzt wurden. Seitdem geht es den Menschen dort noch schlechter und es ist keine Besserung in Sicht.

Ich glaube keiner streitet ab das die GR Regierung schwere Fehler gemacht hat, diese Fehler wurden aber nciht in den letzten 5 Jahren gemacht sondern die letzten Jahrzehnte.
Auch die neuen Reformpakete sind kontraproduktiv. Ich frage mich welcher schlaue Kopf der Meinung ist das dies der GR Wirtschaft hilft.
Kurz gesagt soll GR sein Tafelsilber verkaufern (Privatisierung) und Geld zu generieren was für die Tilgung der Schulden verwendet wird. Also ein Kredit um einen Kredit bezahlen zu können. Dies führt am ende zu steigenden Arbeitslosenzahlen und einer direkten Verschärfung der Krise.

Ich lege übrigens jeden mal folgenden Text ans Herz.. dieser beschreibt meiner Ansicht nach ganz gut wie die Wahrnehmung von Merkel und Deutschalnd mittlerweile ist:

http://blogs.faz.net/stuetzen/2015/07/13/das-ist-ein-putsch-gegen-die-alte-brd-5404/

Es gibt meiner Ansicht nach nur einen Weg aus der Krise und das ist ein Schuldenerlass. Das Problem daran ist das sich dann ganz schnell andere Staaten findne die genau das auch fordern.

Zum Thema Protugal, Irland und Spanien: Was genau wurde dort geschafft? Ob und wie der Erfolg ist wird man dann sehen wenn die Kredite fällig werden.. eins hat man auf jeden Fall erreicht mit den Programmen: Eine radikalisierung der Bevölkerung .. und wenn das der Preis ist verzcihte ich liebend gerne darauf.


OK - nehmen wir einmal an, dass du Recht hast, und keine Reformen führen zu einer Besserung der Lage in GR. Dann bedeutet dies doch (korrigiere mich bitte, falls ich falsch liege), dass GR von nun an dauerhaft auf große Finanzspritzen angewiesen sein wird, um als Staat über die Runden zu kommen und seine Schulden bedienen zu können. Oder man muss in großem Maße Schulden erlassen. Wird deiner Ansicht nach GR dann in der Lage sein, langfristig wirtschaftlich zumindest einigermaßen über die Runden zu kommen? Ohne Reformen (lass' mal die Rente weg und fokussiere dich z.B. auf einen aufgeblähten Beamtenstaat und dennoch ineffiziente Behörden oder Steuern, die nie beim Staat ankommen) kann ich mir das nicht vorstellen. Einmal abgesehen davon - wieso kann etwas in GR nicht funktionieren, was sich z.B. in Estland bewährt hat?
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reggaetyp schrieb:
@djchuky: Stammtischgelaber. Sonst nix. Oder doch von der Titanic geschrieben.


Wie so häufig, wenn Reformvorschläge abgelehnt werden, fehlen mir (realistische!) Alternativvorschläge, wie das notorische Haushaltsdefizit in GR beseitigt werden soll. Wie lauten deine?

reggaetyp schrieb:
Ich kann dir versichern, ich hab schon lange nicht mehr so gastfreundliche und großzügige Menschen kennengelernt wie jüngts in Griechenland.


Das ist schön, und WuerzburgerAdler würde noch ergänzen, dass er griechische Verwandschaft hat, daher die Lage besser einschätzen kann usw.
Ändert aber herzlich wenig daran, dass GR als Ganzes (= die Summe seiner Menschen, ihrer Politik, ihrer Wirtschaft, ihrer Mentalität usw.) sich latent schwer damit tut, seine Probleme mit Reformen anzugehen.
Vergleiche mit DE ("Da werden auch Steuern hinterzogen!" - na und? Die Steuern, die eingenommen werden, reichen offenbar), Verweise auf DE als Lehrmeister (von mir aus kann GR seine Probleme auch völlig anders als von DE vorgschlagen lösen), Verweise auf den europäischen Gedanken just dann, als man feststellt, dass  das eigene Land pleite ist... ach ja, zur Not noch ein bisschen Nazivergleich obendrauf.
Nee, da muss man kein BILD-Leser sein, um diese merkwürdige Interpretation von Solidarität abzulehnen.
Vertrauen ist m.E. ein Schlüsselbegriff in der aktuellen Lage. Wie soll man der Politik in einem Land trauen, in dem die eigene Regierung die Reformen ablehnt und nachwievor gegen den größten Geldgeber verbal geschossen wird?
Ich persönlich vermute, dass der Grexit mittelfristig (kurzfristig wird es in jedem Fall unruhig in GR) die beste Lösung für alle Beteiligten darstellt, und halte auch einen zeitlich befristeten Grexit für denkbar.
#
FrankenAdler schrieb:
AigleSaoul schrieb:
miraculix250 schrieb:
AigleSaoul schrieb:
FrankenAdler schrieb:
Brady schrieb:
FrankenAdler schrieb:
Brady schrieb:
FrankenAdler schrieb:
Brady schrieb:
FrankenAdler schrieb:
Endgegner schrieb:
propain schrieb:
Weselsky du Schla.mpe, lauf mir nie über den Weg.


Das kannst du laut sagen....    


Ihr Propagandaopfer  
Im Zweifelsfall immer mit der Mainstreampresse blöken, vor allem wenn man selbst was zu spüren bekommt.
Solidarität bedeutet nicht, dass man nur dann für eine Sache spricht, wenn man selbst schmerzfrei bleibt. Solidarität heißt auch selbst mal ein Opfer zu bringen, um anderen beizustehen.

Aber wen juckt das im allgemeinen Verwertungsgetriebe.

Wie gesagt: Sklaven die froh sind wenn grad ein anderer die Peitsche bekommt


:/Polemik aus/

Dann erkläre dich doch bitte solidarisch und überweise mir 500 Euronen, bar geht auch...ist kein schlechtes Opfer, meine Tochter wird sich darüber freuen, endlich ihre zwei anstehenden Klassenfahrten bezahlt zu bekommen...


Mal im ernst: Was genau hat dich an dem Streik 500€ gekostet? Ich kann das nicht wirklich nachvollziehen. Musstest du dir ein Auto kaufen? Taxi fahren? Oder wofür bist du die 500€ losgeworden?


Mietwagen um die Familie wenigstens am Wochenende zu sehn...


Was spricht gegen den Fernreisebus?


Überfüllt.
Kein Platz.
Ewig unterwegs.
Nach einer Woche arbeiten, will ich eigentlich entspannt daheim ankommen und nicht total abgefuckt....aber gut die Opfer bring ich gern, solang mich dann in Zukunft meine Logführer auch mal pünktlich heim bringen...


Müsste ich zwischen der Klassenfahrt meiner Tochter und einer nicht ganz so gemütlichen Heimreise entscheiden, dann würde meine Tochter auf Klassenfahrt gehen. Das wäre mir an dieser Stelle wichtiger. Schade, dass deine Tochter dann jetzt scheinbar nicht auf Klassenfahrt kann, weil es dir so wichtig war gemütlich daheim anzukommen und diese blöden Eisenbahner gestreikt haben.

Sorry aber:
 


Für dich mag dein Job und seine Bedeutung für die Gesellschaft der Nabel der Welt sein - ist dein gutes Recht. Und im Rahmen von Streiks für deine Rechte einzutreten, ist ebenso dein gutes Recht. Aber Solidarität für alle Streiks / Streikenden einzufordern, selbst wenn man (z.T. massiv) von den Auswirkungen betroffen ist? Dieser gefühlte Solidaritätszwang ("Hast du kein Verständnis für uns, so bist du asozial!") ist doch eine Moralkeule, mit der man jede Kritik totschlagen kann. Und verfehlt das Ziel, für die eigene Sache Werbung zu machen.


Niemand hier zwingt irgendwen zu irgendetwas. Außer dem Weselsky natürlich, der zwingt den Brady in den Mietwagen und die Pharmabranche in die Knie, wie ich heute gelernt habe. ( )

Eher tritt man für seine Sichtweise ein, wie immer die auch sein möge. Mal mehr Emotional, mal mehr Argumentativ. Idealerweise beides zusammen.


Du beschreibst FrankenAdlers Schreibstil, Emotionalität und Argumentation hier allerdings sehr wohlwollend / zurückhaltend.


Hab ich nicht selbst drunter geschrieben dass es sich an dieser Stelle um Polemik handelt?


Aber an gefühlten 3.935 anderen Stellen in diesem Thread nicht.
Solidarität ist ein Konzept, dass auf der Kooperation von mind. 2 Seiten beruht. Entweder man versucht, die andere Seite solidarisch zu stimmen, oder man erklärt die eigene Sichtweise für korrekt und wehrt trotzig jegliche Kritik ab. Ich sehe die Bringschuld (d.h. für Verständnis werben) bei den Streikenden, nicht bei den Betroffenen.
#
miraculix250 schrieb:
AigleSaoul schrieb:
FrankenAdler schrieb:
Brady schrieb:
FrankenAdler schrieb:
Brady schrieb:
FrankenAdler schrieb:
Brady schrieb:
FrankenAdler schrieb:
Endgegner schrieb:
propain schrieb:
Weselsky du Schla.mpe, lauf mir nie über den Weg.


Das kannst du laut sagen....    


Ihr Propagandaopfer  
Im Zweifelsfall immer mit der Mainstreampresse blöken, vor allem wenn man selbst was zu spüren bekommt.
Solidarität bedeutet nicht, dass man nur dann für eine Sache spricht, wenn man selbst schmerzfrei bleibt. Solidarität heißt auch selbst mal ein Opfer zu bringen, um anderen beizustehen.

Aber wen juckt das im allgemeinen Verwertungsgetriebe.

Wie gesagt: Sklaven die froh sind wenn grad ein anderer die Peitsche bekommt


:/Polemik aus/

Dann erkläre dich doch bitte solidarisch und überweise mir 500 Euronen, bar geht auch...ist kein schlechtes Opfer, meine Tochter wird sich darüber freuen, endlich ihre zwei anstehenden Klassenfahrten bezahlt zu bekommen...


Mal im ernst: Was genau hat dich an dem Streik 500€ gekostet? Ich kann das nicht wirklich nachvollziehen. Musstest du dir ein Auto kaufen? Taxi fahren? Oder wofür bist du die 500€ losgeworden?


Mietwagen um die Familie wenigstens am Wochenende zu sehn...


Was spricht gegen den Fernreisebus?


Überfüllt.
Kein Platz.
Ewig unterwegs.
Nach einer Woche arbeiten, will ich eigentlich entspannt daheim ankommen und nicht total abgefuckt....aber gut die Opfer bring ich gern, solang mich dann in Zukunft meine Logführer auch mal pünktlich heim bringen...


Müsste ich zwischen der Klassenfahrt meiner Tochter und einer nicht ganz so gemütlichen Heimreise entscheiden, dann würde meine Tochter auf Klassenfahrt gehen. Das wäre mir an dieser Stelle wichtiger. Schade, dass deine Tochter dann jetzt scheinbar nicht auf Klassenfahrt kann, weil es dir so wichtig war gemütlich daheim anzukommen und diese blöden Eisenbahner gestreikt haben.

Sorry aber:
 


Für dich mag dein Job und seine Bedeutung für die Gesellschaft der Nabel der Welt sein - ist dein gutes Recht. Und im Rahmen von Streiks für deine Rechte einzutreten, ist ebenso dein gutes Recht. Aber Solidarität für alle Streiks / Streikenden einzufordern, selbst wenn man (z.T. massiv) von den Auswirkungen betroffen ist? Dieser gefühlte Solidaritätszwang ("Hast du kein Verständnis für uns, so bist du asozial!") ist doch eine Moralkeule, mit der man jede Kritik totschlagen kann. Und verfehlt das Ziel, für die eigene Sache Werbung zu machen.


Niemand hier zwingt irgendwen zu irgendetwas. Außer dem Weselsky natürlich, der zwingt den Brady in den Mietwagen und die Pharmabranche in die Knie, wie ich heute gelernt habe. ( )

Eher tritt man für seine Sichtweise ein, wie immer die auch sein möge. Mal mehr Emotional, mal mehr Argumentativ. Idealerweise beides zusammen.


Du beschreibst FrankenAdlers Schreibstil, Emotionalität und Argumentation hier allerdings sehr wohlwollend / zurückhaltend.
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FrankenAdler schrieb:
Brady schrieb:
FrankenAdler schrieb:
Brady schrieb:
FrankenAdler schrieb:
Brady schrieb:
FrankenAdler schrieb:
Endgegner schrieb:
propain schrieb:
Weselsky du Schla.mpe, lauf mir nie über den Weg.


Das kannst du laut sagen....    


Ihr Propagandaopfer  
Im Zweifelsfall immer mit der Mainstreampresse blöken, vor allem wenn man selbst was zu spüren bekommt.
Solidarität bedeutet nicht, dass man nur dann für eine Sache spricht, wenn man selbst schmerzfrei bleibt. Solidarität heißt auch selbst mal ein Opfer zu bringen, um anderen beizustehen.

Aber wen juckt das im allgemeinen Verwertungsgetriebe.

Wie gesagt: Sklaven die froh sind wenn grad ein anderer die Peitsche bekommt


:/Polemik aus/

Dann erkläre dich doch bitte solidarisch und überweise mir 500 Euronen, bar geht auch...ist kein schlechtes Opfer, meine Tochter wird sich darüber freuen, endlich ihre zwei anstehenden Klassenfahrten bezahlt zu bekommen...


Mal im ernst: Was genau hat dich an dem Streik 500€ gekostet? Ich kann das nicht wirklich nachvollziehen. Musstest du dir ein Auto kaufen? Taxi fahren? Oder wofür bist du die 500€ losgeworden?


Mietwagen um die Familie wenigstens am Wochenende zu sehn...


Was spricht gegen den Fernreisebus?


Überfüllt.
Kein Platz.
Ewig unterwegs.
Nach einer Woche arbeiten, will ich eigentlich entspannt daheim ankommen und nicht total abgefuckt....aber gut die Opfer bring ich gern, solang mich dann in Zukunft meine Logführer auch mal pünktlich heim bringen...


Müsste ich zwischen der Klassenfahrt meiner Tochter und einer nicht ganz so gemütlichen Heimreise entscheiden, dann würde meine Tochter auf Klassenfahrt gehen. Das wäre mir an dieser Stelle wichtiger. Schade, dass deine Tochter dann jetzt scheinbar nicht auf Klassenfahrt kann, weil es dir so wichtig war gemütlich daheim anzukommen und diese blöden Eisenbahner gestreikt haben.

Sorry aber:
 


Für dich mag dein Job und seine Bedeutung für die Gesellschaft der Nabel der Welt sein - ist dein gutes Recht. Und im Rahmen von Streiks für deine Rechte einzutreten, ist ebenso dein gutes Recht. Aber Solidarität für alle Streiks / Streikenden einzufordern, selbst wenn man (z.T. massiv) von den Auswirkungen betroffen ist? Dieser gefühlte Solidaritätszwang ("Hast du kein Verständnis für uns, so bist du asozial!") ist doch eine Moralkeule, mit der man jede Kritik totschlagen kann. Und verfehlt das Ziel, für die eigene Sache Werbung zu machen.
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emjott schrieb:
LDKler schrieb:
Nein, als aller erstes muss Deutschland mal sein Beschäftigungsproblem durch binnenwirtschaftliche Maßnahmen lösen, anstatt die eigene Arbeitslosigkeit via exorbitanter Handelsbilanzüberschüsse in die Handelsbilanzdefizit-Länder zu exportieren.  

Genau, DEUTSCHLAND heißt das griechische Problem!  

Vielleicht sollten die Griechen einfach mal in Österreich, Polen, Rumänien, der Türkei, oder, oder ...  nachfragen, wie man es trotz der unverschämten deutschen Wirtschaftsstärke schafft, sich nicht selbst bis ins Unendliche zu verschulden.


Aber das würde ja das kritische Hinterfragen der eigenen (Ausgaben-) Politik implizieren. Nein - Deutschland ist klarer Mehrfachtäter:

[ulist]
  • Zu Starke
  • (Export-) Wirtschaft
  • Aufzwingen unwichtiger Güter wie U-Boote
  • Streben nach 0%-Neuverschuldung / Sparmaßnahmen
  • [/ulist]

    Schön, dass linke Politik auch auf komplizierte Sachverhalte einfache Lösungen bereithält und lästige Fragen wie die nach der Finanzierung entweder gar nicht beantwortet werden oder die Superreichen herhalten dürfen.
    Und wenn dann noch „Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“ in ganz Europa gelebt wird, sind wir alle endlich im Schlaraffenland angekommen...  :neutral-face
    #
    Aragorn schrieb:
    AigleSaoul schrieb:
    LDKler schrieb:
    HeinzGründel schrieb:
    Problematisch ist die Wettbewerbsfähigkeit.

    Ganz genau, die Wettbewerbsfähigkeit ist das Hauptproblem - und zwar die deutsche!!! Deutschland ist viel zu wettbewerbsfähig, ...


    Eine recht eigenwillige Theorie in meinen Augen. Dass es Unterschiede in der Wirtschaftsstärke von GR und DE gibt, ist klar. Aber Deutschland so lange herunterzuwirtschaften, bis das Niveau von GR erreicht ist?! Das nenne ich mal gelebte Solidarität...  
    In GR gibt es ausreichend Baustellen (Steuerflucht, uneffektive und personell aufgeblähte Verwaltung z.B.), an denen man sich abarbeiten kann. Wenn nach den notwendigen Reformen immer noch ein zu großer Unterschied in der relativen Wirtschaftsleistung bestehen sollte, kann man auch über andere Maßnahmen nachdenken - aber zuerst ist GR am Zug.


    Naja, so ganz unrecht hat er ja nicht. In Deutschland wird ja auch der Mittelstand zur "eierlegenden Wollmilchsau" für den Staat.


    Das mag so sein oder auch nicht - aber die Verteilung irgendwelcher Lasten in DE ist hier doch gar nicht das Thema, sondern die Frage, wie GR wieder wettbewerbsfähig werden kann und welche Schritte dazu erforderlich sind, oder?
    Und dass LDKler themenübergreifend immer wieder zu dem Schluss kommt, dass Verteilungsprobleme von Geld bestehen, hilft hier m.E. nicht wirklich weiter. Denn trotz des gemeinsamen Wirtschaftsraums muss doch jedes Land im Rahmen seiner Möglichkeiten seinen Beitrag leisten, bevor Hilfe von anderen Ländern in Anspruch genommen werden kann - das ist jedenfalls meine Sicht der Dinge.
    #
    LDKler schrieb:
    HeinzGründel schrieb:
    Problematisch ist die Wettbewerbsfähigkeit.

    Ganz genau, die Wettbewerbsfähigkeit ist das Hauptproblem - und zwar die deutsche!!! Deutschland ist viel zu wettbewerbsfähig, ...


    Eine recht eigenwillige Theorie in meinen Augen. Dass es Unterschiede in der Wirtschaftsstärke von GR und DE gibt, ist klar. Aber Deutschland so lange herunterzuwirtschaften, bis das Niveau von GR erreicht ist?! Das nenne ich mal gelebte Solidarität...  
    In GR gibt es ausreichend Baustellen (Steuerflucht, uneffektive und personell aufgeblähte Verwaltung z.B.), an denen man sich abarbeiten kann. Wenn nach den notwendigen Reformen immer noch ein zu großer Unterschied in der relativen Wirtschaftsleistung bestehen sollte, kann man auch über andere Maßnahmen nachdenken - aber zuerst ist GR am Zug.
    #
    reggaetyp schrieb:
    Ich bin erstaunt, dass einige völlig außer Acht lassen, wie es den Menschen dort geht.


    Wenn das Wohlergehen der griechischen Bevölkerung der alleinige Maßstab europäischer Finanzpolitik sein soll, dann gute Nacht, Europa. Es ist müßig darüber zu diskutieren, was in den letzten Jahrzehnten in Griechenland schiefgelaufen ist - aber jeder bekommt eben die Politiker, die er wählt. Und wenn für einen gesunden Staat essentielle Steuerungsapparate nicht vorhanden sind, Korruption und andere Missstände vorherrschen, dann knallt es eben irgendwann. Die derzeitige Mischung aus demokratisch gewählter Links-Rechts-Regierung, Nazi-Vergleichen und dem Versuch, ein paar Milliarden durch das Eintreiben von Geldern aufgrund der Nazi-Zeit herauszukitzeln, erzeugt bei mir Kopfschütteln und kein Mitgefühl. Andere europäische Länder (Polen, baltische Staaten) haben vorgemacht, wie man aus ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnissen herauskommen kann - ohne Opfer funktioniert das nicht. Und wenn sich das stolze Griechenland nicht den Forderungen der Gläubigerländer anschließen will und selbst Kompromisse ablehnt - bitte: Wie schon von HG geschrieben wird Griechenland das Geld vor Deutschland & Co. ausgehen.
    #
    reggaetyp schrieb:
    AigleSaoul schrieb:
    reggaetyp schrieb:
    Aragorn schrieb:
    brockman schrieb:
    LDKler schrieb:
    Schaedelharry63 schrieb:
    David Graebers Buch zeigt uns, wo wir stehen
    Wo wir stehen? Kurz vor den Mistgabeln:
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/30/us-milliardaer-warnt-reiche-vor-revolution-der-mistgabeln/
    Aber das Problem ist nicht allein die Ungleichheit. Ungleichheit gibt es immer in einer funktionierenden kapitalistischen Wirtschaft. Das Problem ist, dass die Ungleichheit auf historisch hohem Niveau von Tag zu Tag schlimmer wird. Unser Land wird täglich weniger eine kapitalistische Gesellschaft und immer mehr eine feudale Gesellschaft. Wenn sich unsere Politik nicht dramatisch ändert, wird die Mittelschicht verschwinden, und wir werden wieder im späten 18. Jahrhundert in Frankreich sein. Frankreich – vor der Revolution.“

    Und danke für den Buchtipp, Graebers Buch ist wirklich lesenswert.


    Trotz ihres harmlosen Namens sind die "Deutschen Wirtschaftsnachrichten" eine üble Ansammlung von Verschwörungstheorien, Halbwahrheiten und Panikmache. Da braucht man nix drauf geben.


    Könnte auf "Monitor" auch zutreffen.


    So ein Schwachsinn.


    Habe die zitierte Sendung nicht gesehen, aber laut Wikipedia ("Die Sendung war von Anfang an besonders in konservativen Kreisen und der Wirtschaft umstritten und gilt als politisch linksorientiert." - deckt sich übrigens mit meinem eigenen Eindruck) kann man zumindest die politische Unabhängigkeit des Magazins in Frage stellen, oder?


    Nein.


    Na, wenn du es sagst.  
    #
    reggaetyp schrieb:
    Aragorn schrieb:
    brockman schrieb:
    LDKler schrieb:
    Schaedelharry63 schrieb:
    David Graebers Buch zeigt uns, wo wir stehen
    Wo wir stehen? Kurz vor den Mistgabeln:
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/30/us-milliardaer-warnt-reiche-vor-revolution-der-mistgabeln/
    Aber das Problem ist nicht allein die Ungleichheit. Ungleichheit gibt es immer in einer funktionierenden kapitalistischen Wirtschaft. Das Problem ist, dass die Ungleichheit auf historisch hohem Niveau von Tag zu Tag schlimmer wird. Unser Land wird täglich weniger eine kapitalistische Gesellschaft und immer mehr eine feudale Gesellschaft. Wenn sich unsere Politik nicht dramatisch ändert, wird die Mittelschicht verschwinden, und wir werden wieder im späten 18. Jahrhundert in Frankreich sein. Frankreich – vor der Revolution.“

    Und danke für den Buchtipp, Graebers Buch ist wirklich lesenswert.


    Trotz ihres harmlosen Namens sind die "Deutschen Wirtschaftsnachrichten" eine üble Ansammlung von Verschwörungstheorien, Halbwahrheiten und Panikmache. Da braucht man nix drauf geben.


    Könnte auf "Monitor" auch zutreffen.


    So ein Schwachsinn.


    Habe die zitierte Sendung nicht gesehen, aber laut Wikipedia ("Die Sendung war von Anfang an besonders in konservativen Kreisen und der Wirtschaft umstritten und gilt als politisch linksorientiert." - deckt sich übrigens mit meinem eigenen Eindruck) kann man zumindest die politische Unabhängigkeit des Magazins in Frage stellen, oder?
    #
    peter schrieb:
    AigleSaoul schrieb:
    Ein Kommentar, der der Frage nachgeht, wie "normal" das Phänomen AfD ist: Debatte zum AfD-Wahlsieg: Nicht schön, aber ganz normal.

    Gerade im Hinblick auf den Untergang der FDP finde ich es im demokratischen Sinne gut, wenn sich eine neue Partei mit liberalen Tendenzen etablieren kann. Sie mag rechtslastiger als die FDP sein; wem sie zu rechts ist, muss sie ja nicht wählen, genauso wenig muss man die Linke wählen, wenn einem deren Programm zu weit links ist!
    Ich denke, dass unser Land auch mit der AfD nicht untergehen wird - genauso wenig, wie es bei unseren europäischen Nachbarn mit FN o.ä. der Fall ist, und jene Partei scheint mir doch ein wenig rechter zu sein.


    welche tendenzen findest du denn bei der afd "liberal"? mir will da sogar nichts einfallen, ich finde die eher völlig populistisch ohne tatsächliche liberale aussagen.


    Laut Parteiprogramm u.a.:

    [ulist]
  • Jedes Volk muss demokratisch über seine Währung entscheiden dürfen
  • Wir wollen Volksabstimmungen und Initiativen nach Schweizer Vorbild einführen
  • Wir fordern eine drastische Vereinfachung des Steuerrechts
  • [...] Der Bürger muss verstehen können, warum er in welcher Höhe besteuert wird.
    [/ulist]

    Mir persönlich wäre an einer Vereinfachung des Steuerrechts sehr gelegen, während ich eher skeptisch bin, was Volksabstimmungen angeht. Und mit "Raus aus dem €" kann ich auch nichts anfangen. Wie gesagt - jeder muss schauen, ob er die AfD für wählbar hält; eine Dämonisierung der Partei statt inhaltlicher Auseinandersetzung halte ich dagegen für falsch.