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AigleSaoul

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Harvey schrieb:
So, erste Partie nach bereits 16 Zügen remis durch Zugwiederholung. Morgen 10:30 nächste Partie und Anand hat Weiss. Partien kann man im übrigen bei spielgel.de live mitverfolgen (kann natürlich mehrere Stunden dauern).


Aus Sicht von Carlsen ein enttäuschender Auftakt - schon nach 10 Zügen wurde klar, dass Weiß überhaupt nichts aus der Eröffnung herausgeholt hat, sondern im Gegenteil nach einem Weg suchen musste, nicht in Nachteil zu geraten. Wenn eine Kämpfernatur wie Magnus Carlsen nach 13 Zügen mit Weiß eine Zugwiederholung (und damit indirekt ein Unentschieden) anbietet, dann muss etwas schief gelaufen sein...
Bin gespannt, wie er mit dem Druck einer WM zurecht kommen wird. Auch ist bisher weitestgehend unklar, wer ihm während der WM sekundiert.

@Mods: Bitte im Titel den Namen korrigieren: Magnus Carlsen
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WuerzburgerAdler schrieb:
Dass sich hier eher wenige Konservative zu Wort melden liegt sicher auch in der Natur der Sache. Ohne pauschalieren zu wollen setzt sich der Kreis der Linken/Grünen vermutlich doch eher aus politisch engagierten oder zumindest interessierten Menschen zusammen als dies für das Lager der Konservativen gilt. Diese - politisch Interessierten - haben in der Regel eine schärfer konturierte Meinung, die sie auch äußern können.

Beispiel: Wahltests bei Kabarettveranstaltungen (eher linkes, grünes oder linksliberales, in jedem Fall aber politikinteressiertes Publikum) sieht regelmäßig sogar die SPD vor der CDU. Jüngstes Beispiel die ZDF-Sendung mit Frank-Markus Barwasser.


Ob der durchschnittliche Linke / Grüne politisch interessierter als der durchschnittliche Konservative ist, kann ich nicht beurteilen - meine Frau (Linke) und ich (bürgerlich) sind an Politik in ähnlichem Maße interessiert, können deine These also nicht stützen.  
Anerkennen muss man, dass sich einige Vertreter des "linken Lagers" im Forum sehr intensiv mit politischen Themen auseinanderzusetzen scheinen und z.B. auch (sofern sie es denn tatsächlich tun) an Demos teilnehmen. Letzteres ist wohl eher nicht die Domäne der CDU-Wähler.
Eine (von mir so wahrgenommene und gelegentlich auch kritisierte) Tendenz in den politischen Threads hier ist aber, dass zu aggressiv gegen Beiträge oder Wähler aus dem nicht-linken Lager geschossen wird und dann auch gerne die persönliche Ebene erreicht wird. Bestes Beispiel hier ist die Wählerbeschimpfung der Unions-Wähler.

Was politisches Kabarett angeht: Sehe ich mir zwar äußerst selten an (ist irgendwie nicht mein Humor), aber dort wird m.E. häufiger das bürgerliche Lager kritisiert - warum sollten sich also eine bürgerliche Mehrheit im Publikum finden?
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Interessant finde ich die Tendenz des linken Flügels des Eintracht-Forums, die Wähler, die ca. 42% der abgegebenen Stimmen repräsentieren, als dumm darzustellen. Ist das alles, was euch zu dem Ergebnis einfällt? Kein Hinterfragen, was "eure" Parteien eventuell falsch gemacht haben könnten? Nur Wählerbeschimpfung? Schwach.
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Das ist doch mal ein schöner Auftakt - bin gespannt, ob die Union den Trend in Hessen / Deutschland fortsetzen kann!  
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FräuleinAdler schrieb:
AigleSaoul schrieb:
Eine erfrischend andere Sichtweise auf ein Thema, das uns mindestens noch bis zur großen Wahl unterhalten wird:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/prism-jan-fleischhauer-ueber-den-umgang-mit-dem-spaehskandal-a-911812.html

Über die Wichtigkeit eines Themas lässt sich ja trefflich streiten, aber ich denke, dass es in Deutschland, vor allem aber in Europa dringendere Probleme derzeit gibt. Ich hoffe im Sinne eines spannenden und vor allem inhaltsreichen Wahlkampfes, dass sich die Opposition nicht nur darauf beschränkt, den Umgang der Regierung mit Prism höchst theatralisch zu kommentieren.    


Für mich ist das ein sehr wichtiges Thema, gerade wegen der anstehenden Wahlen. Die Vorstellung, dass sich so etwa wie ein Staat im Staat gebildet hat, der ein Eigenleben fernab jeglicher Kontrolle und Transparenz führt  und unter dem Deckmantel der Sicherheitsmaximierung die eigene Bevölkerung ausspäht, finde ich ziemlich unangenehm.
Damit beziehe ich mich auf die Aussage des Whistleblowers Thomas Drake, der in der taz meint, dass  es in Deutschland ein Schattenüberwachungssystem gebe. Die NSA habe langjährige geheime Abkommen mit dem Bundesnachrichtendienst. Zudem habe der BND seine eigenen Abkommen mit verschiedenen Telekommunikationskonzernen. Das könnte der Grund für das außergewöhnliche Unbehagen der deutschen Regierung sein.




Das Problem ist, dass Geheimdienste ihre Arbeit nur sinnvoll verrichten können, wenn sie - ihrem Namen entsprechend - geheim operieren.
Entweder man verzichtet auf Geheimdienste (dann muss man bereit sein, die Spionagetätigkeiten anderer Nationen, Wirtschaftsspionage und ggf. Anschläge über sich ergehen zu lassen) oder man nutzt sie (dann muss man in Kauf nehmen, dass sich Geheimdienste Informationen beschaffen).
Bei der Frage der Kompetenzen der Geheimdienste muss man abwägen, ob die Erkenntnisse ihrer Tätigkeit bedeutend genug sind, um die Informationsbeschaffung zu rechtfertigen.

Ich persönlich kann damit leben, wenn meine e-Mails von Computern (die Wahrscheinlichkeit, dass mich der Geheimdienstmitarbeiter persönlich kennt, ist dann doch eher gering...) nach Stichworten durchsucht werden sollten, die ich ohnehin nicht verwende, wenn es der Gefahrenabwehr dient. Aber das muss jeder abwägen und sich ggf. bei der Wahl entsprechend entscheiden - wobei ich mich frage, welche ernstzunehmende Partei ein revolutionär anderes Konzept in diesem Zusammenhang anbietet!
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Eine erfrischend andere Sichtweise auf ein Thema, das uns mindestens noch bis zur großen Wahl unterhalten wird:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/prism-jan-fleischhauer-ueber-den-umgang-mit-dem-spaehskandal-a-911812.html

Über die Wichtigkeit eines Themas lässt sich ja trefflich streiten, aber ich denke, dass es in Deutschland, vor allem aber in Europa dringendere Probleme derzeit gibt. Ich hoffe im Sinne eines spannenden und vor allem inhaltsreichen Wahlkampfes, dass sich die Opposition nicht nur darauf beschränkt, den Umgang der Regierung mit Prism höchst theatralisch zu kommentieren.  
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kreuzbuerger_international schrieb:
AigleSaoul schrieb:
kreuzbuerger_international schrieb:
ich persönlich fände es bei allen zu treffenden entscheidungen fatal, erfahrungen der vergangenheit nicht zu berücksichtigen. aber ein "zurück" zu was und wo auch immer wird es niemals geben...


Hm... das klingt irgendwie nach "Die Revolution hat begonnen, jetzt gibt es kein Zurück mehr!" Was habe ich verpasst?


offenbar in der schule die unterrichtseinheiten zur textinterpretation...  

wer - außer dir - schreibt hier irgendwas von revolution?
mal ganz plastisch beschrieben: aktuell hat sich mein lebensmittelpunkt aus kreuzberg heraus verlagert (nur die mods zicken rum wegen umbenennung). selbst wenn sich mein lebensmittelpunkt wieder nach kreuzberg verlagern sollte, ist dies kein "zurück". es wird etwas neues sein, ich bin ein anderer und die wahrnehmung des kiezes wird immer auch durch meine jetzige abstinenz geprägt sein.

ist klar meine worte?

insofern wird es auch niemals ein zurück zur d-mark geben. es wäre eine völlig neue währung unter völlig anderen voraussetzungen als "damals"...


Alles klar - aber vielleicht hättest du deinen Satz aber ein "zurück" zu was und wo auch immer wird es niemals geben... etwas näher erläutern müssen, um meine Schwächen der Textinterpretation nicht zum Vorschein kommen zu lassen.
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seventh_son schrieb:
Nun, eine eher "rechte" Forderung ist ja, dass ein arbeitender Mensch nicht weniger zur Verfügung haben darf als ein Hartz4-Bezieher (je nach Diktion also ein "Faulenzer"). Damit wäre doch schonmal eine gemeinsame Basis für einen Mindestlohn gelegt  

Ich gebe dir aber Recht, ich vermisse auch immer öfter den gesunden Menschenverstand bei politischen Meinungsäußerungen und Entscheidungen. Im Moment verhärten sich die Fronten und je nach Äußerung wird man dann in die konservative oder linke Schublade gesteckt. Ich bin aber sicher nicht der einzige, der je nach Themengebiet mal eher links oder eher konservativ argumentiert. Ich werde jedenfalls den Teufel tun und mich an dieser Konfrontation beteiligen und mich in eine Ecke drängen lassen.


Du hast mit allen Punkten recht. Gegen eine linke oder konservative Grundeinstellung spricht m.E. auch nichts, solange der Verstand nicht abgeschaltet wird. Und die "Linken" liegen ja nicht immer falsch, wie schon SGE-URNA festgestellt hat  

@reggaetyp: Gewiss. Ich denke, dass eine gesunde Mischung aus Überzeugung, Moral, Ethik, aber auch Verstand und der Fähigkeit, sich überzeugen zu lassen, einen Menschen zu einem guten Demokraten werden lassen  

Wie steht es eigentlich mit der Partei, um die es in diesem Thread geht - gibt es aktuelle Umfragewerte? In den letzten Wochen habe ich nichts mehr gehört... entweder bin ich schlecht informiert oder Medienpräsenz hat stark abgenommen.
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seventh_son schrieb:
AigleSaoul schrieb:

Ich fühle mich nicht getroffen, sondern kritisiere eine Form der Argumentation, die Sachlichkeit z.T. durch Moral oder Ideologie ersetzt. Nach dem Motto - "Es ist richtig, weil es richtig sein muss!".


Dann stimmst du mir aber sicher zu, dass man einem solchen Motto argumentativ begegnen sollte. Statdessen wird aber oft der Spieß umgedreht und ebenfalls ideologisiert. Nach dem Motto: "Wenn die "Linken" (wer auch immer das ist) sagen, das muss so sein, dann sage ich: das darf auch keinen Fall so sein."


Klar! Im Idealfall sollte nach dem Optimum gesucht werden, unahängig von links, rechts, oben, unten. Die Vorstellungen, was optimal ist, gehen - im demokratischen Sinne zum Glück - aber weit auseinander  

Ich will dir ein Beispiel nenen: Das Thema "Mindestlohn" ist ja ein eher "linkes" Thema (ich denke, dass kann man behaupten, ohne jemandem zu nahe zu treten!?). Ich kann die Vorzüge eines Mindestlohns nachvollziehen. Eine sachliche Diskussion könnte z.B. ermitteln, ob, und wenn ja, welcher Mindestlohn in verschiedenen Branchen realistisch ist. Oder ob sogar ein genereller Mindestlohn möglich ist, ohne gleich die Wirtschaft zu ruinieren (ich vermute: ja).
Leider werfen die Linken die Forderung in meinen Augen ideologisch motiviert in den Raum, während die Rechten ihn ideologisch motiviert ablehnen  :neutral-face
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Xaver08 schrieb:

empört bist jetzt aber du... über moralische zeigefinger und arroganz...
ein stilmittel?


Nicht empört - verärgert / genervt.

Xaver08 schrieb:
deine reaktion erweckt in mir allerdings eher den eindruck eines "getroffenen hundes"


Ich fühle mich nicht getroffen, sondern kritisiere eine Form der Argumentation, die Sachlichkeit z.T. durch Moral oder Ideologie ersetzt. Nach dem Motto - "Es ist richtig, weil es richtig sein muss!".

Xaver08 schrieb:
wo schrieb denn irgendjemand, daß dich eine nichtteilnahme an einer anti-kapitalismusdemo/antinazi zum halbnazi macht? oder woraus schliesst du das?


Manchen Aussagen (sinngemäß: "Ich gehe zur Demo XYZ, weil es meine demokratische Pflicht ist.") implizieren, dass man ebendiese Pflicht verletzt, wenn man nicht hingeht. Stattdessen würde mir persönlich ein "Ich gehe zur Demo XYZ, weil ich es möchte." genügen!

Xaver08 schrieb:
ich hatte am ende eher den eindruck, daß man sich verteidigen muß, wenn man daran teilnimmt, weil reflexartig die gleichsetzung antifa --> gewalt --> extremismus --> genausoschlimm wie nazis kam

Den Eindruck hatte auch und das ist natürlich genaus verwerflich.  
Leben und leben lassen...
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reggaetyp schrieb:
AigleSaoul schrieb:
Oder die Forumsuser, in deren Augen ein Nicht-Teilnehmen bei Anti-Nazi- oder Anti-Kapitalismus-Demos mindestens bedeutet, dass man Halb-Nazi, wenigstens aber Demokratie-Feind ist.
Lieblingsstilmittel: Empörung. Das nervt.


Was für ein Schwachsinn.
Das Attribut "gut" in "schlecht" umzudeuten, das kapiere ich nicht.
Im übrigen nehmen auch sogenannte Konservative für sich in Anspruch, auf der "guten" Seite zu stehen.


Den Begriff "Schlechtmensch" habe ich aus seventh_sons These abgeleitet, eben als Gegensatz zu "Gutmensch". Habe extra Anführungszeichen gewählt, weil ich mir im Klaren darüber bin, dass beide Begriffe polarisieren.
Jede Seite nimmt sicherlich für sich in Anspruch, auf der richtigen Seite zu stehen - keine Frage. Der Punkt ist nur: Versucht man lediglich, die andere Seite argumentativ zu widerlegen, oder bringt man zusätzlich (oder gar ausschließlich!?) die Moral ins Spiel?
Mein Eindruck ist, dass letztere Vorgehensweise häufiger von den Grünen / Linken als von den Bürgerlichen gewählt wird - was natürlich auch daran liegen könnte, dass die Bürgerlichen keine Moral besitzen.  
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seventh_son schrieb:
pelo schrieb:
Warum gibt es eigentlich keine "Gutmensch" Partei ?


Meine These ist ja, dass es gar nicht so viele "Gutmenschen" gibt, sondern dies eine Erfindung von Menschen ist, die gerne mal so richtig schlecht sein wollen und versuchen, dies als "Protest" gegen das Gutmenschentum zu verkaufen und damit salonfähig zu machen. Endlich darf man wieder die Umwelt verschmutzen, Atomkraft beführworten, Südeuropäer faul nennen und zurück zur guten alten deutschen Mark streben... Ein Kaiser statt dem Ossi-Pfaffen wär doch auch nicht schlecht.    


Meine These ist, dass die "Schlechtmenschen" (zu denen ich mich dank deiner etwas extravaganten Zusammenstellung auch zählen darf - bin kein Befürworter des Atomausstiegs) gar nicht aus Leidenschaft schlecht sein wollen, sondern ihnen der moralische Zeigefinger der "Gutmenschen" auf den Sack geht. So, wie gestern in Plasbergs "hartaberfair" die affektierte und arrogante Art einer Kirsten Brodde. Oder die Forumsuser, in deren Augen ein Nicht-Teilnehmen bei Anti-Nazi- oder Anti-Kapitalismus-Demos mindestens bedeutet, dass man Halb-Nazi, wenigstens aber Demokratie-Feind ist.
Lieblingsstilmittel: Empörung. Das nervt.
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kreuzbuerger_international schrieb:
ich persönlich fände es bei allen zu treffenden entscheidungen fatal, erfahrungen der vergangenheit nicht zu berücksichtigen. aber ein "zurück" zu was und wo auch immer wird es niemals geben...


Hm... das klingt irgendwie nach "Die Revolution hat begonnen, jetzt gibt es kein Zurück mehr!" Was habe ich verpasst?
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kreuzbuerger_international schrieb:
pelo schrieb:
Fiinden die anderen User das Programm auch so rückschrittlich ?


mal unter uns: wie kann man ein objektiv regressives programm (d-mark, atomkraft) denn in irgendeiner weise als fortschrittlich empfinden? so rein vom gefühl her...


Mal eine generelle Frage: Ist ein fortschrittliches Programm per se positiv zu bewerten? Oder ist - umgekehrt - ein Programmpunkt, der eine Veränderung zurücknimmt, stets negativ zu beurteilen?
Ich denke nicht. Wenn man zu dem Schluss kommt, dass eine Entscheidung in der Vergangenheit falsch war, dann sollte man deren Rücknahme auch fordern (dürfen).
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SGE-URNA schrieb:
Ich interpretiere meine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft eben so, dass ich anderen keine Vorschriften über deren Lebensweise mache. Alles was über die Regeln eines respektvollen Zusammenlebens in einem dicht besiedelten Raum hinausgeht, soll jeder für sich selbst entscheiden. Das liegt vor allem daran, dass ich fest daran glaube, dass "die Gesellschaft" ein Sammelsurium von extrem heterogenen Menschen mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen, Ansprüchen und Ansichten ist, die ich (abgesehen von Sonderfällen) in der Regel alle toleriere...


Ein in meinen Augen guter Ansatz!

Vielleicht täte diese enspannte Haltung manch' grünem Politiker (aber auch diversen Wählern der Partei) gut. Man kann sich ja für Tempo 100, Öko-Fleisch und die Aufhebung aller Verkehrsregeln für Fahrradfahrer einsetzen, aber lasst bitte auch andere Meinungen zu und packt nicht gleich die Moralkeule inkl. Empörungsäußerung ("Wie kann man nur...?") aus, wenn ein neuer Supersportwagen in Kleinstauflage vorgestellt wird - an dessen Abgasen wird die Erde sicherlich nicht zugrunde gehen.

Ich finde die häufig zum Ausdruck gebrachte moralische Erhabenheit der Grünen jedenfalls anstrengender als ihre Forderungen selbst, und das will schon etwas heißen.  
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Hackentrick schrieb:
AigleSaoul schrieb:
Wenn es in diesem Thread um die aktuellen Verhältnisse geht, dann muss man auch akzeptieren können, dass es Menschen gibt, die mit diesen Verhältnissen so zufrieden (oder zumindest so wenig unzufrieden   ) sind, dass sie mit Blockupy nichts anfangen können. Oder sich einfach nur ärgern, dass sie wegen der Demo am Samstag ihr Geschäft nicht öffnen können. Oder (trifft auf mich zu) sich ärgern, dass es wegen der Camps am Rebstockgelände zu Staus kommt.

Dennoch muss und will ich als Demokrat akzeptieren, dass solche Demos möglich sind und (nicht das ein falcher Eindruck entsteht) friedliche Demonstranten auch friedlich behandelt werden. Deswegen erwarte ich gespannt die Aufarbeitung des Polizeieinsatzes.

Mir ging es in meinem Beitrag um die Diskussionskultur in diesem und anderen Threads. Was nicht mit der eigenen Meinung konform geht, ist provokant, engstirnig, idiotisch etc. Aha. Wie war das mit dem Wasser und Wein...?

Was die CDU angeht: Ich tue mich im Moment schwer damit, irgendeiner der "etablierten" Parteien nahezustehen. Noch weniger stehe ich der Polizei nahe. Aber ich klebe nicht allen Anhängern einer Gruppe denselben Zettel auf die Stirn, nur weil Teile der Gruppe sich nicht an die Regeln halten.


Auf dieser Basis lässt es sich doch besser diskutieren, als über den Rundumschlag Deines vorherigen Postings...

Die Debatten hier im Dies & Das könnten durchaus sachlich und interessant verlaufen, wenn nicht permanent Schreiberlinge auftauchen würden, die bewusst provokant, diffamierend und pauschalisierend Aussagen rauskloppen, die man so einfach nicht stehen lassen kann.

Ich glaube nicht, dass der Grundtenor in diesem Thread lautet "Scheiss Kapitalismus, scheiss Bullen". Ich wage zu behaupten, dass der Grossteil der Forumsteilnehmer durchaus imstande ist, die Dinge differenziert zu betrachten. Da man hier jedoch auf dieses dämliche Bild reduziert wird, geht man automatisch auf die Barrikaden. Verständlich?


Jeder muss für sich entscheiden, wie er mit provokanten / so empfundenen Beiträgen umgeht... Etwas mehr Souveränität (d.h. weniger diffamierende Gegenreaktionen) würde ich persönlich begrüßen, aber das ist Geschmackssache.
Eine eche Debatte kann ich hier aber unabhängig davon nicht erkennen, eher eine Mischung aus "Eure Erlebnisse von der Demo" und munterem Rhein-Bashing  
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reggaetyp schrieb:
AigleSaoul schrieb:
reggaetyp schrieb:
AigleSaoul schrieb:


Dennoch muss und will ich als Demokrat akzeptieren, dass solche Demos möglich sind und (nicht das ein falcher Eindruck entsteht) friedliche Demonstranten auch friedlich behandelt werden. Deswegen erwarte ich gespannt die Aufarbeitung des Polizeieinsatzes.


Es gibt inzwischen unzählige Berichte von Leuten vor Ort.
Bewertungen von Polizeirechtlern, was die sogenannte Vermummung angeht.
Äußerungen von hessischen Polizisten über ihre Kollegen aus anderen Bundesländern.
augenzeugenberichte von Sanis.

Was meinst du, haben die alle gelogen?
Sind die juristischen Bewertungen von Experten Mumpitz?


Wo habe ich denn behauptet, dass gelogen wurde??? Bitte leg' mir nicht Dinge in den Mund, die ich nicht geschrieben habe!


Ich mein das nicht, ich frage.
War echt nicht so gemeint.

Dennoch bleibt an dich die Frage: Wie bewertest du die Aussagen?


Ich muss gestehen, dass ich nur wenige Berichte / Videos gelesen / gesehen habe. Das, was ich mitbekommen habe, spricht gegen die Polizei und meine Annahme, das friedliches Verhalten ebenso von der Polizei quittiert wird.
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reggaetyp schrieb:
AigleSaoul schrieb:


Dennoch muss und will ich als Demokrat akzeptieren, dass solche Demos möglich sind und (nicht das ein falcher Eindruck entsteht) friedliche Demonstranten auch friedlich behandelt werden. Deswegen erwarte ich gespannt die Aufarbeitung des Polizeieinsatzes.


Es gibt inzwischen unzählige Berichte von Leuten vor Ort.
Bewertungen von Polizeirechtlern, was die sogenannte Vermummung angeht.
Äußerungen von hessischen Polizisten über ihre Kollegen aus anderen Bundesländern.
augenzeugenberichte von Sanis.

Was meinst du, haben die alle gelogen?
Sind die juristischen Bewertungen von Experten Mumpitz?


Wo habe ich denn behauptet, dass gelogen wurde??? Bitte leg' mir nicht Dinge in den Mund, die ich nicht geschrieben habe!
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Hackentrick schrieb:
AigleSaoul schrieb:
Dafür der 2318. Beitrag (zumindest gefühlt), der die Polizei, die CDU, die potenziellen oder tatsächlichen Wähler der CDU, deren Stammtischfreunde, das Spießbürgertum an sich - ein wenig verallgemeinernd - mit mordenden Diktatoren auf eine Stufe stellt (natürlich darf auch die Nazi-Vergangenheit Deutschlands nicht fehlen)...
Wer sich (zurecht!) für Meinungsfreiheit und seine Grundrechte einsetzt, sollte auch so tolerant sein, andere (politische) Meinungen zulassen, z.B. in diesem Thread. Aber wenn die Forumslinke erst einmal versammelt ist...


Dein Kommentar ist völliger Nonsens. In diesem Thread geht es nicht um politische Richtungen, sondern darum, dass es Demonstrationen und Proteste gegen aktuelle Verhältnisse gibt und wie die letzte Demo verlaufen ist (samt Nachspiel). Dass die Empörung darüber gross ist, wie manche Leute (z.B. Boris Rhein) den Samstag bewerten, sollte Dich eigentlich nicht wundern. Dass man gesellschaftspolitische Schlüsse daraus zieht, ist ebenso erklärlich.

Stehst Du der CDU nahe? Ist doch ok. Folgende Worte sind aus dem Ahlener Parteiprogramm der CDU NRW (1947): "Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden. Nach dem furchtbaren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch als Folge einer verbrecherischen Machtpolitik kann nur eine Neuordnung von Grund aus erfolgen. Inhalt und Ziel dieser sozialen und wirtschaftlichen Neuordnung kann nicht mehr das kapitalistische Gewinn- und Machtstreben, sondern nur das Wohlergehen unseres Volkes sein. Durch eine gemeinschaftliche Ordnung soll das deutsche Volk eine Wirtschafts- und Sozialverfassung erhalten, die dem Recht und der Würde des Menschen entspricht, dem geistigen und materiellen Aufbau unseres Volkes dient und den inneren und äußeren Frieden sichert.”

Aber das war Konrad Adenauer dann anscheinend doch etwas zu revolutionär. Von der generellen Geschichte dieser Partei will ich gar nicht reden, auch nicht von der jüngeren....

Und wg. 'Spiessbürgertums': Das Thema mag ich, weil ich es wichtig finde. Das zu dokumentieren ist jedoch eine enorme Arbeit. Daher in Kurzform: Ich betrachte die führenden Gestalten in der Partei und bleibe daher bei meiner Meinung: Die CDU ist die Ansammlung deutschen Spiessbürgertums par excellence...


Wenn es in diesem Thread um die aktuellen Verhältnisse geht, dann muss man auch akzeptieren können, dass es Menschen gibt, die mit diesen Verhältnissen so zufrieden (oder zumindest so wenig unzufrieden   ) sind, dass sie mit Blockupy nichts anfangen können. Oder sich einfach nur ärgern, dass sie wegen der Demo am Samstag ihr Geschäft nicht öffnen können. Oder (trifft auf mich zu) sich ärgern, dass es wegen der Camps am Rebstockgelände zu Staus kommt.

Dennoch muss und will ich als Demokrat akzeptieren, dass solche Demos möglich sind und (nicht das ein falcher Eindruck entsteht) friedliche Demonstranten auch friedlich behandelt werden. Deswegen erwarte ich gespannt die Aufarbeitung des Polizeieinsatzes.

Mir ging es in meinem Beitrag um die Diskussionskultur in diesem und anderen Threads. Was nicht mit der eigenen Meinung konform geht, ist provokant, engstirnig, idiotisch etc. Aha. Wie war das mit dem Wasser und Wein...?

Was die CDU angeht: Ich tue mich im Moment schwer damit, irgendeiner der "etablierten" Parteien nahezustehen. Noch weniger stehe ich der Polizei nahe. Aber ich klebe nicht allen Anhängern einer Gruppe denselben Zettel auf die Stirn, nur weil Teile der Gruppe sich nicht an die Regeln halten.
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Ffm60ziger schrieb:
AigleSaoul schrieb:
Dafür der 2318. Beitrag (zumindest gefühlt), der die Polizei, die CDU, die potenziellen oder tatsächlichen Wähler der CDU, deren Stammtischfreunde, das Spießbürgertum an sich - ein wenig verallgemeinernd - mit mordenden Diktatoren auf eine Stufe stellt (natürlich darf auch die Nazi-Vergangenheit Deutschlands nicht fehlen)...
Wer sich (zurecht!) für Meinungsfreiheit und seine Grundrechte einsetzt, sollte auch so tolerant sein, andere (politische) Meinungen zulassen, z.B. in diesem Thread. Aber wenn die Forumslinke erst einmal versammelt ist...


Häh,  


Zitieren will gelernt sein  :neutral-face Ich bezog mich auf #369