Avatar profile square

Classiks

2710

#
Danke für den Link FrankenAdler, habe mir es durchgelesen und muss sagen, dass ich es größtenteils für argumentativ sehr schwach halte. Im Folgenden warum:

Im Europawahlkampf 2019 fielen sie mir zum ersten Mal auf: die professionell hergestellten, aber vollkommen nichtssagenden Plakate von Volt. [...] Die Slogans sind leer wie Margarine-Reklame, »sonnig und streichfrisch«. Kein Plakat bezieht sich auf die konkreten Verhältnisse in einer Stadt. Volt trällert: »Hamburg mach mal mutige Politik / Hamburg mach mal neue Politik / Köln mach mal neue Politik / Frankfurt mach mal mutige Politik.« Und: Frankfurt / Köln / Hamburg usw »mach’s wie« Barcelona / Kopenhagen / Wien

1. sind die meistens Plakte m.E. relativ inhaltsleer und eher plakativ
2. sind die hier aufgeführten Beispiele dann doch eher schwach, aber könnte man zustimmen

Auch ihre individuellen Äußerungen im Wahlkampf lassen erkennen, dass die Volt-Kandidat:innen die Städte, in denen sie kandidieren, kaum kennen.

Hier fehlen Beispiele, das ist einfach eine Behauptung.

Ihre Sprache ist weichgespült. Sie geben sich »irgendwie« fortschrittlich, aber im 137- seitigen Grundsatzprogramm kommt der Begriff Kapitalismus kein einziges Mal vor geschweige denn kritisch.

Verstehe den Zusammenhang zwischen fortschrittlich und Kapitalismus nicht, meint sie das weil Kapitalismuskritik im Grundsatzprorgamm fehlt und weil nur das als fortschrittlichzu betrachten ist oder wie? Ich verstehe es wirklich nicht.

Aber dass Profitinteressen gesichert werden müssen, bestätigt Volt mit der abgenutzten Phrase von der »globalen Verantwortung Europas«, womit immer gemeint ist, dass Kapitalinteressen notfalls eben auch militärisch durchgesetzt werden.

Behauptung. Warum ist damit immer gemeint, dass "Kapitalinteressen notfalls eben auch militärisch durchgesetzt werden"?

Dann kommte eine relativ lange Kritik an den Spendern und Gründern, dass das alles vom Großkapital kommt. Ja, kann man so sehen, nehme ich als validen Punkt an. Das hier aber ist dann eher schwach:
Weitere 10.000 Euro kamen von Ludwig Graf Douglas, Enkel des Unternehmers und früheren Nazis SS-Untersturmführer Rudolf-August Oetker.

Was hat der Enkel mit der Nazivergangenheit des Onkels zu tun?

Es gibt jetzt im Kommunalwahlkampf in Hessen auch keine Transparenz über die Finanzen von Volt in Hessen oder in Frankfurt. Wer zahlt die teure Masse an Werbematerial? Offensichtlich ist Frankfurt am Main für die weitere Ausbreitung von Volt in Deutschland strategisch wichtig, deshalb eine solch extreme Materialschlacht.

Valider Punkt, warum aber Frankfurt strategisch wichtig ist und was mit "extreme Materialschlacht" gemeint ist, wird nicht ausgeführt. Ist subjektiv, aber mir sind nicht wesentlich mehr Plakate von Volt als von allen anderen aufgefallen.

Der Versuch von Volt sich als irgendwie umweltfreundlich auszugeben, zerplatzt bei näherer Betrachtung sofort. Die Frankfurter Volt-Spitzenkandidatin O’Sullivan erklärte jetzt, dass Volt für die Zubetonierung der »Grünen Lunge« am Güntherburgpark eintritt. Hier geht es um ein seit sechs Jahren heiß umkämpftes Bauprojekt. Der sehr engagierten Bürgerinitiative (die ÖkoLinX-ARL von Anfang unterstützte), gelang es kürzlich, den Grünen vor der Wahl das Versprechen für eine Kurswende abzutrotzen, dabei hatten die Grünen das Projekt 2015 gemeinsam mit Investoren erfunden

Zerplatzt somit bei näherer Betrachtung die Umweltfreundlichkeit der Grünen ebenfalls sofort?
Ist mir zu wenig als pro oder contra Umweltfreundlichkeit der Partei

Als ich Volt kürzlich in einem Tweet vorwarf, für Atomenergie zu sein, reagierten sie wütend und stritten alles ab. Sie schickten mir Screens des immer gleichen Programmsatzes. Da steht auf S. 48 im Grundsatzprogramm vom Dezember 2020: »Volt steht zu dem für Deutschland beschlossenen Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie (Atomausstieg).« Wenn Volt ein kritisches historisches und ökologisches Bewusstsein hätte und etwas über diesen sog. Atomausstieg wüsste, wüsste die Partei auch, dass das Atomkapital von diesem vermeintlichen »Ausstieg« durch Entschädigungen enorm profitiert(e) und einzelnen Atomkraftwerken vom Staat längere und extrem profitable Betriebslaufzeiten genehmigt wurden, als die Betreiber je zu hoffen gewagt hatten.

Ich lese aus dem Auszug des Grundsatzprogramms lediglich, dass Volt den Ausstieg aus der Atomkraft nicht rückgängig machen will, sondern dazu steht. Daraus lese ich dann aber nicht, wie sie zum wie stehen. Also der letzte Absatz ist m.E. wieder eine Behauptung.

Nur 13 Zeilen weiter heißt es im Volt-Programm dann auch prompt:
»Zukünftigen Entwicklungen im Bereich der Kerntechnik - möglicherweise in Form der Kernfusion - steht Volt dennoch offen und ideologiefrei gegenüber. Sollte in Zukunft eine nachhaltige und wirtschaftliche Technologie entwickelt werden, die ein vergleichbares Risiko mit den anderen Energieerzeugungsmöglichkeiten aufweist,
sehen wir die Kernkraft als eine mögliche Option für die Zukunft der Energie [Hervorhebung JD]. Wir unterstützen die Forschung in diesem Bereich.« (S. 48) »Ideologiefrei«? Die Anhänger:innen der kapitalistischen Ideologie sind oft die einzigen, die sich für vollkommen »ideologiefrei« halten.

Valider Punkt, letzter Satz ist mir wieder too much, genau wie der nächste Absatz:

Kleine Info: »Kernenergie« statt Atomenergie war der Propagandabegriff der Atomkraft- Betreiber in den 1960er bis 1970er Jahren mit dem sie von den noch lebendigen Erinnerungen der Menschen an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki ablenken wollten. Die Menschen sollten eher an Kirschkerne denken denn an Radioaktivität. Am Begriff ‘Kernenergie‘ erkannten und erkennen wir mit stabiler Sicherheit Atomkraftbefürworter:innen.



Denn Volt, Flüchtlingselend hin oder her, setzt sich für den Schutz der Freiheiten der Besitzenden in Europa ein, für den europäischen Grenzschutz und einen finanziellen sowie strukturellen Ausbau von Frontex: »Ein funktionierender Schutz der EU-Außengrenzen ist eine direkte Voraussetzung für die Freizügigkeit von Bürger:innen innerhalb der EU. Deswegen erachten wir es als notwendig, ein System des Grenzschutzes zu schaffen und zu unterstützen, welches die Integrität der EU-Außengrenzen schützt, grenzübergreifende Kriminalität bekämpft, und die Sicherheit der Einwohner:innen der Europäischen Union gewährleistet. (…) Volt unterstützt die Weiterentwicklung der Europäischen Agentur für die Grenz- und Küstenwache von einer zwischenstaatlichen Behörde, die in größerem Umfang nur die nationalen Ressourcen zum Grenzschutz koordiniert, hin zu einer vollständig europäischen Agentur mit umfassendem Mandat und Ressourcen um effektiv zu reagieren und handeln.« (S. 24f)

Frontex ist shite, da sind wir uns einig.

Beim Thema Sicherheitspolitik fordert Volt eine Vereinheitlichung und teilweise
Zusammenlegung der nationalen Polizeien und Geheimdiensten (!), also eine Aufhebung der
nach dem NS-Faschismus aus guten Gründen von den Alliierten auferlegten Trennung von
Geheimdiensten und Polizei.

Interessant, muss ich mich näher mit beschäftigen.

Zusätzlich soll eine neue Sicherheitsagentur gegründet werden, die die Mitgliedsstaaten bei
»zivilen, polizeilichen und militärischen Einsätzen« unterstützt,
»um die öffentliche Ordnung (…) zu gewährleisten«. (S. 25f)
Wessen Ordnung? Gemeint ist die Ordnung der herrschenden Kreise.

Auch hier wieder eine Behauptung. Ich denke es geht v.a. um Terrorismusbekämpfung, Geldwäsche etc. aber vllt geht es ja auch um die Ordnung der Herrschenden, who knows...

Volt Deutschland fordert Europäische Lösungen in der Verteidigungspolitik, denn »auf der
Weltbühne werden wir nur als Gemeinschaft wirklich ernst genommen«. Dieses eurochauvinistische »wir« ist verräterisch und zieht sich durch die Volt-Sprache: »unser Erdgas«, unser »Rohöl«, »unsere Lebensweise«.

Wir Europäer, verstehe nicht was hier am Wort "wir" falsch ist. "Eurochauvinistisch" kommt auch öfter vor, wird aber nicht näher ge- oder erklärt was sie damit meint.

Nichts an Volt ist friedlich. Es hätte jeden der Kriege seit 1998 (Jugoslawien) und Afghanistan
(2001) mitgemacht. Nur den Irakkrieg nicht, denn der – das fanden damals auch SPD und
Grüne – war schlecht für’s Geschäft.

Ziemlich freche Behauptung m.E.

Schiebt mensch den Gründungsmythos beiseite ist Volt ein aus unbekanntem Kreis
stammendes pro-kapitalistisches Top-Down-Projekt, das wie eine Ware vermarktet wird. In
Brüssel ausgedacht, von wohlhabenden Leuten finanziert, fällt es von oben auf die
Kommunen in Deutschland und verankert sich in bezahlten Positionen und ziemlich
beliebigen Bündnissen.

Ok, ich zerlege das mal:
Aus unbekanntem Kreis stammendes
: ich dachte das hier sei der Kreis:
Der Anteil von Unternehmensberater:innen, Bankkaufleuten, Wirtschafts- und Politikstudent:innen (oft von privaten Hochschulen) und IT-Beratern unter den Kandidat:innen ist überdimensional hoch. Viele von ihnen haben – so die meisten Selbstdarstellungen – zuvor keinerlei politischen Erfahrungen gemacht. Die eine hatte ein
Volt-Erweckungserlebnis, der andere ist vor 2 Jahren einmal auf einer Friday-for-Future-Demo mitgelaufen und es hat ihm nicht gefallen.

pro-kapitalistisches
könnte man zustimmen, denke ich
Top-Down-Projekt
hier fehlt die Begründung und Erklärung
das wie eine Ware vermarktet wird
Begründung & Erklärung?
von wohlhabenden Leuten finanziert
ja, stimmt wohl
fällt es von oben auf die Kommunen in Deutschland und verankert sich in bezahlten Positionen
Was will sie damit sagen und wo ist die Begründung dafür?
und ziemlich beliebigen Bündnissen
Hier hätte ich mir mehr Aufklärung gewünscht, denn da habe ich tatsächlich schon negatives zu gelesen
Volt ist so ökologisch wie ein Kunstrasen und so basisdemokratisch wie die Chefetage einer
Bank.

ziemlich überzogene Behauptung, zum Thema ökologisch gab es nur das Beispiel Grüne Lunge, zu basisdemokratisch gar keines
Wir wissen noch nicht genau, was der eigentliche Plan hinter Volt ist. Das wichtigste aber
wissen wir: Eine starke Rolle spielen die ökonomischen Interessen der Besitzbourgeoisie in Europa, die Verteidigung der europäischen Grenzen gegen Geflüchtete und der Einsatz für die mensch- und naturzerstörende, klimaschädliche und atomwaffenfähige Atomtechnologie.

Puh, also dafür gab der Text aber wenig Belege. Und will sie andeuten, dass Volt Atomwaffen bauen will?

Alles in allem sind da ein paar interessante Punkte dabei, aber das Framing ist mir zu krass.
#
Ernstgemeinte Frage: Was ist an Volt so verkehrt?
#
Eintracht-Laie schrieb:

Die Erklärung "Ist nicht 100% fit!" ist aus meiner Sicht nicht schlüssig - wenn ein Spieler nur 15 Minuten spielen kann, dann lasse ich ihn zuhause. Was soll so jemand auf der Bank?


Seien wir doch ehrlich, wäre Younes zu Hause geblieben, würde hier getobt, warum man ihn nicht wenigstens für die letzten 15 Minuten mitgenommen hat, um nochmal was zu drehen.
#
Und vor allem wen hätte man für Younes auf die Bank gesetzt?
#
Immerhin hat die Presse jetzt was woran sie sich aufgeilen kann.
Ich glaube mehr und mehr daran, dass Hinti das absichtlich so gesagt hat. Nach dem Motto "Wenn Du mir eine so doofe Frage stellst kann ich noch viel dämlicher antworten".
#
Basaltkopp schrieb:

Ich glaube mehr und mehr daran, dass Hinti das absichtlich so gesagt hat. Nach dem Motto "Wenn Du mir eine so doofe Frage stellst kann ich noch viel dämlicher antworten".


Das glaube ich tatsächlich auch.
#
3 Siege aus den letzten 3 Spielen sind auch nicht unrealistisch. Mainz ist hart zurzeit, aber wir spielen daheim, wo wir diese Runde noch ungeschlagen sind und haben die viel höhere individuelle Klasse, auf Schalke und daheim gegen Freiburg, die im Mittelfeld rumdümpeln, müssen wir im Grunde gewinnen.
#
Sehe ich ganz genau so.
#
Das Video von Katharina Schlothhauer empfand ich auch als mit Abstand das ekelhafteste. Die meisten Schauspieler muss ich zugeben, kannte ich gar nicht (Katharina Schlothhauer z.B.). Am meisten enttäuscht wurde ich allerdings von Volker Bruch; einerseits finde ich, dass er ein klasse Schauspieler ist, andererseits engagierte er sich z.B. für Moria. Dass er bei diesem Schwachsinn mit macht, hätte ich nicht gedacht.
#
Klar sollte man die Hoffnung nicht aufgeben.
Aber wie sich manche unsere Chancen auf die CL schön reden, ist schon sehr interessant.
Ich bleibe dabei, das Hütter aktuell das Hauptproblem ist, weil er der Mannschaft das falsche Signal gibt.
(Nicht weil er ein schlechter Trainer ist oder wechselt)
Er sollte jetzt der Mannschaft Druck machen und allen zeigen das man die CL unbedingt erreichen möchte.
Dazu müßte er der Mannschaft jetzt nochmal richtig einheizen und Ihr jeden Tag im Training klar machen,
das man ein großes Ziel vor Augen hat, das man aber nur mit harter Arbeit erreichen wird.
Als Magath damals mit WOB überraschend Meister wurde hat er ja auch nicht kurz vorm Ziel gesagt,
wir haben schon so viel errreicht, wir brauchen jetzt nicht mehr so viel zu tun.
Er gab Vollgas bis zum Schluss. Bis das Ziel erreicht war.

Nur so erreicht man die besonderen Ziele. Nicht in dem man kurz vor Schluss sich mit dem erreichten zufrieden gibt.
#
Hyundaii30 schrieb:

Klar sollte man die Hoffnung nicht aufgeben.
Aber wie sich manche unsere Chancen auf die CL schön reden, ist schon sehr interessant.



Was heißt die Chance schön reden?
Wir spielen gegen gegen Mainz, Schalke und Freiburg. Bei allem Respekt gegenüber diesen Mannschaften:

Mainz ist zwar das Team der letzten Spiele, aber könnte 1.) gegen uns schon sicher sein und 2.) spielen wir zuhause gegen einen Abstiegskandidaten
Schalke, da bedarf es ja wirklich keine Worte zu, außer dass sie bisher 13 Punkte geholt haben und dabei 76 (!) Gegentore kassiert haben und lediglich 18 geschossen haben
Freiburg, auch hier spielen wir zuhause gegen eine Mannschaft für die es vermutlich am letzten Spieltag um nichts mehr geht

Da ist der Abstiegskandidat Mainz wohl der schwerste Gegner, hier sind 7 Punkte auf jeden Fall drin. Ich sage, wir haben die größte Chance auf die Champions League nach Bayern und Leipzig.
#
Vielen Dank für die Mühe, das steigert die Vorfreude doch enorm
#
Zuber macht das worauf man bei Kostic 90 wartet, leider zu spät
#
Läuft noch nicht so richtig bei uns. Typisches spiel in Leverkusen halt. Ist younes verletzt?
#
nicht 100% fit laut Hütter
#
Freue mich auf Barkok und Ilse hat es verdient. Auf geht's 3 Punkte heute.
#
Ich oute mich mal als Fan von Fußball2000 und freue mich daher, dass sie öfter eingeladen werden
#
Auch wenn er niemals kommen wird, irgendwie fände ich Mourinho geil
#
Da müssen doch auch deutsche Vereine dabei sein. Kommt schon Bayern und RB. Lasst Euch das nicht entgehen.
#
Das wäre so geil, wenn zumindest RB mit machen würde und dann bitte noch PSG.
#
Also gestern war ich auch ziemlich angefressen, habe aber die Mannschaft nicht so schlecht gesehen wie die meisten hier. Wir waren, wie auch gegen Dortmund, Wolfsburg und Union, recht offen, wenn aber Jovic trifft, steht es 1-1, dann kommt der Fehler von Trapp, der ihm so maximal 2 mal pro Saison passiert. Sippel hatte auf der Gegenseite einen Sahnetag. Das 4-0 ist geschenkt, da wir zu dem Zeitpunkt natürlich offen wie ein Scheunentor waren. Generell, war gestern ordentlich (Spiel-)Pech dabei, auch wenn Gladbach besser war und deutlich aggressiver gepresst hat. Warum die Mannschaft jetzt auseinander fallen soll, erschließt sich mir nach dem einen Spiel nicht.

Auf der anderen Seite, wenn man mir voher aus den 3 Spielen Dortmund, Wolfsburg und Gladbach 6 Punkte angeboten hätte, hätte ich mit Handkuss angenommen.

Weltuntergangsstimmung ist doch Quatsch, unsere Führungsspieler, Hasebe, Trapp, Rode und (sehr wahrscheinlich) Hinti werden alle nächstes Saison noch hier spielen und wollen damit unbedingt in die Champions League. Wie viele Vorstände ich schon in sehr kurzer Zeit habe kommen und gehen sehen, wenn da immer jeder aufgehört hätte zu arbeiten, gute Nacht.
#
Ehrlich gesagt glaube ich, dass das für die Befürworter des Mietendeckels eine gute Sache ist, denn dieser kann nun bundesweit kommen, was bedeutet, dass nicht nur Berlin, sondern auch München, Stuttgart, Frankfurt, Köln, Hamburg etc. davon profitieren (oder nicht, je nachdem auf welcher Seite man steht). Vielleicht drückt das auch so einige Kaufpreise, weil sich selbst Eigentumswohnungen in Toplage als reine Geldanlage dann nicht mehr automatisch lohnen.

Krass ist das natürlich für viele Mieter, die jetzt Nachzahlen müssen und vielleicht eh schon genug finanzielle Probleme haben.

Wird m.E. auf jeden Fall Wahlkampfthema.
#
Aber im Kern hat er doch schon recht:

Nach dem 28. Spieltag 18/19 Platz 4
Nach dem 28. Spieltag 17/18 Platz Platz 6 und ein Punkt hinter Platz 4

Was hab ich mich in den beiden Saisons aufgeregt, und wie oft hab ich gedacht, dass das DIE einmalige Chance auf die Champions League war und heute:

Nach dem 28. Spieltag 20/21 Platz 4

Als so einmalig kann man m.E. die Chance auf die Champions League, nach dem 28. Spieltag, dann nicht mehr sehen, wenn wir lediglich in der letzten Saison ein gutes Stück davon entfernt waren (Platz 12 und 20 (!) Punkte hinter Gladbach auf der 4).

Btw: 15/16 standen wir nach dem 28. Spieltag auf Platz 17. Da sieht man ein wenig was die letzten 4 Saisons hier abging.
#
WuerzburgerAdler schrieb:

Sorry Denis, aber wenn du als Paradebeispiel einen Fall von Verdacht auf sexuellen Missbrauch in die CancelCulture-Diskussion aufnimmst und trotzig darauf bestehst, dass es sich hier um eine von Linken initiierte Hetzkampagne handelt, ohne auch nur einen Beweis dafür aufzuführen, hat die Diskussion in der Tat keinen Sinn mehr.

Es gibt aber keinen konkreten Verdacht, das ist ja der Punkt.
Du willst Beweise? Hier bitte schön:
https://twitter.com/hashtag/KonsequenzenFuerLuke?src=hashtag_click

#
Aber das hat doch nichts mit CancelCulture zu tun, hier geht es ja nicht um irgendeine Aussage von Luke Mockridge, sondern um den Verdacht von sexuellem Missbrauch. Hier nennt ja auch niemand Kevin Spacey als Beispiel, einfach weil es überhaupt nicht passt.
#
Adlerdenis schrieb:

WuerzburgerAdler schrieb:

Wie gesagt: Lucke ist für mich kein Beispiel für CancelCulture, sondern für politische Auseinandersetzung.

Und wie gesagt: Ich sehe das eben nicht so, weil seine politische Karriere nicht Gegenstand der Vorlesung war.
"Politische Auseinandersetzung" finde ich da auch ziemlich unpassend und verharmlosend für den einseitigen Versuch jemanden aus dem Hörsaal zu mobben. Lucke hat überhaupt keine Auseinandersetzung mit der AstA gehabt, nur die mit ihm.


Ich finde es übrigens ok, wenn Studenten jemanden zur Rede stellen wollen, nur darf nicht eine Minderheit darüber bestimmen, wer vor Studenten zu reden habe oder wer nicht, wenn zB gleichzeitig andere Studenten gerne zu einem bestimmten Thema jemanden hören wollen. Zumindest dann, wenn es bei dem Thema wirklich um eine sachliche Auseinandersetzung geht. Damit sind Rassismus etc. ja ausgeschlossen.

Ich glaube auch nicht, dass es eine groß angelegte Cancel Culture gibt, was vor allem aus rechten Kreisen behauptet wird. Ich glaube aber weiterhin, dass es hin und wieder die Neigung dazu gibt, bestimmte Meinungen zu übertönen oder die Menschen hinter den Meinungen direkt zu diskreditieren, statt auf die Meinung selbst sachlich einzugehen. Das ist eine Neigung, die ich eben in allen überideologisierten Diskussionen immer häufiger merke und bei der sich eben nicht nur Rechte daran munter beteiligen.

Es gab zB letztens bei Twitter die Forderungen, Herrn Streeck nicht mehr in Talksendungen einzuladen. Da frage ich mich dann schon: Warum? Viele Leute glauben doch den Blödsinn von ihm. Mir wäre es viel lieber, wenn diese Leute eingeladen und dann wie letztens von Mai öffentlich zerlegt werden. Und zwar mit Fakten, mit dem Spiegel vor der Nase. Ich finde, wir neigen mittlerweile ein bisschen zu sehr dazu, die Diskussion zu scheuen, wenn einem die Meinung des Gegenüber missfällt (oder sie im Fall von Streeck halt faktisch falsch ist). So bilden sich dann eben die Meinungs- und Informationsblasen. Ich glaub, meine Sorge und vllt. auch die von FA ist es, dass andere Gruppen, auch Linke, genau die Elemente in der Diskussionskultur übernehmen, die sie vorher so sehr bei den Rechten verabscheut haben.

Die meisten Menschen, die Cancel Culture schreien, haben m.E. aber eher ein Problem damit, dass sie mal überlegen sollen, welche Meinung sie eigentlich vertreten und ob diese wirklich angemessen ist. Das sind die Leute, die bei scharfen rassistischen Äußerungen und deren Verurteilung darauf schließen, dass man deswegen jetzt gar nichts mehr kritisches zu zB Migration sagen dürfe. Siehe Fall Petry / Hertha. Kurzum, da sind ne Menge Leute dabei, die einfach Angst haben, dass sie was an ihren rassistischen, homophoben usw. Vorurteilen und Einstellungen ändern müssten.
#
SGE_Werner schrieb:

Adlerdenis schrieb:

WuerzburgerAdler schrieb:

Wie gesagt: Lucke ist für mich kein Beispiel für CancelCulture, sondern für politische Auseinandersetzung.

Und wie gesagt: Ich sehe das eben nicht so, weil seine politische Karriere nicht Gegenstand der Vorlesung war.
"Politische Auseinandersetzung" finde ich da auch ziemlich unpassend und verharmlosend für den einseitigen Versuch jemanden aus dem Hörsaal zu mobben. Lucke hat überhaupt keine Auseinandersetzung mit der AstA gehabt, nur die mit ihm.


Ich finde es übrigens ok, wenn Studenten jemanden zur Rede stellen wollen, nur darf nicht eine Minderheit darüber bestimmen, wer vor Studenten zu reden habe oder wer nicht, wenn zB gleichzeitig andere Studenten gerne zu einem bestimmten Thema jemanden hören wollen. Zumindest dann, wenn es bei dem Thema wirklich um eine sachliche Auseinandersetzung geht. Damit sind Rassismus etc. ja ausgeschlossen.



Das ist auch ein wichtiger Aspekt, denn es gab/gibt ja durchaus Leute mit der Meinung, Lucke habe die AfD damals als eine liberal-konservative Partei gründen wollen, die aus Staatsschuldenkrise und Eurokritik entstand. Das sind ja eigentlich auch genau seine Themen als VWLer.

Passt also schon, dass seine politischen Ansichten Thema in der Vorlesung sein könnten und eventuell auch waren und das durchaus auch auf Interesse gestoßen ist. Ich habe eigentlich selbst kaum eine Vorlesung erlebt, in der der/die ProfessorIn nicht eine eigene Meinung zum Thema einfließen lassen hat. Die eigenen Erfahrungswerte machen die Vorlesung doch eben genau interessant.

#
Finde die Diskussion hier sehr spannend und habe das die letzten Tage interessiert verfolgt.

Wollte als Beispiel noch die Rückkehr von Bernd Lucke an die Uni Hamburg einbringen. Die Proteste u.a. der AstA wurden ja von vielen Seiten kritisiert, also nicht nur von Medien bei denen man es sich denken kann (Welt, Bild), sondern auch von Bundespräsident Steinmeier.

Habe das Thema nicht weiter verfolgt, aber denke, bedingt durch die digitalen Vorlesungen, ist das auch eher abgeflacht und er lehrt ja weiterhin in Hamburg. Passt also wieder nicht 100 % zur cancel culture.

Ich hätte aber auch keinen Bock gehabt bei Lucke oder dem jetzt in den Ruhestand gegangenen Stefan Homburg (Uni Hannover) in der Vorlesung zu sitzen.

Generell finde ich es auch interessant wie man wohl post-Corona mit Leuten wie Stefan Homburg umgehen wird. Auch ein Streeck wird ja teils heftig kritisiert.

Ich meine hier auch explizit nur Leute, die vorher keine rechtsextreme, antisemitische oder verschwörungstheoretische ******** verzapft haben, sondern im Laufe der Pandemie, sagen wir mal, zumindest heftig umstrittene Aussagen getroffen haben (bitte jetzt nicht Homburg und Streeck in einen Topf werfen, das sind sozusagen zwei Möglichkeiten von umstritten bis wahnwitzig, aber nicht verschwörungstheoretisch).

Auch Leute hinter Querdenken oder der Rechtsanwalt Reiner Fuellmich, die sich schlicht bereichert haben, würde ich da mal außen vor lassen.