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DM-SGE

4958

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DM-SGE schrieb:

Ich weiß, das ist nur bedingt vergleichbar, es zeigt aber, daß es Extremsituationen gibt, wo schnelles, entschlossenes und gegebenenfalls auch kritikwürdiges Handeln unabdingbar ist und manche moralischen wie rechtlichen Bedenken einfach untergordnet werden müssen.
Das ist bitter, vor allem für die, die es direkt betrifft, aber es ist nun mal die Realität.

schämst Du Dich eigentlich nicht?
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Tafelberg schrieb:  


DM-SGE schrieb:
Ich weiß, das ist nur bedingt vergleichbar, es zeigt aber, daß es Extremsituationen gibt, wo schnelles, entschlossenes und gegebenenfalls auch kritikwürdiges Handeln unabdingbar ist und manche moralischen wie rechtlichen Bedenken einfach untergordnet werden müssen.
Das ist bitter, vor allem für die, die es direkt betrifft, aber es ist nun mal die Realität.


schämst Du Dich eigentlich nicht?

Ich wüßte nicht, wofür ich mich schämen sollte.
Vielleicht solltest du dich ja schämen?
Nicht, weil du unmoralisch bist, sondern weil du dich selbst vor der Wahrheit drückst, aber andere verurteilst?

Ich nenne dir mal ein paar Beispiele:
Untergang der "Titanic" oder der "Wilhelm Gustloff" - jeweils tausende Menschen an Bord, aber nur eine sehr begrenzte Zahl Rettungsboote.
Die Boote sind bereits überfüllt, trotzdem versuchen noch Tausende sie zu erreichen, um sich vor dem Ertrinken zu retten.
Die Menschen auf den Booten stehen vor der Entscheidung, nehmen sie noch weitere auf, bis sie selbst mit untergehen, oder halten sie die Rettung suchenden mit Gewalt davon ab, noch mehr Menschen in den Tod zu reißen.
Wie urteilst du über Menschen, die sich für Letzteres entscheiden?
Beim Untergang der "Wilhelm Gustloff" starben ca. 10.000 Menschen, nur etwa 2.000 wurden gerettet. Bei der "Titanic" war das Verhältnis ähnlich.

Ein anderes Beispiel, ein aktuelleres, das besonders nach 9/11 heiß diskutiert wurde:
An Bord eines Flugzeuges sind Terroristen und drohen, es auf bewohntes Gebiet stürzen zu lassen, vielleicht auf das ausverkaufte Waldstadion, so daß noch Tausende mit in den Tod gerissen würden.
Diskutiert wurde - und ich weiß gar nicht, ob man sich an eine Lösung getraut hat - das Passagierflugzeug durch Abfangjäger notfalls (ultima ratio!) abzuschießen, also einige hundert Menschen zu opfern, dafür aber Tausende zu retten.
Wie urteilst du über Menschen, die hier Verantwortung übernehmen müssen und sich für einen Abschuß entscheiden?

Das sind beides absolute Extremfälle, von denen sich keiner wünscht, daß sie jemals eintreten werden.
Aber sie sind eingetreten und wer kann garantieren, daß es sie so oder so ähnlich nicht wieder gibt?
Ich weiß, es ist unerträglich, hier konsequent zu Ende zu denken, auch für mich natürlich.
Besonders wenn man sich vorstellt, es könnten eigene Angehörige betroffen sein, wird man zu keiner Entscheidung für sich selbst kommen oder zu einer Entscheidung, die man so anderenfalls vielleicht nicht treffen würde.

Bevor jetzt wieder ein ganz Kluger kommt und meint, diese beiden Szenarien ließen sich doch gar nicht mit dem momentanen an unseren Grenzen vergleichen, richtig, lassen sie sich auch nicht unbedingt, weil die unmittelbare Bedrohungssituation jeweils eine ganz andere ist, von den Grenzschützern, die u.U. an Leib und Leben bedroht werden könnten, einmal abgesehen.
Vergleichen lässt sich aber durchaus die Notwendigkeit, abwägen zu müssen, was für wen das kleinere von zwei großen Übeln ist, die beide das moralische Gewissen extrem belasten.
Das eine Übel wäre, den Tod von vielleicht vielen Menschen durch den eventuellen Einsatz von Waffen in Kauf zu nehmen, das andere wäre die Hinnahme von in ihrer Tragweite kaum zu überschauenden Folgen nicht nur für unsere Gesellschaft, sondern auch für die aller anderen europäischen Staaten und zwar in jeder Hinsicht, sowohl in rechtlicher, politischer, wirtschaftlicher wie auch sozialer.
Will ich die Grenzen besser sichern, wie es nun auch Gabriel und Steinmeier erwägen, dann muß ich mir auch darüber bewußt sein, daß dies nur Sinn macht, wenn es konsequent geschieht und zwar NOTFALLS auch hin bis zur letzten Konsequenz (ultima ratio).
Trage ich moralische Bedenken in mir, die Grenzen notfalls auch unter Einsatz staatlicher Gewalt zu schützen, was ich jedem zugestehe, weil ich sie natürlich auch habe, und kann ich mich über diese Bedenken nicht hinwegsetzen, was ich auch nachvollziehen kann, dann kann und sollte ich mir das "unkonkrete Gerede" über Grenzsicherung sparen und sollte der Bevölkerung reinen Wein einschenken, daß als Alternative dann nur Durchwinken mit allen wahrscheinlich negativen Konsequenzen für sie bleibt.

Hier jemanden zu fragen, ob er sich nicht schäme, wenn er das Ganze zu Ende denkt, halte ich für infam. Und feige.
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DM-SGE schrieb:

Hätte sich Helmut Schmidt damals, 1962 bei der Sturmflut in Norddeutschland, nicht über Recht und Gesetz hinweg gesetzt und gehandelt, die Katastrophe wäre eine weitaus größere geworden.
Ich weiß, das ist nur bedingt vergleichbar, es zeigt aber, daß es Extremsituationen gibt, wo schnelles, entschlossenes und gegebenenfalls auch kritikwürdiges Handeln unabdingbar ist und manche moralischen wie rechtlichen Bedenken einfach untergordnet werden müssen.

seehofer hätte wahrscheinlich damals mit dem verfassungsgericht gedroht. dein argument lässt sich 1:1 auf die situation an der grenze anwenden. wenn menschen in not ins land wollen, dann sollte man kein paragraphenreiter sein.
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peter schrieb:  


DM-SGE schrieb:
Hätte sich Helmut Schmidt damals, 1962 bei der Sturmflut in Norddeutschland, nicht über Recht und Gesetz hinweg gesetzt und gehandelt, die Katastrophe wäre eine weitaus größere geworden.
Ich weiß, das ist nur bedingt vergleichbar, es zeigt aber, daß es Extremsituationen gibt, wo schnelles, entschlossenes und gegebenenfalls auch kritikwürdiges Handeln unabdingbar ist und manche moralischen wie rechtlichen Bedenken einfach untergordnet werden müssen.


seehofer hätte wahrscheinlich damals mit dem verfassungsgericht gedroht. dein argument lässt sich 1:1 auf die situation an der grenze anwenden. wenn menschen in not ins land wollen, dann sollte man kein paragraphenreiter sein.

Richtig, sehe ich ähnlich, Seehofer mal außen vor gelassen.
Aber das darf keine Dauerlösung sein. Ist es aber offenbar.
Genau darin liegt auch der größte Unterschied zur damaligen Sturmflut. Die war nach kurzer Zeit vorbei, das Problem, vor dem wir jetzt stehen, werden wir aber noch über Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte haben.
Und es so weitaus umfänglicher und unberechenbarer in seiner Tragweite, daß man sich ganz bestimmt nicht den Luxus erlauben und sagen kann, lassen wir das Kind erstmal in den Brunnen fallen und sehen wir dann, wie wir ihm helfen können.
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ich gehe darauf nicht ein. Die Polemik mit der durchschnittlichen Begabung hast Du ins Spiel gebracht. Dann musst Du auch mit einer süffisanten Replik leben.
Dass ich nicht weiß, wie wir das lösen können, habe ich oft genug gesagt. Aber Gesetzesbruch durch die Obrigkeit ist nie die Lösung.
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Haliaeetus schrieb:

ich gehe darauf nicht ein. Die Polemik mit der durchschnittlichen Begabung hast Du ins Spiel gebracht. Dann musst Du auch mit einer süffisanten Replik leben.
Dass ich nicht weiß, wie wir das lösen können, habe ich oft genug gesagt. Aber Gesetzesbruch durch die Obrigkeit ist nie die Lösung.

Ich sehe die Polemik auch gar nicht in der über- oder unterdurchschnittlichen Begabung. Das war von meiner Seite eher ein Schuß Selbstironie.
Deine Polemik liegt in dem "menchenverachtenden Unsinn".

Abgesehen davon, daß einige, nicht gerade durch Inkompetenz glänzende Persönlichkeiten behaupten, die Regierung begehe gerade mit ihrer aktuellen Flüchtlingspolitik in dieser Form und diesem Ausmaß nie dagewesenen Rechtsbruch, wer redet denn hier von einem solchen?

Außerdem erwarte ich von dir auch keine Lösungen, die habe ich selbst auch nicht, zumindest keinen "menschenverachtenden Unsinn", ich wollte eigentlich nur dein Fazit hören/lesen, das du beim vollständigen Durchdenken des geschilderten Szenarios ziehst.
Ich kann mir keine andere kurz- oder auch nur mittelfristige Lösung vorstellen, ohne daß ich am Ende den Einsatz irgendeiner Form staatlicher Gewalt sehe.
Aber es muß ja gar nicht so weit kommen, denn ich meine, allein die Ankündigung und dann auch die praktische Umsetzung einer besseren Grenzsicherung, natürlich auf europäischer Ebene abgestimmt, würde das Problem zwar nicht aus der Welt schaffen, ihm vorerst aber viel seiner aktuellen Brisanz nehmen, weil sich das schnell rumsprechen und viele davon abhalten wird, sich überhaupt erst auf den gefährlichen Weg zu machen.

Und noch was, wer selbst keine Lösungen parat hat, sich aber der ganzen Problematik vollauf bewußt ist, der sollte nicht so absolut über diejenigen urteilen, die bestimmte Lösungen in Betracht ziehen, auch wenn diese auf den ersten Blick "menschenverachtender Unsinn" sind.
Leider ist es nun mal im Leben so, daß man auch tragische Entscheidungen treffen muß, um noch größeres Unglück zu vermeiden.
Hätte sich Helmut Schmidt damals, 1962 bei der Sturmflut in Norddeutschland, nicht über Recht und Gesetz hinweg gesetzt und gehandelt, die Katastrophe wäre eine weitaus größere geworden.
Ich weiß, das ist nur bedingt vergleichbar, es zeigt aber, daß es Extremsituationen gibt, wo schnelles, entschlossenes und gegebenenfalls auch kritikwürdiges Handeln unabdingbar ist und manche moralischen wie rechtlichen Bedenken einfach untergordnet werden müssen.
Das ist bitter, vor allem für die, die es direkt betrifft, aber es ist nun mal die Realität.
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ASAP schrieb:

Das mein Beitrag doppelt veröffentlicht wurde, liegt an mir als Anwender. Ich suche die Schuld dafür weder bei der Software, den Moderatoren oder einer der globalen Verschwörungsorganisationen!

ich suche keine Schuld bei niemandem. .Hab nur ne Frage gestellt u. das ist ja geklärt.

@ halia...    User Asap schrieb sinngemäss, dass die anderen Politiker die "Verhältnismäßgkeit" wahre würden u. unterstellt User DM -SGE,er würde den Eindruck erwecken, dass im Grunde alle Politiker so denken wie Petry . das sei aber falsch - worauf ich geantwortet habe :

OB Palmer hat aber dasselbe in Grün gesagt .wie Petry.

So jedenfalls habe ich den Beitrag von User ASAP verstanden.
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pelo schrieb:  


ASAP schrieb:
Das mein Beitrag doppelt veröffentlicht wurde, liegt an mir als Anwender. Ich suche die Schuld dafür weder bei der Software, den Moderatoren oder einer der globalen Verschwörungsorganisationen!


ich suche keine Schuld bei niemandem. .Hab nur ne Frage gestellt u. das ist ja geklärt.


@ halia...    User Asap schrieb sinngemäss, dass die anderen Politiker die "Verhältnismäßgkeit" wahre würden u. unterstellt User DM -SGE,er würde den Eindruck erwecken, dass im Grunde alle Politiker so denken wie Petry . das sei aber falsch - worauf ich geantwortet habe :


OB Palmer hat aber dasselbe in Grün gesagt .wie Petry.


So jedenfalls habe ich den Beitrag von User ASAP verstanden.

Ich will nicht nur den Eindruck erwecken, daß im Grunde jeder weiß und denkt, was Petry ausgesprochen hat, ich behaupte es sogar, weil ich überzeugt davon bin, daß es so ist.
Alles andere wäre unlogisch, hätte mit Grenzsicherung nix zu tun und wäre nur das übliche seichte Politikergewäsch, an das sich im Ernstfall, wenn es dann wie so oft doch ganz anders kommt, eh niemand mehr erinnern will, um ja keine Verantwortung für begangene Fehler übernehmen zu müssen.
Erinnere dich doch mal, wie noch im Sommer geredet und geschrieben wurde und wie viele Kehrtwendungen bei allen möglichen Besserwissern seitdem schon stattgefunden haben.
Da rücken doch bald schon täglich Verantwortliche von ihren ursprünglichen naiven Vorstellungen ab, natürlich so unspektakulär und zögerlich, daß man es in der Öffentlichkeit kaum wahr nimmt.
Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern, das ist doch eine wesentliche Grundeinstellung bei Politik und Medien.
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DM-SGE schrieb:

Ein durchschnittlich begabter Mitteleuropäer, zum logischen Denken nur halbwegs befähigt, kommt, wenn er das Szenario konsequent zu Ende denkt, ohne sich vor bitteren Erkenntnissen oder, wie Petry, vor politisch inkorrekten Aussagen zu scheuen, so wie es der MaMo-Reporter erwartet/erhofft hat, natürlich zu dem einzigen Schluß, daß NOTFALLS (ultima ratio) Grenzsicherung auch mit Schußwaffengebrauch betrieben werden muß.

Aha und das ist zwingend, ja?
Einer also. Na gut, wenn Du das sagst, muss es ja so sein. Und der eine bist Du oder was? Und dann halt noch zahlreiche unterdurchschnittlich begabte Mitteleuropäer? Nicht, dass die Petry jetzt sauer wird auf Dich, weil Du sie so herabwürdigst.
Zum Glück gibts dann auch noch überdurchschnittlich begabte, die zwar möglicherweise keine einfache Lösung parat haben aber wenigstens genug Anstand so einen menschenverachtenden Unsinn gar nicht in Erwägung zu ziehen.
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Versuch's doch mal anders, ganz unpolemisch, ohne mich nur anzugehen, sondern mit ganz konkreten eigenen Vorstellungen.
Sage du mir als überdurchschnittlich Begabter doch bitte einmal, nachdem du das Szenario an den Grenzen unter Einbeziehung aller möglichen Eventualitäten zu Ende gedacht hast, wie eine "nicht einfache Lösung" deiner Meinung nach aussehen könnte, ohne "so einen menschenverachtenden Unsinn in Erwägung zu ziehen".
Gabriels und Steinmeiers Vorstoß ist dir zu "unkonkret", selbst aber redest du auch nur um den heißen Brei herum.
Nehmen wir an, die Situation an irgendeiner innereuropäischen Grenze würde eskalieren, was bei tausenden Menschen, überwiegend jungen Männern, in extremer Notsituation und denkbar ungünstigsten Verhältnissen ja nicht ganz abwegig ist.
Alle guten Worte, Wasserwerfer, Pfefferspray und sonstige gerade noch vertretbaren Mittel könnten die Menschen nicht davon abhalten, Grenzbarrieren zu überwinden und Grenzschützer zu überrennen.
Was würdest du in einem solchen Fall vorschlagen? Durchwinken?
Gut, dann brauchen sich Gabriel und Steinmeier und alle anderen auch keine weiteren Gedanken mehr darüber zu machen, wie eine bessere Sicherung der europäischen Innen- und Außengrenzen durchzusetzen ist und können aufhören, "unkonkret" rumzublubbern.

Wie gesagt, wir reden von einer Extremsituation, von einem äußersten Notfall, zu dem es bisher glücklicherweise nicht gekommen ist, zu dem es aber durchaus kommen kann, wenn man wie Gabriel, Steinmeier, Palmer und andere die Binnengrenzen besser sichern will.
Ich warte auf deine ganz konkreten Vorstellungen.
Nein, ich bin nicht der MaMo-Reporter, der dich zu irgendetwas drängen will, um das dann ausschlachten zu können.
Ich will als bestenfalls durchschnittlich intelligenter Mitteleuropäer nur wissen, wie die überdurchschnittlich Begabten sich das vorstellen, um davon lernen zu können.
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Aragorn schrieb:

Da ist von Sicherung der Binnengrenzen die Rede, wie diese aussehen soll, wird allerdings nicht beschrieben. Da ist dann wohl die Phantasie jedes einzelnen gefragt, wie soetwas von statten gehen soll. Ansich bloßes Politikergeschwaetz, ohne irgendeinen Lösungsansatz. Klingt für mich recht stark nach "Abschottung", auch wenn man tunlichst versucht, diese Art von Begrifflichkeiten zu vermeiden.

ich finde es auch reichlich unkonkret. Aber was dann im Artikel steht hat mit der Überschrift herzlich wenig zu tun und schon gar nicht mit Schießbefehlen oder -empfehlungen. Dass da viel heiße Luft dabei ist, finde ich auch, denn Lösungsansätze sind für mich nicht erkennbar. Allerdings habe ich die bisher noch von keiner Seite gehört - denn ich betrachte weder "wir schaffen das" noch "wir schaffen das nicht" als probates Mittel
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Haliaeetus schrieb:  


Aragorn schrieb:
Da ist von Sicherung der Binnengrenzen die Rede, wie diese aussehen soll, wird allerdings nicht beschrieben. Da ist dann wohl die Phantasie jedes einzelnen gefragt, wie soetwas von statten gehen soll. Ansich bloßes Politikergeschwaetz, ohne irgendeinen Lösungsansatz. Klingt für mich recht stark nach "Abschottung", auch wenn man tunlichst versucht, diese Art von Begrifflichkeiten zu vermeiden.


ich finde es auch reichlich unkonkret. Aber was dann im Artikel steht hat mit der Überschrift herzlich wenig zu tun und schon gar nicht mit Schießbefehlen oder -empfehlungen. Dass da viel heiße Luft dabei ist, finde ich auch, denn Lösungsansätze sind für mich nicht erkennbar. Allerdings habe ich die bisher noch von keiner Seite gehört - denn ich betrachte weder "wir schaffen das" noch "wir schaffen das nicht" als probates Mittel

Eben, du sagst es ja: reichlich unkonkret.
"...zusätzliche Maßnahmen an den Binnengrenzen Europas zu ergreifen, die eine bessere Kontrolle und ein effektiveres Management der Flüchtlingsströme ermöglichen"

Darunter kann und darf man sich alles mögliche vorstellen.
Ein durchschnittlich begabter Mitteleuropäer, zum logischen Denken nur halbwegs befähigt, kommt, wenn er das Szenario konsequent zu Ende denkt, ohne sich vor bitteren Erkenntnissen oder, wie Petry, vor politisch inkorrekten Aussagen zu scheuen, so wie es der MaMo-Reporter erwartet/erhofft hat, natürlich zu dem einzigen Schluß, daß NOTFALLS (ultima ratio) Grenzsicherung auch mit Schußwaffengebrauch betrieben werden muß.
Wie ich schon geschrieben habe, jeder weiß das, jeder denkt das, nur die Petry spricht es aus und tappt dabei ins ausgelegte Fettnäpfchen.
Die anderen, Gabiel, Steinmeier und Co. wissen es auch, sagen es aber nicht. Nur im "reichlich unkonkreten" Politikersprech.
Sollen doch die anderen die Deppen, die Unmenschen, die Nazis, die Rassisten, die Ausländerfeinde sein. Die, die aussprechen, was die verlogene Bande selbst auch weiß und denkt, aber eben nicht sagt, um sich in diesem irren Land, das sich vor nichts mehr fürchtet als vor einer längst ausgestorbenen braunen Gefahr, keine Blöße zu geben und mit dem nackten Finger auf sich selbst zeigen zu müssen.
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Gabriel und Steinmeier wollen die EU-Binnengrenzen besser schützen:
http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/gabriel-und-steinmeier-wollen-eu-binnengrenzen-besser-schuetzen-14068800.html
Aha.
Jetzt warte ich noch auf einen Reporter vom Mannheimer Morgen oder vom Augsburger Abend, der solange nachfragt, wie sie das denn machen wollen, bis der Begriff "Schießbefehl" oder "Schußwaffe" fällt.

Und der (Ex-?)Grüne Palmer will die EU-Außengrenzen mit einem Zaun und europäischen Grenzschützern sichern, aber sicher nur mit Wasserpistolen bewaffnet:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/tuebingens-ob-boris-palmer-es-sind-nicht-die-zeiten-fuer-pippi-langstrumpf-politik-14068455.html

Ich wiederhole mich: Das ist ein irres Land hier!
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DM-SGE schrieb:

Aber ich mag Darmstadt. Und die sind heute kräftig beschissen worden

nein, sind sie nicht.
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MrBoccia schrieb:  


DM-SGE schrieb:
Aber ich mag Darmstadt. Und die sind heute kräftig beschissen worden


nein, sind sie nicht.

Okay, wenn du das sachst...
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Ich mag Leverkusen nicht.
Ich mag auch diesen Schmitt nicht.
Aber ich mag Darmstadt. Und die sind heute kräftig beschissen worden. Meine ich.
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Die sollten lieber mal die Szene noch mal zeigen vor dem Konter, sonst kann ich nicht beurteilen, ob es wirklich Foul war. Es sah grenzwertig aus.
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Also ich hab' gesehen, wie der Darmstädter frei zum Ball stehend von hinten mit dem Arm gestoßen wurde und fällt.
Hat sky beim Nachgucken auch bestätigt.
Wenn der nicht gefallen wäre, hätte der unbedrängt den Ball nehmen können. Also auch nicht unbedingt eine Situation, wo ein Spieler sich fallen läßt, auch wenn es noch im Strafraum war.
Für mich ein klarer Elfer.
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Unfassbar. Schon wieder beschissen.
Darmstadt kriegt einen klaren Elfer nicht - daraus folgt unmittelbar ein Konter - 1:2
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Darmstadt innerhalb weniger Sekunden gleich dreimal beschissen!!
Ausgleich.
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Eintracht-Er schrieb:  


Aragorn schrieb:
Richtig! Denn das Zerstören von Wahlplakaten ist ja nun wahrlich kein Phänomen, welches AfD-Anhänger spezifisch ist...


Aber wenns von linker Seite passiert, hat das doch irgendwie was vom heroischen Kampf der Guten gegen das Böse.

Das Zerstören von Wahlplakaten ist dumm. Allerdings fand ich früher die Bäpper auf den NPD-Plakaten "Keine Stimme den Nazis" gut. Es wurde ja nichts zerstört, sondern nur kommentiert. Leider hätte man damit derzeit viel zu viel zu tun, denn mittlerweile gibt es ja auch noch die Reps, die BFF, die freien Wähler und auch die AfD.
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Raggamuffin schrieb:  


Eintracht-Er schrieb:  


Aragorn schrieb:
Richtig! Denn das Zerstören von Wahlplakaten ist ja nun wahrlich kein Phänomen, welches AfD-Anhänger spezifisch ist...


Aber wenns von linker Seite passiert, hat das doch irgendwie was vom heroischen Kampf der Guten gegen das Böse.


Das Zerstören von Wahlplakaten ist dumm. Allerdings fand ich früher die Bäpper auf den NPD-Plakaten "Keine Stimme den Nazis" gut. Es wurde ja nichts zerstört, sondern nur kommentiert. Leider hätte man damit derzeit viel zu viel zu tun, denn mittlerweile gibt es ja auch noch die Reps, die BFF, die freien Wähler und auch die AfD.

Jetzt stell dir mal vor, wir hätten auch noch die CSU hier....
Dann wärste ausgewandert, gell!?
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pelo schrieb:

Warum wiederholst du nochmal ,was dir DM. SGE schon erklärt hat ?

na um ihm zu zeigen, dass ich es begriffen habe und dass ich auch lesen kann.

offen bleibt die für das thema relevantere thema, ob der schwarze afrikaner die verhütungspolitik des papstes für das wort gottes hält oder nicht. ich vermute nämlich, dass die wenigsten afrikaner, wie auch südamerikaner und auch europäer, theologischen spitzfindigkeiten gewachsen sind. das kennt man ja aus der guten alten zeit auch bei uns: was der pfarrer sagt ist gesetz weil der den direkten draht zu seinem gott hat. und papstkritiker in der katholischen kirche werden vom vatikan ja auch nicht gerade abgefeiert.

so, genug der nebenschauplätze. wenn es auch leider aktuell ist, da frau von storch christlich-fundamentalistisch unterwegs ist und immer mal wieder das christliche abendland aus der argumentationskiste der beunruhigten gezaubert wird. und evangelisten und protestantische fundamentalisten nehmen sich da gegenüber katholischen nicht das geringste.
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peter schrieb:  


pelo schrieb:
Warum wiederholst du nochmal ,was dir DM. SGE schon erklärt hat ?


na um ihm zu zeigen, dass ich es begriffen habe und dass ich auch lesen kann.  


offen bleibt die für das thema relevantere thema, ob der schwarze afrikaner die verhütungspolitik des papstes für das wort gottes hält oder nicht. ich vermute nämlich, dass die wenigsten afrikaner, wie auch südamerikaner und auch europäer, theologischen spitzfindigkeiten gewachsen sind. das kennt man ja aus der guten alten zeit auch bei uns: was der pfarrer sagt ist gesetz weil der den direkten draht zu seinem gott hat. und papstkritiker in der katholischen kirche werden vom vatikan ja auch nicht gerade abgefeiert.


so, genug der nebenschauplätze. wenn es auch leider aktuell ist, da frau von storch christlich-fundamentalistisch unterwegs ist und immer mal wieder das christliche abendland aus der argumentationskiste der beunruhigten gezaubert wird. und evangelisten und protestantische fundamentalisten nehmen sich da gegenüber katholischen nicht das geringste.

Na ja, manche müssen halt erst erguckeln, was eigentlich zur Allgemeinbildung zählt.
Oder zumindest dazu zählen sollte, wenn man mit seinem Halbwissen argumentiert oder auch nur frotzelt.

Was die "Verhütungspolitik des Papstes" betrifft, da verhält es sich nicht anders als mit der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin.
Der eine wie die andere muß daran festhalten, will man/frau nicht gundlegende Werte aufgeben.
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Zumindest weiß man jetzt, dass für dich die Flüchtlinge so was wie eine Rattenplage sind.
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Raggamuffin schrieb:

Zumindest weiß man jetzt, dass für dich die Flüchtlinge so was wie eine Rattenplage sind.

Nö, Ratten sind die Menschen, die den "Rattenfängern von AfD und Pegida hinterherlaufen".
So heißt es doch immer von hochoffizieller Seite, oder!?
Interessant, für was man in diesem Land Menschen hält, die ihre demokratischen Grundrechte wahrnehmen, gell.
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@DM-SGE @Aragorn: bemerkenswert finde ich, daß ihr peter und/oder urna kritisiert, aber an micls beitrag, der auslöser für die beiträge von urna und peter war, anscheinend nichts auszusetzen habt.

teilt ihr denn die meinung von micl?
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Xaver08 schrieb:

@DM-SGE @Aragorn: bemerkenswert finde ich, daß ihr peter und/oder urna kritisiert, aber an micls beitrag, der auslöser für die beiträge von urna und peter war, anscheinend nichts auszusetzen habt.


teilt ihr denn die meinung von micl?

Äh, wie meinen?
Was haben denn der Urna und der micl geschrieben?
Der peter hat nur etwas rumgeblödelt und den hab' ich (zugegeben, etwas oberlehrerhaft) korrigiert, damit er nicht dumm stirbt.
Was war denn wieder los?
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pelo schrieb:  


Raggamuffin schrieb:
Von dem Ludger-Typ hatte ich mir ja schon mal nachvollziehbare Beweggründe erhofft, warum man über seine Bedenken hinweg die AfD wählen könnte


Ich finde seine Gründe für den Austritt bei den Grünen sehr gut  u. nachvollziehbar erklärt.


Der entscheidente Satz für mich: .....""  weil  die INTOLERANZ ggü Andersdenkenden immer schlimmer wird"


Genau aus diesen Gründen habe ich nie Grün gewählt-


http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/ex-gruener-unterstuetzt-die-afd-auch-bei-den-gruenen-habe-ich-strohpuppen-brennen-sehen-14060118.html

selbstverständlich ist es sein gutes Recht von den Grünen zu der AFD zu wechseln, seine Aussagen zu Pegida gefallen mir nicht. Ich finde ohnehin, dass die AFD Funktionäre sich viel stärker abgrenzen müssen von den Pegida "Anführern" und auch von Höcke und anderen. Das ist mir alles zu wischi waschi. Die Partei ist für mich alles andere als vertrauenserweckend. Sie leben von der derzeitigen Situation (Gauland: Die Flüchtlingskrise ist ein Geschenk für uns !)

......
Und dass auf den AfD-Seiten im Internet von Anhängern gegen Flüchtlinge gehetzt wird und es Applaus für Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling gibt, die dazu aufgerufen hat, die Eliten mit Mistgabeln aus ihren Häusern zu jagen: Stört Sie das auch nicht?

Ich bin Gründungsmitglied der Grünen; sie können sicher sein, dass ich dort schon wesentlich problematischere Äußerungen gehört habe. Was meinen Sie, wie viele Strohpuppen ich bei denen schon habe brennen sehen. Außerdem misst die Presse doch mit zweierlei Maß. Sicher ist der Galgen bei Pegida eine unschöne Art, sich auszudrücken. Aber dass man das danach rauf und runter zitiert, das blutige Schafott, das Linke am gleichen Tag bei einer Anti-TTIP-Demo herumtragen, aber ignoriert, ist einseitig und eigentlich ein Skandal.
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Tafelberg schrieb:

Und dass auf den AfD-Seiten im Internet von Anhängern gegen Flüchtlinge gehetzt wird und es Applaus für Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling gibt, die dazu aufgerufen hat, die Eliten mit Mistgabeln aus ihren Häusern zu jagen: Stört Sie das auch nicht?

"Friede den Hütten! Krieg den Palästen!" hat schon vor nahezu 200 Jahren ein großer Hesse geschrieben.
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SGE-URNA schrieb:

Könntest du mir mich bitte auf die Wissenschaft verweisen? Ich würde gern noch mehr über die Eigenarten des Negers erfahren... danke

der römisch-katholische neger hat das problem, dass er gerne schnackselt, aber nicht verhüten darf. er muss es also quasi darauf anlegen ständig seine frau zu schwängern, ansonsten verstößt er gegen die gebote des stellvertreter gottes auf erden, eines mannes der unfehlbar ist und in sachen sexualität ziemlich streng. da können dann schon ein paar kinder zusammen kommen, wenn er, der neger, sich an christlichen werten orientiert.
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peter schrieb:  


SGE-URNA schrieb:
Könntest du mir mich bitte auf die Wissenschaft verweisen? Ich würde gern noch mehr über die Eigenarten des Negers erfahren... danke


der römisch-katholische neger hat das problem, dass er gerne schnackselt, aber nicht verhüten darf. er muss es also quasi darauf anlegen ständig seine frau zu schwängern, ansonsten verstößt er gegen die gebote des stellvertreter gottes auf erden, eines mannes der unfehlbar ist und in sachen sexualität ziemlich streng. da können dann schon ein paar kinder zusammen kommen, wenn er, der neger, sich an christlichen werten orientiert.

Vielleicht darf ich dich mit aller gebotenen Zurückhaltung darauf hinweisen, daß du wieder einmal dummes Zeug blubberst, auch wenn es in deiner ganz besonderen Art von Humor/Ironie verpackt ist.
"Der Stellvertreter Gottes auf Erden", also der Papst als Mensch ist natürlich nicht unfehlbar. Das ist ein weit verbreiteter Irrglaube.
Eine Lehrentscheidung in Glaubensfragen, die er EX CATHEDRA verkündet, ist ein unfehlbares, definitiv gültiges kirchliches Dogma.
Das geschieht aber extrem selten. Soweit ich weiß, ist seit dem 1. vatikanischen Konzil 1870, wo die Unfehlbarkeit als Dogma entschieden wurde, nur ein einziges Mal von Pius XII. eine Glaubensentscheidung (Mariä Himmelfahrt) ex cathedra verkündet worden.

So, und jetzt schalte ich zu deiner Beruhigung den Oberlehrermodus wieder aus und kehre zurück zum Thema.
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DM-SGE schrieb:

Natürlich DARF man nachfragen.
Aber muß man das auch wirklich, wenn man nicht eine bestimmte Absicht verfolgt?

Wenn man die Absicht verfolgt, das Gewäsch von der Frauke als Gewäsch erkenntlich zu machen, dann MUSS man allerdings genau an dem Punkt nachfragen. Man DARF natürlich nicht nachfragen, wenn man Frauke ausschließlich als Schlaubi-Schlumpf darstellen will, die großartige Lösungen parat hat, auf die sonst keiner kommt.
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Raggamuffin schrieb:  


DM-SGE schrieb:
Natürlich DARF man nachfragen.
Aber muß man das auch wirklich, wenn man nicht eine bestimmte Absicht verfolgt?


Wenn man die Absicht verfolgt, das Gewäsch von der Frauke als Gewäsch erkenntlich zu machen, dann MUSS man allerdings genau an dem Punkt nachfragen. Man DARF natürlich nicht nachfragen, wenn man Frauke ausschließlich als Schlaubi-Schlumpf darstellen will, die großartige Lösungen parat hat, auf die sonst keiner kommt.

Nun gut, ich sehe, wir kommen hier nicht weiter.
Erkläre mir aber bitte zum Abschluß, warum Palmers Äußerung, die sich kaum von der Petrys unterscheidet, nicht in dieser Form hinterfragt und thematisiert wurde.
Ich meine, gerade bei Palmer als grünem OB wäre das deiner Logik nach doch noch weitaus mehr angebracht, oder!?
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DM-SGE schrieb:

Aber bei einer Parteivorsitzenden, von der man natürlich mehr als vom Normalmichel erwarten darf, aber eben auch nicht jede fachspezifische Kompetenz, bei so einem Interviewpartner zeugen solche Fragen einfach nur von der dahinter steckenden hinterhältigen Absicht.
Punkt.

Man darf doch aber nachfragen, wie sich die Frauke das mit den Obergrenzen und nicht ins Land lassen in der Praxis konkret vorstellt. Denn an dem Punkt fehlt die Erklärung, wie man dies OHNE Schießbefehl durchsetzen will.
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Raggamuffin schrieb:  


DM-SGE schrieb:
Aber bei einer Parteivorsitzenden, von der man natürlich mehr als vom Normalmichel erwarten darf, aber eben auch nicht jede fachspezifische Kompetenz, bei so einem Interviewpartner zeugen solche Fragen einfach nur von der dahinter steckenden hinterhältigen Absicht.
Punkt.


Man darf doch aber nachfragen, wie sich die Frauke das mit den Obergrenzen und nicht ins Land lassen in der Praxis konkret vorstellt. Denn an dem Punkt fehlt die Erklärung, wie man dies OHNE Schießbefehl durchsetzen will.

Natürlich DARF man nachfragen.
Aber muß man das auch wirklich, wenn man nicht eine bestimmte Absicht verfolgt?
Boris Palmer z.B. hat ohne Nachhaken bewaffnete Grenzschützer ins Spiel gebracht. Lange vor Petry, ein Thema aber war das nie.
In meiner zugegeben laienhaften Vorstellung ist der Gebrauch der Schußwaffe bei bewaffneten Schutzbeamten im Notfall auch die ultima ratio. Ich glaube, das geht den allermeisten so. Warum wären sie sonst bewaffnet?
Was also soll in diesem Fall das Insistieren des Interviewers?