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EdiG

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11 Freunde

http://www.11freunde.de/sonstige/119280?page=1&PHPSESSID=2b8d399ffd473f1f02d22b5d4aa5db79

"Endlich mal ein netter Versuch von denen witzig zu sein."
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peter schrieb:
wontorra: "udo, du hast am samstag in der halbzeit wieder geweint. was hatte das zu bedeuten?"

udo: "ich kann das einfach nicht mehr ertragen wie...nicht mehr ertragen...nicht mehr...kann ich schon mal ein bier haben?"

wontorra: "klar udo, aber hör jetzt bitte wieder mit dem weinen auf."



Das mit dem weinenden Udo hat einen ganz einfachen Grund. Der sieht das Spiel und denkt: "Nachher müssen die wieder das Spiel schön saufen und für mich bleibt nix mehr übrig." Und dabei kommen ihm ganz natürlich die Tränen.
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sgevolker schrieb:
MrBoccia schrieb:

http://www.kleinezeitung.at/sport/fussball/multimedia.do?action=showEntry_detail&project=1960&id=47062&page=1


Drei waschechte Österreicher auf dem Foto  ,-)



Mit den Namen könnten sie glatt auch in der deutschen U21 spielen.
Kleine Zeitung schrieb:

Trotzdem fühlen sich Rubin Okotie, Yasin Pehlivan und Ümit Korkmaz am Wörthersee sichtlich wohl.
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adlerkadabra schrieb:
EdiG schrieb:
adlerkadabra schrieb:
Also bitte alle mal herhören:

Was ich ab jetzt hier im Forum poste, ist Gesetz. Ich finde nämlich, dass ich mich mit der Zeit zum abslouten Führungsuser entwickelt habe. Zumindest relativ    


Woher kommt nur der bedingungslose Glaube das unter den Blinden der Einäugige König sei ?  

Herr Edig, könnten Sie das bitte nochmal stark vergrößert posten? Mein Hund hat gerade angeschlagen  




Geht nicht, Schreien ist hier nicht erlaubt, das kommt hier gleich nach Bengalos und Pyro. Und ich will doch nicht von den Mods gelöscht werden.
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adlerkadabra schrieb:
Also bitte alle mal herhören:

Was ich ab jetzt hier im Forum poste, ist Gesetz. Ich finde nämlich, dass ich mich mit der Zeit zum abslouten Führungsuser entwickelt habe. Zumindest relativ    


Woher kommt nur der bedingungslose Glaube das unter den Blinden der Einäugige König sei ?
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rotundschwarz schrieb:
Ha, Adlerkadabra, das sagst du so. Und dann? Was ist,  wenn Friedolin, der gefährliche Problembärmacher, Bruno tatsächlich zum Problembär gemacht hat und mit ihm fertig ist? Was dann? Wie soll das weitergehen? In unmittelbarer Nähe von Bruno lebt Brian, the Lion. Ein gefährlicher Bursche, der - wie im Bild zu sehen - schon bei harmlosen Straßenfesten äußerst  ruppig und rücksichtslos mit unvorsichtig vorbeischlendernden Passanten umgeht. Was wird Brian the Lion dann erst mit Problembär Bruno anstellen? Können wir das verantworten?

 


Barrack Obama schrieb:

Yes, we can
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Da war doch mal was........?

http://www.youtube.com/watch?v=MjL2gkmwDg8

Wenn es nicht so saugut gemacht wäre könnte man sich ärgern (mindestens)
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War da nicht mal was mit einem Spieler von dem unser Trainer "noch nie was gehört hat" und der eine Woche später bei uns unterschrieben hat. Leute, unser Friedhelm ist Rheinländer, wie ein gewisser Konrad Adenauer. Von dem stammt der Satz:"Was kümmert mich mein Geschwätz von Gestern."
Also harren wir voller Spannung der Aufstellung.
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flow8 schrieb:


Andere Frage, ist diese "Liste der Verfehlungen" über die Fans aller Vereine vom DFB irgendwo einsehbar? Ich vermute ja mal eher nicht, oder?



Wen interessiert was bei anderen Vereinen passiert ? Wenn ein Fan von Raufbold 07 einem von 1899 Hoppenheim den Schädel einschlägt ist das doch kein Argument für eigene Taten. Die Eintracht hat in den letzten Jahren fast 200.000 Øre Geldstrafe zahlen "dürfen". Es langt ! Jeder Cent der dem Verein dadurch verloren geht ist einer zuviel.
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[big]Grenzecho (Eupen/Belgien)[/big]

http://www.grenzecho.net/zeitung/aktuell/schlagzeilen_detail.asp?a={B4C88357-F66D-4FFB-81B5-6082B7C66042}
Andere Länder, andere Sitten
Betrifft uns nicht direkt, ist aber ein Ausblick darauf was uns noch bevorstehen könnte wenn ich bedenke was sich Frau Wiese bei uns alles anhören muß.


Ob die sonst keine Sorgen haben ?
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ruhrpottkumpel schrieb:


In diesem Sinne gegen Denunzieren und für Ansprache.



Ansprache kannste inne Tonne kloppen.
Im Ernst, hat es nicht schon genug Ansprachen gegeben? Some things never change. Dank der Paranoia der uns regierenden und der Erfahrungen in der Vergangenheit hege ich die schlimmsten Befürchtungen. Jede sinnvolle Aktion, z.B. Fußballfans sind keine Verbrecher, wird von solchen Idioten konterkariert.
Keiner mag den Denunzianten, es gibt Teile unseres Landes in denen ein guter Deutscher kein wacher sondern ein Überwacher war. Keiner will diese Zustände zurück. Es ist aber keine Denunziation wenn Leute die eine Gefahr für die Gesundheit ihrer Mitmenschen provozieren zur Anzeige gebracht werden. Solidarität ist etwas schönes, ich mag mich aber nicht mit diesen Leuten solidarisieren lassen. Ich mag keine Politik in unserem Waldstadion, keine Nazis und keine durchgeknallten Pyromanen. Wenn die Eintracht Fans unter den Ultras ( die ja für den Schwachsinn verantwortlich gemacht werden) nicht das Rückgrat haben um gegen die Deppen in ihren eigenen Reihen vorzugehen muß man einen Schnitt machen. Sippenhaftung ist nicht mein Ding, aber auf diese Art "Support" kann ich gut verzichten.
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Vael schrieb:

Nu is aber auch mal gut. Nicht alle Ultras sind Randalisten. Eher die wenigsten! Man muss auch differenzieren können!


Für die einen sind es "die Eintracht Fans" für die anderen "die Ultras". Diesen Schuh müssen sich die Ultras aber leider anziehen. Solange diese Idioten sich ins Rampenlicht und tausende Fans ins Abseits böllern können und keiner die Eier hat die Typen, wenn er sie nicht anzeigen ( im Ultrajargon "denunzieren") will, aus den Reihen zu entfernen wird das auch so bleiben. Vielleicht wird unser Support an Qualität einbüssen aber auf diese Art von Support können alle gut verzichten. Auch das Verhalten von Polizei und Ordnern ist keine Rechtfertigung für derartige Aktionen. Ich habe auch kein Problem damit wenn Eintracht Frankfurt die, durch Videos und Bilder eindeutig identifizierten, Chaoten auf Schadensersatz verklagt und sich auf diesem Weg die Geldstrafe wieder reinholt.  Ich fürchte nur das da nichts zu holen sein wird und der Verein wieder mal auf einer Geldstrafe sitzen bleibt. Ich habe andernorts schon geschrieben: Dieses mal wird es eine hohe 5-Stellige Geldstrafe, nächstes mal ein Punktabzug. Wenn uns diese Punkte zum Klassenerhalt fehlen werden es genau diese Typen sein die Funkel und die Mannschaft für den Abstieg verantwortlich machen.
Ich kann gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte.
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RealOviedo schrieb:
SGE_Werner schrieb:
Jaja, die euphorischen Kölner.

Ach was haben die Leute hier so geschwärmt von Karlsruhe letztes Jahr.
Nach 21 Spieltagen unglaublicher 6. , Euphorie pur.

Heute? 17.

Vor zwei Jahren: Nürnberg nach dem 21. Spieltag 5. Euphorie pur.

Heute? 7. in Liga zwei.

Vor drei Jahren: Hannover unglaublicher 6. nach 21 Spieltagen.

Heute? Müder 13.

Im selben Jahr... Gladbach euphorisch mit 27 Punkten immerhin 9.

Heute? 18.

Vor vier Jahren: Lautern mit 31 Punkten 9. , nur knapp hinter den internationalen Plätzen.

Heute? Nach Fast-Abstieg in Liga 3 wieder im Kampf um einen Aufstiegsplatz.

Vor fünf Jahren: Bochum 5.

Heute? 16.



Ach was konnten diese Teams doch so hervorragend ihre Euphorie im Umfeld, ihren ansehnlichen Fußball über Jahre konservieren...


Danke!!!
Mal sehen welche Mannschaft sich dort naechstes Jahr einreiht??? Hoffenheim???  


Hoffentlich !
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6:3 schrieb:


wir wünschen uns also einen block von denunzianten.




Ich glaube Du hast keine Ahnung was ein Denunziant ist. Um das klar zu stellen, ich wünsche mir keinen der bei jedem Mist zur Anzeige schreitet. Aber den verantwortungsbewussten Fan der das Rückgrat hat einzuschreiten oder zumindest klar Front zu machen gegen Leute die sich Fan nennen in Wirklichkeit aber dem Verein Schade zufügen. Das letzte mal waren es (vor nicht mal 2 Wochen) 5.000 Euro, diesmal werden es 50.000  und beim nächsten Mal wichtige Punkte. Ich stelle mir gerade vor es werden 5 Punkte abgezogen, wir steigen deshalb ab und diese Idioten schieben Funkel die Schuld am Abstieg zu.  
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schlusskonferenz schrieb:
Oh. mit Amöben habe ich mich ja schon lange nicht mehr beschäftigt.

Da gibt es: Schleimpilze, Wurzelfüßer, Strahlen- und Sonnentierchen, Heterolobosea, Fließamöben und Grünalgen. Klingt doch irgendwie ganz nach Userkategorien    


Stimmt irgendwie, aber die wichtigsten hast Du vergessen die Phagozyten.
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WuerzburgerAdler schrieb:


Wie schon mal an anderer Stelle erwähnt: man sieht das, was man sieht.  sehen will


So stimmts !
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Hier gugge ------>http://www.youtube.com/watch?v=P08Les9aqZc

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Sind wir denn zwiegespalten? Abgesehen von den paar Oxxebacher Trollen wollen wir doch alle nur das eine. Nein, nicht das sondern die Eintracht siegen sehen. Wenn es geht auch noch mit einigermaßen ansehnlichem Fußball. Über die Wege wie man dahin kommt ist die Gemeinde schon uneins seit ich denken kann. Schon seit Paul Osswalds Tagen stellt sich die Frage macht der Trainer etwas falsch oder können die Spieler es nicht umsetzen. Der große Unterschied besteht heute darin das es möglich ist seine Meinung ( wo immer die geBildet wurde ) dauerhaft und ohne Risiko zu äussern.
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Vorab zwei Zitate:

Heribert Bruchhagen: " Wir hätten ja den Türker verpflichten können, aber das wäre den Fans nicht zu vermitteln."

Rudi Arndt:" 5-Mark für ne Stange Dynamit um das Ding in die Luft zu sprengen."

Um aber zum Thema zurückzukommen, folgendes habe ich vor ein paar Jahren gefunden, leider weiß ich nicht mehr wo, deshalb stelle ich es hier ein. Der Autor möge mir verzeihen, aber es ist für einen guten Zweck.

sm) Vermutlich hat sie nicht gewusst, was sie anrichtete, die
Schwimmerin Antje Buschulte, die am Abend des 5 Juli 2003 im Aktuellen
Sportstudio des ZDF die Plastikkugeln für die Partien der ersten Runde des
DFB-Pokals zog. Fast 20 Jahre lang waren wir davon verschont geblieben,
unsere edlen Adlerträger in das Elendsviertel an unserem östlichen Stadtrand
schicken zu müssen. Nur unsere Amateure hatten in dieser Zeit hin und wieder
ein Punktspiel in jener Bruchbude auszutragen, welche die Einheimischen mit
dem ihnen eigenen Realitätssinn gerne als "Fußballtempel" bezeichnen und der
sich dem objektiven Betrachter doch nur als billige Bausünde präsentiert.
Wir hatten schon geglaubt (und mit einer gewissen Erleichterung
registriert), daß es nie wieder zu einem Pflichtspiel der ersten
Mannschaften dieser zwei so ungleichen Vereine kommen würde. Nun aber
bescherte die Pokalauslosung der Region ein Spiel, das - ja das eigentlich
niemand so richtig braucht.
Viele Menschen - in der Regel jene, die außerhalb Frankfurts
geboren und aufgewachsen sind - halten die Begegnung zwischen der Eintracht
und den Kickers für ein "normales" Derby, das seinen Reiz eben, wie jedes
Derby, aus der "besonderen Rivalität" der beiden Städte beziehe. Das ist
Unfug, wer so etwas behauptet, hat keine Ahnung von der Geschichte unserer
Region. Ähnlich unsinnig ist die immer wieder auftauchende Behauptung, das
Verhältnis zwischen Frankfurt und Offenbach (bzw. Eintracht und Kickers)
habe erst aufgrund von Ereignissen in vergleichsweise jüngerer Zeit - z.B.
Endspiel 1959 - an Brisanz gewonnen. Auch solche Aussagen treiben einem
echten Frankfurter die Zornesröte ins Gesicht. Fgv nimmt daher das nun
anstehende "Derby" zum Anlass, ein für allemal mit derartigen
Missverständnissen aufzuräumen - und die ganze schreckliche Wahrheit über das
Elendsviertel zu enthüllen.


Eintracht gegen Kickers ist kein "normales" Derby. Bei allen
anderen bekannten und für brisant gehaltenen Derbies begegnen sich entweder
zwei Mannschaften aus derselben Stadt (Bayern vs. 1860; HSV vs. St. Pauli)
oder eben aus benachbarten Städten, die sich jedoch mehr oder weniger "auf
Augenhöhe" begegnen können (Dortmund/ Gelsenkirchen oder Nürnberg/Fürth oder
Köln/ Düsseldorf, wobei im letzteren Falle wegen des Niedergangs der Fortuna
sich die fußballerischen Rivalitätsgefühle der Domstädter nunmehr nach
Leverkusen verschoben haben).
Frankfurt und Offenbach hingegen haben sich in weit über 1000
Jahren noch nie, auch nicht annähernd, "auf Augenhöhe" gegenübergestanden.
Immer schon war Offenbach nur ein kleines, lästiges, hässliches und, vor
allem, total unbedeutendes Anhängsel, das sich hartnäckig an unserem
östlichen Stadtrand hielt. Beliebt wie eine Stechmücke, vom Nutzwert eines
Parasiten.
Es ist deshalb schon von der Terminologie her verfehlt, von
einer "historischen Rivalität" zwischen Frankfurt und Offenbach zu sprechen.
Frankfurt konnte und musste zu keiner Zeit und in keinerlei Hinsicht jemals
Offenbach als "Rivalen" ansehen. Ungleicher als Frankfurt und sein hässliches
Furunkel am östlichen Stadtrand können menschliche Siedlungen nicht sein,
seit sich der Homo sapiens vor Jahrtausenden entschloss, das Nomadentum
aufzugeben und sesshaft zu werden...

Die Gefühle, die seit jeher Frankfurter und Offenbacher
füreinander empfinden, sind daher gewiss nicht die einer wie auch immer
gearteten "Rivalität". Aber wie lässt sich am zutreffendsten beschreiben, was
man diesseits und jenseits des Kaiserleikreisels voneinander hält? Nun, wie
bei so vielen anderen Fragen des Verhältnisses verschiedener Völker
zueinander, scheint auch hier ein Blick auf die Geschichte lehrreich, wenn
nicht gar unerlässlich. Es soll ja die Gegenwart nicht verstehen können, wer
sich nicht mit der Vergangenheit befasse, heißt es schließlich.
Und die Beschäftigung mit der "Offenbacher Stadtgeschichte" ist
durchaus amüsant und aufschlussreich. Soweit sich überhaupt Materialien
hierzu finden lassen, denn auch die Geschichtsschreibung gehört zu den
Kulturtechniken, die in Offenbach nicht gerade auf einen üppig fruchtbaren
Boden treffen...
Das wenige aber, was zur "Offenbacher Stadtgeschichte" bekannt
ist, fügt sich rasch zu einem einheitlichen Bild: Offenbach kam immer zu
spät, Offenbach war immer völlig unbedeutend. Niemand hat sich je für diesen
weitgehend nutz- und wertlosen Flecken Erde interessiert, keiner schenkte
ihm je Beachtung. Das geht nun schon seit mehr als eintausend Jahren so. Was
immer man auch in Offenbach unternahm oder unternehmen wollte - es ging
schief. Das, und nur das, ist der rote Faden, der sich durch Offenbachs
Geschichte zieht.

Jede Stadt, die etwas auf sich hält, hat eine
"Gründungsgeschichte" - mehr oder weniger historisch belegt und im übrigen
angereichert durch Mythos, durch tradierte Volkserzählung. Romulus und Remus
gründeten Rom, und die Franken entdeckten auf der Heimkehr von einem Feldzug
gegen die Sachsen eine Furt über den Main und gründeten darauf hin
Frankfurt.
Wer aber wann und aus welchem Grund Offenbach gründete, ist
unbekannt. Man weiß es einfach nicht, und im Grunde interessiert's ja auch
keinen. 1977 "feierte" Offenbach sein 1000-jähriges Bestehen. Und das nur,
weil im Jahre 977 erstmals eine Urkunde die Existenz einer Siedlung
Offenbach erwähnt. In besagter Urkunde wurden übrigens Teile des Dorfes
verschenkt. Schon damals also war der Müll nichts wert.

Frankfurt war zu dieser Zeit schon lange eine "richtige" Stadt
mit Mauern und Gräben (838 errichtet), nachdem hier Karl der Große 794 einen
Königshof erbauen ließ. Frankfurt beherbergte das kaiserliche Kammergut und
wurde (843) Hauptstadt des ostfränkischen Reichs. Von dem in der
Schenkungsurkunde 977 erstmals erwähnten Offenbach weiß die
Geschichtsschreibung hingegen bis zum Jahr 1372 überhaupt nichts mehr zu
berichten.

Offenbach an Frankfurt verpfändet

Auf ungeklärte Weise war dieses unbedeutende Nest in den Besitz
derer zu Falkenstein übergegangen. Philipp von Falkenstein lieh sich im
Jahre 1372 von der Stadt Frankfurt 1.000 Gulden und verpfändete dafür
Offenbach an den Rat der Stadt Frankfurt!
Das war damals gar kein so ungewöhnlicher Vorgang, und auf
ähnliche Weise sind bspw. Bornheim und Oberrad "eingemeindet" worden.
Glücklicherweise erkannten die damaligen Frankfurter Stadtväter bereits,
welch Ei man ihnen ins Nest zu legen versuchte. Die Eingemeindung Offenbachs
lehnte Frankfurt dankend ab - statt einer "Verwertung" des Pfandes forderte
man von Falkensteins lieber die Rückzahlung des Darlehens: Philipp von
Falkenstein musste zahlen und blieb auf seinem Müllhaufen namens Offenbach
sitzen.
Sein Sohn Graf Werner von Falkenstein, der wenig später dieses
nichtsnutzige Stück Land im Nachlass vorfand, errichtete "zur Rache" eine
Zollgrenze und versuchte, die nach Frankfurt zur Messe anreisenden Händler
und Kaufleute abzukassieren. Obendrein begann er, in Offenbach eigene Münzen
prägen zu lassen (und das, obwohl das Dorf Offenbach zu dieser Zeit aus
weniger als 100 Häusern bestand!). Dieser neidvolle und hasserfüllte Blick
auf den übermächtigen, glanzvollen und prosperierenden Nachbarn Frankfurt,
der lächerliche Versuch, es ihm gleichzutun - dieses Verhaltensmuster des
Grafen Werner von Falkenstein hat sich bis heute bewahrt. Zum Beispiel beim
"Anhang" der Offenbacher Kickers...

Anschließend (nach dem Tode des Werner von Falkenstein) ging
Offenbach in den Besitz des Grafen von Isenburg über. Die Isenburgs, welche
für die nun folgenden etwa drei Jahrhunderte das zweifelhafte Vergnügen
hatten, Offenbach ihr eigen nennen zu müssen, gehörten eher in die Rubrik
des damals schon verarmten Landadels. Offenbach blieb so das ärmliche und
unbedeutende Nest, das es seit jeher war. Irgendetwas Nennenswertes weiß
jedenfalls die seriöse Geschichtsforschung aus Offenbach auch während des
Mittelalters nicht zu berichten. Wenn sich überhaupt mal ein Geschichtsbuch
mit Offenbach befasst, liest sich das so:
"Offenbach ist eine Provinzstadt, kein Zweifel. Und es ist nicht
einmal eine jener Provinzstädte, die vom Pathos vergangener höfischer
Repräsentationsbedürfnisse zehren können. Seine Fürsten waren es gewohnt
kleine Brötchen zu backen. Nie war es tonangebend, wie die glänzenden
Residenzen es sein konnten, wie es die Metropolen sind für weites Land. Es
konnte nicht Zentrum werden, weil es selber im Vorfeld eines Zentrums wuchs,
angelehnt und eingezwängt."

Offenbach wird österreichisch

Als Napoleon Kriege, Macht und Einfluss verlor, sollte die
europäische Landkarte 1815 in der sog. "Wiener Konferenz" der Mächte
Europas neu geordnet werden. Deutschland wird in eine große Zahl souveräner
Einzelstaaten aufgeteilt, Frankfurt behält den Status als "Freie Stadt"
und wird als solche sogar Hauptstadt des neu gegründeten "Deutschen Bundes".
Und Offenbach? Keiner wollte Offenbach haben; und so wurde es dem
österreicherischen Kaiserreich (!) zugeschlagen...
Auch in Wien merkte man aber bald, was man sich da eingefangen
hatte. Nur etwa ein Jahr lang gehörte Offenbach zu Österreich, dann trat man
es 1816 "großzügig" an das Großherzogtum Hessen-Darmstadt ab - dieses war
mit dem mächtigen Österreich verbündet und konnte deshalb das üble Geschenk
wohl nicht ablehnen. 1828 hatte man mal wieder die Wahnidee, mit Frankfurt
konkurrieren zu wollen. Offenbach schloss mit Preußen ein Zollabkommen und
erklärte sich zur Messestadt. Ein kläglich gescheiterter Versuch: Auch
Frankfurt trat dem preußischen Zollverein bei, und schon 1836 ging die
Offenbacher Messe wieder ein. Wie gesagt: das Wenige, das man von der
Offenbacher Geschichte weiß, ist eine Geschichte voller Pleiten, Pech und
Pannen.
Die preußische Neuordnung Hessens 1866 und die von Preußen
ausgehenden Gründung des Deutschen Reichs 1871 führten dann leider dazu, daß
erstmals in der Geschichte beider Städte keine Landes- bzw.
Fürstentumsgrenze mehr zwischen Offenbach und Frankfurt verlief. Ein
Zustand, der bedauerlicher Weise bis heute anhält...

Wer ist der "größte Sohn" Offenbachs?

Diese ewige Bedeutungslosigkeit, diese ständigen Niederlagen,
das Nicht-ernst-genommen-Werden - all das hat sich tief ins kollektive
Bewusstsein der Offenbacher eingeprägt. Auf keinem Gebiet menschlichen
Daseins - weder in Wissenschaft noch Kultur noch Wirtschaft noch Politik -
hat jemals ein Offenbacher irgendetwas geleistet, das überregional auch nur
Beachtung gefunden hätte. Wer ist eigentlich "der größte Sohn Offenbachs"?
Was ist eine herausragende Leistung eines Offenbachers? Auf welchem Gebiet
hat ein Offenbacher jemals Großes oder wenigstens Erwähnenswertes geleistet?
Fragen, zu denen es keine Antwort gibt. Diese Stadt hat nichts, aber auch
gar nichts - weder ein eigenes Theater noch eine eigene Telefonvorwahl. In
all den Jahrhunderten brachte Offenbach zustande: - nichts, gar nichts, nur
Ödnis und gähnende Leere.

Frankfurt hingegen - Kaiserresidenz, freie Reichsstadt, Ort der
Kaiserkrönungen, Stadt des Handels und der Messe, der Bildung, der Künste -
wuchs und gedieh. In Frankfurt entwickelte sich das freie Bürgertum, hier
prosperierten Wirtschaft und Geist, gründete man Messe und Universität,
wurde man DAS mitteleuropäische Handelszentrum. In Frankfurt tagte (in der
Paulskirche) das erste deutsche Parlament, Frankfurt ist die Geburtsstadt
Goethes, die Heimat der Buchmesse und der Deutschen Bibliothek, hier
entstand die "Frankfurter Schule" um Adorno, Marcuse u.a., Rainer Werner
Faßbinder ist Frankfurter (und Eintrachtfan!) gewesen usw. usf. - Offenbach
hingegen ist intellektuell über das Niveau von Jimmy Hartwig und Hermann
Nuber nie hinausgekommen.

Wie lassen sich also nun die Gefühle beschreiben, die
Frankfurter und Offenbacher wechselseitig füreinander hegen? Mit "Rivalität"
hat das, wie einleitend schon erwähnt, nichts zu tun (einen Rivalen nimmt
man ernst - welcher Frankfurter hätte aber jemals schon einen Offenbacher
ernst genommen?). Vielmehr eher so:
Die Offenbacher entwickeln Hass und Neid auf uns, sie spüren ihre
Unterlegenheit auf allen Gebieten. Diese Ohnmacht- und
Minderwertigkeitsgefühle werden durch pubertäre Machtphantasien kompensiert.
Das bringt zuweilen skurrile Ergebnisse (man könnte auch sagen: Totgeburten)
hervor, wie bspw. die Münzen Werner von Falkensteins, die "Offenbacher Messe
" von 1828 oder den OFC Kickers von 1901... Auch dass sich die Offenbacher
"Stadtväter" wie trotzige Kinder jahrzehntelang weigerten, dem FVV
beizutreten (nur wegen des Namens "Frankfurter Verkehrsverbund"), passt in
dieses lächerliche Bild. So wie die unbeholfenen Versuche der Offenbacher,
sich ähnlich wie der Rest der Menschheit mittels eines Automobils
fortzubewegen (daß die Beherrschung des Autofahrens die intellektuellen
Fähigkeiten des Durchschnittsoffenbachers weit überfordert, erkennen wir
leidgeplagten Frankfurter täglich auf unseren Straßen).
Wir Frankfurter empfinden die Offenbacher hingegen vor allem als
lästig. Die natürlichste Gefühlsregung wäre zwar Mitleid; dies wird aber
durch das penetrante Verhalten dieser Möchtegern-Städter verhindert. Nachdem
Offenbach in Jahrhunderten noch nicht einen Beweis seiner
Daseinsberechtigung geben konnte, wäre es unbestreitbar das Sinnvollste,
diese "Stadt" einfach aufzulösen und von der Landkarte verschwinden zu
lassen. Leider (wenn auch verständlicherweise) ist aber niemand bereit, die
Offenbacher aufzunehmen, weswegen wir das Elendsviertel an unserem östlichen
Stadtrand wohl noch eine Weile hinnehmen müssen...

Notfalls nehmen wir es halt mit Humor. So wie im 19. Jahrhundert
der Frankfurter Heimatdichter (übrigens: hat es jemals einen Dichter
gegeben, der aus Offenbach stammte?) Friedrich Stoltze:
"Was is des Offebach for e Stadt!
Die hawe´s ganz in der Näh gehat
un hawe´s verbaßt von Aabeginn,
daß se net aach von Frankfort sin.".

Das Derby Eintracht - Kickers

Diesen kulturgeschichtlichen Hintergrund muss man kennen, um das
Verhältnis Eintracht/Kickers richtig einzuordnen. Beide - Eintracht wie
Kickers - sind in diesem Sinne seit jeher würdige Vertreter ihrer Städte.
Die Eintracht war und ist immer wieder für glanzvolle Taten bekannt; zwar
fehlt es ihr an Beständigkeit, aber nicht an Höhepunkten glanzvoller
Spielkultur (Meisterschaft 1959/Europapokal 1960, die Siebziger, der
UEFA-Cup 1980, die frühen Neunziger...).
Die Kickers hingegen haben nie "Traumfußball" gespielt. Gewiss,
es gab durchaus hin und wieder einen mehr oder minder spektakulären Erfolg,
wie bspw. die Vizemeisterschaft 1959. Diese wurden aber äußerst
unspektakulär errungen, bieder kickten sich die Kickers voran. Sie hatten
nie einen Nationalspieler, kein Offenbacher hat jemals glanzvoll Fußball
gespielt. Ihr Idol ist - wie bezeichnend - Hermann Nuber, ein
Metzgermeister. Mehr muss man nicht - und mehr kann man auch nicht - zu
Offenbacher "Fußballkunst" sagen.
In Ermangelung sonstiger Fähigkeiten versuchen sie (Horst
Gregorio Canellas in der Saison 70/71!), durch Bestechung und Bescheißen in
der Bundesliga zu bleiben; doch selbst mit diesen Mitteln klappt's nicht...
Weswegen der beleidigte Südfrüchtehändler sodann den sog.
"Bundesligaskandal"
aufdeckt - womit er zwar nicht seinen Drecksverein rettet, es aber
immerhin schafft, als erster (und bislang letzter) Offenbacher jemals
bundesweit Aufsehen erregt zu haben...
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Trotz des schäbigen Abgangs durch den damaligen Vorstand hat ER nie ein böses Wort über die Eintracht verlauten lassen. Ein ganz feiner Mensch.
Es ist bezeichnend das unsere österreichischen Nachbarn ihren Fußball-Oskar nach IHM benannt haben. Und schön das ein Adlerträger da dieses Jahr abgeräumt hat. Vielleicht kann man im Eintracht-Museum eine Hall of Fame für verdiente Adler einrichten. Bruno hätte einen der vordersten Plätze verdient.